Gesetze / Landesrecht Bayern / Bayerische Natura 2000-Verordnung
BayNat2000VAnlage 2a (zu § 1 Nr. 2 BayNat2000V) Erhaltungsziele für die in Anlage 2 gelisteten Vogelarten (alphabetisch sortiert)
Stand: 25.08.2026
EU-Code
Europäische Vogelart
Gewährleistung eines günstigen Erhaltungszustands durch Erhalt, gegebenenfalls Wiederherstellung
A267
Alpenbraunelle ( Prunella collaris )
– der alpinen Matten mit ihrem charakteristischen Nährstoffhaushalt, der natürlichen Vegetationsstruktur und ihrem reichen Mikrorelief
– der Almen mit ihrem nutzungsbedingten Charakter und den Übergängen zu Wäldern
A408
Alpenschneehuhn ( Lagopus mutus ssp. helveticus )
– der alpinen Matten mit ihrem charakteristischen Nährstoffhaushalt, der natürlichen Vegetationsstruktur und ihrem reichen Mikrorelief
– der Almen mit ihrem nutzungsbedingten Charakter und den Übergängen zu Wäldern
A466
Alpenstrandläufer ( Calidris alpina )
– einer natürlichen Gewässer- und Auendynamik zur Ermöglichung der Neubildung von Altwässern, Uferabbrüchen, Kies-, Sand- und Schlammbänken
– von Schotter-, Kies- und Sandbänken und offenen Schlammufern im Rahmen einer naturnahen Dynamik
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen zumindest störungsarmer Rastgewässer
A108
Auerhuhn ( Tetrao urogallus )
– großflächiger, störungsarmer, unzerschnittener, reich strukturierter Misch- und Nadelwälder
– störungsfreier Zonen um Balz-, Brut-, Aufzucht- und Überwinterungsplätze
A323
Bartmeise ( Panurus biarmicus )
– ausgedehnter Schilfröhrichte
A099
Baumfalke ( Falco subbuteo )
– strukturreicher Waldbestände mit Altholz und alten Großvogelnestern
– strukturreicher, großlibellenreicher Gewässer und Feuchtgebiete in der Nähe der Bruthabitate
– störungsarmer Bruthabitate
A256
Baumpieper ( Anthus trivialis )
– strukturreicher Wälder sowie von Kulturlandschaften mit Hecken, Feldgehölzen, Rainen, Ackersäumen, Brachen und Graswegen
– trockener Blößen, Heide- und Brachflächen mit eingestreuten alten Bäumen, Sträuchern und Gebüschgruppen
– von lichten Waldgesellschaften, Hutungen und Mooren mit Einzelbäumen/-gehölzen
– von Grünlandhabitaten sowie von großflächigen Magerrasenflächen mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt
A153
Bekassine ( Gallinago gallinago )
– hoher Grundwasserstände in den Brut- und Rasthabitaten
– von extensiv bewirtschafteten Grünlandhabitaten
– des Offenlandcharakters
– von störungsarmen Brut-, Nahrungs- und Rasthabitaten
A062
Bergente ( Aythya marila )
– einer den ökologischen Ansprüchen der Art förderlichen Wasser- und Gewässerqualität
– störungsarmer Rastgebiete zur Zeit des Vogelzugs und in den Wintermonaten
A313
Berglaubsänger ( Phylloscopus bonelli )
– störungsarmer Lebensräume, insbesondere lichter Kiefern-, Fichten- und Laubmischbestände und mit offener Grasvegetation
A259
Bergpieper ( Anthus spinoletta )
– der alpinen Matten mit ihrem charakteristischen Nährstoffhaushalt, der natürlichen Vegetationsstruktur und ihrem reichen Mikrorelief
– der Almen mit ihrem nutzungsbedingten Charakter und den Übergängen zu Wäldern
A336
Beutelmeise ( Remiz pendulinus )
– von großflächigen Weichholzauen, Schilfröhrichten und Rohrkolbenbeständen
– von in Röhricht eingestreuten Einzelbäumen und Sträuchern als Neststandort und Singwarten
– störungsarmer Bruthabitate
A409
Birkhuhn ( Tetrao tetrix ssp. tetrix )
– von Grünlandhabitaten durch eine den ökologischen Ansprüchen der Art angepasste Bewirtschaftung, die sich an traditionellen Nutzungsformen orientiert
– von Mooren, Moor- und Streuwiesen sowie Magerrasen und Heiden
– störungsarmer Brut- und Rasthabitate
– der alpinen Matten an der Baumgrenze mit ihrem charakteristischen Nährstoffhaushalt der natürlichen Vegetationsstruktur und ihrem reichen Mikrorelief
A125
Blässhuhn ( Fulica atra )
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation sowie von direkt angrenzendem, teilweise nährstoffarmem Grünland
– von ungestörten Mausergebieten
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
A612
Blaukehlchen ( Luscinia svecica )
– einer weitgehend natürlichen Gewässer- und Auendynamik und der damit verbundenen hochstauden- und röhrichtreichen Habitatstrukturen
– einer weitgehend natürlichen Gewässer- und Auendynamik zur Ermöglichung der Neubildung von Altwässern, Uferabbrüchen, Kies-, Sand- und Schlammbänken
– von Schilfröhrichten und schilfbestandenen Gräben
– störungsarmer Bruthabitate
A255
Brachpieper ( Anthus campestris )
– trockener Blößen, Sandrasen-, Heide- und Brachflächen
– störungsarmer Bruthabitate
A048
Brandgans ( Tadorna tadorna )
– von Stillgewässern mit ausreichend breiten Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation
– von hohen Grundwasserständen in den Rastgebieten
– störungsarmer Rastgewässer
A275
Braunkehlchen ( Saxicola rubetra )
– großräumiger, strukturreicher Grünlandhabitate mit einer extensiven Bewirtschaftung
– strukturierter Brut- und Nahrungshabitate mit Wiesen, Weiden, Brachen, ruderalisiertem Grünland sowie mit Gräben, Wegen und Ansitzwarten (Zaunpfähle, Hochstauden)
A166
Bruchwasserläufer ( Tringa glareola )
– einer weitgehend natürlichen Gewässer- und Auendynamik zur Ermöglichung der Neubildung von Altwässern, Uferabbrüchen, Kies-, Sand- und Schlammbänken
– von Stillgewässern mit vegetationsarmen Flachufern
– störungsarmer Rasthabitate
A347
Dohle ( Corvus monedula )
– einer strukturreichen Kulturlandschaft
– von strukturreichen Laub- und Laubmischwäldern in ihren verschiedenen Entwicklungsphasen mit einem ausreichenden Angebot an Alt- und Höhlenbäumen
A154
Doppelschnepfe ( Gallinago media )
– hoher Grundwasserstände in den Rastgebieten
– störungsarmer Rastgebiete
– von naturnahen Gewässern und Feuchtgebieten
A309
Dorngrasmücke ( Sylvia communis )
– einer strukturreichen Kulturlandschaft mit Hecken, Feldgehölzen, Streuobstwiesen, Rainen, Ackersäumen, Brachen und Graswegen
– trockener Blößen, Heide- und Brachflächen mit eingestreuten alten Obstbäumen, Sträuchern und Gebüschgruppen
– von Grünlandhabitaten sowie von großflächigen Magerrasenflächen mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt und einer die Nährstoffarmut begünstigenden Bewirtschaftung
A241
Dreizehenspecht ( Picoides tridactylus )
– großflächiger, störungsarmer, unzerschnittener, reich strukturierter Nadelwälder
– von einem ausreichenden Angebot an Alt- und Totholz als Nahrungsgrundlage
A298
Drosselrohrsänger ( Acrocephalus arundinaceus )
– von ausgedehnten Schilfröhrichten
– eines für die Gewässerhabitate günstigen Nährstoffhaushalts
A063
Eiderente ( Somateria mollissima )
– störungsarmer Rastgebiete zur Zeit des Vogelzugs und in den Wintermonaten
A003
Eistaucher ( Gavia immer )
– eines für die Gewässerhabitate günstigen Nährstoffhaushalts
– naturnaher Rasthabitate an Großgewässern mit einer den ökologischen Ansprüchen der Art förderlichen Wasser- und Gewässerqualität
– störungsarmer Habitate zur Zeit des Vogelzugs und in den Wintermonaten
A229
Eisvogel ( Alcedo atthis )
– einer den ökologischen Ansprüchen der Art förderlichen Wasserqualität und Gewässerstruktur
– einer weitgehend natürlichen Gewässer- und Auendynamik zur Ermöglichung der Neubildung von Altwässern, Uferabbrüchen, Kies-, Sand- und Schlammbänken und einer differenzierten Gewässersohle
– von Ufergehölzen sowie von Steilwänden und Abbruchkanten in Gewässernähe als Bruthabitate und Ansitzwarten
– störungsarmer Brut- und Nahrungshabitate
A247
Feldlerche ( Alauda arvensis )
– großräumiger, störungsarmer Gras- bzw. Grünlandhabitate
– weiträumiger offener Kulturlandschaften sowie von Ruderalflächen mit lichter Vegetationsstruktur
A290
Feldschwirl ( Locustella naevia )
– von Grünlandhabitaten insbesondere von Streu-, Feucht- und Nasswiesenbereichen sowie von Niedermoorflächen und niederwüchsigen Verlandungszonen
A250
Felsenschwalbe ( Hirundo rupestris )
– der Felswände als Brutplätze sowie artenreicher Nahrungshabitate
A094
Fischadler ( Pandion haliaetus )
– nahrungsreicher und gleichzeitig störungsarmer Rastgewässer in den Rastperioden mit markanten Altbäumen sowie ausreichend geeigneter Ansitzwarten
– naturnaher, störungsarmer Wälder mit naturnahem Altersaufbau
– von Brutbäumen (am Wipfel abgebrochene oder dürre Bäume)
A136
Flussregenpfeifer ( Charadrius dubius )
– einer weitgehend natürlichen Gewässer- und Auendynamik zur Ermöglichung der Neubildung von Kies-, Sand- und Schlammbänken
– störungsarmer Brutplätze, insbesondere auch an Sekundärstandorten in Abbaubereichen während und nach der Betriebsphase
– von Schotter-, Kies- und Sandbänken im Rahmen einer naturnahen Dynamik sowie von offenen Rohböden und Flachgewässern an Sekundärstandorten wie z.B. Abbaugebieten
A193
Flussseeschwalbe ( Sterna hirundo )
– einer den ökologischen Ansprüchen der Art förderlichen Wasserqualität
– einer weitgehend natürlichen Gewässerdynamik zur Ermöglichung der Neubildung von Kiesinseln
– von naturnahen Bereichen an Gewässern
– eines ausreichenden Nahrungsangebots
– von Brutplätzen
A168
Flussuferläufer ( Actitis hypoleucos )
– einer weitgehend natürlichen Gewässer- und Auendynamik zur Ermöglichung der Neubildung von Altwässern, Uferabbrüchen, Kies- und Sandbänken sowie älterer zum Teil bewachsener Inseln
– störungsarmer Bruthabitate
A070
Gänsesäger ( Mergus merganser )
– einer den ökologischen Ansprüchen der Art förderlichen Wasserqualität und Gewässerstruktur
– von Ufergehölzen mit ausreichend großen Höhlen und natürlichen Fischlaichhabitaten
– störungsarmer Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiete
A274
Gartenrotschwanz ( Phoenicurus phoenicurus )
– von naturnahen, strukturreichen (Laub-)Waldbeständen mit kleinräumigem Nebeneinander der verschiedenen Entwicklungsstufen und Altersphasen einschließlich der Waldränder
– eines ausreichenden Angebots an Höhlenbäumen
– von Streuobstwiesen, Weichholzauen und Kopfweidenbeständen
A140
Goldregenpfeifer ( Pluvialis apricaria )
– von großräumigen Grünlandhabitaten mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt
– von Rastgebieten in weiträumigen Offenlandschaften
– störungsarmer Rastgebiete
A383
Grauammer ( Emberiza calandra )
– einer strukturreichen Kulturlandschaft mit ihren naturnahen Elementen wie Hecken, Feldgehölzen, Streuobstwiesen, Rainen, Ackersäumen, Brachen und Graswegen
A043
Graugans ( Anser anser )
– von zumindest naturnahen Gewässern und Feuchtgebieten, unter besonderer Berücksichtigung der als Schlafplätze genutzten Bereiche
– störungsarmer Mausergebiete
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
A028
Graureiher ( Ardea cinerea )
– der Brutkolonien
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
A234
Grauspecht ( Picus canus )
– von strukturreichen Laub- und Laubmischwäldern in verschiedenen Entwicklungsphasen mit einem ausreichenden Angebot an stehendem und liegendem Totholz sowie Alt- und Höhlenbäumen
– von strukturreichen, gestuften Waldaußen- und Waldinnenrändern sowie von offenen Lichtungen, Schneisen und Blößen im Rahmen einer natürlichen Dynamik, auch als Ameisenlebensräume
A160
Großer Brachvogel ( Numenius arquata )
– von großräumigen Grünlandhabitaten und einem für die Art günstigen Feuchte- und Nährstoffhaushalt, deren Bewirtschaftung sich an traditionellen Nutzungsformen orientiert
– von ausreichend hohen Grundwasserständen in den Brut- und Rastgebieten
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
A164
Grünschenkel ( Tringa nebularia )
– von Schotter-, Kies- und Sandbänken im Rahmen einer naturnahen Dynamik
– störungsarmer Rastgebiete
A085
Habicht ( Accipiter gentilis )
– großflächiger störungsarmer, struktur- und altholzreicher Laubmischwälder als Bruthabitate
– genutzter Offenlandbereiche mit Säumen, Magerwiesen, (Feucht-)Grünland und Gewässern als Nahrungshabitate
A220
Habichtskauz ( Strix uralensis )
– großer, strukturreicher und weitgehend unzerschnittener Mischwälder in ihren verschiedenen Entwicklungsphasen mit Alt- und Totholz, Höhlenbäumen und Hochstümpfen, deckungsreichen Tagunterständen, Lichtungen und Schneisen
A321
Halsbandschnäpper ( Ficedula albicollis )
– von Alt- und Totholz in Laub- und Laubmischwäldern mit einem ausreichenden Anteil an Höhlenbäumen als Brut- und Nahrungshabitat
– von höhlenreichen Hartholzauwäldern, Mischwäldern mit Eichenanteilen und Laubwäldern mit Mittelwaldstrukturen
A104
Haselhuhn ( Tetrastes bonasia )
– von strukturreichen Wäldern mit kleinflächigem Wechsel verschiedener Entwicklungsphasen (Sukzessions- und Dickungsphasen) und Pioniergehölzen
– störungsarmer Brut- und Nahrungshabitate
A244
Haubenlerche ( Galerida cristata )
– von Blößen, Magerrasen-, Heide- und Brachflächen insbesondere auf trocken-sandigen Standorten der Niederungen
– störungsarmer Brut- und Nahrungshabitate
A005
Haubentaucher ( Podiceps cristatus )
– einer den ökologischen Ansprüchen der Art förderlichen Wasserqualität
– von natürlichen Fischlaichhabitaten
– störungsarmer Brut-, Rast- und Überwinterungshabitate
– eines ausreichenden Wasserstands an den Brutgewässern zur Brutzeit
A246
Heidelerche ( Lullula arborea )
– großflächiger Magerrasen mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt
– trockener Blößen, Heide- und Brachflächen mit eingestreuten alten Obstbäumen, Sträuchern und Gebüschgruppen und angrenzenden strukturreichen, lichten Waldrändern
– störungsarmer Brut- und Nahrungshabitate
A036
Höckerschwan ( Cygnus olor )
– großer ungestörter Fluss- und Seeuferbereiche als Bruthabitate, insbesondere Flachwasser- und Röhrichtbereiche
– ausgedehnter, ganzjährig ungestörter Schilfgebiete und strukturreicher Verlandungsbereiche mit ausreichend hohen Wasserständen
– von störungsarmen Mausergebieten
A207
Hohltaube ( Columba oenas )
– von strukturreichen Laub- und Laubmischwäldern mit einem ausreichenden Angebot an Bäumen mit Großhöhlen
– von Rastgebieten in weiträumigen Kulturlandschaften
– störungsarmer Bruthabitate
A151
Kampfläufer ( Philomachus pugnax )
– hoher Grundwasserstände in den Rastgebieten
– störungsarmer Rastgebiete
– strukturreicher Grünlandhabitate mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt
– von naturnahen Gewässern und Feuchtgebieten
A371
Karmingimpel ( Carpodacus erythrinus )
– lichter Jungwälder in ihren verschiedenen Entwicklungsphasen mit Pioniergehölzen, Schneisen und Lichtungen
– trockener Blößen, Heide- und Brachflächen mit eingestreuten alten Obstbäumen, Sträuchern und Gebüschgruppen
A142
Kiebitz ( Vanellus vanellus )
– hoher Grundwasserstände in den Brut-, Rast- und Nahrungshabitaten
– von großräumigen Grünlandhabitaten mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt
– von naturnahen Gewässern und Feuchtgebieten
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
A120
Kleines Sumpfhuhn ( Porzana parva )
– von großen Schilfröhrichten mit ausgeprägter Knickschicht und tiefer im Wasser stehenden Verlandungsgesellschaften
A055
Knäkente ( Anas querquedula )
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation
– von Pufferzonen zum Schutz der Gewässer vor Nähr- und Schadstoffeinträgen
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
A058
Kolbenente ( Netta rufina )
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation
– von Pufferzonen zum Schutz der Gewässer vor Nähr- und Schadstoffeinträgen
– störungsarmer Mausergebiete
– störungsarmer Rast- und Nahrungshabitate
A350
Kolkrabe ( Corvus corax )
– großflächiger, strukturreicher, störungsarmer Wald-Offenland-Komplexe
– von Brutplätzen in Felsen und Blockhalden
– störungsarmer Brutgebiete
A017
Kormoran ( Phalacrocorax carbo )
– der Brutkoloniestandorte
– von natürlichen Fischvorkommen
– störungsarmer Rast- und Nahrungshabitate, insbesondere der Schlafplätze
A082
Kornweihe ( Circus cyaneus )
– von Rastgebieten mit störungsarmen Schlafplätzen in weiträumigen Kulturlandschaften
A127
Kranich ( Grus grus )
– hoher Grundwasserstände in den Rastgebieten
– störungsarmer Rastgebiete zur Zeit des Vogelzugs
– von Grünlandhabitaten mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt
A052
Krickente ( Anas crecca )
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
A212
Kuckuck ( Cuculus canorus )
– einer strukturreichen Kulturlandschaft mit Hecken, Feldgehölzen, Streuobstwiesen, Rainen, Ackersäumen, Brachen und Graswegen
– trockener ungenutzter Flächen, Heide- und Brachflächen mit eingestreuten alten Obstbäumen, Sträuchern und Gebüschgruppen
– lichter Nadel-, Misch- und Laubwälder
A194
Küstenseeschwalbe ( Sterna paradisaea )
– von naturnahen Gewässern
– störungsarmer Rastgewässer
A179
Lachmöwe ( Larus ridibundus )
– von breiten Verlandungszonen an Gewässern
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
A189
Lachseeschwalbe ( Gelochelidon nilotica )
– von naturnahen Grünlandbereichen, Gewässern und Flussläufen
A056
Löffelente ( Anas clypeata )
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
A034
Löffler ( Platalea leucorodia )
– von naturnahen Gewässern und Feuchtgebieten
– störungsarmer Rastgebiete
A333
Mauerläufer ( Tichodroma muraria )
– von Felswänden als Brutplätze sowie artenreicher Nahrungshabitate
A226
Mauersegler ( Apus apus )
– eines ausreichenden Bestands an alten Bäumen mit Spechthöhlen im Umfeld der Kolonie
A098
Merlin ( Falco columbarius )
– von Rastgebieten in weiträumigen Kulturlandschaften
A604
Mittelmeermöwe ( Larus michahellis )
– von Rast- und Nahrungshabitaten
– störungsarmer Bruthabitate
– störungsarmer Mausergebiete
A238
Mittelspecht ( Dendrocopos medius )
– von rauborkigen Laubbäumen in Laub- und Laubmischwäldern mit einem ausreichenden Angebot an Höhlenbäumen, Alt- und Totholz
– von Laubwäldern mit Mittelwaldstrukturen, strukturreichen Hartholzauwäldern, eichenreichen Mischwäldern
– von Hochstamm-Streuobstwiesen im näheren Umfeld
A060
Moorente ( Aythya nyroca )
– von schilfreichen Flachgewässern
– von Pufferzonen zum Schutz der Gewässer vor Nähr- und Schadstoffeinträgen
– störungsarmer Rastgewässer
A139
Mornellregenpfeifer ( Eudromias morinellus )
– von geeigneten Rastgebieten in weiträumigen Offen- bzw. Kulturlandschaften
– der alpinen Matten mit ihrem charakteristischen Nährstoffhaushalt und der natürlichen Vegetationsstruktur
A271
Nachtigall ( Luscinia megarhynchos )
– von strukturreichen Gehölz-Offenland-Komplexen aus Auwaldbereichen mit naturnahen Waldsäumen und Ufergehölzsäumen
– von Verlandungszonen mit Röhrichtgürteln, Weidengebüschen und Hochstaudenfluren an Seen und Weihern sowie entlang von Bächen und Gräben
A023
Nachtreiher ( Nycticorax nycticorax )
– von Weichholzauen und Röhrichten
– störungsarmer Brut- und Rasthabitate, insbesondere während der Fortpflanzungszeit
A338
Neuntöter ( Lanius collurio )
– einer strukturreichen Kulturlandschaft mit Hecken, Feldgehölzen, Streuobstwiesen, Rainen, Ackersäumen, Brachen und Graswegen
– trockener Blößen, Heide- und Brachflächen mit eingestreuten alten Obstbäumen, Sträuchern und Gebüschgruppen
– von Grünlandhabitaten sowie von großflächigen Magerrasenflächen mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt und einer die Nährstoffarmut begünstigenden Bewirtschaftung
A170
Odinshühnchen ( Phalaropus lobatus )
– störungsarmer Rastgewässer während der Rastperiode
A007
Ohrentaucher ( Podiceps auritus )
– störungsarmer Rastgewässer während der Rastperiode
A379
Ortolan ( Emberiza hortulana )
– einer strukturreichen Kulturlandschaft mit ihren naturnahen Elementen wie Hecken, Feldgehölzen, Waldsäumen, Streuobstwiesen, Rainen, Ackersäumen, Brachen und Graswegen
A050
Pfeifente ( Anas penelope )
– von Grünlandhabitaten mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt
– von hohen Grundwasserständen in den Rastgebieten
– störungsarmer Stillgewässer
– störungsarmer Rastgewässer
A337
Pirol ( Oriolus oriolus )
– reich strukturierter, großkroniger Au- und Bruchwälder, Laub- und Laubmischwälder mit Alt- und Totholz
– von Ufer- und Feldgehölzen und Auwald-Sukzessionsflächen
– von lichten Strukturen im Wald sowie von Offenlandbereichen mit Säumen, Magerwiesen, (Feucht-)Grünland und Gewässern
A002
Prachttaucher ( Gavia arctica )
– einer den ökologischen Ansprüchen der Art förderlichen Wasserqualität
– von naturnahen Bereichen an Großgewässern
– von Pufferzonen gegenüber intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen zum Schutz der Gewässer vor Nähr- und Schadstoffeinträgen
– störungsarmer Rastgewässer während der Rastperiode
A634
Purpurreiher ( Ardea purpurea )
– von Schilfröhrichten
– störungsarmer Brut- und Rastgebiete
A024
Rallenreiher ( Ardeola ralloides )
– störungsarmer Rastgebiete
A190
Raubseeschwalbe ( Sterna caspia )
– störungsarmer Rastgewässer
A340
Raubwürger ( Lanius excubitor )
– einer strukturreichen, kleinparzelligen Kulturlandschaft mit naturnahen Elementen wie Hecken, Feldgehölzen, Streuobstwiesen, Rainen, Ackersäumen, Brachen und Gras- und sandigen Erdwegen
– großflächiger, nährstoffarmer Grünlandhabitate und Magerrasenflächen, deren Bewirtschaftung sich an traditionellen Nutzungsformen orientiert
– von naturnahen, gestuften Waldrändern
– von Blößen, Heide-, Moor- und Brachflächen mit den eingestreuten alten Bäumen, Sträuchern und Gebüschgruppen
A223
Raufußkauz ( Aegolius funereus )
– großer, strukturreicher und weitgehend unzerschnittener Nadel- und Nadelmischwälder in ihren verschiedenen Entwicklungsphasen mit Alt- und Totholz, einem ausreichenden Angebot an Bäumen mit Großhöhlen, deckungsreichen Tagunterständen, Lichtungen und Schneisen
A061
Reiherente ( Aythya fuligula )
– von Stillgewässern mit Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation
– störungsarmer Mausergebiete
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
– bei sekundärer Ausprägung der Habitate einer sich an traditionellen Nutzungsformen orientierenden Teichbewirtschaftung, die phasenweise ein hohes Nahrungsangebot gewährleistet
A282
Ringdrossel ( Turdus torquatus )
– störungsarmer Lebensräume in lichten Wäldern mit offener Grasvegetation
– von störungsarmen Bergmischwäldern, alpinen Rasen und Schuttfeldern
A688
Rohrdommel ( Botaurus stellaris )
– von Stillgewässern und Feuchtgebieten mit großflächigen Verlandungszonen, Röhrichten und Rieden
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
A292
Rohrschwirl ( Locustella luscinioides )
– von ausgedehnten Schilfröhrichten
– von Pufferzonen zum Schutz der Gewässer vor Nähr- und Schadstoffeinträgen
A081
Rohrweihe ( Circus aeruginosus )
– von Grünlandhabitaten mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt, deren Bewirtschaftung sich an traditionellen Nutzungsformen orientiert
– von hohen Grundwasserständen in den Brut- und Rasthabitaten
– von Schilfröhrichten
– störungsarmer Brut- und Rasthabitate
A097
Rotfußfalke ( Falco vespertinus )
– von strukturreichen Gehölz-Offenland-Komplexen aus ungenutzten bzw. extensiv genutzten, offenen und halboffenen Lebensräumen als Rastgebiet
A665
Rothalstaucher ( Podiceps griseigena )
– einer den ökologischen Ansprüchen der Art förderlichen Wasserqualität
– störungsarmer Brut-, Nahrungs- und Rasthabitate
A074
Rotmilan ( Milvus milvus )
– einer weiträumig offenen Kulturlandschaft mit ihren naturnahen Elementen wie Hecken, Feldgehölzen, Streuobstwiesen, Rainen, Ackersäumen, Brachen und Graswegen
– von Horstbäumen insbesondere an Waldrändern, einschließlich eines während der Fortpflanzungszeit störungsarmen Umfelds
– von naturnahen, strukturreichen Laub- und Laubmischwaldbeständen mit Altholz
A162
Rotschenkel ( Tringa totanus )
– von Niedermooren sowie von Grünlandhabitaten mit einem für die Art günstigen Feuchte- und Nährstoffhaushalt, deren Bewirtschaftung sich an traditionellen Nutzungsformen orientiert
– von hohen Grundwasserständen in den Rastgebieten
A039
Saatgans ( Anser fabalis )
– von Rastgebieten in weiträumigen Kulturlandschaften
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen unter besonderer Berücksichtigung der als Schlafplätze genutzten Bereiche
– störungsarmer Rastgebiete zur Zeit des Vogelzugs und im Winter
A132
Säbelschnäbler ( Recurvirostra avosetta )
– störungsarmer Rastgebiete
– von Pufferzonen zum Schutz der Gewässer vor Nähr- und Schadstoffeinträgen
– von Sand- und Schlammbänken als Nahrungshabitat
A066
Samtente ( Melanitta fusca )
– einer den ökologischen Ansprüchen der Art förderlichen Wasserqualität
– störungsarmer Rastgewässer
A067
Schellente ( Bucephala clangula )
– einer natürlichen Gewässer- und Auendynamik zur Ermöglichung der Neubildung von Altwässern, Uferabbrüchen, Kies-, Sand- und Schlammbänken
– von Ufergehölzen mit einem ausreichenden Angebot an Großhöhlen
– störungsarmer Rastgewässer
A295
Schilfrohrsänger ( Acrocephalus schoenobaenus )
– einer natürlichen Gewässer- und Auendynamik zur Ermöglichung der Neubildung von Altwässern und von Pufferzonen zum Schutz der Gewässer vor Nähr- und Schadstoffeinträgen
– von Schilfröhrichten und Weichholzauwäldern
A291
Schlagschwirl ( Locustella fluviatilis )
– von Gebüschen und Waldrändern auf feuchten und nassen Standorten sowie Auen
– von Hochstaudenfluren auf nassen Standorten und extensiv genutzten Feucht- und Auenwiesen
A051
Schnatterente ( Anas strepera )
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation
– störungsarmer Mausergebiete
– störungsarmer Rast- und Nahrungshabitate während der Fortpflanzungszeit
A358
Schneesperling ( Montifringilla nivalis )
– von störungsarmen Felsen mit ihrer Felsspaltenvegetation der montanen Stufe
– der alpinen Matten mit ihrem charakteristischen Nährstoffhaushalt, der natürlichen Vegetationsstruktur und ihrem reichen Mikrorelief
A008
Schwarzhalstaucher ( Podiceps nigricollis )
– einer sich an traditionellen Nutzungsformen orientierenden Teichbewirtschaftung, die zumindest phasenweise ein hohes Nahrungsangebot bietet
– einer den ökologischen Ansprüchen der Art förderlichen Wasserqualität
– störungsarmer Mausergebiete
– von größeren Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation
A276
Schwarzkehlchen ( Saxicola torquata )
– einer strukturreichen Landschaft mit Hecken, Feldgehölzen, Rainen, Ackersäumen, Brachen und Graswegen
– von trockenen Sandrasen, Blößen, Heide- und Brachflächen
A176
Schwarzkopfmöwe ( Larus melanocephalus )
– von breiten Verlandungszonen an Gewässern
– von bestehenden Lachmöwenkolonien
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
A073
Schwarzmilan ( Milvus migrans )
– von naturnahen und strukturreichen Laub- und Laubmischwäldern in ihren verschiedenen Entwicklungsphasen mit Horstbäumen in einem störungsarmen Umfeld während der Fortpflanzungszeit
– von geeigneten Rastgebieten in weiträumigen Kulturlandschaften
A236
Schwarzspecht ( Dryocopus martius )
– von strukturreichen Laub- und Mischwäldern in verschiedenen Entwicklungsphasen mit einem ausreichenden Angebot an Alt- und Totholz und Bäumen mit Großhöhlen
– von Ameisenlebensräumen im Wald mit Lichtungen, lichten Waldstrukturen und Schneisen
A030
Schwarzstorch ( Ciconia nigra )
– großer, weitgehend unzerschnittener Waldgebiete mit einem hohen Anteil an alten Laubwald- oder Laubmischwaldbeständen mit Horstbäumen
– von naturnahen Gewässern, Feuchtgebieten und strukturreichem Grünland als Nahrungshabitat
– störungsarmer Brut- und Nahrungshabitate
A075
Seeadler ( Haliaeetus albicilla )
– störungsarmer Rast-, Brut- und Nahrungshabitate
– fisch- und wasservogelreicher Nahrungshabitate
– von weitläufigen, gewässernahen Altholzbeständen mit markantem, altem Baumbestand für die Anlage des Horstes
A026
Seidenreiher ( Egretta garzetta )
– störungsarmer Rastgebiete
– von Weichholzauen als potentielles Bruthabitat
– von naturnahen Gewässern und Feuchtgebieten
A027
Silberreiher ( Casmerodius albus )
– von naturnahen Gewässern und Feuchtgebieten
– von großen Schilfröhrichten als potenzielles Bruthabitat
– störungsarmer Rastgebiete
A038
Singschwan ( Cygnus cygnus )
– von Grünlandhabitaten mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt
– störungsarmer Rastgebiete
A086
Sperber ( Accipiter nisus )
– von strukturreichen Wald-Offenland-Komplexen mit hoher Kleinvogeldichte
– störungsarmer Bruthabitate
A307
Sperbergrasmücke ( Sylvia nisoria )
– einer strukturreichen Kulturlandschaft mit Hecken, Feldgehölzen, Rainen, Ackersäumen, Brachen und Graswegen
– von reich strukturierten Waldrändern
A217
Sperlingskauz ( Glaucidium passerinum )
– strukturreicher und weitgehend unzerschnittener Nadel- und Nadelmischwälder in ihren verschiedenen Entwicklungsphasen mit Alt- und Totholz, Höhlenbäumen, deckungsreichen Tagunterständen, Lichtungen und Schneisen
A054
Spießente ( Anas acuta )
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
A091
Steinadler ( Aquila chrysaetos )
– von Felswänden und sehr lichten steilen Bergwäldern als ungestörte Bruthabitate sowie von artenreichen Nahrungshabitaten (Almen, alpine Matten und lichte Wälder)
A412
Steinhuhn (Alpen-Unterart) ( Alectoris graeca saxatilis )
– der alpinen Matten mit ihrem charakteristischen Nährstoffhaushalt der natürlichen Vegetationsstruktur und ihrem reichen Mikrorelief
A280
Steinrötel ( Monticola saxatilis )
– der alpinen Matten mit ihrem charakteristischen Nährstoffhaushalt der natürlichen Vegetationsstruktur und ihrem reichen Mikrorelief
A277
Steinschmätzer ( Oenanthe oenanthe )
– von offenen Rohböden in Abbaugebieten mit Stein- oder Erdhaufen
– von trockenen Blößen, Heide- und Brachflächen sowie von strukturreichen Weinbergslagen mit Lesestein-Stützmauern
A131
Stelzenläufer ( Himantopus himantopus )
– von störungsarmen Still- oder beruhigten Zonen von Fließgewässern mit breiten Flachuferzonen
A001
Sterntaucher ( Gavia stellata )
– einer den ökologischen Ansprüchen der Art förderlichen Wasserqualität
– von Pufferzonen zum Schutz der Gewässer vor Nähr- und Schadstoffeinträgen
– von naturnahen Bereichen an Großgewässern
– störungsarmer Gewässer zur Zeit des Vogelzugs und im Winter
A053
Stockente ( Anas platyrhynchos )
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
– störungsarmer Mausergebiete
– von naturnahen Bereichen an Großgewässern
A182
Sturmmöwe ( Larus canus )
– von Rast- und Nahrungshabitaten
– störungsarmer Bruthabitate
A222
Sumpfohreule ( Asio flammeus )
– hoher Grundwasserstände in den Brut-, Rast- und Nahrungshabitaten
– von Grünlandhabitaten mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt
A059
Tafelente ( Aythya ferina )
– von naturnahen Stillgewässern
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate
– störungsarmer Mausergebiete
A297
Teichrohrsänger ( Acrocephalus scirpaceus )
– von ausgedehnten Schilfröhrichten
– von Pufferzonen zum Schutz der Gewässer oder Röhrichte vor Nähr- und Schadstoffeinträgen
A322
Trauerschnäpper ( Ficedula hypoleuca )
– von mehrschichtigen Laub- und Mischwäldern mit ausreichendem Bestand an Höhlenbäumen und Altholz
A197
Trauerseeschwalbe ( Chlidonias niger )
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen
A119
Tüpfelsumpfhuhn ( Porzana porzana )
– schilfreicher Flachgewässer
– von Stillgewässern mit breiten, vegetationsreichen Flachuferzonen
A210
Turteltaube ( Streptopelia turtur )
– von strukturreichen Gehölz-Offenland-Komplexen aus extensiv genutzten, offenen und halboffenen Lebensräumen
A156
Uferschnepfe ( Limosa limosa )
– von Grünlandhabitaten mit einem für die Art günstigen Feuchte- und Nährstoffhaushalt
– von hohen Grundwasserständen in den Rast- und Nahrungshabitaten
– störungsarmer Rast- und Nahrungshabitate
A249
Uferschwalbe ( Riparia riparia )
– einer weitgehend natürlichen Gewässer- und Auendynamik zur Ermöglichung der Neubildung von Altwässern und Uferabbrüchen
– störungsarmer Brutgebiete in Sekundärhabitaten wie Abbauflächen
– von Bruthabitaten durch betriebliche Rücksichtnahmen beim Abbaubetrieb
A215
Uhu ( Bubo bubo )
– von störungsarmen Brutplätzen in lichten Wäldern, Felsen und Blockhalden in Habitaten sekundärer Ausprägung
– von Felswänden mit Brutnischen in Abbaugebieten
A113
Wachtel ( Coturnix coturnix )
– großräumiger Gras- und Grünlandhabitate
– weiträumiger offener Kulturlandschaften mit Rainen, Ackersäumen, Brachen und Graswegen
A122
Wachtelkönig ( Crex crex )
– ausreichender Grundwasserstände in den Brut- und Nahrungshabitaten
– von Grünlandhabitaten mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt
– naturnaher großflächiger Bereiche mit natürlichem Überschwemmungsregime, hochwüchsigen Wiesen und Weiden mit halboffenen Strukturen (Auwaldreste, Weidengebüsche, Baumreihen, Hecken und Staudensäume sowie Einzelgehölze), auentypischen Gräben, Flutgerinnen und Restwassermulden sowie eingestreuten Ruderal- und Brachestandorten
– störungsarmer Bruthabitate
A155
Waldschnepfe ( Scolopax rusticola )
– von nassen, quelligen Stellen im Wald
– von strukturreichen Laub- und Laubmischwaldbeständen in ihren verschiedenen Entwicklungsphasen
A165
Waldwasserläufer ( Tringa ochropus )
– einer natürlichen Gewässer- und Auendynamik
– von Altwässern, Uferabbrüchen, Kies-, Sand- und Schlammbänken
– von naturnahen Auwäldern als Bruthabitat, Gewässern und Feuchtgebieten
– störungsarmer Brut- und Rasthabitate
A103
Wanderfalke ( Falco peregrinus )
– von störungsarmen Brutplätzen, z.B. in Felsen
– von Felswänden mit Brutnischen in Abbaugebieten durch betriebliche Rücksichtnahmen beim Abbaubetrieb
A118
Wasserralle ( Rallus aquaticus )
– von Röhrichten und Seggenrieden mit einem großflächig seichten Wasserstand
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation
– von naturnahen Gewässern und Feuchtgebieten
A196
Weißbartseeschwalbe ( Chlidonias hybridus )
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation sowie großen Schwimmblattgesellschaften
A239
Weißrückenspecht ( Dendrocopos leucotos )
– großflächiger, störungsarmer, unzerschnittener, reich strukturierter Laub- und Mischwälder mit einem ausreichenden Angebot an Altholz, Totholz und Höhlenbäumen als Brut- und Nahrungshabitat
A031
Weißstorch ( Ciconia ciconia )
– großräumiger Grünlandhabitate mit einer die Nährstoffarmut begünstigenden Bewirtschaftung
– von hohen Grundwasserständen in den Nahrungshabitaten
– von naturnahen Gewässern und Feuchtgebieten und insbesondere von dauerhaften sowie temporären Kleingewässern im Grünland
A233
Wendehals ( Jynx torquilla )
– großflächiger Magerrasenflächen mit Ameisenvorkommen und eingestreuten Bäumen als Brut- und Nahrungsbäume mit einer die Nährstoffarmut begünstigenden Bewirtschaftung
– lichter Wälder in ihren verschiedenen Entwicklungsphasen mit Altholz, Totholz, Höhlenbäumen, Pioniergehölzen, Schneisen und Lichtungen
– trockener Blößen, Heide- und Brachflächen mit eingestreuten alten Obstbäumen, Sträuchern und Gebüschgruppen
– von Streuobstwiesen
A072
Wespenbussard ( Pernis apivorus )
– großflächiger, nährstoffarmer Magerrasen- bzw. Magerwiesenflächen
– von Bachläufen und Feuchtgebieten im Wald
– von Horstbäumen in einem störungsarmen Umfeld während der Fortpflanzungszeit
– von naturnahen, strukturreichen Laubwäldern und Laubmischwäldern in ihren verschiedenen Entwicklungsphasen mit Altholz und naturnahen, gestuften Waldrändern
A232
Wiedehopf ( Upupa epops )
– trockener Blößen und Brachflächen mit eingestreuten alten Obstbäumen, Sträuchern und Gebüschgruppen
– von großräumigen extensiv bewirtschafteten Grünlandhabitaten mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt
– von Höhlenbäumen einschließlich eines störungsarmen Umfelds während der Fortpflanzungszeit
– von Kopfweidenbeständen und Streuobstwiesen
A257
Wiesenpieper ( Anthus pratensis )
– von extensiven Grünlandhabitaten mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt
– von hohen Grundwasserständen in den Brut-, Rast- und Nahrungshabitaten
A260
Wiesenschafstelze ( Motacilla flava )
– von Rastgebieten und Bruthabitaten in weiträumigen Kulturlandschaften
– strukturierter Brut- und Nahrungshabitate mit Wiesen, Weiden, Brachen, ruderalisiertem Grünland sowie mit Gräben, Wegen und Ansitzwarten (Zaunpfähle, Hochstauden)
A084
Wiesenweihe ( Circus pygargus )
– von Rastgebieten und Bruthabitaten in weiträumigen Kulturlandschaften
– störungsarmer Brutgebiete
A224
Ziegenmelker ( Caprimulgus europaeus )
– großflächiger lichter Kiefernbestände und Moorwälder mit Altholz und ohne flächenhaften Unterstand
– von offenen Stellen im Wald sowie naturnahen, gestuften Waldrändern
– von waldnahen Blößen, Magerrasen-, Heide- und Brachflächen insbesondere auf trocken-sandigen Standorten
A378
Zippammer ( Emberiza cia )
– von strukturreichen Weinbergslagen mit offenen Felspartien, Geröll, Steinhaufen, Trockenmauern und einzelnen Gehölzen
A623
Zitronenzeisig ( Carduelis citrinella )
– von störungsarmen Lebensräumen im Bereich der Baumgrenze und Almflächen insbesondere lichter Nadelholzbestände und offener samenreicher Wiesenvegetation
A617
Zwergdommel ( Ixobrychus minutus )
– von ausgedehnten Schilfröhrichten
– von naturnahen Feuchtgebieten mit ihren Verlandungszonen, Röhrichten und Rieden
– von Pufferzonen zum Schutz der Gewässer vor Nähr- und Schadstoffeinträgen
A214
Zwergohreule ( Otus scops )
– einer strukturreichen Landschaft mit Hecken, Feldgehölzen, Streuobstwiesen, Rainen, Ackersäumen, Brachen und Graswegen
– lichter höhlenreicher Randzonen von Misch- und Laubwäldern
A068
Zwergsäger ( Mergus albellus )
– von störungsarmen Bereichen an größeren Rastgewässern zur Zeit des Vogelzugs und im Winter
– durch Schutz der Gewässer vor Nähr- und Schadstoffeinträgen
A320
Zwergschnäpper ( Ficedula parva )
– von Laub- und Mischwäldern mit einem ausreichenden Angebot an Altholz, Totholz und Bäumen mit Höhlen oder Halbhöhlen als Brut- und Nahrungshabitat
A152
Zwergschnepfe ( Lymnocryptes minimus )
– von hohen Grundwasserständen in den Rastgebieten
– von extensiv bewirtschafteten Grünlandhabitaten
– des Offenlandcharakters
– von naturnahen Gewässern und Feuchtgebieten
A037
Zwergschwan ( Cygnus columbianus )
– von großräumigen Grünlandhabitaten mit einem für die Art günstigen Nährstoffhaushalt
– störungsarmer Rastgebiete
A195
Zwergseeschwalbe ( Sterna albifrons )
– störungsarmer Rastgewässer
A145
Zwergstrandläufer ( Calidris minuta )
– einer weitgehend natürlichen Gewässer- und Auendynamik zur Ermöglichung der Neubildung von Uferabbrüchen, Kies-, Sand- und Schlammbänken
– störungsarmer Rastgebiete zur Zeit des Vogelzugs und im Winter
A121
Zwergsumpfhuhn ( Porzana pusilla )
– schilfreicher Flachgewässer
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation
A004
Zwergtaucher ( Tachybaptus ruficollis )
– einer sich an traditionellen Nutzungsformen orientierenden Teichbewirtschaftung, die zumindest phasenweise ein hohes Nahrungsangebot bietet
– einer den ökologischen Ansprüchen der Art förderlichen Wasser- und Gewässerqualität
– von Pufferzonen zum Schutz der Gewässer vor Nähr- und Schadstoffeinträgen
– von Stillgewässern mit breiten Flachuferzonen und einer reichen Unterwasser- und Ufervegetation
– störungsarmer Brut-, Rast- und Nahrungshabitate