Rechtsprechung / § 129 AO 1977

Entscheidungen zu § 129 AO 1977

560 Entscheidungen · Offenbare Unrichtigkeiten beim Erlass eines Verwaltungsakts

  1. BFH, 10.10.2002 – VI R 13/01 Urteil

    Leitsatz Derjenige, der für den Arbeitgeber im Rahmen der Lohnsteuer-Außenprüfung auftritt, ist in der Regel nach den Grundsätzen der Anscheinsvollmacht dazu befugt, einen Antrag auf Lohnsteuer-Pauschalierung zu stellen.

  2. BFH, 27.03.1996 – I R 83/94 Urteil

    Leitsatz 1. Der Vorbehalt der Nachprüfung ist als Nebenbestimmung eines Zerlegungsbescheides allen am Zerlegungsverfahren Beteiligten bekanntzugeben.

  3. BFH, 31.07.1990 – I R 116/88 Urteil

    Leitsatz Trägt ein Steuerpflichtiger in seinen Gewerbesteuererklärungen den nach § 10a GewStG zu kürzenden Verlust früherer Jahre nicht ein und berücksichtigt deshalb das FA die Verluste nicht, so sind die Gewerbesteuermeßbeschei…

  4. BFH, 02.04.1987 – IV R 255/84 Urteil

    Leitsatz Eine offenbare Unrichtigkeit ist anzunehmen, wenn anläßlich des Abgangs eines Anlagegegenstandes sein Restbuchwert vom Steuerpflichtigen zwar im Anlageverzeichnis abgesetzt, aber nicht als Betriebsausgabe in die Überschu…

  5. FG Baden-Württemberg, 05.01.2021 – 10 K 1662/20 Entscheidung
  6. FG Sachsen-Anhalt, 12.10.2017 – 4 V 215/17 Beschluss
  7. FG Münster, 22.03.2013 – 4 K 3386/12 E Urteil
  8. FG Hessen, 08.03.2012 – 3 K 108/08 Urteil
  9. FG Münster, 24.02.2011 – 11 K 4239/07 E Urteil
  10. FG Münster, 13.10.2010 – 7 K 4838/08 E Urteil
  11. FG Köln, 24.04.2006 – 10 K 4653/05 Urteil
  12. FG Niedersachsen, 13.02.2002 – 2 K 647/99 Urteil
  13. BFH, 23.01.2015 – IX S 25/14 Beschluss

    Leitsatz NV: Es ist ernstlich zweifelhaft, ob bei gesondert und einheitlich festgestellten Einkünften aus privaten Veräußerungsgeschäften über die Anwendung des Halbeinkünfteverfahrens im Feststellungsbescheid zu entscheiden ist …

  14. BFH, 26.11.1996 – IX R 77/95 Urteil

    Leitsatz Im Rahmen des § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO 1977 gilt eine Tatsache nicht als bekannt, die der zuständige Beamte lediglich hätte kennen können oder kennen müssen.

  15. FG Hamburg, 17.11.2023 – 3 K 67/20 Urteil
  16. FG Berlin-Brandenburg, 19.10.2022 – 7 K 7153/21 Urteil
  17. FG Hamburg, 01.10.2020 – 6 K 188/18 Urteil
  18. FG Düsseldorf, 01.02.2010 – 11 K 5113/08 F Urteil
  19. FG Niedersachsen, 11.09.2001 – 6 K 955/99 Urteil
  20. BFH, 04.03.2015 – X B 39/14 Beschluss

    Leitsatz 1. NV: Da der Gesetzgeber mit der Berichtigungsvorschrift des § 129 AO der materiellen Gerechtigkeit (Gleichmäßigkeit der Besteuerung) den Vorrang vor der Rechtssicherheit (Vertrauensschutz) eingeräumt hat, sind die Fina…

  21. BFH, 14.09.1993 – VIII R 9/93 Urteil

    Leitsatz 1. Der Vorbehalt der Nachprüfung bleibt auch dann bestehen, wenn er im Falle einer Änderung des ursprünglichen Steuer- bzw. Feststellungsbescheides nicht ausdrücklich wiederholt wird (ständige Rechtsprechung).

  22. BFH, 25.02.1992 – VII R 8/91 Urteil

    Leitsatz Der Umstand, daß das FA seinen Erstattungsanspruch nach § 37 Abs. 2 AO 1977 nicht zuvor in einem besonderen Rückforderungsbescheid festgesetzt hat, steht seiner Aufnahme in einen Abrechnungsbescheid nach § 218 Abs. 2 AO …

  23. BFH, 28.09.1984 – III R 10/81 Urteil

    Leitsatz Auch beim Erstellen eines EDV-Programms können "mechanische" Fehler auftreten, die eine Berichtigung gemäß § 129 AO 1977 rechtfertigen.

  24. BFH, 24.07.1984 – VIII R 304/81 Urteil

    Leitsatz Eine offenbare Unrichtigkeit i. S. des § 129 AO 1977 liegt im allgemeinen nicht vor, wenn das FA bei der gesonderten Feststellung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb einen Fehler übernimmt, der in der Steuererklärung enthal…

  25. FG Hamburg, 03.07.2018 – 3 K 198/17 Urteil
  26. FG Baden-Württemberg, 17.02.2016 – 4 K 1838/14 Urteil
  27. FG Baden-Württemberg, 29.10.2013 – 8 K 3145/11 Urteil
  28. FG Baden-Württemberg, 25.11.2009 – 1 K 154/07 Urteil
  29. FG Niedersachsen, 22.03.2007 – 1 K 441/03 Urteil
  30. FG Düsseldorf, 30.06.2006 – 11 K 4107/05 E Gerichtsbescheid
  31. FG Münster, 08.03.2006 – 1 K 2104/03 F Urteil
  32. FG Niedersachsen, 22.07.2005 – 15 K 125/05 Urteil
  33. FG Niedersachsen, 07.03.2005 – 15 K 639/04 Urteil
  34. FG Düsseldorf, 14.11.2003 – 18 V 3281/03 A (E) Beschluss
  35. FG Münster, 14.11.2001 – 13 K 5372/99 E Urteil
  36. BFH, 04.03.2016 – IX B 113/15 Beschluss

    Leitsatz 1. NV: Hat das Finanzamt die Daten aus der komprimierten und unterschriebenen Steuererklärung manuell erfasst, weil die elektronische Datenübermittlung nicht erfolgreich gewesen ist, kommt ein Berichtigung nach § 129 AO …

  37. BFH, 09.12.2014 – I B 43/14 Beschluss

    Leitsatz NV: Die für den Fall eines Berichtigungsbescheids in § 68 Satz 4 Nr. 1 i.V.m. Satz 1 FGO angeordnete Änderung des Klagegegenstands tritt unabhängig davon ein, ob die vom FA reklamierten Voraussetzungen des § 129 AO für d…

  38. BFH, 20.08.2014 – I R 60/13 Urteil

    Leitsatz NV: Es reicht aus, wenn die Rechtsbehelfsbelehrung hinsichtlich der Formerfordernisse für die Einspruchseinlegung den Wortlaut des § 357 Abs. 1 Satz 1 AO wiedergibt (Anschluss an das BFH-Urteil vom 20. November 2013 X R …

  39. BFH, 27.02.2014 – X B 157/13 Beschluss

    Leitsatz NV: Hat der Finanzbehörde ein Rentenbescheid vorgelegen und ist ihr daher der Bezug der Altersrente bekannt, ist es ausgeschlossen, dass die Nichterfassung der Altersrente im Steuerbescheid auf einem Rechtsirrtum beruht.…

  40. BFH, 03.03.2011 – III R 45/08 Urteil

    Leitsatz 1. Ein Berichtigungsbescheid nach § 129 AO, durch den ein in verjährter Zeit ergangener, unter einer offenbaren Unrichtigkeit leidender Gewerbesteuermessbescheid korrigiert werden soll, kann jedenfalls dann nicht mehr er…

  41. BFH, 13.08.2010 – IX B 20/10 Beschluss

    Leitsatz 1. NV: Der Tenor, nicht die Bezeichnung ist maßgebend für die Frage, ob das FG ein Teilurteil oder ein Grundurteil erlassen hat. 2. NV: Ob dem FA ein die Berichtigung gemäß § 129 AO ermöglichendes bloßes mechanisches Ver…

  42. BFH, 16.03.2000 – IV R 3/99 Urteil

    Leitsatz Einigen sich der Steuerpflichtige und das FA auf die zusätzliche Berücksichtigung von Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit innerhalb eines Rechtsbehelfsverfahrens und übersehen sie bei ihrer Ei…

  43. BFH, 03.12.1998 – V R 29/98 Urteil

    Leitsatz Wenn ein Steuerbescheid nicht gemäß § 174 Abs. 2 AO 1977 aufgehoben oder geändert werden darf, weil die widerstreitende Steuerfestsetzung nicht auf einen Antrag oder eine Erklärung des Steuerpflichtigen zurückzuführen is…

  44. BFH, 13.06.1989 – VIII R 174/85 Urteil

    Leitsatz 1. Nach § 10d EStG 1971 ist der erstmalige Abzug eines in den fünf vorangegangenen Veranlagungszeiträumen entstandenen Verlusts auch dann nur auf Antrag des Steuerpflichtigen vorzunehmen, wenn der Verlust einheitlich und…

  45. BFH, 18.08.1988 – V R 194/83 Urteil

    Leitsatz 1. Ein an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts zu richtender Steuerbescheid ist auch dann ordnungsgemäß bekanntgegeben, wenn er statt "zu Händen des gesetzlichen Vertreters" zu Händen eines für Steuerfragen zuständi…

  46. BFH, 13.12.1983 – VIII R 67/81 Urteil

    Leitsatz Gegen Verwaltungsakte, durch die ein Antrag auf Berichtigung eines Steuerbescheides nach § 129 AO 1977 abgelehnt wird, ist der Rechtsbehelf des Einspruchs gegeben.

  47. BFH, 05.05.1981 – VIII R 103/78 Urteil

    Leitsatz Lag dem Finanzamt erst bei Bekanntgabe des Steuerbescheides, nicht aber bereits bei Zeichnung des Eingabebogens die Mitteilung über den Erlaß eines Grundlagenbescheides vor, so ist es berechtigt, den Steuerbescheid nach …

  48. BFH, 09.10.1979 – VIII R 226/77 Urteil

    Leitsatz Ein Überlegungsfehler des Veranlagungsbeamten schließt die Annahme einer offenbaren Unrichtigkeit i. S. des § 129 AO 1977 dann nicht aus, wenn sich der Fehler auf den tatsächlichen Ablauf des maschinellen Veranlagungsver…

  49. FG Hessen, 19.09.2024 – 10 K 932/22 Urteil
  50. FG Berlin-Brandenburg, 24.08.2022 – 7 K 7045/20 Urteil

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