Schmerzensgeldtabelle
1.104 Urteile · Median 7.179 Euro · 100 bis 1.000.000 Euro
Wie hoch das Schmerzensgeld ausfällt, entscheidet immer das Gericht im Einzelfall. Einen Anhaltspunkt geben aber die Beträge, die deutsche Gerichte in vergleichbaren Fällen zugesprochen haben. Diese Tabelle listet 1.104 solcher Beträge. Jede Zeile stammt aus einer Entscheidung, die in dieser Datenbank im Volltext liegt, und ist mit ihr verlinkt. Aufgenommen wird nur, was das entscheidende Gericht selbst zugesprochen hat, nicht die Forderung der klagenden Seite.
Wie viel Schmerzensgeld nach einem Unfall?
Für Verkehrsunfälle enthält die Tabelle 307 Urteile. Der mittlere zugesprochene Betrag liegt bei 5.000 Euro, die Spanne reicht von 100 bis 500.000 Euro. Leichte Verletzungen wie eine Distorsion der Halswirbelsäule bewegen sich am unteren Ende, schwere Dauerschäden wie ein Schädel-Hirn-Trauma mit Pflegebedürftigkeit am oberen. Maßgeblich sind Art und Dauer der Beeinträchtigung, Dauerfolgen, das Verschulden und ein etwaiges Mitverschulden. Alle Urteile zu Verkehrsunfällen.
Beträge nach Verletzung
| Betrag | Verletzung und Folgen | Entscheidung |
|---|---|---|
| 4.000 € | Bisswunden unter anderem an der Brust, sichtbare Narben an Brust, Arm, Schulter und Hand, Panik vor Hunden | LG Duisburg, 08.06.2006 – 8 O 38/06 |
| 4.000 € | Grobe Behandlungsfehler bei zahnärztlicher Wurzelbehandlung, Fehlbohrung mit Zahnperforation, Zahnverlust, monatelange Zahnschmerzen | OLG Hamm, 24.10.2006 – 26 U 171/05 |
| 4.000 € | Unannehmlichkeiten und Mängel im Rahmen fehlerhafter zahnärztlicher Zahnersatzmaßnahmen | LG Bochum, 07.02.2007 – 6 O 376/04 |
| 4.000 € | Prellungen, Glassplitterverletzungen im Gesicht mit Hautnarbe am linken Auge und hauchiger Hornhaut-Trübung ohne Dauerschädigung der Sehkraft | LG Köln, 27.03.2007 – 16 O 314/04 |
| 4.000 € | Verbrennungen II. Grades am Gesäß durch Hochfrequenzdiathermie bei Operation, schmerzhafte Wundheilungsstörungen, verbleibende dünne, narbige und schuppende Haut | LG Dortmund, 07.05.2008 – 4 O 115/06 |
| 4.000 € | Komplizierter Kieferbruch, Nasenbeinfraktur, Gesichtsschnittwunden, Knieprellungen, Sensibilitäts- und Okklusionsstörungen im Kieferbereich | OLG Hamm, 03.02.2009 – 9 U 101/07 |
| 4.000 € | Sprunggelenksverrenkungsbruch links (Weber B/C) mit OPs, Plattenosteosynthese, Stellschraubenbruch, Metallentfernung, Reha, Arbeitsunfähigkeit und Dauerschäden | OLG Stuttgart, 06.05.2009 – 3 U 239/07 |
| 4.000 € | Dislozierter Bruch des Oberarmknochens mit Schädigung des Radialisnervs, dauerhafte Gebrauchseinschränkung der rechten Hand (Fallhand, Kraftverlust). | OLG Hamm, 23.06.2009 – 9 U 192/08 |
| 4.000 € | Erhebliche Verbrennungen an den Unterschenkeln mit Zebrastreifen-Muster (postinflammatorische Hypopigmentierung), massivste Schmerzen | LG Bonn, 08.02.2010 – 9 O 325/08 |
| 4.000 € | Fehlerhafte zahnärztliche Implantatversorgung, ästhetische Beeinträchtigung durch Zahnfleischmaske, Notwendigkeit der Implantatentfernung | OLG Oldenburg, 17.02.2010 – 5 U 156/09 |
| 4.000 € | Verzögerter Heilungsverlauf nach Holzsplitterverletzung, andauerndes Entzündungsgeschehen mit erheblichen Schmerzen, zwei stationäre Aufenthalte mit Operationen | OLG Köln, 13.06.2012 – 5 U 18/11 |
| 4.000 € | Femurschaftfraktur rechts (operativ versorgt), Prellungen und Schürfwunden am Oberschenkel, Knie und Oberkörper, 8 Tage Krankenhaus, Reha-Maßnahme, Arbeitsunfähigkeit | LG Bochum, 19.03.2013 – 1 O 544/11 |
| 4.000 € | Prellung des linken Daumens, Abriss des medialen distalen Bizepsköpfchens mit künstlicher Sehne, stationärer Aufenthalt, Narbe und temporäre Arbeitsunfähigkeit | LG Wuppertal, 26.03.2013 – 4 O 341/12 |
| 4.000 € | Schock, starke psychische Belastungssituation, Kopfschmerzen, Übelkeit, posttraumatische Belastungsstörung | AG Hagen, 24.04.2013 – 19 C 296/11 |
| 4.000 € | Schmerzen und wulstige Narbenbildung am Rücken nach unsachgemäßer bzw. nicht ausreichend aufgeklärter Tattoo-Entfernung | LG Essen, 09.08.2013 – 19 O 233/11 |
| 4.000 € | Zentrale subkapitale Humerusfraktur des linken Oberarms mit zwei operativen Eingriffen, fünf Tagen Krankenhausaufenthalt und mehrwöchiger Reha | LG Frankfurt am Main, 08.11.2013 – 2-24 O 33/13 |
| 4.000 € | Folgeschäden nach Knochenentnahme im Unterkiefer mit Gefühlsminderungen im Bereich der linken Unterlippe | OLG Köln, 25.11.2013 – 5 U 164/12 |
| 4.000 € | Sturz als Fußgänger infolge Verletzung der Streupflicht mit Primärverletzung und erforderlicher Operation | OLG Frankfurt am Main, 20.01.2014 – 1 U 245/12 |
| 4.000 € | Fehlerhafte zahnärztliche Implantatversorgung, dadurch Notwendigkeit eines Langzeitprovisoriums und kompletter Neuversorgung der Prothetik | LG Bielefeld, 02.05.2014 – 4 O 449/08 |
| 4.000 € | Skalpierungsverletzung am Hinterkopf, sechs Tage stationäre Behandlung, belastungsabhängige Beschwerden im Beckenbereich, Dauerschaden: Schwindelanfälle, Taubheit an Rückennarbe | OLG Brandenburg, 14.07.2016 – 12 U 121/15 |
| 4.000 € | Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch Berichterstattung, Auslösung und Verstärkung psychischer und sozialer Probleme | LG Frankfurt am Main, 27.04.2017 – 2-03 O 167/16 |
| 4.000 € | Hautabschürfungen, Würgemale am Hals, Hämatome und Schwellungen im Gesicht, Prellungen an Rippen, Schulter und Rücken sowie anhaltende psychische Folgen nach sexueller Nötigung. | LG Kleve, 27.07.2017 – 110 KLs 14/17 |
| 4.000 € | Platzwunde und Schürfwunden im Gesicht, multiple Prellungen, Schleudertrauma der HWS und BWS, Muskelverspannungen | LG Bonn, 05.10.2018 – 1 O 165/18 |
| 4.000 € | Fehlerhafte Handoperation mit anhaltenden Schmerzen, Streckdefizit und Notwendigkeit von Nachoperationen | LG Köln, 26.10.2018 – 25 O 70/15 |
| 4.000 € | Verbrennungen bzw. Verätzungen 1. - 2. Grades der Kopfhaut nach Blondierung, dauerhafter irreversibler Haarverlust an einer kahlen Stelle | LG Köln, 11.10.2019 – 7 O 216/17 |
| 4.000 € | Beckenringfraktur, diverse Schürfwunden, stumpfes Thoraxtrauma, erhebliche Bewegungseinschränkungen über etwa sechs Monate | OLG Hamm, 08.06.2021 – 9 U 77/20 |
| 4.000 € | Schwerwiegende Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch öffentliche Beleidigung im Fernsehen | AG Charlottenburg, 12.08.2021 – 210 C 198/20 |
| 4.000 € | Frakturen mit Risiko einer posttraumatischen Arthrose, 10-15 cm lange Narbe, Schmerzen, Schlafstörungen und Existenzängste | OLG Brandenburg, 26.08.2021 – 12 U 179/20 |
| 4.000 € | Innenbandanriss 2. bis 3. Grades am linken Knie, mehrmonatige Arbeitsunfähigkeit und Bewegungseinschränkung | LG Koblenz, 20.01.2022 – 3 O 325/20 |
| 4.000 € | Verletzung der Datenauskunftspflicht nach Art. 15 DSGVO | ArbG Bamberg, 11.05.2022 – 2 Ca 942/20 |
| 4.000 € | Unterschenkeltrümmerfraktur mit dauerhafter schmerzhafter Bewegungseinschränkung und Schwellneigung | OLG Frankfurt am Main, 17.05.2023 – 17 U 167/22 |
| 4.000 € | Unfallbedingte Gesundheitsbeeinträchtigungen bei gesundheitlicher Vorbelastung nach Auffahrunfall | OLG Brandenburg, 06.07.2023 – 12 U 28/22 |
| 4.000 € | Knalltrauma durch Airbagauslösung mit dauerhaftem Tinnitus und linksseitiger Hochtonsenke | LG Aschaffenburg, 14.11.2023 – 61 O 63/22 |
| 4.000 € | Syndesmosenruptur links und Kahnbeinbruch, operative Eingriffe, stationäre Behandlung, vorübergehende Bewegungseinschränkung | LG Köln, 25.04.2024 – 30 O 150/21 |
| 3.900 € | Handgelenksdistorsion links, Thoraxprellung links, Nasenprellung, Kniegelenksdistorsion rechts | LG Tübingen, 06.12.2022 – 5 O 183/21 |
| 3.700 € | HWS-Distorsion, Schleimbeutelentfernung am Ellenbogen, somatoforme Schmerzstörung mit Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit | OLG Saarbrücken, 21.07.2009 – 4 U 649/07 - 216 |
| 3.700 € | HWS-Distorsion (Schleudertrauma), Aktivierung eines zuvor symptomfreien Bandscheibenvorfalls bzw. degenerativer Veränderungen, anhaltende Schmerzen | LG Nürnberg-Fürth, 23.12.2022 – 8 O 6883/21 |
| 3.500 € | Polytrauma mit instabiler Brustwirbelkörperfraktur, Pleuraerguss, Haemato-Thorax, Schädel-Hirn-Trauma II. Grades und Knochenbrüchen, später verstorben | OLG Düsseldorf, 26.04.2004 – I-1 U 156/03 |
| 3.500 € | Verschobener Knochenbruch des linken Oberarms knapp über dem Ellenbogengelenk | OLG Hamm, 14.12.2004 – 9 U 32/04 |
| 3.500 € | Schnittwunden an Wange, Hals, Oberschenkel, Unterarm sowie an Daumen und Handballen, verbleibende entstellende Narben, 6 Wochen Arbeitsunfähigkeit | LG Kaiserslautern, 31.10.2005 – 3 O 1/01 |
| 3.500 € | Tiefe Schürfwunden an Schulter und Knie, Deckplattenimpressionsfraktur des BWK 6/7, spätere degenerative Veränderungen möglich | OLG Düsseldorf, 20.02.2006 – I-1 U 137/05 |
| 3.500 € | Bruch des 9. Brustwirbelkörpers, erhebliche Bewegungseinschränkungen über mehrere Monate | OLG Hamm, 21.07.2008 – 6 U 60/08 |
| 3.500 € | Hypopigmentierung (Pigmentstörungen) in der Intim- und Bikinizone nach unsachgemäßer Haarentfernung mittels Xenonlicht | AG Wuppertal, 27.04.2012 – 94 C 28/11 |
| 3.500 € | HWS-Distorsion (Beschleunigungsverletzung) mit Steilstellung der Wirbelsäule, Tragen einer Schanzschen Krawatte für 6 Wochen und 3-wöchigem stationärem Klinikaufenthalt | OLG Frankfurt am Main, 31.08.2012 – 19 U 68/02 |
| 3.500 € | HWS-Schleudertrauma mit Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und mehrwöchiger Arbeitsunfähigkeit | AG Wiesbaden, 15.07.2014 – 91 C 60/2014 (84) |
| 3.500 € | Dislozierte handgelenksnahe Speichenfraktur rechts, Operation, 1 Woche Krankenhaus, Bewegungseinschränkungen, dauerhafte Verdickung und Belastungsschmerzen | LG Bielefeld, 26.10.2016 – 6 O 385/15 |
| 3.300 € | Nicht unerhebliche Primärverletzungen am Knie, vier Operationen/Eingriffe, dauerhafte Instabilität des Kniegelenks, umfangreiche ambulante Behandlung, Arthrose | OLG Saarbrücken, 15.11.2011 – 4 U 593/10 - 184 |
| 3.300 € | Schnittverletzung an der linken Hand mit vollständiger Durchtrennung der langen Daumenstrecksehne, Operation, Narbenbildung und verbleibenden Bewegungseinschränkungen | LG Aachen, 13.10.2023 – 1 O 186/21 |
| 3.150 € | Nicht erkannte und unbehandelte Karies an mehreren Zähnen im Rahmen zahnärztlicher Behandlungsfehler, Notwendigkeit von Wurzelfüllungen und Überkronungen | LG Köln, 31.07.2007 – 3 O 535/05 |
| 3.100 € | Blinddarmdurchbruch (Perforation der Appendix) wegen verzögerter Operation, vermeidbare Schmerzen mit Morphingabe, erhöhtes Risiko von Verwachsungen im Bauchraum | OLG Düsseldorf, 06.03.2003 – I-8 U 105/02 |
| 3.000 € | Schmerzen durch rechtswidrige Laser-Operationen an den Augen und dauerhafte erhöhte Blendempfindlichkeit | OLG Düsseldorf, 21.03.2002 – 8 U 117/01 |
| 3.000 € | Gesichtsverletzung durch umgestürzten Bauzaun, genähte Wunde, verbliebene sichtbare Narbe mit gelegentlichem Ziehen und Jucken | OLG Hamm, 25.11.2002 – 6 U 105/02 |
| 3.000 € | Wadenbeinbruch, Bänderriss und Trümmerbruch des linken Sprunggelenks mit mehrfachen Operationen | LG Bochum, 02.04.2004 – 5 O 66/03 |
| 3.000 € | Gehirnerschütterung, HWS-Distorsion, Platzwunde an der Augenbraue mit verbleibender Narbe (Dauerschaden), Prellungen und Abschürfungen | AG Waldshut-Tiengen, 12.11.2004 – 7 C 163/04 |
| 3.000 € | Durchtrennung der Oberlippe mit Narbenbildung sowie fehlerhafte Bauchdeckenplastik mit Wundheilungsstörung und Verunstaltung | OLG Hamm, 30.08.2006 – 3 U 227/05 |
| 3.000 € | Schmerzen und Unannehmlichkeiten durch fehlerhafte zahnprothetische Behandlung mit etwa 50 Behandlungsterminen und Aufklärungsfehler | LG Dortmund, 31.01.2008 – 4 O 126/07 |
| 3.000 € | Erhebliche Nachblutungen nach Mandeloperation, künstliches Koma und Revisionsoperation erforderlich | OLG Hamm, 15.08.2008 – 26 U 51/08 |
| 3.000 € | Distorsionsschädigung der Halswirbelsäule mit leichter Irritation der Nervenwurzeln C 6/7, leicht chronifizierter Verlauf | OLG Düsseldorf, 30.06.2009 – I-1 U 161/08 |
| 3.000 € | Beeinträchtigungen durch Bissverletzungen der Zunge und Reizungen im Zungenbereich nach fehlerhafter zahnärztlicher Implantatbehandlung | OLG Hamm, 30.10.2009 – 26 U 149/05 |
| 3.000 € | Okklusionsstörung nach zahnärztlicher Behandlungsfehler, Kiefergelenksbeschwerden und psychosomatische Beschwerden | OLG Frankfurt am Main, 01.06.2010 – 8 U 126/09 |
| 3.000 € | Talusfraktur links sowie Prellungen an beiden Händen, Operation mit Metallentfernung, vier Wochen Unterschenkelgipsschiene, Arbeitsunfähigkeit von mehr als 3 Monaten | OLG Frankfurt am Main, 08.02.2011 – 22 U 162/08 |
| 3.000 € | Nicht rechtzeitig behandelter Genitalherpes mit verzögerter Heilung und psychischen Belastungen durch Ungewissheit über den Behandlungsverlauf. | LG Bonn, 14.02.2011 – 9 O 189/10 |
| 3.000 € | Scaphoidfraktur rechts (operativ mittels Schraubenosteosynthese versorgt), Bruch der 10. Rippe und Hüftgelenksprellung, 6 Wochen Arbeitsunfähigkeit | OLG Koblenz, 14.03.2011 – 12 U 1529/09 |
| 3.000 € | Folgen einer unzureichend aufgeklärten Nasenoperation mit geringer Asymmetrie der Nasenspitze ohne gravierende funktionelle Beeinträchtigungen | OLG Düsseldorf, 31.03.2011 – I-8 U 122/09 |
| 3.000 € | Schädigung des Nervus Alveolaris inferior nach zahnärztlicher Behandlungsfehlern mit dauerhaftem Taubheitsgefühl im Kinnbereich und Missempfindungen beim Kauen und Sprechen | AG Münster, 15.02.2012 – 5 C 4661/09 |
| 3.000 € | Nasenbeinfraktur ohne grobe Dislokation, ca. 3 cm Hautabschürfung am Handgelenk, Schürfwunde am Knie, vorübergehende Bewegungseinschränkungen | LG Bonn, 04.04.2012 – 1 O 424/11 |
| 3.000 € | Distale Radiusextensionsfraktur des rechten Armes, zwei Operationen (mit Platten- und Schraubenfixierung), 14 Tage Unterarmgipsschiene, Schmerzen und verbleibende Narbe | LG Münster, 02.05.2012 – 08 O 519/11 |
| 3.000 € | Schädel-Hirn-Trauma mit inneren Blutungen, epileptische Anfälle, retrograde Amnesie, Angststörung, schwere Traumatisierung | LG Köln, 08.05.2012 – 4 O 403/09 |
| 3.000 € | Massive Schädelkontusion, HWS-Distorsion, oberflächliche Glassplitterverletzungen in Gesicht und Auge, vorübergehende Anpassungsstörung sowie geringe Schlafstörungen | OLG Naumburg, 21.01.2013 – 1 U 90/12 |
| 3.000 € | Offene Unterschenkelfraktur links, geschlossene Tibiakopfluxationsfraktur links, Weichteilwunde am linken Ellbogen, Kopfplatzwunde rechts | OLG Naumburg, 18.02.2013 – 12 U 162/12 |
| 3.000 € | HWS-Distorsion mit degressiven Beschwerden über nahezu 10 Monate, dreiwöchige stationäre Behandlung, ambulante Infiltrationstherapien | OLG Saarbrücken, 28.02.2013 – 4 U 587/10 - 182 |
| 3.000 € | Tibiakopffraktur und Fibulaköpfchenfraktur links, stationäre und rehabilitative Behandlung, Knieteilendoprothese künftig möglich | OLG Hamm, 06.06.2014 – 26 U 60/13 |
| 3.000 € | Fraktur des Grundgliedes des linken Kleinfingers, Ausrenkung des linken Zeigefingers, Schädelprellung, Schürfwunden und Prellungen, Dauerfolgen an der linken Hand | LG Aachen, 18.12.2014 – 12 O 293/14 |
| 3.000 € | Fehlerhafte zahnärztliche Behandlung, blockierendes Kiefergelenk bei Reizung, Schlaflosigkeit und Beeinträchtigungen im Rahmen der Nachfolgebehandlung. | OLG Köln, 04.08.2015 – 9 U 91/14 |
| 3.000 € | HWS-Trauma mit Arbeitsunfähigkeit und dreitägiger stationärer Behandlung | LG Tübingen, 27.10.2015 – 5 O 155/14 |
| 3.000 € | Zerrung der HWS, Prellung des Rückens, vorübergehendes chronisches Schmerzsyndrom | OLG Brandenburg, 22.12.2015 – 12 U 20/12 |
| 3.000 € | Verletzungen durch gefährliche Körperverletzung im Rahmen von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte | LG Wuppertal, 05.07.2016 – - 9 Gs 104/16 - 25 Ks-45 Js 4/16-8/16 |
| 3.000 € | Polytrauma mit Pneumothorax, Lungenkontusion, Unterschenkelmehretagenfraktur, Rippenfraktur, Ulnaschaftfraktur, mehrmonatige Arbeitsunfähigkeit und Dauerfolgen | OLG Hamm, 25.07.2017 – 9 U 199/16 |
| 3.000 € | Hautreaktionen und Ekzeme nach Henna-Tätowierung mit PPD, Traumatisierung, Angst vor Narben sowie lebenslange Sensibilisierung für PPD. | LG Frankfurt am Main, 12.07.2018 – 2-24 O 238/16 |
| 3.000 € | Verfehlen einer Dissektion bei Herzkatheteruntersuchung, kardiogener Schock, Tod | LG Düsseldorf, 26.07.2018 – 3 O 250/15 |
| 3.000 € | Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch rassistische Diskriminierung bei Wohnungsbewerbung | AG Charlottenburg, 14.01.2020 – 203 C 31/19 |
| 3.000 € | Verletzungen mit verbleibenden Dauerschäden nach einem Unfall | OLG München, 03.02.2021 – 20 U 4932/20 |
| 3.000 € | Kopfprellung, HWS-Verstauchung und -Zerrung sowie weitere Verletzungen nach rechtswidrigem Polizeieinsatz | LG Aachen, 14.09.2021 – 12 O 559/19 |
| 3.000 € | Vermeidbare operative Eingriffe, Behandlungssverzögerung mit psychischer Belastung und Schmerzen durch frustrane Vakuumbiopsie bei Brustkrebsbehandlung | LG Essen, 17.02.2023 – 16 O 172/21 |
| 3.000 € | Verbrennungen 2. Grades (Gesicht, Ohr, Hals, Schulter, Schlüsselbein, Dekolleté), Narben, psychische und neurologische Beeinträchtigungen nach Stromschlag | LG Lübeck, 23.08.2023 – 6 O 161/22 |
| 3.000 € | Verletzung des linken Brustkorbs, Rippenbrüche (5 und 6), Lungengewebeverletzung, Pneumothorax, Blockierungen im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule, Myogelosen | LG Köln, 23.10.2023 – 15 O 424/21 |
| 3.000 € | Abschürfungen, Knieprellung, Nagelkranzfraktur Großzehe, Fraktur zweite Zehe mit Teilamputation, Schmerzen, Arthrose, Gelenksubluxation und Wachstumsstörung. | OLG Brandenburg, 14.12.2023 – 12 U 107/23 |
| 3.000 € | Nasenbeinfraktur, Nasenseptumdeviation, Nasenmuschelhyperplasie und Brillenhämatom nach Schlag ins Gesicht, Operation mit dreitägigem Klinikaufenthalt | LG Nürnberg-Fürth, 09.10.2024 – 10 O 2087/23 |
| 3.000 € | Schwere Zwangsprostitution und Zuhälterei | AG Köln, 22.07.2025 – 650 Ls 320/24 |
| 3.000 € | Bruch eines Intrauterinpessars (Spirale) in der Gebärmutter, Ängste/psychische Beeinträchtigungen, Hysteroskopie unter Vollnarkose zur Entfernung der Bruchteile | OLG Brandenburg, 12.03.2026 – 10 U 53/25 |
| 2.850 € | Femurschaftfraktur (Oberschenkelbruch) rechts sowie multiple Prellungen und Schürfwunden | OLG Hamm, 08.11.2013 – 9 U 88/13 |
| 2.800 € | Schlüsselbeinbruch, Rippenbrüche (3-7), zwei Wochen Krankenhausaufenthalt, mehrwöchige Schmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen | OLG Köln, 08.11.2012 – 7 U 66/12 |
| 2.800 € | Schulterverletzung nach Sturz mit dem Fahrrad, Verschlimmerung einer arthrotischen Veränderung des Schultergelenks | OLG Saarbrücken, 15.12.2022 – 4 U 136/21 |
| 2.700 € | Hundebiss am linken Unterarm mit Riss-Quetschwunde, temporären Gefühlsstörungen, OP und sichtbarer Narbe | AG Frankenthal (Pfalz), 07.07.2016 – 3a C 66/16 |
| 2.625 € | Knöcherner Abriss am Dreiecksbein des linken Handgelenks, Prellmarke am Hinterkopf, Beeinträchtigungen an HWS, LWS und Hüfte, Bewegungseinschränkung | AG Charlottenburg, 31.10.2012 – 215 C 116/10 |
| 2.600 € | HWS-BWS-Syndrom, Syndesmophytenfraktur C2/C3, kurzzeitige stationäre Behandlung, Arbeitsunfähigkeit bis über zwei Monate | OLG Düsseldorf, 26.05.2003 – I-1 U 239/02 |
| 2.500 € | Körperliche Verletzungen durch einen Unfall als Fußgänger beim Überqueren der Straße | OLG Hamm, 20.03.2003 – 27 U 147/02 |
| 2.500 € | Tibiakopffraktur, Fibulaköpfchenfraktur, Sprunggelenksdistorsion und Unterschenkel-Phlebothrombose mit mehrwöchiger stationärer Behandlung und verbleibender Bandlockerung im Knie | LG Kleve, 18.05.2004 – 3 O 60/02 |
| 2.500 € | Zahlreiche Schürfungen und Prellungen mit Blutergüssen, Punktionen, Sensibilitätsstörung, Narben und Arbeitsunfähigkeit | OLG Düsseldorf, 08.11.2004 – I-18 U 101/02 |
| 2.500 € | Trimelläre Sprunggelenkfraktur mit Nekrosen und Gefahr von Spätschäden | OLG Hamm, 14.01.2005 – 9 U 116/03 |
Seite 8 von 12, nach Betrag absteigend sortiert.
Haushaltsführungsschaden neben dem Schmerzensgeld
Das Schmerzensgeld nach § 253 Absatz 2 BGB gleicht die immateriellen Folgen aus, also Schmerzen und Beeinträchtigung der Lebensführung. Wer den eigenen Haushalt wegen der Verletzung nicht mehr führen kann, hat daneben einen eigenen Anspruch auf Ersatz des Haushaltsführungsschadens. Der wird materiell berechnet, meist über die Stunden, die im Haushalt ausfallen, und einen Stundensatz für eine Ersatzkraft. Beide Posten stehen nebeneinander und werden getrennt beziffert. In 164 Urteilen dieser Tabelle geht das Gericht auf beide Posten ein: diese Urteile ansehen.
Woher die Zahlen kommen
Grundlage sind die 636.868 Entscheidungen dieser Datenbank. Ausgewertet wurden alle Entscheidungen ab 2002, in denen ein Schmerzensgeldbetrag in Euro genannt ist. Für jede Entscheidung wurde geprüft, ob das entscheidende Gericht den Betrag selbst zugesprochen hat; nur dann steht die Zeile in der Tabelle. Beträge, die nur gefordert, von einer anderen Instanz zugesprochen, aufgehoben oder aus fremden Entscheidungen zitiert wurden, bleiben außen vor. Jede Zeile ist zusätzlich gegen den Wortlaut der Entscheidung geprüft. Stand: 07.09.2026.
Quellen der ausgewerteten Entscheidungen: rechtsprechung-im-internet.de (Bundesgerichte), eigene Websites der Gerichte sowie Open Legal Data (Instanzgerichte, ODbL v1.0). Die Tabelle selbst steht unter derselben Lizenz.
Die Tabelle ersetzt keine rechtliche Beratung. Gerichte bemessen das Schmerzensgeld nach dem Einzelfall; frühere Beträge binden sie nicht. Bei Entscheidungen mit mehreren Verletzten ist der Betrag der hauptbetroffenen Person angegeben.