Rechtsprechung / OVG NRW / 2005

OVG NRW Beschluss vom 04.05.2005 – 14 A 507/05

ECLI:DE:OVGNRW:2005:0504.14A507.05.00

VerwaltungsrechtNordrhein-WestfalenVerwaltungsrecht Nordrhein-WestfalenVolltext

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Tenor§

Der Antrag wird abgelehnt.

Die Kläger tragen die Kosten des Zulassungsverfahrens.

Der Streitwert wird auch für das Zulassungsverfahren auf 351,-- EUR festgesetzt.

1

G r ü n d e :

2

Der Antrag auf Zulassung der Berufung hat keinen Erfolg.

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Die Kläger haben den geltend gemachten Zulassungsgrund der ernstlichen Zweifel im Sinne von § 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO nicht dargelegt.

4Permalink zu Rn. 4recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2005-05-04/14-a-507-05#rd_1

Zwar behaupten die Kläger, die Vorschriften der Abfallsatzung der Stadt E. (AES) stünden im Widerspruch zu den Grundsätzen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes sowie des Landesabfallgesetzes. Sie legen jedoch nicht dar, woraus sich dieser Widerspruch ergeben könnte.

5Permalink zu Rn. 5recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2005-05-04/14-a-507-05#rd_2

Grundlegend hat sich das Verwaltungsgericht im angefochtenen Urteil auf den Standpunkt gestellt, die Stadt als entsorgungspflichtige Körperschaft müsse zum einen sicherstellen, dass die bereitgestellten Müllgefäße für die Entsorgung des anfallenden Abfalls ausreichten, und zum anderen für eine möglichst reibungslose und kostengünstige Leerung der Müllbehälter sorgen. Das vorzuhaltende Behältervolumen müsse nicht dem individuellen Bedarf der jeweiligen Benutzer entsprechen, der nur mit einem erheblichen und kostenintensiven Kontrollsystem zu ermitteln wäre. Das individuelle Volumen könne auch gar nicht zugeteilt werden, da die Stadt im Interesse einer reibungslosen Abfuhr nur wenige genormte Behältergrößen vorhalten müsse. Sie dürfe sowohl für den Ansatz des Abfallaufkommens als auch für Behältergrößen allgemeine Durchschnittswerte zugrundelegen. Es sei unvermeidlich, dass viele Benutzer die zugeteilten Behälterkapazitäten nicht voll ausnutzten und dass dieser nicht ausgenutzte Anteil bei um die Abfallvermeidung besonders bemühten Haushalten relativ groß ausfalle.

6Permalink zu Rn. 6recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2005-05-04/14-a-507-05#rd_3

Diesen Ansatz des Verwaltungsgerichts ziehen die Kläger zur Begründung ihres Zulassungsantrages nicht substantiiert in Zweifel, so dass das Verwaltungsgericht seine weiteren rechtlichen Überlegungen zutreffend darauf gestützt hat.

7Permalink zu Rn. 7recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2005-05-04/14-a-507-05#rd_4

Daher kann es auch keine Rolle spielen, ob, wie von den Klägern für sich geltend gemacht, ein Abweichen der Müllmenge von den den Gefäßgrößen zugrundegelegten Werten in ihrem Fall relativ leicht zu ermitteln wäre.

8

Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2 VwGO.

9

Die Streitwertfestsetzung folgt aus § 52 Abs. 1 GKG in der hier maßgeblichen, seit dem 1. Juli 2004 geltenden Fassung.

10

Dieser Beschluss ist unanfechtbar.