Gesetze / Behindertengleichstellungsgesetz
BGG§ 12e Menschen mit Behinderungen in Begleitung durch Assistenzhunde
Stand: 01.06.2022
Wird zitiert von 3
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- SG Karlsruhe, 17.03.2025 – S 5 KR 2092/24Zitiert von 1
- LSG Niedersachsen-Bremen, 15.01.2026 – L 8 SO 101/25 B ER
- LAG Rheinland-Pfalz, 08.09.2022 – 2 Sa 490/21
„Zitiert von“ ist die Zahl der Entscheidungen im Bestand, die ihrerseits diese Entscheidung zitieren.
Permalink zu Abs. 1recht.nulegal.eu/gesetze/BGG/12e#abs-1 (1) Träger öffentlicher Gewalt sowie Eigentümer, Besitzer und Betreiber von beweglichen oder unbeweglichen Anlagen und Einrichtungen dürfen Menschen mit Behinderungen in Begleitung durch ihren Assistenzhund den Zutritt zu ihren typischerweise für den allgemeinen Publikums- und Benutzungsverkehr zugänglichen Anlagen und Einrichtungen nicht wegen der Begleitung durch ihren Assistenzhund verweigern, soweit nicht der Zutritt mit Assistenzhund eine unverhältnismäßige oder unbillige Belastung darstellen würde. Weitergehende Rechte von Menschen mit Behinderungen bleiben unberührt.
Permalink zu Abs. 2recht.nulegal.eu/gesetze/BGG/12e#abs-2 (2) Eine nach Absatz 1 unberechtigte Verweigerung durch Träger öffentlicher Gewalt gilt als Benachteiligung im Sinne von § 7 Absatz 1.
Permalink zu Abs. 3recht.nulegal.eu/gesetze/BGG/12e#abs-3 (3) Ein Assistenzhund ist ein unter Beachtung des Tierschutzes und des individuellen Bedarfs eines Menschen mit Behinderungen speziell ausgebildeter Hund, der aufgrund seiner Fähigkeiten und erlernten Assistenzleistungen dazu bestimmt ist, diesem Menschen die selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, zu erleichtern oder behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen. Dies ist der Fall, wenn der Assistenzhund
Permalink zu Abs. 4recht.nulegal.eu/gesetze/BGG/12e#abs-4 (4) Ein Assistenzhund ist als solcher zu kennzeichnen.
Permalink zu Abs. 5recht.nulegal.eu/gesetze/BGG/12e#abs-5 (5) Für den Assistenzhund ist eine Haftpflichtversicherung zur Deckung der durch ihn verursachten Personenschäden, Sachschäden und sonstigen Vermögensschäden abzuschließen und aufrechtzuerhalten.
Permalink zu Abs. 6recht.nulegal.eu/gesetze/BGG/12e#abs-6 (6) Für Blindenführhunde und andere Assistenzhunde, die als Hilfsmittel im Sinne des § 33 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gewährt werden, finden die §§ 12f bis 12k und die Vorgaben einer Rechtsverordnung nach § 12l Nummer 1, 2 und 4 bis 6 dieses Gesetzes keine Anwendung.