Rechtsprechung / LG Wuppertal / 2023

LG Wuppertal Beschluss vom 20.09.2023 – 16 T 72/23

ECLI:DE:LGW:2023:0920.16T72.23.00

ZivilrechtNordrhein-WestfalenVolltext

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Tenor§

Die Beschwerde der Klägerseite vom 04.04.2023 gegen die Streitwertfestsetzung des Amtsgerichts Remscheid vom 23.03.2023 (7 C 28/23) wird zurückgewiesen.

Die weitere Beschwerde wird nicht zugelassen.

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G r ü n d e :

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I.

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Die Streitwertbeschwerde ist gemäß § 68 Abs. 1 GKG statthaft, fristgerecht eingelegt und auch sonst zulässig.

4Permalink zu Rn. 4recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lg-wuppertal/2023-09-20/16-t-72-23#rd_2

In der Sache hat das Rechtsmittel allerdings keinen Erfolg. Zu Recht hat das Amtsgericht den Streitwert des Rechtsstreits gemäß § 48 Abs. 2 S. 1 GKG auf 500 EUR festgesetzt.

5Permalink zu Rn. 5recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lg-wuppertal/2023-09-20/16-t-72-23#rd_3

Auf die zutreffenden Gründe des Beschlusses vom 23.03.2023 sowie des Nichtabhilfebeschlusses vom 03.05.2023 wird insoweit zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen Bezug genommen.

6Permalink zu Rn. 6recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lg-wuppertal/2023-09-20/16-t-72-23#rd_4

Die Ausführungen der Klägerseite in ihrem Schreiben vom 04.04.2023 geben keinen Anlass davon abzuweichen. Zurecht hat das Amtsgericht hinsichtlich des Unterlassungsanspruchs darauf hingewiesen, dass ein Betrag von 2.000 EUR offensichtlich überhöht ist, weil insofern nicht eine Vielzahl von Verstößen zugrunde gelegt werden kann. Die Bedeutung der hier allein maßgeblichen Angelegenheit bemisst sich nicht danach, wie viele Parkverstöße die Klägerin allgemein erfahren hat bzw. erfährt, sondern ausschließlich danach, wie viele davon durch den hiesigen Beklagten verursacht wurden bzw. werden. Anders als in dem klägerseits zitierten Urteil des Amtsgerichts München vom 22.12.2009, Az. 241 C 7703/09, (-dort Streitwert von 2.000 EUR -), bei welchem es in der Vergangenheit zu mindestens 6 Parkverstößen durch die Beklagte gekommen war, war dem hiesigen Beklagten lediglich ein einzelner Parkverstoß über 15 Minuten angelastet worden. Auch zuzüglich der zu vermutenden Wiederholungsgefahr, welche ebenso im Fall des Amtsgerichts München bestand, rechtfertigt sich daher im Ergebnis kein höherer Streitwert. Das Amtsgericht Remscheid hat die Umstände des Einzelfalls hier zutreffend ermittelt und in diesem Zusammenhang auch zurecht Kosten für das Abschleppen eines unberechtigten Fahrzeuges ins Verhältnis gesetzt.

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II.

8Permalink zu Rn. 8recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lg-wuppertal/2023-09-20/16-t-72-23#rd_5

Eine Kostenentscheidung ist nicht geboten, weil das Verfahren gebührenfrei ist, besondere Auslagen nicht entstanden sind und eine Kostenerstattung nicht stattfindet, § 68 Abs. 3 GKG.

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Die weitere Beschwerde war nicht zuzulassen, da die Sache keine grundsätzliche Bedeutung hat, § 68 Abs. 1 Satz 5 i.V.m. § 66 Abs. 4 Satz 1 GKG.