Rechtsprechung / BVerfG / 2. Senat / 2017

BVerfG Beschluss vom 25.07.2017 – 2 BvC 7/17

2. Senat · ECLI:DE:BVerfG:2017:cs20170725.2bvc000717

VerfassungsrechtBundVolltext

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Tenor§

Die Nichtanerkennungsbeschwerde wird verworfen.

Gründe§

I.

1Permalink zu Rn. 1recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2017-07-25/2-bvc-7-17#rd_1

Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen die Ablehnung der Anerkennung als Partei für die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag.

2Permalink zu Rn. 2recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2017-07-25/2-bvc-7-17#rd_2

1. Am 7. Juli 2017 stellte der Bundeswahlausschuss fest, dass die Beschwerdeführerin nicht als Partei für die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag anerkannt werde. Die formellen Voraussetzungen des § 18 Abs. 2 BWahlG seien nicht erfüllt, da das Schreiben mit dem Wunsch der Teilnahme an der Bundestagswahl am 20. Juni 2017 und daher nicht fristgemäß eingegangen sei. Es sei überdies nur von einer Person unterschrieben. Satzung und Programm seien nicht vorgelegt worden.

3Permalink zu Rn. 3recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2017-07-25/2-bvc-7-17#rd_3

2. Hiergegen hat die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 10. Juli 2017, das am 13. Juli 2017 beim Bundesverfassungsgericht eingegangen ist, "Einspruch" eingelegt und vorgetragen, dass der Drucker ihres Vorsitzenden defekt gewesen sei.

4Permalink zu Rn. 4recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2017-07-25/2-bvc-7-17#rd_4

3. Der Bundeswahlausschuss hatte Gelegenheit zur Äußerung.

II.

5Permalink zu Rn. 5recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2017-07-25/2-bvc-7-17#rd_5

Die Nichtanerkennungsbeschwerde ist unzulässig.

6Permalink zu Rn. 6recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2017-07-25/2-bvc-7-17#rd_6

Gemäß § 96a Abs. 2 BVerfGG ist die Beschwerde binnen einer Frist von vier Tagen nach Bekanntgabe der Entscheidung in der Sitzung des Bundeswahlausschusses gemäß § 18 Abs. 4 Satz 2 BWahlG zu erheben und zu begründen. Daran fehlt es. Ausgehend vom Zeitpunkt der Bekanntgabe der Entscheidung in der Sitzung des Bundeswahlausschusses am 7. Juli 2017 endete die Frist zur Einlegung der Beschwerde am 11. Juli 2017 um 24 Uhr. Vorliegend ging die Beschwerde aber erst am 13. Juli 2017 und damit mehr als vier Tage nach Bekanntgabe der angegriffenen Entscheidung in der Sitzung des Bundeswahlausschusses beim Bundesverfassungsgericht ein. Die Beschwerde ist daher verfristet. Daran ändert auch der Hinweis auf einen Defekt des Druckers des Parteivorsitzenden nichts.