Schmerzensgeldtabelle
1.104 Urteile · Median 7.179 Euro · 100 bis 1.000.000 Euro
Wie hoch das Schmerzensgeld ausfällt, entscheidet immer das Gericht im Einzelfall. Einen Anhaltspunkt geben aber die Beträge, die deutsche Gerichte in vergleichbaren Fällen zugesprochen haben. Diese Tabelle listet 1.104 solcher Beträge. Jede Zeile stammt aus einer Entscheidung, die in dieser Datenbank im Volltext liegt, und ist mit ihr verlinkt. Aufgenommen wird nur, was das entscheidende Gericht selbst zugesprochen hat, nicht die Forderung der klagenden Seite.
Wie viel Schmerzensgeld nach einem Unfall?
Für Verkehrsunfälle enthält die Tabelle 307 Urteile. Der mittlere zugesprochene Betrag liegt bei 5.000 Euro, die Spanne reicht von 100 bis 500.000 Euro. Leichte Verletzungen wie eine Distorsion der Halswirbelsäule bewegen sich am unteren Ende, schwere Dauerschäden wie ein Schädel-Hirn-Trauma mit Pflegebedürftigkeit am oberen. Maßgeblich sind Art und Dauer der Beeinträchtigung, Dauerfolgen, das Verschulden und ein etwaiges Mitverschulden. Alle Urteile zu Verkehrsunfällen.
Beträge nach Verletzung
| Betrag | Verletzung und Folgen | Entscheidung |
|---|---|---|
| 1.000.000 € | Schwerste körperliche Schädigung und Verlust jeglicher Perspektive auf ein normales Leben nach fehlerhafter Versorgung im Kindesalter | LG Limburg a.d. Lahn, 28.06.2021 – 1 O 45/15 |
| 800.000 € | Schwerer hypoxischer Hirnschaden mit apallischem Syndrom, spastischer Tetraparese, Epilepsie, Sprechverlust, Schluckstörung und dauerhafter rund-um-die-Uhr Pflegebedürftigkeit | LG GieBen, 06.11.2019 – 5 O 376/18 |
| 800.000 € | Schwere irreversiblere Hirnschädigung nach peripartaler Asphyxie, bilaterale spastische Tetraparese, Pflegegrad 5, Stuhl- und Harninkontinenz | LG Aurich, 05.12.2025 – 5 O 609/22 |
| 700.000 € | Tuberkulöse Meningoencephalitis mit schwersten geistigen und körperlichen Folgeschäden infolge behandlungsfehlerhaft verzögerter Diagnosestellung und fehlender Kombinationstherapie | LG Aachen, 30.11.2011 – 11 O 478/09 |
| 550.000 € | Schwerste hypoxisch-ischämische Encephalopathie nach Geburtsschaden mit spastischen Behinderungen, Epilepsie, Kontinenzverlust, Sehminderung und schwerer Intelligenzminderung | LG Frankfurt am Main, 05.02.2020 – 2-04 O 23/19 |
| 500.000 € | Schwerstbehinderung durch Geburtsfehler, Tetraspastik, Erblindung, cerebrale Krampfanfälle, Zerstörung der Empfindungsfähigkeit | OLG Hamm, 16.01.2002 – 3 U 156/00 |
| 500.000 € | Schwerste hypoxisch-ischämische Enzephalopathie mit Muskeltonusstörungen, Ernährungsstörungen nach erosiver Gastritis und zerebrale Krampfanfälle | OLG Hamm, 21.05.2003 – 3 U 122/02 |
| 500.000 € | Schwerste zerebrale Schädigung nach Herzstillstand, Wachkoma, tetraspastische Bewegungsstörung, Vollpflegebedürftigkeit, vollständige Zerstörung der Persönlichkeit | LG Mannheim, 13.02.2004 – 3 O 247/03 |
| 500.000 € | Schwerste hypoxische Hirnschädigung nach Behandlungsfehler bei der Geburt, schwerste tetraspastische dystone Bewegungsstörung, keine aktive Kommunikation möglich, Mikrozephalie | OLG Köln, 20.12.2006 – 5 U 130/01 |
| 500.000 € | Geburtsschaden, schwerste spastische Tetraparese, therapieresistente Epilepsie, hirnorganische Blindheit, schwerste geistige Behinderung, fehlende Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit | OLG Stuttgart, 09.09.2008 – 1 U 152/07 |
| 500.000 € | Schädel-Hirn-Trauma Grad IV-V mit Hirnödem, Koma, Hydrocephalus und schwersten dauerhaften Hirnschäden | LG Münster, 17.04.2009 – 016 O 532/07 |
| 500.000 € | Geburtsschwerstschädigung mit schwerster Beeinträchtigung in allen Belangen | OLG Hamm, 14.09.2009 – 3 U 9/08 |
| 500.000 € | Schädelknochenbruch und schwerste Gehirnschädigung (95 % abgestorben), Erblindung, Pflegebedürftigkeit wie im Wachkoma, begrenzte Lebenserwartung | LG GieBen, 07.05.2015 – 1 KLs - 604 Js 29856/14 |
| 500.000 € | Hypoxischer Hirnschaden, zweieinhalb Wochen Koma, Schwerstpflegefall, linksbetonte Parese mit Spasmen, Sprach- und Schluckstörungen, erhebliche Hirnleistungsstörungen, Inkontinenz | OLG Hamm, 21.03.2017 – 26 U 122/09 |
| 500.000 € | Schwerster hypoxischer Hirnschaden, globale Entwicklungsstörung, Spastik, Magensonden-Ernährung, Schmerzen, Schlafstörungen, dauerhafte vollständige Pflegebedürftigkeit | OLG Frankfurt am Main, 05.04.2018 – 22 U 65/17 |
| 500.000 € | Schwere geistige Behinderung, Entwicklungsstörung, funktionelle Hör- und Sehbehinderung, epileptische Anfälle, Lebenslange Pflegebedürftigkeit infolge Hypoglykämie nach Geburt | OLG Hamm, 04.12.2018 – 26 U 9/16 |
| 500.000 € | Hypoxischer Hirnschaden nach Geburt, geistige und körperliche Schwerstbehinderung, zentrale Blindheit, dauerhafte Pflegebedürftigkeit, Ernährungsstörung mit PEG-Sonde | OLG Köln, 05.12.2018 – 5 U 24/18 |
| 500.000 € | Schwerste geburtstraumatische Hirnschädigung, spastische Tetraparese, kombinierte körperliche und geistige Entwicklungsstörung, Erblindung, lebenslange vollkommene Unselbstständigkeit | LG Dortmund, 16.01.2020 – 4 O 430/16 |
| 500.000 € | Hypoxischer Hirnschaden mit spastischer Tetraparese, visuellen Wahrnehmungsstörungen, Rollstuhl- und Pflegebedürftigkeit | OLG Frankfurt am Main, 29.07.2021 – 1 U 7/17 |
| 500.000 € | Schwerste Hirnschädigung nach perinataler Asphyxie, symptomatische fokale Epilepsie, Mikrozephalie, schwere psychomotorische Retardierung, zentrale Sehminderung, Spastiken | OLG Hamm, 17.12.2021 – 26 U 102/20 |
| 500.000 € | Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie nach Geburtsschaden mit schwerster geistiger und motorischer Entwicklungsverzögerung, Spastik, Epilepsie und dauerhafter Pflegebedürftigkeit | OLG Köln, 09.03.2026 – 5 U 5/24 |
| 450.000 € | Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie mit Hirnsubstanzdefekten, spastischer Tetraparese, therapieresistenter Epilepsie und schwersten motorischen und kognitiven Störungen | LG Köln, 23.03.2011 – 25 O 65/08 |
| 450.000 € | Hypoxische Hirnschädigung nach verzögerter Geburt, schwerste Entwicklungsstörungen, Pflegebedürftigkeit, künstliche Ernährung, stark eingeschränktes Seh- und Hörvermögen | LG Aachen, 10.01.2018 – 11 O 314/14 |
| 400.000 € | Schwerer andauernder Hirnschaden nach Herzinfarkt, Pflegestufe III (Härtefall), Hilflosigkeit bei allen Verrichtungen des täglichen Lebens | LG Bielefeld, 25.09.2007 – 4 O 522/05 |
| 400.000 € | Geburtsassoziierte Asphyxie durch Sauerstoffmangel mit postasphyktischer Enzephalopathie und schwerster körperlicher sowie geistiger Behinderung | OLG Hamm, 30.10.2015 – 26 U 130/08 |
| 400.000 € | Geburtsschaden durch Sauerstoffmangel, Einschränkungen beim Gehen, Hören und Miteinbezug am Leben, Besuch einer Förderschule | OLG Hamm, 19.03.2018 – 3 U 63/15 |
| 375.000 € | Schwerste Gehirnschädigung nach peripartaler Asphyxie bei Geburt, Blindheit, Taubheit, Krampfanfälle, völlige Hilflosigkeit und Pflegebedürftigkeit | LG Dortmund, 24.09.2008 – 4 O 159/04 |
| 375.000 € | Additive behandlungsbedingte Hirnschädigung bei Neugeborenem durch Sauerstoffmangel mit erheblicher Verstärkung einer bestehenden Behinderung | KG, 01.07.2019 – 20 U 103/13 |
| 350.000 € | Schwerste Hirnschädigung nach Geburtsfehler, Unfähigkeit sich fortzubewegen, zu sprechen oder selbstständig zu essen, weitgehende Zerstörung der Persönlichkeit | OLG Düsseldorf, 18.04.2013 – I-8 U 24/12 |
| 325.000 € | Hohe Halsmarklähmung (Tetraplegie), vollständige Blasen- und Mastdarmlähmung, gelähmte Brust- und Zwischenrippenmuskulatur nach HWS-Verletzung bei 15 Monate altem Kleinkind | OLG Düsseldorf, 11.02.2008 – I-1 U 128/07 |
| 300.000 € | Schwerste asphyktische Geburtsschäden, schwerste geistige und körperliche Behinderung, Krampfanfälle, Seheinbußen, Hörverlust, keine Kommunikation, Magensonden-Ernährung | LG Dortmund, 15.11.2007 – 4 O 21/04 |
| 300.000 € | Schwere infantile Cerebralparese mit geistiger Behinderung, Tetraparese, Sprachentwicklungsrückstand und neurale Störung der Blasenkontrolle nach Geburtsfehler | OLG Oldenburg, 28.05.2008 – 5 U 28/06 |
| 300.000 € | Inkomplette links- und beinbetonte Tetraparese mit Rollstuhlpflichtigkeit, Spastiken, Sensibilitätsstörungen, Parästhesien sowie Blasen- und Mastdarmlähmung | LG Bonn, 20.01.2011 – 9 O 161/09 |
| 300.000 € | Hirnblutung, Schlaganfälle, Hydrocephalus, Bettlägerigkeit, vollständige Pflegebedürftigkeit, Inkontinenz, schwerste spastische Lähmung aller Extremitäten, Magensonde | OLG Frankfurt am Main, 11.02.2014 – 8 U 201/11 |
| 300.000 € | Geburtsschaden durch Sauerstoffunterversorgung mit spastischer Tetraplegie, Muskelhypertonie, Entwicklungsretardierung und Wahrnehmungsproblematik | OLG Hamm, 17.03.2015 – 26 U 108/13 |
| 300.000 € | Schwere perinatale Asphyxie, Gehirnschaden, infantile Zerebralparese, Mikrozephalie, kognitive und motorische Entwicklungsstörung, Epilepsie, dauerhafte Pflegebedürftigkeit | LG Berlin, 02.07.2020 – 6 O 425/12 |
| 300.000 € | Geburtsschaden durch Sauerstoffmangel, Hirnschädigung, kognitive und motorische Beeinträchtigungen, epileptische Anfälle, dauerhafte Betreuungsbedürftigkeit | OLG Rostock, 05.11.2021 – 5 U 119/13 |
| 300.000 € | Jahrelanger, vielfacher sexueller Missbrauch, Vergewaltigungen, posttraumatische Belastungsstörung, schwere psychische Folgen | LG Köln, 13.06.2023 – 5 O 197/22 |
| 260.000 € | Schwerster Geburtsschaden durch grobe Behandlungsfehler bei der Geburtsleitung | OLG Hamm, 16.01.2006 – 3 U 207/02 |
| 250.000 € | Ischämischer Mediainfarkt mit Hemiparese rechts, Aphasie, Peronäuslähmung, gravierenden geistigen Defiziten, Rollstuhl- und Dauerpflegebedürftigkeit | LG Münster, 26.02.2004 – 11 O 1027/02 |
| 250.000 € | Schwere körperliche und geistige Behinderung sowie cerebrales Anfallsleiden infolge vermeidbar zu spät therapiertem Hydrocephalus | LG Aurich, 18.11.2005 – 4 O 538/01 |
| 250.000 € | Bruch des 5. und 6. Brustwirbelkörpers mit entsprechender Querschnittslähmung der Beine, der Harnblase, des Mastdarms einschließlich Impotenz | LG Bonn, 15.03.2006 – 1 O 552/04 |
| 250.000 € | Schädel-Hirn-Trauma 3. Grades, Querschnittslähmung, Felsenbeinfraktur, Blasen-/Mastdarmentleerungsstörung, Verlust Geruchs-/Geschmackssinn, hirnorganisches Psychosyndrom | ArbG Paderborn, 26.10.2006 – 1 Ca 555/06 |
| 250.000 € | Sauerstoffmangel mit schwerem hypoxischem Hirnschaden nach fehlerhafter postoperativer Versorgung, Koma und darauffolgender Tod | LG Paderborn, 12.12.2008 – 2 O 467/06 |
| 250.000 € | Frühgeburt mit Hirnblutung IV, mehrfache Behinderung, ataktische Cerebralparese, Skoliose, Seheinschränkung, geistige Behinderung, Rollstuhlpflicht | OLG Frankfurt am Main, 01.11.2011 – 8 U 184/09 |
| 250.000 € | Schwere geburtshilfliche Schädigung, allgemeine geistige Entwicklungsstörung auf Niveau eines 7-8-jährigen Kindes, expressive Sprachentwicklungsstörung, Epilepsie, dauerhafte Pflegebedürftigkeit | OLG Hamm, 04.04.2017 – 26 U 88/16 |
| 250.000 € | Rückenmarksverletzung mit inkomplettem Querschnittsyndrom, spastischer Lähmung, Blasen- und Mastdarmstörung sowie Aryknorpelverletzung nach Bandscheibenoperation | LG Münster, 01.03.2018 – 111 O 25/14 |
| 200.000 € | Inkomplette Querschnittslähmung nach periradikulärer Lumbalinfiltration, Rollstuhlgebundenheit, Blasen- und Stuhlentleerungsstörungen (Anus praeter, Einmalkatheterismus) | OLG Köln, 12.01.2011 – 5 U 37/10 |
| 200.000 € | Schwere Hirnschädigung (Cerebralparese) nach fehlerhafter Geburtsbetreuung, psychomotorische Entwicklungsverzögerung, Feinmotorik- und Sprachstörungen, Mikrocephalie | OLG Düsseldorf, 17.03.2011 – I-8 U 108/09 |
| 200.000 € | Hypoxischer Hirnschaden, 100% Schwerbehinderung, Erwerbsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit, motorische Einschränkungen, Peronäusparese, Wahrnehmungs- und Orientierungsstörung | LG Essen, 04.01.2012 – 1 O 120/08 |
| 200.000 € | Sepsis, septischer Schock, hypoxisches Hirnödem, Schwerstbehinderung, Wachkoma/nicht ansprechbarer Zustand ohne Kommunikationsfähigkeit, dauerhafte Pflegebedürftigkeit. | OLG Düsseldorf, 15.03.2012 – I-8 U 161/10 |
| 200.000 € | Verkennung einer Schrumpfniere bei 15-Jähriger, 53 Operationen, zwei erfolglose Nierentransplantationen, dauerhafte Dialysepflicht | OLG Hamm, 03.07.2015 – 26 U 104/14 |
| 200.000 € | Hirnblutung, periventrikuläre Leukomalazie, körperliche sowie geistig-seelische Beeinträchtigungen mit Pflegestufe 2 | OLG Hamm, 13.10.2017 – 26 U 46/12 |
| 200.000 € | Schweres offenes Schädel-Hirn-Trauma 3. Grades mit Kalottenfrakturen, beiderseitige Lungenkontusion, Knieprellung, dauerhafte Hemiparese rechts, posttraumatische Epilepsie | LG Arnsberg, 16.02.2018 – 2 O 354/15 |
| 200.000 € | Behandlungsfehler bei Herz-Operation mit Primär- und Sekundärschädigungen sowie schweren dauerhaften gesundheitlichen Folgen und Einschränkungen der Lebensführung | LG Bochum, 14.11.2018 – 6 O 383/16 |
| 200.000 € | Offene Unterschenkelfraktur, Bandausriss am Wadenbein, Sprunggelenksruptur, Gehirnblutung, über 500 Tage Krankenhausaufenthalt, zahlreiche Operationen, Unterschenkelamputation. | OLG Frankfurt am Main, 04.06.2020 – 22 U 244/19 |
| 200.000 € | Faktische Erblindung eines jungen Erwachsenen nach Befunderhebungsfehlern | LG Bonn, 17.05.2023 – 9 O 109/20 |
| 190.000 € | Hirnschädigung nach perinataler Asphyxie, dauerhafte motorische Beeinträchtigungen, spastische Tetraplegie | LG Bielefeld, 11.06.2013 – 4 O 156/11 |
| 180.000 € | Traumatische subtotale Amputation des linken Armes, Plexusausriss, multiple Frakturen (Hals-/Brustwirbel, Rippen), Lungenquetschung, Schlaganfälle mit Lähmung und Aphasie | OLG Schleswig, 29.11.2018 – 7 U 22/18 |
| 175.000 € | Schwere Hirnblutung nach Geburt, 100% Schwerbehinderung, fokale Epilepsie, spastische Triparese, deformierte Gelenke/Füße, ausgeprägte Sprachentwicklungsstörung | OLG Hamm, 30.01.2008 – 3 U 71/07 |
| 170.000 € | Amputation beider Unterschenkel nach Fasziotomie infolge postoperativer Heparin-induzierter Thrombozytopenie vom Typ II (HIT II) mit lebenslangen körperlichen und psychischen Folgen | LG Hamburg, 19.05.2021 – 336 O 76/17 |
| 160.000 € | Inkomplette Paraparese, Rollstuhlpflicht, erhebliche Blasen- und Mastdarmentleerungsstörungen, spastische Verkrampfungen, sehr schwere Verletzung des rechten Beins | OLG München, 28.07.2022 – 24 U 404/21 |
| 153.387 € | Verlust der Persönlichkeit nach fehlerhaft behandeltem Kreislaufzusammenbruch im Anschluss an eine Operation | LG Bochum, 18.02.2002 – 6 O 321/97 |
| 150.000 € | Fehlbehandlung bei Sichelzellanämie, Toxizität durch Überdosierung, Innenohrschwerhörigkeit, Sehstörung, Lungengewebsschädigung, Herzmuskelschaden, Wachstumsstillstand | LG Bielefeld, 23.12.2008 – 4 O 413/06 |
| 150.000 € | Schädel-Hirn-Trauma mit intracranieller Blutung, Dens-Fraktur, gravierende motorische und Hirnleistungsdefizite, Wesensveränderung, Dauerpflegebedürftigkeit | LG Stendal, 24.07.2013 – 21 O 151/11 |
| 150.000 € | Schwere Brandverletzungen mit Entstellungen durch vorsätzliches Anzünden mit Spiritus, Narben an Hals, linkem Arm und linker Hand | LG Bielefeld, 08.06.2018 – 3 O 353/15 |
| 150.000 € | Schwere Verletzungen im Bereich von Thorax, Abdomen und rechtem Bein mit Oberschenkelamputation, chronisches Schmerzsyndrom, Organ- und Gewebeschäden | LG Darmstadt, 21.08.2020 – 29 O 167/18 |
| 150.000 € | Inkomplette Lähmung nach Hämatomausräumung, Gehfähigkeit nur mit Hilfsmitteln, Gefühlsstörungen, Blasenentleerungsstörung, depressive Episoden | OLG Hamm, 02.02.2021 – 26 U 54/19 |
| 150.000 € | Schwere Brandverletzungen durch Stromschlag, Amputation des linken Arms und beider Unterschenkel | LG Oldenburg (Oldenburg), 01.12.2023 – 2 O 2383/15 |
| 130.000 € | Schweres Schädel-Hirn-Trauma mit Hirnschädigung, Leberriss, Milzextirpation, Unterkiefer- und Hüftgelenkspfannenfraktur, erhebliche Dauerfolgen | OLG Celle, 16.09.2009 – 14 U 71/06 |
| 130.000 € | Retinopathia praematurorum (ROP) nach Behandlungsfehler: Erblindung auf dem rechten Auge und hochgradige Sehbehinderung auf dem linken Auge (GdB 100%). | OLG Oldenburg, 01.03.2023 – 5 U 45/22 |
| 125.000 € | Verletzung und Komplikationen im Säuglingsalter nach operativer Behandlung einer Urachusfistel | OLG Hamm, 28.10.2002 – 3 U 200/01 |
| 125.000 € | Beckenfraktur, Tibiaplateau-Trümmerfraktur, offene Tibiaschaftfraktur, Lungenembolie, Beinvenenthrombose, Gehbehinderung, depressive Episode, Störung des Körperbildes, erektile Dysfunktion | OLG Hamm, 13.01.2017 – 26 U 6/16 |
| 120.000 € | Sepsis, akutes Nierenversagen, Verlust eines Großteils des Darms, Oberschenkelamputation rechts nach verspäteten Operationen | LG Köln, 11.07.2018 – 25 O 290/16 |
| 120.000 € | Schwere Sturzverletzungen mit Dauerschäden nach Suizidversuch aus 20 Metern Höhe infolge fehlerhafter psychiatrischer Behandlung, Leben in betreuter Wohnform | OLG Hamm, 20.12.2022 – 26 U 15/22 |
| 120.000 € | Verzögerte Diagnose eines malignen Melanoms mit Metastasierung, Polyneuropathie, Gangstörung, Hörstürzen, Gallengangstenose, Hepatitis und verschlechterter Überlebensprognose | LG Köln, 07.03.2023 – 3 O 125/20 |
| 120.000 € | Drittgradige offene Unterschenkelfraktur, Dauerschmerzen, erhebliche psychische Folgen, Arbeitsunfähigkeit, zahlreiche Operationen und 10 Monate stationäre Behandlung | OLG Stuttgart, 20.02.2024 – 10 U 76/23 |
| 115.000 € | Schweres Schädel-Hirn-Trauma mit hirnorganischem Psychosyndrom, dauerhafte Einschränkungen der Lebensführung, Gleichgewichtsstörungen, Gesichtsdodeformierung | OLG Brandenburg, 04.11.2010 – 12 U 35/10 |
| 110.000 € | Vorgeburtlich oder während der Geburt entstandene schwere Hirnschädigung | OLG Naumburg, 11.03.2010 – 1 U 36/09 |
| 110.000 € | Schädel-Hirn-Trauma 3. Grades mit Kontusionsblutung, Hirnödem, Orbitaldachfraktur, Koma, epileptischer Anfall, dauerhaftes hirnorganisches Psychosyndrom | LG Köln, 06.05.2010 – 29 O 4/09 |
| 105.000 € | Offenes Schädel-Hirn-Trauma 2. Grades, Thoraxtrauma, Lungenkontusion, multiple Frakturen u. a. von Oberschenkel, Fersenbein, Fußwurzel, Außenknöchel und Handwurzel | LG Lübeck, 07.03.2025 – 10 O 300/23 |
| 100.000 € | Falsche Schädelöffnung aufgrund Seitenverwechslung, unnötige Gehirininspektion, Notwendigkeit einer Zweitoperation, Sehstörungen, Lähmungen und Gefühlsstörungen im Bein | OLG Stuttgart, 18.03.2003 – 1 U 81/02 |
| 100.000 € | Schwere Brandverletzungen 2. und 3. Grades an ca. 33 % der Körperoberfläche, Lebensgefahr, künstliche Beatmung, mehrere Hauttransplantationen, Bewegungseinschränkungen | LG Bochum, 09.07.2004 – 5 O 310/01 |
| 100.000 € | Behandlungsfehlerbedingte, fast vollständige Erblindung auf beiden Augen (diabetische Retinopathie), Erwerbsunfähigkeit, erhebliche psychische Belastung | LG Koblenz, 24.03.2006 – 10 O 244/04 |
| 100.000 € | Vollständige Erblindung im frühen Kindesalter nach Behandlungsfehler bei Frühgeburt | OLG Düsseldorf, 22.02.2007 – I-8 U 17/05 |
| 100.000 € | Sauerstoffunterversorgung mit hypoxischem Hirnschaden, schweres hirnorganisches Psychosyndrom, vollständige Pflegebedürftigkeit, später verstorben | OLG Hamm, 01.09.2008 – 3 U 245/07 |
| 100.000 € | Verletzung der Halswirbel und infolgedessen Querschnittslähmung | OLG Hamm, 27.05.2009 – 11 U 175/07 |
| 100.000 € | Rechtswidrige Entfernung von Geschlechtsorganen, Leben im falschen Geschlecht, schwere psychische Krise, chronische Harnwegsinfekte und Blasenentleerungsstörungen | LG Köln, 12.08.2009 – 25 O 179/07 |
| 100.000 € | Unbehandelter Schlaganfall mit dauerhafter rechtsseitiger armbetonter Hemiparese, Sprach- und Wortfindungsstörungen (Aphasie), Geschmacksstörung und erheblicher Pflegebedürftigkeit | LG Dortmund, 25.02.2010 – 4 O 165/07 |
| 100.000 € | Verzögerte Diagnose und Behandlung einer septischen Arthritis der Schulter, Abszess, septischer Schock, Koma, Mehrorganversagen, lange Intensivbehandlung, Dekubiti, letztlich Tod | LG Köln, 14.12.2010 – 3 O 257/08 |
| 100.000 € | Frische Lendenwirbelkörperfraktur (LWK 1) mit gravierenden Folgen nach Hochschleudern im Omnibus | OLG Hamm, 14.05.2012 – I-6 U 187/11 |
| 100.000 € | Verzögerte Diagnose eines Melanoms mit deutlicher Verkürzung der Lebenserwartung und ca. dreijähriger Leidenszeit bis zum Tod | OLG Hamm, 27.10.2015 – 26 U 63/15 |
| 100.000 € | Schwere Verletzungen nach Verkehrsunfall, zahlreiche Krankenhausaufenthalte und Operationen, dauerhafte Arbeitsunfähigkeit | LG Darmstadt, 17.09.2019 – 2 O 227/14 |
| 100.000 € | Pfeilerfraktur, Hemiquerfraktur des OS acebulus, Beckenringfraktur, posttraumatische Belastungsstörung, erhebliche Dauerschäden, Geh- und Bewegungseinschränkungen | OLG Frankfurt am Main, 17.06.2021 – 22 U 181/20 |
| 100.000 € | Brustbein- und Schlüsselbeinbruch, Rippenfrakturen, Hämatom der Flanke, Querfortsatzfrakturen der Lendenwirbelkörper, Läsion des Nervus cutaneus femoris lateralis | LG Münster, 14.02.2025 – 2 O 99/20 |
| 100.000 € | Akuter transmuraler Vorderwandinfarkt, Herzkreislaufstillstand, Reanimation, hypoxischer Hirnschaden mit Tetraspastik und zerebraler Krampfneigung, Langzeitbeatmung, Pflegebedürftigkeit | OLG Düsseldorf, 18.09.2025 – 8 U 112/22 |
| 100.000 € | Trümmerfraktur des linken Oberarms, Schädelhirntrauma I. Grades, stumpfes Thoraxtrauma, Rippenserie, Hemiendoprothese, Dauerschmerz, PTBS, Depression, Erwerbsminderung | OLG Brandenburg, 15.01.2026 – 8 U 3/26 (vormals 12 U 124/24) |
| 90.000 € | Verletzung des Siebbeindaches und Hirnverletzung bei Operation, Duraläsion, wiederkehrende бактериelle Meningitis, geminderte Hirnleistungsfähigkeit, Operationsnotwendigkeiten | LG Neuruppin, 07.02.2020 – 3b O 25/14 |
| 90.000 € | Schwere Beeinträchtigungen und Tatfolgen durch eine Spreng- und Brandvorrichtung (Explosion) | LG Münster, 06.12.2024 – 2 Ks 8/24 (30 Js 87/24) |
| 85.000 € | Nichterkennung eines Kompartment-Syndroms mit Schmerzen, Missempfindungen in den Beinen, Geh- und Steheinschränkungen sowie möglichen Gelenkfolgeschäden | LG Köln, 11.06.2008 – 25 O 410/06 |
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Haushaltsführungsschaden neben dem Schmerzensgeld
Das Schmerzensgeld nach § 253 Absatz 2 BGB gleicht die immateriellen Folgen aus, also Schmerzen und Beeinträchtigung der Lebensführung. Wer den eigenen Haushalt wegen der Verletzung nicht mehr führen kann, hat daneben einen eigenen Anspruch auf Ersatz des Haushaltsführungsschadens. Der wird materiell berechnet, meist über die Stunden, die im Haushalt ausfallen, und einen Stundensatz für eine Ersatzkraft. Beide Posten stehen nebeneinander und werden getrennt beziffert. In 164 Urteilen dieser Tabelle geht das Gericht auf beide Posten ein: diese Urteile ansehen.
Woher die Zahlen kommen
Grundlage sind die 606.761 Entscheidungen dieser Datenbank. Ausgewertet wurden alle Entscheidungen ab 2002, in denen ein Schmerzensgeldbetrag in Euro genannt ist. Für jede Entscheidung wurde geprüft, ob das entscheidende Gericht den Betrag selbst zugesprochen hat; nur dann steht die Zeile in der Tabelle. Beträge, die nur gefordert, von einer anderen Instanz zugesprochen, aufgehoben oder aus fremden Entscheidungen zitiert wurden, bleiben außen vor. Jede Zeile ist zusätzlich gegen den Wortlaut der Entscheidung geprüft. Stand: 07.09.2026.
Quellen der ausgewerteten Entscheidungen: rechtsprechung-im-internet.de (Bundesgerichte), eigene Websites der Gerichte sowie Open Legal Data (Instanzgerichte, ODbL v1.0). Die Tabelle selbst steht unter derselben Lizenz.
Die Tabelle ersetzt keine rechtliche Beratung. Gerichte bemessen das Schmerzensgeld nach dem Einzelfall; frühere Beträge binden sie nicht. Bei Entscheidungen mit mehreren Verletzten ist der Betrag der hauptbetroffenen Person angegeben.