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BGH Entscheidung vom 15.06.1951 – 4 StR 787/51

4. Strafsenat

StrafrechtBundVolltext

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I

. | 2272 077 4 StR 787/51

Beschluß

In der Strafsache gegen

.

1.) den Kraftfehrzeughendwerksmeister a aus (ED. zetoren am EB 1906 in 9

2.) den Kraftfahrzeugschlosserlehrling Gerherd

A ED zu: VB: zero:en dsselhst am GERD >55.

wegen fahrlässiger Tötung u.a.

hat der 4.Strafsenat des Bundesgerichtshofs nach Anhörung des Oberbundesanvalts in der Sitzung von 1n.Oktober 1951 beschlossen:

1.) Der Antrag der Frau Cäcilie S ww in VE zu: Zulassung als Nebenklägerin wird zurückgewiesen.

2.) Die Revision der Antragstellerin gegen das Urteil des Landgerichts in Bochum vom 15, Juni 1951 wird als unzulässig vernorfen.

Die Antragstellerin hat die Kosten des

Rechtsmittels zu tragen. 4 Gründe: .

Die Angeklagten sind von der Anklage, sich am ii 6.Dezember 1950 der fehrlässigen Tötung des lo-jihri- a Heir ss Intragstellerin, Ze

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schuldig gemacht zu haben, durch Urteil des Landgerichts Bochum vom 15.Juni 1951 freigesprochen worden,

Die Antragstellerin hat am 18.Juni 1951 vum ihre Zulassung als Webenklägerin nachgesucht und zugleich gegen das bezeichnete Urteil Revision eingelegt, die sie nach der am 30.Juli 1051 erfolgten Urteilszustellung am 3.Ausust 1951 zu Protokoll der Geschäftsstelle des Landgerichts begründet hat.

Die erstrebte Zulassung als Nebenklägerin ist unzulässig.

Die Hinterbliebenen bzw. Erben eines tödlich Verunglückten haben als solche nach dem Gesetz kein Recht auf Zulassung als Nebenkläger.

Abgeschen von dem hier nicht in Betracht kommenden Fall des § 395 Abs 2 StPO kann sich der öffentlichen Klage als Nebenkläger nur anschliessen, wer als Frivstkläger aufzusreten bercchtigt ist (§ 395 Abs 1'.StPO). Der Kreis der zur Erhebung der. Privatklage Berechtigten ist im § 374 ° StPO abschliessend geregelt.

-.°, Unter dem rechtlichen Gesichtspunkt der fahrlässi,gen Tötung kann die Antragstellerin ihre Zulassung nicht verlangen, da § 222 StGB im § 374 Abs 1 StPO nicht aufgeführt ist und da im § 222 überhaupt kein Strafantrag, alsı zuch kein selbständiges Antragsrecht im Sinne des § 374 Abs 2 StPO vorgesehen ist.

- 3 _

Zuch unter dem gegebenenfalls in Betracht kommenden rechtlichen Gesichtspunkt der Körperverletzung ist die Antragstellerin nicht berechtigt, sich dem Ver-Zehren als Nebenklägerin anzuschliessen. Für den Tatbestand 'des § 226 StGB gilt das zu § 222 StGB Dargelegte entsprechend. Aber auch bei einer Strafverfolgung wegen einfacher Körperverletzung (§ 223 StGB) würde sich der Antrag auf Zulassung der lebenklege als unzulässig erweisen: die Ausübung eines Antragsrechts für den Verunglückten (§ 65 Abs 2 StGB in Verbindung mit § 1685 Abs 1 BGB; BLER,

46 d.A.) ist schon wegen dessen Ablebens nicht mehr möglich (RGSt 57, 240 f; RG JW 1928, 3049, 205; 1930, 1003, 205 vgl auch § 402 StPO); überdies würde:. die Gesuchstellerin nicht innerhalb der gesetzlichen Frist (§ 61 StGB) Strafantrag gestellt und sonach das Recht auf Erhebung einer Frivatkloge verwirkt haben (RGSt 41, 168, 176; 65, 125, 1305 66, 30; 69, 247; RG Recht 1912 Nr 3307); die Erklärungen, die die Gesuchstellerin im Laufe des Ermittlungsverfeh-

rens zu den Gerichtsakten abgegeben hat (B1L8R, 21 f)

können nicht als Strafantrag gewertet werden.

Nach alledem wer der Antrag auf Zulassung als Nebenklägerin zurückzuweisen. Das hatte zugleich zur Tolge, dass die Revision als unzulässig zu verwerfen wer (§ 349 ibs 1 Satz 1 StPO).

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