Gesetze / Gesetzblätter
Bundesgesetzblatt, Teil II, Jahrgang 2002, S. 2482
BGBl. 2002 II S. 2482 · 6.061 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Gesetz
zur Änderung des Gesetzes
zum NATO-Truppenstatut und anderer Gesetze
(Verteidigungslastenzuständigkeitsänderungsgesetz – VertLastÄndG)
Vom 19. September 2002
Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates
das folgende Gesetz beschlossen:
Artikel 1
Änderung des
Gesetzes zum NATO-Truppenstatut
und zu den Zusatzvereinbarungen
Das Gesetz zum NATO-Truppenstatut und zu den
Zusatzvereinbarungen vom 18. August 1961 (BGBl. 1961
II S. 1183), zuletzt geändert durch Artikel 102 der Ver-
ordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785), wird wie
folgt geändert:
Artikel 8 wird wie folgt gefasst:
„Artikel 8
Zuständig ist die Verteidigungslastenverwaltung. Sie
wird in bundeseigener Verwaltung mit eigenem Ver-
waltungsunterbau geführt. Die Einzelheiten bestimmt
das Bundesministerium der Finanzen. Die zuständigen
Behörden und ihr jeweiliger Zuständigkeitsbereich wer-
den im Bundesanzeiger veröffentlicht.“
Artikel 2
Änderung
des Gesetzes zu den
Notenwechseln über die Rechtsstellung der
in Deutschland stationierten verbündeten Streitkräfte
Das Gesetz zu den Notenwechseln vom 25. Septem-
ber 1990 und vom 23. September 1991 über die Rechts-
stellung der in Deutschland stationierten verbündeten
Streitkräfte und zu dem Übereinkommen vom 25. Sep-
tember 1990 zur Regelung bestimmter Fragen in Bezug
auf Berlin vom 3. Januar 1994 (BGBl. 1994 II S. 26),
zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom
23. November 1994 (BGBl. 1994 II S. 3714; 1997 II S. 222),
wird wie folgt geändert:
1. Artikel 2 Abs. 5 Satz 1 wird wie folgt gefasst:
„Über die Anträge entscheidet die nach Artikel 8 des
Gesetzes zum NATO-Truppenstatut und zu den Zu-
satzvereinbarungen vom 18. August 1961 (BGBl. 1961 II
S. 1183) in der jeweils geltenden Fassung zuständige
Behörde.“
2. Artikel 3 Satz 2 wird aufgehoben.
Artikel 3
Änderung des
Gesetzes zu dem Notenwechsel
vom 29. April 1998 über die Rechtsstellung
der dänischen, griechischen, italienischen,
luxemburgischen, norwegischen, portugiesischen,
spanischen und türkischen Streitkräfte
in der Bundesrepublik Deutschland
Das Gesetz zu dem Notenwechsel vom 29. April 1998
über die Rechtsstellung der dänischen, griechischen,
italienischen, luxemburgischen, norwegischen, portugie-
sischen, spanischen und türkischen Streitkräfte in der
Bundesrepublik Deutschland vom 9. Juli 1999 (BGBl.
1999 II S. 506; 2000 II S. 782) wird wie folgt geändert:
Artikel 2 Abs. 1 Satz 2 wird aufgehoben.
Artikel 4
Änderung
des Gesetzes zum PfP-Truppenstatut
Das Gesetz zum PfP-Truppenstatut vom 9. Juli 1998
(BGBl. 1998 II S. 1338; 1999 II S. 465) wird wie folgt ge-
ändert:
Artikel 2 Abs. 1 wird wie folgt gefasst:
„(1) Für die Abgeltung von Schäden finden die Artikel 6,
8 bis 14 und 25 des Gesetzes zum NATO-Truppenstatut
und zu den Zusatzvereinbarungen vom 18. August 1961
(BGBl. 1961 II S. 1183) in der jeweils geltenden Fassung
entsprechende Anwendung.“
Artikel 5
Änderung
des Streitkräfteaufenthaltsgesetzes
Das Streitkräfteaufenthaltsgesetz vom 20. Juli 1995
(BGBl. 1995 II S. 554), zuletzt geändert durch Artikel 11
Nr. 15 des Gesetzes vom 20. Juni 2002 (BGBl. I S. 1946),
wird wie folgt geändert:
Artikel 3 § 5 wird wie folgt gefasst:
„Für die Abgeltung von Schäden finden die Artikel 6, 8
bis 14 und 25 des Gesetzes zum NATO-Truppenstatut
und zu den Zusatzvereinbarungen vom 18. August 1961

(BGBl. 1961 II S. 1183) in der jeweils geltenden Fassung
entsprechende Anwendung.“
Artikel 6
Änderung des Gesetzes
über die Abgeltung von Besatzungsschäden
Das Gesetz über die Abgeltung von Besatzungs-
schäden in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungs-
nummer 624-1, veröffentlichten bereinigten Fassung,
zuletzt geändert durch Artikel 10 Abs. 3 des Gesetzes
vom 19. Juli 2002 (BGBl. I S. 2674), wird wie folgt ge-
ändert:
§ 44 wird wie folgt gefasst:
„§ 44
Über die Anträge entscheidet die nach Artikel 8 des
Gesetzes zum NATO-Truppenstatut und zu den Zusatzver-
einbarungen vom 18. August 1961 (BGBl. 1961 II S. 1183)
in der jeweils geltenden Fassung zuständige Behörde.“
Artikel 7
Rechtsstellung der Beamten,
Versorgungsempfänger und anderen Beschäftigten
Der Übertritt kraft Gesetzes der bisher mit der Verteidi-
gungslastenverwaltung befassten Beamten und anderen
Beschäftigten in den Dienst des Bundes und die Über-
nahme der Versorgungsempfänger aus dem Bereich der
Verteidigungslastenverwaltung durch den Bund werden
ausgeschlossen.
Artikel 8
Inkrafttreten
Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 2003 für die Länder
Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Ham-
burg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen,
Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt,
Schleswig-Holstein und Thüringen, am 1. Januar 2005 für
die Länder Bayern, Hessen und Niedersachsen in Kraft.
Das vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt. Es
ist im Bundesgesetzblatt zu
verkünden.
Berlin, den 19. September 2002
Der Bundespräsident
Johannes Rau
Der Bundeskanzler
Gerhard Schröder
Der Bundesminister der Finanzen
Hans Eichel
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2002 II S. 2482. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
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