§ 56 Übertragung der Papierdokumente in die elektronische Form; Einstellung der elektronischen Dokumente in die elektronische Urkundensammlung
Stand: 31.12.2025
Permalink zu Abs. 1recht.nulegal.eu/gesetze/BeurkG/56#abs-1 (1) Bei der Übertragung der in Papierform vorliegenden Schriftstücke in die elektronische Form soll durch geeignete Vorkehrungen nach dem Stand der Technik sichergestellt werden, dass die elektronischen Dokumente mit den in Papierform vorhandenen Schriftstücken inhaltlich und bildlich übereinstimmen. Diese Übereinstimmung ist vom Notar in einem Vermerk unter Angabe des Ortes und des Tages seiner Ausstellung zu bestätigen. Durchstreichungen, Änderungen, Einschaltungen, Radierungen oder andere Mängel des Schriftstücks sollen im Vermerk angegeben werden, soweit sie nicht aus dem elektronischen Dokument eindeutig ersichtlich sind. Das elektronische Dokument und der Vermerk müssen mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen werden. § 13a Absatz 4 Satz 1 und 2 und § 39a Absatz 2 Satz 1 gelten entsprechend.
Permalink zu Abs. 2recht.nulegal.eu/gesetze/BeurkG/56#abs-2 (2) Werden nach der Einstellung der elektronischen Fassung einer in der Urkundensammlung zu verwahrenden Urschrift oder Abschrift in die elektronische Urkundensammlung Nachtragsvermerke, weitere Unterlagen oder andere Urschriften der Urschrift oder Abschrift beigefügt, sind die Nachtragsvermerke, die weiteren Unterlagen und die anderen Urschriften nach Absatz 1 in elektronische Dokumente zu übertragen und zusammen mit der elektronischen Fassung der Urschrift oder Abschrift in der elektronischen Urkundensammlung zu verwahren.
Permalink zu Abs. 3recht.nulegal.eu/gesetze/BeurkG/56#abs-3 (3) Werden der elektronischen Urschrift Unterlagen oder andere Urschriften beigefügt, so gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend. § 44a Absatz 2 Satz 5 und § 44b Absatz 1 Satz 2 bleiben unberührt.
Permalink zu Abs. 4recht.nulegal.eu/gesetze/BeurkG/56#abs-4 (4) Die von dem Notar in der elektronischen Urkundensammlung verwahrten elektronischen Dokumente stehen den Dokumenten gleich, aus denen sie nach den Absätzen 1 bis 3 übertragen worden sind.
Wird zitiert von 4 Entscheidungen zu § 56 BeurkG →
Wichtigste und neueste Entscheidungen
- BGH, 03.08.2011 – XII ZB 153/10Prozessvergleich: Ermessen des Gerichts bezüglich der Protokollierung eines über den Streitgegenstand hinausgehenden VergleichsZitiert von 1
- BGH, 20.03.2000 – NotZ 22/99
- BGH, 20.03.2000 – NotZ 21/99
- BAG, 23.11.2006 – 6 AZR 394/06Gerichtlicher Vergleich: Analoge Anwendung des § 127a BGB auf im schriftlichen Verfahren nach § 278 Abs. 6 ZPO zustande gekommene Vereinbarungen zur Wahrung der Schriftform Redaktioneller Titel von nu:legal – nicht vom Gericht verfasstZitiert von 58
„Zitiert von“ ist die Zahl der Entscheidungen im Bestand, die ihrerseits diese Entscheidung zitieren.
Änderungsverlauf
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10.12.2025 Ausfertigung
§ 56 geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 10. Dezember 2025 (BGBl. I Nr. 320)
BGBl. 2025 I Nr. 320
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21.12.2021 Ausfertigung
§ 56 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 21. Dezember 2021 (BGBl. II 1282)
BGBl. 2021 II S. 1282
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05.07.2021 Ausfertigung
§ 56 geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 5. Juli 2021 (BGBl. I 3338)
BGBl. 2021 I S. 3338
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25.06.2021 Ausfertigung
§ 56 geändert durch Artikel 11 des Gesetzes vom 25. Juni 2021 (BGBl. I 2154)
BGBl. I S. 2154
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01.06.2017 Ausfertigung
§ 56 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 1. Juni 2017 (BGBl. I 1396)
BGBl. 2017 I S. 1396
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29.06.2015 Ausfertigung
§ 56 Abs. 3 aufgehoben durch Artikel 5 des Gesetzes vom 29. Juni 2015 (BGBl. I 1042)
BGBl. 2015 I S. 1042
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27.06.1970 Ausfertigung
§ 56 eingefügt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 27. Juni 1970 (BGBl. I 911)
BGBl. 1970 I S. 911
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