Gesetzgebungsmaterialien
Artikel 3 · BT-Drs. 14/626 · S. 12
Zu Artikel 3 (§ 5 Kündigungsschutzgesetz)
Zu Artikel 3 (§ 5 Kündigungsschutzgesetz) Durch § 5 KSchG wird die nachträgliche Zulassung verspätet erhobener Kündigungsschutzklagen geregelt. In § 5 Abs. 4 Satz 1 KSchG ist die erstinstanzliche Zu- ständigkeit für solche Anträge dem Arbeitsgericht zuge- wiesen. Über den Antrag entscheidet die Kammer unter Hinzuziehung der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter. Gegen die Entscheidung des Arbeitsgerichts ist nach § 5 Abs. 4 Satz 2 KSchG die sofortige Beschwerde zum Landesarbeitsgericht statthaft. Das Landesarbeitsge- richt kann über die Beschwerde ohne mündliche Ver- handlung, d.h. durch den Vorsitzenden allein entschei- den. Das Gesetz sieht vor, daß auch im ersten Rechtszug die Entscheidung über die nachträgliche Zulassung einer Kündigungsschutzklage ohne mündliche Verhandlung ergehen kann. Hierdurch kann das Verfahren erheblich beschleunigt werden, da bereits anberaumte Kammer- termine – unter Mitwirkung der ehrenamtlichen Richte- rinnen und Richter – kurzfristig genutzt werden können. Dies ist wegen des für Kündigungsschutzverfahren in § 61a ArbGG besonders hervorgehobenen Beschleuni- gungsgrundsatzes dringend geboten. Im übrigen wird an der Kammerentscheidung in der ersten Instanz festge- halten, weil die Zulassung von Kündigungsschutzklagen einen sozialpolitisch außerordentlich wichtigen Bereich betrifft.
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Herkunft
BT-Drs. 14/626, 14. Wahlperiode · Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentsmaterialien (DIP) · Zeichenposition 38.200–39.535 der Textfassung · Extraktion pdftotext -raw (two-column, gutter 0.50) +D1D2D3 · Prüfwert cd29fef2833d68a8….
Deutscher Bundestag/Bundesrat – DIP