Rechtsprechung / BVerfG / 1. Senat 3. Kammer / 2017

BVerfG Kammerbeschluss vom 31.03.2017 – 1 BvR 290/17

1. Senat 3. Kammer · ECLI:DE:BVerfG:2017:rk20170331.1bvr029017

VerfassungsrechtBundVolltext

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Tenor§

Die Verfassungsbeschwerde hat sich durch den Tod des Beschwerdeführers erledigt.

Gründe§

1Permalink zu Rn. 1recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2017-03-31/1-bvr-290-17#rd_1

1. Nach Mitteilung seines Sohnes ist der Beschwerdeführer am 9. Februar 2017 verstorben.

2Permalink zu Rn. 2recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2017-03-31/1-bvr-290-17#rd_2

2. Über die Folgen des Todes des Beschwerdeführers für ein anhängiges Verfassungsbeschwerdeverfahren lässt sich mangels einer gesetzlichen Regelung nur für den einzelnen Fall unter Berücksichtigung der Art des angegriffenen Hoheitsaktes und des Standes des Verfassungsbeschwerdeverfahrens entscheiden (vgl. BVerfGE 6, 389 <442 f.>; 12, 311 <315>; 109, 279 <304>; 124, 300 <318>; BVerfGK 9, 62 <69>).

3Permalink zu Rn. 3recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2017-03-31/1-bvr-290-17#rd_3

Eine Rechtsnachfolge im Verfassungsbeschwerdeverfahren kommt grundsätzlich nicht in Betracht, weil diese Verfahrensart regelmäßig der Durchsetzung höchstpersönlicher Rechte dient. Ausnahmen sind im Hinblick auf solche Rügen zugelassen worden, die der Rechtsnachfolger im eigenen Interesse geltend machen kann (vgl. BVerfGE 109, 279 <304>; BVerfGK 9, 62 <70>, jeweils m.w.N.). Ein solches zur Fortführung der Verfassungsbeschwerde berechtigendes Interesse liegt hier nicht vor, da die Verfassungsbeschwerde allein die Durchsetzung höchstpersönlicher Rechte des Verstorbenen verfolgt.

4Permalink zu Rn. 4recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2017-03-31/1-bvr-290-17#rd_4

Unter diesen Umständen ist lediglich auszusprechen, dass sich das Verfahren durch den Tod des Beschwerdeführers erledigt hat.