Rechtsprechung / EuG / Fünfte Kammer / 2012

EuG Urteil vom 04.10.2012 – T-215/10

Fünfte Kammer · ECLI:EU:T:2012:521

EuroparechtEU / InternationalVolltext

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Leitsatz

1. Die Klage wird abgewiesen. 2. Die Hellenische Republik trägt die Kosten.

Urteil des Gerichts (Fünfte Kammer) vom 4. Oktober 2012 – Griechenland/Kommission

(Rechtssache T-215/10)

„EAGFL – Abteilung Garantie – Von der gemeinschaftlichen Finanzierung ausgeschlossene Ausgaben – Baumwolle – Beihilfe für Bedürftige – Entwicklung des ländlichen Raumes – Wirksamkeit der Kontrollen – Verhältnismäßigkeit“

1 Landwirtschaft – EAGFL – Gewährung von Beihilfen und Prämien – Pflicht der Mitgliedstaaten zur Schaffung eines wirksamen Systems von Verwaltungskontrollen und Vor-Ort-Kontrollen – Umfang – Nicht zuverlässige Kontrollen – Ablehnung der Übernahme durch den Fonds (Verordnungen des Rates Nr. 1258/1999, Art. 8 Abs. 1, und Nr. 1782/2003 in der durch die Verordnung Nr. 796/2004 geänderten Fassung, Art. 18 und 20) (vgl. Randnrn. 30, 137, 138, 153)

2 Landwirtschaft – EAGFL – Rechnungsabschluss – Ablehnung der Übernahme von Ausgaben, die durch Unregelmäßigkeiten bei der Anwendung der Unionsregelung veranlasst wurden – Beanstandung durch den betroffenen Mitgliedstaat – Beweislast – Verteilung zwischen der Kommission und dem Mitgliedstaat (Verordnung Nr. 1258/1999 des Rates, Art. 7 Abs. 4) (vgl. Randnr. 31)

3 Handlungen der Organe – Verordnungen – Verordnung, die bestimmte Kontrollmaßnahmen vorschreibt – Kein Ermessen der Mitgliedstaaten – Nichtdurchführung – Rechtfertigung – Größere Wirksamkeit eines anderen Kontrollsystems – Anwendungsschwierigkeiten – Unzulässigkeit (Verordnung Nr. 1258/1999 des Rates, Art. 8) (vgl. Randnrn. 41, 156-158)

4 Handlungen der Organe – Begründungspflicht – Umfang – Entscheidung über den Abschluss der Rechnungen für die vom EAGFL finanzierten Ausgaben (Art. 296 AEUV) (vgl. Randnrn. 51-54, 154, 155)

5 Landwirtschaft – Gemeinsame Agrarpolitik – Finanzierung durch den EAGFL – Grundsätze – Ablehnung der Übernahme von Ausgaben, die durch Unregelmäßigkeiten bei der Anwendung der Unionsregelung veranlasst wurden – Finanzielle Berichtigung – Voraussetzungen – Vorliegen eines erheblichen Mangels, der den EAGFL einer wirklichen Gefahr eines Verlusts aussetzt (Verordnung Nr. 1258/1999 des Rates, Art. 7 Abs. 4) (vgl. Randnrn. 75, 76, 80-83)

6 Recht der Europäischen Union – Grundsätze – Rechtliches Gehör – Beachtung bei der Mitteilung der Ergebnisse der im Rahmen der Verwaltung des EAGFL durchgeführten Prüfungen – Umfang (Verordnung Nr. 1663/95 der Kommission, Art. 8 Abs. 1) (vgl. Randnrn. 104-108, 131-134)

7 Landwirtschaft – EAGFL – Rechnungsabschluss – Ausarbeitung von Entscheidungen – Schriftliche Mitteilung, mit der die Kommission den Mitgliedstaaten die Ergebnisse ihrer Prüfungen übermittelt – Bedeutung – Voraussetzungen – Nichtbeachtung – Auswirkung (Verordnungen des Rates, Nr. 729/70, Art. 5 Abs. 2 Buchst. c Unterabs. 5, und Nr. 1258/1999, Art. 7 Abs. 4 Unterabs. 5; Verordnung Nr. 1663/95 der Kommission, Art. 8 Abs. 1) (vgl. Randnrn. 115-119)

8 Recht der Europäischen Union – Grundsätze – Vertrauensschutz – Voraussetzungen – Konkrete Zusicherungen der Verwaltung (vgl. Randnrn. 179, 185)

9 Landwirtschaft – Gemeinsame Agrarpolitik – Finanzierung durch den EAGFL – Grundsätze – Verpflichtung der Kommission, die Übernahme regelwidriger Ausgaben abzulehnen – Verstreichen der hierfür vorgesehenen Fristen – Kein Abweichen von dieser Verpflichtung aufgrund des Grundsatzes der Rechtssicherheit (Verordnung Nr. 3149/92 der Kommission in der durch die Verordnung Nr. 1098/2001 geänderten Fassung) (vgl. Randnr. 186)

10 Nichtigkeitsklage – Gründe – Ermessensmissbrauch – Begriff – Entscheidung über den Abschluss der Rechnungen für die vom EAGFL finanzierten Ausgaben (vgl. Randnrn. 187, 188)

11 Recht der Europäischen Union – Grundsätze – Verhältnismäßigkeit – Umfang – Völlige Streichung eines vom EAGFL gewährten Zuschusses – Zulässigkeit – Voraussetzungen (vgl. Randnrn. 193, 194, 214)

Gegenstand

Tenor§

1.

Die Klage wird abgewiesen.

2.

Die Hellenische Republik trägt die Kosten.