Schmerzensgeldtabelle
1.104 Urteile · Median 7.179 Euro · 100 bis 1.000.000 Euro
Wie hoch das Schmerzensgeld ausfällt, entscheidet immer das Gericht im Einzelfall. Einen Anhaltspunkt geben aber die Beträge, die deutsche Gerichte in vergleichbaren Fällen zugesprochen haben. Diese Tabelle listet 1.104 solcher Beträge. Jede Zeile stammt aus einer Entscheidung, die in dieser Datenbank im Volltext liegt, und ist mit ihr verlinkt. Aufgenommen wird nur, was das entscheidende Gericht selbst zugesprochen hat, nicht die Forderung der klagenden Seite.
Wie viel Schmerzensgeld nach einem Unfall?
Für Verkehrsunfälle enthält die Tabelle 307 Urteile. Der mittlere zugesprochene Betrag liegt bei 5.000 Euro, die Spanne reicht von 100 bis 500.000 Euro. Leichte Verletzungen wie eine Distorsion der Halswirbelsäule bewegen sich am unteren Ende, schwere Dauerschäden wie ein Schädel-Hirn-Trauma mit Pflegebedürftigkeit am oberen. Maßgeblich sind Art und Dauer der Beeinträchtigung, Dauerfolgen, das Verschulden und ein etwaiges Mitverschulden. Alle Urteile zu Verkehrsunfällen.
Beträge nach Verletzung
| Betrag | Verletzung und Folgen | Entscheidung |
|---|---|---|
| 22.500 € | Schussverletzung im Bauchbereich, vier Operationen, große dauerhafte Narben, Narbenschmerzen, Bauchbeschwerden mit Abführschwierigkeiten, Medikamenteneinnahme | LG Kiel, 12.06.2020 – 8 O 80/16 |
| 22.000 € | Zweifacher Kieferbruch (dislozierte offene Kieferwinkelfraktur rechts, Paramedianfraktur links), operative Behandlung, Nervenschaden mit dauerhafter Taubheit, Kieferfehlstellung | LG Wuppertal, 08.05.2023 – 2 O 175/19 |
| 21.000 € | Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, Vergewaltigung und sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen in mehreren Fällen mit Schmerzen und Folgen für das Opfer | LG Ingolstadt, 17.02.2021 – J KLs 11 Js 20719/18 jug |
| 20.452 € | Faustschlag ins Gesicht, Schädel-Hirn-Trauma mit Kontusion und Ödem, Gesichtsschädelfrakturen, Riech- und Geschmacksverlust, Hörminderung, Behinderung von 70% | LG Dortmund, 06.12.2002 – 3 O 323/02 |
| 20.000 € | Fehlbehandlung eines Säuglings nach Oberschenkelhämatom/Beinschwellung, Notwendigkeit weiterer stationärer Aufenthalte | LG Osnabrück, 06.11.2002 – 2 O 2740/00 |
| 20.000 € | Unbehandeltes sekundäres Glaukom nach perforierender Augenverletzung, Erblindung und Verlust des rechten Auges | LG Mainz, 21.03.2003 – 9 O 437/01 |
| 20.000 € | Schnittverletzung am Rücken, Schnittverletzungen an Hand, Zeigefinger und Daumen durch Messerangriff, Würgen | LG Kleve, 13.12.2004 – 140 Ks 4/04 LG |
| 20.000 € | Bruch des ersten Lendenwirbels, Hüftpfannenbruch, Beckenringfraktur, Schienbeinkopfbruch mit Ausriss des vorderen Kreuzbandes, Kniegelenksluxation mit Bänderrissen, SHT, Dauerfolgen | OLG Koblenz, 07.03.2005 – 12 U 1262/03 |
| 20.000 € | Nervenschädigung und Hodenverlust/Gefäßverletzung nach Leistenbruchoperation, Impotenz, Notwendigkeit einer Prothese | OLG Koblenz, 15.12.2005 – 5 U 676/05 |
| 20.000 € | Schwere hypoxische Hirnschädigung mit weitgehender Zerstörung des Großhirns, tiefes Koma, Paraplegie, künstliche Ernährung und Beatmung, nachfolgender Tod | OLG Düsseldorf, 15.12.2005 – 8 U 24/04 |
| 20.000 € | Infektion nach Injektion ins Kniegelenk, mehrfache Operationen, fortgeschrittene postinfektiöse Arthrose, Implantation einer Kniegelenksoberflächenprothese, dauerhafte Einschränkungen | OLG Hamm, 09.04.2008 – 3 U 181/07 |
| 20.000 € | Mehrfacher schwerer sexueller Missbrauch eines 10-jährigen Kindes mit aggressivem Verhalten, Schlafstörungen, Leistungsabfall und psychologischem Betreuungsbedarf | LG Münster, 21.08.2008 – 012 O 181/08 |
| 20.000 € | Instabile Lendenwirbelkörperfraktur (LWK 3), zwei Operationen mit Wirbelkörperversteifung, Reha-Maßnahme, Tragen von Korsett/Corsage, dauerhafte Schmerzen und Bewegungseinschränkung | LG Dortmund, 14.11.2008 – 12 O 264/06 |
| 20.000 € | Handgelenks- und Ellenbogenspeichengelenksbruch rechts, Prellung des rechten Auges mit Makula-Ödem und praktisch vollständigem Verlust der Sehkraft auf dem rechten Auge | LG Dortmund, 06.02.2009 – 21 O 473/03 |
| 20.000 € | Brüche an beiden Unterschenkeln, u.a. komplizierter Wadenbeinbruch, zweimonatige Rollstuhlpflicht, langwieriger Genesungsprozess, bevorstehende Metallentfernung | LG Münster, 18.11.2009 – 012 O 287/09 |
| 20.000 € | Grob fehlerhafte Narkoseführung, Reanimationspflichtigkeit, Koma und Versterben an den Folgen eines Hirnödems 10 Tage nach dem Eingriff | LG Bochum, 27.01.2010 – I-6 O 78/08 |
| 20.000 € | Lebensgefährliche Verletzungen, Verbrennungen 2. Grades an 31% des Körpers, Juckreiz, schmerzhafte Beeinträchtigungen beim Schwitzen, schockbedingte Psychotherapie | ArbG Oberhausen, 17.02.2010 – 1 Ca 1181/09 |
| 20.000 € | Posttraumatische Belastungsstörung mit depressiver Episode, Schlafstörungen, Angstzuständen, sozialem Rückzug, Verlust der Lebensfreude und voller Erwerbsminderung | LG Wuppertal, 10.03.2011 – 16 O 151/07 |
| 20.000 € | Refraktur des Oberschenkels, Fehlbehandlung, Nachoperation, Wundinfektion mit Bluttransfusion, Narbenbildung, Beinmuskelveränderung | OLG Thüringen, 26.07.2011 – 4 U 13/11 |
| 20.000 € | Sakraldekubitus IV. Grades (schweres Druckgeschwür) nach Behandlungsfehler bei Dekubitusprophylaxe, langwierige operative Versorgung | LG Bonn, 23.12.2011 – 9 O 364/08 |
| 20.000 € | Verlust des Geruchssinns und starke Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel nach Sturz bei Stunt-Workshop | OLG Brandenburg, 17.01.2012 – 6 U 96/10 |
| 20.000 € | Fersen-, Schienbein-, Mittelhand-, Nasenbein- und Innenknöchelfraktur, Thorax- und Schulterprellung sowie Schädelhirntrauma I. Grades | LG Paderborn, 22.11.2012 – 3 O 266/11 |
| 20.000 € | Verspätete Diagnose eines Mammakarzinoms (Brustkrebs), dadurch zusätzliche Behandlungen (u. a. Chemotherapie, Lymphknotenentfernung) und verschlechterte Prognose | OLG Hamm, 12.08.2013 – 3 U 57/13 |
| 20.000 € | Schockschaden durch Miterleben der schweren Unfallverletzung des Sohnes, posttraumatisches Belastungssyndrom, schwere Essstörung (Magersucht) | OLG Köln, 03.12.2013 – 15 U 191/09 |
| 20.000 € | Schwerwiegende Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch systematische Mobbingaktivitäten am Arbeitsplatz mit erheblichen psychischen Gesundheitsschäden | LAG Rheinland-Pfalz, 13.03.2014 – 2 Sa 96/13 |
| 20.000 € | Schnittverletzung der Speiseröhre bei Wirbelsäulenoperation, Notfalloperation, mehrmonatige Sondenernährung, dauerhafte Schluckbeschwerden | OLG Hamm, 23.10.2015 – 26 U 182/13 |
| 20.000 € | Dauerhafter partieller Haarverlust (Alopezie) nach Chemotherapie mit erheblichen und nachhaltigen psychischen Folgen und seelischen Belastungen | OLG Köln, 21.03.2016 – 5 U 76/14 |
| 20.000 € | Schwere Schulterverletzungen (beidseitig ausgerenkt, Abbruch Schulterpfanne), Teilriss des vorderen Kreuzbandes, Prellungen | LG Dortmund, 25.05.2016 – 21 O 167/15 |
| 20.000 € | Zweigradige offene Unterarmfraktur beiderseits, multiple Bissverletzungen, knöcherne und nervliche Handgelenksverletzungen, Vernarbungen, psychische Folgen | LG Neuruppin, 22.12.2017 – 1 O 143/14 |
| 20.000 € | Schädel-Hirn-Trauma, Kalottenfraktur, Subarachnoidalblutung, Kopfplatzwunde, LWS-Prellung, dauerhafter Verlust des Geruchssinns (Anosmie) | OLG Nürnberg, 28.08.2020 – 13 U 1187/20 |
| 20.000 € | Schwere Beeinträchtigungen mit Gehbehinderung, Nutzung von Unterarmgehstützen, jahrelanger Arbeitsunfähigkeit und Erwerbsminderung | OLG Brandenburg, 02.09.2021 – 12 U 250/20 |
| 20.000 € | Verletzungen mit verbleibenden Dauerfolgen und dauerhafter Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) von 20% | OLG München, 16.02.2022 – 10 U 6245/20 |
| 20.000 € | Fraktur des 12. Brustwirbels, Spondylodese, chronisches Schmerzsyndrom, Neuropathie, Parästhesien, PTBS, Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule | LG Köln, 07.12.2022 – 3 O 176/19 |
| 20.000 € | Gesundheitsschaden nach rechtswidriger Hüft-TEP-Implantation wegen fehlerhafter Aufklärung, Re-Operation (Pfannenwechsel), Mobilitätseinschränkungen | OLG Hamm, 20.12.2022 – 26 U 46/21 |
| 20.000 € | Nervschaden nach Wurzelspitzenresektion mit Taubheit der Unterlippe und des Zahnfleisches, Brennen, Schmerzattacken und Kau- sowie Artikulationsbeeinträchtigungen | LG München II, 01.03.2023 – 1 O 227/21 Hei |
| 20.000 € | Schockschaden mit posttraumatischer Belastungsstörung und schwerer Depression nach dem Tod der neugeborenen Tochter infolge eines Geburtsfehlers | LG Aurich, 13.06.2023 – 5 O 1353/19 |
| 20.000 € | Irreparable Lungendiffusionsstörung (Papageienkrankheit) mit Atemproblemen, Amputation mehrerer Zehenglieder an beiden Füßen mit täglichen Schmerzen, GdB 70 mit Merkzeichen G | LG Mönchengladbach, 31.03.2025 – 6 O 102/22 |
| 20.000 € | Zweifache Vergewaltigung mit Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung, Nachwirkungen im allgemeinen Wohlbefinden und dauerhaften seelischen Belastungen | LG Düsseldorf, 18.07.2025 – 14e O 181/22 |
| 18.104 € | Offene Weber-B-Fraktur des Außenknöchels rechts sowie traumatische Ruptur von Bändern in Höhe des oberen Sprunggelenks und des Fußes rechts mit Nervenschädigung | OLG Köln, 06.12.2018 – 3 U 49/18 |
| 18.000 € | Aufprallverletzungen nach Sturz, erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen mit Schulterverspannungen, Kopfschmerzen und Kraftverlust in den Händen | OLG Oldenburg, 27.03.2002 – 2 U 21/02 |
| 18.000 € | Fehlgeschlagene Laserbehandlung am Auge mit massiver Sehverschlechterung auf -13,5 Dioptrien, Erblindungsnähe sowie schweren psychischen Folgen und Depressionen | LG Paderborn, 23.07.2003 – 4 O 610/01 |
| 18.000 € | Sehr starke Einschränkung des Sehvermögens auf beiden Augen, erhebliche Einengung des Sichtfeldes, Verlängerung des Krankenhausaufenthaltes um zwei Wochen. | LG Bielefeld, 07.01.2004 – 4 O 417/01 |
| 18.000 € | Schädel-Hirn-Trauma, Gesichtsfrakturen, Gehirnblutung, Lungenquetschung, offene Unterschenkelfraktur, Dauerschäden | OLG Düsseldorf, 20.06.2005 – I-1 U 237/04 |
| 18.000 € | Chronische posttraumatische Belastungsreaktion (Post-Shooting-Syndrom), Dienstunfähigkeit und Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand | OLG Koblenz, 08.03.2010 – 1 U 1137/06 |
| 18.000 € | Beidseitige Mittelgesichtsfraktur Le Fort II, beidseitige Orbitabodenfraktur und HWS-Distorsion nach vorsätzlichen Schlägen und Tritt ins Gesicht | LG Frankenthal (Pfalz), 16.05.2013 – 6 O 52/13 |
| 18.000 € | Toxische Kontaktdermatitis nach Blondierung, Anschwellen des Gesichts, Gewebeabsterben an der Kopfhaut und dauerhafter Haarverlust | OLG Koblenz, 22.07.2013 – 12 U 71/13 |
| 17.500 € | Erstgradig offener Unterschenkelbruch links, 13 Operationen (darunter Knochentransplantationen), Infektion, Dauerfolge: Beinverkürzung um 1,5 bis 2 cm, Gehbehinderung | OLG Köln, 13.01.2009 – 3 U 173/05 |
| 17.000 € | Rippenfrakturen, schwere Quetschung des rechten Vorfußes mit Mittelfußfrakturen, Spalthauttransplantation, ausgedehnte Narbenbildungen, Minderung der Erwerbsfähigkeit von 20 % | OLG Hamm, 29.03.2004 – 6 U 14/04 |
| 17.000 € | Dislozierte Berstungsfraktur LWK 3, Beckenverletzungen (Open-Book, ISG-Sprengung), Hüftgelenksluxation, Läsion Plexus lumbalis, Intensivbehandlung und psychiatrische Folgen | LG München II, 24.10.2022 – 2 O 5252/19 |
| 17.000 € | HWK 3 Bogenfraktur, Orbitadach- und Orbitawandfraktur, Nasenbeinfraktur, multiple schwerste Schürfwunden am gesamten Körper mit Ablederung/Verbrennungen dritten Grades | OLG Oldenburg, 24.09.2025 – 5 U 30/25 |
| 16.000 € | Schwere Verletzungen mit Krankenhausaufenthalten, Tragen eines Korsetts und drohender frühzeitiger Arthrose des Sprunggelenks sowie verbleibender Dauerfolge | OLG Hamm, 23.12.2004 – 27 U 215/00 |
| 16.000 € | Frakturen an Daumen und Unterarm, multiple Schnittverletzungen, Bewegungseinschränkungen der Hand bei Linkshänderin, Narben, Taubheitsgefühl, Pseudoarthrose | OLG Oldenburg, 20.06.2008 – 11 U 3/08 |
| 16.000 € | Verletzungen am rechten Knöchel und Knie, stationäre Behandlungen, diverse Schmerzbereiche und funktionelle Einschränkungen | LG Tübingen, 25.03.2025 – 5 O 9/24 |
| 16.000 € | Vergewaltigung in mehreren Fällen und sexueller Missbrauch | BGH, 12.08.2025 – 4 StR 86/25 |
| 15.339 € | Hundebiss in die linke Hand, oberflächliche Bissmarken, Hämatomschwellung, Komplikation in Form von Sudeck'scher Dystrophie mit Schmerzausstrahlung | LG Dortmund, 11.09.2002 – 5 O 69/00 |
| 15.000 € | Verzögerte Diagnose und Behandlung einer Sprunggelenksfraktur nach Fehldiagnose, ausgeprägte Gehbehinderungen | OLG Köln, 05.06.2002 – 5 U 226/01 |
| 15.000 € | Fehlerhafte Implantation eines Cava-Schirmfilters, dauerhafte Einnahme von Blutverdünnern, erhöhtes Thromboserisiko, Einschränkungen in Lebensführung und Beruf | OLG Hamm, 24.09.2003 – 3 U 80/02 |
| 15.000 € | Schwere Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch vorverurteilende Berichterstattung über eine angebliche Vergewaltigung mit Identifizierung des Betroffenen. | LG Köln, 21.01.2004 – 28 O 96/03 |
| 15.000 € | Verlust des Bisses nach fehlerhafter zahnprothetischer Behandlung, keine tolerable Okklusionsposition trotz zahlreicher Nachbehandlungen | LG Aachen, 28.01.2004 – 11 O 494/95 |
| 15.000 € | Intrauteriner Fruchttod vor Entbindung durch Behandlungsfehler, schwere seelische Traumatisierung der Mutter | LG Bochum, 24.03.2004 – 6 O 374/02 |
| 15.000 € | Fehlgeschlagene funktionelle und prothetische Zahnbehandlung, langjährige schmerzhafte Nach- und Weiterbehandlungen ohne Besserung | OLG Köln, 23.08.2006 – 5 U 22/04 |
| 15.000 € | Bruch der linken Schulter bei vorbestehend versteiftem rechten Arm, dauerhafte Bewegungsbeeinträchtigung, stationäre Behandlung, Pflegebedürftigkeit | OLG Köln, 29.09.2006 – 19 U 193/05 |
| 15.000 € | Deformierung beider Brüste nach fehlerhafter Brustvergrößerung, verbliebene Asymmetrie und Delle, Beschwerden in den Armen sowie psychische Belastung | OLG Düsseldorf, 25.10.2007 – I-8 U 84/06 |
| 15.000 € | Amputation von vier Zehen am rechten Fuß durch Rasenmähtrecker mit lebenslanger Notwendigkeit von Orthopädischen Schuhen | OLG Hamm, 29.10.2007 – 6 U 34/07 |
| 15.000 € | Schaftbruch einer Hüft-Totalendoprothese, verfrühter und komplikationsbeladener Prothesenwechsel sowie Revisionsoperation | OLG Frankfurt am Main, 20.04.2010 – 8 U 187/08 |
| 15.000 € | Durchtrennung des linken Samenleiters bei Leistenhernienoperation mit psychischer Belastung wegen möglicher künftiger Fertilitätsstörungen | OLG Brandenburg, 15.07.2010 – 12 U 232/09 |
| 15.000 € | Verzögerte Diagnose und Behandlung eines Plattenepithelkarzinoms/Mundbodenkarzinoms um vier Monate, schwerwiegendere Tumoroperation, Ungewissheit bis zum Tod | LG Dortmund, 09.02.2011 – 4 O 124/08 |
| 15.000 € | Instabile Berstungsfraktur des LWK 1 (operativ versorgt), kleine knöcherne Absprengung am Trochanter major des linken Oberschenkels, Hämatom am rechten Oberschenkel | LG Wiesbaden, 17.03.2011 – 9 O 342/08 |
| 15.000 € | Tödliche Lungenembolie durch Beinvenenthrombose infolge unterlassener Thromboseprophylaxe, Luftnot und Erstickungsängste vor dem Tod | LG Potsdam, 05.05.2011 – 11 O 187/08 |
| 15.000 € | Bauchschmerzen und Bauchdeckenabszess nach Zurücklassen eines Bauchtuchs im Körper bei einer Operation | LG Bochum, 23.11.2011 – 6 O 322/10 |
| 15.000 € | Übersehene Fersenbeinfraktur, fehlerhafte Belastung, unindizierte Operation mit Komplikationen, Wundheilungsstörungen und Folgeoperationen inklusive Hauttransplantation | OLG Frankfurt am Main, 28.06.2012 – 22 U 91/09 |
| 15.000 € | Schwere psychische Erkrankung (Posttraumatische Belastungsstörung, schwere depressive Episode, somatoforme Schmerzstörungen) nach tödlichem Verkehrsunfall der Tochter | OLG Frankfurt am Main, 19.07.2012 – 1 U 32/12 |
| 15.000 € | Grob fehlerhafte Ruhigstellung der Hand nach Fingerbruch, dadurch dauerhafte erhebliche Bewegungseinschränkung und Minderung der Greifkraft an der rechten Hand, M. Sudeck | OLG Köln, 13.03.2013 – 5 U 88/12 |
| 15.000 € | Verlust der Ejakulationsfähigkeit und persistierende Harninkontinenz dritten Grades nach rechtswidriger operativer Entfernung der Prostata und Samenbläschen | LG Berlin, 03.05.2013 – 36 O 158/11 |
| 15.000 € | Folgen einer unzureichend aufgeklärten Augen-Operation, Sehschärfenreduzierung, dezente Nebelbildung, trockene Augen | LG Bochum, 24.07.2013 – I-6 O 252/12 |
| 15.000 € | Folgen fehlerhafter augenärztlicher Behandlung (Lasik-OP): Sehschärfenreduzierung, dezente Nebelbildung, trockene Augen und zusätzliche Operationen | LG Bochum, 24.07.2013 – 6 O 252/12 |
| 15.000 € | Beckenbruch mit Symphysen- und ISG-Fugen-Sprengung, Plattenosteosynthese, Blasenverletzung, Bauchwanddefekt, mehrere Operationen, dauerhafte Beeinträchtigungen | OLG Koblenz, 04.11.2013 – 12 U 1296/12 |
| 15.000 € | Radiusmehrfragmentfraktur der rechten Hand mit fehlerhafter Behandlung, erhebliche Fehlstellung im Gelenk, beginnende Arthrose, Ruhe- und Belastungsschmerzen | OLG Hamm, 05.11.2013 – 26 U 145/12 |
| 15.000 € | Unnötige Folgeoperationen und mehrtägige Krankenhausaufenthalte sowie lokale Hautreizungen nach fehlerhafter fotodynamischer Therapie eines Basalzellkarzinoms an der Wange | OLG Hamm, 25.02.2014 – 26 U 157/12 |
| 15.000 € | Rechtswidrige und fehlerhafte zahnärztliche Behandlung (Entfernung von Backenzähnen nach Fehldiagnose) mit langjährigen Beeinträchtigungen und psychischen Folgen | LG Frankenthal (Pfalz), 19.03.2014 – 4 O 450/11 |
| 15.000 € | Verzögerte Diagnose und Behandlung eines Synovialsarkoms am Unterschenkel, Fuß- und Großzehenheberschwäche mit dauerhaften Bewegungseinschränkungen | OLG Hamm, 18.02.2015 – 3 U 166/13 |
| 15.000 € | Verzögerte Krebsdiagnose, dadurch unnötige Trachelektomie bei Gebärmutterhalskrebs, operative Eingriffe bei künftigen Schwangerschaften nötig | KG, 31.08.2015 – 20 U 314/12 |
| 15.000 € | Verzögerung einer Glaukom-Operation um vier Jahre, Verschlechterung der Nervenstruktur des Sehnervs, größere Gesichtsfelddefekte, erhöhtes Erblindungsrisiko | OLG Hamm, 15.01.2016 – 26 U 48/14 |
| 15.000 € | Schwere posttraumatische Belastungsstörung, Anpassungsstörung und Depressionen nach fehlerhafter geburtshilflicher Behandlung und Aufklärung | LG Köln, 29.06.2016 – 25 O 424/10 |
| 15.000 € | Schwerwiegende psychische Erkrankung in Form einer posttraumatischen Belastungsstörung mit fortdauernden Beeinträchtigungen und Arbeitsunfähigkeit | OLG Hamm, 02.03.2018 – 11 U 131/16 |
| 15.000 € | Rotatorenmanschettenruptur, langfristige Arbeitsunfähigkeit, mehrfache Operationen, Komplikationen im Heilungsverlauf, dauerhafte Einschränkung der Schulterbeweglichkeit | OLG Brandenburg, 19.12.2018 – 7 U 133/17 |
| 15.000 € | Schultereckgelenksverrenkung (Rockwood-III) mit Zerreißung sämtlicher Bandverbindungen, zwei Operationen, Dauerschaden mit Beschwerden bei Überkopftätigkeiten und Sport | LG Halle, 09.04.2020 – 5 O 140/17 |
| 15.000 € | Fehlerhafte Behandlung einer HWS-Verletzung mit dauerhaften Beeinträchtigungen | OLG Brandenburg, 10.11.2022 – 12 U 45/17 |
| 15.000 € | Verletzungen durch eine vorsätzlich begangene unerlaubte Handlung | BGH, 20.04.2023 – 2 StR 368/22 |
| 15.000 € | Fehlerhafte Zahnarztbehandlung, Verlust von vier Zähnen, jahrelanges Tragen einer ungeeigneten Prothetik mit erheblichen Schmerzen und notwendiger kompletter Neuversorgung | LG Karlsruhe, 26.07.2023 – 6 O 140/17 |
| 15.000 € | Durchschuss beider Oberschenkel mit Oberschenkelknochenbruch, Notoperation, Intensivbehandlung, Narbenbildung, Taubheitsgefühl, PTBS und Anpassungsstörung | LG Köln, 04.01.2024 – 321 Ks 10/21 |
| 15.000 € | Rippenfraktur, leichtes Schädel-Hirn-Trauma, psychische Folgen (akute Belastungsreaktion, Anpassungsstörung) | OLG Schleswig, 19.03.2024 – 7 U 93/23 |
| 15.000 € | Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in drei Fällen und sexueller Missbrauch von Kindern in fünf Fällen | LG Essen, 24.04.2024 – 25 KLs-12 Js 3021/22-23/23 |
| 15.000 € | Psychische Folgen und alltagsrelevante Beeinträchtigungen durch jahrelangen sexuellen Missbrauch im Kindesalter | LG Bonn, 20.06.2024 – 21 KLs 1/23 |
| 15.000 € | Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch rechtswidrige Dauer-Videoüberwachung am Arbeitsplatz | ArbG Dortmund, 13.09.2024 – 3 Ca 1093/24 |
| 15.000 € | Polytrauma, Subduralhämatom, mehrere Frakturen, Schmerzen am Schlüsselbein, schmerzhafte Narbe an der Hüfte, geringgradig eingeschränkte Drehfähigkeit der Hüfte | OLG Brandenburg, 03.04.2025 – 12 U 5/24 |
| 15.000 € | Vordere Beckenringfraktur rechts, Hämatome, Urindranginkontinenz, Pflegebedürftigkeit und verbliebene Schmerzbelastung | LG Flensburg, 13.07.2025 – 5 O 5/22 |
| 14.700 € | Fehlerhafte Oberschenkel-Frakturreposition, Notwendigkeit einer Revisionsoperation mit Behandlungsverzögerung sowie Fersendekubitus | OLG Hamm, 20.11.2015 – 26 U 27/15 |
| 14.000 € | Schwere Verletzungen am linken Bein, Knieverrenkungsbruch, Trümmerbruch des Schienbeinkopfes, Kniegelenksprothese, chronischer Schmerzpatient | OLG Schleswig, 09.01.2014 – 7 U 83/13 |
| 14.000 € | Kniegelenksdistorsion mit Erguss sowie unfallbedingt entwickelte chronische Depression und Agoraphobie | LG Flensburg, 22.12.2023 – 2 O 177/20 |
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Haushaltsführungsschaden neben dem Schmerzensgeld
Das Schmerzensgeld nach § 253 Absatz 2 BGB gleicht die immateriellen Folgen aus, also Schmerzen und Beeinträchtigung der Lebensführung. Wer den eigenen Haushalt wegen der Verletzung nicht mehr führen kann, hat daneben einen eigenen Anspruch auf Ersatz des Haushaltsführungsschadens. Der wird materiell berechnet, meist über die Stunden, die im Haushalt ausfallen, und einen Stundensatz für eine Ersatzkraft. Beide Posten stehen nebeneinander und werden getrennt beziffert. In 164 Urteilen dieser Tabelle geht das Gericht auf beide Posten ein: diese Urteile ansehen.
Woher die Zahlen kommen
Grundlage sind die 607.000 Entscheidungen dieser Datenbank. Ausgewertet wurden alle Entscheidungen ab 2002, in denen ein Schmerzensgeldbetrag in Euro genannt ist. Für jede Entscheidung wurde geprüft, ob das entscheidende Gericht den Betrag selbst zugesprochen hat; nur dann steht die Zeile in der Tabelle. Beträge, die nur gefordert, von einer anderen Instanz zugesprochen, aufgehoben oder aus fremden Entscheidungen zitiert wurden, bleiben außen vor. Jede Zeile ist zusätzlich gegen den Wortlaut der Entscheidung geprüft. Stand: 07.09.2026.
Quellen der ausgewerteten Entscheidungen: rechtsprechung-im-internet.de (Bundesgerichte), eigene Websites der Gerichte sowie Open Legal Data (Instanzgerichte, ODbL v1.0). Die Tabelle selbst steht unter derselben Lizenz.
Die Tabelle ersetzt keine rechtliche Beratung. Gerichte bemessen das Schmerzensgeld nach dem Einzelfall; frühere Beträge binden sie nicht. Bei Entscheidungen mit mehreren Verletzten ist der Betrag der hauptbetroffenen Person angegeben.