Schmerzensgeldtabelle
164 Urteile · Median 10.113 Euro · 250 bis 550.000 Euro
Wie hoch das Schmerzensgeld ausfällt, entscheidet immer das Gericht im Einzelfall. Einen Anhaltspunkt geben aber die Beträge, die deutsche Gerichte in vergleichbaren Fällen zugesprochen haben. Diese Tabelle listet 164 solcher Beträge. Jede Zeile stammt aus einer Entscheidung, die in dieser Datenbank im Volltext liegt, und ist mit ihr verlinkt. Aufgenommen wird nur, was das entscheidende Gericht selbst zugesprochen hat, nicht die Forderung der klagenden Seite.
Beträge nach Verletzung
| Betrag | Verletzung und Folgen | Entscheidung |
|---|---|---|
| 8.000 € | Nicht dislozierte Patellafraktur, stumpfes Thoraxtrauma, HWS-Schleudertrauma und kurzzeitige posttraumatische Belastungsreaktion | OLG Brandenburg, 19.12.2024 – 12 U 214/20 |
| 7.500 € | Ellenbogenbruch rechts, multiple Operationen, Beugeeinschränkung, Taubheitsgefühl und Bewegungseinschränkung der Finger, Minderung der Erwerbsfähigkeit um 20 % | OLG Saarbrücken, 18.10.2011 – 4 U 400/10 - 119 |
| 7.500 € | Trimalleoläre OSG-Luxationsfraktur links, operative Versorgung, stationäre Behandlung, Bewegungseinschränkungen und Dauerschmerzen | LG Kiel, 28.06.2017 – 13 O 9/15 |
| 7.500 € | Verletzung durch Sturz infolge der Verletzung von Streupflichten | OLG Schleswig, 03.04.2018 – 11 U 93/17 |
| 7.000 € | Übersehen eines Nierensteins, schwerer Sepsisanfall (Urosepsis), Notoperation, chronische Funktionsbeeinträchtigung der linken Niere | OLG Rostock, 21.12.2012 – 5 U 170/11 |
| 7.000 € | Radiusköpfenfraktur rechts, Anpralltrauma, Läsionen, Kapsel- und Bandrupturen mit bleibenden Bewegungseinschränkungen und dauerhafter Beeinträchtigung des Hand- und Unterarmbereichs | LG Frankfurt am Main, 07.07.2021 – 2-13 O 130/19 |
| 6.500 € | Maisonneuve-Fraktur des Sprunggelenks (Wadenbeinfraktur, Innenknöchelfraktur, Volkmann'sches Dreieck), Operation, dauerhafte MdE von 10% | OLG Düsseldorf, 25.08.2015 – I-21 U 8/14 |
| 6.000 € | Rippenserienfraktur links mit Hämato- und Pneumothorax, offene Luxation des Daumengrundgelenks mit ulnarer Seitenbandruptur | OLG Celle, 10.06.2004 – 14 U 136/03 |
| 6.000 € | Vordere Kreuzbandruptur und Teilruptur des Innenbandes des linken Knies, Operation, Reha, Taubheitsgefühl, Sportunfähigkeit bzgl. American Football | LG Kiel, 04.02.2011 – 9 O 53/09 |
| 6.000 € | Rippenfraktur, HWS-Distorsion, Prellungen, psychische Belastungen nach Unfall im Ausland und Tod des Bruders | OLG Celle, 22.01.2020 – 14 U 106/18 |
| 5.000 € | Halswirbelsäulen-Distorsion, Schulterprellung und unfallbedingte Bewegungseinschränkungen | OLG Köln, 04.09.2003 – 12 U 267/00 |
| 5.000 € | Schwerwiegende Skalpierung der Kopfschwarte, Wundnaht, Unfallschock, abendliche Kopfschmerzen, Gangunsicherheit, Angstzustände, Schwindel, Parästhesien der Kopfhaut | LG Rostock, 28.05.2008 – 4 O 3/08 |
| 5.000 € | Großflächige schwere Quetsch-Bisswunden an der rechten Oberkörperflanke durch Polizeihund, auffällige Narben, dreiwöchige Arbeitsunfähigkeit | LG Aachen, 28.02.2012 – 12 O 3/11 |
| 5.000 € | Handgelenks- und Ellenhakenfraktur links | OLG Karlsruhe, 28.03.2012 – 7 U 104/11 |
| 5.000 € | Dislozierte Sternumfraktur, HWS-Distorsion, beidseitige Knieprellungen, Beckenprellung rechts, 3 Tage Krankenhausaufenthalt, 8 Wochen Krankschreibung, Ängste beim Autofahren | OLG Brandenburg, 17.06.2019 – 12 U 179/18 |
| 5.000 € | Prellungen an Schulter, Knie, Ellenbogen und Hüfte mit monatelangen Ausstrahlungen, TFCC-Läsion beider Handgelenke mit dauerhaften Schmerzen und Einschränkungen | LG Berlin, 01.12.2021 – 46 O 360/21 |
| 5.000 € | Verletzungen durch Sturz wegen Ausrutschens auf feuchter Blindenleiteinrichtung | OLG Saarbrücken, 22.12.2022 – 4 U 116/21 |
| 4.500 € | Verletzungen infolge von Hundebissen in die Wade des rechten Beins | OLG Naumburg, 05.08.2010 – 2 U 39/10 |
| 4.000 € | Mediale Oberschenkelhalsfraktur links mit Bewegungseinschränkung der linken Hüfte und beginnender Gelenkarthrose. | OLG Hamm, 09.12.2005 – 9 U 170/04 |
| 4.000 € | Prellungen, Glassplitterverletzungen im Gesicht mit Hautnarbe am linken Auge und hauchiger Hornhaut-Trübung ohne Dauerschädigung der Sehkraft | LG Köln, 27.03.2007 – 16 O 314/04 |
| 4.000 € | Prellung des linken Daumens, Abriss des medialen distalen Bizepsköpfchens mit künstlicher Sehne, stationärer Aufenthalt, Narbe und temporäre Arbeitsunfähigkeit | LG Wuppertal, 26.03.2013 – 4 O 341/12 |
| 4.000 € | Platzwunde und Schürfwunden im Gesicht, multiple Prellungen, Schleudertrauma der HWS und BWS, Muskelverspannungen | LG Bonn, 05.10.2018 – 1 O 165/18 |
| 4.000 € | Frakturen mit Risiko einer posttraumatischen Arthrose, 10-15 cm lange Narbe, Schmerzen, Schlafstörungen und Existenzängste | OLG Brandenburg, 26.08.2021 – 12 U 179/20 |
| 4.000 € | Unfallbedingte Gesundheitsbeeinträchtigungen bei gesundheitlicher Vorbelastung nach Auffahrunfall | OLG Brandenburg, 06.07.2023 – 12 U 28/22 |
| 4.000 € | Syndesmosenruptur links und Kahnbeinbruch, operative Eingriffe, stationäre Behandlung, vorübergehende Bewegungseinschränkung | LG Köln, 25.04.2024 – 30 O 150/21 |
| 3.900 € | Handgelenksdistorsion links, Thoraxprellung links, Nasenprellung, Kniegelenksdistorsion rechts | LG Tübingen, 06.12.2022 – 5 O 183/21 |
| 3.500 € | Bruch des 9. Brustwirbelkörpers, erhebliche Bewegungseinschränkungen über mehrere Monate | OLG Hamm, 21.07.2008 – 6 U 60/08 |
| 3.500 € | HWS-Schleudertrauma mit Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und mehrwöchiger Arbeitsunfähigkeit | AG Wiesbaden, 15.07.2014 – 91 C 60/2014 (84) |
| 3.500 € | Dislozierte handgelenksnahe Speichenfraktur rechts, Operation, 1 Woche Krankenhaus, Bewegungseinschränkungen, dauerhafte Verdickung und Belastungsschmerzen | LG Bielefeld, 26.10.2016 – 6 O 385/15 |
| 3.000 € | Durchtrennung der Oberlippe mit Narbenbildung sowie fehlerhafte Bauchdeckenplastik mit Wundheilungsstörung und Verunstaltung | OLG Hamm, 30.08.2006 – 3 U 227/05 |
| 3.000 € | Distale Radiusextensionsfraktur des rechten Armes, zwei Operationen (mit Platten- und Schraubenfixierung), 14 Tage Unterarmgipsschiene, Schmerzen und verbleibende Narbe | LG Münster, 02.05.2012 – 08 O 519/11 |
| 3.000 € | HWS-Distorsion mit degressiven Beschwerden über nahezu 10 Monate, dreiwöchige stationäre Behandlung, ambulante Infiltrationstherapien | OLG Saarbrücken, 28.02.2013 – 4 U 587/10 - 182 |
| 3.000 € | Tibiakopffraktur und Fibulaköpfchenfraktur links, stationäre und rehabilitative Behandlung, Knieteilendoprothese künftig möglich | OLG Hamm, 06.06.2014 – 26 U 60/13 |
| 3.000 € | HWS-Trauma mit Arbeitsunfähigkeit und dreitägiger stationärer Behandlung | LG Tübingen, 27.10.2015 – 5 O 155/14 |
| 3.000 € | Verfehlen einer Dissektion bei Herzkatheteruntersuchung, kardiogener Schock, Tod | LG Düsseldorf, 26.07.2018 – 3 O 250/15 |
| 3.000 € | Verbrennungen 2. Grades (Gesicht, Ohr, Hals, Schulter, Schlüsselbein, Dekolleté), Narben, psychische und neurologische Beeinträchtigungen nach Stromschlag | LG Lübeck, 23.08.2023 – 6 O 161/22 |
| 2.625 € | Knöcherner Abriss am Dreiecksbein des linken Handgelenks, Prellmarke am Hinterkopf, Beeinträchtigungen an HWS, LWS und Hüfte, Bewegungseinschränkung | AG Charlottenburg, 31.10.2012 – 215 C 116/10 |
| 2.500 € | Tibiakopffraktur, Fibulaköpfchenfraktur, Sprunggelenksdistorsion und Unterschenkel-Phlebothrombose mit mehrwöchiger stationärer Behandlung und verbleibender Bandlockerung im Knie | LG Kleve, 18.05.2004 – 3 O 60/02 |
| 2.500 € | Fraktur des Mittelfußknochens rechts und Distorsion des rechten Fußgelenkes | AG Düsseldorf, 14.03.2006 – 21 C 4759/05 |
| 2.500 € | Verzögerte Krebsdiagnose (Mammakarzinom), dadurch seelische Belastung und Verkürzung der Behandlungszeit bis zum Tod | LG Dortmund, 17.03.2016 – 4 O 210/11 |
| 2.500 € | Außenbandruptur am linken Fuß mit starker Schwellung, mehrwöchige Schienenversorgung und Bewegungseinschränkung | LG Köln, 14.06.2018 – 15 O 307/17 |
| 2.500 € | Hämatom am Oberschenkel, oberflächliche Bissmarken, zweieinhalbwöchige Arbeitsunfähigkeit und fortbestehende Pigmentstörung (Atrophie des Unterhautfettgewebes) nach Hundebiss | LG Lübeck, 10.08.2023 – 9 O 132/19 |
| 2.400 € | Sprunggelenksfraktur (Weber-B) und Bänderriss im rechten Fuß nach Sturz, operative Versorgung, Gipsbehandlung, Reha und Physiotherapie | LG Essen, 26.01.2015 – 18 O 207/13 |
| 2.250 € | Orbitadachfraktur rechts bei Schädel-Hirn-Trauma 1. Grades, Monokelhämatom, Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, stationäre Behandlung | AG Düsseldorf, 22.03.2012 – 232 C 13779/11 |
| 2.000 € | Hämatom im Bereich des Beckens, leichte Blutungen, Unterbauchschmerzen, psychische Beeinträchtigung durch Angst um das ungeborene Kind mit Schlafstörungen | LG Bochum, 11.02.2010 – 3 O 454/07 |
| 2.000 € | Hämatom im Bereich des Beckens, leichte Blutungen und Unterbauchschmerzen, psychische Beeinträchtigung (Sorge/Angst um das ungeborene Kind) | LG Bochum, 11.02.2010 – I-3 O 454/07 |
| 2.000 € | Schlüsselbeinbruch (nicht ordnungsgemäß zusammengewachsen), Prellungen an Oberschenkel und Rücken mit schmerzhaften Bewegungseinschränkungen über 3 Monate | AG Lemgo, 10.02.2015 – 19 C 428/14 |
| 2.000 € | 16 Tage verlängerte Leidenszeit mit erheblichen Schmerzen sowie schmerzhaftes und qualvolles Erleben des eitrigen Austritts eines Generators | OLG Köln, 28.02.2018 – 5 U 47/17 |
| 2.000 € | Verletzungen mit Behandlungsbedarf für Verbände und Medikamente | OLG Brandenburg, 22.11.2018 – 12 U 223/17 |
| 1.500 € | Mittelschwere HWS-Verletzung (Stufe II nach Erdmann), Prellungen an BWS und Hüfte sowie Prellungen und Schürfwunden an Knie und Unterschenkel | LG Köln, 15.04.2008 – 8 O 270/06 |
| 1.500 € | Schlüsselbeinbruch und Prellungen, Tragen eines Desault-Verbandes für etwa einen Monat, mehrwöchige Arbeitsunfähigkeit | LG Düsseldorf, 06.10.2009 – 2b O 212/08 |
| 1.500 € | BWS-LWS-Syndrom, Wirbelblockierungen, HWS-Schleudertrauma 1. Grades, Kopfschmerzen, Übelkeit und Sorge um das ungeborene Kind bei schwangerer Geschädigter | LG Wuppertal, 18.06.2014 – 17 O 428/12 |
| 1.500 € | Verzögerte Therapie einer Sinusvenenthrombose um bis zu neun Tage, mehrere Tage andauernde intensive mit Übelkeit einhergehende Kopfschmerzen | OLG Saarbrücken, 23.07.2025 – 1 U 122/22 |
| 1.200 € | HWS-Verletzung ersten bis zweiten Grades mit einem Monat vollständiger Arbeitsunfähigkeit | OLG Celle, 09.09.2004 – 14 U 32/04 |
| 1.000 € | Lokalreaktionen im Mundbereich nach Verwendung einer palladiumhaltigen Legierung bei Zahnsanierung trotz Allergie, schmerzhafte Entfernung von Brücken und Kronen | OLG Oldenburg, 04.07.2007 – 5 U 31/05 |
| 800 € | Einfaches Schleudertrauma (HWS-Distorsion), rechtsseitige Schädelprellung, Kopfplatzwunde und kurzfristiger Schock | LG Essen, 06.07.2015 – 4 O 236/12 |
| 800 € | Um dreieinhalb Wochen zu lange Ruhigstellung des Armes im Gipsverband nach Behandlungsfehler | OLG Brandenburg, 10.01.2019 – 12 U 225/16 |
| 700 € | Commotio cerebri mit Kopfschmerzen und Übelkeit, Kopfplatzwunde, Lagerungsschwindel, Beckenprellung, Handgelenksprellung links | OLG Hamm, 06.04.2017 – 6 U 2/16 |
| 600 € | Verzögerte Abklärung einer Stimmbandlähmung mit Atemnot/Stridor nach Schilddrüsenoperation um vier Tage | LG Dortmund, 03.05.2012 – 4 O 195/09 |
| 600 € | HWS-Distorsion nach Auffahrunfall, dreitägige Erwerbsunfähigkeit, mehrmonatige Einschränkungen und Behandlungsbedürftigkeit | AG Augsburg, 09.09.2022 – 25 C 4980/19 |
| 500 € | HWS-Schleudertrauma, Stauchung der Brustwirbelsäule, Prellungen des Brustbeins, des Brustkorbs, der Nase und beider Knie, Arbeitsunfähigkeit | LG Bonn, 02.03.2010 – 15 O 207/09 |
| 500 € | Unzureichende Versorgung mit Schmerzmitteln über einen Zeitraum von neun Tagen nach einer Ellenbogenoperation | OLG Brandenburg, 30.04.2015 – 12 U 165/13 |
| 500 € | Prellungen des Kopfes und des Nackens nach Sturz von defektem Stuhl | OLG Köln, 29.06.2016 – 5 U 87/15 |
| 250 € | Durchführung von Repositionsversuchen an der linken Handgelenksfraktur ohne Betäubung mit erheblichen Schmerzen | OLG Düsseldorf, 13.02.2003 – I-8 U 41/02 |
Seite 2 von 2, nach Betrag absteigend sortiert.
Haushaltsführungsschaden neben dem Schmerzensgeld
Das Schmerzensgeld nach § 253 Absatz 2 BGB gleicht die immateriellen Folgen aus, also Schmerzen und Beeinträchtigung der Lebensführung. Wer den eigenen Haushalt wegen der Verletzung nicht mehr führen kann, hat daneben einen eigenen Anspruch auf Ersatz des Haushaltsführungsschadens. Der wird materiell berechnet, meist über die Stunden, die im Haushalt ausfallen, und einen Stundensatz für eine Ersatzkraft. Beide Posten stehen nebeneinander und werden getrennt beziffert. In 164 Urteilen dieser Tabelle geht das Gericht auf beide Posten ein: diese Urteile ansehen.
Woher die Zahlen kommen
Grundlage sind die 611.675 Entscheidungen dieser Datenbank. Ausgewertet wurden alle Entscheidungen ab 2002, in denen ein Schmerzensgeldbetrag in Euro genannt ist. Für jede Entscheidung wurde geprüft, ob das entscheidende Gericht den Betrag selbst zugesprochen hat; nur dann steht die Zeile in der Tabelle. Beträge, die nur gefordert, von einer anderen Instanz zugesprochen, aufgehoben oder aus fremden Entscheidungen zitiert wurden, bleiben außen vor. Jede Zeile ist zusätzlich gegen den Wortlaut der Entscheidung geprüft. Stand: 07.09.2026.
Quellen der ausgewerteten Entscheidungen: rechtsprechung-im-internet.de (Bundesgerichte), eigene Websites der Gerichte sowie Open Legal Data (Instanzgerichte, ODbL v1.0). Die Tabelle selbst steht unter derselben Lizenz.
Die Tabelle ersetzt keine rechtliche Beratung. Gerichte bemessen das Schmerzensgeld nach dem Einzelfall; frühere Beträge binden sie nicht. Bei Entscheidungen mit mehreren Verletzten ist der Betrag der hauptbetroffenen Person angegeben.