Rechtsprechung / BGH / 4. Strafsenat / 1959

BGH Entscheidung vom 09.10.1959 – 4 StR 282/59

4. Strafsenat

StrafrechtBundVolltext

Als PDF speichern

tr

Iym

zy’ N {Rn

PN N >

20 8 396; Zolig 88 13, 69 Abs. \ Nr. 33; Allg.ZollO v. 21. Mrz 1939, RMBI 3'3, $

örde er Ausgangsines Fahrzeugs einen Kraftstoffausweis erden der Kontrollbeamte infolge bewußt ungenauer

s die darin

oO

Messungen des Tankinhalts auf eine größere a

Wick Treibstoffmenge ausgeste

ahrer für die Zollverkür r

'tlich, die bei seiner Rückkehr ins

Bau, Urt,v. 9. Oktober 1959 - 4 StR 282/59 - 16 Minster

aus

Yoaı

\

afsache gegen

br m

x

n

fat

85

E

i

a Ü

H

N

‘©

Mn

Ban)

a £ VL

on De

%

&D +2 I S 44 \ a >) Pe) & oa — <+ N ng t Wü —& “0 Q 42 © wm no & I © oO‘ nt [23 2 oo 80 > er 2 9] so “N nu nn ke} © RO fe & co ee Ba a} SI D tt G @ DB -2 Zw 2) x 4> fe} oo © re = © 44 oO Q ° © {9} Ko} ren gs >» je) 42 an 02 2 < © Ber en 0 & [aN Rs; = keF I eo B I © © oO .X& [) ra u 0 .® Sg Be; at - +2 on 4 SW SS un B a 4 (eb) u a ee > an § 28 Lu © 42 = je Es En Bee = (62) 6) ke; =& m 0.2 oo N ; oo 8 ge) Be) Ay au = 08 0) De; S § 4 @ Sr oo m @ - “u ® j (0) 0) 2 re R Po um © DO © Son LS > un PN or I PR 07 Re) en a a 42 I BIN 03) Ko) o.x5% Di {ax} © ne Do “4 Sort ra) S om Fre 6 © OD ort Bozaıe) 6) 2.0 > x PS» 3) Su ne DI. re % Be . [0b ET ye; #80 er Sg oO 8.8 Im © 40 Kun oEERTe) 5 par 3 n.8 aA > Moor [DE m 5 : S 9 0 u oo... 08 ex 6) om a} eo. .eW en ss 2 oc en je13} Oro) rel 4. 0.0. Kre rd O9 } a S a AIR MA A & Fo S m “m = pm} IS oo AD MH je) 3 Br ei ao 2.0.8 0.5 0) 42 oO oo HJ = u rt far) en 42 Be “ u fe I a} G mn S 8 U nn @ 0%) = 0 Qu oa 1m [69) Pa ee Er Ba oe Keen Evi <> a > [2 Pe {e3; MON S 0.0.0 © u +» a 0) nd 42 4 En 2.04 => < u = Ss (®) nt Fe N} in SG 2 5.0 Zi I RER ea nun BB hei 0) en Be) = :Q o09.0 0 © & U ET Bere x si >08 S ae Be Be ki) SS .008 oo 46 @ 4 Sm [0> Bu e per y 5 .BH NH .£ı m BE ET zus Be ee (> er ® e in on a a [e) DB a N u Su Aa R = oe -02 42 o.0 0.0 Be Ss D je) st x 3 tere: re) SS + 0) oo {v3} Se I DD HD. a) © oo.Qa m a: 02 aa m m an} © Br u N & uf 42 Hi a S Ma} Zr x Kur Li

i. Vorgeschichte des Verfahrens.

Gegen den A clagten hatte das Hauptzoilamt 957 einen Strafbescheid wegen Steuerhinterziehung erlassen, gegen ih eine Bean und eine Wertersatzstrafe Test-Ä e h

auf gerichtli e

Wiedereinsetzung in den vorigen Stand und hat sachlich üb

den Antrag entschieden, und zwar den Angeklagten vom Vor-7

wurf der Steuerhinterziehung freigesprochen.

i, 05 der Strafkammer eins Gerichtsbarkeit in dieser r.

zZ u

2. Für die Beurteilung der Sachrügze ist folgender von Ba

der Straflkammer Tesigestellter Sachverhalt von Bedeutung:

is Kraftfahrer

4 3

ja) D} > ie} rg (D Bay } ji Mm ch <D Hh SG ” $ n > \ \1 > S 13 Nor Pr Ko) Sn 7 &

m. u

\

einen Tirmen-

}

1) 0Q

53

pi

cr

! N

le renzübergang

et O Fan) uw {art ©: ss” fe) 43 for

G Glsnerbrücke nach Hoiland. Bei der Rückfahrt benutzte er n gang: Vor Fahrtantritt hatte 0 en Tank des Lastwagens an der Betriebs ‚eigenen Zapfstelle seiner Firma in GEN | o i11+. Hiervon wurden bis zum r verbraucht. Dort wurde der Inngen Zollbeamten entweder durch Ei teßstabs in die Tanköffnung oder durch 5 iltven dann dem An-

geklagten eur sein Verlangen Kra e) die Menge des im Tank ermittelten Kraftstoffs anzugeben e

nei seiner Rückkehr aus Holland berechtigt, die im Ausweils angegebene Treibstoffmenge zollfrei einzuführen

(§ 69 Abs. I Nr. 33 des Zoilgesetzes i.V. mit § 154 der Alıgemsinen Zollordnung). In 19 Fällen stellten ihm die

nt rmo mben an “ aAhn Yyatı um sffau ametl cr }5 ılneanten BOLCHE KIZILSL LaMUSY se ii

=)

An nm "i , Mg lrt sahen Io a r u u ii. 6. ar ja 7

Angake des Tankinhalts das Maß "voll" enthielten, obwohl zZ

#ehiten, Zu dieser falschen Angabe war e5 deshalb gekommen,. weil der neentante, was ihm mit Rücksicht auf

den Gegenverkehr nicht anders möglich war, zum Zwecke

baum auf der rechten Seite der dort

es a nam De} 7 I Tr m hingenden Straße anhislt. Infoige der nt DR vr . ia ya Fee bi y Neigung des Fahrzeugs ung seines

Ass am on A B i

der Kraftstoff darin bis zur Höhe

fenheit der Straße bedineie } eigung des Lastwage

w

Rt. Ihnen war auch bekannt, daß infol

0Q

n Rinfüllstutzen I ließen konnte, & oll war. Sie wußten ferner

r 2 ß sie wegen der schrägen Lage des Tanke und des Einfülle =

e e & C nhait entsprach. Sie waren sich wegen dieser Erkenntn] Y =)

x nicht voll zu

+z] iD

nis für allein maßgebenä. nr ur‘ Au . PERS Pr) ine Tas I as A 34 Der Angeklagte war sich Ger Fenlerqaueiien bewußt, O1l®

Yan Pr PB 7 m 0 - De r 7. Linn Par “4 hey zur Ausstellung der 19 falschen Kraftstoffausweise Tüärten e H

o

x

i er seinen auf "roll! lautenden einigen Fällen Trotzden

:ichtete Prage, ob er zugetankt habe. bejahte

auf seinen Krafistoffausweis hin. Mit Rück- ? wurde ihm ohne weitere Messung die zoli- ‚hr des mitgeführten Treiüstofis gestattet. e es zur Ausstellung der Ausweise gekommen War, wurde er weder gefragt, noch gab er von sic

Auskunfi. So Kan es,

aubresi richt zu dem Ergebn

u

[9

I bereits den äußeren Ta 5

fiicht bewirkt hätte (8 396 e allerdings sowohl durch [ pE Zichtwidriges Unterlassen

zu erreichen Genen Weder das eine noch das andere aber “ ni

abfertigung vor der Ausreise nach s Verhalten aus, Denn er hat von gen, was die Menge des in sei-

ag tstoffs vor den Zollbeamten hätte

verschleiern nnen. Die beim Halten auf der abhängenden Straße eintretende Neigung seines Tanks nach rechts, äle zu den ungenauen Messungen führte, war, wie das Landgericht

sen über die

f h v

Beam!

ale

\

m.

be,

ha

inht

NACH

nn

Yo LE

n

eg aus;

- “ 1

(2

a )

av Dez 2

£

vn

s Unt assui

©

hen M

ce

1w2

v-

i

en 1 LINE

ax n per

In m

ADS

an

nen nach § 204

ash

ZOoLl-

£&

Y

2 Q & <& oO [02} MN 72) je) UN [er vo A Ks) > = UN @) et) 6} = rs .S Bei ZZ ac 5 oO S . “Ü & < & Zu) {2 Dur § 42 &

nenn

anla

kea E

et,

ln Licht

verpf.

5

int P23:

ni

x

u

oO

war au

24

ar}

na

Auch du

EN e

Ä

2 z

xönry

*

en

} A

ln ve

a

fe

bi

and Sat he

ontroli-

>

X

d en

ter, D

re) ®)

PM

ıch%3

n Er:

ELLATE "MITTEILTE

fi

[=

18

tnmn nl ir Unrich?

zur

S

Dez

n

eye! Du‘

rn ht

f f

es DE

Atehhei

b} Auch sein Verhalten bei der jeweil nthielt keinen Verstoß gegen seine Bestei-

Zungspflicht. Wie bei der Hinreise stellte er sein Fahrzeug wiederum für die Kontrolle der Treibstoffmenge zur Verfügung. Die Fragen der Beamten - wenn sie überhaupt gestellt wurden -, ob er in Holland zugetankt habe, beantwortete er wahrheitsgemäß. Daß er sich die Unrichtig-

keit der früher erhaltenen Kraftstoffausweise bewußt zunutze machte, wäre nur dann pflichtwid rig gewesen, wenn er entweder vom Gekrauch der bei der Hinfahrt erhaltenen

Krafts ‚toffaus weise deswegen hätte Abstand nehmen müssen, weil sie, wie 2 woßtei. u unrichtig waren, oder wenn er die

Kösweise Zwar h hätte vorzeigen dürfen, aber auf ihre In-

richti igkeit Hätte hinweisen müssen. Weder zum einen noch

zum anderen war er jedoch: verpflichtet. In den Besitz

D 0) ie 13 DD iQ

war er, wie bereits ausgeführt, ohn

ihn sollte dem Überwachungsbeamsen vei d Fertigung Beweis über die Kraftstolimeng ; i der Ausgangskontrolle Im Tank des Lastwagens enthalten war, damit dadurch die neverliche orüfung erleichtert wurde. Dieser der Vereinfachung und eunigung der Zoli kontrolle dienende Zweck ichtung des Kraftistoffaus sweises

i igerweise vereitelt und die bei der Aus-

gangskontrolle seleistete Vorarbeit entwertet werden, wol uf den Gebrauch dieser Beweisurkunde schon deshalb verzichten, weil sie -— ohne

1.

sein Zutun - einen ihn vorteilhaften unrichtigen Inhalt erlangt hat. Ein der rartiges Verlangen würde bedeuten, daß

der Zollschuldner eine die Ermittlungen der zollbeamten überwachende Tätigkeit entfalten nisse. Damit wäre er überfordert. Erst recht war der Angeklagte nicht verpflichtet, auf die Imrichtigkeit der Kr raftstoffausweise hinzuweisen, als

er von ihnen Gebrauch machte. Das gilt auch dann, wenn nicht derselbe Beamte die Ausganss- und die Eingangsabfertigung aniäßlich derselben Auslandsfahrt des Angekla gten vorgenommen haben sollte. Der bloße Hinweis auf den unrichtigen Bintrag hätte keinesfalls genügt, den Anschein der Richtigkeit der Ausweise ZU beseitigen. Um dies zu erreichen, hätte sr dem Beamten erklären müssen, wie es zu der Unrichtis gkeit sekommen war. Er hätte ihm also eröffnen müssen, daß die enauen Feststellungen eines anderen Zollbeamten hierfür ufsächlich waren. Eine 50 weitgehende Aufklärung ken igen nicht a1 ngesonnen werden, zumal er äi

E 8 ht weiß, ob nicht etwa aus innerd] g

ran Fr Pr Ps - PL IL aa m Fa Bu Iingenaulgkeit ngen der Krafistorimensen grob

Bei diesem Ergebnis braucht zu Fragen Ges i Tatbestands nicht Stellung genommen zu werden. E lich bemerkt, daß auch insoweit schon die bisher stellungen des Landgerichts ausreichen würden, d keit des Angeklagten zu verneinen.

Rotberg - Krumme Sauer