Rechtsprechung / BPatG / 6. Senat / 2021

BPatG Urteil vom 08.07.2021 – 6 Ni 46/19 (EP), verb. mit 6Ni 47/19 (EP), verb. mit 6Ni 48/19 (EP)

6. Senat · ECLI:DE:BPatG:2021:080721U6Ni46.19EP.0

Gewerblicher RechtsschutzBundVolltext

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Tenor§

…

In der Patentnichtigkeitssache

…

hat der 6.Senat (Nichtigkeitssenat) des Bundespatentgerichts auf die mündliche Verhandlung vom 8. Juli 2021 durch die Vorsitzende Richterin Friehe, die Richterin Werner M.A., den Richter Dipl.-Phys. Dr. Schwengelbeck, die Richterin Dipl.-Phys. Univ. Zimmerer und den Richter Dr.-Ing. Flaschke

für Recht erkannt:

I. Das europäische Patent 2154903 wird mit Wirkung für das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland für nichtig erklärt.

II. Die Beklagte trägt die Kosten des Rechtsstreits.

III. Das Urteil ist gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrages vorläufig vollstreckbar.

IV. Der Streitwert für das Verfahren vor dem Bundespatentgericht wird auf 6.625.000,- € festgesetzt.

Tatbestand§

1Permalink zu Rn. 1recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_1

Die Beklagte ist Inhaberin des auch mit Wirkung für das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland erteilten europäischen Patents 2154903 (Streitpatent), das am 3. Juni 2008 angemeldet worden ist. Ihm liegt die internationale PCT-Anmeldung PCT/JP2008/060184, die am 3.Juni2008 eingereicht und am 11.Dezember2008 als WO2008/149849 A1 offengelegt wurde, zugrunde. Das Streitpatent beansprucht die Priorität der japanischen Anmeldungen JP 2007150992 vom 6. Juni 2007 und JP 2008021557 vom 31.Januar 2008. Der Hinweis auf die Erteilung des Streitpatents ist am 13.Mai2015 veröffentlicht worden. Das Streitpatent ist in Kraft.

2Permalink zu Rn. 2recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_2

Das Streitpatent wird beim Deutschen Patent- und Markenamt unter dem Aktenzeichen 60 2008 038 149 geführt. Es trägt die Bezeichnung

3Permalink zu Rn. 3recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_3

„MOBILE COMMUNICATION SYSTEM, BASE STATION DEVICE, AND MOBILE STATION DEVICE“

5Permalink zu Rn. 5recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_5

„MOBILES KOMMUNIKATIONSSYSTEM SOWIE BASISSTATION UND MOBILSTATION DAFÜR“)

6Permalink zu Rn. 6recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_6

und umfasst in der erteilten Fassung 3 Patentansprüche, die die Klägerinnen zu 1, 2 und 3 insgesamt und die Klägerin zu 4 im Umfang der Patentansprüche 1 und 3 angreifen.

7Permalink zu Rn. 7recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_7

Die angegriffenen erteilten nebengeordneten Patentansprüche 1 und 3 lauten gemäß Streitpatentschrift:

8Permalink zu Rn. 8recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_8
in der Verfahrenssprache Englisch: auf Deutsch
1. A mobile station apparatus (200) adapted to perform a random access by using a dedicated signature when the dedicated signature informed by a base station apparatus (100) is detected by said mobile station apparatus (200) and further adapted to perform a random access by using a randomly selected signature when a signature informed by the base station apparatus (100) and not reserved as a dedicated signature is detected by said mobile station apparatus (200). 1. Mobilstationsvorrichtung (200), die ausgebildet ist, durch Verwenden einer zugeordneten Signatur einen wahlfreien Zugriff auszuführen, wenn die durch eine Basisstationsvorrichtung (100) mitgeteilte zugeordnete Signatur durch die Mobilstationsvorrichtung (200) detektiert wird, und die ferner ausgebildet ist, durch Verwenden einer zufällig gewählten Signatur einen wahlfreien Zugriff auszuführen, wenn eine Signatur durch die Mobilstationsvorrichtung (200) detektiert wird, die durch die Basisstationsvorrichtung (100) mitgeteilt wurde und die nicht reserviert ist als eine zugeordnete Signatur.
3. A method for performing a random access by a mobile station apparatus (200) in which the mobile station apparatus (200) performs the random access by using a dedicated signature when the dedicated signature informed by a base station apparatus (100) is detected by said mobile station apparatus (200) and performs the random access by using a randomly selected signature when a signature informed by the base station apparatus (100) and not reserved as a dedicated signature is detected by said mobile station apparatus (200). 3. Verfahren durch Ausführen eines wahlfreien Zugriffs durch eine Mobilstationsvorrichtung (200), bei welchem die Mobilstationsvorrichtung (200) durch Verwenden einer zugeordneten Signatur den wahlfreien Zugriff ausführt, wenn die durch eine Basisstationsvorrichtung (100) mitgeteilte zugeordnete Signatur durch die Mobilstationsvorrichtung (200) detektiert wird, und durch Verwenden einer zufällig gewählten Signatur den wahlfreien Zugriff ausführt, wann eine Signatur durch die Mobilstationsvorrichtung (200) detektiert wird, die durch die Basisstationsvorrichtung (100) mitgeteilt wurde und die nicht reserviert ist als eine zugeordnete Signatur.
9Permalink zu Rn. 9recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_9

Der von den Klägerinnen zu 1 bis 3 ebenfalls angegriffene Patentanspruch 2 ist auf Patentanspruch 1 unmittelbar rückbezogen.

10Permalink zu Rn. 10recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_10

Die Klägerin zu 1 macht geltend, dass die in Anspruch genommenen Prioritäten des Streitpatents nicht wirksam seien. Die Klägerin zu 2 ist der Ansicht, dass die Gegenstände der erteilten Ansprüche unter Zugrundelegung der Auslegung der Beklagten nicht ausführbar seien. Die Klägerin zu 3 rügt eine unzulässige Erweiterung, wobei die Gegenstände der erteilten Ansprüche 1 und 3 in unzulässiger Weise über den Inhalt der Anmeldung in der ursprünglich eingereichten Fassung hinausgingen. Alle Klägerinnen sind der Ansicht, das Streitpatent sei für nichtig zu erklären, da ihm die Patentfähigkeit fehle, da es weder neu sei noch auf erfinderischer Tätigkeit beruhe.

11Permalink zu Rn. 11recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_11

Den Einwand der fehlenden Patentfähigkeit stützen die Klägerinnen u. a. auf die folgenden Dokumente bzw. Druckschriften (Nummerierung und Kurzzeichen nach jeweiligem Klageverfahren):

12Permalink zu Rn. 12recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_12
Klägerin zu 1 Klägerinnen zu2 und 3 Klägerin zu 4 Dokument
6 Ni 46/19 (EP) 6 Ni 47/19 (EP) 6 Ni 48/19 (EP)
D4 1 R2-071303, 3GPP TSGRAN WG2 Meeting #57bis, in St. Julian’s, Malta, March 26th - 30th, 2007, „Non-contention based RA preamble“
D6 1 R2-071820, 3GPP TSG-RAN WG2 Meeting #58, Kobe, Japan, 7-11 May, 2007, „On the details of the dedicated preamble at intra-LTE handover“
D9 1 D3 2 R2-071143, 3GPP TSG RAN WG2 Meeting #57bis in St. Julians, Malta, 26th - 30th March 2007, „Random Access Preamble signatures usage“, abrufbar unter https://www.3gpp.org/ftp/tsg_ran/WG2_RL2/TSGR2_57bis/Documents/R2-071143.zip
NK5 R2-071712, TSG-RAN Working Group 2 Meeting #57bis in St. Julian’s, Malta, 26th - 30th March, 2007, abrufbar unter https://www.gpp.org/ftp/tsg_ ran/WG2_RL2/TSGR2.JS/Documents/R2-071712.zip
NK8 R2-070029, 3GPP TSG RAN Working Group 2 Meeting #56bis in Sorrento, Italy, 15th Jan.-19th Jan., 2007, abrufbar unter https://www.gpp.org/ftp/tsg_ran/WG2_RL2/TSGR2_56bis/Documents/R2- 07002Q.zip
NK14 Auszug aus der Masterarbeit „E-UTRA RACH within the LTEsystem“
13Permalink zu Rn. 13recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_13

Die Klägerinnen zu 1, zu 2 und zu 3 beantragen jeweils,

14Permalink zu Rn. 14recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_14

das europäische Patent 2154903 mit Wirkung für das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland für nichtig zu erklären.

16Permalink zu Rn. 16recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_16

das europäische Patent 2154903 mit Wirkung für das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland im Umfang der Patentansprüche 1 und 3 für nichtig zu erklären.

20Permalink zu Rn. 20recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_20

soweit sie sich auch gegen eine der Fassungen des Streitpatents nach den Hilfsanträgen 1 bis 1i, 1‘a bis 1’i (ohne 1’e, 1’f), 3a bis 3i, 3’a bis 3’i (ohne 3’e, 3’f), 4b bis 4i und 5c bis 5f aus dem Schriftsatz vom 9. Juni 2021 sowie

21Permalink zu Rn. 21recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_21

nach den Hilfsanträgen 4’b und 4’c aus dem Schriftsatz vom 1. Juli 2021 richten,

22Permalink zu Rn. 22recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_22

mit der Maßgabe, dass zunächst die Hilfsanträge 4b, 4c, 4‘c und 1c geprüft werden

23Permalink zu Rn. 23recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_23

und sodann die übrigen Hilfsanträge in der numerischen Reihenfolge geprüft werden, d.h. in der Reihenfolge 1, 1‘, 3, 3‘, 4, 4‘ und 5 und dabei innerhalb eines Satzes ebenfalls gemäß Benennung, d.h. im Satz 1 vom Hilfsantrag 1 über den Hilfsantrag 1a bis zum Hilfsantrag 1i (ohne den vorab zu prüfenden 1c), im Satz 1‘ vom Hilfsantrag 1’a bis 1’i, im Satz 3 von 3a bis 3i, im Satz 3‘ von 3’a bis 3’i, im Satz 4 von 4b bis 4i (ohne die vorab zu prüfenden 4b und 4c) und dann 4’b und im Satz 5 von 5c bis 5f,

24Permalink zu Rn. 24recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_24

wobei alle Anträge als geschlossene Anspruchsätze gestellt sind.

25Permalink zu Rn. 25recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_25

Die Beklagte tritt der Argumentation der Klägerinnen entgegen und hält das Streitpatent in der erteilten Fassung, jedenfalls in der Fassung eines der Hilfsanträge, für schutzfähig. Soweit die Klägerinnen sich auf das Dokument D32 (= D91) stützen, gehöre dies nicht zum Stand der Technik, da es nicht vorveröffentlicht sei. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass hier nachträglich – also nach dem vermeintlichen Tag der Veröffentlichung – noch Modifikationen vorgenommen worden seien. Eine Excel-Tabelle auf der von den Klägerinnen genannten Webseite nenne ein späteres Upload-Datum nämlich den 20. Juli 2017, also nach dem ersten Prioritätstag des Streitpatents am 6.Juni2017.

26Permalink zu Rn. 26recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_26

Die jeweiligen Patentansprüche 1 bis 3 der Hilfsanträge haben den Inhalt wie (zur besseren Lesbarkeit) aus der Anlage zum Urteil ersichtlich.

27Permalink zu Rn. 27recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_27

Mit Schriftsatz vom 27. Mai 2020 hat die Klägerin zu 3 ihren Klagebeitritt zur Nichtigkeitsklage der Klägerin zu 2 vom 25. September 2019 erklärt. Die Klägerin zu 3 sei eine Konzerngesellschaft der in dem Verletzungsverfahren vor dem Landgericht von der hiesigen Beklagten dort in Anspruch genommenen „A.…Ltd.“ und nach der gegenwärtigen konzerninternen Aufgabenverteilung für die Verteidigung gegen Klageangriffe gegen den Konzern in Deutschland zuständig. Die Klägerin zu 2 hat dem Klagebeitritt mit Schriftsatz vom 24.Juni2020 zugestimmt.

28Permalink zu Rn. 28recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_28

Der Senat hat die Nichtigkeitsverfahren mit den Az.: 6 Ni 46/19 (EP), Az.: 6Ni47/19 (EP) und Az.: 6 Ni 48/19 (EP) mit Beschluss vom 12. April 2021 zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbunden. Der Senat hat den Parteien einen qualifizierten Hinweis vom 17. Mai 2021 zugeleitet und hierin Fristen zur Stellungnahme auf den Hinweis und auf etwaiges Vorbringen der jeweiligen Gegenpartei gesetzt.

29Permalink zu Rn. 29recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_29

Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den Akteninhalt verwiesen.

Entscheidungsgründe§

A.

30Permalink zu Rn. 30recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_30

Auf die zulässigen Klagen ist das Streitpatent für nichtig zu erklären, weil den Gegenständen der Patentansprüche in erteilter Fassung und nach den Hilfsanträgen der Nichtigkeitsgrund der mangelnden Patentfähigkeit entgegensteht (Art. II § 6 Abs. 1 Nr. 1 IntPatÜG i. V. m. Art. 138 Abs. 1 Buchst. a), Art. 52, 54, 56 EPÜ).

31Permalink zu Rn. 31recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_31

Vor diesem Hintergrund kann letztlich dahinstehen, ob die Gegenstände der Ansprüche nach Hauptantrag und den Hilfsanträgen über die ursprünglich eingereichte Fassung hinausgehen und somit auf einer unzulässigen Erweiterung beruhen bzw. nicht ausführbar sind (Art.II §6 Abs.1 Nr.3 IntPatÜG i.V.m. Art.138 Abs.1 lit.c) EPÜ).

33Permalink zu Rn. 33recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_33

Der Beitritt der Klägerin zu 3 zur Nichtigkeitsklage der Klägerin zu 2 ist als subjektive Klagehäufung zulässig, nachdem die Klägerin zu 1 dem zugestimmt hat und der Klagebeitritt auch sachdienlich im Sinne von § 263 ZPO ist.

34Permalink zu Rn. 34recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_34

Für die Bestimmung der Sachdienlichkeit kommt es auf die objektiv zu bewertenden Interessen der Parteien sowie der Rechtspflege an.

35Permalink zu Rn. 35recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_35

Die Klägerin zu 3 ist eine Konzerngesellschaft der in dem Verletzungsverfahren vor dem Landgericht von der hiesigen Beklagten dort in Anspruch genommenen „A.…Ltd.“ und unstreitig nach der gegenwärtigen konzerninternen Aufgabenverteilung für die Verteidigung gegen Klageangriffe gegen den Konzern in Deutschland zuständig.

36Permalink zu Rn. 36recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_36

Die Parteierweiterung verzögert die Erledigung des Prozesses nicht. Die weitere Klägerin kann das Streitpatent ohnehin aus eigenem Recht mit einer eigenen Nichtigkeitsklage angreifen. Im anhängigen Verfahren kann unter vollständiger Verwertung des gesamten Prozessstoffs geklärt werden, ob das angegriffene Patent für nichtig zu erklären ist; dies erspart ein weiteres, gesondertes Klageverfahren der weiteren Klägerin.

38Permalink zu Rn. 38recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_38

1. Das Streitpatent (SP) betrifft gemäß Beschreibungseinleitung ein Mobilkommunikationssystem sowie eine Basisstationsvorrichtung und eine Mobilstationsvorrichtung, die ein zellulares Kommunikationssystem verwenden (vgl. Patentschrift Abs. 1).

39Permalink zu Rn. 39recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_39

Eine Aufwärtsverbindung (uplink), wie sie in Figur 17 dargestellt sei, umfasse u.a. einen Kanal für einen sogenannten wahlfreien Zugriff bzw. Zugriffskanal (Random Access Channel RACH) sowie weitere Kanäle (vgl. Patentschrift, Abs.4).

40Permalink zu Rn. 40recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_40

Der Kanal für einen wahlfreien Zugriff (random access channel) werde hauptsächlich zum Erreichen einer Synchronisation zwischen einer Mobilstation (mobile station) und einer Basisstation (base station) verwendet (vgl. Patentschrift Abs. 9). Bei einem wahlfreien Zugriff werde alleinig eine Präambel (a preamble alone) übertragen, um eine Synchronisation zu erreichen (in a random access, a preamble alone is transmitted for attaining synchronization).Die Präambel enthalte eine Signatur (signature), die einem Signalmuster entspreche, welches Information darstelle. Die Information von mehreren Bits könne durch Vorbereiten mehrerer Arten von Signaturen (several ten kinds of signatures) spezifiziert werden. Gegenwärtig werde die Übertragung von 6-Bit-Informationen und die Vorbereitung von 64 Arten von Signaturen vorausgesetzt (vgl. Patentschrift Abs. 10).

41Permalink zu Rn. 41recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_41

Das Streitpatent gibt an, dass bei einer 6-Bit-Information eine Anzahl von 5 Bits für eine zufällige Kennung (random ID) alloziert / reserviert seien, während das verbleibende 1 Bit für Information reserviert sei, die etwa den Grund für den wahlfreien Zugriff und einen Pfadverlust / CQI (Channel Quality Indicator) der Abwärtsverbindung (downlink) betreffe (vgl. Patentschrift Abs.11).

42Permalink zu Rn. 42recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_42

Figur 19 stelle ein Sequenzdiagramm dar, welches zur Erläuterung einer beispielhaften Prozedur eines herkömmlichen wahlfreien Zugriffs verwendet werde. Bei diesem Zugriff wähle eine Mobilstation zuerst eine Signatur auf der Basis einer zufälligen Kennung (random ID) aus.Dann werde eine Präambel mit der ausgewählten Signatur unter Verwendung eines wahlfreien Zugriffskanals übertragen (vgl. Patentschrift, Abs. 12 und Fig. 19, ST1902).

43Permalink zu Rn. 43recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_43

Wenn eine Basisstation die Präambel von der Mobilstation empfange, berechne sie auf der Grundlage der Präambel die Synchronisationszeitverschiebung zwischen der Mobilstation und der Basisstation und führe eine Planung zum Senden einer L2/L3-Nachricht durch (vgl. Patentschrift, Fig.19, ST1903). Wenn danach aufgrund eines wahlfreien Zugriffs festgestellt werde, dass von der Mobilstation eine C-RNTI (Cell-Radio Network Temporary Identity) als temporäre Identität des Mobilfunknetzes benötigt werde, weise die Basisstation der Mobilstation diese zu und sende eine Antwort einschließlich einer Synchronisationsinformation (synchronization information), Planungsinformation, einer Signatur-ID-Nummer und der C-RNTI (vgl. Patentschrift Abs.13 und Fig.19: ST1904). Falls die Mobilstation diese Informationen von der Basisstation empfange, extrahiere sie eine Antwort von der Basisstation einschließlich der übertragenen Signatur-ID-Nummer (vgl. Fig. 19, ST1905). Anschließend sende die Mobilstation eine L2/L3-Nachricht unter Verwendung einer von der Basisstation geplanten Funkressource (ST1906). Wenn die Basisstation die L2/L3-Nachricht von der Mobilstation empfange, sende sie eine Konfliktauflösung (contention resolution), um festzustellen, ob ein Konflikt mit einer anderen Mobilstation aufgetreten ist oder nicht (ST1907). Ein Problem eines solchen wahlfreien Zugriffs sei das Auftreten von Konflikten, die verursacht würden, wenn mehrere verschiedene Mobilstationen dieselbe Signatur und denselben Kanal für einen wahlfreien Zugriff auswählten. Wenn mehrere Mobilstationen dieselbe Signatur auswählten und eine Übertragung unter Verwendung eines Funkressourcenblocks zu derselben Zeit und mit derselben Frequenz durchführten, nämlich unter Verwendung desselben Kanals für einen wahlfreien Zugriff, trete ein Konflikt bezüglich der Präambel auf (vgl. Fig. 19, ST1902, sowie Abs. 14 und 15).

44Permalink zu Rn. 44recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_44

Wenn die Basisstation die Präambel aufgrund eines solchen Konflikts nicht erkennen könne, könne sie die Antwort einschließlich der Synchronisationsinformationen und dergleichen nicht übertragen (vgl. Fig. 19, ST1904). In diesem Fall solle die Mobilstation, da sie die Antwort von der Basisstation nicht empfangen könne, erneut einen wahlfreien Zugriff durchführen, indem sie nach einer vorgeschriebenen Zeit eine Signatur und einen Kanal für einen wahlfreien Zugriff auswähle (vgl. Abs. 16). Für den Fall, dass ein Konflikt im Zusammenhang mit einem wahlfreien Zugriff nicht vermieden werden könne, werde angenommen, dass es lange dauern könne, bis die Downlink-Datenübertragung erneut aufgenommen werde (vgl. Abs. 20 und 21).

45Permalink zu Rn. 45recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_45

Um ein solches Problem zu vermeiden, sei ein Vorschlag zur Verhinderung von Konflikten bei einem wahlfreien Zugriff zur Wiederaufnahme der Downlink-Datenübertragung unter Verwendung einer Signatur zur Wiederaufnahme der Downlink-Datenübertragung gemacht worden (vgl. Patentschrift, Abs. 21 und Fig.20).

46Permalink zu Rn. 46recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_46

Wenn bestimmt werde, die Abwärtsverbindungsdatenübertragung (downlink data transmission) zu einer Mobilstation außerhalb der Aufwärtsverbindungssynchronisation fortzusetzen, sende eine Basisstation eine Aufwärtsverbindungssynchronisationsanforderung an die Mobilstation (vgl. Abs. 22 und Fig.20, ST2001). Die Aufwärtssynchronisationsanforderung werde unter Verwendung eines physikalischen Abwärtsverbindungssteuerkanals übertragen. Die Uplink-Synchronisationsanforderung enthalte eine Signatur-ID-Nummer eines wahlfreien Zugriffs, welche von der Mobilstation gesendet werden solle. In der folgenden Beschreibung werde dies als dedizierte Signatur bezeichnet (vgl. Abs. 22 und Fig.20).

47Permalink zu Rn. 47recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_47

Wenn die Uplink-Synchronisationsanforderung von der Basisstation empfangen werde, sende die Mobilstation eine Zugriffs-Präambel (random access preamble) einschließlich der dedizierten Signatur, die in der Uplink-Synchronisationsanforderung empfangen werde, unter Verwendung eines Kanals für einen wahlfreien Zugriff an die Basisstation (vgl. Fig. 20, ST2002). Wenn die Präambel einschließlich der dedizierten Signatur von der Mobilstation empfangen werde, sende die Basisstation einen TA-Befehl (Timing Advance), der einer Synchronisationszeitverschiebung entspreche, als Antwort (preamble response) auf den wahlfreien Zugriff an die Mobilstation (vgl. Abs. 23 und Fig.20, ST2003). Es sei auch u.a. ein konkurrenzbasiertes wahlfreies Zugriffsverfahren als Ersatz für den Fall vorgeschlagen worden, dass ein solches konkurrenzfreies Zugriffsverfahren fehlschlage (vgl. Patentschrift, Abs. 25 und 26).

48Permalink zu Rn. 48recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_48

Bei der Wiederaufnahme der Downlink-Datenübertragung könne keine Uplink-Synchronisationsanforderung übertragen werden, obwohl die Übertragung einer in einem L1/L2-Steuerkanal enthaltenen dedizierten Signatur geprüft werde, wenn nicht genügend dedizierte Signaturen vorhanden seien. In dem Fall, dass eine dedizierte Signatur nicht zugewiesen werden könne, trete daher das Problem auf, dass der L1/L2-Steuerkanal unbrauchbar werde. Ein solches Problem trete in ähnlicher Weise nicht nur dann auf, wenn beispielsweise die Fortsetzung der Aufwärtsverbindungssynchronisation mit einem Zeitgeber sowohl in einer Basisstation als auch in einer Mobilstation verwaltet werde, sondern auch, wenn eine Basisstation erkenne, dass eine Mobilstation keine Synchronisation der Aufwärtsverbindung aufweise (vgl. Abs. 27).

49Permalink zu Rn. 49recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_49

2. Dem Streitpatent liegt vor diesem Hintergrund die Aufgabe zugrunde, ein effizientes Zugriffsverfahren bereitzustellen, welches unabhängig davon durchgeführt wird, ob eine dedizierte Signatur (dedicated signature) zugewiesen werden kann (vgl. Patentschrift, Abs. 28).

50Permalink zu Rn. 50recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_50

3. Als zuständigen Fachmann sieht der Senat einen Ingenieur der Elektrotechnik mit Fachrichtung Nachrichtentechnik, der über eine mehrjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Mobilfunksysteme im Zusammenhang mit Mobilfunkstandards und Übertragungstechnik in Mobilfunknetzen verfügt.

51Permalink zu Rn. 51recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_51

4. Die Aufgabe soll gelöst werden durch eine Vorrichtung nach Patentanspruch 1, die ausgebildet ist, einen wahlfreien Zugriff auszuführen, sowie durch ein Verfahren nach Patentanspruch 3 durch Ausführen eines wahlfreien Zugriffs durch eine Mobilstationsvorrichtung.

52Permalink zu Rn. 52recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_52

a) Die unabhängigen Patentansprüche 1 und 3 nach Hauptantrag (erteilte Fassung des Streitpatents) lassen sich wie folgt gliedern (Gliederungsziffern der Merkmale hier und im Folgenden entsprechend der Notation der Beklagten):

57Permalink zu Rn. 57recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_57

M2.2 when the dedicated signature informed by a base station apparatus (100)

58Permalink zu Rn. 58recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_58

M2.3 is detected by said mobile station apparatus (200) and

59Permalink zu Rn. 59recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_59

M3 further adapted to perform a random access

61Permalink zu Rn. 61recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_61

M3.2 when a signature informed by the base station apparatus (100) and not reserved as a dedicated signature

62Permalink zu Rn. 62recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_62

M3.3 is detected by said mobile station apparatus (200).

64Permalink zu Rn. 64recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_64

N1 A method for performing a random access by a mobile station apparatus (200) in which

65Permalink zu Rn. 65recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_65

N2 the mobile station apparatus (200) performs the random access

67Permalink zu Rn. 67recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_67

N2.2 when the dedicated signature informed by a base station apparatus (100)

68Permalink zu Rn. 68recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_68

N2.3is detected by said mobile station apparatus (200) and

71Permalink zu Rn. 71recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_71

N3.2 when a signature informed by the base station apparatus (100) and not reserved as a dedicated signature

72Permalink zu Rn. 72recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_72

N3.3 is detected by said mobile station apparatus (200).

73Permalink zu Rn. 73recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_73

b) Die jeweiligen Patentansprüche 1 der Hilfsanträge lassen sich in der von der Beklagten in der mündlichen Verhandlung beantragten Reihenfolge wie folgt gliedern:

74Permalink zu Rn. 74recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_74

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4b weist gegenüber Anspruch 1 nach Hauptantrag eine Ergänzung bezüglich einer Anfrage zu einer Uplink-Synchronisation (uplink synchronization request) entsprechend den Merkmalen M2.2b, 2.3b sowie M3.2b und M3.3b auf und lautet damit wie folgt (Änderungen gegenüber Anspruch 1 nach Hauptantrag hervorgehoben):

78Permalink zu Rn. 78recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_78

M2.2 when an uplink synchronization request and the dedicated signature informed by a base station apparatus (100)

79Permalink zu Rn. 79recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_79

M2.3 is are detected by said mobile station apparatus (200) and

80Permalink zu Rn. 80recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_80

M3 further adapted to perform a random access

82Permalink zu Rn. 82recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_82

M3.2 when an uplink synchronization request informed by the base station apparatus (100) and a signature informed by the base station apparatus (100) and not reserved as a dedicated signature

83Permalink zu Rn. 83recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_83

M3.3 is are detected by said mobile station apparatus (200).

84Permalink zu Rn. 84recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_84

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4c weist die Merkmale des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4b auf unter Hinzufügung der folgenden Merkmale:

85Permalink zu Rn. 85recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_85

M5 wherein said signature not reserved as a dedicated signature

86Permalink zu Rn. 86recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_86

M5.1 is informed by the base station apparatus without, compared to the case that said dedicated signature is informed by said base station apparatus by including information for specifying it into data, adding further information to said data and

87Permalink zu Rn. 87recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_87

M5.2 is instead informed by the base station apparatus by including said signature not reserved as a dedicated signature into said data.

88Permalink zu Rn. 88recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_88

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4‘c weist die folgenden Merkmale auf (Änderungen gegenüber Anspruch 1 nach Hauptantrag hervorgehoben):

91Permalink zu Rn. 91recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_91

M2.0 to attain uplink resynchronization with a base station apparatus (100)

93Permalink zu Rn. 93recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_93

M2.2 when an uplink synchronization request and the dedicated signature informed by said a base station apparatus (100)

94Permalink zu Rn. 94recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_94

M2.3 are is detected by said mobile station apparatus (200) and

95Permalink zu Rn. 95recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_95

M3 further adapted to perform a random access

96Permalink zu Rn. 96recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_96

M3.0 to attain uplink resynchronization with a base station apparatus (100)

98Permalink zu Rn. 98recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_98

M3.2 when an uplink synchronization request informed by the base station apparatus (100) and a signature informed by the base station apparatus (100) and not reserved as a dedicated signature

99Permalink zu Rn. 99recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_99

M3.3 are is detected by said mobile station apparatus (200),

100Permalink zu Rn. 100recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_100

M5 wherein said signature not reserved as a dedicated signature

101Permalink zu Rn. 101recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_101

M5.1 is informed by the base station apparatus without, compared to the case that said dedicated signature is informed by said base station apparatus by including information for specifying it into data, adding further information to said data and

102Permalink zu Rn. 102recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_102

M5.2 is instead informed by the base station apparatus by including saidsignature not reserved as a dedicated signature into said data.

103Permalink zu Rn. 103recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_103

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1c weist folgende Merkmale auf (Änderungen gegenüber Anspruch 1 nach Hauptantrag hervorgehoben):

107Permalink zu Rn. 107recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_107

M2.2 when an uplink synchronization request and the dedicated signature informed by a base station apparatus (100)

108Permalink zu Rn. 108recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_108

M2.3 is are detected by said mobile station apparatus (200), and

109Permalink zu Rn. 109recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_109

M2.4 wherein said uplink synchronization request and said dedicated signature is are informed by said base station apparatus (100) by transmitting said uplink synchronization request and said dedicated signature from said base station apparatus (100) to said mobile station apparatus (200) and

110Permalink zu Rn. 110recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_110

M2.5 said mobile station apparatus (200) is adapted to receive said uplink synchronization request and said dedicated signature from said base station apparatus (100), and

111Permalink zu Rn. 111recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_111

M2.6 wherein said mobile station apparatus is adapted to perform said random access by transmitting a preamble to said base station apparatus (100) by using said dedicated signature, and said mobile station apparatus (200)

112Permalink zu Rn. 112recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_112

M3 further adapted to perform a random access

114Permalink zu Rn. 114recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_114

M3.2 when an uplink synchronization request informed by the base station apparatus (100) and a signature informed by the base station apparatus (100) and not reserved as a dedicated signature

115Permalink zu Rn. 115recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_115

M3.3 is are detected by said mobile station apparatus (200)

116Permalink zu Rn. 116recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_116

M3.4 wherein said randomly selected signature is randomly selected by said mobile station apparatus (200)

117Permalink zu Rn. 117recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_117

M3.5 wherein said uplink synchronization request and said signature not reserved as a dedicated signature are informed by said base station apparatus (100) by transmitting an uplink synchronization request and said signature not reserved as a dedicated signature from said base station apparatus (100) to said mobile station apparatus (200) and

118Permalink zu Rn. 118recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_118

M3.6 said mobile station apparatus (200) is adapted to receive said uplink synchronization request and said signature not reserved as a dedicated signature from said base station apparatus (100) and

119Permalink zu Rn. 119recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_119

M3.7 wherein said mobile station apparatus (200) is adapted to perform said random access by transmitting a preamble to said base station apparatus (100) by using said randomly selected signature,

120Permalink zu Rn. 120recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_120

M5 wherein said signature not reserved as a dedicated signature

121Permalink zu Rn. 121recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_121

M5.1 is informed by the base station apparatus without, compared to the case that said dedicated signature is informed by said base station apparatus by including information for specifying it into data, adding further information to said data and

122Permalink zu Rn. 122recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_122

M5.2 is instead informed by the base station apparatus by including saidsignature not reserved as a dedicated signature into said data.

123Permalink zu Rn. 123recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_123

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1 weist die Merkmale des Anspruchs 1 nach Hauptantrag auf unter Hinzufügung des folgenden Merkmals bezüglich der Auswahl der zufälligen Signatur in der Mobilstation:

124Permalink zu Rn. 124recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_124

M3.4 wherein said randomly selected signature is randomly selected by said mobile station apparatus (200).

125Permalink zu Rn. 125recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_125

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1a lautet wie folgt (Änderungen gegenüber Anspruch1 nach Hilfsantrag1 hervorgehoben):

129Permalink zu Rn. 129recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_129

M2.2 when the dedicated signature informed by a base station apparatus (100)

130Permalink zu Rn. 130recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_130

M2.3 is detected by said mobile station apparatus (200),

131Permalink zu Rn. 131recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_131

M2.4 wherein said dedicated signature is informed by said base station apparatus (100) by transmitting said dedicated signature from said base station apparatus (100) to said mobile station apparatus (200) and

132Permalink zu Rn. 132recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_132

M2.5 said mobile station apparatus (200) is adapted to receive said dedicated

133Permalink zu Rn. 133recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_133

signature from said base station apparatus (100), and

134Permalink zu Rn. 134recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_134

M2.6 wherein said mobile station apparatus is adapted to perform saidrandom access by transmitting a preamble to said base station apparatus (100) by using said dedicated signature, and

136Permalink zu Rn. 136recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_136

M3 further adapted to perform a random access

138Permalink zu Rn. 138recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_138

M3.2 when a signature informed by the base station apparatus (100) and not reserved as a dedicated signature

139Permalink zu Rn. 139recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_139

M3.3 is detected by said mobile station apparatus (200).

140Permalink zu Rn. 140recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_140

M3.4 wherein said randomly selected signature is randomly selected by said mobile station apparatus (200).

141Permalink zu Rn. 141recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_141

M3.5 wherein said signature not reserved as a dedicated signature is informed by said base station apparatus (100) by transmitting said signature not reserved as a dedicated signature from said base station apparatus (100) to said mobile station apparatus (200) and

142Permalink zu Rn. 142recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_142

M3.6 said mobile station apparatus (200) is adapted to receive said signature not reserved as a dedicated signature from said base station apparatus (100), and

143Permalink zu Rn. 143recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_143

M3.7 wherein said mobile station apparatus (200) is adapted to perform said random access by transmitting a preamble to said base station apparatus (100) by using said randomly selected signature.

144Permalink zu Rn. 144recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_144

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1b weist folgende Merkmale auf (Unterschiede gegenüber Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1a hervorgehoben):

148Permalink zu Rn. 148recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_148

M2.2 when an uplink synchronization request and the dedicated signature informed by a base station apparatus (100)

149Permalink zu Rn. 149recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_149

M2.3 is are detected by said mobile station apparatus (200),

150Permalink zu Rn. 150recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_150

M2.4 b wherein said uplink synchronization request and said dedicated signature is are informed by said base station apparatus (100) by transmitting an uplink synchronization request and said dedicated signature from said base station apparatus (100) to said mobile station apparatus (200) and

151Permalink zu Rn. 151recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_151

M2.5 said mobile station apparatus (200) is adapted to receive said uplink synchronization request and said dedicated signature from said base station apparatus (100), and

152Permalink zu Rn. 152recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_152

M2.6 wherein said mobile station apparatus is adapted to perform said random access by transmitting a preamble to said base station apparatus (100) by using said dedicated signature, and

154Permalink zu Rn. 154recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_154

M3 further adapted to perform a random access

156Permalink zu Rn. 156recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_156

M3.2 when an uplink synchronization request informed by the base station apparatus (100) and a signature informed by the base station apparatus (100) and not reserved as a dedicated signature

157Permalink zu Rn. 157recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_157

M3.3 is are detected by said mobile station apparatus (200).

158Permalink zu Rn. 158recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_158

M3.4 wherein said randomly selected signature is randomly selected by said mobile station apparatus (200),

159Permalink zu Rn. 159recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_159

M3.5 wherein said uplink synchronization request and said signature not reserved as a dedicated signature is informed by said base station apparatus (100) by transmitting an uplink synchronization request and said signature not reserved as a dedicated signature from said base station apparatus (100) to said mobile station apparatus (200) and

160Permalink zu Rn. 160recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_160

M3.6 said mobile station apparatus (200) is adapted to receive said uplink synchronization request and said signature not reserved as a dedicated signature from said base station apparatus (100), and

161Permalink zu Rn. 161recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_161

M3.7 wherein said mobile station apparatus (200) is adapted to perform said random access by transmitting a preamble to said base station apparatus (100) by using said randomly selected signature.

162Permalink zu Rn. 162recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_162

In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1d ist im Vergleich zu Hilfsantrag 1c folgendes Merkmal M4 zwischen den Merkmalen M3.7 und M5 eingefügt:

163Permalink zu Rn. 163recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_163

M4 wherein said dedicated signature, said randomly selected signature and said signature not reserved as a dedicated signature stem from the same set of 64 signatures,

164Permalink zu Rn. 164recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_164

Bei Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1e ist im Vergleich zu Hilfsantrag 1c folgender Disclaimer angefügt:

165Permalink zu Rn. 165recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_165

M5’ wherein said signature not reserved as a dedicated signature does not define a maximum signature of a set of signatures from which said randomly selected signature is randomly selected.

166Permalink zu Rn. 166recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_166

In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1f ist im Vergleich zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1e das Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen zwischen Merkmal 3.7 und Merkmal M5 eingefügt (vgl. Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1c bzw. 1d).

167Permalink zu Rn. 167recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_167

In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1g ist im Vergleich zu Hilfsantrag 1b noch im Anschluss an Merkmal 2.4b und im Anschluss an Merkmal 3.5b präzisiert, dass es sich um eine Re-Synchronisation für den Uplink handelt (Merkmalsänderungen bzw. -ergänzungen gegenüber Hilfsantrag 1b im Folgenden hervorgehoben):

168Permalink zu Rn. 168recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_168

M2.4 b wherein said uplink synchronization request and said dedicated signature is are informed by said base station apparatus (100) by transmitting an uplink synchronization request and said dedicated signature from said base station apparatus (100) to said mobile station apparatus (200) and

171Permalink zu Rn. 171recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_171

M3.5 wherein said uplink synchronization request and said signature not reserved as a dedicated signature is informed by said base station apparatus (100) by transmitting an uplink synchronization request and said signature not reserved as a dedicated signature from said base station apparatus (100) to said mobile station apparatus (200) and

174Permalink zu Rn. 174recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_174

In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1h sind im Vergleich zu Hilfsantrag 1g die Merkmale M5, M5.1 und M5.2 (vgl. Hilfsantrag 1c) bezüglich des Weglassens von Information in eine Signatur ergänzt.

175Permalink zu Rn. 175recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_175

In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1i ist im Vergleich zu Hilfsantrag 1h das Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen ergänzt (vgl. Hilfsantrag1d).

176Permalink zu Rn. 176recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_176

In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1’a werden gegenüber Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1a zusätzlich Funkeinheiten genannt (Ergänzungen gegenüber den Merkmalen des Anspruchs1 nach Hilfsantrag 1a hervorgehoben):

177Permalink zu Rn. 177recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_177

M2.4’ wherein said dedicated signature is informed by said base station apparatus (100) by transmitting said dedicated signature from a radio unit (104) included in said base station apparatus (100) to a radio unit (207) included in said mobile station apparatus (200) and

178Permalink zu Rn. 178recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_178

M2.5’ said mobile station apparatus (200) is adapted to receive said dedicated

179Permalink zu Rn. 179recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_179

signature from said radio unit (104) included in said base station apparatus (100), using said radio unit (207) included in said mobile station apparatus (200), and

180Permalink zu Rn. 180recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_180

M2.6 wherein said mobile station apparatus is adapted to perform said random access by transmitting a preamble to said base station apparatus (100) by using said dedicated signature, and said mobile station apparatus (200)

182Permalink zu Rn. 182recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_182

M3.5’ wherein said signature not reserved as a dedicated signature is informed by said base station apparatus (100) by transmitting said signature not reserved as a dedicated signature from said radio unit (104) included in said base station apparatus (100) to said radio unit (207) included in said mobile station apparatus (200) and

183Permalink zu Rn. 183recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_183

M3.6’ said mobile station apparatus (200) is adapted to receive said signature not reserved as a dedicated signature from said radio unit (104) included in said base station apparatus (100) using said radio unit (207) included in said mobile station apparatus (200), and

184Permalink zu Rn. 184recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_184

M3.7 wherein said mobile station apparatus (200) is adapted to perform said random access by transmitting a preamble to said base station apparatus (100) by using said randomly selected signature.

185Permalink zu Rn. 185recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_185

In den jeweiligen Ansprüchen 1 der Hilfsanträge 1’b bis 1’i wird gegenüber den Ansprüchen 1 der Hilfsanträge 1b bis 1i ebenfalls mit den Merkmalen M2.4‘, M2.5‘, M3.5‘ und M3.6‘ präzisiert, dass die Kommunikation zwischen der Basisstation und der Mobilstation mit jeweiligen Funkeinheiten (radio unit 104, radio unit 207) durchgeführt wird, die in der Basis- und der Mobilstation angeordnet sind.

186Permalink zu Rn. 186recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_186

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3a fehlt gegenüber Anspruch nach Hilfsantrag 1a das Merkmal M3.4 zur zufälligen Auswahl einer Signatur in der Mobilstation.

187Permalink zu Rn. 187recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_187

Ebenso fehlt in den jeweiligen Ansprüchen der Hilfsanträge 3b bis 3i gegenüber den Ansprüchen der Hilfsanträge 1b bis 1i jeweils das Merkmal M3.4 zur zufälligen Auswahl einer Signatur in der Mobilstation.

188Permalink zu Rn. 188recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_188

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3‘a weist gegenüber Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1‘a nicht mehr das Merkmal M3.4 zur zufälligen Auswahl einer Signatur in der Mobilstation auf. In gleicher Weise fehlt den jeweiligen Ansprüche der Hilfsanträge 3’b, 3’c, 3’d, 3’g, 3’h und 3’i gegenüber den Ansprüchen der Hilfsanträge 1’b, 1’c, 1’d, 1’g, 1’h und 1’i jeweils das Merkmal M3.4 zur zufälligen Auswahl einer Signatur in der Mobilstation.

189Permalink zu Rn. 189recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_189

In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4d ist im Vergleich zu Hilfsantrag 4c das Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen zwischen den Merkmalen M3.7 und M5 eingefügt (vgl. Merkmal M4 im Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1d).

190Permalink zu Rn. 190recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_190

Bei Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4e ist im Vergleich zu Hilfsantrag 4c der folgende Disclaimer angefügt:

191Permalink zu Rn. 191recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_191

M5’ wherein said signature not reserved as a dedicated signature does not define a maximum signature of a set of signatures from which said randomly selected signature is randomly selected.

192Permalink zu Rn. 192recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_192

In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4f ist im Vergleich zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag4e wiederum das Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen hinzugefügt (vgl. auch Hilfsantrag 1d bzw. Hilfsantrag 1f).

193Permalink zu Rn. 193recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_193

In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4g ist im Vergleich zu Hilfsantrag 4b im Anschluss an Merkmal 2.4b und im Anschluss an Merkmal 3.5b jeweils präzisiert, dass es sich um eine Re-Synchronisation für den Uplink entsprechend Merkmal M2.4.1 bzw. M3.5.1 handelt (vgl. auch Hilfsantrag 1g).

194Permalink zu Rn. 194recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_194

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4h weist im Vergleich zu Hilfsantrag 4g die Merkmale M5, M5.1 und M5.1 (vgl. Hilfsantrag 1c) bezüglich des Weglassens von Information auf.

195Permalink zu Rn. 195recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_195

In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4i ist im Vergleich zu Hilfsantrag 4h das Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen ergänzt (vgl. Hilfsantrag1d).

196Permalink zu Rn. 196recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_196

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4’b weist einen Teil der Merkmale des vorstehend genannten Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4’c auf – hier fehlen die Merkmale M5, M5.1 und M5.2 im Vergleich zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4’c.

197Permalink zu Rn. 197recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_197

In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 5c sind gegenüber Anspruch 1 nach Hauptantrag die vorstehend genannten Merkmale M5 bis M5.2 hinzugefügt.

198Permalink zu Rn. 198recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_198

In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 5d ist im Vergleich zu Hilfsantrag 5c das Merkmal M4 zwischen den Merkmalen M3.7 und M5 eingefügt (vgl. Merkmale M4 im Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1d):

199Permalink zu Rn. 199recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_199

Bei Anspruch 1 nach Hilfsantrag 5e ist im Vergleich zu Hilfsantrag 5c wiederum der Disclaimer M5‘ angefügt.

200Permalink zu Rn. 200recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_200

In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 5f ist im Vergleich zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 5e das Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen hinzugefügt (vgl. Hilfsantrag 1f).

201Permalink zu Rn. 201recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_201

5. Der zuständige Fachmann versteht die Merkmale der jeweiligen Patentansprüche1 nach Haupt- und Hilfsanträgen in der von der Beklagten in der mündlichen Verhandlung angegebenen Reihenfolge wie folgt:

202Permalink zu Rn. 202recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_202

a) Patentanspruch 1 nach Hauptantrag (erteilte Fassung des Streitpatents) betrifft eine Mobilstation (mobile station MS / mobile station apparatus 200 /z.B. Mobiltelefon) und einen sogenannten wahlfreien Zugriff (random access), unter dem der Fachmann vorliegend einen direkten nicht-sequenziellen Zugriff einer Mobilstation auf ein Mobilfunknetzwerk mit einer Basisstation (base station 100 / BS) versteht (vgl. MerkmalM1 sowie Patentschrift, Fig. 17 (wie eingangs wiedergegeben) und Abs. 4 bis 6 sowie Bezugszeichenliste in Abs.32). Die Begriffe Mobilstation (mobile station) und Mobilstationsvorrichtung bzw. Mobilstationsgerät (mobile station apparatus) werden dabei als Synonyme verwendet; dies gilt ebenfalls für die Begriffe Basisstation (base station) und Basisstationsvorrichtung (base station apparatus) (vgl. Abs. 9: a mobile station apparatus (hereinafter referred to as the "mobile station") and a base station apparatus (hereinafter referred to as the "base station")).

203Permalink zu Rn. 203recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_203

Der wahlfreie Zugriff wird unter Verwendung einer dedizierten, d.h. zugeordneten Signatur (dedicated signature) durchgeführt (vgl. Merkmal M2). Eine Signatur ist gemäß Patentschrift in einer Präambel zur Erreichung einer Synchronisation enthalten und wird durch ein Signalmuster gebildet (vgl. Abs. 10: a signature corresponding a signal pattern representing information […] several bits […] 6-bit information […] preparation of 64 kinds of signatures). Demnach ermöglicht beispielsweise ein üblicherweise verwendetes 6-Bit-Signalmuster die Bereitstellung von 64(=26) Signaturen als Kennung (vgl. Patentschrift a.a.O.). Die Benutzung der dedizierten / zugeordneten Signatur seitens der Mobilstation erfolgt nach Mitteilung bzw. Senden derselben durch die Basisstation und deren anschließende Detektion durch die Mobilstation (vgl. Patentschrift, Fig. 11 und 20, Schritte ST2001 und ST2002, sowie Abs. 22 und 23 / Merkmale M2.1, M2.2 und M2.3).

204Permalink zu Rn. 204recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_204

Die beanspruchte Mobilstation ist zudem eingerichtet, einen wahlfreien Zugriff (random access) unter Benutzung einer zufällig ausgewählten Signatur (by using a randomly selected signature) auszuführen (vgl. Merkmal M3). Die Benutzung einer zufällig ausgewählten Signatur erfolgt, nachdem eine seitens der Basisstation mitgeteilte / gesendete Signatur von der Mobilstation detektiert wird (vgl. Merkmale M3.1 und M3.3) und letztere Signatur nicht als eine dedizierte bzw. zugeordnete Signatur (dedicated signature) reserviert ist (vgl. Patentschrift Fig. 10 und 14, Schritte ST1009 und ST1407, sowie Abs. 127 und Merkmal M3.2: signature […] not reserved as a dedicated signature). Eine solche von der Mobilstation empfangene Signatur, die nicht als dedizierte Signatur reserviert ist, stellt eine Information dar, die der Fachmann als Bedingung dafür versteht, die Benutzung einer zufällig gewählten Signatur (random signature) auszulösen, wenn keine dedizierte Signatur zur Verfügung steht. Das Streitpatent lässt offen, ob die Formulierung „when […]“ im Merkmal 3.2 bezüglich der Mitteilung einer Signatur, die nicht als dedizierte Signatur reserviert ist, im unmittelbaren zeitlichen Sinne (gleichzeitig) oder im logischen Sinne eines bedingten Ablaufs zu verstehen ist (vgl. Flussdiagramm gemäß Fig.14). Entgegen der von der Beklagten vertretenen Auffassung ist die Formulierung mit „when […]“ im Merkmal M3.2 nicht nur einschränkend im Sinne von „gleichzeitig“ zu verstehen. Vielmehr versteht der Fachmann dies – entsprechend der klägerseitigen Merkmalsauslegung – als eine allgemeinere logische Abfolge im Sinne einer von mehreren Bedingungen für die Benutzung einer zufälligen Signatur im Zusammenhang mit dem Auftreten eines Konflikts bei einem wahlfreien Zugriff (contention base random access) und mitgeteilten Daten (data) bzw. Information ohne eine dedizierte Signatur (vgl. Patentschrift, Fig. 14, Schritt ST1407, i.V.m. Abs. 122, 126 und 134 sowie Abs. 123: Then, when the mobile station 200 detects the downlink resource allocation, an uplink synchronization request and the information of no dedicated signature (ST1306), it performs contention base random access processing by using a signature randomly selected). Das Flussdiagramm gemäß Figur 14 und den zugehörigen Text versteht der Fachmann so, dass von der Mobilstation eine zufällige Signatur genutzt wird, wenn eine Prüfung ergibt, dass die mitgeteilten Daten keine dedizierte Signatur enthalten (vgl. Abs. 122 und 126, letzter Satz, sowie Abs. 127, erster Satz: […] the mobile station 200 further checks, whether or not a dedicated signature is included in the downlink data. At this point, when a dedicated signature is not included, the mobile station 200 transmits a preamble by using a signature randomly selected (ST1408)). Der Fachmann entnimmt der Beschreibung des Streitpatents somit sinngemäß, dass die Mobilstation Daten empfängt bzw. detektiert und dann, wenn keine dedizierte Signatur verfügbar ist, die Nutzung einer zufällig gewählten Signatur ausgelöst wird.

205Permalink zu Rn. 205recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_205

Ob die zufällige Auswahl der Signatur in der Mobilstation oder in einer Basisstation erfolgt, lässt der Wortlaut des Anspruchs1 in der erteilten Fassung (Hauptantrag) ebenfalls offen – im Gegensatz zu jeweiligen Ansprüchen 1 nach einzelnen Hilfsanträgen wie beispielsweise Hilfsantrag 1c, in dem die Mobilstation als Ort der zufälligen Auswahl einer Signatur genannt wird (vgl. Merkmal M3.4). Aus der Beschreibung des Streitpatents geht jedenfalls hervor, dass eine zufällig gewählte Signatur von der Mobilstation benutzt wird (using a randomly selected signature), wenn in Downlink-Daten keine dedizierte Signatur enthalten ist (vgl. Patentschrift, vgl. Abs. 74: […] when the mobile station 200 detects the download resource allocation and […] no dedicated signature is allocated, it transmits a preamble of a random access channel by using a randomly selected signature […]; vgl. auch Abs. 30 sowie Abs. 107 und Abs. 109 zu einem konkurrenzbasierten Zugriff; vgl. hierzu auch Fig.10). Die Mobilstation benutzt damit eine zufällig gewählte Signatur, die für den konfliktbasierten Zugriff benötigt wird, wenn ihr von der Basisstation nur eine Information bzw. Signatur gesendet wird, die nicht als zugeordnete / dedizierte Signatur reserviert ist (vgl. Patentschrift, Abs. 74 sowie Merkmale M3.1, M3.2 und M3.3).

206Permalink zu Rn. 206recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_206

b) Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4b weist gegenüber Anspruch 1 nach Hauptantrag eine Präzisierung bezüglich einer Anfrage zu einer Uplink-Synchronisation (uplink synchronization request) – d.h. einer Synchronisationsanfrage bezüglich einer Verbindung von der Mobilstation in Richtung der Basisstation (sog. Aufwärtsstrecke) – entsprechend den Merkmalen M2.2b, 2.3b sowie M3.2b und M3.3b auf.

207Permalink zu Rn. 207recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_207

c) Die zusätzlichen Merkmale M5 bzw. M5.1 und M5.2 des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag4c beinhalten, dass den von der Basisstation an die Mobilstation gesendeten Daten bezüglich einer nicht als dedizierte Signatur reservierten Signatur keine weitere Information – wie von der Beklagten ausgeführt – in Form eines Statusindikators bzw. Flags zu deren Signalisierung beigefügt wird (without […] adding further information to said data […]).

208Permalink zu Rn. 208recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_208

d) Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4’c konkretisiert in den Merkmalen M2.0 und M3.0, dass es sich um eine Uplink-Resynchronisation (uplink resynchronization) mit der Basisstation (base station) handelt. Darunter versteht der Fachmann, dass es sich um eine wiederholte bzw. erneute Synchronisation einer Aufwärtsstreckenverbindung (uplink) von der Mobilstation in Richtung der Basisstation handelt.

209Permalink zu Rn. 209recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_209

e) Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1c beinhaltet, dass die zufällige Signatur seitens der Mobilstation ausgewählt wird (randomly selected signature is randomly selected by said mobile station apparatus / Merkmal M3.4). Des Weiteren kommt in den weiteren Merkmalen des Anspruchs entsprechend den Angaben der Beklagten zum Ausdruck, dass es sich um eine (gezielte) Kommunikation zwischen der einen genannten Basisstation (saidbase station apparatus) und der einen Mobilstation (saidmobile station apparatus) handelt, wobei eine zufällige Signatur bei einem wahlfreien Zugriff dann von der Mobilstation im Zusammenhang mit einer Präambel an die Basisstation gesendet wird. Zudem ist hier präzisiert, dass die jeweiligen Signaturen im Zusammenhang mit einer Uplink-Synchronisierungs-Anfrage (uplink synchronization request) verwendet werden (vgl. Merkmale M2.2b bis M2.5b und M2.6 sowie M3.2b, M3.3b,M3.5b und M3.6b und M3.7). Die Merkmale M5 bzw. M5.1 und M5.2 des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag1c beinhalten, dass den von der Basisstation an die Mobilstation gesendeten Daten bezüglich einer nicht als dedizierte Signatur reservierten Signatur keine weitere Information wie etwa ein Statusindikator bzw. Flag zu deren Signalisierung beigefügt wird (vgl.vorherige Ausführungen zu Hilfsantrag 4c).

210Permalink zu Rn. 210recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_210

f) Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1 beinhaltet im Vergleich zum Hauptantrag zusätzlich, dass die zufällige Signatur seitens der Mobilstation ausgewählt wird (randomly selected signature is randomly selected by said mobile station apparatus/ vgl. vorstehende Ausführungen zur Auslegung des Merkmals M3.4).

211Permalink zu Rn. 211recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_211

g) In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1a kommt mit den Merkmalen M2.4 bis M2.6 bzw. M3.5 bis M3.7 darüber hinaus zum Ausdruck, dass es sich um eine Kommunikation zwischen der einen genannten Basisstation (saidbase station apparatus) und der beanspruchten Mobilstation handelt, wobei eine zufällige Signatur bei einem wahlfreien Zugriff dann von der Mobilstation im Zusammenhang mit einer Präambel an die Basisstation gesendet wird (vgl. vorstehende Ausführungen zur Merkmalsauslegung, die hier in gleicher Weise gelten).

212Permalink zu Rn. 212recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_212

h) Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1b weist gegenüber Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1a wiederum eine Präzisierung bezüglich einer Anfrage zu einer Uplink-Synchronisation (an uplink synchronization request) entsprechend den Merkmalen M2.2b bis 2.5b sowie M3.2b bis M3.6b auf (vgl. vorstehende Ausführungen zur Auslegung der Merkmale, die hier ebenso gelten).

213Permalink zu Rn. 213recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_213

i) Merkmal M4 des Anspruchs1 nach Hilfsantrag 1d beinhaltet die zusätzliche Beschränkung gegenüber Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1c, dass Signaturen in Form der dedizierten Signatur, der zufällig gewählten Signatur und der nicht reservierten Signatur konkret aus derselben Menge von 64 Signaturen (same set of 64 signatures) stammen.

214Permalink zu Rn. 214recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_214

j) Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1e beinhaltet gegenüber Anspruch 1 nach Hilfsantrag1c einen Disclaimer (Merkmal M5‘), der die Signatur, die nicht als dedizierte Signatur reserviert ist, betrifft. Danach ist diese Signatur nicht als maximale Signatur (maximum signature) definiert. Dies ist so auszulegen, dass die reservierte Signatur keine maximale Signatur bzw. einen Höchstwert einer Menge von Signaturen (maximum signature of a set of signatures) definiert. Dieses Merkmal erweist sich zudem nicht als technisch relevant.

215Permalink zu Rn. 215recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_215

k) In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1f ist im Vergleich zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1e das Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen hinzugefügt; vgl. vorherige Ausführungen zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1d bzw. Hilfsantrag 1e, die hier in gleicher Weise gelten.

216Permalink zu Rn. 216recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_216

l) Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1g spezifiziert in den Merkmalen M2.4.1 und M3.5.1, dass es sich um eine Uplink-Resynchronisation handelt, Darunter versteht der Fachmann, dass es um sich eine wiederholte bzw. erneute (nicht-initiale) Uplink-Synchronisation handelt im Zusammenhang mit einem konfliktbasierten Zugriff und der Wiederaufnahme bzw. Fortsetzung einer Datenübertragung (vgl. Patentschrift, Abs. 20-23, 30, 112, 114 und 117).

217Permalink zu Rn. 217recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_217

m) In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1h sind im Vergleich zu Hilfsantrag 1g die Merkmale M5, M5.1 und M5.1 bezüglich des Weglassens bzw. Einfügens von Information in eine Signatur ergänzt, weshalb an dieser Stelle auf die Ausführungen zur Auslegung des Hilfsantrags 1c bzw. des Hilfsantrags 1g verwiesen wird, die hier ebenso gelten.

218Permalink zu Rn. 218recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_218

n) In Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1i ist im Vergleich zu Hilfsantrag 1h das Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen eingefügt (vgl. Hilfsantrag 1d).Die Ausführungen zu den Merkmalen der Ansprüche des Hilfsantrags 1d und 1h gelten hier ansonsten in gleicher Weise.

219Permalink zu Rn. 219recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_219

o) In den jeweiligen Ansprüchen 1 der Hilfsanträge 1’a bis 1’i kommt gegenüber den Ansprüchen 1 der Hilfsanträge 1a bis 1i gemäß den Merkmalen M2.4‘, M2.5‘, M3.5‘ und M3.6‘ zum Ausdruck, dass die Kommunikation zwischen der Basisstation und der Mobilstation mit jeweiligen Funkeinheiten (radio unit 104, radio unit 207) durchgeführt wird, die in der Basis- bzw. auf der Gegenseite in der Mobilstation angeordnet sind.

220Permalink zu Rn. 220recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_220

p) Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3a fehlt gegenüber Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1a das Merkmal M3.4 zur zufälligen Auswahl einer Signatur in der Mobilstation. Damit ist Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3a breiter gefasst als Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1a. Dies gilt in Analogie für die jeweiligen Ansprüche der Hilfsanträge 3b bis 3i, in denen gegenüber den Ansprüchen der Hilfsanträge 1b bis 1i auch jeweils das Merkmal M3.4 zur zufälligen Auswahl einer Signatur in der Mobilstation fehlt.

221Permalink zu Rn. 221recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_221

q) Auch Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3‘a weist gegenüber Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1‘a nicht mehr das Merkmal M3.4 zur zufälligen Auswahl einer Signatur in der Mobilstation auf. Damit ist der Anspruch des Hilfsantrags 3‘a breiter gefasst als der entsprechende Anspruch des Hilfsantrags 1’a. Dies gilt in Analogie für die jeweiligen Ansprüche der Hilfsanträge 3’b, 3’c, 3’d, 3’g, 3’h und 3’i, in denen gegenüber den Ansprüchen der Hilfsanträge 1’b, 1’c, 1’d, 1’g, 1’h und 1’i jeweils das Merkmal M3.4 zur zufälligen Auswahl einer Signatur in der Mobilstation fehlt.

222Permalink zu Rn. 222recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_222

r) Bezüglich der Merkmale der jeweiligen Ansprüche 1 der Hilfsanträge 4a, 4d bis 4i, 4’b und 5c bis 5e, welche die vorstehend zu den anderen Hilfsanträgen genannten Merkmale in verschiedenen Kombinationen umfassen, wird auf entsprechende vorherige Ausführungen zur Auslegung der einzelnen inhaltsgleichen Merkmale verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten.

223Permalink zu Rn. 223recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_223

s) Patentanspruch 2 in der erteilten Fassung ist auf ein mobiles Kommunikationssystem mit einer Basisstation und einer Mobilstation gemäß Anspruch 1 gerichtet, wobei die Merkmale dieses Anspruchs ansonsten inhaltlich mit den Merkmalen des auf eine Mobilstation gerichteten Patentanspruchs 1 übereinstimmen. Dies gilt ebenso für die jeweiligen Ansprüche 2 der Hilfsanträge.

224Permalink zu Rn. 224recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_224

t) Der erteilte Patentanspruch 3 ist auf ein Verfahren zum Ausführen eines wahlfreien Zugriffs durch eine Mobilstationsvorrichtung gerichtet, wobei die Merkmale dieses Anspruchs ansonsten inhaltlich mit den Merkmalen des auf eine Mobilstation gerichteten Patentanspruchs 1 übereinstimmen (vgl. Merkmale N2 bis N3.3 des erteilten Anspruchs 3 mit den Merkmalen M2 bis M3.3 des erteilten Anspruchs 1). Dies gilt ebenso für die weiteren Merkmale der jeweiligen Ansprüche 3 der Hilfsanträge.

226Permalink zu Rn. 226recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_226

Das Streitpatent in der erteilten Fassung ist nach Art. II § 6 Abs. 1 Nr. 1 IntPatÜG i. V. m. Art. 138 Abs. 1 Buchst. a), Art. 52, 54 EPÜ für nichtig zu erklären, da der Gegenstand von Patentanspruch 1 aufgrund fehlender Neuheit nicht patentfähig ist.

227Permalink zu Rn. 227recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_227

1. Das Dokument R2-071143 aus dem LTE-Standardisierungsverfahren (D32 = D91), das auf dem 3GPP TSG RAN WG2 Meeting #57bis vom 26. bis zum 30. März 2007 in St. Julien’s, Malta diskutiert worden ist, ist zur Überzeugung des Senats am 22. März 2007 auf dem FTP-Server von 3GPP öffentlich zur Verfügung gestellt worden und trifft das Streitpatent in der erteilten Fassung als vorveröffentlichen Stand der Technik neuheitsschädlich.

228Permalink zu Rn. 228recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_228

a) Entgegen der Annahme der Beklagten ist das Dokument R2-071143 (D32 = D91) vorveröffentlicht.

229Permalink zu Rn. 229recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_229

Laut Internetseite von 3GPP ist das Dokument R2-071143 aus dem LTE-Standardisierungsverfahren als Zip-Datei mit einem Zeitstempel vom 22.März2007 auf dem FTP-Server von 3GPP öffentlich zur Verfügung gestellt worden.

230Permalink zu Rn. 230recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_230

Die auf dem 3GPP-Server hinterlegte Zip-Datei mit dem Dokument D32 gibt die auf dem Meeting vom 26. bis 30. März 2007 in St. Julians’s auf Malta diskutierten Inhalte wieder und hat auch später keine Änderung erfahren hat, wie sich aus dem Zeitstempel ergibt.

231Permalink zu Rn. 231recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_231

Soweit die Beklagte das Vorbringen der Klägerin pauschal bestreitet, ist ihr Vortrag nicht geeignet, Zweifel an der Richtigkeit des Klägervortrags zu begründen. Die Klägerinnen haben im Einzelnen dargelegt, dass das Dokument u. a. als Zip-Datei mit einem Zeitstempel am Prioritätstag allgemein zugänglich zur Verfügung stand. Angesichts dessen lag es an der Beklagten, nachweisliche Anhaltspunkte dafür aufzuzeigen, dass dieses Dokument nicht vorhanden bzw. nicht zugänglich war. Dass das Dokument R2-071143 (D32 = D91) nicht verfügbar oder nicht zugänglich gewesen sei, ist weder konkret vorgetragen noch sonst ersichtlich.

232Permalink zu Rn. 232recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_232

Der dahingehende Vortrag der Beklagten ist als prozessual nicht zu berücksichtigende „Behauptung ins Blaue hinein“ zu werten.

233Permalink zu Rn. 233recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_233

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist es unzulässig, eine Behauptung "ins Blaue hinein" aufzustellen (BGH, Urteil vom 20. September 2002 – V ZR 170/01 –, NJW-RR2003, 69-71 Rn. 9). Bei der Annahme eines solchen rechtsmissbräuchlichen Verhaltens ist zwar Zurückhaltung geboten (BGH, Beschluss vom 2. April 2009 – V ZR 177/08 –, NJW-RR2009, 1236 Rn.11). Einer Partei muss es auch möglich sein, im Zivilprozess Tatsachen zu behaupten, über die sie keine genaue Kenntnis haben kann, die sie aber für wahrscheinlich hält. Eine zivilprozessual unzulässige Ausforschung ist aber dann erreicht, wenn eine Partei Behauptungen ohne greifbare Anhaltspunkte für das Vorliegen eines bestimmten Sachverhalts willkürlich aufs Geratewohl aufstellt (vgl. BGH, Urteil vom 20. September 2002 – V ZR 170/01 –, a. a. O. Rn.9 m. w. N.).

234Permalink zu Rn. 234recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_234

Die von der Beklagten aufgezeigten Vermutungen werden der Anforderung an zulässigen Vortrag nicht gerecht. Objektive Anhaltspunkte, dass das Dokument R2-071143 (D32 = D91) erst nach dem 6. Juni 2007 veröffentlich worden sei, sind dem Vortrag der Beklagten nicht zu entnehmen.

235Permalink zu Rn. 235recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_235

So steht einer allgemein zugänglichen Veröffentlichung am 22. März 2007 nicht entgegen, dass auf dem Dokument selbst nur eine Datumsangabe (26 – 30 March) ohne Jahreszahl vermerkt ist. Denn die Jahreszahl 2007 ergibt sich bereits aus dem vorgenannten Zeitstempel der abrufbaren Datei. Zudem ist, wie Dokument NK5 belegt, zum selben Zeitpunkt in St. Julian’s auf Malta ein zweites Meeting abgehalten worden mit der gleichen Nummer #57bis und der expliziten Zeitangabe 26th – 30th March 2007. Dem steht auch nicht entgegen, dass auf dem Dokument D32 lediglich R2-07xxxx als Nummer mit Platzhaltern angegeben ist, da die zugehörige Datei die vollständige Angabe R2-071143 im Namen trägt. Weiter steht dem auch nicht entgegen, dass – wie von der Beklagten in der mündlichen Verhandlung behauptet – eine damit verbundene Excel-Tabelle ein anderes Upload-Datum nennt. Eine als Anlage beigefügte Excel-Tabelle gibt keine Auskunft darüber, wann das rückbezogene Dokument veröffentlicht worden ist. Entsprechendes gilt für die Behauptung, die Word-Dateien zu dem Dokument D32 wiesen wesentlich später liegende Veröffentlichungsdaten auf. Es kann dahinstehen, ob der Inhalt des Dokuments D32 erst später auch als Word-Datei zur Verfügung gestellt worden ist, denn die entsprechende Zip-Datei hat unstreitig einen Zeitstempel vom 22. März 2007-

236Permalink zu Rn. 236recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_236

b) Dokument D32 beschreibt eine Mobilstation in Form von User Equipment (UE), wobei die Mobilstation einen wahlfreien Zugriff (Random Access) durchführt (vgl. S. 1, Titel und Kapitel 2 / Merkmale M1 und M2). Dazu wird eine zugeordnete / dedizierte Signatur (dedicated signature) entsprechend Merkmal M2.1 verwendet, welche der Mobilstation (UE) seitens einer Basisstation (eNB) im Rahmen einer Information mitgeteilt (Merkmal M2.2) und dabei auch unstreitig von der Mobilstation empfangen bzw. entsprechend Merkmal M2.3 detektiert wird (vgl. S. 1, Kap.2, Dedicated signatures usages, Abschnitt 2.1 zu UL sync procedure, vgl. dazu auch S. 2, Abschnitt 2.2, Case 1, dritter Aufzählungspunkt).

237Permalink zu Rn. 237recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_237

Die Mobilstation ist ebenfalls dazu eingerichtet, einen wahlfreien Zugriff (Random access) gemäß Merkmal M3 unter Nutzung von nicht zugeordneten / nicht-dedizierten Signaturen (non-dedicated signatures) durchzuführen. Der Fachmann liest hier mit, dass die nicht-dedizierten Signaturen zufällige Signaturen im Zusammenhang mit Random-Access-Präambeln darstellen, wie sie auch im Streitpatent genannt werden (vgl. D32 a.a.O. und Abschnitt 2.2, einleitender Absatz zu Usage of Random Access Preamble signatures). Die Basisstation (eNB) teilt den in einer Mobilfunkzelle (cell) erreichbaren Mobilstationen (UEs) im Falle eines Konflikts bzw. konkurrenzbasierten Zugriffs bei gleichzeitiger Nutzung von Ressourcen eines Random-Access-Channels (same RACH time/frequency resources are used) durch eine Information (information) mit, welche nicht zugeordneten bzw. nicht-dedizierten Signaturen benutzt werden können (vgl. Abschnitt 2.2 zu Usage of Random Access Preambel signatures, zweiter Aufzählungspunkt, zweiter Spiegelstrich: eNB need to transmit […] Signatures which can be used for non-dedicated usage).

238Permalink zu Rn. 238recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_238

Case 1: same RACII time/frequency resources are used for dedicated signatures and non-dedicated signatures

239Permalink zu Rn. 239recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_239

- Some signatures within one RACH time/frequency resource are reserved for dedicated signatures, and remaining signatures in the RACH time/frequency resource are for UEs which don’t have dedicated signature (i.e. non-dedicates usage)

240Permalink zu Rn. 240recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_240

- eNB needs to transmit following information in system information for all UEs within the cell

241Permalink zu Rn. 241recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_241

- RACH time/frequency resource for Random Access Preamble transmission,

242Permalink zu Rn. 242recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_242

- Signatures which can be used for non-dedicated usage, and

243Permalink zu Rn. 243recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_243

- Separation point within non-dedicated signatures for 1 bit information.

244Permalink zu Rn. 244recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_244

- eNB additionally needs to inform UEs which use dedicated signature of following information

245Permalink zu Rn. 245recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_245

- Signature which UE should use in specific case, potentially with some limitation in time domain (e.g. only one TTI is allowed for handover).

246Permalink zu Rn. 246recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_246

Aus der Perspektive der Mobilstation wird dann entsprechend Merkmal M3.1 eine nicht-dedizierte, d.h. zufällige Signatur für einen wahlfreien Zugriff (random access) benutzt, wenn keine dedizierten Signaturen vorhanden bzw. nutzbar sind. In diesem Zusammenhang wird der Mobilstation (UE) seitens der Basisstation (eNB) eine Information mit Signaturen gesendet, die nicht als dedizierte Signaturen reserviert sind und deshalb für die Nutzung als zufällig gewählte Signatur in Frage kommen (vgl. Abschnitt 2.2, Case 1, zweiter Aufzählungspunkt, zweiter Spiegelstrich: for UEs which don’t have dedicated signature […] eNB needs to transmit following information […] Signatures which can be used fornon-dedicated usage). Als Auslöser für die Wahl bzw. Nutzung einer nicht-dedizierten, d.h. zufälligen Signatur seitens der Mobilstation dient hier damit die Konstellation, dass keine dedizierte Signatur zur Verfügung steht, und dass zu der dann notwendigen Nutzung einer zufälligen Signatur zumindest eine von der Basisstation im Rahmen der Information gesendete Signatur von der Mobilstation empfangen und detektiert wird, die nicht als dedizierte Signatur reserviert ist (vgl. a.a.O. / Merkmale M3.2 und M3.3).

247Permalink zu Rn. 247recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_247

Entgegen der von der Beklagten in der mündlichen Verhandlung vertretenen Auffassung entspricht dies einem Ausführungsbeispiel des Streitpatents, bei dem im Rahmen einer Uplink-Synchronisation seitens der Basisstation Informationen bzw. Daten an die Mobilstation gesendet werden, die keine dedizierte Signatur darstellen, und bei dem keine dedizierten Signaturen mehr zugeordnet bzw. genutzt werden können (vgl. Patentschrift, Abs. 122). Dem steht auch nicht entgegen, dass – entsprechend den Ausführungen der Beklagten in der mündlichen Verhandlung mit Verweis auf Abschnitt 2.2 der D32 – dort dedizierte und nicht dedizierte Signaturen aus dem gleichen Set bzw. der gleichen Menge von Signaturen stammen, und dass im dritten Aufzählungspunkt von Case 1 noch aufgeführt ist, dass einer Mobilstation im Falle der Verfügbarkeit von dedizierten Signaturen zusätzlich mitgeteilt wird, welche die Mobilstation in bestimmten Fällen (wie etwa einem limitierten Zeitbereich) nutzen soll (eNB additionally needs to inform UEs which use dedicated signature of following information […] – Signature which UE should use in specific case […]). Vielmehr betrifft eine solche zusätzliche Information bezüglich der Nutzung dedizierter Signaturen lediglich den Fall, dass solche auch zur Verfügung stehen (vgl. a.a.O. und S. 3, Fig. 1).

248Permalink zu Rn. 248recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_248

Damit weist die aus D32 bekannte Mobilstation sämtliche Merkmale der Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hauptantrag auf.

249Permalink zu Rn. 249recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_249

2. Die Patentfähigkeit der übrigen Ansprüche 2 und 3 kann dahinstehen, da die Beklagte das erteilte Patent als geschlossenen Anspruchssatz verteidigt (vgl. BGH, Urteil vom 29. September 2011 – X ZR 109/08, GRUR 2012, 149 – Sensoranordnung).

250Permalink zu Rn. 250recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_250

3. Bei dieser Sachlage kann auch dahinstehen, ob der Patentfähigkeit der erteilten Ansprüche weiterer Stand der Technik – wie beispielsweise durch D31, NK5 und NK8dokumentiert – entgegensteht.

252Permalink zu Rn. 252recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_252

Die Beklagte kann das Streitpatent auch in der Fassung der Hilfsanträge nicht erfolgreich verteidigen, weil sowohl die danach beanspruchten Vorrichtungen als auch die beanspruchten Verfahren ungeachtet der von den Klägerinnen bestrittenen Zulässigkeit, die daher dahinstehen kann, gegenüber dem Stand der Technik nicht neu sind bzw. nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhen (Art. II § 6 Abs. 1 Nr. 1 IntPatÜG i. V. m. Art. 138 Abs. 1 lit. a), Art. 52, 54, 56 EPÜ).

253Permalink zu Rn. 253recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_253

1. Die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 4b ist nicht neu gegenüber dem Stand der Technik gemäß Dokument D32 (= D91).

254Permalink zu Rn. 254recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_254

Die Einschränkung gemäß den Merkmalen M2.2b, 2.3b sowie M3.2b und M3.3b im Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4b beinhaltet, dass es sich um eine Anfrage zu einer Uplink-Synchronisation (uplink synchronization request) handelt. Der durch D32 dokumentierte Stand der Technik lehrt bereits die Benutzung von Signaturen für einen wahlfreien Zugriff im Zusammenhang mit einem Verfahren zur Aufwärtsstrecken- bzw. Uplink-Synchronisation (UL sync procedure) und dedizierten Signaturen (vgl. Abschnitt 2.2 sowie S. 3, Fig. 1, i.V.m. Abschnitt 2.1). Der Fachmann liest dabei mit, dass hier in der gleichen Weise wie beim Streitpatent zwingend eine Anfrage zu der zitierten Uplink-Synchronisation (UL sync procedure) vorhanden sein muss, die der Mobilstation (UE) seitens der Basisstation (eNB) mitgeteilt wird (vgl. a.a.O.).

255Permalink zu Rn. 255recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_255

Damit weist die aus Dokument D32 bekannte Mobilstation auch sämtliche Merkmale des Patentanspruchs 1 nach Hilfsantrag 4b auf.

256Permalink zu Rn. 256recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_256

2. Die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 4c gilt ebenfalls als nicht neu gegenüber dem Stand der Technik gemäß Dokument D32.

257Permalink zu Rn. 257recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_257

Die zusätzlichen Merkmale M5 bzw. M5.1 und M5.2 des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag4c beinhalten, dass den von der Basisstation an die Mobilstation gesendeten Daten bezüglich einer nicht als dedizierte Signatur reservierten Signatur keine weitere Information wie ein Statusindikator bzw. „Flag“ zur Signalisierung bzw. Spezifizierung beigefügt wird (vgl. vorherige Merkmalsauslegung). Der von der Beklagten in der mündlichen Verhandlung vorgetragenen Auffassung, dass es sich hier um eine neuartige Zweckentfremdung eines Datenfeldes handelt, welches zur Information bezüglich einer nicht zugeordneten bzw. reservierten / dedizierten Signatur dient, trifft nicht zu. Denn der Stand der Technik gemäß D32 kommt offensichtlich ebenfalls ohne einen Statusindikator bzw. ein „Flag“ aus, das einer Information mit nicht-dedizierten Signaturen als Zusatzinformation beigefügt ist (vgl. Abschnitt 2.2, Case 1). Vielmehr basiert der aus D32 bekannte wahlfreie bzw. konkurrenzbasierte Zugriff (same RACH time/frequency resources are used) darauf, dass keine dedizierten Signaturen nutzbar sind und von der Basisstation nicht-dedizierte Signaturen im Rahmen einer Information mitgeteilt werden (vgl. a.a.O.).

258Permalink zu Rn. 258recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_258

Die Merkmale M5 bzw. M5.1 bis M5.2 sind damit nicht geeignet, die beanspruchte Mobilstationsvorrichtung vom Stand der Technik gemäß Dokument D32 im Hinblick auf eine Neuheit abzugrenzen.

259Permalink zu Rn. 259recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_259

3. Die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 4‘c beruht nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit.

260Permalink zu Rn. 260recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_260

Die Ergänzung im Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4’c, dass es sich bei der Uplink-Synchronisierung mit der Basisstation um das Erreichen einer erneuten Synchronisierung (uplink resynchronization) handelt (vgl. Merkmale M2.0 und M3.0), kann eine erfinderische Tätigkeit nicht begründen. Wie bereits vorstehend in Bezug auf Hilfsantrag 4b und die Merkmale M2.2b, 2.3b sowie M3.2b und M3.3b ausgeführt, lehrt der durch D32 dokumentierte Stand der Technik bereits die Benutzung von Signaturen für einen wahlfreien Zugriff im Zusammenhang mit einem (allgemeinen) Verfahren zu Aufwärtsstrecken- bzw. Uplink-Synchronisierung und dedizierten Signaturen (vgl. Abschnitt 2.2 i.V.m. Abschnitt 2.1, zu einem Vorgang der Uplink-Synchronisierung / UL sync procedure). Der Fachmann überträgt die allgemeine Lehre von D32 zur Durchführung eines wahlfreien Zugriffs mittels dedizierten und nicht-dedizierten Signaturen in naheliegender Weise auch auf eine erneute (nicht-initiale) Uplink-Resynchronisation mit der Basisstation, die nichts anderes als eine erneute Synchronisation der Verbindung mit der Basisstation darstellt. Bezüglich der weiteren Merkmale des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4’c wird auf die vorstehenden Ausführungen zu Hilfsantrag 4c verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten (vgl. insbesondere Abhandlung der Merkmale M5 bzw. M5.1 und M5.2).

261Permalink zu Rn. 261recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_261

Der Fachmann gelangt folglich in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3zu einer Uplink-Synchronisation (UL sync procedure) in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4’c inklusive des Verfahrensmerkmals einer Uplink-Resynchronisation, ohne dabei erfinderisch tätig werden zu müssen.

262Permalink zu Rn. 262recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_262

4. Auch die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 1c beruht nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit.

263Permalink zu Rn. 263recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_263

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1c beinhaltet einerseits, dass die zufällige Signatur seitens der Mobilstation ausgewählt wird (randomly selected signature is randomly selected by said mobile station apparatus / Merkmal M3.4). Andererseits kommt hier in den Merkmalen M2.4b bis M2.6 bzw. M3.5b bis M3.7 entsprechend den Angaben der Beklagten zum Ausdruck, dass es sich um eine (gezielte) Kommunikation zwischen der einen genannten Basisstation (saidbase station apparatus) und der Mobilstation (said mobile station apparatus) handelt, wobei eine zufällige Signatur bei einem wahlfreien Zugriff dann von der Mobilstation im Zusammenhang mit einer Präambel an die Basisstation gesendet wird. Zudem ist präzisiert, dass die jeweiligen Signaturen im Zusammenhang mit einer Uplink-Synchronisierungs-Anfrage (uplink synchronization request) verwendet werden (vgl. Merkmale M2.2b bis M2.5b sowie M3.2b, M3.3b,M3.5b und M3.6b und vorherige Merkmalsauslegung).

264Permalink zu Rn. 264recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_264

Im Hinblick auf die Merkmale M2.4b bis M2.6 bzw. M3.5b bis M3.7 handelt es sich auch bei dem aus D32 bekannten Ablauf zur Durchführung eines wahlfreien Zugriffs um eine Kommunikation zwischen einer „besagten“ („said“) Basisstation (eNB) und einer damit in Verbindung stehenden Mobilstation (UE), wobei eine zufällige Signatur, die nicht dediziert bzw. zugeordnet oder reserviert ist (non-dedicated), bei einem wahlfreien Zugriff dann von der Mobilstation im Zusammenhang mit der Nutzung einer Präambel (Usage of Random Access Preamble signatures) an die Basisstation gesendet wird (vgl. Abschnitt 2.2). Wie vorstehend dargelegt, liegt hier auch zwingend eine Uplink-Synchronisierungs-Anfrage im Zusammenhang mit einem Vorgang zur Uplink-Synchronisierung (UL sync procedure) vor (vgl. vorstehende Ausführungen zu den Merkmalen M2.2b bis M2.5b sowie M3.2b, M3.3b,M3.5b und M3.6b des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4b, die hier in gleicher Weise gelten). Insofern ist hier kein Unterschied zwischen der Mobilstation gemäß Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4‘c und der aus Dokument D32 bekannten Mobilstation zu sehen. Bezüglich der Merkmale M5 bzw. M5.1 und M5.2 wird auf vorstehende Ausführungen zu Hilfsantrag 4c und den Stand der Technik gemäß D32 verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten.

265Permalink zu Rn. 265recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_265

Der Beklagten ist zuzustimmen, dass aus D32 nicht explizit hervorgeht, ob die zufällige Wahl einer Signatur – die jedenfalls von der Mobilstation genutzt wird – auch in der Mobilstation stattfindet oder bereits in der Basisstation, welche der Mobilstation im Falle eines konfliktbasierten Zugriffs und eines Mangels an dedizierten Signaturen eine Information bezüglich nicht-dedizierter Signaturen sendet (vgl. Abschnitt 2.2, Case 1: […] for UEs which don’t have dedicated signature […] eNB need to transmit […] Signatures which can be used for non-dedicated usage; vgl. auch diesbezügliche Ausführungen zum Hauptantrag). Der Fachmann, der folglich vor der Entscheidung steht, die zufällige Auswahl der nicht-dedizierten (non-dedicated) Signatur zur Vermeidung eines Konflikts in der Basisstation oder der Mobilstation vorzunehmen, hat somit Veranlassung, sich im Stand der Technik nach einer konkreten Realisierung der zufälligen Auswahl einer Signatur im Rahmen eines wahlfreien Zugriffs bei einer Mobilfunkverbindung umzusehen. Näheres zu einer solchen Auswahl findet der Fachmann beispielsweise im Stand der Technik gemäß Druckschrift NK14, in der beschrieben wird, dass die Mobilstation (UE) im Falle eines solchen wahlfreien Zugriffs die zufällige Auswahl einer Signatur trifft (vgl. S. 42, Kap. 5.8, Random access procedure i.V.m. Abschnitt 5.8.1, letzter Aufzählungspunkt: The UE selects randomly a signature).

268Permalink zu Rn. 268recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_268

This section proposes to develop the random access procedure at the UE side, The steps in italic are still under consideration.

269Permalink zu Rn. 269recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_269

- The UE listens to a downlink broadcast signal to obtain the transmission timing. It is also informed of the available signatures, frequency bands and time slots for a random access.

270Permalink zu Rn. 270recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_270

- Open-loop power control can be used to obtain a suitable transmission power. The path loss is estimated from a downlink signal and the UE estimates the transmission power to achieve a certain SNR target. The uncertainty comes from the shadowing variance which is different from uplink to downlink (different carrier frequency).

271Permalink zu Rn. 271recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_271

- The UE selects randomly a signature, a time slot and a frequency band among the available set.

272Permalink zu Rn. 272recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_272

Es liegt daher für den Fachmann nahe, die eigentliche zufällige Wahl einer nicht-dedizierten (non-dedicated) Signatur, welche an sich aus D32 ohne Nennung des Ortes der Zufallsauswahl bekannt ist, nach dem Vorbild der Druckschrift NK14 in der Mobilstation (UE)vorzunehmen (Merkmal M3.4).

273Permalink zu Rn. 273recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_273

Der Fachmann gelangt damit in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3und NK14 in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1c.

274Permalink zu Rn. 274recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_274

5. Die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 1 beruht ebenfalls nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit.

275Permalink zu Rn. 275recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_275

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1 weist gegenüber Anspruch 1 nach Hauptantrag zusätzlich das vorstehend abgehandelte Merkmal M3.4 auf. Damit ist der Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1 andererseits noch breiter gefasst als der zuvor abgehandelte Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1c.

276Permalink zu Rn. 276recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_276

Wie vorstehend dargelegt, ist aus Dokument D32 bereits eine Mobilstation bekannt, die sämtliche Merkmale des Anspruchs 1 nach Hauptantrag aufweist. Entsprechend obigen Ausführungen zu Hilfsantrag 1c geht aus D32 nicht explizit hervor, ob die zufällige Wahl von nicht-dedizierten Signaturen (non-dedicated signatures) in der Mobilstation oder der Basisstation stattfindet. Es liegt aber für den Fachmann nahe, die zufällige Wahl einer nicht-dedizierten Signatur, wie sie aus der aus D32 bekannt ist, nach dem Vorbild der Druckschrift NK14 in der Mobilstation (UE) vorzunehmen (vgl. a.a.O. / Merkmal M3.4). Folglich gilt das auch für den Gegenstand gemäß Hilfsantrag 1.

277Permalink zu Rn. 277recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_277

Der Fachmann gelangt damit in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3und NK14 auch in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1.

278Permalink zu Rn. 278recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_278

6. Auch die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 1a beruht nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit.

279Permalink zu Rn. 279recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_279

Wie zuvor in Bezug auf Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1 dargelegt, ergibt sich eine Mobilstation mit den Merkmalen M1 bis M3.3 sowie dem zusätzlichen Merkmal M3.4 für den Fachmann in naheliegender Weise aus der Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3und NK14. Darüber hinaus ist aus Dokument D32 auch bereits bekannt, eine Mobilstation gemäß den Merkmalen M2.4 bis M2.6 und M3.5 bis M3.7 einzurichten (vgl. diesbezügliche Ausführungen zu Hilfsantrag 4b, die hier in gleicher Weise gelten).

280Permalink zu Rn. 280recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_280

Der Fachmann gelangt damit in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3und NK14 gleichfalls in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1a inklusive des Merkmals M3.4 und der bereits aus D32 bekannten Merkmale M2.4 bis M2.6 und M3.5 bis M3.7.

281Permalink zu Rn. 281recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_281

7. Die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 1b beruht ebenfalls nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit.

282Permalink zu Rn. 282recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_282

Wie vorstehend dargelegt, ergibt sich eine Mobilstation mit den Merkmalen des Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1a in naheliegender Weise aus der Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3und NK14. Die zusätzliche Einschränkung gemäß den Merkmalen M2.2b, 2.3b sowie M3.2b und M3.3b im Anspruch 1 nach Hilfsantrag1b, dass es sich um eine Anfrage zu einer Uplink-Synchronisation (uplink synchronization request) handelt, kann keine Patentfähigkeit begründen. Denn Dokument D32 lehrt bereits die Benutzung von Signaturen für einen wahlfreien Zugriff im Zusammenhang mit einem Verfahren zu Aufwärtsstrecken- bzw. Uplink-Synchronisation und dedizierten Signaturen (vgl. Abschnitt 2.2 sowie S. 3, Fig. 1, i.V.m. Abschnitt 2.1, UL sync procedure). Der Fachmann liest dabei mit, dass hier in der gleichen Weise wie beim Streitpatent – zwingend – eine Anfrage zu Uplink-Synchronisation vorhanden ist, die der Mobilstation (UE) seitens der Basisstation (eNB) mitgeteilt wird (vgl. a.a.O. und diesbezügliche Ausführungen zu Hilfsantrag 4b).

283Permalink zu Rn. 283recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_283

Der Fachmann gelangt damit in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3und NK14 auch in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1b.

284Permalink zu Rn. 284recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_284

8. Das zusätzliche Merkmal M4 des Patentanspruchs 1 nach Hilfsantrag 1d kann ebenfalls keine erfinderische Tätigkeit begründen.

285Permalink zu Rn. 285recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_285

Der Fachmann geht im Hinblick auf Merkmal M4 davon aus, dass die im Stand der Technik gemäß D32 und NK14 genannten Signaturen – dedizierte wie nicht als dedizierte Signaturen reservierte Signaturen – aus der gleichen Menge (set) mit Signaturen stammen (vgl. D32, Abschnitte 2.1 und 2.2, sowie NK14, S. 42, letzter Aufzählungspunkt: The UE selects randomly a signature […] among the available set; vgl. auch vorstehende Ausführungen zum Hauptantrag und D32). Dass eine solche Menge konkret aus einer Anzahl von 26=64 Signaturen besteht, ist als eine fachübliche Maßnahme anzusehen. So nennt beispielsweise Dokument D41 (paralleles Meeting zu D32) insgesamt 5+1 Bits, was für den Fachmann eine Menge von insgesamt 25+1=64 Signaturen ergibt (vgl. Kap. 2, erster und zweiter Satz). Ebenso offenbart beispielsweise Dokument D61 (Nachfolge-Meeting zu D32) eine solche Menge mit 64 Random-Access-Präambeln bzw. Signaturen als Standard (vgl. S.2, zweiter Abs.: altogether 64 RA preambles; vgl. auch NK5, Abschnitt 10.1.5.1, contention based access […] 1) Random Access Preamble on RACH in uplink: 6 bits to carry, a 5 bit random ID and 1 bit to indicate information on size of message 3).

286Permalink zu Rn. 286recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_286

Damit gelangt der Fachmann in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3und NK14 unter Anwendung einer fachüblichen Maßnahme bezüglich dedizierten und nicht-dedizierten Signaturen aus einer Menge von 64 Signaturen in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1d.

287Permalink zu Rn. 287recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_287

9. Der im Vergleich zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 1c hinzugefügte DisclaimerM5‘ des Patentanspruchs 1 nach Hilfsantrag 1e kann ebenfalls keine Patentfähigkeit begründen.

288Permalink zu Rn. 288recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_288

Der vorstehend in Bezug auf Hilfsantrag 1c zur Begründung einer mangelnden erfinderischen Tätigkeit genannte Stand der Technik gemäß D32 und NK14 definiert unstreitig keine Signatur, die nicht als dedizierte Signatur reserviert ist, als eine maximale Signatur (vgl. u.a. Zitatstellen a.a.O.). Von daher kann der Disclaimer M5‘ auch nicht zur Abgrenzung gegenüber dem Stand der Technik gemäß Druckschrift D32 und NK14 dienen.

289Permalink zu Rn. 289recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_289

In Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3und NK14 gelangt der Fachmann somit auch in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1e.

290Permalink zu Rn. 290recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_290

Bei dieser Sachlage kann dahinstehen ob der Disclaimer M5‘, wie klägerseitig vorgetragen, zulässig ist (vgl. BGH X ZB 5/16 – Phosphatidylcholin, Rdn. 25, 26; vgl. auch GRUR 2017, 1105).

291Permalink zu Rn. 291recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_291

10. Das im Vergleich zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 1e hinzugefügte MerkmalM4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen in Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 1f kann ebenfalls keine Patentfähigkeit begründen.

292Permalink zu Rn. 292recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_292

Wie bereits zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1d dargelegt, ist das Merkmal M4 als eine fachübliche Maßnahme anzusehen. Damit gelangt der Fachmann in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3und NK14 unter Anwendung einer fachüblichen Maßnahme bezüglich der Anzahl an Signaturen in einer Menge ebenfalls in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1f, ohne dabei erfinderisch tätig werden zu müssen.

293Permalink zu Rn. 293recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_293

11. Das im Vergleich zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 1b hinzugefügte Merkmal des Patentanspruchs 1 nach Hilfsantrag 1g bezüglich einererneuten Synchronisierung (uplink resynchronization) (vgl. Merkmale M2.4.1 und M3.5.1), kann ebenfalls keine Patentfähigkeit begründen.

294Permalink zu Rn. 294recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_294

Wie zuvor zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4’c ausgeführt, überträgt der Fachmann die allgemeine Lehre von D32 zur Durchführung eines wahlfreien Zugriffs mittels dedizierten und nicht-dedizierten Signaturen in naheliegender Weise auch auf eine erneute (nicht-initiale) Uplink-Resynchronisation mit der Basisstation, die nichts anderes als eine erneute Synchronisation der Verbindung mit der Basisstation darstellt. In Bezug auf die weiteren Merkmale des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1g wird auf vorstehende Ausführungen zu Hilfsantrag 1b und den Stand der Technik gemäß D32 und NK14 verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten.

295Permalink zu Rn. 295recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_295

Der Fachmann gelangt damit in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3 und NK14in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1g.

296Permalink zu Rn. 296recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_296

12. Die Merkmale M5 bzw. M5.1 bis M5.2, die dem Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1h im Vergleich zum Hilfsantrag 1g hinzugefügt sind, sind ebenfalls nicht geeignet, eine erfinderische Tätigkeit gegenüber dem Stand der Technik gemäß D32 und NK14 zu begründen.

297Permalink zu Rn. 297recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_297

Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die Ausführungen zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4c und die Merkmale M5 bzw. M5.1 bis M5.2 verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten wie die vorstehenden Ausführungen zu Hilfsantrag 1g und den weiteren Anspruchsmerkmalen.

298Permalink zu Rn. 298recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_298

Der Fachmann gelangt damit ebenso in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3 und NK14in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1h.

299Permalink zu Rn. 299recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_299

13. Das in Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 1i im Vergleich zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 1h hinzugefügte Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen kann wiederum keine Patentfähigkeit begründen.

300Permalink zu Rn. 300recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_300

Wie vorher bereits zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1d dargelegt, ist das MerkmalM4 als eine fachübliche Maßnahme anzusehen. Bezüglich der weiteren Merkmale des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1i wird auf die Ausführungen zu Hilfsantrag 1h verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten.

301Permalink zu Rn. 301recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_301

Damit gelangt der Fachmann in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3und NK14 unter Anwendung einer fachüblichen Maßnahme in Bezug auf dedizierte und nicht-dedizierte Signaturen aus einer Menge von 64 Signaturen in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1i.

302Permalink zu Rn. 302recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_302

14. Auch die in Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1’a gegenüber Hilfsantrag 1a zusätzlich aufgeführten Merkmale M2.4‘, M2.5‘, M3.5‘ und M3.6‘, in denen zum Ausdruck kommt, dass es sich bei der Kommunikation zwischen Basisstation und Mobilstation um eine Funkverbindung mit jeweiligen Funkeinheiten (radio units) in der Basisstation bzw. der Mobilstation handelt, können keine erfinderische Tätigkeit gegenüber dem Stand der Technik gemäß D32 und NK14 begründen.

303Permalink zu Rn. 303recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_303

Dass es sich bei der Verbindung zwischen einer Basisstation und einer Mobilstation um eine Funkverbindung mit zugehörigen radio units auf beiden Seiten handelt, liest der Fachmann in dem vorstehend zu Hilfsantrag 1a genannten Stand der Technik mit (vgl. D32, Abschnitt 2.2: […] UEs radio condition). In Bezug auf die weiteren Merkmale des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1’a wird auf die vorherigen Ausführungen zu Hilfsantrag 1a verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten.

304Permalink zu Rn. 304recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_304

Der Fachmann gelangt damit in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3 und NK14 ebenfalls in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1‘a.

305Permalink zu Rn. 305recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_305

15. Vorstehende Ausführungen zur mangelnden erfinderischen Tätigkeit gelten auch in Bezug auf die jeweiligen Ansprüche der Hilfsanträge 1’b, 1’c, 1’d, 1’g, 1’h und 1’i, die gegenüber den Hilfsanträgen 1b, 1c, 1d, 1g, 1h und 1i ebenfalls bezüglich der Kommunikation mittels Funkeinheiten in der Basisstation bzw. Mobilstation ergänzt sind (Merkmalen M2.4‘, M2.5‘, M3.5‘ und M3.6‘), wie es bei Hilfsantrag 1a’ der Fall ist. Bezüglich der übrigen Merkmale der jeweiligen Ansprüche 1 der Hilfsanträge 1’b bis 1’i wird auf die vorstehenden Ausführungen zu den inhaltsgleichen Merkmalen der Ansprüche 1b bis 1i und den Stand der Technik gemäß D32 und NK14 verwiesen, die hier ebenso gelten.

306Permalink zu Rn. 306recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_306

Der Fachmann gelangt damit in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3 und NK14 ebenfalls in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen der jeweiligen Ansprüche 1 nach den Hilfsanträgen 1’b bis 1’i, ohne erfinderisch tätig werden zu müssen

307Permalink zu Rn. 307recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_307

16. Die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 3a ist nicht neu.

308Permalink zu Rn. 308recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_308

Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3a fehlt gegenüber Anspruch 1 nach Hilfsantrag 1a das Merkmal M3.4 zur zufälligen Auswahl einer Signatur in der Mobilstation. Wie in Bezug auf Anspruch 1 nach Hauptantrag dargelegt, ist aus dem durch D32 dokumentierten Stand der Technik bereits eine Mobilstation mit den Merkmalen M1 bzw. M2.1 bis M2.3 sowie den Merkmalen M3 bzw. M3.1 bis M3.3 bekannt (vgl. Zitatstellen a.a.O.). Bei dem aus D32 bekannten Ablauf zur Durchführung eines wahlfreien Zugriffs handelt es sich ebenfalls um eine Kommunikation zwischen einer Basisstation (eNB) und einer damit in Verbindung stehenden Mobilstation (UE) entsprechend den Merkmalen M2.4 bis M2.6 bzw. M3.5 bis M3.7, wobei eine zufällige Signatur, die nicht dediziert bzw. zugeordnet oder reserviert ist (non-dedicated), bei einem wahlfreien Zugriff dann von der Mobilstation im Zusammenhang mit der Nutzung einer Präambel (Usage of Random Access Preamble signatures) an die Basisstation gesendet wird (vgl. Abschnitt 2.2 sowie entsprechende Ausführungen zu den Merkmalen M2.4 bis M2.6 bzw. M3.5 bis M3.7 des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1a).

309Permalink zu Rn. 309recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_309

Damit weist die aus D32 bekannte Mobilstation sämtliche Merkmale der Mobilstation gemäß Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3a auf, welche folglich nicht neu ist.

310Permalink zu Rn. 310recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_310

17. Auch die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 3b ist nicht neu.

311Permalink zu Rn. 311recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_311

Die zusätzliche Einschränkung gemäß den Merkmalen M2.2b, 2.3b sowie M3.2b und M3.3b im Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3b gegenüber Hilfsantrag 3a, dass es sich um eine Anfrage zu einer Uplink-Synchronisation (uplink synchronization request) handelt, kann keine Neuheit begründen. Denn Dokument D32 lehrt bereits die Benutzung von Signaturen für einen wahlfreien Zugriff im Zusammenhang mit einem Verfahren zur Aufwärtsstrecken- bzw. Uplink-Synchronisation (vgl. Abschnitt 2.2 sowie S. 3, Fig. 1, i.V.m. Abschnitt 2.1, UL sync procedure). Der Fachmann liest mit, dass hier – in der gleichen Weise wie beim Streitpatent – eine zugrundeliegende Anfrage zu Uplink-Synchronisation vorhanden ist, die der Mobilstation (UE) seitens der Basisstation (eNB) mitgeteilt wird (vgl. a.a.O. und diesbezügliche Ausführungen zu Hilfsantrag 1b).

312Permalink zu Rn. 312recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_312

Damit weist die aus dem Stand der Technik gemäß D3 bekannte Mobilstation auch sämtliche Merkmale der Mobilstation gemäß Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3b auf.

313Permalink zu Rn. 313recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_313

18. Die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 3c ist ebenfalls nicht neu.

314Permalink zu Rn. 314recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_314

Wie bereits zu Hilfsantrag 4c bzw. Hilfsantrag 1c ausgeführt, beinhalten die zusätzlichen Merkmale M5 bzw. M5.1 und M5.2, dass den von der Basisstation an die Mobilstation gesendeten Daten, die nicht als dedizierte Signatur reserviert sind, keine weitere Information wie etwa ein Statusindikator bzw. „Flag“ zur Signalisierung bzw. Spezifizierung beigefügt wird. In gleicher Weise kommt auch der Stand der Technik gemäß D32 ohne einen solchen Statusindikator bzw. ohne ein solches „Flag“ aus (vgl. Ausführungen zu Hilfsantrag 4c und den Merkmalen M5 bzw. M5.1 und M5.2, die hier in gleicher Weise gelten). In Bezug auf die weiteren Merkmale des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1c wird auf vorstehende Ausführungen zu Hilfsantrag1a bzw. Hilfsantrag 1b verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten.

315Permalink zu Rn. 315recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_315

Damit weist die aus dem des Stand der Technik gemäß D3 bekannte Mobilstation auch sämtliche Merkmale der Mobilstation gemäß Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3c inklusive der zusätzlichen Merkmale M5 bzw. M5.1 und M5.2 auf.

316Permalink zu Rn. 316recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_316

19. Die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 3d beruht nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit.

317Permalink zu Rn. 317recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_317

Wie zuvor dargelegt, weist die aus D32 bekannte Mobilstation auch die MerkmaleM1 bis M5.2 auf. Entsprechend den Ausführungen zu Hilfsantrag 1d geht der Fachmann im Hinblick auf das zusätzliche Merkmal M4 davon aus, dass die in D32 genannten dedizierten Signaturen sowie die nicht als dedizierte Signaturen reservierten Signaturen aus der gleichen Menge (set) von Signaturen stammen (vgl. D32, Abschnitte 2.1 und 2.2). Dass eine solche Menge konkret aus einer Anzahl von 26=64 Signaturen besteht, ist als eine fachübliche Maßnahme anzusehen (vgl. beispielsweise D41, Kap. 2, erster und zweiter Satz, D61, S.2, zweiter Abs.: altogether 64 RA preambles, oder NK5, Abschnitt 10.1.5.1, contention based access […] 1) Random Access Preamble on RACH in uplink: 6 bits to carry […]).

318Permalink zu Rn. 318recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_318

Damit gelangt der Fachmann in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3unter Anwendung einer fachüblichen Maßnahme in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 3d.

319Permalink zu Rn. 319recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_319

20. Auch der im Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 3e im Vergleich zu Hilfsantrag 3c hinzugefügte DisclaimerM5‘ kann keine erfinderische Tätigkeit begründen.

320Permalink zu Rn. 320recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_320

Der Stand der Technik gemäß D3definiert keine Signatur, die nicht als dedizierte Signatur reserviert ist, als eine maximale Signatur (vgl. u.a. Zitatstellen a.a.O. und vorherige Ausführungen zu Disclaimer M5‘). Von daher kann der DisclaimerM5‘ auch nicht zur Abgrenzung gegenüber dem Stand der Technik, wie er durch D32 dokumentiert ist, dienen (vgl. Ausführungen zu Hilfsantrag 1e, die hier in Analogie gelten).

321Permalink zu Rn. 321recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_321

Der Fachmann gelangt somit auch in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 3e.

322Permalink zu Rn. 322recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_322

21. Auch das in Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 3f im Vergleich zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 3e eingefügte Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen kann keine Patentfähigkeit begründen.

323Permalink zu Rn. 323recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_323

Wie bereits zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3d dargelegt, ist das Merkmal M4 als eine fachübliche Maßnahme anzusehen. Damit gelangt der Fachmann in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3unter Anwendung einer fachüblichen Maßnahme bezüglich der Anzahl an Signaturen in einer Menge ebenfalls in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 3f.

324Permalink zu Rn. 324recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_324

22. Die im Vergleich zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 3b hinzugefügten Merkmale M2.4.1 und M3.5.1 im Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 3g bezüglich einererneuten Synchronisierung (uplink resynchronization) können eine erfinderische Tätigkeit nicht begründen.

325Permalink zu Rn. 325recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_325

Wie zuvor zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4’c ausgeführt, überträgt der Fachmann die allgemeine Lehre von D32 zur Durchführung eines wahlfreien Zugriffs mittels dedizierten und nicht-dedizierten Signaturen in naheliegender Weise auch auf eine erneute (nicht-initiale) Uplink-Resynchronisation mit der Basisstation, die nichts anderes als eine erneute Synchronisation der Verbindung mit der Basisstation darstellt. Bezüglich der weiteren Merkmale des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 3g wird auf vorstehende Ausführungen zu Hilfsantrag 3b und den Stand der Technik gemäß D32 verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten.

326Permalink zu Rn. 326recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_326

Der Fachmann gelangt damit in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3 in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 3g.

327Permalink zu Rn. 327recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_327

23. Die Merkmale M5 bzw. M5.1 bis M5.2, die dem Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3h im Vergleich zum Hilfsantrag 3g hinzugefügt sind, sind ebenfalls nicht geeignet, eine erfinderische Tätigkeit gegenüber dem Stand der Technik gemäß D32 zu begründen.

328Permalink zu Rn. 328recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_328

Zur Vermeidung von Wiederholungen wird wiederum auf die Ausführungen zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4c und die aus D32 vorbekannten Merkmale M5 bzw. M5.1 bis M5.2 verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten wie die vorstehenden Ausführungen zu Hilfsantrag 3g und den weiteren Anspruchsmerkmalen.

329Permalink zu Rn. 329recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_329

Der Fachmann gelangt von daher auch in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3 in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 3h.

330Permalink zu Rn. 330recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_330

24. Das im Vergleich zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 3h hinzugefügte Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen in Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 3i kann ebenso keine Patentfähigkeit begründen.

331Permalink zu Rn. 331recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_331

Wie zuvor bereits zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3d dargelegt, ist das Merkmal M4 als eine fachübliche Maßnahme anzusehen. Bezüglich der weiteren Merkmale des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 3i wird auf die Ausführungen zu Hilfsantrag 3h verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten.

332Permalink zu Rn. 332recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_332

Damit gelangt der Fachmann in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3unter Anwendung einer fachüblichen Maßnahme bezüglich der Anzahl an Signaturen in einer Menge auch in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 3i.

333Permalink zu Rn. 333recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_333

25. Die in Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 3’a gegenüber Hilfsantrag 3a zusätzlich genannten Merkmale M2.4‘, M2.5‘, M3.5‘ und M3.6‘, in denen zum Ausdruck kommt, dass es sich bei der Kommunikation zwischen Basisstation und Mobilstation um eine Funkverbindung mit jeweiligen Funkeinheiten (radio units) handelt, können keine Neuheit gegenüber dem Stand der Technik gemäß D32 begründen.

334Permalink zu Rn. 334recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_334

Dass es sich bei der Verbindung zwischen eine Basisstation (eNB) und einer Mobilstation (UE) um eine Funkverbindung mit zugehörigen radio units handelt, liest der Fachmann im Stand der Technik gemäß D32 ohne Weiteres mit (vgl. Abschnitt 2.2: […] UEs radio condition). In Bezug auf die weiteren Merkmale des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 3’a wird auf die vorherigen Ausführungen zu Hilfsantrag 3a verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten.

335Permalink zu Rn. 335recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_335

Die aus dem Stand der Technik gemäß D3 bekannte Mobilstation weist damit auch sämtliche Merkmale der Mobilstation gemäß Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3‘a.

336Permalink zu Rn. 336recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_336

26. Die Ausführungen zu den Merkmalen M2.4‘, M2.5‘, M3.5‘ und M3.6‘ der Patentansprüche 1 nach Hilfsantrag 3b bzw. Hilfsantrag 3c gelten in gleicher Weise in Bezug auf die Gegenstände der jeweiligen Ansprüche der Hilfsanträge 3’b und 3’c,die gegenüber den Hilfsanträgen 3b und 3c ebenfalls im Hinblick auf eine Kommunikation mittels Funkeinheiten in der Basisstation bzw. Mobilstation konkretisiert sind, wie es bei Hilfsantrag 3‘a der Fall ist. Bezüglich der übrigen Merkmale der jeweiligen Ansprüche 1 der Hilfsanträge 3’b und 3’c wird auf die vorstehenden Ausführungen zu den inhaltsgleichen Merkmalen der Ansprüche 3b und 3c sowie den Stand der Technik gemäß D32 verwiesen, die hier ebenso gelten.

337Permalink zu Rn. 337recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_337

Damit ist aus dem Stand der Technik gemäß D32 auch eine Mobilstation bekannt, die sämtliche Merkmale der Mobilstation gemäß Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3’b bzw. der Mobilstation gemäß Anspruch 1 nach Hilfsantrag 3’c inklusive der Merkmale M2.4‘, M2.5‘, M3.5‘ und M3.6‘ aufweist.

338Permalink zu Rn. 338recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_338

27. Vorstehende Ausführungen zu den Merkmalen M2.4‘, M2.5‘, M3.5‘ und M3.6‘ der Patentansprüche 1 nach Hilfsantrag 3b bzw. Hilfsantrag 3c gelten in gleicher Weise in Bezug auf die Gegenstände der jeweiligen Ansprüche der Hilfsanträge 3’d, 3’g, 3’h und 3’i, die gegenüber den Hilfsanträgen 3d und 3i ebenfalls bezüglich der Kommunikation mittels Funkeinheiten in der Basisstation bzw. Mobilstation konkretisiert sind. Bezüglich der übrigen Merkmale der jeweiligen Ansprüche 1 der Hilfsanträge 3’d bis 3’i wird auf die vorstehenden Ausführungen zu den inhaltsgleichen Merkmalen der Ansprüche 3b bis 3i und den Stand der Technik gemäß D32 und eine mangelnde erfinderische Tätigkeit verwiesen, die hier ebenso gelten.

339Permalink zu Rn. 339recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_339

Der Fachmann gelangt damit auch in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3 in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen der jeweiligen Ansprüche 1 nach den Hilfsanträgen 3’d bis 3‘i.

340Permalink zu Rn. 340recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_340

28. Das zusätzliche Merkmal M4 des Patentanspruchs 1 nach Hilfsantrag 4d, welches gegenüber dem weiter oben abgehandelten Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4c hinzugefügt ist, kann eine erfinderische Tätigkeit nicht begründen.

341Permalink zu Rn. 341recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_341

Der Fachmann geht – wie bereits zuvor dargelegt – im Hinblick auf Merkmal M4 davon aus, dass die in D32 genannten Signaturen (dedizierte sowie nicht als dedizierte Signaturen reservierte Signaturen) aus der gleichen Menge (set) von Signaturen stammen (vgl. D32, Abschnitte 2.1 und 2.2). Dass eine solche Menge aus 26=64 Signaturen besteht, ist als eine fachübliche Maßnahme anzusehen, wie es beispielsweise durch D41, D61 oder NK5 belegt ist. So nennt beispielsweise Dokument D41 eine solche Menge mit Signaturen(vgl. Kap. 2, erster und zweiter Satz); Dokument D61 nennt eine ebensolche Menge mit 64 Random-Access-Präambeln bzw. Signaturen als Standard (vgl. S.2, zweiter Abs.). Ebenso findet sich – wie zuvor schon ausgeführt – in NK5 eine Signatur bzw. Random-Access-Präambel auf der Basis von 6 Bits, was einer Menge von 64 Signaturen entspricht (vgl. Abschnitt 10.1.5.1).

342Permalink zu Rn. 342recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_342

Damit gelangt der Fachmann in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3unter Anwendung einer fachüblichen Maßnahme bezüglich der Anzahl an Signaturen in einer Menge in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4d.

343Permalink zu Rn. 343recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_343

29. Der im Vergleich zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 4c hinzugefügte DisclaimerM5‘ in Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 4e kann keine Neuheit begründen.

344Permalink zu Rn. 344recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_344

Der vorstehend in Bezug auf Hilfsantrag 4c genannte neuheitsschädliche Stand der Technik gemäß D32 definiert ebenfalls keine Signatur, welche nicht als dedizierte Signatur reserviert ist, als eine maximale Signatur (vgl. u.a. Zitatstellen a.a.O. und vorherige Ausführungen zu diesem Disclaimer). Von daher kann der Disclaimer M5‘ auch nicht zur Abgrenzung gegenüber dem Stand der Technik gemäß Druckschrift D32 dienen.

345Permalink zu Rn. 345recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_345

30. Das im Vergleich zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 4e hinzugefügte Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen in Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 4f kann wiederum keine erfinderische Tätigkeit begründen.

346Permalink zu Rn. 346recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_346

Wie bereits zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4d dargelegt, ist das Merkmal M4 als eine fachübliche Maßnahme anzusehen. Damit gelangt der Fachmann in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3unter Anwendung einer fachüblichen Maßnahme bezüglich der Anzahl an Signaturen in einer Menge ebenfalls in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4f, ohne erfinderisch tätig werden zu müssen.

347Permalink zu Rn. 347recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_347

31. Die im Vergleich zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 4b hinzugefügten Merkmale M2.4.1 und M3.5.1 in Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 4g bezüglich einererneuten Synchronisierung (uplink resynchronization) können ebenfalls keine Patentfähigkeit begründen.

348Permalink zu Rn. 348recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_348

Wie bereits zuvor in Bezug auf Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4’c ausgeführt, überträgt der Fachmann die allgemeine Lehre von D32 zur Durchführung eines wahlfreien Zugriffs mittels dedizierten und nicht-dedizierten Signaturen in naheliegender Weise auch auf eine erneute (nicht-initiale) Uplink-Resynchronisation mit der Basisstation, die nichts anderes als eine erneute Synchronisation der Verbindung mit der Basisstation darstellt. Bezüglich der weiteren Merkmale des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4g wird auf vorstehende Ausführungen zu Hilfsantrag 4b und den Stand der Technik gemäß D32 verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten.

349Permalink zu Rn. 349recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_349

Der Fachmann gelangt damit in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3 in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4g.

350Permalink zu Rn. 350recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_350

32. Die Merkmale M5 bzw. M5.1 bis M5.2, die dem Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4h im Vergleich zum Hilfsantrag 4g hinzugefügt sind, sind wiederum nicht geeignet, eine erfinderische Tätigkeit zu begründen.

351Permalink zu Rn. 351recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_351

Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die Ausführungen zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4c und die Merkmale M5 bzw. M5.1 bis M5.2 verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten wie die vorstehenden Ausführungen zu Hilfsantrag 4g und den weiteren Anspruchsmerkmalen.

352Permalink zu Rn. 352recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_352

Der Fachmann gelangt damit in gleicher Weise in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3 in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4h.

353Permalink zu Rn. 353recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_353

33. Auch das in Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 4i im Vergleich zu Patentanspruch1 nach Hilfsantrag 4h hinzugefügte Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen kann keine Patentfähigkeit begründen.

354Permalink zu Rn. 354recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_354

Wie zuvor im Hinblick auf Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4d dargelegt, ist das Merkmal M4 als eine fachübliche Maßnahme anzusehen. Bezüglich der weiteren Merkmale des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4i wird auf die Ausführungen zu Hilfsantrag 4h verwiesen, die hier in gleicher Weise gelten.

355Permalink zu Rn. 355recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_355

Damit gelangt der Fachmann in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3unter Anwendung einer fachüblichen Maßnahme bezüglich der Anzahl an Signaturen in einer Menge auch in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4i.

356Permalink zu Rn. 356recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_356

34. Die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 4‘b beruht nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit.

357Permalink zu Rn. 357recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_357

Die Präzisierung im Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4’b, dass es sich bei der Uplink-Synchronisierung mit der Basisstation um das Erreichen einer erneuten Synchronisierung (to attain uplink resynchronization) handelt (vgl. Merkmale M2.0 und M3.0), kann eine erfinderische Tätigkeit nicht begründen. Wie vorstehend in Bezug auf Hilfsantrag 4b und die Merkmale M2.2b, 2.3b sowie M3.2b und M3.3b ausgeführt, lehrt der durch D32 dokumentierte Stand der Technik bereits die Benutzung von Signaturen für einen wahlfreien Zugriff im Zusammenhang mit einem (allgemeinen) Verfahren zu Aufwärtsstrecken- bzw. Uplink-Synchronisierung und dedizierten Signaturen (vgl. Abschnitt 2.2 i.V.m. Abschnitt 2.1, zu einem Vorgang der Uplink-Synchronisierung / UL sync procedure). Der Fachmann überträgt – wie vorstehend bereits dargelegt – die allgemeine Lehre von D32 zur Durchführung eines wahlfreien Zugriffs mittels dedizierten und nicht-dedizierten Signaturen in naheliegender Weise auch auf eine erneute (nicht-initiale) Uplink-Resynchronisation mit der Basisstation, die eine erneute Synchronisation der Verbindung mit der Basisstation darstellt.

358Permalink zu Rn. 358recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_358

Der Fachmann gelangt daher in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4’b.

359Permalink zu Rn. 359recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_359

35. Die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 5c gilt nicht als neu gegenüber dem Stand der Technik.

360Permalink zu Rn. 360recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_360

Wie bereits zu Anspruch 1 nach Hauptantrag ausgeführt, weist die aus dem Stand der Technik gemäß D32 bekannte Mobilstation die Merkmale M1 bis M3.3 auf (vgl. insbesondere Kap. 2, Abschnitte 2.1 und 2.2). Dabei kommt der Stand der Technik gemäß D32 – wie schon zuvor bezüglich Hilfsantrag 4c und den Merkmalen M5, M5.1 und M5.2 ausgeführt – ebenfalls ohne Statusindikator bzw. „Flag“ aus, welche einer Information mit nicht-dedizierten Signaturen als Zusatzinformation beigefügt sind (vgl. Abschnitt 2.2, Case 1). Vielmehr basiert der aus D32 bekannte wahlfreie Zugriff bzw. konkurrenzbasierte Zugriff (same RACH time/frequency resources ar used) darauf, dass keine dedizierten Signaturen nutzbar sind und von der Basisstation nicht-dedizierte Signaturen im Rahmen einer Information mitgeteilt werden (vgl. a.a.O.).

361Permalink zu Rn. 361recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_361

Die Merkmale M5 bzw. M5.1 bis M5.2 sind von daher nicht geeignet, die beanspruchte Mobilstationsvorrichtung vom Stand der Technik gemäß Dokument D32 im Hinblick auf eine Neuheit abzugrenzen.

362Permalink zu Rn. 362recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_362

36. Die Mobilstation gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 5d beruht nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit.

363Permalink zu Rn. 363recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_363

Wie bereits zuvor in Bezug auf die Hilfsanträge 1d und 4d ausgeführt, geht der Fachmann im Hinblick auf Merkmal M4 davon aus, dass die in D32 genannten Signaturen (dedizierte sowie nicht als dedizierte Signaturen reservierte Signaturen) aus der gleichen Menge an Signaturen stammen (vgl. D32, Abschnitte 2.1 und 2.2). Dass eine solche Menge aus 26=64 Signaturen besteht, ist als eine fachübliche Maßnahme anzusehen, wie beispielsweise durch D41, D61 oder NK5 belegt (vgl. vorherige Ausführungen, die hier in gleicher Weise gelten).

364Permalink zu Rn. 364recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_364

Damit gelangt der Fachmann in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3unter Anwendung einer fachüblichen Maßnahme bezüglich der Anzahl an Signaturen in einer Menge in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 5d.

365Permalink zu Rn. 365recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_365

37. Der im Vergleich zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 5c hinzugefügte DisclaimerM5‘ in Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 5e kann keine Neuheit begründen.

366Permalink zu Rn. 366recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_366

Bei dem vorstehend in Bezug auf Hilfsantrag 5c genannten neuheitsschädlichen Stand der Technik gemäß D32 wird ebenfalls keine Signatur definiert, welche nicht als dedizierte Signatur reserviert ist und eine maximale Signatur darstellt (vgl. Ausführungen zu den Hilfsanträgen 1e und 4e, die hier ebenfalls gelten). Von daher kann der Disclaimer M5‘ auch nicht zur Abgrenzung gegenüber dem Stand der Technik gemäß Druckschrift D32 dienen.

367Permalink zu Rn. 367recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_367

38. Das wiederum in Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 5f im Vergleich zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag 5e hinzugefügte Merkmal M4 bezüglich einer Menge von 64 Signaturen kann keine erfinderische Tätigkeit begründen.

368Permalink zu Rn. 368recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_368

Wie bereits zu Anspruch 1 nach Hilfsantrag 4d und 5d dargelegt, ist das Merkmal M4 als eine fachübliche Maßnahme anzusehen. Damit gelangt der Fachmann in Kenntnis des Stands der Technik gemäß D3unter Anwendung einer fachüblichen Maßnahme bezüglich der Anzahl an Signaturen in einer Menge auch in naheliegender Weise zu einer Mobilstation mit sämtlichen Merkmalen des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 5f, ohne dabei erfinderisch tätig werden zu müssen.

369Permalink zu Rn. 369recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_369

39. Die weiteren Patentansprüche 2 und 3 der Hilfsanträge bedürfen keiner weiteren isolierten Prüfung, weil die Beklagte in der mündlichen Verhandlung angegeben hat, dass sie diese Anträge jeweils als geschlossene Anspruchssätze versteht und das Streitpatent in der genannten Reihenfolge jeweils nur als Ganzes verteidigt (vgl. BGH, Urteil vom 29. September 2011– X ZR 109/08, GRUR 2012, 149 – Sensoranordnung; BPatG, Urteil vom 29.April2008 – 3Ni48/06(EU), BPatGE 51, 45 – Ionenaustauschverfahren, BGH, Urteil vom 13.September 2016 – X ZR 64/14, GRUR 2017, 57– Datengenerator).

371Permalink zu Rn. 371recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_371

Die Kostenentscheidung beruht auf § 84 Abs. 2 PatG i. V. m. § 91 Abs. 1 ZPO. Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit beruht auf § 99 Abs. 1 PatG i. V. m. § 709 ZPO.

372Permalink zu Rn. 372recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_372

Vor dem Hintergrund der bei Klageerhebung anhängigen Verletzungsklagen beim Landgericht mit Streitwerten von 5.000.000,- € und 300.000,- € ist ein Streitwert für das Nichtigkeitsverfahren von 6.625.000,- € angemessen.

373Permalink zu Rn. 373recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bpatg/2021-07-08/6-ni-46-19-ep-verb-mit-6ni-47-19-ep-verb-mit-6ni-48-19-ep#rd_373

Der Streitwert im Patentnichtigkeitsverfahren ist nach § 2 Abs. 2 Satz 4 PatKostG i.V. m. § 51 Abs. 1 GKG nach billigem Ermessen zu bestimmen. Maßgeblich für die Bestimmung des Streitwerts ist das Interesse der Allgemeinheit – also nicht nur der einzelnen Nichtigkeitsklägerin – an der Nichtigerklärung des angegriffenen Patents im beantragten Umfang. Dementsprechend kommt es u. a. nicht darauf an, in welchem Umfang eine einzelne Nichtigkeitsklägerin vom Streitpatent wirtschaftlich betroffen ist. Das Allgemeininteresse ist nach ständiger Rechtsprechung mit dem gemeinen Wert des Streitpatents bei Erhebung der Klage zuzüglich des Betrags der gerichtlich oder außergerichtlich geltend gemachten Schadensersatzforderungen zu bemessen (BGH, Beschluss vom 12.April 2011 – X ZR 28/09, GRUR 2011, 757 – Nichtigkeitsstreitwert I; BGH, Beschluss vom 27. August 2013 – X ZR 83/10, GRUR 2013, 1287 f. – Nichtigkeitsstreitwert II). Ist das Streitpatent wie hier bereits Grundlage eines bzw. mehrerer anhängigen Verletzungsstreitverfahren, legt der Bundesgerichtshof den Streitwert des Verletzungsverfahrens bzw. die Summe der Streitwerte der Verletzungsverfahren zugrunde, der bzw. die zur Berücksichtigung des darüber hinausgehenden gemeinen Werts des Streitpatents um einen Aufschlag von in der Regel 25 % zu erhöhen ist (BGH a. a. O. – Nichtigkeitsstreitwert I). Dieser Betrag beziffert regelmäßig das Interesse an der bei Erhebung der Klage erstrebten Vernichtung des Streitpatents, mit der der bzw. den Patentverletzungsklagen die Grundlage entzogen werden soll. Eine Streitwertfestsetzung im Nichtigkeitsverfahren unterhalb dieses Betrages kommt grundsätzlich nicht in Betracht (grundlegend: BGH, Beschluss vom 12. April 2011 – X ZR 28/09, GRUR 2011, 757, Rn. 2 f. – Nichtigkeitsstreitwert; Beschluss vom 16.Februar 2016 – X ZR 110/13, CIPR 2016, 69 Rn. 7), ebenso keine Aufteilung des Streitwertes unter mehreren Klägern, da der Wert des Patents für jeden Kläger gleich hoch ist (BGH a.a.O. Rn. 5 - Nichtigkeitsstreitwert II).