Entscheidungen zu § 295 InsO
350 Entscheidungen · Obliegenheiten des Schuldners
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BGH, 13.06.2013 – IX ZB 38/10
Beschluss
Leitsatz 1. Der eine Restschuldbefreiung anstrebende Schuldner ist bei mangelndem wirtschaftlichem Erfolg seiner freigegebenen selbständigen Tätigkeit vor Aufhebung des Insolvenzverfahrens nicht verpflichtet, ein abhängiges Diens…
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BGH, 18.12.2008 – IX ZB 249/07
Beschluss
Leitsatz InsO §§ 295, 296, 291 Die Obliegenheiten des Schuldners gemäß § 295 InsO gelten ab Aufhe- bung des Insolvenzverfahrens und Ankündigung der Restschuldbefreiung.
- LG Kassel, 16.12.2016 – 3 T 569/16 Beschluss
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BGH, 12.10.2023 – IX ZR 162/22
Urteil
Leitsatz 1. Übt der Schuldner eine vom Insolvenzverwalter freigegebene selbständige Tätigkeit tatsächlich aus, hat er die Gläubiger auch dann so zu stellen, als ob er ein angemessenes Dienstverhältnis eingegangen wäre, wenn er de…
- OLG Koblenz, 20.05.2011 – 10 U 176/10 Urteil
- AG Göttingen, 17.01.2003 – 74 IK 191/01 Beschluss
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BGH, 04.02.2016 – IX ZB 13/15
Beschluss
Leitsatz 1. Im Fall des § 295 Abs. 2 InsO genügt der Gläubiger seiner Pflicht zur Glaubhaftmachung der Beeinträchtigung der Befriedigung der Insolvenzgläubiger bereits dann, wenn er darlegt, dass der Schuldner an den Treuhänder n…
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BGH, 13.03.2014 – IX ZR 43/12
Urteil
Leitsatz 1. Der Schuldner ist nach Freigabe seiner selbständigen Tätigkeit im eröffneten Insolvenzverfahren verpflichtet, aus einem tatsächlich erwirtschafteten Gewinn dem Insolvenzverwalter den pfändbaren Betrag nach dem fiktive…
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BGH, 26.02.2013 – IX ZB 165/11
Beschluss
Leitsatz 1. In der Wohlverhaltensphase hat der selbständig tätige Schuldner auf Verlangen Auskünfte zu erteilen, aus denen die ihm mögliche abhängige Tätigkeit bestimmt und das anzunehmende fiktive Nettoeinkommen ermittelt werden…
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BGH, 17.01.2013 – IX ZB 98/11
Beschluss
Leitsatz 1. Zur Glaubhaftmachung des fiktiven monatlichen Nettoeinkommens eines abhängig Beschäftigten im Versagungsantrag genügt es, wenn der Gläubiger sich insoweit auf die eigenen Angaben des selbständig tätigen Schuldners stü…
- LG Neubrandenburg, 03.08.2009 – 4 T 111/09 Beschluss
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BGH, 10.01.2013 – IX ZB 163/11
Beschluss
Leitsatz 1. Der Schuldner, der während der Laufzeit der Abtretungserklärung Vermögen von Todes wegen oder mit Rücksicht auf ein späteres Erbrecht erwirbt, hat seine Obliegenheit zur Herausgabe der Hälfte des Wertes durch Zahlung …
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BGH, 22.10.2009 – IX ZB 249/08
Beschluss
Leitsatz InsO § 295 Abs. 1 Nr. 3; ZPO § 850c Abs. 4 Der Schuldner, der dem Treuhänder die Eheschließung ohne weitere Angaben zu den Einkünften des Ehepartners mitteilt, "verheimlicht" keine von der Abtretungser- klärung erfassten…
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BGH, 19.05.2011 – IX ZB 224/09
Beschluss
Leitsatz 1. Zu der Obliegenheit des Schuldners, sich um eine angemessene Beschäftigung zu bemühen, gehört es, sich im Regelfall bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitssuchend zu melden und laufend Kontakt zu den dort für ihn zus…
- LG Siegen, 27.11.2008 – 4 T 130/08 Beschluss
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BGH, 29.09.2022 – IX ZB 48/21
Beschluss
Leitsatz Hat der Insolvenzverwalter die selbständige Tätigkeit des Schuldners freigegeben und erzielt der Schuldner zusätzlich Einkünfte aus abhängiger Beschäftigung, kann das Insolvenzgericht nicht anordnen, dass der unpfändbare…
- AG Göttingen, 02.03.2009 – 74 IN 137/02 Beschluss
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BGH, 19.11.2020 – IX ZB 10/19
Beschluss
Leitsatz Eine durch den Schuldner vor Beendigung des Insolvenzverfahrens auf künftige Obliegenheiten der Wohlverhaltensphase geleistete Einmalzahlung geht in die Berechnungsgrundlage für die Vergütung des Insolvenzverwalters ein.…
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BGH, 01.03.2018 – IX ZB 32/17
Beschluss
Leitsatz Der teilzeitbeschäftigte Schuldner muss sich grundsätzlich in gleicher Weise wie der erfolglos selbständig tätige und der erwerbslose Schuldner um eine angemessene Vollzeitbeschäftigung bemühen.
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BGH, 19.07.2012 – IX ZB 188/09
Beschluss
Leitsatz Der selbstständig tätige Schuldner, dem die Restschuldbefreiung angekündigt ist, hat in regelmäßigen Abständen, zumindest jährlich, Zahlungen an den Treuhänder zu erbringen.
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BGH, 25.06.2009 – IX ZB 196/08
Beschluss
Leitsatz InsO § 295 Abs. 1 Nr. 2 Der Verzicht auf die Geltendmachung eines Pflichtteilsanspruchs in der Wohlverhal- tensphase stellt keine Obliegenheitsverletzung des Schuldners dar.
- OVG Saarland, 05.10.2016 – 1 A 188/15 Urteil
- AG Köln, 15.01.2015 – 74 IK 5/10 Beschluss
- LG Düsseldorf, 23.10.2012 – 7 O 342/11 Urteil
- LG Duisburg, 18.10.2010 – 4 O 178/09 Urteil
- LG Münster, 08.10.2008 – 5 T 512/07 Beschluss
- BVerfG, 07.12.2016 – 2 BvR 1602/16 Stattgebender Kammerbeschluss
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BGH, 10.10.2013 – IX ZB 119/12
Beschluss
Leitsatz Hat der Schuldner in der Treuhandphase eine wirtschaftlich selbständige Tätigkeit ausgeübt, sind die Gläubiger wegen der Nichtabführung von Beträgen an den Treuhänder regelmäßig berechtigt, einen Antrag auf Versagung der…
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BGH, 10.03.2011 – IX ZB 168/09
Beschluss
Leitsatz Tritt der Erbfall in der Wohlverhaltensphase ein, entsteht die Obliegenheit des Schuldners, die Hälfte des Wertes des Vermächtnisses an den Treuhänder abzuführen, erst mit der Annahme des Vermächtnisses (Ergänzung von BG…
- BGH, 14.01.2010 – IX ZB 78/09 Beschluss
- LAG Baden-Württemberg, 27.04.2023 – 10 Sa 7/22 Urteil
- LG Stendal, 25.09.2013 – 23 O 122/13 Urteil
- LG Stendal, 06.08.2013 – 25 T 93/13 Beschluss
- OLG Brandenburg, 17.04.2013 – 7 U 77/12 Urteil
- LG Bochum, 12.03.2008 – I-10 T 26/08 Beschluss
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BGH, 07.04.2011 – IX ZB 40/10
Beschluss
Leitsatz Sieht der Treuhänder im Fall eines abhängig beschäftigten Schuldners von der gesetzlich gebotenen Offenlegung der Abtretungsanzeige gegenüber dessen Arbeitgeber ab, hat er die vom Schuldner abzuführenden Beträge eigenver…
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BGH, 14.05.2009 – IX ZB 116/08
Beschluss
Leitsatz InsO § 296 Abs. 2 a) Dem Schuldner ist bei seiner (mündlichen oder schriftlichen) Anhörung durch eine ausdrückliche Belehrung oder in einer anderen geeigneten Weise zu verdeutli- chen, das er mit der Versagung der Restsc…
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BGH, 05.04.2006 – IX ZB 50/05
Beschluss
Leitsatz InsO § 295 Abs. 2, § 296 Abs. 1 a) Ein zulässiger Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung während der Lauf- zeit der Abtretungserklärung setzt voraus, dass der Insolvenzgläubiger nicht nur die Obliegenheitsverletzun…
- FG Münster, 19.01.2023 – 12 K 2791/22 F Urteil
- AG Göttingen, 02.09.2011 – 74 IN 107/09 Beschluss
- AG Neubrandenburg, 11.06.2011 – 5 IN 581/04 Beschluss
- AG Göttingen, 02.06.2009 – 74 IK 285/06 Beschluss
- LG Wuppertal, 27.06.2007 – 6 T 336/07 Beschluss
- AG Duisburg, 21.02.2007 – 62 IK 264/04 Beschluss
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BGH, 12.04.2018 – IX ZB 60/16
Beschluss
Leitsatz 1a. Pflichten des Schuldners aus einer mit dem Insolvenzverwalter getroffenen, nicht auf die gesetzlichen Pflichten beschränkten Vereinbarung über die nach der Freigabe der selbständigen Tätigkeit des Schuldners an die I…
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BGH, 16.05.2013 – IX ZB 272/11
Beschluss
Leitsatz Der Aufenthalt des Schuldners, der entgegen seiner Auskunftsobliegenheit einen Wohnsitzwechsel nicht mitteilt, ist unbekannt; das Insolvenzgericht kann in diesem Fall Beschlüsse ohne weitere Ermittlungen öffentlich bekan…
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BGH, 13.09.2012 – IX ZB 191/11
Beschluss
Leitsatz 1. Der Aufhebungsgrund des § 4c Nr. 4 InsO reicht so weit wie der Versagungsgrund des § 295 Abs. 1 Nr. 1 InsO. Entsprechend § 296 Abs. 1 S. 1 InsO kann die Stundung nach § 4c Nr. 4 InsO nur aufgehoben werden, wenn der Sc…
- BGH, 22.09.2011 – IX ZB 133/08 Beschluss
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BGH, 15.07.2010 – IX ZB 229/07
Beschluss
Leitsatz 1. Eine Erbschaft, die der Schuldner nach Ankündigung der Restschuldbefreiung, jedoch vor Aufhebung des Insolvenzverfahrens macht, fällt in die Masse . 2. Die gesetzlichen Obliegenheiten des Schuldners während der Laufze…
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BGH, 03.12.2009 – IX ZB 139/07
Beschluss
Leitsatz InsO § 295 Abs. 1 Nr. 1 Ob und in welchem Umfang ein Schuldner neben einer von ihm übernommenen Kin- derbetreuung erwerbstätig sein muss, ist an Hand der zu § 1570 BGB entwickelten Maßstäbe zu bestimmen.
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