Gesetze / Bundes-Bodenschutzgesetz
BBodSchG§ 7 Vorsorgepflicht
Stand: 10.06.2019
Wird zitiert von 59
Wichtigste und neueste Entscheidungen anzeigen
Nach Gewicht
- OVG Sachsen-Anhalt, 07.12.2016 – 2 L 17/14Zitiert von 7
- OVG Sachsen-Anhalt, 07.12.2016 – 2 L 79/14Zitiert von 3
- OVG Sachsen-Anhalt, 07.12.2016 – 2 L 21/14Zitiert von 1
- VG Oldenburg (Oldenburg), 30.08.2017 – 5 A 2892/14Zitiert von 1
- OVG Sachsen-Anhalt, 13.06.2024 – 2 K 76/22Zitiert von 1
- BVerwG, 28.07.2010 – 7 B 16/10Geltung der Vorsorgewerte des Bodenschutzrechts für die Verfüllung im TagebauZitiert von 14
Zuletzt entschieden
- VGH Baden-Württemberg, 19.11.2025 – 14 S 103/25Zitiert von 1
- VG Schleswig, 15.08.2025 – 6 B 18/25Zitiert von 1
- VG Schleswig, 22.05.2025 – 6 A 61/23Zitiert von 2
„Nach Gewicht“: wie oft die Entscheidung § 7 BBodSchG zitiert. „Zitiert von“ ist die Zahl der Entscheidungen im Bestand, die ihrerseits diese Entscheidung zitieren.
Der Grundstückseigentümer, der Inhaber der tatsächlichen Gewalt über ein Grundstück und derjenige, der Verrichtungen auf einem Grundstück durchführt oder durchführen läßt, die zu Veränderungen der Bodenbeschaffenheit führen können, sind verpflichtet, Vorsorge gegen das Entstehen schädlicher Bodenveränderungen zu treffen, die durch ihre Nutzung auf dem Grundstück oder in dessen Einwirkungsbereich hervorgerufen werden können. Vorsorgemaßnahmen sind geboten, wenn wegen der räumlichen, langfristigen oder komplexen Auswirkungen einer Nutzung auf die Bodenfunktionen die Besorgnis einer schädlichen Bodenveränderung besteht. Zur Erfüllung der Vorsorgepflicht sind Bodeneinwirkungen zu vermeiden oder zu vermindern, soweit dies auch im Hinblick auf den Zweck der Nutzung des Grundstücks verhältnismäßig ist. Anordnungen zur Vorsorge gegen schädliche Bodenveränderungen dürfen nur getroffen werden, soweit Anforderungen in einer Rechtsverordnung nach § 8 Abs. 2 festgelegt sind. Die Erfüllung der Vorsorgepflicht bei der landwirtschaftlichen Bodennutzung richtet sich nach § 17 Abs. 1 und 2, für die forstwirtschaftliche Bodennutzung richtet sie sich nach dem Zweiten Kapitel des Bundeswaldgesetzes und den Forst- und Waldgesetzen der Länder. Die Vorsorge für das Grundwasser richtet sich nach wasserrechtlichen Vorschriften. Bei bestehenden Bodenbelastungen bestimmen sich die zu erfüllenden Pflichten nach § 4.