Schmerzensgeldtabelle Behandlungsfehler
359 Urteile · Median 15.000 Euro · 200 bis 1.000.000 Euro
Wie hoch das Schmerzensgeld ausfällt, entscheidet immer das Gericht im Einzelfall. Einen Anhaltspunkt geben aber die Beträge, die deutsche Gerichte in vergleichbaren Fällen zugesprochen haben. Diese Tabelle listet 359 solcher Beträge. Jede Zeile stammt aus einer Entscheidung, die in dieser Datenbank im Volltext liegt, und ist mit ihr verlinkt. Aufgenommen wird nur, was das entscheidende Gericht selbst zugesprochen hat, nicht die Forderung der klagenden Seite.
Beträge nach Verletzung
| Betrag | Verletzung und Folgen | Entscheidung |
|---|---|---|
| 1.000.000 € | Schwerste körperliche Schädigung und Verlust jeglicher Perspektive auf ein normales Leben nach fehlerhafter Versorgung im Kindesalter | LG Limburg a.d. Lahn, 28.06.2021 – 1 O 45/15 |
| 800.000 € | Schwerer hypoxischer Hirnschaden mit apallischem Syndrom, spastischer Tetraparese, Epilepsie, Sprechverlust, Schluckstörung und dauerhafter rund-um-die-Uhr Pflegebedürftigkeit | LG GieBen, 06.11.2019 – 5 O 376/18 |
| 800.000 € | Schwere irreversiblere Hirnschädigung nach peripartaler Asphyxie, bilaterale spastische Tetraparese, Pflegegrad 5, Stuhl- und Harninkontinenz | LG Aurich, 05.12.2025 – 5 O 609/22 |
| 700.000 € | Tuberkulöse Meningoencephalitis mit schwersten geistigen und körperlichen Folgeschäden infolge behandlungsfehlerhaft verzögerter Diagnosestellung und fehlender Kombinationstherapie | LG Aachen, 30.11.2011 – 11 O 478/09 |
| 550.000 € | Schwerste hypoxisch-ischämische Encephalopathie nach Geburtsschaden mit spastischen Behinderungen, Epilepsie, Kontinenzverlust, Sehminderung und schwerer Intelligenzminderung | LG Frankfurt am Main, 05.02.2020 – 2-04 O 23/19 |
| 500.000 € | Schwerstbehinderung durch Geburtsfehler, Tetraspastik, Erblindung, cerebrale Krampfanfälle, Zerstörung der Empfindungsfähigkeit | OLG Hamm, 16.01.2002 – 3 U 156/00 |
| 500.000 € | Schwerste hypoxisch-ischämische Enzephalopathie mit Muskeltonusstörungen, Ernährungsstörungen nach erosiver Gastritis und zerebrale Krampfanfälle | OLG Hamm, 21.05.2003 – 3 U 122/02 |
| 500.000 € | Schwerste zerebrale Schädigung nach Herzstillstand, Wachkoma, tetraspastische Bewegungsstörung, Vollpflegebedürftigkeit, vollständige Zerstörung der Persönlichkeit | LG Mannheim, 13.02.2004 – 3 O 247/03 |
| 500.000 € | Schwerste hypoxische Hirnschädigung nach Behandlungsfehler bei der Geburt, schwerste tetraspastische dystone Bewegungsstörung, keine aktive Kommunikation möglich, Mikrozephalie | OLG Köln, 20.12.2006 – 5 U 130/01 |
| 500.000 € | Geburtsschaden, schwerste spastische Tetraparese, therapieresistente Epilepsie, hirnorganische Blindheit, schwerste geistige Behinderung, fehlende Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit | OLG Stuttgart, 09.09.2008 – 1 U 152/07 |
| 500.000 € | Geburtsschwerstschädigung mit schwerster Beeinträchtigung in allen Belangen | OLG Hamm, 14.09.2009 – 3 U 9/08 |
| 500.000 € | Hypoxischer Hirnschaden, zweieinhalb Wochen Koma, Schwerstpflegefall, linksbetonte Parese mit Spasmen, Sprach- und Schluckstörungen, erhebliche Hirnleistungsstörungen, Inkontinenz | OLG Hamm, 21.03.2017 – 26 U 122/09 |
| 500.000 € | Schwerster hypoxischer Hirnschaden, globale Entwicklungsstörung, Spastik, Magensonden-Ernährung, Schmerzen, Schlafstörungen, dauerhafte vollständige Pflegebedürftigkeit | OLG Frankfurt am Main, 05.04.2018 – 22 U 65/17 |
| 500.000 € | Schwere geistige Behinderung, Entwicklungsstörung, funktionelle Hör- und Sehbehinderung, epileptische Anfälle, Lebenslange Pflegebedürftigkeit infolge Hypoglykämie nach Geburt | OLG Hamm, 04.12.2018 – 26 U 9/16 |
| 500.000 € | Hypoxischer Hirnschaden nach Geburt, geistige und körperliche Schwerstbehinderung, zentrale Blindheit, dauerhafte Pflegebedürftigkeit, Ernährungsstörung mit PEG-Sonde | OLG Köln, 05.12.2018 – 5 U 24/18 |
| 500.000 € | Schwerste geburtstraumatische Hirnschädigung, spastische Tetraparese, kombinierte körperliche und geistige Entwicklungsstörung, Erblindung, lebenslange vollkommene Unselbstständigkeit | LG Dortmund, 16.01.2020 – 4 O 430/16 |
| 500.000 € | Schwerste Hirnschädigung nach perinataler Asphyxie, symptomatische fokale Epilepsie, Mikrozephalie, schwere psychomotorische Retardierung, zentrale Sehminderung, Spastiken | OLG Hamm, 17.12.2021 – 26 U 102/20 |
| 500.000 € | Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie nach Geburtsschaden mit schwerster geistiger und motorischer Entwicklungsverzögerung, Spastik, Epilepsie und dauerhafter Pflegebedürftigkeit | OLG Köln, 09.03.2026 – 5 U 5/24 |
| 450.000 € | Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie mit Hirnsubstanzdefekten, spastischer Tetraparese, therapieresistenter Epilepsie und schwersten motorischen und kognitiven Störungen | LG Köln, 23.03.2011 – 25 O 65/08 |
| 450.000 € | Hypoxische Hirnschädigung nach verzögerter Geburt, schwerste Entwicklungsstörungen, Pflegebedürftigkeit, künstliche Ernährung, stark eingeschränktes Seh- und Hörvermögen | LG Aachen, 10.01.2018 – 11 O 314/14 |
| 400.000 € | Schwerer andauernder Hirnschaden nach Herzinfarkt, Pflegestufe III (Härtefall), Hilflosigkeit bei allen Verrichtungen des täglichen Lebens | LG Bielefeld, 25.09.2007 – 4 O 522/05 |
| 400.000 € | Geburtsassoziierte Asphyxie durch Sauerstoffmangel mit postasphyktischer Enzephalopathie und schwerster körperlicher sowie geistiger Behinderung | OLG Hamm, 30.10.2015 – 26 U 130/08 |
| 400.000 € | Geburtsschaden durch Sauerstoffmangel, Einschränkungen beim Gehen, Hören und Miteinbezug am Leben, Besuch einer Förderschule | OLG Hamm, 19.03.2018 – 3 U 63/15 |
| 375.000 € | Schwerste Gehirnschädigung nach peripartaler Asphyxie bei Geburt, Blindheit, Taubheit, Krampfanfälle, völlige Hilflosigkeit und Pflegebedürftigkeit | LG Dortmund, 24.09.2008 – 4 O 159/04 |
| 375.000 € | Additive behandlungsbedingte Hirnschädigung bei Neugeborenem durch Sauerstoffmangel mit erheblicher Verstärkung einer bestehenden Behinderung | KG, 01.07.2019 – 20 U 103/13 |
| 350.000 € | Schwerste Hirnschädigung nach Geburtsfehler, Unfähigkeit sich fortzubewegen, zu sprechen oder selbstständig zu essen, weitgehende Zerstörung der Persönlichkeit | OLG Düsseldorf, 18.04.2013 – I-8 U 24/12 |
| 300.000 € | Schwerste asphyktische Geburtsschäden, schwerste geistige und körperliche Behinderung, Krampfanfälle, Seheinbußen, Hörverlust, keine Kommunikation, Magensonden-Ernährung | LG Dortmund, 15.11.2007 – 4 O 21/04 |
| 300.000 € | Schwere infantile Cerebralparese mit geistiger Behinderung, Tetraparese, Sprachentwicklungsrückstand und neurale Störung der Blasenkontrolle nach Geburtsfehler | OLG Oldenburg, 28.05.2008 – 5 U 28/06 |
| 300.000 € | Inkomplette links- und beinbetonte Tetraparese mit Rollstuhlpflichtigkeit, Spastiken, Sensibilitätsstörungen, Parästhesien sowie Blasen- und Mastdarmlähmung | LG Bonn, 20.01.2011 – 9 O 161/09 |
| 300.000 € | Hirnblutung, Schlaganfälle, Hydrocephalus, Bettlägerigkeit, vollständige Pflegebedürftigkeit, Inkontinenz, schwerste spastische Lähmung aller Extremitäten, Magensonde | OLG Frankfurt am Main, 11.02.2014 – 8 U 201/11 |
| 300.000 € | Geburtsschaden durch Sauerstoffunterversorgung mit spastischer Tetraplegie, Muskelhypertonie, Entwicklungsretardierung und Wahrnehmungsproblematik | OLG Hamm, 17.03.2015 – 26 U 108/13 |
| 300.000 € | Schwere perinatale Asphyxie, Gehirnschaden, infantile Zerebralparese, Mikrozephalie, kognitive und motorische Entwicklungsstörung, Epilepsie, dauerhafte Pflegebedürftigkeit | LG Berlin, 02.07.2020 – 6 O 425/12 |
| 300.000 € | Geburtsschaden durch Sauerstoffmangel, Hirnschädigung, kognitive und motorische Beeinträchtigungen, epileptische Anfälle, dauerhafte Betreuungsbedürftigkeit | OLG Rostock, 05.11.2021 – 5 U 119/13 |
| 260.000 € | Schwerster Geburtsschaden durch grobe Behandlungsfehler bei der Geburtsleitung | OLG Hamm, 16.01.2006 – 3 U 207/02 |
| 250.000 € | Ischämischer Mediainfarkt mit Hemiparese rechts, Aphasie, Peronäuslähmung, gravierenden geistigen Defiziten, Rollstuhl- und Dauerpflegebedürftigkeit | LG Münster, 26.02.2004 – 11 O 1027/02 |
| 250.000 € | Schwere körperliche und geistige Behinderung sowie cerebrales Anfallsleiden infolge vermeidbar zu spät therapiertem Hydrocephalus | LG Aurich, 18.11.2005 – 4 O 538/01 |
| 250.000 € | Sauerstoffmangel mit schwerem hypoxischem Hirnschaden nach fehlerhafter postoperativer Versorgung, Koma und darauffolgender Tod | LG Paderborn, 12.12.2008 – 2 O 467/06 |
| 250.000 € | Frühgeburt mit Hirnblutung IV, mehrfache Behinderung, ataktische Cerebralparese, Skoliose, Seheinschränkung, geistige Behinderung, Rollstuhlpflicht | OLG Frankfurt am Main, 01.11.2011 – 8 U 184/09 |
| 250.000 € | Schwere geburtshilfliche Schädigung, allgemeine geistige Entwicklungsstörung auf Niveau eines 7-8-jährigen Kindes, expressive Sprachentwicklungsstörung, Epilepsie, dauerhafte Pflegebedürftigkeit | OLG Hamm, 04.04.2017 – 26 U 88/16 |
| 250.000 € | Rückenmarksverletzung mit inkomplettem Querschnittsyndrom, spastischer Lähmung, Blasen- und Mastdarmstörung sowie Aryknorpelverletzung nach Bandscheibenoperation | LG Münster, 01.03.2018 – 111 O 25/14 |
| 200.000 € | Inkomplette Querschnittslähmung nach periradikulärer Lumbalinfiltration, Rollstuhlgebundenheit, Blasen- und Stuhlentleerungsstörungen (Anus praeter, Einmalkatheterismus) | OLG Köln, 12.01.2011 – 5 U 37/10 |
| 200.000 € | Schwere Hirnschädigung (Cerebralparese) nach fehlerhafter Geburtsbetreuung, psychomotorische Entwicklungsverzögerung, Feinmotorik- und Sprachstörungen, Mikrocephalie | OLG Düsseldorf, 17.03.2011 – I-8 U 108/09 |
| 200.000 € | Hypoxischer Hirnschaden, 100% Schwerbehinderung, Erwerbsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit, motorische Einschränkungen, Peronäusparese, Wahrnehmungs- und Orientierungsstörung | LG Essen, 04.01.2012 – 1 O 120/08 |
| 200.000 € | Sepsis, septischer Schock, hypoxisches Hirnödem, Schwerstbehinderung, Wachkoma/nicht ansprechbarer Zustand ohne Kommunikationsfähigkeit, dauerhafte Pflegebedürftigkeit. | OLG Düsseldorf, 15.03.2012 – I-8 U 161/10 |
| 200.000 € | Verkennung einer Schrumpfniere bei 15-Jähriger, 53 Operationen, zwei erfolglose Nierentransplantationen, dauerhafte Dialysepflicht | OLG Hamm, 03.07.2015 – 26 U 104/14 |
| 200.000 € | Hirnblutung, periventrikuläre Leukomalazie, körperliche sowie geistig-seelische Beeinträchtigungen mit Pflegestufe 2 | OLG Hamm, 13.10.2017 – 26 U 46/12 |
| 200.000 € | Behandlungsfehler bei Herz-Operation mit Primär- und Sekundärschädigungen sowie schweren dauerhaften gesundheitlichen Folgen und Einschränkungen der Lebensführung | LG Bochum, 14.11.2018 – 6 O 383/16 |
| 200.000 € | Faktische Erblindung eines jungen Erwachsenen nach Befunderhebungsfehlern | LG Bonn, 17.05.2023 – 9 O 109/20 |
| 190.000 € | Hirnschädigung nach perinataler Asphyxie, dauerhafte motorische Beeinträchtigungen, spastische Tetraplegie | LG Bielefeld, 11.06.2013 – 4 O 156/11 |
| 175.000 € | Schwere Hirnblutung nach Geburt, 100% Schwerbehinderung, fokale Epilepsie, spastische Triparese, deformierte Gelenke/Füße, ausgeprägte Sprachentwicklungsstörung | OLG Hamm, 30.01.2008 – 3 U 71/07 |
| 170.000 € | Amputation beider Unterschenkel nach Fasziotomie infolge postoperativer Heparin-induzierter Thrombozytopenie vom Typ II (HIT II) mit lebenslangen körperlichen und psychischen Folgen | LG Hamburg, 19.05.2021 – 336 O 76/17 |
| 153.387 € | Verlust der Persönlichkeit nach fehlerhaft behandeltem Kreislaufzusammenbruch im Anschluss an eine Operation | LG Bochum, 18.02.2002 – 6 O 321/97 |
| 150.000 € | Fehlbehandlung bei Sichelzellanämie, Toxizität durch Überdosierung, Innenohrschwerhörigkeit, Sehstörung, Lungengewebsschädigung, Herzmuskelschaden, Wachstumsstillstand | LG Bielefeld, 23.12.2008 – 4 O 413/06 |
| 150.000 € | Inkomplette Lähmung nach Hämatomausräumung, Gehfähigkeit nur mit Hilfsmitteln, Gefühlsstörungen, Blasenentleerungsstörung, depressive Episoden | OLG Hamm, 02.02.2021 – 26 U 54/19 |
| 130.000 € | Retinopathia praematurorum (ROP) nach Behandlungsfehler: Erblindung auf dem rechten Auge und hochgradige Sehbehinderung auf dem linken Auge (GdB 100%). | OLG Oldenburg, 01.03.2023 – 5 U 45/22 |
| 125.000 € | Verletzung und Komplikationen im Säuglingsalter nach operativer Behandlung einer Urachusfistel | OLG Hamm, 28.10.2002 – 3 U 200/01 |
| 120.000 € | Sepsis, akutes Nierenversagen, Verlust eines Großteils des Darms, Oberschenkelamputation rechts nach verspäteten Operationen | LG Köln, 11.07.2018 – 25 O 290/16 |
| 120.000 € | Schwere Sturzverletzungen mit Dauerschäden nach Suizidversuch aus 20 Metern Höhe infolge fehlerhafter psychiatrischer Behandlung, Leben in betreuter Wohnform | OLG Hamm, 20.12.2022 – 26 U 15/22 |
| 120.000 € | Verzögerte Diagnose eines malignen Melanoms mit Metastasierung, Polyneuropathie, Gangstörung, Hörstürzen, Gallengangstenose, Hepatitis und verschlechterter Überlebensprognose | LG Köln, 07.03.2023 – 3 O 125/20 |
| 110.000 € | Vorgeburtlich oder während der Geburt entstandene schwere Hirnschädigung | OLG Naumburg, 11.03.2010 – 1 U 36/09 |
| 100.000 € | Falsche Schädelöffnung aufgrund Seitenverwechslung, unnötige Gehirininspektion, Notwendigkeit einer Zweitoperation, Sehstörungen, Lähmungen und Gefühlsstörungen im Bein | OLG Stuttgart, 18.03.2003 – 1 U 81/02 |
| 100.000 € | Behandlungsfehlerbedingte, fast vollständige Erblindung auf beiden Augen (diabetische Retinopathie), Erwerbsunfähigkeit, erhebliche psychische Belastung | LG Koblenz, 24.03.2006 – 10 O 244/04 |
| 100.000 € | Vollständige Erblindung im frühen Kindesalter nach Behandlungsfehler bei Frühgeburt | OLG Düsseldorf, 22.02.2007 – I-8 U 17/05 |
| 100.000 € | Sauerstoffunterversorgung mit hypoxischem Hirnschaden, schweres hirnorganisches Psychosyndrom, vollständige Pflegebedürftigkeit, später verstorben | OLG Hamm, 01.09.2008 – 3 U 245/07 |
| 100.000 € | Rechtswidrige Entfernung von Geschlechtsorganen, Leben im falschen Geschlecht, schwere psychische Krise, chronische Harnwegsinfekte und Blasenentleerungsstörungen | LG Köln, 12.08.2009 – 25 O 179/07 |
| 100.000 € | Unbehandelter Schlaganfall mit dauerhafter rechtsseitiger armbetonter Hemiparese, Sprach- und Wortfindungsstörungen (Aphasie), Geschmacksstörung und erheblicher Pflegebedürftigkeit | LG Dortmund, 25.02.2010 – 4 O 165/07 |
| 100.000 € | Verzögerte Diagnose und Behandlung einer septischen Arthritis der Schulter, Abszess, septischer Schock, Koma, Mehrorganversagen, lange Intensivbehandlung, Dekubiti, letztlich Tod | LG Köln, 14.12.2010 – 3 O 257/08 |
| 100.000 € | Verzögerte Diagnose eines Melanoms mit deutlicher Verkürzung der Lebenserwartung und ca. dreijähriger Leidenszeit bis zum Tod | OLG Hamm, 27.10.2015 – 26 U 63/15 |
| 100.000 € | Akuter transmuraler Vorderwandinfarkt, Herzkreislaufstillstand, Reanimation, hypoxischer Hirnschaden mit Tetraspastik und zerebraler Krampfneigung, Langzeitbeatmung, Pflegebedürftigkeit | OLG Düsseldorf, 18.09.2025 – 8 U 112/22 |
| 90.000 € | Verletzung des Siebbeindaches und Hirnverletzung bei Operation, Duraläsion, wiederkehrende бактериelle Meningitis, geminderte Hirnleistungsfähigkeit, Operationsnotwendigkeiten | LG Neuruppin, 07.02.2020 – 3b O 25/14 |
| 85.000 € | Nichterkennung eines Kompartment-Syndroms mit Schmerzen, Missempfindungen in den Beinen, Geh- und Steheinschränkungen sowie möglichen Gelenkfolgeschäden | LG Köln, 11.06.2008 – 25 O 410/06 |
| 85.000 € | Funktionsverlust der Bauchspeicheldrüse, erhebliche Schädigung der transplantierten Niere mit chronischer Hämodialysepflichtigkeit und weiteren Folgebeschwerden | OLG Hamm, 23.11.2018 – 26 U 149/17 |
| 80.000 € | Bandscheibenvorfall mit operativer Fehlbehandlung, Lähmungserscheinungen, Dauerschmerzen, Einschränkung der Gehfähigkeit, Beeinträchtigung des Sexuallebens und Gesichtsnarben | LG Bielefeld, 15.04.2008 – 4 O 163/07 |
| 80.000 € | Schlaganfall durch unterlassene Befunderhebung, rechtsseitige hirnstrukturelle Schädigungen, latente Hemiparese, neuropsychologische Defizite, Poststroke-Depression | OLG Düsseldorf, 17.11.2011 – I-8 U 1/08 |
| 80.000 € | Femurfraktur nach Hüft-TEP-Implantation, zahlreiche Folgeoperationen, Infektionen, Gehunfähigkeit und Rollstuhlpflichtigkeit | OLG Köln, 10.01.2018 – 5 U 104/15 |
| 75.000 € | Schwerwiegende Revisionsoperation mit Entfernung fast des gesamten Dünndarms, Kurzdarmsymptomatik, schmerzhafte Mahlzeiten, permanente Durchfälle, 100% Erwerbsunfähigkeit | OLG Oldenburg, 16.05.2007 – 5 U 164/04 |
| 75.000 € | Kompartment-Syndrom nach Nieren-OP, Schmerzen bei Belastung im Bein und Fußgelenk, Bewegungseinschränkungen, Notwendigkeit weiterer Operationen und dauerhafter Physiotherapie | LG Köln, 19.03.2008 – 25 O 180/05 |
| 75.000 € | Verletzung des Gehirns durch Behandlungsfehler, Verlust des Geruchssinns, verringerte Reaktions- und Aufmerksamkeitsleistung, Orientierungsschwierigkeiten, Frontalhirnsyndrom | LG Köln, 17.06.2015 – 25 O 149/12 |
| 75.000 € | Fehlerhafte Behandlung eines Darmverschlusses, Dünndarmresektion, künstliche Darmausgänge, Narbenhernie und Folgeoperationen | LG Köln, 10.01.2017 – 3 O 272/10 |
| 75.000 € | Inkomplettes Kaudasyndrom mit Gehbeeinträchtigung, Paresen, Schmerzen, Impotenz, Blasenstörung, Schulterbeschwerden und reaktiv depressiver Entwicklung | OLG Hamm, 15.12.2017 – 26 U 3/14 |
| 75.000 € | Grobe Behandlungsfehler bei Neugeborenem, unnötige und verlängerte stationäre Intensivbehandlung, dauerhafte Magen-Darm-Beschwerden, Kontrolluntersuchungen | LG Bielefeld, 01.04.2022 – 4 O 172/18 |
| 75.000 € | Verzögert operiertes Cauda-Syndrom, Blasen- und Darmentleerungsstörungen mit Notwendigkeit der Selbstkatheterisierung, Sensibilitätsstörungen im Genitalbereich | OLG Hamm, 13.09.2024 – 26 U 183/23 |
| 75.000 € | Erb'sche Lähmung mit dauerhafter Lähmung des rechten Armes und erheblichen Bewegungseinschränkungen nach Schulterdystokie unter der Geburt | OLG Köln, 10.02.2025 – 5 U 33/23 |
| 75.000 € | Iatrogene Läsion des Nervus ischiadicus nach Injektion, dauerhafte Nervenschädigung mit Gehbeeinträchtigungen, Fußheberparese, neuropathischen Schmerzen und kognitiven Folgen | OLG Köln, 20.04.2026 – 5 U 122/25 |
| 70.000 € | Rückenmarkskompression durch intraspinalen Abszess mit Querschnittsymptomatik, Blasen- und Darmfunktionsstörungen sowie Teillähmung beider Beine | LG Duisburg, 14.10.2010 – 3 O 249/07 |
| 70.000 € | Querschnittsymptomatik nach Skoliose-Operation, zeitweilig Paraplegie und Blasen-Mastdarm-Lähmung, dauerhafte Blasen- und Mastdarmentleerungsstörungen | LG Bonn, 18.02.2011 – 9 O 192/09 |
| 70.000 € | Nichterkennung eines Prostatakarzinoms mit Fortschreiten der Krebserkrankung, Metastasenbildung und Notwendigkeit einer Chemotherapie | OLG Düsseldorf, 05.05.2011 – I-8 U 35/10 |
| 70.000 € | Langwieriger Krankheitsverlauf nach fehlerhafter Magenoperation, mehrere Folgeoperationen bis zur Magenteilresektion, langfristige stationäre Aufenthalte, dauerhafte abdominelle Schmerzen | OLG Hamm, 15.11.2016 – 26 U 37/14 |
| 65.000 € | Mediateilinfarkte nach fehlerhafter Behandlung, spastische distal betonte Armparese rechts, erhebliche Sprachstörung, dauerhaft verbliebener erheblicher Dauerschaden | LG Essen, 09.02.2015 – 1 O 241/12 |
| 60.000 € | Fehlbehandelte Ellenbogenverletzung (Radiusköpfchenfraktur) mit verbleibenden Operationsnarben, Bewegungseinschränkungen und künftigen Verschleißschäden. | LG Arnsberg, 15.03.2016 – 5 O 31/14 |
| 50.000 € | Schwere Verletzungen infolge eines Selbsttötungsversuchs bei schizophrenem Formenkreis aufgrund der Verletzung von Schutzpflichten durch Nervenklinik | OLG Düsseldorf, 21.03.2002 – I-8 U 48/01 |
| 50.000 € | Geburtstraumatische Armplexusläsion rechts, verkürzter rechter Arm (ca. 10 cm), mangelnde Anwinkelfähigkeit, Hand nur grobmotorisch nutzbar, dauerhafte Behinderung | LG Rottweil, 27.11.2003 – 2 O 537/01 |
| 50.000 € | Schäden an der Bauchdecke durch nicht indizierte Liposuktion, Vorfußamputation, mehrmonatige Isolationsbehandlung, psychische Beeinträchtigungen | LG Dortmund, 21.01.2010 – 4 O 77/05 |
| 50.000 € | Kniegelenksempyem, lokale Nekrose, dauerhaft entstelltes Bein, schmerzhafte Beweglichkeitsfehleinschränkung, Erwerbsminderung | OLG Düsseldorf, 23.02.2012 – I-8 U 170/10 |
| 50.000 € | Schlaganfall, Basilaristhrombose, Hirnstamminfarkt, Locked-In-Syndrom, vollständige Pflegebedürftigkeit | OLG Hamm, 12.08.2013 – 3 U 122/12 |
| 50.000 € | Verspätet behandelter Gefäßverschluss, mehrere Folgeoperationen, Amputation des rechten Oberschenkels bei akuter Lebensgefahr | OLG Naumburg, 13.02.2014 – 1 U 14/12 |
| 50.000 € | Grobe Behandlungfehlerhafte Zerstörung des Schulterdaches, Funktionsverlust der Schulter, multiple Nachoperationen und Schulterversteifung | OLG Hamm, 01.07.2014 – 26 U 4/13 |
| 50.000 € | Quadrizepsparese und Hüftbeugerparese beidseits nach fehlerhaft überlanger Operation mit Geh- und Stehunfähigkeit sowie persistierenden Schmerzen und Parästhesien | OLG Frankfurt am Main, 03.05.2016 – 8 U 224/12 |
| 50.000 € | Verfehltes Erkennen eines Kompartmentsyndroms mit nachfolgender Unterarmamputation, mehrfachen Operationen und Notwendigkeit einer Unterarmprothese | OLG Hamm, 13.06.2017 – 26 U 59/16 |
| 50.000 € | Prothesenlockerung nach fehlerhafter Verspannung, dauerhafte Schmerzen, erhebliche Einschränkung der Gehfähigkeit und Beweglichkeit des Hüftgelenks | OLG Köln, 23.05.2018 – 5 U 148/16 |
Seite 1 von 4, nach Betrag absteigend sortiert.
Haushaltsführungsschaden neben dem Schmerzensgeld
Das Schmerzensgeld nach § 253 Absatz 2 BGB gleicht die immateriellen Folgen aus, also Schmerzen und Beeinträchtigung der Lebensführung. Wer den eigenen Haushalt wegen der Verletzung nicht mehr führen kann, hat daneben einen eigenen Anspruch auf Ersatz des Haushaltsführungsschadens. Der wird materiell berechnet, meist über die Stunden, die im Haushalt ausfallen, und einen Stundensatz für eine Ersatzkraft. Beide Posten stehen nebeneinander und werden getrennt beziffert. In 164 Urteilen dieser Tabelle geht das Gericht auf beide Posten ein: diese Urteile ansehen.
Woher die Zahlen kommen
Grundlage sind die 638.849 Entscheidungen dieser Datenbank. Ausgewertet wurden alle Entscheidungen ab 2002, in denen ein Schmerzensgeldbetrag in Euro genannt ist. Für jede Entscheidung wurde geprüft, ob das entscheidende Gericht den Betrag selbst zugesprochen hat; nur dann steht die Zeile in der Tabelle. Beträge, die nur gefordert, von einer anderen Instanz zugesprochen, aufgehoben oder aus fremden Entscheidungen zitiert wurden, bleiben außen vor. Jede Zeile ist zusätzlich gegen den Wortlaut der Entscheidung geprüft. Stand: 07.09.2026.
Quellen der ausgewerteten Entscheidungen: rechtsprechung-im-internet.de (Bundesgerichte), eigene Websites der Gerichte sowie Open Legal Data (Instanzgerichte, ODbL v1.0). Die Tabelle selbst steht unter derselben Lizenz.
Die Tabelle ersetzt keine rechtliche Beratung. Gerichte bemessen das Schmerzensgeld nach dem Einzelfall; frühere Beträge binden sie nicht. Bei Entscheidungen mit mehreren Verletzten ist der Betrag der hauptbetroffenen Person angegeben.