Rechtsprechung / OLG Düsseldorf / 2011

OLG Düsseldorf Urteil vom 22.11.2011 – I-23 U 208/10

ECLI:DE:OLGD:2011:1122.I23U208.10.00

ZivilrechtNordrhein-WestfalenVolltext

Zitiert 8+ Entscheidungen 15+ zitierte Normen Als PDF speichern

Tenor§

Auf die Berufung des Klägers wird das das Urteil der Einzelrichterin der3. Zivilkammer des Landgerichts Wuppertal vom 28. Oktober 2010 teilweise abgeändert und unter Zurückweisung der weitergehenden Berufung insgesamt wie folgt neugefasst:

Der Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 148,11 EUR nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 13.08.2009 zu zahlen.

Die weitergehende Klage wird abgewiesen.

Die Kosten des Rechtsstreits in beiden Instanzen werden dem Kläger auferlegt.

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Die Revision wird nicht zugelassen.

1

G r ü n d e :

2Permalink zu Rn. 2recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_3

Dem Kläger steht gegen den Beklagten ein Anspruch auf restliches Honorar für seine Leistungen als Steuerberater in Höhe von 148,11 EUR nebst Prozesszinsen zu (§§ 611, 288, 291 BGB). Die klageabweisende Entscheidung des Landgerichts beruht insoweit auf einer Rechtsverletzung (§ 546 ZPO) und die nach § 529 ZPO zu Grunde zu legenden Tatsachen rechtfertigen eine andere Entscheidung (§ 513 ZPO).

3

I.

4Permalink zu Rn. 4recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_4

Für die vom Kläger - unter Abzug von 3.049,74 EUR (dazu unter 1.) - weiterverfolgten 34 Rechnungen in einer Gesamthöhe von 7.350,77 EUR (dazu unter 2.-35.) gilt im Einzelnen Folgendes:

5

1.

6Permalink zu Rn. 6recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_5

Die Forderung aus der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA) bzw. aus einer Rechnung (ohne Rechnungsnummer) vom 31.12.2007  in Höhe von 3.049,74 EUR (fünftletzte Position der Aufstellung) verfolgt die Berufung des Klägers unter entsprechender Reduzierung der erstinstanzlichen Klageforderung in Höhe von 10.400,51 EUR auf verbleibende 7.350,77 EUR nicht mehr weiter.

7

2.

8

Rechnung Nr. 2008/3 vom 25.01.2008 über 412,34 EUR (17/17R GA)

9

a.

10Permalink zu Rn. 10recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_6

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, nach Zahlung des Rechnungsbetrages von 412,34 EUR durch den Beklagten einen Betrag in Höhe von restlichen 8,11 EUR geltend, die im Kontoauszug (14R GA) als "Zinsen" bezeichnet werden. Diese Restforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

11

b.

12Permalink zu Rn. 12recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_7

Dem Kläger steht gegen den Beklagten ein Anspruch aus der Rechnung Nr. 2008/3 in Höhe von 127,27 EUR (dazu unter aa.) und dem Beklagten gegen den Kläger ein Anspruch auf Rückzahlung seiner auf die Rechnung Nr. 2008/3 geleisteten Zahlung von 412,34 EUR in Höhe einer rechtsgrundlosen Überzahlung in Höhe von 285,07  EUR (dazu unter bb.) zu.

13

aa.

14Permalink zu Rn. 14recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_8

Der Kläger hat nunmehr eine beiderseits (vom Beklagten am 28.08.1995) unterschriebene Honorarvereinbarung vorgelegt (287 ff. GA), die den Anforderungen des § 14 Abs. 1 StBGebVO entspricht. Danach ist im Rahmen von § 33 StBGebV für die Buchhaltung mit Debitoren/Kreditoren mindestens 10/10 der Gebühr gemäß Tabelle C - Jahresumsatz - wirksam vereinbart worden, so dass bei einem vom Beklagten dargelegten und vom Kläger nicht hinreichend bestrittenen Gegenstandswert bis 35.000 EUR (vgl. 64/ GA) die 10/10 Gebühr sich auf 93 EUR beläuft und der Kläger somit zzgl. der Post- und Telekommunikationspauschale von 15 % (13,95 EUR) und zzgl. 19 % Mwst.  (20,32 EUR) einen Anspruch gegen den Beklagten in Höhe von 127,27 EUR hat.

15Permalink zu Rn. 15recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_9

Einen Anspruch auf eine Pauschalvergütung von 160 EUR hat der Kläger nicht hinreichend dargetan. Es kann dahinstehen, ob der Beklagte von 1995 bis 2004 monatlich netto 146,23 EUR und ab 28.05.2004 monatlich 160,00 EUR (so 92/159/199 GA) bzw. 46,23 EUR und später 60 EUR (so 257 GA unten) gezahlt hat. Es kann auch dahinstehen, ob und in welchem Umfang es sich dabei lediglich um durch den Kläger im Lastschriftverfahren eingezogene Vorschusszahlungen (d.h. zur späteren Abrechnung gemäß StBGebV) gehandelt hat, wie die Berücksichtigung von Vorschusszahlungen in Höhe von 1.860,00 EUR netto in einzelnen Rechnungen des Klägers vermuten lässt (vgl. 25 R GA). Eine wirksame Vereinbarung einer Pauschalvergütung ist in dem nunmehr vorgelegten beidseitig unterzeichneten Exemplar der Gebührenvereinbarung/Auftrag vom 23.08.1995 (287 ff. GA) nicht enthalten, sondern dort ist vielmehr eine 7/10 bzw. 10/10 Gebühr für die Buchhaltung gemäß § 33 StBGebV ohne bzw. mit Debitoren/Kreditoren vereinbart worden. Der Kläger trägt auch im Übrigen weder eine den Anforderungen des § 14 StBGebV entsprechende weitere Pauschalvereinbarung vor noch ergibt sich eine wirksame Pauschalvereinbarung bzw. ein Anerkenntnis des Beklagten durch die im Wege des Lastschriftverfahrens monatlich vom Kläger eingezogenen Beträge (vgl.  BGH, Urteil vom 11.11.2008, VIII ZR 265/07, NJW 2009, 580; BGH,  Urteil vom  11.01.2007, VII ZR 165/05, NJW-RR 2007, 530; BGH,  Urteil vom 11.07.1995, X ZR 42/93, NJW 1995, 3311; vgl. BGH,  Urteil vom 08.03.1979, VII ZR 35/78, BauR 1979, 249;  Palandt-Sprau, a.a.O., § 781, Rn 3 mwN).

16Permalink zu Rn. 16recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_10

Die Einwände des Klägers gegen eine Pauschalvereinbarung sind unter Berücksichtigung dieser Grundsätze und Umstände auch nicht infolge Treuwidrigkeit ausgeschlossen (§ 242 BGB). Die von der Berufung des Klägers zitierten Entscheidungen des LG Düsseldorf (Urteil vom 15.09.2009, 2b 112/06, GI 2010, 27; OLG Hamm, Urteil vom 01.10.1997, 25 U 137/95, StB 1998, 322) betreffen abweichende Fallgestaltungen einer ausdrücklichen mündlichen Pauschalhonorarvereinbarung.

17Permalink zu Rn. 17recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_11

Einen Anspruch auf einen "Vorschuss für Abschlussarbeiten in Arbeit" in Höhe von 155,00 EUR steht dem Kläger nach Mandatsbeendigung aus den zutreffenden Gründen der angefochtenen Entscheidung nicht mehr zu; er ist vielmehr zu einer Endabrechnung verpflichtet. Der Berufungseinwand des Klägers, dass das Mandatsverhältnis, insbesondere die Verpflichtung des Steuerberaters, auch nach Beendigung des Mandatsverhältnisses fortbestehe (260 GA unten), ist - soweit überhaupt verständlich - unbegründet.

18Permalink zu Rn. 18recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_12

Einen Anspruch auf ein Honorar für "Steuerterminverwaltung, Fälligkeitsmitteilungen aus Steuern und Abgaben gemäß Vereinbarung" i.S.v. § 33 Abs. 7 StBGebVO hat der Kläger nach substantiiertem Bestreiten des Beklagten (65 GA) auch im Berufungsverfahren im Rahmen seiner sekundären Darlegungslast nicht hinreichend substantiiert dargetan. Daran vermag auch der erstinstanzliche Beweisantritt des Klägers (111 GA) nichts zu ändern.

19Permalink zu Rn. 19recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_13

Dementsprechend verbleibt insoweit eine Überzahlung des Beklagten von 285,07  EUR (412,34 EUR ./. 127,27  EUR) zur Auf-/Verrechnung mit anderen Forderungen des Klägers.

20

bb.

21

Der Beklagte ist zur Auf- bzw. Verrechnung von solchen Überzahlungen gegen bzw. mit anderen Forderungen des Klägers berechtigt

22Permalink zu Rn. 22recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_14

Zwar sind die Voraussetzungen eines Kontokorrentverhältnisses i.S.v. § 355 HGB (vgl. Baumbach/Hopt, HGB, 33. Auflage 2008, § 355, Rn 1-6 mwN) durch Vorlage eines "Kontoauszuges" vom 13.11.2008 (14 ff. GA) bzw. durch Vorlage einer "Forderungsaufstellung" vom 04.12.2008 (16 ff. GA) nicht hinreichend dargetan. Auch wenn eine Kontokorrentabrede regelmäßig formfrei möglich und im Einzelfall auch stillschweigend möglich ist, genügt es nicht, dass einmalig oder von Zeit zu Zeit die (ggf. beiderseitigen) Ansprüche (bzw. Zahlungen) verrechnet werden (vgl. Baumbach/Hopt, a.a.O., § 355, Rn 5 mwN) bzw. der Gläubiger vorprozessual einmalig einen "Kontoauszug" bzw. eine "Forderungsaufstellung" erstellt.

23Permalink zu Rn. 23recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_15

Ansprüche des Beklagten auf Rückerstattung von Überzahlungen sind gleichwohl nicht ausgeschlossen, da auch eine vorbehaltlose Zahlung einer Schuld grundsätzlich kein Anerkenntnis enthält (vgl. BGH, Urteil vom 11.11.2008, VIII ZR 265/07, NJW 2009, 580; Palandt-Sprau, a.a.O., § 781, Rn 3 mwN).  Ein deklaratorisches Schuldanerkenntnis setzt voraus, dass die Vertragsparteien mit der Vereinbarung das Schuldverhältnis insgesamt oder in einzelnen Beziehungen dem Streit oder der Ungewissheit entziehen wollen und sich dahingehend einigen (vgl. BGH,  Urteil vom  11.01.2007, VII ZR 165/05, NJW-RR 2007, 530). Die erforderliche Einigung kann nur angenommen werden, wenn sich ein entsprechendes Angebot sowie dessen Annahme feststellen lässt (vgl. BGH a.a.O.). Die Prüfung einer Rechnung, die Bezahlung einer Rechnung oder auch die Bezahlung nach Prüfung erlauben für sich genommen nicht, ein deklaratorisches Schuldanerkenntnis anzunehmen (vgl. BGH a.a.O.; vgl. BGH,  Urteil vom 08.03.1979, VII ZR 35/78, BauR 1979, 249). Es gibt auch keinen Rechtssatz, dass mit der unbeanstandeten Zahlung einer Vielzahl von Rechnungen in der Vergangenheit Einwendungen hinsichtlich künftiger Rechnungen hinsichtlich zusammenhängender Arbeiten ausgeschlossen sind (vgl. BGH,  Urteil vom 11.07.1995, X ZR 42/93, NJW 1995, 3311).

24Permalink zu Rn. 24recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_16

Da eine Zahlung des Beklagten "unter Vorbehalt" (vgl. BGH, Urteil vom 24.11.2006, LWZR 7/05, NJW 2007, 1269; Palandt-Grüneberg, BGB, 70. Auflage 2011, § 362, Rn 14) nicht erkennbar ist, trägt er indes die Darlegungs- und Beweislast für das Nichtbestehen von ihm zuvor vorbehaltlos erfüllter Honorarforderungen und einen durch ihn auf- bzw. verrechenbaren Anspruch auf Rückzahlung aus § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BGB (vgl. Palandt-Sprau, a.a.O., § 812, Rn 19 ff. mwN), der er hier - wie bereits ausgeführt - im Umfang einer Überzahlung in Höhe von 285,07 EUR nachgekommen ist.

25

3.

26

Rechnung Nr. 2005/14 vom 26.01.2005 über 81,85 EUR (18/18R GA)

27Permalink zu Rn. 27recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_17

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, den vollen Rechnungsbetrag in Höhe von 81,85 EUR geltend.

28Permalink zu Rn. 28recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_18

Das Landgericht hat diesen Honoraranspruch zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 eingetretener Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Der Beginn der Verjährung ist unabhängig davon, ob der Steuerberater seinem Mandanten bereits eine Rechnung erteilt hat (vgl. BGH, Urteil vom 21.11.1996, IX ZR 159/95, DStR 1997, 514; Eckert, StBGebV, 5. Auflage, § 7, Anm. 4 mwN). Insoweit enthält die Berufung des Klägers - weder hinsichtlich des Zeitpunkts der Erledigung des Auftrags bzw. der Beendigung der Angelegenheit i.S.v. § 7 StBGebV bereits im Dezember 2004 noch im Übrigen - einen hinreichenden Angriff gegen die angefochtene Entscheidung. Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids kommt es insoweit nicht an.

29

4.

30

Rechnung Nr. 2007/56 vom 22.02.2007 über 20,59 EUR (19/19R GA)

31Permalink zu Rn. 31recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_19

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen Betrag in Höhe von 6,00 EUR geltend.

32

a.

33Permalink zu Rn. 33recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_20

Da ausweislich der weiteren Aufstellung vom 13.11.2008 (14R/15 GA) auf diese Rechnung 17,59 EUR gezahlt worden sind, handelt es sich bei dem geltend gemachten Betrag in Höhe eines Teilbetrages von 3,00 EUR offenbar um eine Zinsforderung.  Eine solche Zinsforderung in Höhe von 3,00 EUR ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

34

b.

35Permalink zu Rn. 35recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_21

Das Landgericht hat einen restlichen Honoraranspruch von 3,00 EUR zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 eingetretener Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Insoweit enthält die Berufung des Klägers - weder hinsichtlich des Zeitpunkts der Erledigung des Auftrags bzw. der Beendigung der Angelegenheit i.S.v. § 7 StBGebV im Mai 2004 noch im Übrigen - einen hinreichenden Angriff gegen die angefochtene Entscheidung. Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Antrags auf Erlass eines Mahnbescheids kommt es insoweit nicht an.

36

5.

37

Rechnung Nr. 2008/76 vom 25.03.2008 über 412,34 EUR (20/20R GA)

38Permalink zu Rn. 38recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_22

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen Betrag in Höhe von restlichen 6,83 EUR geltend.

39

a.

40Permalink zu Rn. 40recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_23

Da ausweislich der weiteren Aufstellung vom 13.11.2008 (14R/15 GA) auf diese Rechnung 412,34 EUR (in Teilzahlungen von 300,00 EUR und 112,34 EUR) gezahlt worden sind, handelt es sich bei dem geltend gemachten Betrag offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

41

b.

42Permalink zu Rn. 42recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_24

Soweit das Landgericht auch insoweit von einer Überzahlung in Höhe von 385,78 EUR ausgegangen ist, wird auf die o.a. Feststellungen des Senats zur Rechnung zu 2. Bezug genommen, die insoweit entsprechend geltend. Unter Berücksichtigung dieser Feststellungen steht dem Kläger gegen den Beklagten ein Anspruch aus der Rechnung Nr. 2008/76 in Höhe von 127,27 EUR und dem Beklagten gegen den Kläger ein Anspruch auf Rückzahlung seiner auf die Rechnung Nr. 2008/76 geleisteten Zahlung von 412,34 EUR in Höhe einer rechtsgrundlosen Überzahlung in Höhe von 285,07 EUR zu.

43

6.

44

Rechnung Nr. 2007/97 vom 25.03.2007 über 412.34 EUR (21/21R GA)

45Permalink zu Rn. 45recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_25

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen Betrag in Höhe von restlichen 3,00 EUR geltend.

46

a.

47Permalink zu Rn. 47recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_26

Da ausweislich der weiteren Aufstellung vom 13.11.2008 (14R/15 GA) auf diese Rechnung 412,34 EUR gezahlt worden sind, handelt es sich bei dem geltend gemachten Betrag offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

48

b.

49Permalink zu Rn. 49recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_27

Soweit das Landgericht auch insoweit von einer Überzahlung in Höhe von 385,78 EUR ausgegangen ist, wird auf die o.a. Feststellungen des Senats zur Rechnung zu 2. Bezug genommen, die insoweit entsprechend geltend. Unter Berücksichtigung dieser Feststellungen steht dem Kläger gegen den Beklagten ein Anspruch aus der Rechnung Nr. 2007/97 in Höhe von 127,27 EUR und dem Beklagten gegen den Kläger ein Anspruch auf Rückzahlung seiner auf die Rechnung Nr. 2007/97 geleisteten Zahlung von 412,34 EUR in Höhe einer rechtsgrundlosen Überzahlung in Höhe von 285,07  EUR zu.

50

7.

51

Rechnung Nr. 2007/98 vom 25.03.2007 über 83,97 EUR (22/22R GA)

52Permalink zu Rn. 52recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_28

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 86,97 EUR geltend.

53

a.

54Permalink zu Rn. 54recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_29

In Höhe einer Differenz von 3,00 EUR (86,97 EUR ./. 83,97 EUR) macht der Kläger diesen Anspruch offenbar als Zinsforderung geltend. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

55

b.

56Permalink zu Rn. 56recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_30

Ein Honoraranspruch in Höhe von 83,97 EUR ist vom Kläger nicht hinreichend dargetan. Der Kläger hat nach Bestreiten des Beklagten in beiden Instanzen nicht hinreichend vorgetragen, an welchem Tag im Februar 2007 und in welchem Zusammenhang 0,5 Stunden "Hilfeleistung bei sonstigen Tätigkeiten i.Z.m. der Buchführung/Sortieren der Buchhaltung" und 0,5 Stunden "Hilfeleistung bei sonstigen Tätigkeiten i.Z.m der Budhführung Fertigkung/Prüfung  Kassenbericht" angefallen sein sollen. Ein erforderlicher Tätigkeits- und Stundennachweis zur Rechnung fehlt. Daran vermögen auch Beweisantritte des Klägers nichts zu ändern.

57

8.

58

Rechnung Nr. 2007/99 vom 25.03.2007 über 20,59 EUR (23/23R GA)

59Permalink zu Rn. 59recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_31

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 23,97 EUR geltend.

60Permalink zu Rn. 60recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_32

Das Landgericht hat diesen Honoraranspruch zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 eingetretener Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Insoweit enthält die Berufung des Klägers - weder hinsichtlich des Zeitpunkts der Erledigung des Auftrags bzw. der Beendigung der Angelegenheit im Juni 2004 i.S.v. § 7 StBGebV noch im Übrigen - einen hinreichenden Angriff gegen die angefochtene Entscheidung. Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids kommt es insoweit nicht an.

61

9.

62

Rechnung Nr. 2008/109 vom 30.03.2008 über 151,94 EUR (24-25R GA)

63Permalink zu Rn. 63recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_33

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, den vollen Rechnungsbetrag in Höhe von 151,94 EUR geltend.

64Permalink zu Rn. 64recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_34

Diese Rechnung ist - auch wenn dies nicht zur Unwirksamkeit der Rechnung führt - formal insoweit zu beanstanden, als darin die Darstellung des Satzrahmens bzw. des berechneten Zehntelsatzes fehlt und sich dieser nur mittelbar aus dem Vergleich von Rechnungsbetrag bzw. Tabellenbetrag erschließt (vgl. Eckert, StBGebV, 5. Auflage, § 9, Rn 2.b. mwN).

65Permalink zu Rn. 65recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_35

Der Kläger ist - unter Berücksichtigung der als solchen unstreitigen Umstände des Mandats - berechtigt, jeweils den Mittelsatz geltend zu machen. Die StBGebV kennt zwar den Begriff der „Mittelgebühr“ nicht. Noch weniger knüpft sie hieran eine Regelvermutung für eine zutreffende Ermessensausübung im Sinne des § 11 StBGebV an. Nach allgemeinen Grundsätzen trägt vielmehr der Steuerberater als Bestimmungsberechtigter im Sinne des § 315 BGB uneingeschränkt die Darlegungs- und Beweislast für die Billigkeit seiner Bestimmung (vgl. BGH, Urteil vom 19.01.1093. VIII ZR 21/82, NJW 1983, 1777). Dies gilt im Streitfall für jede die Mindestgebühr übersteigende Gebührenforderung (Senat, Urteil vom 14.09.2010, I-23 U 1/10, n.v.; vgl. bereits Senat, Urteil vom 08.04.2005, I-23 U 190/04, NJW-RR 2005, 1152; Senat, Urteil vom 02.10.2001, 23 U 25/01, zitiert nach juris; OLG Hamm, Urteil vom 19.08.1998, 25 U 42/98, NJW-RR 1999, 510). Auf die Mindestgebühr kann der Steuerberater aber nur dann verwiesen werden, wenn er eine einfache Angelegenheit mit geringem Umfang bearbeitet und die Angelegenheit für den Auftraggeber geringe Bedeutung hat (z.B. das Fertigen einer einfachen Einkommenssteuererklärung, in der neben Einkünften aus unselbständiger Tätigkeit nur geringe Einkünfte aus Kapitalvermögen zu verzeichnen sind). Handelt es sich dagegen um eine Angelegenheit von durchschnittlicher Bedeutung mit durchschnittlichem Umfang/Schwierigkeitsgrad, ist regelmäßig die Mittelgebühr gerechtfertigt (BGH, Urteil vom 06.07.2000, IX ZR 210/99,  NJW-RR 2001, 494; OLG Brandenburg, Urteil vom 26.11.2009, 12 U 2/09, zitiert nach juris; Eckert, Steuerberatergebührenverordnung, 5. Aufl., § 11 StBGebV Anm. 3.3).

66Permalink zu Rn. 66recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_36

Ein solcher „Durchschnittsfall“ liegt hier vor. Es ist anhand der als solchen unstreitigen Umstände des Mandats nicht festzustellen, dass es sich bei den Arbeiten des Klägers um unter- bzw. überdurchschnittliche, besonders bedeutungsvolle bzw. -lose, besondere umfangreiche bzw. geringfügige, besonders schwierige bzw. einfache Angelegenheiten handelte.

67

Aus dieser Rechnung steht dem Kläger unter jeweiliger Berücksichtigung des Mittelsatzes somit Honorar in folgender Höhe zu

68

2401              ESt-Erklärung ohne Ermittlung der einzelnen Einkünfte, 2006

69

§ 24 Abs. 1 Nr. 1 StBGebV, 13.320 EUR, Tab. A,

70

Satzrahmen 1/10-6/10, Mittelgebühr 3,5/10                                                                      198,10

71

2405              ESt-Erklärung zur Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag, 2006

72

§ 24 Abs. 1 Nr. 5a StBGebV, 6.000 EUR, Tab. A,

73

Satzrahmen 1/10-6/10, Mittelgebühr 3,5/10                                                                      118,30

74

2409              USt-Jahreserklärung einschl. erg. Anlage und Meldungen,2006

75

§ 24 Abs. 1 Nr. 8 StBGebV, 6.000 EUR, Tab. A

76

Satzrahmen 1/10-8/10, Mittelgebühr 4,5/10                                                                      152,10

77

2701              Ermittlung des Überschusses der Einnahmen über die Werbungskosten

78

aus selbst. Arbeit, 2006, § 27 Abs. 1 StBGebV, 6.000 EUR, Tab. A

79

Satzrahmen 1/20-12/20, Mittelgebühr 6,5/20, berechnet 1,5/20                                          25,35

80

2702              Ermittlung des Überschusses der Einnahmen über die Werbungskosten

81

aus Kapitalvermögen, 2006, 6§ 27 Abs. 1 StBGebV, 6.000 EUR,  Tab. A,

82

Satzrahmen 1/20-12/20, Mittelgebühr 6,5/20, berechnet 1,5/20                                          25,35

83

2703              Ermittlung des Überschusses der Einnahmen über die Werbungskosten

84

aus VV, 2006, 6§ 27 Abs. 1 StBGebV, 9.381,00  EUR,  Tab. A,

85

Satzrahmen 1/20-12/20, Mittelgebühr 6,5/20,                                                                       157,95

86

2704              Ermittlung des Überschusses der Einnahmen über die Werbungskosten aus

87

sonst. Eink./Spek-Gew., 2006, § 27 Abs. 1 StBGebV, 11.442   EUR,  Tab. A,

88

Satzrahmen 1/20-12/20, Mittelgebühr 6,5/20                                                                      170,95

89

2704              Ermittlung des Überschusses der Einnahmen über die Werbungskosten aus

90

sonst. Eink./Spek-Gew., 2006, § 27 Abs. 1 StBGebV, 6.000   EUR,  Tab. A,

91

Satzrahmen 1/20-12/20, Mittelgebühr 6,5/20                                                                      109,85

92

3550              Aufstellung eines Jahresabschlusses (Bilanz und GuV), 2006, § 35 Abs. 1 Nr. 1a

93

StBGebV, 42.625,00 EUR, Tab. B,

94

Satzrahmen 10/10-40/10, Mittelgebühr 25/10                                                                      525,00

95

3360              Anlagenbuchhaltung/Inventar Anlagenkonten/Anlagenspiegel GmbH = Brutto-

96

anlagenspiegel, § 33 Abs. 1 StBGebV, 2006, 170.941 EUR, Tab. C,

97

Satzrahmen 2/10-12/10, Mittelgebühr 7/10 (statt berechneter 12/10)                            154,00

98

3570              Vergütung für die Datenverarbeitungskosten DATEV Rechenzentrum Nürn-

99

berg sowie Datensicherung gem. den ges. Bestimmungen, §§ 670/675 BGB               35,47

100

Zwischensumme                                                                                                  EUR              1.672,42

101

15 % Auslagenpauschale bzw. max. 20 EUR (§ 16 StBGebV)                            EUR                   20,00

102

Zwischensumme                                                                                                   EUR              1.692,42

103

19 % Mwst.                                                                                                                 EUR                 321,56

104

Endsumme                                                                                                                 EUR      2.013,98

105

./. vom Beklagten gezahlter Vorschüsse                                                         EUR              2.162,25

106

verbleibt zu vom Kläger erstattende Überzahlung des Beklagten               EUR        148,27

107

10.

108

Rechnung Nr. 2008/117 vom 21.04.2008 über 412,34 EUR (26/26R GA)

109Permalink zu Rn. 109recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_37

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 419,17 EUR geltend.

110

a.

111Permalink zu Rn. 111recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_38

Hinsichtlich einer Differenz von 6,83 EUR (419,17 EUR ./. 412,24 EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

112

b.

113Permalink zu Rn. 113recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_39

Unter Berücksichtigung der Feststellungen des Senats zur Rechnung zu 2. die insoweit entsprechend gelten, steht dem Kläger gegen den Beklagten ein Anspruch aus dieser Rechnung in Höhe von 127,27 EUR zu.

114

11.

115

Rechnung Nr. 2008/118 vom 21.04.2008 über 83,97 EUR (27/27R GA)

116Permalink zu Rn. 116recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_40

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 90,80 EUR geltend.

117

a.

118Permalink zu Rn. 118recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_41

Hinsichtlich einer Differenz von 6,83 EUR (90,80  EUR ./. 83,97  EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

119

b.

120Permalink zu Rn. 120recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_42

Einen Honoraranspruch in Höhe von 83,97 EUR ist nicht hinreichend dargelegt. Der Kläger hat nach Bestreiten des Beklagten in beiden Instanzen nicht hinreichend vorgetragen, an welchem Tag im März 2008 und in welchem Zusammenhang 2 x 0,5 Stunden "Hilfeleistung bei sonstigen Tätigkeiten i.Z.m. der Buchführung/Sortieren der Buchhaltung" angefallen sein soll. Ein erforderlicher Tätigkeits- und Stundennachweis zur Rechnung fehlt. Daran vermögen auch Beweisantritte des Klägers nichts zu ändern.

121

12.

122

Rechnung Nr. 2005/142 vom 29.03.2005 über 81,85 EUR (28/28R GA)

123Permalink zu Rn. 123recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_43

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, den vollen Rechnungsbetrag in Höhe von 81,85 EUR geltend.

124Permalink zu Rn. 124recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_44

Das Landgericht hat diesen Anspruch zutreffend wegen Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB) und ist dabei aus mehrfachen und insgesamt zutreffenden Gründen (vgl. im Einzelnen zu 12.a.-d) davon ausgegangen, dass der vor Ablauf der Verjährungsfrist am 31.12.2008 eingegangene Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids mangels hinreichender Individualisierung der Forderung durch die Formulierung "Dienstleistungsvertrag gem. Rechnungen vom 18.10.2008" (vgl. 3 GA) die Verjährung nicht wirksam gehemmt hat.

125

Die hiergegen gerichteten Berufungsangriffe des Klägers haben keinen Erfolg.

126

a.

127Permalink zu Rn. 127recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_45

Der Einwand des Beklagten, den Anforderungen der Rechtsprechung an die Individualisierung der Forderung(en) im Mahnbescheid  sei Genüge getan, da aus dem Schriftwechsel mit dem Beklagten ersichtlich sei, dass ihm die einzelnen Forderungen erläutert worden seien und dem Beklagten auch durch den Kontoauszug vom 13.11.2008 bewusst gewesen, was sich hinter der Anspruchsbezeichnung "Dienstleistungsvertrag gemäß Rechnung vom 18.10.2008" verborgen habe, hat keinen Erfolg. Dies gilt schon deswegen, weil jedenfalls bei einer aus einer Mehrzahl von Einzelforderungen zusammengesetzten Gesamtforderung jede Einzelforderung zu bezeichnen ist (vgl. BGH, Urteil vom 23.01.2008, VIII ZR 46/07, NJW 2008, 1220; Zöller-Vollkommer, ZPO, 27. Auflage 2009, § 690, Rn 14 mwN). Bei der Geltendmachung einer Mehrzahl von Einzelforderungen muss deren Bezeichnung im Mahnbescheid dem Antragsgegner/Beklagten ermöglichen, die Zusammensetzung des verlangten Gesamtbetrages aus für ihn unterscheidbaren Ansprüchen zu erkennen (vgl. BGH, Urteil vom 17.10.2000, XI ZR 312/99, NJW 2001, 305). Dabei genügt bei einem solchen Gesamtanspruch eine Bezugnahme auf eine Anlage bzw. Forderungsaufstellung nur dann, wenn diese dem Mahnbescheidsantrag beigefügt wird (BGH, Urteil vom 18.05.1995, VII ZR 191/94,  NJW 1995, 2230) oder dem Antragsgegner vorher zugegangen ist (vgl. BGH, Urteil vom 12.04.2007, VII ZR 236/05, BGHZ 172, 42; BGH; Urteil vom 23.01.2008, VIII ZR 46/07, NJW 2008, 1220; Zöller-Vollkommer a.a.O.). Diese Notwendigkeit einer hinreichenden Kennzeichnung/Individualisierung folgt jedenfalls bei einer aus mehreren Einzelforderungen bestehenden Gesamtforderungen auch schon daraus, dass der im Mahnbescheid bezeichnete  (Gesamt)-Anspruch im Falle eines späteren Vollstreckungsbescheids die Anforderungen an die hinreichende Bezeichnung der Forderung in einem Vollstreckungstitel zur Klarstellung bzw. Abgrenzung dessen Rechtskraftwirkungen erfüllen muss und dem Antragsgegner zudem dadurch eine Entscheidung über die Einlegung eines Widerspruchs ermöglichen soll (vgl. BGH, a.a.O.; BGH, Urteil vom 17.11.2005, IX ZR 8/04, NJW-RR 2006, 275; BGH, Urteil vom 30.11.1999, VI ZR 207/98, NJW 2000, 1420; BGH, Urteil vom 08.05.1996, XII ZR 8/95, NJW 1996, 2152; BGH, Urteil vom 05.12.1991, VII ZR 106/91, NJW 1992, 1111).

128Permalink zu Rn. 128recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_46

Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze hat das Landgericht eine hinreichende Individualisierung der (Gesamt-)Forderung des Klägers zutreffend unter Hinweis darauf verneint, dass die vom Kläger vorgelegte Forderungsaufstellungen vom 13.11.2008 (14 ff. GA) bzw. 04.12.2008 (16 ff. GA) datieren, keine einzige der streitgegenständlichen Rechnungen das im Mahnbescheid enthaltene Datum 8.10.2008 trägt, nur für zwei der in der Aufstellung enthaltenen Rechnungen (301/302) dort eine Fälligkeit zum 18.10.2008 dargestellt wird, zudem in der Aufstellung eine Rechnung ohne Rechnungsnummer vom 31.12.2007 in Höhe von 3.049,74 EUR enthalten ist und auch durch kapitalisierte Zinsen bzw. Zinseszinsen (so der Kläger 199 GA) bzw. Mahnkosten sowie die Endsalden "zu zahlen" bzw. "Kontosaldo" in rechnerischer Hinsicht nicht hinreichend nachvollziehbar ist.

129Permalink zu Rn. 129recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_47

Der Kläger hat - nach Bestreiten des Beklagten - auch nicht hinreichend substantiiert dargetan, dass, wann und in welcher Weise er dem Beklagten die einzelnen Forderungen erläutert  haben will. Daher kann dahinstehen, ob solche vorherigen Erläuterungen überhaupt geeignet sein können, die Anforderungen an die Individualisierung einer Gesamtforderung im Mahnbescheid herabzusetzen.

130

b.

131Permalink zu Rn. 131recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_48

Der Einwand des Klägers, zudem sei die Verjährung gemäß § 203 BGB gehemmt worden, da die Parteien über die Höhe seiner Ansprüche verhandelt hätten, hat ebenfalls keinen Erfolg. Verhandlungen im Sinne von § 203 BGB, wozu zumindest Erklärungen des Schuldners erforderlich sind, die den Gläubiger zu der Annahme berechtigen, dieser lasst sich auf Erörterungen über die Berechtigung der Honoraransprüche ein (vgl. Palandt-Ellenberger, a.a.O., § 203, Rn 2 mwN) werden vom Kläger nicht einmal ansatzweise substantiiert vorgetragen. Diesbezüglicher vorgerichtlicher Schriftverkehr wird insoweit vom Kläger nicht vorgelegt; Beweisantritte können die notwendige Substantiierung angeblicher mündlicher Verhandlungen bzw. Erklärungen bzw. Erörterungen nicht ersetzen.

132

13.

133

Rechnung Nr. 2008/147 vom 13.05.2008 über 142,34 EUR (29/29R GA)

134Permalink zu Rn. 134recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_49

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 150,45  EUR geltend.

135

a.

136Permalink zu Rn. 136recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_50

Hinsichtlich einer Differenz von 8,11 EUR (150,45   EUR ./. 142,34  EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

137

b.

138Permalink zu Rn. 138recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_51

Dem Kläger steht aus dieser Rechnung ein Honoraranspruch in Höhe von 88,95  EUR zu, da er für die Prüfung des ESt-Steuerbescheids 2006 vom 11.04.2008 0,5 Stunden zu einem mittleren Stundensatz von 32,50 EUR je angefangene halbe Stunde und für eine Anfrage Finanzamt/Stadt in Steuersachen vom 02.04.2008 wg. fehlender Unterschrift Ehefrau weitere 0,5 Stunden zu einem mittleren Stundensatz von 32,50 EUR je angefangene halbe Stunde, somit insgesamt 65,00 EUR zzgl.15 % Auslagenpauschale (9,75 EUR) zzgl. 19 % Mwst. (14,20 EUR) geltend machen kann.

139Permalink zu Rn. 139recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_52

Die Berechtigung der weiteren Position der Rechnung hat der Kläger nicht hinreichend dargetan. Der Kläger hat nach Bestreiten des Beklagten in beiden Instanzen nicht hinreichend vorgetragen, an welchem Tag im Jahre 2008 und in welchem konkreten Zusammenhang 0,5 Stunden "Hilfeleistung bei sonstigen Tätigkeiten i.Z.m. der Buchführung/Sortieren der Buchhaltung" angefallen sein sollen. Ein erforderlicher Tätigkeits- und Stundennachweis zur Rechnung fehlt. Die Bezeichnung in der Rechnung "Formular Versicherungsmakler ausgefüllt und an MA verschickt" ist sachlich und zeitlich unzureichend und kann einen konkreten Tätigkeits- und Stundennachweis nicht ersetzen. Daran können auch Beweisantritte des Klägers nichts ändern.

140

14.

141

Rechnung Nr. 2008/160 vom 26.05.2008 über 412,34 EUR (30/30R GA)

142Permalink zu Rn. 142recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_53

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 420,45  EUR geltend.

143

a.

144Permalink zu Rn. 144recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_54

Hinsichtlich einer Differenz von 8,11 EUR (420,45 EUR ./. 412,34 EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

145

b.

146Permalink zu Rn. 146recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_55

Unter Berücksichtigung der Feststellungen des Senats zur Rechnung zu 2. , die insoweit entsprechend gelten, steht dem Kläger gegen den Beklagten ein Anspruch aus dieser Rechnung in Höhe von 127,27 EUR zu.

147

15.

148

Rechnung 2008/161 vom 26.05.2008 über 83,97 EUR (31/31 R GA)

149Permalink zu Rn. 149recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_56

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 92,08 EUR geltend.

150

a.

151Permalink zu Rn. 151recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_57

Hinsichtlich einer Differenz von 8,11 EUR (92,08  EUR ./. 83,97 EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

152

b.

153Permalink zu Rn. 153recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_58

Einen Honoraranspruch in Höhe von 83,97 EUR ist nicht hinreichend dargelegt. Der Kläger hat nach Bestreiten des Beklagten in beiden Instanzen nicht hinreichend vorgetragen, an welchem Tag im April 2008 und in welchem Zusammenhang 2 x 0,5 Stunden "Hilfeleistung bei sonstigen Tätigkeiten i.Z.m. der Buchführung/Sortieren der Buchhaltung" angefallen sein soll. Ein erforderlicher Tätigkeits- und Stundennachweis zur Rechnung fehlt. Daran können auch Beweisantritte des Klägers nichts ändern.

154

16.

155

Rechnung Nr. 2008/182 vom 29.05.2008 über 54,74 EUR (32/32R GA)

156Permalink zu Rn. 156recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_59

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 62,85 EUR geltend.

157

a.

158Permalink zu Rn. 158recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_60

Hinsichtlich einer Differenz von 8,11 EUR (62,85  EUR ./. 54,74  EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

159

b.

160Permalink zu Rn. 160recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_61

Dem Kläger steht aus dieser Rechnung ein Honoraranspruch in Höhe von 44,48 EUR zu, da er für die Prüfung des ESt-Steuerbescheids vom 08.05.2008 0,5 Stunden zu einem mittleren Stundensatz von 32,50 EUR je angefangene halbe Stunde zzgl. 15 % Auslagenpauschale (4,88 EUR) zzgl. 19 % Mwst. (7,10 EUR) geltend machen kann.

161

17.

162

Rechnung Nr. 2008/193 vom 23.06.2008 über 412,34 EUR (33/33 R GA)

163Permalink zu Rn. 163recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_62

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 419,17  EUR geltend.

164

a.

165Permalink zu Rn. 165recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_63

Hinsichtlich einer Differenz von 6,83 EUR (419,17 ./. 412,34 EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

166

b.

167Permalink zu Rn. 167recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_64

Unter Berücksichtigung der Feststellungen des Senats zur Rechnung zu 2. , die insoweit entsprechend gelten, steht dem Kläger gegen den Beklagten ein Anspruch aus dieser Rechnung in Höhe von 127,27 EUR zu.

168

18.

169

Rechnung Nr. 2008/194 vom 23.06.2008 über 83,97 EUR (34/34R GA)

170Permalink zu Rn. 170recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_65

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 90,80  EUR geltend.

171

a.

172Permalink zu Rn. 172recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_66

Hinsichtlich einer Differenz von 6,83 EUR (90,80  ./. 83,97 EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

173

b.

174Permalink zu Rn. 174recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_67

Einen Honoraranspruch in Höhe von 83,97 EUR ist nicht hinreichend dargelegt. Der Kläger hat nach Bestreiten des Beklagten in beiden Instanzen nicht hinreichend vorgetragen, an welchem Tag im Mai  2008 und in welchem Zusammenhang 2 x 0,5 Stunden "Hilfeleistung bei sonstigen Tätigkeiten i.Z.m. der Buchführung/Sortieren der Buchhaltung" angefallen sein soll. Ein erforderlicher Tätigkeits- und Stundennachweis zur Rechnung fehlt. Daran können auch Beweisantritte des Klägers nichts ändern.

175

19.

176

Rechnung Nr. 2004/196 vom 29.04.2004 über 384,92 EUR (35/35R GA)

177Permalink zu Rn. 177recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_68

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen Betrag in Höhe restlicher 328,38  EUR geltend.

178

a.

179Permalink zu Rn. 179recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_69

Hinsichtlich einer Differenz von 56,54 EUR (384,92  ./. 328,38  EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

180

b.

181Permalink zu Rn. 181recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_70

Das Landgericht hat diesen Honoraranspruch zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 eingetretener Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Insoweit enthält die Berufung des Klägers - weder hinsichtlich des Zeitpunkts der Erledigung des Auftrags bzw. der Beendigung der Angelegenheit i.S.v. § 7 StBGebV bereits im März 2004 noch im Übrigen - einen hinreichenden Angriff gegen die angefochtene Entscheidung. Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Mahnbescheidsantrag kommt es insoweit nicht an.

182

20.

183

Rechnung Nr. 2004/230 vom 30.04.2004 über 110,02 EUR (36-37R GA)

184Permalink zu Rn. 184recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_71

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, den vollen Rechnungsbetrag in Höhe von 110,02  EUR geltend.

185Permalink zu Rn. 185recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_72

Das Landgericht hat diesen Honoraranspruch zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Insoweit enthält die Berufung des Klägers - weder hinsichtlich des Zeitpunkts der Erledigung des Auftrags bzw. der Beendigung der Angelegenheit i.S.v. § 7 StBGebV bereits im Jahre 2004 noch im Übrigen - einen hinreichenden Angriff gegen die angefochtene Entscheidung. Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Mahnbescheidsantrag kommt es insoweit nicht an.

186

21.

187

Rechnung Nr. 2004/234 vom 30.04.2004 über 1.160,00 EUR (38 GA)

188Permalink zu Rn. 188recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_73

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 1.163,00  EUR geltend.

189

a.

190Permalink zu Rn. 190recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_74

Hinsichtlich einer Differenz von 3,00 EUR (1.163,00 EUR ./. 1.160,00 EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

191

b.

192Permalink zu Rn. 192recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_75

Das Landgericht hat diesen Honoraranspruch zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 eingetretener Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Insoweit enthält die Berufung des Klägers - weder hinsichtlich des Zeitpunkts der Erledigung des Auftrags bzw. der Beendigung der Angelegenheit i.S.v. § 7 StBGebV bereits im Jahre 2004 noch im Übrigen - einen hinreichenden Angriff gegen die angefochtene Entscheidung. Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Mahnbescheidsantrag kommt es insoweit nicht an.

193

22.

194

Rechnung Nr. 2005/234 vom 29.04.2005 über 00,00 EUR (39-40R GA)

195

Ansprüche aus dieser Rechnung macht der Kläger nicht mehr geltend.

196

23.

197

Rechnung Nr. 2004/276 vom 28.05.2004 über 401,94 EUR (41/41R GA)

198Permalink zu Rn. 198recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_76

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 404,97 EUR geltend.

199

a.

200Permalink zu Rn. 200recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_77

Hinsichtlich einer Differenz von 3,03  EUR (404,97 EUR ./. 401,94 EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

201

b.

202Permalink zu Rn. 202recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_78

Das Landgericht hat diesen Honoraranspruch zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 eingetretener Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Insoweit enthält die Berufung des Klägers - weder hinsichtlich des Zeitpunkts der Erledigung des Auftrags bzw. der Beendigung der Angelegenheit i.S.v. § 7 StBGebV bereits im Jahre 2004 noch im Übrigen - einen hinreichenden Angriff gegen die angefochtene Entscheidung. Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Mahnbescheidsantrag kommt es insoweit nicht an.

203

24.

204

Rechnung Nr. 2006/311 vom 06.07.2006 über 105,31 EUR (42-44R GA)

205Permalink zu Rn. 205recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_79

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 105,97  EUR geltend.

206

a.

207Permalink zu Rn. 207recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_80

Hinsichtlich einer Differenz von 0,66  EUR (105,97  EUR ./. 105,31 EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

208

b.

209Permalink zu Rn. 209recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_81

Das Landgericht hat diesen Honoraranspruch zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 eingetretener Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Die Berufung des Klägers stützt sich insoweit ohne Erfolg auf eine Hemmung der Verjährung durch Erlass des Mahnbescheides bzw. durch Verhandlungen. Insoweit gelten die Feststellungen des Senats zur Rechnung zu 12. entsprechend.  Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Mahnbescheidsantrag kommt es insoweit nicht an.

210

25.

211

Rechnung Nr. 2006/316 vom 24.07.2006 über 81,85 EUR (45/45 R GA)

212Permalink zu Rn. 212recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_82

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 84,85  EUR geltend.

213

a.

214Permalink zu Rn. 214recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_83

Hinsichtlich einer Differenz von 3,00 EUR (84,85 EUR ./. 81,85 EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

215

b.

216Permalink zu Rn. 216recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_84

Ein Honoraranspruch in Höhe von 81,85 EUR ist nicht hinreichend dargelegt. Der Kläger hat nach Bestreiten des Beklagten in beiden Instanzen nicht hinreichend vorgetragen, an welchem Tag im Juni 2006 und in welchem Zusammenhang 2 x 0,5 Stunden "Hilfeleistung bei sonstigen Tätigkeiten i.Z.m. der Buchführung/Sortieren der Buchhaltung" angefallen sein soll. Ein erforderlicher Tätigkeits- und Stundennachweis zur Rechnung fehlt. Beweisantritte des Klägers können daran nichts ändern.

217

26.

218

Rechnung Nr. 2004/316 vom 29.05.2004 über 608,71 EUR (46/46R GA)

219Permalink zu Rn. 219recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_85

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 611,71  EUR geltend.

220Permalink zu Rn. 220recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_86

Das Landgericht hat diesen Honoraranspruch zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 eingetretener Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Insoweit enthält die Berufung des Klägers - weder hinsichtlich des Zeitpunkts der Erledigung des Auftrags bzw. der Beendigung der Angelegenheit i.S.v. § 7 StBGebV bereits im Jahre 2003 bzw. 2004 noch im Übrigen - einen hinreichenden Angriff gegen die angefochtene Entscheidung. Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Mahnbescheidsantrag kommt es insoweit nicht an.

221

27.

222

Rechnung Nr. 2004/343 vom 28.06.2004 über 401,94 EUR (47/47R GA)

223Permalink zu Rn. 223recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_87

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 404,94 EUR geltend.

224Permalink zu Rn. 224recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_88

Das Landgericht hat diesen Honoraranspruch zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 eingetretener Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Insoweit enthält die Berufung des Klägers - weder hinsichtlich des Zeitpunkts der Erledigung des Auftrags bzw. der Beendigung der Angelegenheit i.S.v. § 7 StBGebV bereits im Mai  2004 noch im Übrigen - einen hinreichenden Angriff gegen die angefochtene Entscheidung. Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Mahnbescheidsantrag kommt es insoweit nicht an.

225

28.

226

Rechnung Nr. 2006/366 vom 25.08.2006 über 81,85 EUR (48/48R GA)

227Permalink zu Rn. 227recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_89

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 84,85 EUR geltend.

228Permalink zu Rn. 228recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_90

Das Landgericht hat diesen Honoraranspruch zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 eingetretener Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Insoweit enthält die Berufung des Klägers - weder hinsichtlich des Zeitpunkts der Erledigung des Auftrags bzw. der Beendigung der Angelegenheit i.S.v. § 7 StBGebV bereits im Juli  2004 noch im Übrigen - einen hinreichenden Angriff gegen die angefochtene Entscheidung. Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Mahnbescheidsantrag kommt es insoweit nicht an.

229

29.

230

Rechnung Nr. 2004/418 vom 29.07.2004 über 81,85 EUR (49/49R GA)

231Permalink zu Rn. 231recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_91

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen Betrag in Höhe restlicher 45,55 EUR geltend.

232Permalink zu Rn. 232recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_92

Das Landgericht hat diesen Honoraranspruch zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 eingetretener Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Insoweit enthält die Berufung des Klägers - weder hinsichtlich des Zeitpunkts der Erledigung des Auftrags bzw. der Beendigung der Angelegenheit i.S.v. § 7 StBGebV bereits im Juni 2004 noch im Übrigen - einen hinreichenden Angriff gegen die angefochtene Entscheidung. Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Mahnbescheidsantrag kommt es insoweit nicht an.

233

30.

234

Rechnung Nr. 2004/474 vom 28.04.2004 (Rechnungskopie ist unvollständig) über netto 2 x 30,68 EUR und offenbar weitere Positionen, 50 GA)

235Permalink zu Rn. 235recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_93

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen Betrag in Höhe von 81,85 EUR geltend.

236Permalink zu Rn. 236recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_94

Das Landgericht hat diesen Honoraranspruch zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 eingetretener Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Insoweit enthält die Berufung des Klägers - weder hinsichtlich des Zeitpunkts der Erledigung des Auftrags bzw. der Beendigung der Angelegenheit i.S.v. § 7 StBGebV bereits im Jahre  2004 noch im Übrigen - einen hinreichenden Angriff gegen die angefochtene Entscheidung. Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Mahnbescheidsantrag kommt es insoweit nicht an.

237

31.

238

Rechnung Nr. 2004/719 vom 30.12.2004 über 81,85 EUR (51/51R GA)

239Permalink zu Rn. 239recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_95

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, den vollen Rechnungsbetrag in Höhe von 81,85  EUR geltend.

240Permalink zu Rn. 240recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_96

Das Landgericht hat diesen Honoraranspruch zutreffend wegen mit Ablauf des 31.12.2007 eingetretener Verjährung abgewiesen (§§ 7, 9 Abs. 1 Satz 2 StBGebV, 195, 199 BGB). Insoweit enthält die Berufung des Klägers - weder hinsichtlich des Zeitpunkts der Erledigung des Auftrags bzw. der Beendigung der Angelegenheit i.S.v. § 7 StBGebV bereits im Jahre  2004 noch im Übrigen - einen hinreichenden Angriff gegen die angefochtene Entscheidung. Auf die Frage der Hemmung der Verjährung durch den erst am 22.12.2008 eingegangenen Mahnbescheidsantrag kommt es insoweit nicht an.

241

32.

242

Rechnung Nr. 2008/233 vom 23.07.2008 über 412,32 EUR (52/52 R GA)

243Permalink zu Rn. 243recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_97

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 420,45  EUR geltend.

244

a.

245Permalink zu Rn. 245recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_98

Hinsichtlich einer Differenz von 8,11 EUR (420,45 ./. 412,34 EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

246

b.

247Permalink zu Rn. 247recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_99

Unter Berücksichtigung der Feststellungen des Senats zur Rechnung zu 2. , die insoweit entsprechend gelten, steht dem Kläger gegen den Beklagten ein Anspruch aus dieser Rechnung in Höhe von 127,27 EUR zu.

248

33.

249

Rechnung Nr. 2008/292 vom 31.08.2008 über 714,00 EUR (53 GA)

250Permalink zu Rn. 250recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_100

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, den vollen Rechnungsbetrag in Höhe von 714,00  EUR geltend.

251Permalink zu Rn. 251recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_101

Insoweit fehlt - offenbar wegen eines Schreib-/Übertragungsfehlers - eine vollständige und nachvollziehbare Begründung der angefochtenen Entscheidung.

252Permalink zu Rn. 252recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_102

Der Kläger hat nach hinreichendem Bestreiten des Beklagten in beiden Instanzen nicht hinreichend vorgetragen, wann und in welchem konkreten Zusammenhang er im Jahre 2008 6 Stunden Beratung geleistet haben will. Die Bezeichnung der Leistung in der Rechnung ""Beratungen zu Finanzierungen und Beteiligungen (steuerlich) keine Kreditvermittlung wg. Darl. W gf. F W Fr. L B 07 + 08 wg. WFr. L B wg. W dif. Telefonate etc.)" ist - soweit überhaupt verständlich - unzureichend und kann einen Tätigkeits- und Stundennachweis nicht ersetzen. Auch ein Beweisantritt des Klägers auf Vernehmung eines Zeugen der Fa. W (94 GA) ändert daran nichts.

253Permalink zu Rn. 253recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_103

Die Frage der Berechtigung eines Stundensatzes von 100 EUR (vgl. auch 287 GA: Wirtschaftsberatung: 75 DM je angef. halbe Stunde) ist insoweit nicht entscheidungserheblich.

254

34.

255

Rechnung Nr. 2008/301 vom 22.09.2008 über 412,34 EUR (54/54R GA)

256Permalink zu Rn. 256recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_104

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 420,45  EUR geltend.

257

Auch insoweit fehlt - offenbar wegen eines Schreib-/Übertragungsfehlers - jedwede Begründung der angefochtenen Entscheidung.

258

a.

259Permalink zu Rn. 259recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_105

Hinsichtlich einer Differenz von 8,11 EUR (420,45 ./. 412,34 EUR) handelt es sich offenbar um eine Zinsforderung. Eine solche Zinsforderung ist vom Kläger in beiden Instanzen nicht schlüssig begründet worden, da weder Fälligkeits- bzw. Zahlungstermin noch Zinsbeginn bzw. Zinshöhe im Rahmen der Kapitalisierung einer etwaigen Zinsforderung des Klägers dargelegt wird.

260

b.

261Permalink zu Rn. 261recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_106

Unter Berücksichtigung der Feststellungen des Senats zur Rechnung zu 2. , die insoweit entsprechend gelten, steht dem Kläger gegen den Beklagten ein Anspruch aus dieser Rechnung in Höhe von 127,27 EUR zu.

262

35.

263

Rechnung Nr. 2008/302 vom 22.09.2008 über 83,97 EUR (55/55R GA)

264Permalink zu Rn. 264recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_107

Hieraus macht der Kläger ausweislich der Aufstellung vom 04.12.2008 (16 GA), auf deren Basis er die Klage-/Berufungsforderung von 7.350,77 EUR weiterhin errechnet, einen übersteigenden Betrag in Höhe von 92,08  EUR geltend.

265

Auch insoweit fehlt - offenbar wegen eines Schreib-/Übertragungsfehlers - jedwede Begründung der angefochtenen Entscheidung.

266Permalink zu Rn. 266recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_108

Einen Honoraranspruch hat der Kläger insoweit nicht hinreichend dargetan. Der Kläger hat nach Bestreiten des Beklagten in beiden Instanzen nicht hinreichend vorgetragen, an welchem Tag im August 2008 und in welchem Zusammenhang 2 x 0,5 Stunden "Hilfeleistung bei sonstigen Tätigkeiten i.Z.m. der Buchführung/Sortieren der Buchhaltung" angefallen sein soll. Ein erforderlicher Tätigkeits- und Stundennachweis zur Rechnung fehlt. Beweisantritte des Klägers können daran nichts ändern.

267Permalink zu Rn. 267recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-duesseldorf/2011-11-22/i-23-u-208-10#rd_109

Zusammenfassend berechnet sich der Anspruch des Klägers bzw. der vom Beklagten zur Aufrechnung gestellte Anspruch auf Erstattung von Überzahlungen somit wie folgt:

268

Anspruch des Klägers               Anspruch des Beklagten

269

auf Honorar                                          auf Erstattung Überzahlung

270

Rechnung zu 2.                            127,27 EUR                                          285,07  EUR

271

Rechnung zu 5.                             127,27 EUR                                          285,07  EUR

272

Rechnung zu 6.                             127,27 EUR                                          285,07  EUR

273

Rechnung zu 9.                                                                                    148,27  EUR

274

Rechnung zu 10                            127,27 EUR

275

Rechnung zu 13.                              88,95 EUR

276

Rechnung zu 14.                            127,27 EUR

277

Rechnung zu 16.                              44,48 EUR

278

Rechnung zu 17.                            127,27 EUR

279

Rechnung zu 32.                            127,27 EUR

280

Rechnung zu 34.                            127,27 EUR

281

1.151,59 EUR                            1.003,48 EUR

282

verbleiben zugunsten

283

des Klägers                                            148,11 EUR

284

II.

285

Zinsen schuldet der Beklagte dem Kläger als Prozesszinsen gemäß §§ 288, 291 BGB.

286

III.

287

Die Kostenentscheidung beruht auf §§ 91, 92 Abs. 2, 97 ZPO.

288

IV.

289

Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit ergibt sich aus §§ 708 Nr. 10, 713 ZPO.

290

V.

291

Der Streitwert für die Berufungsinstanz wird auf 7.350,77 EUR festgesetzt.

292

VI.

293

Zur Zulassung der Revision besteht kein Anlass.