Gesetze / Anpflanzungseigentumsgesetz
AnpflEigentG§ 6 Pachtvertrag bei Angewiesenheit
Stand: 10.06.2019
Permalink zu Abs. 1recht.nulegal.eu/gesetze/AnpflEigentG/6#abs-1 (1) Der Nutzer kann vom Grundstückseigentümer den Abschluß eines auf die Restnutzungsdauer der Kultur, längstens auf 15 Jahre, befristeten Pachtvertrages verlangen, wenn er auf das betroffene Grundstück zur Aufrechterhaltung seines Betriebes, der seine wirtschaftliche Lebensgrundlage bildet, angewiesen ist und der Wegfall der Nutzungsmöglichkeit für ihn oder seine Familie eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Eigentümers nicht zu rechtfertigen ist.
Permalink zu Abs. 2recht.nulegal.eu/gesetze/AnpflEigentG/6#abs-2 (2) Der Grundstückseigentümer kann vom Nutzer die ortsübliche Pacht verlangen. Nach Beendigung des Pachtvertrages ist der Grundstückseigentümer zur Zahlung einer Entschädigung nicht verpflichtet.
Permalink zu Abs. 3recht.nulegal.eu/gesetze/AnpflEigentG/6#abs-3 (3) Auf den Pachtvertrag sind die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs über den Pachtvertrag anzuwenden. Die §§ 585 bis 597 des Bürgerlichen Gesetzbuchs sind nicht anzuwenden.