Gesetze / Bürgerliches Gesetzbuch
BGB§ 1600d Gerichtliche Feststellung der Vaterschaft
Permalink zu Abs. 1recht.nulegal.eu/gesetze/BGB/1600d?asof=2019-06-10#abs-1 (1) Besteht keine Vaterschaft nach § 1592 Nr. 1 und 2, § 1593, so ist die Vaterschaft gerichtlich festzustellen.
Permalink zu Abs. 2recht.nulegal.eu/gesetze/BGB/1600d?asof=2019-06-10#abs-2 (2) Im Verfahren auf gerichtliche Feststellung der Vaterschaft wird als Vater vermutet, wer der Mutter während der Empfängniszeit beigewohnt hat. Die Vermutung gilt nicht, wenn schwerwiegende Zweifel an der Vaterschaft bestehen.
Permalink zu Abs. 3recht.nulegal.eu/gesetze/BGB/1600d?asof=2019-06-10#abs-3 (3) Als Empfängniszeit gilt die Zeit von dem 300. bis zu dem 181. Tage vor der Geburt des Kindes, mit Einschluss sowohl des 300. als auch des 181. Tages. Steht fest, dass das Kind außerhalb des Zeitraums des Satzes 1 empfangen worden ist, so gilt dieser abweichende Zeitraum als Empfängniszeit.
Permalink zu Abs. 4recht.nulegal.eu/gesetze/BGB/1600d?asof=2019-06-10#abs-4 (4) Ist das Kind durch eine ärztlich unterstützte künstliche Befruchtung in einer Einrichtung der medizinischen Versorgung im Sinne von § 1a Nummer 9 des Transplantationsgesetzes unter heterologer Verwendung von Samen gezeugt worden, der vom Spender einer Entnahmeeinrichtung im Sinne von § 2 Absatz 1 Satz 1 des Samenspenderregistergesetzes zur Verfügung gestellt wurde, so kann der Samenspender nicht als Vater dieses Kindes festgestellt werden.
Permalink zu Abs. 5recht.nulegal.eu/gesetze/BGB/1600d?asof=2019-06-10#abs-5 (5) Die Rechtswirkungen der Vaterschaft können, soweit sich nicht aus dem Gesetz anderes ergibt, erst vom Zeitpunkt ihrer Feststellung an geltend gemacht werden.
Änderungsverlauf
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17.07.2017 Ausfertigung
§ 1600d geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 17. Juli 2017 (BGBl. I 2513)
BGBl. 2017 I S. 2513
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