Rechtsprechung / LAG Köln / 1995

LAG Köln Beschluss vom 31.08.1995 – 10 TaBV 5/95

ECLI:DE:LAGK:1995:0831.10TABV5.95.00

ArbeitsrechtNordrhein-WestfalenArbeitsrecht Nordrhein-WestfalenFachanwälte für Arbeitsrecht findenVolltext

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Tenor§

1.) Die Beschwerde der Antragstellerin

gegen den Beschluß des Arbeits-

gerichts Köln vom 21.10.1994 - 2 BV

165/94 - wird zurückgewiesen.

2.) Die Rechtsbeschwerde wird zuge-

lassen.

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I. Die Antragstellerin, ein Sicherheits- und

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Bewachungsunternehmen, hat die Arbeitnehmerin Gabriele

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H. für den Pförtnerdienst in dem Gebäude der

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L. Köln mit Zustimmung des Betriebsrates einge-

6Permalink zu Rn. 6recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_6

stellt; nachdem der Betriebsrat zuletzt mit Schreiben

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vom 09.09.1994 die beantragte Zustimmung zu der Ein-

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gruppierung der Arbeitnehmerin H. in die Lohn-

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gruppe 2.0.12 mit der Begründung verweigert hatte,

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richtigerweise sei in die Lohngruppe 2.0.19 einzugrup-

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pieren, hat die Antragstellerin mit dem vorliegenden

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Antrag die Ersetzung der Zustimmung des Betriebsrates

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Die Arbeitnehmerin H. ist in dem Empfang

15Permalink zu Rn. 15recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_15

des Objektes L. für folgende Tätigkeiten einge-

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setzt: Ständiger Telefondienst, Einlassung und Überwa-

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chung der ein- und ausgehenden Besucher sowie die

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Überwachung verschiedener Bildschirme, auf denen mit-

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tels Videokamera die Außenanlagen überwacht werden.

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Ferner ist eine Brandmeldeanlage zu überwachen, die

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einen eventuellen Brandherd über ein Schaltschema lo-

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kalisiert, schließlich eine Alarmanlage, die auf einer

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entsprechenden Meldeeinrichtung Unregelmäßigkeiten in-

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nerhalb des Gebäudes anzeigt. Die Auftraggeberin Luft-

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hansa verlangt keine besondere Ausbildung in Erster

26Permalink zu Rn. 26recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_26

Hilfe sowie Brand- und Katastrophenschutz von den Mit-

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arbeitern der Antragstellerin; diese erhalten jedoch

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die Möglichkeit der Teilnahme an entsprechenden Aus-

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bildungsmaßnahmen, welche die L. für ihre eige-

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nen Mitarbeiter anbietet und durchführt; die Arbeit-

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nehmerin H. hat, wie in der Beschwerdeinstanz

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unstreitig geworden ist, zumindest an einer Ausbildung

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in Erster Hilfe teilgenommen.

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Die Antragstellerin hat die Auffassung vertre-

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ten, die Lohngruppe 2.0.19 komme deshalb nicht in Be-

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tracht, weil es sich um eine Aufbaufallgruppe handele

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und die Mitarbeiterin H. die nach dem Tarifauf-

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bau erforderliche Voraussetzung der Lohngruppe 2.0.15

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nicht erfülle. Es fehle an dem Merkmal, daß der Ar-

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beitgeber im Hinblick auf die übertragene Tätigkeit

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eine Ausbildung in Erster Hilfe sowie Brand- und Kata-

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strophenschutz verlangen könne. Da die L. nach

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dem zugrundeliegenden Auftrag von der Arbeitgeberin

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den Einsatz entsprechend ausgebildeter Wachleute nicht

45Permalink zu Rn. 45recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_45

verlangen könne und auch tatsächlich nicht verlange,

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müsse die Vergütung der Arbeitnehmerin H. auf

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die unterste einschlägige Lohngruppe 2.0.12 des Lohn-

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tarifvertrages beschränkt bleiben, obwohl die tatsäch-

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lich ausgeübten Tätigkeiten den Merkmalen der Lohn-

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gruppe 2.0.19 im übrigen entsprächen.

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Die Antragstellerin hat beantragt,

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die vom Antragsgegner verweigerte Zustimmung zu

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der Eingruppierung der Arbeitnehmerin Gabriele

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H. in die Lohngruppe 2.0.12 des allge-

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meinverbindlichen Lohntarifvertrages für das

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Bewachungsgewerbe Nordrhein-Westfalen zu er-

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Der Antragsgegner hat beantragt,

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den Antrag zurückzuweisen.

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Er hat die Auffassung vertreten, weder das tat-

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sächliche Vorhandensein einer Ausbildung in Erster

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Hilfe oder Brand- und Katastrophenschutz könne aus-

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schlaggebend sein noch die Frage, ob der Arbeitgeber

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eine derartige Ausbildung tatsächlich verlange oder

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zumindest verlangen könne. Entscheidend sei vielmehr,

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daß die Tätigkeit den in der Lohngruppe 2.0.19 genann-

67Permalink zu Rn. 67recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_67

ten Heraushebungsmerkmalen entspreche.

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Das Arbeitsgericht Köln hat mit dem am

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21.10.1994 verkündeten Beschluß - 2 BV 165/94 - den

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Antrag der Arbeitgeberin zurückgewiesen und zur Be-

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gründung unter anderem festgestellt: Die Tätigkeiten

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der Arbeitnehmerin H. seien tatsächlich solche,

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die in die Lohngruppe 2.0.19 gehörten. Da die Tarif-

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vertragsparteien das bei der Lohngruppe 2.0.15 gere-

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gelte Ausbildungsverlangen in dieser Lohngruppe nicht

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mehr erwähnten, komme es für die Eingruppierung in

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diese Tarifgruppe nicht darauf an, ob der Arbeitgeber

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die Sonderausbildung verlangen könnte. Selbst wenn

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dies jedoch der Fall wäre, sei nicht darauf abzustel-

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len, ob eine derartige Ausbildungsqualifikation von

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dem Mitarbeiter tatsächlich verlangt werde. Vielmehr

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müsse ein Mitarbeiter bereits dann in die Lohngruppe

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2.0.15 eingruppiert werden, wenn er nach dem Inhalt

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des Arbeitsvertrages zur Teilnahme an der entsprechen-

85Permalink zu Rn. 85recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_85

den Ausbildung verpflichtet sei, wenn mit anderen Wor-

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ten der Arbeitgeber im Hinblick auf die übertragene

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Tätigkeit berechtigt wäre, die Ausbildung zu verlan-

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Auf den weiteren Inhalt des Beschlusses vom

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21.10.1994 (Bl. 61 - 70 d. A.) wird Bezug genommen.

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Die Antragstellerin hat gegen den ihrem Prozeß-

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bevollmächtigten am 16.12.1994 zugestellten Beschluß

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die vorliegende Beschwerde am 11.01.1995 eingereicht

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und am 09.02.1995 schriftsätzlich begründet.

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Sie wiederholt ihr Vorbringen erster Instanz

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und kritisiert die angefochtene Entscheidung im we-

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sentlichen wie folgt: Wenn nach dem Tarifwortlaut in

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der Lohngruppe 2.0.19 nur der Separatwachmann im

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Pförtnerdienst erfaßt sei, der sich durch näher be-

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stimmte Merkmale von der Lohngruppe 2.0.15 abhebt,

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dann sei damit gleichzeitig festgelegt, daß der Sepa-

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ratwachmann im Pförtnerdienst gemäß der Lohngruppe

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2.0.15 sich von der niedrigsten Lohngruppe unter ande-

104Permalink zu Rn. 104recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_104

rem dadurch abhebt, daß der Arbeitgeber eine Ausbil-

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dung in Erster Hilfe sowie Brand- und Katastrophen-

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schutz verlangen kann. Erst wenn alle Voraussetzungen

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der weniger qualifizierten Lohngruppe erfüllt seien,

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komme es auf die in der höheren Lohngruppe genannten

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weiteren Qualifizierungen an. Entscheidend müsse daher

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geprüft werden, ob der Mitarbeiter die genannten Aus-

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bildungen absolviert habe und für den konkreten Ein-

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satz auch benötige. Das Verlangen einer entsprechenden

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Ausbildung durch den Arbeitgeber sei nur dann gerecht-

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fertigt, wenn diese zur aushilfsgemäßen Erfüllung der

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arbeitsvertraglichen Pflichten erforderlich sei. Die

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zweifellos unglückliche Formulierung des Tarifvertra-

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ges könne nur unter Berücksichtigung des wirklichen

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Willens der Tarifvertragsparteien über den Wortlaut

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hinaus in dem erforderlichen Maße geklärt werden. Je-

120Permalink zu Rn. 120recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_120

denfalls müsse die in der Ziffer 2.0.15 geforderte

121Permalink zu Rn. 121recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_121

Ausbildung in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der

122Permalink zu Rn. 122recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_122

konkreten Tätigkeit des Mitarbeiters stehen. Bei der

123Permalink zu Rn. 123recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_123

Tätigkeit im Pförtnerdienst bei der L. sei dies

124Permalink zu Rn. 124recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_124

nicht der Fall. Dieses Ergebnis entspreche auch dem

125Permalink zu Rn. 125recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_125

Sinn und Zweck der tariflichen Regelung.

126Permalink zu Rn. 126recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_126

Die Antragstellerin und Beschwerdeführerin be-

128Permalink zu Rn. 128recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_128

unter Abänderung des angefochtenen Beschlusses

129Permalink zu Rn. 129recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_129

nach ihrem erstinstanzlichen Antrag zu er-

131Permalink zu Rn. 131recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_131

Der Betriebsrat und Beschwerdegegner beantragt,

132Permalink zu Rn. 132recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_132

die Beschwerde zurückzuweisen.

133Permalink zu Rn. 133recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_133

Wegen des Sachstandes im übrigen wird auf den

134Permalink zu Rn. 134recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_134

weiteren Akteninhalt Bezug genommen. Das Gericht hat

135Permalink zu Rn. 135recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_135

gemäß dem Beweisbeschluß vom 04.05.1995 Beweis erhoben

136Permalink zu Rn. 136recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_136

durch schriftliche Zeugenvernehmung; auf die schrift-

137Permalink zu Rn. 137recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_137

lichen Aussagen Blatt 138 ff. (Kever) und Blatt 160 f.

138Permalink zu Rn. 138recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_138

(Stein) wird verwiesen.

139Permalink zu Rn. 139recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_139

II. Die Beschwerde ist an sich statthaft und auch

140Permalink zu Rn. 140recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_140

im übrigen zulässig, in der Sache selbst jedoch er-

142Permalink zu Rn. 142recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_142

Die vom beteiligten Betriebsrat in gesetzlicher

143Permalink zu Rn. 143recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_143

Form und Frist verweigerte Zustimmung zur Eingruppie-

144Permalink zu Rn. 144recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_144

rung der Arbeitnehmerin H. in die Lohngruppe

145Permalink zu Rn. 145recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_145

2.0.12 des Lohntarifvertrages konnte, wie das Arbeits-

146Permalink zu Rn. 146recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_146

gericht zu Recht und mit zutreffender Begründung fest-

147Permalink zu Rn. 147recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_147

gestellt hat, nicht gemäß § 99 Abs. 4 BetrVG ersetzt

148Permalink zu Rn. 148recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_148

werden, weil die von der Antragstellerin beabsichtigte

150Permalink zu Rn. 150recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_150

gegen den allgemeinverbindlichen Tarifvertrag ver-

151Permalink zu Rn. 151recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_151

stößt; die Tätigkeit der Arbeitnehmerin Gabriele Hein-

152Permalink zu Rn. 152recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_152

rich erfüllt vielmehr die Voraussetzungen der Lohn-

153Permalink zu Rn. 153recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_153

gruppe 2.0.19 des Lohntarifvertrages.

154Permalink zu Rn. 154recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_154

Die der Arbeitnehmerin H. zugewiesene Tä-

155Permalink zu Rn. 155recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_155

tigkeit umfaßt den Separatwachdienst als Pförtnerin im

156Permalink zu Rn. 156recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_156

L.-Verwaltungsgebäude, und zwar mit der Beson-

157Permalink zu Rn. 157recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_157

derheit, daß sie die ein- und ausgehenden Besucher

158Permalink zu Rn. 158recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_158

einzulassen und zu überwachen hat; ferner hat sie ver-

159Permalink zu Rn. 159recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_159

schiedene Bildschirme zu überwachen, mit deren Hilfe

160Permalink zu Rn. 160recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_160

die Außenanlagen durch eine Videokamera überwacht wer-

161Permalink zu Rn. 161recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_161

den; außerdem ist eine Brandmeldeanlage zu überwachen,

162Permalink zu Rn. 162recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_162

die über ein Schaltschema einen eventuellen Brandherd

163Permalink zu Rn. 163recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_163

lokalisiert. Weiterhin obliegt ihr die Überwachung ei-

164Permalink zu Rn. 164recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_164

ner Alarmanlage, die innerhalb des L.-Gebäudes

165Permalink zu Rn. 165recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_165

aufgetretene Unregelmäßigkeiten, beispielsweise im

166Permalink zu Rn. 166recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_166

Computerbetrieb, über eine entsprechende Meldeeinrich-

167Permalink zu Rn. 167recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_167

tung anzeigt. Schließlich sind außer dem ständigen Te-

168Permalink zu Rn. 168recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_168

lefondienst auch Aufgaben im Rahmen des Empfangsdien-

170Permalink zu Rn. 170recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_170

Nach dem insoweit unbestrittenen Sachverhalt

171Permalink zu Rn. 171recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_171

steht damit, weil auch die Beteiligten in dieser Be-

172Permalink zu Rn. 172recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_172

wertung übereinstimmen, für das Gericht fest, daß die

173Permalink zu Rn. 173recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_173

Tätigkeiten der Arbeitnehmerin H. alle tarifli-

174Permalink zu Rn. 174recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_174

chen Merkmale der Lohngruppe 2.0.19 erfüllen, und daß

175Permalink zu Rn. 175recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_175

es somit im vorliegenden Fall entscheidend nur darauf

176Permalink zu Rn. 176recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_176

ankommt, ob gleichzeitig auch sämtliche Voraussetzun-

177Permalink zu Rn. 177recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_177

gen für eine Lohnzahlung nach der Lohngruppe 2.0.15

178Permalink zu Rn. 178recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_178

vorliegen bzw. vorliegen müssen.

179Permalink zu Rn. 179recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_179

Die zwischen den Beteiligten umstrittene Frage,

180Permalink zu Rn. 180recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_180

ob ein "Separatwachmann im Pförtnerdienst", der in den

181Permalink zu Rn. 181recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_181

ausgeübten Tätigkeiten alle zusätzlichen Merkmale der

182Permalink zu Rn. 182recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_182

Lohngruppe 2.0.19 erfüllt, einen tariflichen Lohnan-

183Permalink zu Rn. 183recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_183

spruch in Höhe dieser Lohngruppe nur dann haben kann,

184Permalink zu Rn. 184recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_184

wenn - entsprechend den Voraussetzungen der Lohngruppe

185Permalink zu Rn. 185recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_185

2.0.15 der Arbeitgeber von ihm eine Ausbildung in Er-

186Permalink zu Rn. 186recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_186

ster Hilfe sowie Brand- und Katastrophenschutz verlan-

187Permalink zu Rn. 187recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_187

gen kann, ist zu verneinen.

188Permalink zu Rn. 188recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_188

Dies ergibt sich durch die an dieser Stelle ge-

189Permalink zu Rn. 189recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_189

botene Auslegung des Tarifvertrages, wobei in tatsäch-

190Permalink zu Rn. 190recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_190

licher Hinsicht auch dahinstehen kann, ob die von dem

191Permalink zu Rn. 191recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_191

Arbeitnehmer ausgeübte Tätigkeit so beschaffen ist,

192Permalink zu Rn. 192recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_192

daß der Arbeitgeber im Rahmen seines Direktionsrechtes

193Permalink zu Rn. 193recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_193

die Absolvierung einer entsprechenden Ausbildung hätte

195Permalink zu Rn. 195recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_195

Die Auslegung des normativen Teils eines Tarif-

196Permalink zu Rn. 196recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_196

vertrages, um die es auch hier zwischen den Parteien

197Permalink zu Rn. 197recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_197

geht, folgt nach ständiger Rechtsprechung des Bundes-

198Permalink zu Rn. 198recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_198

arbeitsgerichts den für die Auslegung von Gesetzen

199Permalink zu Rn. 199recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_199

geltenden Regeln. Danach ist zunächst vom Tarifwort-

200Permalink zu Rn. 200recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_200

laut auszugehen, wobei der maßgebliche Sinn der Erklä-

201Permalink zu Rn. 201recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_201

rung zu erforschen ist, ohne am Buchstaben zu haften.

202Permalink zu Rn. 202recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_202

Soweit der Tarifwortlaut jedoch nicht eindeutig ist,

203Permalink zu Rn. 203recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_203

ist der wirkliche Wille der Tarifvertragsparteien mit-

204Permalink zu Rn. 204recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_204

zuberücksichtigen, soweit er in den tariflichen Normen

205Permalink zu Rn. 205recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_205

einen Niederschlag gefunden hat. Abzustellen ist fer-

206Permalink zu Rn. 206recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_206

ner auf den tariflichen Gesamtzusammenhang, weil die-

207Permalink zu Rn. 207recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_207

ser Anhaltspunkte für den wirklichen Willen der Tarif-

208Permalink zu Rn. 208recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_208

vertragsparteien liefert und nur so der Sinn und Zweck

209Permalink zu Rn. 209recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_209

der Tarifnorm zutreffend ermittelt werden kann. Läßt

210Permalink zu Rn. 210recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_210

dies zweifelsfreie Auslegungsergebnisse nicht zu, dann

211Permalink zu Rn. 211recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_211

können die Gerichte für Arbeitssachen ohne Bindung an

212Permalink zu Rn. 212recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_212

eine Reihenfolge weitere Kriterien wie die Entste-

213Permalink zu Rn. 213recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_213

hungsgeschichte des Tarifvertrages, ggf. auch die

214Permalink zu Rn. 214recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_214

praktische Tarifübung ergänzend hinzuziehen. Auch die

215Permalink zu Rn. 215recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_215

Praktikabilität denkbarer Auslegungsergebnisse gilt es

216Permalink zu Rn. 216recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_216

zu berücksichtigen; im Zweifel gebührt derjenigen Ta-

217Permalink zu Rn. 217recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_217

rifauslegung der Vorzug, die zu einer vernünftigen,

218Permalink zu Rn. 218recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_218

sachgerechten, zweckorientierten und praktisch brauch-

219Permalink zu Rn. 219recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_219

baren Regelung führt (BAG Urteil vom 14.12.1994

220Permalink zu Rn. 220recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_220

- 4 AZR 865/93 - m.w.N. und dem Hinweis auf Schaub,

221Permalink zu Rn. 221recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_221

Auslegung und Regelungsmacht von Tarifverträgen, NZA

223Permalink zu Rn. 223recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_223

Die für den vorliegenden Fall zu prüfenden

224Permalink zu Rn. 224recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_224

Lohngruppen des Lohntarifvertrages haben folgenden

226Permalink zu Rn. 226recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_226

2.0.12 Separatwachmann, der ... und Separat-

227Permalink zu Rn. 227recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_227

wachmann im Pförtnerdienst mit regel-

228Permalink zu Rn. 228recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_228

mäßiger Telefon-, Auskunfts- und

229Permalink zu Rn. 229recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_229

Registriertätigkeit.

230Permalink zu Rn. 230recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_230

2.0.15 Separatwachmann im Pförtnerdienst, der

231Permalink zu Rn. 231recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_231

sich von 2.0.11 und 2.0.12 dadurch ab-

232Permalink zu Rn. 232recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_232

hebt, indem ihm verantwortlich Ein-

233Permalink zu Rn. 233recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_233

und Ausgangskontrollen von Personen und

234Permalink zu Rn. 234recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_234

Kraftfahrzeugen obliegen und von dem der

235Permalink zu Rn. 235recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_235

Arbeitgeber eine Ausbildung in Erster

236Permalink zu Rn. 236recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_236

Hilfe sowie Brand- und Katastrophen-

237Permalink zu Rn. 237recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_237

schutz verlangen kann.

238Permalink zu Rn. 238recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_238

2.0.19 Separatwachmann im Pförtnerdienst, der

239Permalink zu Rn. 239recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_239

sich von der Lohngruppe 2.0.15 dadurch

240Permalink zu Rn. 240recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_240

abhebt, indem er im Empfangsdienst tätig

241Permalink zu Rn. 241recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_241

ist und dem die Ein- und Ausgangs-

242Permalink zu Rn. 242recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_242

kontrolle des Publikums sowie auch die

243Permalink zu Rn. 243recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_243

Personalkontrolle der Dienststelle,

244Permalink zu Rn. 244recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_244

Überwachungsfunktion von technischen

245Permalink zu Rn. 245recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_245

Anlagen und die Bedienung der Telefon-

247Permalink zu Rn. 247recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_247

Die Auslegung des Tarifvertrages bietet an die-

248Permalink zu Rn. 248recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_248

ser Stelle zwei Möglichkeiten: Entweder sind die Fall-

249Permalink zu Rn. 249recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_249

gruppen 2.0.12, 2.0.15 und 2.0.19 als drei "echte Auf-

250Permalink zu Rn. 250recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_250

baufallgruppen" im Sinne der Rechtsprechung des BAG zu

251Permalink zu Rn. 251recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_251

der Eingruppierung von technischen Angestellten nach

252Permalink zu Rn. 252recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_252

dem BAT zu betrachten mit der Folge, daß für die Zu-

253Permalink zu Rn. 253recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_253

ordnung zu der höchsten Gruppe 2.0.19 alle Merkmale

254Permalink zu Rn. 254recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_254

der niederen Gruppen erfüllt sein müssen, also auf das

255Permalink zu Rn. 255recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_255

Merkmal der Möglichkeit eines Ausbildungsverlangens

256Permalink zu Rn. 256recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_256

des Arbeitgebers in 2.0.15, oder aber es handelt sich

257Permalink zu Rn. 257recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_257

um jeweils getrennte Lohngruppen mit der Besonderheit,

258Permalink zu Rn. 258recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_258

daß allein die Tätigkeitsbeschreibung für die jeweils

259Permalink zu Rn. 259recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_259

höhere Gruppe an die Tätigkeitsbeschreibung der voran-

260Permalink zu Rn. 260recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_260

gestellten und ausdrücklich zitierten Gruppe an-

261Permalink zu Rn. 261recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_261

schließt. Das Gericht kommt zu dem Ergebnis, daß die

262Permalink zu Rn. 262recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_262

Formulierung "dadurch abhebt" nur als ergänzende Tä-

263Permalink zu Rn. 263recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_263

tigkeitsbeschreibung gemeint ist, und daß der Wort-

264Permalink zu Rn. 264recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_264

laut, wonach sich die höher entlohnte Tätigkeit "von

265Permalink zu Rn. 265recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_265

2.0.11 und 2.0.12" oder im vorliegenden Zusammenhang

266Permalink zu Rn. 266recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_266

"von der Lohngruppe 2.0.15" abheben müßte, nur eine

267Permalink zu Rn. 267recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_267

sprachliche und redaktionelle Ungenauigkeit darstellt.

268Permalink zu Rn. 268recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_268

Daß die sprachliche Fassung der hier umstrittenen

269Permalink zu Rn. 269recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_269

Lohngruppen auch im übrigen wenig geglückt und undeut-

270Permalink zu Rn. 270recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_270

lich geraten ist, läßt sich unschwer erkennen.

271Permalink zu Rn. 271recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_271

Die vom Gericht festgestellte Auslegung gibt

272Permalink zu Rn. 272recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_272

dem Tarifvertrag erst einen dem Sinn und Zweck der

273Permalink zu Rn. 273recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_273

Lohngruppen entsprechenden Sinn, und sie verdient des-

274Permalink zu Rn. 274recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_274

halb den Vorzug, weil sie auch praktischen Anforderun-

275Permalink zu Rn. 275recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_275

gen eindeutig besser gerecht wird.

276Permalink zu Rn. 276recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_276

Würde man, wie es die Antragstellerin befürwor-

277Permalink zu Rn. 277recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_277

tet, die Ziffer 2.0.19 wörtlich nehmen, also so ver-

278Permalink zu Rn. 278recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_278

stehen, daß aus den Merkmalen der Lohngruppe 2.0.15

279Permalink zu Rn. 279recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_279

auch die Anforderung "von dem der Arbeitgeber eine

280Permalink zu Rn. 280recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_280

Ausbildung ... verlangen kann" erfüllt sein müßte, kä-

281Permalink zu Rn. 281recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_281

me man zu dem Ergebnis, daß die Separatwachleute im

282Permalink zu Rn. 282recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_282

Pförtnerdienst unter Verstoß gegen den Gleichheits-

283Permalink zu Rn. 283recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_283

grundsatz (Art. 3 Abs. 1 GG) willkürlich ungleich ent-

284Permalink zu Rn. 284recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_284

lohnt würden. Separatwachleute im Pförtnerdienst mit

285Permalink zu Rn. 285recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_285

Tätigkeit und Verantwortung nach 2.0.15, die sich au-

286Permalink zu Rn. 286recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_286

ßerdem durch alle Qualifikationen nach 2.0.19 "abhe-

287Permalink zu Rn. 287recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_287

ben", würden ebenso belohnt wie diejenigen Separat-

288Permalink zu Rn. 288recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_288

wachleute im Pförtnerdienst, denen nur eine regelmäßi-

289Permalink zu Rn. 289recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_289

ge Telefon-, Auskunfts- und Registriertätigkeit

290Permalink zu Rn. 290recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_290

(2.0.12) obliegt. Das effektive Ausmaß dieser Schlech-

291Permalink zu Rn. 291recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_291

terstellung im Stundenlohn plus Zuschlag (11,54 DM

292Permalink zu Rn. 292recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_292

statt 13,45 DM), bliebe dann ebenso unbeachtet wie der

293Permalink zu Rn. 293recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_293

Umstand, daß den betroffenen Wachleuten außer der ge-

294Permalink zu Rn. 294recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_294

nannten Tätigkeit nach 2.0.12 "verantworltiche Ein-

295Permalink zu Rn. 295recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_295

und Ausgangskontrollen von Personen und Kraftfahrzeu-

296Permalink zu Rn. 296recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_296

gen" obliegen (2.0.15) und der weitere Umstand, daß

297Permalink zu Rn. 297recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_297

sie "im Empfangsdienst tätig sind, die Ein- und Aus-

298Permalink zu Rn. 298recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_298

gangskontrolle des Publikums, die Personenkontrolle

299Permalink zu Rn. 299recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_299

der Dienststelle und die Überwachungsfunktion von

300Permalink zu Rn. 300recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_300

technischen Anlagen und Bedienung der Telefonzentrale"

301Permalink zu Rn. 301recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_301

wahrzunehmen haben. Dies wäre eine willkürliche und

302Permalink zu Rn. 302recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_302

sachlich nicht zu rechtfertigende Differenzierung, die

303Permalink zu Rn. 303recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_303

man vernünftigerweise den Tarifvertragsparteien nicht

304Permalink zu Rn. 304recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_304

als Vertragswillen unterstellen oder zurechnen kann.

305Permalink zu Rn. 305recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_305

Der allgemeine Sinn und Zweck unterschiedlicher Lohn-

306Permalink zu Rn. 306recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_306

gruppen kann ebenso wie der erkennbare Wille der kon-

307Permalink zu Rn. 307recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_307

kreten Tarifvertragsparteien nur in einer leistungsge-

308Permalink zu Rn. 308recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_308

recht differenzierten Entlohnung liegen. Der übrige

309Permalink zu Rn. 309recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_309

Inhalt des konkreten Lohntarifvertrages liefert für

310Permalink zu Rn. 310recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_310

diesen Willen der Tarifvertragsparteien nicht nur ein

311Permalink zu Rn. 311recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_311

Indiz, sondern den klaren Beweis. Die nach alledem auf

312Permalink zu Rn. 312recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_312

den ersten Blick unzulässige Differenzierung des be-

313Permalink zu Rn. 313recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_313

trächtlichen Lohnsprunges, die allein darauf beruhen

314Permalink zu Rn. 314recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_314

würde, ob ein Arbeitgeber "eine Ausbildung in Erster

315Permalink zu Rn. 315recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_315

Hilfe sowie Brand- und Katastrophenschutz" verlangen

316Permalink zu Rn. 316recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_316

kann, läßt sich auch dann nicht sachlich rechtferti-

317Permalink zu Rn. 317recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_317

gen, wenn man in Übereinstimmung mit den Feststellun-

318Permalink zu Rn. 318recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_318

gen der Vorinstanz eine ergänzende Auslegung in dem

319Permalink zu Rn. 319recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_319

Sinne befürwortet, daß es ausreicht, wenn ein Verlan-

320Permalink zu Rn. 320recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_320

gen des Arbeitgebers im Rahmen seines Direktionsrech-

321Permalink zu Rn. 321recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_321

tes nach billigem Ermessen gerechtfertigt wäre. Dies

322Permalink zu Rn. 322recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_322

würde voraussetzen, daß Feststellungen über die tat-

323Permalink zu Rn. 323recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_323

sächlich ausgeübte Tätigkeit und den im Einzelfall zu-

324Permalink zu Rn. 324recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_324

gewiesenen Arbeitsplatz getroffen werden. Auch wenn

325Permalink zu Rn. 325recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_325

jedoch feststeht, daß die beim konkreten Auftraggeber

326Permalink zu Rn. 326recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_326

auszuübende Tätigkeit eines Separatwachmannes im

327Permalink zu Rn. 327recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_327

Pförtnerdienst das (absichtlich unterbliebene) Ausbil-

328Permalink zu Rn. 328recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_328

dungsverlangen des Arbeitgebers nach billigem Ermessen

329Permalink zu Rn. 329recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_329

gerechtfertigt hätte, bliebe, wie es gerade die vor-

330Permalink zu Rn. 330recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_330

liegenden Streitigkeiten hinreichend beweisen, eine

331Permalink zu Rn. 331recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_331

höchst unpraktische Regelung übrig, die auch mit dem

332Permalink zu Rn. 332recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_332

Zweck eines Tarifvertrages (Kartellwirkung im Preis-

333Permalink zu Rn. 333recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_333

wettbewerb der Unternehmer einerseits und zwingender

334Permalink zu Rn. 334recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_334

Mindestschutz für die Arbeitnehmer andererseits) nicht

335Permalink zu Rn. 335recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_335

zu vereinbaren wäre: Der Anspruch auf die beträchtlich

336Permalink zu Rn. 336recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_336

höhere Entlohnung einer beträchtlich höher qualifi-

337Permalink zu Rn. 337recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_337

zierten Tätigkeit hinge dann von einer einseitigen Be-

338Permalink zu Rn. 338recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_338

stimmung des Arbeitgebers ab, die zwar offensichtlich

339Permalink zu Rn. 339recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_339

an billiges Ermessen gebunden sein müßte, aber immer-

340Permalink zu Rn. 340recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_340

hin durch Versetzungsklauseln in Arbeitsverträgen ei-

341Permalink zu Rn. 341recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_341

ner noch weitergehenden Beliebigkeit geöffnet werden

342Permalink zu Rn. 342recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_342

können. Außerdem müßte in jedem Streitfall die im Auf-

343Permalink zu Rn. 343recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_343

tragsverhältnis zwischen dem Arbeitgeber und seinem

344Permalink zu Rn. 344recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_344

Auftraggeber vereinbarte Bewachungstätigkeit überprüft

345Permalink zu Rn. 345recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_345

und dahin bewertet werden, ob das Verlangen einer Aus-

346Permalink zu Rn. 346recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_346

bildung in dem Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgeber

347Permalink zu Rn. 347recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_347

und Wachmann sachlich gerechtfertigt werden kann.

348Permalink zu Rn. 348recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_348

Selbst unter Berücksichtigung einer weiteren rechtli-

349Permalink zu Rn. 349recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_349

chen Überlegung, daß auch die Unterlassung des Ausbil-

350Permalink zu Rn. 350recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_350

dungsverlangens als Element der einseitigen Leistungs-

351Permalink zu Rn. 351recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_351

bestimmung über Arbeitsplatz und Lohnhöhe dem billigen

352Permalink zu Rn. 352recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_352

Ermessen nach § 315 BGB entsprechen muß, könnte man

353Permalink zu Rn. 353recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_353

selbst dann nur mit einem beträchtlichen Aufwand, der

354Permalink zu Rn. 354recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_354

auch die Auftragsverhältnisse belasten würde, zu eini-

355Permalink zu Rn. 355recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_355

germaßen gerechten Einzelfallergebnissen kommen, wenn

356Permalink zu Rn. 356recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_356

man bei fehlender Kooperationsbereitschaft des Arbeit-

357Permalink zu Rn. 357recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_357

gebers möglicherweise die zu seinen Lasten bestehende

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Beweislast für die Billigkeit der Leistungsbestimmung

359Permalink zu Rn. 359recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_359

heranziehen könnte. Mit dieser Feststellung ist hin-

360Permalink zu Rn. 360recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_360

reichend belegt, daß eine andere als die genannte und

361Permalink zu Rn. 361recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_361

vom Beschwerdegericht befürwortete Auslegung zu einem

362Permalink zu Rn. 362recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_362

äußerst unzweckmäßigen Ergebnis führen würde.

363Permalink zu Rn. 363recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_363

Bestätigt wird das hier gefundene Auslegungser-

364Permalink zu Rn. 364recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_364

gebnis auch dadurch, daß dem Tarifwortlaut eindeutig

365Permalink zu Rn. 365recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_365

zu entnehmen ist, daß die Tarifvertragsparteien kei-

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nesfalls den Willen hatten, ein Tätigkeitsmerkmal in

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dem Sinne zu schaffen, daß die auszuübende Tätigkeit

368Permalink zu Rn. 368recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_368

objektiv eine Ausbildung in Erster Hilfe sowie Brand-

369Permalink zu Rn. 369recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_369

und Katastrophenschutz erfordert hätte. Dies haben

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auch die angefochtenen Entscheidungen zutreffend er-

372Permalink zu Rn. 372recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_372

Schließlich könnten, wie es sich im vorliegen-

373Permalink zu Rn. 373recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_373

den Fall gezeigt hat, die unmittelbare und zwingende

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Wirkung eines Tarifvertrages durch Absprachen zwischen

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dem Arbeitgeber (Unternehmer) und dem Auftraggeber un-

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terlaufen werden, wenn diese, wie es im vorliegenden

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Fall unstreitig ist, aus bestimmten Gründen, auf deren

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Fortbestand sie lediglich beiderseits subjektiv ver-

379Permalink zu Rn. 379recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_379

trauen, einfach darauf verzichten, eine entsprechende

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Ausbildung der Separatwachleute im Pförtnerdienst für

381Permalink zu Rn. 381recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_381

die Aufnahme der Tätigkeit oder für die dementspre-

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chende Beschäftigung als verbindlich festzuschreiben,

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weil nach aller Erfahrung davon auszugehen ist, daß

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selbst für den Brand- oder Katastrophenfall die drin-

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gend notwendige Ausbildung und Fertigkeit für die Er-

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füllung des Katastrophenplanes vorhanden wäre. Zwei-

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fellos haben die Tarifvertragsparteien nicht die Mög-

388Permalink zu Rn. 388recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_388

lichkeit eröffnen wollen, auf diesem Wege, nämlich

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durch ein verabredetes Stillschweigen, qualifizierte

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Arbeitsplätze mit Billiglöhnern zu besetzen oder dem-

391Permalink zu Rn. 391recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_391

entsprechende Wachdienste günstig einzukaufen.

392Permalink zu Rn. 392recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_392

Nach alledem war die Beschwerde zurückzuweisen

393Permalink zu Rn. 393recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_393

und wegen grundsätzlicher Bedeutung der Sache die

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Rechtsbeschwerde gemäß §§ 92 Abs. 1, 72 Abs. 2 ArbGG

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R e c h t s m i t t e l b e l e h r u n g

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Gegen diesen Beschluß kann von der Antragstel-

398Permalink zu Rn. 398recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_398

lerin Rechtsbeschwerde eingelegt werden; für den An-

399Permalink zu Rn. 399recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_399

tragsgegner ist gegen diesen Beschluß kein Rechtsmit-

400Permalink zu Rn. 400recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_400

tel gegeben. Die Rechtsbeschwerde muß innerhalb einer

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Notfrist (eine Notfrist ist unabänderlich und kann

402Permalink zu Rn. 402recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_402

nicht verlängert werden) von einem Monat nach der Zu-

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stellung dieses Beschlusses schriftlich beim Bundesar-

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beitsgericht, Graf-Bernadotte-Platz 3, 34119 Kassel,

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eingelegt werden. Die Rechtsbeschwerde ist gleichzei-

406Permalink zu Rn. 406recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_406

tig oder innerhalb eines Monats nach ihrer Einlegung

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schriftlich zu begründen. Die Rechtsbeschwerdeschrift

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und die Rechtsbeschwerdebegründung müssen von einem

409Permalink zu Rn. 409recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-koeln/1995-08-31/10-tabv-5-95#rd_409

bei einem deutschen Gericht zugelassenen Rechtsanwalt

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(Dr. Esser) (Schulte) (Mitrenga)