Rechtsprechung / BVerfG / 1. Senat 2. Kammer / 2026

BVerfG Gegenstandswertfestsetzung im verfassungsgerichtlichen Verfahren vom 02.09.2026 – 1 BvR 1244/23

1. Senat 2. Kammer · ECLI:DE:BVerfG:2026:rk20260902.1bvr124423

VerfassungsrechtBundVolltext

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Tenor§

Die Anträge der Klägerin des Ausgangsverfahrens und ihres Prozessbevollmächtigten vom 3. August 2026 auf Festsetzung des Gegenstandswerts werden verworfen.

Gründe§

1Permalink zu Rn. 1recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2026-09-02/1-bvr-1244-23#rd_1

Die Anträge sind unzulässig. Für die gerichtliche Festsetzung des Gegenstandswerts besteht jedenfalls kein Rechtsschutzbedürfnis.

2Permalink zu Rn. 2recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2026-09-02/1-bvr-1244-23#rd_2

Gemäß § 37 Abs. 2 Satz 2 RVG beträgt der Mindestgegenstandswert im Verfahren der Verfassungsbeschwerde 5.000 Euro. Ein höherer Gegenstandswert kommt in Fällen, in denen eine Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen oder zurückgenommen worden ist, regelmäßig nicht in Betracht. Ist vom Mindestgegenstandswert auszugehen, so besteht für die gerichtliche Festsetzung des Gegenstandswerts kein Rechtsschutzbedürfnis (vgl. BVerfGE 79, 365 <369>; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 25. Juni 2025 - 1 BvR 2298/23 -, Rn. 5; Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 12. Oktober 2023 - 1 BvR 1558/22-, Rn. 20).

3Permalink zu Rn. 3recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2026-09-02/1-bvr-1244-23#rd_3

So liegen die Dinge hier. Umstände, die ausnahmsweise einen höheren Gegenstandswert rechtfertigen könnten, sind weder dargetan noch sonst ersichtlich, zumal ausschließlicher Gegenstand der Verfassungsbeschwerde die Höhe des Gegenstandswerts für das Verfahren über die sofortige Beschwerde gegen die Zurückweisung eines Ablehnungsgesuchs nach § 46 Abs. 2 ZPO war.

4Permalink zu Rn. 4recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2026-09-02/1-bvr-1244-23#rd_4

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.