Rechtsprechung / OVG NRW / 2007

OVG NRW Beschluss vom 10.05.2007 – 12 A 3190/05

ECLI:DE:OVGNRW:2007:0510.12A3190.05.00

VerwaltungsrechtNordrhein-WestfalenVerwaltungsrecht Nordrhein-WestfalenVolltext

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Tenor§

Der Antrag auf Zulassung der Berufung wird abgelehnt.

Der Kläger trägt die Kosten des Zulassungsverfahrens.

Der Streitwert wird für das Zulassungsverfahren auf 10.000 EUR festgesetzt.

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G r ü n d e :

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Der Antrag auf Zulassung der Berufung ist unbegründet.

3Permalink zu Rn. 3recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2007-05-10/12-a-3190-05#rd_1

Der allein geltend gemachte Verfahrensmangel (§ 124 Abs. 2 Nr. 5 VwGO) liegt nicht vor. Die Ablehnung des Hilfsbeweisantrages findet ihre Stütze im Prozessrecht. Auf die Beweistatsache,

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"dass weder die Mutter noch der Kläger Kenntnis über eine heute noch bestehende deutsche Staatsangehörigkeit hatten,"

5Permalink zu Rn. 5recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2007-05-10/12-a-3190-05#rd_2

kommt es nach der insoweit maßgebenden Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts nicht an. Das Verwaltungsgericht hat seine Auffassung, der Kläger sei nicht ohne Verschulden gehindert gewesen, die Nacherklärungsfrist des Art. 3 Abs. 7 RuStAÄndG 1974 einzuhalten, nicht darauf gestützt, dass der Kläger Kenntnis von einer aktuell bestehenden deutschen Staatsangehörigkeit seiner Mutter hatte. Vielmehr hat es - anknüpfend an die Angaben des Klägers in seinem Aufnahmeantrag aus dem Jahr 1997 zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch seine Mutter und seine Großmutter in C. - als entscheidend angesehen, dass es der Kläger trotz seiner Kenntnis von der Sammeleinbürgerung seiner Mutter und seiner Großmutter im Jahr 1944 und trotz seiner diesbezüglichen eigenen Angaben in seinem Aufnahmeverfahren im Jahr 1997 versäumt habe, "sich ... deutlich früher um die staatsangehörigkeitsrechtlichen Folgerungen für seine eigene Person" zu kümmern.

6Permalink zu Rn. 6recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2007-05-10/12-a-3190-05#rd_3

Vgl. zur Unbeachtlichkeit von Rechtsunkenntnis im Rahmen des Art. 3 Abs. 7 RuStAÄndG 1974 und zur Obliegenheit, sich bei hinreichenden Anhaltspunkten Kenntnis vom Erklärungsrecht zu verschaffen: BVerwG, Urteile vom 16. November 2006

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- 5 C 14, 16 und 18/06 -, juris.

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Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2 VwGO. Die Streitwertfestsetzung erfolgt gemäß § 72 Nr. 1 GKG i.V.m. §§ 52 Abs. 1, 47 Abs. 1 und 3 GKG.

9Permalink zu Rn. 9recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2007-05-10/12-a-3190-05#rd_4

Dieser Beschluss ist unanfechtbar (§ 152 Abs. 1 VwGO, § 72 Nr. 1 GKG i.V.m. §§ 68 Abs. 1 Satz 5, 66 Abs. 3 Satz 3 GKG). Das Urteil des Verwaltungsgerichts ist rechtskräftig (§ 124a Abs. 5 Satz 4 VwGO).