Rechtsprechung / BGH / 9. Zivilsenat / 2022
BGH Beschluss vom 23.06.2022 – IX ZB 16/22
9. Zivilsenat · ECLI:DE:BGH:2022:230622BIXZB16.22.0
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BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IX ZB 16/22 vom
23. Juni 2022
in dem Rechtsstreit
ECLI:DE:BGH:2022:230622BIXZB16.22.0
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Richter Prof. Dr. Schoppmeyer, die Richterin Lohmann, die Richter Röhl, Dr. Schultz und Dr. Harms
am 23. Juni 2022 beschlossen:
Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 1. Zivilkammer des Landgerichts Schweinfurt vom 14. Februar 2022 wird auf Kosten des Beklagten als unzulässig verworfen.
Gründe§
1 Die Rechtsbeschwerde ist unzulässig. Ihr mangelt es bereits an der Statthaftigkeit. Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Landgerichts gemäß § 46 ZPO ist weder nach dem Gesetz allgemein eröffnet (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO) noch hat das Beschwerdegericht die Rechtsbeschwerde gemäß § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO zugelassen. Die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde ist nicht anfechtbar (vgl. BGH, Beschluss vom 16. November 2006 - IX ZA 26/06, WuM 2007, 41; vom 10. Januar 2008 - IX ZB 109/07, WuM 2008, 113; vom 22. November 2017 - IX ZB 70/17, BeckRS 2017, 136442). Der Gesetzgeber hat bewusst von der Möglichkeit einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde abgesehen (BT-Drucks. 14/4722, S. 69, 116). Der Weg der außerordentlichen Beschwerde ist nicht eröffnet (BGH, Beschluss vom 7. März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133 ff) und verfassungsrechtlich auch nicht geboten (vgl. BVerfGE 107, 395 ff).
2 Überdies ist die Rechtsbeschwerde unzulässig, weil sie nicht durch einen bei dem Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist (§ 78 Abs. 1 Satz 3, § 575 Abs. 1 Satz 1 ZPO).
Schoppmeyer Lohmann Röhl
Schultz Harms
Vorinstanzen: AG Bad Neustadt, Entscheidung vom 02.11.2021 - 1 C 355/20 - LG Schweinfurt, Entscheidung vom 14.02.2022 - 11 T 6/22 -