Gesetze / ZAG-Instituts-Eigenmittelverordnung

ZIEV

Anlage (zu § 12 Absatz 1) ZEM Meldebogen zur Berechnung der Eigenmittelanforderungen nach § 15 ZAG

Stand: 10.06.2019

Bund

(Fundstelle: BGBl. I 2018, 2333 - 2336)
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1. Berechnung der Eigenmittel

IDBezeichnungBetrag[1]
(in Euro)
01
Kommentare
02
00101Eigenmittel1.1 + 1.2 + 1.4 + 1.5
00201.1Kernkapital gem. Art. 25 CRR[2]1.1.1 + 1.1.2
00301.1.1Hartes Kernkapital gem. Art. 26 CRR[3]1.1.1.1 + 1.1.1.2 + 1.1.1.3 + 1.1.1.4 + 1.1.1.5 + 1.1.1.6 + 1.1.1.7 + 1.1.1.8 + 1.1.1.9 + 1.1.1.10 + 1.1.1.11
00401.1.1.1(+)eingezahlte Kapitalinstrumente (inklusive Agio) gem. Art. 28 CRR
0050nachrichtlich: Kredite an Gesellschafter
00601.1.1.2(–)Entnahmen der Gesellschafter
00701.1.1.3(+/–)einbehaltene Gewinne gem. Art. 26 Abs. 1 Satz 1 Buchstabe c CRR
00801.1.1.4(+)sonstige Rücklagen gem. Art. 26 Abs. 1 Satz 1 Buchstabe e CRR1.1.1.4.1 + 1.1.1.4.2
00901.1.1.4.1darunter: Kapitalrücklagen
01001.1.1.4.2darunter: Gewinnrücklagen
01101.1.1.5(+)Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. Art. 26 Abs. 1 Satz 1 Buchstabe f CRR i. V. m. § 340g HGB
01201.1.1.6(–)Verluste des laufenden Geschäftsjahres gem. Art. 36 Abs. 1 Buchstabe a CRR
01301.1.1.7(–)immaterielle Vermögenswerte (inklusive bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte) gem. Art. 36 Abs. 1 Buchstabe b i. V. m. Art. 37 CRR
01401.1.1.8(–)in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte aus Pensionsfonds mit Leistungszusage gem. Art. 36 Abs. 1 Buchstabe e CRR i. V. m. Art. 41 Abs. 1 Buchstabe b CRR
01501.1.1.9(–)eigene Instrumente des harten Kernkapitals gem. Art. 36 Abs. 1 Buchstabe f CRR
01601.1.1.10(–)der maßgebliche Betrag der direkten, indirekten und synthetischen Positionen in Instrumenten des harten Kernkapitals von Unternehmen der Finanzbranche1.1.1.10.1 + 1.1.1.10.2
01701.1.1.10.1darunter: an denen das Institut keine wesentliche Beteiligung hält (gem. Art. 36 Abs. 1 Buchstabe h CRR)
01801.1.1.10.2darunter: an denen das Institut eine wesentliche Beteiligung hält (gem. Art. 36 Abs. 1 Buchstabe i CRR)
01901.1.1.11(+/–)andere Bestandteile oder Abzüge bezüglich des harten Kernkapitals gem. Art. 26 oder Art. 36 CRR
02001.1.2Zusätzliches Kernkapital gem. Art. 51 i. V. m. Art. 52 CRR1.1.2.1 + 1.1.2.2 + 1.1.2.3
02101.1.2.1(+)eingezahlte Kapitalinstrumente (inklusive Agio) gem. Art. 52 CRR
02201.1.2.2(–)eigene Instrumente des zusätzlichen Kernkapitals gem. Art. 56 Buchstabe a CRR
02301.1.2.3(+/–)andere Bestandteile oder Abzüge bezüglich des zusätzlichen Kernkapitals gem. Art. 51 oder Art. 56 CRR
02401.2Ergänzungskapital gem. Art. 71 i. V. m. Art. 62 CRR[4]1.2.1 + 1.2.2
02501.2.1(+)eingezahlte Kapitalinstrumente (inklusive Agio) gem. Art. 63 CRR
02601.2.2(+/–)andere Bestandteile oder Abzüge bezüglich des Ergänzungskapitals gem. Art. 62 oder Art. 66 CRR
02701.3Zwischenergebnis: Eigenmittel brutto1.1 + 1.2
02801.4(–)Abzugsposten für Beteiligungen gem. § 15 Abs. 1 Satz 3 ZAG
02901.5Korrekturposten gem. § 15 Abs. 1 Satz 4 ZAG

Hinweis: Die dargestellte Tabelle deckt nicht sämtliche Positionen zur Berechnung der Eigenmittel ab; hierzu wird ausdrücklich auf § 15 ZAG in Verbindung mit § 1 Abs. 29 ZAG verwiesen. Abweichend von der Ermittlung der anrechenbaren Eigenmittel besteht das Anfangskapital nach § 1 Abs. 30 ZAG nur aus den Positionen des harten Kernkapitals gemäß Art. 26 Abs. 1 Satz 1 Buchstabe a bis e CRR.

1 Jeder Betrag, der die Eigenmittel erhöht, hat ein positives Vorzeichen. Jeder Betrag, der die Eigenmittel reduziert, hat ein negatives Vorzeichen.

2 CRR bezeichnet in dieser Anlage die Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 (ABl. L 176 vom 27.6.2013, S. 1).

3 Bei der Berechnung der Eigenmittel müssen mindestens 75 Prozent des Kernkapitals in Form von hartem Kernkapital nach Artikel 50 CRR berücksichtigt werden.

4 Bei der Berechnung der Eigenmittel darf das Ergänzungskapital höchstens ein Drittel des harten Kernkapitals betragen.

2. Berechnung der Eigenmittelanforderungen für Zahlungsinstitute[5]

0300Skalierungsfaktorgemäß § 2 Abs. 2 ZIEV



IDBezeichnung
Betrag1
(in Euro)
01
Kommentare
02
03102Eigenmittelanforderungen für Zahlungsinstitute insgesamtEndergebnis der
gerechneten Methode[6]
03202.1Eigenmittelanforderungen nach Methode AEigenmittelanforderungen nach § 3 ZIEV (2.1.1 +
2.1.2 + 2.1.3) * 0,1
03302.1.1Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
03402.1.2Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
03502.1.3Sonstige betriebliche Aufwendungen
03602.2Eigenmittelanforderungen nach Methode BEigenmittelanforderungen nach § 4 ZIEV (2.2.1.1 +
2.2.1.2 + 2.2.1.3 + 2.2.1.4 + 2.2.1.5) * Zeile 0300
03702.2.1Zahlungsvolumen
03802.2.1.1Tranche bis 5 Mio. EuroBetrag nach § 4 Nr. 1 ZIEV
03902.2.1.2Tranche von über 5 Mio. bis 10 Mio. EuroBetrag nach § 4 Nr. 2 ZIEV
04002.2.1.3Tranche von über 10 Mio. bis 100 Mio. EuroBetrag nach § 4 Nr. 3 ZIEV
04102.2.1.4Tranche von über 100 Mio. bis 250 Mio. EuroBetrag nach § 4 Nr. 4 ZIEV
04202.2.1.5Tranche über 250 Mio. EuroBetrag nach § 4 Nr. 5 ZIEV
04302.3Eigenmittelanforderungen nach Methode CEigenmittelanforderungen nach § 5 ZIEV (2.3.5.1 +
2.3.5.2 + 2.3.5.3 + 2.3.5.4 + 2.3.5.5) * Zeile 0300;
mindestens 0,8 * Betrag in Zeile 540
04402.3.1Zinserträge
04502.3.2(–)Zinsaufwand
04602.3.3Einnahmen aus Provisionen und Entgelten
04702.3.4Sonstige betriebliche Erträge
04802.3.5Maßgeblicher Indikator2.3.1 + 2.3.2 + 2.3.3 + 2.3.4
04902.3.5.1Tranche bis 2,5 Mio. EuroBetrag nach § 5 Abs. 3
Nr. 1 ZIEV
05002.3.5.2Tranche von über 2,5 Mio. bis 5 Mio. EuroBetrag nach § 5 Abs. 3
Nr. 2 ZIEV
05102.3.5.3Tranche von über 5 Mio. bis 25 Mio. EuroBetrag nach § 5 Abs. 3
Nr. 3 ZIEV
05202.3.5.4Tranche von über 25 Mio. bis 50 Mio. EuroBetrag nach § 5 Abs. 3
Nr. 4 ZIEV
05302.3.5.5Tranche über 50 Mio. EuroBetrag nach § 5 Abs. 3
Nr. 5 ZIEV
05402.3.6Eigenmittelanforderungen nach Methode C unter Verwendung des Durchschnittswerts des maßgeblichen Indikators für vorausgegangene drei Geschäftsjahre

5 Bei Zahlungsinstituten ist die in § 2 Abs. 1 ZIEV vorgegebene Methode B anzuwenden, sofern nicht nach § 6 ZIEV eine andere Methode festgelegt worden ist. Die Anforderungen sind für die jeweils angewendete Methode vollständig zu melden. Die Ziffern 2 bis 5 sind von Unternehmen, die ausschließlich Zahlungsauslösedienste erbringen, nicht anzugeben.

6 Das jeweilige Endergebnis für die gerechnete Methode (Zeile 0320, 0360 oder 0430) ist in diese Zeile zu übertragen.

3. Berechnung der Eigenmittelanforderungen für E-Geld-Institute

05503Eigenmittelanforderungen für E-Geld-Institute insgesamtEigenmittelanforderungen nach § 7 ZIEV
= 3.1 + 3.2
05603.1Eigenmittelanforderungen nach Methode DEigenmittelanforderungen nach § 9 ZIEV
= 3.1.2
05703.1.1Durchschnittlicher E-Geld-Umlauf i. S. d. § 1 Abs. 14 ZAG
05803.1.2Gewichtung des durchschnittlichen E-Geld-Umlaufs= 3.1.1 * 0,02
05903.2Eigenmittelanforderungen für erbrachte ZahlungsdiensteGemäß § 8 ZIEV
= Zelle 310

4. Überschuss/Defizit oder Eigenmittel

0600Überschuss/Defizit ohne Korrekturposten gem. § 15 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 3 ZAG0010 – 0310 nur bei
Zahlungsinstituten
0610Überschuss/Defizit ohne Korrekturposten gem. § 15 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 3 ZAG0010 – 0550 nur bei
E-Geld-Instituten
0620Überschuss/Defizit inklusive Korrekturposten gem. § 15 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 3 ZAG0600 mit Korrekturposten
gewichtet
0630Überschuss/Defizit inklusive Korrekturposten gem. § 15 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 3 ZAG0610 mit Korrekturposten
gewichtet

5. Eigenmittelunterlegung nach der CRR[7]

0640Eigenmittelunterlegung erfolgt nach CRR[8]

7 Nur auszufüllen von Instituten, die eine Erlaubnis gemäß § 32 Abs. 1 des Kreditwesengesetzes (KWG) haben.

8 „1“ eintragen, wenn die Eigenmittelanforderungen nach ZIEV kleiner oder gleich den Eigenmittelanforderungen nach der CRR;
„2“ eintragen, wenn die Eigenmittelanforderungen nach ZIEV größer den Eigenmittelanforderungen nach der CRR.

§ 14