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BGH Entscheidung vom 11.12.1959 – 4 StR 485/59

4. Strafsenat

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TA 2283 093 |

ä StR 485/59

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m Naınen des YVYclkes In der Straisache gegen

den Handelsverireter Heinz I EB aus CB. dor: geboren am BD. DB EB» z.2t. in Untersuchun:;shaft,

wegen schweren Diebstahls 1.R. 1.8.

hat der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs in der Sitzung vom 11. Dezember 1959, an der teilgenommen haben;

Bundesrichter Krumme als Vorsitzender,

Brndesrichter Ir. Sauer Bundesrichter Martin Bundesrichter Prof.Dr. Lang-Hiurichsen

Bundesrichter Dr. Flitiner als beisitzende Richier,

Oberstaatsanwalt GERD

als Vertreter der Bundesanwaltschaft,

Justizangestellter > als Urkundsbeamter der Geschäftsstelle,

für Recht erkannt:

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des LIandgericnts in Münster (Westf.! vom 29.Juni

1959 wird verworfen.

Die Kosten des Rechtsmittels hat der Angeklagte zu ı Tagen

Die seit dem 50. Juni 1959 erlittene Untersuchungs-

reaft wird iem angeklagten, soweit sie drei Honate übersteigt, auf die Strafe angerechnet.

Von Rechts wegen

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Der Angeklagte Heinz ID ist wegen schweren Dienstahls in zwei Fällen, davon in einem Falle in fortgesetzier Hand-- lung begangen, sowie wegen versuchten schweren Diebstahls in einem Falle, sämtlich begangen unter den Voraussetzungen des strafschärfenden Rückfalls, zu einer Gesamizuchthausstrarte von vier Jahren verurteilt worden. Die bürgeriichen Ehrenrechte hat das Landgericht dem Angeklagten auf die Dauer von j vier Jahren aberkannt, dazu die Polizeiaufsicht über ihn für 2; zulässig erklärt und ihm die Fehrerlaubnis nit fünf Jahren | Sperrfrisi unter Einziehung des Führerscheins entzogen,

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Die Revision des Angeklagten, ie Verletzung sachlichen Rechts rügt, hat keinen Erfolg.

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Das Landgericht hat u.a, festgestelitz:

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Um am 6. März 1959 einen Wechsel einlösen zu können,

ntschloß sich der Angeklagte, sich das dafür erforderliche - . Geld auf unrechtmäßige Weise zu verschaffen. Zu diesem Zweck schnitt er am 27. Februar 1959 mit einem Glasschneider ein halbkreisförmiges Stück von der Scheibe des zum Büroraum des Kaufmanns Bernhard ; gehörenden Fensters neben dem Fen-- stergriff heraus und wirbälte das Fenster auf. Von einem Einsteigen in den Büroraum sah er jedoch ab, Er schlug sogleich äanach die Scheibe des zum Büroraum des Kaufmannes Franz N@- > gehörenden Fensters ein, wirbelte das Fenster auf, stieg in den Büroraum und entwendetie aus äülesem ZO DU und 300 ZIgereiten. |

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Die Strafkammer nimmt an, daß der Angeklagte zum Nachteil des Xaufmannes Bernhard DEEEEB einen versuchten Einbruchs- n diebstahl (§§ 242, 243 Abs. 1 Nr. 2, 43 StGB) und zum Nachteil des Kaufmannes Franz NEED einen vollendeten Einbruchs-

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diebstahl (§§ 242, 243 Abs. 1 Nr. 2 StGB) begangen hai. Sie hat ihn wegen fortgesetzten schweren Diebstahls verurteilt, weil er mit Gesamtvorsatz gehandelt hav.

Der im einzelnen ausgeführte AngriTfTi aes Beschwerdetiührers gegen diese Urteilsfeststellungen schlägt Tehl,

Er beanstandet,die Strafkammer habe insoweit gegen Denk. Besetze verstößen, als sie bei den Straftaten zum Nachveii von SEE una NEED aus den aussagen des als Zeuge Yverncmmenen Kaufmanns SB die Überzeugung gewonnen habe, daß der ncch um 1.15 Uhr nachts auf der Doroiheenstraße parkende unbeleuchtete, dunkle Wagen der des Angeklagten gevresen sei und daß schon daher nur dieser als Täter in Betracht konne,

Die Beweiswürdigung des Landgerichis iss jedoch möglich. bs hat noch eine Reihe weiterer Umstände gegen den Angeklagten verwertet, nicht etwa nur das Vorhandensein seines Wagens auf nächtlicher Straße in der Nähe des Tatorts. Nicht ersichtlich ist, daß dem .Landgericht bei Würdigung der Beweisaufnahne ein Denkfehler unterlaufen wäre oder daß es dabei gegen Erfah-

rungsregeln verstoßen hätte. Das Kevisionsvorbringen des Angeklagten stellt sich somit als unzulässiger Angriff auf die Beweiswürdigung des Landgerichts dar. Das Revisionsgericht ist an die Beweiswürdigung des Tairichters gebunden.

Auch im übrigen lassen die auf die allgemeine Sachrüge des Beschwerdeführers hin zu überprüfenden Darlegungen des Landgerichts keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagven erkennen. Aus den Urteilsgründen ergibt sich auch eindeutig als Überzeugung des Tatrichters, daß der Angeklagte nicht aus freien Stücken von der Ausführung des Diebstahls im Falle BED zurückgetreten ist. Seine Revision ist daher zu verwerfen:

Krumme Sauer Martin

Lang-Hinrichsen - Flitner

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