Rechtsprechung / BGH / 4. Strafsenat / 2003
BGH Beschluss vom 23.10.2003 – 4 StR 264/03
4. Strafsenat
StrafrechtBundVolltext
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS§
vom
23. Oktober 2003
in der Strafsache
gegen
wegen schweren sexuellen Mißbrauchs eines Kindes u. a.
Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 23. Oktober 2003 beschlos-
sen:
Der Antrag des Verurteilten vom 28. August 2003 wird zu-
rückgewiesen.
Gründe§
Der Senat hat die Revision des Antragstellers gegen das Urteil des
Landgerichts Essen vom 21. Januar 2003 mit Beschluß vom 19. August 2003
gemäß § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen. Gegen diese Entschei-
dung wendet sich der Verurteilte mit seinem als Widerspruch bezeichneten
Antrag, mit dem er eine „nochmalige Überprüfung“ des landgerichtlichen Ur-
teils, dessen Beweiswürdigung er beanstandet, begehrt.
Der Antrag hat keinen Erfolg.
Ein nach § 349 Abs. 2 StPO ergangener Beschluß kann grundsätzlich
weder aufgehoben noch abgeändert werden (vgl. BGHR StPO § 349 Abs. 2
Beschluß 2). Die Voraussetzungen für ein Nachverfahren nach § 33 a StPO, in
dem eine Überprüfung des Verwerfungsbeschlusses ausnahmsweise möglich
wäre, liegen nicht vor. Der Senat hat bei seiner Entscheidung über die Revisi-
on weder Tatsachen noch Beweisergebnisse verwertet, zu denen der Verur-
teilte selbst oder seine Verteidigerin nicht hätten Stellung nehmen können,
noch
hat
er dabei Vorbringen, das sachlich zu berücksichtigen gewesen wäre, übergan-
gen.
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Ernemann Sost-Scheible