Gesetze / Landesrecht Brandenburg / Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und den Ländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg und dem Freistaat Sachsen über die Errichtung des Bistums Magdeburg
Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und den Ländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg und dem …Art 9
Stand: 02.08.2026
Permalink zu Abs. 1recht.nulegal.eu/gesetze/VT-ID242588/9#abs-1 (1) Dieser Vertrag einschließlich des Schlußprotokolls, dessen deutscher und italienischer Text gleichermaßen verbindlich ist, bedarf der Ratifizierung. Die Ratifikationsurkunden sollen möglichst bald in Bonn ausgetauscht werden.
Permalink zu Abs. 2recht.nulegal.eu/gesetze/VT-ID242588/9#abs-2 (2) Der Vertrag einschließlich des Schlußprotokolls, das Bestandteil des Vertrages ist, tritt am Tage nach dem Austausch der Ratifikationsurkunden in Kraft.
Geschehen in vierfacher Urschrift
Magdeburg, am 13. April 1994
Für den Heiligen Stuhl
Dr. Lajos Kada
Apostolischer Nuntius in Deutschland
Für das Land Sachsen-Anhalt
Dr. Christoph Bergner
Der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt
Für das Land Brandenburg
Frank E. Portz
Der Ministerpräsident
vertreten durch den Staatssekretär im Ministerium
für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Für den Freistaat Sachsen
Steffen Heitmann
Der Ministerpräsident
vertreten durch den Staatsminister für Justiz
Schlußprotokoll
Die Vertragschließenden streben den Abschluß von Verträgen zwischen der Katholischen Kirche und den einzelnen Ländern an, um noch offene Grundfragen ihres Verhältnisses partnerschaftlich zu regeln.
Das Bistum Magdeburg übernimmt innerhalb seiner Grenzen als Rechtsnachfolger alle Einrichtungen des Erzbistums Paderborn einschließlich des Erzbischöflichen Kommissariats Magdeburg.
Im Bistum Magdeburg sind gelegen
die Gebietskörperschaften des Landes Sachsen-Anhalt, jedoch mit Ausnahme der Stadt Havelberg, der Gemeinden Nitzow, Jederitz und Vehlgast-Kümmernitz sowie der Gemeindeteile Boßdorf und Assau der Gemeinde Boßdorf;
im Land Brandenburg
die Gemeinden Ahlsdorf, Altenau, Arnsnesta, Bad Liebenwerda, Bahnsdorf, Beiersdorf, Bernsdorf, Beutersitz, Beýern, Bönitz, Borken, Brandis, Brottewitz, Buckau, Döllingen, Domsdorf, Drasdo, Dubro, Elsterwerda, Falkenberg/Elster, Fermerswalde, Fichtenberg, Frankenhain, Freileben, Friedersdorf, Gorden, Gräfendorf, Grassau, Gröden, Großrössen, Großthiemig, Haida, Herzberg/Elster, Hillmersdorf, Hirschfeld, Hohenbucko, Hohenleipisch, Jagsal, Jeßnigk, Kahla, Kauxdorf, Knippelsdorf, Kölsa, Körba, Kolochau, Koßdorf, Langennaundorf, Lebusa, Löhsten, Mahdel, Malitschkendorf, Martinskirchen, Marxdorf, Merzdorf, Mühlberg/Elbe, Naundorf, Ölsig, Osteroda, Plessa, Polzen, Prestewitz, Prösen, Proßmarke, Rahnisdorf, Rehfeld, Reichenhain, Rothstein, Saathain, Saxdorf, Schlieben, Schmerkendorf, Schönewalde, Schraden, Stechau, Stolzenhain, Stolzenhain a. d. Röder, Uebigau, Wahrenbrück, Wainsdorf, Wehrhain, Werchau, Wiederau, Wiepersdorf, Wildenau, Wildgrube, Winkel, Züllsdorf
im Landkreis Elbe-Elster,
die Gemeinden Böhne, Bützer, Göttlin, Großwudicke, Grütz, Jerchel, Milow, Möthlitz, Nitzahn, Steckelsdorf, Vieritz, Zollchow und der Ortsteil Neue Schleuse der Gemeinde Rathenow
im Landkreis Havelland,
die Gemeinden Großkmehlen, Grünewald, Lauchhammer und Ortrand
im Landkreis Oberspreewald-Lausitz,
die Gemeinden Bensdorf, Boecke, Buckau, Bücknitz, Dretzen, Feldheim, Glienecke, Görzke, Gräben, Hohenlobbese, Köpernitz, Marzahna, Rogäsen, Rottstock, Steinberg, Viesen, Warchau, Wenzlow, Werbig, Wollin, Wusterwitz, Ziesar und Zitz
im Landkreis Potsdam-Mittelmark,
die Gemeinden Blönsdorf, Danna, Oehna, Schönefeld, Seehausen, Wergzahna, Zellendorf und der Ortsteil Gölsdorf der Gemeinde Niedergörsdorf
im Landkreis Teltow-Fläming und
der Ortsteil Kirchmöser der kreisfreien Stadt Brandenburg an der Havel;
im Freistaat Sachsen
die Landkreise Delitzsch, Eilenburg und Torgau,
die Stadt Schkeuditz und die Gemeinden Großlehna, Kitzen, Kursdorf, Raepitz, Scheidens und Schkorlopp
im Landkreis Leipzig,
die Gemeinde Schirmenitz im Landkreis Oschatz und
die Gemeinde Paußnitz im Landkreis Riesa.
Diese Zuordnung erfolgt unter Zugrundelegung der zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung bestehenden staatlichen Gliederung der Gebietskörperschaften.
Zu Artikel 3
Die Ernennung eines Koadjutors erfolgt entsprechend Artikel 7 des Vertrages des Freistaates Preußen mit dem Heiligen Stuhl vom 14. Juni 1929.
Die Länder Brandenburg und Freistaat Sachsen wenden Artikel 16 des Konkordats zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich vom 20. Juli 1933 nicht an.
Zu Artikel 3 und 4
Die Länder Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Freistaat Sachsen erklären, daß Artikel 140 des Grundgesetzes in Verbindung mit Artikel 137 Abs. 3 Satz 2 der Verfassung des Deutschen Reichs vom 11. August 1919 sowie die entsprechenden Bestimmungen der Verfassungen der Länder unberührt bleiben.
Magdeburg, am 13. April 1994
Für den Heiligen Stuhl
Dr. Lajos Kada
Apostolischer Nuntius in Deutschland
Für das Land Sachsen-Anhalt
Der Ministerpräsident des
Landes Sachsen-Anhalt
gez. Christoph Bergner
Für das Land Brandenburg
Der Ministerpräsident
vertreten durch den Staatssekretär
im Ministerium für Wissenschaft,
Forschung und Kultur
Frank E. Portz
Für den Freistaat Sachsen
Der Ministerpräsident
vertreten durch den
Staatsminister der Justiz
Steffen Heitmann
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