Schmerzensgeldtabelle
896 Urteile · Median 7.500 Euro · 100 bis 1.000.000 Euro
Wie hoch das Schmerzensgeld ausfällt, entscheidet immer das Gericht im Einzelfall. Einen Anhaltspunkt geben aber die Beträge, die deutsche Gerichte in vergleichbaren Fällen zugesprochen haben. Diese Tabelle listet 896 solcher Beträge. Jede Zeile stammt aus einer Entscheidung, die in dieser Datenbank im Volltext liegt, und ist mit ihr verlinkt. Aufgenommen wird nur, was das entscheidende Gericht selbst zugesprochen hat, nicht die Forderung der klagenden Seite.
Wie viel Schmerzensgeld nach einem Unfall?
Für Verkehrsunfälle enthält die Tabelle 199 Urteile. Der mittlere zugesprochene Betrag liegt bei 4.500 Euro, die Spanne reicht von 100 bis 500.000 Euro. Leichte Verletzungen wie eine Distorsion der Halswirbelsäule bewegen sich am unteren Ende, schwere Dauerschäden wie ein Schädel-Hirn-Trauma mit Pflegebedürftigkeit am oberen. Maßgeblich sind Art und Dauer der Beeinträchtigung, Dauerfolgen, das Verschulden und ein etwaiges Mitverschulden. Alle Urteile zu Verkehrsunfällen.
Beträge nach Verletzung
| Betrag | Verletzung und Folgen | Entscheidung |
|---|---|---|
| 1.000.000 € | Schwere körperliche Schädigung, Verlust der Perspektive auf ein normales Leben, Tetraspastik, Intelligenzminderung | LG Limburg a.d. Lahn, 28.06.2021 – 1 O 45/15 |
| 800.000 € | Schwere hypoxische Hirnschädigung, apallisches Syndrom, spastische Tetraparese, Epilepsie, Aphasie, Schluckstörung, chronische Gastroparese, Blindheit, lebenslange Pflegebedürftigkeit | LG GieBen, 06.11.2019 – 5 O 376/18 |
| 800.000 € | Schwere peripartale Asphyxie, irreversible Hirnschädigung, zerebrale Tetraparese, Pflegegrad 5, Harn- und Stuhlinkontinenz, lebenslange Pflegebedürftigkeit. | LG Aurich, 05.12.2025 – 5 O 609/22 |
| 700.000 € | Tuberkulöse Meningoenzephalitis durch Behandlungsfehler, schwere geistige und körperliche Dauerschäden bei Kleinkind | LG Aachen, 30.11.2011 – 11 O 478/09 |
| 550.000 € | Schwere hypoxisch-ischämische Encephalopathie, spastische motorische Behinderungen, Lennox-Epilepsie, Inkontinenz, tägliche Anfälle, schwere Intelligenzminderung, Rollstuhl, seh-/hörbehindert, sprachunfähig, dauerhaft pflegebedürftig. | LG Frankfurt am Main, 05.02.2020 – 2-04 O 23/19 |
| 500.000 € | Schwerstbehinderung, Tetraspastik, Blindheit, cerebrale Krampfanfälle, Pflegebedürftigkeit, weitgehende Zerstörung der Persönlichkeit | OLG Hamm, 16.01.2002 – 3 U 156/00 |
| 500.000 € | Schwerste hypoxisch-ischämische Enzephalopathie mit Muskeltonusstörungen, Ernährungsstörungen und zerebralen Krampfanfällen | OLG Hamm, 21.05.2003 – 3 U 122/02 |
| 500.000 € | Schwerste tetraspastische dystone Bewegungsstörung, hypoxische Hirnschädigung, Mikrozephalie, keine Kommunikation, schwerstbehindert | OLG Köln, 20.12.2006 – 5 U 130/01 |
| 500.000 € | Schwerste spastische Tetraparese, therapieresistente Epilepsie, hirnorganische Blindheit, schwerste geistige Behinderung, dauerhaft pflegebedürftig, keine Kommunikation möglich. | OLG Stuttgart, 09.09.2008 – 1 U 152/07 |
| 500.000 € | Schwerstes Schädel-Hirn-Trauma Grad IV-V mit multiplen Kalottenfrakturen, Hirnödem, Koma, Hydrocephalus, Pneumonie und dauerhaften schwersten neurologischen Ausfällen, keine Persönlichkeitsentwicklung möglich. | LG Münster, 17.04.2009 – 016 O 532/07 |
| 500.000 € | Geburtsschwerstschädigung mit Hauptschädigung des Gehirns, schwerste Beeinträchtigungen in allen Belangen. | OLG Hamm, 14.09.2009 – 3 U 9/08 |
| 500.000 € | Schädelbruch, schwere Hirnverletzung, Erblindung, 95% Hirn abgestorben, Lebenserwartung begrenzt, Wachkoma-ähnlicher Zustand, maximale Pflegebedürftigkeit | LG GieBen, 07.05.2015 – 1 KLs - 604 Js 29856/14 |
| 500.000 € | Hypoxischer Hirnschaden, Schwerstpflegefall, starke körperliche und geistige Behinderung, linksbetonte Parese, Spasmen, Sprach- und Schluckstörungen, Hirnleistungsstörungen, Gedächtnisverlust, Stürze, Inkontinenz, umfassende Pflegebedürftigkeit | OLG Hamm, 21.03.2017 – 26 U 122/09 |
| 500.000 € | Schwerste Hirnschädigung mit globaler Entwicklungsstörung, Tetraspastik, Magensonde, vollständige Pflegebedürftigkeit. | OLG Frankfurt am Main, 05.04.2018 – 22 U 65/17 |
| 500.000 € | Schwere geistige und körperliche Behinderung, Hör- und Sehbehinderung, Entwicklungsstörung, epileptische Anfälle, lebenslange Pflegebedürftigkeit | OLG Hamm, 04.12.2018 – 26 U 9/16 |
| 500.000 € | Hypoxischer Hirnschaden, geistige und körperliche Schwerbehinderung, lebenslange Pflegebedürftigkeit, Schluckstörung, zentrale Blindheit, Rollstuhlpflicht. | OLG Köln, 05.12.2018 – 5 U 24/18 |
| 500.000 € | Hypoxischer Hirnschaden mit Tetraparese, schweren visuellen Wahrnehmungsstörungen, Rollstuhlpflichtigkeit, vollständiger Pflegebedürftigkeit und kognitiven Einschränkungen. | OLG Frankfurt am Main, 29.07.2021 – 1 U 7/17 |
| 500.000 € | Schwere Hirnschädigung durch Sauerstoffunterversorgung bei Geburt, mit symptomatischer Epilepsie, Mikrozephalie, schwerer geistiger und körperlicher Retardierung, Blindheit, Spastiken und Schmerzen. | OLG Hamm, 17.12.2021 – 26 U 102/20 |
| 500.000 € | Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie, schwere Mehrfachbehinderung, Entwicklungsverzögerung, Sprachverlust, motorische Defizite, Spastik, Dysphagie, Epilepsie, lebenslange Pflegebedürftigkeit | OLG Köln, 09.03.2026 – 5 U 5/24 |
| 450.000 € | Schwerste hypoxische Hirnschädigung durch Geburt, schwerste Entwicklungsstörungen, 24/7 Pflegebedürftigkeit, künstliche Ernährung, stark eingeschränktes Seh- und Hörvermögen, kaum motorische Fähigkeiten, zentrale Blindheit. | LG Aachen, 10.01.2018 – 11 O 314/14 |
| 400.000 € | Herzinfarkt, Herz-Kreislauf-Stillstand, schwerer Hirnschaden, Wachkoma, Locked-in-Syndrom, kognitive Dysregulation, Aphasie, Dysphagie, Pflegestufe III, vollständige Hilflosigkeit | LG Bielefeld, 25.09.2007 – 4 O 522/05 |
| 400.000 € | Geburtsassoziierte Asphyxie, postasphyktische Enzephalopathie, körperliche und geistige Schwerstbehinderung | OLG Hamm, 30.10.2015 – 26 U 130/08 |
| 400.000 € | Perinatale Hirnschädigung durch Sauerstoffmangel, Entwicklungsverzögerung, Gehbehinderung (Orthesen), Hörschädigung (Hörgeräte), eingeschränkte Lebensführung. | OLG Hamm, 19.03.2018 – 3 U 63/15 |
| 375.000 € | Peripartale Asphyxie, Mekoniumaspirationspneumonie, respiratorische Insuffizienz, intraventrikuläre Hämorrhagie, Hydrocephalus internus, kardiale Globalinsuffizienz, pulmonale Hypertonie, Anämie, persistierendes Foramen ovale, Tricuspidalinsuffizienz, Hypospadie, schwerste Hirnschäden … | LG Dortmund, 24.09.2008 – 4 O 159/04 |
| 375.000 € | Hirnschädigung durch Sauerstoffmangel und Mangeldurchblutung, schwere geistige Behinderung, Sprachsprechstörung, motorische Störungen | KG, 01.07.2019 – 20 U 103/13 |
| 350.000 € | Schwerste Hirnschädigung durch Asphyxie bei Geburt, vollständige Pflegebedürftigkeit, fehlende Geh-, Sitz-, Sprechfähigkeit, Schluckbeschwerden, eingeschränkte Kommunikation, Zerstörung der Persönlichkeit. | OLG Düsseldorf, 18.04.2013 – I-8 U 24/12 |
| 300.000 € | Schwerste neurologische Schäden durch Geburtstrauma, visuelle und akustische Einschränkungen, Krampfanfälle, Magensonde, dauerhafte Pflegebedürftigkeit. | LG Dortmund, 15.11.2007 – 4 O 21/04 |
| 300.000 € | Schwere Hirnschädigung, infantile Cerebralparese, geistige Behinderung, Blasenkontrollstörung, Mikrozephalie, Innenschielen, spastische Tetraparese, massiver Entwicklungsrückstand. | OLG Oldenburg, 28.05.2008 – 5 U 28/06 |
| 300.000 € | Querschnittsyndrom mit inkompletter Tetraparese (Rollstuhl), Spastiken, Sensibilitätsstörungen, Blasen- und Mastdarmlähmung. | LG Bonn, 20.01.2011 – 9 O 161/09 |
| 300.000 € | Ausgedehnte Subarachnoidalblutung, Hydrocephalus, Schlaganfälle, schwerste spastische Lähmung aller Extremitäten, Bettlägerigkeit, Inkontinenz, schwerstpflegebedürftig. | OLG Frankfurt am Main, 11.02.2014 – 8 U 201/11 |
| 300.000 € | Schwere spastische Tetraplegie, Hypertonie, geistige Behinderung, massive Entwicklungsretardierung, Wahrnehmungsprobleme, Angststörungen, Mikrozephalie infolge Sauerstoffunterversorgung bei Geburt. | OLG Hamm, 17.03.2015 – 26 U 108/13 |
| 300.000 € | Schwere perinatale Asphyxie, Gehirnschaden, globale Entwicklungsstörung, infantile Zerebralparese, Mikrozephalie, multiple körperliche und geistige Einschränkungen, Pflegebedürftigkeit, GdB 100. | LG Berlin, 02.07.2020 – 6 O 425/12 |
| 300.000 € | Hirnschädigung durch Sauerstoffmangel bei Geburt, kognitive Einschränkung, Lernbehinderung, motorische Koordinationsstörungen, Gehbehinderung, epileptische Anfälle, dauerhafte Betreuung, kein eigenständiges Leben möglich | OLG Rostock, 05.11.2021 – 5 U 119/13 |
| 300.000 € | Langjähriger, vielfacher sexueller Missbrauch mit massiver Persönlichkeitsrechtsverletzung, posttraumatischer Belastungsstörung und chronischen Krankheiten, dauerhafter Therapiebedarf. | LG Köln, 13.06.2023 – 5 O 197/22 |
| 260.000 € | Geburtsschaden durch fehlerhafte Geburtsleitung und Vakuumextraktion mit weitreichenden immateriellen und materiellen Folgeschäden | OLG Hamm, 16.01.2006 – 3 U 207/02 |
| 250.000 € | Schlaganfall mit halbseitiger Lähmung, sensomotorischer Aphasie, schweren kognitiven Defiziten, Rollstuhlpflichtigkeit und dauerhafter Pflegebedürftigkeit | LG Münster, 26.02.2004 – 11 O 1027/02 |
| 250.000 € | Schwere körperliche und geistige Behinderung, cerebrales Anfallsleiden, Entwicklungsverzögerung durch verspätet therapierten Hydrocephalus. | LG Aurich, 18.11.2005 – 4 O 538/01 |
| 250.000 € | Bruch des 5. und 6. Brustwirbelkörpers mit Querschnittslähmung der Beine, Harnblase, Mastdarm und Impotenz | LG Bonn, 15.03.2006 – 1 O 552/04 |
| 250.000 € | Schädelhirntrauma III. Grades, Felsenbeinfraktur, Hirn- und Lungenkontusionen, Wirbel- und Rippenfrakturen, Querschnittslähmung, Blasen-/Mastdarmentleerungsstörung, Verlust Geruchs-/Geschmackssinn, hirnorganisches Psychosyndrom, Berufsunfähigkeit. | ArbG Paderborn, 26.10.2006 – 1 Ca 555/06 |
| 250.000 € | Schwerer hypoxischer Hirnschaden, komatöser Zustand nach Sauerstoffmangel | LG Paderborn, 12.12.2008 – 2 O 467/06 |
| 250.000 € | Frühgeburt, Hirnblutung, Atemnotsyndrom, multiple Behinderungen: Cerebralparese, Skoliose, Gelenkkontrakturen, Sehbehinderung, Ataxie, geistige Behinderung, Rollstuhlpflicht, Pflegebedürftigkeit, Sprach- und Lernstörungen, soziale Isolation. | OLG Frankfurt am Main, 01.11.2011 – 8 U 184/09 |
| 250.000 € | Schwerste geistige und sprachliche Entwicklungsstörung, Epilepsie, lebenslange Pflegebedürftigkeit durch geburtshilflichen Behandlungsfehler. | OLG Hamm, 04.04.2017 – 26 U 88/16 |
| 250.000 € | Rückenmarksverletzung mit inkomplettem Querschnittsyndrom, rechtsseitige spastische Lähmung, Taubheit, Blasen- und Mastdarmstörung, Rollstuhlpflichtigkeit, Pflegestufe 2, psychische Beeinträchtigungen, Kehlkopfverletzung | LG Münster, 01.03.2018 – 111 O 25/14 |
| 200.000 € | Querschnittslähmung, Harnverhalt, Stuhlinkontinenz, Rollstuhlpflicht, Schmerzen im lumbosakralen Übergang, 100% schwerbehindert | OLG Köln, 12.01.2011 – 5 U 37/10 |
| 200.000 € | Cerebralparese mit psychomotorischer Entwicklungsverzögerung, feinmotorischen Problemen, Sprachbeeinträchtigung, Mikrozephalie, Epilepsie, Pflegestufe 1, GdB 60% | OLG Düsseldorf, 17.03.2011 – I-8 U 108/09 |
| 200.000 € | Hypoxischer Hirnschaden, 100% Schwerbehinderung, Erwerbsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit, motorische Einschränkungen, Wahrnehmungs- und Orientierungsstörung, Sehminderung, labile Stimmungslage. | LG Essen, 04.01.2012 – 1 O 120/08 |
| 200.000 € | Hypoxisches Hirnödem, Sepsis, akute respiratorische Insuffizienz, Schwerstbehinderung, umfassende körperliche und geistige Ausfälle, nicht kommunikationsfähig, pflegebedürftig. | OLG Düsseldorf, 15.03.2012 – I-8 U 161/10 |
| 200.000 € | Verkennung einer Schrumpfniere, zwei erfolglose Nierentransplantationen, 53 Operationen, dauerhafte Dialysepflicht, massive lebenslange Beeinträchtigungen. | OLG Hamm, 03.07.2015 – 26 U 104/14 |
| 200.000 € | Hirnorganische Schwerstschädigung, Hirnblutung, periventrikuläre Leukomalazie, zerebrale Sehstörung, psychische Störungen, Sprachstörung, Pflegestufe 2 | OLG Hamm, 13.10.2017 – 26 U 46/12 |
| 200.000 € | Schweres Schädel-Hirn-Trauma 3. Grades mit multiplen Frakturen, Duraperforation, Lungenkontusion, Knieprellung, lebenslange Hemiparese rechts, erhöhtes Epilepsierisiko, Shunt. | LG Arnsberg, 16.02.2018 – 2 O 354/15 |
| 200.000 € | Fehlerhafte Herzoperation mit starker Blutung, Verschluss des linken Hauptstammes, schwerer Schädigung von Herz und Lunge, Notwendigkeit einer Herztransplantation, massive Einschränkung der Lebensführung. | LG Bochum, 14.11.2018 – 6 O 383/16 |
| 200.000 € | Offene Unterschenkelfraktur, Kollateralbandausriss, Gehirnblutung, Bänderriss Sprunggelenk, zahlreiche Operationen, Amputation rechter Unterschenkel, lebenslange Bewegungseinschränkungen | OLG Frankfurt am Main, 04.06.2020 – 22 U 244/19 |
| 200.000 € | Faktische Erblindung, Dauerschäden, erhebliche Einschränkungen der Lebensführung und beruflichen Entwicklung | LG Bonn, 17.05.2023 – 9 O 109/20 |
| 190.000 € | Hirnschädigung durch perinatale Asphyxie, psychomotorische Retardierung, spastische Tetraplegie, schwere motorische Dauerschäden (kann nicht stehen, sitzen, krabbeln, Kopf halten), geringe geistige Beeinträchtigungen. | LG Bielefeld, 11.06.2013 – 4 O 156/11 |
| 180.000 € | Traumatische subtotale Amputation linker Arm, Plexusausriss, Schulter-, Schlüsselbein- und Mittelhandfrakturen, Wirbel- und Rippenfrakturen, Lungenquetschung, Milzruptur, Subarachnoidalblutung, Schlaganfälle mit Hemiparese und Aphasie, Arm unbrauchbar. | OLG Schleswig, 29.11.2018 – 7 U 22/18 |
| 175.000 € | Schwere Hirnblutung (IV. und I. Grades) bei Geburt, Amnioninfektionssyndrom, Sepsis, 100% Schwerbehinderung, Epilepsie, spastische Triparese, deformierte Gelenke, Sprachentwicklungs- und psychomotorische Retardierungen. | OLG Hamm, 30.01.2008 – 3 U 71/07 |
| 170.000 € | Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT II), Amputation beider Unterschenkel, Fasziotomie, lebenslange körperliche und psychische Beeinträchtigungen | LG Hamburg, 19.05.2021 – 336 O 76/17 |
| 153.387 € | Grob fehlerhafte ärztliche Behandlung führte zu Kreislaufzusammenbruch und Verlust der Persönlichkeit. | LG Bochum, 18.02.2002 – 6 O 321/97 |
| 150.000 € | Dauerhafte Schäden durch Fehlbehandlung: Visusverlust, Schwerhörigkeit, Lungenschäden, Gelenk- und Herzmuskelschäden, Wachstumsstillstand, Hüftnekrose, Multiorganschäden, lebenslange Betreuung. | LG Bielefeld, 23.12.2008 – 4 O 413/06 |
| 150.000 € | Schwere Verbrennungen durch Brandstiftung mit Brennspiritus, Narben an Hals, linkem Arm und linker Hand, Gefahr von Hautkrebs, langfristige Folgen. | LG Bielefeld, 08.06.2018 – 3 O 353/15 |
| 150.000 € | Rechte Oberschenkelamputation, chronisches Schmerzsyndrom, Magen-Darm-Probleme, Lungenschädigung, Sehstörungen, Schlafstörungen, psychische Folgen. | LG Darmstadt, 21.08.2020 – 29 O 167/18 |
| 150.000 € | Inkomplette Lähmung, Rollator/Gehstock, Gefühlsstörungen Beine/Unterkörper, erektile Dysfunktion, Blasenentleerungsstörung, depressive Episoden, dauerhaft eingeschränkte Mobilität, arachnoidale Verklebungen Brustwirbelsäule. | OLG Hamm, 02.02.2021 – 26 U 54/19 |
| 150.000 € | Schwere Brandverletzungen, Amputation des linken Arms und beider Unterschenkel, Stromeintritt am Kopf/Schulter, Austritt an Füßen | LG Oldenburg (Oldenburg), 01.12.2023 – 2 O 2383/15 |
| 130.000 € | Vollständige Erblindung rechtes Auge, hochgradige Sehbehinderung linkes Auge, GdB 100% | OLG Oldenburg, 01.03.2023 – 5 U 45/22 |
| 125.000 € | Schwere neurologische Schäden nach Injektion von Methylen-Blau während Operation, mit dauerhaften Folgen | OLG Hamm, 28.10.2002 – 3 U 200/01 |
| 120.000 € | Darmperforation, akutes Nierenversagen, septischer Schock, Verlust eines Großteils des Darms, Amputation des rechten Oberschenkels, Pflegestufe 1, chronische Schmerzen, Nervenschädigung, starke Mobilitätseinschränkung. | LG Köln, 11.07.2018 – 25 O 290/16 |
| 120.000 € | Verspätete Diagnose eines malignen Melanoms mit Metastasierung, schlechtere Prognose, Polyneuropathie, Schmerzen, Gangstörung, Rollator, Hörsturz, Hirnanhangdrüsenvergrößerung, Gallengangstenose, Cholangitis, Hepatitis, Pflegebedürftigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Gehbehinderung, psychische Belastung. | LG Köln, 07.03.2023 – 3 O 125/20 |
| 120.000 € | Drittgradige offene Unterschenkelfraktur, Unterarmfraktur, Abriss von Unterschenkelarterien, komplexe Infektpseudarthrose, ca. 30 Operationen, 10 Monate stationär, chronische Dauerschmerzen, erhebliche psychische Folgen (Depressionen, Panikattacken), dauerhaft arbeitsunfähig, Verlust von Hobbys … | OLG Stuttgart, 20.02.2024 – 10 U 76/23 |
| 110.000 € | Vorgeburtliche oder geburtsbedingte Hirnschädigung mit schweren neurologischen Folgen | OLG Naumburg, 11.03.2010 – 1 U 36/09 |
| 100.000 € | Hirntumor, Seitenverwechslung bei Operation, verstärkte Sehstörung (Hemianopsie), Lähmung und Gefühlsstörungen im rechten Bein, erneute Operation | OLG Stuttgart, 18.03.2003 – 1 U 81/02 |
| 100.000 € | Schwere Brandverletzungen (33% Körperoberfläche, 2./3. Grades) an Armen, Händen, Beinen, Bauch, Rücken; Lebensgefahr, künstliche Beatmung, Hauttransplantationen, Sehnenschnitt, Narbenbildung, starker Juckreiz, Einschränkungen der Arm- und Handfunktionen, zukünftige Hauttransplantationen. | LG Bochum, 09.07.2004 – 5 O 310/01 |
| 100.000 € | Fast vollständige Erblindung beider Augen, dauerhafte Einschränkung, Berufsunfähigkeit, psychische Belastungen. | LG Koblenz, 24.03.2006 – 10 O 244/04 |
| 100.000 € | Vollständige Erblindung aufgrund von Behandlungsfehlern bei Frühgeburt, mit erheblichen Einschränkungen der Lebensführung. | OLG Düsseldorf, 22.02.2007 – I-8 U 17/05 |
| 100.000 € | Akuter Myokardinfarkt, hypoxischer Hirnschaden, schweres hirnorganisches Psychosyndrom, Tetraparese, vollständige Pflegebedürftigkeit, keine Kommunikation möglich, Tod. | OLG Hamm, 01.09.2008 – 3 U 245/07 |
| 100.000 € | Verletzung der Halswirbel mit infolgedessen Querschnittslähmung | OLG Hamm, 27.05.2009 – 11 U 175/07 |
| 100.000 € | Entfernung weiblicher Geschlechtsorgane, Vermännlichung, schwere psychische Krise, chronische Harnwegsinfektion, Blasenentleerungsstörungen, geschädigte geschlechtliche Identität | LG Köln, 12.08.2009 – 25 O 179/07 |
| 100.000 € | Rechtsseitiger Schlaganfall mit dauerhafter Lähmung der rechten Körperhälfte, armbetonter Hemiparese, Aphasie, Schluckstörungen, Wortfindungsstörungen, Geschmacksstörung, Pflegebedürftigkeit und erheblicher Einschränkung der Lebensqualität. | LG Dortmund, 25.02.2010 – 4 O 165/07 |
| 100.000 € | Septische Arthritis der Schulter, Abszess, septischer Schock, Nierenversagen, Pneumonie, Herzversagen, Meningitis, Polyneuropathie, 5 Wochen Koma, Dekubiti, MRSA-Infektion, Harnwegsinfektion, Pyonephrose, bewusster Todeskampf, Tod. | LG Köln, 14.12.2010 – 3 O 257/08 |
| 100.000 € | HWS-Distorsion, psychogener Schiefhals, erhebliche Muskel- und Sehnenveränderung HWS, Linksverkrümmung HWS, posttraumatische Belastungsstörung mit Todesängsten, Albträumen, Übererregtheit, Gefühlabstumpfung, Rückzugsverhalten, Verlust der Arbeitsfähigkeit, chronifizierter Zustand | LG Düsseldorf, 28.03.2012 – 13 O 304/08 U. |
| 100.000 € | Lendenwirbelkörperfraktur (LWK 1) mit gravierenden Dauerfolgen nach Hochschleudern im Bus | OLG Hamm, 14.05.2012 – I-6 U 187/11 |
| 100.000 € | Fehlbehandlung eines Melanoms, Amputation des Zehengrundgliedes, deutliche Verkürzung der Lebenszeit, dreijährige Leidenszeit bis zum Tod | OLG Hamm, 27.10.2015 – 26 U 63/15 |
| 100.000 € | Schwere Verletzungen, zahlreiche Krankenhausaufenthalte und Operationen, dauerhafte Arbeitsunfähigkeit nach Verkehrsunfall | LG Darmstadt, 17.09.2019 – 2 O 227/14 |
| 100.000 € | Schwere Beckenfrakturen, Bewegungseinschränkungen der Hüfte und des linken Beins, chronische Schmerzen, Sportunfähigkeit, posttraumatische Belastungsstörung, Depression, MdE 50% | OLG Frankfurt am Main, 17.06.2021 – 22 U 181/20 |
| 100.000 € | Bruch von Brustbein, Schlüsselbein, Rippen (1.-6. links, 1., 4., 5. rechts), Querfortsatzfrakturen LWS 2-4, Hämatom, Nervenläsion beidseits | LG Münster, 14.02.2025 – 2 O 99/20 |
| 100.000 € | Herzinfarkt, Herzkreislaufstillstand, hypoxischer Hirnschaden, Tetraspastik, Krampfneigung, langzeitbeatmet, künstlich ernährt, Tracheotomie, Gastrostomie, umfassende Hilfs- und Pflegebedürftigkeit für 3,5 Jahre | OLG Düsseldorf, 18.09.2025 – 8 U 112/22 |
| 90.000 € | Schwere Verbrennungen und Verletzungen durch Sprengstoffexplosion mit versuchter Tötungsabsicht | LG Münster, 06.12.2024 – 2 Ks 8/24 (30 Js 87/24) |
| 85.000 € | Kompartment-Syndrom mit Schmerzen, Missempfindungen und Dysaesthesien in beiden Beinen, Rollstuhlpflicht, Einschränkungen der Lebensführung, Albträume, Folgeschäden an Knie- und Hüftgelenken | LG Köln, 11.06.2008 – 25 O 410/06 |
| 85.000 € | Funktionsverlust der Bauchspeicheldrüse, schwere Nierenschädigung, chronische Dialysepflichtigkeit, chronische Belastungsminderung, Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Harnleitersstent | OLG Hamm, 23.11.2018 – 26 U 149/17 |
| 82.500 € | Komplexe Frakturen an Armen, Händen, Beinen, Becken und Hüfte (u.a. künstliches Hüftgelenk), stumpfes Bauchtrauma, Zahnverlust, medikamenteninduziertes Delir, vollständige Erwerbsunfähigkeit. | OLG Frankfurt am Main, 01.02.2013 – 10 U 198/11 |
| 80.000 € | Fehlpositionierung einer Schraube nach Bandscheiben-OP, Lähmungserscheinungen, Verlust von Lebensqualität, Berufsunfähigkeit, chronische Schmerzen, Beeinträchtigung des Sexuallebens, Gesichtsverletzung mit Narben. | LG Bielefeld, 15.04.2008 – 4 O 163/07 |
| 80.000 € | Hodenamputation mit Verlust der Zeugungsfähigkeit und dauerhafter Testosteron-Substitution, Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle an der linken Hand, psychische Anpassungsstörung | LG Bielefeld, 15.04.2011 – 02 KLs-46 Js 599/10-18/10 |
| 80.000 € | Schlaganfall mit rechtsseitigen hirnstrukturellen Schädigungen, latente Hemiparese, Hemihypästhesie, Hypalgesie links, Standunsicherheit, neuropsychologische Defizite, schwere Depression | OLG Düsseldorf, 17.11.2011 – I-8 U 1/08 |
| 80.000 € | Femurschrägfraktur mit Abriss des Trochanter majors rechts, Sinterung mit Lockerung der Schaftprothese, Gehunfähigkeit, zahlreiche Operationen | OLG Köln, 10.01.2018 – 5 U 104/15 |
| 80.000 € | Beidseitige Oberschenkelfraktur, Hirninfarkt mit linksseitiger Hemiparese, dauerhafte Rollstuhlpflichtigkeit, vollständige Pflegebedürftigkeit. | OLG Frankfurt am Main, 04.06.2020 – 22 U 34/19 |
| 75.000 € | Verlust des linken Fußes und Zehen am rechten Fuß, Unterschenkelfraktur, schwere Bauchverletzungen, Darmbeschwerden, psychische Folgen, Dienstunfähigkeit | LG Bielefeld, 22.11.2005 – 2 O 23/04 |
| 75.000 € | Kurzdarmsyndrom nach Dünndarmentfernung, chronische Schmerzen, Durchfälle, hirnorganische/neurologische Beschwerden, Traumatisierungen, Schlaflosigkeit, 100% Erwerbsunfähigkeit | OLG Oldenburg, 16.05.2007 – 5 U 163/04 |
| 75.000 € | Kurzdarmsyndrom nach Dünndarmentfernung, permanente Durchfälle, schmerzhafte Nahrungsaufnahme, hirnorganische/neurologische Beschwerden, Merkfähigkeitsstörungen, Traumatisierungen, Unruhe, Schlaflosigkeit, 100% Erwerbsunfähigkeit. | OLG Oldenburg, 16.05.2007 – 5 U 164/04 |
| 75.000 € | Kompartment-Syndrom am rechten Bein nach OP, starke Schmerzen in Wade, Fußgelenk und Zeh, Geheinschränkungen, lebenslange Einschränkungen | LG Köln, 19.03.2008 – 25 O 180/05 |
| 75.000 € | Schwere neurologische Schäden nach Behandlungsfehler: Verlust Geruchssinn, eingeschränkte Reaktion/Aufmerksamkeit, Orientierungsschwierigkeiten, Frontalhirnsyndrom, Wesensänderung. | LG Köln, 17.06.2015 – 25 O 149/12 |
| 75.000 € | Darmverschluss, zwei Operationen mit Entfernung eines Großteils des Dünndarms und Anlage künstlicher Darmausgänge, später Stomarückverlegung, Kurzdarmsyndrom, Narbenhernie, erhebliche dauerhafte Einschränkungen der Lebensführung. | LG Köln, 10.01.2017 – 3 O 272/10 |
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Haushaltsführungsschaden neben dem Schmerzensgeld
Das Schmerzensgeld nach § 253 Absatz 2 BGB gleicht die immateriellen Folgen aus, also Schmerzen und Beeinträchtigung der Lebensführung. Wer den eigenen Haushalt wegen der Verletzung nicht mehr führen kann, hat daneben einen eigenen Anspruch auf Ersatz des Haushaltsführungsschadens. Der wird materiell berechnet, meist über die Stunden, die im Haushalt ausfallen, und einen Stundensatz für eine Ersatzkraft. Beide Posten stehen nebeneinander und werden getrennt beziffert. In 118 Urteilen dieser Tabelle geht das Gericht auf beide Posten ein: diese Urteile ansehen.
Woher die Zahlen kommen
Grundlage sind die 593.029 Entscheidungen dieser Datenbank. Ausgewertet wurden alle Entscheidungen ab 2002, in denen ein Schmerzensgeldbetrag in Euro genannt ist. Für jede Entscheidung wurde geprüft, ob das entscheidende Gericht den Betrag selbst zugesprochen hat; nur dann steht die Zeile in der Tabelle. Beträge, die nur gefordert, von einer anderen Instanz zugesprochen, aufgehoben oder aus fremden Entscheidungen zitiert wurden, bleiben außen vor. Jede Zeile ist zusätzlich gegen den Wortlaut der Entscheidung geprüft. Stand: 27.07.2026.
Quellen der ausgewerteten Entscheidungen: rechtsprechung-im-internet.de (Bundesgerichte), eigene Websites der Gerichte sowie Open Legal Data (Instanzgerichte, ODbL v1.0). Die Tabelle selbst steht unter derselben Lizenz.
Die Tabelle ersetzt keine rechtliche Beratung. Gerichte bemessen das Schmerzensgeld nach dem Einzelfall; frühere Beträge binden sie nicht. Bei Entscheidungen mit mehreren Verletzten ist der Betrag der hauptbetroffenen Person angegeben.