Gesetze / Bürgerliches Gesetzbuch
BGB§ 630d Einwilligung
Permalink zu Abs. 1recht.nulegal.eu/gesetze/BGB/630d?asof=2019-06-10#abs-1 (1) Vor Durchführung einer medizinischen Maßnahme, insbesondere eines Eingriffs in den Körper oder die Gesundheit, ist der Behandelnde verpflichtet, die Einwilligung des Patienten einzuholen. Ist der Patient einwilligungsunfähig, ist die Einwilligung eines hierzu Berechtigten einzuholen, soweit nicht eine Patientenverfügung nach § 1901a Absatz 1 Satz 1 die Maßnahme gestattet oder untersagt. Weitergehende Anforderungen an die Einwilligung aus anderen Vorschriften bleiben unberührt. Kann eine Einwilligung für eine unaufschiebbare Maßnahme nicht rechtzeitig eingeholt werden, darf sie ohne Einwilligung durchgeführt werden, wenn sie dem mutmaßlichen Willen des Patienten entspricht.
Permalink zu Abs. 2recht.nulegal.eu/gesetze/BGB/630d?asof=2019-06-10#abs-2 (2) Die Wirksamkeit der Einwilligung setzt voraus, dass der Patient oder im Fall des Absatzes 1 Satz 2 der zur Einwilligung Berechtigte vor der Einwilligung nach Maßgabe von § 630e Absatz 1 bis 4 aufgeklärt worden ist.
Permalink zu Abs. 3recht.nulegal.eu/gesetze/BGB/630d?asof=2019-06-10#abs-3 (3) Die Einwilligung kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen formlos widerrufen werden.
Änderungsverlauf
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04.05.2021 Ausfertigung
§ 630d geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 4. Mai 2021 (BGBl. I 882 340)
BGBl. 2021 I S. 882
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