Gesetzgebungsmaterialien
Artikel 3 · BT-Drs. 17/12163 · S. 15
Zu Artikel 3 (Änderung des Rechtspflegergesetzes –
Zu Artikel 3 (Änderung des Rechtspflegergesetzes – RPflG) Durch die Ergänzung des § 14 Absatz 1 Nummer 7 RPflG um § 1686a Absatz 2 BGB bleibt die Entscheidung über das Recht des leiblichen Vaters auf Umgang mit dem Kind gemäß § 1686a Absatz 1 Nummer 1 BGB dem Richter vor- behalten. Demgegenüber ist der Rechtspfleger zuständig für Streitigkeiten, die das Recht des leiblichen Vaters auf Aus- kunft über die persönlichen Verhältnisse des Kindes gemäß § 1686 Absatz 1 Nummer 2 BGB betreffen. Diese Regelung zeichnet die gesetzgeberische Wertung der Verteilung der funktionellen Zuständigkeit für Umgangs- und Auskunftsverfahren auch für die Rechte des leiblichen, nicht rechtlichen Vaters gemäß § 1686a BGB nach: Die funktionelle Zuständigkeit in familienrechtlichen Streitig- keiten betreffend das Umgangs- und Auskunftsrecht ist gemäß § 14 Absatz 1 Nummer 7 RPflG im Grundsatz so ausgestaltet, dass der Rechtspfleger zuständig ist für die Entscheidung von Streitigkeiten, die das Recht jedes Eltern- teils betreffen, von dem jeweils anderen Elternteil Auskunft über die persönlichen Verhältnisse des Kindes gemäß § 1686 BGB zu verlangen (Bassenge/Roth, RPflG, Rn. 21 zu § 14). Demgegenüber entscheidet der Richter Streitigkeiten über das Umgangsrechts (Arnold/Meyer-Stolte/Hermann/Hintzen/ Rellermeyer, RPflG, Rn. 40 zu § 14). Diesen Grundsätzen entspricht die Regelung der funktionel- len Zuständigkeit für Streitigkeiten gemäß § 1686a BGB.
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Herkunft
BT-Drs. 17/12163, 17. Wahlperiode · Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentsmaterialien (DIP) · Zeichenposition 54.959–56.402 der Textfassung · Extraktion pdftotext -raw (two-column, gutter 0.24) +D1D2D3 · Prüfwert 6d8a24538321ed44….
Deutscher Bundestag/Bundesrat – DIP