Rechtsprechung / VG Köln / 2024

VG Köln Urteil vom 22.05.2024 – 26 K 7034/23

ECLI:DE:VGK:2024:0522.26K7034.23.00

VerwaltungsrechtNordrhein-WestfalenVerwaltungsrecht Nordrhein-WestfalenVolltext

Zitiert von 3 Entscheidungen Zitiert 7 Entscheidungen 1 häufig zusammen zitierte 13 zitierte Normen Als PDF speichern

Tenor§

Die Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin 1.521,13 Euro sowie Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem jeweils geltenden Basiszinssatz pro Jahr aus 7.816,93 Euro seit dem 19.12.2023 zu zahlen.

Die Kosten des Verfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden, trägt die Beklagte.

Das Urteil ist gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrages vorläufig vollstreckbar.

Die Berufung wird zugelassen.

1

T a t b e s t a n d

2Permalink zu Rn. 2recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_2

Die Klägerin unterhält seit dem Jahr 2001 ein Programm für die Vergabe von Bildungskrediten, dem u.a. folgende Förderbestimmungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in der hier maßgeblichen Fassung vom 01.04.2009 zugrunde liegen:

3

§ 1

4

Zweck der Förderung

5Permalink zu Rn. 5recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_3

Zur Unterstützung von Auszubildenden in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen werden nach Maßgabe dieses Programms verzinsliche Bildungskredite gewährt. Die Kredite dienen bei nicht nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) geförderten Auszubildenden der Sicherung und Beschleunigung der Ausbildung, bei geförderten Auszubildenden der Finanzierung von außergewöhnlichem, nicht durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) erfasstem Aufwand.

6

§ 4

7

Beantragung

8Permalink zu Rn. 8recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_4

(1)              Anträge auf Bewilligung eines Bildungskredits sind unter Vorlage der erforderlichen Unterlagen schriftlich oder per Internet an das Bundesverwaltungsamt zu richten. Der Umfang des im Rahmen der Förderbestimmungen gewünschten Kredits ist anzugeben. Das Bundesverwaltungsamt prüft die Anträge anhand der Förderbestimmungen. Im Falle eines positiven Bescheids übersendet das Bundesverwaltungsamt mit dem Bescheid im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau zugleich ein dem Bescheid entsprechendes Vertragsangebot. Bescheid und Vertragsangebot werden unwirksam, wenn der Kreditvertrag nicht bis zum im Bescheid angegebenen Datum, das einen Monat nach dem regelmäßigen Zugang des Bescheids liegen soll, bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau eingegangen ist. Es gilt das Datum des Posteingangs.

9

[…]

10

§ 9

11

Änderung, Aufhebung, Kündigung

12

(1)              Der Bescheid ist zu ändern und gegebenenfalls aufzuheben, wenn

14

[…]

15

das außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren eingeleitet oder über das

16

Vermögen der Kreditnehmerin / des Kreditnehmers das Insolvenzverfahren eröffnet wird oder […].

17

[…]

18

§ 12

19

Verzug

20Permalink zu Rn. 20recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_5

(1) Mahn- und Beitreibungskosten tragen die Kreditnehmer/innen. Zu ihren Lasten gehen darüber hinaus zusätzlich entstehende Kosten im Zahlungsverkehr, z.B. durch Bankspesen und Bankgebühren.

21Permalink zu Rn. 21recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_6

(2) Im Verzugsfall haben die Kreditnehmer/innen unbeschadet der Regelungen für Verbraucherdarlehen auf die fällige Forderung Zinsen in Höhe des jeweils geltenden, von der Bundesbank verkündeten Basiszinssatzes zuzüglich 5 vom Hundert zu zahlen.

22

[…]

23

§ 14

24

Eintritt der Bundesgarantie,

25

Übergang der Einziehung auf das Bundesverwaltungsamt

26Permalink zu Rn. 26recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_7

(1)              Der Bund garantiert der Kreditanstalt für Wiederaufbau die Rückzahlung der Kredit- und Zinsschuld der vom Bundesverwaltungsamt bewilligten Förderung nach Maßgabe des mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau geschlossenen Vertrags.

27

(2)              […]

28Permalink zu Rn. 28recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_8

(3)              Wird die Bundesgarantie in Anspruch genommen, übermittelt die Kreditanstalt für Wiederaufbau dem Bundesverwaltungsamt die Stammdaten der betreffenden Kreditnehmer/innen, die Kapitalforderung, die zu diesem Zeitpunkt fälligen Zinsen und Kosten sowie den Grund für die Einlösung aus der Garantie.

29Permalink zu Rn. 29recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_9

(4)              Das Bundesverwaltungsamt fordert die betreffenden Kreditnehmer/innen durch Rückforderungsbescheid zur Erstattung des insgesamt an die Kreditanstalt für Wiederaufbau verauslagten Garantiebetrags auf. Die Regelung der durch den Rückforderungsbescheid festgestellten Höhe des Betrags ist innerhalb eines Monats anfechtbar.

30Permalink zu Rn. 30recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_10

(5)              Der Erstattungsanspruch ist mit Bestandskraft des Rückforderungsbescheids fällig. § 12 gilt entsprechend. Die betreffenden Kreditnehmer/innen haben die Möglichkeit, Anträge nach § 11 zu stellen.

31Permalink zu Rn. 31recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_11

Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf die Förderbestimmungen vom 01.04.2009 Bezug genommen (vgl. Beiakte 004 oder https://www.bva.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Buerger/Schule-Ausbildung-Studium/Bildungskredit/foerderbestimmungen-bk.pdf?; zuletzt abgerufen am 22.05.2024).

32Permalink zu Rn. 32recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_12

Die Beklagte beantragte am 04.09.2010 bzw.18.10.2010 unter Vorlage eines Ausbildungsvertrages zur staatlich anerkannten Masseurin und medizinischen Bademeisterin bei dem Bundesverwaltungsamt die Bewilligung eines Bildungskredits in Höhe von 300,00 Euro monatlich für einen Zeitraum von 24 Monaten.

33Permalink zu Rn. 33recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_13

Das Bundesverwaltungsamt bewilligte der Beklagten mit Bescheid vom 25.10.2010 nach den Förderbestimmungen des BMBF den beantragten Bildungskredit vorbehaltlich der Bestimmungen in Ziffern 1 bis 6 und übernahm bezüglich der Rückzahlungsverpflichtung gegenüber der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine Bundesgarantie nach Maßgabe der Bedingungen unter den Ziffern 7 bis 10. Die Bestimmungen und Bedingungen sahen u. a. vor:

34

[…]

35Permalink zu Rn. 35recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_14

5.              Die Wirksamkeit des Bewilligungsbescheides endet, wenn das außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren eingeleitet oder das Insolvenzverfahren eröffnet wird.

36

[…]

37Permalink zu Rn. 37recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_15

7.              Falls die Kreditanstalt für Wiederaufbau die Bundesgarantie einlöst, sind Sie verpflichtet, der Bundesrepublik Deutschland den verauslagten Betrag zu erstatten. Dies ist nach § 14 Abs. 2 Satz 1 der Förderbestimmungen der Fall, wenn der/die Kreditnehmer/in mehr als sechs Monate in Verzug gerät und einen Stundungsantrag nicht gestellt hat oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau einem entsprechenden Stundungsantrag nicht stattgeben kann. Diese Frist braucht nicht eingehalten zu werden, wenn die Einziehung aussichtslos ist (§ 14 Abs. 2 Satz 2 der Förderbestimmungen). Die Erstattung bemisst sich nach der Höhe des bezogenen Kredits, der aufgelaufenen Zinsen sowie der Kosten unter Abzug ggf. bereits erbrachter Tilgungsleistungen. Der zu erstattende Betrag wird der Höhe nach durch gesonderten Bescheid festgesetzt.

38Permalink zu Rn. 38recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_16

8.              Dieser Betrag ist von dem Zeitpunkt an, in dem seine Höhe wirksam festgesetzt ist, in Höhe des jeweils geltenden, von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Basiszinssatzes gemäß § 247 Bürgerliches Gesetzbuch zuzüglich 5 v. H. zu verzinsen.

39

[…]

40Permalink zu Rn. 40recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_17

Unter dem 06.01.2017 teilte das Bundesverwaltungsamt der Beklagten mit: „[D]ie KfW Bank (KfW) hat die Garantie (Bürgschaft) der Bundesrepublik Deutschland für den Ihnen gewährten Bildungskredit in Anspruch genommen (§ 14 Abs. 2 und 4 der Förderbestimmungen). Dies bedeutet, dass die Forderung auf die Bundesrepublik Deutschland übergegangen ist. Für den Einzug der Forderung ist nunmehr das Bundesverwaltungsamt zuständig." Zugleich forderte sie die Beklagte unter Hinweis auf § 14 Abs. 2 und 4 der Förderbestimmungen zur Erstattung des insgesamt gezahlten Garantiebetrages in Höhe von 7.816,93 Euro bis zum 14.02.2017 auf. Dieser setzte sich aus dem ursprünglichen Kreditbetrag von 7.200,00 Euro, Zinsen in Höhe von 556,63 Euro sowie Kosten in Höhe von 60,30 Euro zusammen. Die Aufgabe des Rückforderungsbescheides zur Post ist in dem Aktenstück nicht vermerkt; auch ein Zugangsnachweis ist dem Vorgang nicht zu entnehmen.

41Permalink zu Rn. 41recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_18

Mit Schreiben vom 07.04.2017 teilte die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstelle des Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. dem Bundesverwaltungsamt mit, dass die Beklagte eine Schuldenbereinigung auf der Grundlage der Insolvenzordnung (§ 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO) anstrebe und bat um Mitteilung des aktuellen Forderungsstandes. Mit Bescheid vom 21.04.2017 stundete das Bundesverwaltungsamt der Beklagten auf deren Antrag vom 02.02.2017 den gesamten Rückforderungsbetrag zinslos und unter Verzicht auf eine Sicherheitsleistung bis zum 30.04.2019.

42Permalink zu Rn. 42recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_19

Nachdem das Bundesverwaltungsamt festgestellt hatte, dass ein Insolvenzverfahren für die Beklagte nicht eröffnet worden war, forderte es diese mit Schreiben vom 18.08.2023 erfolglos auf, bis zum 30.09.2023 den verauslagten Garantiebetrag zu zahlen.

43Permalink zu Rn. 43recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_20

Mit Schreiben vom 09.11.2023 forderte das Bundesverwaltungsamt die Beklagte daraufhin ferner auf, im Zeitraum vom 01.05.2019 bis zum 09.11.2023 angefallene Rückstandszinsen in Höhe von insgesamt 1.667,38 Euro bis zum 30.11.2023 zu zahlen. Zur Begründung führte es aus, der Bewilligungsbescheid sei mit der Bestimmung erfolgt, dass bei Überschreiten des Zahlungstermins der in dem Rückforderungsbescheid vom 06.01.2017 genannte Betrag „in Höhe des aktuellen Basiszinssatzes der Europäischen Zentralbank zuzüglich 5 v. H.“ zu verzinsen sei. Der Zahlungstermin sei vorliegend überschritten worden.

44Permalink zu Rn. 44recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_21

Nachdem im weiteren Verlauf keine Zahlungen der Beklagten eingingen und auch keine weitere Stundung beantragt wurde, hat die Klägerin am 18.12.2023 Klage erhoben, zu deren Begründung sie im Wesentlichen ausführt: Zur Durchsetzung ihres Zinsanspruches sei mangels Befugnis zum Erlass eines Verwaltungsakts Klage geboten. Die Anspruchsgrundlage für die geltend gemachten Zinsforderungen auf den ausstehenden Rückforderungsbetrag wegen Zahlungsverzugs (Rückstandszinsen) ergebe sich aus dem Bewilligungsbescheid. Dieser enthalte eine Auflage i. S. v. § 36 Abs. 2 Nr. 4 Verwaltungsverfahrensgesetz, welche die Beklagte verpflichte, im Garantiefall den der Klägerin zu erstattenden Betrag zu verzinsen. Die Nebenbestimmung sei auch zulässig gewesen, wie das erkennende Gericht im Urteil vom 25.01.2023 (Az. 26 K 6414/22, juris, Rn. 160 ff.) bereits festgestellt habe. Der Garantiebetrag sei in der gemäß Bewilligungsbescheid i. V. m. §§ 14 Abs. 5, 12 Abs. 2 der Förderbestimmungen geregelten Höhe zu verzinsen. Für den Zeitraum vom 01.01.2020 bis zum 18.12.2023 ergebe sich ein Zinsanspruch in Höhe von 1.521,13 Euro, der sich wie folgt zusammensetze:

45

Zins-satz (%)

Kredit-schuld in Euro

Zahlungsrück-stand von

Zahlungsrück-stand bis

Zinstage

Zinsen in Euro

4,12

7.816,93

01.01.2020

30.06.2020

180

161,03

4,12

7.816,93

01.07.2020

31.12.2020

180

161,03

4,12

7.816,93

01.01.2021

30.06.2021

180

161,03

4,12

7.816,93

01.07.2021

31.12.2021

180

161,03

4,12

7.816,93

01.01.2022

30.06.2022

180

161,03

4,12

7.816,93

01.07.2022

31.12.2022

180

161,03

6,62

7.816,93

01.01.2023

30.06.2023

180

258,74

8,12

7.816,93

01.07.2023

18.08.2023

48

84,63

8,12

7.816,93

19.08.2023

09.11.2023

81

142,82

8,12

7.816,93

10.11.2023

18.12.2023

39

68,76

Gesamtbetrag                                                                                                                     1.521,13

46Permalink zu Rn. 46recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_22

Hinzu kämen laufende Zinsen „in Höhe des aktuellen Basiszinssatzes der Europäischen Zentralbank zuzüglich 5 v. H.“ aus 7.816,93 Euro seit dem 19.12.2023.

47

Die Klägerin beantragt,

48Permalink zu Rn. 48recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_23

die Beklagte zu verurteilen, an sie 1.521,13 Euro ausgerechnete Zinsen sowie laufende Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem jeweils geltenden Basiszinssatz pro Jahr aus 7.816,93 Euro seit dem 19.12.2023 zu zahlen.

49

Die Beklagte beantragt,

50

die Klage abzuweisen.

51Permalink zu Rn. 51recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_24

Wegen der weiteren Einzelheiten des Sach- und Streitstands wird ergänzend auf den Inhalt der Gerichtsakte sowie der beigezogenen Verwaltungsvorgänge der Klägerin Bezug genommen.

52

E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e

53

Die Klage hat Erfolg.

54

Sie ist zulässig.

55Permalink zu Rn. 55recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_25

Die Klägerin kann den Rechtsweg zu den Verwaltungsgerichten beschreiten, § 40 Abs. 1 Satz 1 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO). Insbesondere ist vorliegend eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit im Sinne des § 40 Abs. 1 Satz 1 VwGO gegeben. Ob eine Streitigkeit öffentlich-rechtlicher oder bürgerlich-rechtlicher Natur ist, bestimmt sich nach dem Charakter des Rechtsverhältnisses, aus dem der streitbefangene Rechtsanspruch hergeleitet wird. Stellt der Streitgegenstand eine unmittelbare Rechtsfolge eines dem öffentlichen Recht zuzuordnenden Rechtsverhältnisses dar, so ist die Streitigkeit öffentlich-rechtlicher Art.

56Permalink zu Rn. 56recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_26

Vgl. Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Urt. v. 18.04.1985 – 3 C 34.84, juris, Rn. 31, und Beschl. v. 21.03.2024 – 3 B 12.23, juris, Rn.  6; vgl. auch Gemeinsamer Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes, Beschl. v. 29.10.1987 – GmS-OGB 1/86, juris, Rn. 10, jeweils m. w. N.

57Permalink zu Rn. 57recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_27

Dies ist hier der Fall. Die geltend gemachte Zinsforderung wegen des Zahlungsverzugs hinsichtlich der Rückzahlungsverpflichtung des verauslagten Garantiebetrags hat ihren Rechtsgrund in dem Bewilligungsbescheid des Bundesverwaltungsamts sowie den in Bezug genommenen Förderbestimmungen zum Bildungskredit. Sie steht damit in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der durch die Klägerin übernommenen Bundesgarantie, aus der im Garantiefall ein (öffentlich-rechtlicher) Erstattungsanspruch folgt, der hier seiner Höhe nach durch Rückforderungsbescheid festgesetzt wurde. Anders als es die Einleitung des Rückforderungsbescheides es mit der Formulierung „Bundesgarantie (Bürgschaft)“ und dem Verweis darauf, „dass die Forderung auf den Bund übergangen sei“, nahelegt, ist vorliegend nicht von der Existenz eines privatrechtlichen Bürgschaftsvertrages auszugehen, der zur Folge hätte haben können, dass die privatrechtliche Darlehensrückzahlungsforderung der KfW etwa gemäß § 774 Abs. 1 Satz 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) auf die Klägerin übergeht und so ein privatrechtliches Rechtsverhältnis zwischen der Klägerin und der Beklagten begründet. Vielmehr hat die Klägerin in dem Bewilligungsbescheid ausdrücklich (nur) die Übernahme einer Garantie erklärt, ohne dass Anhaltspunkte dafür vorhanden sind, dass ein akzessorischer Übergang der privatrechtlichen Forderung der KfW an die Klägerin intendiert war. Auch die in dem Bewilligungsbescheid in Bezug genommenen Förderbestimmungen enthalten keine entsprechenden Regelungen.

58

Vgl. Verwaltungsgericht (VG) Köln, Urt. v. 25.01.2023 – 26 K 6414/22, juris, Rn. 171.

59Permalink zu Rn. 59recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_28

Für die statthafte und auch im Übrigen zulässige allgemeine Leistungsklage besteht ein Rechtsschutzbedürfnis, da es der Klägerin in der hier vorliegenden Fallgestaltung mangels entsprechender Befugnis verwehrt ist, den geltend gemachten Zinsanspruch einseitig durch Erlass eines Zinsbescheides geltend zu machen,

60

vgl. VG Köln, Urt. v. 25.01.2023 – 26 K 6414/22, juris, Rn. 153 ff.,

61

und damit zugleich ein Titulierungsinteresse besteht.

62Permalink zu Rn. 62recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_29

Soweit die Klägerin Zinsen für die Zukunft und damit derzeit noch nicht fällige Zinsen begehrt, steht dies der Zulässigkeit der Klage nicht entgegen, vgl. auch § 173 Satz 1 VwGO i. V. m. §§ 258, 259 Zivilprozessordnung (ZPO).

63

Die Klage ist auch begründet.

64Permalink zu Rn. 64recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_30

Die Klägerin hat einen Anspruch auf Zahlung von ausgerechneten Zinsen in Höhe von 1.521,13 Euro sowie laufenden Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem jeweils geltenden Basiszinssatz für das Jahr aus 7.816,93 Euro seit dem 19.12.2023.

65Permalink zu Rn. 65recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_31

Der Anspruch ergibt sich aus Ziffer 8 i. V. m. Ziffer 7 des Bescheids über die Bewilligung des Bildungskredits und die Übernahme der Bundesgarantie nach den Förderbestimmungen des BMBF vom 25.10.2010. Danach ist der im Rahmen der Einlösung der Bundesgarantie gegenüber der KfW verauslagte und zu erstattende Betrag von dem Zeitpunkt an, in dem seine Höhe wirksam festgesetzt ist, „in Höhe des jeweils geltenden, von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Basiszinssatzes gemäß § 247 Bürgerliches Gesetzbuch zuzüglich 5 v. H. zu verzinsen.“

66Permalink zu Rn. 66recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_32

Der Bewilligungsbescheid ist vorliegend nicht unwirksam geworden, weil die Beklagte, wie sich aus dem Schreiben der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstelle des Begegnungs- und Fortbildungszentrums muslimischer Frauen e.V. vom 07.04.2017 ergibt, ein außergerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren im Sinne des § 305 Abs. 1 Nr. 1 Insolvenzordnung (InsO) in die Wege geleitet hat.

67Permalink zu Rn. 67recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_33

Zwar bestimmt Ziffer 5 des Bewilligungsbescheides, dass dessen Wirksamkeit endet, wenn das außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren eingeleitet wird. Aus der Formulierung „vorbehaltlich der Bestimmungen lfd. Nr. 1 – 6 bewillige ich Ihnen […] die Inanspruchnahme eines verzinslichen Kredites der Kreditanstalt für Wiederaufbau […] und übernehme nach Maßgabe der folgenden Bedingungen lfd. Nr. 7 bis 10 bzgl. Ihrer Rückzahlungsverpflichtung […] eine Bundesgarantie“ ergibt sich jedoch, dass sich die Ziffern 1 bis 6 und damit auch die hier in Rede stehende Ziffer 5 lediglich auf das Bewilligungsverfahren beim Bundesverwaltungsamt und die Auszahlungsphase bei der KfW beziehen, während die Regelungen der Nr. 7 bis 10 erkennbar die Übernahme der Bundesgarantie und die sich anschließende Rückzahlungsphase beim Bundesverwaltungsamt betreffen. Mit der Nr. 5 des Bewilligungsbescheides wiederum korrespondiert Ziffer 2.2.3 des zwischen der Beklagten und der KfW geschlossenen Kreditvertrages, die bestimmt, dass die Leistungen der KfW (Auszahlung von 300,00 Euro monatlich vom 01.09.2010 bis 31.08.2012 gemäß Ziffer 2.2.1. und 1.7. des Vertrages) eingestellt werden, wenn ein außergerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren eingeleitet wird. Sinn und Zweck dieser im Gleichklang miteinander stehenden Regelung ist erkennbar, zu verhindern, dass weitere Gelder an die Kreditnehmer ausgezahlt werden, deren Rückzahlung gefährdet ist.

68Permalink zu Rn. 68recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_34

Ziffer 8 des Bewilligungsbescheides begegnet als Grundlage für den geltend gemachten Anspruch auch sonst keinen durchgreifenden Bedenken. Diese Nebenbestimmung ist zwar ausgehend von ihrem Wortlaut hinsichtlich der Zinshöhe und des Zinszeitraumes auslegungsbedürftig, aber hinreichend bestimmt (§ 37 Abs. 1 Verwaltungsverfahrensgesetz - VwVfG).

69Permalink zu Rn. 69recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_35

Eine Nebenbestimmung ist hinreichend bestimmt, wenn der Inhalt der getroffenen Regelung im Zusammenhang mit den Gründen und den sonstigen bekannten oder ohne weiteres erkennbaren Umständen für die Beteiligten, insbesondere für den Adressaten, so vollständig klar und unzweideutig erkennbar ist, dass er sein Verhalten danach richten kann. Maßgeblich ist mithin, wie der Adressat den Inhalt der Regelung nach den im öffentlichen Recht entsprechend anwendbaren Regelungen der §§ 133, 157 BGB bei objektiver Würdigung unter Berücksichtigung aller für ihn erkennbaren Umstände, insbesondere des erkennbar verfolgten Zweckes, verstehen musste.

70

Vgl. Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen (OVG NRW), Urt. v. 20.04.2012 – 4 A 1055/09, juris, Rn. 37 - 40, m. w. N.

71Permalink zu Rn. 71recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_36

Die mit „zzgl. 5 v. H.“ bezeichnete Bezugsgröße für die Zinsberechnung ist aus Adressatensicht bei verständiger Würdigung trotz ihrer sprachlichen Ungenauigkeit dahingehend zu verstehen, dass mit ihr „Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz“ gemeint sind.

72

vgl. allgemein: Bundesgerichtshof (BGH), Beschl. v. 07.02.2013 – VII ZB 2/12, juris, Rn. 12 m. w. N.

73Permalink zu Rn. 73recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_37

Der sich daraus ergebene Zinssatz ist als Jahreszinssatz zu verstehen, auch wenn dies nicht ausdrücklich erwähnt wird. Dies entspricht dem Üblichen und ergibt sich im Übrigen auch aus der Zinshöhe, die für einen Tages- oder Monatszins ersichtlich zu hoch wäre.

74Permalink zu Rn. 74recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_38

Vgl. auch (Kammergericht (KG) Berlin, Beschl. v. 16.02.2010 – 14 U 189/09, juris, Rn. 3; Oberlandesgericht (OLG) Hamm, Urt. v. 25.06.2009 – 4 U 8/09, juris, Rn. 74.

75

Hiervon ausgehend liegen die Voraussetzungen für den Anspruch dem Grunde nach vor.

76Permalink zu Rn. 76recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_39

Die Klägerin hat mit Bescheid vom 06.01.2017 gegenüber der Beklagten den Rückforderungsbetrag auf insgesamt 7.816,93 Euro festgesetzt. Dieser Bescheid ist zur Überzeugung des Gerichts auch vor dem hier in Streit stehenden Zinszeitraum wirksam geworden. Die Beklagte hat am 02.02.2017, also in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der Erstellung des Rückzahlungsbescheides, bei der Klägerin die Stundung der Forderung beantragt. Dies lässt nur den Schluss zu, dass der Rückforderungsbescheid der Beklagten zugegangen ist. Ferner hat diese den Zugang weder im Verwaltungs- noch im Klageverfahren in Abrede gestellt.

77Permalink zu Rn. 77recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_40

Der Zinsanspruch besteht, soweit er bereits zu beziffern war, auch in der geltend gemachten Höhe und beträgt für den Zeitraum vom 01.01.2020 bis zum 18.12.2023 1.521,13 Euro.

78

Die von der Klägerin angestellte Berechnung lässt keine Fehler erkennen.

79

Ausgehend von den für den genannten Zeitraum von der Bundesbank veröffentlichten Basiszinssätzen,

80

siehe https://www.bundesbank.de/de /bundesbank/organisation/agb-und-regelungen/basiszinssatz-607820,

81Permalink zu Rn. 81recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_41

zuzüglich fünf Prozentpunkten für das Jahr hat die Klägerin der Berechnung für den Zeitraum vom 01.01.2020 bis zum 18.12.2023 die richtigen Zinssätze zu Grunde gelegt.

82Permalink zu Rn. 82recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_42

Soweit sie entsprechend der in Deutschland vor allem von den Geschäftsbanken gegenüber ihren Kunden angewandten Berechnungsmethode für jeden vollen Monat gleichbleibend 30 Tage sowie für angefangene Monate die tatsächliche Anzahl der Tage zu Grunde gelegt hat,

83Permalink zu Rn. 83recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_43

vgl. BGH, Urt. v. 04.07.2017 – XI ZR 741/16, juris, Rn. 23; Toussaint in: Herberger/Martinek/Rüßmann/Weth/Würdinger, jurisPK-BGB, 10. Aufl., § 246 BGB (Stand: 01.02.2023), Rn. 37,

84Permalink zu Rn. 84recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_44

bestehen hiergegen keine durchgreifenden Bedenken. Zwar ist diese Praxis nicht ohne Weiteres auf Behörden übertragbar. Die Behörde kann sich entgegen der Auffassung der Klägerin diesbezüglich im Verhältnis zum Bürger auch nicht auf die innenrechtlich ausgestalteten Regelungen der Bundeshaushaltsordnung (BHO) und die zu ihr ergangenen Verwaltungsvorschriften berufen. Vorliegend ist jedoch durch die in den Bewilligungsbescheid einbezogenen (und somit für die Auslegung der Regelungen des Bewilligungsbescheides maßgeblichen) Förderbestimmungen geregelt, dass die Verzugsfolgen im Verhältnis des Bundesverwaltungsamts zum Darlehensnehmer entsprechend der Verzugsfolgen im Verhältnis der KfW zum Darlehensnehmer ausgestaltet sein sollen, vgl. § 14 Abs. 5 Satz 2 und § 12 Abs. 2 der Förderbestimmungen. Dies erfasst bei verständiger Würdigung aus Adressatensicht auch die Zinsberechnung.

85

Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 1 VwGO. Die Gerichtskostenfreiheit ergibt sich aus § 188 Satz 2 VwGO.

86

Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit folgt aus § 167 Abs. 1 Satz 1 VwGO i. V. m. § 709 Satz 2 ZPO.

87

Die Berufung wird nach § 124a Abs. 1 Satz 1 i. V. m. § 124 Abs. 2 Nr. 3 VwGO zugelassen. Die Rechtssache hat grundsätzliche Bedeutung.

88

Rechtsmittelbelehrung

89Permalink zu Rn. 89recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_45

Gegen dieses Urteil steht den Beteiligten die Berufung an das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen zu. Die Berufung ist innerhalb eines Monats nach Zustellung des vollständigen Urteils schriftlich bei dem Verwaltungsgericht Köln, Appellhofplatz, 50667 Köln, einzulegen. Sie muss das angefochtene Urteil bezeichnen.

90Permalink zu Rn. 90recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_46

Die Berufung ist innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung des vollständigen Urteils zu begründen. Die Begründung ist schriftlich oder als elektronisches Dokument nach Maßgabe des § 55a VwGO und der ERVV bei dem Oberverwaltungsgericht, Aegidiikirchplatz 5, 48143 Münster, einzureichen, sofern sie nicht zugleich mit der Einlegung der Berufung erfolgt; sie muss einen bestimmten Antrag und die im Einzelnen anzuführenden Gründe der Anfechtung (Berufungsgründe) enthalten.

91Permalink zu Rn. 91recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_47

Auf die unter anderem für Rechtsanwälte, Behörden und juristische Personen des öffentlichen Rechts geltende Pflicht zur Übermittlung von Schriftstücken als elektronisches Dokument nach Maßgabe der §§ 55a, 55d Verwaltungsgerichtsordnung – VwGO – und der Verordnung über die technischen Rahmenbedingungen des elektronischen Rechtsverkehrs und über das besondere elektronische Behördenpostfach (Elektronischer-Rechtsverkehr-Verordnung – ERVV) wird hingewiesen.

92Permalink zu Rn. 92recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-koeln/2024-05-22/26-k-7034-23#rd_48

Vor dem Oberverwaltungsgericht und bei Prozesshandlungen, durch die ein Verfahren vor dem Oberverwaltungsgericht eingeleitet wird, muss sich jeder Beteiligte durch einen Prozessbevollmächtigten vertreten lassen. Als Prozessbevollmächtigte sind Rechtsanwälte oder Rechtslehrer an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz, die die Befähigung zum Richteramt besitzen, für Behörden und juristische Personen des öffentlichen Rechts auch eigene Beschäftigte oder Beschäftigte anderer Behörden oder juristischer Personen des öffentlichen Rechts mit Befähigung zum Richteramt zugelassen. Darüber hinaus sind die in § 67 Abs. 4 der Verwaltungsgerichtsordnung im Übrigen bezeichneten ihnen kraft Gesetzes gleichgestellten Personen zugelassen.