Schmerzensgeldtabelle Wirbelsäule und Nacken
94 Urteile · Median 3.600 Euro · 100 bis 300.000 Euro
Wie hoch das Schmerzensgeld ausfällt, entscheidet immer das Gericht im Einzelfall. Einen Anhaltspunkt geben aber die Beträge, die deutsche Gerichte in vergleichbaren Fällen zugesprochen haben. Diese Tabelle listet 94 solcher Beträge. Jede Zeile stammt aus einer Entscheidung, die in dieser Datenbank im Volltext liegt, und ist mit ihr verlinkt. Aufgenommen wird nur, was das entscheidende Gericht selbst zugesprochen hat, nicht die Forderung der klagenden Seite.
Beträge nach Verletzung
| Betrag | Verletzung und Folgen | Entscheidung |
|---|---|---|
| 300.000 € | Inkomplette links- und beinbetonte Tetraparese mit Rollstuhlpflichtigkeit, Spastiken, Sensibilitätsstörungen, Parästhesien sowie Blasen- und Mastdarmlähmung | LG Bonn, 20.01.2011 – 9 O 161/09 |
| 250.000 € | Bruch des 5. und 6. Brustwirbelkörpers mit entsprechender Querschnittslähmung der Beine, der Harnblase, des Mastdarms einschließlich Impotenz | LG Bonn, 15.03.2006 – 1 O 552/04 |
| 250.000 € | Rückenmarksverletzung mit inkomplettem Querschnittsyndrom, spastischer Lähmung, Blasen- und Mastdarmstörung sowie Aryknorpelverletzung nach Bandscheibenoperation | LG Münster, 01.03.2018 – 111 O 25/14 |
| 100.000 € | Verletzung der Halswirbel und infolgedessen Querschnittslähmung | OLG Hamm, 27.05.2009 – 11 U 175/07 |
| 100.000 € | Frische Lendenwirbelkörperfraktur (LWK 1) mit gravierenden Folgen nach Hochschleudern im Omnibus | OLG Hamm, 14.05.2012 – I-6 U 187/11 |
| 80.000 € | Bandscheibenvorfall mit operativer Fehlbehandlung, Lähmungserscheinungen, Dauerschmerzen, Einschränkung der Gehfähigkeit, Beeinträchtigung des Sexuallebens und Gesichtsnarben | LG Bielefeld, 15.04.2008 – 4 O 163/07 |
| 70.000 € | Rückenmarkskompression durch intraspinalen Abszess mit Querschnittsymptomatik, Blasen- und Darmfunktionsstörungen sowie Teillähmung beider Beine | LG Duisburg, 14.10.2010 – 3 O 249/07 |
| 70.000 € | Frakturen mehrerer Brust- und Lendenwirbel, Thoraxprellung, HWS-Zerrung, operative Eingriffe, erhebliche Dauerfolgen und Beweglichkeitseinschränkungen | LG Hagen, 20.06.2023 – 9 O 337/15 |
| 50.000 € | Unwirksame Aufklärung vor Wirbelsäulenoperationen, unnötige Eingriffe (PLIF) und Revisionsoperation, Schmerzen und funktionelle Beeinträchtigungen | OLG Hamm, 02.02.2024 – 26 U 36/23 |
| 40.000 € | Folgen rechtswidriger Wirbelsäulenoperationen und Chirotherapie, Schmerzen, Bewegungsbeeinträchtigungen, chronisches komplexes Schmerzsyndrom | OLG Köln, 30.05.2012 – 5 U 44/06 |
| 40.000 € | Schädigung des Conus medullaris (Conus-medullaris-Syndrom) mit Dauerschaden, asensible, hypokontraktive Blase sowie Mastdarmentleerungsstörung | OLG Köln, 23.05.2018 – 5 U 63/15 |
| 30.000 € | HWS-Trauma, zwei Operationen mit Versteifung der Halswirbelsäule, erhebliche Bewegungseinschränkung, 50% Schwerbehinderung, posttraumatische Belastungsstörung | OLG Celle, 23.10.2003 – 5 U 196/02 |
| 30.000 € | Fehlende Befunderhebung bei Knochenzyste an der Halswirbelsäule, dadurch drei Operationen, Wirbelersatz, Versteifung, Lungenembolie und verbliebenes Tumorrezidiv | OLG Schleswig, 04.04.2008 – 4 U 172/07 |
| 30.000 € | Verletzung der Halswirbelsäule durch Auffahrunfall, verbleibende Beschwerden und Beeinträchtigungen | KG, 26.03.2015 – 22 U 143/13 |
| 30.000 € | Komplizierter LWK-1-Berstungsbruch mit mehrmaligen Operationen, Wirbelsäulenversteifung, Sprunggelenk- und Fußwurzelbruch, leichtes Schädel-Hirn-Trauma, Anpassungsstörung | OLG Brandenburg, 06.12.2022 – 3 U 134/21 |
| 25.000 € | Inkomplette Querschnittssymptomatik mit totaler Parese beider Beine und des linken Armes sowie teilweiser Parese des rechten Armes, Rollstuhl- und Pflegebedürftigkeit | LG Bochum, 03.08.2005 – 6 O 150/05 |
| 25.000 € | Vorübergehende thorako-lumbale Rückenschmerzen und dauerhafte neuropathische Flankenschmerzen links nach fehlerhaft aufgeklärter Wirbelsäulenoperation. | OLG Köln, 21.09.2011 – 5 U 188/10 |
| 24.000 € | Fraktur des 12. Brustwirbelkörpers, starke Schmerzen, Folgeoperation an der Wirbelsäule, Verdacht auf Steißbeinprellung | OLG Köln, 09.01.2008 – 11 U 40/07 |
| 20.000 € | Instabile Lendenwirbelkörperfraktur (LWK 3), zwei Operationen mit Wirbelkörperversteifung, Reha-Maßnahme, Tragen von Korsett/Corsage, dauerhafte Schmerzen und Bewegungseinschränkung | LG Dortmund, 14.11.2008 – 12 O 264/06 |
| 20.000 € | Fraktur des 12. Brustwirbels, Spondylodese, chronisches Schmerzsyndrom, Neuropathie, Parästhesien, PTBS, Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule | LG Köln, 07.12.2022 – 3 O 176/19 |
| 15.000 € | Instabile Berstungsfraktur des LWK 1 (operativ versorgt), kleine knöcherne Absprengung am Trochanter major des linken Oberschenkels, Hämatom am rechten Oberschenkel | LG Wiesbaden, 17.03.2011 – 9 O 342/08 |
| 15.000 € | Fehlerhafte Behandlung einer HWS-Verletzung mit dauerhaften Beeinträchtigungen | OLG Brandenburg, 10.11.2022 – 12 U 45/17 |
| 13.000 € | Lendenwirbelkörperfraktur (Berstungsbruch) mit operativer Versorgung per Stab-/Schraubensystem, dauerhaften Funktionseinschränkungen und Schmerzen | LG Erfurt, 26.07.2013 – 10 O 1141/11 |
| 13.000 € | BWK-Läsion, Erwerbsminderung von 20 % über mehr als vier Jahre, verbleibende dauerhafte Beeinträchtigung | KG, 08.09.2017 – 4 U 57/16 |
| 12.500 € | Schwere HWS-Zerrung, Wirbelbogenfraktur, Schmerzverarbeitungsstörung, anderthalb Jahre Arbeitsunfähigkeit | LG Essen, 17.06.2004 – 18 O 100/01 |
| 12.500 € | Trümmerfraktur des 5. Lendenwirbelkörpers, Operationen, verbleibende Fußheberparese sowie dauerhafte Beschwerden an der Lendenwirbelsäule | OLG Saarbrücken, 31.05.2005 – 4 U 221/04 - 24/05 |
| 12.000 € | Doppelseitige vordere und nicht dislozierte hintere Atlasbogenfraktur, Kopfplatzwunde, 10 Wochen Halskrause, dadurch erzwungene Immobilität und dauerhafte Rollstuhlpflicht | OLG Dresden, 21.07.2023 – 1 U 2377/22 |
| 10.000 € | Kompressionsfraktur des 12. Brustwirbels, Stabilisierung mit Fixateur interne, ca. 50 cm lange Narbe, Reha-Maßnahme, verbleibende Schmerzen und Bewegungseinschränkungen möglich | OLG Hamm, 23.02.2002 – 13 U 59/02 |
| 10.000 € | Verstärkung von Rückenbeschwerden nach unbehandelter Fraktur des 12. BWK infolge Behandlungsverzögerung | LG Köln, 09.04.2008 – 25 O 526/05 |
| 10.000 € | Halswirbelkörperfraktur C5 und C6 sowie Bänderabriss C4/C5, zwei Operationen, Ängste vor Querschnittslähmung | OLG Köln, 30.03.2009 – 16 U 71/08 |
| 9.000 € | Stumpfes Bauchtrauma, Wadenprellung, LWS-Prellung, stabiler Bruch des 12. Brustwirbelkörpers mit vorübergehend sehr stark eingeschränkter Bewegungsfähigkeit | LG Köln, 16.02.2007 – 17 O 143/04 |
| 8.000 € | Berstungsbruch eines Lendenwirbelkörpers nach Sturz von einer Treppe | OLG Hamm, 24.09.2012 – I-6 U 16/12 |
| 7.700 € | HWS-Schleudertrauma, Kopf- und Nackenschmerzen, Motorikeinschränkung des linken Arms mit Sensibilitätsstörungen, monatelange Behandlung | OLG Düsseldorf, 17.11.2003 – I-1 U 81/02 |
| 7.500 € | Wirbelsäulenfraktur, Operationen, Versteifung T12/L1 und L1/L2, Restkyphosis, Gefühlsstörung am Oberschenkel, Weichgewebedefekt am Beckenkamm | LG Bonn, 21.10.2011 – 3 O 272/06 |
| 7.000 € | Bruch des zweiten Lendenwirbelkörpers, dauerhafte Teilversteifung der unteren Wirbelsäule, Postfusionssyndrom, Störung der Wirbelsäulenstatik mit Kyphorisierung | OLG Hamm, 18.12.2007 – 9 U 129/06 |
| 7.000 € | Fraktur des zweiten Lendenwirbelkörpers, mehrtägige stationäre Behandlung, mehrmonatige Schmerzen und Arbeitsunfähigkeit | LG Frankfurt am Main, 26.02.2020 – 2-04 O 289/19 |
| 6.000 € | HWS-Distorsion mit dauerhaften Schwindelattacken, viermonatige Arbeitsunfähigkeit und dreiwöchiger stationärer Klinikaufenthalt | OLG Saarbrücken, 28.06.2005 – 4 U 236/04 - 25/05 |
| 6.000 € | Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsäule mit Versteifungsnotwendigkeit, wiederholte Klinik- und Reha-Aufenthalte | LG Stuttgart, 08.04.2013 – 27 O 218/09 |
| 6.000 € | Trümmerfraktur des ersten Lendenwirbelkörpers, Versteifung, leichtgradig eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule, Beeinträchtigungen bei schwerer Arbeit | OLG Stuttgart, 10.02.2014 – 5 U 111/13 |
| 5.000 € | Halswirbelsäulen-Distorsion, Schulterprellung und unfallbedingte Bewegungseinschränkungen | OLG Köln, 04.09.2003 – 12 U 267/00 |
| 5.000 € | Verlängerung eines lokalen Schmerzsyndroms um acht Monate wegen unterlassener Stabilisierung nach Wirbelsäulenoperation (Pseudarthrose) | LG Bonn, 02.12.2010 – 9 O 408/09 |
| 5.000 € | Überflüssige Wirbelsäulenoperation wegen verbleibender Wurzelkompression, Narbenbildung und verbliebene Schmerzsymptomatik im Bein | LG Münster, 27.06.2013 – 111 O 126/11 |
| 5.000 € | Fraktur des 4. Lendenwirbelkörpers, Läsion der 8. und 9. Brustwirbelkörper, starke Schmerzen, erhebliche Bewegungsbeeinträchtigung | OLG Frankfurt am Main, 19.02.2015 – 22 U 113/13 |
| 5.000 € | Komplette Berstungsfraktur von BKW 6, nicht dislozierte Fraktur des Caput costae der 1. Rippe links, Operationen, dauerhafte Beschwerden | OLG Hamm, 27.02.2026 – 7 U 47/25 |
| 4.500 € | HWS-Beschleunigungsverletzung, Verstärkung degenerativer Vorschäden und Bandscheibenprolaps mit Dauerschaden (MDE 20%) | OLG Brandenburg, 11.11.2010 – 12 U 33/10 |
| 4.000 € | Unfallbedingte Gesundheitsbeeinträchtigungen bei gesundheitlicher Vorbelastung nach Auffahrunfall | OLG Brandenburg, 06.07.2023 – 12 U 28/22 |
| 3.700 € | HWS-Distorsion (Schleudertrauma), Aktivierung eines zuvor symptomfreien Bandscheibenvorfalls bzw. degenerativer Veränderungen, anhaltende Schmerzen | LG Nürnberg-Fürth, 23.12.2022 – 8 O 6883/21 |
| 3.500 € | Bruch des 9. Brustwirbelkörpers, erhebliche Bewegungseinschränkungen über mehrere Monate | OLG Hamm, 21.07.2008 – 6 U 60/08 |
| 3.500 € | HWS-Distorsion (Beschleunigungsverletzung) mit Steilstellung der Wirbelsäule, Tragen einer Schanzschen Krawatte für 6 Wochen und 3-wöchigem stationärem Klinikaufenthalt | OLG Frankfurt am Main, 31.08.2012 – 19 U 68/02 |
| 3.500 € | HWS-Schleudertrauma mit Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und mehrwöchiger Arbeitsunfähigkeit | AG Wiesbaden, 15.07.2014 – 91 C 60/2014 (84) |
| 3.000 € | Distorsionsschädigung der Halswirbelsäule mit leichter Irritation der Nervenwurzeln C 6/7, leicht chronifizierter Verlauf | OLG Düsseldorf, 30.06.2009 – I-1 U 161/08 |
| 3.000 € | HWS-Distorsion mit degressiven Beschwerden über nahezu 10 Monate, dreiwöchige stationäre Behandlung, ambulante Infiltrationstherapien | OLG Saarbrücken, 28.02.2013 – 4 U 587/10 - 182 |
| 3.000 € | HWS-Trauma mit Arbeitsunfähigkeit und dreitägiger stationärer Behandlung | LG Tübingen, 27.10.2015 – 5 O 155/14 |
| 3.000 € | Zerrung der HWS, Prellung des Rückens, vorübergehendes chronisches Schmerzsyndrom | OLG Brandenburg, 22.12.2015 – 12 U 20/12 |
| 2.600 € | HWS-BWS-Syndrom, Syndesmophytenfraktur C2/C3, kurzzeitige stationäre Behandlung, Arbeitsunfähigkeit bis über zwei Monate | OLG Düsseldorf, 26.05.2003 – I-1 U 239/02 |
| 2.500 € | HWS-Distorsion Schweregrad I mit verzögertem Heilungsverlauf und Beeinträchtigungen | OLG Düsseldorf, 01.04.2014 – I-1 U 57/13 |
| 1.500 € | Zerrung der Halswirbelsäule, erhebliche Dauer von Schmerzzuständen und psychisch vermittelte Unfallfolgen | OLG Hamm, 25.02.2003 – 27 U 211/01 |
| 1.500 € | Fraktur der 5. und 6. Rippe mit erheblichen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen | AG Köln, 05.07.2005 – 135 C 497/03 |
| 1.500 € | Leichtgradige Distorsionsschädigung der Halswirbelsäule bei erheblichen degenerativen Vorschäden, behandlungsintensiver Heilungsprozess, über 1,5 Monate Arbeitsunfähigkeit | OLG Düsseldorf, 29.08.2005 – I-1 U 11/05 |
| 1.500 € | Mittelschwere HWS-Verletzung (Stufe II nach Erdmann), Prellungen an BWS und Hüfte sowie Prellungen und Schürfwunden an Knie und Unterschenkel | LG Köln, 15.04.2008 – 8 O 270/06 |
| 1.500 € | HWS-Distorsion I. Grades sowie Schmerzsymptomatik im Bereich des Kapuzenmuskels mit Arbeitsunfähigkeit | OLG Düsseldorf, 21.12.2010 – I-1 U 112/10 |
| 1.500 € | Sechswöchige erhebliche Wirbelsäulenbeschwerden mit Krankschreibung nach Verkehrsunfall | OLG Karlsruhe, 24.06.2015 – 9 U 18/14 |
| 1.500 € | HWS-Distorsion 2. Grades mit Nackenschmerzen, Bewegungseinschränkung und Beeinträchtigung des Erholungsurlaubs für max. 3 Monate | AG Darmstadt, 28.04.2016 – 316 C 151/15 |
| 1.500 € | Verstauchung und Zerrung der Halswirbelsäule, Schwellungen, Hämatome, Druckschmerzen über Schienbeinvorderkanten und Sternum mit Bewegungseinschränkung, 5 Wochen AU | OLG Saarbrücken, 10.12.2020 – 4 U 9/20 |
| 1.200 € | HWS-Verletzung ersten bis zweiten Grades mit einem Monat vollständiger Arbeitsunfähigkeit | OLG Celle, 09.09.2004 – 14 U 32/04 |
| 1.000 € | Wirbelsäulen-, Kreuz- und Steißbeinprellung, chronische Coccygodynie (Dauerschaden mit GdB 10 %), zeitweise Arbeitsunfähigkeit | LG Kaiserslautern, 23.07.2002 – 1 S 11/01 |
| 1.000 € | Distorsion der Lendenwirbelsäule mit Ischialgie, schmerzhafte Infusionsbehandlungen und 17 Tage Arbeitsunfähigkeit | OLG Düsseldorf, 11.10.2004 – I-1 U 46/04 |
| 1.000 € | HWS-Distorsion, mehrwöchige Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen, Bewegungseinschränkungen, Schwindel, sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit | LG Dortmund, 06.11.2012 – 4 S 8/11 |
| 800 € | Stauchung und Zerrung der Brust- und Lendenwirbelsäule mit erheblichen Schmerzen bei Alltagsbelastungen, eine Woche Arbeitsunfähigkeit | OLG Düsseldorf, 12.12.2005 – I-1 U 100/05 |
| 800 € | Verbleib von Metallartefakten (Teile einer chirurgischen Nadel) im Lendenwirbelbereich nach Operation | LG Bochum, 01.04.2009 – 6 O 207/08 |
| 800 € | HWS-Schleudertrauma ersten Grades, körperliches Unwohlsein, eingeschränkte Belastbarkeit und Beklommenheit | LG Bielefeld, 28.11.2017 – 2 O 298/13 |
| 750 € | HWS-Distorsion und multiple Prellungen nach Motorradunfall, anfänglicher Verdacht auf Querschnittslähmung, Arbeitsunfähigkeit | AG Essen, 23.08.2005 – 24 C 436/04 |
| 700 € | Sinterungsfrakturen am 7. und 9. Brustwirbelkörper nach Sturz auf vereister Treppe, Schmerzen im Brustwirbelbereich | AG Lichtenberg, 29.02.2012 – 103 C 147/11 |
| 600 € | Leichtgradige HWS-Distorsion mit Kopfschmerzen, Schwindel und Steifheitsgefühl im Hals | OLG Frankfurt am Main, 20.02.2017 – 10 U 79/15 |
| 600 € | HWS-Distorsion nach Auffahrunfall, dreitägige Erwerbsunfähigkeit, mehrmonatige Einschränkungen und Behandlungsbedürftigkeit | AG Augsburg, 09.09.2022 – 25 C 4980/19 |
| 500 € | HWS-Distorsion mit Schmerzen im Rücken- und Schultergürtelbereich, Druckschmerzhaftigkeit im Nacken und Arbeitsunfähigkeit | OLG Saarbrücken, 16.12.2003 – 3 U 144/03 |
| 500 € | HWS-Distorsion und Prellungen, Beschwerden nach 3 Wochen abgeklungen | OLG Celle, 26.02.2004 – 14 U 200/03 |
| 500 € | Prellungen des Kopfes und des Nackens nach Sturz von defektem Stuhl | OLG Köln, 29.06.2016 – 5 U 87/15 |
| 500 € | HWS-Distorsion und kurzfristige stationäre Aufnahme zwecks Ausschlusses einer Plazentaablösung | OLG Düsseldorf, 09.01.2018 – I-1 U 1/17 |
| 500 € | Rechtswidriger Eingriff an der Lendenwirbelsäule (Nukleusaugmentation) aufgrund eines Aufklärungsfehlers | LG Dortmund, 17.08.2023 – 12 O 416/20 |
| 450 € | Leichtes HWS-Schleudertrauma mit vorübergehender Arbeitsunfähigkeit | OLG Koblenz, 14.04.2014 – 12 U 865/13 |
| 400 € | Reine HWS-Schmerzsymptomatik (Halswirbelschleudertrauma) ohne weitere äußere Verletzungen wie Prellungen oder Hämatome, beschränkt auf wenige Wochen. | LG Fulda, 16.06.2015 – 3 O 670/14 |
| 360 € | Halswirbeldistorsion II. Grades, Arbeitsunfähigkeit von ca. 2 Wochen, physiotherapeutische Behandlung und medikamentöse Schmerztherapie | OLG Düsseldorf, 21.11.2017 – I-1 U 44/17 |
| 300 € | Distorsion der Halswirbelsäule mit Nackenschmerzen, Verspannungen und Bewegungseinschränkung des Kopfes, Arbeitsunfähigkeit für etwa zwei Wochen | OLG Oldenburg, 01.03.2007 – 8 U 246/06 |
| 280 € | Leichtes HWS-Schleudertrauma sowie Prellungen | LG GieBen, 28.01.2016 – 5 O 212/15 |
| 260 € | HWS-Distorsion ersten Grades mit einwöchiger 100 %iger Beeinträchtigung | AG Erkelenz, 08.05.2002 – 16 C 5/01 |
| 250 € | Schleudertrauma der Halswirbelsäule mit zwei bis drei Wochen Beschwerden und Schmerzen bei arbeitsunfähiger Vorschädigung | AG Montabaur, 26.01.2010 – 5 C 142/09 |
| 250 € | Distorsion der Halswirbelsäule mit Muskelhartspann und Schmerzzuständen von geringer Intensität | AG Kassel, 22.01.2013 – 435 C 4494/12 |
| 250 € | Übelkeit, Schwindel, in den Schulterbereich ausstrahlende Nackenschmerzen, Tragen einer Halskrause, beschwerdefrei nach ca. 4,5 Wochen | KG, 31.01.2019 – 22 U 211/16 |
| 225 € | HWS-Distorsion, Prellungen der Brustwirbelsäule und Lumbosakralregion sowie des Beckens | LG Dortmund, 07.01.2014 – 21 O 359/12 |
| 200 € | HWS-Distorsion und Kontusion des linken Rückenbogens, eine Woche 100 % arbeitsunfähig | LG Siegen, 17.12.2002 – 1 O 126/01 |
| 150 € | Distorsion der Halswirbelsäule Grad I (Schleuderverletzung) mit 10 Tagen Erwerbsunfähigkeit zu mindestens 50% | KG, 02.09.2019 – 25 U 163/17 |
| 120 € | Verspannungen sowie Kopf- und Muskelschmerzen für einen Zeitraum von etwas mehr als einer Woche | OLG Saarbrücken, 03.02.2009 – 4 U 402/08 - 124 |
| 100 € | Leichte HWS-Distorsion und Thoraxprellung mit kurzzeitigen Beschwerden | LG Stuttgart, 29.10.2004 – 26 O 181/04 |
Haushaltsführungsschaden neben dem Schmerzensgeld
Das Schmerzensgeld nach § 253 Absatz 2 BGB gleicht die immateriellen Folgen aus, also Schmerzen und Beeinträchtigung der Lebensführung. Wer den eigenen Haushalt wegen der Verletzung nicht mehr führen kann, hat daneben einen eigenen Anspruch auf Ersatz des Haushaltsführungsschadens. Der wird materiell berechnet, meist über die Stunden, die im Haushalt ausfallen, und einen Stundensatz für eine Ersatzkraft. Beide Posten stehen nebeneinander und werden getrennt beziffert. In 164 Urteilen dieser Tabelle geht das Gericht auf beide Posten ein: diese Urteile ansehen.
Woher die Zahlen kommen
Grundlage sind die 611.847 Entscheidungen dieser Datenbank. Ausgewertet wurden alle Entscheidungen ab 2002, in denen ein Schmerzensgeldbetrag in Euro genannt ist. Für jede Entscheidung wurde geprüft, ob das entscheidende Gericht den Betrag selbst zugesprochen hat; nur dann steht die Zeile in der Tabelle. Beträge, die nur gefordert, von einer anderen Instanz zugesprochen, aufgehoben oder aus fremden Entscheidungen zitiert wurden, bleiben außen vor. Jede Zeile ist zusätzlich gegen den Wortlaut der Entscheidung geprüft. Stand: 07.09.2026.
Quellen der ausgewerteten Entscheidungen: rechtsprechung-im-internet.de (Bundesgerichte), eigene Websites der Gerichte sowie Open Legal Data (Instanzgerichte, ODbL v1.0). Die Tabelle selbst steht unter derselben Lizenz.
Die Tabelle ersetzt keine rechtliche Beratung. Gerichte bemessen das Schmerzensgeld nach dem Einzelfall; frühere Beträge binden sie nicht. Bei Entscheidungen mit mehreren Verletzten ist der Betrag der hauptbetroffenen Person angegeben.