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BGH Urteil vom 12.09.1951 – 1 StR 326/51

1. Strafsenat

StrafrechtBundVolltext

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Leitsatz

Die öffentliche Sicherheit !ianrn die Unterbringung eines Zurechnungsunfähigen oder vermindert Zurechnun;sfähigen auch denn erfordern, wenn der von ihm mit erheblichen Angriffen bedrohte Personenkreis nur klein ist.

Für das ilachschlagewerk !

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Gesetz: StGB § 42 p

Rechtssatz: Die öffentliche Sicherheit !ianrn die Unterbringung eines Zurechnungsunfähigen oder vermindert Zurechnun;sfähigen auch denn erfordern, wenn der von ihm mit erheblichen Angriffen bedrohte Personenkreis nur klein ist.

Aktenzeichens 1 StR 326/51 (1. Ferien-Strafsenat) Urteil vom 12. September 1951 ° LG-München I

Im Nanen Ges Yoıkes

m.

In dem Sicherungsverflakren gegen den Zrüheren Tostbetriebswart ex i mi aus CE, geboren or ED 1595 in :-uHiiuuuEu,

a.

wegen Unterbringung in einer leli.- oder Ti_egeanstai

rest der \. Perien-Strafsenat des 3undesgerichtsäofs in Ger Sitzung von 12. September 1951, ar. der teilgenommen

haben:

DT

Bundesrichier ur. Geisr als Vorsitze ander,

Bundesrichter Dr. ZIngels

Sungesricenier Dr. AüL..e

Bundesrich‘ser Glanzumenr

Zurdesrichier Ir. sagusch &;i3 Deisitsende Lichkier,

üÜbersteatsanveiı Hi: &:: Verzanälung,

Oberstaatsanvoalt HE dei der Verkündung 8.8 Jersreisr der Zurderamveliucehef®t, ustisergesieiiter

als Urkunäsbeeüuter der Geschäftssteli», 2ür Rech; arkanns:

auf die nevision der Steatsarwalischa? wird das Urteil des Laxöigerichts Hüncken I von 5. Februar 951 sarni: den ihm zugrunde liegenden Feststellunger. aufgehoben und die Sache zur neuen Terhandlang und Intscheidung, auch tiber die iosien der Rerision, an das Larägericht surückrerrieser.

Ton necnys wegen

Be}

Grüiniäües

Zach Ger. festsiellungen Ges Landgsrichis hei der Beschuifigte in Sustend der Sureckrungeun?ääal,stelt seine !ieterir Treu DEE teieicigt, su nötigen versucht und misshandelt (§§ 185, 240, 45, 225. 5163). Die äurechnungsunfärigkeis berunt auf geistiger urkrankurg (3 51 Aus ı 5123). Den Antrag des Steetsanwalis, den Beschüläl;ten in einer eil- oder Filegeenstait unterzubringen (§ 42 b StGB), kat das Landgericht abgelehnt, weil die Öffentliche Sicherheit diese !/aßnahme nicht erforiere. Die Revision des Steatsarwalts ist Degründet.

Deus Larnögericht Zühry aus, es sel zu einem ;ewissen Grad wahrecheirlich, dass der Beschhulfli;te in Zukunfv wie pisker seine eigenen Fanilienargsl.örigen beleiciger und peäronen werde. "Gunz sicher" sei es, dass er Zriiher oder später weitere und zwar erhebliche Straftaten gegen Kiiglisder fer Taniiie > vezeien

e. Yadurch sei aber nicht Gie Öffentliche Sicherbaärornz, sonäerr rur die HYestimuter eirsclner

Jiese Ausfliarungen verkennen den 3egrilZ der öf?lentjichen Üichkerkeit. Ob Gäle vor einem Geisteskranken ausgehende Cefair sich gegen die Öfferilic::e Ticherheit richtet, härgst nicht davon ab, wie aross der ?ersonenkreis ist, den der Xranke unmittelbar geführdet. Die Ailgereinkelt Lat durchaus ein Interesse daran, dass schwere AngrifTe gegen einzelne ikrer „itiglieder w:ter-

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nLeidern. Ies.eit Samen euch so,ch3 \ngri®2e üle E +2

Silenviche LicheräelS gelfäircen. Ziess ist danr begrort, wen von den geisteskranker erhedyiictze „ngrilTe geger. syrefresnilich geschlisste IechTegtltar SU ersar-

zen si:ıd. Bnolene Arsriife richser sich gege:: acer 32- s;end er Tacttsoränyng und canit gegen Gle Sflentiicäe tolonkeit 7.05% 689, 1505 36 irn Ei 1957, 2375). In der Aeokienrschung lei eileräingse nleäisriolti Yetort WOr-Sen, Zi Unterbriigung eines Teisteciirerker racı % 42 d sei äanr rich; zulässig, werr vos ikm wur eine Delästigung seiner Ingedung zu befürchten sei \RE su 1955, 2367; 1937, 2575). Ilese Intscheidunger berunen aber richt auf fer Zywigung, dass nur ein Desrensier Persorenzels zeiüürcet sel; vielzehr naren die von dem Frarıen zu oeiro ahtenden E Kechtisverlieizurgen minder-

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pedrohten Personenkreises wird freilich 0f+ von Be-

sung sein Dir äle Frage, ob üle Insarsringing eT= U 0’

= Smnn ne - mu. dad) eo.

2oxdariler, G.L2. Gas einzige „ivtiel ir%, an Cie Bileni- „iche Sichere 1% zu gevräükrieisien. Je Degrenster der unnitüsiher gelär-tete ireis is;, desto sher werien. sien im arligeueinen weniger eirs Bokret donde AIadnahmen eis die Unterbringung Zinder Zasser..

agven kann üle Inseslieiiung Ges Lanigeriskis ni ont bestehen bleiben. TDie Ztrı.fkammer wirG erneut srüfen züssen, ob und weiche nit Strafe beäroiten Tandlurgen von den 3eschuläigten ni+ hoher

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warrschteiriichrc-iT zu befürchten sind, und op aiese Herdlunger eine Selahr ?ür die Öffervliche Sicherneis in dem ober erläuterten Sinne darstellen. ent ja, so wird welter ZU. prüfen sein, ob sich diese (re-

far durch andere iistei aiıs die Unterbringung des Besckuläigten in einer jjeil- oder ?Pfilegeansialt abwenden iässt. Soilie das Landgericht wieder zu der Fesisteiiung kommen, dass eine ernstliche Cefahr Zür die Angehörigen Ger Tamilie FEB - und nur für sie - gegeben ist, so wird es sich Gie Trage vorzulegen -hapen, ob üleser Fefakr durch eire andere ünterbrirgung Gleser Fanilie oder auch des Beschuläi,ter. vorgebeugt werden kern. Das Landgericht hat in den ange-Zochteren Tr5ell zwar ausge?ährt, eine arderweite Zegeiung curch die "ornungsbeköräse sei nach SuchLage nicht zu erwarten. „icse Bemerkung lässt aber nicht s’Xerien, 00 der vor_iegenie all =i7 seiner 3esonderusiven der \onnungsbekörde zur erntris gebracht wurde und ob die 3ekörde schon eine „ntschliessung getrofien - zer.

Die inssckeldung erispricht Gem Antrage des Oper-

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