Rechtsprechung / BVerwG / 8. Senat / 2017

BVerwG Beschluss vom 28.08.2017 – 8 B 4/17, 8 B 4/17 (8 C 16/17)

8. Senat · ECLI:DE:BVerwG:2017:280817B8B4.17.0

VerwaltungsrechtVolltext

3 zitierte Normen Als PDF speichern

Gründe§

1Permalink zu Rn. 1recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverwg/2017-08-28/8-b-4-17-8-b-4-17-8-c-16-17#rd_1

Die Beschwerde hat Erfolg. Zwar fehlt es an einer Divergenz gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO schon deshalb, weil die von der Beschwerde in Bezug genommenen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. November 1986 - 8 C 33.84 - (Buchholz 316 § 49 VwVfG Nr. 9) und vom 19. September 2000 - 9 C 12.00 - (BVerwGE 112, 80) andere Vorschriften betreffen als die hier in Rede stehende Regelung des § 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwVfG. Der Rechtssache kommt jedoch grundsätzliche Bedeutung gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zu.

2Permalink zu Rn. 2recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverwg/2017-08-28/8-b-4-17-8-b-4-17-8-c-16-17#rd_2

Das Revisionsverfahren bietet voraussichtlich Gelegenheit zur Klärung der Frage, ob der Widerruf eines begünstigenden Verwaltungsaktes nach § 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwVfG oder in entsprechender Anwendung dieser Vorschrift zulässig ist, wenn möglicherweise bereits bei Erlass des Verwaltungsaktes vorliegende Tatsachen, die eine Versagung des Verwaltungsaktes rechtfertigen, der Behörde erst nachträglich bekannt geworden sind.

3Permalink zu Rn. 3recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverwg/2017-08-28/8-b-4-17-8-b-4-17-8-c-16-17#rd_3

Die vorläufige Streitwertfestsetzung für das Revisionsverfahren beruht auf § 47 Abs. 1, § 52 Abs. 1, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG.