Gesetze / Landesrecht Bayern / Zweckentfremdungsgesetz
ZwEWGArt. 1 Zweckentfremdungssatzung
Stand: 25.08.2026
Gemeinden können für Gebiete, in denen die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet ist, durch Satzung mit einer Geltungsdauer von höchstens fünf Jahren bestimmen, dass Wohnraum nur mit ihrer Genehmigung überwiegend anderen als Wohnzwecken zugeführt werden darf, wenn sie dem Wohnraummangel nicht auf andere Weise mit zumutbaren Mitteln und in angemessener Zeit abhelfen können. Eine Zweckentfremdung liegt insbesondere vor, wenn der Wohnraum
1. zu mehr als 50 % der Gesamtfläche für gewerbliche oder berufliche Zwecke verwendet oder überlassen wird,
2. baulich derart verändert oder in einer Weise genutzt wird, dass er für Wohnzwecke nicht mehr geeignet ist,
3. mehr als insgesamt acht Wochen im Kalenderjahr für Zwecke der Fremdenbeherbergung genutzt wird,
4. länger als drei Monate leer steht oder
5. beseitigt wird.
Wird zitiert von 3 Entscheidungen zu Art. 1 ZwEWG →
Wichtigste und neueste Entscheidungen
- Bayerischer Verfassungsgerichtshof, 24.08.2023 – Vf. 38-VII-21
- VGH Bayern, 20.05.2020 – 12 B 19.1648Zitiert von 4
- VGH Bayern, 20.08.2019 – 12 ZB 19.333Zitiert von 7
„Zitiert von“ ist die Zahl der Entscheidungen im Bestand, die ihrerseits diese Entscheidung zitieren.