Rechtsprechung / BGH / 4. Strafsenat / 1951
BGH Entscheidung vom 12.04.1951 – 4 StR 124/50
4. Strafsenat
StrafrechtBundVolltext
00, Urt, vom 12. April 1951
Für. dag Nachschlageverk! '
Gesetz: StvO.58'1,.13
. Rechtssatz: 1. Die gesetzliche Vorfahrt gegenüber dem ein- . biegenden Verkehrsteilnehmer entfällt nur dann,- wenn das Einbisgen in üle Hauptver-
kehrsstrasse 50 rechtzeitig möglich ist...
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2. Zinwirkungen von Mitishrern:durch’Zurüfe auf äie Fahrweise muss der Kraftlahrer im Verkehr in derselben Welse .eigenvrerantwortlich behandeln, wie alle:anderen rasch wec! ‚seinden Verkehraunstände,
St 2124/50
Aktenzeichen: 4 f »
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wegen Tahrläsziger Tötung und Verkehrsübertretung
hat der Sitzung
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; vom 12. April 1951, an der teilgenommen haben:
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4. Strafsenat des Bundesgerichtisko?s in der
Senatsrräsident Dr. EroR als Vorsitzender, Bundesrichter Dr, Hölle
Bundesrichter Dr. Augustin Bundesrichter Dr. Jagusch Sundesrichter Dr. "eine weiers
eis beisitzende Richte 2,
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tie Revision des Angeklagten gegen das ‚Urteil das Landgerichts in Arnsberg vom 5 ‚November ı1950 wird verworden..
‚Der Angeklagte aat die Kosten des Rechtsmiyteis, zu vragen.
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eagten habe. den Terkehrsunfall nicht Terursa 3 sie den ‚festgestellten UnTallhergang SBUESser acht. der üngel klagte hatte im Acitpunkt des Untalls nicht, wie die Revision meint, seine "falsche arrmassnahne soweit korrigiert, dass ein Lasammenstoss. Veraiodant wurde, so dass dieser erste durch eine: neue,
davor unabhäng see Meran ı nämlich das Vo vaalie n &es
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vzug je ‚Ins ZU. Yorkehrslage zunächst äie Yorfahrs lassen wollte, ehe er ‚selbsiaus dem Feldweg, den er. befuhr, in die Bundesstrasse 7 _ nach 1inks einbog. Zr hat sich dann von seinen ilit? Zahrer aber bewegen lassen, sich möglichst noch yor ‚den Lastzug zu sotzen. Dabei ist er, wie nack:der os Sestellten Dachlage nicht anders zu erwarten, den inzwischen herangekormenen „Bsyzus seitlich derart nahe gekommen, dass
nen Zusammenstoss zu vermeiden, bis hart an die »trassenbäume nach rechts ausbiegen
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musste, während der nunmehr naber em vollenden Lastizug
in derselben kichtung Fahrende Angeklagte versuchte, nach liniüs suszubiezen. Dabei ist sein Araftrad von dem Lastzug, der wieder auf Tahrbaln zurückgelenkt werden musste, erfasst worden. Nach den Urteilszeststellungen ' var es dem nser-aß sten also noch Xeinesucgs gelangen. Gie durch sein vorfahrtwidriges: Zinbiegen verursachte Verkehrs egerehr zu beseitigen: Ziese Gerlahr hat sich vielmehr in Sckungenschnelle bis zum Unfell weiter gesteizerv. ELoesar Levisionsan-Sriit geht Seher Ten. |
auch, was die Re-. visi i Khrtreoht des Angeklag . Die in s1: 3 StVO ‚geregelte Vor-Sahrt nkrcuzungen und. -cinmnündungen’ist ein ?. Die hier Testgestellte Verkehrslage & % darauf hin, dass die Straf] kammer &as lesen der Torlahrt (§ 13.8370) rechtlich verkann; haben könnte. Aueh die Revisirn (ührt in dieser Richtung nichts aus. Sie meint nür, die festgestellte Terkehrslage habe den ngeklagsen zur Vor fehrt berechtigt; üjese Auffassung ist verfehlt. his sich der Angeklagte mit seinen Äraftrad mit eiwa 15 - 20 Im/st Geschwindigkeit in 2. Gang der Bundesstrasse 7 auf etwa & Meter senähert hatte, un in diese nach links einzubiegen, san er von rechts in etwa. 35 Metern Entfernung mit era 40 - 50 ku/Et Gesch n Ber
iter, un den Lastzug vorbeizulassen, gab aber un-. mitteldber danach wieder Gas und bog Goch noch in die ‚Bundeestrasse nach links ein, um sich noch vor den Dastuug zu setzen. Die Revision irrt schon darin, wenn sis ausführt, bei zsügigen Zinbiegen - also ohne Vernindern ng seiner Tanrgescawindizkeit - würde der bei äloser Sachlage den Schnittpunkt der en Tahrbahnen so esheblich weit vor dem eicht haben, dass nicht äioser, der die
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Hauptverkehrsstrasse befuhr, die Vorfahrt gehabt habe,
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» Angeklagte; denn als der Angeklagte äen wastizug in 55 n Entfernung rechts von sich heras ankommen sah, war üleser von dem gedachten Schnittpunkt nur noch cewwa 2,5 bis 3 Fahrs eirunden (40 kuföt = i2,1 m/Sek, 50 ku/3t = 13,8 u/Sek) entfernt, Bei diesen Än“fernungen unä Hanse onen indäckelien war 85 aber so gut wie BUSgesc e es dem Angeklagten nit einen „ei srsonen besetzten Kralirad roch zei rhalb dieser kurzen Zeit von 2 1/2 - 5 sich vor den Lastzug zu set Yanrgeschwindigkeit von runne zu beschleunigen, dass keine Get: ng Zür en \ Lastzug, Zür ihn und etwaige andere Verkehrsteilnehmer I estand. Unter derart gefährlichen
Juständen icet die Vorfahrt; des Berechtigten, die hier
den Lastzug auf der Zundesstrasse zukem, ausnahmslos zu beachten. Der ängekla te Surfte schon dann nicht
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