Rechtsprechung

Schmerzensgeldtabelle

1.104 Urteile · Median 7.179 Euro · 100 bis 1.000.000 Euro

Wie hoch das Schmerzensgeld ausfällt, entscheidet immer das Gericht im Einzelfall. Einen Anhaltspunkt geben aber die Beträge, die deutsche Gerichte in vergleichbaren Fällen zugesprochen haben. Diese Tabelle listet 1.104 solcher Beträge. Jede Zeile stammt aus einer Entscheidung, die in dieser Datenbank im Volltext liegt, und ist mit ihr verlinkt. Aufgenommen wird nur, was das entscheidende Gericht selbst zugesprochen hat, nicht die Forderung der klagenden Seite.

Wie viel Schmerzensgeld nach einem Unfall?

Für Verkehrsunfälle enthält die Tabelle 307 Urteile. Der mittlere zugesprochene Betrag liegt bei 5.000 Euro, die Spanne reicht von 100 bis 500.000 Euro. Leichte Verletzungen wie eine Distorsion der Halswirbelsäule bewegen sich am unteren Ende, schwere Dauerschäden wie ein Schädel-Hirn-Trauma mit Pflegebedürftigkeit am oberen. Maßgeblich sind Art und Dauer der Beeinträchtigung, Dauerfolgen, das Verschulden und ein etwaiges Mitverschulden. Alle Urteile zu Verkehrsunfällen.

Beträge nach Verletzung

Schmerzensgeldtabelle
BetragVerletzung und FolgenEntscheidung
1.000.000 € Schwerste körperliche Schädigung und Verlust jeglicher Perspektive auf ein normales Leben nach fehlerhafter Versorgung im KindesalterMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler LG Limburg a.d. Lahn, 28.06.2021 – 1 O 45/15
800.000 € Schwerer hypoxischer Hirnschaden mit apallischem Syndrom, spastischer Tetraparese, Epilepsie, Sprechverlust, Schluckstörung und dauerhafter rund-um-die-Uhr PflegebedürftigkeitMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler LG GieBen, 06.11.2019 – 5 O 376/18
800.000 € Schwere irreversiblere Hirnschädigung nach peripartaler Asphyxie, bilaterale spastische Tetraparese, Pflegegrad 5, Stuhl- und HarninkontinenzGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler LG Aurich, 05.12.2025 – 5 O 609/22
700.000 € Tuberkulöse Meningoencephalitis mit schwersten geistigen und körperlichen Folgeschäden infolge behandlungsfehlerhaft verzögerter Diagnosestellung und fehlender KombinationstherapieGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler LG Aachen, 30.11.2011 – 11 O 478/09
550.000 € Schwerste hypoxisch-ischämische Encephalopathie nach Geburtsschaden mit spastischen Behinderungen, Epilepsie, Kontinenzverlust, Sehminderung und schwerer IntelligenzminderungGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler · Haushaltsführungsschaden LG Frankfurt am Main, 05.02.2020 – 2-04 O 23/19
500.000 € Schwerstbehinderung durch Geburtsfehler, Tetraspastik, Erblindung, cerebrale Krampfanfälle, Zerstörung der EmpfindungsfähigkeitGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 16.01.2002 – 3 U 156/00
500.000 € Schwerste hypoxisch-ischämische Enzephalopathie mit Muskeltonusstörungen, Ernährungsstörungen nach erosiver Gastritis und zerebrale KrampfanfälleGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 21.05.2003 – 3 U 122/02
500.000 € Schwerste zerebrale Schädigung nach Herzstillstand, Wachkoma, tetraspastische Bewegungsstörung, Vollpflegebedürftigkeit, vollständige Zerstörung der PersönlichkeitKopf und Gehirn · schwerst · Behandlungsfehler LG Mannheim, 13.02.2004 – 3 O 247/03
500.000 € Schwerste hypoxische Hirnschädigung nach Behandlungsfehler bei der Geburt, schwerste tetraspastische dystone Bewegungsstörung, keine aktive Kommunikation möglich, MikrozephalieGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Köln, 20.12.2006 – 5 U 130/01
500.000 € Geburtsschaden, schwerste spastische Tetraparese, therapieresistente Epilepsie, hirnorganische Blindheit, schwerste geistige Behinderung, fehlende Wahrnehmungs- und KommunikationsfähigkeitGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Stuttgart, 09.09.2008 – 1 U 152/07
500.000 € Schädel-Hirn-Trauma Grad IV-V mit Hirnödem, Koma, Hydrocephalus und schwersten dauerhaften HirnschädenKopf und Gehirn · schwerst · Verkehrsunfall LG Münster, 17.04.2009 – 016 O 532/07
500.000 € Geburtsschwerstschädigung mit schwerster Beeinträchtigung in allen BelangenGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 14.09.2009 – 3 U 9/08
500.000 € Schädelknochenbruch und schwerste Gehirnschädigung (95 % abgestorben), Erblindung, Pflegebedürftigkeit wie im Wachkoma, begrenzte LebenserwartungKopf und Gehirn · schwerst · Gewalttat LG GieBen, 07.05.2015 – 1 KLs - 604 Js 29856/14
500.000 € Hypoxischer Hirnschaden, zweieinhalb Wochen Koma, Schwerstpflegefall, linksbetonte Parese mit Spasmen, Sprach- und Schluckstörungen, erhebliche Hirnleistungsstörungen, InkontinenzKopf und Gehirn · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 21.03.2017 – 26 U 122/09
500.000 € Schwerster hypoxischer Hirnschaden, globale Entwicklungsstörung, Spastik, Magensonden-Ernährung, Schmerzen, Schlafstörungen, dauerhafte vollständige PflegebedürftigkeitMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler OLG Frankfurt am Main, 05.04.2018 – 22 U 65/17
500.000 € Schwere geistige Behinderung, Entwicklungsstörung, funktionelle Hör- und Sehbehinderung, epileptische Anfälle, Lebenslange Pflegebedürftigkeit infolge Hypoglykämie nach GeburtGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 04.12.2018 – 26 U 9/16
500.000 € Hypoxischer Hirnschaden nach Geburt, geistige und körperliche Schwerstbehinderung, zentrale Blindheit, dauerhafte Pflegebedürftigkeit, Ernährungsstörung mit PEG-SondeGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Köln, 05.12.2018 – 5 U 24/18
500.000 € Schwerste geburtstraumatische Hirnschädigung, spastische Tetraparese, kombinierte körperliche und geistige Entwicklungsstörung, Erblindung, lebenslange vollkommene UnselbstständigkeitGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler LG Dortmund, 16.01.2020 – 4 O 430/16
500.000 € Hypoxischer Hirnschaden mit spastischer Tetraparese, visuellen Wahrnehmungsstörungen, Rollstuhl- und PflegebedürftigkeitMehrfachverletzungen · schwerst OLG Frankfurt am Main, 29.07.2021 – 1 U 7/17
500.000 € Schwerste Hirnschädigung nach perinataler Asphyxie, symptomatische fokale Epilepsie, Mikrozephalie, schwere psychomotorische Retardierung, zentrale Sehminderung, SpastikenGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 17.12.2021 – 26 U 102/20
500.000 € Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie nach Geburtsschaden mit schwerster geistiger und motorischer Entwicklungsverzögerung, Spastik, Epilepsie und dauerhafter PflegebedürftigkeitGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Köln, 09.03.2026 – 5 U 5/24
450.000 € Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie mit Hirnsubstanzdefekten, spastischer Tetraparese, therapieresistenter Epilepsie und schwersten motorischen und kognitiven StörungenMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler LG Köln, 23.03.2011 – 25 O 65/08
450.000 € Hypoxische Hirnschädigung nach verzögerter Geburt, schwerste Entwicklungsstörungen, Pflegebedürftigkeit, künstliche Ernährung, stark eingeschränktes Seh- und HörvermögenGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler LG Aachen, 10.01.2018 – 11 O 314/14
400.000 € Schwerer andauernder Hirnschaden nach Herzinfarkt, Pflegestufe III (Härtefall), Hilflosigkeit bei allen Verrichtungen des täglichen LebensKopf und Gehirn · schwerst · Behandlungsfehler LG Bielefeld, 25.09.2007 – 4 O 522/05
400.000 € Geburtsassoziierte Asphyxie durch Sauerstoffmangel mit postasphyktischer Enzephalopathie und schwerster körperlicher sowie geistiger BehinderungGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 30.10.2015 – 26 U 130/08
400.000 € Geburtsschaden durch Sauerstoffmangel, Einschränkungen beim Gehen, Hören und Miteinbezug am Leben, Besuch einer FörderschuleGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 19.03.2018 – 3 U 63/15
375.000 € Schwerste Gehirnschädigung nach peripartaler Asphyxie bei Geburt, Blindheit, Taubheit, Krampfanfälle, völlige Hilflosigkeit und PflegebedürftigkeitGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler LG Dortmund, 24.09.2008 – 4 O 159/04
375.000 € Additive behandlungsbedingte Hirnschädigung bei Neugeborenem durch Sauerstoffmangel mit erheblicher Verstärkung einer bestehenden BehinderungGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler KG, 01.07.2019 – 20 U 103/13
350.000 € Schwerste Hirnschädigung nach Geburtsfehler, Unfähigkeit sich fortzubewegen, zu sprechen oder selbstständig zu essen, weitgehende Zerstörung der PersönlichkeitGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Düsseldorf, 18.04.2013 – I-8 U 24/12
325.000 € Hohe Halsmarklähmung (Tetraplegie), vollständige Blasen- und Mastdarmlähmung, gelähmte Brust- und Zwischenrippenmuskulatur nach HWS-Verletzung bei 15 Monate altem KleinkindMehrfachverletzungen · schwerst · Verkehrsunfall OLG Düsseldorf, 11.02.2008 – I-1 U 128/07
300.000 € Schwerste asphyktische Geburtsschäden, schwerste geistige und körperliche Behinderung, Krampfanfälle, Seheinbußen, Hörverlust, keine Kommunikation, Magensonden-ErnährungGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler LG Dortmund, 15.11.2007 – 4 O 21/04
300.000 € Schwere infantile Cerebralparese mit geistiger Behinderung, Tetraparese, Sprachentwicklungsrückstand und neurale Störung der Blasenkontrolle nach GeburtsfehlerGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Oldenburg, 28.05.2008 – 5 U 28/06
300.000 € Inkomplette links- und beinbetonte Tetraparese mit Rollstuhlpflichtigkeit, Spastiken, Sensibilitätsstörungen, Parästhesien sowie Blasen- und MastdarmlähmungWirbelsäule und Nacken · schwerst · Behandlungsfehler LG Bonn, 20.01.2011 – 9 O 161/09
300.000 € Hirnblutung, Schlaganfälle, Hydrocephalus, Bettlägerigkeit, vollständige Pflegebedürftigkeit, Inkontinenz, schwerste spastische Lähmung aller Extremitäten, MagensondeMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler OLG Frankfurt am Main, 11.02.2014 – 8 U 201/11
300.000 € Geburtsschaden durch Sauerstoffunterversorgung mit spastischer Tetraplegie, Muskelhypertonie, Entwicklungsretardierung und WahrnehmungsproblematikGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 17.03.2015 – 26 U 108/13
300.000 € Schwere perinatale Asphyxie, Gehirnschaden, infantile Zerebralparese, Mikrozephalie, kognitive und motorische Entwicklungsstörung, Epilepsie, dauerhafte PflegebedürftigkeitGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler LG Berlin, 02.07.2020 – 6 O 425/12
300.000 € Geburtsschaden durch Sauerstoffmangel, Hirnschädigung, kognitive und motorische Beeinträchtigungen, epileptische Anfälle, dauerhafte BetreuungsbedürftigkeitGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Rostock, 05.11.2021 – 5 U 119/13
300.000 € Jahrelanger, vielfacher sexueller Missbrauch, Vergewaltigungen, posttraumatische Belastungsstörung, schwere psychische FolgenPsychische Folgen · schwerst · Gewalttat LG Köln, 13.06.2023 – 5 O 197/22
260.000 € Schwerster Geburtsschaden durch grobe Behandlungsfehler bei der GeburtsleitungGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 16.01.2006 – 3 U 207/02
250.000 € Ischämischer Mediainfarkt mit Hemiparese rechts, Aphasie, Peronäuslähmung, gravierenden geistigen Defiziten, Rollstuhl- und DauerpflegebedürftigkeitMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler · Haushaltsführungsschaden LG Münster, 26.02.2004 – 11 O 1027/02
250.000 € Schwere körperliche und geistige Behinderung sowie cerebrales Anfallsleiden infolge vermeidbar zu spät therapiertem HydrocephalusMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler LG Aurich, 18.11.2005 – 4 O 538/01
250.000 € Bruch des 5. und 6. Brustwirbelkörpers mit entsprechender Querschnittslähmung der Beine, der Harnblase, des Mastdarms einschließlich ImpotenzWirbelsäule und Nacken · schwerst · Verkehrssicherungspflicht LG Bonn, 15.03.2006 – 1 O 552/04
250.000 € Schädel-Hirn-Trauma 3. Grades, Querschnittslähmung, Felsenbeinfraktur, Blasen-/Mastdarmentleerungsstörung, Verlust Geruchs-/Geschmackssinn, hirnorganisches PsychosyndromMehrfachverletzungen · schwerst · Arbeitsunfall ArbG Paderborn, 26.10.2006 – 1 Ca 555/06
250.000 € Sauerstoffmangel mit schwerem hypoxischem Hirnschaden nach fehlerhafter postoperativer Versorgung, Koma und darauffolgender TodMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler LG Paderborn, 12.12.2008 – 2 O 467/06
250.000 € Frühgeburt mit Hirnblutung IV, mehrfache Behinderung, ataktische Cerebralparese, Skoliose, Seheinschränkung, geistige Behinderung, RollstuhlpflichtGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Frankfurt am Main, 01.11.2011 – 8 U 184/09
250.000 € Schwere geburtshilfliche Schädigung, allgemeine geistige Entwicklungsstörung auf Niveau eines 7-8-jährigen Kindes, expressive Sprachentwicklungsstörung, Epilepsie, dauerhafte PflegebedürftigkeitGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 04.04.2017 – 26 U 88/16
250.000 € Rückenmarksverletzung mit inkomplettem Querschnittsyndrom, spastischer Lähmung, Blasen- und Mastdarmstörung sowie Aryknorpelverletzung nach BandscheibenoperationWirbelsäule und Nacken · schwerst · Behandlungsfehler LG Münster, 01.03.2018 – 111 O 25/14
200.000 € Inkomplette Querschnittslähmung nach periradikulärer Lumbalinfiltration, Rollstuhlgebundenheit, Blasen- und Stuhlentleerungsstörungen (Anus praeter, Einmalkatheterismus)Mehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler · Haushaltsführungsschaden OLG Köln, 12.01.2011 – 5 U 37/10
200.000 € Schwere Hirnschädigung (Cerebralparese) nach fehlerhafter Geburtsbetreuung, psychomotorische Entwicklungsverzögerung, Feinmotorik- und Sprachstörungen, MikrocephalieGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Düsseldorf, 17.03.2011 – I-8 U 108/09
200.000 € Hypoxischer Hirnschaden, 100% Schwerbehinderung, Erwerbsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit, motorische Einschränkungen, Peronäusparese, Wahrnehmungs- und OrientierungsstörungMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler LG Essen, 04.01.2012 – 1 O 120/08
200.000 € Sepsis, septischer Schock, hypoxisches Hirnödem, Schwerstbehinderung, Wachkoma/nicht ansprechbarer Zustand ohne Kommunikationsfähigkeit, dauerhafte Pflegebedürftigkeit.Mehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler OLG Düsseldorf, 15.03.2012 – I-8 U 161/10
200.000 € Verkennung einer Schrumpfniere bei 15-Jähriger, 53 Operationen, zwei erfolglose Nierentransplantationen, dauerhafte DialysepflichtInnere Organe · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 03.07.2015 – 26 U 104/14
200.000 € Hirnblutung, periventrikuläre Leukomalazie, körperliche sowie geistig-seelische Beeinträchtigungen mit Pflegestufe 2Geburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 13.10.2017 – 26 U 46/12
200.000 € Schweres offenes Schädel-Hirn-Trauma 3. Grades mit Kalottenfrakturen, beiderseitige Lungenkontusion, Knieprellung, dauerhafte Hemiparese rechts, posttraumatische EpilepsieMehrfachverletzungen · schwerst LG Arnsberg, 16.02.2018 – 2 O 354/15
200.000 € Behandlungsfehler bei Herz-Operation mit Primär- und Sekundärschädigungen sowie schweren dauerhaften gesundheitlichen Folgen und Einschränkungen der LebensführungInnere Organe · schwerst · Behandlungsfehler LG Bochum, 14.11.2018 – 6 O 383/16
200.000 € Offene Unterschenkelfraktur, Bandausriss am Wadenbein, Sprunggelenksruptur, Gehirnblutung, über 500 Tage Krankenhausaufenthalt, zahlreiche Operationen, Unterschenkelamputation.Beine und Füße · schwerst · Verkehrsunfall · Haushaltsführungsschaden OLG Frankfurt am Main, 04.06.2020 – 22 U 244/19
200.000 € Faktische Erblindung eines jungen Erwachsenen nach BefunderhebungsfehlernAugen und Ohren · schwerst · Behandlungsfehler LG Bonn, 17.05.2023 – 9 O 109/20
190.000 € Hirnschädigung nach perinataler Asphyxie, dauerhafte motorische Beeinträchtigungen, spastische TetraplegieGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler LG Bielefeld, 11.06.2013 – 4 O 156/11
180.000 € Traumatische subtotale Amputation des linken Armes, Plexusausriss, multiple Frakturen (Hals-/Brustwirbel, Rippen), Lungenquetschung, Schlaganfälle mit Lähmung und AphasieMehrfachverletzungen · schwerst · Verkehrsunfall OLG Schleswig, 29.11.2018 – 7 U 22/18
175.000 € Schwere Hirnblutung nach Geburt, 100% Schwerbehinderung, fokale Epilepsie, spastische Triparese, deformierte Gelenke/Füße, ausgeprägte SprachentwicklungsstörungMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 30.01.2008 – 3 U 71/07
170.000 € Amputation beider Unterschenkel nach Fasziotomie infolge postoperativer Heparin-induzierter Thrombozytopenie vom Typ II (HIT II) mit lebenslangen körperlichen und psychischen FolgenMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler · Haushaltsführungsschaden LG Hamburg, 19.05.2021 – 336 O 76/17
160.000 € Inkomplette Paraparese, Rollstuhlpflicht, erhebliche Blasen- und Mastdarmentleerungsstörungen, spastische Verkrampfungen, sehr schwere Verletzung des rechten BeinsMehrfachverletzungen · schwerst · Verkehrsunfall OLG München, 28.07.2022 – 24 U 404/21
153.387 € Verlust der Persönlichkeit nach fehlerhaft behandeltem Kreislaufzusammenbruch im Anschluss an eine OperationMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler · Haushaltsführungsschaden LG Bochum, 18.02.2002 – 6 O 321/97
150.000 € Fehlbehandlung bei Sichelzellanämie, Toxizität durch Überdosierung, Innenohrschwerhörigkeit, Sehstörung, Lungengewebsschädigung, Herzmuskelschaden, WachstumsstillstandMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler LG Bielefeld, 23.12.2008 – 4 O 413/06
150.000 € Schädel-Hirn-Trauma mit intracranieller Blutung, Dens-Fraktur, gravierende motorische und Hirnleistungsdefizite, Wesensveränderung, DauerpflegebedürftigkeitKopf und Gehirn · schwerst · Verkehrsunfall · Haushaltsführungsschaden LG Stendal, 24.07.2013 – 21 O 151/11
150.000 € Schwere Brandverletzungen mit Entstellungen durch vorsätzliches Anzünden mit Spiritus, Narben an Hals, linkem Arm und linker HandHaut und Narben · schwerst · Gewalttat LG Bielefeld, 08.06.2018 – 3 O 353/15
150.000 € Schwere Verletzungen im Bereich von Thorax, Abdomen und rechtem Bein mit Oberschenkelamputation, chronisches Schmerzsyndrom, Organ- und GewebeschädenMehrfachverletzungen · schwerst · Verkehrsunfall · Haushaltsführungsschaden LG Darmstadt, 21.08.2020 – 29 O 167/18
150.000 € Inkomplette Lähmung nach Hämatomausräumung, Gehfähigkeit nur mit Hilfsmitteln, Gefühlsstörungen, Blasenentleerungsstörung, depressive EpisodenMehrfachverletzungen · schwer · Behandlungsfehler OLG Hamm, 02.02.2021 – 26 U 54/19
150.000 € Schwere Brandverletzungen durch Stromschlag, Amputation des linken Arms und beider UnterschenkelMehrfachverletzungen · schwerst LG Oldenburg (Oldenburg), 01.12.2023 – 2 O 2383/15
130.000 € Schweres Schädel-Hirn-Trauma mit Hirnschädigung, Leberriss, Milzextirpation, Unterkiefer- und Hüftgelenkspfannenfraktur, erhebliche DauerfolgenMehrfachverletzungen · schwerst · Verkehrsunfall OLG Celle, 16.09.2009 – 14 U 71/06
130.000 € Retinopathia praematurorum (ROP) nach Behandlungsfehler: Erblindung auf dem rechten Auge und hochgradige Sehbehinderung auf dem linken Auge (GdB 100%).Augen und Ohren · schwerst · Behandlungsfehler OLG Oldenburg, 01.03.2023 – 5 U 45/22
125.000 € Verletzung und Komplikationen im Säuglingsalter nach operativer Behandlung einer UrachusfistelMehrfachverletzungen · schwer · Behandlungsfehler OLG Hamm, 28.10.2002 – 3 U 200/01
125.000 € Beckenfraktur, Tibiaplateau-Trümmerfraktur, offene Tibiaschaftfraktur, Lungenembolie, Beinvenenthrombose, Gehbehinderung, depressive Episode, Störung des Körperbildes, erektile DysfunktionMehrfachverletzungen · schwerst · Verkehrsunfall · Haushaltsführungsschaden OLG Hamm, 13.01.2017 – 26 U 6/16
120.000 € Sepsis, akutes Nierenversagen, Verlust eines Großteils des Darms, Oberschenkelamputation rechts nach verspäteten OperationenMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler · Haushaltsführungsschaden LG Köln, 11.07.2018 – 25 O 290/16
120.000 € Schwere Sturzverletzungen mit Dauerschäden nach Suizidversuch aus 20 Metern Höhe infolge fehlerhafter psychiatrischer Behandlung, Leben in betreuter WohnformMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 20.12.2022 – 26 U 15/22
120.000 € Verzögerte Diagnose eines malignen Melanoms mit Metastasierung, Polyneuropathie, Gangstörung, Hörstürzen, Gallengangstenose, Hepatitis und verschlechterter ÜberlebensprognoseMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler LG Köln, 07.03.2023 – 3 O 125/20
120.000 € Drittgradige offene Unterschenkelfraktur, Dauerschmerzen, erhebliche psychische Folgen, Arbeitsunfähigkeit, zahlreiche Operationen und 10 Monate stationäre BehandlungMehrfachverletzungen · schwerst · Verkehrsunfall OLG Stuttgart, 20.02.2024 – 10 U 76/23
115.000 € Schweres Schädel-Hirn-Trauma mit hirnorganischem Psychosyndrom, dauerhafte Einschränkungen der Lebensführung, Gleichgewichtsstörungen, GesichtsdodeformierungKopf und Gehirn · schwerst · Verkehrsunfall OLG Brandenburg, 04.11.2010 – 12 U 35/10
110.000 € Vorgeburtlich oder während der Geburt entstandene schwere HirnschädigungGeburtsschaden · schwerst · Behandlungsfehler OLG Naumburg, 11.03.2010 – 1 U 36/09
110.000 € Schädel-Hirn-Trauma 3. Grades mit Kontusionsblutung, Hirnödem, Orbitaldachfraktur, Koma, epileptischer Anfall, dauerhaftes hirnorganisches PsychosyndromMehrfachverletzungen · schwerst · Gewalttat LG Köln, 06.05.2010 – 29 O 4/09
105.000 € Offenes Schädel-Hirn-Trauma 2. Grades, Thoraxtrauma, Lungenkontusion, multiple Frakturen u. a. von Oberschenkel, Fersenbein, Fußwurzel, Außenknöchel und HandwurzelMehrfachverletzungen · schwerst · Verkehrsunfall LG Lübeck, 07.03.2025 – 10 O 300/23
100.000 € Falsche Schädelöffnung aufgrund Seitenverwechslung, unnötige Gehirininspektion, Notwendigkeit einer Zweitoperation, Sehstörungen, Lähmungen und Gefühlsstörungen im BeinKopf und Gehirn · schwer · Behandlungsfehler OLG Stuttgart, 18.03.2003 – 1 U 81/02
100.000 € Schwere Brandverletzungen 2. und 3. Grades an ca. 33 % der Körperoberfläche, Lebensgefahr, künstliche Beatmung, mehrere Hauttransplantationen, BewegungseinschränkungenHaut und Narben · schwerst · Verkehrssicherungspflicht LG Bochum, 09.07.2004 – 5 O 310/01
100.000 € Behandlungsfehlerbedingte, fast vollständige Erblindung auf beiden Augen (diabetische Retinopathie), Erwerbsunfähigkeit, erhebliche psychische BelastungAugen und Ohren · schwerst · Behandlungsfehler LG Koblenz, 24.03.2006 – 10 O 244/04
100.000 € Vollständige Erblindung im frühen Kindesalter nach Behandlungsfehler bei FrühgeburtAugen und Ohren · schwerst · Behandlungsfehler OLG Düsseldorf, 22.02.2007 – I-8 U 17/05
100.000 € Sauerstoffunterversorgung mit hypoxischem Hirnschaden, schweres hirnorganisches Psychosyndrom, vollständige Pflegebedürftigkeit, später verstorbenKopf und Gehirn · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 01.09.2008 – 3 U 245/07
100.000 € Verletzung der Halswirbel und infolgedessen QuerschnittslähmungWirbelsäule und Nacken · schwerst OLG Hamm, 27.05.2009 – 11 U 175/07
100.000 € Rechtswidrige Entfernung von Geschlechtsorganen, Leben im falschen Geschlecht, schwere psychische Krise, chronische Harnwegsinfekte und BlasenentleerungsstörungenInnere Organe · schwerst · Behandlungsfehler LG Köln, 12.08.2009 – 25 O 179/07
100.000 € Unbehandelter Schlaganfall mit dauerhafter rechtsseitiger armbetonter Hemiparese, Sprach- und Wortfindungsstörungen (Aphasie), Geschmacksstörung und erheblicher PflegebedürftigkeitMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler · Haushaltsführungsschaden LG Dortmund, 25.02.2010 – 4 O 165/07
100.000 € Verzögerte Diagnose und Behandlung einer septischen Arthritis der Schulter, Abszess, septischer Schock, Koma, Mehrorganversagen, lange Intensivbehandlung, Dekubiti, letztlich TodMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler · Haushaltsführungsschaden LG Köln, 14.12.2010 – 3 O 257/08
100.000 € Frische Lendenwirbelkörperfraktur (LWK 1) mit gravierenden Folgen nach Hochschleudern im OmnibusWirbelsäule und Nacken · schwer · Verkehrsunfall · Haushaltsführungsschaden OLG Hamm, 14.05.2012 – I-6 U 187/11
100.000 € Verzögerte Diagnose eines Melanoms mit deutlicher Verkürzung der Lebenserwartung und ca. dreijähriger Leidenszeit bis zum TodTod und Hinterbliebene · schwerst · Behandlungsfehler OLG Hamm, 27.10.2015 – 26 U 63/15
100.000 € Schwere Verletzungen nach Verkehrsunfall, zahlreiche Krankenhausaufenthalte und Operationen, dauerhafte ArbeitsunfähigkeitMehrfachverletzungen · schwerst · Verkehrsunfall LG Darmstadt, 17.09.2019 – 2 O 227/14
100.000 € Pfeilerfraktur, Hemiquerfraktur des OS acebulus, Beckenringfraktur, posttraumatische Belastungsstörung, erhebliche Dauerschäden, Geh- und BewegungseinschränkungenBeine und Füße · schwerst · Verkehrsunfall OLG Frankfurt am Main, 17.06.2021 – 22 U 181/20
100.000 € Brustbein- und Schlüsselbeinbruch, Rippenfrakturen, Hämatom der Flanke, Querfortsatzfrakturen der Lendenwirbelkörper, Läsion des Nervus cutaneus femoris lateralisMehrfachverletzungen · schwer · Verkehrsunfall · Haushaltsführungsschaden LG Münster, 14.02.2025 – 2 O 99/20
100.000 € Akuter transmuraler Vorderwandinfarkt, Herzkreislaufstillstand, Reanimation, hypoxischer Hirnschaden mit Tetraspastik und zerebraler Krampfneigung, Langzeitbeatmung, PflegebedürftigkeitMehrfachverletzungen · schwerst · Behandlungsfehler OLG Düsseldorf, 18.09.2025 – 8 U 112/22
100.000 € Trümmerfraktur des linken Oberarms, Schädelhirntrauma I. Grades, stumpfes Thoraxtrauma, Rippenserie, Hemiendoprothese, Dauerschmerz, PTBS, Depression, ErwerbsminderungMehrfachverletzungen · schwerst · Verkehrsunfall · Haushaltsführungsschaden OLG Brandenburg, 15.01.2026 – 8 U 3/26 (vormals 12 U 124/24)
90.000 € Verletzung des Siebbeindaches und Hirnverletzung bei Operation, Duraläsion, wiederkehrende бактериelle Meningitis, geminderte Hirnleistungsfähigkeit, OperationsnotwendigkeitenKopf und Gehirn · schwer · Behandlungsfehler · Haushaltsführungsschaden LG Neuruppin, 07.02.2020 – 3b O 25/14
90.000 € Schwere Beeinträchtigungen und Tatfolgen durch eine Spreng- und Brandvorrichtung (Explosion)Mehrfachverletzungen · schwerst · Gewalttat LG Münster, 06.12.2024 – 2 Ks 8/24 (30 Js 87/24)
85.000 € Nichterkennung eines Kompartment-Syndroms mit Schmerzen, Missempfindungen in den Beinen, Geh- und Steheinschränkungen sowie möglichen GelenkfolgeschädenBeine und Füße · schwer · Behandlungsfehler LG Köln, 11.06.2008 – 25 O 410/06

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Haushaltsführungsschaden neben dem Schmerzensgeld

Das Schmerzensgeld nach § 253 Absatz 2 BGB gleicht die immateriellen Folgen aus, also Schmerzen und Beeinträchtigung der Lebensführung. Wer den eigenen Haushalt wegen der Verletzung nicht mehr führen kann, hat daneben einen eigenen Anspruch auf Ersatz des Haushaltsführungsschadens. Der wird materiell berechnet, meist über die Stunden, die im Haushalt ausfallen, und einen Stundensatz für eine Ersatzkraft. Beide Posten stehen nebeneinander und werden getrennt beziffert. In 164 Urteilen dieser Tabelle geht das Gericht auf beide Posten ein: diese Urteile ansehen.

Woher die Zahlen kommen

Grundlage sind die 606.761 Entscheidungen dieser Datenbank. Ausgewertet wurden alle Entscheidungen ab 2002, in denen ein Schmerzensgeldbetrag in Euro genannt ist. Für jede Entscheidung wurde geprüft, ob das entscheidende Gericht den Betrag selbst zugesprochen hat; nur dann steht die Zeile in der Tabelle. Beträge, die nur gefordert, von einer anderen Instanz zugesprochen, aufgehoben oder aus fremden Entscheidungen zitiert wurden, bleiben außen vor. Jede Zeile ist zusätzlich gegen den Wortlaut der Entscheidung geprüft. Stand: 07.09.2026.

Quellen der ausgewerteten Entscheidungen: rechtsprechung-im-internet.de (Bundesgerichte), eigene Websites der Gerichte sowie Open Legal Data (Instanzgerichte, ODbL v1.0). Die Tabelle selbst steht unter derselben Lizenz.

Die Tabelle ersetzt keine rechtliche Beratung. Gerichte bemessen das Schmerzensgeld nach dem Einzelfall; frühere Beträge binden sie nicht. Bei Entscheidungen mit mehreren Verletzten ist der Betrag der hauptbetroffenen Person angegeben.