Rechtsprechung / OVG NRW / 2010

OVG NRW Beschluss vom 22.10.2010 – 12 E 394/10

ECLI:DE:OVGNRW:2010:1022.12E394.10.00

VerwaltungsrechtNordrhein-WestfalenVerwaltungsrecht Nordrhein-WestfalenFachanwälte für Verwaltungsrecht findenVolltext

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Tenor§

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Außergerichtliche Kosten des gerichtskostenfreien Beschwerdeverfahrens werden nicht erstattet.

2Permalink zu Rn. 2recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2010-10-22/12-e-394-10#rd_2

Die zulässige Beschwerde ist unbegründet.

3Permalink zu Rn. 3recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2010-10-22/12-e-394-10#rd_3

Das Verwaltungsgericht hat den Gegenstandswert zutreffend gemäß §§ 2 Abs. 1, 23 Abs. 1 Satz 1, 33 Abs. 1 2. Alt. RVG i. V. m. §§ 52 Abs. 1 und 2 GKG in Höhe des doppelten Auffangstreitwertes festgesetzt. Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit ist nach diesen Vorschriften nach der sich aus dem Antrag des Klägers für ihn ergebenden Bedeutung der Sache nach Ermessen zu bestimmen. Bietet der Sach- und Streitstand, wie dies in Verfahren, die die Zustimmung zur Kündigung eines Schwerbehinderten betreffen, grundsätzlich der Fall ist, hierfür keine genügenden Anhaltspunkte, ist nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts und der ständigen Rechtsprechung des beschließenden Gerichts der Auffangwert nach § 52 Abs. 2 GKG in Höhe von 5.000,00 € anzunehmen,

4Permalink zu Rn. 4recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2010-10-22/12-e-394-10#rd_4

vgl. etwa OVG NRW, Beschlüsse vom 17. März 2008 – 12 E 1293/07 – und 28. Juni 2007 – 12 E 141/07 –.

5Permalink zu Rn. 5recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2010-10-22/12-e-394-10#rd_5

Das konkrete Einkommen der Klägerin von monatlich rund 1.100,00 € brutto aus der gekündigten Tätigkeit findet – entgegen der Auffassung der Klägerin – mangels einer konkreten – gehaltsabhängigen – Berechnung des Gegenstandswertes keinen Eingang in diesen.

6Permalink zu Rn. 6recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2010-10-22/12-e-394-10#rd_6

Erfolgt – wie hier – sowohl eine Zustimmung zu einer außerordentlichen Kündigung als auch eine gesonderte Zustimmung zu einer ordentlichen Kündigung, und werden – wie hier – beide Zustimmungen im verwaltungsgerichtlichen Verfahren angefochten, sind mit Blick auf die mit diesen Zustimmungen erfolgten selbständigen und unterschiedlichen Regelungen auch – trotz eines ggf. zugrundeliegenden einheitlichen Lebenssachverhaltes – selbständige Streitgegenstände gegeben, die jeweils mit dem Auffangwert in Höhe von 5.000,00 € anzusetzen sind. Die (Einzel-) Werte dieser Streitgegenstände sind nach § 39 Abs. 1 GKG in Ermangelung abweichender Bestimmungen zusammenzurechnen,

7Permalink zu Rn. 7recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2010-10-22/12-e-394-10#rd_7

vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 18. Februar 2009

8Permalink zu Rn. 8recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2010-10-22/12-e-394-10#rd_8

– 12 E 1/09 – und 22. Januar 2009 – 12 E 1215/08 –.

9Permalink zu Rn. 9recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2010-10-22/12-e-394-10#rd_9

Die Kostenentscheidung folgt aus § 33 Abs. 9 RVG.

10Permalink zu Rn. 10recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2010-10-22/12-e-394-10#rd_10

Dieser Beschluss ist unanfechtbar (§ 33 Abs. 4 Satz 3 RVG).