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Bundesgesetzblatt, Teil II, Jahrgang 1994, S. 1438

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 1438                                          Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                      Gesetz
                                   zu dem Übereinkommen vom 15. April 1994
                                   zur Errichtun.9 der Welthandelsorganisation
                                       und zur Anderung anderer Gesetze
                                                            Vom 30. August 1994

   Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates
 das folgende Gesetz beschlossen:

                               Artikel 1
           Zustimmung zu dem Übereinkommen
        zur Errichtung der Welthandelsorganlsatlon

     Dem in Marrakesch am 15. April 1994 unterzeichneten
  Übereinkommen zur Errichtung der Welthandelsorganisa-
  tion einschließlich der Schlußakte über die Ergebnisse der
• multilateralen Handelsverhandlungen der Uruguay-Runde
  vom selben Tage wird zugestimmt. Das Übereinkommen
  und die Schlußakte einschließlich der Übereinkünfte*)
 sowie

 a) die Zollzugeständnis-Liste LXXX, soweit sie unter den
    Vertrag über die Gründung der Europäischen Gemein-
    schaft für Kohle und Stahl fallende Waren enthält,
 b) die Listen der Europäischen Gemeinschaften und ihrer
    Mitgliedstaaten über Verpflichtungen und Meistbegün-
    stigungsausnahmen im Dienstleistungshandel
 werden nachstehend mit einer amtlichen deutschen Über-
 setzung veröffentlicht.
                               Artikel 2
        Änderung der Bundesrechtsanwaltsordnung

   § 206 der Bundesrechtsanwaltsordnung in der im Bun-
 desgesetzblatt TeU IH, Gliederungsnummer 303-8, veröf-
 fentlichten bereinigten Fassung, die zuletzt durch Artikel 8
 Abs. 2 des Gesetzes vom 24. Juni 1994 (BGBI. 1S. 1325)
 geändert worden ist, wird wie folgt geändert:

 1. In Absatz 1 werden die Worte „Europäische Gemein-
    schaften" ersetzt durch die Worte „Europäische
    Union".

 2. Absatz 2 wird wie folgt gefaßt:

      ,,(2) Für die Angehörigen der Mitgliedstaate~ der
     Welthandelsorganisation, die einen in der Ausbildung
     und den Befugnissen dem Beruf des Rechtsanwalts
     nach diesem Gesetz entsprechenden Beruf ausüben,
     gilt Absatz 1 entsprechend mit der Maßgabe, daß die
     Befugnis zur Rechtsberatung auf das Recht des Her-

  *) Die VerOffentlichung erfolgt nur bezüglich derjenigen Übereinkommen,
    bei denen eine - zumindest teilweise - nationale Gesetzgebungskom-
    petenz besteht: Marrakesch-Protokoll zum Allgemeinen Zoll- und Han-
    delsabkommen 1994 und Anhang gemäß o.a. Artikel 1 a, Allgemeines
    Übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen (GATS) und
    Anlagen gemAß o.a. Artikel 1b, Übereinkommen über handelsbezogene

    Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (TRIPS), Vereinbarung
    über Regeln und Verfahren zur Streitbeilegung.
    Die übrigen übereinkommen werden im Amtsblatt der EG veröffentlicht.
    Die ZollzugestAndnislisten sowie die Listen der Verpflichtungen und

    Meistbegünstigungsausnahmen im Dienstleistungshandel der übrigen
    Mitglieder der Welthandelsorganisation können beim Sekretariat dieser
    Organisation in Genf eingesehen werden.

   kunftsstaates und das Völkerrecht beschränkt ist. Das
   Bundesministerium der Justiz wird ermächtigt, durch
   Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates
   die Berufe zu bestimmen."

3. Der bisherige Absatz 2 wird Absatz 3 mit der Maßgabe,
   daß in Satz 2 die Worte „Der Bundesminister der Justiz"
   ersetzt werden durch die Worte „Das Bundesministe-
   rium der Justiz" und das Wort "mit" durch das Wort
   ,,ohne".

                        Artikel 3
        Änderung des Rechtsanwaltsgesetzes

  § 186 des Rechtsanwaltsgesetzes vom 13. September
1990 (GBI. 1Nr. 61 S. 1504), das nach Anlage II Kapitel III
Sachgebiet A Abschnitt III Nr. 1 des Einigungsvertrages
vom 31. August 1990 (BGBI. 1990 II S. 885, 1156) fortgilt
und zuletzt durch § 23 des Gesetzes vom 26. Juni 1992
(BGBI. 1 S. 1147) geändert worden ist, wird wie folgt
gefaßt:
                          ,,§ 186
                      Niederlassung
  (1) Ein Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der
Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates
des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum,
der seine berufliche Tätigkeit unter einer der in § 1 des
Rechtsanwaltsdienstleistungsgesetzes genannten Berufs-
bezeichnungen ausübt, ist berechtigt, sich unter dieser
Berufsbezeichnung zur Rechtsbesorgung auf dem Gebiet
ausländischen und internationalen Rechts niederzulassen,
wenn er auf Antrag in die für den Ort seiner Niederlassung
zuständige Rechtsanwaltskammer aufgenommen ist.

  (2) Für die Angehörigen der Mitgliedstaaten der Welt-
handelsorganisation, die einen in der Ausbildung dem § 4
der Bundesrechtsanwaltsordnung und in den Befugnissen

dem Beruf des Rechtsanwalts nach diesem Gesetz ent-
sprechenden Beruf ausüben, gilt Absatz 1 entsprechend
mit der Maßgabe, daß die Befugnis zur Rechtsberatung
auf das Recht des Herkunftsstaates und das Völkerrecht
beschränkt ist. Das Bundesministerium der Justiz wird
ermächtigt, durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung
des Bundesrates die Berufe zu bestimmen.
    (3) Für die Angehörigen anderer Staaten, die einen in

der Ausbildung dem § 4 der Bundesrechtsanwaltsordnung
 und in den Befugnissen dem Beruf des Rechtsanwalts
nach diesem Gesetz entsprechenden Beruf ausüben, gilt

Absatz 1 mit der Maßgabe, daß die Befugnis zur Rechts-
beratung auf das Recht des Herkunftsstaates beschränkt
ist, entsprechend, wenn die Gegenseitigkeit mit dem Her-
kunftstaat verbürgt ist. Das Bundesministerium der Justiz

wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung ohne Zustim-

mung des Bundesrates die Staaten, für deren Angehörige
dies gilt, und die Berufe zu bestimmen."
BGBl. 1994, Seite 1439 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1439
                        Artikel 4

       Änderung des Rechtsberatungsgesetzes

  Artikel 1 § 1 des Rechtsberatungsgesetzes in der im
Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 303-12,
veröffentlichten bereinigten Fassung, das zuletzt durch
Artikel 3 des Gesetzes vom 13. Dezember 1989 (BGBI. 1
S. 2135) geändert worden ist, wird wie folgt gefaßt:

1. Absatz 1 Satz 2 Nr. 6 wird wie folgt gefaßt:

   "6. Rechtskundigen in einem ausländischen Recht für

       die Rechtsbesorgung auf dem Gebiet dieses

       Rechts; eine für das Recht eines der Mitgliedstaa-

       ten der Europäischen Union erteilte Erlaubnis er-

       streckt sich auf das Recht der Europäischen Ge-

       meinschaften."

2. Absatz 2 wird wie folgt gefaßt:
     "(2) Die Erlaubnis darf nur erteilt werden, wenn der
   Antragsteller die für den Beruf erforderliche Zuverläs-
   sigkeit und persönliche Eignung sowie genügende
   Sachkunde besitzt und ein Bedürfnis für die Erlaubnis
   besteht. Eine Bedürfnisprüfung findet nicht statt, wenn
   der Antragsteller Staatsangehöriger eines Mitgliedstaa-
   tes der Europäischen Union oder eines anderen Ver-
   tragsstaates des Abkommens über den Europäischen
   Wirtschaftsraum ist."

3. Nach Absatz 2 wird folgender Absatz 3 angefügt:
     "(3) Erstreckt sich eine vor dem 10. September 1994
   erteilte Erlaubnis nach Absatz 1 Satz 2 Nr. 6 auch auf
   das Recht der Europäischen Gemeinschaften, ist die
   Erlaubnis nachträglich auf die Rechtsbesorgung auf
   dem Gebiet des ausländischen Rechts zu beschrän-
   ken. Dies gilt nicht, wenn das ausländische Recht das
   Recht eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union
   ist. Ist dem Erlaubnisinhaber eine gesonderte Erlaubnis
   zur Rechtsbesorgung auf dem Gebiet des Rechts der
   Europäischen Gemeinschaft aufgrund nachgewiesener
   Sachkunde erteilt worden, so ist diese nicht zu wider-
   rufen."

                        Artikel 5

         Änderung des Erstreckungsgesetzes

  Nach § 6 des Erstreckungsgesetzes vom 23. April 1992
(BGBI. 1S. 938) wird folgender § 6a eingefügt:

                          n§ 6a

                      Patentdauer
  Die Dauer der nach § 4 erstreckten Patente, die am
31. Dezember 1995 noch nicht abgelaufen sind, beträgt
20 Jahre, die mit dem auf die Anmeldung folgenden Tag
begjnnen."

                        Artikel 6

       Änderung der Wlrtschaftsprüferordnung
  § 10 Abs. 2 der Wirtschaftsprüferordnung in der Fas-
sung der Bekanntmachung vom 5. November 1975
(BGBI. 1S. 2803), die zuletzt durch Artikel 8 des Gesetzes
vom 25. Juli 1994 (BGBI. 1 S. 1744) geändert worden ist,
wird wie folgt gefaßt:

 "(2) die Zulassung zur Prüfung kann versagt werden,
wenn der Bewerber sich so verhalten hat, daß die Besorg-

nis begründet ist, er werde den Berufspflichten als Wirt-
schaftsprüfer nicht genügen."

                         Artikel 7

                 Steuerllche Privilegien
   Für die Gewährung steuer- und zollrechtlicher Vorrechte
und Befreiungen an die Welthandelsorganisation, ihre Be-
amten und die Vertreter der Mitglieder, ist das Abkommen

über die Vorrechte und Befreiungen der Sonderorganisa-

tionen der Vereinten Nationen vom 21. November 1947

(BGBI. 1954 II S. 640) mit der Maßgabe entsprechend

anzuwenden, daß die von direkten Steuern befreiten Ge-

hälter und sonstigen Bezüge der Beamten und der Vertre-

ter der Mitglieder der Welthandelsorganisation bei der
Festsetzung des auf Einkommen aus anderen Quellen zu
erhebenden Steuerbetrages berücksichtigt werden können.

                         Artikel 8
         Änderung der Bundesnotarordnung

   § 19a der Bundesnotarordnung in der im Bundesgesetz-
blatt Teil 111, Gliederungsnummer 303-1, veröffentlichten
bereinigten Fassung, die zuletzt durch Artikel 9 des Geset-
zes vom 21. Juli 1994 (BGBI. 1 S. 1630) geändert worden
ist, wird wie folgt geändert:

1. Absatz 1 wird wie folgt gefaßt:
    "(1) Der Notar ist verpflichtet, eine Berufshaftpflicht-
   versicherung zu unterhalten zur Deckung der Haft-
   pflichtgefahren für Vermögensschäden, die sich aus
   seiner Berufstätigkeit und der Tätigkeit von Personen
   ergeben, für die er haftet. Die Versicherung muß bei
   einem im Inland zum Geschäftsbetrieb befugten Versi-
   cherungsunternehmen zu den nach Maßgabe des Ver-
   sicherungsaufsichtsgesetzes eingereichten allgemei-
   nen Versicherungsbedingungen genommen werden.
   Die Versicherung muß für alle nach Satz 1 zu versi-
   chernden Haftpflichtgefahren bestehen und für jede
   einzelne Pflichtverletzung gelten, die Haftpflichtansprü-
   che gegen den Notar zur Folge haben könnte."

2. Absatz 2 wird wie folgt gefaßt:

    ,.(2) Vom Versicherungsschutz können ausgeschlos-
   sen werden

   1. Ersatzansprüche wegen wissentlicher Pflichtverlet-
      zung,

   2. Ersatzansprüche aus der Tätigkeit im Zusammen-
      hang mit der Beratung über außereuropäisches
      Recht, es sei denn, daß die Amtspflichtverletzung
      darin besteht, daß die Möglichkeit der Anwendbar-
      keit dieses Rechts nicht erkannt wurde,
   3. Ersatzansprüche wegen Veruntreuung durch Perso-
      nal des Notars, soweit nicht der Notar wegen fahr-
      lässiger Verletzung seiner Amtspflicht zur Überwa-

      chung des Personals in Anspruch genommen
      wird."

3. Der bisherige Absatz 1 Satz 3 bis 6 wird Absatz 3.

4. Die bisherigen Absätze 2 bis 4 werden Absätze 4
   bis 6.
BGBl. 1994, Seite 1440 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1440
1440                                  Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                        Artikel 9
       Änderung der Verwaltungsgerichtsordnung
  § 48 Abs. 1 der Verwaltungsgerichtsordnung in der
Fassung der Bekanntmachung vom 19. März 1991 (BGBI. 1
S. 686), die zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom
24. Juni 1994 (BGBI. 1S. 1374) geändert worden ist, wird
wie folgt geändert:
In Satz 1 Nr. 5 werden die Wörter „Planfeststellungsverfah-
ren nach § 7 des Abfallgesetzes" durch das Wort „Verfah-
ren" ersetzt.

                                Das vorstehende Gesetz wird

                          Artikel 10
                        Inkrafttreten
    (1) Die Artikel 1, 4, 8 und 9 treten am Tage nach ihrer
  Verkündung in Kraft, die Artikel 2, 3 und 5 bis 7 treten an
  dem Tag in Kraft, an dem das Abkommen zur Errichtung
  der Welthandelsorganisation nach seinem Artikel XIV für
  die Bundesrepublik Deutschland in Kraft tritt.

    (2) Der Tag des lnkrafttretens ist im Bundesgesetzblatt
  bekanntzugeben.

hiermit ausgefertigt und
                              wird im Bundesgesetzblatt verkündet.
                                 Berlin, den 30. August 1994
                                              Der Bundespräsident
                                                 Roman Herzog
                                               Der Bundeskanzler
                                                Dr. Helmut Kohl

                                     Der Bundesminister für
                                                Rexrodt

Wirtschaft
                                    Der Bundesminister des Auswärtigen
                                                 Kinkel
                                      Die Bundesministerin der Justiz
                                      S. Leutheusse r-Schnarrenberger
                                      Der Bundesminister der Finanzen
                                               Theo Waigel
BGBl. 1994, Seite 1441 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1441




                                               Übereinkommen
                                 zur Errichtung der Welthandelsorganisation

                                                  Agreement
                                  establishing the World Trade Organization




                                                  Ratifizierungspflichtige Teile
                             der multilateralen GATT-Uruguay-Handelsverhandlungsergebnisse
                                              in englischer Originalfassung sowie
                                  in vertragsförrnlich überprüfter deutscher Übersetzung

                                                                                                                   Seite
                                                                                                        englisch           deutsch

1.   Schlußakte über die Ergebnisse der multilateralen Handelsverhandlungen der Uruguay-Runde ... .      1442               1624
2.   Übereinkommen zur Errichtung der Welthandelsorganisation (WTO) ........................ .           1443               1625
3.   Protokoll von Marrakesch zum Allgemeinen Zoll- und Handelsübereinkommen von 1994 ........ .         1453               1631
3.a) Liste LXXX der Europäischen Gemeinschaften für Zollzugeständnisse für EGKS-Waren ........ .         1455               1632
4.   Allgemeines Übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen und diesbezügliche Minister-
     beschlüsse ...........................................•.........................                    1473               1643
4.a) Liste der spezifischen Verpflichtungen der Europäischen Gemeinschaften und ihrer Mitgliedstaaten
     zum Allgemeinen Übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen .................... .           1521               1678
4.b) Endgültige Liste der Ausnahmen zu Artikel II (Meistbegünstigung) der Europäischen Gemein-
     schaften und ihrer Mitgliedstaaten zum Allgemeinen übereinkommen Ober den Handel mit Dienst-
     leistungen ...........•.................................•.•...•..................                   1560               1723
5.   Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums .......... .          1565               1730
6.   Vereinbarung über Regeln und Verfahren zur Beilegung von Streitigkeiten und diesbezüglicher
     Ministerbeschluß ................................................................ .                 1598               1749

BGBl. 1994, Seite 1442 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1442
1442                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                     FINAL ACT EMBODYING TBE RESULTS OF TBE
                URUGUAY ROUND OF MULTILATERAL TRADE NEGOTIATIONS


  1.      Having met in order to conclude the Uruguay Round of Multilateral Trade Negotiations,
  representatives of tbe govemmem and of tbe European Communities, members of tbe Trade Negodatiom
  Committee, agree tbat tbe Agreement &tablishing the World Trade Organimion (referred to in this
  Final Act as the "WTO Agreement"), the Ministerial Declarations aodDecisions, and the Understanding
  on Commitments in Financial Services, as annexed hereto, embody the results of their negotiatiom
  and fonn an integral part of tbis Final Act.

  2.      By signing the present Final Act, the represenwives agree

          (a)      to submit, as appropriate, the WTO Agreement for the consideration of their respective
                  competent authorities with a view to seeking approval of the Agreement in accordance
                  with their procedures; and

          (b)      to adopt the Ministerial Declarations and Decisions.

  3.      The represenwives agree on the desirability of acceptance of the WTO Agreement by all
  participants in the Uruguay Round of Multilateral Trade Negotiations (bereinafter referred to as
  "participants") with a view to its entty into force by 1 January 199S, or as early as possible thereafter.
  Not later than late 1994, Ministers will meet, in accordance with the final paragraph ofthe Punta del
  Este Ministerial Declaration, to decide on the international implementation of the results, including
  the timing of their entry into force.

  4.      The represenwives agree that the WTO Agreement sball be open for acceptance as a whole,
  by signature or otherwise, by all participants pursuant to Article XIV thereof. The acceptance and
  entry into force of a Plurilateral Trade Agreement included in Annex 4 of the WTO Agreement shall
  be govemed by the provisions of that Plurilateral Trade Agreement.

  S.       Before accepting the WTO Agreement, participants which are not contracting parties to the
  General Agreement on Tariffs and Trade must first have concluded negotiations for their accession
  to the General Agreement and become comracting parties thereto. For panicipants which are not
  contracting parties to the General Agreement as of the date of the Final Act, the Schedules are not
  definitive and sball be subsequently completed for the purpose of tbeir accession to the General
  Agreement and acceptance of the WTO Agreement.

  6.      This Final Act and the texts annexed hereto shall be deposited with the Director-General to
  the CONTRACTING PARTIES to the General Agreement on Tariffs and Trade who shall promptly
  furnish to each participant a certified copy thereof.


          DONE at Marrakesh this fifteenth day of April one thousand nine hundred and ninety-four,
  in a single copy, in the English, French and Spanish languages, each text being authentic.



  [List of signatures to be included in the treaty copy of the Final Act for signature]

BGBl. 1994, Seite 1443 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1443

                               AGREEMENT ESTABLISBING TBE
                                WORLD TRADE ORGANIZATION


        The Panies to this Agreement,

        Recognizing tbat tbeir relatiom in tbe field of trade and economic endtavour should be oondncted
with a view to raising standards of living, ensuring full employment and a large and steadily growing
volume of real income _and effective demand, and expanding the production of and trade in goods and
services, wbile allowing for the optimal use of the world' s resources in accordance with the objective
of sustainable development, seeldng both to protect and preserve the environment and to enhance the
means for doing so in a manner consistent with their respective needs and concems at different levels
of economic development,

        Recognizing further tbat there is need for positive efforts designed to ensure tbat developing
countries, and especially the least developed among them, secure a share in the growth in international
trade commensurate with the needs of their economic development,

        Being desirous of conuibuting to these objectives by eotering into reciprocal and mutually
advantageous arrangements directed to the substantial reduction of tariffs and other barriers to trade
and to the elimination of discriminatory treatment in international trade relations,

        Resolved, therefore, to develop an integrated, more viable aod durable multilateral trading system
encompassing the General Agreement on Tariffs and Trade, tbe results of put trade liberaliz.ation effons,
and all of the results of the Uruguay Round of Multilateral Trade Negotiations,

        Determined to preserve the basic principles and to funher the objectives underlying this
multilateral trading system,

        Agree as follows:


                                                Anicle I

                                  Establishment of the Organization

        The World Trade Organization (hereinafter referred to as "the WTO") is hereby established.


                                               Article II

                                           Scope o/ tM WTO

1.     The WTO sball provide the connnon institutional framework for the conduct of trade relations
among its Members in matters related to the agreements and associated legal instruments included in
the Annexes to tbis Agreement.

2.      The agreements and associated legal instrumeots included in Annexes 1, 2 and 3 (hereinafter
referred to as "Multilateral Trade Agreemems") are integral pans of this Agreement, bincling on all
Members.

3.       The agreements and associated legal imtruments included in Annex 4 (hereinafter referred
to as "Plurilateral Trade Agreements") are also part of this Agreement for those Members that have

BGBl. 1994, Seite 1444 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1444
1444                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  accepted tbem, and are binding on those Members. 1be Plurilateral Trade Agreements do not create
  eitbcr obligations or rights for Members tbat bave not accepted them.

  4.       Tbe General Agreement on Tariffs and Trade 1994 a specified in Annex 1A (bereinafter referred
  to as "GATT 1994•) is legally distinct from the General Agreement on Tariffs and Trade, dated
  30 October 1947, anncxed to the Final Act Adopted at the Conclusion of the Second Session of tbe
  Preparatory Committee of tbe United Natiom Conference on Trade and Employment, as subsequently
  rectified, amended or modified (bereinafter referred to as "GATT 1947").


                                                  Articlt III

                                            Funaions of IM WTO

  1.      The WTO shall faciliwe tbe implementation, admioistration and operation, and funher the
  objectives, of this Agreement and of tbe Multilateral Trade Agreemems, aod shall also provide the
  framework for the implemenwion, adrninisuation and operation of tbe Plurilateral Trade Agreements.

  2.      The WTO shall provide the forum for negotiations among its Members conceming their
  multilateral trade relations in matters dealt witb Wider the agreements in tbe Annexes to this Agreement.
  The WTO may also provide a forum for further negotiations among its Members concerning their
  multilateral trade relations, and a framework for the implementation of the results of such negotiations,
  as may be decided by the Ministerial Conference.

  3.      The WTO sball admrnister the Understanding on Rules and Procedures Goveming the Settlement
  ofDisputes (hereinafter referred to as the "Dispute Settlement Undentanding" or "DSU") in Annex 2
  to this Agreement.

  4.     The WTO shalJ administer tbe Trade Policy Review Mecbanism (hereinafter referred to as
  tbe "TPRM") provided for in Annex 3 to this Agreement.

  S.     With a view to achieving greater coherence in global economic policy-maldng, the WTO shall
  cooperate, as appropriate, witb tbe Imemational M<>netary Fund and with the International Bank for
  Reconstruction and Development and its affiliated agencies.


                                                  Artidt IV

                                            StnletUT, of the wro

  1.        There shall be a Ministerial Conference composed of representatives of all the Members, which
 . shall meet at least once every two years. The Ministerial Conference sball carry out tbe functions
   of the WTO and take actions necessary to this effect. The Ministerial Conference shal1 have the authority
   to take decisions on all matten under any of the Multilateral Trade Agreements, if so requested by
   a Member, in accordance witb tbe specific requirements for decision-rnaldng in this Agreement iDd
   in the relevant Multilateral Trade Agreement.

  2.      There shall be a General Council composed of representatives of all the Members, which sball
  meet as appropriate. In the intervals between m,aings of the Ministerial Conference, its functions
  shall be conducted by the General Council. The General Council shall also carry out the functions
  assigned to it by this Agreement. 1be General Council shall establish its mies of procedure and approve
  the rules of procedure for the Committees provided for in paragraph 7.

BGBl. 1994, Seite 1445 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1445

3.      The General Council sball convene as appropriate to discbarge the responsibilities of the Dispute
Settlement Body provided for in the Dispute Settlement Understaodingo The Dispute Settlement Body
may bave its own chairman and shall establish such rules of procedure as it deems necessary for the
fulfilment of those responsibilities.

4.      The General Council sball convene as appropriate to discharge the responsibilities of the Trade
Policy Review Body provided for in the TPRM. 1be Trade Policy Review Body may have its own
chainnan and sball establish such rules of procedure as it deems necessary for the fultilment of those
responsibilities.

S.      There shall be a Council for Trade in Goods, a Council for Trade in Services and a Council
for Trade-Related Aspects of lntellectual Property Rights (hereinafter referred to as the "Council for
TRIPS"), wbich sball operate Wlder the general guidance of the General Council. The Council for
Trade in Goods sball oversee the functioning of the Multilateral Trade Agreements in Annex lA. The
Council for Trade in Services sball oversee tbe functioning of the General Agreement on Trade in
Services (bereinafter referred to as "GATS"). 1be Council for TRIPS shall oversee the functioning
of the Agreement on Trade-Related Aspects of Imellectual Property Rigbts (hereinafter referred to
as the "Agreement on TRIPS"). These Councils shall carry out the functions assigned to them by their
respective agreements and by the General Council. 1bey shall establish their respective rules of
procedure subject to the approval of tbe General Council. Membership in these Councils shall be open
to representatives of all Members. Toese·Councils sball meet as necessary to carry out their functions.

6.       The Council for Trade in Goods, the Council for Trade in Servicesand the Council for TRIPS
sball establish subsidiary bodies as required. These subsidiary bodies shall establish their respective
rules of procedure subject to the approval of their respective Councils.

7.      Tbe Ministerial Conference sball establish a Cmunmee on Trade and Development, a Committee
on Balance-of-Payments Restrictions and a Committee on Budget, Finance and Administration, which
shall carry out the functions assigned to them by this Agreement and by the Multilateral Trade
Agreements, and any additional functions assigned to them by the General Council, and may establish
such additional Committees with such functions as it may deem appropriate. As pan of its functions,
the Committee on Trade and Development sball periodically review the special provisions in the
Multilateral Trade Agreements in favour of the least-developed country Members and repon to the
General Council for appropriare action. Membersbip in tbese Committees shall be open to represeoratives
of all Members.

8.      1be bodies provided for WJder the Plurilateral Trade Agreements shall carry out tbe functions
assigned to them under those Agreements and shall operate within the imtitutional framework of the
WTO. These bodies shall keep the General Council informed of tbeir activities on a regular basis.


                                              AnicltV

                                 Relations with Other Organizations

1.      The General Council shall make appropriate arrangements for effective cooperation with other
intergovemmental organmtions tbat bave responsibilities related to those of the WTO.

2.     The General Council may make appropriate arrangements for consultation and cooperation
with non-governmental organiz.ations concemed with matten related to those of the WTO.

BGBl. 1994, Seite 1446 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1446
1446                                Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                   Article VI

                                                The Secrttariat

  1.     Tbere shall be a Secretariat of the WTO (hereinafter referred to as "the Secretariat") headed
  by a Director-General.

  2.      The Ministerial Conference shall appoint the Director-General and adopt regulations setting
  out the powers, duties, conditions of service and term of office of the Director-General.

  3.      The Director-General sball appoint the members of the staff of the Secretariat and determine
  their duties and conditions of service in accordance with regulations adopted by the Ministerial
  Conference.

  4.       The responsibilities of the Director-General and of the staffof the Secretariatsball be exclusively
  international in character. In the discharge of their duties, the Director-General and tbe staff of the
  Secretariat shall not seek or accept instructions from any govemment or any other autbority extemal
  to the WTO. 1bey sball refrain from any action wbich might adversely reflect on their position as
  international ofticials. 1be Members of the WTO sball respect tbe international clJaracter of the
  responsibilities of the Director-General and of the staff of the Secretariat and shall not seek to influence
  them in the discharge of their duties.


                                                  Anicle Vl1

                                          Budget and Contributions

  1.      The Director-General sball present to the Committee on Budget, Finance and Administration
  the annual budget estimate and tinancial statement ofthe WTO. Tbe Committee on Budget, Finance
  and Administration sball review the annual budget estimate and the financial statement presented by
  the Director-General and make recommendations thereon to the General Council. The annual budget
  estimate sball be subject to approval by the General Council.

  2.      The Committee on Budget, Finance and Administration sball propose to the General Council
  financial regulations which shall include provisions setting out:

          (a)      the scale of contributions apponioning the expenses of the WTO among its Members;
                   and

          (b)      the measures tobe taken in respect of Members in arrears.

  The financial regulations shall be based, as far as practicable, on the regulations and practices of
  GAIT 1947.

  3.      The General Council shaU adopt the financial regulations and the annual budget estimate by
  a two-thirds majority comprising more tban half of the Members of the WTO.

  4.      Each Member shall promptly contribute to the WTO its sbare in the expenses of the WTO
  in accordance with the financial regulations adopted by the General Council.

BGBl. 1994, Seite 1447 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1447

                                                    A.nicle VIII

                                               Status of the WTO

1.      The WTO sball bave legal personality, and sball be accorded by each of its Members such
legal capacity as may be necessary for tbe exercise of its functions.

2.      The WTO sball be accorded by each of its Members such privileges and immunities as are
necessary for the exercise of its functions.

3.       The officials of the WTO and tbe representatives of the Members shall similarly be accorded
by each of its Members such privileges and immunities as are necessary for tbe independent exercise
of their functions in connection with the WTO.

4.      The privileges and immunities tobe accorded by a Member to the WTO, its officials, and the
representatives of its Members sball be similar to the privileges and immunities stipulated in the
Convemion on the Privileges and lmfflllllities of the Specialiml Agencies, approved by the General
Assembly of the United Nations on 21 November 1947.

5.       The WTO may conclude a headquarters agreement.


                                                    Anicle IX

                                                Decision-Making

1.       The WTO shall continue tbe practice of decision-making by consensus followed under
GATT 1947. 1 Except as otherwise provided, where a decision cannot be anived at by consensus, the
matter at issue shall be decided by voting. At meetings of the Ministerial Conference and the General
Council, each Member of the WTO sball bave one vote. Where the European Communities exercise
their right to vote, they sball bave a number of votes equal to the number of their member States2 which
are Members of the WTO. Decisions of the Ministerial Conference and the General Council shall
be taken by a majority of the votes cast, unless otherwise provided in this Agreement or in the relevant
Multilateral Trade Agreement. 3

2.      Tbe Ministerial Conference and the General Council shall bave tbe exclusive authority to adopt
interpretations of this Agreement and of the Multilateral Trade Agreemems. In the case of an
interpretation of a Multilateral Trade Agreement in Annex 1, they sball exercise their authority on
the basis of a recommendation by the Council overseeing the functioning of that Agreement. The
decision to adopt an interpretation shall be taken by a three-fourtbs majority of tbe Members. This
paragrapb sball not be used in a manner tbat would undermine the amendment provisions in Anicle X.

3.     In exceptional circumstances, the Ministerial Conference may decide to waive an obligation
imposed on a Member by this Agreement or any of the Multilateral Trade Agreements, provided that


   1
    The body concerned sball be deemed to have decided by consensus on a matter submiued for its consideration, if no
Member. present at tbe meeting when die decision is taten, formally objects to the proposed decision.

   2Tbe nmnber of votes of the European Commu.nities and their member States shall in no case exceed the number of the
member States of tbe European Communities.

    3
     Decisions by the General Council wben convened as the Dispute Settlement Body shall be taten only in accordance
with the provisions of paragraph 4 of Anicle 2 of the Dispute Settlement Understanding.

BGBl. 1994, Seite 1448 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1448
1448                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  any such decision shall be taken by three fourtbs' of tbe Members unless otherwise provided for in
  this paragraph.

           (a)       A request for a waiver conceming this Agreement shall be submitted to the Ministerial
                     Conference forcomideration pursuant to tbepracticeofdecision-maldng by consensus.
                     1be Ministerial Confermce mall establisb a time-period, which sball not exceed 90 days,
                     to consider the request. If consensus is not reached during the time-period, any decision
                     to grant a waiver shall be taken by tbree fourtbs' of tbe Members.

           (b)       A request for a waiver conceming the Multilateral Trade Agreements in Annexes lA
                     or 1B or lC and tbeir annewa shall be aubmitted initially to tbe Council for Trade
                     in Goods, the Council for TIide in Services or tbe Council for TRIPS, respectively,
                     for consideration during a time-period wbich shall not aceed 90 days. At tbe end
                     of the time-period, the relevant Council sball submit a repon to tbe Ministerial
                     Conference.

  4.      A decision by the Ministerial Conference granting a waiver sbal1 state tbe exceptional
  circumstances justifying tbe decision, tbe terms and conditions goveming tbe application of tbe waiver,
  and tbe date on which tbe waiver sball terminate. Any waiver panted for a period of more than one
  year shal1 be reviewed by tbe Ministerial Coafereace not 1-- tblD oae year aftcr it is granted, and
  tbereafter amn,any until tbe waiverterminates. Ineach review, the Ministerial Conference shall namine
  whetber tbe exceptional circumstances justifying tbe waiver still exist and whetber tbe terms and
  conditiom attacbed to the waiver bave been met. Tbe Ministerial Conference, on the basis of tbe annua1
  review, may extend, moclify or termiJwe the waiver.

  S.     Decisions under a Plurilateral Trade Agreement, iDc1uding any decisions on imerpretations
  and waivers, sball be govemed by the provisions of tbat Agreement.


                                                          Article X



  1.      Any Member of the WTO may initiate a proposal to amend the provisiom of this Agreement
  or the Multilateral Trade Agreemems in Annex 1 by submitting such proposal to the Ministerial
  Conference. 1be Councils listed in paragraph 5 of Article IV may also submit to tbe Ministerial
  Conference proposals to ammd tbe provisions of the comsponding Multilateral Trade Agreements
  in Annex 1 the functioning of which they oversee. Unless the Ministerial Conference decides on a
  longer period, for a period of 90 days after tbe proposal bas been tabled formally at tbe Ministerial
  Conference any decision by the Ministerial Confereoce to submit tbe proposed amendmeru to the
  Members for acceptance shall be taken by comensus. Unless the provisiom of paragrapbs 2, 5 or
  6 apply, that decision shall specify whether the provisions of paragrapbs 3 or 4 sball apply. If consensus
  is reached, the Ministerial Conference sbal1 fortbwith submit tbe proposed arnendment to the Members
  for acceptaDCe. If consemus is not reached at a rneedng of the Ministerial Conference within tbe
  established period, the Ministerial Conference shall deckte by a two-thirds majority of tbe Members
  whether to sublnit the proposed amendment to the Members for acceptance. Except as provided in
  paragraphs 2, S and 6, the provisiom of paragraph 3 sball apply to tbe proposed amendment, unless
  the Ministerial Conference decides by a tbree-fourths majority of the Members that the provisions of
  paragraph 4 shall apply.



       'A decision to grant a waiver in respectof any oblipcion subject to acnmidonperiod or a period for staged implememation
  tbat tbe requesting Member has not performed by die end of 1be relevant period sball bc taten only by comensus.

BGBl. 1994, Seite 1449 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1449

2.       Amendments to the provisions of tbis Article and to the provisions of the following Articles
shall take effect only upon acceptance by all Members:

        Article IX of this Agreement;
        Articles I and D of GATI 1994;
        Article D: 1 of GATS;
        Article 4 of the Agreement on TRIPS.

3.      Amendments to provisions of this Agreement, or of the Multilateral Trade Agreements in
Annexes lA and lC, other tban those listed in paragrapbs 2 and 6, of a nature tbat would alter the
rights and obligations of tbe Members, shall take effect for tbe Members tbat bave accepted tbem upon
acceptaDCe by two tbirds of tbe Membeis am thereafter for each other Member upon acceptance by
it. The Ministerial Conference may decide by a three-fourths majority of the Members tbat any
amendmem made effective under tbis paragraph is of such a nature tbat any Member wbich bas not
accepted it witbin a period specified by tbe Ministerial Conference in each case shal1 be free to withdraw
from the WTO or to remain a Member with the consent of the Ministerial Conference.

4.      Amendments to provisions of this Agreement or of the Multilateral Trade Agreements in
Annexes lA and lC, other than those listed in paragraphs 2 and 6, of a nature that would not alter
the rights and obligations of the Members, sball take effect for all Members upon acceptance by two
thirds of the Members.

S.      Except as provided in paragraph 2 above, amendJDe11tS to Pans I, II and m of GATS and the
respective annexes sball take effect for the Members tbat bave accepted them upon acceptance by two
thirds of the Members and thereafter for each Member upon acceptance by it. The Ministerial
Conference may decide by a three-fourths majority of the Members tbat any amendment made effective
under the preced!ng provision is of such a nature that any Member which bas not accepted it within
a period specified by tbe Ministerial Conference in each case sball be free to withdraw from the WTO
or to remain a Member with tbe consem of the Ministerial Conference. Amendments to Parts IV,
V and VI of GATS and the respective annexes shall take effect for all Members upon acceptance by
two thirds of the Members.

6.     Notwitbstanding the other provisions of this Article, amendments to the Agreemem on TRIPS
meeting the requirements of paragraph 2 of Article 71 thereof may be adopted by the Ministerial
Conference without funher formal acceptance process.

7.      Any Member accepting an amendment to this Agreement or to a Multilateral Trade Agreement
in Annex 1 shall deposit an instrument of acceptance with tbe Director-General of the WTO within
the period of acceptance specified by the Ministerial Conference.

8.       Any Member of the WTO may initiale a proposal to amend the provisions of the Multilateral
Trade Agreements in Annexes 2 and 3 by submitting such proposal to the Ministerial Conference.
The decision to approve amendments to the Multilateral Trade Agreement in Annex 2 sball be made
by consensus and tbese amendments sball take effect for all Members upon approval by the Ministerial
Conference. Decisions to approve amendments to the Multilateral Trade Agreement in Annex 3 shall
talce effect for all Members upon approval by the Ministerial Conference.

9.     Tbe Ministerial Conference, upon tbe request of tbe Members panies to a trade agreement,
may decide exclusively by comensus to add tbat agreement to Annex 4. 1be Ministerial Conference,
upon the request of the Members parties to a Plurilateral Trade Agreement, may decide to delete that
Agreement from Annex 4.

BGBl. 1994, Seite 1450 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1450
1450                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  10.   Amendments to a Plurilateral Trade Agreement sball be governed by tbe provisions of that
  Agreement.


                                                 Anicle XI

                                           Original Membership

  1.      The contracting parties to GATT 1947 as of the date of emry into force of this Agreement,
  and the European Communities, which accept tbis Agreement and the Multilateral Trade Agreements
  and for which Schedules of Concessions and Commitments are annexed to GATI 1994 and for which
  Schedules of Specific Commianems are annexed to GATS sball become original Members of the WTO.

  2.      1be least-developed countries recognized as such by the United Nations will only be ~
  to undertake commitments and concessions to the extem consistent with their individual development,
  financial and trade oeeds or tbeir administrative and institutional capabilities.


                                                 Article XII

                                                 Accession

  1.      Any State or separate customs territory possessing full autonomy in the conduct of its extemal
  commercial relations and of tbe otber matten provided for in tbis Agreement and the Multilateral Trade
  Agreements may accede to tbis Agreement, on terms to be agreed between it and the WTO. Such
  accession sball apply to this Agreement and tbe Multilateral Trade Agreements annexed thereto.

  2.      Decisiom on accession shall betaten by tbe Ministerial Conference. Tbe Ministerial Conferenc:e
  shall approve the agreement on the terms of accession by a two-thirds majority of the Members of
  the WTO.

  3.      Accession to a Plurilateral Trade Agreement shall be governed by the provisions of that
  Agreement.


                                                Article XIII

                           Non-Application of Multilateral Trade Agreements
                                     between Particular Members

  1.      This Agreement and the Multilateral Trade Agreements in Annexes 1 and 2 shall not apply
  as between any Member and any other Member if either of the Members, at the time eitber becomes
  a Member, does not consent to such application.

  2.      Paragraph 1 may be invoked between original Members of tbe WTO wbich were contracting
  panies to GATI 1947 only where Article XXXV of tbat Agreement bad been invoked earlier and was
  effective as between those contracting parties at tbe time of emry into force for them of this Agreement.

  3.     Paragraph 1 sball apply between a Member and anotber Member wbicb bas acceded under
  Anicle XD only if the Member not consenting to the application bas so notified the Ministerial
  Conference befoR tbe approval of tbe agreemeu on tbe terms of accession by tbe Ministerial Conference.

BGBl. 1994, Seite 1451 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1451

4.      The Ministerial Conference may review the operation of this Anicle in particular cases at the
request of any Member and make appropriate recommendations.

S.      Non-application of a Plurilateral Trade Agreement between parties to that Agreement shall
be govemed by the provisions of tbat Agreement.


                                             AnicleXJV

                              Acceptance, Entry into Force and Deposit

1.       Tbis Agreement shall be open for acceptance, by signature or otherwise, by contracting parties
to GATI 1947, and the European Communities, which are eligible to become original Members of
the WTO in accordance witb Anicle XI of this Agreement. Such acceptance shall apply to tbis
Agreement and the Multilateral Trade Agreements annexed hereto. 1bis Agreement and the Multilateral
Trade Agreements annexed hereto shall enter into force on the date determined by Ministers in
accordance with paragraph 3 of the Final Act Embodying the Results of tbe Uruguay Round of
Multilateral Trade Negotiations and sball remain open for acceptance for a period of two years following
that date unless the Ministers decide otberwise. An acceptance following tbe entry into force of this
Agreement shall enter into force on tbe 30th day following tbe date of such acceptance.

2.      A Member which accepts this Agreement after its entry into force shall implement tbose con-
cessions and obligations in the Multilateral Trade Agreements tbat are to be implemented over a period
of time staning with tbe entty into force of this Agreement as if it bad accepted this Agreement on
the date of its entry into force.

3.      Until the entry into force of this Agreement, the text of this Agreement and the Multilateral
Trade Agreements shall be deposited witb the Director-Oeneral to tbe CONTRACTING PARTIES
to GATT 1947. Tbe Di,ector-General sball promptly fumisb a cenified true copy of this Agreement
and the Multilateral Trade Agreemeols, and a notification of each acceptance tbereof, to each govemment
and tbe European Communities baving accepted this Agreement. This Agreement and tbe Multilateral
Trade Agreements, and any amendments thereto, shall, upon the entry into force of this Agreement,
be deposited with the Director-General of the WTO.

4.      The acceptance and entry into force of a Plurilateral Trade Agreement sball be govemed by
the provisions of that Agreement. Such Agreements shall be deposited with the Director-General to
die CONTRACTING PARTIES to GATT 1947. Upon the entry into force ofthis Agreement, such
Agreements shall be deposited with tbe Director-General of tbe WTO.


                                             AnicleXV

                                             Wuhdrawal

1.      Any Member may withdraw from this Agreement. Such withdrawal sball apply both to this
Agreement and the Multilateral Trade Agreements and sball take effect upon the expiration of six months
from the date on which written notice of withdrawal is received by tbe Director-General of the WTO.

2.    Withdrawal from a Plurilateral Trade Agreement shall be govemed by the provisions of tbat
Agreement.

BGBl. 1994, Seite 1452 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1452
1452                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                         AnideXVI

                                                Miscellaneous Provisions

  1.    Except as otherwise provided under this Agreement or the Multilateral Trade Agreements.
  the WTO shaU be guided by the decisiom, procedures and customary practices followed by the
  CONTRACTING PARTIES to GATT 1947 and tbe bodies establisbed in tbe framework of GATI 1947.

  2.     To tbe extent practicable, the Secretariat of GATT 1947 sball become tbe Secrewiat of the
  WTO, and the Director-Oeneral to the CONTRACTING PARTIES to GATT 1947, until such time
  as the Ministerial Conference bas appointed a Director-General in accordance with paragrapb 2 of
  Anicle VI of this Agreement, sball serve as Director-Gencral of tbe WTO.

  3.      In the event of a conflid between a provision of this Agreement and a provision of any of the
  Multilateral Trade Agreements, the provision of this Agreement sball prevail to theextent of the conflict.

  4.       Eacb Member sball emure theconformity of its laws, regulations amt administrative procedures
  with its obligatiom as provided in the annexed Agreements.

  S.      No reservations rnay be rnade in respect of any provision of this Agreement. Reservations
  in respect of any of tbe provisions of tbe Multilateral Trade Agreements rnay only be made to the extent
  provided for in those Agreements. Reservations in respect of a provision of a Plurilateral Trade
  Agreement sball be govemed by the provisions of tbat Agreement.

  6.     This Agreement shall be registered in accordance with tbe provisions of Anicle 102 of the
  Chaner of tbe United Nations.


          DONE at Marrakesh tbis fifteenth day of April one thousand ~mdred and ninety-four,
  in a single copy, in the English, Freoch and Spanish languages, eacb text being autbentic.



  Explanatory Notes:
            Tbe tenns •c:ounuy• or •countties• as used in dm Agreement andtbe Multilaraal Trade Agreements are to beundersiood
  to includc any scparare customs tcrrirory Mcmber of die WTO.

             In tbe case of a separare custams tmitory Member of tbe   wro. wbere an expression in this Agreement and the
  Multilateral Trade Agreemenu is qualified by 1hc tam •nanona1•. such cxpression sball be read as penaining to tbat customs
  territory. unless omerwise spccificd.

BGBl. 1994, Seite 1453 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1453

                         MARRAKESB PROTOCOL TO THE
                  GENERAL AGREEMENT ON TARIFFS AND TRADE 1994


Members,

       Having carried out negotiations witbin the framework of GATI 1947, pursuant to the Ministerial
Declaration on the Uruguay Round,

        Hereby agree as follows:

1.      The schedule annexed to this Protocol relating to a Member shall become a Schedule to
GAIT 1994 relating to tbat Member on the day on which the WTO Agreement emers into force for
that Member. Any schedule submitted in accordance with the Ministerial Decision on measures in
favour of least-developed countries sball be deemed to be annexed to this Protocol.

2.       The tariff reductions agreed upon by each Member shall be implemented in five equaI rate
reductions, except as may be otherwise specified in a Member's Schedule. The first such reduction
shall be made effective on the date of emry into force of the WTO Agreement, each successive reduction
shall be made effective on 1 January of each of the following years, and the final rate shall become
effective no later than the date four years after the date of emry into force of the WTO Agreement,
except as may be otherwise specified in that Member's Schedule. Unless otherwise specified in its
Schedule, a Member that accepts the WTO Agreement after its entry into force shall, on the date that
Agreement emers into force for it, make effective all rate reductions that have already taken place
together with the reductions which it would under the preceding sentence have been obligated to make
effective on 1 January of the year following, and shall make effective all remaining rate reductions
on the schedule specified in the previous sentence. Tbe reduced rate should in each stage be rounded
off to the first decimal. For agricultural products, as defined in Article 2 of the Agreement on
Agriculture, the staging of reductions sball be implemented as specified in the relevant pans of the
schedules.

3.       The implementation of the concessions and commitments contained in the schedules annexed
to this Protocol sball, upon request, be subject to multilateral exarninadon by the Members. 1bis would
be without prejudice to the rights and obligations of Members under Agreements in Annex lA of the
WTO Agreement.

4.      After the schedule annexed to this Protocol relating to a Member has become a Schedule to
GATT 1994 pursuant to tbe provisiom of paragraph 1, such Member sball be free at any time to witbhold
or to withdraw in whole or in pan the concession in such Schedule with respect to any product for
which the principal supplier is any other Uruguay Round participant the scbedule of which has not
yet become a Schedule to GATI 1994. Suchaction can, however, only be taken after written notice
of any such withholding or withdrawal of a concession bas been given to the Council for Trade in Goods
and after consultations have been held, upon request, with any Member, the relevant schedule relating
to which has become a Schedule to GATT 1994 and which has a substantial interest in the product
involved. Any concessions so withheld or withdrawn shall be applied on and after the day on which
the scbedule of tbe Member which has the principal supplying interest becomes a Schedule to
GATT 1994.

s.      (a)     Without prejudice to the provisions of paragraph 2 of Article 4 of the Agreement on
                Agriculture, for the purpose of the reference in paragraphs 1:(b) and 1(c) of Article Il
                of GATI 1994 to tbe date of that Agreement, the applicable date in respect of each
                product which is the subject of a concession provided for in a schedule of concessions
                annexed to this Protocol shall be the date of this Protocol.

BGBl. 1994, Seite 1454 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1454
1454                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

          (b)     For the purpose of the reference in paragraph 6(a) of Article II of GATI 1994 to the
                  date of that Agreement, the applicable date in respect of a schedule of concessions
                  annexed to this Protocol shall be the date of this Protocol.

  6.      In cases of modification or witbdrawal of concessiom relating to non-tariff measures as conrained
  in Part m of the schedules, the provisions of Article XXVIII of GATI 1994 and the "Procedures for
  Negotiations under Article xxvm• adopted on 10 November 1980 (BISD 27S/26-28) sball apply.
  This would be without prejudice to the rights and obligations of Members under GATT 1994.

  7.       In each case in which a schedule annexed to this Protocol results for any product in treatment
  less favourable than was provided for such product in the Schedules of GATT 1947 prior to the entry
  into force of the WTO Agreement, the Member to whom the schedule relates sball be deemed to have
  taken appropriate action as would have been otherwise necessary under the relevant provisions of
  Anicle xxvm of GATI 1947 or 1994. Tbe provisions of this paragraph shall apply only to Egypt,
  Peru, South Africa and Uruguay.

  8.      The Schedules annexed hereto are authentic in the English, French or Spanish language as
  specified in each Schedule.

  9.      The date of this Protocol is 15 April 1994.



  [The agreed schedules of participants will be annexed to the Marrakesh Protocol in the treaty copy
  of the WTO Agreement.]

BGBl. 1994, Seite 1455 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1455


                                                                       Schedule LXXX
                                                                            Annex II

                                                                    European Communitles

                                                     This Schedule is authentic onty in the English language.

                                                              Part 1- Most-Favoured-Nation Tariff

                                                                   Section II - Other Products



Anmerkung
In dieser Liste sind nur Zollsätze für EGKS-Erzeugnisse aufgeführt.




                                                                             Not es


(1) BASE RATES OF DUTY (column 3)

Unless indicated to the contrary all rates shown in column 3 are bound.

(2) IMPLEMENTATION OF CONCESSIONS (column 4)

a) General Provisions
Unless otherwise stated below or in the schedule, all concessions indicated in column 4 will be implemented in 5 equal rate reductions.
The first such reduction will be made on the date of entry into force of the Agreement establishing the WTO, and each successive re-
duction will be made on the 1 January of each of the following years.

(b) Chemical products - Chapters 28-39
     - The customs duties on pharmaceutical products, as defined in GATT document L 7 430(*) will be eliminated on entry into force of
       the WTO in accordance with the provisions of that record of discussion and the procedures set forth therein. Headings in which
       such products fall (see Appendix) are indicated by the reference "Pharma" or "Ex Pharma" in the attached schedule.

    - Concessions on all chemical products will be implemented as follows:
        Base rate 10 % or less                  5 equal rate reductions
        10.1 %-25%                             10 equal rate reductions
        above 25 %                             15 equal rate reductions J

[c) Chapters 48--49
    - See chapter note for details of implementation.]

[d) Chapters 50-63
     - Concessions on textiles and clothing will be implemented by 10 equal rate reductions.]




(•) with the exceptions indicated in the Appendix.

BGBl. 1994, Seite 1456 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1456
1456
Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
[e) Semi-Conductor Manufacturing and Testing Equipment
-   The duties on the tariff lines listed
below will be eliminated immediatefy on entry into force of the WTO. The products covered are
    those destined for use in the manufacture or testing of semi-conductor devices:
    ex 84.19.89.90 (ex1 - new)
    ex 84.21.19.99 (ex1 - new)
                   (ex2-new)
    ex 84.24.89.10 (ex1 - new)
    ex 84.24.89.31 (ex1 - new)
    ex 84.24.89.39 (ex1 - new)
    ex 84.24.89.90 (ex1 - new)
    ex 84.56.90.00 (ex1 - new)
                   (ex2-new)
    ex 84.64.10.00 (ex1 - new)
    ex 84.64.20.90 (ex1 - new)
    ex 84.64.90.00 (ex1 - new)
                   (ex2-new)
    ex 84.79.81.90 (ex1 -new to ex6-new)
    ex 85.14.30.10 (ex1 - new)
    ex 85.14.30.90 (ex1 - new)
    ex 85.43.10.00 (ex1 - new)
    ex 90.17.20.30 (ex1 - new)
    ex 90.30.81.90 (ex1 - new to ex4 - new)
    ex 90.30.89.91 (ex1 - new to ex4 - new)
    ex 90.31.40.00 (ex1 - new to ex4 - new)
    ex 90.31.80.39 (ex1 - new to ex9 - new)
    ex 90.31.80.99 (ex1 - new to ex5 - new)]
(f) Should the US not implement its concessions under the conditions set out in Note 2 to Chapter 84 and Note 12 to Chapter 85 in its
    schedule, then the EC reserves the right to do the same with respect to the concessions indicated in this schedule for the following
    headings:
    Chapter84            84.10.11.00
                         84.10.12.00
                         84.10.13.00
                         84.10.90.00

                         84.11.11.90
                         84.11.12.90
                         84.11.21.90
    Chapter85            85.17.10.00
                         85.17.20.00
                         85.17 .30.00
                         85.17.40.00
                         85.17.81.10
                         85.17.81.90
                         85.17.82.00

84.11.22.90
84.11.81.90
84.11.82.91
84.11.82.92
84.11.82.93
84.11.91.90

85.35.10.00
85.35.21.00
85.35.29.00
85.35.30.10
85.35.30.90
85.35.40.00
                         85.17.90.90 Ex1 New
                                      Ex2
New
                         85.17.90.91 Ex1 New
                                      Ex2
New
                         85.17.90.99 Ex1 New
                                      Ex2
New]
BGBl. 1994, Seite 1457 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1457
                                                                         Schedule LXXX Euorpean Communltles

    Tarifitem                                                                                   Base rate
     number                                    Description of products                         of duty (U/8)

        1                                                2                                          3

26              ORES, SLAG and ASH
2601            lron ores and concentrates, including roasted iron pyrites:
                - lron ores and concentrates, other than roasted iron pyrites:
260111 00       - - Non agglomerated (ECSC)                                                        0.0
260112 00       - - Agglomerated (ECSC)                                                            0.0

2602 00 00      Manganese ores and concentrates, including manganferous iron ores and              0.0
                concentrates with a managanese content of 20 % or more, calculated in the
                dry weight (ECSC)
2619 00         Slag, dross (other than granulated slag), scalings and other waste from the

                manufacture of iron or steel:
26190010        - Blastfumace dust (ECSC)                                                          0.0
27              MINERAL FUELS, MINERAL OILS AND PRODUCTS OF THEIR DISTILLATION;
                BITUMINOUS SUBSTANCES; MINERAL WAXES

2701            Coal, briquettes, ovolds and similar solid fuels manufactured from coal
                - Coal, whether or not pulverised, but not agglomerated:
2701 11         - - Anthracite (ECSC):

27011110        - - - Having a volatile matter limit (on a dry mineral-matter-free basis)     FRG6DM/
                      not exceeding 10 %                                                       1000 kg/

                                                                                               net Oth:0

270111 90       --- Other                                                                     FRG 6 DM/

                                                                                               1000 kg/
                                                                                               net Oth:0
270112
2701 12 10
                - - Bituminous coal (ECSC):
                - - - Coking coal                                                             FRG 6 DM/

                                                                                               1000 kg/
                                                                                               net Oth:0

2701 12 90      --- Other                                                                     FRG6DM/
                                                                                               1000 kg/

                                                                                               net Oth:0
270119 00       - - Other coal (ECSC)                                                         FRG 6 DM/
                                                                                               1000 kg/
                                                                                               net Oth:0
27012000        - Briquettes, ovoids and similar solid fuels manufactured from coal (ECSC)    FRG 6 DM/
                                                                                               1000 kg/
                                                                                              net ITA:1.8
                                                                                                 Oth:0
2702
270210 00
                Lignite, whether or not agglomerated, excluding jet:
                - Lignite, whether or not pulverised, but not agglomerated (ECSC)             GR:5 FR:2.2
                                                                                                 Oth:0

                          Other
              Initial      duties
Boundrate   negotiating     and
 of duty       right      charges              Remarks

   4            5           6

  0.0
  0.0                                                     z
                                                          :""
  0.0
                                                          ~
                                                            1
                                                           ~
                                                          CO
                                                          a.
  0.0                                                      ...a,

                                                          •cn
                                                          C
                                                          CO

                                                          ~
                                                          g,
                                                          :::,
  0.0         ALA                   THE ZERO RATE
                                    WILL BE IMPLEMENTED   ?
                                                          a.
                                    IN FULL ON 01/01/96   a,
                                                          :::,
  0.0         ALA                   THE ZERO RATE
                                                          ~
                                    WILL BE IMPLEMENTED
                                    IN FULL ON 01/01/96   g>

  0.0         ALA                   THE ZERO RATE
                                                          13
                                                          fj
                                    WILL BE IMPLEMENTED   9?
                                    IN FULL ON 01/01/96   -6

  0.0         ALA                   THE ZERO RATE
                                    WILL BE IMPLEMENTED   i
                                    IN FULL ON 01/01/96
  0.0         ALA                   THE ZERO RATE
                                    WILL BE IMPLEMENTED
                                    IN FULL ON 01/01/96
  0.0         ALA                   THE ZERO RATE
                                    WILL BE IMPLEMENTED
                                    IN FULL ON 01/01/96

  0.0         ALA                   THE ZERO RATE
                                    WILL BE IMPLEMENTED
                                                          ..
                                    IN FULL ON 01/01/96   !
BGBl. 1994, Seite 1458 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1458
   Tarifitem
    number                                     Oescription of products
                                                                                                    Base rate
                                                                                                   ofduty(U/8)

        1                                                2                                              3

2702 20 00     - Agglomerated lignite (ECSC)                                                      GR:5 ITA:1.8
                                                                                                  FR:2.2 Oth:0

2704           Coke and semi-coke of coal, of lignite or of peat, whether or not agglomerated;
               retort carbon:
               - Coke and semi coke of coal:
27040019       - - Other (ECSC)                                                                   ITA:3.8 Oth:0

2704 00 30     - Coke and semi coke of lignite (ECSC)                                             ITA:3.8 0th:0

72             IRON AND STEEL

NOTE:          REDUCTIONS TO ZERO FOR ALL ITEMS COVERED BY THIS NOTE WILL BE
               PHASED IN OVER 10 YEARS

               1. PRIMARY MATERIALS; PRODUCTS IN GRANULAR OR POWDER FORM

7201           - Pig iron and spiegeleisen in pigs, blocks or other primary forms:
               - - Non-alloy pig iron containing by weight 0,5 % or less of phosphorus (ECSC):
720110
               - - - Containing by weight not lass than 0,4 % of manganese:
                                                                                                      3.2

72011011       - - - - Containing by weight 1 % or lass of silicon
               - - - - Containing by weight more than 1 % of silicon                                  3.2
72011019
7201 10 30     - - - Containing by weight not lass than 0, 1 % but lass than 0,4 % of manganese       3.2
7201 10 90     - - - Containing by weight lass than 0, 1 % of manganese                               3.2

72012000
7201 30
               - - Non-alloy pig iron containing by weight more than 0.5 % of phosphorus (ECSC)
               - - Alloy pig iron:
                                                                                                      4.0

72013010       - - - Containing by weight not less than 0,3 % but not more than 1 % of titanium       0.0

                      and not lass than 0,5 % but not more than 1 % of vanadium (ECSC)
72013090       - - - Other (ECSC)                                                                     3.2
72014000       - - Spiegeleisen (ECSC)                                                                3.2
7202           - Ferro-alloys:
               - - Ferro-manganese:
720211         - - - Containing by weight more than 2 % of carbon (ECSC):
7202 11 10     - - - - With a granulometry not exceeding 10 mm and a manganese content by             4.0
                         weight exceeding 65 %
7202 11 90     - - - - Other                                                                          4.0
7202 99        - - - Other:
               - - - - Ferro-phosphorus:
7202 9911      - - - - - Containing by weight more than 3 % but less than 15 % of phosphorus          4,0
                           (ECSC)
7203           - Ferrous products obtained by direct reduction of iron ore and other spongy
                  ferrous products, in lumps, pellets or similar forms; iron having a minimum
                  purity by weight of 99.94 %, in lumps, pellets or similar forms:
720310 00         - - Ferrous products obtained by direct reduction of iron ore (ECSC)                2.5
7203 90 00        - - Other (ECSC)                                                                    3.2
7204           - Ferrous waste and scrap: remelting scrap ingots of iron or steel:
720410 00      - - Waste and scrap of cast iron (ECSC)                                                0.0
               - - Waste and scrap of alloy steel:

Bound rate
  of duty
               Initial
             negotiating
                rlght
                            Other
                            duties
                             and
                           charges              Remarks
                                                           e
                                                           -"

    4            5            6

   0.0         ALA                   THE ZERO RATE
                                     WILL BE IMPLEMENTED
                                     IN FULL ON 01/01/96

   0.0         ALA                   THE ZERO RATE
                                     WILL BE IMPLEMENTED
                                     IN FULL ON 01/01/96
   0.0         ALA                   THE ZERO RATE
                                     WILL BE IMPLEMENTED
                                                           CD
                                     IN FULL ON 01/01/96   C
                                                           ::,
                                                           a.
                                                           (D

                                                           "'
                                                           ca
                                                           (D
                                                           "'F:j"
                                                           (D

                                                           C"

   1.7
                                                           ~
                                                           c:...
   1.7                                                     ll>
                                                           ';j'
   1.7                                                     (0
   1.7                                                     ll>
                                                           ::,

   2.2
                                                           ...
                                                           ca
                                                           (0
   0.0                                                     (0

                                                           -~
   1.7                                                     -t
   1.7                                                     ~
                                                           =

   2.7

   2.7

   0.0

   0.0
   0.0

   0.0
BGBl. 1994, Seite 1459 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1459
    Tarifitem                                                                                       Base rate
     number                                       Description of products                         of duty (U/B)

        1                                                   2                                          3

7204 21 00      - - - Of stainless steel (ECSC)                                                       0.0
720429 00       - - - Other (ECSC)                                                                    0.0
7204 30 00      - - Waste and scrap of tinned iron or steel (ECSC)                                    0.0
                - - Other waste and scrap:
7204 41         - - - Tumings, shavings, chips, milling waste, sawdust, filings, trimmings and
                       stampings, whether or not in bundles (ECSC):
7204 4110       - - - - Tumings, shavings, chips, milling waste, sawdust and filings                  0.0
                - - - - Trimmings and stampings:

7204 41 91      - - - - - In bundles                                                                  0.0
7204 41 99      ----- Other                                                                           0.0
7204 49         - - - Other (ECSC):
7204 49 10      - - - - Fragmentised (shredded)                                                       0.0

                ---- Other:
720449 30       - - - - - In bundles
                ----- Other:
                                                                                                      0.0

720449 91       - - - - - - Neither sorted nor graded                                                 0.0

7204 49 99      - - - - - - Other                                                                     0.0
720450
7204 50 10
                - - Remelting scrap ingots:
                - - - Of alloy steel (ECSC)                                                           0.0

7204 50 90      - - - Other (ECSC)                                                                    2.5

                II. IRON AND NON-ALLOY STEEL
7206            - lron and non-alloy steel in ingots or other primary forms (excluding iron of
                   heading No 7203):
720610 00       - - Ingots (ECSC)                                                                     2.5
7206 90 00      - - Other (ECSC)                                                                      2.5

7207            - Semi-finished products of iron or non-alloy steel:
                - - Containing by weight less than 0.25 % of carbon:

720711          - - - Of rectangular (including square) cross-section, the width measuring less
                       than twice the thickness:

                - - - - Rolled or obtained by continuous casting (ECSC):
72071111
                - - - - - Of free-cutting steel                                                       3.2
72071119        - - - - - Other                                                                       3.2
720712          - - - Other, of rectangular (other than square) cross-section:
                - - - - Rolled or obtained by continuous casting (ECSC):
720712 11       - - - - - Of a thickness of 50 mm or more                                             3.2
72071219        - - - - - Of a thickness of less than 50 mm                                           3.2
720719          --- Other:
                - - - - Of circular or polygonal cross-section:
                - - - - - Rolled or obtained by continuous casting:
7207 1911       - - - - - - Of free-cutting steel (ECSC)                                              6.0
7207 19 15      - - - - - - Other (ECSC)
                - - - - Blanks for angles, shapes and sections:
                                                                                                      4.4
7207 19 31      - - - - - Rolled or obtained by continuous casting (ECSC)                             4.4
                            Other
               Initial      duties
Bound rate   negotiating     and
 of duty        right      charges             Remarks

    4            5            6

   0.0
   0.0
   0.0

   0.0
                                                         z
                                                         :,
   0.0                                                   ~
   0.0                                                   0
                                                          1
   0.0                                                    ~
                                                         (Q
                                                         Q.

   0.0                                                   ...
                                                         <D
                                                         )>
   0.0                                                   C
                                                         cn
   0.0                                                   <g

   0.0
                                                          ~
   0.0                                                   g,
                                                         ::,
                                                         _::,

                                                         i::,
                                                         !D
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
                                                         g>
                                                         -g_
                                                         <D
                                                         3
                                                         C"
                                                         ~
                                                         .....
                                                         (0
                                                         (0
                                                         ~
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTEA NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    ....
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    1
BGBl. 1994, Seite 1460 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1460
                                                                                                         Base rate

   Tarifitem
    number                                      Oescription ol products                                 ol duty (U/B)

      ,                                                   2                                                  3

7207 20        - - Containing by weight 0.25 % or more of carbon:
               - - - Of rectangular (including square) cross-section, the width measuring less
                     than twice the thickness:
               - - - - Rolled or obtained by continuous casting (ECSC)
72072011       - - - - - Of free cutting steel                                                              3.2
               - - - - - Other, containing by weight:
7207 20 15     - - - - - - 0.25 % or more but lass than 0.6 % of carbon                                     3.2
72072017       - - - - - - 0.6 % or more of carbon                                                          3.2
               - - - Other, of rectangular (other than square) cross-section:
               - - - - Rolled or obtained by continuous casting (ECSC)
7207 20 31     - - - - - Of a thickness of 50 mm or more                                                    3.2
72072033       - - - - - Of a thickness of less than 50 mm                                                  3.2

               - - - Of clrcular or polygonal cross-section:

               - - - - Rolled or obtained by continuous casting:

7207 20 51     - - - - - Of free-cutting steel (ECSC)                                                       6.0

               - - - - - Qther (ECSC):

7207 20 55     - - - - - - Containing by weight 0.25 % or more but less than 0,6 % of carbon                4.4

                                                                                                            4.4
7207 20 57     - - - - - - Containing by weight 0.6 % or more of carbon
7207 20 71     - - - - Aolled or obtained by continuous casting (ECSC)                                      4.4
7208           - Flat-rolled products of iron or non-alloy steel, of a width of 600 mm or more,

                 hot-rolled, not clad, plated or coated:
               - - In coils, not further worked than hot-rolled, of a thickness of less than 3 mm and
                   having a minimum yield point of 275 MPa or of a thickness of 3 mm or more

                   and having a minimum yield point of 355 MPa

720811 00      - - - Of a thickness exceeding 1o mm (ECSC)                                                  4.4
720812         - - - Of a thickness of 4.75 mm or more but not exceeding 10 mm:

720812 10      - - - - lntended for re-rolling (ECSC)                                                       3.8
               - - - - Other (ECSC):
720812 91      - - - - - With pattems in relief                                                             4.4

720812 99      - - - - - Other                                                                              4.4
720813         - - - Of a thickness of 3 mm or more but less than 4.75 mm:

72081310       - - - - lntended tor re-rolling (ECSC)                                                       3.8
               - - - - Other (ECSC):
7208 13 91     - - - - - With pattems in relief                                                             4.4
720813 99      - - - - - Other                                                                              4.4
720814         - - - Of a thickness of lass than 3 mm:
72081410       - - - - lntended for re-rolling (ECSC)                                                       3.8
720814 90      - - - - Other (ECSC)                                                                         4.4
               - - Other, in coils, not further worked than hot-rolled:
7208 21        - - - Of a thickness exceeding 1O mm (ECSC):
7208 21 10     - - - - With pattems in relief                                                               4.4
7208 21 90     - - - - Other                                                                                4.4
7208 22        - - - Of a thickness of 4. 75 mm or more but not exceeding 1O mm:
7208 2210      - - - - lntended for re-rolling (ECSC)                                                       3.8
               - - - - Other(ECSC):
7208 22 91     - - - - - With pattems in relief                                                             4.4
720822 99      - - - - - Other                                                                              4.4
720823         - - - Of a thickness of 3 mm or more but less than 4.75 mm:
                                                          ~

                           Other                          ~

Bound rate
               Initial
             negotiating
                           duties
                             and
                                                          ~

 ol duty        right      charges             Remart<s

    4            5            6

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTEA NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE      CD
                                                           C:
                                                           ::::,
                                                           a.
                                                           (t)
                                                           C/)
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE     (C
                                                           (t)
                                                           C/)

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE      (t)

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE      ~
                                                           O"
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE      Di"
                                                          ,:=:
                                                           C-
                                                           O>
                                                           =r
                                                          ca
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                                                           ::::,
                                                          (C
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE      .....
                                                           CD
                                     SEE CHAPTER NOTE      CD
   0.0                                                    ~

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE      -•
                                                           ~
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

                                                           =
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTEA NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
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BGBl. 1994, Seite 1461 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1461
    Tarifitem                                                                                     Base rate      Sound rate
     number                                   Description of products                            of duty (U/8)    of duty
       1                                                2                                             3              4

7208 2310       - - - - lntended for re-rolling (ECSC)                                               3.8            0.0
                - - - - Other (ECSC):
7208 23 91      - - - - - With pattems in relief                                                     4.4            o.o
720823 99       ----- Other                                                                          4.4            0.0
7208 24         - - - Of a thickness of less than 3 mm:
7208 2410       - - - - lntended for re-rolling (ECSC)                                               3.8            0.0
7208 24 90      - - - - Other (ECSC)                                                                 4.4            0.0
                - - Not in coils, not further worked than hot-rolled, of a thickness of less

                    than 3 mm and having a minimum yield point of 275 MPa or of a thickness

                     of 3 mm or more and having a minimum yield point of 355 MPa:

7208 31 00      - - - Rolled on four faces or in a closed box pass, of a with not exceeding          4.4            0.0
                       1 250 mm and of a thickness of not less than 4 mm,

                       without pattems in relief (ECSC)
7208 32         - - - Other, of a thickness exceeding 1Omm (ECSC):
7208 3210       - - - - Wlth pattems in relief                                                       4.9            0.0

                - - - - Other, of a thickness:

7208 32 30      - - - - - Exceeding 20 mm                                                            4.9            0.0
                - - - - - Exceeding 15 mm but not exceeding 20 mm, of a width of:
7208 32 51      - - - - - - 2 050 mm or more                                                         4.9            0.0
7208 32 59      - - - - - - Less than 2 050 mm
                                                                                                     4.9            0.0
                - - - - - Exceeding 10 mm but not exceeding 15 mm, of a width of:
7208 32 91      - - - - - - 2 050 mm or more                                                         4.9
                                                                                                                    0.0
7208 32 99
                - - - - - - Less than 2 050 mm                                                       4.9            0.0
7208 33         - - - Other, of a thickness of 4.75 mm or more but not exceeding 10 mm (ECSC):
7208 3310       - - - - Wlth pattems in relief                                                       4.9            0.0

                - - - - Other, of a width of:
7208 33 91      - - - - - 2 050 mm or more                                                           4.9            0.0
7208 33 99
7208 34
                ----- Less than 2 050 mm
                - - - Other, of a thickness of 3 mm or more but less than 4. 75 mm (ECSC):
                                                                                                     4.9            0.0

7208 34 10      - - - - With pattems in relief                                                       4.9            0.0

7208 34 90      ---- Other                                                                           4.9            0.0

7208 35         - - - Other, of a thickness of less than 3 mm:
7208 3510       - - - - Of a thickness of 2 mm or more (ECSC)                                        4.9            0.0
                - - - - Of a thickness of less than 2 mm (ECSC):
7208 35 91      - - - - - Of a thickness of 1 mm or more but less than 2 mm                          4.4            0.0
7208 35 93      - - - - - Of a thickness of 0,5 mm or more but less than 1 mm                        4.4            0.0
7208 35 99      - - - - - Of a thlckness of less than 0,5 mm                                         4.4            0.0
                - - Other, not in coils, not further worked than hot-rolled:
7208 41 00      - - - Rolled on four faces or in a closed box pass, of a width not exceeding         4.4            0.0
                       1 250 mm and of a thickness of not less than 4 mm,

7208 42
                       without pattems in relief (ECSC)
                - - - Other, of a thickness exceeding 10 mm (ECSC):

7208 4210       - - - - With pattems in relief                                                       4.9            0.0
               Other
  Initial      duties
negotiating     and
   right      charges             Remarks
    5           6

                        SEE CHAPTER NOTE

                        SEE CHAPTER NOTE
                        SEE CHAPTER NOTE

                        SEE CHAPTER NOTE
                        SEE CHAPTER NOTE
                                            z
                                            :,
                                            ~
                                            0

                                             1
                        SEE CHAPTER NOTE
                                            ~
                                            CC
                                             Q.
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                                            ~
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                        SEE CHAPTER NOTE    3

                        SEE CHAPTER NOTE
                                            ...g
                                            ....
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                                            (0
                        SEE CHAPTER NOTE    ~

                        SEE CHAPTER NOTE

                        SEE CHAPTER NOTE
                        SEE CHAPTER NOTE
                        SEE CHAPTER NOTE

                        SEE CHAPTER NOTE

                                            ....
                        SEE CHAPTER NOTE
                                            8;
                                            ....
BGBl. 1994, Seite 1462 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1462
                                                                                                    Base rate
   Tarifitem
    number                                     Oeacrlption of products                             ofduty (U/B)

       1                                                 2                                              3

               - - - - Other, of a thickness:
7208 42 30     - - - - - Exceeding 20 mm                                                               4.9
               - - - - - Exceeding 15 mm but not exceeding 20 mm, of a width of:
7208 42 51     - - - - - - 2 050 mm or more                                                            4.9
7208 42 59     - - - - - - Less than 2 050 mm                                                          4.9
               - - - - - Exceeding 1O mm but not exceeding 15 mm, of a width of:
7208 42 91     - - - - - - 2 050 mm or more                                                            4.9
7208 42 99     - - - - - - Less than 2 050 mm                                                          4.9
720843         - - Other, of a thickness of 4.75 mm or more but not exceeding 10 mm (ECSC):
7208 4310      - - - - With pattems in relief                                                          4,9
               - - - - Other, of a width of:
7208 43 91     - - - - - 2 050 mm or more                                                              4.9

7208 43 99     - - - - - Less than 2 050 mm                                                            4.9

7208 44        - - - Other, of a thickness of 3 mm or more but less than 4.75 mm (ECSC):

7208 4410      - - - - With pattems in relief                                                          4,9

                                                                                                       4,9
720844 90
7208 45
               - - - - Other
               - - - Other, of a thickness of lass than 3 mm:

7208 4510      - - - - Of a thickness of 2 mm or more (ECSC)                                           4.9
               - - - - Of a thlckness of less than 2 mm (ECSC):

7208 45 91     - - - - - Of a thickness of 1 mm or more but less than 2 mm                             4.4

               - - - - - Of a thickness of 0.5 mm or more but less than 1 mm                           4.4
7208 45 93
               - - - - - Of a thickness of less than 0.5 mm                                            4.4

7208 45 99

7208 90        -- Other:

72089010       - - - Not further worked than surface-treated or simply cut into shapes
                      other than rectangular (including square) (ECSC)                                 4.9

7209           - Flat-rolled proclucts of lron or non-alloy steel, of a width of 600 mm or more,
                 cold-rolled (cold-reduced), not clad, plated or coated:
               - - In coils, not further worked than cold-rolled (cold-reduced), of a thickness
                    of less than 3 mm and having a minimum yield point of 275 MPa or of
                    a thickness of 3 mm or more and having a minimum yield point of 355 MPa:
720911 00      - - - Of a thickness of 3 mm or more (ECSC)                                             4.9
720912         - - - Of a thickness exceeding 1 mm but less than 3 mm:
720912 10      - - - - ,Electrical' (ECSC)                                                             4.9
720912 90      - - - - Other (ECSC)                                                                    4.4
720913         - - - Of a thickness of 0.5 mm or more but not exceeding 1 mm:
72091310       - - - - ,Electrical' (ECSC)                                                             4.9
720913 90      - - - - Other (ECSC)                                                                    5.3
720914         - - - Of a thickness of less than 0.5 mm:
72091410       - - - - ,Electrical' (ECSC)                                                             4.9
720914 90      - - - - Other (ECSC)                                                                    5.3
               - - Other, in coils, not further worked than cold-rolled (cold reduced):
7209 21 00     - - - Of a thickness of 3 mm or more (ECSC)                                             4.9
7209 22        - - - Of a thickness exceeding 1 mm but less than 3 mm:
7209 2210      - - - - ,Electrical' (ECSC)                                                             4.9
7209 22 90     - - - - Other (ECSC)                                                                    4.4
                            Other
                                                         ....
                                                         .,:i-
               Initial      duties                       0,
Sound rate   negotiating     and                         N

 ol duty        right      charges             Remarks

    4            5           6

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
                                                         llJ
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    C
                                                         ::,
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    C.
                                                         (t)
                                                         (/)
                                                         <C
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    (t)
                                                         (/)
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

                                                         ~
                                                         C"
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    i»
                                                         F=
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                                                         '=1'
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
                                                         ca
                                                         ll)
                                                         ::,
                                                         <C
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                                                         CO
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    CO
                                                         ~~

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                                                         ~
                                                         =

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
BGBl. 1994, Seite 1463 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1463
    Tarifitem
       number                                    Description of products
         1                                                 2

7209 23         - - - Of a thickness of 0.5 mm or more but not exceeding 1 mm:
7209 2310       - - - - ,Electrical' (ECSC)
7209 23 90      - - - - Other (ECSC)
7209 24         - - - Of a thickness of less than 0.5 mm:
7209 2410       - - - - ,Electrical' (ECSC)
                - - - - Other (ECSC):
720924 91       - - - - - Of a thickness of 0.35 mm or more but less than 0.5 mm
7209 24 99      - - - - - Of a thickness of less than 0.35 mm
                - - Not in coils, not further worked than cold-rolled (cold reduced),

                    of a thickness of less than 3 mm and having a minimum yield point

                    of 275 MPa or of a thickness of 3 mm or more and having a minimum
                    yield point of 355 MPa:

7209 31 00      - - - Of a thickness of 3 mm or more (ECSC)
7209 32         - - - Of a thickness exceeding 1 mm but less than 3 mm:

7209 3210       - - - - ,Electrical' (ECSC)

7209 32 90      - - - - Other (ECSC)

7209 33         - - - Of a thickness of 0.5 mm or more but not exceeding 1 mm:

7209 3310       - - - - ,Electrical' (ECSC)
7209 33 90      - - - - Other (ECSC)
7209 34         - - - Of a thickness of less than 0.5 mm:

7209 3410       - - - - ,Electrical' (ECSC)
7209 34 90      - - - - Other (ECSC)

                - - Other, not in coils, not further worked than cold-rolled (cold reduced):

720941 00       - - - Of a thickness of 3 mm or more (ECSC)
720942          - - - Of a thickness exceeding 1 mm but less than 3 mm:
7209 4210       - - - - ,Electrical' (ECSC)
720942 90       - - - - Other (ECSC)
720943
7209 4310
                - - - Of a thickness of 0.5 mm or more but not exceeding 1 mm:
                - - - - ,Electrical' (ECSC)

72094390        - - - - Other (ECSC)

720944          --- Of a thickness of less than 0.5 mm:

7209 4410       - - - - ,Electrical' (ECSC)
72094490        - - - - Other (ECSC)
7209 90         -- Other:
7209 90 10      - - - Not further worked than surface-treated or simply cut into shapes
                       other than rectangular (including square) (ECSC)
7210            - Fiat rolled products of iron or non-alloy steel, of a width of 600 mm or more,
                  plated or coated:
                - - Plated or coated with tin:
7210 11         - - - Of a thickness of 0.5 mm or more:
72101110        - - - - Not further worked than surface-treated or simply cut into shapes
                         other than rectangular (including square) (ECSC)
7210 12         - - - Of a thickness of less than 0.5 mm:
                                                    Other
                                       Initial      duties
         Base rate      Sound rate   negotiating     and
        of duty (U/B)    of duty        right      charges             Remarks
             3              4            5            6

            4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
            5.3            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

            4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

            5.3            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
            5.3            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    ~
                                                                                 .i:,.
                                                                                 0

                                                                                   1

                                                                                  ~
                                                                                 (0
            4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    Q.
                                                                                 (1)
                                                                                 -,
            4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    )>
                                                                                 C:
            4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    (J)
                                                                                 (0
                                                                                  Q)
                                                                                 er
            4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    ~
            5.3            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    CD
                                                                                 0
                                                                                 :,
            4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    ?
            5.3                                                                  Q.
                           0.0                               SEE CHAPTER NOTE    (1)
                                                                                 ::J

            4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    ~
                                                                                 g>
            4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    j
            4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    3

            4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
                                                                                 i.....
            5.3            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    (0
                                                                                 (0
                                                                                 .i:,.

            4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
            5.3            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

            4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

clad,

            4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    ~
                                                                                 .1:11,
                                                                                 ~
BGBl. 1994, Seite 1464 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1464
   Tarifitem

    number                                     Description of products

       1                                                 2

               - - - - Not further worked than surface-treated or simply cut into shapes
                        other than rectangular (including square):
72101211       - - - - - Tinplate (ECSC)
7210 1219      - - - - - Other (ECSC)
7210 20        - - Plated or coated with lead, including teme-plate:
72102010       - - - Not further worked than surface-treated or simply cut into shapes
                      other than rectangular (lncludlng square) (ECSC)
               - - Electrolytlcally plated or coated with zinc:
7210 31        - - - Of steel of a thickness of less than 3 mm and having a minimum yield point
                      of 275 MPa or of a thickness of 3 mm or more and having a minimum
                      yield point of 355 MPa:
7210 3110      - - - - Not further worked than surface-treated or slmply cut into shapes

                        other than rectangular (lncluding square) (ECSC)

7210 39        - - - Other:

7210 39 10     - - - - Not further worked than surface-treated or slmply cut into shapes

                        other than rectangular (including square) (ECSC)
               - - Otherwise plated or coated with zinc:

7210 41        - - - Corrugated:
7210 41 10     - - - - Not further worked than surface-treated or simply cut
                         lnto shapes other than rectangular (includlng square) (ECSC)

7210 49        - - - Other:
               - - - Not further worked than surface-treated or simply cut into shapes
7210 49 10
                      other than rectangular (lncludlng square) (ECSC)

7210 50        - - Plated or coated with chromium oxides or with chromium and chromium oxides:
7210 50 10     - - - Not further worked than surface-treated or simply cut lnto shapes

                      other than rectangular (includlng square) (ECSC)
7210 60        - - Plated or coated with alumlnlum:
               - - - Not further worked than surface-treated or simply cut into shapes
                      other than rectangular (including square) (ECSC):
72106011       - - - - Plated or coated wlth aluminium-zinc alloys
7210 60 19     - - - - Other
7210 70        - - Painted, vamished or coated with plastics:
               - - - Not further worked than surface-treated or simply cut into shapes
                      other than rectangular (lncludlng square):
72107011       - - - - Tlnplate, vamlshed (ECSC)
72107019       - - - - Other (ECSC)
7210 90        - - Other:
               - - - Other:
               - - - - Not further worked than surface-treated, including cladding,
                        or simply cut into shapes other than rectangular (including square) (ECSC):
7210 90 31     - - - - - Clad
7210 90 33     - - - - - Tinned and printed
7210 90 35     - - - - - Plated or coated with chromium or nickel
7210 90 39     - - - - - Other
7211           - Flat-rolled products of iron or non-alloy steel, of a width of less than 600 mm,
                 not clad, plated or coated:
                                                               ~

 Base rate      Sound rate
                               Initial
                             negotiating
                                           Other
                                           dutles
                                             and
                                                     Remarks
                                                               i
of duty (U/8)    ol duty        right      charges

     3              4            5           6

    4.9            0.0
    4.9            0.0

    4.9            0.0

                                                               CD
    5.3            0.0                                         C
                                                               :::,
                                                               ,:i
                                                               CD
                                                               (/)
                                                               (C
    5.3            0.0                                         CD
                                                               (/)
                                                               CD
                                                               N°
                                                               O"

    5.3            0.0                                         ~
                                                               (..
                                                               Q)
                                                                ::r
    5.3            0.0                                         (0
                                                               Q)
                                                               :::,
                                                               (C
                                                               _.,
    4.9            0.0                                         (0
                                                               (0
                                                               ~~
                                                               -t
                                                               ~
                                                               =
    4.9            0.0
    4.9            0.0

    4.9            0.0
    4.9            0.0

    4.9            0.0
    4.9            0.0
    4.9            0.0
    4.9            0.0

                                                       "'
BGBl. 1994, Seite 1465 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1465
    Tarifitem
     number                                     Description of products
        1                                                 2

                - - Not further worked than hot-rolled, of a thickness of less than 3 mm
                    and having a minimum yield point of 275 Mpa or of a thickness of 3 mm
                     or more and having a minimum yield point of 355 MPa:
7211 11 00      - - - Rolled on four faces or in a closed box pass, of a width exceeding 150 mm
                       and a thlckness of not less than 4 mm, not in coils and without pattems
                       in relief (ECSC)
7211 12         - - - Other, of a thlckness of 4. 75 mm or more:
7211 12 10      - - - - Of a width exceeding 500 mm (ECSC)

7211 12 90      - - - - Of a width not exceeding 500 mm (ECSC)
7211 19         --- Other:
7211 19 10      - - - - Of a width exceeding 500 mm (ECSC)

                - - - - Of a width not exceeding 500 mm (ECSC):

72111991        - - - - - Of a thickness of 3 mm or more but less than 4. 75 mm
721119 99       - - - - - Of a thickness of less than 3 mm

                - - Other, not further worked than hot-rolled:

7711 21 00      - - - Rolled on four faces or in a closed box pass, of a with exceeding 150 mm

                       and a thlckness of not less than 4 mm, not In coils and without pattems

                       In relief (ECSC)
7211 22         - - - Other, of a thickness of 4. 75 mm or more:
7211 2210       - - - - Of a width exceeding 500 mm (ECSC)

72112290        - - - - Of a width not exceeding 500 mm (ECSC)

7211 29         --- Other:
7211 2910       - - - - Qf a width exceeding 500 mm (ECSC)

                - - - - Of a width not exceeding 500 mm (ECSC):
72112991        - - - - - Of a thickness of 3 mm or more but less than 4. 75 mm

72112999        - - - - - Of a thickness of less than 3 mm
7211 30         - - Not further worked than cold-rolled (cold-reduced), of a thickness
                    of less than 3 mm and having a minimum yield point of 275 MPa

72113010
                    or of a thickness of 3 mm or more and having a minimum yield point
                    of355MPa:
                - - - Of a width exceeding 500 mm (ECSC)

                - - Other, not further worked than cold-rolled (cotd-reduced):
7211 41         - - - Containlng by weight less than 0.25 % of carbon:
72114110        - - - - Of a width exceeding 500 mm (ECSC)
                - - - - Of a width not exceeding 500 mm:
7211 41 91      - - - - - In coils intended for the manufacture of tinplate (ECSC)
7211 49         --- Other:
72114910        - - - - Of a width exceeding 500 mm (ECSC)
7211 90         -- Other:
                - - - Of a width exceeding 500 mm:
72119011
7212
                - - - - Not further worked than surface-treated (ECSC)
                - Flat-rolled products of iron or non-alloy steel, of a width of less than 600 mm,

                  clad, plated or coated:
                                            Other
                               Initial      duties
 Base rate      Sound rate   negotiating     and
of duty (U/8)     of duty       right      charges             Aemarks
     3              4            5           6

    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    z
                                                                         :-,
    5.3            o.o                               SEE CHAPTER NOTE
                                                                         ~
    4.4            o.o                               SEE CHAPTER NOTE    -t
                                                                           1

                                                                         Q)
                                                                         CO
    5.3            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
    5.3            o.o                               SEE CHAPTER NOTE    ~
                                                                         .,
                                                                         >
                                                                         C:
    4.4            o.o                               SEE CHAPTER NOTE    (1)
                                                                         CO
                                                                         Q)

                                                                         ~

    4.4            o.o                               SEE CHAPTER NOTE
                                                                         g,
                                                                          ::::J
    5.3            o.o                               SEE CHAPTER NOTE    _::::J

                                                                          ~
    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    ::::J

                                                                          ~
    5.3            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    cn
                                                                          CD
    5.3            o.o                               SEE CHAPTER NOTE    j
                                                                          3
                                                                          CT
                                                                          .,CD

    4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
                                                                          -
                                                                          CO
                                                                          CO
                                                                          ~

    4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    5.3            o.o                               SEE CHAPTER NOTE

    4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE     ...
                                                                         iU1
BGBl. 1994, Seite 1466 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1466
    Tarifitem
     number                                       Description of products

        1                                                   2

7212 10         - - Plated or coated with tin:
7212 10 10      - - - Tinplate, not further worked than surface-treated (ECSC)
                - - - Other:
                - - - - Of a width exceeding 500 mm:
7212 10 91      - - - - - Not further worked than surface-treated (ECSC)
                - - Electrolytically plated or coated with zinc:
7212 21         - - - Of steel of a thickness of less than 3 mm and having a minimum
                       yield point of 275 MPa or of a thickness of 3 mm or more and having
                       a minimum yield point of 355 MPa:
                - - - - Of a width exceeding 500 mm:
72122111        - - - - - Not further worked than surface-treated (ECSC)

7212 29         - - - Other:
                - - - - Of a width exceeding 500 mm

                - - - - - Not further worked than surface-treated (ECSC)
7212 29 11

7212 30         - - Otherwise plated or coated with zinc:
                - - - Of a width exceeding 500 mm:

7212 30 11      - - - - Not further worked than surface-treated (ECSC)
7212 40         - - Painted, vamished or coated with ptastics:

7212 40 10      - - - Tinplate, not further worked than vamished (ECSC)

                - - - Other:
                - - - - Of a width exceeding 500 mm:

7212 40 91      - - - - - Not further worked than surface-treated (ECSC)

7212 50         - - Otherwise plated or coated:
                - - - Of a width exceeding 500 mm:
                - - - - Other:

7212 50 51      - - - - - Not further worked than surface-treated (ECSC)

7212 60         - - Clad:
                - - - Of a width exceeding 500 mm:
7212 60 11      - - - - Not further worked than surface-treated (ECSC)
                - - - Of a width not exceeding 500 mm:
                - - - - Not further worked than surface treated:
7212 60 91      - - - - - Hot-rolled, not further worked than clad (ECSC)
7213            - Bars and rods, hot-rolled, in irregularly wound coils, of iron or non-alloy steel:
7213 10 00      - - Containing indentations, ribs, grooves or other deformations produced
                    during the rolling process (ECSC)
7213 20 00      - - Of free cutting steel (ECSC)
                - - Other, containing by weight less than 0.25 % of carbon:
7213 31 00      - - - Of circular cross-section measuring less than 14 mm in diameter (ECSC)
7213 39 00      - - - Other (ECSC)
                - - Other, containing by weight 0.25 % or more but less than 0.6 % of carbon:
7213 41 00      - - - Of circular cross-section measuring less than 14 mm in diameter (ECSC)
7213 49 00      - - - Other (ECSC)
7213 50 00      - - Other, containing by weight 0.6 % or more of carbon (ECSC)
                                                                         ~

                                            Other                        ~
                                                                         0,
                               Initial      duties                       0,
 Base rate      Bound rate   negotiating     and
of duty (U/8)     of duty       right      charges             Remarka

     3              4            5           6

    4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    5.3            0.0                               SEE CHAPTER NOTE     CD
                                                                          C
                                                                          :::,
                                                                          a.
                                                                          <D
                                                                          U>
    5.3            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    CO
                                                                          <D
                                                                          U>
                                                                          <D
                                                                          N
                                                                          er
    5.3            0.0                               SEE CHAPTER NOTE     iii'"
                                                                         .:=:
                                                                          C-
    4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE     ll>
                                                                          ;:J'

                                                                         call>
                                                                          :::,
    4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    CO
                                                                          ~
                                                                          CO
                                                                          CO

                                                                         -~
                                                                          --i
    4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
                                                                          ~

    4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    4.9            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    4.9           0.0                                SEE CHAPTER NOTE

    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    4.9           0.0                                SEE CHAPTER NOTE
    4.9           0.0                                SEE CHAPTER NOTE

    4.9           0.0                                SEE CHAPTER NOTE
    4.9           0.0                                SEE CHAPTER NOTE
    4.9           0.0                                SEE CHAPTER NOTE
BGBl. 1994, Seite 1467 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1467
    Tarifitem
     number                                      Description of products

        1                                                  2

7214            - Other bars and rods of iron or non-alloy steel, not further worked than forged,
                  hot-rolled, hot-drawn or hot-extruded, but including those twisted after rolling:
7214 20 00      - - Containing indentations, ribs, grooves or other deformations produced
                     during the rolling process or twisted after rolling (ECSC)
7214 30 00      - - Of free cutting steel (ECSC)
7214 40         - - Other, containing by weight less than 0.25 % of carbon (ECSC):
7214 40 10      - - - Of rectangular (other than square) cross-section, rolled on four faces
                - - - Other, with a maximum cross-sectional dimension of:

7214 40 91      - - - - 80 mm or more
7214 40 99      - - - - Less than 80 mm

7214 50         - - Other, containing by weight 0.25 % or more but less than 0.6 %
                    of carbon (ECSC):

7214 50 10      - - - Of rectangular (other than square) cross-section, rolled an four faces

                - - - Other, with a maximum cross-sectional dimension of:

7214 50 91      - - - - 80 mm or more
7214 50 99      - - - - Less than 80 mm

7214 60 00      - - Other, containing by weight 0.6 % or more of carbon (ECSC)
7215
7215 90
                - Other bars and rods of iron or non-alloy steel:
                - - Other:

7215 90 10      - - - Hot-rolled, hot-drawn or extruded, not further worked than clad (ECSC)

7216            - Angles, shapes and sections of iron or non-alloy steel:
7216 10 00      - - U, 1or H sections, not further worked than hot-rolled, hot-drawn or extruded,

                    of a height of lass than 80 mm (ECSC)
                - - L or T sections, not further worked than hot-rolled, hot-drawn or extruded,
                    of a height of less than 80 mm:
7216 21 00      - - - L sections (ECSC)

7216 22 00      - - - T sections (ECSC)
                - - U, 1or H sections, not further worked than hot-rolled, hot-drawn or extruded,
                    of a height of 80 mm or more:

7216 31 00      - - - U sections (ECSC)

7216 32 00      - - - 1sections (ECSC)

7216 33 00      - - - H sections (ECSC)
7216 40         - - L or T sections, not further worked than hot-rolled, hot-drawn or extruded,
                    of a height of 80 mm or more (ECSC):
7216 40 10      - - - L sections
7216 40 90      - - - T sections
7216 90         - - Other:
7216 90 10      - - - Hot-rolled, hot-drawn or extruded, not further worked than clad (ECSC)

                III. STAINLESS STEEL
7218            - Stainless steel in ingots or other primary forms; semi-finished products
                   of stainless steel:

7218 10 00      - - Ingots and other primary forms (ECSC)

7218 90         - - Other:
                                            Other
                               Initial      duties
  Base rate     Bound rate   negotiating     and
of duty (U/B)    of duty        right      charges             Remarks

     3              4            5           6

    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
                                                                         z
                                                                         ;-,
    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    ~
    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    0
                                                                          1

                                                                          ~
                                                                         (Q
    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
                                                                         a.
                                                                         (D
                                                                         '""I
    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    )>
    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    C
                                                                         (/)
                                                                         (Q
    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    O>

                                                                         ~
    3.8            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    &3
                                                                         :J
                                                                         _:J
    4.4           0.0                                SEE CHAPTER NOTE    a.
                                                                         (D
                                                                         :J
                                                                         ~
                                                                         (/)
    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    (D
                                                                         -0
    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    m
                                                                         3
                                                                         g
                                                                         '""I
    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    .....
                                                                         CO
    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    CO
                                                                         ~
    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
    4.4            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    3.8            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

                                                                         ~
    2.5            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    .c.
                                                                         0)
                                                                         .....
BGBl. 1994, Seite 1468 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1468
   Tarifitem                                                                               Base rate
    number                                   Description of products                      of duty (U/8)

      1                                                2                                       3

               - - - Of rectangular (including square) cross-section:
               - - - - Rolled or obtained by continuous casting (ECSC):
               - - - - - Of a width measuring less than twice the thickness,
                          containing by weight:
7218 90 11     - - - - - - 2.5 % or more of nickel                                            3.2
7218 90 13     - - - - - - Less than 2.5 % of nickel                                          3.2
               - - - - - Other, containing by weight:
7218 90 15     - - - - - - 2.5 % or more of nickel                                            3.2
7218 90 19     - - - - - - Less than 2.5 % of nickel                                          3.2
               - - - Other:
7218 90 50     - - - - Rolled or obtained by continuous casting (ECSC)                        6.0

7219           - Flat-rolled products of stainless steel, of a width of 600 mm or more:

               - - Not further worked than hot-rolled, in coils:
               - - - Of a thickness exceeding 1O mm (ECSC):
7219 11

72191110       - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel                           6.0

721911 90      - - - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel                         6.0

7219 12        - - - Of a thickness of 4.75 mm or more but not exceeding 10 mm (ECSC):
7219 12 10     - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel                           6.0
               - - - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel                         6.0
7219 12 90
7219 13        - - - Of a thickness of 3 mm or more but less than 4.75 mm (ECSC):

7219 1310      - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel                           6.0

7219 13 90     - - - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel                         6.0
7219 14        - - - Of a thickness of less than 3 mm (ECSC):
72191410       - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel                           6.0
7219 14 90     - - - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel                         6.0

               - - Not further worked than hot-rolled, not in coils:

7219 21        - - - Of a thickness exceeding 10 mm (ECSC):
7219 2110      - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nicke!                           6.0
7219 21 90     - - - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel                         6.0
7219 22        - - - Of a thickness of 4.75 mm or more but not exceeding 10 mm (ECSC):
7219 22 10     - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nicke!                           6.0
7219 22 90     - - - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel                         6.0
7219 23        - - - Of a thickness of 3 mm or more but less than 4.75 mm (ECSC):
7219 23 10     - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel                           6.0
7219 23 90     - - - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel                         6.0
7219 24        - - - Of a thickness of less than 3 mm (ECSC):
7219 2410      - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel                           6.0
7219 24 90     - - - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel                         6.0
               - - Not further worked than cold-rolled (cold-reduced):
7219 31        - - - Of a thickness of 4.75 mm or more (ECSC):
7219 3110      - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel                           6.0
7219 31 90     - - - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel                         6.0
7219 32        - - - Of a thickness of 3 mm or more but less than 4.75 mm (ECSC):
                                                         -.
                            Other                        .1:1,
               Initial      duties                       a,
             negotiating     and
                                                         CD
Bound rate
  of duty       right      charges             Remarks

    4            5           6

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    CD
                                                         C
                                                         ::,
                                                         a.
                                                         (t)
                                                         Cl>
                                                         CC
                                                         (t)

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    Cl>
                                                         (t)

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE     N
                                                          rr
                                                         äj"
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    ~
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    c...
                                                         !l)
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                                                         (0
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    !l)
                                                          ::,
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    CC
                                                          ....CO
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE     CO
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    -~
                                                          ~

                                                          ~

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   00                                SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
BGBl. 1994, Seite 1469 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1469
N

        Tarifitem
         number                                     Oescription of products

            1                                                 2

    7219 32 10      - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel
    7219 32 90      - - - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel
    7219 33         - - - Of a thickness exceeding 1 mm but less than 3 mm (ECSC):
    7219 33 10      - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel
    7219 33 90      - - - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel
    7219 34         - - - Of a thickness of 0.5 mm or more but not exceeding 1 mm (ECSC):
    7219 3410       - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel
    7219 34 90      - - - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel

    7219 35         - - - Of a thickness of less than 0.5 mm (ECSC):

    7219 3510       - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel
    7219 35 90      - - - - Containing by welght less than 2.5 % of nickel
    7219 90         --Other:

                    - - - Not further worked than surface-treated, including cladding,
                           or simply cut into shapes other than rectangular (including square) (ECSC):

    7219 90 11      - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel

    72199019        - - - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel
    7220            - Flat-rolled products of stainless steel, of a width of less than 600 mm:

                    - - Not further worked than hot-rolled:
    722011 00       - - - Of a thickness of 4.75 mm or more (ECSC)

    722012 00       --- Of a thickness of less than 4.75 mm (ECSC):

    722020          - - Not further worked than cold-rolled (cold-reduced):
    72202010

                    - - - Of a width exceeding 500 mm (ECSC)

    722090          -- Other:

                    - - - Of a width exceeding 500 mm:
    72209011        - - - - Not further worked than surface-treated, including cladding (ECSC)

                    - - - Of a width not exceeding 500 mm:
                    - - - - Not further worked than surface-treated, including cladding:

    7220 90 31      - - - - - Hot-rolled, not further worked than clad (ECSC)
    7221            - Bars and rods, hot-rolled in irregularty wound coils, of stainless steel (ECSC):
    72210010
                    - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel

    72210090        - - Containing by weight less than 2.5 % of nickel
    7222            - Other bars and rods of stainless steel; angles. shapes and sections
                      of stainless steel:
    722210          - - Bars and rods, not further worked than hot-rolled, hot-drawn
                        or extruded (ECSC):
                    - - - Of circular cross-section of a diameter of 80 mm or more,
                           containing by weight:
    72221011        - - - - 2.5 % or more of nicket
    7222 10 19      - - - - Lass than 2.5 % of nicket
                    - - - Other, containing by weight:
    7222 10 91
    722210 99
                    - - - - 2.5 % or more of nickel
                    - - - - Less than 2.5 % of nickel

    7222 30         - - Other bars and rods:

                                            Other
                               Initial      duties
  Base rate     Bound rate   negotiating     and
of duty (U/B)     of duty       right      charges             Remarks

     3              4            5           6

    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    6.0            0:0                               SEE CHAPTER NOTE
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
                                                                         z:-,
                                                                         .i::,.
                                                                         0
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE      1
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
                                                                          ~
                                                                         CO
                                                                         a.
                                                                          ..,
                                                                         (1)

    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    >
                                                                         C:
                                                                         C/)
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    CO
                                                                         Sl>

                                                                         ~
    6.0           0.0                                SEE CHAPTER NOTE    CD
                                                                          0
    6.0           0.0                                SEE CHAPTER NOTE     ::::,
                                                                         _::::,

                                                                         a.
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    (1)
                                                                          ::::,

                                                                         ~
                                                                         (J)
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    (1)

                                                                         j
                                                                          3
                                                                         O"
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE    ~
                                                                         _.,
    6.0                                                                  <O
                   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    <O
                                                                          .i::,.
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    6.0
    6.0
                   0.0
                   0.0
                                                     SEE CHAPTER NOTE
                                                     SEE CHAPTER NOTE
                                                                         ...

                                                                         *
                                                                         CO
BGBl. 1994, Seite 1470 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1470
    Tarifitem
     number                                     0escript1on of products

        1                                                 2

72223010        - - - Hot-rolled, hot-drawn or extruded, not further worked than clad (ECSC)
7222 40         - - Angles, shapes and sections:
                - - - Not further worked than hot-rolled, hot-drawn or extruded (ECSC):
7222 40 11      - - - - Containing by weight 2.5 % or more of nickel
7222 40 19      - - - - Containing by weight less than 2.5 % ot nicket
                - - - Other:
7222 40 30      - - - - Hot-rolled, hot-drawn or extruded, not further worked than clad (ECSC)

                IV. OTHER ALLOY STEEL; HOLLOW DRILL BARS AND RODS,
                    OF ALLOY OR NON-ALLOY STEEL
7224            - Other alloy steel in ingots or other primary forms; semifinished products

                  of other alloy steel:

722410 00       - - Ingots and other primary forms (ECSC)

7224 90         - - Other:

                - - - Ot rectangular (lncluding square) cross-section:

7224 90 11      - - - - Hot-rolled or obtained by continuous casting (ECSC)
                - - - Other:

7224 90 30      - - - - Hot-rolled or obtained by continuous casting (ECSC)
7225            - Fiat rolled products of other alloy steel, of a width of 600 mm or more:

722510          - - Ot silicon-electrical steel (ECSC):
7225 10 10      - - - Hot-rolled

                - - - Cold-rolled:

7225 10 91      - - - - Grain oriented
722510 99       - - - - Non grain oriented

7225 20         - - Ot high speed steel:
                - - - Not further worked than rolled (ECSC):
7225 20 11      - - - - Not further worked than hot-rolled
72252019        - - - - Not further worked than cold-rolled (cold-reduced)
                - - - Other:
7225 20 30      - - - - Not further worked than surface-treated, including cladding or simply cut
                         into shapes other than rectangular (including square) (ECSC)
7225 30 00      - - Other, not further worked than hot-rolled, in coils (ECSC)
7225 40         - - Other, not further worked than hot-rolled, not in coils (ECSC):
72254010        - - - Of a thickness exceeding 20 mm
722540 30       - - - Of a thickness exceeding 15 mm but not exceeding 20 mm
7225 40 50      - - - Of a thickness of 4.75 mm or more but not exceeding 15 mm
7225 40 70      - - - Of a thickness of 3 mm or more but less than 4.75 mm
7225 40 90      - - - Of a thickness of lass than 3 mm
7225 50 00      - - Other, not further worked than cold-rolled (cold-reduced) (ECSC)
7225 90         - - Other:
7225 90 10      - - - Not further worked than surface-treated, including cladding or simply cut
                       into shapes other than rectangular (including square) (ECSC)
7226            - Flat-rolled products of other alloy steel, of a width of less than 600 mm:
722610          - - Of silicon-electrical steel:
                                                                        ...
                              Initial
                                           Other
                                           duties
                                                                        .....,::..
                                                                        0
 Base rate     Sound rate   negotiating     and
otduty (U/B)    of duty        right      charges             Aemarks

     3             4            5           6

    5.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE
    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    5.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE

                                                                        OJ
                                                                        C
                                                                         :::::)
                                                                         a.
    2.5           0.0                               SEE CHAPTER NOTE    CD
                                                                        C/)
                                                                        (C
                                                                         CD
                                                                         C/)
                                                                         CD
    3.2           0.0                               SEE CHAPTER NOTE     N
                                                                         O"
                                                                         ~
    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE    _:::i:
                                                                         '-
                                                                         ll>
                                                                         ::r-
    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE    (0
                                                                         ll>
                                                                         :::::)
                                                                        (C
    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE     .....
    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE     <.O
                                                                         <.O
                                                                        -~
                                                                         -i
    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE     ~
    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE     =

    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE
    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE
    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE
    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE
    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE
    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    6.0           0.0                               SEE CHAPTER NOTE
BGBl. 1994, Seite 1471 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1471
    Tarifitem
     number                                     Oescription of products

        1                                                 2

7226 10 10      - - - Not further worked than hot-rolled (ECSC)
                - - - Other:
7226 10 30      - - - - Of a width exceeding 500 mm (ECSC)
7226 20         - - Of high-speed steel:
7226 20 10      - - - Not further worked than· hot-rolled (ECSC)
                - - - Not further worked than cold-rolled (cold-reduced):
7226 20 31      - - - - Of a width exceeding 500 mm (ECSC)
                - - - Other:
                - - - - Of a width exceeding 500 mm:
7226 20 51
                - - - - - Not further worked than surface-treated, including cladding (ECSC)

                - - - - Of a width not exceeding 500 mm:
                - - - - - Not further worked than surface-treated, including cladding:

7226 20 71      - - - - - - Hot-rolled not further worked than clad (ECSC)
                -- Other:
7226 91 00      - - - Not further worked than hot-rolled (ECSC)

7226 92         - - - Not further worked than cold-rolled, cold-reduced):

7226 9210       - - - - Of a width exceeding 500 mm (ECSC)

7226 99         - - - Other:
                - - - - Of a width exceeding 500 mm:
7226 99 11      - - - - - Not further worked than surface-treated, including cladding (ECSC)

                - - - - Of a width not exceeding 500 mm:
                - - - - - Not further worked than surface-treated, including cladding:

7226 99 31      - - - - - - Hot-rolled, not further worked than clad (ECSC)
7227            - Bars and rods, hot-rolled, in irregularly wound coils, of other alloy steel:
7227 10 00      - - Of high-speed steel (ECSC)

7227 20 00      - - Of silico-manganese steel (ECSC)
7227 90         - - Other (ECSC):

72279010        - - - Containing by weight 0.0008 % or more of boron

7227 90 90      - - - Other
7228            - Other bars and rods of other alloy steel; angles, shapes and sections,

                  ot other alloy steel; hollow drill bars and rods, of alloy or non-alloy steel:

722810          - - Bars and rods, of high-speed steel:
7228 10 10      - - - Not further worked than hot-rolled, hot-drawn or extruded (ECSC)
                - - - Other:
722810 30       - - - - Hot-rolled, hot-drawn or extruded, not further worked than clad (ECSC)
7228 20         - - Bars and rods, of silico-manganese steel:
                - - - Not further worked than hot-rolled, hot-drawn or extruded (ECSC):
72282011        - - - - Of rectangular (other than square) cross-section, rolled on four faces
72282019        - - - - Other
                - - - Other:
7228 20 30      - - - - Hot-rolled, hot-drawn or extruded, not further worked than clad (ECSC)
7228 30         - - Other bars and rods, not further worked than hot-rolled, hot-drawn
                    or extruded (ECSC):

7228 30 10      - - - Of circular cross-section of a diameter of 80 mm or more
                                            Other
                               Initial      duties
  Base rate     Sound rate   negotiating     and
of duty (U/8)    of duty        right      charges              Remarks

     3              4            5           6

    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
                                                                          ~
                                                                          ~
                                                                          0
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
                                                                           1
                                                                          -t
                                                                          Q)
                                                                          <C
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE     a.
                                                                          ~
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE     )>
                                                                          C:
                                                                          (/)
                                                                          <C
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE     Q)
                                                                          O'
                                                                          ~
                                                                          CO
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE     0
                                                                          ::::,
                                                                          ?
                                                                          a.
                                                                          (D
    6.0           0.0                                SEE CHAPTER NOTE     ::::,
                                                                          ~
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE     (J)
                                                                          (D
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE     -g_
                                                                          (D

    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE.    3
                                                                          O'
    6.0          , 0.0                               SEE CHAPTER NOTE     ~
                                                                          ......
                                                                          CO
                                                                          CO
                                                                          ~

    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    5.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

    5.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE

                                                                           ....
                                                                          .,::.
    6.0            0.0                               SEE CHAPTER NOTE     .....
                                                                          ....
BGBl. 1994, Seite 1472 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1472
    Tarifitem                                                                                            Base rate

     number                                      Description of products                                ofduty (U/B)

        1                                                  2                                                 3

7228 30 90      - - - Other                                                                                 6.0
7228 60         - - Other bars and rods:
72286010        - - - Hot-rolled, hot-drawn or extruded, not further worked than clad (ECSC)                5.0
7228 70         - - Angles, shapes and sections:
72287010        - - - Not further worked than hot-rolled, hot-drawn or extruded (ECSC)                      6.0
                - - - Other:
7228 70 31      - - - - Hot-rolled, hot-drawn or extruded, not further worked than clad (ECSC)              5.0
                - - - - Other:
7228 80         - - Hollow drill bars and rods:
72288010        - - - Of alloy steel (ECSC)                                                                 6.0
7228 80 90      - - - Of non-alloy steel (ECSC)                                                             3.8

73              ARTICLES OF IRON OR STEEL
NOTE:           REDUCTIONS TO ZERO FOR ALL ITEMS COVERED BY THIS NOTE WILL BE

                PHASED IN OVER 10 YEARS
7301            Sheet piling of iron or steel, whether or not drilled, punched

                or made from assembled elements; welded angles, shapes and sections,

                of iron or steel:
7301 10 00      - Sheet piling (ECSC)                                                                       4.4
                                                                                                            4.1
73012000        - Angles, shapes and sections
7302            Railway or tramway track construction material of iron or steel, the following:
                rails, check-rails and rack rails, switch blades, crossing frogs, point rods

                and other crossing pieces, sleepers (cross-ties), fish-plates, chairs, chair wedges,
                sole plates (base plates), rail clips, bedplates, ties and other material specialized

                for jointing or fixing rails:
730210          -Rails:

                - - Other:
                - - - New (ECSC):
7302 10 31      - - - - Of a weight per m of 20 kg or more                                                  4.4
730210 39       - - - - Of a weight per m of less than 20 kg                                                4.4
7302 10 90      - - - Used (ECSC)                                                                           2.5
7302 20 00      - Sleepers (cross-ties) (ECSC)                                                              3.8
7302 40         - Fish-plates and sole plates:
73024010        - -Rolled (ECSC)                                                                            3.8
7302 90         - Other
73029010        - - Check-rails (ECSC)                                                                      3.8
                            Other
                                                         ....
                                                         ~

Sound rate
               Initial
             negotiating
                            duties
                             and                         ""'
                                                         1\)

 of duty        right      charges             Remarks

    4            5           6

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
                                                         CD
                                                         C
                                                         ::s
                                                         C.
                                                         (1)
                                                         Cl)
                                                         CO
                                                         (1)
                                                         Cl)
                                                         (1)
                                                         N
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    O"
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    Ö>°
                                                         -~
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                                                         ll>
                                                         :,-
                                                         CO
                                                         ll>
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                                                         CO
                                                         ....
                                                         CD
                                                         CD
                                                         -~
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    -i
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE    ~
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE

   0.0                               SEE CHAPTER NOTE
BGBl. 1994, Seite 1473 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1473
                     GENERAL AGREEMENT ON TRADE IN SERVICES

PART I           SCOPE

         Article I

AND DEFINITION

  Scope and Definition
PART II          GENERAL OBLIGATIONS AND DISCIPLINES

      Article Il
      Anicle m
      Article m bis
      Anicle IV
      Article V
      Anicle V bis
      Article VI
      Article VII
      Article VIII
      Article IX
      Article X
      Article XI
      Article XII
      Article XIII
      Article XIV
      Article XIV bis
      Article XV

Most-Favoured-Nation Treatment
Transparency
Disclosure of Confidential Information
lncreasing Participation of Developing Countries
Economic Integration
Labour Markets Integration Agreements
Domestic Regulation
Recognition
Monopolies and Exclusive Service Suppliers
Business Practices
Emergency Safeguard Measures
Payments and Transfers
Restrictions to Safeguard the Balance of Payments
Govemment Procurement
General Exceptions
Security Exceptions
Subsidies
PARTm            SPECIFIC COMMITMENTS

      Article XVI
      Article XVIl
      Article XVIII

Market Access
National Treannent
Additional Commianents
PART IV          PROGRESSIVE LIBERALIZATION

      Article XIX
      Article XX
      Article XXI

Negotiation of Specific Commitments
Schedules of Specific Commianents
Modification of Schedules
PART V           INSTITUTIONAL PROVISIONS

      Article XXIl
      Article XXID
      Article XXIV
      Article XXV
      Article XXVI

Consulwion
Dispute Settlement and Enforcement
Council for Trade in Services
Technical Cooperation
Relationship with Other International Organi.zations
BGBl. 1994, Seite 1474 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1474
1474                          Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II


  PART VI       FINAL PROVISIONS

         Article XXVII Denial of Benefits
         Article XXVIlI Definitions
         Article XXIX   Annexes

  Annex on Article II Exemptions
  Annex on Movemem of Natural Persons Supplying Services under the Agreement
  Annex on Air Transport Services
  Annex on Financial Services
  Second Annex on Financial Services
  Annex on Negotiations on Maritime Transport Services
  Annex on Telecommunications
  Annex on Negotiations on Basic Telecommunications

BGBl. 1994, Seite 1475 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1475




Members,

       Recognizing the growing importance of trade in services for the growth and development of
the world economy;

        Wzshing to establish a multilateral framework of principles and rules for trade in services with
a view to the expansion of such trade under conditiom of tramparency and progressive liberalization
and as a means of promoting the economic growtb of all trading partners and the development of
developing cou.ntries;

        Desiring the early achievement of progressively bigber levels of hberaliz.ation of trade in services
through successive rounds of multilateral negotiations aimed at promoting the interests of all panicipants
on a mutually advantageous basis and at securing an overall balance of rights and obligations, while
giving due respect to national policy objectives;

        Recognizing the right of Members to regulate, and to introduce new regulations, on the supply
of services within their territories in order to meet national policy objectives and, given asymmetries
existing with respect to the degree of development of services regulations in different countries, the
particular need of developing countries to exercise this right;

        Desiring to facilitate the increasing participation of developing countries in trade in services
and the expansion of their service expons including, inter alia, through the strengthening of their
domestic services capacity and its efficiency and competitiveness;

         Taki.ng panicular account of the serious difficulty of the least-developed countries in view of
their special economic situation and their development, trade and financial needs;

        Hereby agree as follows:



                                                 PART I

                                      SCOPE AND DEFINITION


                                                 Aniclel

                                          Scope and Definition

1.      This Agreement applies to measures by Members affecting trade in services.

2.      For the purposes of this Agreement, trade in services is defined as the supply of a service:

        (a)      from the territory of one Member into the territory of any other Member;

        (b)      in the tenitory of one Member to the service consumer of any other Member;

        (c)      by a service supplier of one Membcr, through commercial presence in the territory
                 of any other Member;

BGBl. 1994, Seite 1476 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1476
1476                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

          (d)     by a service supplier of one Member, through presence of natural persons of a Member
                  in the territory of any other Member.

  3.      For the purposes of this Agreement:

          (a)     "measures by Members" means measures talcen by:

                  (i)       central, regional or local governments and authorities; and

                  (ii)      non-governmental bodies in the exercise of powers delegated by central,
                            regional or 1~ govemments or authorities;

          In fulfilling its obligations and commitments under the Agreement, each Member shall take
          such reasonable measures as may be available to it to ensure their observance by regional and
          local governments and authorities and non-governmental bodies within its territory;

          (b)     "services" includes any service in any sector except services supplied in the exercise
                  of governmental authority;

          (c)     "a service supplied in the exercise of governmental authority" means any service which
                  is supplied neither on a commercial basis, nor in competition with one or more service
                  suppliers.


                                                PARTil

                           GENERAL OBLIGATIONS AND DISCIPLINES


                                                Article II

                                    Most-Favoured-Nation Treatment

 1.      With respect to any measure covered by this Agreement, each Member shall accord immediately
 and unconditionally to services and service suppliers of any other Member treatment no less favourable
 than that it accords to like services and service suppliers of any other country.

 2.       A Member may maintain a measure inconsistent with paragraph 1 provided that such a measure
 is listed in, and meets the conditions of, the Annex on Article II Exemptions.

 3.      The provisions of this Agreement sball not be so construed as to prevent any Member from
 conferring or according advantages to adjacent countries in order to faciliwe exchanges limited to
 contiguous frontier zones of services that are both locally produced and consumed.


                                                Article III

                                              Transparency

  1.      Each Member shall publish promptly and, except in emergency situations, at the latest by the
  time of their entry into force, all relevant measures of general application which pertain to or affect
  the operation of this Agreement. International agreements pertaining to or affecting trade in services
  to which a Member is a signatory shall also be published.

BGBl. 1994, Seite 1477 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1477

2.     Where publication as referred to in paragraph 1 is not practicable, such information shall be
made otherwise publicly available.

3.       Each Member shall promptly and at least annually infonn the Council for Trade in Services
of the introduction of any new. or any cbanges to existing, laws, regulations or administrative guidelines
which significantly affect trade in services covered by its specific commitments under this Agreement.

4.       Each Member shall respond promptly to all requests by any other Member for specific
infonnation on any of its measures of general application or international agreements within the meaning
of paragraph 1. Each Member shall also establish one or more enquiry points to provide specific
infonnation to other Members, upon request, on all such matters as well as those subject to the
notification requirement in paragraph 3. Such enquiry points shall be established within two years
from the date of entry into force of the Agreement Establishing the WTO (referred to in this Agreement
as the "WTO Agreement"). Appropriate flexibility with respect to the time-limit within which such
enquiry points are to be established may be agreed upon for individual developing country Members.
Enquiry points need not be depositories of laws and regulations.

5.    Any Member may notify to the Council for Trade in Services any measure, taken by any other
Member, which it considers affects the operation of this Agreement.


                                             Article 111 bis

                                Disclosure of Confidential Information

        Nothing in this Agreement shall require any Member to provide confidential information, the
disclosure of which would impede law enforcement, or otherwise be contrary to the public interest,
or which would prejudice legitimate commercial interests of particular enterprises, public or private.


                                               Article TV

                          Increasing Participation of Developing Countries

1.     Tue increasing panicipation of developing country Members in world trade shall be facilitated
through negotiated specific commitments, by different Members pursuant to Parts m and IV of this
Agreement, relating to:

        (a)     the strengtbening of their domestic services capacity and its efficiency and
                competitiveness, inter alia through access to technology on a commercial basis;

        (b)     the improvement of their access to distribution channels and information networks;
                 and

        (c)     the liberalization of market access in sectors and modes of supply of expon interest
                to them.

2.      Developed country Members, and to the extent possible other Members, shall establish contact
points within two years from the date of entry into force of the WTO Agreement to facilitate the access
of developing country Members~ service suppliers to information, related to their respective markets,
concerning:

        (a)     commercial and technical aspects of the supply of services;

BGBl. 1994, Seite 1478 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1478
1478                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

          (b)       registration, recognition and obtaining of professional qualifications; and

          (c)       the availability of services technology.

 3.      Special priority shall be given to the least-developed country Members in the implementation
 of paragraphs 1 and 2. Particular account shall be taken ofthe serious difficulty ofthe least-developed
 countries in accepting negotiated specific commitments in view of their special economic siruation and
 their development, trade and financial needs.


                                                       Article V

                                               Economic Integration

 I.      This Agreement shall not prevent any of its Members from being a party to or entering into
 an agreement liberalizing trade in services between or arnong the parties to such an agreement, provided
 that such an agreement:

          (a)       has substantial sectoral coverage 1, and

          (b)       provides for the absence or elimination of substantially all discrimination, in the sense
                    of Article XVIl, between or among the parties, in the sectors covered under
                    subparagraph (a), through:

                    (i)        elimination of existing discriminatory measures, and/or

                    (ii)       prohibition of new or more discriminatory measures,

                    either at the entry into force of that agreement or on the basis of a reasonable tirne-
                    frame, except for measures permitted under Anicles XI, Xll, XIV and XIV bis.

 2.       In evaluating whether the conditions under paragraph l(b) are met, consideration may be given
 to the relationship of the agreement to a wider process of economic integration or trade liberalization
 among the countries concemed.

 3.      (a)      Where developing countries are panies to an agreement of the type referred to in
 paragraph 1, flexibility shall be provided for regarding the conditions set out in paragraph 1, particularly
 with reference to subparagraph (b) thereof, in accordance with the level of development of the countries
 concemed, both overall and in individual sectors and subsectors.

         (b)    Notwithstanding paragraph 6, in the case of an agreement of the type referred to in
 paragraph 1 involving only developing countries, more favourable treatment may be granted to juridical
 persons owned or controlled by natural persons of the parties to such an agreement.

 4.       Any agreement referred to in paragrapb 1 shall be designed to facilitate trade between the parties
 to the agreement and shall not in respect of any Member outside the agreement raise the overall level
 ofbarriers to trade in services within the respective sectors or subsectors compared to the leveI applicable
 prior to such an agreement.




     'This condition is understood in tenns of nwnber of sectors, volume of trade affected and modes of supply. In ordcr
 to meet this condition, agreements should not provide for the a priori exclusion of any mode of supply.

BGBl. 1994, Seite 1479 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1479

5.      If, in the conclusion, enlargement or any significant modification of any agreement under
paragraph l, a Member intends to withdraw or modify a specific commitment inconsistently with the
terms and conditions set out in its Schedule, it shall provide at least 90 days advance notice of such
modification or withdrawal and the procedure set fonh in paragraphs 2, 3 and 4 of Article XXI shall
apply.

6.       A service supplier of any other Member that is a juridical person constituted under the laws
of a party to an agreement referred to in paragraph 1 sball be entitled to treatment granted u.nder such
agreement, provided that it engages in substantive business operations in the territory of the parties
to such agreement.

7.      (a)      Members which are parties to any agreement referred to in paragraph 1 shall promptly
notify any such agreement and any enlargement or any significant modification of that agreement to
the Council for Trade in Services. They shall also make available to the Council such relevant information
as may be requested by it. The Council may establish a working pany to examine such an agreement
or enlargement or modification of that agreemem and to report to the Council on its consistency with
this Article.

         (b)   Members which are parties to any agreement referred to in paragraph 1 which is
irnplemented on the basis of a time-frame sball report periodically to the Council for Trade in Services
on its implementation. The Council may establish a working pany to examine such reports if it deems
such a working party necessary.

       (c)     Based on the reports of the working parties referred to in subparagraphs (a) and (b),
the Council may make recommendations to the parties as it deems appropriate.

8.    A Member which is a party to any agreement referred to in paragraph 1 may not seek
compensation for trade benefits that may accrue to any other Member from such agreement.


                                                       Article V bis

                                      Labour Markets Integration Agreements

        This Agreement shall not prevent any of its Members from being a party to an agreement
establishing full integration2 of the labour markets between or among the parties to such an agreement,
provided that such an agreement:

         (a)        exempts citizens of parties to the agreement from requirements conceming residency
                    and work pennits;

          (b)       is notified to the Council for Trade in Services.


                                                         Article VI

                                                  Domestic Regulation

1.     In sectors where specific commitments are undertaken, each Member shall ensure that all
measures of general application affecting trade in services are administered in a reasonable, objective
and impartial manner.



    2
     Typically. such integration provides citizens of the parties concemed with a rigbt of free entry to the employment markets
of the panies and includes measures conceming conditions of pay, otber conditions of employment and social benefüs.

BGBl. 1994, Seite 1480 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1480
1480                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  2.       (a)     Each Member shall maintain or institute as soon as practicable judicial, arbitral or
  administrative tribunals or procedures which provide, at the request of an affected service supplier,
  for the prompt review of, and where justifi.ed, appropriate remedies for, administrative decisions affecting
  trade in services. Where such procedures are not independent of the agency entrusted with the
  administrative decision concemed, the Member shall ensure that the procedures in fact provide for
  an objective and impartial review.

           (b)     The provisions of subparagrapb (a) sball not be construed to require a Member to imtitute
  such tribunals or procedures where this would be inconsistent with its constitutional structure or the
  nature of its legal system.

 3.      Where authorization is required for the supply of a service on which a specific commitment
 has been made, the competent authorities of a Member shall, within a reasonable period of time after
 the submission of an application considered complete under domestic laws and regulations, infonn
 the applicant of the decision conceming the application. At the request of the applicant, the competent
 authorities of the Member shall provide, without undue delay, information conceming the starus of
 the application.

 4.      With a view to ensuring that measures relaring to qualification requirements and procedures,
 technical standards and licensing requirements do not constitute mmecessary barriers to trade in services,
 the Council for Trade in Services sball, through appropriate bodies it may establish, develop any
 necessary disciplines. Such disciplines sball aim to ensure that such requirements are, inter alia:

           (a)       based on objective and transparent criteria, such as competence and the ability to supply
                     the service;

           (b)       not more burdensome than necessary to ensure the quality of the service;

           (c)       in the case of licensing procedures, not in themselves a restriction on the supply of
                     the service.

 5.       (a)     In sectors in which a Member has undertaken specific commitments, pending the entry
 into force of disciplines developed in these sectors pursuant to paragraph 4, the Member shall not
 apply licensing and qualification requirements and technical standards that nullify or impair such specific
 comminnents in a manner which:

                     (i)         does not comply with the criteria outlined in subparagraphs 4(a), (b) or (c);
                                 and

                     (ii)        could not reasonably have been expected of that Member at the time the
                                 specific committnents in those sectors were made.

          (b)     In determining whether a Member is in confonnity with the obligation under
  paragraph S(a), account shall be taken of international standards of relevant international organizations 3
  applied by that Member.

  6.    In sectors where specific commitments regarding professional services are undenaken, each
  Member shall provide for adequate procedures to verify the competence of professionals of any other
  Member.




      3The tenn "relevant international organizations" refers to international bodies whose membership is open to the relevant
  bodies of at least all Membcrs of dte WTO.

BGBl. 1994, Seite 1481 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1481

                                               Article VII

                                               Recognition

1.        For the purposes of the fulfilment, in whole or in pan, of its standards or criteria for the
authoriz.ation. licensing or cenification of services suppliers, and subject to the requirements of
paragraph 3, a Member may recognize the education or experience obtained, requirements met, or
licenses or cenifications granted in a panicular country. Such recognition, which may be achieved
through hannonization or otherwise, may be based upon an agreement or arrangement with the country
concemed or may be accorded autonomously.

2.       A Member that is a pany to an agreement or arrangement of the type referred to in paragraph 1.
whether existing or future, shall afford adequate opponunity for other interested Members to negotiate
their accession to such an agreement or mangement or to negotiate comparable ones with it. Where
a Member accords recognition autonomously, it shall afford adequate opponunity for any other Member
to demonstrate that education, experience, licenses, or cenifications obtained or requirements met in
that other Member's territory should be recognized.

3.       A Member shall not accord recognition in a manner which would constitute a means of
discrirnination between countries in the application of its standards or criteria for the authoriz.ation,
licensing or cenification of services suppliers, or a disguised restriction on trade in services.

4.      Each Member shall:

        (a)     within 12 months from thedate on which the WTO Agreement takes effect for it. inform
                the Council for Trade in Services of its existing recognition measures and state whether
                such measures are based on agreements or arrangements of the type referred to in
                paragraph 1;

        (b)     promptly infonn the Council for Trade in Services as far in advance as possible of
                the opening of negotiations on an agreement or arrangement of the type referred to
                in paragraph 1 in order to provide adequate opponunity to any other Member to indicate
                their interest in participating in the negotiations before they enter a substantive phase;

        (c)     promptly infonn the Council for Trade in Services when it adopts new recognition
                measures or significantly modifies existing ones and state whether the measures are
                based on an agreement or arrangement of the type referred to in paragraph 1.

S.      Wherever appropriate, recognition should be based on multilaterally agreed criteria. In
appropriate cases, Members sball work in cooperation with relevant intergovemmental and non-
governmental organi7.ations towards tbe establishment and adoption of common international standards
and criteria for recognition and common international standards for the practice of relevant services
trades and professions.


                                               Anicle VIII

                             Monopolies and Exclusive Service Suppliers

1.      Each Member shall ensure that any monopoly supplier of a service in its territory does not.
in the supply of the monopoly service in the relevant market, act in a manner inconsistent with that
Member's obligations under Anicle ll and specific commitments.

2.       Where a Mernber's monopoly supplier competes, either directly or througb an affiliated company.
in the supply of a service outside the scope of its monopoly rights and which is subject to that Member 's

BGBl. 1994, Seite 1482 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1482
1482                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil 11


  specific commitments, the Member shall ensure that such a supplier does not abuse its monopoly position
  to act in its territory in a manner inconsistent with such commitments.

  3.      The Council for Trade in Services may, at the request of a Member which has a reason to
  believe that a monopoly supplier of a service of any other Member is acting in a manner inconsistent
  with paragraph 1 or 2, request the Member establishing, maintaining or authorizing such supplier to
  provide specific information conceming the relevant operations.

  4.      If, after the date of entry into force ofthe WTO Agreement, a Member grants monopoly rights
  regarding the supply of a service covered by its specific commitments, that Member shall notify the
  Council for Trade in Services no later than three months before the intended implementation of the
  grant of monopoly rights and the provisions of paragraphs 2, 3 and 4 of Article XXI shall apply.

  5.      The provisions of this Anicle shall also apply to cases of exclusive service suppliers, where
  a Member, fonnally or in effect, (a) authorizes or establishes a small number of service suppliers and
  (b) substantially prevents competition among those suppliers in its territory.


                                                 Article IX

                                             Business Practices

  1.     Members recognize that cenain business practices of service suppliers, other than those falling
  under Article vm, may restrain competition and thereby restrict tra.de in services.

  2.      Each Member shall, at the request of any other Member, enter into consultations with a view
  to eliminating practices referred to in paragraph 1. The Member addressed shall accord full and
  sympathetic consideration to such a request and shall cooperate through the supply of publicly available
  non-confidential information of relevance to the matter in question. The Member addressed shall also
  provide other infonnation available to the requesting Member, subject to its domestic law and to the
  conclusion of satisfactory agreement conceming the safeguarding of its confidentiality by the requesting
  Member.


                                                 Article X

                                      Emergency Safeguard Measures

  1.      There shall be multilateral negotiations on the question of emergency safeguard measures based
  on the principle of non-0iscrimination. The results of such negotiations shall enter into effect on a
  date not later than three years from the date of entry into force of the WTO Agreement.

  2.      In the period before the entry into effect of the results of the negotiations referred to in
  paragraph 1, any Member may, notwithstanding the provisions of paragraph 1 of Anicle XXI, notify
  the Council on Tra.de in Services of its intention to modify or withdraw a specific commitment after
  a period of one year from the date on which the commitment enters into force; provided that the Member
  shows cause to the Council that the modification or withdrawal cannot await the tapse of the three-year
  period provided for in paragraph 1 of Article XXI.

  3.      The provisions of paragraph 2 shall cease to apply three years after the date of entry into force
  of the WTO Agreement.

BGBl. 1994, Seite 1483 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1483

                                                Anicle'XJ

                                        Payments and Transfers

1.      Except under the circumstances envisaged in Article Xß, a Member sball not apply restrictions
on international transfers and payments for current transactions relating to its specific commitments.

2.       N othing in this Agreement shall affect the rights and obligations of the members of the
International Monetary Fund under the Articles of Agreement of the Fund, including the use of exchange
actions which are in conformity with the Articles of Agreement, provided that a Member shall not
impose restrictions on any capital transactions inconsistently with its specific commitments regarding
such transactions, except under Article XII or at the request of the Fund.


                                               Article 'XII

                         Restrictions to Safeguard the Balance of Payments

1.       In the event of serious balance-of-payments and external financial difficulties or threat thereof,
a Member may adopt or maintain restrictions on trade in services on which it has undenaken specific
commitments, including on payments or transfers for transactions related to such commianents. lt
is recognized that panicular pressures on the balance of payments of a Member in the process of
economic development or economic transition may necessitate the use of restrictions to ensure, inter
alia, the maintenance of a level of financial reserves adequate for the implementation of its programme
of economic development or economic transition.

2.      The restrictions referred to in paragraph 1:

        (a)     shall not discriminate among Members;

        (b)     shall be consistent with the Anicles of Agreement of the International Monetary Fund;

        (c)     shall avoid unnecessary damage to the commercial, economic and financial interests
                of any other Member;

        (d)     shall not exceed those necessary to deal with the circumstances described in paragraph 1;

        (e)     shall be temporary and be phased out progressively as the situation specified in
                paragraph 1 improves.

3.       In determining the incidence of such restrictions, Members may give priority to the supply
of services which are more essential to their economic or development programmes. However, such
restrictions shall not be adopted or maintained for the purpose of protecting a particular service sector.

4.     Any restrictions adopted or maintained under paragraph 1, or any changes therein, shall be
promptly notified to the General Council.

5.    (a)     Members applying the provisions of this Article shall consult promptly with the
Committee on Balance-of-Payments Restrictions on restrictions adopted under this Article.

BGBl. 1994, Seite 1484 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1484
1484                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II


         (b)      The Ministerial Conference shall establish procedures4 for periodic consultations with
 the objective of enabling such recommendations to be made to the Member concemed as it may deem
 appropriate.

          ( c)     Such consultatiom shall assess the balance-of-payment siruation of the Member concemed
 and the restrictions adopted or maintained under this Anicle, taking into account, inter alia, such factors
 as:

                     (i)         the nature and extent of the balance-of-payments and the external financial
                                 difficulties;

                     (ii)        the external economic and trading environment of the consulting Member;

                     (iii)       alternative corrective measures which may be available.

          (d)     The consultations shall address the compliance of any restrictions with paragraph 2,
  in panicular the progressive phaseout of restrictions in accordance with paragraph 2(e).

         (e)     In such consultations, all findings of statistical and other facts presented by the
 International Monetary Fund relating to foreign exchange, monetary reserves and balance of payments,
 shall be accepted and conclusions shall be based on the assessment by the Fund of the balance-of-
 payments and thc extemal financial situation of the consulting Member.

 6.      If a Member which is not a member of the International Monetary Fund wishes to apply the
 provisions of this Article, the Ministerial Conference sball establish a review procedure and any other
 procedures necessary.


                                                        Article XIII

                                               Government Procurement

 1.      Anicles ll, XVI and xvn sball not apply to laws, regulations or requirements goveming the
 procurement by governmental agencies of services purchased for govemmental purposes and not with
 a view to commercial resale or with a view to use in the supply of services for commercial sale.

  2.    There shall be multilateral negotiations on government procurement in services under this
  Agreement within two years from the date of entry into force of the WTO Agreement.


                                                        Article XIV

                                                   General Exceptions

           Subject to the requirement that such measures are not applied in a manner which would constitute
  a means of arbitrary or unjustifiable discrimination between countries where like conditions prevail,
  or a disguised restriction on trade in services, nothing in this Agreement shall be construed to prevent
  the adoption or enforcement by any Member of measures:

            (a)      necessary to protect public morals or to maintain public order; 5


       'lt is understood that the procedures under paragraph 5 shall be the same as the GATT 1994 procedures.

      5The public order exception may be invoked only where a genuine and sufficiently serious threat is posed to one of the
  fundamental interests of society.

BGBl. 1994, Seite 1485 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1485

          (b)      necessary to protect human, animal or plant life or health;

          ( c)     necessary to secure compliance with laws or regulations which are not inconsistent
                   with the provisions of this Agreement including those relating to:

                   (i)         the prevention of deceptive and fraudulent practices or to deal with the effects
                               of a default on services contracts;

                   (ii)        the protection of the privacy of individuals in relation to the processing and
                               dissemination of personal data and the protection of confidentiality of
                               individual records and accounts;

                   (iii)       safety;

          (d)      inconsistent with Article xvn, provided that the difference in treatment is aimed at
                   ensuring the equitable or effective6 imposition or collection of direct taxes in respect
                   of services or service suppliers of other Members;

          (e)      inconsistent with Article II, provided that the difference in treatment is the result of
                   an agreement on the avoidance of double taxation or provisions on the avoidance of
                   double taxation in any other international agreement or arrangement by which the
                   Member is bound.




    6Measures that are aimed at ensuring die equitable or effective imposition or collection of direct taxes include measures
taken by a Member under ils taution syscem wbich:

         (i)       apply to non-resident service suppliers in recognition of tbe fact tbat tbe Wt obligation of non-residents
                   is decermined with respect to taxable items sourced or located in the Member •s territory; or

          (ii)     apply to non-residents in order to ensure the imposition or collection of Wtes in tbe Member' s cerritory;
                   or

          (iii)    apply to non-residents or residents in order to prevent tbe avoidance or evasion of taxes, including
                   compliance measures; or

          (iv)     apply to consumers of services supplied in or from die cerritory of anotber Member in order to ensure
                   the imposition or collection of taxes on such consumcrs derived from sources in the Member' s territory;
                   or

         (v)       distinguish service suppliers subject to tax on worldwide taxable items from odler service suppliers, in
                   recognition of ehe difference in die namre of ehe tax base between dlem; or

         (vi)      decennine, allocace or apponion income, profit. gain. loss, deduction or credit of resident persons or
                   branches, or between related persons or branches of dle same person. in order to safeguard the Member's
                   tax base.

         Tax terms or concepts in paragrapb (d) of Anicle XIV andin this footnoce are decennined according to tax definitions
and conccpts, or equivalent or similar definitions and concepts, under the domestic law of the Member taking the measure.

BGBl. 1994, Seite 1486 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1486
1486                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                    Article XIV bis

                                                  Security Exceptions

 1.        Nothing in this Agreement shall be construed:

          (a)       to require any Member to furnish any information, the disclosure of which it considers
                    contrary to its essential security interests; or

          (b)       to prevent any Member from taking any action which it considers necessary for the
                    protection of its essential security interests:

                    (i)         relating to the supply of services as carried out directly or indirectly for the
                                purpose of provisioning a military establishment;

                    (ii)        relating to fissionable and fusionable materials or the materials from which
                                they are derived;

                     (iii)      taken in time of war or other emergency in international relations; or

           (c)      to prevent any Member from taking any action in pursuance of its obligations under
                    the United Nations Charter for the maintenance of international peace and security.

 2.     The Council for Trade in Services shall be infonned to the füllest extent possible of measures
 taken under paragraphs l(b) and (c) and of their tennination.


                                                       ArticleXV

                                                        Subsidies

 1.       Members recognize that, in certain circumstances, subsidies may have distortive effects on
 trade in services. Members shall enter into negotiations with a view to developing the necessary
 multilateral disciplines to avoid such trade-distonive effects. 7 The negotiations shall also address the
 appropriateness of countervailing procedures. Such negotiations shall recognize the role of subsidies
 in relation to the development programmes of developing countries and take into account the needs
 of Members, panicularly developing country Members, for flexibility in this area. For the purpose
 of such negotiations, Members sball exchange information conceming all subsidies related to trade
 in services that they provide to their domestic service suppliers.

 2.     Any Member which considers that it is adversely affected by a subsidy of another Member
 may request consultations with that Member on such maners. Such requests shall be accorded
 sympathetic consideration.




       'A futurc wort programme shall detennine how, andin what time-frame, negotiations on such multilateral disciplines
  will be conducted.

BGBl. 1994, Seite 1487 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1487

                                                       PARTill

                                           SPECIAC COMMITMENTS


                                                      Article XVI

                                                    Marker Access

1.       With respect to market access through the modes of supply identified in Article I, each Member
shall accord services and service suppliers of any other Member treaanent no less favourable than that
provided for under the terms, limitations and conditions agreed and specified in its Schedule. 8

2.       In sectors where market-access comminnents are undertaken, the measures which a Member
shall not maintain or adopt either on the basis of a regional subdivision or on the basis of its entire
territory, unless otherwise specified in its Schedule, are defined as:

          (a)       limitations on the number of service suppliers whether in the form of numerical quotas,
                    monopolies, exclusive service suppliers or the requirements of an economic needs test;

          (b)      limitations on the total value of service transactions or assets in the form of numerical
                   quotas or the requirement of an economic needs test;

          (c)      limitations on the total number of service operations or on the total quantity of service
                   output expressed in terms of designated numerical units in the fonn of quotas or the
                   requirement of an economic needs test; 9

          (d)      limitations on the total number of natural persons that may be employed in a particular
                   service sector or that a service supplier may employ and who are necessary for, and
                   directly related to, the supply of a specific service in the fonn of numerical quotas
                   or the requirement of an economic needs test;

          (e)      measures which restrict or require specific types oflegal entity or joint venture through
                   which a service supplier may supply a service; and

         (O        limitations on the participation of foreign capital in terms of maximum percentage limit
                   on foreign sharebolding or the total value of individual or aggregate foreign investment.




     'If a Member undertakes a market-access commianent in relation to the supply of a service dlrougb the mode of supply
referred to in subparagraph 2(a) of Article I and if tbe cross-border movemem of capital is an essential pan of the service
itself, that Member is thereby committed to allow such movement of capital. lf a Member undenakes a market-access
commianent in relation to tbe supply of a service through the mode of supply referred to in subparagraph 2(c) of Article I,
it is thereby committed to allow related transfers of capital into its tcrritory.

    9Subparagraph 2(c) does not cover measures of a Member which limit inputs for the supply of services.

BGBl. 1994, Seite 1488 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1488
1488                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil 11

                                                       Article XVII

                                                   National Treatment

  1.      In the sectors inscribed in its Schedule, and subject to any conditions and qualifications set
  out therein, each Member shall accord to services and service suppliers of any other Member, in respect
  of all measures affecting the supply of services, treannent no less favourable than that it accords to
  its own like services and service suppliers. 10

  2.       A Member may meet the requiremem of paragraph l by according to services and service
  suppliers of any other Member. either fonnally identical treattnent or formally different treattnent to
  that it accords to its own li.ke services and service suppliers.

  3.       Formally identical or fonnally different treannent shall be considered to be less favourable
  if it modifies the conditions of competition in favour of services or service suppliers of the Member
  compared to like services or service suppliers of any other Member.


                                                       Article XVIII

                                               Additional Commitments

           Members may negotiate commitments with respect to measures affecting trade in services not
  subject to scheduling under Anicles XVI or xvn, including those regarding qualifications, standards
  or licensing matters. Such commitments shall be inscribed in a Member's Schedule.


                                                         PART IV

                                        PROGRESSIVE LIBERALIZATION


                                                        Article XIX

                                       Negotiation of Specific Commitments

  1.       In pursuance of the objectives of this Agreement, Members shall enter into successive rounds
  of negotiations, beginning not later tban five years from the date of entry into force of the WTO
  Agreement and periodically thereafter, with a view to achieving a progressively higher level of
  liberalization. Such negotiations shall be directed to the reduction or elimination of the adverse effects
  on trade in services of measures as a means of providing effective market access. This process shall
  take place with a view to promoting the interests of all panicipants on a mutually advantageous basis
  and to securing an overall balance of rights and obligations.

  2.       The process of liberalization shall take place with due respect for national policy objectives
  and the level of development of individual Members, both overall andin individual sectors. There
  shall be appropriate flexibility for individual developing country Members for opening fewer sectors.
  liberalizing fewer types of transactions, progressively extending market access in line with their
  development situation and, when making access to their markets available to foreign service suppliers,
  attaching to such access conditions aimed at achieving the objectives referred to in Anicle IV.




      '°Specific commianents assumed under this Article shall not be construed to require any Member to compensate for any
  inherent competitive disadvantages which resuJt from the foreign character of the relevant services or service suppliers.

BGBl. 1994, Seite 1489 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1489

3.       For each round, negotiating guidelines and procedures shall be established. For the purposes
of establishing such guidelines, the Council for Trade in Services shall carry out an assessment of trade
in services in overall tenns and on a sectoral basis with reference to the objectives of this Agreement,
including those set out in paragraph 1 of Article IV. Negotiating guidelines shall establish modalities
for the treatment of liberaliz.ation undertaken autonomously by Members since previous negotiations,
as weil as for the special treatment for least-developed country Members under the provisions of
paragraph 3 of Article IV.

4.       The process of progressive liberaliz.ation shall be advanced in each such round through bilateral,
plurilateral or multilateral negotiations directed towards increasing the general level of specific
committnents undertaken by Members under this Agreement.


                                               AnicleXX

                                  Schedules of Spedfic Commitments

1.       Each Member shall set out in a schedule the specific commitments it undertakes under Pan m
of this Agreement. With respect to sectors where such commitments are undenaken, each Schedule
shall specify:

        (a)      tenns, limitations and conditions on market access;

        (b)      conditions and qualifications on national treatment;

        (c)      undenakings relating to additional commitments;

        (d)      where appropriate the time-frame for irnplementation of such commitments; and

        (e)      the date of entry into force of such commianents.

2.      Measures inconsistent with both Articles XVI and XVIl shall be inscribed in the column relating
to Anicle XVI. In this case the inscription will be considered to provide a condition or qualification
to Article XVIl as weil.

3.      Schedules of specific commitments shall be annexed to this Agreement and shall form an integral
part thereof.


                                              Anicle XXI

                                       Modification of Schedules

1.     (a)     A Member (referred to in this Article as tbe "modifying Member") may modify or
withdraw any commitment in its Schedule, at any time after three years bave elapsed from the date
on which that commitment entered into force, in accordance with the provisions of this Article.

         (b)      A modifying Member shall notify its intem to modify or witbdraw a committnent pursuant
to this Article to the Council for Trade in Services no later than three months before the intended date
of implementation of the modification or withdrawal.

2.      (a)       At the request of any Member the benefits of which under this Agreement may be affected
(referred to in this Article as an "affected Member") by a proposed modification or withdrawal notified
under subparagraph l(b), the modifying Member shall enter into negotiations with a view to reaching
agreement on any necessary compematory adjusanent. In such negotiatiom and agreement, the Mernbers

BGBl. 1994, Seite 1490 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1490
1490                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

 concemed shall endeavour to maintain a general level of mutually advantageous commitments not Iess
 favourable to trade than that provided for in Schedules of specific commitmems prior to such negotiations.

          (b)       Compensatory adjustments shall be made on a most-favoured-nation basis.

 3.       (a)    If agreement is not reached between the modifying Member and any affected Member
 before the end of the period provided for negotiations. such affected Member may refer the matter
 to arbitration. Any affected Member that wishes to enforce a right that it may have to compensation
 must participate in the arbitration.

         (b)    If no affected Member has requested arbitration, the modifying Member shall be free
 to implement the proposed modificatjon or withdrawal.

 4.    (a)     Tue modifying Member may not modify or withdraw its commitment until it has made
 compensatory adjusnnents in conformity with the findings of the arbitration.

         (b)    If the modifying Member implements its proposed modification or withdrawal and does
 not comply with the findings of the arbitration, any affected Member that participated in the arbitration
 may modify or withdraw substantially equivalent benefits in conformity with those findings.
 Notwithstanding Article II, such a modification or withdrawal may be implemented solely with respect
 to the modifying Member.

 5.      The Council for Trade in Services shall establish procedures for rectification or modification
 of Schedules. Any Member which has modified or withdrawnscheduled commitments under this Anicle
 shall modify its Schedule according to such procedures.


                                                          PART V

                                          INSTITUTIONAL PROVISIONS


                                                        Article XXII

                                                       Consultation

 1.      Each Member shall accord sympathetic consideration to, and shall afford adeguate opportunity
 for. consultation regarding such representations as may be made by any other Member with respect
 to any matter affecting the operation ofthis Agreement. The Dispute Settlement Understanding (DSU)
 shall apply to such consultations.

 2.      The Council for Trade in Services or the Dispute Settlement Body (DSB) may, at the request
 of a Member, consult with any Member or Members in respect of any matter for which it has not been
 possible to find a satisfactory solution through consultation under paragraph 1.

 3.       A Member may not invoke Article xvn, either under this Article or Article xxm, with respect
 to a measure of another Member that falls within the scope of an international agreement between them
 relating to the avoidance of double taxation. In case of disagreement between Members as to whether
 a measure falls within the scope of such an agreement between them, it shall be open to either Member
 to bring this matter before the Council for Trade in Services. 11 The Council shall refer the matter
 to arbitration. The decision of the arbitrator shall be final and binding on the Members.


      11
         With respect to agreements on tbe avoidance of double taxation which exist on the date of entry into force of the WTO
 Agreement, such a matter may be brought before the Council for Trade in Services only with the consent of both panies
 to such an agreement.

BGBl. 1994, Seite 1491 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1491

                                              Article XXIII

                                 Dispute Settlement and Enforcement

1.      If any Member should consider that any other Member falls to carry out its obligations or specific
comminnents under this Agreement, it may with a view to reaching a mutually satisfactory resolution
of the matter have recourse to the DSU.

2.      If the DSB considers that the circumstances are serious enough to justify such action, it may
authorize a Member or Members to suspend the application to any other Member or Members of
obligations and specific commitments ~ accordance with Anicle 22 of the DSU.

3.       If any Member considers that any benefit it could reasonably have expected to accrue to it under
a specific comminnent of another Member under Part m of this Agreement is being nullified or impaired
as a result of the application of any measure which does not conflict with the provisions of this
Agreement, it may have recourse to the DSU. If the measure is determined by the DSB to have nullified
or impaired such a benefit, the Member affected shall be entitled to a mutually satisfactory adjusnnent
on the basis of paragraph 2 of Anicle XXI, which may include the modification or withdrawal of the
measure. In the event an agreement cannot be reached between the Members concemed, Article 22
of the DSU shall apply.


                                             Article XXN

                                     Council for Trade in Services

1.        The Council for Trade in Services shall carry out such functions as may be assigned to it to
facilitate the operation of this Agreement and funher its objectives. The Council may establish such
subsidiary bodies as it considers appropriate for the effective discharge of its functions.

2.       The Council and, unless the Council decides otherwise, its subsidiary bodies shall be open
to participation by representatives of all Members.

3.      The Chairman of the Council shall be elected by the Members.


                                              Article XXV

                                        Technical Cooperation

l.      Service suppliers of Members which are in need of such assistance shall have access to the
services of contact points referred to in paragraph 2 of Article IV.

2.      Technical assistance to developing countries shall be provided at the multilateral level by the
Secretariat and shall be decided upon by the Council for Trade in Services.


                                             Article XXVI

                         Relationship with Other International Organizations

         The General Council shall make appropriate arrangements for consultation and cooperation
with the United Nations and its specialized agencies as weil as with other intergovemmental organizatio~
concemed with services.

BGBl. 1994, Seite 1492 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1492
1492                          Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                              PART VI

                                       FINAL PROVISIONS


                                            Anicle XXVII

                                         Denial of Benefits

       A Member may deny the benefits of this Agreement:

       (a)    to the supply of a ser:vice, if it establishes that the service is supplied from or in the
              territory of a non-Member or of a Member to which the denying Member does not
              apply the WTO Agreement;

       (b)    in the case of the supply of a maritime transport service, if it establishes that the service
              is supplied:

              (i)       by a vessel registered under the laws of a non-Member or of a Member to
                        which the denying Member does not apply the WTO Agreement, and

              (ii)      by a person which operates and/or uses the vessel in whole or in part but
                        which is of a non-Member or of a Member to which the denying Member
                        does not apply the WTO Agreement;

       (c)    to a service supplier that is a juridical person, if it establishes that it is not a service
              supplier of another Member, or that it is a service supplier of a Member to which the
              denying Member does not apply the WTO Agreement.


                                           Article XXVIII

                                             Definitions

       For the purpose of this Agreement:

       (a)    "measure" means any measure by a Member, whether in the form of a law, regulation,
              rule, procedure, decision, administrative action, or any other form;

       (b)    "supply of a service" includes the production, distribution, marketing, sale and delivery
              of a service;

       (c)    "measures by Members affecting trade in services" include measures in respect of

              (i)       the purchase, payment or use of a service;

              (ii)      the access to and use of, in connection with the supply of a service, services
                        which are required by those Members tobe offered to the public generally;

              (iii)     the presence, including commercial presence, of persons of a Member for
                        the supply of a service in the territory of another Member;

       (d)    "commercial presence" means any type of business or professional establishment,
              including through

BGBl. 1994, Seite 1493 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1493

                     (i)         the constitution, acquisition or maintenance of a juridical person, or

                     (ii)        the creation or maintenance of a branch or a representative office,

                     within the territory of a Member for the purpose of supplying a service;

          (e)        "sector" of a service means,

                     (i)         with reference to a specific commitment, one or more, or all, subsectors of
                                 that service, as specified in a Member's Schedule,

                     (ii)        otherwise, the whole of that service sector, including all of its subsectors;

          (t)        "service of another Member" means a service which is supplied,

                     (i)         from or in the tenitory of that other Member, or in the case of maritime
                                 transport, by a vessel registered under the laws of that other Member, or
                                 by a person of that other Member which supplies the service through the
                                 operation of a vessel and/or its use in whole or in part; or

                     (ii)        in the case of the supply of a service through commercial presence or through
                                 the presence of natural persons, by a service supplier of that other Member;

          (g)        "service supplier" means any person that supplies a service; 12

          (h)        "monopoly supplier of a service" means any person, public or private, which in the
                     relevant market of the territory of a Member is authorized or established formally or
                     in effect by that Member as the sole supplier of that service;

          (i)        "service consumer" means any person that receives or uses a service;

          (j)        "person" means either a natural person or a juridical person;

          (k)        "natural person of another Member" means a natural person who resides in the territory
                     of that other Member or any other Member, and who under the law of that other
                     Member:

                     (i)         is anational of that other Member; or

                     (ii)        has the right of permanent residence in that other Member, in the case of
                                 a Member which:

                                 1.         does not have nationals; or

                                 2.         accords substantially the same treannent to its permanent residents
                                            as it does to its nationa.ls in respect of measures affecting trade in
                                            services, as notified in its acceptance of or accession to the WTO
                                            Agreement, provided that no Member is obligated to accord to such
                                            pennanent residents treatment more favourable than would be


     12
        Where the service is not supplied directly by a juridical person but througb other forms of commcrcial prcscnce such
as a branch or a representative officc, the service supplier (i.e. tbe juridical person) shall, nonethcless, througb such presence
be accorded 1he treatment provided for servicc suppliers under ehe Agreement. Such tteaaneut sball be extended to tbe presencc
through which the service is supplied and need not be extended to any other parts of the supplicr located outside the territory
where the service is supplied.

BGBl. 1994, Seite 1494 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1494
1494                          Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                accorded by that other Member to such permanent residents. Such
                                notification shall include the assurance to assume, with respect to
                                those permanent residents, in accordance with its laws and
                                regulations, the same responsibilities that other Member bears with
                                respect to its nationals;

       (1)    "juridical person" means any legal entity duly constituted or otherwise organized under
              applicable law, whether for profit or otherwise, and whether privately-owned or
              govemmentally-owned, including any corporation, trust, pannership, joint venture,
              sole proprietorship or association;

       (m)    "juridical person of another Member" means a juridical person which is either:

              ( i)      constituted or otherwise organized under the law of that other Member, and
                        is engaged in substantive business operations in the territory of that Member
                        or any other Member; or

              (ii)      in the case of the supply of a service through commercial presence, owned
                        or controlled by:

                        1.       natural persons of that Member; or

                        2.      juridical persons     of that     other   Member   identified   und er
                                subparagraph (i);

       (n)    a juridical person is:

              (i)       "owned" by persons of a Member if more than 50 per cent of the equity
                        interest in it is beneficially owned by persons of that Member;

              (ii)      "controlled" by persons of a Member if such persons have the power to name
                        a majority of its directors or otherwise to legally direct its actions;

              (iii)     "affiliated" with another person when it controls, or is controlled by, that
                        other person; or when it and the other person are both controlled by the same
                        person;

       (o)    "direct taxes" comprise all taxes on total income, on total capital or on elements of
              income or of capital, including taxes on gains from the alienation of property, taxes
              on estates, inheritances and gifts, and taxes on the total amounts of wages or salaries
              paid by enterprises, as weil as taxes on capital appreciation.


                                           Article 'XXIX

                                             Annexes

       The Annexes to this Agreement are an integral part of this Agreement.

BGBl. 1994, Seite 1495 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1495

                             ANNEX ON ARTICLE II EXEMPTIONS


Scope

1.    This Annex specifies the conditions under which a Member, at the entry into force of this
Agreement, is exempted from its obligations under paragraph 1 of Anicle Il.

2.      Any new exemptions applied for after the date of entry into force of the WTO Agreement shall
be dealt with under paragraph 3 of Anicle IX of that Agreement.


Review

3.      The Council for Trade in Services shall review all exemptions granted for a period of more
than 5 years. The first such review shall take place no more than 5 years after the entry into force
of the WTO Agreement.

4.       Tue Council for Trade in Services in a review shall:

         (a)     examine whether the conditions which created the need for the exemption still prevail;
                 and

         (b)    determine the date of any funher review.


Termination

5.      Tue exemption of a Member from its obligatio~ under paragraph 1 of Article II of the Agreement
with respect to a particular measure terminates on the date provided for in the exemption.

6.      In principle, such exemptions should not exceed a period of 10 years. In any event, they shall
be subject to negotiation in subsequent trade liberalizing rounds.

7.      A Member shall notify the Council for Trade in Services at the tennination of the exemption
period that the inconsistent measure has been brought into conformity with paragraph 1 of Anicle Il
of the Agreement.

Lists of Article II Exemptions

[The agreed lists of exemptions under paragraph 2 of Anicle Il will be annexed here in the treaty copy
of the WTO Agreement.]

BGBl. 1994, Seite 1496 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1496
1496                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                            ANNEX ON MOVEMENT OF NATURAL PERSONS
                            SUPPL YING SERVICES UNDER THE AGREEMENT


  1.      This Annex applies to mea5Ufes affecting natural persons who are service suppliers of a Member,
  and natural persons of a Member who are employed by a service supplier of a Member, in respect
  of the supply of a service.

  2.    The Agreement shall not apply to measures affecting natural persons seeking access to the
  employment market of a Member, nor shall it apply to measures regarding citizenship, residence or
  employment on a pennanent basis.

  3.      In accordance with Parts III and IV of the Agreement, Members may negotiate specific
  commitments applying to the movement of all categories of natural persons supplying Services under
  the Agreement. Natural persons covered by a specific commionent shall be allowed to supply the service
  in accordance with the terms of that commitment.

  4.      The Agreement shall not prevent a Member from applying measures to regulate the entry of
  natural persons into, or their temporary stay in, its territory, including those measures necessary to
  protect the integrity of, and to ensure the orderly movement of natural persons across, its borders,
  provided that such measures are not applied in such a manner as to nullify or impair the benefits accruing
  to any Member under the tenns of a specific commitment. 1




      1
       The sole fact of requiring a visa for natural persons of certain Members and not for those of others shall not be regarded
  as nullifying or impairing benefits under a specific commitment.

BGBl. 1994, Seite 1497 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1497

                             ANNEX ON AIR TRANSPORT SERVICES


1.      This Annex applies to measures affecting trade in air transport services, whether scheduled
or non-scheduled, and ancillary services. lt is confirmed that any specific commitment or obligation
assumed under this Agreement shall not reduce or affect a Member's obligations under bilateral or
multilateral agreements that are in effect on the date of entry into force of th~ WTO Agreement.

2.      The Agreement, including its dispute settlement procedures, shall not apply to measures affecting:

        (a)      traffic rights, however granted; or

        (b)      services directly related to the exercise of traffic rights,

        except as provided in paragraph 3 of this Annex.

3.      The Agreement shall apply to measures affecting:

        (a)      aircraft repair and maintenance services;

        (b)      the selling and marketing of air transport services;

        (c)      computer reservation system (CRS) services.

4.      The dispute settlement procedures of the Agreement may be invoked only where obligations
or specific commitments have been assumed by the concemed Members and where dispute senlement
procedures in bilateral and other multilateral agreements or arrangements have been exhausted.

5.      The Council for Trade in Services shall review periodically, and at least every five years,
developments in the air transport sector and the Operation of this Annex with a view to considering
the possible further application of the Agreement in this sector.

6.      Definitions:

        (a)      "Aircraft repair and maintenance services" mean such activities when undertaken on
an aircraft or a part thereof while it is withdrawn from service and do not include so-called line
maintenance.

        (b)     "Selling and marketing of air transport services" mean opportunities for the air carrier
concemed to seil and market freely its air transport services including all aspects of marketing such
as market research, advertising and distribution. These activities do not include the pricing of air
transport services nor the applicable conditions.

        (c)     "Computerreservation System (CRS) services" mean services provided by computerised
systems that contain infonnation about air caniers' schedules, availability, fares and fare rules, through
which reservations can be made or tickets may be issued.

        (d)      "Traffic rights" mean the right for scheduled and non-scheduled services to operate
and/or to carry passengers, cargo and mail for remuneration or hire from, to, within, or over the territory
of a Member, including points to be served, routes to be operated, types of traffic tobe carried, capacity
to be provided, tariffs to be charged and their conditions, and criteria for designation of airlines,
including such criteria as number, ownership, and control.

BGBl. 1994, Seite 1498 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1498
1498                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                  ANNEX ON FINANCIAL SERVICES


  1.      Scope and Definition

          (a)    This Annex applies to measures affecting the supply of financial services. Reference
  to the supply of a financial service in this Annex shall mean the supply of a service as defined in
  paragraph 2 of Article I of the Agreement.

          (b)      For the purposes of subparagraph 3(b) of Article I of the Agreement, "services supplied
  in the exercise of governmental authority" means the following:

                   (i)       activities conducted by a central banlc or monetary authority or by any other
                             public entity in pursuit of monetary or exchange rate policies;

                   (ii)      activities forming part of a statutory system of social security or public
                             retirement plans; and

                   (iii)     other activities conducted by a public entity for the account or with the
                             guarantee or using the financial resources of the Govemrnent.

           (c)     For the purposes of subparagraph 3(b) of Article I of the Agreement, if a Member
  allows any ofthe activities referred to insubparagraphs (b)(ii) or(b)(iii) ofthis paragraph tobe conducted
  by its financial service suppliers in competition with a public entity or a financial service supplier,
  "services" shall include such activities.

          (d)    Subparagraph 3(c) of Anicle I of the Agreement shall not apply to services covered
  by this Annex.

  2.      Domestic Regulation

           (a)     Notwithstaooing any other provisions ofthe Agreement, a Member shall not be prevented
  from taking measures for prudential reasons, including for the protection of investors, depositors, policy
  holders or persons to whom a fiduciary duty is owed by a financial service supplier, or to ensure the
  integrity and stability of the financial system. Where such measures do not conform with the provisions
  of the Agreement, they shall not be used as a means of avoiding the Member's commitments or
  obligations under the Agreement.

           (b)       Nothing in the Agreement shall be construed to require a Member to disclose infonnation
  relating to the affairs and accounts of individual customers or any confidential or proprietary infonnation
  in the possession of public entities.

  3.      Recognition

          (a)     A Member may recognize prudential measures of any other country in determining
  how the Member's measures relating to financial services shall be applied. Such recognition, which
  may be achieved through harmoniz.ation or otherwise, may be based upon an agreement or arrangement
  with the country concerned or may be accorded autonomously.

         (b)     A Member that is a party to such an agreement or arrangement referred to in
  subparagraph (a), whether future or existing, shall afford adequate opportunity for other interested
  Members to negotiate their accession to such agreements or arrangements, or to negotiate comparable
  ones with it, under circurnstances in which there would be equivalent regulation, oversight,
  implementation of such regulation, and, if appropriate, procedures conceming the sharing of information
  between the parties to the agreement or arrangement. Where a Member accords recognition

BGBl. 1994, Seite 1499 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1499

autonomously, it shall afford adequate opportunity for any other Member to demonstrate that such
circumstances exist.

        (c)     Where a Member is contemplating according recognition to prudential measures of
any other country, paragraph 4(b) of Anicle VII shall not apply.

4.      Dispute Settlement

        Panels for disputes on prudential issues and other financial matters shall have the necessary
expertise relevant to the specific financial service under dispute.

5.      Definitions

For the purposes of this Annex:

        (a)      A financial service is any service of a financial nature offered by a financial service
supplier of a Member. Financial services include all insurance and insurance-related services, and
all banking and other financial services (excluding insurance). Financial services include the following
activities:

        lnsurance and insurance-related services

                (i)       Direct insurance (including co-insurance):

                          (A)      life
                          (B)      non-life

                (ii)      Reinsurance and retrocession;

                (iii)     Insurance intermediation, such as brokerage and agency;

                (iv)      Services auxiliary to insurance, such as consultancy, actuarial, risk assessment
                          and claiin settlement services.

        Banking and other financial services (excluding insurance)

                (v)       Acceptance of deposits and other repayable funds from the public;

                (vi)      Lending of all types, including consumer credit, mortgage credit, factoring
                          and financing of commercial transaction;

                (vii)     Financial leasing;

                (viii)    All payment and money transmission services, including credit, charge and
                          debit cards, travellers cheques and bankers drafts;

                (ix)      Guarantees and commitments;

                (x)       Trading for own account or for account of customers, whether on an
                          exchange, in an over-the-counter market or otherwise, the following:

                          (A)      money market instrurnents (including cheques, bills, certificates of
                                   deposits);
                          (B)      foreign exchange;
                          (C)      derivative products including, but not lirnited to, futures and Options;

BGBl. 1994, Seite 1500 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1500
1500                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II


                            (D)     exchange rate and interest rate instruments, including products such
                                    as swaps, forward rate agreements;
                            (E)     transferable securities;
                            (F)     other negotiable instruments and financial assets, including bullion.

                  (xi)      Panicipation in issues of all k.inds of securities, including underwriting and
                            placement as agent (whether publicly or privately) and provision of services
                            related to such issues;

                  (xii)     Money broking;

                  (xiii)    Asset management, such as cash or portfolio management, all forms of
                            collective investment management, pension fund management, custodial,
                            depository and trust services;

                  (xiv)     Settlement and clearing services for financial assets, including securities,
                            derivative products, and other negotiable instruments;

                  (xv)      Provision and transfer of financial information, and financial data processing
                            and related software by suppliers of other financial services;

                  (xvi)     Advisory, intermediation and other auxiliary financial services on all the
                            activities listed in subparagraphs (v) through (xv), including credit reference
                            and analysis, investment and portfolio research and advice, advice on
                            acquisitions and on corporate restructuring and strategy.

         (b)      A financial service supplier means any natural or juridical person of a Member wishing
  to supply or supplying financial services but the term "financial service supplier" does not include a
  public entity.

          (c)     "Public entity" means:

                  (i)       a govemment, a central bank or a monetary authority, of a Member, or an
                            entity owned or controlled by a Member, that is principally engaged in
                            carrying out govemmental functions or activities for govemmental purposes,
                            not including an entity principally engaged in supplying financial services
                            on commercial terms; or

                  (ii)      a private entity, perfonning functions normally performed by a central bank
                            or monetary authority, when exercising those functions.

BGBl. 1994, Seite 1501 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1501

                             SECOND ANNEX ON FINANCIAL SERVICES


    1.       Notwithstanding Anicle Il of the Agreement and paragraphs 1 and 2 ofthe Annex on Anicle Il
    Exemptions, a Member may, during a period of 60 days beginning four months after the date of entry
    into force of the WTO Agreement, list in that Annex measures relating to financial services which
    are inconsistent with paragraph 1 of Article Il of the Agreement.

    2.      Notwithstanding Anicle XXI of the Agreement, a Member may, during a period of 60 days
    beginning four months after the date of entry into force of the WTO Agreement, improve, modify
    or withdraw all or part of the specific commitments on financial services inscribed in its Schedule.

    3.      The Council for Trade in Services shall establish any procedures necessary for the application
    of paragraphs 1 and 2.




3

BGBl. 1994, Seite 1502 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1502
1502                                Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                 ANNEX ON NEGOTIATIONS ON MARIT™E TRANSPORT SERVICES

  1.      Article II and the Annex on Article II Exemptions, including the requirement to list in the Annex
  any measure inconsistent with most-favoured-nation treattnent that a Member will maintain, shall enter
  into force for international shipping, auxiliary services and access to and use of port facilities only
  on:

          ( a)      the implementation date tobe determined Ullder paragraph 4 of the Ministerial Decision
                    on Negotiations on Maritime Tramport Services; or,

          (b)       should the negotiations not succeed, tbe date of the final repon of tbe Negotiating Group
                    on Maritime Transport Services provided for in that Decision.

  2.       Paragraph 1 shall not apply to any specific commitment on maritime transport services which
  is inscribed in a Mernber's Schedule.

  3.       From the conclusion of the negotiatiom referred to in paragraph 1, and before the implementation
  date, a Member may improve, modify or withdraw all or pan of its specific commitments in this sector
  without offering compensation, notwithstanding the provisions of Anicle XXI.

BGBl. 1994, Seite 1503 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1503

                                   ANNEX ON TELECOMMUNICATIONS


1.       Objectives

        Recognizing the specificities of the telecommurucations services sector and, in particular, its
dual role as a distinct sector of economic activity and as the underlying transpon means for other
econom.ic activities, the Members have agreed to the following Annex with the objective of elaborating
upon the provisions of the Agreement with respect to measures affecting access to and use of public
telecommunications transpon networks and services. Accordingly, this Annex provides notes and
supplementary provisions to the Agreement.

2.       Scope

        (a)    This Annex shall apply to all measures of a Member that affect access to and use of
public telecommunications transpon networks and services. 1

         (b)     This Annex shall not apply to measures affecting the cable or broadcast distribution
of radio or television programming.

         (c)       Nothing in this Annex shall be construed:

                   (i)         to require a Member to authorize a service supplier of any other Member
                               to establish, construct, acquire, lease, operate, or supply telecommunications
                               transpon networks or services, other than as provided for in its Schedule;
                               or

                   (ii)        to require a Member (or to require a Member to oblige service suppliers under
                               its jurisdiction) to establish, construct, acquire, lease, operate or supply
                               telecommunications transpon networks or services not offered to the public
                               generally.

3.       Definitions

         For the purposes of this Annex:

        (a)     "Telecommunications" means the transmission and reception of signals by any
electromagnetic means.

         (b)     "Public telecommunications transportservice" means any telecommunications transport
service required, explicitly or in effect, by a Member tobe offered to the public generally. Suchservices
may include, inter alia, telegraph, telephone, telex, and data trammmion typically involving the real-time
transmission of customer-supplied information between two or more points without any end-to-end
change in the form or content of the customer's information.

         (c)       "Public telecommunications transpon network" means the public telecommunications
infrastructure which permits telecommunicatiom between and among defined netWork tennination points.

      (d)     "Intra-corporate communicatiom" meam telecommunicatiom through which a company
communicates within the company or with or among its subsidiaries, branches and, subject to a
Member's domestic laws and regulations, affiliates. For these purposes, "subsidiaries", "branches"


     1
     This paragraph is understood to mean that each Member shall ensure that the obligations of this Annex are applied with
respect to suppliers of public telecommunications ttanspon networks and services by whatever measures are necessary.

BGBl. 1994, Seite 1504 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1504
1504                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II


  and, where applicable, "affiliates" shall be as defined by each Member.                  "lntra-corporate
  communications" in this Annex excludes commercial or non-commercial services that are supplied
  to companies that are not related subsidiaries, branches or affiliates, or that are offered to customers
  or potential customers.

             (e)     Any reference to a paragraph or subparagraph of this Annex includes all subdivisions
  thereof.

  4.         Transparency

           In the application of Article m of the Agreement, each Member shall ensure that relevant
  infonnation on conditions affecting access to and use of public telecommunications transpon networks
  and services is publicly available, including: tariffs and other tenns and conditions of service;
  specifications of technical interfaces with such networks and services; information on bodies responsible
  for the preparation and adoption of standards affecting such access and use; conditions applying to
  attachment of terminal or other equipment; and notifications, registration or licensing requirements,
  if any.

  5.         Access to and use of Public Telecommunications Transport Networks and Services

           (a)     Each Member shall ensure that any service supplier of any other Member is accorded
  access to and use of public telecommunications transport networks and services on reasonable and non-
  discriminatory tenns and conditions, for the supply of a service included in its Schedule. This obligation
  shall be applied, inter alia, through paragraphs (b) through (f). 2

          (b)      Each Member shall ensure that service suppliers of any other Member have access
  to and use of any public telecommunications transport network or service offered within or across the
  border of that Member, including private leased circuits, and to this end shall ensure, subject to
  paragraphs (e) and (t), that such suppliers are pennitted:

                     (i)         to purchase or lease and attach terminal or other equipment which interfaces
                                 with the network and which is necessary to supply a supplier's services;

                     (ii)        to interconnect private leased or owned circuits with public telecommunications
                                 transpon networks and services or with circuits leased or owned by another
                                 service supplier; and

                     (iii)       to use operating protocols of the service supplier's choice in the supply of
                                 any service, other than as necessary to ensure the availability of
                                 telecommunications transport networks and services to the public generally.

          (c)      Each Member shall ensure that service suppliers of any other Member may use public
  telecommunications transpon netWorks and services for the movement of infonnation within and across
  borders, including for intra-corporate communications of such service suppliers, and for access to
  information contained in data bases or otherwise stored in machine-readable form in the territory of
  any Member. Any new or amended measures of a Member significantly affecting such use shall be
  notified and shall be subject to consultation, in accordance with relevant provisions of the Agreement.

          (d)     Notwithstanding the preceding paragraph, a Member may take such measures as are
  necessary to ensure the security and confidentiality of messages, subject to the requirement that such


       2
       The tenn "non-discriminatory" is understood to refer to most-favoured-nation and national treaancnt as defincd in the
  Agreement. as weil as to reflect sector-specific usage of the tenn to mean "terms and conditions no less favourable than
  those accorded to any other user of like public telecommunications transpon networks or services under like circumstances".

BGBl. 1994, Seite 1505 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1505

measures are not applied in a manner which would constitute a means of arbitrary or unjustifiable
discrimination or a disguised restriction on trade in services.

       (e)     Each Member shall ensure that no condition is imposed on access to and use of public
telecommunications transport networks and services other than as necessary:

                (i)       to safeguard the public service responsibilities of suppliers of public
                          telecommunications transportnetWorks and services, in particulartheir ability
                          to make their networks or services available to the public generally;

                (ii)      to protect the technical integrity of public telecommunications transport
                          networks or services; or

                (iii)     to ensure that service suppliers of any other Member do not supply services
                          unless permitted pursuant to commitments in the Member's Schedule.

        ( t)    Provided that they satisfy the criteria set out in paragraph (e), conditions for access
to and use of public telecommunications tramport networks and services may include:

                (i)       restrictions on resale or shared use of such services;

                (ii)      a requirement to use specified technical interfaces, including interface
                          protocols, for inter-connection with such networks and services;

                (iii)     reguirements, where necessary, for the inter-operability of such services and
                          to encourage the achievement of the goals set out in paragraph 7(a);

                (iv)      type approval of terminal or other equipment which interfaces with the
                          network and technical requirements relating to the attachment of such
                          equipment to such networks;

                (v)       restrictions on inter-connection ofprivate leased or owned circuits with such
                          networks or services or with circuits leased or owned by another service
                          supplier; or

                (vi)      nntification, registration and licensing.

        (g)     Notwithstanding the preceding paragraphs of this section, a developing countty Member
may, consistent with its level of development, place reasonable conditions on access to and use of public
telecommunications transport networks and services necessary to strengthen its domestic
telecommunications infrastructure and service capacity and to increase its participation in international
trade in telecommunications services. Such conditions shall be specified in the Member's Schedule.

6.      Technical Cooperation

        (a)      Members recognize that an efficient, advanced telecommunications infrastructure in
countries, particularly developing countries, is essential to the expansion of their trade in services.
To this end, Members endorse and encourage the participation, to the füllest extent practicable, of
developed and developing countries and their suppliers of public telecommunications transport networks
and services and other entities in the development programmes of international am regional organa.ations,
including the International Telecommunication Union, the United Nations Development Programme,
and the International Bank for Reconstruction and Development.

        (b)      Members shall encourage and support telecommunications cooperation among developing
countries at the international, regional and sub-regional levels.

BGBl. 1994, Seite 1506 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1506
1506                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil 11


        ( c)    In cooperation with relevant international organizations, Members shall make available,
 where practicable, to developing countries information with respect to telecommunications services
 and developments in telecommunications and information technology to assist in strengthening their
 domestic telecommunications services sector.

         (d)     Mernbers shall give special consideration to opportunities for the least--Oeveloped countries
 to encourage foreign suppliers of telecommunications services to assist in the transfer of technology,
 training and other activities that suppon the development of their telecommunications infrastructure
 and expansion of their telecommunications services trade.

 7.      Relation to International Organizations and Agreements

          (a)     Members recognize the imponance of international standards for global compatibility
 and inter-operability of telecommunication networks and services mf undertake to promote such standards
 through the workof relevant international bodies, including the International Telecommunication Union
 and the International Organiz.ation for Standardization.

         (b)     Members recognize the role played by intergovemmental and non-governmental
 organizations and agreements in ensuring the efficient operation of domestic and global
 telecommunications services, in panicular the International Telecommunication Union. Members shall
 make appropriate arrangements, where relevant, for consultation with such organiz.ations on matters
 arising from the implementation of this Annex.

BGBl. 1994, Seite 1507 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1507

               ANNEX ON NEGOTIATIONS ON BASIC TELECOMMUNICATIONS

1.       Anicle Il and the Annex on Anicle II Exemptions, including the requirement to .list in the Annex
any measure inconsistent with most-favoured-nation treatment tbat a Member will maintain, shall enter
into force for basic telecommunications only on:

        ( a)    the implementation date tobe determined under paragraph 5 of ~e Ministerial Decision
                on Negotiations on Basic Telecommunications; or,

        (b)     should the negotiations not succeed, the date of the final repon of the Negotiating Group
                on Basic Telecommunications provided for in that Decision.

2.       Paragraph 1 shall not apply to any specific commitment on basic telecommunications which
is inscribed in a Member's Schedule.

BGBl. 1994, Seite 1508 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1508
1508                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                      DECISION ON INSTITUTIONAL ARRANGEMENTS
                  FOR THE GENERAL AGREEMENT ON TRADE IN SERVICES


           Ministers decide to recommend that the Council for Trade in Services at its first meeting adopt
   the decision on subsidiary bodies set out below.


   11ze Council for Trade in Services,

           Acting pursuant to Article XXIV with a view to facilitating the operation and furthering the
   objectives of the General Agreement on Trade in Services,

           Decides as follows:

   1.      Any subsidiary bodies that the Council may establish shall report to the Council annually or
   more often as necessary. Each such body shall establish its own rules of procedure, and may set up
   its own subsidiary bodies as appropriate.

   2.       Any sectoral comrnittee shall carry out responsibilities as assigned to it by the Council, and
   shall afford Members the opportunity to consult on any matters relating to trade in services in the sector
   concemed and the operation of the sectoral annex to which it may pertain. Such responsibilities shall
   include:

           (a)      to keep under continuous review and surveillance the application of the Agreement
                    with respect to the sector concemed;

           (b)      to formulate proposals or recommendations for consideration by the Council in
                    connection with any matter relating to trade in the sector concerned;

           (c)      if there is an annex pertaining to the sector, to consider proposals for amendment of
                    that sectoral annex, and to make appropriate recommendations to the Council;

           (d)      to provide a forum for technical discussions, to conduct studies on measures of Members
                    and to conduct examinations of any other technical matters affecting trade in services
                    in the sector concemed;

           (e)      to provide technical assistance to developing country Members and developing countries
                    negotiating accession to the Agreement Establishing the World Trade Organization
                    in respect of the application of obligations or other matters affecting trade in services
                    in the sector concemed; and

           (f)      to cooperate with any other subsidiary bodies established under the General Agreement
                    on Trade in Services or any international organizations active in any sector concerned.

   3.     There is hereby established a Committee on Trade in Financial Services which will have the
   responsibilities listed in paragraph 2.

BGBl. 1994, Seite 1509 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1509

             DECISION ON CERTAIN DISPUTE SETILEMENT PROCEDURES
              FOR THE GENERAL AGREEMENT ON TRADE IN SERVICES


        Ministers decide to recom.mend that the Council for Trade in Services at its first meeting adopt
the decision set out below.


Tize Council for Trade in Services,

      Taking into account the specific nature of the obligations and specific commitments of the
Agreement, and of trade in services, with respect to dispute senlement under Articles XXII and XXIII,

        Decides as follows:

1.      A roster of panelists shall be established to assist in the selection of panelists.

2.       To this end, Members may suggest names of individuals possessing the qualifications referred
to in paragraph 3 for inclusion on the roster, and shall provide a cuniculwn vitae of their qualifications
including, if applicable, indication of sector-specific expenise.

3.       Panels shall be composed of well-qualified governmental and/or non-governmental individuals
who have experience in issues related to the General Agreement on Trade in Services and/or trade
in services, including associated regulatory matters. Panelists shall serve in their individual capacities
and not as representatives of any govemment or organisation.

4.      Panels for disputes regarding sectoral matters shall have the necessary expenise relevant to
the specific services sectors which the dispute concems.

5.      The Secretariat shall maintain the roster and shall develop procedures for its administration
in consultation with the Chainnan of the Council.

BGBl. 1994, Seite 1510 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1510
1510                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

               DECISION ON TRADE IN SERVICES AND THE ENVIRO~"MENT


          Ministers decide to recommend that the Council for Irade in Services at its first meeting adopt
  the decision set out below.


  The Council for Trade in Services,

          Acknowledging that measures necessary to protect the envirorunent may conflict with the
  provisions of the Agreement; and

          Noting that since measures necessary to protect the environment typically have as their objective
  the protection of human, animal or plant life or health, it is not clear that there is a need to provide
  for more than is contained in paragraph (b) of Article XIV;

          Decides as follows:

  1.      In order to determine whether any modification of Article XIV of the Agreement is required
  to take account of such measures, to request the Committee on Trade and Environment to examine
  and report, with recommendations if any, on the relationship between services trade and the environment
  including the issue of sustainable development. The Committee shall also examine the relevance of
  inter-govemmental agreements on the environment and their relationship to the Agreement.

  2.     The Committee shall report the results of its work to the first biennial meeting of the Ministerial
  Conference after the entry into force of the Agreement Establishing the World Irade Organization.

BGBl. 1994, Seite 1511 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1511

       DECISION ON NEGOTIATIONS ON MOVEMENT OF NATIJRAL PERSONS


Ministers,

        Noting the commitments resulting from the Uruguay Round negotiations on the movement of
natural persons for the purpose of supplying services;

        Mindful of the objectives of the General Agreement on Trade in Services, including the increasing
participation of developing countries in trade in services and the expansion of their service exports;

        Recognizing the imponance of achieving higher levels of commitments on the movement of
natural persons, in order to provide for a balance of benefits under the General Agreement on Trade
in Services;

        Decide as follows:

1.      Negotiations on funher liberaliz.ation of movement of natural persom for the purpose of supplying
services shall continue beyond the conclusion of the Uruguay Round, with a view to allowing the
achievement of higher levels of commitments by panicipants under the General Agreement on Trade
in Services.

2.      A Negotiating Group on Movement ofNatural Persom is established to carry out the negotiatiom.
The group shall establish its own procedures and shall report periodically to the Council on Trade in
Services.

3.      The negotiating group shall hold its first negotiating session no later than 16 May 1994. lt
shall conclude these negotiations and produce a final report no later than six months after the entry
into force of the Agreement Establishing the W orld Trade Organization.

4.       Commitments resulting from these negotiations shall be inscribed in Members' Schedules of
specific commitments.

BGBl. 1994, Seite 1512 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1512
1512                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                DECISION ON FINANCIAL SERVICES

   Ministers,

           Noting that commionents scheduled by panicipants on financial services at the conclusion of
   the Uruguay Round shall enter into force on an MFN basis at the same time as the Agreement
   Establishing the World Trade Organization (hereinafter referred to as the "WTO Agreement"),

           Decide as follows:

   1.       At the conclusion of a period ending no later than six months after the date of entry into force
   of the WTO Agreement, Members shall be free to improve, modify or withdraw all or part of their
   commitments in this sector without offering compensation, notwithstanding the provisions of Article XXI
   of the General Agreement on Trade in Services. At the same time Members shall finalize their positions
   relating to MFN exemptions in this sector, notwithstanding the provisions of the Annex on Article II
   Exemptions. Frorn the date of entry into force of the WTO Agreement and until the end of the period
   referred to above, exemptions listed in the Annex on Anicle II Exemptions which are conditional upon
   the level of commitments undertaken by other participants or upon exemptions by other participants
   will not be applied.

   2.      The Committee on Trade in Financial Services shall monitor the progress of any negotiations
   undenaken under the tenns of this Decision and shall repon thereon to the Council for Trade in Services
   no later than four months after the date of entry into force of the WTO Agreement.

BGBl. 1994, Seite 1513 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1513

        DECISION ON NEGOTIATIONS ON MARITIME TRANSPORT SERVICES


Ministers,

        Noting that commitments scheduled by participants on maritime transpon services at the
conclusion of the Uruguay Round shall enter into force on an MFN basis at the same time as the
Agreement Establishing the World Trade Organiz.ation (hereinafter referred to as the "WTO Agreement").

        Decide as follows:

1.      Negotiations shall be enterecl into on a voluntary basis in the sector of maritime tramport services
within the framework of the General Agreement on Tracie in Services. The negotiations shall be
comprehensive in scope, aiming at commitments in international shipping, auxiliary services and access
to and use of port facilities, leading to the elirnination of restrictions within a fixed time scale.

2.       A Negotiating Group on Maritime Transport Services (hereinafter referred to as the "NGMTS ")
is established to carry out this mandate. The NGMTS shall repon periodically on the progress of these
negotiations.

3.      The negotiations in the NGMTS shall be open to all govemments and the Europeai1 Communities
which announce their intention to participate. To date, the following have announced their intention
to take pan in the negotiations:

        Argentina, Canada, European Communities and their member States, Finland, Hong Kong,
        lceland, Indonesia, Korea, Malaysia, Mexico, New Zealand, Norway, Philippines, Poland,
        Romania, Singapore, Sweden, Switzerland, Thailand, Turkey, United States.

Further notifications of intention to participate shall be addressed to the depositary of the WTO
Agreement.

4.      The NGMTS shall hold its firstnegotiating session no laterthan 16 May 1994. lt shall conclude
these negotiations and make a final report no later than June 1996. The final report of the NGMTS
shall include a date for the implementation of results of these negotiations.

5.       Until the conclusion of the negotiations Anicle II and paragraphs 1 and 2 of the Annex on
Article II Exemptions are suspended in their application to this sector, and it is not necessary to list
MFN exemptions. At the conclusion of the negotiations, Members shall be free to improve, modify
or withdraw any commitments made in this sector during the Uruguay Round without offering
compensation. notwithstanding the provisions of Anicle XXI of the Agreement. At the same time
Members shall finalize their positions relating to MFN exemptions in this sector, notwithstanding the
provisions of the Annex on Anicle II Exemptions. Should negotiations not succeed, the Council for
Trade in Services shall decide whether to continue the negotiations in accordance with this mandate.

6.      Any commitments resulting from the negotiations, including the date of their entry into force,
shall be inscribed in the Schedules annexed to the General Agreement on Trade in Services and be
subject to all the provisions of the Agreement.

7.      Commencing immediately and continuing until the implementation date tobe determined under
paragraph 4, it is understood that participants shall not apply any measure affecting trade in maritime
transport services except in response to measures applied by other countries and with a view to
maintaining or improving the freedom of provision of maritime transport services, nor in such a manner
as would improve their negotiating position and leverage.

BGBl. 1994, Seite 1514 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1514
1514                             Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil 11

  8.      The implementation of paragraph 7 shall be subject to surveillance in the NGMTS. Any
  panicipant may bring to the anention of the NGMTS any action or omission which it believes to be
  relevant to the fulfilment of paragraph 7. Such notifications shall be deemed to have been submitted
  to the NGMTS upon their receipt by the Secretariat.

BGBl. 1994, Seite 1515 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1515

          DECISION ON NEGOTIATIONS ON BASIC TELECOMMUNICATIONS


Ministers decide as follows:

1.       Negotiations shall be entered into on a voluntary basis with a vit'!w to the progressive
liberalization of trade in telecommunications transport networks and services (hereinafter referred to
as "basic telecommunications") within the framework ofthe General Agreement on Trade in Services.

2.      Without prejudice to their outcome, the negotiations shall be comprehensive in scope, with
no basic telecommunications excluded a priori.

3.       A Negotiating Group on Basic Telecommunications (hereinafter referred to as the "NGBT")
is established to carry out this mandate. The NGBT shall report periodically on the progress of these
negotiations.

4.      The negotiations in the NGBT shall be open to all govemments and the European Communities
which announce their intention to panicipate. To date, the following have announced their intention
to take pan in the negotiations:

        Australia, Austria, Canada, Chile, Cyprus, European Coromunities and their member States,
        Finland, Hong Koog, Hungary, Japan, Korea, Mexico, New 7ffland. Norway, Slovak Republic,
        Sweden, Switzerland, Turkey, United States.

Funher notitications of intention to panicipate shall be addressed to the depositary of the Agreement
Establishing the W orld Trade Organization.

5.       The NGBT shall hold its flrst negotiating session no later than 16 May 1994. lt shall conclude
these negotiations and make a final report no later than 30 April 1996. The final report of the NGBT
shall include a date for the implementation of results of these negotiations.

6.       Any commitments resulting from the negotiations, including the date of their entry into force,
shall be inscribed in the Schedules annexed to the General Agreement on Trade in Services and shall
be subject to all the provisions of the Agreement.

7.      Commencing immediately and continuing until the implementation date tobe determined under
paragraph 5, it is understood that no panicipant shall apply any measure affecting trade in basic
telecommunications in such a manner as would improve its negotiating position and leverage. lt is
understood that this provision shall not prevent the pursuit of commercial and govennnental arrangements
regarding the provision of basic teleconununications services.

8.      The implementation of paragraph 7 shall be subject to surveillance in tbe NGBT. Any participant
rnay bring to the anention of the NGBT any action or omission which it believes to be relevant to the
fulfilment of paragraph 7. Such notifications shall be deemed to have been submitted to the NGBT
upon their receipt by the Secretariat.

BGBl. 1994, Seite 1516 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1516
1516                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                             DECISION ON PROFESSIONAL SERVICES


           Ministers decide to recommend that the Council for Irade in Services at its first meeting adopt
   the decision set out below.


   The Council for Trade in Services,

           Recognizing the impact of regulatory measures relating to professional qualifications, technical
   standards and licensing on the expansion of trade in professional services;

          Desiring to establish multilateral disciplines with a view to ensuring that, when specific
   commitments are undertaken, such regulatory measures do not constitute unnecessary barriers to the
   supply of professional services;

           Decides as follows:

   1.      The work programme foreseen in paragraph 4 of Article VI on Domestic Regulation should
   be put into effect immediately. To this end, a Working Party on Professional Services shall be
   established to examine and report, with recommendations, on the disciplines necessary to ensure that
   measures relating to qualification requirements and procedures, technical standards and licensing
   requirements in the field of professional services do not constitute unnecessary barriers to trade.

   2.      As a matter of priority, the W orking Party shall make recommendations for the elaboration
   of multilateral disciplines in the accountancy sector, so as to give operational effect to specific
   commitments. In making these recommendations, the Working Party shall concentrate on:

           (a)     developing multilateral disciplines relating to market access so as to ensure that domestic
                   regulatory requirements are: (l) based on objective and transparent criteria, such as
                   competence and the ability to supply the service; (il) not more burdensome than
                   necessary to ensure the quality of the service, thereby facilitating the effective
                   liberaliz.ation of accountancy services;

           (b)     the use of international standards and, in doing so, it shall encourage the cooperation
                   with the relevant international organiz.ations as defined under paragraph 5(b) of
                   Article VI, so as to give füll effect to paragraph 5 of Article VII;

           (c)     facilitating the effective application of paragraph 6 of Article VI of the Agreement by
                   establishing guidelines for the recognition of qualifications.

   In elaborating these disciplines, the Work.ing Party shall take account of the importance of the
   govemmental and non-governmental bodies regulating professional services.

BGBl. 1994, Seite 1517 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1517

               UNDERSTANDING ON COMMITMENTS IN FINANCIAL SERVICES


         Participants in the Uruguay Round have been enabled to take on specific commitments with
respect to financial services under the General Agreement on Trade in Services (hereinafter referred
to as the "Agreement") on the basis of an alternative approach to that cover~ by the provisions of
Part III of the Agreement. lt was agreed that this approach could be applied subject to the following
understanding:

        (i)       it does not conflict with the provisions of the Agreement;

        (ii)      it does not prejudice the right of any Member to schedule its specific commitments
                  in accordance with the approach under Pan m of the Agreement;

        (iii)     resulting specific commitments shall apply on a most-favoured-nation basis;

        (iv)      no preswnption has been created as to the degree of liberaliz.ation to which a Member
                  is committing itself under the Agreement.

        Interested Members, on the basis of negotiations, and subject to conditions and qualifications
where specified, have inscribed in their schedule specific commitments conforrning to the approach
set out below.

A.      Standstill

        Any conditions, lirnitations and qualifications to the commitments noted below shall be limited
to existing non-conforming measures.

B.      Market Access

        Monopoly Rights

1.      In addition to Article Vill of the Agreement, the following shall apply:

        Each Member shall list in its schedule pertaining to financial services existing monopoly rights
        and shall endeavour to eliminate them or reduce their scope. Notwitmtanding subparagraph 1(b)
        of the Annex on Financial Services, this paragraph applies to the activities referred to in
        subparagraph l(b)(iii) of the Annex.

        Financial Services purchased by Public Entities

2.      Notwithstanding Anicle XllI of the Agreement, each Member shall ensure that fmancial service
suppliers of any other Member established in its tenitory are accorded most-favoured-nation treatment
and national treatment as regards the purchase or acquisition of financial services by public entities
of the Member in its tenitory.

        Cross-border Trade

3.      Each Member shall pennit non-resident suppliers of financial services to supply, as a principal,
through an intennediary or as an intermediary, and under tenns and conditions tbat accord national
treatment, the following services:

BGBl. 1994, Seite 1518 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1518
1518                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

           (a)     insurance of risks relating to:

                   (i)     maritime shipping and commercial aviation and space launching and freight
                           (including satellites), with such insurance to cover any or all of the following:
                           the goods being transponed, the vehicle transponing the goods and any liability
                           arising therefrom; and

                   (ii)    goods in international transit;

           (b)     reinsurance and retrocession and the services auxiliary to insurance as referred to in
                   subparagraph S(a)(iv) of the Annex;

           ( c)    provision and transfer of financial infonnation and financial data processing as referred
                   to in subparagraph 5(a)(xv) of the Annex and advisory and other auxiliary services,
                   excluding intermediation, relating to banking and other financial services as referred
                   to in subparagraph 5(a)(xvi) of the Annex.

  4.      Each Member shall pennit its residents to purchase in the territory of any other Member the
  financial services indicated in:

           (a)     subparagraph 3(a);

           (b)     subparagraph 3(b); and

           (c)     subparagraphs 5(a)(v) to (xvi) of the Annex.

           Commercial Presence

  5.     Each Member shall grant financial service suppliers of any other Member the right to establish
  or expand within its territory, including through the acquisition of existing enterprises, a commercial
  presence.

  6.     A Member may impose tenns, conditions and procedures for authorization of the establishment
  and expansion of a commercial presence in so far as they do not circumvent the Member's obligation
  under paragraph 5 and they are consistent with the other obligations of the Agreement.

           New Financial Services

  7.       A Member shall permit financial service suppliers of any other Member established in its territory
  to offer in its territory any new financial service.

           Transfers of Information and Processing of Information

   8.       No Member shall take measures that prevent transfers of infonnation or the processing of
   financial information, including transfers of data by electronic means, or that, subject to importation
   rules consistent with international agreements, prevent transfers of equipment, where such transfers
   of information, processing of financial information or transfers of equipment are necessary for the
   conduct of the ordinary business of a financial service supplier. Nothing in this paragraph restricts
   the right of a Member to protect personal data, personal privacy and the confidentiality of individual
   records and accounts so long as such right is not used to circumvent the provisions of the Agreement.

BGBl. 1994, Seite 1519 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1519

        Temporary Entry of Personnel

9.      (a)     Each Member shall permit temporary entry into its territory of the following personnel
                of a financial service supplier of any other Member that is establishing or has established
                a commercial presence in the territory of the Member:

                (i)     senior managerial personnel possessing proprietary infonnation essential to
                        the establishment, control and operation ofthe services of the financial service
                        supplier; and

                (ii)    specialists in the operation of the financial service supplier.

        (b)     Each Member shall permit, subject to the availability of qualified personnel in its
                territory, temporary entry into its territory of the following personnel associated with
                a commercial presence of a financial service supplier of any other Member:

                (i)     specialists in computer services, telecommunication services and accounts of
                        the financial service supplier; and

                (ii)    actuarial and legal specialists.

        Non-discriminatory Measures

l O.    Each Member shall endeavour to remove or to limit any significant adverse effects on financial
service suppliers of any other Member of:

        (a)     non-discriminatory measures that prevent financial service suppliers from offering in
                the Member's territory, in the fonn detennined by tbe Member, all the financial services
                pennitted by the Member;

        (b)     non-discriminatory measures tbat limit the expamion of the activities of financial service
                suppliers into the entire territory of the Member;

        (c)     measures of a Member, when such a Member applies the same measures to the supply
                of both banking and securities services, and a financial service supplier of any other
                Member concentrates its activities in the provision of securities services; and

        (d)     other measures that, although respecting the provisions of the Agreement, affect
                adversely the ability of fmancial service suppliers of any other Member to operate,
                compete or enter the Member's market;

provided that any action taken under this paragraph would not unfairly discriminate against financial
service suppliers of the Member taking such action.

11.     With respect to the non-discriminatory measures referred to in subparagraphs lO(a) and (b).
a Member shall endeavour not to limit or restrict the present degree of market oppommities nor the
benefits already enjoyed by financial service suppliers of all other Members as a class in the territory
of the Member, provided that this comminnent does not result in unfair discrimination against financial
service suppliers of the Member applying such measures.

BGBl. 1994, Seite 1520 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1520
1520                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  C.      Nationa.l Treatment

  1.       Under tenns and conditions that accord national treattnent, each Member shall grant to financial
  service suppliers of any other Member established in its territory access to payment and clearing systems
  operated by public entities, and to official funding and refinancing facilities available in the normal
  course of ordinary business. This paragraph is not intended to confer access to the Member's lender
  of last reson facilities.

  2.       When membership or panicipation in, or access to, any self-regulatory body, securities or futures
  exchange or rnarket, clearing agency, or any other organiz.ation or association, is required by a Member
  in order for financial service suppliers of any other Member to supply financial services on an equal
  basis with financial service suppliers of the Member, or when the Member provides directly or indirectly
  such entities, privileges or advantages in supplying financial services, the Member shall ensure that
  such entities accord national treatment to financial service suppliers of any other Member resident in
  the territory of the Member.

  D.      Definitions

          For the purposes of this approach:

  1.       A non-resident supplier of financial services is a financial service supplier of a Member which
  supplies a financial service into the territory of another Member from an establishment located in the
  territory of another Member, regardless of whether such a financial service supplier has or has not
  a commercial presence in the territory of the Member in which the financial service is supplied.

  2.       "Commercial presence" means an enterprise within a Member's territory for the supply of
  financial services and includes wholly- or panly-owned subsidiaries, joint ventures, partnerships, sole
  proprietorships, franchising operations, branches, agencies, representative offices or other organiz.ations.

  3.      A new financial service is a service of a financial nature, including services related to existing
  and new products or the manner in which a product is delivered, that is not supplied by any financial
  service supplier in the territory of a particular Member but which is supplied in the territory of another
  Member.

BGBl. 1994, Seite 1521 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1521
                    EUROPEAN COMMUNITIES AND THEIR MEMBER STATES
Schedule of Specific Commitments
        (This is authentic in English only)

             INTRODUCTORY NOTE
1. The specific commitments in this schedule apply only to the territories in which the Treaties establishing the European
   Communities are applied and under the conditions laid down in these Treaties. These commitments apply only to the relations
   between the Communities and their Member States on the one hand, and non-Community countries on the other. They do not
   affect the rights and obligations of Member States arising from Community law.
2. The following abbreviations are used to indicate the Member States:
   B      Belgium                I
   D      Germany                IRL
   DK     Denmark                L
   E      Spain                  NL
   F      France                 P
   GR     Greece                 UK
3. The rights and olbigations arising
  ltaly
  lreland
  Luxembourg
  The Netherlands
  Portugal
  United Kingdom
from the GATS, including the schedule of commitments, shall have no self-executing effect and
   thus confer no rights directly to individual natural persons or juridical persons.
4. A glossary of terms used by individual Member States is attached to this schedule.
BGBl. 1994, Seite 1522 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1522
1522                                                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang
1994, Teil II
                                             European Communities and their member States -
                                                   Schedule of Specific Commitments
Modes of supply                 1) Cross-border supply                 2) Consumpt1on

Seetor or subsector                              Lim1tations on market access

1. Horizontal, Commitments

ALL SECTORS
INCLUDED IN THIS
SCHEDULE
                                       3) In all EC Member States services
                                          considered as public utilities at a
                                          national or local level may be
                                          subject to public monopolies or to
                                          exclusive rights granted to private
                                          operators.•

                                       Real estate purchases:
                                         OK: Limitations on real estate
                                         purchase by non-resident physical
                                         and legal entities. Limitations on
                                         agricultural estate purchased by
                                         foreign physical and legal entities.

                                           GA: According to Law No.
                                           1892/89 permission from the
                                           Minister of Defense is needed for
                                           a citizen to acquire land in areas
                                           near borders. According in
                                           administrative practices
                                           permission is easily granted for
                                           direct investment.

  • Explanatory Note Public utilit1es exist in sectors such as related scient1f1c and

abroad                   3) Commerc1al presence                   4) Presence of natural persons

                 L1m1tat1ons on national treatment                  Add1t,onal commItments

        3) a) Treatment accorded to
           subsidiaries (of third-country
           companies) formed in accordance
           with the law of a Member State
           and having their registered ottice,
           central administration or principal
           place of business within the
           Commanities is not extended to
           branches or agencies established
           in a Member State by a third-
           country company. However, this
           does not prevent a Member State
           from extending this treatment to
           branches or agencies established
           in another Member State by a
           third-country company or firm, as
           regards their operation in the first
           Member State ·s territory, unless
           such extension is explicitly
           prohibited by Community law.

             b) Treatment less favourable may
             be accorded to subsidiaries (of
             third-country companies) formed
             in accordance with the law of a
             Member State which have only
             their registered ottice in the
             territory of the Communities,
             unless is can be shown that they
             possess an effective and
             continuous link with the economy
             of one of the Member States.

             D: Purchase of real estate by
             foreigners in the Länder Berlin,
             Schleswig-Holstein and Saarland
             may be subject to authorization.
             After 1994 it is very likely that only
             Land Berlin will continue to
             require such authorization.

             IRL: Prior written consent of the
             Land Commission in necessary
             for the acquisition of any interest
             in lrish land by domestic or foreign
             companies or foreign nationals.
             Where such land is for industrial
             use (other than agricultural
             industry), this requirement is
             waived subject to a certificate to
             this ettect from the Minister for
             Enterprise and Employment. This
             Law does not apply to land within
             the boundaries of cities and
             towns.

             1: Unbound for purchase of real
             estate.

techrncal consulting serv1ces. R&D services on soc1al sc1ences and humarnties, techrncal test,ng
    and analys1s serv1ces, env1ronmental serv1ces, health services, transport services and serv1ces aux11iary to all modes of transport Exclus1ve nghts on such services are otten
    granted to private operators, for instance operators w1th concess1ons from publ1c
authont1es. subJect to spec1f1c serv1ce obligat1ons. G1ven that pubhc util1t1es alten also ex,st at
    the sub-central level, deta1led and exhaust,ve sector-spec1fic schedul1ng 1s not pract1cal
BGBl. 1994, Seite 1523 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1523
Modes ol supply·                 1) Cross-border supply                  2) Consumption abroad                   3) Commercial presence                   4) Presence of natural persons

Sec1or or subsector                               Limitations on market access

                                        Investments:
                                          F. Foreign purchases exceeding
                                          33,33 per cem of the shares of
                                          capital or voting rights in existing
                                          French enterprise, of 20 per cem
                                          in publicily quotel French
                                          companies, are subject to the
                                          following regulations:
                                          investments* of less than 50
                                          million FF in French enterprises
                                          with a turnover not exceeding 500
                                          million FF are free, after a delay of
                                          15 days following prior notification
                                          and verification that these
                                          amounts are met;

                                            F: Foreign participation in newly
                                            privatized companies may be
                                            limited to a variable amount,
                                            determined by the government of
                                            France on a case by case basis,
                                            of the equity offered to the public.

                                            E: Investment in Spain by foreign
                                            government and foreign public
                                            entinies (which sends to imply,
                                            besides economic, also non-
                                            economic interests so entily·s
                                            part), directly or through
                                            companies or other entities
                                            controlled directly or indirectly by
                                            foreign governments, need prior
                                            authorization by the government.

                                            P: Authorization·· is required for
                                            investments by non-EG
                                            companies, when exceeding 20
                                            per cent of the capital of th
                                            company or when the investments
                                            result in effective control or in
                                            strengthening of the decision
                                            making power. Foreign
                                            participation in newly privatized
                                            companies may be limited to a
                                            variable amount, determined by
                                            the Government of Portugal on a
                                            case by case basis, of the equity
                                            offered to the public.

                                            1: Exclusive rights may be
                                            granted or maintained to newly-
                                            privatized companies. Voting
                                            rights in newly privatized
                                            companies may be restricted in
                                            some cases. For a period of five
                                            years, the acquisition of large
                                            equity stakes of companies
                                            operating in the fields of defence,
                                            transport services, telecommuni-
                                            cations and energy may be
                                            subject to the approval of the
                                            Ministry of Treasury.

                                            F: For establishing in certain***
                                            commercial, industrial or anisanal
                                            activities, a specific authorization
                                            is needed if the managing director
                                            is not holder of a permanent
                                            residence permit.

        Limitations on national treatment                  Additional commitments

Subsidies:
3) None, other than for branches
   established in a Member State by
   a non-Community company.
   Eligibility for subsidies from the
   Communities or Member States
   may be limited to juridical persons
   established within the territory of a
   Member State or a particular
   geographical sub-division thereof.
   Unbound for subsidies for
   research and development. The
   supply of a service, or his
   subsidisation, within the public
   sector is not in breach of this
   commitment.

4) T o the extent that any subsidies
   are made available to natural
   persons, their availability may be
   limited to nationals of a Member
   State of the Communities.
   • This procedure does not apply to investments in France in activ1ties which are part ol the exercise ol official authority. The letter is tobe understood in the sense ol Article 55 of
     the Treaty ol Rome and the Iurisprudence concerned.
  ·• An assessment ol the investment is made in light of the effect on the economy ol the country. The criteria taken into account are among others: creation of new jobs; positive
     loreign currency balance; introduction of advanced technology; reduced industrial pollution; prolessional training lor Portuese workers; etc.
• •• Commercial, industrial or artisanal activities relate to sectors such as: other business
     nications and !1nanc1al services
services, construction, distribution and tourism services. lt does not relate so telecommu-
BGBl. 1994, Seite 1524 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1524
1524                                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994,
Teil II
Modes of supply·                 1) Cross-border supply                 2) Consumption abroad                   3) Commercial presence                    4) Presence of natural persons

Seetor or subsector                               L1mitations on market access

                                       4) Unbound except for measures
                                          concerning the entry into and
                                          temporary stay* within a Member
                                          State, without requiring
                                          compliance with an economic
                                          needs test,** of the following
                                          categories of natural persons
                                          providing services:

                                           i) the temporary presence, as
                                           intra-corporale transferce,* .. of
                                           natural persons in the following
                                           categories, provided that the
                                           service supplier is a juridical
                                           person and that the persons
                                           concerned have been employed
                                           by it or have been partners in it
                                           (other than as majority
                                           shareholders), for at least the year
                                           immediately preceding such
                                           moverment:

                                       a) Persons working in a senior
                                          position within a juridical person,
                                          who primarily direct the
                                          management of the
                                          establishment, receiving general
                                          supervision or direction principally
                                          from the board of directors or
                                          stockholders of the business or
                                          their equivalent, including:
                                           - directing the establishment or
                                             a department or sub-division of
                                             the establishment;
                                             supervising and controlling the
                                             work of other supervisory,
                                             professional or managerial
                                             employees;
                                             having the authority personally
                                             to hire and fire or recommend
                                             hiring, firing or other personnel
                                             actions.

                                       b) Persons working within a juridical
                                          person who possess uncommon
                                          knowledge essential to the
                                          establishmenr s service, research
                                          equipment, techniques or
                                          management. In assessing such
                                          knowledge, account will be taken
                                          not only of knowledge, account
                                          will be taken not only of
                                          knowledge specific to the
                                          establishment, but also of whether
                                          the person has a high level of
                                          qualification referring to a type of
                                          work or trade requiring specific
                                          technical knowledge, including
                                          membership of an accredited
                                          profession.

         Limitations on national treatment                  Add1t1onal comm,tments

4) Unbound except for measures
   concerning the categories of
   natural persons referred to in the
   Market Access column.

     EC directives on natural
     recognition of diplomas do not
     apply to nationals of third
     countries. Recognition of the
     diplomas which are required in
     order to practise regulated
     professional services by non-
     Community nationals remains
     within the competence of each
     Member State, unless Community
     law provides otherwise. The right
     to practise a regulated
     professional service in one
     Member State does not grant the
     right to practise in another
     Member State.
  • The duration of „temporary stay" is defined by the Member States and. where they exist, Communrty laws and regulations regarding entry, stay and work. The prec,se duration
    can vary according to the different catergories of natural persons mentioned in this schedule.
 •• All other requirements of Community and Member States· laws and regulations regarding entry, stay, wor1<. and soc1al security measures shall continue to apply. including
    regulations conceming period of stay. minimum wages as weil as collective wage agreements .
... An „intra-corporate transfere· is defined as a natural person working within a juridical
person, other than a non-profit making organisation, established in the territory of an WTO
    Member, and being temporarily transferred in the context of the provision of a service throug commercial presence in the territory of a Community Member State; the juridical
    persons concemed must have their principal place of business in the territory of a WTO Member other than the Communities and their Member States and the transfer must be
    to an establishment (office, branch or subsidiary) of !hat juridical person, effectively
providing like services in the territory of a Member State to which the EEC Treaty applies. In
    ITAL Y „intra-corporate transferee· is defined as a natural person wor1<.ing within a juridtcal person constituted as a SPA (joint stock company) or a SAL (capital stock company
    with limited responsibility).
BGBl. 1994, Seite 1525 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1525

Modes of supply:                1) Cross-border supply                 2) Consumption abroad                  3) Commercial presence                   4) Presence of natural persons

Seetor or subsector                              Limitations on market access                         Limitations on national treatment                 Additional commitments

                                           ii) the temporary presence of
                                           natural persons in the following
                                           categories:

                                      a) Persons not residing in the
                                         territory of a Member State to
                                         which the EC treaties apply, who
                                         are representatives of a service
                                         supplier and are seeking
                                         temporary entry for the purpose of
                                         negotiating for the sale of services
                                         or entering into agreements to seil
                                         services for that service provider,
                                         where those representatives will
                                         not be engaged in making direct
                                         sales to the general public or in
                                         supplying services themselves.

                                      b) Persons working in a senior
                                         position, as defined in i) a) above,
                                         within a juridical person, who are
                                         responsible for the setting up, in a
                                         Member State, of a commercial
                                         presence of a service provider of
                                         a Member when:
                                      - the representatives are not
                                         engaged in making direct sale or
                                         supplying services; and
                                      - the service provider has its
                                         principal place of business in the
                                         territory of a WTO Member other
                                         than the Communities and their
                                         Member States and has no other
                                         reprsentative, office, branch or
                                         subsidiary in that Member State.

                                           F: The managing director of an
                                           industrial, commercial or artisanal
                                           activity*, if not holder of a
                                           residence permit, needs a specific
                                           authorization.

                                           1: Access to industrial,
                                           commercial and artisanal activities
                                           is subject to a residence permit
                                           and specific authorization to
                                           pursue the activity.




 • Commercial, indostrial or artisanal activities relate to sectors such as: other business services, construction, distribution and tourism services. lt does not relate to teleOOmmu·
   nications and financial services.

BGBl. 1994, Seite 1526 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1526
1526                                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
Modes ol supply·               1) Cross-border supply               2) Consumption abroad                 3) Commerc1al presence                 4) Presence of natural persons

Seetor or subsector                            Limitations on market access

II. Sector-Specific Commitments

1. BUSINESS
SERVICES

A. Professional Services

a) Legal advice home                 1) F.P. Unbound for drafting of legal
   country law and public               documents.
   international law
   (excluding EC law)

                                     2) None

                                     3) 0: Access subject to acceptance
                                        into a Bar Association according
                                        to the „Federal Lawyers Act"
                                        which requires establishment
                                        which is restricted to sole
                                        proprietorship or partnership only.

                                         F: Provision through SEL
                                         (anonyme, a responsabilite limitee
                                         on en commandite par actions) or
                                         SCP only.

                                     4) Unbound except as indicated in
                                        the horizontal section and subject
                                        to the following specific
                                        limitations.

                                         GA: Condition of nationality

                                         L: Unbound

                                         F: Legal advice activities and
                                         drafting of legal documents as a
                                         main activity and for the public,
                                         are reserved to the members of
                                         the regulated legal and judicial
                                         professions**. These activities
                                         may also be exercised as a
                                         secondary activity to the principal
                                         activity by members of other
                                         regulated professions or by
                                         qualified persons.

b} Accounting services               1) F, GR, 1: Unbound
   (CPC 86212 other
   than "auditing                    2) None
   services", 86213,
   86219)                            3) 0: Provision through a „GmbH &
                                        Co KG" and „EWIV" is prohibited.

                                         F: Provision through a SEL
                                                        a
                                         (anonyme, responsabilite limitee
                                         ou en commandite par actions) or
                                         SCP only.

                                          P: Provision through professional
                                          establishment only.

                                          1: Access is restricted to natural
                                          persons. Professional association
                                          (no incorporation) among natural
                                          persons permited.

  • Access to these prolessions is govemed by the French law No. 90-1259 of 31 December

          Limitations on national treatment               Add1t1onal commitments

  1) F, P: Unbound for drafting of
     legal documents.

      OK: Marketing of legal advice
      activities is restricted to lawyers
      with a Oanish licence to practise
      and law firms registered in
      Oenmark.

  2) None

  3) OK: Marketing of legal advice                     F: Host country law and
     activities is restricted to law firms             international law
     registered in Denmark. Only                       (including EC law) are
     lawyers with a Oanish licence to                  opened to the Members
     practise and law firms registered                 of the regulated legal
     in Denmark may own shares in a                    and judicial profession.*
     Danish law firm. Only lawyers with
     a Oanish licence to practise may                  L: Host country law and
     sit on the board or the part of the               international law
     management of a Danish law firm.                  (including EC law)
                                                       subject to registration as
                                                       „avocae at the
                                                       Luxembourg Bar.

  4) Unbound except as indicated in
     the horizontal section and subject
     to the following specific
     limitations:

      OK: Marketing of legal advice
      activities is restricted to lawyers
      with a Oanish licence to practise.
      Requirement of a Oanish legal
      examination in order to obtain a
      Oanish licence to practise.

  1) F, GR, 1: Unbound

  2) None

  3) OK: Foreign accountants may
     enter into partnership with Oanish
     authorized accountants after
     obtaining permission from the

     Oanish Commerce and
     Companies Agency.

1990 which opens the entIre range ol legal and JUdtcial activrt1es.
 •• Access to these prolessions 1s governed by the French law No. 90-1259 of 31 December 1990 wh1ch opens the ent1re range of legal and Jud1c1al actIvIttes.
BGBl. 1994, Seite 1527 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1527
Modes of supply:               1) Cross-border supply                2) Consumption abroad                 3) Commercial presence                  4) Presence of natural persons

Seetor or subsector                            Limitations on market access

                                     4) Unbound, except as indicated in
                                        the horizontal section, and subject
                                        to the following specific
                                        limitations:

                                     F: Condition of nationality. However
                                     non-EC professionals may be
                                     permitled to provide services, by a
                                     decision of the Minister of
                                     Economics, Finance and Budget, in
                                     agreement with the Minister of
                                     Foreign Affairs. The requirement of
                                     residence cannot exceed 5 years.

                                     1: Condition of nationality for
                                     ,,Ragionieri-Periti commerciali".

                                     OK: Citizenship requirement unless
                                     otherwise provided by the Oanish
                                     Commerce and Companies Agency.

b) Auditing services*                1) Unbound
   (CPC 86211 and
   86212 other than                  2) None
   accounting services)
                                     3) B: Provision through a .,SA" and
                                         „Societe en commandite" is
                                        prohibited.
                                        0: Provision through a „GmbH &
                                        Co KG" and „EWIV" is prohibited.
                                        F: For statutory audits: provision
                                        through any company form except
                                        SNC, SCS and secondary offices.
                                        P: Provision through professional
                                        association only.
                                        IAL: Provision through
                                        partnership only.
                                        1: For access as „Ragionieri-
                                        Periti commerciali" and „Dottori
                                        commerciali", access is restricted
                                        to natural persons only.
                                        Professional association
                                        (no incorporation) among natural
                                        persons permited.

                                     4) Unbound except as indicated in
                                        the horizontal section and subject
                                        to the following specific
                                        limitations.

                                     OK: Citizenship condition, unless
                                     otherwise provided by the Oanish
                                     Commerce and Companies Agency.

                                     E. GA: Conditions of nationality for
                                     statuory auditors.

                                     E: Audit companies: Administrators,
                                     directors and partners of companies
                                     other than those covered by the 8th
                                     EEC directive on company law, must
                                     fulfil a nationality condition.

                                     1: Nationality requirement for
                                     ,,Ragionieri-Periti commerciali". Audit
                                     companies: administrators and
                                     auditors in „societa di revisions"
                                     other than those covered by the 8th
                                     EEC directive on company law, ....
                                     fulfil a nationality condition.

 • Explanatory note: Given the fact !hat commercial presence is required to exercise

              Limitations on national treatment                Additional commitments

      4) Unbound except as indicated in
         the horizontal section and subject
         to the following specif ic
         limitations:

          OK, 1: Residence requirement.

      1) Unbound

     2) None

     3) OK: Foreign auditors may enter
        into partnership with Oanish State
        authorized accountants after
        obtaining permission from the
        Oanish Commerce and
        Companies Agency.

     4) Unbound except as indicated in
        the horizontal section and subject
        to the following specific
        limitations:

     OK: Residence requirement.

     1, P: Residence requirement for
     individual auditors.

any auditing activity, the cross-border mode is unbound. Oflly established statutory auditors
   can be approved by the national professional bodies. Approval is a necessary pre-condition to exercising the activity.
BGBl. 1994, Seite 1528 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1528
1528                                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang

Modes ol supply:                                                     2) Consumption

b) Bookkeeping services              1) F, GR, 1: Unbound.
    (CPC 86220)
                                     2) None

                                     3) F: Provision through a SEL
                                     (anonyme, a responsabilite timitee on
                                     en commandite par actions) or SCP
                                     only.

                                         1: Access for natural persons
                                         only. Professional association (no
                                         incorporation) among natural
                                         persons permited.

                                     4) Unbound except as indicated in
                                        the horizontal sectlon and subject
                                        to the following specific
                                        limitations:

                                         F: Condition of nationality.
                                         However non-EC professinals
                                         may be permi ... to provide
                                         services, by a decision of the
                                         Minister of Economics, Finance
                                         and Budget, In agreement with the
                                         Minister of Foreign Affairs. The
                                         requirement of residence cannot
                                         exceed 5 years.

c) Taxation Advisory                      1: Condition of nationality for
   Services (CPC 863                      .,Ragionieri-Periti commericali".
   excluding
   representation in                 1) F: Unbound for the drafting of
   Court/tribunals)                     legal documents.

                                     2) None

                                     3) 1: Access for natural persons
                                        only: Professional association (no
                                        incorporation) among natural
                                        persons permited.

                                         F: Provision through SEL
                                                        a
                                         (anonyme, responsabilite limitee
                                         on en commandite par actions) or
                                         SCPonly.

                                     4) Unbound except as indicated in
                                        the horizontal section and subject
                                        to the following specific
                                        limitations:

                                         F: Legal advice activities and
                                         drafting of legal documents as a
                                         main activity and for the public,
                                         are reserved to the members of
                                         the regulated legal and judicial
                                         professions•. These activities may
                                         also be exercised as a secondary
                                         activity to the principal activity by
                                         members of other regulated
                                         professions or by qualified
                                         persons.
                                         1: Condition of nationality for
                                         .,Ragionieri-Periti commerciali".
1994, Teil II

abroad                 3) Commercial p,esance                 4) Presence of natural pe,90118

       1) F, GR, 1: Unbound.

      2) None

      3) None

      4) Unbound except as indicated in
         the horizontal section and subject
           to the following specific
           limitations:

      1: Resldence requirement for
      ,.Ragionieri-Periti commerciali".

      P: Residence requirement.

      1) F: Unbound for the drafting of
         legal documents.

      2) None

      3) None

      4) Unbound except as indicated in
         the horizontal section and subject
         to the following 5>pecific
         limitations:

      1, P: Residence requirement.
• Access to lhese professions is goyemed by lhe French law No. 90-1259 ol 31 Dec:ember 1990 which opens lhe entire range ol legal and judlcial actlvities.
BGBl. 1994, Seite 1529 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1529
Modea of suppt)':       1) Cross-border supply             2) Consumption

Seetor or subeector                    Limitallons on merket accesa

d) Architectural Services     1) B, GA, 1, P: Unbound.
   (CPC 8671)
                             2) None

                             3) E: Access is restricted to natural
                                persons.

                                 F: Provision through SEL
                                                 a
                                 (anonyme, responsabilite limitee
                                 ou en commandite par actions) or
                                 SCP only.

                                 1, P: Access is restricted to
                                 natural persons. Professional
                                 associations. (no incorporation)
                                 among natural persons permitted.

                             4) Unbound except as indicated in
                                 the horizontal section and subject
                                 to the following specific
                                 limitations:

                                 GA, P: Condition of nationality.

                                 F: Condition of nationality unless
                                 waived by ministerial
                                 authorization.

e) Engineering services      1) GA, 1, P: Unbound.
   (CPC 8672)
                             2) None

                             3) E: Access is restricted to natural
                                persons.

                                 1, P: Access is restricted to
                                 natural persons. Professional
                                 association (no incorporation)
                                 among natural persons permitted.

                             4) Unbound except as indicated in
                                the horizontal section and subject
                                to the following specific
                                limitations:

                                 GA: Condition of nationality.

f} lntegrated Engineering    1) GA, 1, P: Unbound.
   Services (CPC 8673)
                             2) None

                             3) E: Access is restricted to ('.laturat
                                 persons.

                                 1, P .: Access 1s restricted to
                                 natural persons. Professional
                                 association (no incorporaticn)
                                 among natural persons permitted.

                             4) Unbound except as iodicated in
                                the horizontal section and subject
                                to the following specific
                                limitations:

                                 GA: Condition of nationality.
g) Urban Planning and        1) B, GA, 1, P: Unbound.
   Landscape
   Architectural Services
   (CPC 8674)

abroad              3) Commercial presence      4) Presence of natural persons

            Limltations on national treatment    Additional oommltments

    1) B, GA, 1, P: Unbound.

         D: Application of the national
         rules on fees and emoluments for
         all services which are performed
         from abroad.

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
         the horizontal section and subject
         to the following specific
         limitations:
         B, D, F.: Use by third country
         qualified professionals of the
         professional title is only possible
         on the basis of natural recognition
         agreements or for B, with special
         authorization by Royal Decree.
         1: Residence requirement.

    1) GR, 1, P: Unbound.

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section and subject
       to the following specific
       limitations:

         1, P: Residence requirement.

    1) GA, 1, P: Unbound.

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section and subject
         to the following specific
         limitations:

    1, P: R~sidence requirement
    1) B, GA, 1, P: Unbound.

    D: Application of the national rules
    on fees and emofuments for all
    services which are performed from
    abroad.
BGBl. 1994, Seite 1530 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1530
1530                                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang
1994, Teil II
Modes of supply:                1) Cross-bon:ler supply                2) Consumptlon abroad                   3) Commerclal presenoe     4) Presence of natural persons

Sectororsubsector                                1.,imitations on mar1(et access

                                       2) None

                                       3) 1, P: Access is restricted to
                                          natural persons. Professional
                                          association (no incorporation)
                                          among natural persons permitted.

                                       4) Unbound except as indicated in
                                           the horizontal section and subject
                                           to the following specific
                                           limitations.

                                           GA, P: Condition of nationality.

h) Medical, Dental and                 1) Unbound
   Midwive Services
   (CPC 9312, 93191*)                  2) None

                                       3) D: Access restricted to natural
                                           persons only. Economic needs
                                          .test for medical doctors and
                                           dentists who are authorized to
                                           treat members of public insurance
                                           schemes. The criterion is
                                           shortage of doctors and dentists
                                           in the given region.

                                            E: Access restricted to natural
                                            persons only.

                                            1, P: Access is restricted to
                                            natural persons only. Professional
                                            association (no incorporation)
                                            among natural persons permitted.
                                            IRL: Access through partnership
                                            or natural persons only.
                                            UK: Establishment for doctors
                                            under the National Health Service
                                            ls subject tq medical manpower
                                            planning.                  ·
                                            F: Provision through SEL
                                                           a
                                            (anonyme, responsabilite limitee
                                            ou en commandite par actions) or
                                            SCPonly.

                                       4) Unbound except as indicated in
                                          the horizontal section and subject
                                          to the following specific
                                          limitations:

                                            OK: Limited authorization to fulfil
                                            a specific function can be given
                                            for maximum 18 months.

                                            GA, P: Condition of nationality.

                                            F: Condition of nationality.
                                            However, access is possible
                                            within annually established
                                            quotas.

                                            D: Condition of nationality for
                                            doctors and dentists which can be
                                            waived on an exceptional basis in
                                            cases of public health interest. A
                                            zero quota for midwives.

 • lndlcates ihat the service speclfled coni;titutes only a part of the total range of

                Umitatlons on national treatment    Additional comrnltmenta

       2) None

       3) None

       4) Unbound except as indicated in
            the horizontal section and subject
            to the following specific
            limitations:

            B, D: Use by third country
            qualified professionals of the
            professional title is only possible
            on the basis of manual recognition
            agreements or, for B, with special
            authorization by Royal Decree.

            1: Residence requirement.

        1) Unbound

       2) None

       3) None

        4) Unbound except as indicated in
           the horizontal section and subject
           to the following specific
           limitatioris:

            OK: . Residence requirement in
            order to obtain necessary
            individual authorization from the
            National Board of Health.

            1: Residence requirement.

actlvities covered by the CPC concordance. ·
BGBl. 1994, Seite 1531 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1531
Modes of supply:                 1) Cross-border supply               2} Consumption abroad                   3) Commercial presence         4) Presence of natural persons

Seetor or subsector                             Limhations on maOO!t acoess

i) Veterinary services                 1) Unbound
   (CPC 932)
                                      2) None

                                      3) 0, OK, E, P: Access restricted to
                                           natural persons.

                                          1: Access restricted to natural
                                          persons. Professional
                                          associations (no incorporation)
                                          among natural persons permitted.
                                          IAL, UK: Access through
                                          partnership or natural persons
                                          only.
                                          F: Provision through SEL
                                                          a
                                          (anonyme, responsabilite limitee
                                          ou en commandite par actions) or
                                          SCP only.

                                      4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section and subject
                                         to the following specific
                                         limitations:

                                           0, F, GA, P: Condition of
                                           nationality.

j) Services provided by                1) Unbound
   Nurses, Physiothera-
   pists and Paramedical              2) None
   Personnel (CPC
   93191")                            3) E, P: Nurses - access restricted
                                           to natural persons.

                                          1: Nurses - access restricted to
                                          natural persons. Professional
                                          associations (no incorporation)
                                          among natural persons permitted.

                                           F: Provision through a SEL
                                          (anonyme, ä responsabilite
                                          limitee, ou en commandite par
                                          actions) or SCP only.

                                      4) Unbound except as indicated in
                                           the horizontal section and subject
                                           to the following specific
                                           limitations:

                                          OK: Limited authorization to fulfil
                                          a specific function can be given
                                          for maximum 18 months.

                                          GA, P: Condition of nationality.

                                           1: Subject to economic needs.
                                           test: decision 1s su~ to regional
                                           vacancies and shortages.

Supply of pharmaceutical              ·1) Unbound
goods to the generaf
pubfic (pharmacists)                  2) None

                                      3)"" 0, OK, E, GA, L, NL, P: Access
                                           restricted to natural persons
                                           only.
                                      1: Access restricted to natural
                                      persons. Professional association (no
                                      incorporation) among natural persons
                                      permitted.

 • lndicates that the service speclfied constitutes only a part ot the total range ot
„ Where the estabHshment of pharmacies is subject to an economic needs test, the main
   thelr geographical density.

               Llmitations on national treatment         Additional commitments

       1) Unbound

       2) None

       3) None

       4) Unbound except as indicated in
          - the horizontal section and subject
            to the following specific
            limitations:

           1: Aesidence requirement.

       1) Unbound

       2) None

       3) None

       4) Unbound except as inclicated in
          the horizontal section and subject
          to the following specific
          timitations:

           OK: Aesidence requirement in
           order to obtaln necessary
           individual authorlzation from the
           National Board of Health.

       1) Unbound

       2) None

       3) None

activities covered by the CPC concordance.
criteria taken into account are: the population, the number of exlstlng phannacies and
BGBl. 1994, Seite 1532 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1532
                                                          Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Mode& of supply:              1) Cross-border supply              2) Consumption

SectororatJbNctor                             Umltations on martcel access

                                        B, OK, E, F, GR, l, L,
                                        P: Monopoly for pharrnacists of
                                        suppty of pharrnaceuticals to the
                                        general public.

                                        B, OK, IRL, P: Economic needs
                                        test.

                                        F: Pharmaeies are authorized
                                        according to the needs of the
                                        population and within established .
                                        quotas. Access through a SEL
                                                          a
                                        (anonyme, responsabilite limite
                                        ou en commandite par actions)
                                        SNC and SAAL only.

                                        E, l: Establishment of new
                                        pharrnacies Is subject to an
                                        economic needs test.

                                        0: Establishment of new
                                        pharrnacies is restricted and only
                                        possible through the take-over of
                                        an existing pharrnacy-store.

                                    4) Unbound except as indicated in
                                        the horizontal section and subject
                                        to the specific conditions:

                                        F: Condition of nationality.
                                        However, within established
                                        quotas, access for third country
                                        nationals is possible provided the
                                        service provider holds the French
                                        degree in pharrnacy.

                                         0, OK, GR: Condition of
                                         nationality.

k) Other                             1) Unbound for exploration services.

Related Scientific and
Technical Consulting
Services* (CPC 8675)

                                    2) None

                                    3) F: .,Surveying"': Access through a
                                         SEL (anonyme, l responsabilite
                                         llmitee ou en commandite par
                                         actions), SCP, SA and SAAL
                                         onty.

                                         1: For certain exploration services
                                         activites related to mining
                                         (minerals, oll, gas, etc.), exclusive
                                         rights may exist.

                                         E: Access to profession of
                                         surveyors and geologlsts through
                                         natural persons only.

                                         P: Access restricted to natural
                                         persons.

                                         l: Access to profession of
                                         surveyors and geologists through
                                         natural persons onty.. Professional
                                         association (no incorporation)
                                         among natural persons perrnitted.

 • The aemce involWld excludes openltion of mines, etc.

abroad           . 3) Commerclal pAl9enC8      4) Presence of natural persons

           Limita1iona on national treatment

    4) Unbound except as indicated in
         the horizontal section and subject
         to the specific conditions:

         l, 0, OK, P: Residence
         requirement.

    1) Unbound for exploration services.
       0: Appfication of the national
       rules on Fees and emoluments for
       an surveying se,vices which are
       performed from abroad.

    2) None

    3) F: .,Exploration and prospectlon
         services" subject to authorizatlon.
BGBl. 1994, Seite 1533 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1533
Modes of supply:        1) Cross-border supply              2) Consumption

Seetor or subsector                    Limitatlons on marttet access

                             4) Unbound except as indicated in
                                the horizontal section and subjecf
                                to the following specific
                                limitations:

                                 D: Conditions of nationallty for
                                 publicly appointed surveyors.

                                 F: ,.Surveying" - operations
                                 relating to the establishment of
                                 property rights and to land law are
                                 reserved for EC „experts-
                                 geometres".

B. Computer and
   Related Services

a) Consuttancy Services       1) None
   related to the
   Installation of           2) None
   Computer Hardware
    (CPC 841)                3) None

                             4) Unbound except as indicated in
                                the horizontal section

b) Software                   1) None
   Implementation
   Services (CPC 842)        2) None

                             3) None

                             4) Unbound except as indicated in
                                  the horizontal section

c) Data Processing           1) None
   Services (CPC 843)
                             2) None

                             3) None

                             4) Unbound except as indicated in
                                the ·horizontal section

d) Data Base Services         1) None
   (CPC 844)
                             2) None

                             3) None

                             4) Unbound except as lndicated in
                                the horizontal section

    Maintenance and          1) None
    Repair (CPC 845)
                             2) None

                             3) None

                             4). Unbound except as indicated in
                                 the horizontal section

e) Other Computer             1) None
   Services (CPC 849)
                             2) None

                             3) None

                             4) Unbound except as indic:ated in
                                the horizontal section

abroad ·              3) Commercial presence      4) Presence of natural penons

              Limitations on national treatment    Additional COIMlitments

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section and subject
       to the followlng specific
       limitations:

           1, P.: Residence requirement.

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       tt'le horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
           the horizontal section ·

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as lndicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
           the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section
BGBl. 1994, Seite 1534 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1534
1s;M                                                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
Modes of supply:                1) Cross-border supply                2) Consumption abroad                                     '

Seetor or subeectOf                             limitations on market aooess

C. Research and
   Oevelopment
   Services

b) R & O Services on                  1) None
   Social Sciences and
   Humanities (CPC 852)               2) None

                                      3) 1: Access to the profession of
                                         psychologist is restricted to
                                         natural persons only. Professional
                                         association (no incorporation)
                                         among natural persons is
                                         permitted.

                                          P: Access to the profession of
                                          psychologist is restricted to
                                          natural persons only.

                                      4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section

O. Real Estate
   Services•

a) lnvolving Own or                   1) IRL: Unbound
   Leased Property (CPC
   821)                               2) None

                                      3) E: Access through natural
                                         persons, partnership or „sociedad
                                         en comandita" only.

                                      4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section and subject
                                         to the following specific
                                         limitations:

                                           E, GA: Coridition of nationality.

b) On a Fee or Contract               1) IRL: Unbound.
   Basis (e.g. Property
   Evaluation, Estate                 2) None
   Management, etc.)
   (CPC 822)                          3) E: Access is restricted to natural
                                         persons.

                                      4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section and subject
                                         to the following specific
                                         limitations:

                                           OK: Authorized estate agent:
                                           Citizenship requirement unless
                                           waived by the Oanish Commerce
                                           and Companies Agency.
                                           Unauthorized estate agent:
                                           Citizenship requirement unless
                                           waived by the Oanish Corrimerce

                                           and Companies Agency.

                                           GA: Condition of nationality.

• The Service involved relates to the profession of real estate agents and does not affect
                   3) Commercial pr9lef109                 4) Presence cf nalural persprl8
           Umltations on national netment                    Additional COIIW ilili INN 11s

  1) None

  2) None

  3) None

  4) Unbound except as indicated in
     the horizontal section and subject
     to the follöwing specific
     limitations:

       1, P: Residence requirement tor
       psychologists.

  1) IRL: Unbound.

  2) None

  3) None

  4) Unbound except as indicated in
     the horizontal section and subject
     to the following specific
     limitations:

       F, 1, P: Residence requirement.

  1) IRL: Unbound.

  2) None

  3) OK: Authorization for authorized
     estate agent rnay limit the scope
     of activity.

  4) Unbound except as indicated in
     the horizontal section and subject
     to the following specific
     limitations:

       OK: Authorized and unauthorized
       estate agent Residence
       requirement unless waived by the
       Oanish Commerce and
       Companies Agency.

       F, 1, P: Resid!;3nce
                 .
                            requirement.
                                    .

any rlghts and/or restrictlons on natural and juridical persons purchaslng real estate.
BGBl. 1994, Seite 1535 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1535
    Modes of supply:          1) Cross-border suppfy             2) Consumption

    Seetor or subsector                      Limitation& on market accesa

    E. Rental/Leasing              1) F: Chartering of all ships is
       Services widhout                subject to prior notifcation.
       Operators
                                       0: ·Unbound.
    a) Relating to ships
       (CPC 83103)                 2) F: Chartering of all,ships Is
                                        subject to prior notifi~tion.

                                        0: Unbound.

                                   3) F: Chartering of all ships is
                                       subject to prior notifteation.

                                   4) Unbound except as indicated in
                                      the horizontal section

    b) Relating to Aircraft         1) None
       (CPC 83101) .
                                   2) All Member States: Aircraft used
                                      by Communlty air carriers have to
                                      he registered in the Member State
                                      licensing the air carrier or
                                      elsewhere in the Community.
                                      Waivers can be granted for short
                                      term lease contracts or under
                                      exceptional circumstances.

                                   3) All Member States: Tobe
                                      registered In the aircraft reglster
                                      of these Member States, the
                                      aircraft must be owned either by
                                      natural persons meeting specific
                                      nationality criteria or by juridical
                                      persons meeting specific
                                      regardlng ownership of capital
                                      and control (including nationality
                                      of dtrectors).

                                   4) Unbound except as indicated in
                                      the horizontal section

    c) Relating to Other           1) None
       Transport Equipment
       (CPC 83101, 83102,          2) None
       83105)
                                   3) None

                                   4) Unbound except as lndicated in
                                      the horizontal section

    d) Relating to Other           1) None
       Machinery and
       Equipment (CPC              2) None
        83106,83107,83108,
        83109)                     3) None

                                   4) Unbound except as indicated in
                                      the horizontal section

    Rental Services with           1) F: Chartering of all ships is
    Operators                          subject to prlor notiflcation.

    Rental of Vessels wfth             0: Unbound.
    Crew
    (CPC 7213, 7223)               2) F: Chartering of all. ships is
•                                     subject to prior notification.
                                       0: Unbound.

                                   3) F: Chartering of all ships 1s
                                      subject to prior notification.

                                   4) Unbound except as indicated in
                                      the horizontal sectlon

abroad             3) Commercial presence      4) Presence of natural persons

            Umltatlons on national treatment    Additional commttments

    1) 0: Unbound.

    2) 0: Unbound.

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as lndicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indlcated in
         the horizontal section

    1) D: Unbound.

    2) 0: Unbound .

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section
BGBl. 1994, Seite 1536 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1536
1536                                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Modes of supply:         1) Cross-border supply             2) Consumption

Seetor or subsector                     Limitations on market access

Rental of Commercial          1) None
Road Vehicles with
Operatur                      2) None
(CPC 7124)
                              3) None

                              4) Unbound except as indicated in
                                 the horizontal section

F. Other Business
   Services

a) Advertising                1) None
   (CPC 871)
                              2) None

                              3) None

                              4) Unbound except as indicated in
                                 the horizontal section

b) Market Research and        1) None
   Opinion Polling
   (CPC 864)                  2) None

                              3) None

                              4) Unbound except as indicated in
                                 the horizontal section

c) Management                 1) None
   Consulting Services
   (CPC 865)                  2) None

                              3) None

                              4) Unbound except as indicated in
                                 the horizontal section

d) Services Related to        1) None
   Management
   Consulting                 2) None
   (CPC 866)
                              3) None

                              4) Unbound except as indicated in
                                 the horizontal section

e) Technical Testing and      1) 1: Unbound for the profession of
   Analysis Services             biologist and chemical analyst.
   (CPC 8676)
                              2) None

                              3) E: Access for chemical analysis
                                 through natural persons only.

                                  1: Access for the profession of
                                  biologist and chemical analyst
                                  through natural persons onfy.
                                  Professional association (no
                                  incorporation) among natural
                                  persons is permited.
                                  P: Access for the profession of
                                  biologist and chemical analyst
                                  through natural persons only.

                              4) Unbound except as indicated in
                                 the horizontal section

abroad             3) Commercial presence      4) Presence of natural persons

           Lim,tations on national treatment    Additional commitments

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) 1: Unbound for the profession of
       biologist and chemical analyst.

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section and subject
       to the following specif ic
       limitations:

         1, P: Residence requirement for
         biologist and chemical analyst.
BGBl. 1994, Seite 1537 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1537
Modes of supply:         1) Cross-border supply            2) Consumption

Seetor or subsector                     Umitations on market acoess

f) Advisory and                1) 1: Unbound for activities reserved
   Consulting Services            to agronomist and „periti agrari".
   Relating to Agriculture,
   Huning and Forestry        2) None

                              3) E: Access for agronomist and
                                 eagineers in forestry is restricted
                                 to natural persons.

                                  P: Access for agronomJst is
                                  restricted to natural persons.

                                   1: Access for agronomist and
                                   „periti agrari" restricted to natural
                                  persons. Professional association
                                  (no incorporation) among natural
                                  persons is permited.

                              4) Unbound except as indicated in
                                 the horizontal section and subject
                                 to the following specific
                                 limitations:

                                   1: Condition of nationality for
                                   .,periti agrari".

g) Advisory and                1) None
   Consulting Services
   Relating to Fishing        2) None

                              3) None

                               4) Unbound except as indicated in
                                  the horizontal section

h) Advisory and                1) None
   Consulting Services
   Relating to Mining         2) None

                              3) E, P: Access for mining
                                   engineers is restricted to natural
                                   persons.

                              4) Unbound except as indicated in
                                 the horizontal section

k) Placement and Supply        1) 0, E, IRL, P: Unbound.
    Services of Personnel
    Executive Search          2) None
    Services
    (CPC 87201)                3) 0, P: Unbound.

                               E: State monopoly.

                              4) Unbound except as indificated in
                                 the horizontal section

    Placement Services         1) Unbound
    (CPC 87202)
                              2) None

                              3) 0: Subject to a mandate given to
                                   the service supplier by the
                                   competent authority. The
                                   mandate will be granted in
                                   function of the situation and
                                   development of the labour market.

                                   P: Unbound.

                                   B, F, E. 1: State monopoly.

abroad             3) Commercial presence      4) Presence of natural persons

           limitations on national treatment    Additional commllments

    1) 1: Unbound for activities reserved
       to agronomist and „eritit agrari".

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section and subject
       to the following specific
       limitations:

         1, P: Residence requirement for
         agronomist.

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section and subject
       to the following specific
       limitations:

         P: Residence requirement

    1) 0, E, IRL, P: Unbound.

    2) None

    3) D. P: Unbound.

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) Unbound

    2) ·None

    3) None
BGBl. 1994, Seite 1538 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1538
1538                                            Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Model of aupply:       1) Cro&a-bordar supply           2) Consumption

                            4) Unbound except as indicated in
                               the horizontal section
Supply Services of Office   1) 0, F, 1, IRL.-NL, P: Unbound.
Support Personnel
(CPC 87203)                 2) None
                            3) 0, P: Unbound
                               1: State monopoly.
                            4) Unbound except as indicated in
                                the horizontal section
SecuritySefVices            1) B, E, F, 1, P: Unbound.
(CPC 87302, 87303,
                            2) None
87304, 87305)
                            3) E: Access-through Sociedades
                               Anonimas, Sociedades de Res-
                               ponsabilidad Umitada,
                               Socledades Anornimas Laborales
                               and Sociedades Cooperativas
                               only. Access is suqect to prior
                               authorisation. In granting the
                               authorization, the Council of
                               Ministers takes into account
                               conditions such as competence,
                               professional integrity and
                               independence, adequacy of the
                               protection provided for the
                               secority of the population and the
                               public order.
                                OK: Unbound for airport guard
                                services. Requirement to be a
                                national juridical person. Access
                                is subject to prior authortzsation.
                                In graming the authorization, the
                                Ministry of Justioe takes into
                                account condltions such as
                                oompetence, professional integrity
                                andindependence,experience
                                and good reputation of the finn
                                seek.ing establishment.
                            4) Unbound except as indicated in
                                 the horizontal section and subject
                                 to the following specific
                                 limitations:
                                OK: Unbound for airport guard
                                services. Nationality requirernent
                                for managers.
                                 F: Requirernent of nationality for
                                 managing directors and directors.
                                 b): Condition of nationality for
                                 management personnel.

                                 E, P: Nationality requirement for
                                 specialized personnel.

                                 1: Nationality requlrement in order
                                 to obtain necessary authorization
                                 for security guard services and
                                 the transport of valuables.

n) Maintenance and         1) None
   Repair of Equipment
   (not including Maritime 2) None
   Vessels, Aircraft or
   Other Transport         3) None
   Equipment)
   (CPC 633, 8861,         4) Unbound except as indicated in
   8866)                      the horizontal section

abroed            3) Commen:lal.,......

                                              Addlllonlll C011w11ilmeu1S

    4) Unbound except as lndicated in
       the horizontal section
    1) 0, F, 1, IRL, NL, P: Unbound.

    2) None
    3) 0, P: Unbound.

    4) Unbound except as lndicated in
         the horizontal section
    1) B, E, F, 1, P: Unbound.

    2) None

    3) OK: Requirernent of residence
       and na~ity for majority of
       rnembers of the board and for
       managers. Unbound for airport
       guard services.

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section and subject
         to the following specific
         limitations:
         OK: Unbound for airport guard
         services. Residence requirement
         for managers.
         B: Aesidence requirement for
         management personnel.
         1: Aesidence requirernent in order
         to obtain necessary authorization
         for security guard services and
         the transport of valuables.

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section
BGBl. 1994, Seite 1539 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1539
Modes of supply:               1) Cross-border supply         2) Consumption'abroad             3) Commercial presence      4) Presence of natural persons

Sectororsubsector

o) Building-Cleaning                 1) Unbound*
   Services
   (CPC 874)                         2) None

                                     3) None

                                     4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section

p) Photographie Services             1) Unbound'" except for aeriaJ
   (CPC 875 exciuding                    photography: none
   retail)
                                     2) None

                                     3) None

                                     4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section

q) Packaging Services                1) Unbound*
   (CPC 876)
                                     2) None

                                     3) None

                                     4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section

r) Printing and Publishing           1) None
   (CPC 88442)
                                     2)None
                                     3) 1: Foreign participation in
                                        publishing companies limited to
                                        49 per cent of capital or of voting
                                        rights.

                                     4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section

s) Convention Services               1) None

                                     2) None

                                     3) None

                                     4) Unbound except as indicated in
                                         the ho:izontal section

t) Other

   Translation Services              1) None
   (CPC 87905)
                                     2) None

                                     3) None

                                     4) Unbound except as indicated in
                                        the horizontal section and subject
                                        to the following specific
                                        limitations:

                                         OK: Authorized public translators
                                         and interpreters: Citizenship
                                         condition unless waived by the
                                         Oanish Commerce and
                                         Companies Agency.

• A commitment on this mode of delivery 1s not feasible.

        Umitdons on national treatment      Additional commitments

1) Unbound*

2) None

3) None

4) Unbound except as indicated in
     the horizontal section

1) Unbound* except for serial
   photography: none

2) None

3) None

4) Unbound except as indicated in
   the horizontal section

1) Unbound

2) None

3) None

4) Unbound except as indicated in
     the horizontal section

1) None

~None
3) None

4) Unbound except as indicated in
   the horizontal section

1) None

2) None

3) None

4) Unbound except as indicated in
   the horizontal section

1) None

2) None

3) OK: Authorization for authorized
     public translators and interpreters
     may limit the scope of activity.

4) Unbound except as indicated in
   the horizontal section and subject
   to the following specific
   limitations:

     OK: Authorized public translators
     and interpreters: residence
     requirement unless waived by the
     Oanish Commerce and
     Companies Agency.
BGBl. 1994, Seite 1540 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1540
1540                                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Modes of supply:               1) Cross-bof'der supply               2) Consumption

Seetor or subsector                            limitations on market access

    lnterior Design                  1) None
    Services
    (CPC 87907)*

                                     2) None

                                     3) None

                                     4) Unbound except as indicated in
                                        the horizontal section

2. COMMUNICATION
   SERVICES

C. Telecommunica-
   tion Services

h) Value-added                       1) None
   services**, Etectronic
   Mail, Voice Mail, On-             2) None
   line Information and
   Data Base Retrieval,              3) P: The direct or indirect
   EDI, Code- and                       participation of natural persons,
   Protocol Conversion                  who are non-nationals of EC
                                        Member States or non-EC
                                        companies or firms in the capital
                                        of carriers of complementary tele-
                                        communications services, whose
                                        exploitation involves the use of
                                        complementary telecommunicati-
                                        ons infrastructures, cannot
                                        exceed 25 per cent.
                                        Complementary telecommunicati-
                                        ons infrastructures are all public
                                        telecommunications infrastructu-
                                        res which are not part of the basic
                                        telecommunications network.

                                     4) Unbound except as indicated in
                                        the horizontal section

3. CONSTRUCTION                      1) Unbound*** exceptfor 5111 and
   ANDRELATED                           5114: none
   ENGINEERING
   SERVICES                          2) None
    (CPC 511,512,513,
    514,515,516,517,                 3) 1: Exclusive rights are granted for
    518)                                 construction, maintenance and
                                         management of highways and the
                                       · airport of Rome.

                                          P: Exclusive rights are granted
                                          for maintenance and management
                                          of highways.

                                          GA: Nationality condition for
                                          managers of the board of
                                          directors of construction
                                          companies supplying in the public
                                          sector.

                                      4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section and subject
                                         to the following specific limitations:

                                          GA: Nationality condition for
                                          managers of construction
                                          companies supplying in the public
                                          sector.

  • lndicates that the service specified constitutes only a part of the total range

abroad                  3) Commercial presence                 4) Presenoe of natural persons

                Umitations on national treatment                Additional commitments

       1) D: Application of the national
          rules on lees and emoluments for
          all services which are performed
          from abroad.

       2) None

       3) None

       4) Unbound except as indicated in
          the horizontal section

       1) None

       2) None

       3) None

       4) Unbound except as indicated in
          the horizontal section

        1) Unbound*** exceptfor CPC 5111
           and 5114: none.

       2) None

       3) None

        4) Unbound except as indicated in
           the horizontal section

of activities covered by the CPC concordance.
 •• Exdudes voice telephone, packet and circoit switched data services, telegraph, telex, mobile radio telephone, paglng and satellite services.
••• A comrnitment on this mode of delivery is not feasible.
BGBl. 1994, Seite 1541 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1541
Modes of supply:               1) Cross-border supply               2) Consumption abroad                  3) Commercial presence                 4) Presence of natural persons

Seetor or subsector                            Limitations on market access

4. DISTRIBUTION
   SERVICES*

A. Commission                        1) F: Unbound for traders and
   Agents* Services                     brokers working in market of
   (CPC 621)                            national interest.

                                         1: Unbound

                                     2) None

                                     3) None

                                     4) Unbound except as indicated in
                                        the horizontal and subject to the
                                        following specific limitations:

                                         F: Condition of natiol)ality for
                                         activities of traders,
                                         commissioners, and brokers
                                         working in twenty (20) markets of
                                         national interest.

B. Wholesale Trade                   1) E, 1, P: State monopoly on
   Services                             tobacco.
   (CPC 622)
                                         F: Unbound for pharmacies.

                                     2) None

                                     3) E, 1, P: State monopoly on
                                        tobacco.

                                         F: Wholesale pharmacies are
                                         authorized according to the needs
                                         of the population and within
                                         established quotas. State
                                         monopoly on tobacco and
                                         matches.

                                     4) Unbound except as indicated in
                                        the horizontal section and subject
                                        to the following specific
                                        limitations:

                                         F: Condition of nationality for
                                         wholesale of pharmaceuticals.
C. Retailing Services
   (CPC 631,632,633,                 1) Unbound except for mail order:
   61112,6113,6121                      none
   excluding 63211)
                                     2) None

                                     3)** B: Economic needs test for
                                          department stores.

                                         OK: Economic needs test for new
                                         department stores.

                                         F: Economic needs test for !arger
                                         department stores.

                                         E, F, 1: State monopoly on
                                         tobacco.

                                         1: Economic needs test on
                                         establishment of any new
                                         department store/outlet and
                                         authorization can be denied in
                                         order to protect areas of particular
                                         historic and artistic interest.

 • Excluding trade in arms, chemical products, explosives and precious metals.
•• Where establishment is subject to an economic needs test, the main criteria are: the
   traffic conditions and creation of new employment.

           Limitations on national treatment               Additional commitments

   1) F: Unbound for traders and
      brokers working in market of
      national interest.

       1: Unbound.

  2) None

  3) None

  4) Unbound except as indicated in
     the horizontal section and subject
     to the following specific
     limitations:

       1, E, P: Residence requirement.

  1) None

  2) None

  3) None

  4) Unbound except as indicated in
     the horizontal section and subject
     to the following specific
     limitations:

       E, 1, P: Residence requirement.

  1) Unbound except for mail order:
     none

  2) None

  3) None

number of and impact on existing stores, population density, geographic spread, impact on
BGBl. 1994, Seite 1542 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1542
1542                                           Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Modes of supply:      1) Cross-border supply             2) Consumption
Secior or Subseetor                  Limitation& on market access

                               P: Economic needs test for large
                               (i.e. more than 2000 sq. m.)
                               department stores.

                               IRL: Unbound for retail of
                               alcoholic beverages.

                           4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal section, and subject
                              to the following specific
                              limitations:

                               F: Condition of nationality for
                               tobacconists (i.e. buraliste).

D. Franchising             1) None
   (CPC 8929)
                           2) None

                           3) None

                           4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal secition

5. PAIVATELV FUNDED
   EDUCATION
   SERVICES

A. Primary Education       1) F: Condition of nationality.
   Services                   However, third country nationals
   (CPC 921)                  may obtain authorization from
                              competent authorities to establish
                              and direct an education institution
                              and to teach.

                           2) None

                           3) None

                           4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal section and subject
                              to the following specific
                              limitations:

                               F: Condition of nationality.
                               However, third country nationals
                               rnay obtain authorization from
                               competent authorities to establish
                               and direct an education institution
                               and to teach.

                               1: Condition of nationality for
                               service providers who are
                               authorized to issue State
                               recognized diplomas.

                               GA: Condition of nationality for
                               teachers.

B. Secondary               1) F: Condition of nationality.
    Education                 However, third country nationals
    Services                  rnay obtain authorization from
    (CPC 922)                 competent authorities to establish
                              and direct an education institution
                              and to teach.

                           2) None

                           3) None

abroad            3) Commercial presence      4) Presence of natural persons
          Limitations on national treatment    Additional commitments

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) 1: Condition of nationality for
       service providers to be authorized
       to issue State recognized
       diplomas.

    2) None

    3) GA: Majority of members of the
       Board must be of Greek
       nationality.

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) 1: Condition of nationality for
       service providers to be authorized
       to issue State recognized
       dlplomas.

    2) None

    3) GA: Majority of members of the
       Board must be of Greek
       nationality.
BGBl. 1994, Seite 1543 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1543
                                  ~r. 40 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 9.
September 1994                                                      1543
Modes of supply:      1) Cross-border supply             2) Consumption abroad            3) Commercial presence       4) Presence of natural persons

Seetor or subsector                  Limitations on market access

                           4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal section and subject
                              to the following specific limitations:

                               F: Condition of nationality.
                               However, third country nationals
                               may obtain authorization from
                               competent authorities to establish
                               and direct an education institution
                               and to teach.

                               1: Condition of nationality for
                               service providers to be authorized
                               to issue State recognized
                               diplomas.

                               GA: Condition of nationality for
                               teachers.

C. Higher Education        1) F: Condition of nationality.
   Services                    However, third country nationals
   (CPC 923)                   can have authorization from
                               competent authorities to establish
                               and direct an education institution
                               and to teach.

                           2) None

                           3) E, 1: Needs test for opening of
                               private universities authorized to
                               issue recognized diplomats or
                               degrees; procedure involves an
                               advice of the Parlament.

                               GA: Unbound for education
                               institutions granting recognized
                               State diplomas.

                           4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal section and subject
                              to the foUowing specific
                              limitations:

                               OK: Condition of nationality for
                               professors.

                               F: Condition of nationality.
                               Howe·,er, third country nationals
                               may obtain authorization from
                               competent authorities to establish
                               and direct an education institution
                               and to teach.

                               1: Condition of nationality for
                               S8fVice providers to be authorized
                               to issue State recognized
                               diplomas.

D. Adult Education         1) None
    Services
    (CPC 924)              2) None

                           3) None

                           4) Unbound except as lndicated in
                               the horizontal section

      Limitation& on national treatrnent    Additional commitments

4) Unbound except as indicated in
   the horizontal section

1) 1: Condition of nationality for
   service providers to be authorized
   to issue State recognized
   diplomas.

2) None

3) None

4) Unbound except as indicated in
   the horizontal section

1) None

2) None

3) None

4) Unbound except as indicated in
   the horizontal section
BGBl. 1994, Seite 1544 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1544
1544                                           Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Modes of supply:      1) Cross-border supply            2) ConSYmption

                                     Umitatlons on market access

6. ENVIRONMENTAL
   SERVICES

A. Sewage Disposal         1) Unbound*
   Sercices
   (CPC 9401)              2) None

                           3) None

                           4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal section

B. Ref use Disposal        1) Unbound*
   Services
   (CPC 9402)              2) None

                           3) None

                           4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal section

C. Sanitation and          1) Unbound*
   Sinnilar Services
   (CPC 9403)              2) None
                           3) None

                           4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal section

   Cleaning Services of    1) Unbound*
   Enhaust Gases
   (CPC 9404)              2) None

                           3) None

                           4) Unbound except as indicated in
                               the horizontal section

   Nature and              1) Unbound*
   Landscape Protection
   Services                2) None
   (CPC 9406)
                           3) None

                           4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal section

D. Other                   1) Unbound*
   Environmental
   Protection              2) None
   Services
   (CPC 9409)              3) None

                           4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal section

abroad              3) Com!T18fcial presence    4) Presence of natural persons

            Limitations on national treatment    Additional commi1ments

    1) Unbound*

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) Unbound*

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal sectton

    1) Unbound*

    2) None
    3) None

    4) Unbound except as indicated in
         the horizontal section

    1) Unboun<r

    2) ·None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) Unbound*

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) Unbound*

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section
BGBl. 1994, Seite 1545 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1545

Modes of supply:                1) Cross-border supply                 2) Consumption abroad                   3) Commercial presence                   4) Presence of natural persons

Seetor or subsectof                              Umilations on market access                          Umitations on national lntatment                   Additional commitmems


7. FINANCIAL SERVICES SECTOR*
1. The Communities and their Member States undertake commitments on Financial Services in accordance with the provisions of the
   ,,Understanding on Commitments in Financial Services* (the Understanding).
2. These commitments are subject to the limitations on market access and national treatment in the „all sectors" section of this
   schedule and to those relating to the subsectors listed below.
3. The market access commitments in respect of modes 1) and 2) apply only to the transactions indicated in paragraphs 3 and 4 of
   the market access section of the Understanding respectively.
4. Notwithstanding note L. above, the market access and national treatment commitments in respect of mode 4) on financial services
   are those in the „all sectors• section of this schedule.
5. The admission to the market of new financial services or products may be subject to the existence of, and consistency with, a
   regulatory framework aimed at achieving the objectives indicated In Article 2.1 of the Financial Services Annex.
6. As a general rule and In a non-discriminatory manner, financial institutlons incorporated In a Member State of the Community must
   adopt a specific legal form.

A. lnsurance and                      1) OK: Compulsory air transport                         1) None
    lnsurance Related                    insurance can be underwritten
   ·services                             only by firms established in the
                                         Community.

                                          OK: No persons or companies
                                          (including lnsurance companies)
                                          may for business purposes in
                                          Oenmark assist in effecting direct
                                          insurance for persons resident in
                                          Oenmark, for Oanish ships or for
                                          property in Oenmark, other than
                                          Danish companies, foreign
                                          companies registered in Denmark,
                                          or foreign insurance companies
                                          subject to the Danish Act on the
                                          provision of insurance services
                                          within direct non-life insurance
                                          (implementing the EC second
                                          non-life lnsurance Directive). The
                                          Minister of lndustry may lay down
                                          rules providing otherwise.

                                          D: Compulsory air insurance
                                          policies can be underwritten only
                                          by a subsidiary established in the
                                          Community or by a branch
                                          established in Germany.

                                          D: lf a foreign insurance company
                                          has established a branch in
                                          Germuny, it may conclude
                                          insurance contracts in Germany
                                          relating to international transport
                                          only through the branch
                                          estabfished in Germany.

                                          E, 1: lnbound for the actuarial
                                          profession.

                                          F: lnsurance of risks relating to
                                          ground transport may be carried
                                          out only by insurance firms
                                          established in the Communities.

                                          1: lnsurance of risks relating to
                                          CIF exports by residents in ltaly
                                          may be underwritten only by
                                          insurance firms established in the
                                          Communities.

 • Unlike foreign subsidiaries, branches established directty in a Member State by a non-Community financial institution a,e not, with certain limited exceptions, subject to prudential
   regulalions harmonized at Community level which enable such subsidiaries to benefit from enhanced facillties to set up new establlshmenls and to provide cross-brodef servioes
   throughout the Communities. Therefore, such branches receive an authorization to operate In the territory of am Membef State undel' conditions equivalent 10 those appied to
   domestic financial institutions of that Member State, and may be required to satisfy a number of speclfic prudential requlrements such as, In the case of banking and securities,
   separate capitalization and other solvency requlrements and reporting and publication of accounts requirement or, in the case of insurance, specific guarantee and deposit
   requirements, a separate capitalization, and the localization in the Member State concemed of the assets representing the technical reserves and at least one-third of the solvency
   margin. Mernber States may apply the restrictions indicated in this schedule only with regard to the difect establishment from a third country of a commercial presence or to the
   provision of cross-border services from a third country; consequently, a Member State may not apply these restrictions, including those conceming establishment, 10 third country
   subsidiaries established in other Mernber States of the Communities, unless these restrictions can also be applied to companies or nationals of other Member States in confornity
   with Community law.

BGBl. 1994, Seite 1546 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1546
1546                                         Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Modes of supply:    1) Cross-border supply            2) Consumption abroad          3) Commercial presence      4) Presence of natural pereons

Sect« or sobsect«                  Umitatlons on malket access                Umilations on national treatment    Additional commilmentB

                             1: Transport insurance of goods,
                             insurance of vehicles as such and
                             liability insurance regarding risks
                             located in ltaly may be
                             underwritten only by insurance
                             companies established in ltaly or
                             companies having their head
                             office in the EC. This reservation
                             does not apply for international
                             transport involving imports into
                             ltaly.

                             P: Air and maritime transport
                             insurance, covering goods,
                             aircraft, full and liability can be
                             underwritten only by firms
                             established in the EC; only
                             persons or companies established
                             in the EC may act as
                             intermediaries for such insurance
                             business in Portugal.

                         2) OK: Compulsory air transport                 2) None
                            insurance can be underwritten
                            only by firms established in the
                            Community.

                             OK: No persons or companies
                             (including insurance companies)
                             may for business purposes in
                             Denmark assist in effecting direct ,
                             insurance for persons resident in
                             Oenmark, for Oanish ships or for
                             property in Denmark, other than
                             Oanish companies, foreign
                             companies registered in Denmark,
                             or foreign insurance companies
                             subject to the Oanish Act on the
                             provision of insurance services
                             within direct non-life insurance
                             (implementing the EC second
                             non-life lnsurance Oirective). The
                             Minister of lndustry may lay down
                             rules providing otherwise.

                             D: Compulsory air insurance
                             policies can be underwritten only
                             by a subsidiary established in the
                             Community or by a branch
                             established in Germany.

                             0: lf a foreign insurance company
                             has established a branch in
                             Germany, it may conclude
                             insurance contracts in Germany
                             relating to international transport
                             only through the branch
                             established in Germany.

                             F: lnsurance of risks relating to
                             ground transport may be carried
                             out only by insurance firms
                             established in the Community.

                             1: lnsurance of risks relating to
                             CIF exports by residents in ltaly
                             may be underwritten only by
                             insurance firms etablished in the
                             Communities.

BGBl. 1994, Seite 1547 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1547

Modes of supply:      1) Cross-border supply            2) Consumption abn>ad            3) Commercial presence       4) Presence of natural pe,sons

Seetor or aubsector                  Umitations on market access                 l.imitations on national treatment    Additional commitments

                               1: Transport insurance of goods,
                               insurance of vehicles as such and
                               liability insurance regarding risks
                               located in ltaly may be
                               underwritten only by insurance
                               companies established in ttaly or
                               companies having their head
                               office in the EC. This reservation
                               does not apply for intemational
                               transport involving imports into
                               ltaly.

                               P: Air and maritime transpo,t
                               insurance, covering goods,
                               aircraft, hull and liability can be
                               underwritten only by firrns
                               established in the EC; only
                               persons or companies established
                               in the EC may act as
                               intermediaries for such insurance
                               business in Portugal.

                           3) GR, E, IRL: The right of                     3) E: The establishment of branches
                               establishment does not cover the               of insurance companies not
                               creation of representative offices             having their head office in a
                               or other permanent presence of                 Member State of the Communities
                               insurance companies, except                    is subject to the representative of
                               whre such offices are established              the branch having l'9C8ived the
                               as agencies, branches or head                  special authorization as referred
                               Offices.                                       under mode 4) (see next page).

                               E: Before establishing a branch
                               or agency in Spain to provide
                               certain classes of insurance, a
                               foreign insurer must have been
                               authorized to operate in the same
                               classes of insurance in its country
                               of origin for at least five years.

                               F: The establishment of branches
                               of insurance companies not
                               having their head office in a
                               Member State of the Community
                               is subject to a special
                               authorization for the
                               representative of the firm in
                               France.

                               1: Access to actuarial profession
                               through natural persons only.
                               Professional associations (no
                               incorporation) among natural
                               persons permited.

                               1: The authorization of the
                               establishment of branches of
                               insurance companies not having
                               their head off1ce in a Member
                               State of the Community is
                               ultimately subject to the
                               evaluation of supervisory
                               authorities.

                               P: Foreign companies may carry
                               out insurance intermediation in
                               Portugal only through a company
                               formed in accordance with the law
                               of a Community Member State.

                               P: In order to establish a branch
                               in Portugal, foreign insurance
                               companies need to demonstrate
                               prior operational experience of at
                               least five years.

BGBl. 1994, Seite 1548 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1548
1548                                           Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Modes of supply:      1) Cross-border supply             2) Consumption
Seetor or subsector                  Umitations on marl<et access

                           4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal section and subject
                              to the specific condition:

                               OK: The general agent of an
                               insurance branch shall be a
                               national of one of the Member
                               States of the Community. The
                               Ministry of lndustry may grand
                               exemption from this requirement.
                               Managers and the members of
                               the board of directors of a
                               company shall be a national of
                               one of the Member States of the
                               Community.

                               However, the Minister of lndustry
                               may grand excemption from this
                               requirement. Exemption is
                               granted on a non-cliscriminatory
                               basis.

                               GA: A majority of the Members of
                               the Board of Oirectors of a Greek
                               insurance company shall be
                               nationals of Greece or of one of
                               the Member States of the
                               Community.

8. Banking and other        1) B: Estabtishment in Befgium is
   Financial Services          required for the provision of
   (excluding insurance)       investment advisory services.

                                1: The offer and marketing of
                                services conceming the
                                distribution to the public, through
                                telecommunication or other
                                information means, of information
                                conceming prices, the volume of
                                transactions, the offer and
                                demand conditions relating to the
                                negotiation of securities dealt in
                                the Italien regulated market, or in
                                other recognized markets,
                                requires prior authorization by the
                                Stock Exchanges Commission
                                (Consob). This authorization may
                                not be granted if the authorities
                                determine that there is a risk that
                                the data provided may induce the
                                public to error.

                                1: An establishment (a securities
                                Investment company incorporated
                                in ltaly or a bank subsidiary or
                                branch) is needed in order to
                                provide investrnent research and
                                advice relating to securities
                                (dealing, issue, underwriting) and
                                asses management, securities
                                custody, and services regarding
                                mergers, acquisitions, corporate
                                restructuring, management buy-
                                outs and venture capitat
                                Collective asset management
                                (excluding UCITS) is extended to
                                banks, insurance companies,
                                securities investment companies
                                with their legal head office in the
                                EC_

                                1: Unbound for „promotori di
                                servizi finanziari" (financial
                                salesmen).

abroad             3) Commercial presence      4) Presence of natural persons
            Umitations on national treatment    Additional oommitments

    4) Unbound except as indicated in
         the horizontal section and subject
         to the following specific
         limitations:

         OK: The general agent of an
         insurance branch wiH need to
         have resided in Denmark for the
         last two years. The Ministry of
         Labour may grant exemption.

         E, 1: Residence requirement for
         actuarial profession.

         E: The representative of a branch
         of an insurance company which
         does not have its head office in a
         Member State of the Communities
         is subject to a special
         authorizatlon. The conditions to
         be met are related to the technical
         qualification and good standing of
         the person.

    1) None
BGBl. 1994, Seite 1549 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1549
Modes of supply:      1) Cross-border supply              2) Consumplion

Seetor or subsector                  Limitations on mar1<et access

                           2) D: lssues of securities
                              denominated in Oeutschmarks
                              can be head managed only by a
                              credit institution, subsidiary or
                              branch, established in Germany.

                               GA: Establishment is required for
                               the provision of custodial and
                               depository services involving the
                               administration of interest and
                               principal payments due on
                               securities issued in Greece.

                               1: An establishment (a securities
                               investment company incorporated
                               in ltaly or a bank subsidiary or
                               branch) is needed in order to
                               provide investment research and
                               advice relating to securities
                               (dealing, issue, underwriting) and
                               asset management, securities
                               custody, and services regarding
                               mergers, acquisitions, corporate
                               restructuring, management buy-
                               outs and venture capital.
                               Collective asset management
                               (excluding UCITS) is extended to
                               banks, insurance companies,
                               securities investment companies
                               with their legal head office in the
                               EC.

                               1: Residents in ltaly need
                               authorization to purchase or seit
                               abroad unrefined gold.

                               P: Open-ended investment funds
                               are required to invest 25 per cent
                               to their funds in Portuguese
                               Govemment founds. The ability of
                               residents in Portugal to carry out
                               the following operation abroad is
                               restricted:
                               - issue on a foreign market of
                                  domestic securities and
                                  neguliable instruments.

                               UK: Sterling issues, including
                               privately led issues, can be lead
                               managed only by a firm
                               established in the United
                               Kinigdom.

                           3) All Member States:
                              - The establishment of a
                                 specialized management
                                 company is required to perform
                                 the activities of management of
                                 unit trusts and investment
                                 companies (Articles 6 and 13 of
                                 UCITS Directive, 85/611/EEC).
                              - Only firms having their
                                 registered office in the
                                 Communities can act as
                                 depositories of the assets of
                                 investment funds (Articles 8.1
                                 and 15.1 of the UCITS
                                 Directive, 85/611/EEC).

abroad              3) Commercial presence      4) Presence of natural persons

            Limitations on national treatment    Additional commitments

    2) None

         F: In addition to French credit
         institutions, issues denominated in
         french francs may be lead
         managed only by French
         subsidiaries (under French law) of
         non-French banks which are
         authorized, based on sufficient
         means and commitments in Paris
         of the candidate French
         subsidiary of a non-French bank.
         These conditions apply to lead
         banks running the books. A non-
         French bank may be, without
         restrictions or requirement to
         establish, jointly-lead or co-lead
         manager of Eurofranc bond issue.
BGBl. 1994, Seite 1550 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1550
1550                                        Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Modes of supply:   1) Cross-border supply           2) Consumption abfoad             3) Comme«:ial presence      4) Presence of natural persons

                                                                               Umitations on national trealment    Additional COfMlilmenls

                            B: With certain exception (block                1: Aepresentative offices of
                            trading), financial instituions may             foreign intermediaries cannot
                            engage in securities trading only               carry out promotional activities in
                            through stock exchange firrns                   the area of investment in
                            incorporated in Belgium.                        securitieS.

                            OK: Non resident financial                      NL: Branches and subsidaries of
                            institutions may engage in                      non-EC banks need permission to
                            securities trading on the                       lead manage guilders-
                            Copenhagen Stock Exchange                       denominated paper.
                            only through subsidiaries
                            incorporated in Oenmark.

                            E: Financial institutions may
                            engage in securities trading in
                            securities listed in an offlCial stock
                            exchange or in the govemment
                            securities market only through
                            securities firrns incorporated in
                            Spain.

                            P: The establishment of non~EC
                            banks may be subject to an
                            economic needs test.

                             GA: Participation by non-EC
                             investors in the share capital of a
                             bank established in Greece is
                             limited in principle to 40 per cent.
                             For the estabfishment of a branch,
                             a minimum arnount of foreign
                             exchange must be imported,
                             converted into drachmas and kept
                             in Greece as long as a foreign
                             bank continues to operate in
                             Greece; this minimum amount is
                             equal to the minimum amount of
                             share capital required for the
                             establishment of a Greek bank.

                             GA: Financial institutions may
                             engage in securities trading only
                             through stock exchange firrns
                             incorporated in Greece.

                             IAL: The right of establishment
                             does not cover the stablishment of
                             representative offices of foreign
                             banks.

                             IAL: In the case of unit trusts and
                             collective investment schemes
                             constituted as variable capital
                             companies (other than
                             undertakings for collective
                             investment in transferable
                             securities, UCITS), the trustees or
                             depository, management
                             cornpany or investment cornpany
                             is required to be incorporated in
                             lreland or in another Member
                             State of the Community.

BGBl. 1994, Seite 1551 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1551

Modes of supply:                1) Cross-border supply               2) Consumption abroad                 3) Commercial presence                  4) Presence of natural peraons

Seetor or subeector                             Umitations on market access                        Umitatlons on national treatment                 Additional commitments

                                          1: A separate incorporation in
                                          lealy in the form of a securities
                                          company is required for firms
                                          other than thanks (lncluding
                                          foreign banks branches) in order
                                          to provide services related to
                                          securities dealing (including
                                          dealing for the own account or for
                                          the account of customers•, issue
                                          and distribution of securities,
                                          acceptance of sale and purchase
                                          orders, investment advice, asset
                                          and portfolio management, and
                                          raising finds from the public by
                                          means of activities which may
                                          also be promotionar and carried
                                          on in a place different from the
                                          legal head office or principal
                                          administrative establishment of
                                          the issuer, offerer or person
                                          marketing the investment).

                                          1: Clearing and settlement of
                                          securities may be conducted only
                                          by the official clearing system.

                                          1: The public offer of securities
                                          (as provided for under Art. 18 bis
                                          of Law 216/74) other than shares,
                                          debt securities (including
                                          convertible debt securities) can
                                          only be made by ltalian limited
                                          companies, foreign companies
                                          duly authorized, public bodies or
                                          companies belanging to local
                                          authorities whose assigned capital
                                          is not below 2 billion Liras.

                                          1: Centralized deposit, custocty
                                          and administration services for
                                          Govemment securities can be
                                          provided only by the Bank of ltaly,
                                          or by Monte Titoli SpA for shares,
                                          securities of a participating nature
                                          and other bonds traded in a ruled
                                          market.

                                          NL: Only companies incorporated
                                          according to the law and
                                          regulations of an EC Member
                                          State may become members of
                                          the Amsterdam Stock Exchance.

                                          P: The services of provision of
                                          venture capital, factoring,
                                          enterprise devetopment, pension
                                          and investment fund management
                                          and broker/dealer services may
                                          be provided only by companies
                                          incorporated in Portugal.

                                          UK: The following categories of
                                          financial institutions dealing in
                                          Govemment debt are required to
                                          be incorporated in the United
                                          Kingdom and be separately
                                          capitalized:




 • From 1 January 1993 foreign as wen as domestic banks may not provide securities dealing for its own account or for the account of customers; however, banks, including branches
   of foreign baoks, are aUowed to deal in Treasury bonds and State-backed securities.
•• Door-to-door selling.

BGBl. 1994, Seite 1552 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1552
1552                                           Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Modes of supply:      1) Cross-border supply           2) Consumption abroad              3) Commercial presence      4) Presence of natural persons

Seetor or subsector                                                               limitations on national treatment    Additional co,,.,,lib,116itt:5

                           -   gilt-edged market makers (or
                               GEMMs), which are primary
                               dealers in gilt-edged Govemment .
                               debt and through which the
                               Govemment operates in
                               executing Govemment debt
                               management policy;

                           -   discount houses which are
                               primary dealers for Treasury Bills
                               and other money market
                               instruments, and through which
                               the Govemment operates in
                               executing monetary policy;

                           -   stock exchange money brokers
                               (SEMBs), which act as
                               intermediaries between GEMMs
                               and lenders of gill-edged stock;
                               and

                           -   inter-dealer brokers (IDBs), which
                               act as intermediaries between
                               GEMMs.

                           4) Unbound except as indicated in              4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal section and subject             the horizontal section and subject
                              to the specific conditions:                    to the fotlowing specific
                                                                             limitations:

                                F: Societes d'investissement      a            1: Condition of residence for
                                capital fixe: condition of nationality         ,.promolori di servizi finanziarie"
                                for the president of the Board of              (financial saJesmen).
                                Oirectors, the Directors-General
                                and no less than two thirds of the
                                administrators, and also, when the
                                securities firm has a Supervisory
                                Board or Council, for the
                                members of such board or its
                                Director General, and no less than
                                two-thirds of the members of the
                                supervisory council.

                                GA: The majority of the members
                                of the Board of Directors of a bank
                                established in Greece must be
                                nationals of a Member State of
                                the EC and residing in Greece.

B. HEALTH SERVICES
   ANDSOCIAL
   SERVICES

A. Hospital Services        1) Unbound                                     1) Unbound
   (CPC 9311)
                            2) None                                       2) None

                            3) B: The member of beds and use               3) None
                               of heavy medical equipment is
                               limited on the basis of a health
                               plan. The needs test is in function
                               of the degree of specialization,
                               their capacity and equipment. The
                               criteria are fixed, arithmetical
                               rules or formulae designed to
                               calculate the needs in function of
                                                                                                                                                        .,
                               the population, age scale, death
                               rate and geographical spread.

                                F, 1, L: The number of beds
                                authorized is limited by a health
                                services plan established on the
                                basis of needs.

BGBl. 1994, Seite 1553 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1553

Modes of supply:                1) Cross-border supply               2) Consumption abroad             3) Commercial p,esence       4) Presenoe of natural persons

Seetor or subsectof                             Limitations on market acc:ess                  L.imitations on national treatment    Additional c:ommitrnents

                                         F, 1, L, P: Equipment of eavy
                                         material is limited by a health
                                         services plan established on the
                                         basis of needs.
                                         1: Private health and sanitary
                                         services need authorization by
                                         local health authorities. Criteria
                                         are based on a ratio in function of
                                         population.
                                         NL: Quantitative economic needs
                                         test fixed by a health plan allowing
                                         for a maximum number of beds
                                         related to the population of each
                                         health region.
                                         E: Prior authorization is required
                                         by the „Commnidades
                                         Aut6nomas„ based on an
                                         economic needs test taking into
                                         account the population and
                                         already existing health services in
                                         the given health regions.
                                      4) Unbound except as indicated in                 4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section and subject                the horizontal section
                                         to the fotlowing specific
                                         limitations:
                                         F: Access to management
                                         functions is subject to prior
                                         authorization. In granting the
                                         authorization conditions such as
                                         professional experience and skills,
                                         availibility of locaf managers and
                                         degree of specifization required,
                                         are taken into consideration.
                                         GA: Condition of nationality for
                                         public hospitals.

C. Social Services

    Convalescent and                  1) Unbound                                        1) None
    Rest Houses, Old
    Aeople ·s Hornes                  2) None                                           2) None

                                      3) F: Provision of services is                    3) None
                                         permitted by the competent
                                          authorities according to local
                                          needs.

                                      4) Unbound except as indicated in                 4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section and subject                the horizontal section
                                         to the following specific
                                         limitations:

                                          F: Access to management
                                          function is subject to prior
                                          authorization. In granting the
                                          authorization conditions such as
                                          professioinal experience and
                                          skills, avaßiblity of k>cat rnanagers
                                          and degree of specilization
                                          required, are taken into
                                          consideration.

9. TOUAISME AND
   TAAVEL AELATED
   SERVICES

A. Hotels,                            1) Unbound* exceptfor catering:                   1) Unbound* except for catering:
   Restaurants and                        none                                               none
   Catering
   (CPC 641, 642, 643)                2) None                                           2) None
   (excluding catering in
   transport services
   sector)

• A commitment on this mode of delivery is not feasible.

BGBl. 1994, Seite 1554 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1554
1554                                           Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Modes of supply:      1) Cross-border supply             2) Consumption

Seetor or subsector                  Limitation& on market aocess

                           3) E, GA, P: Authorization can be
                              denied in order to protect areas of
                              particular historie and artistic
                              interest.

                               1: Local economic needs test on
                               opening of new bars, cafes and
                               restaurants; authorization can be
                               denied in order to protect areas of
                               particular historic and artistic
                               interest.

                           4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal section and subject
                              to the following specific
                              limitations:

                               F: Cafes and bars: condition of
                               nationality.

B. Travel Agencies         1) None
   and Tour
   Operators               2) None
   Services
   (including tour         3) B: Authorization for non-EC
   managers)                   incorporated companies to act as
   (CPC 7471)                  travel agencies is possibfe onfy if
                               the company has a permanent
                               base in Belgium (siege
                               d'operations permanent) and if
                               the person directing the daily
                               operations (of the person asking
                               for the authorization) is an EC
                               national.

                               P: Aequirement of constitutiori of
                               a connercial company having its
                               corporate base in Portugal.

                               1: Economic needs test.

                           4) Unbound except as indicated in
                              the horizontal section and subject
                              to the following specific
                              limitations:

                               GA: Access limited to two
                               persons per entity.

                           1) 1, P: Unbound.
C. Tourist Guides
    Services               2) None
    (CPC 7472)
                           3) None

                           4) Unbound except as indicated in
                               the horizontal section and subject
                               to the following specific
                               limitations:

                               E, 1: The right to exercise the
                               profession is reserved for the local
                               organizations of tourist guides.

                               GA, E, F, 1, P: Access to the
                               activity is subject to condition of
                               nationality.

abroad            3) Commercial l)f'esence    4) Presence of natural persons

          Limitations on national treatment    Additional commltments

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

                                                                               ,
BGBl. 1994, Seite 1555 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1555
Modes of supply:         1) Cross-border supply              2) Consumption

Seetor or subsector                     Limitations on mar1<et access

10. RECREATIONAL,
    CULTURAL AND
    SPORTING
    SERVICES
    (other than Audio-
    visual Services)
                               1) Unbound
A. Entertainment
   Services                   2) None
   (including Theatre,
   Live Bands and Circus      3) None
   Services)
   (CPC 9619)

                              4) Unbound except as indicated in
                                 the horizontal section and subject
                                 to the following specific
                                 limitations:

                                  F: Access to management
                                  functions is subject to
                                  authorization by the competent
                                  authorities. Condition of
                                  nationality for managers of
                                  entertainment enterprise if
                                  authorization for more than two
                                  years is required.

                                  1: Economic needs test.

                              1) None
B. News and Press
   Agency Services            2) None
   (CPC 962)
                              3) F: Foreign participation in
                                 companies publishing publications
                                 in the French language may not
                                 exceed 20 per cent of the capital
                                 or of voting rights in the company.
                                 Press agencies: unbound.

                                  1: Special anti-concentration rules
                                  operate in the daily press and
                                  broadcasting sectors, specific
                                  limits are fixed to multimedia
                                  ownership. Foreign companies
                                  may not control publishing or
                                  broadcasting companies: foreign
                                  equity participation limited to 49
                                  per cent.

                                  P: Foreign participation, whether
                                  by natural or juridical persons, in
                                  the capital of publishing
                                  companies, including
                                  newspapers, is limited to 1o per
                                  cent, without voting rights. News
                                  companies, incorporated in
                                  Portugal in juridical form of
                                  "Sociedade An6nima", must have
                                  the social capital in the form of
                                  nominal stock.

                              4) Unbound except as indicated in
                                 the horizontal section and subject
                                 to the following specific
                                 limitations.

                                  P: Nationality requirement for
                                  administrators and managers.

abroad            3) Commercial presence      4) Presence of natural persons

          Limitations on national treatment    Additional commitments

    1) Unbound.

    2) None

    3) F, 1: Unbound for subsidies and
       any other forms of direct and
       indirect support.

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section
BGBl. 1994, Seite 1556 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1556
1556                                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Modes of supply:              1) Cross-bordef' supply            2) Consumption

Seetor or subsector                           Umitations on market access

D. Sporting and                     1) None
    Other
    Recreational                    2) None
    Services other
    than Gambling                   3) None
    and Setting
    Services                        4) Unbound except as indicated in
    (CPC 9641, 96491)                    the horizontal section and subject
                                         to the fotlowing specific
                                         limitations:

                                    1: Economic needs test.

11. TRANSPORT
    SERVICES

C. Air Transport
   Services

d) Maintenance and                  1) Unbound*
   Repair of Aircraft and
   parts thereof                    2) None

                                    3) None

                                    4) Unbound except as indicated in
                                       the horizontal section

    Sales and Marketing              1) None

                                    2) None

                                    3) None

                                    4) Unbound except as indicated in
                                       the horizontal section

    Computer                         1) None
    Reservations
    System

                                     2) None

                                     3) None

                                     4) Unbound except as indicated in
                                        the horizontal section

E. Rail Transport
   Services

d) Maintenance and                   1) Unbound**
   Repair of Rail
   Transport Equipment               2) None
   (CPC 8868)
                                     3) None

                                     4) Unbound except as indicated in

 • A commitment on this mode of delivery is not feasible.
.. A commitment on this mode of delivery is not feasible.

abroad            3) Commercial presence      4) Presence of natural persons

          Limitations on national treatment    Additional commitments

    1) None

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) Unbound*

    2) None

    3) None

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section.

    1) For distribution throug CRS of air
       transport services provided by
       CRS parent carrier: unbound.

    2) None

    3) For distribution through CRS of air
       transport services provided by
       CRS parent carrier: unbound.

    4) Unbound except as indicated in
       the horizontal section

    1) For obligations of parent or
       participating carriers in respect of
       a CRS controlled by an air carrier
       of one or more third countries:
       unbound.

    2) None

    3) For obligations of parent or
       participating carriers in respect of
       a CRS controlled by an air carrier
       of one or more third countries:
       unbound.

     4) Unbound except as indicated in
        the horizontal section

     1) Unbound**

     2) None

     3) None

     4) Unbound except as indicated in
BGBl. 1994, Seite 1557 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1557
Modes of supply:                1) Cross-border supply                2) Consumption abroad                 3) Commercial presenoe                  4) Presence of natural persons

Seetor or subsector                             Limitations on market access

F. Road Transport                     the horizontal section
   Services

a) Passenger
   Transportation                     1) Unbound
   (CPC 71213, 7122)
                                      2) None

                                      3) For transport within a Member
                                         State (cabotage), by a carrier
                                         established outside that Member
                                         State: unbound except for rental
                                         of non-scheduled services of
                                         buses with operator (71223*)
                                         where no limitation will apply as
                                         from 1996.

                                      -   For7122:
                                          E: Economic needs test.

                                      -   For 71221 (taxi services):
                                          All Member States: economic
                                          needs test**, plus.

                                          OK: Access for natural persons
                                          only, and local establishment
                                          requirement.

                                          1: Access for natural persons
                                          only.

                                      -   For 71222 (limousine services):

                                          OK: Access for natural persons
                                          only, and local etablishment
                                          requirement.

                                          1: Access for natural persons
                                          only, and economic needs trest.

                                          P: Economic needs test.

                                      -   For 71213 (Intercity bussing
                                          services):***

                                          1, E, IRL: Economic needs test.

                                          F: Unbound.

                                          OK: Economic needs test and
                                          residenc and citizenship
                                          requirement for the manager.

                                          P: Access through incorporation
                                          only.

                                      4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section and subject
                                         to the following specific
                                         limitations:

                                          OK: Citizenship requirement for
                                          managers.

                                          P: Nationality requirement for

  • lndicates that the service specified constitutes onty a part of the total range of
 •• Needs test based on the member of service suppliers in the local geographic area.

             Umitations on national treatment                    Additional commitments

     the horizontal section

     1) Unbound

     2) None

     3) Unbound for transport within a
        Member State (cabotage), by a
        carrier established outside that
        Member State.

     4) Unbound except as indicated in
        the horizontal section and subject
        to the following specific
        limitations:

         OK: Residence requirement for
         managers.

activities by the CPC concordance.
••• Where the supply of a service is subject to an economic needs test, this is essentiaNy based on existing public transport on the route concerned.
BGBl. 1994, Seite 1558 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1558
15&8                                                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
                                1) Cross~supply                       2) Consumption abroad                   3) Commercial preaence   4) Presence of natural persons

                                                limitalions on marlcet access

b) Freight Transportation                specialist personnel.
   (CPC 7123)                         1) Unbound

                                      2) None

                                      3) For transport within a Member
                                         State by a carrier established in
                                         another Member State: unbound.

                                          1: For transport within the country,
                                          licensing subject to an economic
                                          needs test.

                                          E: Unbound.

                                      4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section
d) Maintenance and
   Repair of Road                     1) None
   Transport Equipment
   (CPC6112)                          2) None

                                      3) None

                                      4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section
H. Services auxiliary
   to all modes of
   transport

b) Storage and                        1) Unbound*
   Warchouse Services
   (CPC 742)                          2) None
   (other than in ports)
                                      3) None

                                      4) Unbound except as indicated in
                                           the horizontal section

c) Freight Transport                  1) None
   Agency/Freight
   Forwarding Services                2) None
   (CPC 748)
                                      3) None

                                      4) Unbound except as indicated in
                                           the horizontal section

   Pre-Shipment                       1) None
   lnspection
   (CPC 749)**                        2) None

                                      3) None

                                      4) Unbound except as indicated in
                                         the horizontal section

1. Other Transport
   Services

   Land Transport,                     1) Unbound
   Provision of Combined
   Transport Service 1)               2) None
   None
                                       3) None, without prejudice to the
                                          limitations affecting any given
                                          mode of transport.

                                       4) Unbound except as indicated in
                                          the horizontal section

 • A commitment on this mode of delivefy is not feaslble.
•• lndicates that lhe services specffied consti1utes only a part of the total range

                                                    Additional co. 1111itme,"lls

          1) Unbound

         2) None

         3) Unbound for transport within a
            Member State by a carrier
            established in another Member
            State.

              E: Unbound.

         4) Unbound except as indicated in
            the horizontal section

          1) None

         2) None

         3) None

         4) Unbound except as indicated in
            the horizontal section

          1) Unbound*

          2) None

          3) None

          4) Unbound except as indicated in
             the horizontal section

          1) None

          2) None

          3) None

          4) Unbound except as indicated in
             the horizontal section

          1) None

          2) None

          3) None

          4) Unbound except as indicated in
             the horizontal section

          1) Unbound

          2) None

          3) None, without prejudice to the
             limitations affecting any given
             mode of transport.
          4) Unbound except as indicated in
             the horizontal section

of activities covered by the CPC c:oncot'dance.
BGBl. 1994, Seite 1559 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1559


                                                                                                                 Attachment A
                                                              GLOSSARY

                                      TERMS USED FOR INDIVIDUAL MEMBER STATES

France

SC                  Societe Civile
SCP                 Societe Civile professionelle
SEL                 Societe d ·exercise Liberal
SNC                 Societe en Nom Collectif
scs                 Societe en Commandite Simple
SAAL                         a
                    Societe Responsabilite Limitee
SCA                 Societe en Commandite par Actions
SA                  Societe Anonyme

N.B.                Toutes ces societes sont dotees de 1a personnalite morale

Germany

GmbH & Co KG        Kommanditgesellschaft, bei der der persönlich haftende Gesellschafter eine GmbH (a stock company with limited
                    responsiblity) ist.

EWTV                Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung (European Economic lnterest Grouping)

ltaly

SPA                 Societa per Azioni (joint stock company)
SRL                 Societa a Responsabilita Limitata (company with limited responsibility)

For ltaly the following professional services are covered in the EC offer:

Ragionieri-periti commerciali    Bookkeeping accounting-auditing
Commercialisti                   Bookkeeping-accounting-auditing
Geometri                         Surveyors
lngegneri                        Engineers
Architetti                       Architects
Geologi                          Geologists
Medici                           Doctors
Farmacisti                       Pharmacists
Psicologi                        Psychologists
Veterinari                       Veterinarians
Biologi                          Biologists
Chimici                          Chemists
Periti agrari                    Agricultural experts
Agronomi                         Agronomists
Arruari                          Actuarists

BGBl. 1994, Seite 1560 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1560
1560                                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
                        EUROPEAN COMMUNITIES AND THEIR MEMBER STATES
                                        Final List of Articte H (MFN) Exemptions

                                     European Communities
(This is authentic in English only)

and their member Statea -
                                          Final 11st of Article II (MFN) exemptions

Seetor or subsector          Description of measure
                           indicating its inconsistency
                                   withArticlell

Audiovisual              Redressive duties which
services                 may be imposed in order
- Distribution of        to respond to unfair
audiovisual works        pricing practices, by
                         certain third countries
                         distributors of audiovisual
                         works.

Audiovisual              Measures taken to
services                 prevent, correct or
                         counierbalance adverse,
                         unfair or unreasonable
                         conditions or actions
                         affecting EC audiovisual
                         services, products or
                         service providers, in
                         responseto
                         corresponding or
                         comparable actions
                         taken by other Members.

Audiovisual              Measures which define
Services                 works of European origin,
- Production and         in such a way as to
distribution of          extend national treatment
audiovisual works        to audiovisual works
through                  which meet certain
broadcasting or          linguistic and origin
other forms of           criteria regarding access
transmission to the      to broadcasting or similar
public                   forms of transmission.

Audiovisual              Measures based upen
Services                 goverment-to-goverment
- Production and         framework agreements,
distribution of eine-    and plurilateral
matographic works        agreements, on
and television           coproduction of
programmes               audiovisual works, which
                         confer National
                         Treatment to audiovisual
                         works covered by these
                         agreements, in particular
                         in relation to distribution
                         and access to funding.

    Countries to which the         lntended duration     ~ creating the need
      measure applies                                        for the exemplion

All Members                  Indefinite                 Unfair pricing practices
                                                        may cause serious
                                                        disruption to the
                                                        distribution of European
                                                        wortcs

All Members                  Indefinite                 Need to protect the
                             The need for exemption     European Communities
                             will tapse together with   and their Member States
                             corresponding exemption    from adverse, unfair or
                             from other Members         unreasonable unilateral
                                                        actions from other
                                                        Members

Parties to the Council of    Indefinite.                The measures aim,
Europe Convention on         Exemption needed, for      within the sector, to
Transfrontier Television     certain COlriries, onty    promote cultural values
or other European            until an economic          both within EC Member
countries with whom an       integration agreement is   States and with other
agreement may be             concluded or completed.    countries in Europe, as
concluded.                                              weit as achieving
                                                        linguistic policy
                                                        objectives

All countries with whom      Indefinite                 The aim of these
cultural cooperation may                                agreements is to promote
be desirable (agreements                                cuttural links between the
already exist, or are                                   countries concemed
being negotialed, with the
following countries:
Algeria, Angola,
Argentina, Australia,
Brazil, Burkina Faso,
canada, Cape Verde,
Chile, C6te d' lvoire,
Columbia, Cuba, Egypt,
Guinea Bissau, lndia,
Israel, Mali, Mexico,
Morocco, Mazambique,
New Zealand, Sao Tome
e Principe, Senegal,
States in Central,
Eastem and South-
Eastem Europe,
Switzerland, Tunisia,
Turkey, Venezuela).
BGBl. 1994, Seite 1561 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1561
                                      Nr. 40 -Tag der Ausgabe: Bonn. den 9. September 1994                                                    1561

Seetor or subsector         Description of measure
                          indicating its inconsistency
                                  withArticlell

Audiovisual             Measures granting the
Services                benefit or any support
- Production and        programmes (such as
distribution of         Action Plan for Advanced
television              Television Services,
programmes and          MEDIA or EURIMAGES)
cinematographic         to audiovisuaf works, and
works                   suppliers of such works,
                        meeting certain
                        European origin criteria.

Audiovisual -           Waiver of the
Distribution            requiremend in Spain to
services                obtain licences for the
                        distribution of dubbed
                        fifms of non-Community
                        origin, granted to films of
                        European origin which
                        are especialty
                        recommended for
                        chifdren ·s audiences.

Audiovisual             Foreign participa.tion in
services: television    companies in ltaly
and radio               excerding 49 % of the
broadcasting            capital and voting rights,
services                subject to a condition of
                        reciprocity.

Audiovisual             Measures taken in
services:               Oenmark that are
production and          adopted for the
distribution of cine-   impfementation of
matographic works       benefits in confomity with
and television          such support
programmes in           programmes as the
Nordic countries        NOADIC FILM and TV
                        FUND in Order to
                        enhance production and
                        distribution of audiovisual
                        works produced in Nordic
                        countries.

Road transport -        Provisions in existing or
passengerand            future agreements on
freight                 international road
                        haulage (including
                        combined transport -
                        road/rail) and passenger
                        transport, concluded
                        between the EC or their
                        Member States and third
                        countries, which:
                        - reserve or limit the
                           provision of a transport
                           service between the
                           contracting parties or
                           across the territory of
                           the contracting parties
                           to vehicfes registered in
                           each contracting party;
                        - provide for tax
                           exemption for such
                           vehicles.

                        Authorization for the
Road transport          estabHshment of a
services - Freight      commercial presence in
(CPC 7123)              Spain may be refased to
                        service suppliers, whose
                        country of origin does not
                        accond effective market
                        access to Spanish
                        service suppliers

    Countries to which the         lntended duration        Conditions creating the need
      measureappies                                             fof the exemption

European countries           Indefinite.                   These programmes aim
                             Exemption needed, for         at preserving and
                             certain countries, only       promoting the regional
                             until an economic             identity of countries
                             integration agreement in      within Europe which have
                             concfuded or compfeted.       fongstanding culturaf
                                                           links

Parties to the Council of    Indefinite.                   The measure aims at
Europe                       Exemption needed for          promoting European
                             certain countries. untif an   cuttural values and
                             economic integration          linguistic policy
                             agreement is conciuded        objectives toward the
                             or completed.                 youth.

AH countries                 Indefinite                    Need to ensure effective
                                                           market access and
                                                           equivalent treatment for
                                                           ltalian service suppliers.

Finland, Norway,             Indefinite                    Preservation and
Sweden, lceland                                            promotion of the regional
                                                           identity of the countries
                                                           concerned

Switzerland, States in       Indefinite                    The need for exemption
Central, Eastem and                                        is linked to the regional
South-Eastem Europe                                        characteristics of the
and all Members of the                                     crossborder provision of
Commonwealth of                                            road transport services
Independent States,
Albania, Turkey,
Lebanon, Israel, Syria,
Jordan, Egypt, Tunisia,
AJgeria, Morocco,
Cyprus, Malta, Iran,
Afghanistan, lraq, Kuwait

All countries                Indefinite                    Need to ensure effective
                                                           market access and
                                                           equivalent treatment for
                                                           Spanish service suppliers
BGBl. 1994, Seite 1562 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1562
1562                                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994,

Seetor or subsector       Description of measure             Countries to which the
                         indicating its inconsistency          measure applies
                                with Article II

CRS and sales and     Provision of Article 7 of          All countries where a
marketing of air      Regulation (EC) No.                CRS system vendor or a
transport services    2299/89, as amended by             parent air carrier is
                      Regulation (EC) No.                located.
                      3089/93, whereby the
                      obligations of CRS
                      system vendors or of
                      parent and participaling
                      air carriers shall not
                      apply where equivalent
                      treatrnent to that applied
                      under the Regulation is
                      not accorded in the
                      country of origin of the
                      parent carrier or of the
                      system vendor.

Internat waterways    Measures based upon               Switzerland, States in
transport             existing or future                Central, Eastern and
                      agreements on access to           South-Eastem Europa
                      Inland waterways (incl.           and all Members of the
                      agreements following the          Commonwealth of
                      Rhine-Main-Danube link),          Independent States.
                      whlch reserve traffic
                      rights for operators
                      based in the countries
                      concemed and meeting
                      nationality criteria
                      regarding ownership.

lntemal waterways     Regulations                        Switzertand
transport             implementing the
                      Mannheim Convention
                      on Rhine Shipping.

Rental/leasing        Chartering in of foreign           All countries
services without      ships by consumers
operators, relating   resident in Germany may
to ships              be subject to condition of
(CPC 83103).          reciprocity.
Rental of vessefs
with crew (CPC
7213, 7223).

Publishing             Foreign participation in          All countries
(Partof CPC            companies in ltaly
88442)                 exceecfing 49 o/o of the
                      ·capital and voting rights,
                       subject to a condition of
                       reciprocity.

Newsagency            Foreign participation in           All countries
Services              companies in France
(Part of CPC 962)     publlshing publications in
                      the French language
                      exceeding 20 o/o of the
                      capital or of voting rights
                      in the company, subject
                      to a condition of
                      reciprocity.

Press Agency          Market access in France.           Aß countries
Services              Subject to a condition of
(Part of CPC 962)     reciprocity.
Teil II

        lntended duration     Conditions creating the need
                                  for the exemption

  Indefinite                 The need for the
                             exemption results from
                             the insufficient
                             development of
                             multilaterally agreed
                             rules for the operation of
                             CRS.

  Indefinite.                To regulate transport
  Exemption needed, for      capacity on inland
  certain countries, only    waterways taking into
  until an economic          account geographic
  integration agreement is   specificity.
  concluded or compktted.

  Indefinite                 To regufate transport
                             capacity on infand
                             waterways taldng into
                             account geographic
                             specificity.

  Indefinite                 Need to ensure effective
                             market access and
                             equivalent treatment for
                             German service
                             suppfiers.

  Indefinite                 Need to ensure effective
                             market access and
                             equivalent treatment for
                             ttanan service suppliers.

  Indefinite                 Need to ensure effective
                             rnarket access and
                             equivalent treatment for
                             French service suppliers.

  Indefinite                 Need to ensure effective
                             market access and
                             equivalent treatment for
                             French service supptiers.
BGBl. 1994, Seite 1563 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1563
Secior or subsec:tor              Description of menaure
                                indicating its inconsistency
                                        with Article II

Direct non-life              Measures based on a
insurance                    bilateral agreement
                             between the European
                             Communities and
                             Switzerland on direct
                             insurance other than life
                             insurance. This
                             agreement provides on a
                             reciprocal basis for
                             freedom of establishment
                             and the right to take up
                             or pursue non-life
                             insurance business for
                             agencies and branches
                             of undertakings whose
                             head office is situated in
                             the territory of the other
                             contracting party.

Financial services           Measure granting
                             favourable tax treatment
                             (off-shore regime) in ltaly
                             to service suppliers
                             trading with the countries
                             to which the measure
                             applies.

All sectors                 Measures taken in
                            Denmark aimed at
                            promoting Nordic
                            cooperation, such as:
                            - financial support to
                              R&D projects (the
                              Nordic lndustrial
                              Fund);
                            - funding of feasibility
                              studies for
                              international projects
                              (the Nordic Fund for
                              Project Exports);
                            - financial assistance to
                              companies* utilizing
                              environmental
                              technology (the Nordic
                              Environment Finance
                              Corporation).

All sectors                  Authorization for
                             purchase of real estate in
                             ltaly by foreign natural
                             persons and juridical
                             persons granted on the
                             basis of reciprocity.

All sectors                  Waiver of nationality
                             requirements for the
                             exercise, in Portugal, of
                             certain activities and
                             professions by natural
                             persons supplying
                             services from the
                             designated countries

All sectors                 Facilitation of access
                            procedures in France for
                            the exercise of certain
                            services activities and
                            professions by natural
                            and legal persons of
                            certain third countries

     Countries to which the            lntended duration    Conditions creating the need
       measure applies                                           for the exemption

Switzerfand                      Indefinite                Need to remove
                                                           obstacles to the taking up
                                                           and pursuil of non-life
                                                           insurance business in the
                                                           framewor1< of an
                                                           agreement between the
                                                           European Communities
                                                           and Switzerfand on non-
                                                           life insurance consistent
                                                           with the provision of
                                                           paragraph 3 of the Annex
                                                           of Financial Sercices

States in Central,               10 years                  The need to aid the
Eastem and South-                                          countries concemed in
Eastem Europe, and all                                     their transition to a
Members of the                                             market economy.
Commonwealth of
Independent States

Sweden, Finland, lceland         Indefinite                To maintain and develop
and Norway                                                 Nordic cooperation.

All countries                    Indefinite                The reciprocity
                                                           requirement is put in
                                                           place to ensure
                                                           equivalent treatment for
                                                           ltalians in other
                                                           countries.

Countries of Portuguese          Indefinite
official language (Angola,                                 This measure reflects
Brazil, Cape Verde,                                        historical links between
Guinea-Bissau,                                             Portugalandthese
Mozambique and Sao                                         countries.
Tome & Principe)

Francophone African              10 years
countries, Algeria,                                        This measure reflects
Switzerland and                                            historical links between
Romania                                                    France and these
                                                           countries.
• Applies to East European companies, which are cooperating with one or more Nordic companies.
BGBl. 1994, Seite 1564 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1564
1564                                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Seetor or subseclor        Description of measure           Countries to which the
                         indicating its inconsistency         measure applies
                                with Article II

All sectors             For citizens of                  Countries members of
                        Commonwealth countries           the British
                      · with a grandparent bom           Commonwealth of
                        in the UK, the UK waives         Nations
                        the requirement for a
                        work permit in all
                        services sectors

All sectors            Measures based on                 Switzerland
                       bilateral agreements
                       between the European
                       Communities and/or their
                       Member States and
                       Switzerland with the
                       objective of providing for
                       the movement of all
                       categories of natural
                       persons supplying
                       services

All sectors            Measures based on                San Marino, Monaco,
                       existing or future bilateral     Andorra, Vatican City
                       agreements between the           State.
                       European Communities
                       and certain Member
                       States and the countries
                       and principalities
                       concemed, providing for:
                       a) the right of
                          establishment for
                          juridical and natural
                          persons and;
                       b) waiving the
                          requirements of work
                          permits for natural
                          persons supplying
                          services.

All sectors            Measures based upon              States in Central Eastem
                       bilateral agreements             and South-Eastem
                       between ltaly and third          Europe and in the
                       countries guaranteeing           Mediterranean Basin.
                       work permits for
                       seasonal workers.

All sectors-           Measures based upon              States in Central,
principally            bilateral agreements             Eastem and South-
construction and       between Community                Eastem Europe,
hotel and catering     Member States and                including Russia,
                       European and                     Ukraine, Belarus and
                       Mediterranean countries          Georgia, and in the
                       guaranteeing work                Mediterranean Basin.
                       permits, for the purposes
                       of temporary contract
                       work, on the basis of
                       contracts between an
                       employer of the third
                       country concemed and a
                       company in the Member
                       State concemed, and
                       which permit limited
                       numbers of workers from
                       the countries concemed
                       to be employed certain
                       service sectors; the
                       membersnumbers
                       variation according to
                       criteria established in the
                       agreement.

      lntended duration     Conditions creating the need
                                 for the exemption

Indefinite                 This measure reflects-
                           historical links between
                           these countries and the
                           UK.

Indefinite                 The agreements reflect a
                           process of progressive
                           trade liberalisation
                           between the EC and its
                           regional trading partner.

Indefinite                 The geographical
                           situation and historical,
                           economic and cultural
                           links between the
                           Member States of the
                           European Communities
                           and the countries and
                           principalities concemed.

Indefinite                 Seasonal shortages of
                           workers and to ensure
                           the orderly movement of
                           seasonal workers.

Indefinite.                The agreements form
Exemption needed, for      part of a broader initiative
certain countries, only    to assist the countries
until an economic          concemed in their
integration agreement is   process of economic
concluded or completed.    transition and
                           development.
BGBl. 1994, Seite 1565 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1565




                      AGREEMENT ON TRADE-RELATED ASPECTS OF
                          INTELLECIDAL PROPERTY RIGHTS


    PART I        GENERAL PROVISIONS AND BASIC PRINCIPLES

    PARTil        STANDARDS CONCERNING THE AVAILABILITY, SCOPE AND USE OF
                  INTELLECTUAL PROPERTY RIGHTS

             1.   Copyright and Related Rights
             2.   Trademarks
             3.   Geographical lndications
          4.      lndustrial Designs
             s.   Patents
             6.   Layout-Designs (Topographies) of lntegrated Circuits
             7.   Protection of Undisclosed Information
             8.   Control of Anti-Competitive Practices in Contractual Licences

    PARTID        ENFORCEMENT OF INTELLECTUAL PROPERTY RIGHTS

             1.   General Obligations
          2.      Civil and Administrative Procedures and Remedies
             3.   Provisional Measures
         4.       Special Requirements Related to Border Measures
          5.      Criminal Procedures

    PART IV       ACQUISmON AND MAINTENANCE OF INTELLECTUAL PROPERTY RIGHTS
                  AND RELATED INIER-PARTES PROCEDURES

    PART V        DISPUTE PREVENTION AND SETTLEMENT

    PART VI       TRANSITlONAL ARRANGEMENTS

    PART VII      INSTITUTIONAL ARRANGEMENTS; FINAL PROVISIONS




5

BGBl. 1994, Seite 1566 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1566
                                                                                                   --~-----   ----




1566                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                       AGREEMENT ON TRADE-RELATED ASPECTS OF
                           INTELLECTUAL PROPERTY RIGHTS


 Members,

         Desiring to reduce distonions and impediments to international trade, and taking into account
 the need to promote effective and adequate protection of intellectual propeny rights, and to ensure
 that measures and procedures to enforce intellectual propeny rights do not themselves become barriers
 to legitimate trade;

         Recognizing, to this end, the need for new rules and disciplines conceming:

         (a)      the applicability of the basic principles of GAIT 1994 and of relevant international
                  intellectual property agreements or conventions;

         (b)      the provision of adequate standards and principles conceming the availability, scope
                  and use of trade-related intellectual propeny rights;

         (c)      the provision of effective and appropriate means for the enforcement of trade-related
                  intellectual property rights, taking into account differences in national legal systems;

         (d)      the provision of effective and expeditious procedures for the multilateral prevention
                  and settlement of disputes between govemments; and

         (e)      transitiona.l arrangements aiming at the füllest participation in the results of the
                  negotiations;

         Recognizing the need for a multilateral framework of principles, rules and disciplines dealing
 with international trade in counterfeit goods;

         Recognizing that intellectual propeny rights are private rights;

          Recognizing the underlying public policy objectives of national systems for the protection of
 intellectual propeny, including developmental and technological objectives;

          Recogniti.ng also the special needs of tbe least-developed countty Members i n ~ of maximum
 flexibility in the domestic implementation of laws and regulations in order to enable them to create
 a sound and viable technological base;

          Emphasizing the imponance of reducing tensions by reaching strengthened commitments to
  resolve disputes on trade-related intellectual property issues through multilateral procedures;

           Desiring to establish a mutually supponive relationship between the WTO and the World
  lntellectual Propeny Organization (referred to in this Agreement as "WIPO") as weil as other relevant
  international organizations;

          Hereby agree as follows:

BGBl. 1994, Seite 1567 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1567

                                                        PART I

                           GENERAL PROVISIONS AND BASIC PRINCIPLES


                                                        A.rticle 1

                                         Nature and Scope of Obligations

1.       Members shall give effect to the provisions of this Agreement. ~embers may, but shall not
be obliged to, implement in their law more extensive protection than is required by this Agreement,
provided that such protection does not contravene the provisions of this Agreement.. Members shall
be free to determine the appropriate method of implementing the provisions of this Agreement within
their own legal system and practice.

2.       For the purposes of this Agreement, the term "intellectual property" refers to all categories
of intellectual property that are the subject of Sections 1 through 7 of Part ll.

3.       Members shall accord the treatment provided for in this Agreement to the nationals of other
Members. 1 In respect of the relevant intellectual propeny right, the nationals of other Members shall
be understood as those natural or legal persons that would meet the criteria for eligibility for protection
provided for in the Paris Convention (1967), the Beme Convention (1971), the Rome Convention and
the Treaty on Intellectual.Propeny in Respect of Integrated Circuits, were all Members of the WTO
members of those conventions. 2 Any Member availing itself of the possibilities provided in paragraph 3
of Article 5 or paragraph 2 of Article 6 of the Rome Convention shall make a notification as foreseen
in those provisions to the Council for Trade-Related Aspects of lntellectual Propeny Rights (the "Council
for TRIPS").


                                                       Article 2

                                        lntellectual Property Conventions

1.     In respect of Parts ll, m and IV of this Agreement, Members shall comply with Articles 1
through 12, and Article 19, of the Paris Convention (1967).

2.      Nothing in Pans I to IV of this Agreement sball derogate from existing obligations that Members
may have to each other under the Paris Convention, the Beme Convention, the Rome Convention and
the Treaty on lntellectual Property in Respect of lntegrated Circuits.




   1
    When ·nanonats· are referrecl to in tbis Agreemen~ tbey shall be deemed. in die case of a separate customs tenitory
Member of die WTO, to mean persons, natural or legal. wbo are domiciled or who bave a real and effective industrial or
commercial establishment in tbat customs cerritory.

    21n tbis Agreement. •Pans Convention• refers to die Paris Convention for the Protection oflndustrial Propeny; ·Paris
Convention (1967) • refers to the Stockholm Act of tbis Convention of 14 July 1967. •eeme Convention • refers to the Beme
Convention for tbe Protection of Lirerary and Artistic Worts; •Berne Convention (1970- refers to the Paris Act of this
Convention of 24 July 1971. •Rome Convention • refers to tbe Jmemational Convention for die Procection of Perfonners.
Producers of Pbonograms and Broadcasting Organizations. adopted at Rome on 26 October 1961. •Treaty on lntellectual
Propeny in Respect oflntegrated Circuus· (IPIC Treaty) refers to the Treaty on Intellectual Propeny in Respect oflntegrated
Circuits, adopted at Washingt.On on 26 May 1989. ·WTo Agreement· refers to the Agreement Establishing the WTO.

BGBl. 1994, Seite 1568 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1568
1568                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                           Articlt 3

                                                    National Treatment

 1.       Each Member shall accord to the nationals of other Members treatment no less favourable than
 that it accords to its own nationals with regard to the protection3 of intellectual propeny, subject to
 the exceptions already provided in, respectively, the Paris Convention (1967), the Beme
 Convention ( 1971), the Rome Convention or the Treaty on lntellectual Property in Respect of lntegrated
 Circuits. In respect of performers, producers of phonograms and broadcasting organizations, this
 obligation only applies in respect of the rights provided under this Agreement. Any Member availing
 itself of the possibilities provided in Article 6 of the Beme Convention ( 1971) or paragraph 1(b) of
 Article 16 of the Rome Convention shall make a notification as foreseen in those provisions to the
 Council for TRIPS.

 2.       Members may avail themselves of the exceptions pennitted under paragraph 1 in relation to
 judicial and administrative procedures, including the designation of an address for service or the
 appoinnnent of an agent within the jurisdiction of a Member, only where such exceptions are necessary
 to secure compliance with laws and regulations which are not inconsistent with the provisions of this
 Agreement and where such practices are not applied in a manner which would constitute a disguised
 restriction on trade.


                                                           Article 4

                                           Most-Favoured-Nation Treatment

        With regard to the protection of intellectual propeny, any advantage, favour, privilege or
 immunity granted by a Member to the nationals of any other country shall be accorded immediately
 and unconditionally to the nationals of all other Members. Exempted from this obligation are any
 advantage, favour, privilege or immunity accorded by a Member:

           (a)       deriving from international agreements on judicial assistance or law enforcement of
                     a general nature and not particularly confined to the protection of intellectual property;

           (b)       granted in accordance with the provisions of the Berne Convention ( 1971) or the Rome
                     Convention authorizing that the treatment accorded be a function not of national
                     treatment but of the treatment accorded in anothcr country;

           (c)       in respect of the rights of performers, producers of phonograms and broadcasting
                     organizations not provided under tbis Agreement;

           (d)       deriving from international agreements related to thc protection of intellectual property
                     which entered into force prior to the cntry into force of the WTO Agreement, provided
                     that such agreemcnts are notified to the Council for TRIPS and do not constitute an
                     arbitrary or unjustifiable discrimination against nationals of other Members.




      3
       For the purposes of Anicles 3 and 4, •protection• shall include matters affecting tbe availability, acquisition, scope,
  rnaintenance and enforcement of intellectual propeny rights as weU as tbose matters affecting die use of intellectual propeny
  rights specificaJJy addressed in this Agreement.

BGBl. 1994, Seite 1569 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1569

                                               Article 5

                              Mul.tilateral Agreements on Acquisition or
                                       Maintenance of Proteaion

         The obligations under Anicles 3 and 4 do not apply to procedures provided in multilateral
agreements concluded under tbe auspices of WIPO relating to the acquisition or maintenance of
intellectual propeny rights.


                                               Article 6

                                              Exhaustion

         For the purposes of dispute settlement under this Agreement, subject to the provisions of
Anicles 3 and 4 nothing in this Agreement sball be used to address the issue of the exhaustion of
intellectual propeny rights.


                                               Article 7

                                               Objeaives

        The protection and enforcement of intellectual property rights sbould contribute to the promotion
of technological innovation and to the transfer and dissemination of technology, to the mutual advantage
of producers and users of technological knowledge and in a manner conducive to social and economic
welfare, and to a balance of rights and obligations.


                                               Anicle 8

                                               Princi.ples

1.       Members may, in fonnulating or amending their laws and regulations, adopt measures necessary
to protect public health and nutrition, and to promote the public interest in sectors of vital imponance
to their socio-economic anti technological development, provided that such measures are consistent
with the provisions of this Agreement.

2.      Appropriate measures, provided that they are consistent with theprovisions ofthis Agreement,
may be necded to prevent the abuse of intellectual property rights by right holders. or the reson to
practices which unreasonably restrain trade or adversely affect tbe international transfer of tecbnology.

BGBl. 1994, Seite 1570 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1570
1570                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                   PART II

                    STANDARDS CONCERNING THE AVAILABILITY, SCOPE
                       AND USE OF INTELLECTUAL PROPERTY RIGHTS


                        SECTION 1: COPYRIGHT AND RELATED RIGHTS


                                                   Anicle 9

                                     Relation to the Beme Convention

  1.      Members shall comply with Articles 1 through 21 of the Berne Convention (1971) and. the
  Appendix thereto. However, Members shall not bave rights or obligations Wider tbis Agreement in
  respect of the rights conferred under Article 6bis of tbat Convention or of the rights derived therefrom.

  2.      Copyright protection shall extend to expressions and not to ideas, procedures, methods of
  operation or mathematical concepts as such.


                                                  Anicle 10

                              Computer Programs and Compilations of Data

  1.      Computer programs, wbether in source or object code, sball be protected as literary works
  under the Beme Convention (1971).

  2.      Compilations of data or other material, whether in macbine readable or other form, which by
  reason of the selection or arrangement of their contents constitute intellectual creations shall be protected
  as such. Such protection, which shall not extend to the data or material itself, sball be without prejudice
 ·to any copyright subsisting in the data or material itself.




                                                Rental Rights

          In respect of at least computer programs and cinematographic works, a Member shall provide
  authors and their successors in title the right to authorize or to prohibit the commercial rental to the
  public of originals or copies of their copyright works. A Member sball be excepted from this obligation
  in respect of cinematographic works unless such rental bas led to widespread copying of such works
  which is materially impairing the exclusive right of reproduction conferred in that Member on authors
  and their successors in title. In respect of computer programs, this obligation does not apply to rentals
  where the program itself is not the essential object of the rental.


                                                  Anicle 12

                                              Term of Protection

          Whenever the tenn of protection of a work, other than a photographic work or a work of applied
  an, is calculated on a basis other than the life of a natural person, such tenn shall be no less than

BGBl. 1994, Seite 1571 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1571

50 years from the end of th~ calendar year of authorized publication, or, failing such authorized
publication within 50 years from the making of the work, 50 years from the end of the calendar year
of making.


                                                Anicle 13

                                       Limitations and Exceptions

         Members shall confine limitations or exceptions to exclusive rights to cenain special cases which
do not conflict with a normal exploitation of the work and do not umeasonably prejudice the legitimate
interests of the right holder.


                                                Anicle 14

                         Protection of Performers, Producers of Phonograms
                         (Sound Recordings) and Broadcasting Organ.izati.ons

1.       In respect of a fixation of their performance on a pbonogram, performers sball bave the
possibility of preventing tbe following acts wben undertaken without their autborization: tbe fixation
of their unfixed performance and tbe reproduction of such tixation. Performers sball also bave the
possibility of preventing the following acts when uooertaken witbout tbeir authoriz.ation: tbe broadcasting
by wireless means and the communication to tbe public of tbeir live perfonnance.

2.     Producers of phonograms sball enjoy tbe right to authorize or prohibit tbe direct or indirect
reproduction of tbeir phonograms.

3.      Broadcasting organiz.ations sball bave the right to prohibit the following acts when undenaken
without tbeir authorimion: the fixation, tbe reproduction of fixatiom, and tbe rebroadcasting by wireless
means of broadcasts, as well as the communication to tbe public of television broadcasts of tbe same.
Where Members do not grant such rights to broadcasting organiz.ations, they shall provide owners
of copyright in the subject matter of broadcasts with tbe possibility of preventing tbe above acts, subject
to the provisions of the Beme Convention (1971).

4.      The provisions of Article 11 in respect of computer programs sball apply mutatis mutandis
to producers of phonograms and any other right holders in phonograms as determined in a Member's
law. lf on 15 April 1994 a Member has in force a system of equitable remuneration of right holders
in respect of the rental of phonograms, it may maintain such system provided that the commercial rental
of phonograms is not giving rise to the material impairment of the exclusive rights of reproduction
of right holders.

5.      The tenn of the protection available under this Agreement to perfonners and producers of
phonograms shall last at least until the end of a period of 50 years computed from the end of the calendar
year in which the fixation was made or the performance took place. Tbe tenn of protection granted
pursuant to paragraph 3 shall last for at least 20 years from the end of the calendar year in which the
broadcast took place.

6.       Any Member may, in relation to the rights conferred under paragraphs 1, 2 and 3, provide
for conditions, limitations, exceptions and reservations to tbe extent permitted by the Rome Convention.
However, tbe provisions of Article 18 ofthe Beme Convention (1971) shall also apply, mutatis mutandis,
to the rights of perfonners and producers of phonograms in phonograms.

BGBl. 1994, Seite 1572 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1572
1572                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                     SECTION 2: TRADEMARKS


                                                 Article 15

                                        Protectable Subject Matter

  1.      Any sign, or any combination of signs, capable of distinguishing the goods or services of one
  undertaking from those of other undertakings, sball be capable of constituting a trademark. Such signs,
  in panicular words including personal names, letters, numerals, figurative elements and combinations
  of colours as well as any combination of such signs, sball be eligible for registration as trademarks.
  Where signs are not inherently capable of distinguishing the relevant goods or services, Members rriay
  make registrability depend on distinctiveness acquired tbrough use. Members may require, as a condition
  of registration, that signs be visually perceptible.

  2.     Paragraph 1 sball not be understood to prevent a Member from denying registration of a
  trademark on other grounds, provided that they do not derogate from the provisions of the Paris
  Convention (1967).

  3.      Members may make registrability depend on use. However, actual use of a trademark shall
  not be a condition for filing an application for registration. An application shall not be refused solely
  on the ground that intended use has not taken place before the expiry of a period of three years from
  the date of application.

  4.      The nature of the goods or services to which a trademark is to be applied shall in no case form
  an obstacle to registration of tbe trademark.

  5.       Members shall publish eacb ·trademark either before it is registered or promptly after it is
  registered and shall afford a reasonable opponunity for petitions to cancel the registration. In addition,
  Members may afford an opportunity for the registration of a trademark tobe opposed.


                                                 Article 16

                                             Rights Conferred

  1.       The owner of a registered trademark shall bave the exclusive rigbt to prevent all third parties
  not having the owner's consent from using in the course of trade identical or similar signs for goods
  or services which are identical or similar to those in respect of which the trademark is registered where
  such use would result in a likelihood of confusion. In case of the use of an identical sign for identical
  goods or services, a likelihood of confusion sball be presumed. The rights described above shall not
  prejudice any existing prior rights, nor sball they affect the possibility of Members making rights
  available on the basis of use.

  2.      Anicle 6bis of the Paris Convention (1967) sball apply, mutatis mutandis, to services. In
  detennining whether a trademark is well-known, Members shall take account of the knowledge of the
  trademark in the relevant sector of the public, including knowledge in the Member con~emed which
  has been obtained as a result of the promotion of the trademark.

  3.     Anicle 6bis of the Paris Convention ( 1967) shall apply, mutatis mutandis, to goods or services
  which are not similar to those in respect of which a trademark is registered, provided that use of that
  trademark in relation to those goods or services would indicate a connection between those goods or

BGBl. 1994, Seite 1573 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1573

services and the owner of the ,registered trademark and provided that the interests of the owner of the
registered trademark are likely tobe damaged by such use.


                                               Article 17

                                              Exceptions

        Members may provide limited exceptions to the rights conferred by a trademark, such as fair
use of descriptive terms, provided ·that such exceptions take account of the legitimate interests of the
owner of the trademark and of third parties.


                                               Article 18

                                          Term of Protection

        Initial registration, and each renewal of registration, of a trademark shall be for a tenn of no
less than seven years. The registration of a trademark shall be renewable indefinitely.



                                               Article 19

                                         Requirement of Use

1.       If use is required to maintain a registration, the registration may be cancelled only after an
uninterrupted period of at least three years of non-use, unless valid reasons based on the existence
of obstacles to such use are shown by the trademark owner. Circumstances arising independently of
the will of the owner of the trademark which constitute an obstacle to the use of the trademark, such
as impon restrictions on or other govemment requirements for goods or services protected by the
trademark, shall be recognized as valid reasons for non-use.

2.      When subject to the control of its owner, use of a. trademark by another person shall be
recognized as use of the trademark for the purpose of maintaining the registration.


                                               Article 20

                                          Other Requirements

          The use of a trademark in the course of trade shall not be unjustifiably encwnbered by special
requirements, such as use with another trademark, use in a special form or use in a manner detrimental
to its capability to distinguish the goods or services of one undenaking from those of other undenakings.
This will not preclude a requirement prescribing the use of the trademark identifying the undertaking
producing the goods or services along with, but without linking it to, the trademark distinguishing
the specific goods or services in question of that undenaking.

BGBl. 1994, Seite 1574 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1574
1574                                Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                  Article 21

                                         Licensing and Assignment

           Members may determine conditions on the licensing and assignment of trademarks, it being
  understood that the compulsory licensing of trademarks sball not be permitted and that the owner of
  a registered trademark shall have the right to assign the trademark with or without the transfer of the
  business to which the trademark belongs.


                            SECTION 3: GEOGRAPlßCAL INDICATIONS


                                                  Article 22

                                  Proteaion of Geographical lndications

  1.      Geographical indications are, for the purposes of this Agreement, indications which identify
  a good as originating in the territory of a Member, or a region or locality in that territory, where a
  given quality, reputation or other characteristic of the good is essentially attributable to its geographical
  origin.

  2.       In respect of geographical indications, Members shall provide the legal means for interested
  parties to prevent:

          (a)      the use of any means in the designation or presentation of a good that indicates or
                   suggests that the good in question originales in a geographical area other than the true
                   place of origin in a manner which misleads the public as to the geographical origin
                   of the good;

          (b)      any use which constitutes an act of unfair competition within the meaning of
                   Anicle lObis of the Paris Convention (1967).

  3.      A Member sball, ex officio if its legislation so permits or at the request of an interested party,
  refuse or invalidate the registration of atrademark which contains or consists of a geographical indication
  with respect to goods not originating in the territory indicated, if use of the indication in the trademark
  for such goods in that Member is of such a nature as to mislead the public as to the true place of origin.

  4.      The protection under paragraphs 1, 2 and 3 shall be applicable against a geographical indication
  which, although literally true as to the territory, region or locality in which the goods originate, falsely
  represents to the public that the goods originale in another territory.




                                                                                                                  .,

BGBl. 1994, Seite 1575 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1575

                                                      Anicle 23

                             Addi.tional Protection for Geographical lrulications
                                             for Wines and Spirits

1.       E.ach Member shall provide the legal means for interested parties to prevent use of a geographical
indication identifying wines for wines not originating in the place indicated by the geographical indication
in question or identifying spirits for spirits not originating in the place indicated by the geographical
indication in question, even where the true origin of the goods is indicated or the geographical indication
is used in translation or accompanied by expressions such as "kind", "type", "style", "imitation" or
the like. 4

2.       The registration of a trademark for wines which contains or consists of a geographical indication
identifying wines or for spirits which contains or consists of a geographical indication identifying spirits
shall be refused or invalidated, ex offido if a Member's legislation so pennits or at the request of an
interested party, with respect to such wines or spirits not having this origin.

3.       In the case of homonymous geographical indications for wines, protection shall be accorded
to each indication, subject to the provisions of paragraph 4 of Article 22. Each Member shall determine
the practical conditions under which the homonymous indications in question will be differentiated
from each other, taking into account the need to ensure equitable treannent of the producers concemed
and that consumers are not misled.

4.        In order to facilitate the protection of geographical indications for wines, negotiations shall
be undertaken in the Council for TRIPS concerning the establishment of a multilateral system of
notification and registration of geographical inclications for wines eligible for protection in those Members
participating in the system.


                                                      Anicle 24

                                     International Negotiations; Exceptions

1.       Members agree to enter into negotiations aimed at increasing the protection of individual
geographical indications under Article 23. The provisions of paragraphs 4 through 8 below shall not
be used by a Member to refuse to conduct negotiations or to conclude bilateral or multila1eral agreements.
In the context of such negotiations, Members shall be willing to consider the continued applicability
of these provisions to individual geographical indications whose use was the subject of such negotiations.

2.        The Council for TRIPS shall keep under review the application of the provisions of this Section;
the first such review shall take place within two years of the entry into force of the WTO Agreement.
Any matter affecting the compliance with the obligations under these provisions may be drawn to the
attention of the Council, which, at the request of a Member, shall consult with any Member or Members
in respect of such matter in respect of which it has not been possible to find a satisfactory solution
through bilateral or plurilateral consultations between the Members concemed. The Council shall take
such action as may be agreed to facilitate the operation and further the objectives of this Section.

3.       In implementing this Section, a Member shall not diminish the protection of geographical
indications that existed in that Member immediately prior to the date of entry into force of the WTO
Agreement.

    4
     Notwithstanding the first sentence of Anicle 42, Members may, with respect to these obligations, instead provide for
enforcement by administrative action.

BGBl. 1994, Seite 1576 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1576
1576                                Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  4.      Nothing in this Section shall require a Member to prevent continued and similar use of a
  panicular geographical indication of another Member identifying wines or spirits in connection with
  goods or services by any of its nationals or domiciliaries who bave used that geographical indication
  in a continuous manner with regard to the same or related goods or services in the tenitory of that
  Member either (a) for at least 10 years preceding 15 April 1994 or (b) in good faith preceding that
  date.

  5.     Where a trademark has been applied for or registered in good faith, or where rights to a
  trademark have been acquired through use in good faith either:

          (a)      before the date of application of these provisions in that Member as defmed in Part VI;
                   or

          (b)      before the geographical indication is protected in its country of origin;

  measures adopted to implement this Section shall not prejudice eligibility for or the validity of the
  registration of a trademark, or the right to use a trademark, on the basis that such a trademark is identical
  with, or similar to, a geographical indication.

  6.        Nothing in this Section shall require a Member to apply its provisiom in respect of a geographical
  indication of any other Member with respect to goods or services for whicb the relevant indication
  is identical with the tenn customary in common language as the common name for such goods or services
  in the tenitory of that Member. Nothing in this Section shall require a Member to apply its provisions
  in respect of a geographical indication of any other Member with respect to products of the vine for
  which the relevant indication is identical with the customary name of a grape variety existing in the
  territory of that Member as of the date of entry into force of the WTO Agreement.

  7.       A Member may provide that any request made under this Section in connection with the use
  or registration of a trademark must be presented within five years after the adverse use of the protected
  indication has become generally known in that Member or after the date of registration of the trademark
  in that Member provided that the trademark has been published by that date, if such date is earlier
  than the date on which the adverse use became generally known in that Member, provided that the
  geographical indication is not used or registered in bad faith.

  8.      The provisions of this Section shall in no way prejudice the right of any person to use, in the
  course oftrade, tbat person's name or the name ofthat person's predecessor in business, except where
  such name is used in such a manner as to mislead the public.

  9.      There shall be no obligation under this Agreement to protect geographical indications which
  are not or cease to be protected in their country of origin, or which have fallen into disuse in that
  country.


                                  SECTION 4: INDUSTRIAL DESIGNS


                                                  Article 25
                                                                                                                  .,
                                         Requirements for Protection

  1.      Members shall provide for the protection of independently created industrial designs that are
  new or original. Members may provide that designs are not new or original if they do not significantly

BGBl. 1994, Seite 1577 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1577
differ from known designs or combinations of known design features. Members may provide that
such protection shall not extend to designs dictated essentially by tecbnical or functional considerations.

2.      Each Member sball ensure that requirements for securing protection for textile designs, in
particular in regard to any cost, examination or publication, do not umeasonably impair the opponunity
to seek and obtain such protection. Members shall be free to meet this obligation through industrial
design law or through copyright law.


                                                      Anicle26

                                                     Protection

1.       The owner of a protected industrial design shall have the right to prevent third panies not having
the owner's consent from making, selling or importing articles bearing or embodying a design which
is a copy, or substantially a copy, of the protected design, when such acts are undenaken for commercial
purposes.

2.      Members may provide limited exceptions to the protection ofindustrial designs, provided that
such exceptions do not unreasonably conßict with the normal exploiwion of protected industrial designs
and do not unreasonably prejudice the legitimate interests of the owner of the protected design, taking
account of the legitimate interests of third parties.

3.       The duration of protection available shall amount to at least 10 years.


                                            SECTION 5: PATENTS


                                                     Anicle 27

                                            Patentable Subjea Matter

1.      Subject to the provisions of paragrapbs 2 and 3, patents shall be available for any inventions,
whether products or processes, in all fields of technology, provided that tbey are new, involve an
inventive step and are capable of industrial application. 5 Subject to paragraph 4 of Article 65,
paragraph 8 of Anicle 70 and paragraph 3 of this Anicle, patents shall be available and patent rights
enjoyable without discrimination as to the place of invention, tbe field of teclmology and wbether products
are imponed or locally produced.

2.      Members may exclude from patentability inventions, the prevention witbin their territory of
the commercial exploitation of which is necessary to protect ordre pubüc or morality, including to
protect human, anima1 or plant life or health or to avoid serious prejudice to the environment, provided
that such exclusion is not made merely because the exploitation is prohibited by their law.

3.       Members may also exclude from patentability:

         (a)       diagnostic, therapeutic and surgical methods for the treatment of humans or animals;




   5For the purposes of this Article. the tenns "inventive step" and "capable of indusuial application" may be deemed by
a Member to be synonymous with the terms "non-obvious" and "useful" respectively.

BGBl. 1994, Seite 1578 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1578
1578                                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

           (b)        plants and animals other than micro-organisms, and essentially biological processes
                      for the production of plants or animals other than non-biological and microbiological
                      processes. However, Members shall provide for the protection of plant varieties either
                      by patents or by an effective sui generis system or by any combination thereof. The
                      provisions of this subparagraph shall be reviewed four years after the date of entry
                      into force of the WTO Agreement.


                                                            Article 28

                                                       Rights Confe"ed

  1.       A patent shall confer on its owner the following exclusive rights:

           (a)        where the subject matter of a patent is a product, to prevent third parties not having
                      the owner's consent from the acts of: making, using, offering for sale, selling, or
                      imponing6 for these purposes tbat product;

           (b)        where the subject matter of a patent is a process, to prevent third panies not having
                      the owner's consent from the act of using the process, and from the acts of: using,
                      offering for sale, selling, or importing for these purposes at least the product obtained
                      directly by that process.

  2.     Patent owners shall also have the right to assign, or transfer by succession, the patent and to
  conclude licensing contracts.


                                                           Article 29

                                             Conditions on Patent Applicants

  1.       Members shall require that an applicant for a patent shall disclose the invention in a manner
  sufficiently clear and complete for the invention to be carried out by a person skilled in the art and
  may require the applicant to indicate the best mode for carrying out the invention known to the inventor
  at the filing date or, where priority is claimed, at the priority date of the application.

  2.      Members may require an applicant for a patent to provide information conceming the applicant 's
  corresponding foreign applications and grants.


                                                            Article 30

                                              Exceptions to Rights Conferred

           Members may provide limited exceptions to the exclusive rights conferred by a patent, provided
  that such exceptions do not unreasonably conßict with a normal exploitation of the patent and do not
  unreasonably prejudice the legitimate interests of the patent owner, taking account of the legitimate
  interests of third panies.




      6This right, like all other rights conferred under this Agreement in respect of the use, sale, imponation or other distribution
  of goods. is subject to the provisions of Anicle 6.

BGBl. 1994, Seite 1579 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1579

                                                    Anicle 31

                          Other Use Without Authorization of the Right Holder

        Where the law of a Member allows for other use7 of the subject matter of a patent without
the authorization of the right holder, including use by the govemment or third parties authorized by
the government, the following provisions shall be respected:

        (a)      authoriz.ation of such use shall be considered on its individual merits;

        (b)      such use may only be permitted if, prior to such use, the proposed user has made efforts
                 to obtain authoriz.ation from the right holder on reasonable commercial terms and
                 conditions and that such efforts have not been successful within a reasonable period
                 of time. This requirement may be waived by a Member in the case of anational
                 emergency or other circumstances of extreme urgency or in cases of public non-
                 commercial use. In situations of national emergency or other circumstances of extreme
                 urgency, the right holder shall, nevenheless, be notified as soon as reasonably
                 practicable. In the case of public non-commercial use, where the government or
                 contractor, without making a patent search, knows or has demonstrable grounds to
                 know that a valid patent is or will be used by or for the govemment, the right holder
                 shall be informed promptly;

        (c)      the scope and duration of such use shall be limited to the purpose for which it was
                 authorized, and in the case of semi-conductor technology shall only be for public non-
                 commercial use or to remedy a practice determined after judicial or administrative
                 process tobe anti-competitive;

        (d)      such use shall be non-exclusive;

        (e)      such use shall be non-assignable, except with that part of the enterprise or goodwill
                 which enjoys such use;

        (f)      any such use shall be authoriz.ed predominantly for the supply of the domestic market
                 of the Member authorizing such use;

        (g)      authori:zation for such use shall be liable, subject to adequate protection of the legitimate
                 interests of the persons so authorized, to be terminated if and when the circumstances
                 which led to it cease to exist and are unlikely to recur. The competent authority shall
                 have the authority to review, upon motivated request, the continued existence of these
                 circumstances;

        (h)      the right holder shall be paid adequate remuneration in the circumstances of each case,
                 taking into account the economic value of the authorization;

        (i)     · the legal validity of any decision relating to the authorization of such use shall be subject
                 to judicial review or other independent review by a distinct higher authority in that
                 Member;




   '·Other use· refers to use other than that allowed under Anicle 30.

BGBl. 1994, Seite 1580 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1580
1580                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

           (j)       any decision relating to the remuneration provided in respect of such use shall be subject
                     to judicial review or other independent review by a distinct higher authority in that
                     Member;

           (k)       Members are not obliged to apply the conditions set forth in subparagraphs (b) and (t)
                     wbere such use is permitted to remedy a practice determined after judicial or
                     administrative process to be anti-competitive. lbe need to correct anti-competitive
                     practices may be taken into account in determining the amount of remuneration in such
                     cases. Competent authorities shall have the authority to refuse termination of
                     authoriz.ation if and when the conditions which led to such authoriz.ation are likely to
                     recur;

           (1)       wbere such use is authorized to permit the exploitation of a patent ("the second patent")
                     wbich cannot be exploited witbout infringing another patent ("the first patent"), the
                     following additional conditions shall apply:

                     (i)       the invention claimed in the second patent shall involve an imponant tecbnical
                               advance of considerable economic significance in relation to the invention
                               claimed in the tirst patent;

                     (ii)      the owner of the tirst patent sball be entitled to a cross-licence on reasonable
                               tenns to use the invention claimed in the second patent; and

                     (iü)      the use authorized in respect of the first patent sball be non-assignable except
                               with the assignment of the second patent.


                                                         Anicle 32

                                                  Revocation/Forfeiture

           An opportunity for judicial review of any decision to revoke or forfeit a patent shall be available.


                                                         Anicle 33

                                                    Term of Protection

         The term of protection available shall not end before the expiration of a period of twenty years
  counted from the filing date. 8




      'lt is understood tbat tbose Members which do not have a system of original grant may provide that the term of protection
  shall be computed from the filing date in the system of original grant.

BGBl. 1994, Seite 1581 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1581
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                                                                   Article 34

                                                    Process Patents: Burden of Proof

           1.       For the purposes of civil proceedings in respect of the infringement of the rights of the owner
           referred to in paragraph 1(b) of Article 28, if the subject matter of a patent is a process for obtaining
           a product, the judicial authorities sball bave the authority to order the defendant to prove that the process
           to obtain an identical product is different from the patented process. Therefore, Members sball provide,
           in at least one of the following circumstances, that any identical product when produced without the
           consent of the patent owner sball, in the absence of proof to the contrary, be deemed to have been
           obtained by the patented process:

                     (a)       if the product obtained by the patented process is new;

                     (b)       if there is a substantial likelihood that the identical product was made by the process
                               and the owner of the patent has been unable through reasonable efforts to determine
                               the process actually used.

           2.      Any Member shall be free to provide that the burden of proof indicated in paragraph 1 shall
           be on the alleged infringer only if the condition referred to in subparagraph (a) is fulfilled or only if
           the condition referred to in subparagraph (b) is fulfilled.

            3.     In the adduction of proof to the contrary, the legitimate interests of defendants in protecting
           their manufacturing and business secrets sball be taken into account.


                 SECTION 6: LAYOUT-DESIGNS (TOPOGRAPHIES) OF INTEGRATED CIRCUITS


                                                                   Article 35

                                                        Relation to the IPIC Treaty

                   Members agree to provide protection to the layout-designs (topographies) of integrated circuits
           (referred to in this Agreement as "layout-designs") in accordance with Articles 2 through 7 (other than
           paragraph 3 of Article 6), Article 12 and paragraph 3 of Article 16 ofthe Treaty on Intellectual Property
           in Respect of lntegrated Circuits and, in addition, to comply with the following provisions.


                                                                   Article 36

                                                           Scope of the Protection

                    Subject to the provisions of paragraph 1 of Article 37, Members sball consider unlawful the
           following acts ifperformed without the authorization ofthe right holder: 9 imponing, selling, or otherwise
           distributing for commercial purposes a protected layout-design, an integrated circuit in which a protected
           layout-design is incorporated, or an anicle incorporating such an integrated circuit only in so far as
           it continues to contain an unlawfully reproduced layout-design.




                 ~e tcrm •right holder· in this Section shall be understood as having the same meaning as the tenn •holder of the right•
            in the IPIC Treaty.

BGBl. 1994, Seite 1582 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1582
1582                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II


                                                        Article 37

                           Acts Not Requiring the Authorization of the Righl Holder

 1.       Notwithstanding Anicle 36, no Member sball consider unlawful the performance of any of
 the acts referred to in that Article in respect of an inlegrated circuit incorporating an unlawfully
 reproduced layout-design or any article incorporating such an integrated circuit wbere the person
 perfonning or ordering such acts did not know and bad no reasonable ground to know, when acquiring
 the integrated circuit or article incorporating such an integrated circuit, that it incorporated an unlawfully
 reproduced layout-design. Members sball provide tbat, after tbe time tbat such person bas received
 sufficient notice that the layout-design was unlawfully reproduced, that person may perform any of
 the acts with respect to the stock on band or ordered before such time, but shall be liable to pay to
 the right holder a sum equivalent to a reasonable royalty such as would be payable Wlder a freely
 negotiated licence in respect of such a layout-design.

 2.      Toe conditiom set out in subparagraphs (a) tbrougb (k) of Article 31 shall apply mutatiJ mutandis
 in the event of any non-volumary licensing of a layout-design or of its use by or for the govemment
 without the authoriz.ation of the right holder.


                                                        Article 38

                                                   Term of Protection

 1.      In Members requiring registration as a condition of protection, the term of protection of layout-
 designs shall not end before the expiration of a period of 10 years counted from the date of filing an
 application for registration or from the first commercial exploiwion wherever in the world it occurs.

 2.      In Members not requiring registration as a condition for protection, layout-designs shall be
 protected for a tenn of no less than 10 years from the date of the first commercial exploitation wherever
 in the world it occurs.

 3.      Notwithstanding paragraphs 1 and 2, a Member may provide that protection shall lapse 15
 years after the creation of the layout-design.


                   SECTION 7: PROTECTION OF UNDISCLOSED INFORMATION


                                                        Article 39

 1.      In the course of ensuring effective protection against unfair competition as provided in
 Anicle lObis of the Paris Convention (1967), Members shall protect undisclosed information in
 accordance with paragraph 2 anddata submitted to govemments or govemmental agencies in accordance
 with paragrapb 3.

 2.      Natural and legal persons shall have the possibility of preventing information lawfully within
 their control from being disclosed to, acquired by, or used by others without their consent in a manner
 contrary to honest commercial practices 10 so long as such information:


       1
       °For the purpose of tbis provision, "a manner contrary to honest commercial practices • shall mean at least practices
  such as breach of contract, breach of confidence and inducement to breach, and includes the acquisition of undisclosed
  infonnation by third panies who knew. or were grossly negligent in failing to know, that such practices were involved in
  the acquisition.

BGBl. 1994, Seite 1583 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1583
                  - ·--·-·---·---------------


        (a)     is secret in the sense that it is not, as a body or in the precise configuration and assembly
                of its components, generally known among or readily accessible to persons within the
                circles that nonnally deal with the kind of infonnation in question;

        (b)     has commercial value because it is secret; and

        (c)     has been subject to reasonable steps Wlder the circumstances, by the person lawfully
                in conuol of the infonnation, to keep it secret.

3.       Members, when requiring, as a condition of approving the marketing of phannaceutical or
of agricultural chemical products whicb utilil.e new chemical entities, the submission of undisclosed
test or other data, the origination of which involves a considerable effon, shall protect such data against
unfair commercial use. In addition, Members shall protect such data against disclosure, except wliere
necessary to protect the public, or unless steps are taken to ensure that the data are protected against
unfair commercial use.


                SECTION 8: CONTROL OF ANTI-COMPETITIVE PRACTICES
                            IN CONTRACTUAL LICENCES


                                               Anicle 40

1.      Members agree that some licensing practices or conditions penaining to intellectual property
rights which restrain competition may bave adverse effects on trade and may impede the transfer and
dissemination of technology.

2.      Nothing in this Agreement shall prevent Members from specifying in their legislation licensing
practices or conditions ·that may in panicular cases constitute an abuse of intellectual property rights
having an adverse effect on competition in the relevant market. As provided above, a Member may
adopt, consistently with the other provisions of this Agreement, appropriate measures to prevent or
control such practices, which may include for example exclusive grantback conditions, conditions
preventing challenges to validity and coercive package licensing, in the light of the relevant laws and
regulations of that Member.

3.       Each Member shall enter, upon request, into consultations with any other Member which bas
cause to believe that an intellectual property right owner that is a national or domiciliary of the Member
to which the request for consultations has been addressed is undenaking practices in violation of the
requesting Member's laws and regulations on the subject matter of this Section, and which wishes to
secure cornpliance with such legislation, without prejudice to any action under the law and to the full
freedom of an ultimate decision of either Member. The Member addressed sball accord full and
syrnpathetic consideration to, and shall afford adequate opportunity for, consultations with the requesting
Member, and shall cooperate through supply of publicly available non-confidential information of
relevance to the matter in question and of other information available to the Member, subject to domestic
law and to the conclusion of mutually satisfactory agreements conceming the safeguarding of its
confidentiality by the requesting Member.

4.      A Member whose nationals or domiciliaries are subject to proceedings in another Member
conceming alleged violation of that other Member' s laws and regulations on the subject matter of this
Section shall, upon request, be granted an opportunity for consultations by the other Member under
the same conditions as those foreseen in paragraph 3.

BGBl. 1994, Seite 1584 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1584
1584                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II


                                                   PARTW

                     ENFORCEMENT OF INTELLECTUAL PROPERTY RIGHTS


                                 SECTION 1: GENERAL OBLIGATIONS


                                                  Article 41

  1.       Members sball ensure tbat enforcement procedures as specified in this Part are available Ullder
  their law so as to pennit effective action against any act of infringemem of intellectual propeny rigbts
  covered by this Agreement, including expeditious remedies toprevent infringements and remedies which
  constitute a deterrent to funher infringements_ These procedures sha1l be applied in such a manner
  as to avoid the creation of baniers to legitimate trade and to provide for safeguards against their abuse.

   2.      Procedures concerning tbe enforcement of intellectual property rights shall be fair and equitable.
   They shall not be unnecessarily complicated or costly, or entail unreasonable time-limits or unwarranted
   delays.

   3.      Decisions on the merits of a case sball preferably be in writing and reasoned. They shall be
   made available at least to the panies to the proceeding without undue delay. Decisions on the merits
   of a case ·shall be based only on evidence in respect of which parties were offered the opponunity to
   be heard.

   4.     Parties to a proceeding sball have an oppommity for review by a judicial authority of final
   administrative decisions and,. subject to jurisdictional provisions in a Member's law concerning the
   imponance of a case, of at least the legal aspectS of initial judicial decisions on the merits of a case.
   However, tbere shall be no obligation to provide an opponunity for review of acquittals in criminal
   cases.

   5.       lt is understoOd that this Part does not create any obligation to put in place a judicial system
   for the enforcement of intellecwal property rigbrs dimnct from tbat for tbe enforcemm of law in general,
   nor does it affect the capacity of Members to enforce their law in general. Nothing in this Pan creates
   any obligation with respect to the distribution of resources as between enfo~ of intellectual property
   rights and the enforcement of law in general.

BGBl. 1994, Seite 1585 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1585

          SECTION 2: CML AND ADMINISTRATIVE PROCEDURES AND REMEDIES


                                                        Article 42

                                           Fair and Equitable Procedures

         Members shall make available to right holders 11 civil judicial procedures concerning the
enforcement of any intellectual property right covered by this Agreement. Defendants shall have the
right to written notice which is timely and contains sufficient detail, including the basis of the claims.
Panies shall be allowed tobe represented by independent legal counsel, and procedures shall not impose
overly burdensome requirements concerning mandatory personal appearances. All panies to such
procedures shall be duly entitled to substantiate their claims and to present all relevant evidence. The
procedure shall provide a means to identify and protect confidential infonnation, unless this would
be contrary to existing constitutionaJ requirements.


                                                       Article 43

                                                        Evidence

1.      The judicial authorities shall have the authority, where a pany has presented reasonably available
evidence sufficient to suppon its claims and has specified evidence relevant to substantiation of its claims
which lies in the control of the opposing pany, to order that this evidence be produced by the opposing
pany, subject in appropriate cases to conditions which ensure the protection of confidential information.

2.       In cases in which a party to a proceeding voluntarily and without good reason refuses access
to, or otherwise does not provide necessary information within a reasonable period, or significantly
impedes a procedure relating to an enforcement action, a Member may accord judicial authorities the
authority to make preliminary and final determinations, affinnative or negative, on the basis of the
information presented to them, including the complaint or the allegation presented by the party adversely
affected by the denial of access to information, subject to providing the parties an oppommity to be
heard on the allegations or evidence.


                                                       Article 44

                                                       Jnjuncti.ons

1.        The judicial authorities shall have the authority to order a party to desist from an infringement,
inter alia to prevent the emry into the channels of commerce in their jurisdiction of imponed goods
that involve the infringement of an intellectual propeny right, immediately after customs clearance
of such goods. Members are not obliged to accord such authority in respect of protected subject matter
acquired or ordered by a person prior to knowing or having reasonable grounds to know that dealing
in such subject matter would entail the infringement of an intellectual propeny right.

2.      Notwithstanding the other provisions of this Part and provided that the provisions of Part II
specifically addressing use by governments, or by third parties authorized by a government, without
the authoriz.ation of the right holder are complied with, Members may limit the remedies available
against such use to payment of remuneration in accordance with subparagraph (h) of Anicle 31. In

     11
     For the purpose of this Pan, the term "right holder" includes federations and associations having legal standing to assen
such rights.

BGBl. 1994, Seite 1586 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1586
1586                                Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  other cases, the remedies under this Part shall apply or, where these remedies are inconsistent with
  a Member's law, declaratory judgments and adequate compensation shall be available.


                                                   Article 45

                                                   Damages

  1.       The judicial authorities shall have the authority to order the infringer to pay the right holder
  damages adequate to compensate for the injury the right holder bas suffered because of an infringement
  of that person' s intellectual propeny right by an infringer who knowingly, or with reasonable grounds
  to know, engaged in infringing activity.

  2.      The judicial authorities shall also bave the authority to order the infringer to pay the right holder
  expenses, which may include appropriate attomey's fees. In appropriate cases, Members may authorize
  the judicial authorities to order recovery of profits and/or payment of pre-establisbed damages even
  where the infringer did not knowingly, or with reasonable gro\UlCls to know, engage in infringing activity.


                                                   Article 46

                                                Other Remedies

          In order to create an effective deterrent to infringement, the judicial authorities shall bave the
  authority to order that goods that they liave found to be infringing be, without compensation of any
  son, disposed of outside the channels of commerce in such a manner as to avoid any bann caused to
  the right holder, or, unless this would be contrary to existing constitutional requirements, destroyed.
  The judicial authorities sball also have the authority to order that materials and implements the
  predominant use of which has been in the creation of the infringing goods be, without compensation
  of any son, disposed of outside the channels of commerce in such a manner as to minimize the risks
  of further infringements. In considering such requests, the need for proponionality between the
  seriousness of the infringement and the remedies ordered as well as the interests of third parties shall
  be taken into account. In regard to counterfeit trademark goods, the simple removal of the trademark
  unlawfully affixed shall not be sufficient, other than in exceptional cases, to pennit release of the goods
  into the channels of commerce.


                                                   Article 47

                                             Right of Information

          Members may provide that the judicial authorities shall have the authority, unless this would
  be out of proponion to the seriousness of the infringement, to order the infringer to infonn the right
  holder of the identity of third persons involved in the production and distribution of the infringing goods
  or services and of their channels of distribution.

BGBl. 1994, Seite 1587 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1587

                                                Article 48

                                    lndemnification of the Defendant

I.      The judicial authorities shall have the authority to order a pany at whose request measures
were taken and who has abused enforcement procedures to provide to a pany wrongfully enjoined
or restrained adequate compensation for the injury suffered because of such abuse. The judicial
authorities shall also have the authority to order the applicant to pay the defendant expenses, which
may include appropriate attorney's fees.

2.       In respect of the administration of any law penaining to the protection or enforcement of
intellectual property rights, Members shall only exempt both public authorities and officials from liability
to appropriate remedial measures where actions are taken or intended in good faith in the course of
the administration of that law.


                                                Article 49

                                       Administrative Procedures

         To the extent that any civil remedy can be ordered as a result of administrative procedures
on the merits of a case, such procedures shall conform to principles equivalent in substance to those
set forth in this Section.


                             SECTION 3: PROVISIONAL MEASURES


                                                Article 50

1.     The judicial authorities shall have the authority to order prompt and effective provisional
measures:

        (a)      to prevent an infringement of any intellectual property right from occurring, and in
                 panicular to prevent the entry into the channels of commerce in their jurisdiction of
                 goods, including imported goods immediately after customs clearance;

        (b)      to preserve relevant evidence in regard to the alleged infringement.

2.      The judicial authorities shall have the autbority to adopt provisional measures inaudita altera
parte where appropriate, in particular where any delay is likely to cause irreparable bann to the right
holder, or where there is a demonstrable risk of evidence being destroyed.

3.        Tue judicial authorities shall have the authority to require the applicant to provide any reasonably
available evidence in order to satisfy themselves with a sufficient degree of certainty that the applicant
is the right holder and that the applicant's right is being infringed orthat such infringement is imminent,
and to order the applicant to provide a security or equivalent assurancc sufficient to protect the defendant
and to prevent abuse.

4.       Where provisional measures have been adopted inaudita altera pane, the panies affected shall
be given notice, without delay after the execution of the measures at tbe latest. A review, including
a right to be heard, shaIJ take place upon request of the defendant with a view to deciding, within a

BGBl. 1994, Seite 1588 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1588
1588                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  reasonable period after the notification of the measures, whether these measures shall be modified,
  revoked or confirmed.

  S.     The applicant may be required to supply other information necessary for the identification of
  the goods concemed by the authority that will execute the provisional measures.

  6.       Without prejudice to paragraph 4, provisional measures taken on the basis of paragraphs 1
  and 2 shall, upon request by the defendant, be revoked or otherwise cease to have effect, if proceedings
  leading to a decision on the merits of the case are not initiated within a reasonable period, to be
  determined by the judicial authority ordering the measures where a Member's law so permits or, in
  the absence of such a determination, not to exceed 20 working days or 31 calendar days, whichever
  is the longer.

  7.      Where the provisional measures are revoked or where they lapse due to any act or omission
  by the applicant, or where it is subsequently found that there has been no infringement or threat of
  infringement of an intellectual property right, the judicial authorities shall have the autbority to order
  the applicant, upon request of the defendant, to provide the defendant appropriate compensation for
  any injury caused by these measures.

  8.      To the extent that any provisional measure can be ordered as a result of administrative
  procedures, such procedures shall conform to principles equivalent in substance to those set forthin
  this Section.


             SECTION 4: SPECIAL REQUIREMENTS RELATED TO BORDER MEASURES 12


                                                             Article 51

                                      Suspension of Release by Customs Authorities

           Members shall, in conformity with the provisions set out below, adopt procedures 13 to enable
  a right holder, who has valid grounds for suspecting that the imponation of counterfeit trademark or
  pirated copyright goods 14 may take place, to lodge an application in writing with competent authorities,
  administrative or judicial, for the suspension by the customs authorities of the release into free circulation
  of such goods. Members may enable such an application tobe made in respect of goods which involve
  other infringements of intellectual property rights, provided that the requirements of this Section are


       12
       Where a Member has dismanded subSWJtially all comrols over movement of goods across its border widJ anodler Member
  with which it fonns pan of a customs union, it shall not be required to apply the provisions of tbis Section at that border.

       13
        lt is understood that there shall be no obligation to apply such procedures to impons of goods put on tbe market in
   another country by or with the consent of the right holder, or to goods in ttansit.

       14
            For the purposes of this Agreement:

               (a)       ·counterfeit trademark goods· shall mean any goods, including packaging. bearing without authorization
                         a trademark which is identical to the trademart validly registered in respect of such goods, or which
                         cannot be distinguished in its essential aspects from such a trademark, and which thereby infringes the
                         rights of the owner of the trademark in question under the law of the country of imponation;

               (b)       ·pirated copyright goods· shall mean any goods which are copies made without the consent of the right
                         holder or person duly autborized by the right holder in tbe country of production and wbich are made
                         directJy or indirectly from an anicle where the making of that copy would have constituted an infringement
                         of a copyright or a related right under tbe law of the country of imponation.

BGBl. 1994, Seite 1589 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1589

met. Members may also provide for corresponding procedures concerning the suspemion by the customs
authorities of the release of infringing goods destined for exponation from their tenitories.


                                                Anicle 52

                                              Application

         Any right holder initiating the procedures under Anicle 51 shall be required to provide adequate
evidence to satisfy the competent authorities that, under the laws of the country of importation, there
is prima fade an infringement of the right holder' s intellectual propeny right and to supply a sufficiently
detailed description of the goods to make them readily recogniz.able by the customs authorities. The
competent authorities shall inform the applicant within a reasonable period whether they have accepted
the application and, where determined by the competent authorities, the period for which the customs
authorities will take action.


                                                Anicle 53

                                   Security or Equivalent Assurance

1.      The competent authorities shall have the authority to require an applicant to provide a security
or equivalent assurance sufficient to protect the defendant and the competent authorities and to prevent
abuse. Such security or equivalent assurance shall not unreasonably deter recourse to these procedures.

2.      Wbere pursuant to an application under this Section the release of goods involving industrial
designs, patents, layout-designs or undisclosed infonnation into free circulation has been suspcnded
by customs authorities on the basis of a decision other than by a judicial or other independent authority,
and the period provided for in Anicle SS has expired without the granting of provisional relief by the
duly empowered authority, and provided that all other conditions for imponation have been complied
with, the owner, imponer, or consignee of such goods shall be entided to their release on the posting
of a security in an amount sufficient to protect the right holder for any infringement. Payment of such
security shall not prejudice any other remedy available to the right holder, it being understood that
the security shall be released if the right holder falls to pursue the right of action within a reasonable
period of time.


                                               Anicle 54

                                          Notice of Suspension

       The imponer and the applicant shall be promptly notified of tbe suspension of tbe release of
goods according to Anicle 51.

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Originalseite · Seite 1590
1590                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                 Article 55

                                         Duration of Suspension

           If, within a period not exceeding 10 working days after the applicant has been served notice
  of the suspension, the customs authorities bave not been informed that proceedings leading to a decision
  on the merits of the case bave been initiated by a pany other tban the defendant, or that the duly
  empowered authority has taken provisional measures prolonging the suspension of the release of the
  goods, the goods shall be released, provided that all other conditions for imponation or exponation
  bave been complied with; in appropriate cases, tbis time-limit may be extended by anotber 10 working
  days. If proceedings leading to a deci;sion on the merits of the case have been initiated, a review,
  including a rigbt tobe beard, sball talce place upon request of the defendant witb a view to deciding,
  within a reasonable period, whether these measures sball be modified, revoked or confirmed.
  Notwithstanding the above, where the suspension of the release of goods is carried out or continued
  in accordance with a provisional judicial measure, the provisions of paragraph 6 of Anicle 50 shall
  apply.


                                                 Article 56

                                     Indemnification of the Importer
                                      and of the Owner of the Goods

         Relevant authorities sball have the authority to order the applicant to pay the imponer, the
  consignee and the owner of the goods appropriate compensation for any injury caused to them through
  the wrongful detention of goods or through the detention of goods released pursuant to Anicle 55.


                                                 Article 57

                                   Right of lnspection and Information

          Without prejudice to the protection of confidential information, Members shall provide the
  competent authorities the authority to give the right holder sufficient opponunity to bave any goods
  detained by the customs authorities inspected in order to substantiate the right holder's claims. The
  competent authorities sball also bave authority to give the imponer an equivalent opponunity to have
  any such goods inspected. Where a positive detennination bas been made on the merits of a case,
  Members may provide the competent authorities the authority to inform the right holder of the names
  and addresses of the consignor, the imponer and the consignee and of the quantity of the goods in
  question.


                                                 Article 58

                                             Ex OjJicio Action

           Where Members require competent authorities to act upon their own initiative and to suspend
   the release of goods in respect of which they have acquired prima fade evidence that an intellectual
   property right is being infringed:

           (a)    the competent authorities may at any time seek from the right holder any information
                  tliat may assist them to exercise these powers;

BGBl. 1994, Seite 1591 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1591

        (b)     the importer and the right holder shall be promptly notified of the suspension. Where
                the importer has lodged an appeal against the suspension with the competent authorities,
                the suspension shall be subject to the conditions, mutatis mutandi.s, set out at Article 55;

        (c)      Members shall only exempt both public authorities and officials from liability to
                 appropriate remedial measures where actions are taken or int~nded in good faith.


                                               Article 59

                                               Remedies

         Without prejudice to other rights of action open to the right holder and subject to the right
of the defendant to seek review by a judicial authority, competent authorities shall have the authority
to order the destruction or disposal of infringing goods in accordance with the principles set out in
Article 46. In regard to counterfeit trademark goods, the authorities shall not allow the re-exportation
of the infringing goods in an unaltered state or subject them to a different customs procedure, other
than in exceptional circumstances.


                                               Article 60

                                          De Minimis Imports

        Members may exclude from the application of the above provisions small guantities of goods
of a non-commercial nature contained in travellers' personal luggage or sent in small consignments.


                             SECTION 5: CRIMINAL PROCEDURES


                                               Article 61

         Members shall provide for criminal procedures and penalties to be applied at least in cases
of wilful trademark counterfeiting or copyright piracy on a commercial scale. Remedies available shall
include imprisonment and/or monetary fines sufficient to provide a deterrent, consistently with the
level of penalties applied for crimes of a corresponding gravity. In appropriate cases, remedies available
shall also include the seizure, forfeiture and destruction of the infringing goods and of any materials
and implements the predominant use of which has been in the commission of the offence. Members
may provide for criminal procedures and penalties to be applied in other cases of infringement of
intellectual property rights, in particular where they are commined wilfully and on a commercial scale.

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Originalseite · Seite 1592
1592                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II


                                                  PART IV

             ACQUISITION AND MAINTENANCE OF INTELLECTUAL PROPERTY
                   RIGHTS AND RELATED INI'ER-PARTES PROCEDURES


                                                 Article 62

  1.      Members may require, as a condition of tbe acquisition or maiotenance of tbe intellectual property
  rights provided for under Sections 2 through 6 of Part D, compliance with reasonable procedures and
  formalities. Such procedures and formalities sball be consistent with the provisions of this Agreement.

  2.      Wbere the acquisition of an intellectual propeny right is subject to tbe rigbt being granted or
  registered, Members shall ensure tbat the procedures for grant or registration, subject to compliance
  with the substantive conditions for acquisition of the rigbt, permit the granting or registration of the
                a
  right within reuonable period of time so as to avoid unwarranted curtailment of the period of
  protection.

  3.      Anicle 4 of the Paris Convention (1967) shall apply mutatis mutandis to service marks.

  4.      Procedures conceming the acquisition or maintenance of intellectual propeny rights and, where
  a Member's law provides for such procedures, administrative revocation and inter panes procedures
  such as opposition, revocation and cancellation, shall be govemed by the general principles set out
  in paragraphs 2 and 3 of Anicle 41.

  5.      Final administrative decisions in any of the procedures referred to under paragraph 4 shall
  be subject to review by a judicial or quasi-judicial authority. However, there shall be no obligation
  to provide an opponunity for such review of decisions in cues of unsuccessful opposition or
  administrative revocation, provided that the grounds for such procedures can be the subject of invalidation
  procedures.


                                                  PART V

                            DISPUTE PREVENTION AND SETTLEMENT


                                                  Anicle 63

                                                Transparency

  1.       Laws and regulations, and final judicial decisions and administrative rulings of general
  application, made effective by a Member penaining to the subject matter of this Agreement (the
  availability, scope, acquisition, enforcemem and prevention of the abuse of intellectual propeny rights)
  shall be published, or wbere such publication is not practicable made publicly available, in a national
  language, in such a manner as to enable govemments and right holden to become acquainted with
  them. Agreements conceming the subject matter of this Agreement. which are in force between the
  govemment or a governmental agency of a Member and the govemmem or a govemmental agency
  of another Member shall also be published.

   2.       Members shall notify the laws and regulations referred to in paragraph 1 to the Council for
   TRIPS in order to assist that Council in its review of the operation of this Agreement. The Council
   shall attempt to minimize the burden on Members in carrying out this obligation and may decide to

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Originalseite · Seite 1593

waive the obligation to notify such laws and regulations directly to the Council if consultations with
WIPO on the establishment of a common register containing these laws and regulations are successful.
The Council shall also consider in this connection any action required regarding notifications pursuant
to the obligations under this Agreement stemming from the provisions of Anicle 6ter of the Paris
Convention ( 1967).

3.        F.ach Member sball be prepared to supply, in respome to a written request from another Member,
infonnation of the son referred to in paragraph 1. A Member, having reason to believe that a specific
judicial decision or administrative ruling or bilateral agreement in the area of intellectual propeny rights
affects its rights under this Agreement, may also request in writing to be given access to or be infonned
in sufficient detail of such specific judicial decisions or administrative rulings or bilateral agreements.

4.       Nothing in paragraphs 1, 2 and 3 shall require Members to disclose confidential infonnation
which would impede law enforcement or otherwise be contrary to the public interest or would prejudice
the legitimate commercial interests of panicular enterprises, public or private.


                                                Article64

                                           Dispute Settlement

1.      The provisions of Anicles XXII and xxm of GAIT 1994 as elaborated and applied by the
Dispute Settlement Understanding shall apply to consultations and the settlement of disputes under
this Agreement except as otherwise specifically provided herein.

2.      Subparagraphs 1(b) and 1(c) of Anicle XXIII of GAIT 1994 shall not apply to the settlement
of disputes under this Agreement for a period of five years from the date of entry into force of the
WTO Agreement.

3.      During the time period referred to in paragraph 2, the Council for TRIPS shall examine the
scope and modalities for complaints of the type provided for under subparagraphs 1(b) and 1(c) of
Article XXIII of GATT 1994 made pursuant to this Agreement, and submit its recommendations to
the Ministerial Conference for approval. Any decision of the Ministerial Conference to approve such
recommendations or to extend the period in paragraph 2 shall be made only by consensus, and approved
recommendations shall be effective for all Members without further formal acceptance process.


                                                PART VI

                                TRANSITIONAL ARRANGEMENTS


                                                Article 65

                                       Transitionol A"angements

1.      Subject to the provisions of paragraphs 2, 3 and 4, no Member shall be obliged to apply the
provisions of this Agreement before the expiry of a general period of one year following the date of
entry into force of the WTO Agreement.

2.      A developing country Member is entitled to delay for a further period of four years the date
of application, as defined in paragraph 1, of the provisions of this Agreement other than Articles 3,
4 and 5.

BGBl. 1994, Seite 1594 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1594
1594                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  3.      Any other Member which is in the process of transfonnation from a centrally-planned into
  a market, free-enterprise economy and which is undenalcing structural reform of its intellectual property
  system and facing special problems in the preparation and implementation of intellectual property laws
  and regulations, may also benefit from a period of delay as foreseen in paragraph 2.

  4.       To the extent that a developing country Member is obliged by this Agreement to extend product
  patent protection to areas of tecbnology not so protectable in its territory on the general date of
  application of this Agreement for that Member, as defined in paragraph 2, it may delay the application
  of the provisions on product patents of Section 5 of Pan Il to such areas of technology for an additional
  period of five years.

  5.      A Member availing itself of a transitional period under paragraphs 1, 2, 3 or 4 shall ensure
  that any changes in its laws, regulations and practice made during that period do not result in a lesser
  degree of consistency with the provisions of this Agreement.


                                                  A.rticle 66

                                    Least-Developed Country Members

  1.      In view of the special needs and requirements of least-developed country Members, their
  economic, financial and administrative constraints, and their need for tlexibility to create a viable
  tecbnological base, such Members shall not be required to apply the provisions of this Agreement,
  other than Anicles 3, 4 and 5, for a period of 10 years from the date of application as defined under
  paragraph 1 of Anicle 65. The Council for TRIPS shall, upon duly motivated request by a least-
  developed country Member, accord extensions of this period.

  2.       Developed country Members shall provide incentives to enterprises and institutions in their
  territories for the purpose of promoting and encouraging technology transfer to least-developed country
  Members in order to enable them to create a sound and viable technological base.


                                                  A.rticle 67

                                           Technical Cooperation

             In order to facilitate the implementation of this Agreement, developed country Members shall
    provide, on request and on mutually agreed terms and conditions, technical and financial cooperation
    in favour of developing and least-developed country Members. Such cooperation shall include assistance
  · in the preparation of laws and regulations on the protection and enforcement of intellectual propeny
    rights as weil as on the prevention of their abuse, and shall include suppon regarding the establishment
    or reinforcement of domestic offices and agencies relevant to these matters, including the training of
    personnel.

BGBl. 1994, Seite 1595 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1595

                                               PART VII

                  INSTITUTIONAL ARRANGEMENTS; FINAL PROVISIONS


                                                Article 68

                                 Council for Trade-Related Aspects of
                                     lntellectual Property Rights

        The Council for TRIPS shall ~onitor the operation of this Agreement and, in panicular,
Members' compliance with their obligations hereunder, and shall afford Members the oppommity of
consulting on matters relating to the trade-related aspects of intellectual property rights. lt shall carry
out such other responsibilities as assigned to it by the Members, and it shall, in particular, provide
any assistance requested by them in the context of dispute settlement procedures. In carrying out its
functions, the Council for TRIPS may consult with and seek information from any source it deems
appropriate. In consultation with WIPO, the Council shall seek to establish, within one year of its
first meeting, appropriate arrangements for cooperation with bodies of that Organization.


                                                Article 69

                                       International Cooperation

         Members agree to cooperate with each other with a view to eliminating international trade in
goods infringing intellectual property rights. For this purpose, they shall establish and notify contact
points in. their administrations and be ready to exchange infonnation on trade in infringing goods.
They shall, in panicular, promote the exchange of infonnation and cooperation between customs
authorities with regard to trade in counterfeit trademark goods and pirated copyright goods.


                                                Article 70

                                 Protection of Existing Subject Matter

1.      This Agreement does not give rise to obligations in respect of acts which occurred before the
date of application of the Agreement for the Member in question.

2.      Except as otherwise provided for in this Agreement, this Agreement gives rise to obligations
in respect of all subject matter existing at the date of application of this Agreement for the Member
in question, and which is protected in that Member on the said date, or which meets or comes
subsequently to meet the criteria for protection under the tenns of this Agreement. In respect of this
paragraph and paragraphs 3 and 4, copyright obligations with respect to existing works shall be solely
determined under Anicle 18 ofthe Beme Convention (1971), and obligations with respect to the rights
of producers of phonograms and perfonners in existing phonograms shall be detennined solely under
Anicle 18 of the Beme Convention ( 1971) as made applicable under paragraph 6 of Anicle 14 of this
Agreement.

3.      There shall be no obligation to restore protection to subject matter which on the date of
application of this Agreement for the Member in question has fallen into the public domain.

4.     In respect of any acts in respect of specific objects embodying protected subject matter which
become infringing under the terms of legislation in confonnity with this Agreement, and which were

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Originalseite · Seite 1596
1596                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  commenced, or in respect of which a signiticant investment was made, before the date of acceptance
  of the WTO Agreement by that Member, any Member may provide for a limiwion of the remedies
  available to the right holder as to the continued performance of such acts after the date of application
  of this Agreement for that Member. In such cases the Member shall, however, at least provide for
  the payment of equitable remuneration.

  5.      A Member is not obliged to apply the provisions of Article 11 and of paragraph 4 of Article 14
  with respect to originals or copies purchased prior to the date of application of tbis Agreement for
  that Member.

  6.      Members sball not be required to apply Article 31, or the requirement in paragraph 1 of
  Article 27 tbat patent rigbts sball be enjoyable witbout discrimination as to tbe tield of technology,
  to use without the authorization of the rigbt holder where authorization for such use was granted by
  the government before the date this Agreement became known.

  7.       In the case of intellectual property rights for whicb protection is conditional upon registration,
  applicatiom for protection which are pending on the date of application of tbis Agreement for the Member
  in question shall be permitted to be amended to claim any enhanced protection provided under the
  provisions of this Agreement. Such amendments shall not include new matter.

  8.       Where a Member does not make available as of the date of entry into force of the WTO
  Agreement patent protection for pharmaceutical and agricultural chemical products commensurate with
  its obligations under Article 27, that Member shall:

          (a)      notwithstanding the provisions of Part VI, provide as from the date of entry into force
                   of the WTO Agreement a means by which applications for patents for such inventions
                   can be tiled;

          (b)      apply to these applications, as of the date of application of this Agreement, the criteria
                   for patentability as laid down in this Agreement as if those criteria were being applied
                   on the date of filing in that Member or, where priority is available and claimed, the
                   priority date of the application; and

          (c)      provide patent protection in accordance with this Agreement as from the grant of the
                   patent and for the remainder of the patent tenn, counted from the tiling date in
                   accordance with Article 33 of this Agreement, for those of these applications that meet
                   the criteria for protection referred to in subparagraph (b).

  9.      Where a product is the subject of a patent application in a Member in accordance with
  paragraph 8(a), exclusive marketing rights shall be granted, notwithstanding the provisions of Part VI,
  for a period of five years after obtaining marketing approval in tbat Member or until a product patent
  is granted or rejected in that Member, whichever period is shorter, provided that, subsequent to the
  entry into force of the WTO Agreement, a patent application has been filed and a patent granted for
  that product in another Member and marketing approval obtained in such other Member.


                                                  Article 71

                                          Review and Amendment

   1.       The Council for TRIPS sball review the implementation of this Agreement after the expiration
   of the transitional period referred to in paragraph 2 of Article 65. The Council shall, having regard
   to the experience gained in its implementation, review it two years after that date, and at identical

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    intervals thereafter. The Council may also undertake reviews in the light of any relevant new
    developments which might warrant moditication or amendment of this Agreement.

    2.     Amendments merely serving the purpose of adjusting to higher levels of protection of intellectual
    propeny rights achieved, and in force, in other multilateral agreements and accepted under those
    agreements by all Members of the WTO may be referred to the Ministerial Conference for action in
    accordance with paragraph 6 of Article X of the WTO Agreement on the basis of a consensus proposal
    from the Co~cil for TRIPS.


                                                  Article 72

                                                 Reservations

            Reservations may not be entered in respect of any of the provisions of this Agreement without
    the consent of the other Members.

                                                  Article 73

                                              Security Exceptions

            Nothing in this Agreement shall be construed:

            (a)     to require a Member to fumish any information the disclosure of which it considers
                    conirary to its essential security interests; or

            (b)     to prevent a Member from taking any action which it considers necessary for the
                    protection of its essential security interests;

                    (i)      relating to fissionable materials or the materials from which they are derived;

                    (ii)    relating to the traffic in arms, ammunition and implements of war and to such
                            traffic in other goods and materials as is carried on directly or indirectly for
                            the purpose of supplying a military establisbment;

                    (iii)   taken in time of war or other emergency in international relations; or

            (c)     to prevent a Member from taking any action in pursuance of its obligations under the
                    United Nations Charter for the maintenance of international peace and security.




6

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1598                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II




                        UNDERSTANDING ON R ~ AND PROCEDURES
                         GOVERNING TBE SE1TLEMENT OF DISPUTES


  Members hereby agree as follows:


                                                  Article 1

                                         Coverage and Application

  l.       The rules and procedures of this Understanding shall apply to disputes brought pursuant to
  the consultation and dispute settlement provisions of the agreements listed in Appendix 1 to this
  Understanding (referred to in this Umerstanding as the "covered agreements"). lbe rules mi procedures
  of this Understanding shall also apply to consultations and the settlement of disputes between Members
  concerning their rights and obligations under the provisions of the Agreement Establishing the W orld
  Trade Organi7.ation (referred to in this Understanding as the "WTO Agreement") and of this
  Understanding taken in isolation or in combination with any other covered agreement.

  2.      The rules and procedures of this Understanding shall apply subject to such special or additional
  rules and procedures on dispute settlement contained in the covered agreements as are identitied in
  Appendix 2 to this Understanding. To the extent that there is a difference between the rules and
  procedures of this Understanding and the special or additional rules and procedures set fonh in
  Appendix 2, the special or additional rules and procedures in Appendix 2 shall prevail. In disputes
  involving rules and procedures under more than one covered agreement, if there is a conflict between
  special or additional rules and procedures of such agreements under review, and where the parties to
  the dispute cannot agree on rules and procedures within 20 days of the establishment of the panel, the
  Chainnan of the Dispute Settlement Body provided for in paragraph 1 of Article 2 (referred to in this
  Understanding as the "DSB"), in consultation with the parties to the dispute, shall determine the rules
  and procedures to be followed within 10 days after a request by either Member. The Chainnan shall
  be guided by the principle that special or additional rules and procedures should be used where possible,
  and the rules and procedures set out in this Understanding should be used to the extem necessary to
  avoid conflict.


                                                  Article 2

                                               Administration

   l.       The Dispute Settlement Body is hereby established to administer these rules and procedures
   and, except as otherwise provided in a covered agreement, the consultation and dispute settlement
   provisions of the covered agreements. Accordingly, the DSB shall have the authority to establish panels,
   adopt panel and Appellate Body reports, maintain surveillance of implementation of rulings and
   recommendations, and authorize suspension of concessions and other obligations under the covered
   agreements. With respect to disputes arising under a covered agreement which is a Plurilateral Trade
   Agreement, the tenn "Member" as used herein shall refer only to those Members that are parties to
   the relevant Plurilateral Trade Agreement. Where the DSB administers the dispute settlement provisions
   of a Plurilateral Trade Agreement, only those Members that are parties to that Agreement may participate
   in decisions or actions taken by the DSB with respect to that dispute.

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Originalseite · Seite 1599

2.      The DSB shall inform the relevant WTO Councils and Committees of any developments in
disputes related to provisions of the respective covered agreements.

3.     The DSB shall meet as often as necessary to carry out its functions within the time-frames
provided in this Understanding.

4.       Where the rules and procedures ofthis Understanding provide for the DSB to take a decision,
it shall do so by consensus. 1


                                                    Article 3

                                              General Provisions

1.       Members affirm their adherence to the principles for. the management of disputes heretofore
applied under Articles XXII and XXIIl ofGATI 1947, and the rules and procedures as further elaborated
and modified herein.

2.       The dispute settlement system of the WTO is a central element in providing security and
predictability to the multilateral trading system. The Members recognize tbat it serves to preserve
the rights and obligations of Members under the covered agreements, and to clarify tbe existing provisions
of those agreements in accordance with customary rules of interpretation of public international law.
Recommendations and rulings of the.DSB cannot add to or diminish the rigbts and obligations provided
in the covered agreements.

3.        The prompt settlement of situations in which a Member considers that any benefits accruing
to it directly or indirectly under the covered agreements are being impaired by measures taken by another
Member is essential to the effective functioning of the WTO and the maintenance of a proper balance
between the rigbts and obligations of Members.

4.      Recommendations or rulings made by the DSB sball be aimed at achieving a satisfactory
settlement of the matter in accordance with the rights and obligations under this Understanding and
under the covered agreements.

S.      All solutions to matters formally raised under the consultation and dispute settlement provisions
of the covered agreements. including arbitration awards, shall be consistent with those agreements
and shall not nullify or impair benefits accruing to any Member under those agreements, nor impede
the anainment of any objective of those agreements.

6.      Mutually agreed solutions to matters formally raised under the comultation and dispute settlement
provisions of the covered agreements sball be notified to the DSB and the relevant Councils and
Committees, where any Member may raise any point relating thereto.

7.       Before bringing a case, a Member shall exercise its judgement as to whether action under these
procedures would be fruitful. The aim of the dispute settlement mecbanism is to secure a positive
solution to a dispute. A solution mutually acceptable to the panies to a dispute and consistent with
the covered agreements is clearly to be preferred. In the absence of a mutually agreed solution, the
first objective of thc dispute senlement mechanism is usually to secure the withdrawal of the measures
concemed if these are found to be inconsistent with the provisions of any of the covered agreements.
The provision of compensation should be resorted to only if the immediate withdrawal of the measure

    1
     The DSB shall be deemed to bave decided by consensus on a matter submitted for its consideration, if no Member.
present at the meeting of the DSB when the decision is taken, formally objects to the proposed decision.

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  is impracticable and as a temporary measure pending tbe withdrawal of the measure which is inconsistent
  with a covered agreement. The last reson which this Understanding provides to the Member invoking
  the dispute senlement procedures is the possibility of suspending the application of concessions or other
  obligations under the covered agreements on a discriminatory basis vis-a-vis the other Member, subject
  to authorization by the DSB of such measures.

  8.       In cases where there is an infringement of the obligations assumed under a covered agreement,
  the action is considered prima facie to constitute a case of nullification or impairment. This means
  that there is nonnally a presumption that a breach of the rules has an adverse impact on other Members
  parties to that covered agreement, andin such cases, it shall be up to the Member against whom the
  complaint has been brought to rebut the charge.

  9.      The provisions of this Understanding are without prejudice to the rights of Members to seek
  authoritative interpretation of provisions of a covered agreement through decision-making under the
  WTO Agreement or a covered agreement which is a Plurilateral Trade Agreement.

  10.     lt is understood that requests for conciliation and the use of the dispute settlement procedures
  should not be intended or considered as contentious acts and that, if a dispute arises, all Members will
  engage in these procedures in good faith in an effon to resolve the dispute. lt is also understood that
  complaints and counter-complaints in regard to distinct matters should not be linlced.

  11.      This Understanding shall be applied only with respect to new requests for consultations under
  the consultation provisions of the covered agreements made on or after the date of entry into force
  of the WTO Agreement. With respect to disputes for which the request for consultations was made
  under GATT 1947 or under any other predecessor agreement to the covered agreements before the
  date of entry into force of the WTO Agreement, the relevant dispute settlement rules and procedures
  in effect immediately prior to the date of entry into force of the WTO Agreement shall continue to
  apply. 2

  12.      Notwithstanding paragraph 11, if a complaint based on any of the covered agreements is brought
  by a developing country Member against a developed country Member, the complaining party shall
  have the right to invoke, as an alternative to the provisions contained in Articles 4, 5, 6 and 12 of
  this Understanding, the corresponding provisions of the Decision of 5 April 1966 (BISD 14S/ 18), except
  that where the Panel considers that the time-frame provided for in paragraph 7 of that Decision is
  insufficient to provide its report and with the agreement of the complaining party, that time-frame may
  be extended. To the extent that there is a difference between the rules and procedures of Articles 4,
  5, 6 and 12 and the corresponding rules and procedures of the Decision, the laner shall prevail.


                                                        Article 4

                                                     Consultations

  1.     Members affirm their resolve to strengthen and improve the effectiveness of the consultation
  procedures employed by Members.




       2
       This paragraph shall also be applied to disputes on which panel reports have not been adopted or fully implemented.

BGBl. 1994, Seite 1601 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1601

2.      Each Member undenakes to accord sympathetic consideration to and afford adequate opportunity
for consultation regarding any representations made by another Member conceming measures affecting
the operation of any covered agreement taken within the tenitory of the former. 3

3.       If a request for consultations is made pursuant to a covered agreement, the Member to which
the request is made sball, unless otherwise mutually agreed, reply to the request within 10 days after
the date of its receipt and sball enter into consultations in good faith within a period of no more than
30 days after the date of receipt of the request, witb a view to reaching a mutually satisfactory solution.
If the Member does not respond within 10 days after the date of receipt of the request, or does not
enter into consultations within a period of no more than 30 days, or a period otherwise mutually agreed,
after the date of receipt of the request, then the Member that requested the holding of consultations
may proceed directly to request the establishment of a panel.

4.       All such requests for consultations sball be notified to the DSB and the relevant Councils and
Comminees by the Member which requests consultations. Any request for consultations shall be
submitted in writing and shall give the reasons for the request, including identification of the measures
at issue and an indication of the legal basis for the complaint.

5.     In the course of consultations in accordance witb the provisions of a covered agreement, before
resoning to further action under this Understanding, Members should anempt to obtain satisfactory
adjustment of the matter.

6.     Consultations shall be confidential, and without prejudice to the rights of any Member in any
funher proceedings.

7.      If the consultations fail to settle a dispute within 60 days after the date of receipt of the reguest
for consultations, the complaining party may reguest the establishment of a panel. The complaining
party may request a panel during the 60-day period if the consulting parties jointly consider that
consultations have failed to senle the dispute.

8.       In cases of urgency, including those which concern perishable goods, Members shall enter
into consultations within a period of no more than 10 days after the date of receipt of the request.
lf the consultations have failed to settle the dispute within a period of 20 days after the date of receipt
of the reguest, the complaining party may request the establishment of a panel.

9.      In cases of urgency, including those which concern perishable goods, the parties to the dispute,
panels and the Appellate Body shall make every effon to accelerate the proceedings to the greatest
extent possible.

10.      During consultations Members should give special anention to the particular problems and
interests of developing country Members.

11 .     Whenever a Member other than the consulting Members considers that it has a substantial trade
interest in consultations being held pursuant to paragraph 1 of Anicle XXIl of GATT 1994, paragraph 1
of Article XXII of GATS, or the corresponding provisions in other covered agreements4 , such Member


    3
     Where the provisions of any other covered agreement conceming measures taten by regional or local govemments or
authorities within the territory of a Member contain provisions different from the provisions of this paragraph, the provisions
of such other covered agreement shall prevail.

    4The corresponding consultation provisions in the covered agreements are Jisted hereunder: Agreement on Agriculture,
Anicle 19; Agreement on the Application of Sanitary and Phytosanitary Measures, paragraph 1 of Anicle 11; Agreement
on Textiles and Clothing, paragraph 4 of Article 8; Agreement on Technical Barriers to Trade. paragraph 1 of Article 14;

BGBl. 1994, Seite 1602 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1602
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  may notify the consulting Members and the DSB, within 10 days after the date of the circulation of
  the request for consultations under said Article, of its desire to be joined in the consultations. Such
  Member shall be joined in the consultations, provided tbat the Member to which the request for
  consultations was addressed agrees that the claim of substantial interest is well-founded. In that event
  they shall so inform the DSB. If the request to be joined in tbe consulwions is not accepted, the
  applicant Member sba1l be free to request consulwions Uilder paragraph 1 of Article XXD or paragraph 1
  of Anicle  xxm   of GAIT 1994, paragraph 1 of Article XXIl or paragraph 1 of Article                 xxm
                                                                                                 of GATS,
  or the corresponding provisions in other covered agreements.


                                                        Anicle 5

                                    Good Offices, Condliation and Mediation

  1.       Good offices, conciliation and mediation are procedures that are undertaken voluntarily ifthe
  parties to the dispute so agree.

  2.      Proceedings involving good offices, conciliation and mediation, andin particular positions taken
  by the parties to the dispute during these proceedings, shall be confidemial, and witbout prejudice to
  the rights of either party in any further proceedings under these procedures.

  3.      Good offices, conciliation or mediation may be requested at any time by any pany to a dispute.
  They may begin at any time and be terminated at any time. Once procedures for good offices,
  conciliation or mediation are tenninated, a complaining party may then proceed with a request for
  the establishment of a panel.                                                 ·

  4.       When good offices, conciliation or mediation are entered into within 60 days after the date
  of receipt of a request for consultations, the complaining party must allow a period of 60 days after
  the date of receipt of the request for consultations before requesting the establishment of a panel. The
  complaining pany may request the establisbment of a panel during the 60-day period if the parties to
  the dispute jointly consider that the good offices, conciliation or mediation process has failed to settle
  the dispute.

  5.      If the parties to a dispute agree, procedures for good offices, conciliation or mediation may
  continue while the panel process proceeds.

  6.     The Director-General may, acting in an ex offido capacity, offer good offices, conciliation
  or mediation with the view to assisting Members to settle a dispute.




  Agreement on Trade-Related Investment Measures, Anicle 8; Agreement on hnplementation of Anicle VI of GATT 1994,
  paragraph 2 of Anicle 17; Agreement on hnplementation of Anicle VD of GATT 1994, paragraph 2 of Article 19; Agreement
  on Preshipment lnspection, Anicle 7; Agreement on Rules of Origin, Anicle 7; Agreement on hnpon Licensing Procedures,
  Article 6; Agreement on Subsidies and Counrervailing Measures, Article 30; Agreement on Safeguards, Article 14; Agreement
  on Trade-Related Aspects of Intellectual Propeny Rights, Anicle 64.1; and any corresponding consultation provisions in
  Plurilateral Trade Agreements as deterrnined by the competent bodies of each Agreement and as notified to the DSB.

BGBl. 1994, Seite 1603 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1603

                                                      Article 6

                                             Establishment of Panels

1.      If the complaining party so requests, a panel shall be established at the latest at the DSB meeting
following that at which the request first appears as an item on the DSB 's agenda, unless at tbat meeting
the DSB decides by consensus not to es~lish a panel. 5

2.       Tue reguest for the establishment of a panel shall be made in writing. lt shall indicate whether
consultations were held, identify the specific measures at issue and provide a brief summary of the
legal basis of the complaint sufficient to present the problem clearly. In case the applicant requests
the establishment of a panel with other tban standard terms of reference, tbe written request shall include
the proposed text of special terms of reference.


                                                      Article 7

                                         Terms of Reference of Panels

1.      Panels shall have the following tenns of reference unless the parties to the dispute agree otherwise
within 20 days from the establishment of the panel:

                  "To examine, in the light ofthe relevant provisions in (name ofthe covered agreement(s)
         cited by the parties to the dispute), the matter referred to tbe DSB by (name of pany) in
         document ... and to make such findings as will assist the DSB in making the recommendations
         or in giving the rulings provided for in that/those agreement(s)."

2.      Panels shall address the relevant provisions in any covered agreement or agreements cited by
the parties to the dispute.

3.      In establishing a panel, the DSB may authorize its Chairman to draw up the terms of reference
of the panel in consultation with the parties to the dispute, subject to the provisions of paragraph 1.
The terms of reference thus drawn up shall be circulated to all Members. If other than standard terms
of reference are agreed upon, any Member may raise any point relating thereto in the DSB.


                                                      Article 8

                                              Composition of Panels

1.      Panels shall be composed of well-qualified govemmental andJor non-govemmental individuals,
including persons who bave served on or presented a case to a panel, served as a representative of
a Member or of a contracting pany to GATT 1947 or as a representative to the Council or Comminee
of any covered agreement or its predecessor agreement, or in the Secretariat, taught or published on
international trade law or policy, or served as a senior trade policy official of a Member.

2.       Panel members should be selected with a view to ensuring the independence of the members,
a sufficiently diverse background and a wide spectrum of experience.




    'lf the co~plaining pany so requests, a meeting of the DSB shall be convened for this purpose within 1S days of the
request, prov1ded that at least 10 days' advance notice of the meeting is given.

BGBl. 1994, Seite 1604 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1604
1604                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  3.      Citizens of Members whose govemments6 are panies to the dispute or third panies as defined
  in paragraph 2 of Anicle 10 shall not serve on a panel concemed with that dispute, unless the panies
  to the dispute agree otherwise.

  4.        To assist in the selection of panelists, the Secretariat sball maintain an indicative list of
  govemmental and non-govemmental individuals possessing the qualifications outlined in paragraph
  1, from which panelists may be drawn as appropriate. Tbat list sball include the roster of non-
  govemmental panelists established on 30 November 1984 (BISD 31S/9), and other rosters and indicative
  lists established under any of the covered agreements, and sball retain the names of persons on those
  rosters and indicative lists at the time of entry into force of the WTO Agreement. Members may
  periodically suggest names of govemmental aod non-govemmental individuals for inclusion on the
  indicative list, providing relevant infomiation on their knowledge of international trade and of the sectors
  or subject matter ofthe covered agreements, and those names shall be added to the list upon approval
  by the DSB. For each of the individuals on the list, the list sball indicate specific areas of experience
  or expertise of the individuals in the sectors or subject matter of the covered agreements.             ·

  5.      Panels shall be composed of three panelists unless the parties to the dispute agree, within 10 days
  from the establisbment of the panel, to a panel composed of five panelists. Members shall be informed
  promptly of the composition of the panel.

  6.      Tbc Secretariat shall propose nominations for the panel to the parties to the dispute. Tue parties
  to the dispute shall not oppose nominations except for compelling reasons.

  7.      If there is no agreement on the panelists within 20 days after the date of the establisbment of
  a panel, at the request of either party, the Director-General, in consulwion with the Chairman of the
  DSB and the Chairman of the relevant Council or Committee, shall determine the composition of the
  panel by appointing the panelists whom the Director-General considers most appropriate in accordance
  with any relevant special or additional rules or procedures of the covered agreement or covered
  agreements which are at issue in the dispute, after consulting with the panies to the dispute. The
  Chairman of the DSB shall infonn the Members of the composition of the panel thus formed no later
  than 10 days after the date the Chairman receives such a request.

  8.        Members shall undenake, as a general rule, to permit their officials to serve as panelists.

  9.       Panelists shall serve in their individual capacities and not as governmem representatives, nor
  as represenwives of any organization. Members shall therefore not give them instructions nor seek
  to influence them as individuals with regard to matters before a panel.

  10.     When a dispute is between a developing country Member and a developed country Member
  the panel shall, if the developing country Member so requests, include at least one panelist from a
  developing country Member.

  11.     Panelists' expenses, including travel and subsistence allowance, shall be met from the WTO
  budget in accordance with criteria tobe adopted by the General Council, based on recommendations
  of the Committee on Budget, Finance and Administration.




      6
       1n the case where customs unions or common markets are panies to a dispute, this provision applies to citizens of all
   member countries of the customs unions or common markets.

BGBl. 1994, Seite 1605 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1605

                                                Anicle 9

                                Procedures for Multiple Complainants

1.      Where more than one Member requests the establishment of a panel related to the same matter,
a single panel may be established to examine these complaints taking into ~unt the rights of all
Members concerned. A single panel should be established to examine such complaints whenever feasible.

2.       The single panel shall organize its examination and present its findings to the DSB in such
a manner that the rights which the panies to the dispute would bave enjoyed bad separate panels examined
the complaints are in no way impaired. If one of the parties to the dispute so requests, the panel shall
submit separate repons on the dispute concemed. The written submissions by each of the complainants
shall be made available to the other complainants, and each complainant shall have the right tobe present
when any one of the other complainants presents its views to the panel.

3.       If more than one panel is established to examine the complaints related to the same matter,
to the greatest extent possible the same persons shall serve as panelists on each of the separate panels
and the timetable for the panel process in such disputes shall be harmonized.


                                               Anicle 10

                                             Third Panies

1.       The interests of the parties to a dispute and those of other Members under a covered agreement
at issue in the dispute shall be fully taken into account during the panel process.

2.       Any Member having a substantial interest in a matter before a panel and having notified its
interest to the DSB (referred to in this Understanding as a "third pany") shall have an opponunity
to be heard by the panel and to make written submissions to the panel. These submissions shall also
be given to the parties to the dispute and shall be reflected in the panel repon.

3.      Third panies shall receive the submissions of the parties to the dispute to the first meeting of
the panel.

4.      If a third party considers that a measure already the subject of a panel proceeding nullifies
or impairs benefits accruing to it under any covered agreement, that Member may have recourse to
normal dispute settlement procedures under this Understanding. Such a dispute shall be referred to
the original panel wherever possible.


                                               Anicle 11

                                          Function of Panels

        The function of panels is to assist the DSB in discharging its responsibilities under this
Understanding and the covered agreements. Accordingly, a panel should make an objective assessment
of the matter before it, including an objective assessment of the facts of the case and the applicability
of and conformity with the relevant covered agreements, and make such other findings as will assist
the DSB in making the recommendations or in giving the rulings provided for in the covered agreements.
Panels should consult regularly with the parties to the dispute and give them adequate opponunity to
develop a mutually satisfactory solution.

BGBl. 1994, Seite 1606 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1606
1606                                Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                    Article 12

                                                Panel Procedures

  1.      Panels shall follow the Working Procedures in Appendix 3 unless the panel decides otherwise
  after consulting the panies to the dispute.
                                                                                                                     >

   2.     Panel procedures should provide sufficient tlexibility so as to ensure high-quality panel repons,
   while not unduly delaying the panel process.

   3.      After comulting the panies to the dispute, tbe panelists shall, as soon as practicable and whenever
   possible within one weck after the composition and terms of reference of the panel have been agreed
   upon, fix the timetable for the panel process, taking into account the provisions of paragraph 9 of
   Article 4, if relevant.

   4.       In detennining the timetable for the panel process, the panel shall provide sufficient time for
   the parties to the dispute to prepare their submissions.

   5.      Panels should set precise deadlines for written submissions by the panies and the parties should
   respect those deadlines.

   6.       Each party to the dispute shall deposit its written submissions with the Secretariat for immediate
   transmission to the panel and to the other party or parties to the dispute. The complaining party shall
   submit its first submission in advance of the responding party 's first submission unless the panel decides,
   in fixing the timetable referred to in paragraph 3 and after consultations with the parties to the dispute,
   that the parties should submit the~ first submissions simultaneously. When there are sequential
   arrangements for the deposit of first submissions, the panel shall establish a firm time-period for receipt
   of the responding pany's submission. Any subsequent written submissions shall be submined
   simultaneously.

   7.       Where the parties to the dispute have failed to develop a mutually satisfactory solution, the
   panel shall submit its findings in the form of a written report to the DSB. In such cases, the report
   of a panel shall set out the findings of fact, the applicability of relevant provisions and the basic rationale
   behind any findings and recommendations that it makes. Where a settlement of the matter among the
   parties to the dispute has been found, the report of the panel shall be confined to abrief description
   of the case and to reporting that a solution has becn reached.

   8.      In order to make the procedures more efficient, the period in which the panel shall conduct
   its examination, from the date that the composition and terms of reference of the panel have been agreed
   upon until the date the final report is issued to the parties to the dispute, shall, as a general rule, not
   exceed six months. In cases of urgency, including those relating to perishable goods, the panel shall
   aim to issue its report to the parties to the dispute within three months.

   9.       When the panel considers that it cannot issue its report within six months, or within three months
   in cases of urgency, it shall inform the DSB in writing of the reasons for the delay together with an
   estirnate of the period within which it will issue its report. In no case should the period from the
   establishment of the panel to the circulation of the report to tbe Members exceed nine months.

   10.      In the context of consultations involving a measure talcen by a developing country Member,
   the parties may agrec to extend the periods established in paragraphs 7 and 8 of Article 4. If, after
   the relevant period has elapsed, the consulting parties cannot agrec that the consultations have concluded,
   the Chairman of the DSB shall decide, after consultation with the parties, whether to extend the relevant
   period and, if so, for how long. In addition, in examining a complaint against a developing country

BGBl. 1994, Seite 1607 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1607

Member, the panel shall accord sufficient time for the developing country Member to prepare and presem
its argumentation. The provisions of paragraph 1 of Article 20 and paragraph 4 of Anicle 21 are not
affected by any action pursuant to this paragraph.

11.      Where one or more of the parties is a developing country Member, the panel 's report shall
explicitly indicate the form in which account has been taken of relevant provisions on differential and
more-favourable treannent for developing country Members that form part of the covered agreements
which have been raised by the developing country Member in the course of the dispute senlement
procedures.

12.     The panel may suspend its work at any time at the request of the complaining party for a period
not to exceed 12 months. In the event of such a suspension, the time-frames set out in paragraphs
8 and 9 of this Anicle, paragraph 1 of Article 20, and paragraph 4 of Article 21 shall be extended
by the amount of time that the work was suspended. If the work of the panel has been suspended for
more than 12 months, the authority for establishment of the panel shall lapse.


                                               Article 13

                                       Right to Seek Information

1.      Each panel shall have the right to seek infonnation and technical advice from any individual
or body which it deems appropriate. However, before a panel seeks such infonnation or advice from
any individual or body within the jurisdiction of aMember it shall inform the authorities of that Member.
A Member should respond promptly and fully to any request by a panel for such infonnation as the
panel considers necessary and appropriate. Confidential infonnation which is provided shall not be
revealed without formal authoriution from the individual, body, or authorities of the Member providing
the information.

2.      Panels may seek information from any relevant source and may consult experts to obtain their
opinion on certain aspects of the matter. With respect to a factual issue conceming a scientific or other
technical matter raised by a party to a dispute, a panel may request an advisory report in writing from
an expert review group. Rules for the establishment of such a group and its procedures are set forth
in Appendix 4.


                                               Article 14

                                             Conjidentiality

1.      Panel deliberations shall be confidential.

2.       The reports of panels shall be drafted without the presence of the panies to the dispute in the
light of the information provided and the statements made.

3.      Opinions expressed in the panel report by individual panelists shall be anonymous.

BGBl. 1994, Seite 1608 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1608
1608                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                          Anicle 15

                                                   Interim Review Stage

  1.      Following the consideration of rebuttal submissions and oral arguments, the panel shall issue
  the descriptive (factual and argument) sections of its draft repon to the parties to the dispute. Within
  a period of time set by the panel, the parties shall submit their comments in writing.

  2.       Following the expiration of the set period of time for receipt of conunents from the parties
  to the dispute, the panel shall issue an interim repon to the panies, including both the descriptive sections
  and the panel's findings and conclusions. Within a period oftime set by the panel, a pany may submit
  a written request for the panel to review precise aspects of the interim repon prior to circulation of
  the final repon to the Members. At the request of a pany, the panel shall hold a further meeting with
  the parties on the issues identified in the written comments. If no comments are received from any
  party within the comment period, the interim repon shall be considered the final panel repon and
  circulated promptly to the Members.

  3.      The findings of the final panel repon sball include a discussion of the arguments made at the
  interim review stage. The interim review stage shall be conducted within the time-period set out in
  paragraph 8 of Article 12.                                        ·


                                                          Anicle 16

                                               Adoption of Panel Repons

  1.      In order to provide sufficient time for the Members to consider panel reports, the reports shall
  not be considered for adoption by the DSB until 20 days after the date they have been circulated to
  the Members.

  2.      Members baving objections to a panel repon shall give written reasons to explain their objections
  for circulation at least 10 days prior to the DSB meeting at which the panel repon will be considered.

  3.      The panies to a dispute shall have the right to panicipate fully in the consideration of the panel
  report by the DSB, and their views shall be fully recorded.

  4.      Within 60 days after the date of circulation of a panel repon to the Members, the report shall
  be adopted at a DSB meeting7 unless a pany to the dispute formally notifies the DSB of its decision
  to appeal or the DSB decides by consensus not to adopt the report. If a pany has notified its decision
  to appeal, the report by the panel shall not be considered for adoption by the DSB until after completion
  of the appeal. This adoption procedure is without prejudice to the right of Members to express their
  views on a panel report.




      'If a meeting of the DSB is not scheduled within this period at a time that enables the requirements of paragraphs 1 and 4
  of Anicle 16 to be met, a meeting of the DSB shall be held for this purpose.

BGBl. 1994, Seite 1609 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1609

                                                Article 17

                                            Appellate Review

Standing Appellate Body

1.      A standing Appellate Body shall be established by the DSB. The Appellate Body shall hear
appeals from panel cases. lt shall be composed of seven persons, three of whom shall serve on any
one case. Persons serving on the Appellate Body shall serve in rotation. Such rotation shall be
determined in the working procedures of the Appellate Body.

2.     The DSB shall appoint persons ·10 serve on the Appellate Body for a four-year term, and each
person may be reappointed once. However, the tenns of three of the seven persons appointed
immediately after the entry into force of the WTO Agreement shall expire at the end of two years,
tobe detennined by lot. Vacancies shall be filled as they arise. A person appointed to replace a person
whose tenn of office has not expired shall hold office for the remainder of the predecessor's term.

3.       1be Appellate Body shall comprise persom of recogniml authority, with demonstrated expenise
in law, international trade and the subject matter of the covered agreements generally. They shall be
unaffiliated with any government. The Appellate Body membership shall be broadly representative
of membership in the WTO. All persons serving on the Appellate Body shall be available at all times
and on short notice, and shall stay abreast of dispute settlement activities and other relevant aG.tivities
of the WTO. They shall not participate in the consideration of any disputes that would create a direct
or indirect conflict of interest.

4.     Only parties to the dispute, not third parties, may appeal a panel repon. Third panies which
have notified the DSB of a substantial interest in the matter pursuant to paragraph 2 of Anicle 1Omay
make written submissions to, and be given an opportunity to be heard by, the Appellate Body.

5.       As a general rule, the proceedings shall not exceed 60 days from the date a pany to the dispute
formally notifies its decision to appeal to the date the Appellate Body circulates its repon. In fixing
its timetable the Appellate Body shall take into account the provisions of paragraph 9 of Anicle 4,
if relevant. When the Appellate Body considers tbat it cannot provide its repon within 60 days, it
shall inform the DSB in writing of the reasons for the delay together with an estimate of the period
within which it will submit its report. In no case shall the proceedings exceed 90 days.

6.     An appeaI shall be limited to issues of law covered in the panel repon and legal interpretations
developed by the panel.

7.       The Appellate Body shall be provided with appropriate administrative and legal suppon as
it requires.

8.     The expenses of persons serving on the Appellate Body, including travel and subsistence
allowance, shall be met from the WTO budget in accordance with criteria tobe adopted by the General
Council, based on recommendations of the Committee on Budget, Finance and Administration.

Procedures for Appellate Review

9.      Working procedures shall be drawn up by the Appellate Body in consultation with the Chairman
of the DSB and the Director-General, and communicated to the Members for their information.

BGBl. 1994, Seite 1610 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1610
1610                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  1O.    The proceedings of the Appellate Body sball be confidential. The repons of the Appellate
  Body shall be drafted without the presence of the panies to the dispute and in the light of the information
  provided and the statements made.

  11.     Opinions expressed in the Appellate Body report by individuals serving on the Appellate Body
  shall be anonymous.

  12.     The Appellate Body sball address each of the issues raised in accordance with paragraph 6
  during the appellate proceeding.

  13.    The Appellate Body may uphold, modify or reverse the legal findings and conclusions of the
  panel.

  Adoption of Appellate Body Repons

  14.      An Appellate Body report sball be adopted by the DSB and unconditionally accepted by the
  parties to the dispute unless the DSB decides by consensus not to adopt the Appellate Body report within
  30 days following its circulation to the Members. 8 This adoption procedure is without prejudice to
  the right of Members to express their views on an Appellate Body report.


                                                         Anicle 18

                                Communications with the Panel or Appellate Body

  1.     There shall be no a pane communications with the panel or Appellate Body concerning matters
  under consideration by the panel or Appellate Body.

  2.       Written submissions to the panel or the Appellate Body shall be treated as confidential, but
  shall be made available to the panies to the dispute. Nothing in tbis Understanding shall preclude
  a party to a dispute from disclosing statements of its own positions to the public. Members shall treat
  as confidential information submitted by another Member to the panel or the Appellate Body which
  that Member has designated as confidential. A party to a dispute shall also, upon request of a Member,
  provide a non-confidemial summary of the information contained in its written submissions that could
  be disclosed to the public.

                                                         Anicle 19

                                    Panel and Appellate Body Recommendations

   1.      Where a panel or the Appellate Body concludes that a measure is inconsistent with a covered
   agreement, it shall recommend that the Member concerned9 bring the measure imo conformity with
   that agreement. 10 In addition to its recommendations, the panel or Appellate Body may suggest ways
   in which the Member concemed could implement the recommendations.




       'If a meeting of tbe DSB is not scbeduled during Ibis period, such a meeting of ehe DSB shall be held for this purpose.

       9The "Member concemed" is the pany to the dispute to which the panel or Appellate Body recommendations are directed.
       1
        oWith respect to recommendations in cases not involving a violation of GATT 1994 or any other covered agreement,
   see Anicle 26.

BGBl. 1994, Seite 1611 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1611

2.     In accordance with paragraph 2 of Article 3, in their findings and recommendations, the panel
and Appellate Body cannot add to or diminish the rights and obligations provided in the covered
agreements.


                                                          Article 20

                                              nme-frame for DSB Decisions

         Unless otherwise agreed to by the parties to the dispute, the period from the date of establishment
of the panel by the DSB until the date the DSB considers the panel or appellate report for adoption
shall as a general rule not exceed nine months where the panel report is not appealed or 12 months
where the report is appealed. Where either the panel or the Appellate Body has acted, pursuant to
paragraph 9 of Article 12 or paragraph 5 of Anicle 17, to extend the time for providing its report,
the additional time taken shall be added to the above periods.


                                                          Article 21

                        Surveillance of Implementation of Recommendations and Rulings

1.       Prompt compliance with recommendations or rulings of the DSB is essential in order to ensure
effective resolution of disputes to the benefit of all Members.

2.    Particular attention should be paid to matters affecting the interests of developing country
Members with respect to measures which have been subject to dispute settlement.

3.       At a DSB meeting held within 30 days 11 after the date of adoption of the panel or Appellate
Body report, the Member concemed shall inform the DSB of its intentions in respect of implementation
of the recommendations and rulings of the DSB. If it is impracticable to comply immediately with
the recommendations and rulings, the Member concemed shall have a reasonable period of time in
which to do so. The reasonable period of time shall be:

             (a)      the period of time proposed by the Member concemed, provided that such period is
                      approved by the DSB; or, in the absence of such approval,

             (b)      a period of time mutually agreed by the parties to the dispute within 45 days after the
                      date of adoption of the recommendations and rulings; or, in the absence of such
                      agreement,

             (c)      a period of time determined through binding arbitration within 90 days after the date
                      of adoption of the recommendations and rulings. 12 In such arbitration, a guideline for
                      the arbitrator13 should be that the reasonable period of time to implement panel or
                      Appellate Body recommendations should not exceed 15 months from the date of adoption
                      of a panel or Appellate Body report. However, that time may be shorter or longer,
                      depending upon the panicular circwnstances.


    11
         If a meeting ofthe DSB is not scbeduled during this period, such a meeting of the DSB shall be held for tbis purpqse.
    12
     1f the parties cannot agree on an arbitrator witbin ten days after refening tbe matter to atbitration, the arbitrator shall
be appointed by the Director-GeneraJ within ten days, after consulting the panies.

    13
         The expression "arbitrator" shall be interpreted as referring eitber to an individual or a group.

BGBl. 1994, Seite 1612 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1612
1612                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  4.       Except where the panel or the Appellate Body has extended, pursuant to paragraph 9 of Article 12
  or paragraph 5 of Article 17, the time of providing its report, the period from the date of establishment
  of the panel by the DSB until the date of detennination of the reasonable period of time shall not exceed
  15 months unless the panies to the dispute agree otherwise. Where either the panel or the Appellate
  Body has acted to extend the time of providing its report, the additional time taken shall be added to
  the 15-month period; provided that unless the parties to the dispute agree that there are exceptional
  circumstances, the total time shall not exceed 18 montbs.                                                     ;-



  5.       Where there is disagreement as to the existence or consistency with a covered agreement of
  measures taken to comply with the recommendations and rulings such dispute shall be decided through
  recourse to these dispute settlement procedures, including wberever possible resort to the original panel.
  The panel shall circulate its report within 90 days after the date of referral of the matter to it. When
  the panel considers that it cannot provide its report within this time frame, it shall inform the DSB
  in writing of the reasons for the delay together with an estimate of the period within which it will submit
  its repon.

  6.       The DSB shall keep under surveillance the implementation of adopted recommendations or
  rulings. The issue of implementation of the recommendations or rulings may be raised at the DSB
  by any Member at any time following their adoption. Unless the DSB decides otherwise, the issue
  of implementation of the recommendations or rulings shal1 be placed on tbe agenda of the DSB meeting
  after six months following the date of establishment of the reasonable period of time pursuant to
  paragraph 3 and shall remain on the DSB's agenda until the issue is resolved. At least 10 days prior
  to each such DSB meeting, the Member concerned shall provide the DSB with a status report in writing
  of its progress in the implementation of the recommendations or rulings.

  7.      If the matter is one which has been raised by a developing country Member, the DSB shall
  consider what further action it might take which would be appropriate to the circumstances.

  8.     If the case is one brought by a developing country Member, in considering what appropriate
  action might be taken, the DSB shall take into account not only the trade coverage of measures
  complained of, but also their impact on the economy of developing country Members concemed.


                                                  Article 22

                             Compensation and the Suspension of Concessions

  1.       Compensation and the suspension of concessions or other obligations are temporary measures
  available in the event that the recommendations and rulings are not implemented within a reasonable
  period of time. However, neither compensation nor the suspension of concessions or other obligations
  is preferred to full implementation of a recommendation to bring a measure into confonnity with the
  covered agreements. Compensation is voluntary and, if granted, shall be consistent with the covered
  agreements.

   2.       If the Member concemed fails to bring the measure found to be inconsistent with a covered
   agreement into compliance therewith or otherwise comply with the recommendations and rulings within          .,
   the reasonable period of time determined pursuant to paragraph 3 of Article 21, such Member shall,
   if so requested, and no later than the expiry of the reasonable period of time, enter into negotiations
   with any party having invoked the dispute settlement procedures, with a view to developing mutually
   acceptable compensation. If no satisfactory compensation has been agreed within 20 days after the
   date of expiry of the reasonable period of time, any party having invoked the dispute settlement
   procedures may request authori7.ation from the DSB to suspend the application to the Member concemed
   of concessions or other obligations under the covered agreements.

BGBl. 1994, Seite 1613 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1613

3.      In considering what concessions or other obligations to suspend, the complaining pany shall
apply the following principles and procedures:

       (a)      the general principle is that the complaining pany should first seek to suspend
                concessions or other obligations with respect to the same sector(s) as that in which
                the panel or Appellate Body has found a violation or other nullification or impainnent;

       (b)      if that pany considers that it is not practicable or effective to suspend concessions or
                other obligations with respect to the same sector(s), it may seek to suspend concessions
                or other obligations in other sectors under the same agreement;

       (c)      if that party considers that it is not practicable or effective to suspend concessions or
                other obligations with respect to other sectors under the same agreement, and that the
                circumstances are serious enough, it may seek to suspend concessions or other
                obligations under another covered agreement;

       (d)      in applying the above principles, that pany shall take into account:

                (i)      the trade in the sector or under the agreement under which the panel or
                         Appellate Body has found a violation or other nullification or impainnent, and
                         the importance of such trade to that party;

                (ii)     the broader economic elements related to the nullification or impairment and
                         the broader economic consequences of the suspension of concessions or other
                         obligations;

       (e)      if that party decides to request authoriz.ation to suspend concessions or other obligations
                pursuant to subparagraphs (b) or (c), it shall swe the reasons therefor in its request.
                At the same time as the request is forwarded to the DSB, it also shall be forwarded
                to the relevant Councils and also, in the case of a request pursuani to subparagraph (b),
                the relevant sectoral bodies;

       (f)      for purposes of this paragraph, "sector" means:

                (i)      with respect to goods, all goods;

                (ii)     with respect to services, a principal sector as identified in the current "Services
                         Sectoral Classification List" wbich identifies such sectors; 14

                (iii)    with respect to trade-related intellectual property rights, each of the categories
                         ofintellectual propeny rights covered in Section 1, or Section 2, or Section 3,
                         or Section 4, or Section 5, or Section 6, or Section 7 of Part n, or the
                         obligations Wlder Pan m, or Part IV of the Agreement on TRIPS;

       (g)      for purposes of this paragraph, "agreement" means:

                (i)      with respect to goods, the agreements listed in Annex lA of the WTO
                         Agreement, taken as a whole as weil as the Plurilateral Trade Agreements in
                         so far as the relevant parties to the dispute are parties to these agreements;

                (ii)     with respec~ to services, the GATS;

   1
   'The list in document MTN.GNS/W/120 identifies eleven sectors.

BGBl. 1994, Seite 1614 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1614
1614                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                      (iii)     with respect to intellectual property rights, the Agreement on TRIPS.

  4..     The level of the suspension of concessions or other obligations authorized by the DSB shall
  be equivalent to the level of the nullification or impainnent.

  S.      The DSB sball not autborize suspemion of concessiom or other obligations if a covered agreemem
  prohibits such suspension.

  6.       When tbe situation described in paragraph 2 occurs, tbe DSB, upon request, shall grant
  authoriz.ation to suspend concessions or other obligations within 30 days of the expiry of the reasonable
  period of time unless the DSB decides by consensus to reject the request. However, if the Member
  concemed objects to the level of suspeDSion proposed, or claims tbat the principles and procedures
  set forth in paragraph 3 have not been followed where a complaining party bas requested authorization
  to suspend concessions or other obligations pursuant to paragraph 3(b) or (c), the matter shall be referred
  to arbitration. Such arbitration shall be canied out by the original panel, if members are available,
  or by an arbitrator15 appointed by the Director-General and shall be completed within 60 days after
  the date of expiry of the reasonable period of time. Concessions or other obligations shall not be
  suspended during the course of the arbitration.

   7.       The arbitrator16 acting pursuant to paragraph 6 sball not examine the nature of the concessions
   or other obligations to be suspended but shall determine whetber tbe level of such suspemion is equivalem
   to the level of nullification or impairment. The arbitrator may also determine if the proposed suspension
   of concessions or other obligations is allowed under the covered agreement. However, if the matter
   referred to arbitration includes a claiJn tbat the principles aild procedures set forth in paragraph 3 have
   not been followed, the arbitrator shall examine that claim. In the event the arbitrator determines that
   those principles and procedures have not been followed, the complaining pany sball apply tbem consistent
   with paragraph 3. The parties shall accept the arbitrator's decision as final and the parties concemed
   shall not seek a second arbitration. The DSB shall be informed promptly of the decision of the arbitrator
   and shall upon request, grant autbori7.ation to suspend concessions or other obligations where the request
   is consistent with the decision of the arbitrator, unless the DSB decides by consensus to reject the request.

   8.      The suspension of concessions or other obligations shall be temporary and shall only be applied
   until such time as the measure found to be inconsistent with a covered agreement has been removed,
   or the Member that must implement recommendations or rulings provides a solution to the nullification
   or impainnent ofbenefits, or a mutually satisfactory solution is reacbed. In accordance with paragraph 6
   of Article 21, the DSB shall continue to keep under surveillance the implementation of adopted
   recommendatiom or rulings, including those cases wbere compensation has been provided or concessions
   or other obligations have been suspended but the recommendations to bring a measure into confonnity
   with the covered agreements have not been implemented.

   9.       The dispute settlemeot provisions of the covered agreements may be invoked in respect of
   measures affecting their observance taken by regional or local govemments or authorities within the
   territory of a Member. When the DSB has ruled that a provision of a covered agreement has not been
   observed, the responsible Member shall take such reasonable measures as may be available to it to
   ensure its observance. The provisions of the covered agreements and this Understanding relating to




       1
       5The expression•arbitrator• shall be interpreted as referring either to an individual or a group.

       16
         The expression •arbitrator" shall be interpreted as referring either to an individual or a group or to the members of
   the original panel when serving in the capacity of arbitrator.

BGBl. 1994, Seite 1615 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1615

compensation and suspension of concessions or other obligations apply in cases where it has not been
possible to secure such observance. 17


                                                      Anicle 23

                                   Strengthening of the Multilateral System

1.      When Members seek the redress of a violation of obligations or other nullification or impainnent
of benefits under the covered agreements or an impediment to the attaimnent of any objective of the
covered agreements, they shall have recourse to, and abide by, the rules and procedures of this
Understanding.

2.       In such cases, Members shall:

         (a)       not make a detennination to the effect that a violation has occurred, that benefits have
                   been nullified or impaired or that the attainment of any objective of the covered
                   agreements has been impeded, except through recourse to dispute settlement in
                   accordance with the rules and procedures of this Understanding, and shall malce any
                   such determination consistent with the findings contained in the panel or Appellate
                   Body report adopted by the DSB or an arbitration award rendered under this
                   Understanding;

         (b)       follow the procedures set forth in Anicle 21 to determine the reasonable period of time
                   for the Member concemed to implement the recommendations and rulings; and

         (c)      follow the procedures set forth in Article 22 to determine the level of suspension of
                  concessions or other obligations and obtain DSB authorization in accordance with those
                  procedures before suspending concessiom or other obligations under the covered
                  agreements in response to the failure of the Member concemed to i.mplement the
                  recommendations and rulings within that reasonable period of time.


                                                      Anicle 24

                     Special Procedures lnvolving Least-Developed Country Members

1.       At all stages of the determination of the causes of a dispute and of dispute settlement procedures
involving a least-developed country Member, panicular consideration shall be given to the special
situation of least-developed country Members. In this regard, Members shall exercise due restraint
in raising matters under these procedures involving a least-developed country Member„ If nullification
or impainnent is fOlllld to result from a measure taken by a least-developed country Member, complaining
panies shall exercise due restraint in asking for compensation or seeking authoriz.ation to suspend the
application of concessions or other obligations pursuant to these procedures.

2.      In dispute settlement cases involving a least-developed country Member, where a satisfactory
solution has not been found in the course of consultatiom the Director-General or the Chairman of
the DSB shall, upon request by a least-developed country Member offer their good offices, conciliation
and mediation with a view to assisting the panies to settle the dispute, before a request for a panel


    ''Where the provisions of any covered agreement conceming measures taken by regional or local governmems or authorities
within the territory of a Member contain provisions different from the provisions of this paragraph, the provisions of such
covered agreement shall prevail.

BGBl. 1994, Seite 1616 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1616
1616                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  is made. The Director-General or the Chairman of the DSB, in providing the above assistance, may
  consult any source which either deems appropriate.


                                                  Anicle 25

                                                 Arbitration

  1.      Expeditious arbitration within the wro as an alternative meam of dispute settlement can facilitate
  the solution of certain disputes tbat concem issues that are clearly defined by both panies.

  2.       Except as otherwise provided in this Understanding, resort to arbitration shall be subject to
  mutual agreement of tbe parties which shall agree on the procedures to be followed. Agreements to
  resort to arbitration shall be notified to all Members sufficiently in advance of the actua1 commencement
  of the arbitration process.

  3.       Other Members may become party to an arbitration proceeding only upon tbe agreement of
  the parties which bave agreed to have recourse to arbitration. Tbe parties to the proceeding shall agree
  to abide by the arbitration award. Arbitration awards shall be notified to tbe DSB and the Council
  or Committee of any relevant agreement where any Member may raise any point relating thereto.

  4.      Articles 21 and 22 of this Understanding shall apply mutatis mutandis to arbitration awards.


                                                  Anicle 26

  1.      Non-Violation Complaints of the Type Described in Paragraph 1 (b) of Article XXIII of
          GAIT 1994

           Where the provisions of paragraph l(b) of Article XXIIl of GATT 1994 are applicable to a
  covered agreement, a panel or the Appellate Body may only make rulings and recommendations where
  a party to the dispute considers that any benefit accruing to it directly or indirectly under the relevant
  covered agreement is being nullified or impaired or the attainment of any objective of that Agreement
  is being impeded as a result of the application by a Member of any measure, whether or not it conflicts
  with the provisions of that Agreement. Where and to the extent that such party considers and a panel
  or the Appellate Body detennines tbat a case concems a meuure tbat does not conflict with the provisions
  of a covered agreement to which the provisions of paragraph l(b) of Article XXIII of GATT 1994
  are applicable, the procedures in this Understanding shall apply, subject to the following:

           (a)     the complaining pany shall present a detailedjustification in suppon of any complaint
                   relating to a measure which does not conßict with the relevant covered agreement;

           (b)     where a measure has been found to nullify or impair benefits under, or impede the
                   attainmcnt of objectives, of the relevant covered agreement without violation thereof,
                   thcrc is no obligation to withdraw the measure. Howevcr, in such cases, the panel
                   or the Appellate Body shall recommcnd that the Member concemed make a mutually
                   satisfactory adjusnnent;

           (c)     notwithstanding the provisions of Article 21, the arbitration provided for in paragraph 3
                   of Anicle 21, upon request of cither party, may include a detcrmination of the level
                   ofbenefits which have been nullified or impaired, and may also suggest ways and means
                   of rcaching a mutually satisfactory adjustment; such suggestions shall not be binding
                   upon the parties to the dispute;

BGBl. 1994, Seite 1617 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1617

         (d)     notwithstanding the provisions of paragraph 1 of Article 22, compensation may be
                 part of a mutually satisfactory adjustment as final settlement of the dispute.

2.       Complaints of the Type Described in Paragraph 1(c) of Anicle XXIII of GATT 1994

         Where the provisions of paragraph l(c) of Article XXIIl of GATT 1994 are applicable to a
covered agreement, a panel may only make rulings and recommendations where a party considers that
any benefit accruing to it directly or indirectly under the relevant covered agreement is being nullified
or impaired or the anainment of any objective of that Agreement is being impeded as a result of the
existence of any situation other than those to which the provisions of paragraphs l(a) and l(b) of
Article XXIlI of GATI 1994 are applicable. Where and to tbe extent that such party considers and
a panel determines that the matter is covered by tbis paragraph, the procedures of this Understanding
shall apply only up to and including the point in the proceedings where the panel report has been
circulated to the Members. 'The dispute settlement rules and procedures contained in the Decision
of 12 April 1989 (BISD 36S/61-67) shall apply to consideration for adoption, and surveillance and
implementatiön of recommendations and rulings. The following shall also apply:

         (a)     the complaining party shall present a detailed justification in support of any argument
                 made with respect to issues covered under this paragraph;

        (b)      in cases involving matters covered by this paragraph, if a panel finds that cases also
                 involve dispute settlement matters other than those covered by this paragraph, the panel
                 shall circulate a report to the DSB addressing any such matters and a separate report
                 on matters falling under this paragraph.


                                                Anicle 27

                                   Responsibilities of the Secretariat

1.     The Secretariat shall have the responsibility of assisting panels, especially on the legal, historical
and procedural aspects of the matters dealt with, and of providing secretarial and technical support.

2.      While the Secretariat assists Members in respect of dispute settlement at their request, there
may also be a need to provide additional legal advice and assistance in respect of dispute settlement
to developing country Members. To this end, the Secretariat shall make available a qualified legal
expen from the WTO technical cooperation services to any developing country Member which so
requests. This expen shall assist the developing country Member in a manner ensuring the continued
impaniality of the Secretariat.

3.       The Secretariat shall conduct special training courses for interested Members concerning these
dispute settlement procedures and practices so as to enable Members' experts to be better informed
in this regard.

BGBl. 1994, Seite 1618 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1618
1618                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II


                                                APPENDIX l

                       AGREEMENTS COVERED BY THE UNDERSTANDING


   (A)     Agreement Establishing the World Trade Organiz.ation

   (B)     Multilateral Trade Agreements

           Annex lA:        Multilateral Agreements on Trade in Goods
           Annex 1B:        General Agreement on Trade in Services
           Annex IC:        Agreement on Trade-Related Aspects of lntellectual Propeny Rights

           Annex 2:         Understanding on Rules and Procedures Governing the Settlement of Disputes

   (C)     Plurilateral Trade Agreements

           Annex 4:         Agreement on Trade in Civil Aircraft
                            Agreement on Govemment Procurement
                            International Dairy Agreement
                            International Bovine Meat Agreement

            The applicability of this Understanding to the Plurilateral Trade Agreements shall be subject
   to the adoption of a decision by the parties to each agreement setting out the terms for the application
   of the U nderstanding to the individual agreement, including any special or additional rules or procedures
   for inclusion in Appendix 2, as notified to the DSB.

BGBl. 1994, Seite 1619 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1619
                                            APPENDIX 2

                   SPECIAL OR ADDITIONAL RULES AND

PROCEDURES
                      CONTAINED IN THE COVERED AGREEMENTS

Agreement

Agreement on the Application of Sanitary
      and Phytosanitary Measures

Agreement on Textiles and Clothing

Agreement on Technical Barriers to Trade

Agreement on Implementation of Article VI
      of GATT 1994

Agreement on Implementation of Article VII
      of GATT 1994

Agreement on Subsidies and Countervailing Measures

General Agreement on Trade in Services
       Annex on Financial Services
       Annex on Air Transport Services

Decision on Certain Dispute Settlement
       Procedures for the GATS

      Rules and Procedures

      11.2

      2.14, 2.21, 4.4, 5.2, 5.4, 5.6, 6.9,
      6.10, 6.11, 8.1 through 8.12

      14.2 through 14.4, Annex 2

      17.4 through 17.7

      19.3 through 19.S, Annex Il.2(f), 3, 9, 21

4.2 through4.12, 6.6, 7.2 through 7.10, 8.5,
footnote 35, 24.4, 27.7, Annex V

      XXIl:3, XXIIl:3
      4
      4

      1 through 5
        The list of rules and procedures in this Appendix includes provisions where only a pan of the
provision may be relevant in this context.
        Any special or additional rules orprocedures in the Plurilateral Trade Agreements as determined
by the competent bodies of each agreement and as notified to the DSB.
BGBl. 1994, Seite 1620 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1620
1620                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                APPENDIX 3

                                        WORKING PROCEDURES


  1.     In its proceedings the panel shall follow the relevant provisions of this Understanding. In addition,
  the following working procedures shall apply.

  2.    The panel shall meet in closed session. The parties to the dispute, and interested parties, shall
  be present at the meetings only when invited by the panel to appear before it.

  3.     The deliberations of the panel and the documents submined to it shall be kept confidential.
  Nothing in this Understanding shall preclude a party to a dispute from disclosing swements of its own
  positions to the public. Members shall treat as confidential information submitted by another Member
  to the panel which that Member has designated as confidential. Where a party to a dispute submits
  a confidential version of its written submissions to the panel, it shall also, upon request of a Member,
  provide a non-confidential swnmary of the information contained in its submissions that could be
  disclosed to the public.

  4.    Before the first substantive meeting ofthe panel with the parties, the parties to the dispute shall
  transmit to the panel written submissions in which they present the facts of the case and their argwnents.

  5.    At its first substantive meeting with the parties, the panel shall ask the party which has brought
  the complaint to present its case. Subsequently, and still at the same meeting, the party against which
  the complaint has been brought shall be asked to present its point of view.

  6.     All third parties which have notified their interest in the dispute to the DSB shall be invited in
  writing to present their views during a session of the first substantive meeting of the panel set aside
  for that purpose. All such third parties may be present during the entirety of this session.

  7.     Formal rebuttals shall be made at a second substantive meeting of the panel. Toe party complained
  against shall have the right to take the ßoor first to be followed by the complaining party. The parties
  shall submit, prior to that meeting, written rebuttals to the panel.

  8.    The panel may at any time put questions to the parties and ask them for explanations either in
  the course of a meeting with the panies or in writing.

  9.     The parties to the dispute and any third party invited to present its views in accordance with
  Article 10 shall make available to the panel a written version of their oral statements.

  10. In the interest of full transparency, the presentations, rebuttals and Statements referred to in
  paragraphs 5 to 9 shall be made in the presence of the parties. Moreover, each party' s written
  submissions, including any comments on the descriptive part of the report and responses to questions
  put by the panel, shall be made available to the other party or parties.

   11.   Any additional procedures specific to the panel.

BGBl. 1994, Seite 1621 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1621
12.   Proposed timetable for panel work:

      (a)    Receipt of first written submissions of the parties:

             (1)    complaining Party:
             (2)    Party complained against:

      (b)    Date, time and place of first substantive meeting
             with the parties; third party session:

      (c)    Receipt of written rebuttals of the parties:

      (d)    Date, time and place of second substantive
             meeting with the parties:

      (e)    Issuance of descriptive part of the report to the parties:

      (f)    Receipt of comments by the parties on the
             descriptive part of the report:

      (g)    lssuance of the interim report, including the
             findings and conclusions, to the parties:

      (h)    Deadline for party to request review of part(s) of repon:

      (i)    Period of review by panel, including possible
             additional meeting witb parties:

      (j)    lssuance of final report to parties to dispute:

      (k)    Circulation of the final report to the Members:

3-6 weeks
2-3 weeks

1-2 weeks

2-3 weeks

1-2 weeks

2-4weeks

2 weeks

2-4 weeks

1 week

2 weeks

2 weeks

3 weeks
       The above calendar may be changed in the light ofunforeseen developments. Additional meetings
with the parties shall be scheduled if required.
BGBl. 1994, Seite 1622 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1622
1622                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II


                                               APPENDIX 4

                                       EXPERT REVIEW GROUPS


         The following rules and procedures shall apply to expen review groups established in accordance
  with the provisions of paragraph 2 of Anicle 13.

  1.    Expen review groups are under the panel 's authority. Their tenns of reference and detailed
  working procedures shall be decided by the panel, and they shall repon to the panel.

  2.     Panicipation in expert review groups shall be restricted to persons of professional standing and
  experience in the field in question.

  3.     Citizens of parties to the dispute shall not serve on an expen review group without the joint
  agreement of the parties to the dispute, except in exceptional circumstances when the panel considers
  that the need for specialized scientific expenise cannot be fulfilled otherwise. Government officials
  of parties to the dispute shall not serve on an expen review group. Members of expen review groups
  shall serve in their individual capacities and not as government representatives, nor as representatives
  of any organization. Governments or organizations shall therefore not give them instructions with
  regard to maners before an expen review group.

  4.     Expen review groups may consult and seek infonnation and technical advice from any source
  they deem appropriate. Before an expen review group seeks such infonnation or advice from a source
  within the jurisdiction of a Member, it shall inform the government of that Member. Any Member
  shall respond promptly and fully to any request by an expen review group for such information as
  the expen review group considers necessary and appropriate.

  5.      The parties to a dispute shall have access to all relevant information provided to an expen review
  group, unless it is of a confidential nature. Confidential infonnation provided to the expen review
  group shall not be released without formal authoriz.ation from the govemment, organization or person
  providing the information. Where such infonnation is requested from the expen review group but
  release of such infonnation by the expen review group is not authorized, a non-confidential summary
  of the information will be provided by the govemment, organization or person supplying the infonnation.

  6.     The expen review group shall submit a draft repon to the parties to the dispute with a view
  to obtaining their comments, and taking them into account, as appropriate, in the final repon, which
  shall also be issued to the parties to the dispute when it is submitted to the panel. The final repon
  of the expen review group shall be advisory only.

BGBl. 1994, Seite 1623 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1623

    DECISION ON THE APPLICATION AND REVIEW OF THE UNDERSTANDING
   ON RULES AND PROCEDURES GOVERNING THE SEITLEMENT OF DISPUTES


Ministers,

          Recalling the Decision of 22 February 1994 that existing rules and procedures of GA IT 1947
in the field of dispute settlement shall remain in effect until the date of entry into force of the Agreement
Establishing the World Trade Organiz.ation,

        lnvite the relevant Councils and Committees to decide that they shall remain in operation for
the purpose of dealing with any dispute for which the request for consultation was made before that
date;

        lnvite the Ministerial Conference to complete a full review of dispute settlement rules and
procedures under the World Trade Organi.zation within four years after the entry into force of the
Agreement Establishing the World Trade Organization, and to take a decision on the occasion of its
first meeting after the completion of the review, whether to continue, modify or terminate such dispute
settlement rules and. procedures.

BGBl. 1994, Seite 1624 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1624
1624                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II




                                                                                                                     (Übersetzung)

                                        Schlußakte
    über die Ergebnisse der multilateralen Handelsverhandlungen der Uruguay-Runde

1. Die Vertreter der Regierungen und der Europäischen Gemeinschaften, Mitglieder des Handelsverhandlungsausschusses, die
   zusammengetreten sind, um die Multilateralen Handelverhandlungen der Uruguay-Runde abzuschließen, vereinbaren, daß das
   Übereinkommen zur Errichtung der Welthandelsorganisation (im folgenden als „WTO-Übereinkommen" bezeichnet), die als Anlagen
   beigefügten Erklärungen und Beschlüsse der Minister sowie die Vereinbarung über Verpflichtungen bei Finanzdienstleistungen die
   Ergebnisse ihrer Verhandlungen enthalten und Bestandteil dieser Schlußakte sind.
2. Durch die Unterzeichnung dieser Schlußakte vereinbaren die Vertreter,
   a) das WTO-Übereinkommen gegebenenfalls ihren jeweils zuständigen Stellen zur Prüfung vorzulegen, um die Genehmigung des
      Übereinkommens in Übereinstimmung mit ihren einschlägigen Verfahren zu erlangen, und
   b) die Erklärungen und Beschlüsse der Minister anzunehmen.
3. Die Vertreter halten es übereinstimmend für wünschenswert, daß das WTO-Übereinkommen von allen Teilnehmern der Multilatera-
   len Handelsverhandlungen der Uruguay-Runde (im folgenden als „Teilnehmer" bezeichnet) angenommen wird, damit es am
   1. Januar 1995 oder so früh wie möglich danach in Kraft tritt. Gemäß dem letzten Absatz der Ministererklärung von Punta del Este
   werden die Minister spätestens Ende 1994 zusammentreffen, um über die internationale Durchführung der Ergebnisse, einschließ-
   lich des Zeitpunkts ihres lnkrafttretens, zu beschließen.
4. Die Vertreter kommen überein, daß das WTO-Übereinkommen in seiner Gesamtheit allen Teilnehmern nach seinem Artikel XIV zur
   Annahme offensteht, die durch Unterzeichnung oder auf andere Weise erfolgen kann. Für die Annahme und das Inkrafttreten eines
   in Anlage 4 des WTO-Übereinkommens enthaltenen Plurilateralen Handelsübereinkommens gelten die Bestimmungen des betref-
   fenden Übereinkommens.
5. Teilnehmer, die nicht Vertragsparteien des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens sind, müssen, bevor sie das WTO-Überein-
   kommen annehmen, zunächst die Verhandlungen über ihren Beitritt zum Allgemeinen Abkommen abgeschlossen haben und
   Vertragsparteien desselben werden. Für Teilnehmer, die zum Datum der Schlußakte nicht Vertragsparteien des Allgemeinen
   Abkommens sind, sind die Zugeständnislisten nicht endgültig, sondern werden in der Folge im Hinblick auf ihren Beitritt zum
   Allgemeinen Abkommen und die Annahme des WTO-Übereinkommens ergänzt.
6. Diese Schlußakte und die als Anlagen beigefügten Texte werden beim Generaldirektor der VERTRAGSPARTEIEN des Allgemeinen
   Zoll- und Handelsabkommens hinterlegt, der unverzüglich jedem Teilnehmer eine beglaubigte Abschrift übermittelt.



 Geschehen zu Marrakesch am 15. April 1994 in einer Urschrift in englischer, französischer und spanischer Sprache, wobei jeder
Wortlaut verbindlich ist.

[Die Unterschriftenliste wird zur Unterzeichnung in die Vertragsausfertigung der Schlußakte aufgenommen.]

BGBl. 1994, Seite 1625 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1625




                                                 Übereinkommen
                                zur Errichtung der Welthandelsorganisation (WTO)

  Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens -

   in der Erkenntnis, daß ihre Handels- und Wirtschaftsbeziehungen auf die Erhöhung des Lebensstandards, auf die Sicherung der
Vollbeschäftigung und eines hohen und ständig steigenden Umfangs des Realeinkommens und der wirksamen Nachfrage sowie auf die
Ausweitung der Produktion und des Handels mit Waren und Dienstleistungen gerichtet sein, gleichzeitig aber die optimale Nutzung der
Hilfsquellen der Welt im Einklang mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung gestatten sollen, in dem Bestreben, den Schutz und die
Erhaltung der Umwelt und gleichzeitig die Steigerung der dafür erforderlichen Mittel zu erreichen, und zwar in einer Weise, die mit den
ihrem jeweiligen wirtschaftlichen Entwicklungsstand entsprechenden Bedürfnissen und Anliegen vereinbar ist,

  in der Erkenntnis, daß es positiver Bemühungen bedarf, damit sich die Entwicklungsländer, insbesondere die am wenigsten
entwickelten unter ihnen, einen Anteil am Wachstum des internationalen Handels sichern, der den Erfordernissen ihrer wirtschaftlichen
Entwicklung entspricht,

  in dem Wunsch, zur Verwirklichung dieser Ziele durch den Abschluß von Übereinkünften beizutragen, die auf der Grundlage der
Gegenseitigkeit und zum gemeinsamen Nutzen auf einen wesentlichen Abbau der Zölle und anderer Handelsschranken sowie auf die
Beseitigung der Diskriminierung in den internationalen Handelsbeziehungen abzielen,

   daher entschlossen, ein integriertes, funktionsfähigeres und dauerhafteres multilaterales Handelssystem zu entwickeln, welches das
Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen, die Ergebnisse früherer Handelsliberalisierungsbemühungen und sämtliche Ergebnisse der
Multilateralen Handelsverhandlungen der Uruguay-Runde umfaßt,

   entschlossen, die fundamentalen Grundsätze dieses multilateralen Handelssystems zu wahren und die Verwirklichung seiner Ziele zu
fördern -

  kommen wie folgt überein:

                                                               Artikel 1
                                                    Errichtung der Organisation
  Die Welthandelsorganisation (im folgenden als „WTO" bezeichnet) wird hiermit errichtet.

                                                              Artikel 11
                                                    Wirkungsbereich der WTO
  (1) Die WTO bildet den gemeinsamen institutionellen Rahmen für die Wahrnehmung der Handelsbeziehungen zwischen ihren
Mitgliedern in Angelegenheiten im Zusammenhang mit den in den Anlagen dieses Übereinkommens enthaltenen Übereinkommen und
dazugehörigen Rechtsinstrumenten.
   (2) Die Übereinkommen und die dazugehörigen Rechtsinstrumente, die in den Anlagen 1, 2 und 3 enthalten sind (im folgenden als
,,Multilaterale Handelsübereinkommen" bezeichnet), sind Bestandteil dieses Übereinkommens und für alle Mitglieder verbindlich.
  (3) Die Übereinkommen und die dazugehörigen Rechtsinstrumente, die in Anlage 4 enthalten sind (im folgenden als „Plurilaterale
Handelsübereinkommen" bezeichnet), sind ebenfalls Bestandteil dieses Übereinkommens für diejenigen Mitglieder, die sie angenom-
men haben, und sind für diese Mitglieder verbindlich. Die Plurilateralen Handelsübereinkommen begründen für die Mitglieder, die sie
nicht angenommen haben, weder Pflichten noch Rechte.
  (4) Das in Anlage 1A enthaltene Allgemeine Zoll- und Handelsübereinkommen von 1994 (im folgenden als "GATT 1994" bezeichnet)
unterscheidet sich rechtlich von dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen vom 30. Oktober 1947, das der Schlußakte der Zweiten
Tagung des Vorbereitenden Ausschusses der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Beschäftigung als Anlage beigefügt
war, in seiner später berichtigten, ergänzten oder geänderten Fassung (im folgenden als „GATT 1947" bezeichnet).

                                                              Artikel III
                                                        Aufgaben der WTO
  (1) Die WTO erleichtert die Durchführung, die Verwaltung und die Wirkungsweise dieses Übereinkommens und der Multilateralen
Handelsübereinkommen sowie die Verwirklichung ihrer Ziele; sie bildet auch den Rahmen für die Durchführung, die Verwaltung und die
Wirkungsweise der Plurilateralen Handelsübereinkommen.
   (2) Die WTO dient als Forum für Verhandlungen zwischen ihren Mitgliedern über deren multilaterale Handelsbeziehungen in den
Bereichen, die im Rahmen der in den Anlagen dieses Übereinkommens enthaltenen Übereinkünfte behandelt werden. Die WTO kann
auch als Forum für weitere Verhandlungen zwischen ihren Mitgliedern über deren multilaterale Handelsbeziehungen sowie als Rahmen
für die Durchführung der Ergebnisse solcher Verhandlungen dienen, wie dies von der Ministerkonferenz beschlossen wird.
  (3) Die WTO verwaltet die in Anlage 2 dieses Übereinkommens enthaltene Vereinbarung über Regeln und Verfahren zur Beilegung
von Streitigkeiten (im folgenden als „Vereinbarung über Streitbeilegung" oder „DSU" bezeichnet).
   (4) Die WTO verwaltet das in Anlage 3 dieses Übereinkommens enthaltene Verfahren zur Überprüfung der Handelspolitiken (im
folgendenden als „TPRM" bezeichnet).

BGBl. 1994, Seite 1626 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1626
1626                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

   (5) Im Interesse einer kohärenteren Gestaltung der weltweiten wirtschaftspolitischen Entscheidungen arbeitet die WTO gegebenen-
falls mit dem Internationalen Währungsfonds und mit der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung und den mit ihr
verbundenen Institutionen zusammen.

                                                              Artikel IV
                                                          Aufbau der WTO
  (1) Eine Ministerkonferenz, die sich aus Vertretern aller Mitglieder zusammensetzt, tritt mindestens einmal alle zwei Jahre zusammen.
Die Ministerkonferenz nimmt die Aufgaben der WTO wahr und trifft die dafür erforderlichen Maßnahmen. Die Ministerkonferenz ist
befugt, in allen unter eines der Multilateralen Handelsübereinkommen fallenden Angelegenheiten auf Antrag eines Mitglieds in
Übereinstimmung mit den besonderen Erfordernissen für die Beschlußfassung in diesem Übereinkommen und dem einschlägigen
Multilateralen Handelsübereinkommen Beschlüsse zu fassen.
  (2) Ein Allgemeiner Rat, der sich aus Vertretern aller Mitglieder zusammensetzt, tritt zusammen, wann immer dies zweckdienlich ist.
Zwischen den Tagungen der Ministerkonferenz nimmt der Allgemeine Rat deren Aufgaben wahr. Der Allgemeine Rat nimmt auch die
Aufgaben wahr, die ihm durch dieses Übereinkommen übertragen sind. Der Allgemeine Rat gibt sich eine Geschäftsordnung und
genehmigt die Geschäftsordnungen der in Absatz 7 vorgesehenen Ausschüsse.
  (3) Der Allgemeine Rat tritt gegebenenfalls zusammen, um die Aufgaben des in der Vereinbarung über Streitbeilegung vorgesehenen
Streitbeilegungsgremiums wahrzunehmen. Das Streitbeilegungsgremium kann einen eigenen Vorsitzenden haben und legt die Verfah-
rensregeln fest, die es zur Erfüllung dieser Aufgaben für notwendig erachtet.
  (4) Der Allgemeine Rat tritt gegebenenfalls zusammen, um die Aufgaben des im TPRM vorgesehenen Organs zur Überprüfung der
Handelspolitiken wahrzunehmen. Das Organ zur Überprüfung der Handelspolitiken kann einen eigenen Vorsitzenden haben und legt
die Verfahrensregeln fest, die es zur Erfüllung dieser Aufgaben für notwendig erachtet.
  (5) Ein Rat für den Handel mit Waren, ein Rat für den Handel mit Dienstleistungen und ein Rat für handelsbezogene Aspekte der
Rechte des geistigen Eigentums (im folgenden als "Rat für TRIPS" bezeichnet) sind unter der allgemeinen Leitung des Allgemeinen
Rates tätig. Der Rat für den Handel mit Waren überwacht die Wirkungsweise der Multilateralen Handelsübereinkommen in Anlage 1A.
Der Rat für den Handel mit Dienstleistungen überwacht die Wirkungsweise des Allgemeinen Übereinkommens über den Handel mit
Dienstleistungen (im folgenden als "GATS" bezeichnet). Der Rat für TRIPS überwacht die Wirkungsweise des Übereinkommens über
handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (im folgenden als "übereinkommen über TRIPS" bezeichnet). Diese
Räte erfüllen die ihnen in den betreffenden übereinkommen und vom Allgemeinen Rat übertragenen Aufgaben. Sie geben sich
Geschäftsordnungen, die der Genehmigung durch den Allgemeinen Rat bedürfen. Die Mitgliedschaft in diesen Räten steht den
Vertretern aller Mitglieder offen. Diese Räte treten zur Ausübung ihrer Aufgaben je nach Notwendigkeit zusammen.
  (6) Der Rat für den Handel mit Waren, der Rat für den Handel mit Dienstleistungen und der Rat für TRIPS setzen nach Bedarf
nachgeordnete Gremien ein. Diese nachgeordneten Gremien geben sich Geschäftsordnungen, die der Genehmigung durch ihre
jeweiligen Räte bedürfen.
   (7) Die Ministerkonferenz setzt einen Ausschuß für Handel und Entwicklung, einen Ausschuß für Zahlungsbilanzbeschränkungen
sowie einen Ausschuß für Haushalt, Finanzen und Verwaltung ein, welche die Aufgaben, die ihnen in diesem Übereinkommen und in
den Multilateralen Handelsübereinkommen übertragen werden, sowie alle zusätzlichen Aufgaben wahrnehmen, die ihnen vom
Allgemeinen Rat übertragen werden; sie kann zusätzliche Ausschüsse für die Aufgaben einsetzen, die sie für zweckdienlich erachtet. Im
Rahmen seiner Aufgaben überprüft der Ausschuß für Handel und Entwicklung in regelmäßigen Zeitabständen die besonderen
Bestimmungen in den Multilateralen Handelsübereinkommen zugunsten der am wenigsten entwickelten Länder, die Mitglieder sind, und
erstattet dem Allgemeinen Rat Bericht, damit dieser geeignete Maßnahmen trifft. Die Mitgliedschaft in diesen Ausschüssen steht den
Vertretern aller Mitglieder offen.
  (8) Die nach den Plurilateralen Handelsübereinkommen vorgesehenen Organe nehmen die ihnen nach jenen Übereinkommen
übertragenen Aufgaben wahr und wirken innerhalb des institutionellen Rahmens der WTO. Diese Organe unterrichten den Allgemeinen
Rat regelmäßig über ihre Tätigkeit.

                                                               Artikel V
                                             Beziehungen zu anderen Organisationen
  (1) Oer Allgemeine Rat trifft geeignete Vorkehrungen zur wirksamen Zusammenarbeit mit anderen zwischenstaatlichen Organisatio-
nen, deren Aufgaben mit denen der WTO im Zusammenhang stehen.
   (2) Der Allgemeine Rat kann geeignete Vorkehrungen für Konsultationen und Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Organisationen
treffen, die sich mit Angelegenheiten befassen, die mit denen der WTO im Zusammenhang stehen.

                                                              Artikel VI
                                                             Sekretariat
  (1) Ein Sekretariat der WTO (im folgenden als "Sekretariar bezeichnet) steht unter der Leitung eines Generaldirektors.
  (2) Die Ministerkonferenz ernennt den Generaldirektor und nimmt Bestimmungen über die Befugnisse, die Aufgaben, die Dienstbedin-
gungen und die Amtszeit des Generaldirektors an.
 (3) Der Generaldirektor ernennt die Mitglieder des Personals des Sekretariats und legt deren Aufgaben und Dienstbedingungen in
Übereinstimmung mit den von der Ministerkonferenz angenommenen Bestimmungen fest.
   (4) Die Aufgaben des Generaldirektors und des Sekretariatspersonals haben ausschließlich internationalen Charakter. Bei der
Wahrnehmung ihrer Pflichten dürfen der Generaldirektor und das Sekretariatspersonal Weisungen von irgendeiner Regierung oder
anderen Stellen außerhalb der WTO weder einholen noch entgegennehmen. Sie haben sich jeglicher Tätigkeit zu enthalten, die sich auf
ihre Stellung als internationale Beamte abträglich auswirken könnte. Die Mitglieder der WTO achten den internationalen Charakter der
Aufgaben des Generaldirektors und des Sekretariatspersonals und versuchen nicht, sie in der Ausübung ihrer Pflichten zu beeinflus-
sen.

BGBl. 1994, Seite 1627 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1627

                                                                                Artikel VII
                                                                        Haushalt und Beiträge
  (1) Der Generaldirektor legt dem Ausschuß für Haushalt, Finanzen und Verwaltung den jährlichen Haushaltsvoranschlag und
Rechnungsabschluß der WTO vor. Der Ausschuß für Haushalt, Finanzen und Verwaltung prüft den vom Generaldirektor vorgelegten
jährlichen Haushaltsvoranschlag und Rechnungsabschluß und richtet Empfehlungen hierüber an den Allgemeinen Rat. Der jährliche
Haushaltsvoranschlag bedarf der Genehmigung durch den Allgemeinen Rat.
  (2) Der Ausschuß für Haushalt, Finanzen und Verwaltung schlägt dem Allgemeinen Rat Finanzregelungen vor, die Bestimmungen
über folgendes enthalten:
a) den Beitragsschlüssel, der die Ausgaben der WTO zwischen ihren Mitgliedern aufteilt,
b) die erforderlichen Maßnahmen gegenüber Mitgliedern mit Zahlungsrückständen.
Die Finanzregelungen beruhen, soweit durchführbar, auf den Regelungen und Praktiken des GATT 1947.
  (3) Der Allgemeine Rat nimmt die Finanzregelungen und den jährlichen Haushaltsvoranschlag mit Zweidrittelmehrheit an, die mehr
als die Hälfte der WTO-Mitglieder umfaßt.
  (4) Jedes Mitglied leistet umgehend seinen Beitrag an die WTO entsprechend seinem Anteil an den Ausgaben der WTO und im
Einklang mit den vom Allgemeinen Rat angenommenen Finanzregelungen.

                                                                                Artikel VIII
                                                                      Rechtsstellung der WTO
   (1) Die WTO besitzt Rechtspersönlichkeit; von jedem ihrer Mitglieder wird ihr die Rechtsfähigkeit eingeräumt, die zur Wahrnehmung
ihrer Aufgaben erforderlich ist.
  (2) Der WTO werden von jedem ihrer Mitglieder diejenigen Vorrechte und lmmunitäten eingeräumt, die zur Wahrnehmung ihrer
Aufgaben erforderlich sind.
  (3) Den Bediensteten der WTO und den Vertretern der Mitglieder werden in ähnlicher Weise von jedem ihrer Mitglieder diejenigen
Vorrechte und lmmunitäten eingeräumt, die zur unabhängigen Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Zusammenhang mit der WTO
erforderlich sind.
  (4) Die der WTO, ihren Bediensteten und den Vertretern ihrer Mitglieder von einem Mitglied einzuräumenden Vorrechte und
lmmunitäten entsprechen den Vorrechten und lmmunitäten, die in dem am 21. November 1947 von der Generalversammlung der
Vereinten Nationen angenommenen Abkommen über die Vorrechte und Befreiungen der Sonderorganisationen vorgesehen sind.
     (5) Die WTO kann ein·Sitzabkommen schließen.

                                                                                 Artikel IX
                                                                           Beschlußfassung
   (1) Die WTO setzt die nach dem GATT 1947 1 ) übliche Praxis der Beschlußfassung durch Konsens fort. Falls ein Beschluß nicht durch
Konsens gefaßt werden kann, wird über die strittige Angelegenheit durch Abstimmung beschlossen, sofern nichts anderes vorgesehen
ist. Auf den Tagungen der Ministerkonferenz und des Allgemeinen Rates verfügt jedes Mitglied der WTO über eine Stimme. Wenn die
Europäischen Gemeinschaften ihr Stimmrecht ausüben, verfügen sie über eine Anzahl von Stimmen, die der Anzahl ihrer Mitgliedstaa-
ten 2), die Mitglieder der WTO sind, entspricht. Beschlüsse der Ministerkonferenz und des Allgemeinen Rates werden mit der Mehrheit
der abgegebenen Stimmen gefaßt, sofern in diesem Übereinkommen oder in dem einschlägigen Multilateralen Handelsübereinkommen
nichts anderes vorgesehen ist3).
  (2) Die Ministerkonferenz und der Allgemeine Rat sind ausschließlich befugt, dieses übereinkommen und die Multilateralen
Handelsübereinkommen auszulegen. Im Fall einer Auslegung eines Multilateralen Handelsübereinkommens der Anlage 1 üben sie ihre
Befugnis auf der Grundlage einer Empfehlung desjenigen Rates aus, der die Wirkungsweise des betreffenden Übereinkommens
überwacht. Der Beschluß zur Annahme einer Auslegung wird mit Dreiviertelmehrheit der Mitglieder gefaßt. Dieser Absatz wird nicht in
einer Weise angewendet, welche die Änderungsbestimmungen in Artikel X unterlaufen würde.
  (3) Unter außergewöhnlichen Umständen kann die Ministerkonferenz beschließen, ein Mitglied von einer Verpflichtung aus diesem
Übereinkommen oder einem der Multilateralen Handelsübereinkommen zu entbinden; jedoch muß ein derartiger Beschluß von drei
Vierteln 4 ) der Mitglieder gefaßt werden, sofern in diesem Absatz nichts anderes vorgesehen ist.
a) Ein Antrag auf Ausnahmegenehmigung betreffend dieses Übereinkommen wird der Ministerkonferenz zur Prüfung gemäß der
   Praxis der Beschlußfassung durch Konsens vorgelegt. Die Ministerkonferenz setzt für die Prüfung des Antrags eine Frist von
   längstens 90 Tagen. Wird ein Konsens während dieser Frist nicht erzielt, so wird ein Beschluß zur Gewährung einer Ausnahmege-
   nehmigung von drei Vierteln der Mitglieder gefaßt.
b) Ein Antrag auf Ausnahmegenehmigung betreffend die Multilateralen Handelsübereinkommen der Anlagen 1A, 18 oder 1C und
   deren Anlagen wird zunächst dem Rat für den Handel mit Waren, dem Rat für den Handel mit Dienstleistungen beziehungsweise
   dem Rat für TRIPS zur Prüfung innerhalb einer Frist von längstens 90 Tagen vorgelegt. Mit Ablauf dieser Frist legt der zuständige
   Rat der Ministerkonferenz einen Bericht vor.


')   Ein Beschluß des betreffenden Organs über eine ihm zur Prüfung vorgelegte Angelegenheit gilt als durch Konsens gefaßt, wenn kein auf der beschlußfassenden Tagung
     anwesendes Mitglied gegen den vorgeschlagenen Beschluß förmlich Einspruch erhebt.
')   Die Anzahl der Stimmen der Europäischen Gemeinschaften und ihrer Mi1gliedstaaten darf die Anzahl der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften in keinem Fall
     übersteigen.
')   Wenn der Allgemeine Rat in seiner Eigenschaft als Streitbeilegungsgremium zusammentritt, werden seine Beschlüsse nur in Übereinstimmung mit Artikel 2 Absatz 4 der
     Vereinbarung über Streitbeilegung gefaßt.
')   Ein Beschluß zur Gewährung einer Ausnahmegenehmigung hinsichtlich einer Verpflichtung. für die ein Übergangszeitraum oder ein Zeitraum für eine stufenweise Durchführung
     gilt und die das antragstellende Mitglied zum Ende des maßgebenden Zeitraums nicht eingehalten hat, wird nur durch Konsens gefaßt.

BGBl. 1994, Seite 1628 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1628
                                                                                                          --------------------




1628                                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  (4) Ein Beschluß der Ministerkonferenz zur Gewährung einer Ausnahmegenehmigung nennt die den Beschluß rechtfertigenden
außergewöhnlichen Umstände, die Bedingungen für die Anwendung der Ausnahmegenehmigung sowie das Ablaufdatum der Aus-
nahmegenehmigung. Jede Ausnahmegenehmigung, die für einen längeren Zeitraum als ein Jahr gewährt wird, wird von der Minister-
konferenz ~pätestens ein Jahr nach der Gewährung und in der Folge alljährlich bis zum Ablauf der Ausnahmegenehmigung überprüft.
Bei jeder Uberprüfung untersucht die Ministerkonferenz, ob die die Ausnahmegenehmigung rechtfertigenden außergewöhnlichen
Umstände weiterhin bestehen und ob die mit der Ausnahmegenehmigung verbundenen Bedingungen eingehalten wurden. Auf der
Grundlage der jährlichen Überprüfung kann die Ministerkonferenz die Ausnahmegenehmigung verlängem, abändem oder aufheben.
  (5) Für Beschlüsse nach einem Plurilateralen Handelsübereinkommen, einschließlich der Beschlüsse über Auslegungen und
Ausnahmegenehmigungen, sind die Bestimmungen des betreffenen Übereinkommens maßgebend.

                                                             Artikel X
                                                           Änderungen
  (1) Jedes Mitglied der WTO kann in der Ministerkonferenz Vorschläge zur Änderung dieses Übereinkommens oder der Multilateralen
Handelsübereinkommen der Anlage 1 einbringen. Die in Artikel IV Absatz 5 aufgeführten Räte können ebenfalls der Ministerkonferenz
Vorschläge zur Änderung der einschlägigen Multilateralen Handelsübereinkommen der Anlage 1 unterbreiten, deren Wirkungsweise sie
überwachen. Innerhalb einer Frist von 90 Tagen nach förmlicher Einbringung auf der Ministerkonferenz wird, sofem die Ministerkonfe-
renz nicht eine längere Frist beschließt, jeder Beschluß, die vorgeschlagene Änderung den Mitgliedem zur Annahme vorzulegen, von
der Ministerkonferenz durch Konsens gefaßt. Sofem nicht Absatz 2, 5 oder 6 Anwendung findet, wird im Beschluß angegeben, ob
Absatz 3 oder Absatz 4 anzuwenden ist. Wird ein Konsens erreicht, so legt die Ministerkonferenz die vorgeschlagene Änderung
unverzüglich den Mitgliedem zur Annahme vor. Wird ein Konsens auf einer Tagung der Ministerkonferenz nicht innerhalb des
festgelegten Zeitraums erreicht, so entscheidet die Ministerkonferenz mit Zweidrittelmehrheit der Mitglieder, ob die vorgeschlagene
Änderung den Mitgliedem zur Annahme vorzulegen ist. Soweit nicht in den Absätzen 2, 5 und 6 etwas anderes vorgesehen ist, wird
Absatz 3 auf die vorgeschlagene Änderung angewendet, sofem nicht die Ministerkonferenz mit Dreiviertelmehrheit der Mitglieder
beschließt, Absatz 4 anzuwenden.
  (2) Änderungen dieses Artikels und der folgenden Artikel treten nur nach Annahme durch alle Mitglieder in Kraft:
Artikel IX dieses Übereinkommens;
Artikel I und II des GATT 1994;
Artikel II Absatz 1 des GATS;
Artikel 4 des Übereinkommens über TRIPS.
   (3) Änderungen dieses Übereinkommens oder der Multilateralen Handelsübereinkommen der Anlagen 1A und 1C, ausgenommen die
in den Absätzen 2 und 6 genannten, die so beschaffen sind, daß sie die Rechte und Pflichten der Mitglieder ändem würden, treten für
diejenigen Mitglieder, die sie angenommen haben, nach Annahme durch zwei Drittel der Mitglieder und in der Folge für jedes andere
Mitglied nach der Annahme durch dieses Mitglied in Kraft. Die Ministerkonferenz kann mit Dreiviertelmehrheit der Mitglieder beschlie-
ßen, daß eine gemäß diesem Absatz in Kraft getretene Änderung so beschaffen ist, daß es jedem Mitglied, das die Änderung innerhalb
der von der Ministerkonferenz festgesetzten Frist nicht angenommen hat, in jedem Einzelfall freisteht, aus der WTO auszutreten oder
mit Zustimmung der Ministerkonferenz Mitglied zu bleiben.
   (4) Änderungen dieses Übereinkommens oder der Multilateralen Handelsübereinkommen der Anlagen 1A und 1C, ausgenommen die
in den Absätzen 2 und 6 genannten, die so beschaffen sind, daß sie die Rechte und Pflichten der Mitglieder nicht ändem würden, treten
nach Annahme durch zwei Drittel der Mitglieder für alle Mitglieder in Kraft.
  (5) Soweit nicht Absatz 2 Anwendung findet, treten Änderungen der Teile 1, II und III des GATS und der einschlägigen Anlagen für
diejenigen Mitglieder, die sie angenommen haben, nach Annahme durch zwei Drittel der Mitglieder und in der Folge für jedes andere
Mitglied nach der Annahme durch dieses Mitglied in Kraft. Die Ministerkonferenz kann mit Dreiviertelmehrheit der Mitglieder beschlie-
ßen, daß eine nach der vorstehenden Bestimmung in Kraft getretene Änderung so beschaffen ist, daß es jedem Mitglied, das die
Änderung innerhalb der von der Ministerkonferenz festgesetzten Frist nicht angenommen hat, in jedem Einzelfall freisteht, aus der WTO
auszutreten oder mit Zustimmung der Ministerkonferenz Mitglied zu bleiben. Änderungen der Teile IV, V und VI des GATS und der
einschlägigen Anlagen treten nach Annahme durch zwei Drittel ·der Mitglieder für alle Mitglieder in Kraft.
  (6) Unbeschadet der anderen Bestimmungen dieses Artikels können Änderungen des Übereinkommens über TRIPS, welche die
Erfordemisse des Artikels 71 Absatz 2 jenes Übereinkommens erfüllen, von der Ministerkonferenz ohne weiteres förmliches Annahme-
verfahren angenommen werden.
  (7) Jedes Mitglied, das eine Änderung dieses Übereinkommens oder eines Multilateralen Handelsübereinkommens der Anlage 1
annimmt, hinterlegt innerhalb der von der Ministerkonferenz festgesetzten Annahmefrist eine Annahmeurkunde beim Generaldirektor
derWTO.
  (8) Jedes Mitglied der WTO kann der Ministerkonferenz einen Vorschlag zur Änderung der Multilateralen Handelsübereinkommen der
Anlagen 2 und 3 vorlegen. Der Beschluß zur Genehmigung von Änderungen des Multilateralen Handelsübereinkommens der Anlage 2
wird durch Konsens gefaßt; diese Änderungen treten nach Genehmigung durch die Ministerkonferenz für alle Mitglieder in Kraft.
Beschlüsse zur Genehmigung von Änderungen des Multilateralen Handelsübereinkommens der Anlage 3 treten nach Genehmigung
durch die Ministerkonferenz für alle Mitglieder in Kraft.
  (9) Die Ministerkonferenz kann auf Antrag der Mitglieder, die Vertragsparteien eines Handelsübereinkommens sind, ausschließlich
durch Konsens beschließen, das betreffende übereinkommen in Anlage 4 aufzunehmen. Die Ministerkonferenz kann auf Antrag der
Mitglieder, die Vertragsparteien eines Plurilateralen Handelsübereinkommens sind, beschließen, das betreffende übereinkommen aus
Anlage 4 zu streichen.
  (10) Für Änderungen eines Plurilateralen Handelsübereinkommens gelten die Bestimmungen des betreffenden Übereinkommens.

                                                             Artikel XI
                                                   Ursprüngliche Mitgliedschaft
  (1) Die Vertragsparteien des GATT 1947, die zum Zeitpunkt des lnkrafttretens dieses Übereinkommens solche sind, und die
Europäischen Gemeinschaften, die dieses Übereinkommen und die Multilateralen Handelsübereinkommen annehmen und für welche

BGBl. 1994, Seite 1629 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1629

    Listen von Zugeständnissen und Verpflichtungen dem GATT 1994 sowie Listen spezifischer Verpflichtungen dem GATS beigefügt sind,
    werden ursprüngliche Mitglieder der WTO.
       (2) Die am wenigsten entwickelten Länder, die von den Vereinten Nationen als solche anerkannt sind, brauchen Verpflichtungen und
    Zugeständnisse nur insoweit zu übernehmen, als diese mit ihren jeweiligen Entwicklungs-, Finanz- und Handelserfordernissen oder
    ihrer administrativen und institutionellen Leistungsfähigkeit vereinbar sind.

                                                                Artikel XII
                                                                  Beitritt
       (1) Jeder Staat oder jedes gesonderte Zollgebiet, der/das in der Wahrnehmung seiner Außenhandelsbeziehungen und hinsichtlich der
    übrigen in diesem Übereinkommen und in den Multilateralen Handelsübereinkommen behandelten Angelegenheiten volle Handlungs-
    freiheit besitzt, kann diesem Übereinkommen unter Bedingungen beitreten, die zwischen ihm und der WTO vereinbart werden. Ein
    solcher Beitritt gilt für dieses Übereinkommen und für die in dessen Anlagen enthaltenenen Multilateralen Handelsübereinkommen.
      (2) Beitrittsbeschlüsse werden von der Ministerkonferenz gefaßt. Die Ministerkonferenz genehmigt die Einigung über die Beitritts-
    bedingungen mit Zweidrittelmehrheit der Mitglieder der WTO.
      (3) Für den Beitritt zu einem Plurilateralen Handelsübereinkommen gelten die Bestimmungen des betreffenden Übereinkommens.

                                                                Artikel XIII
                                        Nichtanwendung Multilateraler Handelsüberelnkommen
                                                 zwischen bestimmten Mitgliedern
      (1) Dieses Übereinkommen und die Multilateralen Handelsübereinkommen der Anlagen 1 und 2 finden zwischen zwei Mitgliedern
    keine Anwendung, wenn eines der beiden Mitglieder zu dem Zeitpunkt, zu dem eines von ihnen Mitglied wird, der Anwendung seine
    Zustimmung versagt.
      (2) Ursprüngliche Mitglieder der WTO, die Vertragsparteien des GATT 1947 waren, können sich im Verhältnis untereinander auf
    Absatz 1 nur berufen, wenn sie sich zuvor auf Artikel XXXV jenes Abkommens berufen hatten und wenn jener Artikel zwischen diesen
    Vertragsparteien zu dem Zeitpunkt in Kraft war, zu dem dieses Übereinkommen für sie in Kraft trat.
      (3) Absatz 1 findet zwischen einem Mitglied und einem anderen Mitglied, das nach Artikel XII beigetreten ist, nur Anwendung, wenn
    das Mitglied, das der Anwendung nicht zustimmt, dies der Ministerkonferenz vor Genehmigung der Einigung über die Beitrittsbedingun-
    gen durch die Ministerkonferenz notifiziert hat.
      (4) Die Ministerkonferenz kann die Wirkungsweise dieses Artikels in besonderen Fällen auf Antrag eines Mitglieds überprüfen und
    geeignete Empfehlungen aussprechen.                                                                                     ·
     (5) Für die Nichtanwendung eines Plurilateralen Handelsübereinkommens zwischen Vertragsparteien des betreffenden Übereinkom-
    mens gelten die Bestimmungen des betreffenden Übereinkommens.

                                                               Artikel XIV
                                               Annahme, Inkrafttreten und Hinterlegung
      (1) Dieses Übereinkommen steht den Vertragsparteien des GATT 1947 sowie den Europäischen Gemeinschaften, die nach Artikel XI
    dieses Übereinkommens ursprüngliche Mitglieder der WTO werden können, zur Annahme offen, die durch Unterzeichnung oder auf
    andere Weise erfolgen kann. Eine solche Annahme gilt für dieses übereinkommen und für die in dessen Anlagen enthaltenen
    Multilateralen Handelsübereinkommen. Dieses Übereinkommen und die in dessen Anlagen enthaltenen Multilateralen Handelsüberein-
    kommen treten zu dem von den Ministern nach Absatz 3 der Schlußakte über die Ergebnisse der Multilateralen Handelsverhandlungen
    der Uruguay-Runde festgesetzten Zeitpunkt in Kraft und stehen während eines Zeitraums von zwei Jahren ab diesem Zeitpunkt zur
    Annahme offen, sofern die Minister nichts anderes beschließen. Eine nach dem Inkrafttreten dieses Übereinkommens erfolgende
    Annahme wird am dreißigsten Tag nach dem Zeitpunkt der Annahme wirksam.
      (2) Ein Mitglied, das dieses Übereinkommen nach seinem Inkrafttreten annimmt, erfüllt die Zugeständnisse und Verpflichtungen nach
    den Multilateralen Handelsübereinkommen, die im Verlauf eines Zeitraums, der mit dem Inkrafttreten dieses Übereinkommens beginnt,
    erfüllt werden müssen, so, als ob es dieses Übereinkommen zum Zeitpunkt seines lnkrafttretens angenommen hätte.
      (3) Bis zum Inkrafttreten dieses Übereinkommens wird der Wortlaut dieses Übereinkommens und der Multilateralen Handelsüberein-
    kommen beim Generaldirektor der VERTRAGSPARTEIEN des GATT 1947 hinterlegt. Der Generaldirektor übermittelt jeder Regierung
    und den Europäischen Gemeinschaften, die dieses Übereinkommen angenommen haben, unverzüglich eine beglaubigte Abschrift
    dieses Übereinkommens und der Multilateralen Handelsübereinkommen sowie eine Notifikation jeder diesbezüglichen Annahme.
    Dieses Übereinkommen und die Multilateralen Handelsübereinkommen sowie alle Änderungen derselben werden zum Zeitpunkt des
    lnkrafttretens dieses Übereinkommens beim Generaldirektor der WTO hinterlegt.
      (4) Für die Annahme und das Inkrafttreten eines Plurilateralen Handelsübereinkommens gelten die Bestimmungen des betreffenden
    Übereinkommens. Die Übereinkommen werden beim Generaldirektor der VERTRAGSPARTEIEN des GATT 1947 hinterlegt. Zum
    Zeitpunkt des lnkrafttretens dieses Übereinkommens werden die betreffenden Übereinkommen beim Generaldirektor der WTO
    hinterlegt.

                                                                Artikel XV
                                                                 Rücktritt
      (1) Jedes Mitglied kann von diesem Übereinkommen zurücktreten. Der Rücktritt gilt sowohl für dieses Übereinkommen als auch für
    die Multilateralen Handelsübereinkommen und wird mit Ablauf von sechs Monaten nach Eingang der schriftlichen Rücktrittsanzeige
    beim Generaldirektor der WTO wirksam.
     (2) Für den Rücktritt von einem Plurilateralen Handelsübereinkommen gelten die Bestimmungen des betreffenden Übereinkom-
    mens.
7

BGBl. 1994, Seite 1630 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1630
1630                                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                           Artikel XVI
                                                  Verschiedene Bestimmungen
 (1) Sofern in diesem Übereinkommen oder in den Multilateralen Handelsübereinkommen nichts anderes vorgesehen ist, läßt sich die
WTO von den Beschlüssen, Verfahren und üblichen Praktiken der VERTRAGSPARTEIEN des GATT 1947 sowie der im Rahmen des
GATT 1947 eingesetzten Organe leiten.
  (2) Soweit praktisch möglich, wird das Sekretariat des GATT 1947 zum Sekretariat der WTO, und der Generaldirektor der
VERTRAGSPARTEIEN des GATT 1947 übernimmt bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die Ministerkonferenz nach Artikel VI Absatz 2 dieses
Übereinkommens einen Generaldirektor ernannt hat, die Aufgaben des Generaldirektors der WTO.
 (3) Bei Vorliegen einer Normenkollision zwischen einer Bestimmung dieses Übereinkommens und einer Bestimmung eines der
Multilateralen Handelsübereinkommen hat die Bestimmung dieses Übereinkommens im Ausmaß der Normenkollision Vorrang.
  (4) Jedes Mitglied stellt sicher, daß seine Gesetze, sonstigen Vorschriften und Verwaltungsverfahren mit seinen Verpflichtungen
aufgrund der als Anlage beigefügten Übereinkommen in Einklang stehen.
  (5) Vorbehalte zu diesem übereinkommen sind nicht zulässig. Vorbehalte zu den Multilateralen Handelsübereinkommen können nur
angebracht werden, soweit dies in den betreffenden Übereinkommen vorgesehen ist. Vorbehalte zu einem Plurilateralen Handelsüber-
einkommen untertiegen den Bestimmungen des betreffenden Übereinkommens.
  (6) Dieses Übereinkommen wird nach Artikel 102 der Charta der Vereinten Nationen registriert.



 Geschehen zu Marrakesch am 15. April 1994 in einer Urschrift in englischer, französischer und spanischer Sprache, wobei jeder
Wortlaut verbindlich ist.

Erläuternde Bemerkungen:
Die Begriffe "Land" oder "Länder" im Sinne dieses Übereinkommens und der Multilateralen Handelsübereinkommen gelten auch für alle
gesonderten Zollgebiete, die Mitglieder der WTO sind.

   Wird im Fall eines gesonderten Zollgebiets, das Mitglied der WTO ist, ein Ausdruck in diesem übereinkommen und in den
Multilateralen Handelsübereinkommen in Verbindung mit dem Wort "national" verwendet, so ist dieser Ausdruck so zu verstehen, daß er
sich auf das Zollgebiet bezieht, sofern nichts anderes vorgesehen ist.

BGBl. 1994, Seite 1631 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1631




                                         Protokoll von Marrakesch
                         zum Allgemeinen Zoll- und Handelsübereinkommen von 1994

  Die Mitglieder -

  nach Abschluß der Verhandlungen im Rahmen des GATT 1947 aufgrund der Ministererklärung zur Uruguay-Runde -

  kommen wie folgt überein:
1. Die diesem Protokoll als Anlage beigefügte Zugeständnisliste für ein Mitglied wird an dem Tag, an dem das WTO-Übereinkommen
   für dieses Mitglied in Kraft tritt, für dieses Mitglied eine Zugeständnisliste zum GATT 1994. Jede Zugeständnisliste, die in
   Übereinstimmung mit dem Ministerbeschluß über Maßnahmen zugunsten der am wenigsten entwickelten Länder vorgelegt wird, gilt
   als Anlage zu diesem Protokoll.
2. Die Zollsenkungen, denen jedes Mitglied zugestimmt hat, werden, sofern in der_Zugeständnisliste des Mitglieds nichts anderes
   bestimmt ist, in fünf gleichen Raten vorgenommen. Die erste Senkung wird am Tag des lnkrafttretens des WTO-Übereinkommens
   wirksam, alle weiteren Senkungen jeweils am 1. Januar der folgenden Jahre, die letzte Senkung spätestens vier Jahre nach dem
   Zeitpunkt, zu dem das WTO-Übereinkommen in Kraft getreten ist, sofern in der Zugeständnisliste des betreffenden Mitglieds nichts
   anderes bestimmt ist. Ein Mitglied, welches das WTO-Übereinkommen nach dessen Inkrafttreten annimmt, nimmt, sofern in seiner
   Zugeständnisliste nichts anderes bestimmt ist, zu dem Zeitpunkt, zu dem das Übereinkommen für dieses Mitglied in Kraft tritt, alle
   Zollsenkungen vor, die bereits wirksam sind, zusammen mit den Senkungen, die es gemäß dem vorstehenden Satz am 1. Januar
   des folgenden Jahres hätte vornehmen müssen; es nimmt alle verbleibenden Senkungen gemäß dem im vorstehenden Satz
   aufgeführten Zeitplan vor. Der gesenkte Zollsatz ist bei jeder Rate auf die erste Dezimalstelle abzurunden. Bei landwirtschaftlichen
   Erzeugnissen im Sinne des Artikels 2 des Übereinkommens über Landwirtschaft richtet sich die Abfolge der Senkungen nach der
   Regelung in den entsprechenden Teilen der Zugeständnislisten.
3. Die Durchführung der Zugeständnisse und Verpflichtungen in den Zugeständnislisten in der Anlage zu diesem Protokoll werden auf
   Antrag einer multilateralen Prüfung durch die Mitglieder unterzogen. Davon bleiben die Rechte und Pflichten der Mitglieder nach den
   Übereinkommen der Anlage 1A zum WTO-Übereinkommen unberührt.
4. Nachdem eine Zugeständnisliste für ein Mitglied in der Anlage zu diesem Protokoll nach Absatz 1 eine Liste zum GATT 1994
   geworden ist, steht es dem Mitglied frei, jederzeit das Zugeständnis in dieser Zugeständnisliste für ein Erzeugnis, dessen
   Hauptlieferant ein anderer Teilnehmer der Uruguay-Runde ist, dessen Zugeständnisliste noch keine solche des GATT 1994 ist, ganz
   oder teilweise auszusetzen oder zurückzunehmen. Dies ist jedoch nur zulässig, nachdem der Rat für den Handel mit Waren
   schriftlich von der Aussetzung oder Rücknahme in Kenntnis gesetzt wurde und nachdem auf Antrag Konsultationen mit den
   Mitgliedern geführt wurden, deren entsprechende Zugeständnislisten solche des GATT 1994 geworden sind und die ein wesentli-
   ches Interesse an dem betreffenden Erzeugnis haben. Die ausgesetzten oder zurückgenommenen Zugeständnisse werden am und
   nach dem Tag angewendet, an dem die Zugeständnisliste des Mitglieds, welches der Hauptlieferant ist, eine Zugeständnisliste zum
   GATT 1994 geworden ist.
5. a) Unbeschadet des Artikels 4 Absatz 2 des Übereinkommens über Landwirtschaft ist für die Zwecke der Bezugnahme in Artikel II
      Absatz 1 Buchstaben b und c des GATT 1994 auf das Datum jenes Übereinkommens das geltende Datum hinsichtlich jedes
      Erzeugnisses, das unter ein Zugeständnis in der Zugeständnisliste in der Anlage zu diesem Protokoll fällt, das Datum dieses
      Protokolls.
   b) Für die Zwecke der Bezugnahme in Artikel II Absatz 6 Buchstabe a des GATT 1994 auf das Datum jenes Übereinkommens ist
      das geltende Datum hinsichtlich einer Zugeständnisliste in der Anlage zu diesem Protokoll das Datum dieses Protokolls.
6. Bei Abänderungen oder Zurücknahmen von Zugeständnissen für nichttarifäre Maßnahmen in Teil III der Zugeständnislisten gelten
   die Bestimmungen in Artikel XXVIII des GATT 1994 und die "Verfahrensregeln für die Verhandlungen nach Artikel XXVIII", die am
   _10. November 1980 verabschiedet wurden (BISD 27 S/26-28). Hiervon bleiben die Rechte und Pflichten der Mitglieder nach dem
   GATT 1994 unberührt.
7. In Fällen, in denen ein Erzeugnis aufgrund einer Zugeständnisliste in der Anlage zu diesem Protokoll eine weniger günstige
   Behandlung erhält, als sie in den Zugeständnislisten des GATT 1947 vor Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens für dieses
   Erzeugnis vorgesehen war, wird das Mitglied, auf das sich die Zugeständnisliste bezieht, so angesehen, als habe es die geeigneten
   Maßnahmen getroffen, die andernfalls nach den entsprechenden Bestimmungen des Artikels XXVIII des GATT 1947 oder 1994
   notwendig gewesen wären. Dieser Absatz gilt nur für Ägypten, Peru, Südafrika und Uruguay.
8. Die Zugeständnislisten in der Anlage sind entsprechend der Regelung in jeder Liste in englischer, französischer oder spanischer
   Sprache verbindlich.
9. Das Datum dieses Protokolls ist der 15. April 1994.

[Die vereinbarten Zugeständnislisten der Teilnehmer werden dem Protokoll von Marrakesch in der Vertragsausfertigung des WTO-
Übereinkommens beigefügt.]

BGBl. 1994, Seite 1632 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1632
1632                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II




                                                            Liste LXXX
                                                              Anhang II

                                                    Europäische Gemeinschaften

                                   Diese Liste ist ausschließlich in englischer Sprache verbindlich.

                                                    Teil 1- Meistbegünstigungstarif

                                                     Abschnitt II - Andere Waren



Anmerkungen:
-   In dieser Liste sind nur Zollsätze für EGKS-Erzeugnisse aufgeführt; bei den Kohlezöllen nur die der Bundesrepublik Deutschland.
-   Die in der englischen Fassung der Liste enthaltenen ~ngaben der Spalten 5, 6 und "Bemerkungen" sind in der deutschen Fassung
    aus Gründen des besseren Verständnisses und der Ubersichtlichkeit in Form von Fußnoten dargestellt.




                                                       Vorbemerkungen:

(1) Ausgangszollsätze (Spalte 3)

    Soweit nicht anders angegeben, sind alle Zollsätze der Spalte 3 gebundene Zollsätze.

(2) Durchführung der Zollzugeständnisse (Spalte 4)

    a) Allgemeine Vorschriften
       Sofern nachstehend oder in der Zollzugeständnisliste keine anderweitigen Regelungen festgelegt sind, werden alle in Spalte 4
       angegebenen Zollzugeständnisse in fünf gleichen Stufen verwirklicht. Die erste Senkung wird am Tag des lnkrafttretens des Ab-
       kommens zur Errichtung der Welthandelsorganisation erfolgen, jede weitere am 1. Januar eines jeden folgenden Jahres.

    [b) Chemische Produkte - Kapitel 28-39)

    [c) Kapitel 48-49 (Papier und Druckerzeugnisse)]

    (d) Kapitel So-63 (Textilien und Bekleidung)]

    (e) Halbleiterfertigungs- und -prüfgeräte]

    (f) bestimmte Erzeugnisse aus Kapitel 84 und 85 (Maschinen und elektrotechnische Waren)]

BGBl. 1994, Seite 1633 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1633
                                                        Zollzugeständnis-Liste LXXX EGKS-Zölle

          Code des                                                        Warenbezeichnung
          Zolltarifs

               1                                                                   2

26                            Erze sowie Schlacken und Aschen

Ausgangs-    Zugestandener
 Zollsatz       Zollsatz

    3             4
2601                          Eisenerze und ihre Konzentrate, einschließlich Schwefelkiesabbrände:
                              - Eisenerze und ihre Konzentrate, ausgenommen Schwefelkiesabbrände:
2601 11 00                    - - nicht agglomeriert
260112 00                     - - agglomeriert

frei          frei
frei          frei
2602 00 00                    Manganerze und ihre Konzentrate, einschließlich manganhaltige Eisenerze und         frei          frei
                              ihre Konzentrate, mit einem Gehalt an Mangan von 20 GHT oder mehr, bezogen
                              auf die Trockensubstanz
2619 00                       Schlacken (ausgenommen granulierte Schlacke), Zunder und andere Abfälle der
                              Eisen- und Stahlherstellung:
2619 00 10                    - Hochofenstaub (Gichtstaub)

frei          frei
27                            Mineralische Brennstoffe; Mineralöle und Erzeugnisse ihrer Destillation;
                              bituminöse Stoffe; Mineralwachse
2701                          Steinkohle; Steinkohlenbriketts und ähnliche aus Steinkohle gewonnene
                              feste Brennstoffe:
                              - Steinkohle, auch in Pulverfonn, jedoch nicht agglomeriert:
2701 11                       - - Anthrazit:
27011110                      - - - mit einem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen von 10 RHT oder weniger        6,-DM          frei 1>
                                    (bezogen auf die trockene, mineralstofffreie Substanz)

270111 90                     - - - andere

2701 12                       - - bitumenhaltige Steinkohle:
2701 12 10                    - - - Kokskohle

2701 12 90                    - - - andere

270119 00                     - - andere Steinkohle
für 1000 kg
   Eigen-
  gewicht
  6,-DM          freit>
für 1000 kg
   Eigen-
  gewicht

 6,-DM           frei1>
für 1000 kg
   Eigen-
  gewicht
  6,-DM          frei1>
für 1000 kg
   Eigen-
  gewicht

 6,-DM           freit>
für 1000 kg
   Eigen-
  gewicht
27012000                      - Steinkohlenbriketts und ähnliche aus Steinkohle gewonnene feste Brennstoffe    6,-DM           frei 1>

2702                          Braunkohle, auch agglomeriert, ausgenommen Gagat (Jett):
2702 10 00                    - Braunkohle, auch in Pulverfonn, jedoch nicht agglomeriert
2702 20 00                    - Braunkohle, agglomeriert
für 1000 kg
   Eigen-
  gewicht

    frei          frei
    frei          frei
2704 00                       Koks und Schwelkoks, aus Steinkohle, Braunkohle oder Torf, auch agglomeriert;
                              Retortenkohle:
                              - Koks und Schwelkoks, aus Steinkohle:
2704 00 19                    - - anderer
2704 00 30                    - Koks und Schwelkoks, aus Braunkohle
72                            Eisen und Stahl
Kapitel-                      Der Zollabbau auf Null wird für alle von dieser Vorschrift erfaßten
vorschritt                    über einen Zeitraum von 10 Jahren erfolgen.

                              1. Grunderzeugnisse; Körner oder Pulver

               frei           frei
               frei           frei

Waren
7201                          Roheisen und Spiegeleisen in Masseln, Blöcken oder anderen Rohtonnen:
7201 10                       - Roheisen nicht legiert, mit einem Phosphorgehalt von 0,5 GHT oder
                              - - mit einem Mangangehalt von 0,4 GHT oder mehr:
72011011                      - - - mit einem Siliciumgehalt von 1 GHT oder weniger
7201 1019                     - - - mit einem Siliciumgehalt von mehr als 1 GHT
weniger:

              3,2%          1,7%
              3,2%          1,7%
720110 30                     - - mit einem Mangangehalt von 0, 1 GHT oder mehr, jedoch weniger als 0,4 GHT     3,2%          1,7%
720110 90                     - - mit einem Mangangehalt von weniger als 0, 1 GHT
3,2%          1,7%
72012000                      - Roheisen, nicht legiert, mit einem Phosphorgehalt von mehr als 0,5 GHT          4,0%          2,2%
7201 30                       - Roheisen legiert:
72013010                      - - mit einem Gehalt an Titan von 0,3 bis 1 GHT und an Vanadium
                                  von 0,5 bis 1 GHT
72013090                      - - anderes

1

 frei           frei
3,2%           1,7%
    >   Zollfreiheit ohne stufenweisen Abbau ab 1. 1. 1996; ursprüngliches Verhandlungsrecht: Australien
BGBl. 1994, Seite 1634 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1634
1634                                                  Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

      CodedN                                                      Warenbezeichnung
       Zolltarifs

           1                                                                2

72014000                 - Spiegeleisen
7202                     Ferrolegierungen:
                         - Ferromangan:
720211                   - - mit einem Kohlenstoffgehalt von mehr als 2 GHT:
72021110                 - - - mit einer Körnung von 10 mm oder weniger und einem Mangangehalt
                                von mehr als 65 GHT
720211 90                - - - anderes
7202 99                  - - andere:
                         - - - Ferrophosphor:
7202 9911                - - - - mit einem Phosphorgehalt von mehr als 3, jedoch weniger als 15 GHT

Au9ganga-   Zugenu ldel ier
 Zollsatz      Zollsalz

   3              4

 3,2%          1,7%

 4,0%          2,7%

 4,0%          2,7%

 4,0 o/o         frei
7203                     Durch Direktreduktion aus Eisenerzen hergestellte Eisenerzeugnisse und anderer
                         Eisenschwamm, in Stücken, Pellets oder ähnlichen Formen; Eisen mit einer
                         Reinheit von 99,94 GHT oder mehr, in Stücken, Pellets oder ähnlichen Formen:
720310 00                - durch Direktreduktion aus Eisenerzen hergestellte Eisenerzeugnisse
7203 90 00               -andere
2,5%            frei
3,2%            frei
7204                     Abfälle und Schrott, aus Eisen oder Stahl; Abfallblöcke aus Eisen oder Stahl:
720410 00                - Abfälle und Schrott, aus Gußeisen
                         - Abfälle und Schrott, aus legiertem Stahl:
7204 21 00               - - aus nichtrostendem Stahl
7204 29 00               - - andere
7204 3000                - Abfälle und Schrott, aus verzinntem Eisen oder Stahl
                         - andere Abfälle und anderer Schrott:
7204 41                  - - Drehspäne, Frässpäne, Hobelspäne, Schleifspäne, Sägespäne, Feilspäne
                              und Stanz- oder Schneidabfälle, auch paketiert:
7204 4110                - - - Drehspäne, Frässpäne, Hobelspäne, Schleifspäne und Feilspäne
                         - - - Stanz- oder Schneidabfälle:
7204 41 91               - - - - paketiert
7204 41 99               - - - - andere
720449                   - - andere:
72044910                 - - - geschreddert
                         - - - andere:
720449 30                - - - - paketiert
                         - - - - andere:
7204 49 91               - - - - - weder sortiert noch klassiert
7204 49 99               - - - - - andere
7204 50                  - Abfallblöcke:
7204 50 10 .             - - aus legiertem Stahl
7204 5090                - - andere

                         II. Eisen und nichtlegierter Stahl
 frei           frei

 frei           frei
 frei           frei
 frei           frei

 frei           frei

 frei           frei
 frei           frei

 frei           frei

 frei           frei

 frei           frei
 frei           frei

 frei           frei
2,5%            frei
7206                     Eisen und nichtlegierter Stahl, in Rohblöcken (Ingots) oder anderen Rohformen,
                         ausgenommen Eisen der Position 7203:
720610 00                - Rohblöcke (Ingots)
7206 9000                -andere
7207                     Halbzeug aus Eisen oder nichtlegiertem Stahl:
                         - mit einem Kohlenstoffgehalt von weniger als 0,25 GHT:
720711                   - - mit quadratischem Querschnitt oder mit rechteckigem Querschnitt
                              und einer Breite von weniger als dem zweifachen der Dicke:
                         - - - warm vorgewalzt oder stranggegossen:
7207 11 11               - - - - aus Automatenstahl
72071119                 - - - - anderes
720712                   - - anderes, mit rechteckigem (nicht quadratischem) Querschnitt:
                         - - - warm vorgewalzt oder stranggegossen:
720712 11                - - - - mit einer Dicke von 50 mm oder mehr
72071219                 - - - - mit einer Dicke von weniger als 50 mm
720719                   - - anderes:
                         - - - mit rundem oder vieleckigem Querschnitt:
                         - - - - warm vorgewalzt oder stranggegossen:
7207 1911                - - - - - aus Automatenstahl
72071915                 - - - - - anderes
                         - - - vorprofiliert:
720719 31                - - - - .warm vorgewalzt oder stranggegossen
7207 20                  - mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,25 GHT oder mehr:
                         - - mit einem quadratischem Querschnitt oder mit rechteckigem Querschnitt
                              und einer Breite von weniger als dem zweifachen der Dicke:
                         - - - warm vorgewalzt oder stranggegossen:
72072011                 - - - - aus Automatenstahl
                         - - - - anderes, mit einem Kohlenstoffgehalt von:
7207 20 15               - - - - - 0,25 GHT oder mehr, jedoch weniger als 0,6 GHT
7207 20 17               - - - - - 0,6 GHT oder mehr

21   SMenweiser Abbau in gleichen Raten über einen Zeitraum von 10 Jahren

2,5 o/o         frei 2>
2,5%            frei2J

3,2%            frei 2>
3,2 o/o         frei2>

3,2 o/o         frei 2>
3,2 o/o         frei 2>

6,0%            frei 2>      ...
4,4 o/o         frei2>

4,4 o/o         frei2>

3,2 o/o         frei2>

3,2 o/o         frei2>
3,2%            frei2>
BGBl. 1994, Seite 1635 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1635
          Code des                                                     Warenbezeichnung
          Zolltarifs

              1                                                                 2

                             - - anderes, mit rechteckigem (nicht quadratischem) Querschnitt:
                             - - - warm vorgewalzt oder stranggegossen:
7207 20 31                   - - - - mit einer Dicke von 50 mm oder mehr
7207 20 33                   - - - - mit einer Dicke von weniger als 50 mm
                             - - mit rundem oder vieleckigem Querschnitt:
                             - - - warm vorgewalzt oder stranggegossen:
7207 20 51                   - - - - aus Automatenstahl
                             - - - - anderes:
7207 20 55                   - - - - - mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,25 GHT oder mehr,
                                        jedoch weniger als 0,6 GHT
7207 20 57                   - - - - - mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,6 GHT oder mehr
                             - - vorprofiliert:
7207 20 71                   - - - warm vorgewalzt oder stranggegossen
7208                          Flachgewalzte Erzeugnisse aus Eisen oder nichtlegiertem Stahl, mit einer Breite
                              von 600 mm oder mehr, warmgewalzt, weder plattiert noch überzogen:
                             - in Rollen (Coils), nur warmgewalzt, mit einer Dicke von weniger als 3 mm
                                und einer Mindeststreckgrenze von 275 MPa oder mit einer Dicke von 3 mm
                                oder mehr und einer Mindeststreckgrenze von 355 MPa:
7208 11 00                   - - mit einer Dicke von mehr als 1O mm
720812                       - - mit einer Dicke von 4,75 mm bis 10 mm:
7208 12 10                   - - - zum Wiederauswalzen*)
                             - - - andere:
7208 12 91                   - - - - mit Oberflächenmuster
720812 99                    - - - - andere
720813                       - - mit einer Dicke von 3 mm oder mehr, jedoch weniger als 4, 75 mm:
7208 13 10                   - - - zum Wiederauswalzen*)
                             - - - andere:
720813 91                    - - - - mit Oberflächenmuster
720813 99                    - - - - andere
720814                       - - mit einer Dicke von weniger als 3 mm:
7208 14 10                   - - - zum Wiederauswalzen*)
720814 90                    - - - andere
                             - andere, in Rollen (Coils), nur warmgewalzt:
7208 21                      - - mit einer Dicke von mehr als 1O mm:
7208 21 10                   - - - mit Oberflächenmuster
7208 21 90                   - - - andere
7208 22                      - - mit einer Dicke von 4,75 mm bis 10 mm:
7208 22 10                   - - - zum Wiederauswalzen*)
                             - - - andere:
7208 22 91                   - - - - mit Oberflächenmuster
7208 22 99                   - - - - andere
7208 23                      - - mit einer Dicke von 3 mm oder mehr, jedoch weniger als 4,75 mm:
7208 2310                    - - - zum Wiederauswalzen*)
                             - - - andere:
7208 23 91                   - - - - mit Oberflächenmuster
7208 23 99                   - - - - andere
7208 24                      - - mit einer Dicke von weniger als 3 mm:
7208 2410                    - - - zum Wiederauswalzen*)
7208 24 90                   - - - andere
                             - nicht in Rollen (Coils), nur warmgewalzt, mit einer Dicke von weniger als 3 mm
                                und einer Mindeststreckgrenze von 275 MPa oder mit einer Dicke von 3 mm
                                oder mehr und einer Mindeststreckgrenze von 355 MPa:
7208 31 00                   - - auf vier Flächen oder in geschlossenen Kalibern gewalzt, mit einer Breite
                                  von 1 250 mm oder weniger und einer Dicke von 4 mm oder mehr,
                                  ohne Oberflächenmuster
7208 32                      - - andere, mit einer Dicke von mehr als 10 mm:
7208 32 10                   - - - mit Oberflächenmuster
                             - - - andere, mit einer Dicke von:
7208 32 30                   - - - - mehr als 20 mm
                             - - - - mehr als 15 mm bis 20 mm, mit einer Breite von:
7208 32 51                   - - - - - 2 050 mm oder mehr
7208 32 59                   - - - - - weniger als 2 050 mm
                             - - - - mehr als 10 mm bis 15 mm, mit einer Breite von:
7208 32 91                   - - - - - 2 050 mm oder mehr
7208 32 99                   - - - - - weniger als 2 050 mm
7208 33                      - - andere, mit einer Dicke von 4,75 mm bis 10 mm:
7208 3310                    - - - mit Oberflächenmuster
                             - - - andere, mit einer Breite von:
7208 33 91                   - - - - 2 050 mm oder mehr
7208 33 99                   - - - - weniger als 2 050 mm

2
    >   Stufenweiser Abbau in gleichen Raten über einen Zeitraum von 10 Jahren
·>      Anmerkung: Die Zulassung zu dieser Unterposition erfolgt nach den in den einschlägigen Gemeinschaftsbestimmungen

                   Ausgangs-     Zugestandener
                    Zollsatz        Zollsatz

                       3               4

                    3,2%            frei2>
                    3,2%            frei2>

                    6,0%             frei2 >

                    4,4%            frei 2>

                    4,4%            frei 2>

                    4,4%             frei 2>

                    4,4%            frei 2>

                    3,8%             frei2 >

                    4,4%             frei 2>
                    4,4%             frei 2>

                    3,8%             frei 2>

                    4,4%            frei 2>
                    4,4%            frei 2>

                    3,8%            frei 2>
                    4,4%            frei2>

                    4,4%             frei2>
                    4,4%             frei2>

                    3,8%             frei2>

                    4,4%            frei2>
                    4,4%            frei 2>

                    3,8%            frei 2>

                    4,4%             frei2>
                    4,4%             frei 2>

                    3,8%            frei2>
                    4,4%            frei2>

                    4,4%            frei2>

                    4,9%            frei 2>

                    4,9%            frei 2>

                    4,9%            frei2l
                    4,9%            frei 2>

                    4,9%            frei2>
                    4,9%            frei 2>

                    4,9%            frei2>

                    4,9%            frei 2>
                    4,9%            frei 2>

festgesetz1en Voraussetzungen.
BGBl. 1994, Seite 1636 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1636
1636                                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

       Code des                                                     Warenbezeichnung
       Zolltarifs
           1                                                                  2

Ausgangs-   ZUgestandener
 Zollsatz     Zollsatz
    3             4
7208 34                   - - andere, mit einer Dicke von 3 mm oder mehr, jedoch weniger als 4,75 mm:
7208 3410                 - - - mit Oberflächenmuster
7208 3490                 - - - andere
7208 35                   - - andere, mit einer Dicke von weniger als 3 mm:
7208 3510                 - - - mit einer Dicke von 2 mm oder mehr
                          - - - mit einer Dicke von weniger als 2 mm:
7208 35 91                - - - - mit einer Dicke von 1 mm oder mehr, jedoch weniger als 2 mm
7208 35 93                - - - - mit einer Dicke von 0,5 mm oder mehr, jedoch weniger als 1 mm
72083599                  - - - - mit einer Dicke von weniger als 0,5 mm
                          - andere, nicht in Rollen (Coils), nur warmgewalzt:
4,9%           frei2>
4,9%           frei2l

4,9%          frei2>

4,4%          frei2l
4,4%          frei2>
4,4%          frei2>
72084100                  - - auf vier Flächen oder in geschlossenen Kalibern gewalzt, mit einer Breite       4,4%          frei2>
                              von 1 250 mm oder weniger und einer Dicke von 4 mm oder mehr,
                              ohne Oberflächenmuster
720842                    - - andere, mit einer Dicke von mehr als 1O mm:
7208 42 10                - - - mit Oberflächenmuster
                          - - - andere, mit einer Dicke von:
720842 30                 - - - - mehrals20 mm
                          - - - - mehr als 15 mm bis 20 mm, mit einer Breite von:
7208 42 51                -----2050 mm oder mehr
720842 59                 - - - - - weniger als 2 050 mm
                          - - - - mehr als 1O mm bis 15 mm, mit einer Breite von:
720842 91                 - - - - - 2 050 mm oder mehr
720842 99                 - - - - - weniger als 2 050 mm
720843                    - - andere, mit einer Dicke von 4, 75 mm bis 1O mm:
72084310                  - - - mit Oberflächenmuster
                          - - - andere, mit einer Breite von:
7208 4391                 - - - - 2 050 mm oder mehr
720843 99                 - - - - weniger als 2 050 mm
720844                    - - andere, mit einer Dicke von 3 mm oder mehr, jedoch weniger als 4,
72084410                  - - - mit Oberflächenmuster
720844 90                 - - - andere
720845                    - - andere, mit einer Dicke von weniger als 3 mm:
72084510                  - - - mit einer Dicke von 2 mm oder mehr
                          - - - mit einer Dicke von weniger als 2 mm:
7208 45 91                - - - - mit einer Dicke von 1 mm oder mehr, jedoch weniger als 2 mm
720845 93                 - - - - mit einer Dicke von 0,5 mm oder mehr, jedoch weniger als 1 mm
720845 99                 - - - - mit einer Dicke von weniger als 0,5 mm
7208 90                   -andere:
7208 90 10                - - nur oberflächenbearbeitet oder nur anders als quadratisch
                              oder rechteckig zugeschnitten .

              4,9%          frei2>

              4,9%          frei2>

              4,9%          frei2>
              4,9%          frei2>

              4,9%          frei2>
              4,9%          frei2>

              4,9%          frei2>

              4,9%          frei2l
              4,9%          frej2)
75 mm:
              4,9%          frei2l
              4,9%          frei2l

              4,9%           frei2>

              4,4%          frei2>
              4,4%          frei2>
              4,4%          frei2l

              4,9%           frei2>
7209                      Flachgewalzte Erzeugnisse aus Eisen oder nichtlegiertem Stahl, mit einer Breite
                          von 600 mm oder mehr, kaltgewalzt, weder plattiert noch überzogen:
                          - in Rollen (Coils), nur kaltgewalzt, mit einer Dicke von weniger als

3 mm
                            und einer Mindeststreckgrenze von 275 MPa oder mit einer Dicke von 3 mm
                            oder mehr und einer Mindeststreckgrenze von 355 MPa:
720911 00                 - - mit einer Dicke von 3 mm oder mehr
720912                    - - mit einer Dicke von mehr als 1 mm, jedoch weniger als 3 mm:
72091210                  - - - Elektrobleche
720912 90                 - - - andere
720913                    - - mit einer Dicke von 0,5 mm bis 1 mm:
72091310                  - - - Elektrobleche
720913 90                 - - - andere
720914                    - - mit einer Dicke von weniger als 0,5 mm:
72091410                  - - - Elektrobleche
720914 90                 - - - andere
                          - andere, in Rollen (Coils), nur kaltgewalzt:
7209 21 00                - - mit einer Dicke von 3 mm oder mehr
720922                    - - mit einer Dicke von mehr als 1 mm, jedoch weniger als 3 mm:
7209 2210                 - - - Elektrobleche
720922 90                 --- andere
720923                    - - mit einer Dicke von 0,5 mm bis 1 mm:
7209 2310                 - - - Elektrobleche
7209 23 90                - - - andere
720924                    - - mit einer Dicke von weniger als 0,5 mm:
72092410                  - - - Elektrobleche
                          - - - andere:
7209 24 91                - - - - mit einer Dicke von 0,35 mm oder mehr, jedoch weniger als 0,5
7209 24 99                - - - - mit einer Dicke von weniger als 0,35 mm

              4,9%          frei2>

              4,9%          frei2l
              4,4%          frei2>

              4,9%           frei2>
              5,3%           frei2>

              4,9%          frei2l
              5,3%          frei2>

              4,9%          frei2>

              4,9%          frei2l
              4,4%          frei2>

              4,9%          frei2l
              5,3%          frei2>

              4,9%          frei 2>

mm            5,3%          frei2l
              5,3%          frei2l
                          - nicht in Rollen (Coils), nur kaltgewalzt, mit einer Dicke von weniger als 3 mm    4,9%          frei2>
                            und einer Mindeststreckgrenze von 275 MPa oder mit einer Dicke von 3 mm
                            oder mehr und einer Mindeststreckgrenze von 355 MPa:
7209 31 00                - - mit einer Dicke 3 mm oder mehr

21   Stufenweiser Abbau in gleichen Raten über einen Zeitraum von 10 Jahren

4,9%          frei2>
BGBl. 1994, Seite 1637 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1637
       Code des                                                     Warenbezeichnung
        Zolltarifs

            1                                                                 2

7209 32                   - - mit einer Dicke von mehr als 1 mm, jedoch weniger als 3 mm:
7209 3210                 - - - Elektrobleche
7209 32 90                - - - andere
7209 33                   - - mit einer Dicke von 0,5 mm bis 1 mm:
7209 3310                 - - - Elektrobleche
7209 33 90                - - - andere
7209 34                   - - mit einer Dicke von weniger als 0,5 mm:
7209 3410                 - - - Elektrobleche
7209 34 90                - - - andere
                          - andere, nicht in Rollen (Coils), nur kaltgewalzt:
7209 41 00                - - mit einer Dicke von 3 mm oder mehr
720942                    - - mit einer Dicke von mehr als 1 mm, jedoch weniger als 3 mm:
7209 4210                 - - - Elektrobleche
720942 90                 - - - andere
7209 43                   - - mit einer Dicke von 0,5 mm bis 1 mm:
7209 4310                 - - - Elektrobleche
720943 90                 - - - andere
720944                    - - mit einer Dicke von weniger als 0,5 mm:
7209 4410                 - - - Elektrobleche
7209 44 90                - - - andere
7209 90                   - andere:
7209 90 10                - - nur oberflächenbearbeitet oder nur anders als quadratisch
                               oder rechteckig zugeschnitten
7210                      Flachgewalzte Erzeugnisse aus Eisen oder nichtlegiertem Stahl,
                          mit einer Breite von 600 mm oder mehr, plattiert oder überzogen:
                          -verzinnt:
7210 11                   - - mit einer Dicke von 0,5 mm oder mehr:
7210 11 10                - - - nur oberflächenbearbeitet oder nur anders als quadratisch
                                 oder rechteckig zugeschnitten
7210 12                   - - mit einer Dicke von weniger als 0,5 mm:
                          - - - nur oberflächenbearbeitet oder nur anders als quadratisch
                                 oder rechteckig zugeschnitten:
7210 12 11                - - - - Weißbleche
7210 12 19                - - - - andere
7210 20                   - verbleit, einschließlich Temblech oder-band:
7210 20 10                - - nur oberflächenbearbeitet oder nur anders als quadratisch
                               oder rechteckig zugeschnitten
                          - elektrolytisch verzinkt:

Ausgangs-   Zugestandener
 Zollsatz      Zollsatz

    3             4

 4,9%          frei2>
 4,4%          frei2>

 4,9%          frei2>
 5,3%          frei2>

 4,9%          frei2>
 5,3%          frei 2>

 4,9%          frei 2>

 4,9%          frei2>
 4,4%          frei2>

 4,9%          frei2>
 5,3%          frei2>

 4,9%          frei 2>
 5,3%          frei2>

 4,9%          frei 2>

 4,9%          frei 2>

 4,9%          frei 2>
 4,9%          frei 2>

 4,9%          frei 2>
7210 31                   - - aus Stahl mit einer Dicke von weniger als 3 mm und einer Mindeststreckgrenze
                               von 275 MPa oder mit einer Dicke von 3 mm oder mehr und einer
                               Mindeststreckgrenze von 355 MPa:
7210 31 10                - - - nur oberflächenbearbeitet oder nur anders als quadratisch
                                 oder rechteckig zugeschnitten
7210 39                   - - andere:
7210 39 10                - - - nur oberflächenbearbeitet oder nur anders als quadratisch
                                 oder rechteckig zugeschnitten
                          - anders verzinkt:
7210 41                   --gewellt:
7210 41 10                - - - nur oberflächenbearbeitet oder nur anders als quadratisch
                                 oder rechteckig zugeschnitten
7210 49                   - - andere:
7210 4910                 - - - nur oberflächenbearbeitet oder nur anders als quadratisch
                                 oder rechteckig zugeschnitten
7210 50                   - mit Chromoxid oder mit Chrom und Chromoxid überzogen:
72105010                  - - nur oberflächenbearbeitet oder nur anders als quadratisch
                              oder rechteckig zugeschnitten
7210 60                   - mit Aluminium überzogen:
                          - - nur oberflächenbearbeitet oder nur anders als quadratisch
                              oder rechteckig zugeschnitten:
7210 60 11                - - - mit Aluminium-Zink-Legierungen überzogen
7210 60 19                - - - andere
7210 70                   - mit Farbe versehen, lackiert oder mit Kunststoff überzogen:
                          - - nur oberflächenbearbeitet oder nur anders als quadratisch
                              oder rechteckig zugeschnitten:
72107011                  - - - Weißbleche, lackiert
7210 70 19                - - - andere
7210 90                   - andere:
                          - - andere:
                          - - - nur oberflächenbearbeitet oder nur anders als quadratisch
                                 oder rechteckig zugeschnitten:
7210 90 31                - - - - plattiert

2l   Stufenweiser Abbau in gleichen Raten über einen Zeitraum von 10 Jahren

 5,3%          frei 2>

 5,3%          frei 2>

 5,3%          frei2>

 5,3%          frei2>

 4,9%          frei 2>

4,9%           frei 2>
4,9%           frei2>

4,9%           frei 2>
4,9%           frei2>

4,9%           frei 2 >
BGBl. 1994, Seite 1638 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1638
1638                                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

      Code des                                                      Warenbezeichnung
      Zolltarifs

          1                                                                   2

7210 90 33               - - - - verzinnt und bedruckt
7210 90 35               - - - - vernickelt oder verchromt
7210 90 39               - - - - andere

Ausgangs-   Zugestandener
 Zollsatz      Zollsatz

    3             4

 4,9%           frei2>
 4,9%           frei 2>
 4,9%           frei2>
7211                     Flachgewalzte Erzeugnisse aus Eisen oder nichtlegiertem Stahl, mit einer Breite
                         von weniger als 600 mm, weder plattiert noch überzogen:
                         - nur warmgewalzt, mit einer Dicke von weniger als 3 mm und einer
                            Mindeststreckgrenze von 275 MPa oder mit einer Dicke von 3 mm
                            oder mehr und einer Mindeststreckgrenze von 355 MPa:
7211 11 00               - - auf vier Flächen oder in geschlossenen Kalibern gewalzt, mit einer
                              von mehr als 15 mm und einer Dicke von 4 mm oder mehr,
                              nicht in Rollen (Coils), ohne Oberflächenmuster
7211 12                  - - andere, mit einer Dicke von 4,75 mm oder mehr:
72111210                 - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm
72111290                 - - - mit einer Breite von 500 mm oder weniger
7211 19                  - - andere:
7211 19 10               - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm
                         - - - mit einer Breite von 500 mm oder weniger:

Breite      4,4%           frei 2>

            4,4%           frei2>
            5,3%           frei2>

            4,4%           frei2 >
7211 19 91               - - - - mit einer Dicke von 3 mm oder mehr, jedoch weniger als 4, 75 mm            5,3%           frei2 >
7211 19 99               - - - - mit einer Dicke von weniger als 3 mm
                         - andere, nur warmgewalzt:
7211 21 00               - - auf vier Flächen oder in geschlossenen Kalibern gewalzt, mit einer
                              von mehr als 150 mm und einer Dicke von 4 mm oder mehr,
                              nicht in Rollen (Coils), ohne Oberflächenmuster
7211 22                  - - andere, mit einer Dicke von 4,75 mm oder mehr:
7211 2210                - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm
72112290                 - - - mit einer Breite von 500 mm oder weniger
7211 29                  - - andere:
7211 2910                - - - mit einer Breite von 500 mm oder weniger:
72112991                 - - - - mit einer Dicke von 3 mm oder mehr, jedoch weniger als 4,75 mm
72112999                 - - - - mit einer Dicke von weniger als 3 mm
7211 30                  - nur kaltgewalzt, mit einer Dicke von weniger als 3 mm und einer
                            Mindeststreckgrenze von 275 MPa oder mit einer Dicke von 3 mm
                            oder mehr und einer Mindeststreckgrenze von 355 MPa:
7211 30 10               - - mit einer Breite von mehr als 500 mm
                         - andere, nur kaltgewalzt:
7211 41                  - - mit einem Kohlenstoffgehalt von weniger als 0,25 GHT:
7211 4110                - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm
                         - - - mit einer Breite von 500 mm oder weniger:
            5,3%           frei2>

Breite      4,4%           frei 2>

            4,4%           frei2 >
            5.3%           frei2>

            5,3%           frei 2 >
            5,3%           frei2>

            4,9%           frei 2 >

            4,9%           frei 2 >
7211 41 91               - - - - in Rollen (Coils), zum Herstellen von Weißblechen oder -bändern            5,3%           frei 2 >
7211 49                  - - andere:
7211 4910                - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm
7211 90                  - andere:
                         - - mit einer Breite von mehr als 500 mm:
7211 90 11               - - - nur oberflächenbearbeitet
7212                     Flachgewalzte Erzeugnisse aus Eisen oder nichtlegiertem Stahl,
                         mit einer Breite von weniger als 600 mm, plattiert oder überzogen.
7212 10                  -verzinnt:
7212 10 10               - - Weißbleche und -bänder, nur oberflächenbearbeitet
                         - - andere:
                         - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm:
7212 10 91               - - - - nur oberflächenbearbeitet
                         - elektrolytisch verzinkt:
7212 21                  - - aus Stahl mit einer Dicke von weniger als 3 mm und einer
                              Mindeststreckgrenze von 275 MPa oder mit einer Dicke von 3 mm
                              oder mehr und einer Mindeststreckgrenze von 355 MPa:
                         - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm:
7212 2111                - - - - nur oberflächenbearbeitet
7212 29                  - - andere:
                         - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm:
72122911                 - - - - nur oberflächenbearbeitet
7212 30                  - anders verzinkt:
                         - - mit einer Breite von mehr als 500 mm:
72123011                 - - - nur oberflächenbearbeitet
7212 40                  - mit Farbe versehen, lackiert oder mit Kunststoff überzogen:
72124010                 - - Weißbleche und -bänder, nur lackiert
                          - - andere:
                          - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm:
7212 40 91                - - - - nur oberflächenbearbeitet
7212 50                   - anders überzogen:
                          - - mit einer Breite von mehr als 500 mm:
                          - - - verbleit:

21   Stufenweiser Abbau in gleichen Raten über einen Zeitraum von 10 Jahren

4,9%           frei 2 >

4,9%           frei 2 >

4,9%           frei2 >

4,9%           frei2>

5,3%           frei2>

5,3%           frei2>

5,3%           frei2>

4,9%           frei2>

4,9%           frei 2>
BGBl. 1994, Seite 1639 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1639
       Code des                                                    Warenbezeichnung
       Zolltarifs

           1                                                                 2

7212 50 31                - - - - nur oberflächenbearbeitet
                          - - - andere:
7212 50 51                - - - - nur oberflächenbearbeitet
7212 60                   - plattiert:
                          - - mit einer Breite von mehr als 500 mm:
72126011                  - - - nur oberflächenbearbeitet
                          - - mit einer Breite von 500 mm oder weniger:
                          - - - nur oberflächenbearbeitet:
7212 60 91                - - - - warmgewalzt, nur plattiert
7213                      Walzdraht aus Eisen oder nichtlegiertem Stahl:
721310 00                 - mit vom Walzen herrührenden Einschnitten, Rippen (Wülsten),
                             Vertiefungen oder Erhöhungen
7213 20 00                - aus Automatenstahl
                          - anderer, mit einem Kohlenstoffgehalt von weniger als 0,25 GHT:
7213 31 00                - - mit kreisförmigem Querschnitt mit einem Durchmesser
                               von weniger als 14 mm
7213 39 00                - - anderer
                          - anderer, mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,25 GHT oder mehr,
                             jedoch weniger als 0,6 GHT:

Ausgangs-   Zugestandener
 Zollsatz      Zollsatz

    3            4

 5,3%          frei2>

 4,9%          frei 2>

 4,9%          frei2>

 4,9%          frei 2>

 4,9 o/o       frei2>

 6,0 o/o       frei 2>

 4,9 o/o       frei 2>

 4,9 o/o       frei 2 >
7213 41 00                - - mit kreisförmigem Querschnitt mit einem Durchmesser von weniger als 14 mm       4,9 o/o       frei2>
7213 49 00                - - anderer
7213 50 00                - anderer, mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,6 GHT oder mehr
7214                      Stabstahl aus Eisen oder nichtlegiertem Stahl, nur geschmiedet,
                          nur warmgewalzt, nur warmgezogen oder nur warmstranggepreßt,
                          auch nach dem Walzen verwunden:
4,9 o/o       frei2l
4,9 o/o       frei 2 l
7214 20 00                - mit vom Walzen herrührenden Einschnitten, Rippen (Wülsten), Vertiefungen          4,4 o/o       frei 2>
                             oder Erhöhungen oder nach dem Walzen verwunden
7214 30 00                - aus Automatenstahl
7214 40                   - anderer, mit einem Kohlenstoffgehalt von weniger als 0,25 GHT:

6,0 o/o       frei 2>
7214 40 10                - - mit rechteckigem (nicht quadratischem) Querschnitt, auf vier Flächen gewalzt    4,4 o/o       frei 2>
                          - - anderer, mit einer größten Querschnittsabmessung von:
7214 40 91                - - - 80 mm oder mehr
7214 40 99                - - - weniger als 80 mm
7214 50                   - anderer, mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,25 GHT oder mehr,
                             jedoch weniger als 0,6 GHT:

4,4 o/o       frei 2>
4,4 o/o       frei2>
7214 50 10                - - mit rechteckigem (nicht quadratischem) Querschnitt, auf vier Flächen gewalzt    4,4 o/o       frei 2>
                          - - anderer, mit einer größten Querschnittsabmessung von:
7214 50 91                - - - 80 mm oder mehr
7214 50 99                - - - weniger als 80 mm
7214 60 00                - anderer, mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,6 GHT oder mehr
7215                      Anderer Stabstahl aus Eisen oder nichtlegiertem Stahl:
7215 90                   - anderer:
7215 90 10                - - warmgewalzt, warmgezogen oder warmstranggepreßt, nur plattiert
7216                      Profile aus Eisen oder nichtlegiertem Stahl:
7216 10 00                - U-, 1- oder H-Profile, nur warmgewalzt, nur warmgezogen oder nur
                             warmstranggepreßt, mit einer Höhe von weniger als 80 mm
                          - L- oder T-Profile, nur warmgewalzt, nur warmgezogen oder nur
                             warmstranggepreßt, mit einer Höhe von weniger als 80 mm:
7216 21 00                - - L-Profile
7216 22 00                .:..-T-Profile
                          - U-, 1- oder H-Profile, nur warmgewalzt, nur warmgezogen oder nur
                             warmstranggepreßt, mit einer Höhe von 80 mm oder mehr:
7216 31 00                - - U-Profile
7216 32 00                - - !-Profile
7216 33 00                - - H-Profile
7216 40                   - L- oder T-Profile, nur warmgewalzt, nur warmgezogen oder nur
                             warmstranggepreßt, mit einer Höhe von 80 mm oder mehr:
72164010                  - - L-Profile
7216 40 90                --T-Profile

4,4 o/o       frei 2>
4,4 o/o       frei2>
4,4 o/o       frei 2>

3,8 o/o       frei 2>

4,4 o/o       frei 2>

4,4 o/o       frei 2>
4,4 o/o       frei 2>

4,4 o/o       frei2>
4,4 o/o       frei2>
4,4 o/o       frei2 >

4,4 o/o       frei2>
4,4%          frei2>
7216 50                   - andere Profile, nur warmgewalzt, nur warmgezogen oder nur warmstranggepreßt:
72165010                  - - mit einem Querschnitt, der in ein Quadrat mit einer Seite von 80
7216 50 90                - - andere
7216 90                   - andere:
72169010                  - - warmgewalzt, warmgezogen oder warmstranggepreßt, nur plattiert

                          III. Nichtrostender Stahl
7218                      Nichtrostender Stahl in Rohblöcken (Ingots) oder anderen Rohformen;
                          Halbzeug aus nichtrostendem Stahl:
721810 00                 - Rohblöcke (Ingots) und andere Rohformen
7218 90                   - andere:
                          - - mit quadratischem oder rechteckigem Querschnitt:

21   Stufenweiser Abbau in gleichen Raten über einen Zeitraum von 1OJahren
mm paßt        4,4 o/o       frei2>
               4,4 o/o       frei2>

               3,8 o/o       frei21

               2,5 o/o       frei2>
BGBl. 1994, Seite 1640 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1640
1640                                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994,

       Code des                                                     Warenbezeichnung
       Zolllarlfs
           1                                                                  2

                          - - - warm vorgewalzt oder stranggegossen:
Teil 11

           Ausgangs-   Zugestandener
            Zollsatz      Zollsatz
               3             4
                          - - - - mit einer Breite von weniger als dem Zweifachen der Dicke,
                                   mit einem Nickelgehalt von:
72189011                  - - - - - 2,5 GHT oder mehr
72189013                  - - - - - weniger als 2,5 GHT
                          - - - - andere, mit einem Nickelgehalt von:
72189015                  - - - - - 2,5 GHT oder mehr
72189019                  - - - - - weniger als 2,5 GHT
                          - - anderes:
7218 90 50                - - - warm vorgewalzt oder stranggegossen

3,2%          frei2>
3,2%          frei2>

3,2%          frei2>
3,2%          frei 2>

6,0%          frei2>
7219                      Flachgewalzte Erzeugnisse aus nichtrostendem Stahl, mit einer Breite
                          von 600 mm oder mehr:
                          - nur warmgewalzt, in Rollen (Coils):
7219 11                   - - mit einer Dicke von mehr als 10 mm:
72191110                  - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
721911 90                 - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
7219 12                   - - mit einer Dicke von 4, 75 mm bis 10 mm:
7219 12 10                - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
721912 90                 - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
7219 13                   - - mit einer Dicke von 3 mm oder mehr, jedoch weniger als 4,75
7219 1310                 - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
721913 90                 - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
7219 14                   - - mit einer Dicke von weniger als 3 mm:
72191410                  - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
7219 14 90                - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
                          - nur warmgewalzt, nicht in Rollen (Coils):
7219 21                   - - mit einer Dicke von mehr als 10 mm:
7219 2110                 - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
7219 21 90                - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
7219 22                   - - mit einer Dicke von 4, 75 mm bis 10 mm:
7219 22 10                - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
7219 22 90                - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
7219 23                   - - mit einer Dicke von 3 mm oder mehr, jedoch weniger als 4,75
7219 23 10                - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
7219 23 90                - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
7219 24                   - - mit einer Dicke von weniger als 3 mm:
7219 2410                 - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
7219 24 90                - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
                          - nur kaltgewalzt:
7219 31                   - - mit einer Dicke von 4, 75 mm oder mehr:
7219 31 10                - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
7219 31 90                - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
7219 32                   - - mit einer Dicke von 3 mm oder mehr, jedoch weniger als 4,75
7219 32 10                - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
7219 32 90                - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
7219 33                   - - mit einer Dicke von mehr als 1 mm, jedoch weniger als 3 mm:
7219 33 10                - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
7219 33 90                - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
7219 34                   - - mit einer Dicke von 0,5 mm bis 1 mm:
7219 3410                 - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
7219 34 90                - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
7219 35                   - - mit einer Dicke von weniger als 0,5 mm:
7219 3510                 - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
7219 35 90                - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
7219 90                   -andere:

            6,0%          frei2>
            6,0%          frei2>

            6,0%          frei 2>
            6,0%          frei2 >
mm:
            6,0%          frei2>
            6,0%          frei2 >

            6,0%          frei2>
            6,0%          frei2>

            6,0%           frei2>
            6,0%           frei2>

            6,0%          frei 2>
            6,0%          frei2 >
mm:
            6,0%           frei2>
            6,0%           frei 2>

            6,0%           frei 2>
            6,0%           frei2 >

            6,0%           frei 2>
            6,0%           frei2>
mm:
            6,0%           frei2>
            6,0%           frei2>

            6,0%           frei 2>
            6,0%           frei 2>

            6,0%          frei2>
            6,0%          frei 2>

            6,0%          frei2>
            6,0%          frei2>
                          - - nur oberflächenbearbeitet (einschließlich plattiert) oder nur anders
                              als quadratisch oder rechteckig zugeschnitten:
72199011                  - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
72199019                  - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT

6,0%          frei2>
6,0%          frei2)
7220                      Flachgewalzte Erzeugnisse aus nichtrostendem Stahl, mit einer Breite
                          von weniger als 600 mm:
                          - nur warmgewalzt:
722011 00                 - - mit einer Dicke von 4, 75 mm oder mehr
7220 12 00                - - mit einer Dicke von weniger als 4, 75 mm
7220 20                   - nur kaltgewalzt:
7220 20 10                - - mit einer Breite von mehr als 500 mm
7220 90                   - andere:
                          - - mit einer Breite von mehr als 500 mm:
72209011                  - - - nur oberflächenbearbeitet, einschließlich plattiert
                          - - mit einer Breite von 500 mm oder weniger:
                          - - - nur oberflächenbearbeitet, einschließlich plattiert:

2l   Stufenweiser Abbau in gleichen Raten über einen Zeitraum von 10 Jahren

6,0%          frei2>
6,0%          frei2 >

6,0%          frei 2>

6,0%          frei2>
BGBl. 1994, Seite 1641 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1641
        Code des                                                     Warenbezeichnung
        Zolltarifs

            1                                                                 2

7220 90 31                 - - - - warmgewalzt, nur plattiert
7221 00                    Walzdraht aus nichtrostendem Stahl:
72210010                   - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
72210090                   - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
7222                       Stabstahl und Profile, aus nichtrostendem Stahl:

Ausgangs-   Zugestandener
 Zollsatz      Zollsatz

   3              4

 6,0%          frei 2l

 6,0%          frei 2>
 6,0%          frei 2>
7222 10                    - Stabstahl, nur warmgewalzt, nur warmgezogen oder nur warmstranggepreßt:
                           - - mit kreisförmigem Querschnitt mit einem Durchmesser von 80 mm oder mehr,
                               mit einem Nickelgehalt von:
7222 10 11                 - - - 2,5 GHT oder mehr
7222 10 19                 - - - von weniger als 2,5 GHT
                           - - anderer, mit einem Nickelgehalt von:
7222 10 91                 - - - 2,5 GHT oder mehr
7222 10 99                 - - - weniger als 2,5 GHT
7222 30                    - anderer Stabstahl:
7222·3010                  - - warmgewalzt, warmgezogen oder warmstranggepreßt, nur plattiert
7222 40                    - Profile:
                           - - nur warmgewalzt, nur warmgezogen oder nur warmstranggepreßt:
7222 40 11                 - - - mit einem Nickelgehalt von 2,5 GHT oder mehr
72224019                   - - - mit einem Nickelgehalt von weniger als 2,5 GHT
                           - - andere:

6,0%          frei 2>
6,0%          frei 2>

6,0%          frei 2>
6,0%          frei2 >

5,0%          frei 2>

6,0%          frei 2l
6,0%          frei 2l
7222 40 30                 - - - warmgewalzt, warmgezogen oder warmstranggepreßt, nur plattiert            5,0%          frei 2 '

                           IV. Anderer legierter Stahl; Hohlbohrerstäbe aus legiertem
                               oder nicht legiertem Stahl
7224                       Anderer legierter Stahl in Rohblöcken (Ingots) oder anderen Rohformen;
                           Halbzeug aus anderem legierten Stahl:
7224 10 00                - Rohblöcke (Ingots) und andere Rohformen
7224 90                   - andere:
                          - - mit quadratischem oder rechteckigem Querschnitt:
7224 90 11                - - - warmvorgewalzt oder stranggegossen
                          - - andere:
7224 90 30                - - - warmvorgewalzt oder stranggegossen

2,5%          frei 2>

3,2%          frei 2>

6,0%          frei2>
7225                      Flachgewalzte Erzeugnisse aus anderem legierten Stahl, mit einer Breite
                          von 600 mm oder mehr:
722510                    - aus Silicium-Elektrostahl:
7225 10 10                - - warmgewalzt
                          - - kaltgewalzt:
722510 91                 - - - komorientiert
7225 10 99                - - - nicht komorientiert
7225 20                   - aus Schnellarbeitsstahl:
                          - - nur gewalzt:
7225 20 11                - - - nur warmgewalzt
7225 20 19                - - - nur kaltgewalzt
                          - - andere:
7225 20 30                - - - nur oberflächenbearbeitet (einschließlich plattiert) oder nur

7225 30 00
                                 als quadratisch oder rechteckig zugeschnitten
                          - andere, nur warmgewalzt, in Rollen (Coils)
                                                                                        .
7225 40                   - andere, nur warmgewalzt, nicht Rollen (Coils):
7225 40 10                - - mit einer Dicke von mehr als 20 mm
722540 30                 - - mit einer Dicke von mehr als 15 mm bis 20 mm
72254050                  - - mit einer Dicke von 4, 75 mm bis 15 mm
7225 40 70                - - mit einer Dicke von 3 mm oder mehr, jedoch weniger als 4, 75 mm
72254090                  - - mit einer Dicke von weniger als 3 mm
7225 5000                 - andere, nur kaltgewalzt
7225 90                   - andere:

             6,0%          frei2 >

             6,0%          frei 2>
             6,0%          frei2>

            6,0%           frei 2>
            6,0%           frei 2>

anders      6,0%           frei 2>

            6,0 o/o        frei2>

            6,0 o/o        frei 2>
            6,0 o/o        frei 2>
            6,0 o/o        frei 2>
            6,0 o/o        frei 2>
            6,0 o/o        frei 2>
            6,0 o/o        frei2>
7225 90 10                - - nur oberflächenbearbeitet (einschließlich plattiert) oder nur anders als.   6,0 o/o        frei2 >
                               quadratisch oder rechteckig zugeschnitten
7226                      Flachgewalzte Erzeugnisse aus anderem legierten Stahl, mit einer Breite
                          von weniger als 600 mm:
722610                    - aus Silicium-Elektrostahl
722610 10                 - - nur warmgewalzt
                          - - andere:
722610 30                 - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm
7226 20                   - aus Schnellarbeitsstahl:
7226 20 10                - - nur warmgewalzt
                          - - nur kaltgewalzt:
7226 20 31                - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm
                          - - andere:
                          - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm:
7226 20 51                - - - - nur oberflächenbearbeitet, einschließlich plattiert

zi   Stufenweiser Abbau in gleichen Raten über einen Zeitraum von 10 Jahren

6,0 o/o        frei 2>

6,0 o/o        frei 2>

6,0 o/o        frei 2>

6,0 o/o        frei2 >

6,0 o/o        frei 2>
BGBl. 1994, Seite 1642 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1642
1642                                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

      Codedee                                                      W81'811bezeichnung
      Zollarifs

          1                                                                  2

                         - - - mit einer Breite von 500 mm oder weniger.
                         - - - - nur oberflächenbearbeitet, einschließlich plattiert:
7226 20 71               - - - - - warmgewalzt, nur plattiert
                         -andere:
7226 91 00               - - nur warmgewalzt
722692                   - - nur kaltgewalzt:
7226 9210                - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm
7226 99                  - - andere:
                         - - - mit einer Breite von mehr als 500 mm:
7226 9911                - - - - nur oberflächenbearbeitet, einschließlich plattiert
                         - - - mit einer Breite von 500 mm oder weniger:
                         - - - - nur oberflächenbearbeitet, einschließlich plattiert:
7226 99 31               - - - - - warmgewalzt, nur plattiert
7227                     Walzdraht aus anderem legierten Stahl:
722710 00                - aus Schnellarbeitsstahl
72272000                 - aus Mangan-Silicium-Stahl
7227 90                  - anderer:
7227 90 10               - - mit einem Borgehalt von 0,0008 GHT oder mehr
7227 90 90               - - andere
7228                     Stabstahl und Profile, aus anderem legierten Stahl; Hohlbohrerstäbe aus
                         oder nichtlegiertem Stahl:
722810                   - Stabstahl aus Schnellarbeitsstahl:
72281010                 - - nur warmgewalzt, nur warmgezogen oder nur warmstranggepreßt
                         - - anderer:
722810 30                - - - warmgewalzt, warmgezogen oder warmstranggepreßt, nur plattiert
7228 20                  - Stabstahl aus Mangan-Silicium-Stahl:
                         - - nur warmgewalzt, nur warmgezogen oder nur warmstrangepreßt:
7228 20 11               - - - mit rechteckigem (nicht quadratischem) Querschnitt,
                                 auf vier Flächen gewalzt
72282019                 - - - anderer
                         - - anderer.
722820 30                - - - warmgewalzt, warmgezogen oder warmstranggepreßt, nur plattiert
7228 30                  - anderer Stabstahl, nur warmgewalzt, nur warmgezogen
                            oder nur warmstranggepreßt:

            Ausgangs-   ZugeetalldelMN
             Zollsatz      Zolllatz

               3              4

             6,0%           frei2>

             6,0%           frei2>

             6,0%           frei2l

             6,0%           frei2>

             6,0%           frei2l

             6,0%           frei2>
             6,0%           frei2>

             6,0%           frei2>
             6,0%           frei2 >
legiertem

             6,0%           frei2>

             5,0%           frei2 >

             6,0%           frei2>

             6,0%           frei2>

             5,0%           frei2>
72283010                 - - mit kreisförmigem Querschnitt mit einem Durchmesser von 80 mm oder mehr          6,0%           frei2>
72283090                 --anderer
722860                   - anderer Stabstahl:
7228 60 10               - - warmgewalzt, warmgezogen oder warmstranggepreßt, nur plattiert
7228 70                  - Profile:
72287010                 - - nur warmgewalzt, nur warmgezogen oder nur warmstranggepreßt
                         - - andere:
7228 70 31               - - - warmgewalzt, warmgezogen oder warmstranggepreßt, nur plattiert
722880                   - Hohlbohrerstäbe:
7228 80 10               - - aus legiertem Stahl
7228 80 90               - - aus nichtlegiertem Stahl
73                        Waren aus Eisen oder Stahl
6,0%           frei2>

5,0%           frei2>

6,0%           frei2>

5,0%           frei2>

6,0%           frei 2>
3,8%           frei2l
Kapitel-                  Der Zollabbau auf Null wird für alle von dieser Vorschrift erfaßten Waren
vorschritt                über einen Zeitraum von 10 Jahren erfolgen.
7301                      Spundwanderzeugnisse aus Eisen oder Stahl, auch gelocht oder aus
                         zusammengesetzten Elementen hergestellt; durch Schweißen hergestellte
                          Profile aus Eisen oder Stahl:
730110 00                - Spundwanderzeugnisse

4,4%           frei 2>
7302                     Oberbaumaterial für Bahnen, aus Eisen oder Stahl, wie Schienen, Leitschienen
                          und Zahnstangen, Weichenzungen, Herzstücke, Zungenverbindungsstangen und
                          anderes Material für Kreuzungen oder Weichen, Bahnschwellen, Laschen,
                          Schienenstühle, Winkel, Unter1agsplatten, Klemmplatten, Spurplatten
                          und Spurstangen und anderes für das Vertagen, zusammenfügen oder Befestigen
                          von Schienen besonders hergerichtetes Material:
730210                    -Schienen:
                          -- andere:
                          - - - neu:
730210 31                 - - - - mit einem Gewicht von 20 kg oder mehr je Meter
73021039                  - - - - mit einem Gewicht von weniger als 20 kg je Meter
73021090                  - - - gebraucht
7302 2000                 - Bahnschwellen
7302 40                   - Laschen und Unter1agsplatten:
73024010                  - - gewalzt
7302 90                   -andere:
73029010                  - - Leitschienen

21   Stufenweiser Abbau in gleichen Raten über einen Zeitraum von 1OJahren

4,4%           frei2l
4,4%           frei2>
2,5%           frei2l
3,8%           frei2>

3,8%           frei2>

3,8%           frei2l
BGBl. 1994, Seite 1643 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1643




                                              Allgemeines Übereinkommen
                                          über den Handel mit Dienstleistungen

Teil 1               Geltungsbereich und Begriffsbestimmung
   Artikel 1         Geltungsbereich und Begriffsbestimmung

Teil II              Allgemeine Pflichten und Disziplinen
   Artikel II        Meistbegünstigung
   Artikel 111       Transparenz
   Artikel lllbt•    Offenlegung vertraulicher Informationen
   Artikel IV        Zunehmende Beteiligung der Entwicklungsländer
   Artikel V         Wirtschaftliche Integration
  Artikel vb<s       Übereinkünfte über integrierte Arbeitsmärkte
   Artikel VI        Innerstaatliche Regelung
   Artikel VII       Anerkennung
   Artikel VIII      Monopole und Dienstleistungserbringer mit ausschießlichen Rechten
   Artikel IX        Geschäftspraktiken
  Artikel X          Notstandsmaßnahmen
  Artikel XI         Zahlungen und Übertragungen
   Artikel XII       Beschränkungen zum Schutz der Zahlungsbilanz
  Artikel XIII       Öffentliches Beschaffungswesen
  Artikel XIV        Allgemeine Ausnahmen
  Artikel XIV"'•     Ausnahmen zur Wahrung der Sicherheit
  Artikel XV         Subventionen

Teil 111             Spezifische Verpflichtungen
  Artikel XVI        Marktzugang
  Artikel XVII       lnländerbehandlung
   Artikel XVIII     Zusätzliche Verpflichtungen

Teil IV              Fortschreitende Liberalisierung
   Artikel XIX       Aushandeln spezifischer Verpflichtungen
   Artikel XX        Listen spezifischer Verpflichtungen
   Artikel XXI       Änderung der Listen

Teil V               Institutionelle Bestimmungen
   Artikel XXII      Konsultationen
   Artikel XXIII     Streitbeilegung und Durchsetzung
   Artikel XXIV      Rat für den Handel mit Dienstleistungen
  Artikel XXV        Technische Zusammenarbeit
  Artikel XXVI       Beziehungen zu anderen internationalen Organisationen

Teil VI              Schlußbestimmungen
   Artikel XXVII     Entzug von Handelsvorteilen
   Artikel XXVI 11   Begriffsbestimmungen
   Artikel XXIX      Anlagen

BGBl. 1994, Seite 1644 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1644
1644                             Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Anlage zu    Ausnahmen von Artikel II
Anlage zum   grenzüberschreitenden Verkehr natürlicher Personen, die im Rahmen des Übereinkommens Dienstleistungen
             erbringen
Anlage zu    Luftverkehrsdienstleistungen
Anlage zu    Finanzdienstleistungen
Zweite
Anlage zu    Finanzdienstleistungen
Anlage zu    Verhandlungen über Seeverkehrsdienstleistungen
Anlage zur   Telekommunikation
Anlage zu    Verhandlungen über Basistelekommunikation

BGBl. 1994, Seite 1645 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1645

  Die Mitglieder -

 in Anerkennung der zunehmenden Bedeutung des Handels mit Dienstleistungen für das Wachstum und die Entwicklung der
Weltwirtschaft;

  in dem Wunsch, einen multilateralen Rahmen von Grundsätzen und Regeln für den Handel mit Dienstleistungen im Hinblick auf die
Ausweitung dieses Handels unter Bedingungen der Transparenz und der fortschreitenden Liberalisierung und zur Förderung des
Wirtschaftswachstums aller Handelspartner sowie der Weiterentwicklung der Entwicklungsländer zu schaffen;

  in dem Wunsch, so bald wie möglich einen stetig zunehmenden Grad der Liberalisierung des Handels mit Dienstleistungen durch
aufeinanderfolgende Runden multilateraler Verhandlungen zu erreichen mit dem Ziel, die Interessen aller Beteiligten auf der Grundlage
des gemeinsamen Nutzens zu fördern und ein insgesamt ausgeglichenes Verhältnis von Rechten und Pflichten unter angemessener
Berücksichtigung der nationalen politischen Zielsetzungen zu gewähr1eisten;

  in Anerkennung des Rechts der Mitglieder. die Erbringung von Dienstleistungen in ihrem Hoheitsgebiet zu regeln und neue
Vorschriften hierfür einzuführen, um ihre nationalen politischen Ziele zu erreichen, sowie - angesichts der in einzelnen Ländern
bestehenden Unausgewogenheit des Entwicklungsstands ihrer Vorschriften im Dienstleistungsbereich - des besonderen Bedürfnisses
der Entwicklungsländer, dieses Recht auszuüben;

  in dem Wunsch, die zunehmende Beteiligung der Entwicklungsländer am Handel mit Dienstleistungen und die Ausweitung ihrer
Dienstleistungsausfuhren unter anderem durch die Stärkung der Kapazität, Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit ihrer inländi-
schen Dienstleistungen zu erleichtern;

  unter besonderer Berücksichtigung der schwerwiegenden Probleme der am wenigsten entwickelten Länder angesichts ihrer beson-
deren wirtschaftlichen Lage und ihrer Bedürfnisse im Entwicklungs-, Handels- und Finanzbereich -

  kommen hiermit wie folgt überein:


                                                                Teil 1
                                           Geltungsbereich und Begriffsbestimmung

                                                               Artikel 1
                                            Gehungsbereich und Begriffsbestimmung
   (1) Dieses Übereinkommen findet Anwendung auf die Maßnahmen der Mitglieder, die den Handel mit Dienstleistungen beeinträch-
tigen.
  (2) Für die Zwecke dieses Übereinkommens bedeutet der Handel mit Dienstleistungen die Erbringung einer Dienstleistung
a) aus dem Hoheitsgebiet eines Mitglieds in das Hoheitsgebiet eines anderen Mitglieds;
b) im Hoheitsgebiet eines Mitglieds an den Dienstleistungsnutzer eines anderen Mitglieds;
c) durch einen Dienstleistungserbringer eines Mitglieds mittels kommerzieller Präsenz im Hoheitsgebiet eines anderen Mitglieds;
d) durch einen Dienstleistungserbringer eines Mitglieds mittels Präsenz natürlicher Personen eines Mitglieds im Hoheitsgebiet eines
   anderen Mitglieds.                        ·
  (3) Für die Zwecke dieses Übereinkommens
a) bedeutet der Begriff „Maßnahmen der Mitglieder" Maßnahmen
   i)   zentraler, regionaler oder örtlicher Regierungen und Behörden sowie
   ii) nichtstaatlicher Stellen in Ausübung der ihnen von zentralen, regionalen oder örtlichen Regierungen oder Behörden übertrage-
       nen Befugnisse.
   Bei der Erfüllung seiner Pflichten und Verpflichtungen im Rahmen des Übereinkommens trifft jedes Mitglied die ihm zur Verfügung
   stehenden angemessenen Maßnahmen, um die Einhaltung dieser Pflichten und Verpflichtungen durch die regionalen und örtlichen
   Regierungen und Behörden sowie nichtstaatliche Stellen in seinem Hoheitsgebiet zu gewährleisten;
b) schließt der Begriff „Dienstleistungen" jede Art von Dienstleistung in jedem Sektor mit Ausnahme solcher Dienstleistungen ein, die in
   Ausübung hoheitlicher Gewalt erbracht werden;
c) bedeutet der Begriff „in Ausübung hoheitlicher Gewalt erbrachte Dienstleistung• jede Art von Dienstleistung, die weder zu
   kommerziellen Zwecken noch im Wettbewerb mit einem oder mehreren Dienstleistungserbringern erbracht wird.



                                                                Teil II
                                              Allgemeine Pflichten und Disziplinen

                                                               Artikel II
                                                         Meistbegünstigung
  (1) Jedes Mitglied gewährt hinsichtlich aller Maßnahmen, die unter dieses Übereinkommen fallen, den Dienstleistungen und
Dienstleistungserbringern eines anderen Mitglieds sofort und bedingungslos eine Behandlung, die nicht weniger günstig ist als
diejenige, die es den gleichen Dienstleistungen oder Dienstleistungserbringern eines anderen Landes gewährt.

BGBl. 1994, Seite 1646 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1646
1646                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

 (2) Ein Mitglied kann eine Maßnahme, die mit Absatz 1 nicht vereinbar ist, unter der Voraussetzung aufrechterhalten, daß diese
Maßnahme in der Anlage zu Ausnahmen von Artikel II aufgeführt ist und die Bedingungen jener Anlage erfüllt.
  (3) Dieses Übereinkommen ist nicht dahingehend auszulegen, daß einem Mitglied das Recht verwehrt wird, angrenzenden Ländern
Vorteile zu gewähren oder einzuräumen, um, beschränkt auf unmittelbare Grenzgebiete, den Austausch von örtlich erbrachten und
genutzten Dienstleistungen zu erleichtern.


                                                              Artikel III
                                                            Transparenz
   (1) Jedes Mitgtied veröffentJicht umgehend und, von Notstandssituationen abgesehen, spätestens zum Zeitpunkt ihres lnkrafttretens
alle einschlägigen allgemeingültigen Maßnahmen, die sich auf die Anwendung dieses Übereinkommens beziehen oder sie beeinträch-
tigen. Internationale Übereinkünfte, die für den Handel mit Dienstleistungen gelten oder ihn beeinträchtigen und die ein Mitglied
unterzeichnet hat, sind ebenfalls zu veröffentlichen.
 (2) Ist eine Veröffentlichung nach Absatz 1 nicht durchführbar, so ist die Information auf andere Weise öffentlich zugänglich zu
machen.
   (3) Jedes Mitglied unterrichtet den Rat für den Handel mit Dienstleistungen umgehend und mindestens einmal jährlich über die
Einführung neuer oder die Änderung bestehender Gesetze, sonstiger Vorschriften oder Verwaltungsrichtlinien, die den Handel mit
Dienstleistungen, soweit er den spezifischen Verpflichtungen dieses Mitglieds im Rahmen dieses Übereinkommens unter1iegt, wesent-
lich betreffen.           ·
  (4) Jedes Mitglied beantwortet umgehend alle Ersuchen eines anderen Mitglieds um bestimmte Auskünfte über jede seiner allgemein
geltenden Maßnahmen oder internationalen Übereinkünfte im Sinne des Absatzes 1. Ferner richtet jedes Mitglied eine oder mehrere
Auskunftsstellen ein, die andere Mitglieder auf Ersuchen über alle derartigen Angelegenheiten sowie die der Notifikationspflicht nach
Absatz 3 unter1iegenden Angelegenheiten im einzelnen unterrichten. Diese Auskunftsstellen sind innerhalb von zwei Jahren nach
Inkrafttreten des Übereinkommens zur Errichtung der WTO (im folgenden als „WTO-Übereinkommen" bezeichnet) einzurichten. Für
einzelne Entwicklungsländer, die Mitglieder sind, können hinsichtlich des zeitlichen Rahmens, innerhalb dessen die Auskunftsstellen
einzurichten sind, entsprechend flexible Lösungen vereinbart werden. Die Auskunftsstellen brauchen keine Hinterlegungsstellen für
Gesetze und sonstige Vorschriften zu sein.
  (5) Jedes Mitglied kann dem Rat für den Handel mit Dienstleistungen jede Maßnahme eines anderen Mitglieds notifizieren, die nach
seiner Auffassung die Wirkungsweise dieses Übereinkommens berührt.


                                                             Artikel 111111•
                                             Offenlegung vertraulicher Informationen
  Dieses Übereinkommen verpflichtet die Mitglieder nicht, vertrauliche Informationen, deren Offenlegung die Durchsetzung von
Gesetzen behindern oder sonst dem öffentlichen Interesse widersprechen würde oder die berechtigten kommerziellen Interessen
bestimmter öffentlicher oder privater Unternehmen schädigen würde, zur Verfügung zu stellen.


                                                              Artikel IV
                                        Zunehmende Beteiligung der Entwicklungsländer
  (1) Die zunehmende Beteiligung von Entwicklungsländern, die Mitglieder sind, am Welthandel wird durch ausgehandelte spezifische
Verpflichtungen der verschiedenen Mitglieder nach den Teilen III und IV erleichtert, die sich beziehen auf
a) die Stärkung der Kapazität, Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit ihrer inländischen Dienstleistungen, unter anderem durch
   Zugang zu Technologie auf kommerzieller Grundlage;
b) die Verbesserung ihres Zugangs zu Vertriebswegen und Informationsnetzen und
c) die Liberalisierung des Marktzugangs in Sektoren und Erbringungsformen, die von Ausfuhrinteresse für diese Länder sind.
   (2) Die entwickelten Länder, die Mitglieder sind, und soweit wie möglich auch andere Mitglieder errichten innerhalb von zwei Jahren
nach Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens Kontaktstellen, um den Dienstleistungserbringern aus Entwicklungsländern, die Mit-
glieder sind, den Zugang zu die jeweiligen Märkte betreffenden Informationen über
a) kommerzielle und technische Aspekte der Erbringung von Dienstleistungen;
b) Registrierung, Anerkennung und Erwerb beruflicher Qualifikationen und
c) Verfügbarkeit von Dienstleistungstechnologie
zu erleichtern.
  (3) Bei der Durchführung der Absätze 1 und 2 wird den am wenigsten entwickelten Ländern, die Mitglieder sind, besonderer Vorrang
eingeräumt. Die schwerwiegenden Probleme der am wenigsten entwickelten Länder in bezug auf die Annahme ausgehandelter
spezifischer Verpflichtungen ist angesichts ihrer besonderen wirtschaftlichen Lage und ihrer Bedürfnisse im Entwicklungs-, Handels-
und Finanzbereich besonders zu berücksichtigen.


                                                              Artikel V
                                                    Wirtschaftliche Integration
  (1) Dieses Übereinkommen hindert die Mitglieder nicht daran, Vertragspartei einer Übereinkunft zu sein oder eine Übereinkunft zu
schließen, die den Handel mit Dienstleistungen zwischen oder unter den Vertragsparteien der Übereinkunft liberalisiert; jedoch muß
eine solche Übereinkunft

BGBl. 1994, Seite 1647 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1647

a) einen beträchtlichen sektoralen Geltungsbereich ') haben und
b) vorsehen, daß praktisch jede Diskriminierung im Sinne des Artikels XVII zwischen oder unter den Vertragsparteien in den Sektoren,
   für die Buchstabe a gilt, ausgeschlossen ist oder beseitigt wird durch
      i)   Abschaffung bestehender diskriminierender Maßnahmen und/oder
      ii) Verbot der Einführung neuer oder stärker diskriminierender Maßnahmen
      entweder bei Inkrafttreten der Übereinkunft oder auf der Grundlage eines angemessenen Zeitplans; ausgenommen sind Maß-
      nahmen, die nach den Artikeln XI, XII, XIV und XIV- zulässig sind.
  (2) Bei der Feststellung, ob die unter Absatz 1 Buchstabe b aufgeführten Bedingungen erfüllt sind, kann das Verhältnis berücksichtigt
werden, in dem die Übereinkunft zu dem umfassenderen Prozeß der wirtschaftlichen Integration oder der Handelsliberalisierung unter
den betroffenen Ländern steht.
     (3)
a) Sofern Entwicklungsländer Vertragsparteien einer Übereinkunft der in Absatz 1 genannten Art sind, sind die in Absatz 1,
   insbesondere unter Buchstabe b, genannten Bedingungen im Einklang mit dem Entwicklungsstand der betroffenen Länder im
   allgemeinen sowie in einzelnen Sektoren und Teilsektoren flexibel zu handhaben.
b) Ungeachtet des Absatzes 6 kann bei Übereinkünften der in Absatz 1 genannten Art, sofern nur Entwicklungsländer beteiligt sind,
   juristischen Personen, die sich im Eigentum oder unter der Kontrolle natürlicher Personen der Vertragsparteien einer solchen
   Übereinkunft befinden, eine günstigere Behandlung gewährt werden.
  (4) Eine Übereinkunft nach Absatz 1 ist so zu gestalten, daß der Handel zwischen den Vertragsparteien erleichtert wird, und darf für
Mitglieder, die der Übereinkunft nicht angehören, das allgemeine Niveau der Hemmnisse für den Dienstleistungshandel in den
jeweiligen Sektoren oder Teilsektoren gegenüber dem vor Abschluß der Übereinkunft geltenden Niveau nicht erhöhen.
  (5) Beabsichtigt ein Mitglied bei Abschluß, Erweiterung oder wesentlicher Änderung einer in Absatz 1 genannten Übereinkunft, eine
spezifische Verpflichtung im Widerspruch zu den in seiner Liste festgelegten Bedingungen zurückzunehmen oder zu ändern, so ist diese
Rücknahme oder Änderung mindestens 90 Tage im voraus bekanntzugeben; es gilt das in Artikel XXII Absätze 2, 3 und 4 festgelegte
Verfahren.
  (6) Ein Dienstleistungserbringer eines anderen Mitglieds, der eine nach dem Recht einer Vertragspartei einer in· Absatz 1 genannten
Übereinkunft gegründete juristische Person ist, hat Anspruch auf die in der Übereinkunft vorgesehene Behandlung, sofern er im
Hoheitsgebiet der Vertragsparteien der Übereinkunft in erheblichem Umfang Geschäfte tätigt.
     (7)
a) Mitglieder, die Vertragsparteien einer in Absatz 1 genannten Übereinkunft sind, notifizieren dem Rat für den Handel mit Dienstlei-
   stungen umgehend jede derartige Übereinkunft sowie jede Erweiterung oder wesentliche Änderung der Übereinkunft. Sie stellen
   dem Rat ferner alle von ihm angeforderten einschlägigen Informationen zur Verfügung. Der Rat kann eine Arbeitsgruppe einsetzen,
   die eine solche Übereinkunft oder die Erweiterung oder Änderung einer solchen Übereinkunft prüft und dem Rat berichtet, ob sie mit
   diesem Artikel vereinbar ist.
b) Mitglieder, die Vertragsparteien einer in Absatz 1 genannten Übereinkunft sind, die auf der Grundlage eines Zeitplans durchgeführt
   wird, berichten dem Rat für den Handel mit Dienstleistungen regelmäßig über die Durchführung. Der Rat kann zur Prüfung dieser
   Berichte eine Arbeitsgruppe einsetzen, wenn er eine solche Gruppe für notwendig erachtet.
c) Auf der Grundlage der Berichte der unter den Buchstaben a und b genannten Arbeitsgruppen kann der Rat gegebenenfalls
   Empfehlungen an die Vertragsparteien richten.
  (8) Ein Mitglied, das Vertragspartei einer Übereinkunft nach Absatz 1 ist, hat keinen Anspruch auf Ausgleich von Handelsvorteilen, die
einem anderen Mitglied aus einer solchen Übereinkunft erwachsen.


                                                                                 Artikel V-
                                                         Übereinkünfte über Integrierte Arbeitsmärkte
  Dieses Übereinkommen hindert seine Mitglieder nicht daran, Vertragspartei einer Übereinkunft zu sein, welche die volle Integration 2)
der Arbeitsmärkte zwischen oder unter den Vertragsparteien der Übereinkunft herbeiführt, unter der Voraussetzung, daß die Überein-
kunft
a) Staatsangehörige der Vertragsparteien von der Pflicht zur Beschaffung von Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen freistellt;
b) dem Rat für den Handel mit Dienstleistungen notifiziert wird.


                                                                                  Artikel VI
                                                                       Innerstaatliche Regelung
 (1) In Sektoren, in denen spezifische Verpflichtungen übernommen werden, stellen die Mitglieder sicher, daß alle allgemein geltenden
Maßnahmen, die den Handel mit Dienstleistungen betreffen, angemessen, objektiv und unparteiisch angewendet werden.
     (2)
a) Jedes Mitglied unterhält oder richtet, sobald dies praktisch durchführbar ist, gerichtliche, schiedsrichterliche oder administrative
   Instanzen oder Verfahren ein, die auf _Antrag eines betroffenen Dienstleistungserbringers die umgehende Überprüfung von


')   Diese Bedingung betrifft die Zahl der Sektoren, das betroffene Handelsvolumen und die Erbringungsformen. Um diese Bedingung zu erfüllen, sollte in den Übereinkünften keine
     Erbringungsform von vornherein ausgeschlossen werden.
i    Im Regelfall gewährt eine derartige Integration den Staatsangehörigen der betreffenden Vertragsparteien das Recht auf freien Zugang zu den Beschäftigungsmärkten der
     Vertragsparteien und umfaßt Maßnahmen hinsichtlich der Verdienstbedingungen, anderer Beschäftigungsbedingungen und Sozialleistungen.

BGBl. 1994, Seite 1648 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1648
1648                                                  Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

   Verwaltungsentscheidungen mit Auswirkungen auf den Dienstleistungshandel oder in begründeten Fällen geeignete Abhilfemaß-
   nahmen gewährleisten. Können solche Verfahren nicht unabhängig von der Behörde durchgeführt werden, die für die Verwaltungs-
   entscheidung zuständig ist, so trägt das Mitglied Sorge dafür, daß die Verfahren tatsächlich eine objektive und unparteiische
   Überprüfung gewährleisten.
b) Buchstabe a ist nicht dahingehend auszulegen, daß ein Mitglied solche Instanzen oder Verfahren auch dann einzurichten hat, wenn
   dies mit seiner verfassungsmäßigen Struktur oder seiner Rechtsordnung unvereinbar ist.
  (3) Bedarf die Erbringung einer Dienstleistung, für die eine spezifische Verpflichtung übernommen wurde, der Genehmigung, so
unterrichten die zuständigen Behörden eines Mitglieds innerhalb einer angemessenen Frist nach der Vorlage eines nach den
innerstaatlichen Gesetzen und sonstigen Vorschriften als vollständig erachteten Antrags den Antragsteller über die Entscheidung über
den Antrag. Auf Antrag des Antragstellers unterrichten die zuständigen Behörden des Mitglieds diesen unverzüglich über den Stand der
Bearbeitung des Antrags.
  (4) Um zu gewährleisten, daß Maßnahmen, die Qualifikationserfordernisse und -verfahren, technische Normen und Zulassungserfor-
dernisse betreffen, keine unnötigen Hemmnisse für den Handel mit Dienstleistungen darstellen, erarbeitet der Rat für den Handel mit
Dienstleistungen mit Hilfe der von ihm gegebenenfalls eingesetzten geeigneten Gremien alle notwendigen Disziplinen. Diese Diszipli-
nen sollen sicherstellen, daß solche Erfordernisse unter anderem
a) auf objektiven und transparenten Kriterien wie Kompetenz und Fähigkeit zur Erbringung der Dienstleistung beruhen;
b) nicht belastender sind als nötig, um die Qualität der Dienstleistung zu gewährleisten;
c) im Fall von Zulassungsverfahren nicht an sich die Erbringung der Dienstleistung beschränken.
  (5)
a) In Sektoren, in denen ein Mitglied spezifische Verpflichtungen eingegangen ist, wendet das Mitglied bis zum Inkrafttreten der für
   diese Sektoren nach Absatz 4 erarbeiteten Disziplinen keine Zulassungs- und Qualifikationserfordernisse oder technischen Normen
   an, welche die spezifischen Verpflichtungen in einer Weise nichtig machen oder beeinträchtigen,
    i)   die mit den in Absatz 4 Buchstabe a, b oder c beschriebenen Kriterien nicht vereinbar ist und
    ii) die zu dem Zeitpunkt, zu dem die spezifischen Verpflichtungen in diesen Sektoren übernommen wurden, von dem Mitglied
        vernünftigerweise nicht erwartet werden konnte.
b) Bei der Beurteilung, ob ein Mitglied die Pflicht nach Absatz 5 Buchstabe a erfüllt, sind die von dem Mitglied angewendeten
   internationalen Normen entsprechender internationaler Organisationen 3) zu berücksichtigen.
  (6) In Sektoren, in denen spezifische Verpflichtungen für Dienstleistungen freier Berufe übernommen werden, sieht jedes Mitglied
angemessene Verfahren vor, um sich hinsichtlich der Kompetenz der Berufsangehörigen der anderen Mitglieder zu vergewissern.


                                                                              Artikel VII
                                                                           Anerkennung
  (1) Zum Zweck der vollständigen oder teilweisen Erfüllung der Normen oder Kriterien für die Ermächtigung, Zulassung oder
Beglaubigung von Dienstleistungserbringern und vorbehaltlich der Voraussetzungen in Absatz 3 kann ein Mitglied die Ausbildung oder
Berufserfahrung, die Anforderungen oder die Zulassungen oder Beglaubigungen, die in einem bestimmten Land erworben, erfüllt
beziehungsweise erteilt worden sind, anerkennen. Diese Anerkennung, die im Weg der Harmonisierung oder auf andere Weise erreicht
werden kann, kann auf einer Vereinbarung oder Absprache mit dem betreffenden Land beruhen oder autonom gewährt werden.
   (2) Ein Mitglied, das Vertragspartei einer bestehenden oder künftigen Vereinbarung oder Absprache nach Absatz 1 ist, gibt anderen
interessierten Mitgliedern ausreichende Gelegenheit, über den Beitritt zu einer solchen Vereinbarung oder Absprache zu verhandeln
oder ähnliche mit ihm auszuhandeln. Sofern ein Mitglied eine Anerkennung autonom gewährt, gibt es jedem anderen Mitglied
ausreichende Gelegenheit, nachzuweisen, daß die Ausbildung, Berufserfahrung, Zulassungen, Beglaubigungen oder Anforderungen,
die im Hoheitsgebiet des anderen Mitglieds erworben beziehungsweise erfüllt worden sind, anzuerkennen sind.
  (3) Ein Mitglied darf die Anerkennung nicht in einer Weise gewähren, die bei der Anwendung seiner Normen oder Kriterien für die
Ermächtigung, Zulassung oder Beglaubigung von Dienstleistungserbringem ein Mittel zur Diskriminierung zwischen verschiedenen
Ländern oder eine verdeckte Beschränkung des Handels mit Dienstleistungen darstellen würde.
  (4) Jedes Mitglied
a) unterrichtet den Rat für den Handel mit Dienstleistungen innerhalb von 12 Monaten nach Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens
   für das Mitglied über seine bestehenden Anerkennungsmaßnahmen und erklärt, ob diese Maßnahmen auf der Grundlage von
   Vereinbarungen oder Absprachen nach Absatz 1 getroffen wurden;
b) unterrichtet den Rat für den Handel mit Dienstleistungen umgehend und möglichst weit im voraus über die Aufnahme von
   Verhandlungen über eine Vereinbarung oder Absprache nach Absatz 1, um anderen Mitgliedern ausreichende Gelegenheit zu
   geben, ihr Interesse an der Teilnahme an solchen Verhandlungen zu bekunden, bevor diese in eine entscheidende Phase
   eintreten;
c) unterrichtet den Rat für den Handel mit Dienstleistungen umgehend, wenn es neue Anerkennungsmaßnahmen beschließt oder
   bestehende erheblich ändert, und erklärt, ob diese Maßnahmen auf der Grundlage von Vereinbarungen oder Absprachen nach
   Absatz 1 getroffen wurden.
   (5) Die Anerkennung soll soweit wie möglich auf multilateral vereinbarten Kriterien beruhen. Die Mitglieder arbeiten in geeigneten
Fällen mit entsprechenden zwischenstaatlichen und nichtstaatlichen Organisationen zusammen, um gemeinsame internationale
Normen und Kriterien für die Anerkennung sowie gemeinsame internationale Normen für die Ausübung der entsprechenden gewerb-
lichen Tätigkeiten und Berufe im Dienstleistungsbereich zu erarbeiten und anzunehmen.


') Der Begriff .entsprechende internationale Organisationen" bedeutet internationale Gremien, denen die entsprechenden Organe zumindest aller Mitglieder der WTO angehören
   können.

BGBl. 1994, Seite 1649 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1649

                                                             Artikel VIII
                             Monopole und Dlenstlelstungserbringer mit ausschließlichen Rechten
  (1) Jedes Mitglied gewährleistet, daß ein Dienstleistungserbringer mit Monopolstellung im Hoheitsgebiet des Mitglieds bei der
Erbringung dieser Dienstleistung auf dem entsprechenden Markt nicht in einer Weise handelt, die mit den Pflichten des Mitglieds nach
Artikel II sowie mit seinen spezifischen Verpflichtungen unvereinbar ist.
  (2) Tritt ein Dienstleistungserbringer eines Mitglieds mit Monopolstellung entweder direkt oder über ein verbundenes Unternehmen bei
der Erbringung einer Dienstleistung außerhalb seines Monopolbereichs im Wettbewerb auf und unterliegt diese Dienstleistung
spezifischen Verpflichtungen dieses Mitglieds, so gewährleistet das Mitglied, daß der Erbringer seine Monopolstellung nicht mißbraucht,
indem er in seinem Hoheitsgebiet in einer Weise handelt, die mit diesen Verpflichtungen unvereinbar ist.
  (3) Auf Antrag eines Mitglieds, das Grund zu der Annahme hat, daß der Dienstleistungserbringer eines anderen Mitglieds mit
Monopolstellung im Widerspruch zu Absatz 1 oder 2 handelt, kann der Rat für den Handel mit Dienstleistungen das für die Einsetzung,
Unterhaltung oder Ermächtigung dieses Erbringers verantwortliche Mitglied ersuchen, spezifische Informationen über die entsprechen-
den Tätigkeiten zu liefern.
  (4) Gewährt ein Mitglied nach Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens Monopolrechte hinsichtlich der Erbringung einer Dienstlei-
stung, die seinen spezifischen Verpflichtungen unterliegt, so unterrichtet dieses Mitglied den Rat für den Handel mit Dienstleistungen
spätestens drei Monate vor der beabsichtigten Gewährung der Monopolrechte; es gilt Artikel XXI Absätze 2, 3 und 4.
   (5) Dieser Artikel gilt auch für Fälle von Dienstleistungserbringern mit ausschließlichen Rechten, sofern ein Mitglied formal oder
tatsächlich a) eine kleine Zahl von Dienstleistungserbringern ermächtigt oder einsetzt und b) den Wettbewerb unter diesen Erbringern in
seinem Hoheitsgebiet in erheblichem Maß unterbindet.



                                                              Artikel IX
                                                        Geschäftspraktiken
   (1) Die Mitglieder erkennen an, daß gewisse Geschäftspraktiken von Dienstleistungserbringern, soweit sie nicht unter Artikel VIII
fallen, den Wettbewerb behindern und damit den Handel mit Dienstleistungen beschränken können.
  (2) Jedes Mitglied nimmt auf Antrag eines anderen Mitglieds Konsultationen mit dem Ziel auf, die in Absatz 1 genannten Praktiken zu
beseitigen. Das angesprochene Mitglied prüft diesen Antrag gründlich und wohlwollend und wirkt dadurch mit, daß es öffentlich
zugängliche, nicht vertrauliche Informationen von Belang für die betreffende Angelegenheit zur Verfügung stellt. Das angesprochene
Mitglied liefert dem antragstellenden Mitglied ferner weitere verfügbare Informationen im Rahmen seines innerstaatlichen Rechts und
vorbehaltlich des Abschlusses einer befriedigenden Vereinbarung über die Wahrung der Vertraulichkeit seitens des antragstellenden
Mitglieds.


                                                              Artikel X
                                                       Notstandsmaßnahmen
  (1) Entsprechend dem Grundsatz der Nichtdiskriminierung werden multilaterale Verhandlungen über die Frage von Notstandsmaß-
nahmen geführt. Die Ergebnisse dieser Verhandlungen treten spätestens drei Jahre nach Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens in
Kraft.
  (2) Bevor die in Absatz 1 genannten Verhandlungsergebnisse in Kraft treten, kann jedes Mitglied ungeachtet des Artikels XXI Absatz 1
dem Rat für den Handel mit Dienstleistungen seine Absicht notifizieren, eine spezifische Verpflichtung nach Ablauf eines Jahres nach
dem Inkrafttreten der Verpflichtung unter der Voraussetzung zu ändern oder zurückzunehmen, daß das Mitglied gegenüber dem Rat
begründet, daß die Änderung oder Rücknahme nicht bis zum Ende der in Artikel XXI Absatz 1 festgelegten Dreijahresfrist aufgeschoben
werden kann.
  (3) Die Anwendung des Absatzes 2 endet drei Jahre nach Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens.


                                                              Artikel XI
                                                  Zahlungen und Übertragungen
  (1) Außer unter den in Artikel XII vorgesehenen Umständen verzichten die Mitglieder auf eine Beschränkung internationaler
Übertragungen und Zahlungen im Rahmen laufender Geschäfte, die mit ihren spezifischen Verpflichtungen zusammenhängen.
(2) Dieses Übereinkommen läßt die Rechte und Pflichten der Mitglieder des Internationalen Währungsfonds nach dem Übereinkommen
über den Internationalen Währungsfonds einschließlich des Einsatzes von Devisenmaßnahmen, die mit dem Übereinkommen in
Einklang stehen, unter der Voraussetzung unberührt, daß ein Mitglied keine Beschränkungen für Kapitaltransaktionen erläßt, die mit
seinen spezifischen Verpflichtungen hinsichtlich solcher Transaktionen unvereinbar sind, es sei denn, daß Artikel XII Anwendung findet
oder der Fonds ein entsprechendes Ersuchen stellt.


                                                             Artikel XII
                                        Beschränkungen zum Schutz der Zahlungsbilanz
  (1) Bei bestehenden oder drohenden schwerwiegenden Zahlungsbilanzstörungen oder externen Zahlungsschwierigkeiten kann ein
Mitglied Beschränkungen für den Handel mit Dienstleistungen einführen oder beibehalten, für die es spezifische Verpflichtungen
übernommen hat; dies umfaßt auch Zahlungen oder Übertragungen für Transaktionen im Zusammenhang mit diesen Verpflichtungen.
Es wird anerkannt, daß eine besondere Zahlungsbilanzstörung eines Mitglieds, das sich im Prozeß wirtschaftlicher Entwicklung oder
wirtschaftlichen Übergangs befindet, den Einsatz von Beschränkungen erforderlich machen kann, um unter anderem die Ausstattung
mit angemessenen Reserven zur Durchführung des wirtschaftlichen Entwicklungs- oder Übergangsprogramms zu gewährleisten.

BGBl. 1994, Seite 1650 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1650
1650                                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

     (2) Die in Absatz 1 aufgeführten Beschränkungen
a) dürfen nicht zwischen Mitgliedem diskriminieren;
b) müssen mit dem übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds vereinbar sein;
c) müssen unnötige Schädigungen der Handelsinteressen sowie der wirtschaftlichen und finanziellen Interessen anderer Mitglieder
   vermeiden;
d) dürfen nicht über die hinausgehen, die zur Behebung der in Absatz 1 beschriebenen Umstände notwendig sind;
e) gelten nur für einen begrenzten Zeitraum und werden schrittweise im Zug der Verbesserung der in Absatz 1 beschriebenen Lage
   abgebaut.
  (3) Bei der Beurteilung der Auswirkungen solcher Beschränkungen können die Mitglieder der Erbringung solcher Dienstleistungen
Vorrang geben, die für ihre Wirtschafts- oder Entwicklungsprogramme von größerer Bedeutung sind. Sie dürfen jedoch nicht zum
Schutz eines bestimmten Dienstleistungssektors eingeführt oder aufrechterhalten werden.
  (4) Alle nach Absatz 1 eingeführten oder aufrechterhaltenen Beschränkungen oder Änderungen dieser Beschränkungen werden dem
Allgemeinen Rat umgehend notifiziert.
     (5)
a) Mitglieder, die diesen Artikel anwenden, konsultieren umgehend den Ausschuß für Zahlungsbilanzbeschränkungen über die nach
   diesem Artikel eingeführten Beschränkungen.
b) Die Ministerkonferenz erarbeitet Verfahren•) für regelmäßige Konsultationen mit dem Ziel, den betreffenden Mitgliedern die
   Empfehlungen zu geben, die sie für geeignet erachtet.
c) Im Rahmen dieser Konsultationen wird die Zahlungsbilanzsituation des betreffenden Mitglieds zusammen mit den nach diesem
   Artikel eingeführten oder aufrechterhaltenen Beschränkungen beurteilt, wobei unter anderem folgende Faktoren berücksichtigt
   werden:
      i)   Art und Ausmaß der Zahlungsbilanzstörungen und der externen Zahlungsschwierigkeiten;
      ii) die Außenwirtschafts- und Handelssituation des Mitglieds, dem die Konsultationen gelten;
      iii) mögliche alternativ zur Verfügung stehende Abhilfemaßnahmen.
d) In den Konsultationen wird geprüft, ob die Beschränkungen mit Absatz 2, insbesondere bezüglich des schrittweisen Abbaus von
   Beschränkungen nach Absatz 2 Buchstabe e, übereinstimmen.
e) Bei den Konsultationen werden alle statistischen und sonstigen Feststellungen des Internationalen Währungsfonds bezüglich
   Devisen, Währungsreserven und Zahlungsbilanzsituation berücksichtigt und die Schlußfolgerungen auf die Beurteilung der Zah-
   lungsbilanz- und der externen Finanzsituation des MitgliedsJ dem die Konsultationen gelten, durch den Internationalen Währungs-
   fonds gegründet.
  (6) Wünscht ein Mitglied, das nicht Mitglied des Internationalen Währungsfonds ist, diesen Artikel anzuwenden, so leitet die
Ministerkonferenz ein Überprüfungsverfahren sowie alle weiteren notwendigen Verfahren ein.

                                                                                Artikel XIII
                                                                Öffentliches Beschaffungswesen
  (1) Die Artikel 11, XVI und XVII finden keine Anwendung auf Gesetze, sonstige Vorschriften oder Erfordernisse in bezug auf öffentliche
Beschaffungen von Dienstleistungen, die für staatliche Zwecke beschafft werden und nicht zum kommerziellen Wiederverkauf oder zur
Nutzung bei der Erbringung von Dienstleistungen zum kommerziellen Verkauf bestimmt sind.
  (2) Innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens finden multilaterale Verhandlungen über die öffentliche
Beschaffung von Dienstleistungen im Rahmen dieses Übereinkommens statt.

                                                                                Artikel XIV
                                                                       Allgemeine Ausnahmen
  Unter der Voraussetzung, daß Maßnahmen nicht in einer Weise angewendet werden, die ein Mittel zu willkürlicher oder unberechtig-
ter Diskriminierung unter Ländern, in denen gleiche Bedingungen herrschen, oder eine verdeckte Beschränkung für den Handel mit
Dienstleistungen darstellen würde, darf dieses Übereinkommen nicht dahingehend ausgelegt werden, daß es die Annahme oder
Durchsetzung von Maßnahmen eines Mitglieds verhindert,
a) die erforderlich sind, um die öffentliche Moral oder die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten; 5)
b) die erforderlich sind, um das Leben oder die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen zu schützen;
c) die erforderlich sind, um die Einhaltung von Gesetzen oder sonstigen Vorschriften zu gewährleisten, die nicht im Widerspruch zu
   diesem übereinkommen stehen, einschließlich solcher
      i)   zur Verhinderung irreführender und betrügerischer Geschäftspraktiken oder zur Behandlung der Folgen einer Nichterfüllung von
           Dienstleistungsverträgen,
      ii) zum Schutz der Persönlichkeit bei der Verarbeitung und Weitergabe personenbezogener Daten und zum Schutz der Vertraulich-
          keit persönlicher Aufzeichnungen und Konten,
       iii) zur Gewährleistung der Sicherheit;

•)    Es gilt als vereinbart, daß die in Absatz 5 genannten Verfahren die gleichen sind wie die Verfahren im Rahmen des GATT 1994.
') Die Ausnahmeregelung in bezug auf die öffentliche Ordnung kann nur in Anspruch genommen werden, wenn eine wirkliche, ausreichend schwerwiegende Bedrohung der
   Grundwerte der Gesellschaft vorliegt.

BGBl. 1994, Seite 1651 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1651

 d) die nicht mit Artikel XVII vereinbar sind, vorausgesetzt, das Ziel der unterschiedlichen Behandlung besteht darin, eine gerechte oder
    wirksame 5) Festsetzung oder Erhebung direkter Steuern in bezug auf Dienstleistungen oder Dienstleistungserbringer anderer
    Mitglieder zu gewährleisten;
 e) die nicht mit Artikel II vereinbar sind, vorausgesetzt, die unterschiedliche Behandlung beruht auf einem Abkommen zur Vermeidung
    der Doppelbesteuerung oder auf Bestimmungen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung in einer anderen internationalen Überein-
    kunft, durch die das Mitglied gebunden ist.


                                                                                       Artikel XIV1t1a
                                                                    Ausnahmen zur Wahrung der Sicherheit
     (1) Dieses Übereinkommen ist nicht dahingehend auszulegen,
a) daß ein Mitglied Informationen zur Verfügung stellen muß, deren Offenlegung nach seiner Auffassung seinen wesentlichen
   Sicherheitsinteressen zuwiderläuft, oder
b) daß ein Mitglied daran gehindert wird, Maßnahmen zu treffen, die es zum Schutz seiner wesentlichen Sicherheitsinteressen für
   notwendig hält
          i)     bezüglich der Erbringug von Dienstleistungen, die direkt oder indirekt der Versorgung einer militärischen Einrichtung dienen,
          ii) bezüglich spaltbarer und fusionsfähiger Stoffe oder der Rohstoffe, aus denen sie erzeugt werden,
          iii) in Kriegszeiten oder bei sonstigen Krisen in internationalen Beziehungen oder
c) daß ein Mitglied daran gehindert wird, Maßnahmen in Erfüllung seiner Pflichten im Rahmen der Charta der Vereinten Nationen zur
   Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit zu treffen.
  (2) Der Rat für den Handel mit Dienstleistungen wird über Maßnahmen nach Absatz 1 Buchstaben b und c und deren Aufhebung so
ausführlich wie möglich unterrichtet.

                                                                                         Artikel XV
                                                                                      Subventionen
  (1) Die Mitglieder erkennen an, daß Subventionen unter bestimmten Umständen zu Verzerrungen im Handel mit Dienstleistungen
führen können. Die Mitglieder nehmen zur Vermeidung derartiger handelsverzerrender Auswirkungen Verhandlungen zur Ausarbeitung
der erforderlichen multilateralen Disziplinen auf.7) Die Verhandlungen betreffen auch die Zweckmäßigkeit von Ausgleichsverfahren. Die
Verhandlungen erkennen die Rolle von Subventionen für die Entwicklungsprogramme von Entwicklungsländern an und berücksichtigen
das Bedürfnis der Mitglieder, insbesondere der Entwicklungsländer, die Mitglieder sind, nach Flexibilität in diesem Bereich. Für die
Zwecke dieser Verhandlungen tauschen die Mitglieder Informationen über alle Subventionen im Zusammenhang mit dem Handel mit
Dienstleistungen aus, die sie inländischen Dienstleistungserbringern gewähren.
  (2) Ein Mitglied, das sich durch eine Subvention eines anderen Mitglieds beeinträchtigt sieht, kann dieses Mitglied um Konsultationen
über diese Fragen ersuchen. Ein solches Ersuchen wird wohlwollend geprüft.




                                                                                           Teil III
                                                                           Spezifische Verpflichtungen

                                                                                        Artikel XVI
                                                                                       Marktzugang
  (1) Hinsichtlich des Marktzugangs durch die in Artikel I definierten Erbringungsarten gewährt jedes Mitglied den Dienstleistungen und
Dienstleistungserbringem eines anderen Mitglieds eine Behandlung, die nicht weniger günstig ist als die, die nach den in seiner Liste 5 )
vereinbarten und festgelegten Bestimmungen, Beschränkungen und Bedingungen vorgesehen ist.



")   Maßnahmen, die auf eine gerechte oder wirksame Festsetzung oder Erhebung direkter Steuern abzielen, umfassen Maßnahmen eines Mitglieds im Rahmen seines
     Steuersystems,
     i)        die für gebietsfremde Dienstleistungserbringer gelten, in Anerkennung der Tatsache, daß sich die Steuerpflicht Gebietsfremder nach den Besteuerungsgrundlagen richtet, die
               aus dem Hoheitsgebiet des Mitglieds stammen oder dort belegen sind,
     ii) die für Gebietsfremde gelten, um die Festsetzung oder Erhebung von Steuern im Hoheitsgebiet des Mitglieds zu gewähr1eisten,
     iii) die für Gebietsfremde oder Gebietsansissige gelten, um Steuerflucht odef -hinterziehung zu verhindern, einschließlich Vollzugsmaßnahmen,
     iv) die für Nutzer von Dienstleistungen gelten, die im Hoheitsgebiet eines anderen Mitglieds odef von dort aus erbracht werden, um die Festsetzung oder Erhebung von Steuern
         aus Quellen im Hoheitsgebiet des Mitglieds zu gewährleisten,
     v) die unterscheiden zwischen Oienstteistungserbringern, die hinsichtlich weltweiter Besteuerungsgrundlagen der Steuer unterliegen, und anderen Oienstleistungserbringem, in
        Anerkennung des Unterschieds in der Art der Steuerbemessungsgrundlage zwischen beiden, oder
     vi) die dazu dienen, Einkommen, Gewinn, Wertzuwachs, Verlust, AbzOge oder anrechenbare Beträge in bezug auf gebietsansässige Personen oder Niederlassungen oder
         verbundene Personen oder Niederlassungen derselben Person zu ermitteln, zuzuordnen oder aufzuteilen, um die Steuerbemessungsgrundlage des Mitglieds zu bewah-
         ren.
     Die steuerlichen Bestimmungen oder Begriffe in Artikel XIV Buchstabe d und in dieser Fußnote werden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Definitionen und Begriffen oder
     gleichwertigen oder ähnlichen Definitionen und Begriffen des innerstaatlichen Rechts des Mitglieds, das die Maßnahme trifft, ausgelegt.
')   In einem künftigen Arbeitsprogramm wird festgelegt, wie und innerhalb welchen Zeitrahmens Verhandlungen Ober derartige multilaterale Disziplinen geführt werden.
')   Geht ein Mitglied eine Marktzugangsverpflichtung in bezug auf die Erbringung einer Dienstleistung durch die in Al'tikel I Absatz 2 Buchstabe a genannte Erbringungsart ein und
     stellt der grenzüberschreitende Kapitalverkehr einen wesentlichen Teil der Dienstleistung selbst dar, so ist das Mitglied dadurch verpflichtet, diesen Kapitalver1(ehr zuzulassen.
     Geht ein Mitglied eine Marktzugangsverpflichtung in bezug auf die Erbringung einer Dienstleistung durch die in Artikel I Absatz 2 Buchstabe c genannte Erbringungsart ein, so ist
     das Mitglied dadurch verpflichtet, entsprechende Kapitaltransfers in sein Hoheitsgebiet zuzulassen.

BGBl. 1994, Seite 1652 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1652
1652                                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  (2) In Sektoren, in denen Marktzugangsverpflichtungen übernommen werden, werden die Maßnahmen, die ein Mitglied weder
regional noch für sein gesamtes Hoheitsgebiet aufrechterhalten oder einführen darf, sofern in seiner Liste nichts anderes festgelegt ist,
wie folgt definiert:
a) Beschränkungen der Anzahl der Dienstleistungserbringer in Form von zahlenmäßigen Quoten, Monopolen oder Dienstleistungs-
   erbringem mit ausschließlichen Rechten oder des Erfordernisses einer wirtschaftlichen Bedürfnisprüfung;
b) Beschränkungen des Gesamtwerts der Dienstleistungsgeschäfte oder des Betriebsvermögens ih Form zahlenmäßiger Quoten oder
   des Erfordernisses einer wirtschaftlichen Bedürfnisprüfung;
c) Beschränkungen der Gesamtzahl der Dienstleistungen oder des Gesamtvolumens erbrachter Dienstleistungen durch Festsetzung
   bestimmter zahlenmäßiger Einheiten in Form von Quoten oder des Erfordernisses einer wirtschaftlichen Bedürfnisprüfung; 11)
d) Beschränkungen der Gesamtzahl natürlicher Personen, die in einem bestimmten Dienstleistungssektor beschäftigt werden dürfen
   oder die ein Dienstleistungserbringer beschäftigen darf und die zur Erbringung einer spezifischen Dienstleistung erforderlich sind
   und in direktem Zusammenhang damit stehen, in Form zahlenmäßiger Quoten oder des Erfordernisses einer wirtschaftlichen
   Bedürfnisprüfung;
e) Maßnahmen, die bestimmte Arten rechtlicher Untemehmensformen oder von Gemeinschaftsunternehmen beschränken oder
   vorschreiben, durch die ein Dienstleistungserf?ringer eine Dienstleistung erbringen darf, und
f)   Beschränkungen der Beteiligung ausländischen Kapitals durch Festsetzung einer prozentualen Höchstgrenze für die ausländische
     Beteiligung oder für den Gesamtwert einzelner oder zusammengefaßter ausländischer Investitionen.


                                                                              Artikel XVII
                                                                        lnländerbehandlung
  (1) In den in seiner Liste aufgeführten Sektoren gewährt jedes Mitglied unter den darin festgelegten Bedingungen und Vorbehalten
den Dienstleistungen und Dienstleistungserbringem eines anderen Mitglieds hinsichtlich aller Maßnahmen, welche die Erbringung von
Dienstleistungen beeinträchtigen, eine Behandlung, die nicht weniger günstig ist als die, die es seinen eigenen gleichen Dienstleistun-
gen und Dienstleistungserbringern gewährt. 10)
  (2) Ein Mitglied kann das Erfordernis des Absatzes 1 dadurch erfüllen, daß es Dienstleistungen und Dienstleistungserbringern eines
anderen Mitglieds eine Behandlung gewährt, die mit der, die es seinen eigenen gleichen Dienstleistungen oder Dienstleistungserbrin-
gem gewährt, entweder formal identisch ist oder sich formal von ihr unterscheidet.
  (3) Eine formal identische oder formal unte-rschiedliche Behandlung gilt dann als weniger günstig, wenn sie die Wettbewerbsbedin-
gungen zugunsten von Dienstleistungen oder Dienstleistungserbringern des Mitglieds gegenüber gleichen Dienstleistungen oder
Dienstleistungserbringern eines anderen Mitglieds verändert.


                                                                              Artikel XVIII
                                                                   Zusätzliche Verpflichtungen
  Die Mitglieder können in bezug auf Maßnahmen, die den Handel mit Dienstleistungen beeinträchtigen und nicht nach Artikel XVI oder
XVII in Listen aufgeführt werden, Verpflichtungen aushandeln, einschließlich Maßnahmen in bezug auf Qualifikations-, Normen- oder
Zulassungsfragen. Solche Verpflichtungen werden in der Liste des betreffenden Mitglieds aufgeführt.



                                                                                 Teil IV
                                                                Fortschreitende Liberalisierung

                                                                               Artikel XIX
                                                         Aushandeln spezHlscher Verpflichtungen
   (1) Entsprechend den Zielen dieses Übereinkommens treten die Mitglieder in aufeinanderfolgende Verhandlungsrunden ein, die
spätestens fünf Jahre nach Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens beginnen und danach regelmäßig stattfinden, um schrittweise
einen höheren Stand der Liberalisierung zu erreichen. Die Verhandlungen zielen darauf ab, die nachteiligen Auswirkungen von
Maßnahmen auf den Handel mit Dienstleistungen zu vermindern oder zu beseitigen, um dadurch einen effektiven Marktzugang zu
erreichen. Dieser Prozeß findet mit dem Ziel statt, die Interessen aller Beteiligten auf der Grundlage des gemeinsamen Nutzens zu
fördern und ein insgesamt ausgeglichenes Verhältnis von Rechten und Pflichten zu gewährleisten.
   (2) Der Liberalisierungsprozeß findet unter angemessener Berücksichtigung der nationalen politischen Zielsetzungen und des
Entwicklungsstands der einzelnen Mitglieder sowohl allgemein als auch in einzelnen Sektoren statt. Einzelne Entwicklungsländer, die
Mitglieder sind, erhalten hinreichende Flexibilität, indem ihnen die Möglichkeit eingeräumt wird, eine geringere Zahl von Sektoren zu
öffnen, weniger Arten von Transaktionen zu liberalisieren, schrittweise und in Abhängigkeit von ihrem Entwicklungsstand den
Marktzugang zu erweitern und, wenn sie ausländischen Dienstleistungserbringem Zugang zu ihren Märkten gewähren, hieran
Bedingungen zu knüpfen, die darauf ausgerichtet sind, die in Artikel IV genannten Ziele zu erreichen.
  (3) Für jede Runde werden Verhandlungsrichtlinien und -verfahren festgelegt. Zur Erarbeitung solcher Richtlinien nimmt der Rat für
den Handel mit Dienstleistungen eine Bewertung des Handels mit Dienstleistungen allgemein und nach Sektoren im Hinblick auf die
Ziele dieses Übereinkommens einschließlich der in Artikel IV Absatz 1 genannten Ziele vor. Die Verhandlungsrichtlinien legen fest, wie


') Buchstabe c gi~ nicht für Maßnahmen eines Mitglieds, die Vorleistungen für die Erbringung von Dienstleistungen beschränken.
"') Spezifische Verpflichtungen, die nach diesem Artikel übernommen worden sind, werden nicht so ausgelegt, daß ein Mitglied Ausgleich für etwaige naturgegebene Wettbewerbs·
    nachteile gewähren muß, die sich daraus ergeben, daß die betreffenden Dienstleistungen oder Oienstleistungserbringer aus dem Ausland stammen.

BGBl. 1994, Seite 1653 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1653

die von Mitgliedern seit den vorhergehenden Verhandlungen autonom getroffenen Liberalisierungsmaßnahmen behandelt werden und
wie die besondere Behandlung der am wenigsten entwickelten Länder, die Mitglieder sind, gemäß Artikel IV Absatz 3 erfolgt.
  (4) Der Prozeß der schrittweisen Liberalisierung ist in jeder derartigen Runde durch bilaterale, plurilaterale oder multilaterale
Verhandlungen voranzubringen mit dem Ziel, den allgemeinen Umfang der spezifischen Verpflichtungen, welche die Mitglieder nach
diesem Übereinkommen übernommen haben, zu vergrößern.

                                                               Artikel XX
                                                 Listen spezifischer Verpflichtungen
  (1) Jedes Mitglied legt in einer Liste die spezifischen Verpflichtungen fest, die es nach Teil III übernimmt. Jede liste enthält für die
Sektoren, für die derartige Verpflichtungen übernommen werden, folgende Angaben:
a) Bestimmungen, Beschränkungen und Bedingungen für den Marktzugang;
b) Bedingungen und Qualifikationen für die lnländerbehandlung;
c) Zusagen hinsichtlich zusätzlicher Verpflichtungen;
d) gegebenenfalls den Zeitrahmen für die Durchführung derartiger Verpflichtungen und
e) den Zeitpunkt des lnkrafttretens derartiger Verpflichtungen.
  (2) Maßnahmen, die sowohl mit Artikel XVI als auch mit Artikel XVII nicht vereinbar sind, werden in die für Artikel XVI vorgesehene
Spalte eingetragen. In diesem Fall gilt der Eintrag als Bedingung oder Qualifikation auch zu Artikel XVII.
  (3) Die Listen spezifischer Verpflichtungen werden diesem Übereinkommen als Anlagen beigefügt und bilden einen wesentlichen
Bestandteil des Übereinkommens.

                                                              Artikel XXI
                                                         Änderung der Listen
  (1)
a) Ein Mitglied (im folgenden als "änderndes Mitglied" bezeichnet) kann eine Verpflichtung in seiner liste in Übereinstimmung mit
   diesem Artikel nach Ablauf von drei Jahren nach Inkrafttreten der Verpflichtung jederzeit ändern oder zurücknehmen.
b) Ein änderndes Mitglied notifiziert dem Rat für den Handel mit Dienstleistungen seine Absicht, eine Verpflichtung nach diesem Artikel
   zu ändern oder zurückzunehmen, spätestens drei Monate vor dem beabsichtigten Zeitpunkt der Durchführung der Änderung oder
   Rücknahme.
  (2)
a) Auf Antrag eines Mitglieds, dessen Handelsvorteile aufgrund dieses Übereinkommens durch eine nach Absatz 1 Buchstabe b
   notifizierte geplante Änderung oder Rücknahme betroffen sein können (im folgenden als "betroffenes Mitglied" bezeichnet), nimmt
   das ändernde Mitglied Verhandlungen auf, um eine Einigung über notwendige Ausgleichsmaßnahmen zu erreichen. In den
   Verhandlungen und der Einigung bemühen sich die beteiligten Mitglieder, ein allgemeines Maß gegenseitig vorteilhafter Verpflich-
   tungen aufrechtzuerhalten, das nicht weniger günstig für den Handel ist als das in den listen spezifischer Verpflichtungen vor
   Aufnahme dieser Verhandlungen vorgesehene Maß.
b) Ausgleichsmaßnahmen werden auf der Grundlage der Meistbegünstigung getroffen.
  (3)
a) Erzielen das ändernde Mitglied und ein betroffenes Mitglied vor Ablauf der vorgesehenen Verhandlungsfrist keine Einigung, so kann
   das betroffene Mitglied die Angelegenheit einem Schiedsverfahren unterwerfen. Jedes betroffene Mitglied, das einen möglicher-
   weise bestehenden Anspruch auf Ausgleich durchsetzen will, muß an dem Schiedsverfahren teilnehmen.
b) Verlangt keines der betroffenen Mitglieder ein Schiedsverfahren, so kann das ändernde Mitglied die vorgesehene Änderung oder
   Rücknahme durchführen.
  (4)
a) Das ändernde Mitglied kann seine Verpflichtung nicht ändern oder zurücknehmen, bevor es Ausgleichsmaßnahmen entsprechend
   dem Ergebnis des Schiedsverfahrens getroffen hat.
b) Führt das ändernde Mitglied die geplante Änderung oder Rücknahme unter Mißachtung des Ergebnisses des Schiedsverfahrens
   durch, so kann ein betroffenes Mitglied, das an dem Schiedsverfahren beteiligt war, im wesentlichen gleichwertige Vergünstigungen
   in Übereinstimmung mit dem Ergebnis ändern oder zurücknehmen. Ungeachtet des Artikels II kann eine derartige Änderung oder
   Rücknahme nur in bezug auf das ändernde Mitglied durchgeführt werden.
  (5) Der Rat für den Handel mit Dienstleistungen legt Verfahren zur Berichtigung oder Änderung von listen fest. Ein Mitglied, das in
seiner liste aufgeführte Verpflichtungen nach diesem Artikel geändert oder zurückgenommen hat, hat seine liste nach diesen
Verfahren zu ändern.

                                                                  Teil V
                                                    Institutionelle Bestimmungen

                                                              Artikel XXII
                                                            Konsultationen
  (1) Jedes Mitglied wird die Möglichkeit von Konsultationen über Vorstellungen eines anderen Mitglieds zu irgendeiner Angelegenheit,
welche die Anwendung dieses Übereinkommens betrifft, wohlwollend prüfen und angemessene Gelegenheit dazu geben. Für solche
Konsultationen gilt die Vereinbarung über Streitbeilegung.

BGBl. 1994, Seite 1654 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1654
1654                                                 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

   (2) Auf Antrag eines Mitglieds kann der Rat für den Handel mit Dienstleistungen oder das Streitbeilegungsgremium Konsultationen mit
einem oder mehreren Mitgliedern über jede Angelegenheit führen, für die durch Konsultationen nach Absatz 1 keine zufriedenstellende
Lösung gefunden werden konnte.
  (3) Ein Mitglied kann sich weder nach diesem Artikel noch nach Artikel XXIII auf Artikel XVII bezüglich einer Maßnahme eines anderen
Mitglieds berufen, die in den Geltungsbereich eines zwischen ihnen geschlossenen Abkommens zur Vermeidung der Doppel-
besteuerung fällt. Bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Mitgliedern darüber, ob eine Maßnahme in den Geltungsbereich eines
derartigen zwischen ihnen geschlossenen Abkommens fällt, steht es jedem der Mitglieder frei, die Angelegenheit vor den Rat für den
Handel mit Dienstleistungen zu bringen. 11 ) Der Rat unterbreitet die Angelegenheit einem Schiedsgericht. Die Entscheidung des
Schiedsrichters ist endgültig und für die Mitglieder bindend.


                                                                          Artikel XXIII
                                                           Streitbeilegung und Durchsetzung
  (1) Sollte ein Mitglied der Auffassung sein, daß ein anderes Mitglied seine Pflichten oder seine spezifischen Verpflichtungen nach
diesem übereinkommen nicht erfüllt, so kann es sich mit dem Ziel, eine für beide Seiten befriedigende Lösung der Angelegenheit zu
erreichen, auf die Vereinbarung über Streitbeilegung berufen.
  (2) Ist das Streitbeilegungsgremium der Auffassung, daß die Umstände ernst genug sind, um einen solchen Schritt zu rechtfertigen,
so kann es ein oder mehrere Mitglieder ermächtigen, die Anwendung dieser Pflichten und spezifischen Verpflichtungen gegenüber
einem oder mehreren anderen Mitgliedern nach Artikel 22 der Vereinbarung über Streitbeilegung auszusetzen.
  (3) Ist ein Mitglied der Auffassung, daß ihm ein Handelsvorteil, den es vernünftigerweise aufgrund einer spezifischen Verpflichtung
eines anderen Mitglieds nach Teil III hätte erwarten können, als Ergebnis der Anwendung einer Maßnahme, die zu diesem Übereinkom-
men nicht in Widerspruch steht, zunichte gemacht oder geschmälert wird, so kann es sich auf die Vereinbarung über Streitbeilegung
berufen. Stellt das Streitbeilegungsgremium fest, daß die Maßnahme einen solchen Handelsvorteil zunichte gemacht oder geschmälert
hat, so hat das betroffene Mitglied Anspruch auf einen für beide Seiten befriedigenden Ausgleich auf der Grundlage des Artikels XXI
Absatz 2, der die Änderung oder Rücknahme der Maßnahme einschließen kann. Falls die betreffenden Mitglieder kein Einvernehmen
erzielen können, findet Artikel 22 der Vereinbarung über Streitbeilegung Anwendung.


                                                                          Artikel XXIV
                                                       Rat für den Handel mit Dienstleistungen
  (1) Der Rat für den Handel mit Dienstleistungen nimmt die Aufgaben wahr, die ihm übertragen werden, um die Anwendung dieses
Übereinkommens zu erleichtern und die Erreichung seiner Ziele zu fördern. Der Rat kann diejenigen nachgeordneten Gremien
einsetzen, die er zur wirksamen Wahrnehmung seiner Aufgaben für geeignet erachtet.
  (2) Die Teilnahme am Rat und, sofern der Rat nichts anderes beschließt, seinen nachgeordneten Gremien steht den Vertretern aller
Mitglieder offen.
  (3) Der Vorsitzende des Rates wird von den Mitgliedern gewählt.


                                                                           Artikel XXV
                                                               Technische Zusammenarbeit
  (1) Dienstleistungserbringer von Mitgliedern, die einer solchen Hilfe bedürfen, haben Zugang zu den Dienstleistungen der in Artikel IV
Absatz 2 genannten Kontaktstellen.
  (2) Technische Hilfe für Entwicklungsländer wird auf multilateraler Ebene vom Sekretariat geleistet und wird vom Rat für den Handel
mit Dienstleistungen beschlossen.


                                                                          Artikel XXVI
                                            Beziehungen zu anderen Internationalen Organisationen
  Der Allgemeine Rat trifft geeignete Vorkehrungen für Konsultationen und Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und ihren
Sonderorganisationen sowie mit sonstigen mit Dienstleistungen befaßten zwischenstaatlichen Organisationen.



                                                                              Teil VI
                                                                   Schlußbestimmungen

                                                                          Artikel XXVII
                                                               Entzug von Handelsvorteilen
  Ein Mitglied kann die in diesem Übereinkommen vorgesehenen Handelsvorteile entziehen
a) in bezug auf die Erbringung einer Dienstleistung. wenn es nachweist, daß die betreffende Dienstleistung aus dem oder im
   Hoheitsgebiet eines Nichtmitglieds oder eines Mitglieds erbracht wird, auf welches das die Handelsvorteile entziehende Mitglied das
   WTO-Übereinkommen nicht anwendet;



") Im Fall von Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung, die bei Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens bestehen, kann eine solche Angelegenheit nur mit Zustimmung
   der beiden Vertragsparteien eines solchen Abkommens vor den Rat für den Handel mit Dienstleistungen gebracht werden.

BGBl. 1994, Seite 1655 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1655

b) im Fall der Erbringung einer Seeverkehrsdienstleistung, wenn es nachweist, daß die Dienstleistung erbracht wird von
      i)   einem Schiff, das nach den Gesetzen eines Nichtmitglieds oder eines Mitglieds, auf welches das die Handelsvorteile entziehen-
           de Mitglied das WTO-Übereinkommen nicht anwendet, registriert ist, und
      ii) einer Person, die das Schiff ganz oder teilweise betreibt und/oder nutzt, die aber zu einem Nichtmitglied oder einem Mitglied
          gehört, auf welches das die Handelsvorteile entziehende Mitglied das WTO-Übereinkommens nicht anwendet;
c) gegenüber einem Dienstleistungserbringer in der Rechtsform einer juristischen Person, wenn es nachweist, daß dieser kein
   Dienstleistungserbringer eines anderen Mitglieds ist oder daß er ein Dienstleistungserbringer eines Mitglieds ist, auf welches das die
   Handelsvorteile entziehende Mitglied das WTO-Übereinkommen nicht anwendet.


                                                                              Artikel XXVIII
                                                                        Begriffsbestimmungen
     Für die Zwecke dieses Übereinkommens
a) bedeutet der Begriff "Maßnahme" jede von einem Mitglied getroffene Maßnahme, unabhängig davon, ob sie in Form eines
   Gesetzes, einer sonstigen Vorschrift, einer Regel, eines Verfahrens, eines Beschlusses, eines Verwaltungshandelns oder in
   sonstiger Form getroffen wird;
b) umfaßt der Begriff "Erbringung einer Dienstleistung" die Produktion, den Vertrieb, die-Vermarktung, den Verkauf und die Bereitstel•
   lung der Dienstleistung;
c) umfaßt der Begriff „den Handel mit Dienstleistungen betreffende Maßnahmen von Mitgliedern" Maßnahmen in bezug auf
      i)   den Kauf, die Bezahlung oder die Nutzung einer Dienstleistung;
      ii) im Zusammenhang mit der Erbringung einer Dienstleistung den Zugang zu und die Nutzung von Dienstleistungen, die diese
          Mitglieder der Öffentlichkeit allgemein anbieten müssen;
      iii) die Präsenz - einschließlich der kommerziellen Präsenz - von Personen eines Mitglieds zur Erbringung einer Dienstleistung im
           Hoheitsgebiet eines anderen Mitglieds;
d) bedeutet der Begriff "kommerzielle Präsenz" jede Art geschäftlicher oder beruflicher Niederlassung durch - unter anderem -
      i)   die Errichtung, den Erwerb oder die Fortführung einer juristischen Person oder
      ii) die Errichtung oder Fortführung einer Zweigstelle oder einer Repräsentanz
      im Hoheitsgebiet eines Mitglieds zum Zweck der Erbringung einer Dienstleistung;
e) bedeutet der Begriff "Sektor" einer Dienstleistung
      i)   in bezug auf eine spezifische Verpflichtung einen oder mehrere oder alle Teilsektoren der betreffenden Dienstleistung gemäß der
           Aufstellung in der Liste eines Mitglieds;
      ii) in sonstiger Hinsicht die Gesamtheit des betreffenden Dienstleistungssektors einschließlich aller seiner Teilsektoren;
f)    bedeutet der Begriff "Dienstleistung eines anderen Mitglieds" eine Dienstleistung, die erbracht wird
      i)   aus dem oder im Hoheitsgebiet des betreffenden anderen Mitglieds oder im Fall des Seeverkehrs von einem nach den Gesetzen
           des betreffenden anderen Mitglieds registrierten Schiff oder von einer Person des betreffenden anderen Mitglieds, welche die
           Dienstleistung durch den Betrieb oder durch vollständige oder teilweise Nutzung des Schiffes erbringt, oder
      ii) im Fall der Erbringung einer Dienstleistung - durch kommerzielle Präsenz oder durch die Präsenz natürlicher Personen - durch
          einen Dienstleistungserbringer des betreffenden anderen Mitglieds;
g) bedeutet der Begriff „Erbringer einer Dienstleistung" eine Person, die eine Dienstleistung erbringt; 12)
h) bedeutet der Begriff "Erbringer einer Dienstleistung mit Monopolstellung" eine öffentliche oder private Person, die auf dem
   betreffenden Markt des Hoheitsgebiets eines Mitglieds durch das betreffende Mitglied förmlich oder tatsächlich als alleiniger
   Erbringer der betreffenden Dienstleistung ermächtigt oder errichtet ist;
i)    bedeutet der Begriff „Nutzer einer Dienstleistung" eine Person, die eine Dienstleistung in Anspruch nimmt oder nutzt;
j)    bedeutet der Begriff "Person" entweder eine natürliche oder eine juristische Person;
k) bedeutet der Begriff „natürliche Person eines anderen Mitglieds" eine natürliche Person, die im Hoheitsgebiet des betreffenden
   anderen Mitglieds oder eines beliebigen anderen Mitglieds ansässig ist und die nach dem Recht des betreffenden anderen
   Mitglieds
      i)   Staatsangehöriger des betreffenden anderen Mitglieds ist oder
      ii) ein Recht auf dauemd~n Aufenthalt in dem betreffenden anderen Mitglied genießt, sofern ein Mitglied
           1. keine Staatsangehörigen hat oder
           2. seinen dauerhaft Gebietsansässigen in bezug auf Maßnahmen, die den Handel mit Dienstleistungen betreffen und die in
              seiner Urkunde über die Annahme des WTO-Übereinkommens oder über seinen Beitritt dazu notifiziert sind, im wesentlichen
              dieselbe Behandlung wie seinen eigenen Staatsangehörigen gewährt, wobei jedoch kein Mitglied verpflichtet ist, solchen
              dauerhaft Gebietsansässigen eine günstigere Behandlung zu gewähren als die, die das betreffende andere Mitglied solchen



") Wird eine Dienstleistung nicht unmittelbar von einer juristischen Person, sondern durch andere Formen kommerzieller Präsenz wie zum Beispiel eine Zweigstelle oder eine
   Repräsentanz erbracht, so erhält der Dienstleistungserbringer (d. h. die juristische Person) durch eine solche Präsenz dennoch die Behandlung, die den Dienstleistungserbrin-
   gem im Rahmen des Übereinkommens gewährt wird. Eine solche Behandlung wird der Präsenz zuteil, durch welche die Dienstleistung erbracht wird; sie braucht sonstigen
   Betriebsteilen des Erbringers, die außerhalb des Hoheitsgebiets ansässig sind, in dem die Dienstleistung erbracht wird, nicht gewährt zu werden.

BGBl. 1994, Seite 1656 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1656
1656                                           Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

              dauerhaft Gebietsansässigen gewähren würde. Eine solche Notifikation enthält die Zusicherung, in bezug auf solche
              dauerhaft Gebietsansässigen im Einklang mit den geltenden Gesetzen und sonstigen Vorschriften dieselbe Verantwortung
              zu übernehmen, die das betreffende andere Mitglied für seine Staatsangehörigen übernimmt;
1)    bedeutet der Begriff ,juristische Person• eine nach geltendem Recht ordnungsgemäß gegründete oder anderweitig errichtete
      rechtsfähige Organisationseinheit unabhängig davon, ob sie der Gewinnerzielung dient oder nicht und ob sie sich in privatem oder
      staatlichem Eigentum befindet, einschließlich Kapitalgesellschaften, treuhänderisch tätige Einrichtungen, Personengesellschaften,
      Gemeinschaftsunternehmen, Einzeleigentümer oder Verbände;
m) bedeutet der Begriff ..juristische Person eines anderen Mitglieds· eine juristische Person, die entweder
      i)   nach dem Recht des betreffenden anderen Mitglieds gegründet oder anderweitig errichtet ist und die im Hoheitsgebiet des
           betreffenden Mitglieds oder eines anderen Mitglieds eine Geschäftstätigkeit von erheblichem Umfang ausübt oder
      ii) im Fall der Erbringung einer Dienstleistung durch kommerzielle Präsenz
           1. im Eigentum natürlicher Personen des betreffenden Mitglieds steht oder von ihnen beherrscht wird oder
           2. im Eigentum juristischer Personen des betreffenden anderen Mitglieds im Sinne der Ziffer i steht oder von ihnen beherrscht
              wird;
n) eine juristische Person
      i)   steht ffim Eigentum" von Personen eines Mitglieds, wenn sich mehr als 50 v. H. ihres Eigenkapitals im wirtschaftlichen Eigentum
           von Personen des betreffenden Mitglieds befinden;
      ii) wird von Personen eines Mitglieds .,.beherrschi•, wenn solche Personen befugt sind, die Mehrheit ihrer Direktoren zu benennen
          oder ihre Tätigkeit auf andere Weise rechtlich zu bestimmen;
      iii) ist mit einer anderen Person "verbunden", wenn sie die betreffende andere Person beherrscht oder von ihr beherrscht wird oder
           wenn sie und die betreffende andere Person beide von derselben Person beherrscht werden;
o) umfaßt der Begriff "direkte Steuern" alle Steuern auf das Gesamteinkommen, auf das Gesamtkapital oder auf Teile des Einkommens
   oder des Kapitals einschließlich Steuern auf Gewinne aus der Veräußerung von Vermögen, Steuern auf Immobilienvermögen,
   Erbschaften und Schenkungen, Steuern auf die von Unternehmen gezahlte Gesamtlohn- oder -gehattssumme sowie Steuern auf
   Wertsteigerungen des Kapitals.

                                                                Artikel XXIX
                                                                  Anlagen
     Die Anlagen dieses Übereinkommens sind ein wesentlicher Bestandteil des Übereinkommens.

BGBl. 1994, Seite 1657 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1657




                                              Anlage zu Ausnahmen von Artikel 11

Geltungsbereich
(1) Diese Anlage führt im einzelnen die Bedingungen auf, unter denen einem Mitglied bei Inkrafttreten dieses Übereinkommens gemäß
    Artikel II Absatz 1 eine Ausnahme von seinen Pflichten gewährt wird.
(2) Alle weiteren nach dem Datum des lnkrafttretens des WTO-Übereinkommens beantragten Ausnahmen werden gemäß Artikel IX
    Absatz 3 des WTO-Übereinkommens behandelt.           ·

Überprüfung
(3) Der Rat für den Handel mit Dienstleistungen überprüft alle Ausnahmen, die für einen Zeitraum von mehr als 5 Jahren gewährt
    werden. Die erste Überprüfung findet spätestens 5 Jahre nach Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens statt.
(4) Der Rat für den Handel mit Dienstleistungen
   a) untersucht im Rahmen einer Überprüfung, ob die Bedingungen, welche die Notwendigkeit der Ausnahme begründeten, weiter
      bestehen, und
   b) bestimmt während der Überprüfung den Zeitpunkt für eine etwaige weitere Überprüfung.

Beendigung
(5) Die einem Mitglied in bezug auf eine bestimmte Maßnahme gewährte Ausnahme von seinen Pflichten nach Artikel II Absatz 1 des
    Übereinkommens endet an dem in der Ausnahme vorgesehenen Zeitpunkt.
(6) Grundsätzlich sollen derartige Ausnahmen einen Zeitraum von 10 Jahren nicht überschreiten. Auf jeden Fall sind die Ausnahmen
    Gegenstand von Verhandlungen im Rahmen späterer Handelsliberalisierungsrunden.
(7) Ein Mitglied notifiziert dem Rat für den Handel mit Dienstleistungen bei Ablauf des Zeitraums, für den die Ausnahme gewährt worden
    ist, daß die seinen Verpflichtungen nicht entsprechende Maßnahme mit Artikel II Absatz 1 des Übereinkommens in Einklang
    gebracht worden ist.

Listen der Ausnahmen von Artikel II

[Die vereinbarten Listen der Ausnahmen nach Artikel II Absatz 2 werden der Vertragsausfertigung des WTO-Übereinkommens an dieser
Stelle beigefügt.}

BGBl. 1994, Seite 1658 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1658
1658                                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II




                                     Anlage zum grenzüberschreitenden Verkehr natürlicher Personen,
                                     die im Rahmen des Übereinkommens Dienstleistungen erbringen

(1) Diese Anlage gilt für Maßnahmen betreffend natürliche Personen, die Dienstleistungserbringer eines Mitglieds sind, sowie für
natürliche Personen eines Mitglieds, die von einem Dienstleistungserbringer eines Mitglieds in bezug . auf die Erbringung einer
Dienstleistung beschäftigt werden.
(2) Das Übereinkommen gilt weder für Maßnahmen betreffend natürliche Personen, die sich um Zugang zum Beschäftigungsmarkt
eines Mitglieds bemühen, noch für Maßnahmen, welche die Staatsangehörigkeit, den Daueraufenthalt oder die Dauerbeschäftigung
betreffen.
(3) Nach den Teilen III und IV des Übereinkommens können Mitglieder über spezifische Verpflichtungen verhandeln, die den
grenzüberschreitenden Verkehr aller Kategorien von natürlichen Personen betreffen, die Dienstleistungen nach dem übereinkommen
erbringen. Natürliche Personen, für die eine spezifische Verpflichtung gilt, erhalten die Erlaubnis, die Dienstleistung im Einklang mit den
Bedingungen der betreffenden Verpflichtung zu erbringen.
(4) Das Übereinkommen hindert ein Mitglied nicht daran, Maßnahmen zur Regelung der Einreise oder des vorübergehenden
Aufenthalts natürlicher Personen in seinem Hoheitsgebiet einschließlich solcher Maßnahmen zu treffen, die zum Schutz der Unversehrt-
heit seiner Grenzen und zur Gewährleistung des ordnungsgemäßen Verkehrs natürlicher Personen über seine Grenzen erforderlich
sind; jedoch dürfen solche Maßnahmen nicht auf eine Weise angewendet werden, daß sie die Handelsvorteile, die einem Mitglied
aufgrund der Bedingungen einer spezifischen Verpflichtung zustehen, zunichte macht oder schmälert. 1)




') Allein die Tatsache, daß für natürliche Personen bestimmter Mitglieder im Gegensatz zu natürlichen P8t'SOn8n anderer Mitglieder ein Visum gefordert wird, wird nicht als
   Zunichtemachung oder Schmilerung von HandelsvorteiJen aufgrund einer spezifischen Verpflichtung betrachtet.

BGBl. 1994, Seite 1659 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1659




                                            Anlage zu Luftverkehrsdienstleistungen

(1) Diese Anlage gilt für Maßnahmen, die den Handel mit Luftverkehrsdienstleistungen im Linien- wie im Gelegenheitsverkehr sowie mit
damit verbundenen Hilfsdienstleistungen beeinträchtigen. Es wird bestätigt, daß jede nach diesem Übereinkommen eingegangene
spezifische Verpflichtung oder Pflicht die Verpflichtungen eines Mitglieds im Rahmen der zwei- oder mehrseitigen Übereinkünfte, die
zum Zeitpunkt des lnkrafttretens des WTO-Übereinkommens in Kraft sind, weder mindern noch beeinträchtigen.
(2) Das Übereinkommen einschließlich der darin enthaltenen-~treitbeilegungsverfahren gilt, sofern in Absatz 3 nichts anderes bestimmt
ist, nicht für Maßnahmen, die folgendes betreffen:
a) bereits gewährte Verkehrsrechte, gleichviel auf welche Weise sie gewährt wurden, oder
b) Dienstleistungen, die mit der Ausübung von Verkehrsrechten in unmittelbarem Zusammenhang stehen.
(3) Das Übereinkommen gilt für Maßnahmen, die folgendes betreffen:
a) Luftfahrzeugreparatur- und -wartungsdienstleistungen;
b) den Verkauf und die Vermarktung von Luftverkehrsdienstleistungen;
c) Dienstleistungen computergesteuerter Buchungssysteme (CRS).
(4) Eine Berufung auf die Streitbeilegungsverfahren des Übereinkommens ist nur zulässig, wenn Pflichten oder spezifische Verpflichtun-
gen von den betreffenden Mitgliedern eingegangen worden sind und wenn die in zweiseitigen und anderen mehrseitigen Übereinkünften
enthaltenen Streitbeilegungsverfahren erschöpft worden sind.
(5) Der Rat für den Handel mit Dienstleistungen überprüft in regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch alle 5 Jahre, die Entwicklun-
gen im Luftverkehrssektor sowie die Wirkungsweise dieser Anlage im Hinblick auf die Prüfung einer möglichen weitergehenden
Anwendung des Übereinkommens in diesem Sektor.
(6) Begriffsbestimmungen:
a) Der Begriff „Luftfahrzeugreparatur- und -wartungsdienstleistungen" bezeichnet derartige Arbeiten an einem aus dem Verkehr
   gezogenen Luftfahrzeug oder Luftfahrzeugteil und schließt die von den Luftfahrtunternehmen durchgeführten Wartungsarbeiten
   aus.
b) Der Begriff "Verkauf und Vermarktung von Luftverkehrsdienstleistungen" bezeichnet die Möglichkeiten des betreffenden Luftfahrtun-
   ternehmens zum freien Verkauf und zur freien Vermarktung seiner Luftverkehrsdienstleistungen einschließlich aller Aspekte der
   Vermarktung wie Marktforschung, Werbung und Vertrieb. Darunter fallen nicht die Festsetzung von Preisen für Luftverkehrsdienst-
   leistungen und die dafür geltenden Bedingungen.
c) Der Begriff „Dienstleistungen computergesteuerter Buchungssysteme (CRS)" bezeichnet Dienstleistungen, die mit Hilfe computer-
   gestützter Systeme erbracht werden, welche Informationen über die Flugpläne von Luftfahrtunternehmen, die Verfügbarkeit von
   Beförderungskapazitäten, Flugpreise und Flugpreisregelungen enthalten und mit deren Hilfe Buchungen vorgenommen oder
   Flugscheine ausgestellt werden können.
d) Der Begriff „Verkehrsrechte" bezeichnet das Recht zum Betrieb von Diensten im Linien- und Gelegenheitsflugverkehr und/oder zur
   entgeltlichen Beförderung von Fluggästen, Fracht und Post aus dem Hoheitsgebiet eines Mitglieds, in dasselbe, innerhalb desselben
   oder über dasselbe sowie die zu bedienenden Punkte und Strecken, die anzubietenden Beförderungsarten, die bereitzustellenden
   Kapazitäten, die zu berechnenden Tarife einschließlich der für die Tarifgestaltung geltenden Bedingungen sowie die Kriterien für die
   Bezeichnung von Luftfahrtunternehmen einschließlich Kriterien bezüglich Anzahl, Eigentum und Kontrolle.

BGBl. 1994, Seite 1660 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1660
1660                                          Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II




                                                   Anlage zu Finanzdienstleistungen

(1) Geltungsbereich und Begriffsbestimmung
a) Diese Anlage gilt für Maßnahmen, welche die Erbringung von Finanzdienstleistungen beeinträchtigen. Bezugnahmen auf die
   Erbringung einer Finanzdienstleistung in dieser Anlage betreffen die Erbringung einer Finanzdienstleistung im Sinne des Artikels 1
   Absatz 2 des Übereinkommens.
b) Für die Zwecke des Artikels I Absatz 3 Buchstabe b des Übereinkommens hat der Begriff „in Ausübung hoheitlicher Gewalt erbrachte
   Dienstleistungen• folgende Bedeutung:
   i)      Tätigkeiten einer Zentralbank oder einer Währungsbehörde oder einer sonstigen öffentlichen Stelle in Ausübung von Geld- oder
           Währungspolitik;
   ii) Tätigkeiten im Rahmen eines gesetzlichen Systems der sozialen Sicherheit oder einer staatlichen Alterssicherung und
   iii) sonstige Tätigkeiten, die von einer öffentlichen Stelle für Rechnung oder aufgrund Gewährleistung oder unter Einsatz der
        finanziellen Mittel der Regierung ausgeübt werden.
c) Gestattet ein Mitglied, daß seine Erbringer von Finanzdienstleistungen eine der unter Buchstabe b Ziffer i oder ii erwähnten
   Tätigkeiten im Wettbewerb mit öffentlichen Stellen oder Erbringern von Finanzdienstleistungen ausüben, so umfaßt der Begriff
   ,,Dienstleistungen" für die Zwecke des Artikels I Absatz 3 Buchstabe b des Übereinkommens solche Tätigkeiten.
d) Artikel I Absatz 3 Buchstabe c des Übereinkommens gilt nicht für Dienstleistungen, die in den Geltungsbereich dieser Anlage
   fallen.
(2) Innerstaatliche Vorschriften
a) Ungeachtet etwaiger sonstiger Bestimmungen des Übereinkommens wird ein Mitglied nicht daran gehindert, aus Gründen seiner
   Aufsichtspflichten Maßnahmen einschließlich Maßnahmen zum Schutz von Investoren, Einlegern, Versicherungsnehmern oder
   Personen, denen gegenüber ein Erbringer von Finanzdienstleistungen treuhänderische Verpflichtungen hat, oder zur Sicherung der
   Integrität und Stabilität seines Finanzsystems zu treffen. In Fällen, in denen solche Maßnahmen mit den Bestimmungen des
   Übereinkommens nicht im Einklang stehen, dürfen sie nicht als Mittel zur Umgehung der Verpflichtungen oder Pflichten des
   Mitglieds aufgrund des Übereinkommens benutzt werden.
b) Das Übereinkommen ist nicht so auszulegen, als verpflichte es ein Mitglied zur Offenlegung von Angaben über die Geschäftstätig-
   keit und von Konten einzelner Kunden oder sonstiger vertraulicher oder schutzbedürftiger Informationen, die sich im Besitz
   öffentlicher Stellen befinden.
(3) Anerkennung
a) Ein Mitglied kann bei der Festlegung, wie seine Maßnahmen in bezug auf Finanzdienstleistungen angewendet werden sollen,
   aufsichtsrechtfiche Maßnahmen eines anderen Mitglieds anerkennen. Eine solche Anerkennung, die durch Harmonisierung oder auf
   sonstige Weise erreicht werden kann, kann auf einer Vereinbarung oder Absprache mit dem betreffenden Land beruhen oder
   autonom gewährt werden.
b) Ein Mitglied, das Vertragspartei einer solchen unter Buchstabe a erwähnten bestehenden oder künftigen Vereinbarung oder
   Absprache ist, gewährt anderen interessierten Mitgliedern ausreichende Gelegenheit, über den Beitritt zu einer solchen Verein-
   barung oder Absprache oder den Abschluß einer ähnlichen mit ihnen zu verhandeln, und zwar unter Bedingungen, unter denen eine
   gleichwertige Regelung, Überwachung, Durchführung einer solchen Regelung sowie gegebenenfalls Verfahren zum Austausch von
   Informationen zwischen den Vertragsparteien der Vereinbarung oder Absprache gegeben sind. Gewährt ein Mitglied eine Anerken-
   nung autonom, so gewährt es jedem anderen Mitglied ausreichende Gelegenheit, nachzuweisen, daß diese Bedingungen erfüllt
   sind.
c) Erwägt ein Mitglied, aufsichtsrechtliche Maßnahmen eines anderen Landes anzuerkennen, so findet Artikel VII Absatz 4 Buchstabe b
   keine Anwendung.
(4) Streitbeilegung
Panels zur Beilegung von Streitigkeiten über aufsichtsrechtliche oder sonstige Finanzangelegenheiten müssen die erforderliche
Sachkenntnis bezüglich der umstrittenen speziellen Finanzdienstleistung besitzen.
(5) Begriffsbestimmungen
Für die Zwecke dieser Anlage
a) ist eine Finanzdienstleistung jede Dienstleistung finanzieller Art, die von einem Finanzdienstleistungserbringer eines Mitglieds
   angeboten wird. Finanzdienstleistungen schließen alle Versicherungsdienstleistungen und versicherungsbezogenen Dienstleistun-
   gen sowie alle Bank- und sonstigen Finanzdienstleistungen (ausgenommen Versicherungsdienstleistungen) ein. Finanzdienst-
   leistungen schließen folgende Tätigkeiten ein:
   Versicherungsdienstleistungen und versicherungsbezogene Dienstleistungen
    i)      Direktversicherung (einschließlich Mitversicherung):
            A) Lebensversicherung
            B) Sachversicherung
    ii)     Rückversicherung und Retrozession;
    iii)    Versicherungsvermittlung wie Leistungen von Versicherungsmaklern und -agenturen;
    iv)     Versicherungsbezogene Hilfsdienstleistungen wie Beratung, Versicherungsmathematik, Risikobewertung und Schadensregu-
            lierung;

BGBl. 1994, Seite 1661 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1661

       Bank- und sonstige Finanzdienstleistungen (ausgenommen Versicherungsdienstleistungen)
       v)     Annahme von Spar- und sonstigen rückzahlbaren Einlagen von Kunden;
       vi)    Ausreichung von Krediten jeder Art einschließlich Verbraucherkredit, Hypothekenkredit, Factoring und Finanzierung von
              Handelsgeschäften;
       vii) Finanzleasing;
       viii) sämtliche Zahlungs- und Überweisungsdienstleistungen einschließlich Kredit- und Scheckkarten, Reiseschecks und Bank-
             wechsel;
       ix)    Bürgschaften und Verpflichtungen;
       x)     Geschäfte für eigene und für Kundenrechnung an Börsen, im Sehalterverkehr oder in sonstiger Form mit folgendem:
              A) Geldmarkttitel (einschließlich Schecks, Wechsel, Einlagenzertifikate);
              B) Devisen;
              C) derivative Instrumente, darunter Futures und Optionen;
              D) Wechselkurs- und Zinstitel einschließlich Swaps, Kurssicherungsvereinbarungen;
              E) begebbare Wertpapiere;
              F) sonstige begebbare Titel und Finanzanlagen einschließlich ungeprägtes Gold;
       xi)    Beteiligung an Emissionen von Wertpapieren jeder Art einschließlich Übernahme und Plazierung von Emissionen als (öffent-
              licher oder privater) Finanzmakler sowie Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit derartigen Emissionen;
       xii) Geldmaklergeschäfte;
       xiii) Vermögensverwaltung wie Kassenhaltung und Bestandsverwaltung, alle Formen von kollektivem Anlagemanagement, Pen-
             sionsfondsverwaltung, Depotverwahrung, Auftrags- und treuhänderische Verwaltung;
       xiv) Saldenausgleichs- und Verrechnungsdienstleistungen im Zusammenhang mit Finanzanlagen einschließlich Wertpapieren,
            derivativen Instrumenten und sonstigen begebbaren Instrumenten;
       xv) Bereitstellung und Übermittlung von Finanzinformationen, Verarbeitung von Finanzdaten und dazugehörender Datenträger von
           Erbringern anderer Finanzdienstleistungen;
       xvi) Beratungs-, Vermittlungs- und sonstige Zusatzfinanzdienstleistungen in bezug auf sämtliche unter den Ziffern v bis xv
            aufgeführte Tätigkeiten einschließlich Kreditauskunft und Bonitätsprüfung, Anlage- und Vermögensbestandsanalyse und
            -beratung, Beratung über Akquisition, Unternehmensumstrukturierung und -strategien;
    b) ist ein Erbringer von Finanzdienstleistungen jede natürliche oder juristische Person eines Mitglieds, die Finanzdienstleistungen
       erbringt oder zu erbringen wünscht; jedoch umfaßt der Begriff "Erbringer von Finanzdienstleistungen" keine öffentlichen Stellen;
    c) bedeutet "öffentliche Stelle"
       i)    eine Regierung, Zentralbank oder Währungsbehörde eines Mitglieds oder eine im Eigentum eines Mitglieds stehende oder von
             ihm beherrschte Einrichtung, die hauptsächlich mit der Ausübung hoheitlicher Aufgaben oder von Tätigkeiten für hoheitliche
             Zwecke befaßt ist, jedoch keine Einrichtung, die hauptsächlich mit der Erbringung von Finanzdienstleistungen zu kommerziellen
             Bedingungen befaßt ist, oder
       ii) eine private Einrichtung, die Aufgaben wahrnimmt, die üblicherweise von einer Zentralbank oder Währungsbehörde wahrgenom-
           men werden, solange sie solche Aufgaben ausübt.




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BGBl. 1994, Seite 1662 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1662
1662                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II




                                          Zweite Anlage zu Finanzdienstleistungen

(1) Ungeachtet des Artikels II des Übereinkommens und der Absätze 1 und 2 der Anlage zu Ausnahmen von Artikel II kann ein Mitglied
während eines Zeitraums von 60 Tagen, der vier Monate nach dem Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens beginnt, in jener Anlage
Maßnahmen in bezug auf Finanzdienstleistungen aufführen, die mit Artikel II Absatz 1 des Übereinkommens nicht vereinbar sind.
(2) Ungeachtet des Artikels XXI des Übereinkommens kann ein Mitglied während eines Zeitraums von 60 Tagen, der vier Monate nach
dem Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens beginnt, sämtliche oder einen Teil der in seiner Liste aufgeführten spezifischen
Verpflichtungen zu Finanzdienstleistungen verbessern, ändern oder zurücknehmen.
(3) Der Rat für den Handel mit Dienstleistungen legt die zur Anwendung der Absätze 1 und 2 erforderlichen Verfahren fest.

BGBl. 1994, Seite 1663 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1663




                                Anlage zu Verhandlungen über Seeverkehrsdienstleistungen

(1) Artikel II und die Anlage zu Ausnahmen von Artikel II einschließlich des Erfordernisses, in der Anlage die von einem Mitglied
beibehaltenen Maßnahmen aufzuführen, die mit der Meistbegünstigung nicht vereinbar sind, treten in bezug auf die internationale
Seeschiffahrt, Hilfsdienste sowie den Zugang zu Hafeneinrichtungen und deren Benutzung erst in Kraft
a) an dem nach Absatz 4 des Ministerbeschlusses zu Verhandlungen über Seeverkehrsdienstleistungen festzusetzenden Datum der
   Durchführung oder,
b) falls die Verhandlungen nicht zum Erfolg führen, an dem in diesem Beschluß vorgesehenen Datum für die Vorlage des abschließen-
   den Berichts der Verhandlungsgruppe zu Seeverkehrsdienstleistungen.
(2) Absatz 1 gilt nicht für eine spezifische Verpflichtung in bezug auf Seeverkehrsdienstleistungen, die in der Liste eines Mitglieds
aufgeführt ist.
(3) Nach Abschluß der in Absatz 1 erwähnten Verhandlungen kann ein Mitglied bis zum Datum der Durchführung alle oder einen Teil
seiner spezifischen Verpflichtungen in diesem Sektor ungeachtet des Artikels XXI ohne Ausgleichsangebot verbessern, ändern oder
zurücknehmen.

BGBl. 1994, Seite 1664 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1664
1664                                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II



                                                                 Anlage zur Telekommunikation

( 1) Zielsetzung
In Anerkennung der spezifischen Eigenheiten des Sektors Telekommunikationsdienst und insbesondere seiner Doppelrolle als
eigenständiger Wirtschaftssektor einerseits und als Kommunikationsmedium für andere wirtschaftliche Tätigkeiten andererseits haben
die Mitglieder der folgenden Anlage zugestimmt mit dem Ziel, die Bestimmungen des Übereinkommens in bezug auf Maßnahmen zu
spezifizieren, die den Zugang zu öffentlichen Telekommunikationsnetzen und -diensten und deren Nutzung beeinträchtigen. Dement-
sprechend enthält diese Anlage Hinweise und ergänzende Bestimmungen zum Übereinkommen.
(2) Geltungsbereich
a) Diese Anlage gilt für alle Maßnahmen eines Mitglieds, die den Zugang zu öffentlichen Telekommunikationsnetzen und -diensten und
   · deren Nutzung betreffen. 1)
b) Diese Anlage gilt nicht für Maßnahmen, welche die kabelgebundene oder drahtlose Übertragung von Hörfunk- und Fernsehprogram-
   men betreffen.
c) Die Anlage ist nicht dahingehend auszulegen, daß sie
      i)   ein Mitglied verpflichtet, einen Dienstleistungserbringer eines anderen Mitglieds zu ermächtigen, Telekommunikationsnetze oder
           -dienste zu errichten, zu bauen, zu erwerben, anzumieten, zu betreiben oder bereitzuhalten, sofern dies nicht in seiner Liste
           vorgesehen ist, oder
      ii) von einem Mitglied verlangt (oder von einem Mitglied verlangt, daß es einen seiner Hoheitsgewalt unterstehenden Diensteanbie-
          ter dazu verpflichtet), der Öfffentlichkeit allgemein nicht zugängliche Telekommunikationsnetze oder -dienste zu errichten, zu
          bauen, zu erwerben, anzumieten, zu betreiben oder bereitzuhalten.
(3) Begriffsbestimmungen
Für die Zwecke dieser Anlage
a) bedeutet der Begriff "Telekommunikation" die Übertragung und den Empfang von Signalen auf elektromagnetischem Weg;
b) bedeutet der Begriff „öffentlicher Telekommunikationsdienst" jede Art von Telekommunikationsdienst, der nach dem ausdrücklichen
   oder tatsächlichen Willen des Mitglieds der Öffentlichkeit allgemein angeboten werden muß. Solche Dienste können unter anderem
   Telegraphie, Telephonie und Telex sowie die Datenübertragung umfassen, für welche die Übertragung von vom Kunden stam-
   menden Informationen in Echtzeit zwischen zwei oder mehr Punkten charakteristisch ist, ohne daß auf dem Übertragungsweg
   inhaltliche oder förmliche Veränderungen der vom Kunden stammenden Informationen vorgenommen werden;
c) bedeutet der Begriff „öffentliche Telekommunikationsnetze" die öffentliche Telekommunikationsinfrastruktur, welche die Telekom-
   munikation zwischen und unter zwei oder mehr definierten Netzabschlüssen ermöglicht;
d) bedeutet der Begriff „unternehmensinterner Telekommunikationsverkehr" denjenigen Telekommunikationsverkehr, durch den ein
   Unternehmen intern oder mit seinen Tochterunternehmen, Zweigstellen und, vorbehaltlich der innerstaatlichen Gesetze und
   sonstigen Vorschriften des betreffenden Mitglieds, seinen verbundenen Unternehmen kommuniziert und durch den diese miteinan-
   der kommunizieren. Für diese Zwecke werden die Begriffe „Tochterunternehmen", ,,Zweigstellen" und gegebenenfalls „verbundene
   Unternehmen" von jedem einzelnen Mitglied selbst definiert. ,,Unternehmensinterner Telekommunikationsverkehr" im Sinne dieser
   Anlage schließt solche kommerziellen oder nichtkommerziellen Dienste aus, die für Unternehmen erbracht werden, welche selbst
   keine Tochterunternehmen, Zweigstellen oder verbundene Unternehmen sind, oder die Kunden oder potentiellen Kunden ange-
   boten werden;
e) schließen etwaige Bezugnahmen auf einen Absatz oder Buchstaben dieser Anlage alle Untergliederungen desselben ein.
(4) Transparenz
Bei der Anwendung des Artikels III des Übereinkommens stellt jedes Mitglied sicher, daß maßgebliche Informationen über Bedingun-
gen, die den Zugang zu öffentlichen Telekommunikationsnetzen und -diensten und deren Nutzung betreffen, öffentlich verfügbar sind;
dies schließt ein: Tarife und sonstige Bedingungen für die Nutzung des Dienstes, Spezifikationen technischer Schnittstellen mit solchen
Netzen und Diensten, Informationen über Gremien, die für die Vorbereitung und Annahme von Normen zuständig sind, welche den
Zugang und die Nutzung betreffen, Bedingungen für den Anschluß von End- und anderen Geräten und gegebenenfalls Notifizierungs-,
Registrierungs- und Lizenzierungsbedingungen.
(5) Zugang zu öffentlichen Telekommunikationsnetzen und -diensten und deren Nutzung
a) Jedes Mitglied stellt sicher, daß jedem Diensteanbieter eines anderen Mitglieds zu angemessenen und nichtdiskriminierenden
   Bedingungen das Recht auf Zugang zu öffentlichen Telekommunikationsnetzen und -diensten und auf deren Nutzung für die
   Erbringung eines in der Liste des betreffenden Mitglieds aufgeführten Dienstes eingeräumt wird. Diese Pflicht gilt unter anderem für
   die Buchstaben b bis f.2)
b) Jedes Mitglied stellt sicher, daß Diensteanbietern eines anderen Mitglieds das Recht auf Zugang zu allen öffentlichen Telekommuni-
   kationsnetzen oder -diensten einschließlich privater Mietleitungen und auf deren Nutzung eingeräumt wird, die innerhalb der
   Grenzen des Mitglieds oder grenzüberschreitend angeboten werden, und stellt zu diesem Zweck vorbehaltlich der Buchstaben e
   und f sicher, daß derartige Diensteanbieter die Genehmigung erhalten für
      i)   den Ankauf oder die Anmietung und den Anschluß von End- oder sonstigen Geräten, die an das Netz angeschlossen werden
           und die der Diensteanbieter zur Bereitstellung der Dienste benötigt;

')   Dieser Absatz ist so zu verstehen, daß jedes Mitglied durch alle erforderlichen Maßnahmen sicherstellt, daß die Verpflichtungen aufgrund dieser Anlage in bezug auf Anbieter
     öffentlicher Telekommunikationsnetze und -dienste eingehalten werden.
•)   Es gilt als vereinbart, daß sich der Begriff .nichtdiskriminierend" auf Meistbegünstigung und lnländerbehandlung im Sinne des Übereinkommens bezieht und in der für diesen
     Sektor üblichen Auslegungsform verwendet wird als "Bedingungen, die nicht weniger günstig sind als diejenigen, die einem anderen Nutzer von gleichen öffentlichen
     Telekommunikationsnetzen oder -diensten unter gleichen Umständen eingeräumt werden".

BGBl. 1994, Seite 1665 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1665

     ii) den Anschluß privater Mietleitungen oder von Privatleitungen an öffentliche Telekommunikationsnetze und -dienste oder an
         Leistungen eines anderen Diensteanbieters oder von ihm gemietete Leitungen und
     iii) die Verwendung von Betriebsprotokollen ihrer Wahl, die nicht zu denjenigen gehören, die zur Sicherung der Verfügbarkeit
          öffentlicher Telekommunikationsnetze und -dienste erforderlich sind, bei der Erbringung eines Dienstes.
c) Jedes Mitglied stellt sicher, daß Diensteanbieter eines anderen Mitglieds die öffentlichen Telekommunikationsnetze und -dienste für
   die Übertragung von Informationen sowohl innerhalb der Grenzen als auch grenzüberschreitend, auch für untemehmensinterne
   Kommunikationen dieser Diensteanbieter, sowie für den Zugang zu Informationen, die im Hoheitsgebiet eines beliebigen Mitglieds,
   in Datenbanken oder auf andere Weise in maschinenlesbarer Form gespeichert sind, nutzen können. Jede neue oder geänderte
   Maßnahme eines Mitglieds, die eine derartige Nutzung wesentlich beeinträchtigt, unterliegt der Notifikations- und Konsultations-
   pflicht gemäß den einschlägigen Bestimmungen des Übereinkommens.
d) Ungeachtet des Buchstabens c kann ein Mitglied alle Maßnahmen ergreifen, die zur Gewährleistung der Sicherheit und Vertraulich-
   keit von Informationen erforderlich sind, unter der Bedingung, daß solche Maßnahmen nicht in einer Weise angewendet werden, daß
   sie ein Mittel willkürlicher oder ungerechtfertigter Diskriminierung oder eine verdeckte Beschränkung des Handels mit Dienstleistun-
   gen darstellen würden.
e) Jedes Mitglied stellt sicher, daß der Zugang zu öffentlichen Telekommunikationsnetzen und -diensten und deren Nutzung keinen
   Bedingungen unterworfen wird, sofern diese nicht erforderlich sind, um
     i)   die Gemeinwohlverpflichtung der Anbieter öffentlicher Telekommunikationsnetze und -dienste und insbesondere deren Fähigkeit
          zu sichern, ihre Netze und Dienste der Öffentlichkeit allgemein zur Verfügung zu stellen;
     ii) die technische Unversehrtheit öffentlicher Telekommunikationsnetze und -dienste zu schützen oder
     iii) sicherzustellen, daß die Diensteanbieter eines anderen Mitglieds keine Dienste erbringen, es sei denn, daß sie nach den in der
          Liste des betreffenden Mitglieds aufgeführten Verpflichtungen hierzu berechtigt sind.
f)   Unter der Voraussetzung, daß die Kriterien unter Buchstabe e erfüllt sind, können die Bedingungen für den Zugang zu öffentlichen
     Telekommunikationsnetzen und -diensten und deren Nutzung Bestimmungen enthalten über
     i)   Beschränkungen des Wiederverkaufs oder der gemeinsamen Nutzung solcher Dienste;
     ii) eine Verpflichtung zur Verwendung spezifischer technischer Schnittstellen, einschließlich Schnittstellenprotokolle, für die
         Verbindung mit solchen Netzen und Diensten;
     iii) falls notwendig, Erfordernisse für die Zusammenarbeit solcher Dienste und zur Förderung der Erreichung der in Abschnitt 7
          Buchstabe a aufgeführten Ziele;
     iv) die Typzulassung von End- und sonstigen Geräten, die an das Netz angeschlossen werden, und technische Bedingungen für
         den Anschluß solcher Geräte an solche Netze;
     v) Beschränkungen der Verbindung von privaten Mietleitungen oder von Privatleitungen mit solchen Netzen oder Diensten oder mit
        Leitungen eines anderen Diensteanbieters oder von ihm gemieteten Leitungen oder
     vi) Notifizierung, Registrierung und Lizenzierung.
g) Ungeachtet der vorhergehenden Absätze dieses Abschnitts kann ein Entwicklungsland, das Mitglied ist, entsprechend seinem
   Entwicklungsstand angemessene Bedingungen für den Zugang zu öffentlichen Telekommunikationsnetzen und -diensten und deren
   Nutzung aufstellen, die erforderlich sind, um seine inländische Telekommunikationsinfrastruktur und -kapazität zu stärken und seine
   Beteiligung am internationalen Handel mit Telekommunikationsdiensten zu erhöhen. Die Bedingungen werden in der Liste des
   betreffenden Mitglieds aufgeführt.
(6) Technische Zusammenarbeit
a) Die Mitglieder erkennen an, daß eine leistungsfähige, fortschrittliche Telekommunikationsinfrastruktur in den Ländern, insbesondere
   den Entwicklungsländern, für die Ausweitung ihres Handels mit Dienstleistungen wesentlich ist. Zu diesem Zweck unterstützen und
   fördern die Mitglieder eine größtmögliche Beteiligung der entwickelten Länder und der Entwicklungsländer sowie ihrer Anbieter
   öffentlicher Telekommunikationsnetze und -dienste sowie sonstiger Einrichtungen an den Entwicklungsprogrammen internationaler
   und regionaler Organisationen einschließlich der Internationalen Fernmeldeunion, des Entwicklungsprogramms der Vereinten
   Nationen und der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.
b) Die Mitglieder fördern und unterstützen die Zusammenarbeit im Bereich der Telekommunikation unter den Entwicklungsländern auf
   internationaler, regionaler und subregionaler Ebene.
c) In Zusammenarbeit mit den einschlägigen internationalen Organisationen stellen die Mitglieder den Entwicklungsländern, soweit
   durchführbar, Informationen über Telekommunikationsdienste und über Entwicklungen in der Telekommunikations- und Infor-
   mationstechnologie zur Verfügung, um sie bei der Stärkung ihres inländischen Telekommunikationssektors zu unterstützen.
d) Die Mitglieder prüfen insbesondere die Möglichkeiten der am wenigsten entwickelten Länder, ausländische Anbieter von Telekom-
   munikationsdiensten zu ermutigen, den Technologietransfer, die Ausbildung und sonstige Tätigkeiten zu unterstützen, welche die
   Entwicklung ihrer Telekommunikationsinfrastruktur und die Ausweitung ihres Handels mit Telekommunikationsdiensten fördern.
(7) Beziehung zu internationalen Organisationen und Übereinkünften
a) Die Mitglieder erkennen die Bedeutung internationaler Normen für die weltweite Kompatibilität und Zusammenarbeit von Telekom-
   munikationsnetzen und -diensten an und verpflichten sich, solche Normen durch die Tätigkeit einschlägiger internationaler Gremien,
   einschließlich der Internationalen Fernmeldeunion und der Internationalen Organisation für Normung, zu unterstützen.
b) Die Mitglieder erkennen die Rolle an, die zwischenstaatliche und nichtstaatliche Organisationen und Übereinkünfte, insbesondere
   die Internationale Fernmeldeunion, dabei spielen, einen leistungsfähigen Betrieb inländischer und weltweiter Telekommunikations-
   dienste zu gewährleisten. Die Mitglieder treffen gegebenenfalls geeignete Vorkehrungen für Konsultationen mit solchen Organisatio-
   nen in Angelegenheiten, die sich aus der Durchführung dieser Anlage ergeben.

BGBl. 1994, Seite 1666 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1666
1666                                        Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II




                                    Anlage zu Verhandlungen über Basistelekommunikation

(1) Artikel II und die Anlage zu Ausnahmen von Artikel II einschließlich des Erfordernisses, in der Anlage alle Maßnahmen aufzuführen,
die mit der Meistbegünstigung nicht vereinbar sind und die ein Mitglied beibehalten wird, treten in bezug auf die Basistelekommunikation
erst in Kraft
a) an dem nach Absatz 5 des Ministerbeschlusses zu Verhandlungen über Basistelekommunikation festzusetzenden Datum der
   Durchführung oder,
b) falls die Verhandlungen nicht zum Erfolg führen, an dem in diesem Beschluß vorgesehenen Datum für die Vorlage des abschließen-
   den Berichts der Verhandlungsgruppe für Basistelekommunikation.
(2) Absatz 1 gilt nicht für eine spezifische Verpflichtung in bezug auf Basistelekommunikation, die in der Liste eines Mitglieds aufgeführt
ist.

BGBl. 1994, Seite 1667 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1667




                                             Beschluß zu institutionellen Vorkehrungen
                             für das Allgemeine Übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen

Die Minister beschließen, dem Rat für den Handel mit Dienstleistungen zu empfehlen, auf seiner ersten Sitzung den nachstehenden
Beschluß über die Einsetzung nachgeordneter Gremien zu fassen:
     Der Rat für den Handel mit Dienstleistungen -

  in Durchführung des Artikels XXIV mit dem Ziel, die Wirkungsweise des Allgemeinen Übereinkommens über den Handel mit
Dienstleistungen zu erleichtern und seine Ziele zu fördern -

     beschließt folgendes:
(1) Alle vom Rat eingesetzten nachgeordneten Gremien berichten dem Rat jährlich oder im Bedarfsfall häufiger. Jedes Gremium gibt
sich eine Geschäftsordnung und kann gegebenenfalls eigene nachgeordnete Gremien einsetzen.
(2) Alle Sektorausschüsse führen die ihnen vom Rat übertragenen Aufgaben aus und gewähren den Mitgliedern die Möglichkeit,
Konsultationen über alle sich auf den Handel mit Dienstleistungen in dem betreffenden Sektor beziehenden Angelegenheiten und die
Anwendung der betreffenden sektoralen Anlage zu führen. Diese Aufgaben umfassen
a) die kontinuierliche Überprüfung und Überwachung der Anwendung des Übereinkommens bezüglich des betreffenden Sektors;
b) die Ausarbeitung von Vorschlägen oder Empfehlungen im Zusammenhang mit allen sich auf den Handel in dem betreffenden Sektor
   beziehenden Angelegenheiten zur Prüfung durch den Rat;
c) falls es zu dem Sektor eine entsprechende Anlage gibt, die Prüfung von Änderungsvorschlägen zu dieser Anlage und die Abgabe
   entsprechender Empfehlungen an den Rat;
d) die Bereitstellung eines Forums für Fachberatungen, die Durchführung von Untersuchungen über Maßnahmen von Mitgliedern und
   die Durchführung von Überprüfungen aller sonstigen den Handel mit Dienstleistungen in dem entsprechenden Sektor betreffenden
   Fachangelegenheiten;
e) die Gewährung technischer Hilfe an Entwicklungsländer, die Mitglieder sind, und an Entwicklungsländer, die über ihren Beitritt zu
   dem Übereinkommen zur Errichtung der Welthandelsorganisation verhandeln, in bezug auf die Anwendung von Pflichten und auf
   sonstige den Handel mit Dienstleistungen in dem entsprechenden Sektor betreffende Angelegenheiten und
f)    die Zusammenarbeit mit sonstigen nachgeordneten Gremien, die aufgrund des Allgemeinen Übereinkommens über den Handel mit
      Dienstleistungen eingesetzt worden sind, oder mit den in dem betreffenden Sektor tätigen internationalen Organisationen.
(3} Hiermit wird ein Ausschuß für den Handel mit Finanzdienstleistungen eingesetzt, der die in Absatz 2 beschriebenen Aufgaben
hat.

BGBl. 1994, Seite 1668 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1668
1668                                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II




                                      Beschluß zu bestimmten Streitbeilegungsverfahren
                          für das Allgemeine Übereinkommen Ober den Handel mit Dienstleistungen

Die Minister beschließen, dem Rat für den Handel mit Dienstleistungen zu empfehlen, auf seiner ersten Sitzung den nachstehenden
Beschluß zu fassen:
  Der Rat für den Handel mit Dienstleistungen -

  unter Berücksichtigung der besonderen Art der Pflichten und spezifischen Verpflichtungen des Übereinkommens sowie des Handels
mit Dienstleistungen in bezug auf die Streitbeilegung nach den Artikeln XXII und XXIII -

  beschließt folgendes:
(1) Es wird ein Verzeichnis von Panel-Mitgliedern aufgestellt, um die Auswahl von Mitgliedern für die Panels zu erleichtern.
(2) Zu diesem Zweck können die Mitglieder zur Aufnahme in dieses Verzeichnis Namen von Einzelpersonen vorschlagen, die über die in
Absatz 3 beschriebenen Qualifikationen verfügen; sie legen dazu einen Lebenslauf bezüglich der Qualifikationen dieser Personen vor,
gegebenenfalls einschließlich der Angabe sektorspezifischer Fachkenntnisse.
(3) Die Panels bestehen aus hochqualifizierten Einzelpersonen, die dem öffentlichen Dienst angehören können, aber nicht müssen, und
die über Erfahrungen mit Problemen im Zusammenhang mit dem Allgemeinen Übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen
und/oder dem Handel mit Dienstleistungen einschließlich der damit verbundenen verwaltungsrechtlichen Angelegenheiten verfügen.
Die Mitglieder der Panels sind in ihrer Eigenschaft als Einzelperson und nicht als Vertreter einer Regierung oder Organisation tätig.
(4) Panels zur Beilegung von Streitigkeiten bezüglich sektoraler Angelegenheiten müssen über die notwendige Sachkenntnis über den
spezifischen Dienstleistungssektor verfügen, den die Streitigkeit betrifft.
(5) Das Sekretariat führt das Verzeichnis und arbeitet in Konsultation mit dem Vorsitzenden des Rates Verfahren für die Anwendung des
Verzeichnisses aus.

BGBl. 1994, Seite 1669 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1669




                                Beschluß zum Handel mit Dienstleistungen und zur Umwelt

Die Minister beschließen, dem Rat für den Handel mit Dienstleistungen zu empfehlen, auf seiner ersten Sitzung den nachstehenden
Beschluß zu fassen:
  Der Rat für den Handel mit Dienstleistungen -

 in Anerkennung dessen, daß Maßnahmen, die zum Schutz der Umwelt erforderlich sind, mit den Bestimmungen des Übereinkom-
mens in Widerspruch stehen können, und

  in der Erkenntnis, daß Maßnahmen, die zum Schutz der Umwelt erforderlich sind, grundsätzlich den Schutz des Lebens und der
Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen zum Ziel haben und daß deshalb keine klare Notwendigkeit erkennbar ist, Vorkehrun-
gen zu treffen, die über den Inhalt des Artikels XIV Buchstabe b hinausgehen -

  beschließt folgendes:
(1) Um festzustellen, ob eine Abänderung des Artikels XIV des Übereinkommens notwendig ist, um solchen Maßnahmen Rechnung zu
tragen, wird der Ausschuß für Handel und Umwelt beauftragt, das Verhältnis zwischen dem Handel mit Dienstleistungen und der Umwelt
einschließlich der Frage der nachhaltigen Entwicklung zu prüfen und - gegebenenfalls mit entsprechenden Empfehlungen - darüber zu
berichten. Der Ausschuß prüft ferner die Bedeutung zwischenstaatlicher Übereinkünfte über die Umwelt und ihr Verhältnis zum
übereinkommen.
(2) Der Ausschuß wird seine Arbeitsergebnisse der ersten zweijährlichen Tagung der Ministerkonferenz nach Inkrafttreten des
Übereinkommens zur Errichtung der Welthandelsorganisation vorlegen.

BGBl. 1994, Seite 1670 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1670
1670                                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II




               Beschluß zu Verhandlungen über den grenzüberschreitenden Verkehr natürlicher Personen

  Die Minister -

  im Hinblick auf die Verpflichtungen, die sich aus den Verhandlungen der Uruguay-Runde über den grenzüberschreitenden Verkehr
natürlicher Personen zwecks Erbringung von Dienstleistungen ergeben;

  eingedenk der Ziele des Allgemeinen Übereinkommens über den Handel mit Dienstleistungen einschließlich der zunehmenden
Beteiligung der Entwicklungsländer am Handel mit Dienstleistungen und der Ausweitung ihrer Dienstleistungsausfuhren;

  in Anerkennung dessen, wie wichtig es ist, ein höheres Maß an Verpflichtungen in bezug auf den grenzüberschreitenden Verkehr
natürlicher Personen zu erreichen, um eine gleichmäßige Verteilung der Vorteile aus dem Allgemeinen Übereinkommen über den
Handel mit Dienstleistungen herbeizuführen -

  beschließen folgendes:
(1) Verhandlungen über eine weitergehende Liberalisierung des grenzüberschreitenden Verkehrs natürlicher Personen zwecks
Erbringung von Dienstleistungen werden nach dem Abschluß der Uruguay-Runde fortgesetzt, mit dem Ziel, die Erreichung eines
höheren Maßes an Verpflichtungen der Teilnehmer im Rahmen des Allgemeinen Übereinkommens über den Handel mit Dienstleistun-
gen zu ermöglichen.
(2) Zur Durchführung der Verhandlungen wird eine Verhandlungsgruppe zum grenzüberschreitenden Verkehr natürlicher Personen
eingerichtet. Die Gruppe gibt sich eine Geschäftsordnung und erstattet dem Rat für den Handel mit Dienstleistungen regelmäßig
Bericht.
(3) Die Verhandlungsgruppe hält ihre erste Verhandlungssitzung spätestens am 16. Mai 1994 ab. Spätestens sechs Monate nach
Inkrafttreten des Übereinkommens zur Errichtung der Welthandelsorganisation beendet sie diese Verhandlungen und legt einen
Abschlußbericht vor.
(4) Verpflichtungen aufgrund dieser Verhandlungen werden in die Listen spezifischer Verpflichtungen der Mitglieder eingetragen.

BGBl. 1994, Seite 1671 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1671




                                             Beschluß zu Finanzdienstleistungen
  Die Minister -

  im Hinblick darauf, daß die beim Abschluß der Uruguay-Runde von den Teilnehmern eingegangenen Verpflichtungen zu Finanz-
dienstleistungen zum selben Zeitpunkt wie das Übereinkommen zur Errichtung der Welthandelsorganisation (im folgenden als
"WTO-Übereinkommen" bezeichnet) auf der Grundlage der Meistbegünstigung in Kraft treten sollen -

  beschließen folgendes:
(1) Am Ende eines Zeitraums von nicht mehr als sechs Monaten nach Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens steht es den Mitgliedern
frei, alle oder einzelne Verpflichtungen in diesem Sektor ungeachtet des Artikels XXI des Allgemeinen Übereinkommens über den
Handel mit Dienstleistungen ohne Ausgleichsangebot zu verbessern, zu ändern oder zurückzunehmen. Gleichzeitig legen die Mitglieder
ungeachtet der Anlage zu Ausnahmen von Artikel II ihre endgültige Haltung in bezug auf die Ausnahmen von der Meistbegünstigung in
diesem Sektor fest. Vom Datum des lnkrafttretens des WTO-Übereinkommens bis zum Ende des obengenannten Zeitraums finden
Ausnahmen, die in der Anlage zu Ausnahmen von Artikel II aufgeführt sind und die vom Ausmaß der von anderen Teilnehmern
eingegangenen Verpflichtungen oder von den Ausnahmen anderer Teilnehmer abhängig sind, keine Anwendung.
(2) Der Ausschuß für den Handel mit Finanzdienstleistungen überwacht den Fortschritt aller aufgrund dieses Beschlusses geführten
Verhandlungen und erstattet dem Rat für den Handel mit Dienstleistungen spätestens vier Monate nach Inkrafttreten des WTO-Überein-
kommens hierüber Bericht.

BGBl. 1994, Seite 1672 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1672
1672                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II




                              Beschluß zu Verhandlungen über Seeverkehrsdienstleistungen
  Die Minister -

   im Hinblick darauf, daß die beim Abschluß der Uruguay-Runde von den Teilnehmern eingegangenen Verpflichtungen zu Seever-
kehrsdienstleistungen zum selben Zeitpunkt wie das Übereinkommen zur Errichtung der Welthandelsorganisation (im folgenden als
,,WTO-Übereinkommen" bezeichnet) auf der Grundlage der Meistbegünstigung in Kraft treten sollen -

  beschließen folgendes:
(1) Im Sektor Seeverkehrsdienstleistungen werden Verhandlungen auf freiwilliger Grundlage im Rahmen des Allgemeinen Übereinkom-
mens über den Handel mit Dienstleistungen aufgenommen. Die Verhandlungen sind in ihrem Deckungsbereich umfassend und haben
Verpflichtungen in der internationalen Seeschiffahrt, bei den Hilfsdiensten, beim Zugang zu Hafeneinrichtungen sowie bei deren
Benutzung zum Ziel, die zur Beseitigung von Beschränkungen innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens führen.
(2) Zur Durchführung der Verhandlungen wird eine Verhandlungsgruppe zu Seeverkehrsdienstleistungen (im folgenden als "NGMTS"
bezeichnet) eingerichtet. Die NGMTS berichtet regelmäßig über den Fortschritt dieser Verhandlungen.
(3) Die Verhandlungen in der NGMTS stehen allen Regierungen und den Europäischen Gemeinschaften, die ihre Teilnahmeabsicht
bekunden, offen. Bisher haben die folgenden ihre Absicht zur Teilnahme an den Verhandlungen bekundet:
  Argentinien, Kanada, die Europäischen Gemeinschaften und ihre Mitgliedstaaten, Finnland, Hongkong, Island, Indonesien, Korea,
  Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Philippinen, Polen, Rumänien, Singapur, Schweden, Schweiz, Thailand, Türkei, Vereinigte
  Staaten.
Weitere Notifikationen der Teilnahmeabsicht sind an den Verwahrer des WTO-Übereinkommens zu richten.
(4) Die NGMTS hält ihre erste Verhandlungssitzung spätestens am 16. Mai 1994 ab. Spätestens im Juni 1996 beendet sie diese
Verhandlungen und legt einen Abschlußbericht vor. Der Abschlußbericht der NGMTS legt ein Datum für die Umsetzung der Ergebnisse
dieser Verhandlungen- fest.
(5) Bis zum Abschluß der Verhandlungen ist die Anwendung des Artikels II und der Absätze 1 und 2 der Anlage über Ausnahmen von
Artikel II für diesen Sektor ausgesetzt, und es ist nicht erforderlich, Meistbegünstigungsausnahmen aufzuführen. Beim Abschluß der
Verhandlungen steht es den Mitgliedern frei, die in diesem Sektor während der Uruguay-Runde eingegangenen Verpflichtungen
ungeachtet des Artikels XXI des Übereinkommens ohne Ausgleichsangebot zu verbessern, zu ändern oder zurückzunehmen.
Gleichzeitig legen die Mitglieder ungeachtet der Anlage zu Ausnahmen von Artikel II ihre endgültige Haltung in bezug auf die
Ausnahmen von der Meistbegünstigung in diesem Sektor fest. Sollten die Verhandlungen nicht zum Erfolg führen, so entscheidet der
Rat für den Handel mit Dienstleistungen, ob die Verhandlungen in Übereinstimmung mit diesem Auftrag fortgesetzt werden sollen.
(6) Alle Verpflichtungen aufgrund dieser Verhandlungen einschließlich des Datums ihres lnkrafttretens werden in die dem Allgemeinen
übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen beigefügten Listen eingetragen und unterliegen allen Bestimmungen des
Übereinkommens.
(7) Es besteht Einvernehmen, daß ab sofort bis zu dem nach Absatz 4 festzulegenden Umsetzungsdatum die Teilnehmer keine den
Handel mit Seeverkehrsdienstleistungen betreffenden Maßnahmen anwenden, auch nicht, um ihre Verhandlungsposition und ihre
Einflußmöglichkeiten zu verbessern, es sei denn als Reaktion auf Maßnahmen anderer Länder und im Hinblick auf die Bewahrung oder
Verbesserung der Freiheit zur Erbringung von Seeverkehrsdienstleistungen.
(8) Die Durchführung des Absatzes 7 unterliegt der Aufsicht durch die NGMTS. Jeder Teilnehmer kann der NGMTS über alle
Maßnahmen und Unterlassungen Mitteilung machen, die seiner Auffassung nach für die Erfüllung des Absatzes 7 von Bedeutung sind.
Derartige Notifikationen gelten mit ihrem Eingang beim Sekretariat als der NGMTS vorgelegt.

BGBl. 1994, Seite 1673 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1673




                                 Beschluß zu Verhandlungen über Basistelekommunikation

Die Minister beschließen folgendes:
(1) Im Hinblick auf die fortschreitende Liberalisierung des Handels mit Telekommunikationsnetzen und -diensten (im folgenden als
"Basistelekommunikation" bezeichnet) werden auf freiwilliger Grundlage Verhandlungen im Rahmen des Allgemeinen Übereinkommens
über den Handel mit Dienstleistungen aufgenommen.
(2) Unbeschadet ihres Ergebnisses sind die Verhandlungen in ihrem Deckungsbereich umfassend, wobei kein Bereich der Basistele-
kommunikation von vornherein ausgeschlossen wird.
(3) Zur Durchführung dieses Auftrags wird eine Verhandlungsgruppe für Basistelekommunikation (im folgenden als "NGBT" bezeichnet)
eingerichtet. Die NGBT berichtet regelmäßig über den Fortschritt dieser Verhandlungen.
(4) Die Verhandlungen in der NGBT stehen allen Regierungen und den Europäischen Gemeinschaften, die ihre Teilnahmeabsicht
bekunden, offen. Bisher haben die folgenden ihre Absicht zur Teilnahme an den Verhandlungen bekundet:
  Australien, Österreich, Kanada, Chile, Zypern, die Europäischen Gemeinschaften und ihre Mitgliedstaaten, Finnland, Hongkong,
  Ungarn, Japan, Korea, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Slowakische Republik, Schweden, Schweiz, Türkei, Vereinigte Staaten.
Weitere Notifikationen der Teilnahmeabsicht sind an den Verwahrer des Übereinkommens zur Errichtung der Welthandelsorganisation
zu richten.
(5) Die NGBT hält ihre erste Verhandlungssitzung spätestens am 16. Mai 1994 ab. Spätestens am 30. April 1996 beendet sie diese
Verhandlungen und legt einen Abschlußbericht vor. Der Abschlußbericht der NGBT legt ein Datum für die Umsetzung der Ergebnisse
dieser Verhandlungen fest.
(6) Alle Verpflichtungen aufgrund dieser Verhandlungen einschließlich des Datums ihres lnkrafttretens werden in die dem Allgemeinen
Übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen beigefügten Listen eingetragen und unterliegen allen Bestimmungen des
Übereinkommens.
(7) Es besteht Einvernehmen, daß ab sofort bis zu dem nach Absatz 5 festzulegenden Umsetzungsdatum kein Teilnehmer eine den
Handel mit Basistelekommunikation betreffende Maßnahme in einer Weise anwendet, die seine Verhandlungsposition und seine
Einflußmöglichkeiten verbessern würde. Es besteht Einvernehmen, daß diese Bestimmung kommerzielle und staatliche Vorkehrungen
im Hinblick auf die Erbringung von Basistelekommunikationsdiensten nicht ausschließt.
(8) Die Durchführung des Absatzes 7 unterliegt der Aufsicht durch die NGBT. Jeder Teilnehmer kann der NGBT über alle Maßnahmen
und Unterlassungen Mitteilung machen, die seiner Auffassung nach für die Erfüllung des Absatzes 7 von Bedeutung sind. Derartige
Notifikationen gelten mit ihrem Eingang beim Sekretariat als der NGBT vorgelegt.

BGBl. 1994, Seite 1674 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1674
1674                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II




                                         Beschluß über freiberufliche Dienstleistungen

Die Minister beschließen, dem Rat für den Handel mit Dienstleistungen zu empfehlen, auf seiner ersten Sitzung den nachstehenden
Beschluß zu fassen:
  Der Rat für den Handel mit Dienstleistungen -

  in Anerkennung der Auswirkungen von Regelungen bezüglich beruflicher Qualifikationen, technischer Normen und Zulassungen auf
die Ausweitung des Handels mit freiberuflichen Dienstleistungen;

  in dem Wunsch, multilaterale Disziplinen zu schaffen, um sicherzustellen, daß derartige Regelungen, sofern spezifische Verpflichtun-
gen eingegangen werden, keine unnötigen Hindernisse für die Erbringung freiberuflicher Dienstleistungen darstellen -

  beschließt folgendes:
(1) Das in Artikel VI Absatz 4 über die innerstaatliche Regelung vorgesehene Arbeitsprogramm soll sofort durchgeführt werden. Zu
diesem Zweck wird eine Arbeitsgruppe für freiberufliche Dienstleistungen eingerichtet, um die Disziplinen zu prüfen und - mit
entsprechenden Empfehlungen - darüber zu berichten, welche notwendig sind, um zu gewährleisten, daß Maßnahmen in bezug auf
Qualifikationserfordernisse und -verfahren, technische Normen und Zulassungserfordernisse im Bereich freiberuflicher Dienstleistungen
keine unnötigen Handelshemmnisse darstellen.
(2) Vorrangig gibt die Arbeitsgruppe Empfehlungen zur Ausarbeitung multilateraler Disziplinen im Sektor Wirtschaftsprüfung ab, um den
spezifischen Verpflichtungen tatsächliche Wirkung zu verleihen. Bei diesen Empfehlungen konzentriert sich die Arbeitsgruppe auf
a) die Entwicklung multilateraler Disziplinen bezüglich des Marktzugangs, um sicherzustellen, daß innerstaatliche Erfordernisse
   i)   auf objektiven und transparenten Kriterien wie Kompetenz und Fähigkeit zur Erbringung der Dienstleistung beruhen,
   ii) nicht belastender sind als nötig, um die Qualität der Dienstleistung zu gewährleisten, und dadurch die wirksame Liberalisierung
       der Wirtschaftsprüfungsdienstleistungen erleichtern;
b) die Anwendung internationaler Normen und dadurch die Förderung der Zusammenarbeit mit den entsprechenden internationalen
   Organisationen im Sinne des Artikels VI Absatz 5 Buchstabe b, mit dem Ziel, Artikel VII Absatz 5 voll durchzuführen;
c) die Erleichterung der wirksamen Anwendung des Artikels VI Absatz 6 des Übereinkommens durch Festlegung von Richtlinien für die
   Anerkennung von Qualifikationen.
Bei der Erarbeitung dieser Disziplinen berücksichtigt die Arbeitsgruppe die Bedeutung der staatlichen und nichtstaatlichen Gremien, die
freiberufliche Dienstleistungen regeln.

BGBl. 1994, Seite 1675 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1675




                                  Vereinbarung über Verpflichtungen bei Finanzdienstleistungen

Den Teilnehmern der Uruguay-Runde wurde die Möglichkeit eingeräumt, bei der Übernahme spezifischer Verpflichtungen in bezug auf
Finanzdienstleistungen im Rahmen des Allgemeinen Übereinkommens über den Handel mit Dienstleistungen (im folgenden als
"übereinkommen" bezeichnet) anders als in Teil III des Übereinkommens bestimmt vorzugehen. Es besteht Einvernehmen, daß ein
solches Vorgehen folgenden Voraussetzungen unterliegen würde:
i)   Es steht nicht in Widerspruch zu den Bestimmungen des Übereinkommens;
ii) es beeinträchtigt nicht das Recht eines Mitglieds, seine spezifischen Verpflichtungen in Übereinstimmung mit dem Vorgehen nach
    Teil III des Übereinkommens in seine Liste einzutragen;
iii) die sich daraus ergebenden spezifischen Verpflichtungen werden auf der Grundlage der Meistbegünstigung angewendet;
iv) es besteht keine Vermutung bezüglich des Grades der Liberalisierung, zu dem sich ein Mitglied nach dem Übereinkommen
    verpflichtet.
Interessierte Mitglieder haben auf der Grundlage von Verhandlungen und unter den gegebenenfalls aufgeführten Bedingungen und
Vorbehalten entsprechend dem nachfolgend beschriebenen Vorgehen spezifische Verpflichtungen in ihre Liste eingetragen.

A. Stillhalteregelung
Alle Bedingungen, Einschränkungen und Vorbehalte betreffend die unten genannten Verpflichtungen sind auf bestehende, nicht
übereinkommenskonforme Maßnahmen beschränkt.

B. Marktzugang

Monopolrechte
1. Zusätzlich zu Artikel VIII des Übereinkommens gilt folgendes:
Jedes Mitglied führt in seiner Liste in bezug auf Finanzdienstleistungen bestehende Monopolrechte auf und wird bestrebt sein, diese zu
beseitigen oder ihren Umfang einzuschränken. Ungeachtet des Abschnitts 1 Buchstabe b der Anlage zu Finanzdienstleistungen gilt
dieser Absatz für die in Abschnitt 1 Buchstabe b Ziffer iii der Anlage genannten Tätigkeiten.

Öffentliche Aufträge über Finanzdienstleistungen
2. Ungeachtet des Artikels XIII des Übereinkommens stellt jedes Mitglied sicher, daß die in seinem Hoheitsgebiet niedergelassenen
Erbringer von Finanzdienstleistungen aller anderen Mitglieder in bezug auf öffentliche Aufträge über Finanzdienstleistungen dieses
Mitglieds in seinem Hoheitsgebiet Meistbegünstigung und lnländerbehandlung erhalten.

Grenzüberschreitender Handel
3. Jedes Mitglied gestattet nichtgebietsansässigen Erbringern von Finanzdienstleistungen, als Auftraggeber, durch einen Vermittler
oder als Vermittler und unter Bedingungen der lnländerbehandlung folgende Dienstleistungen zu erbringen:
a) Versicherung von Risiken in bezug auf
     i)   Seeschiffahrt, gewerblichen Luftverkehr, Raumfahrt und Weltraumtransport (einschließlich Satelliten), wobei diese Versicherung
          jedes einzelne oder alle folgenden Risiken abdeckt: die beförderten Güter, das die Güter befördernde Fahrzeug und jede sich
          daraus ergebende Haftung, und
     ii) Güter im internationalen Transitverkehr;
b) Rückversicherung und Retrozession und die in Abschnitt 5 Buchstabe a Ziffer iv der Anlage genannten versicherungsbezogenen
   Hilfsdienstleistungen;
c) Bereitstellung und Übermittlung von Finanzinformationen und Verarbeitung von Finanzdaten nach Abschnitt 5 Buchstabe a Ziffer xv
   der Anlage sowie Beratungs- und andere Hilfsdienstleistungen - mit Ausnahme der Vermittlung - in bezug auf Bank- und andere
   Finanzdienstleistungen nach Abschnitt 5 Buchstabe a Ziffer xvi der Anlage.
4. Jedes Mitglied gestattet seinen Gebietsansässigen, im Hoheitsgebiet eines anderen Mitglieds die in
a) Abschnitt 3 Buchstabe a,
b) Abschnitt 3 Buchstabe b und
c) Abschnitt 5 Buchstabe a Ziffern v bis xvi der Antage
aufgeführten Finanzdienstleistungen zu erwerben.

Kommerzielle Präsenz
5. Jedes Mitglied gewährt den Erbringern von Finanzdienstleistungen eines anderen Mitglieds das Recht. in seinem Hoheitsgebiet eine
kommerzielle Präsenz zu errichten oder auszubauen, auch durch den Erwerb bestehender Unternehmen.
6. Ein Mitglied kann Bedingungen und Verfahren hinsichtlich der Genehmigung der Errichtung und des Ausbaus einer kommerziellen
Präsenz festlegen, soweit sie die Pflicht des Mitglieds nach Absatz 5 nicht umgehen und mit den anderen Pflichten aus dem
Übereinkommen vereinbar sind.

Neue Finanzdienstleistungen
7. Ein Mitglied gestattet den Erbringern von Finanzdienstleistungen eines anderen Mitglieds, die in seinem Hoheitsgebiet niedergelas-
sen sind, in seinem Hoheitsgebiet jede Art neuer Finanzdienstleistungen anzubieten.

BGBl. 1994, Seite 1676 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1676
1676                                        Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Weitergabe und Verarbeitung von Informationen
8. Die Mitglieder treffen keine Maßnahmen, welche die Weitergabe von Informationen oder die Verarbeitung von Finanzinformationen,
einschließlich der Datenübertragung auf elektronischem Weg, verhindern oder welche, sofern nicht mit internationalen Übereinkünften
in Einklang stehende Einfuhrbestimmungen entgegenstehen, die Weitergabe von Gerät verhindern; sofern eine solche Weitergabe von
Informationen, Verarbeitung von Finanzinformationen oder Weitergabe von Gerät zur Durchführung der üblichen Geschäfte eines
Erbringers von Finanzdienstleitungen erforderlich ist. Der Absatz schränkt das Recht eines Mitglieds nicht ein, personenbezogene
Daten, die Privatsphäre und die Vertraulichkeit persönlicher Unterlagen und Konten zu schützen, solange dieses Recht nicht dazu
benutzt wird, die Bestimmungen des Übereinkommens zu umgehen.

Vorübergehende Einreise von Personal
9.
a) Jedes Mitglied gestattet die vorübergehende Einreise des nachstehend genannten Personals eines Erbringers von Finanzdienst-
   leistungen eines anderen Mitglieds, der im Hoheitsgebiet des betreffenden Mitgl_ieds eine kommerzielle Präsenz errichtet oder
    errichtet hat, in sein Hoheitsgebiet:
     i)   hochrangiges Leitungspersonal, das über rechtlich geschützte Informationen verfügt, die für die Niederlassung, die Überwa-
          chung und die Erbringung der Dienstleistungen des Erbringers der Finanzdienstleistungen wesentlich sind, und
     ii) Spezialisten für die Tätigkeit des Erbringers von Finanzdienstleistungen.
b) Jedes Mitglied gestattet vorbehaltlich der Verfügbarkeit qualifizierten Personals in seinem Hoheitsgebiet die vorübergehende
   Einreise des nachstehend genannten Personals, das mit einer kommerziellen Präsenz eines Erbringers von Finanzdienstleistungen
   eines anderen Mitglieds verbunden ist, in sein Hoheitsgebiet:
     i)   Spezialisten für Computerdienstleistungen, Telekommunikationsdienstleistungen und Buchhaltung des Erbringers von Finanz-
          dienstleistungen und
     ii) Spezialisten für Versicherungsmathematik und Rechtsfragen.

Nichtdiskriminierende Maßnahmen
1O. Jedes Mitglied wird bestrebt sein, alle wesentlichen nachteiligen Auswirkungen
a) nichtdiskriminierender Maßnahmen, die Erbringer von Finanzdienstleistungen daran hindern, im Hoheitsgebiet des Mitglieds alle
   von dem Mitglied gestatteten Finanzdienstleistungen in der von dem Mitglied vorgeschriebenen Form zu erbringen,
b) nichtdiskriminierender Maßnahmen, welche die Ausweitung der Tätigkeit der Erbringer von Finanzdienstleistungen auf das gesamte
   Hoheitsgebiet des Mitglieds einschränken,
c) von Maßnahmen eines Mitglieds, sofern dieses Mitglied dieselben Maßnahmen auf die Erbringung von Bank- und Wertpapierdienst-
   leistungen anwendet und ein Erbringer von Finanzdienstleistungen eines anderen Mitglieds seine Tätigkeit auf die Erbringung von
   Wertpapierdienstleistungen konzentriert, und
d) anderer Maßnahmen, die, obwohl sie den Bestimmungen des Übereinkommens entsprechen, die Fähigkeit der Erbringer von
   Finanzdienstleistungen eines anderen Mitglieds, auf dem Markt des betreffenden Mitglieds tätig zu sein, zu konkurrieren oder
   Zugang dazu zu finden, nachteilig beeinflussen,
auf Erbringer von Finanzdienstleistungen eines anderen Mitglieds zu beseitigen oder zu begrenzen, wobei jedoch die nach diesem
Absatz vorgenommene Handlung die Erbringer von Finanzdienstleistungen des Mitglieds, das eine solche Handlung vornimmt, nicht
unangemessen diskriminieren darf.
11. Bezüglich der in Absatz 10 Buchstaben a und b genannten nichtdiskriminierenden Maßnahmen wird jedes Mitglied bestrebt sein,
weder das derzeit vorhandene Ausmaß von Marktchancen noch die Vorteile, welche die Erbringer von Finanzdienstleistungen aller
anderen Mitglieder als Gruppe im Hoheitsgebiet des betreffenden Mitglieds schon genießen, zu begrenzen oder einzuschränken; jedoch
darf diese Verpflichtung nicht zu einer_unangemessenen Diskriminierung der Erbringer von Finanzdienstleistungen des Mitglieds, das
solche Maßnahmen trifft, führen.

C. lnländerbehandlung
1. Unter Bedingungen der lnländerbehandlung gewährt jedes Mitglied den Erbringern von Finanzdienstleistungen eines anderen
Mitglieds, die in seinem Hoheitsgebiet niedergelassen sind, Zugang zu den von staatlichen Stellen betriebenen Zahlungs- und
Verrechnungssystemen sowie zu offiziellen Finanzierungs- und Refinanzierungsmöglichkeiten, die für die normale Durchführung der
üblichen Geschäfte zur Verfügung stehen. Mit diesem Absatz ist nicht beabsichtigt, Zugang zu den für Notfälle vorgesehenen letzten
Finanzierungsmöglichkeiten des Mitglieds zu gewähren.
2. Verlangt ein Mitglied, daß die Erbringer von Finanzdienstleistungen eines anderen Mitglieds Mitglied einer Selbstverwaltungskör-
perschaft, einer Wertpapierbörse oder eines Terminkontraktmarkts, einer Verrechnungsstelle oder einer anderen Organisation oder
Vereinigung sind oder daran beteiligt sind oder Zugang dazu haben, um auf der gleichen Grundlage wie die Erbringer von Finanzdienst-
leistungen des betreffenden Mitglieds Finanzdienstleistungen erbringen zu können, oder stellt das Mitglied unmittelbar oder mittelbar
solche Einrichtungen, Vorrechte oder Vorteile für die Erbringung von Finanzdienstleistungen bereit, so stellt das Mitglied sicher, daß
solche Einrichtungen den Erbringern von. Finanzdienstleistungen eines anderen Mitglieds, die im Hoheitsgebiet des betreffenden
Mitglieds niedergelassen sind, lnländerbehandlung gewähren.

D. Begriffsbestimmungen
Für die Zwecke dieses Vorgehens
1. ist ein nichtgebietsansässiger Erbringer von Finanzdienstleistungen ein Erbringer von Finanzdienstleistungen eines Mitglieds, der
   von einer Niederlassung im Hoheitsgebiet eines anderen Mitglieds aus eine Finanzdienstleistung in das ·Hoheitsgebiet eines
   anderen Mitglieds erbringt, gleichviel ob dieser Erbringer von Finanzdienstleistungen im Hoheitsgebiet des Mitglieds, in dem die
   Finanzdienstleistung erbracht wird, eine kommerzielle Präsenz hat oder nicht;

BGBl. 1994, Seite 1677 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1677

2. bedeutet „kommerzielle Präsenz" ein Unternehmen im Hoheitsgebiet eines Mitglieds zur Erbringung von Finanzdienstleistungen und
   umfaßt vollständig oder teilweise im Eigentum des Unternehmens stehende Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen,
   Personengesellschaften, Einzelfirmen, Franchiseunternehmen, Zweigstellen, Vertretungen, Repräsentanzen oder andere Organi-
   sationen;
3. ist eine neue Finanzdienstleistung eine Dienstleistung finanzieller Art, einschließlich Dienstleistungen in bezug auf bestehende und
   neue Erzeugnisse oder auf die Art und Weise, in der ein Erzeugnis geliefert wird, die von keinem Erbringer von Finanzdienstleistun-
   gen im Hoheitsgebiet eines bestimmten Mitglieds erbracht wird, die jedoch im Hoheitsgebiet eines anderen Mitglieds erbracht
   wird.

BGBl. 1994, Seite 1678 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1678
1678
Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
                  Die Europäischen Gemeinschaften und ihre Mitgliedstaaten
                                   Liste der spezifischen Verpflichtungen
(Nur der englische Wortlaut ist verbindlich)

                  Einleitung
1. Die in dieser Liste aufgeführten spezifischen Verpflichtungen gelten nur für die Hoheitsgebiete, in denen die Verträge zur
   Gründung der Europäischen Gemeinschaften Anwendung finden, und unter den Bedingungen, die in diesen Verträgen festgelegt
   sind. Diese Verpflichtungen gelten
nur für die Beziehungen zwischen den Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits
   und Nicht-Gemeinschaftsländern andererseits. Sie betreffen nicht die Rechte und Pflichten der Mitgliedstaaten aufgrund des
   Gemeinschaftsrechts.
2. Folgende Abkürzungen werden zur Bezeichnung der Mitgliedsstaaten verwendet:
   B Belgien
   D Bundesrepublik Deutschland
   OK Dänemark
   E Spanien
   F    Frankreich
   GR Griechenland
I   Italien ·
IRL Irland
L   Luxemburg
NL Niederlande
P Portugal
UK Vereinigtes Königreich
3. Die sich aus dem GATS einschließlich der Liste der Verpflichtungen ergebenden Rechte und Pflichten sind nicht unmittelbar
   anwendbar und gewähren somit keine
unmittelbaren Rechte für einzelne natürliche oder juristische Personen.
4. Ein Glossar der von den einzelnen Mitgliedstaaten verwendeten Begriffe ist dieser Liste beigefügt.
BGBl. 1994, Seite 1679 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1679
                                Die Europäischen Gemeinschaften und ihre Mitgliedsstaaten -
                                           Liste der spezifischen Verpflichtungen
Arten der Erbringung          1) Grenzüberschreitende Erbringung           2)

Sektor oder Teilsektor                       Marktzugangsbeschränkungen

1. Horizontale Verpflichtungen
Sämtliche in dieser Liste
aufgeführten Sektoren
                                    3) In sämtlichen EG-Miedgliedstaa-
                                       ten können Dienstleistungen, die
                                       auf nationaler oder örtlicher
                                       Ebene als öffentliche Aufgaben
                                       betrachtet werden, staatlichen
                                       Monopolen oder ausschließlichen
                                       Rechten privater Betreiber
                                       unterliegen 11.

                                    Erwerb von Grundbesitz:

                                        OK: Beschränkungen für den
                                        Erwerb von Grundbesitz für nicht
                                        gebietsansässige natürliche und
                                        juristische Personen.
                                        Beschränkungen für landwirt-
                                        schaftliche Betriebe, die durch
                                        ausländische natürliche und
                                        juristische Personen erworben
                                        werden.
Nutzung im Ausland          3) Kommerzielle Präsenz           4) Präsenz natürlicher Personen

              Beschränkungen der lnländerbehandlung            Zusätzliche Verpflichtungen

          3) a) Die Behandlung von Tochter-
             gesellschaften (von Drittstaaten-
             Gesellschaften), die nach dem
             Recht eines Mitgliedstaats
             errichtet sind und ihren
             eingetragenen Sitz, ihre Haupt-
             verwaltung oder ihren Hauptge-
             schäftssitz innerhalb der
             Gemeinschaften haben, wird nicht
             auf Zweigstellen oder
             Vertretungen ausgedehnt, die in
             einem Mitgliedstaat von einer
             Drittstaaten-Gesellschaft errichtet
             werden. Dies hindert einen
             Mitgliedstaat jedoch nicht daran,
             diese Behandlung auf
             Zweigstellen oder Vertretungen
             auszudehnen, die durch eine
             Gesellschaft oder Firma eines
             Drittstaats in einem anderen
             Mitgliedstaat errichtet werden, in
             bezug auf deren Tätigkeit im
             Hoheitsgebiet des erstgenannten
             Mitgliedstaats, sofem diese
             Behandlung vom Gemeinschafts-
             recht ausdrücklich verboten ist.

              b) Eine weniger günstige
              Behandlung kann Tochtergesell-
              schaften (von Drittstaaten-
              Gesellschaften) gewährt werden,
              die nach dem Recht eines
              Mitgliedstaats gegründet sind und
              nur ihren eingetragenen Sitz im
              Hoheitsgebiet der
              Gemeinschaften haben, sofem sie
              nicht nachweisen können, daß sie
              eine tatsächlich und dauernde
              Verbindung zur Wirtschaft eines
              der Mitgliedstaaten haben.

              D: Der Erwerb von Grundbesitz
              durch Ausländer in den
              Bundesländern Berlin, Schleswig-
              Holstein und Saarland kann einer
              Genehmigungspflicht unterliegen.
              Nach 1994 wird sehr
              wahrscheinlich nur noch das Land
              Berlin eine solche Genehmigung
              vorschreiben.
1) Erläuterung: Otfentliche Aufgaben bestehen in Sektoren wie z. B. verbundenen wissenschaftlichen und technischen Beratungsdienstleistungen, Forachungs- ood Entwick-
   lungsdienstleistungen in den Sozial- und Geisteswissenschaften, technische
Prüf- und Analysedienstleiungen, Umweltdienstleisngen, Gesundheitsdienslle, Ver-
   kehrsdienstleistungen und Hilfsdienstlelstngen für alle Verkehrsarten. Ausschließliche Rechte für solche Dienslleistunge werden hAufig privaten Betreibern gewthtt, z. B.
   Betreibern mit Konzessionen Oflenllicher Stellen, vorbehaltlich bestimmter
Versorgungspffic. Unter Berücksichtigung der Talsache, daß Offentliche Aufgaben hAufig auf
   nachgeordneter Ebene bestehen, ist eine detaiUief'te und erschöpfende sektorspezifische Auflistung nicht möglich.
BGBl. 1994, Seite 1680 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1680
1680                                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Arten der Erbringung           1) Grenzüberschreitende Erbringung            2) Nutzung

Sektor oder Teilsektor                         Marktzugangsbeschrlnkungen

                                          GA: Nach dem Gesetz
                                          Nr. 1892/89 ist eine Genehmigung
                                          des Verteidigungsministers für
                                          den Erwerb von grenznahem
                                          Grundbesitz durch einen
                                          Staatsbürger erforderlich. Für
                                          Direktinvestitionen wird die
                                          Genehmigung in der Verwaltungs-
                                          praxis ohne Schwierigkeiten
                                          erteilt.

                                      Investitionen:

                                          F: Der Erwerb von mehr als
                                          33,33 v. H. der Kapitalanteile oder
                                          Stimmrechte an einem
                                          bestehenden französischen
                                          Unternehmen oder 20 v. H. von an
                                          der Börse gehandelten
                                          französischen Unternehmen
                                          durch Ausländer unterliegen
                                          folgenden Bestimmungen:
                                          lnvestitionen2> von weniger als 50
                                          Millionen FF in französischen
                                          Unternehmen mit einem Umsatz
                                          von höchstens 500 Millionen FF
                                          sind nach einer Frist von fünfzehn
                                          Tagen nach Ankündigung und
                                          Überprüfung der einzuhaltenden
                                          Summen zulässig;

                                          F: Ausländische Beteiligungen an
                                          kürzlich privatisierten Firmen
                                          können auf einen im Einzelfall von
                                          der französischen Regierung auf
                                          einen bestimmten veränderlichen
                                          Anteil der öffentlich angebotenen
                                          Beteiligung beschränkt werden.

                                          E: Investitionen in Spanien von
                                          seiten ausländischer Regierungen
                                          und ausländischer öffenttich-
                                          rechtlicher Körperschaften (wozu
                                          außer wirtschaftlichen Anteilen
                                          zunehmend auch nicht-wirtschaft-
                                          liche Anteile an der Körperschaft
                                          gehören), die unmittelbar Firmen
                                          oder andere Körperschaften
                                          getätigt oder durch ausländische
                                          Regierungen kontrolliert werden,
                                          bedürfen der vorherigen
                                          Genehmigung der Regierung.

 2) Dieses Verfahren gilt nicht für Investitionen in Frankreich in Tätigkeiten, die zur
    und der entsprechenden Rechtsprechung zu verstehen.

im Ausland            3) Kommerzielle Präsenz            4) Präsenz natürlicher Personen

       Beschränkungen der lnländerbehandlung              Zusätzliche Verpflichtungen

       IRL: Vorherige schriftliche
       Zustimmung der Land
       Commission ist für den Erwerb
       von Nutzungsrechten an irischem
       Boden für in- und ausländische
       Firmen oder Ausländer
       erforderlich. Sofern das
       Grundstück für industrielle
       Zwecke (mit Ausnahme der
       Agrarindustrie) verwendet werden
       soll, wird auf diese Anforderung
       verzichtet, wenn eine
       entsprechende Bescheinigung
       des Ministers für Unternehmen
       und Beschäftigung vorgelegt wird.
       Diese Bestimmung gilt nicht für
       Grund und Boden innerhalb von
       Stadtgrenzen.

        1: Ungebunden für den Erwerb
        von Grundbesitz.

    Subventionen:
    3) Keine, außer für Zweigstellen, die
       von einem Nicht-Gemeinschafts-
       unternehmen in einem
       Mitgliedstaat errichtet sind. Der
       Anspruch auf Subventionen der
       Gemeinschaften oder der Mit-
       gliedstaaten kann auf im
       Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats
       oder in einem besonderen
       geographischen Teilgebiet eines
       Mitgliedstaats niedergelassene
       juristische Personen beschränkt
       werden. Ungebunden für
       Subventionen für Forschung und
       Entwickl'ung. Die Erbringung einer
       Dienstleistung oder ihre Subven-
       tionierung innerhalb des
       öffentlichen Sektors verletzt diese
       Verpflichtung nicht.

    4) Soweit Subventionen natürlichen
       Personen zur Verfügung gestellt
       werden, können sie auf Staatsan-
       gehörige eines Mitgliedstaats der
       Gemeinschaften beschränkt
       werden.

Ausübung öffentlicher Gewalt gehören. Das letztere ist nach Artikel 55 des Vertrags von Rom
BGBl. 1994, Seite 1681 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1681
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           Arten der Erbringung            1) Grenzüberschreitende Erbringung              2) Nutzung im Ausland             3) Kommerzielle Präsenz             4) Präsenz natürtichef' Personen

           Sektor oder Teilsektor                          Marktzugangsbeschnlnkungen                        Beschränkungen der lnländerbehandlung                Zusätzliche Verpflichtungen

                                                      P: Genehmigungen3> sind für
                                                      Investitionen von Nicht-Gemein-
                                                      schaftsunternehmen erforderlich,
                                                      sofern sie 20 v. H. des Kapitals
                                                      des Unternehmens übersteigen
                                                      oder die Investitionen zu einer
                                                      tatsächlichen Kontrolle oder zur
                                                      Stärkung der Entscheidungsbe-
                                                      fugnis führen. Ausländische
                                                      Beteiligungen an kürzlich
                                                      privatisierten Unternehmen
                                                      können im Einzelfall auf einen von
                                                      der portugiesischen Regierung
                                                      bestimmten veränderlichen Anteil
                                                      der öffentlich angebotenen
                                                      Beteiligung beschränkt werden.

                                                      1: Ausschließliche Rechte können
                                                      kürzlich privatisierten
                                                      Unternehmen gewährt oder für sie
                                                      beibehalten werden. Stimmrechte
                                                      in kürzlich privatisierten
                                                      Unternehmen können in einigen
                                                      Fällen beschränkt werden. Für
                                                      einen Zeitraum von fünf Jahren
                                                      kann der Erwerb von
                                                      umfangreichen Kapitalbeteiligun-
                                                      gen an Gesellschaften, die in den
                                                      Bereichen Verteidigung, Verkehr,
                                                      Telekommunikation und Energie
                                                      tätig sind, der Genehmigung des
                                                      italienischen Finanzministeriums
                                                      unterworfen werden.

                                                      F: Zur Durchführung bestimmter')
                                                      kommerzieller, industrieller oder
                                                      handwerklicher Unternehmungen
                                                      ist eine spezielle Genehmigung
                                                      erforderlich, sofern der Geschäfts-
                                                      führer über keine ständige Aufent-
                                                      haltsgenehmigung verfügt.

                                                  4) Ungebunden, außer für                               4) Ungebunden,außerfür
                                                     Maßnahmen betreffend die                               Maßnahmen, betreffend die in der
                                                     Einreise in einem Mitgliedstaat                        Spalte „Marktzugang"
                                                     und den vorübergehenden                                aufgeführten Kategorien
                                                     Aufenthalt5) dort, ohne daß eine                       natürlicher Personen.
                                                     wirtschaftliche Bedarfsprüfung6>
                                                     erforderlich ist; davon sind
                                                     folgende Kategorien natürlicher
                                                     Personen, die Dienstleistungen
                                                     erbringen, betroffen:




           3) Eine Bewertung der Investition erfolgt unter Berücksictitigung ihrer Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes. Berücksichtigte Kriterien sind u. a.: Schaffung neuer Arbeitsp(ätze,
              positive Zahlungsbilanz, Einführung fortgeschrittener Technologien, geringere Umweltverschmutzung durch die Industrie, berufliche Bildung für portugiesische Arbeitnehmer
              usw.
           4) Kommerzielle, industrielle oder handwerkflChe Unternehmungen umfassen Sektoren wie sonstige gewerbliche Dienstteistungen, Bau-, Vertriebs- und Fremdenverl<ehrsdienst-
              leistungen. Sie beziehen sich nicht auf Telekommunikations- und Finanzdienstleistungen.
           5) Die Dauer des .vorübergehenden Aufenthalts• wird von den Mitgliedstaaten und ggf. vom Gemeinschaftsrecht betreffend Einreise, Aufenthalt und Beschäftigung definiert. Die
              genaue Dauer kann je nach Kategorie der in dieser Liste genannten natürtichen Personen variieren.
           6) Alle sonstigen Voraussetzungen im Recht der Gemeinschaft und der Mitgliedstaaten betreffend Einreise, Aufenthalt, Beschäftigung und Maßnahmen der sozialen Sicherheit
              gelten weiterhin, einschließlich der Bestimmungen über Aufenthaltsdauer, Mindestlöhne sowie Tarifverträge.

BGBl. 1994, Seite 1682 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1682
1682                                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
Arten der Erbringung           1) Grenzüberschreitende Erbringung             2) Nutzung im Ausland            3) Kommerzielle Präsenz             4) Präsenz natürlicher Personen

Sektor oder Teilsektor                         Marktzugangsbeschränkungen

                                          i) der vorübergehende Aufenthalt
                                             (als innerbetrieblich versetzte
                                             Personen7 >) natürlicher
                                             Personen in den folgenden
                                             Kategorien, sofern der Dienst-
                                             leistungserbringer eine
                                             juristische Person ist und die
                                             betroffenen Personen von ihr
                                             angestellt oder ihre Teilhaber
                                             (außer Mehrheitsaktionäre)
                                             sind, und zwar zumindest
                                             während des Jahres, das
                                             dieser Versetzung vorangeht:

                                      a) Personen in leitender Position
                                         innerhalb einer juristischen
                                         Person, die in erste Linie die
                                         Geschäfte des Unternehmens
                                         führen und überwiegend unter
                                         allgemeiner Aufsicht oder Leitung
                                         der Geschäftsführung oder der
                                         Anteilseigner des Unternehmens
                                         oder diesen Gleichgestellten
                                         stehen; dazu gehören:

                                          - Leitung der Niederlassung oder
                                            einer Abteilung oder
                                            Unterabteilung der
                                            Niederlassung,

                                          - Aufsicht und Kontrolle der
                                            Arbeit anderer aufsichtführen-
                                            der Fachkräfte oder leitender
                                            Angestellter,

                                          - Personen, die befugt sind,
                                            persönlich Einstellungen und
                                            Entlassungen vorzunehmen
                                            oder Einstellungen und
                                            Entlassungen zu empfehlen
                                            oder andere Personalmaßnah-
                                            men zu treffen;

                                      b) innerhalb einer juristischen
                                         Person beschäftigte Personen,
                                         die über ungewöhnliche
                                         Kenntnisse verfügen, die
                                         wesentlich sind für die Dienstlei-
                                         stungen, die Forschungseinrich-
                                         tung, die Verfahren oder die
                                         Leitung der Niederlassung. Bei
                                         der Bewertung dieser Kenntnisse
                                         werden nicht nur die für die
                                         Niederlassung spezifischen
                                         Kenntnisse berücksichtigt,
                                         sondern auch, ob die betreffende
                                         Person über eine hohe
                                         Qualifikation in bezug auf eine Art
                                         von Tätigkeit oder Gewerbe
                                         verfügt, die spezifische
                                         Fachkenntnisse erfordert,
                                         einschließlich der Mitgliedschaft in
                                         einer zugelassenen
                                         Berufsgruppe;

                                           ii) der vorübergehende Aufenthalt
                                               natürlicher Personen in
                                               folgenden Kategorien:

Beschränkungen der lnländerbehandlung               Zusätzliche Verpflichtungen

EG-Richtlinien über die
gegenseitige Anerkennung von
Hochschulabschlüssen gelten
nicht für Staatsangehörige von
Drittstaaten. Die Anerkennung
von Hochschulabschlüssen, die
zur Erbringung gesetzlich
geregelter freiberuflicher Dienst-
leistungen durch Nicht-Gemein-
schaftsangehörige erforderlich
sind, verbleibt in der Zuständigkeit
jedes Mitgliedstaats, sofern das
Gemeinschaftsrecht nichts
anderes vorsieht. Das Recht auf
Erbringung einer gesetzlich
geregelten freiberuflichen
Dienstleistung in einem
Mitgliedstaat gibt nicht das Recht
zur deren Erbringung in einem
anderen Mitgliedstaat.
7) Eine ,,innerbetrieblich versetz1e Person" ist eine natürliche Person, die innerhalb einer im Hoheitsgebiet eines WTO-Mitglieds gegründeten juristischen Person mit Ausnahmt1
   gemeinnütziger Organisationen arbeitet und vorübergehend im Zusammenhang mit
   EG-Mitgliedstaats versetzt wird: die betroffene juristische Person muß ihren
der Erbringung einer Dienstleistung durch kommerzielle Präsenz im Hoheitsgebiet eines
Hauptgeschäftssitz im Hoheitsgebiet eines WTO-Mitglieds außerhalb der Gemeinschaften und ihrer
   Mitgliedstaaten haben, und die Versetzung muß zu einer Niederlassung (Büro, Zweigstelle oder Tochtergesellschaft) der juristischen Person erfolgen, die tatsächlich gleiche
   Dienstleistungen im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats erbringt, auf den der
EWG-Vertrag Anwendung findet. In Italien ist die .innerbetrieblich versetzte Person· eine natürliche
   Person. die innerhalb einer als SPA (Aktiengesellschaft) oder SRL (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) gegründeten juristischen Person arbeitet.
BGBl. 1994, Seite 1683 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1683
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                Arten der Erbringung       1) Grenzüberschreitende Erbringung        2) Nutzung im Ausland         3) Kommerzielle Prtsenz         4) Präsenz natürlicher Personen

                Sektor oder Teilsektor                    Marktzugangsbeschränkungen                  Beschränkungen der lnländerbehandlung         Zusätzliche Verpflichtungen

                                                 a) Personen, die ihren Aufenthalt
                                                    nicht im Hoheitsgebiet eines
                                                    Mitgliedstaats haben, auf das die
                                                    EG-Verträge Anwendung finden,
                                                    die Vertreter eines Dienstlei-
                                                    stungserbringers sind und sich
                                                    um eine vorübergehende Einreise
                                                    zum Zweck von Verhandlungen
                                                    über den Verkauf von Dienstlei-
                                                    stungen oder den Abschluß von
                                                    Verträgen über den Verkauf von
                                                    Dienstleistungen für diesen
                                                    Dienstleistungserbringer
                                                    bemühen anstreben, sofern diese
                                                    Vertreter nicht selbst
                                                    Direktverkäufe an die
                                                    Allgemeinheit tätigen oder selbst
                                                    Dienstleistungen erbringen;

                                                 b) Personen, die in leitender
                                                    Stellung im Sinne der Ziffer i
                                                    Buchstabe a innerhalb einer
                                                    juristischen Person arbeiten und
                                                    für den Aufbau der kommerziellen
                                                    Präsenz eines Dienstleistungser-
                                                    bringers eines Mitglieds in einem
                                                    Mitgliedstaat verantwortlich sind,
                                                    wenn

                                                     - die Vertreter nicht selbst
                                                       Direktverkäufe tätigen oder von
                                                       selbst Dienstleistungen
                                                       erbringen und

                                                     - der Dienstleistungserbringer
                                                       seinen Hauptgeschäftssitz im
                                                       Hoheitsgebiet eines WTO-
                                                       Mitglieds mit Ausnahme der
                                                       Gemeinschaften und ihrer Mit-
                                                       gliedstaaten hat und über keine
                                                       weiteren Vertreter, Büros,
                                                       Zweigstellen oder Tochterge-
                                                       sellschaften in diesem
                                                       Mitgliedstaat verfügt.

                                                     F: Der Geschäftsführer einer
                                                     industriellen, kommerziellen oder
                                                     handwerklichen Untemehmung8>
                                                     benötigt eine spezielle
                                                     Genehmigung, sofern er Ober
                                                     keine ständige Aufenthaltserlaub-
                                                     nis verfügt.

                                                     1: Der Zugang zu industriellen,
                                                     kommerziellen oder
                                                     handwerklichen Tätigkeiten
                                                     unterliegt einer Aufenthaltsgeneh-
                                                     migung und einer speziellen
                                                     Genehmigung zur Ausübung der
                                                     Tätigkeit.




               8) Kommenlelle, industrielle oder handwefkliche Unternehmungen umfassen Sektoren wie sonstige gewerbliche Dienstleistungen, Bau-, Veftrfebs- und Fremdenvatkehrsd-
                  leisiungen. Sie beziehen sich nicht auf Telekommunikations- und Finanzdienstleistungen.

BGBl. 1994, Seite 1684 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1684
1684                                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Arten der Erbringung         1) Grenzüberschreitende Erbringung           2)

Sektor oder Teilsektor                       Marktzugangsbeschränkungen

II. Sektorspezifische Verpflichtungen
A. Freiberufliche Dienst-
   leistungen

1. Gewerbliche
   Dienstleistungen

a) Rechtsberatung                   1) F, P: Ungebunden für die
   Recht des                           Errichtung rechtlicher Urkunden.
   Heimatstaats und
   Völkerrecht (ohne
   EG-Recht)

                                    2) Keine

                                    3) D: Zugang vorbehaltlich der
                                       Aufnahme in eine Rechtsanwalts-
                                       kammer nach den Vorschriften
                                       der Bundesrechtsanwaltsordnung,
                                       die eine Niederlassung erfordert,
                                       die auf Einzelpersonen oder
                                       Sozietäten beschränkt ist.

                                        F: Erbringung nur durch SEL
                                                       a
                                        (anonyme, responsabilite limitee
                                        ou en commandite par actions)
                                        oderSCP.

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter „Horizontale Ver-
                                       pflichtungen" und vorbehaltlich
                                       der folgenden spezifischen
                                       Beschränkungen:

                                        GA: Staatsangehörigkeits-
                                        erfordernis

                                        L: Ungebunden

                                        F: Rechtsberatung und Erstellung
                                        rechtlicher Urkunden als
                                        Haupttätigkeit und für das
                                        Publikum sind den Angehörigen
                                        der gesetzlich geregelten
                                        juristischen und richterlichen
                                        Berufe vorbehalten 10>. Diese
                                        Tätigkeiten können auch
                                        nebenberuflich von Mitgliedern
                                        anderer gesetzlich geregelter
                                        Berufe oder von qualifizierten
                                        Personen ausgeübt werden.

b) Rechnungsprüfung                 1) F, GA, 1: Ungebunden
   (CPC 86212) außer
    •Wirtschaftsprüfung"            2) Keine
    (CPC 86213, 86219)
                                    3) D: Erbringung durch „GmbH &
                                       Co KG" und .EWIV" ist nicht
                                       gestattet.

                                         F: Erbringung nur durch SEL
                                                       a
                                         (anonyme, responsabilite limitee
                                         ou en commandite par actions)
                                         oderSCP.

                                         P: Erbringung nur durch
                                         berufliche Niederlassung

Nutzung im Ausland            3) Kommerzielle Präsenz           4) Präsenz natürlicher Personen

               Beschränkungen der lnländerbehandlung             Zusätzliche Verpflichtungen

                                                                    F: Das Recht des
                                                                    Gastlands und
                                                                    Völkerrecht (einschl.
                                                                    EG-Recht) stehen
                                                                    den Mitgliedern der
                                                                    gesetzlich geregelten
           1) F, P: Ungebunden für die                              juristischen und
              Erstellung rechtlicher Urkunden                       richterlichen Berufe9>
                                                                    offen.
               OK: Die Rechtsberatung ist
               beschränkt auf Anwälte mit einer                     L: Recht des
               dänischen Zulassung und in                           Gastlands und
               Dänemark registrierte Anwalts-                       Völkerrecht (einschl.
               kanzleien.                                           EG-Recht)
                                                                    vorbehaltlich einer
           2) Keine                                                 Registrierung als
                                                                    .,avocar bei der lu-
           3) OK: Die Rechtsberatung ist auf in                     xemburgischen
              Dänemark registrierte Anwalts-                        Anwaltskammer.
              kanzleien beschränkt. Nur
              Anwälte mit einer dänischen
              Zulassung und in Dänemark
              registrierte Anwaltskanzleien
              dürfen an einer dänischen
                Anwaltskanzlei beteiligt sein. Nur
                Anwälte mit einer dänischen

                Zulassung dürfen der Geschäfts-
                führung oder der Leitung einer
                dänischen Anwaltskanzlei
                angehören.

           4) Ungebunden mit Ausnahme der
              Angaben unter .Horizontale Ver-
              pflichtungen• und vorbehaltlich
              der folgenden spezifischen
              Beschränkungen:

                OK: Rechtsberatung ist auf
                Anwälte mit einer dänischen
                Zulassung beschränkt. Eine
                dänische juristischen Prüfung ist
                Voraussetzung für die dänische
                Zulassung.

            1) F, GA, 1: Ungebunden

            2) Keine

            3) OK: Ausländische Rechnungs~
               prüfer dürfen mit Genehmigung
               der dänischen Behörde für
               Handel und Unternehmen eine
               Sozietät mit zugelassenen

               dänischen Rechnungsprüfern
               eingehen.
 9) Der Zugang zu diesen BeNfen Ist im französischen Gesetz Nr. 90-1259 vom 31. Dezember 1990 geregelt, das slrnttiche Juristischen und richtertichen Tätigkeiten eröffnet.
10) Der Zugang zu diesen Berufen ist im franzOsischen Gesetz Nr. 90-1259 vom
31. Dezember 1990 geregelt, das slmtliche juristischen und richterlichen Tätigkeiten erOffnet.
BGBl. 1994, Seite 1685 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1685
Arten der Erbringung          1) Grenzüberschreitende Erbringung           2) Nutzung

Sektor oder Teilsektor                       Mar1rtzugangsbeschrlnkungen

                                         1: Zugang wird nur natürlichen
                                         Personen gewährt. Beruflicher
                                         Zusammenschluß (keine
                                         Gründung einer juristischen
                                         Person) zwischen natürlichen
                                         Personen zulässig.

                                     4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                        Angaben unter „Horizontale Ver-
                                        pflichtungen" und vorbehaltlich
                                        der folgenden spezifischen
                                        Beschränkungen:

                                         F: Staatsangehörigkeitserforder-
                                         nis. Angehörige dieses Berufes
                                         aus Nicht-EG-Ländern können
                                         durch einen Beschluß des
                                         Ministers für Wirtschaft, Finanzen
                                         und Haushalt nach Absprache mit
                                         dem Außenminister eine
                                         Genehmigung zur Erbringung von
                                         Dienstleistungen erhalten. Das
                                         Wohnsitzerfordernis darf 5 Jahre
                                         nicht überschreiten.

                                         1: Staatsangehörigkeitserfordernis
                                         für „Ragionieri-Periti commerciali"
                                         erforderlich.

                                         OK: Staatsangehörigkeitserfor-
                                         dernis, außer bei Verzicht durch
                                         dänische Behörde für Handel und
                                         Unternehmen.

b) Wirtschaftsprüfer-                1) Ungebunden
   Oienstleitungen11>
   (CPC 86211 und                    2) Keine
   86212 außer Rech-
   nungsprüfung)                     3) B: Erbringung durch „SA" und
                                        „Societe en commandite· ist nicht
                                        gestattet.

                                         D: Erbringung durch „GmbH & Co
                                         KG" und „EWIV- ist nicht
                                         gestattet.

                                         F: Für gesetzlich vorgeschrie-
                                         bene Prüfungen: Erbringung
                                         durch jegliche Gesellschaftsform
                                         mit Ausnahme von SNC, SCS und
                                         nachgeordneten Büros.

                                         P: Erbringung nur durch
                                         beruflichen Zusammenschluß.

                                         IRL: Erbringung nur durch
                                         Sozietät.

                                        1: Zugang beschränkt sich bei
                                        ,,Ragionieri-Periti commerciali"
                                        oder „Dottori commerciali" auf
                                        natürliche Personen. Beruflicher
                                        Zusammenschluß (keine
                                        Gründung einer juristischen
                                        Person) zwischen natürlichen
                                        Personen zulässig.

im Ausland           3) Kommerzielle Präsenz           4) Präsenz nat0r1icher Personen

      Beschränkungen der lnlAnderbehandlung             Zusätzliche Verpflichtungen

   4) Ungebunden mit Ausnahme der
      Angaben unter „Horizontale Ver-
      pflichtungen" und vorbehaltlich
      der folgenden spezifischen
      Beschränkungen:

       OK, 1: Wohnsitzerfordernis

   1) Ungebunden

  2) Keine

   3) OK: Ausländische Prüfer dürfen
      mit staatlich bevollmächtigten
      dänischen Prüfern eine Sozietät
      eingehen, sofern eine
      Genehmigung der dänischen
      Behörde für Handel und
      Unternehmen vorliegt.
11) Erläuterung: Da kommerzielle Präsenz zur Durchführung jeglicher Prüfungstätigkeiten erforder1ich ist, wird zu grenzüberschreitender Erbringung keine Bindung eingegangen.
    Nur niedergelassene gesetzlich zugelassene Abschlußprüfer können von den nationalen Berufsverbänden anerkannt werden. Diese Anerkennung ist eine zwingende
    Voraussetzung für die Ausübung der Tätigkeit.
BGBl. 1994, Seite 1686 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1686
1686                                             Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
Arten dar Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung    2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Pruenz    4) PrAsenz natürlicher Personen

Sektor oder Teilsektor                  Marktzugangsbesrlnkungen

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter .Horizontale Ver-
                                  pflichtungen• und vorbehaltlich
                                  der folgenden spezifischen
                                  Beschränkungen:

                                   OK: Staatsangehörigkeitserfor-
                                   dernis außer bei Verzicht durch
                                   dänische Behörde für Handel und
                                   Unternehmen.

                                   E, GA: Staatsangehörigkeitser-
                                   fordernis für gesetzlich
                                   zugelassene Abschlußprüfer.

                                   E: Wirtschaftsprüfungsgesell-
                                   schaften:

                                   Staatsangehörigkeitserfordernis
                                   für Geschäftsführer, Direktoren
                                   und Teilhaber von Gesellschaften
                                   mit Ausnahme derjenigen, die
                                   unter die 8. gesellschaftsrecht-
                                   liche Richtlinie der EG fallen.

                                   1: Staatsangehörigkeitserfordernis
                                   für „Ragioniere-Periti
                                   commerciali". Für Wirtschaftsprü-
                                   fungsgesellschaften: Staatsan-
                                   gehörigkeitserfordernis für Ge-
                                   schäftsführer und Prüfer in
                                   ,.societa di revisione" mit
                                   Ausnahme derjenigen, die unter
                                   die 8. gesellschaftsrechtliche
                                   Richtlinie der EG fallen.

b) Buchhaltungsdienstlei-      1) F, GA, 1: Ungebunden
   stungen (CPC 86220)
                               2) Keine

                               3) F: Erbringung nur durch SEL
                                                 a
                                  (anonyme, responsabilite limitee
                                  ou en cornmandite par actions)
                                   oderSCP.

                                   1: Zugang wird nur natürlichen
                                   Personen gewährt. Beruflicher
                                   Zusammenschluß (keine
                                   Gründung einer juristischen
                                   Person) zwischen natürlichen
                                   Personen zulässig.

                                4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                   Angaben unter .Horizontale Ver-
                                   pflichtungen• und vorbehaltlich
                                   der folgenden spezifischen
                                   Beschränkungen:

                                    F: Staatsangehörigkeitserforder-
                                    nis. Angehörige dieses Berufs aus
                                    Nicht-EG-Ländern können durch
                                    einen Beschluß des Ministers für
                                    Wirtschaft, Finanzen und
                                    Haushalt nach Absprache mit
                                    dem Außenminister eine
                                    Genehmigung zur Erbringung von
                                    Dienstleistungen erhalten. Das
                                    Wohnsitzerfordernis darf 5 Jahre
                                    nicht überschreiten.

                                    1: Staatsangehörigkeitserfordernis
                                    für .Ragioniere-Periti commerciali"

    Beschrlnkungen dar lnlAnderbehandung   Zudtzliche Verpllichtungan

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter .Horizontale Ver-
   pflichtungen• und vorbehaltlich
   der folgenden spezifischen
   Beschränkungen:

    OK: Wohnsitzerfordernis.

    1, P: Wohnsitzerfordernis für
    Einzelprüfer

 1) F, GA, 1: Ungebunden

 2) Keine

 3) Keine

 4) Ungebunden mit Ausnahme der
    Angaben unter „Horizontale Ver-
    pflichtungen• und vorbehaltlich
    der folgenden spezifischen
    Beschränkungen:

     1: Wohnsitzerfordernis für
     .Ragioniere Periti comrnerciali"

     P: Wohnsitzerfordernis
BGBl. 1994, Seite 1687 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1687
Arten der Erbringung          1) Grenzüberschreitende Erbringung           2) Nutzung

Sektor oder Teilsektor                       Marktzugangsbeschränkungen

c) Steuerberatungs-                  1) F: Ungebunden für die Erstellung
   dienstleistungen                     rechtlicher Urkunden.
   (CPC 863 außer für
   Vertretung vor                    2) Keine
   Gerichten)
                                     3) 1: Zugang wird nur natürlichen
                                        Personen gewährt. Beruflicher
                                        Zusammenschluß (keine
                                        Gründung einer juristischen
                                        Person) zwischen natürlichen
                                        Personen zulässig.

                                         F: Erbringung nur durch SEL
                                                       a
                                         (anonyme, responsabilite limitee
                                         ou en commandite par actions)
                                         oder SCP.

                                     4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                        Angaben unter "Horizontale Ver-
                                        pflichtungen" und vorbehaltlich
                                        der folgenden spezifischen
                                        Beschränkungen:

                                         F: Rechtsberatung und Erstellung
                                         rechtlicher Urkunden für das
                                         Publikum als Haupttätigkeit sind
                                         den Angehörigen der gesetzlich
                                         geregelten juristischen und
                                         richterlichen Berufe
                                         vorbehalten 12>. Diese Tätigkeiten
                                         können auch nebenberuflich von
                                         Mitgliedern anderer gesetzlich
                                         geregelter Berufe oder von
                                         qualifizierten Personen ausgeübt
                                         werden.

                                         1: Staatsangehörigkeitserfordemis
                                         für "Ragioniere-Periti commerciali"

d) Architektendienstlei-             1) 8, GA, 1, P: Ungebunden
   stungen (CPC 8671)

                                    2) Keine

                                    3) E: Zugang wird nur natürlichen
                                       Personen gewährt.

                                         F: Erbringung nur durch SEL
                                                       a
                                         (anonyme, responsabilite limitee
                                         ou en commandite par actions)
                                         oder SCP.

                                         1, P: Zugang wird nur natürlichen
                                         Personen gewährt. Beruflicher
                                         Zusammenschluß (keine
                                         Gründung einer juristischen
                                         Person) zwischen natürlichen
                                         Personen zulässig.

im Ausland           3) Kommerzielle Präsenz           4) Präsenz natürlicher Personen

      Beschränkungen der lnländerbehandlung             Zusätzliche Verpflichtungen

   1) F: Ungebunden für die Erstellung
      rechtlicher Urkunden.

   2) Keine

   3) Keine -

   4) Ungebunden mit Ausnahme der
      Angaben unter "Horizontale Ver-
      pflichtungen" und vorbehaltlich
      der folgenden spezifischen
      Beschränkungen:

       1, P: Wohnsitzerfordernis

   1) B, GA, 1, P: Ungebunden.

       D: Anwendung der nationalen
       Honorarordnung für alle aus dem
       Ausland erbrachten Dienstleistun-
       gen.

  2) Keine

  3) Keine
12) Der Zugang zu diesen Berufen ist im französischen Gesetz Nr. 90-1259 vom 31. Dezember 1990 geregelt, das sämtliche juristischen und richterlichen Tätigkeiten eröffnet.
BGBl. 1994, Seite 1688 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1688
1688                                             Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung     2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natür1icher Personen

Sektor oder Teilsektor                 Marktzugangsbeschränkungen

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter "Horizontale Ver-
                                  pflichtungen" und vorbehaltlich
                                  der folgenden spezifischen
                                  Beschränkungen:

                                   GA, P: Staatsangehörigkeitser-
                                   fordernis.

                                   F: Staatsangehörigkeitserforder-
                                   nis, soweit nicht durch Minister-
                                   entscheidung aufgehoben.

e) lngenieurdienstleistun-     1) GA, 1, P: Ungebunden
   gen (CPC 8672)
                               2) Keine

                               3) E: Zugang wird nur natürlichen
                                  Personen gewährt.

                                   1, P: Zugang wird nur natürlichen
                                   Personen gewährt. Beruflicher
                                   Zusammenschluß (keine
                                   Gründung einer juristischen
                                   Person) von natürlichen Personen
                                   zulässig.

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter "Horizontale Ver-
                                  pflichtungen" und vorbehaltlich
                                  der folgenden spezifischen
                                  Beschränkungen:

                                   GA: Staatsangehörigkeitserfor-
                                   dernis.

f) Integrierte Ingenieur-      1) GA, 1, P: Ungebunden
   dienstleistungen
   (CPC 8673)                  2) Keine

                               3) E: Zugang wird nur natürlichen
                                  Personen gewährt.

                                   1, P: Zugang wird nur natürlichen
                                   Personen gewährt. Beruflicher
                                   Zusammenschluß (keine
                                   Gründung einer juristischen
                                   Person) von natürlichen Personen
                                   zulässig.

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter "Horizontale Ver-
                                  pflichtungen" und vorbehaltlich
                                  der folgenden spezifischen
                                  Beschränkungen:

                                   GA: Staatsangehörigkeitserfor-
                                   dernis.

g) Stadtplanungs- und          1) B, GA, 1, P: Ungebunden
   Landschaftsarchitek-
   ten-Dienstleistungen
   (CPC 8674)

                               2) Keine

    Beschränkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter "Horizontale Ver-
   pflichtungen" und vorbehaltlich
   der folgenden spezifischen
   Beschränkungen:

    B, D, F: Die Verwendung der
    Berufsbezeichnung durch
    qualifizierte Berufsangehörige aus
    Drittländem ist nur zulässig
    aufgrund von Abkommen zur
    gegenseitigen Anerkennung, oder
    für Belgien mit besonderer
    Genehmigung durch Königlichen
    Erlaß.

    1: Wohnsitzerfordemis

1) GA, 1, P: Ungebunden

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter "Horizontale Ver-
   pflichtungen" und vorbehaltlich
   der folgenden spezifischen
   Beschränkungen:

    1, P: Wohnsitzerfordernis

1) GR, 1, P: Ungebunden

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen" und vorbehaltlich
   der folgenden spezifischen
   Beschränkungen:

    1, P: Wohnsitzerfordemis

    GA: Staatsangehörigkeitserfor-
    dernis.

1) B, GA, 1, P: Ungebunden

    D: Anwendung nationaler
    Honorarordnung für alle aus dem
    Ausland erbrachten Dienstleistun-
    gen.

2) Keine
BGBl. 1994, Seite 1689 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1689
Arten der Erbringung          1) Grenzüberschreitende Erbringung          2) Nutzung

Sektor oder Teilsektor                       Marktzugangsbeschränkungen

                                    3) 1, P: Zugang wird nur natürlichen
                                       Personen gewährt. Beruflicher
                                       Zusammenschluß (keine
                                       Gründung einer juristischen
                                       Person) von natürlichen Personen
                                       zulässig.

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter "Horizontale Ver-
                                       pflichtungen" und vorbehaltlich
                                       der folgenden spezifischen
                                       Beschränkungen:

                                        GR, P: Staatsangehörigkeitser-
                                        fordernis

h) Medizinische, zahn-              1) Ungebunden
   medizinische und
   Hebammen-Dienstlei-              2) Keine
   stungen (CPC 9312,
    93191) 13)                      3) D: Zugang wird nur natürlichen
                                       Personen gewährt. Vorbehaltlich
                                       einer wirtschaftlichen
                                       Bedarfsprüfung für Ärzte und
                                       Zahnärzte, die zur Behandlung
                                       gesetzlich krankenversicherter
                                       Personen zugelassen sind. Ent-
                                       scheidungskriterium ist, ob eine
                                       bestimmte Region mit Ärzten und
                                       Zahnärzten unterversorgt ist.

                                        E: Zugang wird nur natürlichen
                                        Personen gewährt.

                                        1, P: Zugang wird nur natürlichen
                                        Personen gewährt. Beruflicher
                                        Zusammenschluß (keine
                                        Gründung einer juristischen
                                        Person) von natürlichen Personen
                                        zulässig.

                                        IRL: Zugang wird nur natürlichen
                                        Personen und Gemeinschaftspra-
                                        xen gewährt.

                                        UK: Niederlassung von Ärzten im
                                        Rahmen des „National Health
                                        Service" untertiegt der Personal-
                                        planung für medizinischen Berufe.

                                        F: Erbringung nur durch SEL
                                                       a
                                        (anonyme, responsabilite limitee
                                        ou en commandite par actions)
                                        oder SCP.

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter "Horizontale Ver-
                                       pflichtungen" und vorbehaltlich
                                       der folgenden spezifischen
                                       Beschränkungen:

im Ausland           3) Kommerzielle Präsenz          4) Präsenz natürlicher Personen

      Beschränkungen der lnländerbehandlung           Zusätzliche Verpflichtungen

   3) Keine

   4) Ungebunden mit Ausnahme der
      Angaben unter „Horizontale Ver-
      pflichtungen" und vorbehaltlich
      der folgenden spezifischen
      Beschränkungen:

       B, D: Die Verwendung der Be-
       rufsbezeichnung durch
       qualifizierte Berufsangehörige aus
       Drittländern ist nur zulässig
       aufgrund von Abkommen zur
       gegenseitigen Anerkennung, oder
       für Belgien mit besonderer
       Genehmigung durch Königlichen
       Erlaß.

       1: Wohnsitzerfordernis

   1 ) Ungebunden

   2) Keine

   3) Keine

  4) Ungebunden mit Ausnahme der
     Angaben unter „Horizontale Ver-
     pflichtungen" und vorbehaltlich
     der folgenden spezifischen
     Beschränkungen:
13) Bedeutet, daß die angegebenen Dienstleistungen nur einen Teil des gesamten von der CPC-Liste erfaßten Tätigkeitsbereichs darstellen.
BGBl. 1994, Seite 1690 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1690
1690                                                   Bundesgesetzblatt,

Arten der Erbringung         1} Grenzüberschreitende Erbringung

Sektor oder Teilsektor                       Mar1dzugangsbeschränkungen

                                        OK: Für maximal 18 Monate kann
                                        eine begrenzte Genehmigung zur
                                        Erfüllung einer besonderen
                                        Funktion erteilt werden.

                                        GA, P: Staatsangehörigkeitser-
                                        fordernis.

                                        F: Staatsangehörigkeitserforder-
                                        nis. Im Rahmen jährlich
                                        festgesetzter Quoten ist der
                                        Zugang zum Beruf jedoch
                                        möglich.

                                        D: Staatsangehörigkeitserforder-
                                        nis für Arzte und Zahnärzte. Von
                                        dieser Bedingung kann im
                                        öffentlichen Gesundheitsinteresse
                                        abgewichen werden. Nullquote für
                                        Hebammen.

i) Veterinärdienstleistun-          1) Ungebunden
   gen (CPC 932)
                                    2) Keine

                                    3) D, OK, E, P: Zugang wird nur
                                       natürlichen Personen gewährt.

                                         1: Zugang wird nur natürlichen
                                         Personen gewährt. Beruflicher
                                         Zusammenschluß (keine
                                         Gründung einer juristischen
                                         Person) unter natürlichen
                                         Personen zulässig.

                                         IRL, UK: Zugang wird nur
                                         natürlichen Personen oder Ge-
                                         meinschaftspraxen gewährt.

                                         F: Erbringung nur durch SEL
                                                       a
                                         (anonyme, responsabilite limitee
                                         ou en commandite par actions)
                                         oder SCP.

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter „Horizontale Ver-
                                       pflichtungen" und vorbehaltlich
                                       der folgenden spezifischen
                                       Beschränkungen:

                                         D, F, GA, P: Staatsangehörig-
                                         keitserfordemis.

j) Dienstleistungen von              1) Ungebunden
   Krankenpflegeperso-
   nal, Physiotherapeuten            2) Keine
   und Angehörigen
   nichtärztlicher                   3) E, P: Krankenpflegepersonal:
   Heilberufe                           Zugang wird nur natürlichen
   (CPC 93191) 14>                      Personen gewährt.

                                         1: Krankenpflegepersonal:
                                         Zugang wird nur natürlichen
                                         Personen gewährt. Beruflicher
                                         Zusammenschluß von natürlichen
                                         Personen (keine Gründung einer
                                         juristischen Person) zulässig.

                                         F: Erbringung nur durch SEL
                                                        a
                                         (anonyme, responsabilite limitee
                                         ou en commandite par actions)
                                         oder SCP
Jahrgang 1994, Teil II

2) Nutzung im Ausland           3) Kommerzielle Präsenz           4} Präsenz natür1icher Personen

                  Beschränkungen der lnländerbehandlung           Zusätzliche Verpflichtungen

                  OK: Wohnsitzerfordernis für die
                  notwendige Einzelzulassung der
                  staatlichen Gesundheitsbehörde.

                  1: Wohnsitzerfordernis.

              1) Ungebunden

              2) Keine

              3) Keine

              4) Ungebunden mit Ausnahme der
                 Angaben unter „Horizontale Ver-
                 pflichtungen" und vOlbehaltlich
                 derfotgendenspezifischen
                 Beschränkungen:

                  1: Wohnsitzerfordemis.

              1) Ungebunden

              2) Keine

              3) Keine
 14) Bedeutet, daß die angegebenen Dienstleistungen nur einen Teil des gesamten von der CPC-Liste erfaßten Tätigkeitsbereichs darstellen.
BGBl. 1994, Seite 1691 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1691
Arten der Erbringung         1) Grenzüberschreitende Erbringung         2) Nutzung im Ausland         3) Kommerzielle Präsenz          4) Präsenz natürlicher Personen

Sektor oder Teilsektor                      Marktzugangsbeschränkungen

                                   4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                      Angaben unter „Horizontale Ver-
                                      pflichtungen" und vorbehaltlich
                                      der folgenden spezifischen
                                      Beschränkungen:

                                       OK: Für maximal 18 Monate kann
                                       eine begrenzte Genehmigung zur
                                       Ausübung bestimmter Aufgaben
                                       erteilt werden.

                                       GA, P: Staatsangehörigkeitser-
                                       fordernis.

                                       1: Vorbehaltlich einer wirtschaftli-
                                       chen Bedarfsprüfung: die
                                       Entscheidung hängt von der
                                       Anzahl freier Stellen und Unter-
                                       versorgung in einer Region ab.

yersorgung der                     1) Ungebunden
Offentlichkeit mit pharma-
zeutischen Produkten               2) Keine
(Apotheker)
                                   3) 15)

                                       0, OK, E, GA, L, NL, P: Zugang
                                       wird nur natürlichen Personen
                                       gewährt.

                                       1: Zugang wird nur natürlichen
                                       Personen gewährt. Berufliche
                                       Zusammenschlüsse (keine
                                       Gründung einer juristischen
                                       Person) von natürlichen Personen
                                       zulässig.

                                       B, OK, E, F, GA, 1, L, P: Monopol
                                       für Apotheker bei der Versorgung
                                       der Offentlichkeit mit pharmazeuti-
                                       sehen Produkten.

                                       B, OK, IRL, P: Wirtschaftliche
                                       Bedarfsprüfung.

                                       F: Apotheken werden nach dem
                                       Bedarf der Bevölkerung und im
                                       Rahmen festgesetzter Quoten
                                       genehmigt. Erbringung nur durch
                                                           a
                                       SEL (anonyme, responsabilitee
                                       limitee, ou en commandite par
                                       actions), SNC oder SAAL

                                       E, 1: Wirtschaftliche
                                       Bedarfsprüfung für die Gründung
                                       neuer Apotheken.

                                       0: Gründung einer neuen
                                       Apoth~ke ist beschränkt und nur
                                       durch Ubemahme einer bereits
                                       bestehenden Apotheke möglich.

                                   4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                      Angaben unter "Horizontale Ver-
                                      pflichtungen" und vorbehaltlich
                                      der folgenden spezifischen
                                      Beschränkungen:

    Beschränkungen der lnländerbehandlung           Zusätzliche Verpflichtungen

 4) Ungebunden mit Ausnahme der
    Angaben unter „horizontale Ver-
    pflichtungen" und vorbehaltlich
    der folgenden spezifischen
    Beschränkungen:

     OK: Wohnsitzerfordernis für die
     notwendige Einzelzulassung der
     staatlichen Gesundheitsbehörde.

 1) Ungebunden

 2) Keine

 3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen" und vorbehaltlich
   der folgenden spezifischen
   Beschränkungen:

    1, 0, OK, P: Wohnsitzerfordernis.
15) Soweit die Gründung von Apotheken der wirtschaftlichen Bedarfsprüfung unterliegt, werden die folgenden Hauptkriterien berücksichtigt: Bevölkerung, Anzahl bereits
    existierender Apotheken und deren geographische Dichte.
BGBl. 1994, Seite 1692 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1692
1692                                                  Bundesgesetzblatt, Jahrgang
1994, Teil II
Arten der Erbringung         1) Grenzüberschreitende Erbringung           2) Nutzung im Ausland         3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natürlicher Personen

Sektor oder Teilsektor                       Marktzugangsbeschränkungen

                                        F: Staatsangehörigkeitserforder-
                                        nis. Innerhalb festgesetzter
                                        Quoten haben jedoch Staatsan-
                                        gehörige von Drittstaaten Zugang,
                                        sofern sie über ein französisches
                                        Diplom in Pharmazie verfügen.

                                        D, OK, GR: Staatsangehörigkeit-
                                        serfordernis.

k} Sonstige                         1) Ungebunden für Explorations-
    Verbundene wissen-                 dienstleistungen
    schaftliche und
    technische Beratungs-
    dienstleistungen 1s1
    (CPC 8675)

                                    2) Keine

                                    3) F: ,,Vermessungswesen":
                                        Erbringung nur durch SEL
                                                       a
                                        (anonyme, responsabilite
                                        limitee, ou en commandite par
                                        actions}, SCP, SA oder SAAL.

                                        1: Für mit dem Bergbau zusam-
                                        menhängende bestimmte Explo-
                                        rationsdienstleistungen
                                        (Mineralien, Öl, Gas usw.) können
                                        ausschließliche Rechte bestehen.

                                        E: Zugang zum Beruf des
                                        Vermessers und Geologen nur für
                                        natürliche Personen.

                                        P: Zugang wird nur natürlichen
                                        Personen gewährt.

                                        1: Zugang zum Beruf des
                                        Vermessers und Geologen nur für
                                        natürliche Personen. Beruflicher
                                        Zusammenschluß (keine
                                        Gründung einer juristischen
                                        Person) von natürlichen Personen
                                        zulässig.

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter „Horizontale Ver-
                                         pflichtungen• und vorbehaltlich
                                         der folgenden spezifischen
                                         Beschränkungen:

                                         D: Staatsangehörigkeit für
                                         öffentlich bestellte Vermesser
                                         erforderlich.

                                         F: .Vermessungswesen•:
                                         Tätigkeiten zur Feststellung von
                                         Eigentumsrechten und im Bereich
                                         des Bodenrechts sind EG -
                                         .experts - geometres· -
                                         vorbehalten.
B. Computer- und

   verbundene Dienstlei-             1) Keine
   stungen
                                     2) Keine
 a) Beratungsdienstlei-
    stungen zur                      3) Keine
    Installation von Com-
    puterhardware                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
    (CPC 841).                          Angaben unter „Horizontale Ver-
                                        pflichtungen•.

    Beschränkungen der lnlAnderbehanclung   Zusätzliche Verpflichtungen

1) Ungebunden für Explorations-
    dienstleistungen

    D: Anwendung der nationalen
    Gebührenregelungen für Vermes-
    sungsdienstleistungen, die aus
    dem Ausland erbracht werden.

2) Keine

3) F: .Explorations- und Prospektie-
     rungsdienstleistungen"

     vorbehaltlich Genehmigung.

 4) Ungebunden mit Ausnahme der
    Angaben unter „Horizontale Ver-
    pflichtungen• und vorbehaltlich
    der folgenden spezifischen
    Beschränkungen:

     1, P: Wohnsitzerfordernis.

    '
 1) Keine

 2) Keine

 3) Keine

 4) Ungebunden mit Ausnahme der
    Angaben unter „Horizontale Ver-
    pflichtungen".
 16) Bei den betreffenden Dienstleistungen ist der Betrieb von Bergwerken usw. ausgeschlossen.
BGBl. 1994, Seite 1693 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1693
Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung     2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz     4) Präsenz natürlicher Personen

Sektor oder Teilsektor                 Marktzugangsbeschränkungen

b) Beratungsdienstlei-         1) Keine
   stungen zur
   Installation von            2) Keine
   Software (CPC 842)
                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter "Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

c) Datenverarbeitungs-         1) Keine
   dienstleistungen (CPC
   843)                        2) Keine

                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter "Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

d) Datenbankdienstlei-         1) Keine
   stungen (CPC 844)
                               2) Keine

                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter "Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

Wartungs- und Repara-          1) Keine
turdienstleistungen
(CPC 845)                      2) Keine

                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter "Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

e) Sonstige Computer-          1) Keine
   dienstleistungen
   (CPC 849)                   2) Keine

                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter "Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

C. Forschungs- und
   Entwicklungsdienstlei-
   stungen

b) F & E-Dienstleistun-        1) Keine
   gen im Bereich Sozial-
   und Geisteswissen-          2) Keine
   schatten (CPC 852)
                               3) 1: Zugang zum Beruf des
                                  Psychologen nur für natürliche
                                  Personen. Beruflicher
                                  Zusammenschluß (keine
                                  Gründung einer juristischen
                                  Person) zwischen natürlichen
                                  Personen zulässig.

                                   P: Zugang zum Beruf des
                                   Psychologen nur für natürliche
                                   Personen.

9

    Beschränkungen der lnländerbeh_andlung   Zusätzliche Verpflichtungen

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter "Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter "Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter "Horizontale Ver-
   pflichtungen".

 1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter "Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter "Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine
BGBl. 1994, Seite 1694 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1694
1694                                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang
1994, Teil II
Arten der Erbringung         1) Grenzübefschreitende Erbringung            2) Nutzung im Ausland           3) KommerzieHe Präsenz            4)PräsenznatürticherPersonen

Sektor oder Teilsektor                       MarktzugangsbeschrAnkungen

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter "Horizontale Ver-
                                       pflichtungen".

D: lmmobilien-Dienstfei-
   stungen1n

a) Dienstleistungen                 1) IRL: Ungebunden
   betreffend eigene oder
   gemietete Immobilien             2) Keine
   (CPC 821)
                                    3) E: Zugang wird nur natürlichen
                                        Personen, Personengesellschaf-
                                        ten oder "sociedad en comandita"
                                        gewährt.

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter .Horizontale Ver-
                                       pflichtungen• und vorbehaltlich
                                       der folgenden spezifischen
                                       Beschränkungen:

                                        E, GR: Staatsangehörigkeitser-
                                        fordernis.

b) Auf Gebühren- oder               1) IRL: Ungebunden
   vertraglicher
   Grundlage (z. B.                 2) Keine
   Wertgutachten,
   Grundstücksverwal-               3) E: Zugang wird nur natürlichen
   tung etc.; CPC 822)                 Personen gewährt.

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter "Horizontale Ver-
                                       pflichtungen" und vorbehaltlich
                                       der folgenden spezifischen
                                       Beschränkungen:

                                        OK: Zugelassene Immobilien-
                                        makler: Staatsangehörigkeitser-
                                        fordernis außer bei Verzicht durch
                                        dänische Behörde für Handel und
                                        Unternehmen. Nicht zugelassener
                                        Immobilienmakler: Staatsan-
                                        gehörigkeitserfordernis außer bei
                                        Verzicht durch dänische Behörde
                                        für Handel und Unternehmen

                                        GA: Staatsangehörigkeitserfor-
                                        dernis

E. Miet-Leasing-Dienst-
   leistungen ohne
   Betreiber

a) Für Schiffe                      1) F: Chartern sämtlicher Schiffe
   (CPC 83103)                         vorbehaltlich vorheriger
                                       Bekanntgabe.

                                         D: Ungebunden

                                    2) F: Chartern sämtlicher Schiffe
                                       vorbehaltlich vorheriger
                                       Bekanntgabe.

17) Die betreffende Diensdeistung bezieht sich auf den Beruf des Immobilienmaklers
    die Immobilien erwerben.

         Beschrtnlwngen der lnlAnderbehandlung             Zusätzliche Verpflichtungen

     4) Ungebunden mit Ausnahme der
        Angaben unter "Horizontale Ver-
        pflichtungen" und vorbehaltlich
        der folgenden spezifischen
        Beschränkungen:

          1, P: Wohnsitzerfordernis für
          Psychologen.

     1) IRL: Ungebunden

     2) Keine

     3) Keine

     4) Ungebunden mit Ausnahme der
        Angaben unter .Horizontale Ver-
        pflichtungen" und vorbehaltlich
        der folgenden spezifischen
        Beschränkungen:

          F, 1, P: Wohnsitzerfordernis.

      1) IRL: Ungebunden

     2) Keine

     3) OK: Die Zulassung als
        zugelassener Immobilienmakler
        kann den Tätigkeitsbereich
        beschränken.

     4) Ungebunden mit Ausnahme der
        Angaben unter .Horizontale Ver-
        pflichtungen" und vorbehaltlich
        der folgenden spezifischen
        Beschränkungen:

          OK: zugelassener und nicht
          zugelassener Immobilienmakler:
          Wohnsitzerfordernis außer bei
          Verzicht durch dänische Behörde
          für Handel und Unternehmen.

          F, 1, P: Wohnsitzerfordernis

      1) D: Ungebunden

      2) D: Ungebunden

und betrifft keine Rechte und/oder Beschränkungen für natürtiche oder juristische Personen,
BGBl. 1994, Seite 1695 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1695
Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung     2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natürlicher Personen

Sektor oder Teilsektor                 Marktzugangsbeschränkungen

                                   D: Ungebunden

                               3) F: Chartern sämtlicher Schiffe
                                  vorbehaltlich vorheriger
                                  Bekanntgabe

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

b) Für Luftfahrzeuge           1) Keine
   (CPC 83104)
                               2) Sämtliche MitgHedstaaten:
                                  Luftfahrzeuge, die von Luftver-
                                  kehrsunternehmen der
                                  Gemeinschaften benutzt werden,
                                  müssen in dem die Lizenz für die
                                  Transportgesellschaft
                                  ausstellenden Mitgliedstaat oder
                                  einem anderen Mitgliedstaat der
                                  Gemeinschaften registriert sein.
                                  Für kurzfristige Pachtverträge
                                  oder unter außergewöhnlichen
                                  Umständen kann darauf
                                  verzichtet werden.

                               3) Sämtliche Mitgliedstaaten: Um in
                                  dem Luftfahrzeugregister dieser
                                  Mitgliedstaaten eingetragen
                                  werden zu können, muß der
                                  Eigentümer des Luftfahrzeugs
                                  entweder eine natürliche Person,
                                  die ganz bestimmte Kriterien für
                                  die Staatsangehörigkeit erfüllt,
                                  oder eine juristische Person sein,
                                  die bestimmte Kriterien für
                                  Eigenkapital und Kontrolle
                                  (einschließlich der Staatsan-
                                  gehörigkeit der Direktoren) erfüllt.

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

c) Für sonstige Trans-         1) Keine
   portmittel (CPC
   83101, 83102, 83105)        2) Keine

                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

d) Für sonstige                1) Keine
   Maschinen und
   Geräte (CPC 83106,          2) Keine
   83107, 83109)
                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

Mietdienstleistungen mit       1) F: Chartern sämtlicher Schiffe
Betreibern                        vorbehaltlich vorheriger
Vermietung von Schiffen           Bekanntgabe.
mit Besatzung
(CPC 7213, 7223)                   D: Ungebunden

                               2) F: Chartern sämtlicher Schiffe
                                  vorbehaltlich vorheriger
                                  Bekanntgabe.

    Beschränkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) D: Ungebunden

2) D: Ungebunden
BGBl. 1994, Seite 1696 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1696
1696                                             Bundesgesetzblatt,
Jahrgang 1994, Teil II
Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung     2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natürficher Pen,onen

Sektor oder Teilsektor                 Marldzugangsbeschränkungen

                               3) F: Chartern sämtlicher Schiffe
                                  vorbehaltlich vorheriger
                                  Bekanntgabe.

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

Vermietung von                 1) Keine
gewerblichen Straßen-
nutzfahrzeugen mit             2) Keine
Fahrer (CPC 7124)
                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

F. Sonstige gewerbliche
   Dienstleistungen
a) Werbung (CPC 871)           1) Keine

                               2) Keine

                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

b) Markt- und Meinungs-        1) Keine
   forschung (CPC 864)
                               2) Keine

                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

c) Untemehmensbera-            1) Keine
   ·tung (CPC 865)
                               2) Keine

                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

d) Mit Untemehmensbe-          1) Keine
   ratung im
   Zusammenhang                2) Keine
   stehende Dienstlei-
   stungen (CPC 866)           3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

e) Technische Prüfungs-        1) 1: Ungebunden für Biologen und
   und Analyse-Dienstlei-         chemische Analytiker.
   stungen (CPC 8676)
                               2) Keine

                               3) E: Nur natürliche Personen
                                  dürfen chemische Analyse-
                                  Dienstleistungen erbringen.

    Beschränkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen":

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme            der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) 1: Ungebunden für Biologen und
   chemischen Analytiker.

2) Keine

3) Keine
BGBl. 1994, Seite 1697 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1697
Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung     2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natürticher Personen

Sektor oder Teilsektor                 Marktzugangsbeschränkungen

                                   1: Nur natürliche Personen haben
                                   Zugang zum Beruf des Biologen
                                   und chemischen Analytikers.
                                   Beruflicher Zusammenschluß
                                   (keine Gründung einer juristischen
                                   Person) zwischen natürlichen
                                   Personen zulässig.

                                   P: Nur natürliche Personen
                                   haben Zugang zum Beruf des
                                   Biologen und chemischen
                                   Analytikers.

                               4) Ungebunden mit Ausnahme unter
                                  .,Horizontale Verpflichtungen".

f) Beratungsdienstlei-         1) 1: Ungebunden für Tätigkeiten,
   stungen für                    die Agronomen und „periti agrari"
   Landwirtschaft, Jagd-          vorbehalten sind.
   und Forstwirtschaft
                               2) Keine

                               3) E: Nur natürliche Personen
                                  haben Zugang zu den Berufen
                                  des Agronomen und Forstwirts.

                                   P: Nur natürliche Personen
                                   haben Zugang zu dem Beruf des
                                   Agronomen.

                                   1: Nur natürliche Personen haben
                                   Zugang zu den Berufen des
                                   Agronomen und des „periti agrari".
                                   Beruflicher Zusammenschluß
                                   (keine Gründung einer juristischen
                                   Person) zwischen natürlichen
                                   Personen ist zulässig.

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen" und vorbehaltlich
                                  der folgenden spezifischen
                                  Beschränkungen.

                                   1: Staatsangehörigkeitserfordernis
                                   für „periti agrari".

g) Beratungsdienstlei-         1) Keine
   stungen für
   Fischereiwesen              2) Keine

                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

h) Beratungsdienstlei-         1) Keine
   stungen für Bergbau
                               2) Keine

                               3) E, P: Zugang für Bergbauinge-
                                  nieure ist beschränkt auf
                                  natürliche Personen.

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben und „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

k) Dienstleistungen zur        1) D, E, IRL, P: Ungebunden
   Stellenvermittlung und
   Suche von leitendem         2) Keine
   Personal (CPC 87201)

    Beschränkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen" und vorbehaltlich
   der folgenden spezifischen
   Beschränkungen:

    1, P: Wohnsitzerfordernis für
    Biologen und chemische
    Analytiker.

1): Ungebunden für Tätigkeiten, die
     Agronomen und ,.periti agrari"
     vorbehalten sind.

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen" und vorbehaltlich
   der folgenden spezifischen
   Beschränkungen:

    1, P: Wohnsitzerfordernis für
    Agronomen.

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen" und vorbehaltlich
   der folgenden spezifischen
   Beschränkungen:

    P: Wohnsitzerfordernis

1) D, E, IRL, P: Ungebunden

2) Keine
BGBl. 1994, Seite 1698 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1698
1698                                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Tell II
Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende ~rbringung     2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natür1icher Personen

Sektor oder Teilsektor                 Marktzugangsbeschränkungen

                               3) D, P: Ungebunden

                                   E: Staatliches Monopol

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

Stellenvermittlung             1) Ungebunden
(CPC 87202)
                               2) Keine

                               3) D: Vorbehaltlich eines Mandats,
                                  das dem Dienstleistungserbringer
                                  von der zuständigen Behörde
                                  erteilt wird. Das Mandat wird in
                                  Abhängigkeit von der Lage und
                                  Entwicklung am Arbeitsmarkt
                                  erteilt.

                                   P: Ungebunden

                                   B, F, E, 1: Staatliches Monopol.

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

Stellenvermittlung für         1) D, F, 1, IRL, NL, P: Ungebunden
Büropersonal
(CPC 87203)                    2) Keine

                               3) D, P: Ungebunden

                                   1: Staatliches Monopol

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

Sicherheitsdienstleistun-      1) B, E, F, 1, P: Ungebunden
gen (CPC 87302, 87303,
87304, 87305)                  2) Keine

                               3) E: Zugang nur durch Sociedades
                                  Anonimas, Sociedades de
                                  Responsabilidad Limitada,
                                  Sociedades Anonimas Laborales
                                  und Sociedades Cooperativas
                                  und vorbehaltlich vorheriger
                                  Genehmigung. Der Ministerrat
                                  legt bei der Erteilung der
                                  Genehmigung Bedingungen wie
                                  Kompetenz, berufliche Integrität
                                  und Unabhängigkeit sowie die
                                  angemessene Sicherheit der
                                  Bevölkerung und der öffentlichen
                                  Ordnung zugrunde.

                                   OK: Ungebunden für
                                   Wachdienste. an Flughäfen.
                                   Erfordernis juristischer Person
                                   nach nationalem Recht. Zugang
                                   nur vorbehaltlich vorheriger
                                   Genehmigung. Bei der Erteilung
                                   der Genehmigung legt das Justiz-
                                   ministerium Bedingungen wie
                                   Fähigkeit, berufliche Integrität und
                                   Unabhängigkeit, Erfahrung und
                                   guten Ruf der sich niederlassen-
                                   den Firma zugrunde.

    Beschrinkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

3) D, P: Ungebunden

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Ungebunden

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) D, F, 1, IRL, NL, P: Ungebunden

2) Keine

3) D, P: Ungebunden

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) B, E, F, 1, P: Ungebunden

2) Keine

3) OK: Wohnsitz- und Staatsan-
   gehörigkeitserfordemis für die
   Mehrheit der Direktoriumsmitglie-
   der und für Geschäftsführer.
   Ungebunden für Wachdienst an
   Flughäfen.
BGBl. 1994, Seite 1699 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1699
Arten der Erbringung            1) Grenzüberschreitende Erbringung         2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natür1icher Personen

Sektor oder TeilsektOf'                           Martdzugangsbeschrinkungen

                                       4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                          Angaben unter „Horizontale Ver-
                                          pflichtungen" und vorbehaltlich
                                          der folgenden spezifischen
                                          Beschränkungen:

                                           DK: Ungebunden für Wachdienst
                                           an Flughäfen. Staatsangehörig-
                                           keitserfordernis für Geschäftsfüh-
                                           rer.

                                           F: Staatsangehörigkeitserforder-
                                           nis für Geschäftsführer und
                                           Direktoren

                                           B: Staatsangehörigkeitserforder-
                                           nis für leitendes Personal.

                                           E, P: Staatsangehörigkeitserfor-
                                           dernis für Fachpersonal.

                                           1: Staatsangehörigkeitserforder-
                                           nis, um die notwendige
                                           Genehmigung für Wachdienste
                                           und den Transport von
                                           Wertsachen zu erhalten.

n) Wartung und                         1) Keine
   Reparatur von
   Anlagen                             2) Keine
   (ausgenommen
   Seeschiffe,                         3) Keine
   Luftfahrzeuge
   oder sonstige Trans-                4) Ungebunden mit Ausnahme der
   portmittel)                            Angaben unter „Horizontale Ver-
   (CPC 633, 8861,                        pflichtungen•
   8866)

o) Gebäudereinigungs-                  1) Ungebunden 18>
   dienstleistungen
   (CPC 874)                          2) Keine

                                       3) Keine

                                       4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                          Angaben unter „Horizontale Ver-
                                          pflichtungen".

p) Photographendienst-                 1) Ungebunden 19> mit Ausnahme von
   leistungen (CPC 875                     Luftaufnahmen: keine
   ausgenommen
   Einzelhandel)                      2) Keine

                                       3) Keine

                                      4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                         Angaben unter „Horizontale Ver-
                                         pflichtungen".

q) Verpackungsdienstlei-               1) Ungebunden 20>
   stungen (CPC 876)
                                      2) Keine

                                      3) Keine

                                      4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                         Angaben unter „Horizontale Ver-
                                         pflichtungen".

18) Eine Verpflichtung ist bei dieser Art der Erbringung nicht möglich.
19) Eine Verpflichtung ist bei dieser Art der Erbringung nicht möglich.
20) Eine Verpflichtung ist bei dieser Art der Erbringung nicht möglich.
21) Eine Verpflichtung ist bei dieser Art der Erbringung nicht möglich.
22) Eine Verpflichtung ist bei dieser Art der Erbringung nicht möglich.

    Beschränkungen der lnlinderbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen" und vorbehaltlich
   der folgenden spezifischen
   Beschränkungen:

    DK: Ungebunden für
    Wachdienste an Flughäfen.
    Wohnsitzerfordemis für Ge-
    schäftsführer

    B: Wohnsitzerfordernis für
    leitendes Personal

    1: Wohnsitzerfordernis, um die
    notwendige Genehmigung für
    Wachdienste und den Transport
    von Wertsachen zu erhalten.

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Ungebunden21 >

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Ungebunden 22> mit Ausnahme von
    Luftaufnahmen: keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Ungebunden

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".
BGBl. 1994, Seite 1700 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1700
1700                                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
Arten der Erbringung         1) Grenzüberschreitende Erbringung           2) Nutzung Im Ausland           3) Kommerzielle Prtaenz      4) Pn1senz nalOrticher Pereonen

Seldor oder Teilaeldor

r) Druck und                        1) Keine
   Verlagswesen
   (CPC 88422)                      2) Keine

                                    3) 1: ausländische Beteiligung an
                                       Verlagen begrenzt auf 49 v.H. des
                                       Kapitals oder der Stimmrechte.

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                        Angaben unter .Horizontale Ver-
                                        pflichtungen".

s) Kongreßdienstleistun-            1) Keine
   gen
                                    2) Keine

                                    3) Keine

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter „Horizontale Ver-
                                       pflichtungen".

t) Sonstige Überset-                1) Keine
   zungsdienstleistungen
   (CPC 87905)                      2) Keine

                                    3) Keine

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter .Horizontale Ver-
                                       pflichtungen• und vorbehaltlich
                                       der folgenden spezifischen
                                       Beschränkungen:

                                        OK: Zugelassene öffentliche
                                        Übersetzer und Dolmetscher:
                                        Staatsangehörigkeitserfordemis
                                        außer bei Verzicht durch dänische
                                        Behörde für Handel und
                                        Untemehmen.

lnnenarchitekturdienstlei-          1) Keine
stungen (CPC 87907)23>

                                    2) Keine

                                    3) Keine

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter „Horizontale Ver-
                                       pflichtungen•.

23) Bedeutet, daß die angegebene Dienstleistung nur einen Teil des gesamten von der

    1) Keine

    2) Keine

    3) Keine

    4) Ungebunden mit Ausnahme der
       Angaben unter .Horizontale Ver-
       pflichtungen•.

    1) Keine

    2) Keine

    3) Keine

    4) Ungebunden mit Ausnahme der
       Angaben unter .Horizontale Ver-
       pflichtungen".

    1) Keine

    2) Keine

    3) OK: Zulassung für zugelassene
       öffentliche Übersetzer und
       Dolmetscher kann den Tätigkeits-
       bereich einschränken.

    4) Ungebunden mit Ausnahme der
       Angaben unter „Horizontale Ver-
       pflichtungen" und vorbehaltlich
       der folgenden spezifischen
       Beschränkungen:

        OK: Zugelassene öffentliche
        Übersetzer und Dolmetscher:
        Wohnsitzerfordemis außer bei
        Verzicht durch dänische Behörde
        für Handel und Untemehmen.

    1) D: Anwendung der nationalen
       Honorarordnung für alle aus dem
       Ausland erbrachten Dienstleistun-
       gen.

    2) Keine

    3) Keine

    4) Ungebunden mit Ausnahme der
       Angaben unter „Horizontale Ver-
       pflichtungen".

CPC-Liste erfaßten Tätigkeitsbereichs darstellt.
BGBl. 1994, Seite 1701 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1701
Arten der Erbringung          1) Grenzüb8t'SChreitende Erbringung         2) Nutzung

Sektor oder Teilsektor                       Marktzugangsbeschränkungen

2. Kommunikations-
   dienstleistungen

C. Telekommunikations-
     dienstleistungen
h) Mehrwertdienstleistun-           1) Keine
   gen24>, elektronische
   Post, gesprochener               2) Keine
   Brief, On-line-
   Informations- und                3) P: Die direkte oder indirekte
   Datenbankabfragen,                   Beteiligung natürlicher Personen,
    elektronischer                      die nicht Staatsangehörige von
    Datenaustausch,                     EG-Mitgliedstaaten sind, oder von
    Code- und Protokoll-                Nicht-Gemeinschaftsunternehmen
    konvertierung                       oder -firmen am Kapital von
                                        Betreibern ergänzender Telekom-
                                        munikationsdienste, bei deren
                                        Nutzung ergänzende Telekommu-
                                        nikationsinfrastrukturen
                                        verwendet werden, darf 25 v. H.
                                        nicht überschreiten. Ergänzende
                                        Telekommunikationsinfrastruktu-
                                        ren sind sämtliche öffentlichen
                                        Telekommunikationsinfrastruktu-
                                        ren, die nicht Teil des Telekom-
                                        munikationsnetzes für die
                                        Grunddienste (nbasic telecommu-
                                        nication") sind.

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                        Angaben unter „Horizontale Ver-
                                        pflichtungen".

3. Bau- und damit                   1) Ungebunden 25> mit Ausnahme von
   verbundene Ingenieur-               5111 und 5114; keine
   leistungen (CPC 511,
   512, 513, 514, 515,              2) Keine
   516, 517, 518)
                                    3) 1: Für den Bau, die
                                        Instandhaltung und die
                                        Verwaltung von Autobahnen und
                                        den Flughafen von Rom sind aus-
                                        schließliche Rechte erteilt.

                                        P: Für die Instandhaltung und die
                                        Verwaltung von Autobahnen sind
                                        ausschließliche Rechte erteilt.

                                        GA: Staatsangehörigkeitserfor-
                                        dernis für Leiter von
                                        Bauunternehmen, die den
                                        öffentlichen Sektor beliefern.

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                        Angaben unter "Horizontaler Ver-
                                        pflichtungen" und vorbehaltlich
                                        der folgenden spezifischen
                                        Beschränkungen.

                                        GA: Staatsgehörigkeitserforder-
                                        nis für Leiter von
                                        Bauunternehmen, die den
                                        öffentlichen Sektor beliefern.

4. Vertriebsdienstleistun-          1) F: ungebunden für Händler und
   gen21i                               Makler, die in Märkten von
                                        nationalem Interesse tätig sind.
A. Dienstleistungen von
    Provisionsvertretern                1: ungebunden
    (CPC 621)
                                    2) Keine

im Ausland          3) Kommerzielle Präsenz           4) Präsenz natürlicher Personen

      Beschränkungen der lnländerbehandlung            Zusätzliche Verpflichtungen

  1) Keine

  2) Keine

  3) Keine

  4) Ungebunden mit Ausnahme der
      Angaben unter "Horizontale Ver-
      pflichtungen".

  1) Ungebunden26> mit Ausnahme von
     CPC 5111 und 5114; keine

  2) Keine

  3) Keine

  4) Ungebunden mit Ausnahme der
      Angaben unter nHorizontaler Ver-
      pflichtungen"

  1) F: Ungebunden für Händler und
     Makler, die in Märkten von
     nationalem Interesse tätig sind.

      1: Ungebunden

  2) Keine
24) Ausgenommen Femsprechen, Datendienste mit Paket- und Durchschaltvermittlung, Telegraf, Fernschreiben, mobile Funktelephondienste, Cityruf- und Satellitendienste.
25) Eine Verpflichtung ist bei dieser Art der Erbringung nicht möglich.
26) Eine Verpflichtung ist bei dieser Art der Erbringung nicht möglich.
27) Ausgenommen Handel mit Waffen, chemischen Erzeugnissen, Explosivstoffen und Edelmetallen
BGBl. 1994, Seite 1702 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1702
1702                                                 Bundesgesetzblatt, Jahrgang
1994, Teil II
Arten der Emringung         1) Grenzüberschreitende Erbringung           2) Nutzung im Ausland          3) Kommealelle Pnlsenz            4) PrAsenz natürticher Personen

Sektor oder Teilsektor                      Marktzugangsbeschrlnkungen

                                   3) Keine

                                   4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                      Angaben unter „Horizontale Ver-
                                      pflichtungen" und vorbehaltlich
                                      der folgenden spezifischen
                                      Beschränkungen:

                                       F: Staatsangehörigkeitserforder-
                                       nis für Tätigkeiten von Händlern,
                                       Provisionsvertretern und Maklern,
                                       die in zwanzig (20) Märkten von
                                       nationalem Interesse tätig sind.

B. Großhandelsdienstlei-           1) E, 1, P: staatliches Tabakmonopol
   stungen (CPC 622)
                                       F: Ungebunden für Apotheken

                                   2) Keine

                                   3) E, 1, P: staatliches Tabakmonopol

                                       F: Großhandelsapotheken
                                       werden entsprechend dem Bedarf
                                       der Bevölkerung und innerhalb
                                       festgesetzter Quoten zugelassen.
                                       Staatliches Tabak- und Zündholz-
                                       monopol.

                                   4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                      Angaben unter „Horizontale Ver-
                                      pflichtungen" und vorbehaltlich
                                      der folgenden spezifischen
                                      Beschränkungen:

                                       F: Staatsangehörigkeitserforder-
                                       nis für Großhandel mit
                                       Pharmazeutika.

C. Einzelhandelsdienst-            1) Ungebunden mit Ausnahme von
    leistungen (CPC 631,              Versandhandel: keine
  · 632, 633, 61112,
    6113, 6121                     2) Keine
    ausgenommen
    63211)                         3) 28> B: Wirtschaftliche
                                          Bedarfsprüfung für Kaufhäuser;

                                        OK: Wirtschaftliche
                                        Bedarfsprüfung für neue
                                        Kaufhäuser;

                                       F: Wirtschaftliche Bedarfsprüfung
                                       für größere Kaufhäuser;

                                        E, F, 1: staatliches Tabakmonopol

                                        1: Wirtschaftliche Bedarfsprüfung
                                        bei Gründung neuer
                                        Kaufhäuser/Geschäfte.
                                        Genehmigung kann verweigert
                                        werden zum Schutz von
                                        besonderem historischen und
                                        künstlerischem Interesse;

                                        P: Wirtschaftliche Bedarfsprüfung
                                        für große Kaufhäuser (d. h. mehr
                                        als 2000 qm);

                                        IRL: Ungebunden für
                                        Einzelhandel mit alkoholischen
                                        Getränken

    BeschrAnkungen der lnllndefbehandlung            ZusAtzllche Verpflichtungen

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen" und vorbehaltlich
   der folgenden spezifischen
   Beschränkungen:

    1, E. P: Wohnsitzerfordernis

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme unter
   „Horizontale Verpflichtungen" und
   vorbehaltlich der folgenden
   spezifischen Beschränkungen:

     E, 1, P: Wohnsitzerfordernis

 1) Ungebunden mit Ausnahme von
    Versandhandel: keine

2) Keine

 3) Keine
28) Wenn die Niederlassung einer wirtschaftlichen Bedarfsprüfung unterliegt, sind die Hauptkriterien: Anzahl und Beeintn\chtigung der bestehenden Geschätte. Bevölkerungs-
    dichte, geographische Verteilung, Auswirkung auf die Verkehrsbedingungen und
Schaffung neuer ArbeitsplAtze.
BGBl. 1994, Seite 1703 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1703
Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung     2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natürlicher Personen

Sektor oder Teilsektor                 Marktzugangsbeschränkungen

                               4) Ungebunden mit Ausnahme unter
                                  „Horizontale Verpflichtungen" und
                                  vorbehaltlich der folgenden
                                  spezifischen Beschränkungen:

                                   F: Staatsangehörigkeitserforder-
                                   nis für Tabakeinzelhändler (d. h.
                                   buraliste) erforderlich.

D. Franchising                 1) Keine
(CPC 8929)

                               2) Keine

                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".

5. Privat finanzierte Aus-     1) F: Staatsangehörigkeitserforder-
   bildungsdienstleistun-         nis. Staatsangehörige von
   gen                            Drittländern können jedoch von
A. Primarausbildungs-             den zuständigen Behörden die
   dienstleistungen               Genehmigung erhalten, eine Bil-
   (CPC 921)                      dungsanstalt zu gründen und zu
                                  leiten sowie zu unterrichten.

                               2) Keine

                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen" und vorbehaltlich
                                  der folgenden spezifischen
                                  Beschränkungen:

                                   F: Staatsangehörigkeitserforder-
                                   nis. Staatsangehörigen von
                                   Drittländern können jedoch von
                                   den zuständigen Behörden die
                                   Genehmigung erhalten, eine Bil-
                                   dungsanstalt zu gründen und zu
                                   leiten sowie zu unterrichten.

                                   1: Staatsangehörigkeitserfordernis
                                   für Dienstleistungserbringer, die
                                   befugt sind, staatlich anerkannte
                                   Diplome auszustellen.

                                   GR: Staatsangehörigkeitserfor-
                                   dernis für Lehrer

B. Sekundarausbildungs-        1) F: Staatsangehörigkeitserforder-
dienst (CPC 922)                  nis. Staatsangehörige von
                                  Drittländern können jedoch von
                                  den zuständigen Behörden die
                                  Genehmigung erhalten, eine Bil-
                                  dungsanstalt zu gründen und zu
                                  leiten sowie zu unterrichten.

                               2) Keine

                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen" und vorbehaltlich
                                  der folgenden spezifischen
                                  Beschränkungen:

    Beschränkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben und „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) 1: Staatsangehörigkeitserforder-
   nis für Anbieter von Dienstleistun-
   gen, die befugt sein müssen,
   staatlich anerkannte Diplome
   auszustellen.

2) Keine

3) GR: Staatsangehörigkeitserfor-
   dernis für die Mehrzahl der
   Mitglieder des Schulvorstands.

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) 1: Staatsangehörigkeitserforder-
   nis für Anbieter von Dienstleistun-
   gen, die befugt sein müssen,
   staatlich anerkannte Diplome
   auszustellen.

2) Keine

3) GR: Staatsangehörigkeitserfor-
   dernis für die Mehrzahl der
   Mitglieder des Schulvorstands.

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".
BGBl. 1994, Seite 1704 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1704
1704                                           Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
Man der Erbringung       1) Grenzüberschrelt EJbringung     2) Nutzung im Ausland     3) Kommerzielle Prlsenz   4) Prlsenz natürlcher Personen
Sektor oder Teilaektor

                                  F: StaatsangehOrigkeitserforder-
                                  nis. Staatsangehörige von
                                  Drittländem können jedoch von
                                  den zuständigen Behörden die
                                  Genehmigung erhalten, eine Bil-
                                  dungsanstalt zu gründen und zu
                                  leiten sowie zu unterrichten.
                                  1: Staatsangehörigkeitserfordemis
                                  für Dienstleistungserbringer, die
                                  befugt sind, staatlich anerkannte
                                  Diplome auszustellen.
                                  GA: Staatsangehörigkeitserfor-
                                  demis für Lehrer
C. Dienstleistungen im        1) F: Staatsangehörigkeitserforder-
    Bereich der höheren          nis. Staatsangehörige von
    Schulausbildung              Orittllndem k6nnen jedoch von
    (CPC 923)                    den zuständigen Behörden die
                                 Genehmigung erhalten, eine Bil-
                                 dungsanstalt zu gründen und zu
                                 leiten sowie zu unterrichten.
                              2) Keine

                              3) E, 1: Bedarfsprüfung für die
                                 Gründung einer Privatuniversität,
                                 die befugt ist, anerkannte Diplome
                                 oder Trtel auszustellen; Verfahren
                                 beinhaltet Stellungnahme des
                                 Parlaments;
                                 GA: Ungebunden für Bildungsan-
                                 stalten, die anerkamte staatliche
                                 Diplome erteilen.
                              4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                 Angaben unter .Horizontale Ver-
                                 pflichtungen• und vorbehaltlich
                                 der folgenden spezifischen
                                 Beschränkungen:
                                 OK: Staatsangehörigkeitserfor-
                                 demis für Professoren.
                                  F: Staatsangehörigkeitserforder-
                                  nis. Staatsangehörige von Dritt-
                                  lAndem können jedoch von den
                                  zuständigen Behörden die
                                  Genehmigung erhalten, eine
                                  Bildungsanstalt zu gründen sowie
                                  zu urrterrichten.
                                 1: Staatsangehörigkeitserfordernis
                                 für Dienstleistungserbringer. die
                                 befugt sein müssen, staatlich
                                 anerkannte Diplome auszustellen.
D. Dienstleistungen im        1) Keine
   Bereich der Erwach-
   senenbildung               2) Keine
    (CPC 924)                 3) Keine
                              4) Ungebunden·mit Ausnahme der
                                  Angaben unter ,.Horizontale Ver-
                                  pflichtungen".
6. Umweltdienstleistun-       1) Ungebunden
   gen
A. Abwasserbeseitigung        2) Keine
    (CPC 9401)                3) Keine
                              4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                 Angaben unter .Horizontale Ver-
                                 pflichtungen".
B. Abfallbeseitigung          1) Ungebunden
    (CPC9402)
                              2) Keine
                                        ZUSltzliche Verpllichlungen

1) 1: Staatsangehörigkeitserforder-
   nis für Oienstleistungsrbringer.
    die befugt sein müssen, staatlich
    anerkannte Diplome auszustellen.

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben urrter ,.Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine
3) Keine
4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben urrter ,.Horizorrtale Ver-
   pflichtungen•.
1) Ungebunden

2) Keine
3) Keine
4) Ungebunden

1) Ungebunden

2) Keine
BGBl. 1994, Seite 1705 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1705
Arten der Erbringung          1) Grenzüberschreitende Erbringung

Sektor oder Teilsektor

                                    3) Keine

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter „Horizontale Ver-
                                       pflichtungen•.

                                     1) Ungebunden
C. Umwelthygiene und
   ähnliche Dienstlei-              2) Keine
   stungen (CPC 9403)
                                    3) Keine

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter „Horizontale Ver-
                                       pflichtungen•.

                                    1) Ungebunden
Abgasreinigung
(CPC 9404)                          2) Keine

                                    3) Keine

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter „horizontale Ver-
                                       pflichtungen•.

                                     1) Ungebunden
Natur- und Landschafts-
schutz (CPC 9406)                   2) Keine

                                    3) Keine

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter „Horizontale Ver-
                                       pflichtungen".

                                     1) Ungebunden
D. Sonstige Umwelt-
   schutzdienstleistungen           2) Keine
   (CPC 9409)
                                    3) Keine

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter „Horizontale Ver-
                                       pflichtungen".

  7. Sektor Finanzdienstleistungen29>

2) Nutzung im Ausland           3) Kommerzielle Pnlsenz            4) Prtsenz natürlicher Personen

              3) Keine

              4) Ungebunden mit Ausnahme der
                 Angaben unter ,,Horizontale Ver-
                 pflichtungen•.

              1) Ungebunden

              2) Keine

              3) Keine

              4) Ungebunden mit Ausnahme der
                 Angaben unter ,,Horizontale Ver-
                 pflichtungen".

              1) Ungebunden

              2) Keine

              3) Keine

              4) Ungebunden mit Ausnahme der
                 Angaben unter „Horizontale Ver-
                 pflichtungen•.

              1) Ungebunden

              2) Keine

              3) Keine

              4) Ungebunden mit Ausnahme der
                 Angaben unter .Horizontale Ver-
                 pflichtungen•.

              1) Ungebunden

              2) Keine

              3) Keine

              4) Ungebunden mit Ausnahme der
                 Angaben unter „Horizontale Ver-
                 pflichtungen•.
  1. Die Gemeinschaften und ihre Mitgliedstaaten gehen Verpflichtungen bezüglich Finanzdienstleistungen in Übereinstimmung
     mit der .Vereinbarung über Verpflichtungen bei Finanzdienstleistungen• (.Vereinbarung") ein.
  2. Diese Verpflichtungen unter1iegen den im Abschnitt .alle Sektoren• dieser Liste enthaltenen Beschränkungen des
     Marktzugangs und der lnländerbehandlung und denjenigen, die sich auf die nachstehend aufgeführten Teilsektoren beziehen.
  3. Die Verpflichtungen bezüglich des Marktzugangs im Hinblick auf äie Erbringungsarten 1 und 2 gelten nur für die
     Transaktionen, die in Absatz 3 bzw. 4 des Abschnitts über den Marktzugang in der Vereinbarung angegeben sind.
  4. Unbeschadet der o. g. Anmerkung 1 sind die Verpflichtungen zu Marktzugang und lnländerbehandlung bezüglich der
     Erbringungsart 4 bei Finanzdienstleistungen die im Abschnitt .alle Sektoren• dieser Liste enthaltenen.
  5. Die Marktzulassung neuer Finanzdienstleistungen oder -produkte kann
vom Vorhandensein eines gesetzlichen Rahmens oder
     der Vereinbarkeit mit diesem abhängen, der die in Artikel 2 Absatz 1 der .Anlage zu den Finanzdienstleistungen" angebenden
     Ziele erreichen soll.
  6. In der Regel und ohne Diskriminierung müssen Finanzinstitute, die ihren Sitz in einem Mitgliedstaat der Gemeinschaft haben,
     eine spezielle Rechtsform annehmen
29) Im Gegensatz zu ausl4ndischen Tochtergesellschaften unterliegen Zweigstellen, die von einem Finanzinstitut aus einem Nicht-EG-Land unmittel>ar in einem Mitgliedstaat
    errichtet werden, mit bestimmten begrenzten Ausnahmen nicht den auf Gemeinschaftsebene harmonisierten Aufsichtsvorachriften, die es solchen Tochtergesellschaften unter
    erleichterten Bedingungen möglich machen, In der gesamten Gemeinschaft neue Niederlassungen zu errichten und grenzüberschreitende Dienstleistungen zu erbringen.
    Deshalb erhalten solche Zweigstellen eine Genehmigung. Im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats unter denselben Bedingungen tAtig zu werden, die auch für inl4ndsche Fi-
    nanzinstitute des betTeffenden Mitgliedstaats gelten; Ihnen kann darüber hinaUa aufectegt werden, eine Reihe spezifischer aufsichtsrechttr Erfofdernissa zu elfüllen, wie
    z. B. Im Bankwesen und bei Wertpapieren getrennte Kapital- und andere UqukltAlsanforderungen sowie Berichts- und Ver6ffentlichungspftichten über Abschlüsse, oder bei
    Versicherung spezifische Anforderungen zu Garantien und Einlagen, getrennte Kapitalausstattung und die Belegenheit des VermOgens Im betreffenden Mitgliedstaat, daS die
    versicherungstechnischen Rücklagen und mindestens ein Drittel der LiquidilAtsreserve darstellt. Die Mitgfiedstaaten dürfen die in dieser Liste aufgeführten Beschränkungen
    nur auf die direkte Begründung einer kommerziellen Präsenz von einem
Drittland aus oder auf die Erbringung von grenzüberschreitenden Dienstleistungen aus einem Drittland
    anwenden; folglich darf ein Mitgliedstaat diese Beschränkungen einschließlich defjenlgen bezüglich der Niederlassung nicht auf Tochtergesellschaften aus Drittländem
    anwenden, die in anderen Mitgliedstaaten der Gemeinschaften niedergelassen sind, es sei denn, daß diese Beschränkungen in Übereinstimmung mit dem Gemeinschaftsrecht
    auch auf Unternehmen oder Staatsangehörige anderer Mitgliedstaaten angewandt werden können.
BGBl. 1994, Seite 1706 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1706
1706                                             Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung     2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) PrAsenz natüf1ichef Personen
Sektor oder Teilsektor                 Marktzugangsbeschränkungen               BeschrAnkungen der lnländerbehandlung   Zusltztlche V8'pffichtungen

A. Versicherungen und          1) OK: Lufttransport-Pflichtversiche-        1) Keine
   damit verbundene               rungen können nur von
   Dienstleistungen               Gesellschaften übernommen
                                  werden, die ihren Sitz in der
                                  Europäischen Gemeinschaft
                                  haben.

                                   OK: Weder Personen noch
                                   Gesellschaften (einschließlich
                                   Versicherungsgesellschaften)
                                   dürfen zu geschäftlichen Zwecken
                                   in Dänemark beim Abschluß einer
                                   Direktversicherung für in
                                   Dänemark ansässige Personen,
                                   für dänische Schiffe oder für
                                   Immobilien in Dänemark behilflich
                                   sein, ausgenommen dänische
                                   Gesellschaften, in Dänemark
                                   eingetragene ausländische
                                   Gesellschaften, oder
                                   ausländische Versicherungsge-
                                   sellschaften, die dem dänischen
                                   Gesetz über die Erbringung von
                                   Versicherungsdienstleistungen bei
                                   direkter Sa~versicherung (zur
                                   Durchführung der zweiten EG-
                                   Richtlinie zu Sach- und Schaden-
                                   versicherungen) unterliegen. Der
                                   Industrieminister kann
                                   anderslautende Vorschriften
                                   erlassen.

                                   D: Lufttransport-Pflichtversiche-
                                   rungen können nur von einer
                                   Tochtergesellschaft mit Sitz in der
                                   Gemeinschaft oder von einer
                                   Zweigstelle mit Sitz in
                                   Deutschland übernommen
                                   werden.

                                   0: Hat eine ausländische Versi-
                                   cherungsgesellschaft in
                                   Deutschland eine Zweigstelle
                                   errichtet, so darf sie in
                                   Deutschland Versicherungsver-
                                   träge für internationale Transporte
                                   nur über die Zweigstelle mit Sitz in
                                   Deutschland schließen.

                                   E, 1: Ungebunden für den Beruf
                                   des Versicherungsmathematikers.

                                   F: Risikoversicherungen für den
                                   Landtransport dürfen nur von Ver-
                                   sicherungsunternehmen mit Sitz
                                   in den Gemeinschaften
                                   übernommen werden.

                                   1: Risikoversicherungen für CIF-
                                   Exporte durch in Italien ansässige
                                   Personen dürfen nur von Versi-
                                   cherungsunternehmen mit Sitz in
                                   den Gemeinschaften geschlossen
                                   werden.

BGBl. 1994, Seite 1707 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1707

Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung     2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Pn\senz    4) Präsenz natürtlcher Personen

Sektor oder Teilsektor                 Marktzugangsbeschränkungen               Beschränkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

                                   1: Transportversicherungen für
                                   Güter, Versicherungen für
                                   Fahrzeuge als solche und Haft-
                                   pflichtversicherungen hinsichtlich
                                   Risiken in Italien dürfen nur von
                                   Versicherungsgesellschaften mit
                                   Sitz in Italien oder von
                                   Gesellschaften, die ihre Hauptver-
                                   waltung in der EG haben,
                                   übernommen werden. Dieser
                                   Vorbehalt gilt nicht für den inter-
                                   nationalen Transport, der mit
                                   Importen nach Italien verbunden
                                   ist.

                                   P: Luft- und Seetransportversi-
                                   cherungen, die Güter,
                                   Luftfahrzeuge, Kasko und
                                   Haftpflicht decken, dürfen nur von
                                   Gesellschaften mit Sitz in der EG
                                   übernommen werden; nur in der
                                   EG ansässige Personen und
                                   Gesellschaften dürfen in Portugal
                                   als Vermittler für derartige Versi-
                                   cherungsgeschäfte auftreten.

                               2) OK: Lufttransport-Pflichtversiche-        2) Keine
                                  rungen können nur von
                                  Gesellschaften mit Sitz in der EG
                                  übernommen werden

                                   OK: Weder Personen noch
                                   Gesellschaften (einschließlich
                                   Versicherungsgesellschaften)
                                   dürfen zu geschäftlichen Zwecken
                                   in Dänemark beim Abschluß einer
                                   Direktversicherung für in
                                   Dänemark ansässige Personen,
                                   für dänische Schiffe oder für
                                   Immobilien in Dänemark behilflich
                                   sein, ausgenommen dänische
                                   Gesellschaften, in Dänemark
                                   eingetragene ausländische
                                   Gesellschaften oder ausländische
                                   Versicherungsgesellschaften, die
                                   dem dänischen Gesetz über die
                                   Erbringung von Versicherungs-
                                   dienstleistungen bei direkter
                                   Sachversicherung (zur
                                   Durchführung der zweiten EG-
                                   Richtlinie zu Sach- und Schaden-
                                   versicherungen) unterliegen. Der
                                   Industrieminister kann
                                   anderslautende Vorschriften
                                   erlassen.

                                   D: Lufttransport-Pflichtversiche-
                                   rungen können nur von Tochter-
                                   gesellschaften mit Sitz in der
                                   Gemeinschaft oder von einer
                                   Zweigstelle mit Sitz in
                                   Deutschland übernommen
                                   werden.

                                   D: Hat eine ausländische Versi-
                                   cherungsgesellschaft in
                                   Deutschland eine Zweigstelle
                                   errichtet, so darf sie in
                                   Deutschland Versicherungsver-
                                   träge für internationale Transporte
                                   nur über die Zweigstelle mit Sitz in
                                   Deutschland schließen.

BGBl. 1994, Seite 1708 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1708
1708                                            Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung     2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natürlicher Personen

Sektor oder Teilsektor                 Marktzugangsbeschränkungen               Beschränkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

                                   F: Risikoversicherungen für den
                                   Landtransport dürfen nur von Ver-
                                   sicherungsunternehmen mit Sitz
                                   in der Gemeinschaft übernommen
                                   werden.

                                   1: .Risikoversicherungen für CIF-
                                   Exporte durch in Italien ansässige
                                   Personen dürfen nur von Versi-
                                   cherungsunternehmen mit Sitz in
                                   den Gemeinschaften
                                   übernommen werden.

                                   1: Transportversicherungen für
                                   Güter, Versicherungen für
                                   Fahrzeuge als solche und Haft-
                                   pflichtversicherungen hinsichtlich
                                   Risiken in Italien dürfen nur von
                                   Versicherungsgesellschaften mit
                                   Sitz in Italien oder von
                                   Gesellschaften, die ihre Hauptver-
                                   waltung in der EG haben,
                                   übernommen werden. Dieser
                                   Vorbehalt gilt nicht für den inter-
                                   nationalen Transport, der mit
                                   Importen nach Italien verbunden
                                   ist.

                                   P: Luft- und Seetransportversi-
                                   cherungen, die Güter,
                                   Luftfahrzeuge, Kasko und
                                   Haftpflicht decken, dürfen nur von
                                   Gesellschaften mit Sitz in der EG
                                   übernommen werden; nur in der
                                   EG ansässige Personen und
                                   Gesellschaften dürfen in Portugal
                                   als Vermittler für derartige Versi-
                                   cherungsgeschäfte auftreten.

                               3) GA, E, IRL: Das Niederlassungs-           3) E: Die Errichtung von
                                  recht bezieht sich nicht auf die             Zweigstellen von Versicherungs-
                                  Gründung von Vertretungen oder               unternehmen, die ihre Hauptver-
                                  sonstige ständige Präsenzen von              waltung nicht in einem
                                  Versicherungsgesellschaften, es              Mitgliedstaat der Gemeinschaften
                                  sei denn, solche Büro werden als             haben, ist davon abhängig, daß
                                  Agenturen, Zweigstellen oder                 der Vertreter der Zweigstelle die
                                  Hauptverwaltungen errichtet.                 unter Erbringungsart 4 genannte
                                                                               Sondergenehmigung erhalten hat.
                                   E: Bevor ein ausländischer
                                   Versicherer in Spanien eine
                                   Zweigstelle oder Agentur errichtet,
                                   um bestimmte Arten von
                                   Versicherungen anzubieten, muß
                                   er mindestens fünf Jahre lang in
                                   seinem Herkunftsland zu
                                   denselben Versicherungsarten
                                   befugt gewesen sein.

                                   F: Die Errichtung von
                                   Zweigstellen durch Versiche-
                                   rungsunternehmen, die ihre
                                   Hauptverwaltung nicht in einem
                                   Mitgliedstaat der Gemeinschaft
                                   haben, bedarf einer Sonderge-
                                   nehmigung für den Vertreter des
                                   Unternehmens in Frankreich.

                                   1: Zugang zum Beruf des Versi-
                                   cherungsmathematikers nur für
                                   natürliche Personen. Beruflicher
                                   Zusammenschluß (keine
                                   Gründung einer juristischen
                                   Person) zwischen natürliche
                                   Personen ist zulässig.

BGBl. 1994, Seite 1709 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1709
Arten der Erbringung     1) Grenzübenlchreitende Erbringung   2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Prlsenz    4) Präsenz natürtichef' Personen

Sektor oder Teilsektor

                                   1: Die Genehmigung zur
                                   Errichtung von Zweigstellen von
                                   Versicherungsuntemehmen, die
                                   ihre Hauptverwaltung nicht in
                                   einem Mitgliedstaat der
                                   Gemeinschaft haben, unterliegt
                                   letztlich der Beurteilung durch die
                                   Aufsichtsbehörden.

                                   P: Ausländische Gesellschaften
                                   dürfen in Portugal eine Vennittler-
                                   tätigkeit bei Versicherungen nur
                                   über eine Gesellschaft ausüben,
                                   die in Übereinstimmung mit den
                                   Gesetzen eines Mitgliedstaats der
                                   Gemeinschaft gegründet wurde.

                                   P: Um eine Zweigstelle in
                                   Portugal zu errichten, müssen
                                   ausländische Versicherungsge-
                                   sellschaften eine vorherige Be-
                                   triebserfahrung von mindestens
                                   fünf Jahren nachweisen.

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen• und vorbehaltlich
                                  der folgenden spezifischen
                                  Beschränkungen:

                                   OK: Der Generalagent der
                                   Zweigstelle einer Versicherung
                                   muß Staatsangehöriger eines
                                   Mitgliedstaats der Gemeinschaft
                                   sein. Das Industrieministerium
                                   kann Befreiung von diesem
                                   Erfordernis gewähren. Die Ge-
                                   schäftsführer und die Mitglieder
                                   des Vorstands einer Gesellschaft
                                   müssen Staatsangehörige eines
                                   Mitgliedstaats der Gemeinschaft
                                   sein.

                                   Der Industrieminister kann jedoch
                                   Befreiung von diesem Erfordernis
                                   gewähren. Die Befreiung erfolgt
                                   auf nicht diskriminierender
                                   Grundlage.

                                  GA: Die Mehrheit des Vorstands
                                  einer griechischen Versicherungs-
                                  gesellschaft muß die Staatsan-
                                  gehörigkeit Griechenlands oder
                                  eines Mitgliedstaats der
                                  Gemeinschaft besitzen

B. Banken- und andere          1) B: Niederlassung in Belgien ist
   Finanzdienstleistun-           erforderlich für Erbringung von
   gen (ausgenommen               Dienstleistungen im Bereich der
   Versicherungen)                Anlageberatung.

                                  1: Das öffentliche Anbieten und
                                  Vertreiben von Dienstleistungen
                                  über Telekommunikation oder
                                  andere lnfonnationsmittel durch
                                  lnfonnationen über Preise, den
                                  Geschäftsumfang, die Angebots-
                                  und Nachfragebedingungen von
                                  Wertpapieren, die auf dem
                                  gesetzlich geregelten italienischen
                                  Markt oder auf anderen
                                  anerkannten Märkten gehandelt
                                  werden, bedürfen der vorherigen
                                  Genehmigung der Börsenkommis-
                                  sion (Consob). Diese

    Beschrinkungen der lnlAnderbehandlung   Zusitzliche Verpflichtungen

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen" und vorbehaltlich
   der folgenden Beschränkungen:

    OK: Der Generalagent der
    Zweigstelle einer Versicherung
    muß während der letzten beiden
    Jahre seinen Aufenthalt in
    Dänemark gehabt haben. Das
    Arbeitsministerium kann
    Befreiung gewähren.

    E, 1: Wohnsitzerfordemis für Ver-
    sicherungsmathematiker.

    E: Der Vertreter der Zweigstelle
    einer Versicherungsgesellschaft,
    die ihre Hauptverwaltung nicht in
    einem Mitgliedstaat der
    Gemeinschaften hat, bedarf einer
    Sondergenehmigung. Die
    Bedingungen, die erfüllt werden
    müssen, beziehen sich auf die
    fachliche Befähigung und das
    Ansehen der Person.

1) Keine
BGBl. 1994, Seite 1710 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1710
1710                                            Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Arten det' Erbringung   1) Grenzüberschreitende Elbringung    2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Prlsenz     4) Prlsenz natürlicher Personen
                                                                              Besctrinkungen det' lnlAnderbehandlung   Zusltzliche Verpflichtungen

                                  Genehmigung kann verweigert
                                  werden, wenn die Behörden ein
                                  Risiko feststellen, daß die
                                  vorgelegten Angaben für die
                                  Öffentlichkeit irreführend sein
                                  können.

                                  1: Eine Niederlassung (eine Wert-
                                  papieranlagegesellschaft mit Sitz
                                  in Italien oder eine Tochtergesell-
                                  schaft oder Zweigstelle einer
                                  Bank) ist zur Erbringung von
                                  Dienstleistungen zur Anlagebe-
                                  wertung und -beratung im Hinblick
                                  auf Wertpapiere (Handel,
                                  Emission, Ubemahme) und Ver-
                                  mögensverwaltung, Depotverwah-
                                  rung sowie Dienstleistungen
                                  bezüglich Fusionen, Übernahmen,
                                  Umstrukturierungen, Übernahmen
                                  durch das Management und
                                  Risikokapital erforderlich. Die
                                  gemeinsame Vermögensverwal-
                                  tung (ausgenommen .ucrrs1
                                  erstreckt sich auf Banken, Versi-
                                  cherungsgesellschaften und Wert-
                                  papieranlagegesellschaften, die
                                  ihre gesetzliche Hauptverwaltung
                                  in der EG haben.

                                  1: Ungebunden für .,promotori di
                                  servizi finanziari• (Finanzdienstlei-
                                  stungserbringer).

                              2) D: Die Emission von auf                  2) Keine
                                  Deutsche Mark lautenden
                                  Wertpapieren kann nur unter der
                                  Konsortialführung eines Kreditin-
                                  stituts, einer Tochtergesellschaft
                                  oder einer Zweigstelle mit Sitz in
                                  Deutschland erfolgen.

                                  GA: Eine Niederlassung ist für
                                  die Übernahme der Depot- und
                                  Anlagenverwaltung mit
                                  Verwaltung von Zins- und Kapital-
                                  zahlungen erforderlich, die auf in
                                  Griechenland ausgegebene
                                  Wertpapiere entfallen.

                                  1: Eine Niederlassung (eine Wert-
                                  papieranlagegesellschaft mit Sitz
                                  in Italien oder eine Tochtergesell-
                                  schaft oder Zweigstelle einer
                                  Bank) ist zur Erbringung von
                                  Dienstleistungen zur Anlagebe-
                                  wertung und -beratung im Hinblick
                                  auf Wertpapiere (Handel,
                                  Emission, Ubemahme) und Ver-
                                  mögensverwaltung, Depotverwah-
                                  rung sowie Dienstleistungen
                                  bezüglich Fusionen, Übemahmen,
                                  Umstrukturierungen, Übemahmen
                                  durch das Management und
                                  Risikokapital erforderlich. Die
                                  gemeinsame Vermögensverwal-
                                  tung (ausgenommen „UCITIS")
                                  erstreckt sich auf Banken, Versi-
                                  cherungsgesellschaften und Wert-
                                  papieranlagegesellschaften, die
                                  ihre gesetzliche Hauptverwaltung
                                  in der EG haben.

BGBl. 1994, Seite 1711 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1711
                                      Nr. 40 - Tag der Ausgabe:· Bonn, den 9. September 1994                                                    1711

Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung      2) Nutzung

Sektor oder Teilsektor                 Marl<tzugangsbeschränkungen

                                   1: In Italien ansässige Personen
                                   benötigen eine Genehmigung
                                   zum Kauf und Verkauf von
                                   legiertem Gold im Ausland.

                                   P: Offene Investmentfonds
                                   müssen 95 v. H. ihrer Mittel in por-
                                   tugiesischen Staatspapieren
                                   investieren. Die Durchführung
                                   folgender Tätigkeit im Ausland
                                   von in Portugal ansässigen
                                   Personen ist eingeschränkt:
                                   Emission inländischer
                                   Wertpapiere und begebbarer
                                   Wertpapiere auf einem
                                   ausländischen Markt.

                                   UK: Die Konsortialführung für
                                   Sterling-Emissionen einschließlich
                                   privater Emissionen kann nur von
                                   einer Firma mit Sitz im
                                   Vereinigten Königreich
                                   übernommen werden.

                               3) Alle Mitgliedstaaten:

                               - Die Errichtung einer spezialisierten
                                 Verwaltungsgesellschaft ist für die
                                 Verwaltung offener Investment-
                                 fonds und von Investmentgesell-
                                 schaften erforderlich (Artikel 6 und
                                 13 der UCITS- Richtlinie, 85/611/
                                 EWG).

                               - Nur Firmen mit eingetragenem Sitz
                                 in den Gemeinschaften können als
                                 Verwahrer der Vermögen von In-
                                 vestmentfonds handeln (Artikel 8.1
                                 und 15.1 der UCITS-Richtlinie,
                                 85/611/EWG).

                                   B: Mit bestimmten Ausnahmen
                                   (Pakethandel) dürfen Finanzinsti-
                                   tute nur über Börsenfirmen, die
                                   ihren Sitz in Belgien haben, mit
                                   Wertpapieren handeln.

                                   OK: Nichtansässige Finanzinsti-
                                   tute dürfen an der Kopenhagener
                                   Börse nur über T ochtergesell-
                                   schaften mit Sitz in Dänemark mit
                                   Wertpapieren handeln.

                                   E: Finanzinstitute dürfen nur über
                                   Wertpapierfirmen mit Sitz in
                                   Spanien mit Wertpapieren
                                   handeln, die an einer amtlichen
                                   Wertpapierbörse oder auf dem
                                   staatlichen Wertpapiermarkt
                                   notiert sind.

                                   P: Die Niederlassung von Nicht-
                                   EG-Banken kann einer wirtschaft-
                                   lichen Bedarfsprüfung unterliegen.

im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natürlicher Personen

     Beschränkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

     F: Die Konsortialführung für
     Emissionen, die auf französische
     Francs lauten, darf außer von
     französischen Kreditinstituten nur
     von Tochtergesellschaften (nach
     französischem Recht) nichtfranzö-
     sischer Banken übernommen
     werden, die auf der Grundlage
     ausreichender Mittel und Ge-
     schäftstätigkeit in Paris
     zugelassen sind. Diese
     Bedingungen gelten für Banken,
     welche die Konsortialführung
     innehaben. Eine nichtfranzösische
     Bank kann ohne Beschränkungen
     oder Niederlassungserfordernis
     an einer Gemeinschafts- oder Mit-
     Konsortialführung für Emissionen
     von Eurofranc-Anleihen
     teilnehmen.

     1: Die Repräsentanzen
     ausländischer Vermittler dürfen
     keine Werbetätigkeiten im Bereich
     der Wertpapieranlage durchführen

     NL: Zweigstellen und Tochterge-
     sellschaften von Banken aus
     Nicht-EG-Ländern benötigen eine
     Genehmigung für die Konsortial-
     führung von auf Gulden lautenden
     Wertpapieren.
BGBl. 1994, Seite 1712 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1712
1712                                               Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Arten der Erbringung       1) Grenzüberschreitende Erbringung        2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz         4) Präsenz natürlicher Personen
Sektor oder Teilsektor                    Marktzugangsbeschränkungen                 Beschränkungen der lnländerbehandlung         Zusätzliche Verpflichtungen

                                     GR: Die Beteiligung von Nicht-
                                     EG-Investoren am Aktienkapital
                                     einer Bank mit Sitz in
                                     Griechenland ist grundsätzlich auf
                                     40 v. H. begrenzt. Für die
                                     Errichtung einer Zweigstelle muß
                                     ein Mindestbetrag von Devisen
                                     nach Griechenland eingeführt, in
                                   • Drachmen umgetauscht und
                                     während der gesamten weiteren
                                     Tätigkeit der ausländischen Bank
                                     in Griechenland gehalten werden;
                                     dieser Mindestbetrag entspricht
                                     dem Mindestaktienkapital, das zur
                                     Gründung einer griechischen
                                     Bank erforderlich ist.

                                     GR: Finanzinstitute dürfen nur
                                     über Börsenmakler, die ihren Sitz
                                     in Griechenland haben, mit
                                     Wertpapieren handeln.

                                     IRL: Das Niederlassungsrecht
                                     bezieht sich nicht auf die
                                     Gründung von Repräsentanzen
                                     ausländischer Banken.

                                     IRL: Im Falle von Investmentge-
                                     sellschaften und gemeinsamen
                                     Kapitalanlageprojekten, die als
                                     Gesellschaften mit variablem
                                     Kapital gegründet sind (außer
                                     Unternehmen für gemeinsame
                                     Anlage in Wertpapieren (UCITS)),
                                     muß die Depotbank, die
                                     Verwaltungs- oder Investmentge-
                                     sellschaft ihren Sitz in Irland oder
                                     einem anderen Mitgliedstaat der
                                     Gemeinschaft haben.

                                     1: Für andere Firmen als Banken
                                     (einschließlich Niederlassungen
                                     ausländischer Banken) ist eine
                                     getrennte Gründung einer
                                     juristischen Person in Italien in der
                                     Form einer Wertpapiergesell-
                                     schaft erforderlich, damit sie
                                     Dienstleistungen im
                                     Zusammenhang mit dem Wertpa-
                                     pierhandel erbringen dürfen
                                     (einschließlich des Handels für
                                     eigene Rechnung oder Rechnung
                                     des Kunden3CI>, Emission und
                                     Vertrieb von Wertpapieren,
                                     Annahme von Kauf- und Ver-
                                     kaufaufträgen, Anlageberatung,
                                     Vermögensverwaltung und
                                     Portfolio-Management und die
                                     Beschaffung von Geldern aus der
                                     Öffentlichkeit mittels Aktivitäten,
                                     die auch Werbetätigkeiten 31 ) sein
                                     können und die an einem anderen
                                     Ort als dem gesetzlichen Sitz oder
                                     der Hauptverwaltung des
                                     Emittenten, Anbieters oder der
                                     Person, welche die Investition
                                     vermarktet, ausgeübt werden).

                                     1: Die Abrechnung und Verrech-
                                     nung von Wertpapieren darf nur
                                     von dem amtlichen Abrechnungs-
                                     system durchgeführt werden.

30) Ab 1. Januar 1993 dürfen aus- und inländische Banken weder für eigene Rechnung noch für Rechnung von Kunden mit Wertpapieren handeln; jedoch dürfen Banken,
    einschließlich Zweigstellen ausländischer Banken, mit Staatsschuldverschreibungen und Staatsanleihen handeln.
31) Haustürverkauf

BGBl. 1994, Seite 1713 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1713

Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung     2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natürlicher Personen

Sektor oder Teilsektor                 Marktzugangsbeschränkungen               Beschränkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

                                   1: Das öffentliche Angebot von
                                   Wertpapieren (wie in Art. 18 bis
                                   des Gesetztes 216/74
                                   vorgesehen) außer Aktien und
                                   Schuldverschreibungen
                                   (einschließlich konvertibler
                                   Schuldverschreibungen) darf nur
                                   durch italienische Gesellschaften
                                   mit beschränkter Haftung,
                                   ordnungsgemäß zugelassene
                                   ausländische Gesellschaften,
                                   öffentlich-rechtliche
                                   Körperschaften sowie
                                   Gesellschaften im Besitz von
                                   Kommunalbehörden erfolgen,
                                   deren gezeichnetes Kapital
                                   mindestens 2 Milliarden Lire
                                   beträgt.

                                   1: Zentrale Dienstleistungen für
                                   Hinterlegung, Verwahrung und
                                   Verwaltung von Staatspapieren
                                   dürfen bezüglich Aktien, beteili-
                                   gungsähnlicher Wertpapiere und
                                   sonstiger in einem gesetzlich
                                   geregelten Markt gehandelter
                                   Anleihen nur von der Bank von
                                   Italien oder von Monte Titoli SpA
                                   erbracht werden.

                                   NL: Nur Gesellschaften, die nach
                                   den Gesetzen und sonstigen
                                   Vorschriften eines EG-
                                   Mitgliedstaats gegründet wurden,
                                   dürfen Mitglied der Amsterdamer
                                   Börse werden.

                                   P: Die Bereitstellung von
                                   Risikokapital, Factoring, Unter-
                                   nehmensentwicklung, Verwaltung
                                   von Pensions- und Investment-
                                   fonds sowie Makler- und Händler-
                                   dienstleistungen dürfen nur von
                                   Gesellschaften mit Sitz in Portugal
                                   erbracht werden.

                                   UK: Die folgenden Kategorien
                                   von Finanzinstituten, die mit
                                   Staatsanleihen handeln, müssen
                                   ihren Sitz im Vereinigten
                                   Königreich haben und getrennt
                                   kapitalisiert sein:

                               - Wertpapierhändler für
                                 Staatspapiere (,,GEMMs";), die
                                 Primärhändler für Staatsanleihen
                                 sind und über die der Staat seine
                                 Schuldenpolitik umsetzt;

                               - Diskonthäuser, die Primärhändler
                                 für Schatzwechsel und andere
                                 Geldmarktpapiere sind und über
                                 die der Staat seine Geldpolitik
                                 umsetzt;

                               - Makler auf Geldmärkten für
                                 britische Staatspapiere (SEMBS),
                                 die als Vermittler zwischen
                                 „GEMMs" und Erwerbern von
                                 Staatspapieren tätig sind, sowie

                               - zwischen Primärhändlern
                                 vermittelnde Makler ("IDBs"), die
                                 als Vermittler zwischen "GEMMs"
                                 tätig sind.

BGBl. 1994, Seite 1714 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1714
1714                                             Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung      2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natürlicher Personen

Sektor oder Teilsektor                  Marktzugangsbeschränkungen

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter "Horizontale Ver-
                                  pflichtungen und vorbehaltlich der
                                  folgenden spezifischen
                                  Beschränkungen:

                                   F: Societes d'investissement      a
                                   capital fixe: Staatsangehörigkeits-
                                   erfordernis für den Vorstandsvor-
                                   sitzenden, die Generaldirektoren
                                   und mindestens zwei Drittel der
                                   Mitglieder der Geschäftsführung
                                   sowie, wenn die Wertpapierfirma
                                   einen Aufsichtsrat hat, für die
                                   Mitglieder dieses Rates oder für
                                   seinen Vorsitzenden und
                                   mindestens zwei Drittel seiner
                                   Mitglieder.

                                   GR: Die Mehrzahl der Vorstands-
                                   mitglieder einer Bank mit Sitz in
                                   Griechenland müssen Staatsan-
                                   gehörige eines EG-Mitgliedstaats
                                   sein und ihren Aufenthalt in
                                   Griechenland haben.

8. Gesundheits- und
   soziale Dienstleistun-
   gen
A. Krankenhausleistun-         1) Ungebunden
   gen (CPC 9311)
                               2) Keine

                               3) B: Die Bettenzahl und der
                                  Einsatz aufwendiger
                                  medizinischer Geräte ist auf der
                                  Grundlage eines Gesundheits-
                                  plans eingeschränkt. Die
                                  Bedarfsprüfung hängt von dem
                                  Grad der Spezialisierung, der
                                  Kapazität sowie der Ausstattung
                                  ab. Die Kriterien sind festgelegte
                                  rechnerische Regeln oder
                                  Formeln, mit denen der Bedarf in
                                  Abhängigkeit von der       _
                                  Bevölkerung, der Altersstruktur,
                                  der Sterblichkeitsrate sowie der
                                  geographischen Verteilung
                                  errechnet werden soll.

                                   F, 1, L: Die Anzahl der
                                   genehmigten Betten wird durch
                                   einen Gesundheitsversorgungs-
                                   plan begrenzt, dem der Bedarf
                                   zugrunde liegt.

                                   F, 1, L, P: Die Ausstattung mit
                                   aufwendigem medizinischen
                                   Gerät wird durch einen Gesund-
                                   heitsversorgungsplan begrenzt,
                                   dem der Bedarf zugrunde liegt.

                                    1: Private Gesundheits- und
                                    Hygienedienste benötigen eine
                                    Genehmigung der örtlichen Ge-
                                    sundheitsbehörden. Die Kriterien
                                    beruhen auf einer Kennzahl in
                                    Abhängigkeit von der
                                    Bevölkerung.

    Beschränkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter .Horizontale Ver-
   pflichtungen" und vorbehaltlich
   der folgenden spezifischen
   Beschränkungen:

    1: Wohnsitzerfordernis für
    "promotori di servizi finanziari"
    (Finanzdienstleistungserbringer).

 1) Ungebunden

 2) Keine

 3) Keine
BGBl. 1994, Seite 1715 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1715
Arten der Erbringung            1) Grenzüberschreitende Erbringung     2) Nutzung Im Ausland        3) Kommerzielle Prisenz    4) Präsenz natllrffcher Personen

Sektor oder Teilsektor                          Marktzugangsbeachnkungen

                                           NL: Wirtschaftliche
                                           Bedarfsprüfung durch einen Ge-
                                           sundheitsplan, der eine
                                           Höchstzahl von Betten im
                                           Verhältnis zur Bevölkerung der
                                           jeweiligen Region vorsieht.

                                           E: Die „Comunidades
                                           Aut6nomas• verlangen eine
                                           vorherige Genehmigung auf der
                                           Grundlage einer wirtschaftlichen
                                           Bedarfsprüfung, welche die
                                           Bevölkerung und die schon
                                           bestehenden Gesundheitsdienste
                                           in der jeweiligen Region
                                           berücksichtigt.

                                       4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                          Angaben unter „Horizontale Ver-
                                          pflichtungen" und vorbehaltlich
                                          der folgenden spezifischen
                                          Beschränkungen:

                                           F: Zugang zu Führungsfunktio-
                                           nen unterliegt vorheriger
                                           Genehmigung. Bei der Erteilung
                                           der Genehmigung werden
                                           Faktoren wie Berufserfahrung und
                                           Kenntnisse, Verfügbarkeit
                                           ortsansässiger Führungspersonen
                                           und das erforderliche Maß an
                                           Spezialisierung zugrunde gelegt.

                                           GA: Staatsangehörigkeitserfor-
                                           dernis für öffentliche
                                           Krankenhäuser

C. Soziale Dienstleistun-
   gen
   Genesungs- und                      1) Ungebunden
   Erholungsheime,
   Seniorenheime                      2) Keine

                                      3) F: Die Erbringung von Dienstlei-
                                         stungen wird von den Behörden
                                         entsprechend dem örtlichen
                                         Bedarf genehmigt.

                                      4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                         Angaben unter „Horizontale Ver-
                                         pflichtungen" und vorbehaltlich
                                         der folgenden spezifischen
                                         Beschränkungen:

                                           F: Zugang zu Führungsfunktio-
                                           nen unterliegt vorheriger
                                           Genehmigung. Bei der Erteilung
                                           der Genehmigung werden
                                           Faktoren wie Berufserfahrung und
                                           Kenntnisse, Verfügbarkeit
                                           ortsansässiger Führungspersonen
                                           und das erforderliche Maß an
                                           Spezialisierung zugrunde gelegt.

9. Fremdenverkehr und
   mit Reisen verbun-
   dene Dienstleistungen
A. Hotels, Restaurants                1) Ungebunden32> ausgenommen
   und Catering (CPC                     Catering: keine
   641,642,643)(ohne
   Catering bei Trans-                2) Keine
   portdienstleistungen)

32) Eine Verpflichtung für diese Erbringungsart ist nicht möglich.
33) Eine Verpflichtung für diese Erbringungsart ist nicht möglich.

    Beschrlnkungen der lnllnderbehandlung   Zusätzliche VetpfHchtungen

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen•.

1) Ungebunden

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Ungebunden33> ausgenommen
   Catering: keine

2) Keine
BGBl. 1994, Seite 1716 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1716
1716                                             Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung     2) Nutzung im Ausland        3) Kommerziele Pnlsenz     4) Prlsenz natürlicher Penonen
Seldor oder Teilsektor                 Marktzugangsbeschrlnkungen

                               3) E, GA, P: Eine Genehmigung
                                  kann verweigert werden zum
                                  Schutz von Gebieten von
                                  besonderer historischer oder
                                  künstlerischer Bedeutung.

                                   1: Örtliche wirtschaftliche
                                   Bedarfsprüfung bezüglich der
                                   Eröffnung neuer Gaststätten,
                                   caf6s und Restaurants; eine
                                   Genehmigung kann verweigert
                                   werden zum Schutz von Gebieten
                                   von besonderer historischer oder
                                   künstlerischer Bedeutung.

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter .Horizontale Ver-
                                  pflichtungen• und vorbehaltlich
                                  der folgenden spezifischen
                                  Beschränkungen:

                                   F: Cafes und Bars: Staatsan-
                                   gehörigkeitserfordernis

B. Reisebüros und Rei-         1) Keine
   severanstalter
   (einschließlich             2) Keine
   Reiseleiter)
   (CPC 7471)                  3) B: Eine Genehmigung für
                                  Unternehmen, die nicht in der EG
                                  gegründet sind, ein Reisebüro zu
                                  betreiben, wird nur erteilt, wenn
                                  das Unternehmen einen
                                  ständigen Standort in Belgien
                                  (siege d'operation permanent) hat
                                  und wenn die Person, welche die
                                  täglichen Geschäfte leitet, (oder
                                  der Antragsteller) ein Staatsan-
                                  gehöriger der EG ist.

                                   P: Bedingung für die Gründung
                                   einer Handelsgesellschaft ist, daß
                                   sich der Firmensitz in Portugal
                                   befindet.

                                   1: Wirtschaftliche Bedarfsprüfung

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter .Horizontale Ver-
                                  pflichtungen• und vorbehaltlich
                                  der folgenden Beschränkungen.

                                   GA: Zugang beschränkt auf zwei
                                   Personen pro Unternehmen.

C. Fremdenführer               1) 1, P: Ungebunden
   (CPC 7472)
                               2) Keine

                               3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen" und vorbehaltlich
                                  der folgenden spezifischen
                                  Beschränkungen:

                                   E, 1: Das Recht der
                                   Berufsausübung ist den örtlichen
                                   Fremdenführerorganisationen
                                   vorbehalten.

                                   GA, E, F, 1, P: Staatsangehörig-
                                   keitserfordernis für die Zulassung
                                   zu dieser Tätigkeit.
    Beschrlnkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpftichtungen

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden ausgenommen der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".
BGBl. 1994, Seite 1717 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1717
Arten der Erbringung     1) Grenzüberschreitende Erbringung     2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natürlicher Personen

Sektor oder Teilsektor                 Marktzugangsbeschränkungen

10. Dienstleistungen in
    den Bereichen
    Erholung, Kultur und
    Sport
    (ausgenommen
    audiovisuelle Dienst-
    leistungen)
A. Unterhaltung                1) Ungebunden
   (einschließlich
   Theater,                    2) Keine
   Musikkapellen und
   Zirkus) (CPC 9619)          3) Keine

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen" und vorbehaltlich
                                  der folgenden spezifischen
                                  Beschränkungen:

                                   F: Zugang zu Führungsfunktio-
                                   nen unterliegt der Genehmigung
                                   der zuständigen Behörden.
                                   Staatsangehörigkeitserfordernis
                                   für Geschäftsführer von Unterhal-
                                   tungsbetrieben, wenn eine
                                   Genehmigung für mehr als zwei
                                   Jahre benötigt wird.

                                   1: Wirtschaftliche Bedarfsprüfung

B. Nachrichten- und            1) Keine
   Presseagenturen
   (CPC 962)                   2) Keine

                               3) F: Ausländische Beteiligung an
                                  Gesellschaften, die Publikationen
                                  in französischer Sprache veröf-
                                  fentlichen, darf 20 v. H. des
                                  Kapitals oder der Stimmrechte in
                                  der Gesellschaft nicht
                                  überschreiten. Presseagenturen:
                                  ungebunden

                                   1: In den Sektoren Tagespresse
                                   und Rundfunk gelten spezielle
                                   Regelungen zur Verhinderung von
                                   Unternehmenskonzentrationen;
                                   besondere Begrenzungen gelten
                                   für Medienverbundbesitz.
                                   Ausländische Gesellschaften
                                   dürfen Verlags- oder Rundfunkge-
                                   sellschaften nicht kontrollieren:
                                   ausländische Kapitalbeteiligung
                                   ist auf 49 v. H. begrenzt.

                                   P: Ausländische Beteiligung,
                                   gleich ob durch natürliche oder
                                   juristische Personen, am Kapital
                                   von Verlagsgesellschaften
                                   einschließlich Zeitungen ist auf
                                   10 v. H. begrenzt, ohne
                                   Stimmrechte. Nachrichtenagentu-
                                   ren, die in Portugal in der
                                   Rechtsform der „Soziedade
                                   Anonima" errichtet sind, müssen
                                   ihr Gesellschaftskapital in Form
                                   von Namensaktien halten.

                               4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                  Angaben unter „Horizontale Ver-
                                  pflichtungen" und vorbehaltlich
                                  der folgenden spezifischen

    Beschränkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

1) Ungebunden

2) Keine

3) F, 1: Ungebunden für
   Subventionen und jede andere
   Form der unmittelbaren oder
   mittelbaren Unterstützung

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen".

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen"
BGBl. 1994, Seite 1718 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1718
1718                                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II
Arten der Erbringung          1) Grenzüberschreitende Erbringung         2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Präsenz    4) Präsenz natürlicher Personen

Sektor oder Teilsektor                         Mar1dzugangsbeschf'Ankungen

                                     Beschränkungen:

                                          P: Staatsangehörigkeitserforder-
                                          nis für Geschäftsführer und Unter-
                                          nehmensleiter

D. Sport- und sonstige                1) Keine
   Erholungsdienstlei-
   stungen,                          2) Keine
   ausgenommen
   Glücksspiel und                   3) Keine
   Wetten
   (CPC 9641, 96491)                 4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                          Angaben unter „Horizontale Ver-
                                          pflichtungen" und vorbehaltlich
                                          der folgenden spezifischen
                                          Beschränkungen:

                                          1: Wirtschaftliche Bedarfsprüfung

11. Verkehrsdienstlei-
     stungen

C. Luftverkehrsdienstlei-
   stungen

d) Wartung und                        1) Ungebunden 34 ,
   Reparatur von
   Luftfahrzeugen und                 2) Keine
   Luftfahrzeugteilen
                                      3) Keine

                                     4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                        Angaben unter „Horizontale Ver-
                                        pflichtungen".

Vertrieb und Marketing                1) Keine

                                      2) Keine

                                      3) Keine

                                      4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                         Angaben unter „Horizontale Ver-
                                         pflichtungen"

Computer-Reservierungs-               1) Keine
system

                                      2) Keine

                                      3) Keine

34) Eine Verpflichtung in dieser Erbringungsart ist nicht möglich.
35) Eine Verpflichtung in dieser Erbringungsart ist nicht möglich.

    Beschränkungen der lnländerbehandlung   Zusätzliche Verpflichtungen

1) Keine

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen"

1) Ungebunden35l

2) Keine

3) Keine

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter „Horizontale Ver-
   pflichtungen"

 1) Für CRS (Computerreservie-
     rungssystem) -gestützten Vertrieb
    von Luftverkehrsdienstleistungen
    durch ein CRS-Mutteruntemeh-
    men: ungebunden

2) Keine

 3) Für CRS (Computerreservie-
    rungssystem) -gestützten Vertrieb
    von Luftverkehrsdienstleistungen
    durch ein CRS-Mutterunterneh-
    men: ungebunden

 4) Ungebunden mit Ausnahme der
    Angaben unter „Horizontale Ver-
    pflichtungen".

 1) Bezüglich der Verpflichtungen von
     Beförderungs-Mutteruntemehmen
     oder beteiligter Beförderungsun-
     ternehmen bezüglich eines CRS,
     das durch eine Luftverkehrsge-
     sellschaft aus einem oder
     mehreren Drittländern kontrolliert
     wird: ungebunden.

 2) Keine

 3) Bezüglich der Verpflichtungen von
    Beförderungs-Mutterunternehmen
    oder beteiligter Beförderungsun-
    ternehmen bezüglich eines CRS,
    das durch eine Luftverkehrsge-
    sellschaft aus einem oder
    mehreren Drittländern kontrolliert
    wird: ungebunden
BGBl. 1994, Seite 1719 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1719
Arten der Erbringung          1) Grenzübef'schreltende Erbringung           2)
SektOf oder Teilsektor                        Martdzugangabeechrlnkungen

                                     4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                        Angaben unter "Horizontale Ver-
                                        pflichtungen•.

E. Eisenbahnverkehrs-
   dienstleistungen

d) Wartung und                       1) Ungebunden36>
   Reparatur von Eisen-
   bahnverkehrsmitteln               2) Keine
   (CPC 8868)
                                     3) Keine

                                     4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                        Angaben unter "Horizontale Ver-
                                        pflichtungen•.

F. Straßenverkehrs-
   dienstleistungen

a) Personenbeförderung               1) Ungebunden
   (CPC 71213, 7122)
                                     2) Keine

                                     3) Für die Beförderung innerhalb
                                        eines Mitgliedstaats (Kabotage)
                                        durch ein Beförderungsuntemeh-
                                        men, das seinen Sitz außerhalb
                                        des Mitgliedstaats hat
                                        ungebunden; ausgenommen sind
                                        Anmietung von Bussen mit
                                        Fahrem (7122338>) für die nicht-
                                        fahrplanmäßige Beförderung, für
                                        die ab 1996 keine
                                        Beschränkungen gelten werden.

                                     - für 7122

                                         E: Wirtschaftliche Bedarfsprüfung

                                     - für 71221 (Taxiuntemehmen): Alle
                                       Mitgliedsstaaten: Wirtschaftliche
                                       Bedarfsprüfung3') u. a.

                                         OK: Zugang nur für natürliche
                                         Personen; örtliche Niederlassung
                                         erforderlich.

                                         1: Zugang nur für natürliche
                                         Personen.

                                     - für 71222 (Limousinendienste):

                                         OK: Zugang nur für natürliche
                                         Personen; örtliche Niederlassung
                                         erforderlich

                                         1: Zugang nur für natürliche
                                         Personen; wirtschaftliche
                                         Bedarfsprüfung

                                         P: Wirtschaftliche Bedarfsprüfung

                                     - für 71213 (StAdteverbindender
                                        Bundesverkehr)40);

36) Eine Verpflichtung in dieser Erbringungsart ist nicht mOglich.
37) Eine Verpflichtung In dieser Erbringungsart ist nicht m6glich.

Nutzung im Ausland           3) Kommerzielle PrAsenz           4) Pnlsenz natOrtk:her Personen
              Beschrlnkungen der lnlAndeft>ehandlung

          4) Ungebunden mit Ausnahme der
             Angaben unter „Horizontale Ver-
             pflichtungen•.

          1) Ungebunden37>

          2) Keine

          3) Keine

          4) Ungebunden mit Ausnahme der
             Angaben unter „Horizontale Ver-
             pflichtungen•.

          1) Ungebunden

          2) Keine

          3) Ungebunden für die Beförderung
             innerhalb eines Mitgliedstaats
             (Kabotage) durch ein Beförde-
             rungsuntemehmen, das seinen
             Sitz außerhalb dieses
             Mitgliedstaats hat.
36) Bedeutet, daß die angegebene Dienstleistung nur einen Teil des gesamten von der CPC-Uste erfaßten Tltigkeitsbereicha darstellt.
39) BedarfsprOfung ausgehend von der Zahl der Dienstanbieter in dem jeweiligen
6rttichen Gebiet.
40) Sofem die Erbringung der Dienstleistung einer wirtschaftlichen Bedarfsprufung unterliegt, richtet sich diese im wesentlichen nach den vomandenen öffentlichen Verkehrsmit-
    teln auf der betreffenden Strecke.
BGBl. 1994, Seite 1720 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1720
1720                                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil fl
Arten der Erbringung           1) Grenzüberschraitende Erbringung      2) Nutzung im Ausland        3) Kommerzielle Prlsenz   4) Präsenz nasürlichef Personen

                                          I; E; IRL: Wirtschaftliche
                                          Bedarfsprüfung

                                          F: Ungebunden

                                          OK: Wirtschaftliche
                                          Bedarfsprüfung sowie Wohnsitz-
                                          und Staatsangehörigkeitserforder-
                                          nis für den Geschäftsführer.

                                          P: Zugang nur durch Gründung
                                          einer juristischen Person.

                                      4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                          Angaben nur ,.Horizontale Ver-
                                          pflichtungen• und vorbehaltlich
                                          der folgenden spezifischen
                                          Beschränkungen:

                                          OK: Staatsangehörigkeitserfor-
                                          dernis für die Geschäftsführer.

                                          P: Staatsangehörigkeitserforder-
                                          nis für Fachkräfte

b) Güterverkehr                       1) Ungebunden
    (CPC 7123)
                                      2) Keine

                                      3) Für den Transport innerhalb eines
                                          Mitgliedstaats durch ein Beförde-
                                          rungsunternehmen, das seinen
                                          Sitz in einem anderen
                                          Mitgliedstaat hat: ungebunden

                                          1: Für den Transport innerhalb
                                          des Landes unterliegt die
                                          Erteilung der Genehmigung einer
                                          wirtschaftlichen Bedarfsprüfung

                                           E: ungebunden

                                      4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                         Angaben unter "Horizontale Ver-
                                         pflichtungen".

d) Wartung und                        1) Keine
   Reparatur von
   Verkehrsmittel für den             2) Keine
   Straßentransport
   (CPC 6112)                         3) Keine

                                      4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                         Angaben unter "Horizontale Ver-
                                         pflichtungen".

H. Hilfsdienstleistungen
   für alle Transportarten

b) Lagerung und                        1) Ungebunden41 >
   Stauung (CPC 742)
(außer in Häfen)                      2) Keine

                                      3) Keine

                                      4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                         Angaben unter "Horizontale Ver-
                                         pflichtungen"

41) Eine Verpflichtung in dieser Ert>ringungsart ist nicht möglich.
42) Eine Verpflichtung in dieser Erbringungsart ist nicht möglich .

•
    Beschrankungen der lnllndefbehandlng   ZusAtzliche Verpftlchtungen

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben 1A1ter ,.Horizontale Ver-
   pffichtungen• und vomehaltlich
   der folgenden spezifischen
    Beschränkungen:

    OK: Wohnsitzerfordernis für die
    Geschäftsführer

 1) Ungebunden

2) Keine

3) Ungebunden für Transporte
    innerhalb eines Mitgliedstaats
    durch ein Beförderungsunterneh-
    men, das in einem anderen
    Mitgliedstaat niedergelassen ist.

    E: Ungebunden

4) Ungebunden mit Ausnahme der
   Angaben unter .Horizontale Ver-
   pflichtungen".

 1) Keine

 2) Keine

 3) Keine

 4) Ungebunden mit Ausnahme der
    Angaben unter "Horizontale Ver-
    pflichtungen".

 1) Ungebunden42 >

 2) Keine

 3) Keine

 4) Ungebunden mit Ausnahme der
    Angaben unter "Horizontale Ver-
    pflichtungen".
BGBl. 1994, Seite 1721 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1721
Arten der Erbringung          1) Grenzüberschreitende Erbringung           2) Nutzung im Ausland           3) Kommerzielle Präsenz     4) Präsenz natürlicher Personen

Sektor oder Teilsektor                       Mar1dzugangsbeschränkungen

c) Spedition/Speditions-             1) Keine
   dienstleistungen
   (CPC 748)                        2) Keine

                                    3) Keine

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter „Horizontale Ver-
                                       pflichtungen".

Prüfung vor dem Versand              1) Keine
(CPC 7 49)43 >
                                    2) Keine

                                    3) Keine

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter „Horizontale Ver-
                                       pflichtungen".

1. Sonstige Verkehr-
   dienstleistungen
   Beförderung auf dem               1) Ungebunden
   Landweg - (Erbringung
   kombinierter Transport-          2) Keine
   dienstleistungen) Keine
                                    3) Keine, unbeschadet der
                                       Beschränkungen, die jede
                                       beliebige Verkehrsart betreffen

                                    4) Ungebunden mit Ausnahme der
                                       Angaben unter „Horizontale Ver-
                                       pflichtungen"

43) Bedeutet, daß die angegebene Dienstleistung nur einen Teil des gesamten von der

        Beschränkungen der lnländerbehandlung      Zusätzliche Verpflichtungen

     1) Keine

    2) Keine

    3) Keine

    4) Ungebunden mit Ausnahme der
       Angaben unter ,,Horizontale Ver-
       pflichtungen".

     1) Keine

    2) Keine

    3) Keine

    4) Ungebunden mit Ausnahme der
       Angaben unter „Horizontale Ver-
       pflichtungen".

     1) Ungebunden

    2) Keine

    3) Keine, unbeschadet der
       Beschränkungen, die jede
       beliebige Verkehrsart betreffen

    4) Ungebunden mit Ausnahme der
       Angaben unter „Horizontale Ver-
       pflichtungen".

CPC-Liste erfaßten Tätigkeitsbereichs darstellt.
BGBl. 1994, Seite 1722 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1722
1722                                          Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Beiblatt A
                                                              Glossar

                                        Verwendete Begriffe für einzelne Mitgliedstaaten
Frankreich
SC                              Societe Civile
SCP                             Societe Civile Professionnelle
SEL                             Societe d'Exercise Liberal
SNC                             Societe en Nom Collectif
scs                             Societe en Commandite Simple
SAAL                            Societe a Responsabilite Limitee
SCA                             Societe en Commandite par Actions
SA                              Societe Anonyme

Deutschland
GmbH&CoKG                       Kommanditgesellschaft, bei der der persönlich haftende Gesellschafter eine GmbH ist.
EWIV                            Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung

Italien
SPA                             Societa per Azioni
SRL                             Societa a Responsabilita Limitata

Für Italien sind die folgenden freien Berufe vom EG-Angebot erfaßt:

Ragionieri-periti commerciali   Buchhaltung, Buchprüfung, Wirtschaftsprüfung
Commercialisti                  Buchhaltung, Buchprüfung, Wirtschaftsprüfung
Geometri                        Vermesser
lngegneri                       Ingenieure
Architetti                      Architekten
Geologi                         Geologen
Medici                          Ärzte
Farmacisti                      Apotheker
Psicologi                       Psychologen
Veterinari                      Tierärzte
Biologi                         Biologen
Chimici                         Chemiker
Periti agrari                   landwirtschaftliche Sachverständige
Agronom!                        Agronomen
Attuari                         Versicherungsmathematiker

BGBl. 1994, Seite 1723 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1723
                                                  Allgemeines Übereinkommen
                                              über den Handel mit Dienstleistungen
                              Europäische Gemeinschaften und ihre Mitgliedstaaten
                                               Endgültige Liste der Ausnahmen zu Artikel II
(Meistbegünstigung)
                                                     (Nur englischer Wortlaut verbindlich)

Sektor oder Subsektor      Beschreibung der Maßnahme
                            unter Angabe ihrer Unver-
                              einbarkeit mit Artikel II

Audiovisuelle Dienstlei-   Ausgleichszölle, die er-
stungen - Verbreitung      hoben werden können,
audiovisueller Werke       um unlauteren Preis-
                           praktiken von Drittlän-
                           dem zu begegnen, die
                           audiovisuelle Werke
                           verbreiten.

Audiovisuelle Dienstlei-   Maßnahmen zur Ver-
stungen                    meidung, Berichtigung
                           oder zum Ausgleich
                           nachteiliger, unlauterer
                           oder unzumutbarer Be-
                           dingungen oder Hand-
                           lungen, die audio-
                           visuelle Dienstleistun-
                           gen, Produkte oder
                           Dienstleistungserbrin-
                           ger der EG beein-
                           trächtigen, als Reak-
                           tion auf entsprechende
                           oder vergleichbare
                           Maßnahmen anderer
                           Mitglieder.

Audiovisuelle Dienstlei-   Maßnahmen, die Wer-
stungen - Produktion       ke europäischen Ur-
und Verbreitung audio-     sprungs so definieren,
visueller Werke durch      daß sie Inländer-
Sendung od~_r andere       behandlung für solche
Formen der Ubertra-        audiovisuellen Werke
gung an die Öffentlich-    gewähren, die be-
keit                       stimmten sprachlichen
                           und Ursprungskriterien
                           hinsichtlich des Zu-
                           gangs zu Sendl!!)Qen
                           oder ähnlichen Uber-
                           tragungsformen ent-
                           sprechen.

Audiovisuelle Dienstlei-   Maßnahmen aufgrund
stungen - Produktion       Regierungs-Rahmen-
und Verbreitung kine-      vereinbarung~!'l und
matographischer Wer-       plurilateralen Uberein-
ke und Femsehpro-          kommen über die Ko-
gramme                     Produktion audiovi-
                           sueller Werke, die den
                           erfaßten audiovisuellen
                           Werken lnländerbe-
                           han~lung gewähren,
                           insbesondere in bezug
                           auf Verbreitung und
                           Zugang zu Finanzmit-
                           teln.

   Länder, auf welche die          Beabsichtigte Dauer      Bedingungen, welche
 Maßnahme angewendet wird                                  die Ausnahme erfordern

Alle Mitglieder             Unbegrenzt                   Unlautere Preispraktiken
                                                         können schwerwiegende
                                                         Störungen für die Ver-
                                                         breitung europäischer
                                                         Werke verursachen.

Alle Mitglieder             Unbegrenzt. Die Not-         Notwendigkeit, die Euro-
                            wendigkeit der Aus-          päischen Gemeinschaf-
                            nahme entfällt zusam-        ten und ihre Mitglied-
                            men mit den entspre-         staaten vor nachteiligen,
                            chenden Ausnahmen            unlauteren oder unzu-
                            anderer Mitglieder.          mutbaren einseitigen
                                                         Maßnahmen anderer
                                                         Mitglieder zu schützen.

yertragsparteien des        Unbegrenzt. Die Aus-         Die Maßnahmen zielen
Ubereinkommens des          nahme ist für bestimm-       innerhalb des Sektors
Europarats über das         te Länder nur erfor-         darauf ab, kulturelle
grenzüberschreitende        derlich, bis ein Abkom-      Werke sowohl innerhalb
Fernsehen oder ande-        men über Wirtschafts-        der Mitgliedstaaten der
re europäische Länder,      integration geschlos-        EG als auch in anderen
mit denen ein Überein-      sen oder vervollstän-        Ländern in Europa zu
kommen geschlossen          digt ist.                    fördern und Ziele der
werden kann.                                             Sprachenpolitik zu er-
                                                         reichen.

Alle Länder, mit denen      Unbegrenzt                   Das Ziel dieser Über-
kulturelle Zusammen-                                     einkommen ist die För-
arbeit wünschenswert                                     derung kultureller Bin-
sein kann. (Vereinba-                                    dungen zwischen den
rungen bestehen oder                                     betreffenden Ländern.
werden ausgehandelt
mit den folgenden
Ländern: Algerien,
Angola, Argentinien,
Australien, Brasilien,
Burkina Faso, Kanada,
Kap Verde, Chile, Cöte
d'lvoire, Kolumbien,
Kuba, Ägypten,
Guinea-Bissau, Indien,
Israel, Mali, Mexiko,
Marokko, Mosambik,
Neuseeland, Säo
Tome und Principe,
Senegal, Staaten in
Mittel-, Ost- und Süd-
ost-Europa, Schweiz,
Tunesien, Türkei,
Venezuela
BGBl. 1994, Seite 1724 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1724
1724                                          Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Sektot' oder Subsektor     Beschreibung der Maßnahme
                            unter Angabe ihrer Unver-
                              einbarkeit mit Artikel II

Audiovisuelle Dienstlei-   Maßnahmen, die au-
stungen - Produktion       diovisuellen Werken
und Verbreitung von        und ihren Anbietern,
Fernsehprogrammen          die bestimmte europäi-
und kinematographi-        sehe Ursprungskrite-
sehen Werken               rien erfüllen, die Vor-
                           teile von Unterstüt-
                           zungsprogrammen wie
                           der Aktionsplan für
                           fortgeschrittene Fern-
                           sah-Dienstleistungen,
                           MEDIA oder EURIMA-
                           GES gewähren.

Audiovisuelle Dienstlei-   Befreiung von dem
stungen zur Verbrei-       Erfordernis, in Spanien
tung                       Lizenzen für die Ver-
                           breitung synchroni-
                           sierter, nicht ursprüng-
                           lieh aus der Gemein-
                           schaft stammender Fil-
                           me einzuholen, die Fil-
                           men europäischer Her-
                           kunft gewährt werden,
                           die besonders für Kin-
                           derpublikum empfoh-
                           len werden.

Audiovisuelle Dienst-      Ausländische Beteili-
leistungen: Fernseh-       gungen an Firmen in
und Rundfunkdienste        Italien mit mehr als 49
                           v. H. des Kapitals und
                           der Stimmrechte, vor-
                           behaltlich der Bedin-
                           gung der
                           Gegenseitigkeit.

Audiovisuelle Dienst-      Maßnahmen in Dä-
leistungen: Produktion     nemark, die für die
und Verbreitung kine-      Förderung aufgrund
matographischer Wer-       solcher Hilfsprogram-
ke und Fernsehpro-         me wie den Nordic
gramme in nordischen       Film und TV Fund er-
Ländern                    griffen werden, um die
                           Produktion und Ver-
                           breitung von in den
                           nordischen Ländern
                           hergestellten audiovi-
                           suellen Werken zu
                           steigern.

Straßenverkehr - Per-      Bestimmungen in be-
sonen und Fracht           stehenden oder künfti-
                           gen Übereinkünften in
                           bezug auf den interna-
                           tionalen Straßengüter-
                           transport (einschließ-
                           lieh des kombinierten
                           Transports - Straße/
                           Eisenbahn) und den
                           internationalen Stra-
                           ßenpersonentransport,
                           die zwischen der EG
                           oder ihren Mitglied-
                           staaten und Drittstaa-
                           ten geschlossen wur-
                           den und welche

  Linder, auf welche die       Beabsichtigte Dauer      Bedingungen, welche
Maßnahme angewendet wird                               die Ausnahme erfordern

Europäische Länder         Unbegrenzt. Die Aus-      Diese Programme zielen
                           nahme ist für bestimm-    darauf ab, die regionale
                           te Länder nur erfor-      Identität der Länder in
                           derlich, bis ein Abkom-   Europa zu bewahren
                           men über Wirtschafts-     und zu fördern, die seit
                           integration geschlos-     langem kulturelle Bin-
                           sen oder vervollstän-     dungen haben.
                           digt ist.

Mitglieder des Europa-     Unbegrenzt. Die Aus-      Die Maßnahme zielt dar-
rats                       nahme ist für bestimm-    auf ab, die europäischen
                           te Länder nur erfor-      Kulturwerte und -ziele
                           derlich, bis ein Abkom-   der Sprachenpolitik für
                           men über Wirtschafts-     die Jugend zu fördern.
                           integration geschlos-
                           sen oder vervollstän-
                           digt ist.

Alle Länder                Unbegrenzt                Notwendigkeit, den wirk-
                                                     samen Marktzugang und
                                                     gleichwertige Behand-
                                                     lung für italienische
                                                     Dienstleistungserbringer
                                                     sicherzustellen.

Finnland, Norwegen,        Unbegrenzt                Wahrung und Förderung
Schweden, Island                                     der regionalen Identität
                                                     der betreffenden Länder

Schweiz, Staaten in        Unbegrenzt                Die Notwendigkeit der
Mittel-, Ost- und Süd-                               Ausnahme hängt zusam-
osteuropa und alle Mit-                              men mit den regionalen
glieder der GUS, Al-                                 Besonderheiten der Be-
banien, Türkei, Liba-                                reitstellung von grenz-
non, Israel, Syrien,                                 überschreitenden Stra-
Jordanien, Ägypten,                                  ßentransportdienstlei-
Tunesien, Algerien,                                  stungen.
Marokko, Zypern, Mal-
ta, Iran, Afghanistan,
Irak, Kuwait
BGBl. 1994, Seite 1725 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1725
Sektor oder Subsektor    Beschreibung der Maßnahme
                          unter Angabe ihrer Unver-
                            einbarkeit mit Artikel II

                         - die Bereitstellung
                           von Transportdien-
                           sten zwischen den
                           Vertragsparteien
                           oder durch das Ge-
                           biet der Vertragspar-
                           teien zugunsten von
                           Fahrzeugen vorbe-
                           halten oder be-
                           schränken, die bei
                           den Vertragspartei-
                           en registriert sind,
                         - Steuerbefreiung für
                           solche Fahrzeuge
                           vorsehen.

Straßentransport-        Die Genehmigung zur
dienste - Fracht         Errichtung einer ge-
(CPC 7123)               werblichen Niederlas-
                         sung in Spanien kann
                         den Dienstleistungs-
                         erbringem verweigert
                         werden, deren Her-
                         kunftsland den spani-
                         sehen Dienstleistungs-
                         erbringem keinen wirk-
                         samen Marktzugang
                         gewährt.

Computergesteuerte       Die Bestimmung des
Buchungssysteme          Artikels 7 der Verord-
(CRS); Verkauf und       nung (EWG) Nr.
Vermarktung von Luft-    2299/89, in der Fas-
verkehrsdienstleistun-   sung (EWG) Nr.
gen                      3089/93, wonach die
                         Verpflichtungen des
                         CRS-Verkäufers oder
                         von Mutter- und betei-
                         ligten Luftfahrtunter-
                         nehmen keine Anwen-
                         dung finden, wenn
                         eine der Verordnung
                         entsprechende gleich-
                         wertige Behandlung im
                         Herkunftsland des
                         Mutterunternehmers
                         oder des· Systemver-
                         käufers nicht gewährt
                         wird.

Transport auf Binnen-    Maßnahmen, die auf
wasserstraßen            bestehenden oder
                         künftigen Übereinkünf-
                         ten über den Zugang
                         zu Binnenwasserstra-
                         Ben beruhen (ein-
                         schließlich Überein-
                         künften aufgrund der
                         Rhein-Main-Donau-
                         Verbindung), die Ver-
                         kehrsrechte für Betrei-
                         ber vorbehalten, die ih-
                         ren Sitz in den betraf-
                         fanden Ländern haben
                         und die bestimmte Na-
                         tionalitätserfordernisse
                         hinsichtlich der Eigen-
                         tümerschaft erfüllen.

10

   Länder, auf welche die        Beabsichtigte Dauer      Bedingungen, welche
Maßnahme angewendet wird                                 die Ausnahme erfordern

Alle Länder                 Unbegrenzt                 Notwendigkeit, einen
                                                       wirksamen Marktzugang
                                                       und gleichwertige Be-
                                                       handlung für spanische
                                                       Dienstleistungserbringer
                                                       zu gewährleisten.

Alle Länder, in denen       Unbegrenzt                 Die Notwendigkeit der
ein CRS-Verkäufer                                      Ausnahme ergibt sich
oder ein Mutterluft-                                   aus der unzulänglichen
fahrtunternehmen an-                                   Umsetzung der multilate-
sässig ist.                                            ral vereinbarten Regeln
                                                       für den Betrieb von
                                                       CRS.

Schweiz, Staaten in         Unbegrenzt. Die Aus-       Zur Regelung der Trans-
Mittel-, Ost- und Süd-      nahme ist für bestimm-     portkapazität auf Binnen-
osteuropa und alle Mit-     te Länder nur erfor-       wasserstraßen unter Be-
glieder der GUS             derlich, bis ein Abkom-    rücksichtigung besonde-
                            men über Wirtschafts-      rer geographischer Ge-
                            integration geschlos-      gebenheiten.
                            sen oder vervollstän-
                            digt ist.
BGBl. 1994, Seite 1726 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1726
1726                                        Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

SektOf od8f Subsektor    Beschreibung der Maßnahme
                          unter Angabe ihrer Unver-
                            einbarkeit mit Artikel II

Transport auf Binnen-    Regelungen zur
wasserstraßen            Durchführung der
                         Mannheimer Akte

Vermietung/Leasing       Das Chartern ausländi-
von Diensten ohne Be-    scher Schiffe durch
treiberpersonal in be-   Kunden mit Wohnsitz
zug auf Schiffe (CPC     in Deutschland kann
83103), Vermietung       von der Bedingung der
von Schiffen mit Be-     Gegenseitigkeit abhän-
satzung (CPC 7213,       gig sein.
7223)

Verfagswesen (Teil       Ausländische Beteili-
von CPC 88442)           gung an Firmen in lta-
                         lien mit mehr als 49 v.
                         H. des Kapitals und
                         der Stimmrechte, vor-
                         behaltlich der Bedin-
                         gung der Gegensei-
                         tigkeit.

Nachrichtenagentur-      Ausländische Beteili-
dienste (Teil von CPC    gung an Firmen in
962)                     Frankreich, die Publi-
                         kationen in französi-
                         scher Sprache veröf-
                         fentlichen, mit mehr
                         als 20 v. H. des Kapi-
                         tals oder der Stimm-
                         rechte in der Firma,
                         vorbehaltlich der Be-
                         dingung der Gegen-
                         seitigkeit.

Presseagenturdienste     Marktzugang in Frank-
(Teil von CPC 962)       reich vorbehaltlich der
                         Bedingung der Ge-
                         genseitigkeit.

Direktversicherung       Maßnahmen, die auf
mit Ausnahme der         einem zweiseitigen Ab-
Lebensversicherung       kommen zwischen den
                         Europäischen Gemein-
                         schatten und der
                         Schweiz betreffend die
                         Direktversicherung mit
                         Ausnahme der Le-
                         bensversicherung be-
                         ruhen. Dieses Abkom-
                         men gewährleistet auf
                         der Grundlage der Ge-
                         genseitigkeit die Frei-
                         heit der Niederfassung
                         und das Recht der
                         Agenturen und Zweig-
                         niederlassungen von
                         Unternehmen, die ih-
                         ren Sitz im Hoheitsge-
                         biet der anderen Ver-
                         tragspartei haben, Ver-
                         sicherungsgeschäfte
                         mit Ausnahme der Le-
                         bensversicherung auf-
                         zunehmen und aus-
                         zuüben.

  Länder, auf welche die      Beabsichtigte Dauer      Bedingungen, welche
Maßnahme angewendet wird                              die Ausnahme erfordern

Schweiz                    Unbegrenzt               Zur Regelung der Trans-
                                                    portkapazität auf Binnen-
                                                    wasserstraßen unter Be-
                                                    rücksichtigung besonde-
                                                    rer geographischer Ge-
                                                    gebenheiten.

Alle Länder                Unbegrenzt               Notwendigkeit, den wirk-
                                                    samen Marktzugang und
                                                    gleichwertige Behand-
                                                    lung für deutsche
                                                    Dienstleistungserbringer
                                                    sicherzustellen.

Alle Länder                Unbegrenzt               Notwendigkeit, den wirk-
                                                    samen Marktzugang und
                                                    gleichwertige Behand-
                                                    lung für italienische
                                                    Dienstleistungserbringer
                                                    sicherzustellen.

Alle Länder                Unbegrenzt               Notwendigkeit, den wirk-
                                                    samen Marktzugang und
                                                    gleichwertige Behand-
                                                    lung für französische
                                                    Dienstleistungserbringer
                                                    sicherzustellen.

Alle Länder                Unbegrenzt               Notwendigkeit, den
                                                    wirksamen Marktzu-
                                                    gang und gleichwertige
                                                    Behandlung für franzö-
                                                    sische Dienstleistungs-
                                                    erbringer sicherzustel-
                                                    len.

Schweiz                    Unbegrenzt               Die Notwendigkeit, Hin-
                                                    dernisse bei der Aufnah-
                                                    me und Ausübung von
                                                    Versicherungsge-
                                                    schäften mit Ausnahme
                                                    der Lebensversicherung
                                                    im Rahmen eines Ab-
                                                    kommens zwischen den
                                                    Europäischen Gemein-
                                                    schatten und der
                                                    Schweiz betreffend die
                                                    Direktversicherung mit
                                                    Ausnahme der Lebens-
                                                    versicherung im Ein-
                                                    klang mit Absatz 3 der
                                                    Anlage über Finanz-
                                                    dienstleistungen zu be-
                                                    seitigen.
BGBl. 1994, Seite 1727 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1727
Sektor oder Subsektor             Beschreibung def' Maßnahme
                                   unter Angabe ihrer Unver-
                                     einbarkeit mit Artikel II

Finanzdienstleistungen            Maßnahme, die in lta-
                                  lien günstige Steuerbe-
                                  handlung (off-shore-
                                  regime) für Dienstlei-
                                  stungserbringer ge-
                                  währt, die mit den Län-
                                  dem Handel betreiben,
                                  für die diese Maßnah-
                                  me gilt.

Alle Sektoren                     Maßnahmen, die in
                                  Dänemark mit dem
                                  Ziel der Förderung der
                                  nordischen Zusam-
                                  menarbeit ergriffen
                                  werden, wie:
                                  - finanzielle Unterstüt-
                                     zung bei F & E Pro-
                                     jekten (der Nordi-
                                     sehe Industrie-
                                     fonds);
                                  - Finanzierung von
                                    Durchführbarkeits-
                                    studien für intema-
                                    tionale Projekte (der
                                    Nordische Fonds für
                                    Projektexporte);
                                  - finanzielle Unterstüt-
                                    zung für Firmen 1 ) ,
                                    die Umweltschutz-
                                    technologien nutzen
                                    (die Nordische
                                    Umweltschutzfinan-
                                    zierungsgesell-
                                    schaft)

Alle Sektoren                     Genehmigung für den
                                  Kauf von Immobilien in
                                  Italien durch ausländi-
                                  sehe natürliche Perso-
                                  nen und juristische
                                  Personen, die auf der
                                  Grundlage der Gegen-
                                  seitigkeit gewährt wird.

Alle Sektoren                     Befreiung von dem Er-
                                  fordernis in bezug auf
                                  die Staatsangehörig-
                                  keit für die Ausübung
                                  gewisser Tätigkeiten
                                  und Berufe in Portugal
                                  durch natürliche Per-
                                  sonen, die Dienstlei-
                                  stungen aus den ge-
                                  nannten Ländern er-
                                  bringen.

Alle Sektoren                     Erleichterung der Zu-
                                  gangsverfahren in
                                  Frankreich für die Aus-
                                  übung gewisser
                                  Dienstleistungstätigkei-
                                  ten und Berufe durch
                                  natürliche und juristi-
                                  sehe Personen aus
                                  bestimmten Drittlän-
                                  dem.

') Gilt für osteuropäische Firmen, die mit einer oder mehreren

         Linder, auf welche die          Beabsichtigte Dauer      Bedingungen, welche
       Maßnahme angewendet wird                                  die Ausnahme erfordern

      Staaten in Mittel-, Ost-        10 Jahre                 Die Notwendigkeit, den
      und Südosteuropa und                                     betreffenden Ländern
      alle Mitglieder der                                      bei ihrem Übergang zur
      GUS.                                                     Marktwirtschaft zu hel-
                                                               fen.

      Schweden, Finnland,             Unbegrenzt               Aufrechterhaltung und
      Island und Norwegen                                      Weiterentwicklung der
                                                               nordischen Zusammen-
                                                               arbeit.

      Alle Länder                     Unbegrenzt               Das Erfordernis der Ge-
                                                               genseitigkeit wurde
                                                               festgelegt, um eine
                                                               gleichwertige Behand-
                                                               lung von Italienern in an-
                                                               deren Ländern sicher-
                                                               zustellen.

      Länder mit portugiesi-          Unbegrenzt               Diese Maßnahme gibt
      scher Amtssprache                                        die historischen Bindun-
      (Angola, Brasilien, Kap                                  gen zwischen Portugal
      Verde, Guinea-Bissau,                                    und diesen Ländern
      Mosambik und Säo                                         wieder.
      Tome und Principe)

      Französischsprachige            10 Jahre                 Diese Maßnahme gibt
      afrikanische Länder,                                     die historischen Bindun-
      Algerien, Schweiz und                                    gen zwischen Frankreich
      Rumänien                                                 und diesen Ländern
                                                               wieder.

nordischen Firmen zusammenarbeiten.
BGBl. 1994, Seite 1728 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1728
1728                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Sektor oder Subsektor   Beschreibung der Maßnahme
                         .unter Angabe ihrer Unver-
                           einbarkeit mit Artikel II

Alle Sektoren           Für Bürger aus den
                        Commonwealth-Län-
                        dern mit einem Groß-
                        elternteil, der im Verei-
                        nigten Königreich ge-
                        boren ist, gewährt das
                        Vereinigte Königreich
                        Befreiung von dem Er-
                        fordernis einer Arbeits-
                        erlaubnis in allen
                        Dienstleistungssekto-
                        ren.

Alle Sektoren           Maßnahmen, die auf
                        zweiseitigen Abkom-
                        men zwischen den Eu-
                        ropäischen Gemein-
                        schatten und/oder ih-
                        ren Mitgliedstaaten
                        und der Schweiz be-
                        ruhen, mit dem Ziel,
                        für grenzüberschreiten-
                        den Verkehr aller Ka-
                        tegorien von natürli-
                        chen Personen zu
                        sorgen, die Dienstlei-
                        stungen erbringen.

Alle Sektoren           Maßnahmen, die auf
                        bestehenden oder
                        künftigen zweiseitigen
                        Abkommen zwischen
                        den Europäischen Ge-
                        meinschaften und be-
                        stimmten Mitgliedstaa-
                        ten und den betreffen-
                        den Ländern und Für-
                        stentümern beruhen,
                        die folgendes vorse-
                        hen:
                        a) das Recht auf Nie-
                           derlassung für juri-
                           stische und natürli-
                           ehe Personen und
                        b) Befreiung von dem
                           Erfordernis einer
                           Arbeitserlaubnis für
                           natürliche Perso-
                           nen, die Dienstlei-
                           stungen erbringen.

Alle Sektoren           Maßnahmen, die auf
                        zweiseitigen Abkom-
                        men zwischen Italien
                        und Drittländern beru-
                        hen, die Arbeitserlaub-
                        nisse für Saisonarbei-
                        ter gewährteisten.

  Länder, auf welche die      Beabsichtigte Dauer      Bedingungen, welche
Maßnahme angewendet wird                              die Ausnahme erfordern

Mitgliedsländer des        Unbegrenzt               Diese Maßnahme gibt
britischen Common-                                  die historischen Bindun-
wealth                                              gen zwischen diesen
                                                    Ländern und dem Verei-
                                                    nigten Königreich wie-
                                                    der.

Schweiz                    Unbegrenzt               Diese Abkommen geben
                                                    den Prozeß einer fort-
                                                    schreitenden Handels-
                                                    liberalisierung zwischen
                                                    der EG und ihren regio-
                                                    nalen Handelspartnern
                                                    wieder.

San Marino, Monaco,        Unbegrenzt               Die geographische Lage
Andorra und Staat                                   und historische, wirt-
Vatikanstadt                                        schaftliche und kulturelle
                                                    Bindungen zwischen den
                                                    Mitgliedstaaten der Eu-
                                                    ropäischen Gemein-
                                                    schatten und den betref-
                                                    fenden Ländern und
                                                    Fürstentümern.

Staaten in Mittel-, Ost-   Unbegrenzt               Saisonaler Mangel an
und Südosteuropa und                                Arbeitskräften und um
im Mittelmeergebiet                                 den ordnungsgemäßen
                                                    grenzüberschreitenden
                                                    Verkehr von Saisonar-
                                                    beitern zu gewährleisten.
BGBl. 1994, Seite 1729 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1729
Sektor oder Subsektor    Beschreibung der Maßnahme
                          unter Angabe ihrer Unver-
                            einbarkeit mit Artikel II

Alle Sektoren haupt-     Maßnahmen, die auf
sächlich Bau-, Hotel-    zweiseitigen Abkom-
und Gaststättenbereich   men zwischen Mit-
                         gliedstaaten der Ge-
                         meinschaft und Euro-
                         päischen und Mittel-
                         meerländern beruhen,
                         die Arbeitserlaubnisse
                         für den Zweck von
                         Werkverträgen auf der
                         Grundlage von Verträ-
                         gen zwischen dem Ar-
                         beitgeber aus dem be-
                         treffenden Drittland
                         und einer Firma im be-
                         treffenden Mitglied-
                         staat gewähren und
                         die Beschäftigung
                         einer begrenzten An-
                         zahl von Arbeitern aus
                         den betreffenden Län-
                         dem in bestimmten
                         Dienstleistungssekto-
                         ren ertauben; die An-
                         zahl unterliegt
                         Schwankungen ent-
                         sprechend der in dem
                         Abkommen festgeleg-
                         ten Kriterien.

  Länder, auf welche die       Beabsichtigte Dauer      Bedingungen, welche
Maßnahme angewendet wird                               die Ausnahme erfordern

Staaten in Mittel-, Ost-   Unbegrenzt. Die Aus-      Die Abkommen sind Teil
und Südosteuropa,          nahme ist für bestimm-    einer weitreichenden In-
einschließlich Rußland,    te Länder nur erfor-      itiative zur Unterstützung
Ukraine, Belarus und       dertich, bis ein Abkom-   der betreffenden Länder
Georgien und im Mit-       men über Wirtschafts-     in ihrem Prozeß des
telmeergebiet              integration geschlos-     wirtschaftlichen Über-
                           sen oder vervollstän-     gangs und der wirt-
                           digt ist.                 schaftlichen Entwicklung.
BGBl. 1994, Seite 1730 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1730
1730                                  Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II




                               Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte
                                    der Rechte des geistigen Eigentums

Teil I     Allgemeine Bestimmungen und Grundprinzipien

Teil II    Normen betreffend die Verfügbarkeit, den Umfang und die Ausübung von Rechten des geistigen Eigentums
           1. Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
           2. Marken
           3. Geographische Angaben
           4. Gewerbliche Muster und Modelle
           5. Patente
           6. Layout-Designs (Topographien) integrierter Schaltkreise
           7. Schutz nicht offenbarter Informationen
           8. Kontrolle wettbewerbswidriger Praktiken in vertraglichen Lizenzen

Teil III   Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums
           1. Allgemeine Pflichten
           2. Zivil- und Verwaltungsverfahren und Rechtsbehelfe
           3. Einstweilige Maßnahmen
           4. Besondere Erfordernisse bei Grenzmaßnahmen
           5. Strafverfahren

Teil IV    Erwerb und Aufrechterhaltung von Rechten des geistigen Eigentums und damit im Zusammenhang stehende lnter-
           partes-Verfahren

Teil V     Streitvermeidung und -beilegung

Teil VI    Übergangsregelungen

Teil VII   Institutionelle Regelungen; Schlußbestimmungen

BGBl. 1994, Seite 1731 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1731



     Die Mitglieder -

  von dem Wunsch geleitet, Verzerrungen und Behinderungen des internationalen Handels zu verringern, und unter Berücksichtigung
der Notwendigkeit, einen wirksamen und angemessenen Schutz der Rechte des geistigen Eigentums zu fördern sowie sicherzustellen,
daß die Maßnahmen und Verfahren zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums nicht selbst zu Schranken für den
rechtmäßigen Handel werden,

     in der Erkenntnis, daß es zu diesem Zweck neuer Regeln und Disziplinen bedarf im Hinblick auf
a) die Anwendbarkeit der Grundprinzipien des GATT 1994 und der einschlägigen internationalen Übereinkünfte über geistiges
   Eigentum,
b) die Aufstellung angemessener Normen und Grundsätze betreffend die Verfügbarkeit, den Umfang und die Ausübung handelsbezo-
   gener Rechte des geistigen Eigentums,
c) die Bereitstellung wirksamer und angemessener Mittel für die Durchsetzung handelsbezogener Rechte des geistigen Eigentums
   unter Berücksichtigung der Unterschiede in den Rechtssystemen der einzelnen Länder,
d) die Bereitstellung wirksamer und zügiger Verfahren für die multilaterale Vermeidung und Beilegung von Streitigkeiten zwischen
   Regierungen und
e) Übergangsregelungen, die auf eine möglichst umfassende Beteiligung an den Ergebnissen der Verhandlungen abzielen,

  in Erkenntnis der Notwendigkeit eines multilateralen Rahmens von Grundsätzen, Regeln und Disziplinen betreffend den internationa-
len Handel mit gefälschten Waren,

     in der Erkenntnis, daß Rechte an geistigem Eigentum private Rechte sind,

  in Erkenntnis der dem öffentlichen Interesse dienenden grundsätzlichen Ziele der Systeme der einzelnen Länder für den Schutz des
geistigen Eigentums, einschließlich der entwicklungs- und technologiepolitischen Ziele,

   sowie in Erkenntnis der besonderen Bedürfnisse der am wenigsten entwickelten Länder, die Mitglieder sind, in bezug auf größtmög-
liche Flexibilität bei der Umsetzung von Gesetzen und sonstigen Vorschriften im Inland, um es ihnen zu ermöglichen, eine gesunde und
tragfähige technologische Grundlage zu schaffen,

  unter Betonung der Bedeutung des Abbaus von Spannungen durch die verstärkte Verpflichtung, Streitigkeiten betreffend handels-
bezogene Fragen des geistigen Eigentums durch multilaterale Verfahren zu lösen,

  in dem Wunsch, eine der gegenseitigen Unterstützung dienende Beziehung zwischen der Welthandelsorganisation und der Weltorga-
nisation für geistiges Eigentum (in diesem Übereinkommen als „WIPO" bezeichnet) sowie anderen einschlägigen internationalen
Organisationen aufzubauen -

     kommen hiermit wie folgt überein:


                                                                                     Teil 1

                                                   Allgemeine Bestimmungen und Grundprinzipien

                                                                                   Artikel 1
                                                                 Wesen und Umfang der Pflichten
  (1) Die Mitglieder wenden die Bestimmungen dieses Übereinkommens an. Die Mitglieder dürfen in ihr Recht einen umfassenderen
Schutz als den durch dieses Übereinkommen geforderten aufnehmen, vorausgesetzt, dieser Schutz läuft diesem Übereinkommen nicht
zuwider, sie sind dazu aber nicht verpflichtet. Es steht den Mitgliedern frei, die für die Umsetzung dieses Übereinkommens in ihrem
eigenen Rechtssystem und in ihrer Rechtspraxis geeignete Methode festzulegen.
  (2) Der Begriff „geistiges Eigentum" im Sinne dieses Übereinkommens umfaßt alle Arten des geistigen Eigentums, die Gegenstand
der Abschnitte 1 bis 7 des Teils II sind.
   (3) Die Mitglieder gewähren die in diesem übereinkommen festgelegte Behandlung den Angehörigen der anderen Mitglieder. 1 ) In
bezug auf das einschlägige Recht des geistigen Eigentums sind unter den Angehörigen anderer Mitglieder diejenigen natürlichen oder
juristischen Personen zu verstehen, die den Kriterien für den Zugang zum Schutz nach der Pariser Verbandsübereinkunft (1967), der
Berner Übereinkunft (1971 ), dem Rom-Abkommen und dem Vertrag über den Schutz des geistigen Eigentums im Hinblick auf integrierte
Schaltkreise entsprächen, wenn alle Mitglieder der Welthandelsorganisation Vertragsparteien dieser Übereinkünfte wären. 2 ) Ein
Mitglied, das von den in Artikel 5 Absatz 3 oder Artikel 6 Absatz 2 des Rom-Abkommens vorgesehenen Möglichkeiten Gebrauch macht,
hat eine Notifikation gemäß den genannten Bestimmungen an den Rat für handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen
Eigentums (den „Rat für TRIPS") vorzunehmen.

')   Soweit in diesem Übereinkommen der Begriff .Angehörige• verwendet wird, bedeutet dieser Begriff im Fall eines gesonderten Zollgebiets, das Mitglied der WTO ist, natürliche
     oder juristische Personen mit Wohnsitz oder einer wirklichen und tatsächlichen gewerblichen oder Handelsniederlassung in diesem Zollgebiet.
')   In diesem Übereinkommen bedeutet .Pariser Verbandsübereinkunft" die Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums, .Pariser Verbandsübereinkunft
     ( 1967)" die Stockholmer Fassung dieser Übereinkunft vom 14. Juli 1967, .Berner Übereinkunft" die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst, .Berner
     Übere;nkunft (1971 )" die Pariser Fassung dieser Übereinkunft vom 24. Juli 1971, .Rom-Abkommen· das Internationale Abkommen über den Schutz der ausübenden Künstler, der
     Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen, angenommen in Rom am 26. Oktober 1961, .Vertrag über den Schutz des geistigen Eigentums im Hinblick auf integrierte
     Schaltkreise" (IPIC-Vertrag) den am 26. Mai 1989 in Washington angenommenen Vertrag über den Schutz des geistigen Eigentums im Hinblick auf integrierte Schaltkreise,
     .WTO-Übereinkommen" das übereinkommen zur Errichtung der Welthandelsorganisation.

BGBl. 1994, Seite 1732 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1732
1732                                                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                                                   Artikel 2
                                                              Übereinkünfte über geistiges Eigentum
  (1) In bezug auf die Teile II, III und IV dieses Übereinkommens befolgen die Mitglieder die Artikel 1 bis 12 sowie Artikel 19 der Pariser
Verbandsübereinkunft (1967).
  (2) Die in den Teilen I bis IV dieses Übereinkommens enthaltenen Bestimmungen setzen die nach der Pariser Verbandsübereinkunft,
der Berner Übereinkunft, dem Rom-Abkommen und dem Vertrag über den Schutz des geistigen Eigentums im Hinblick auf integrierte
Schaltkreise bestehenden Verpflichtungen der Mitglieder untereinander nicht außer Kraft.

                                                                                   Artikel 3
                                                                           lnländerbehandlung
   (1) Die Mitglieder gewähren den Angehörigen der anderen Mitglieder eine Behandlung, die nicht weniger günstig ist als die, die sie
ihren eigenen Angehörigen in bezug auf den Schutz 3) des geistigen Eigentums gewähren, vorbehaltlich der jeweils bereits in der Pariser
Verbandsübereinkunft (1967), der Berner Übereinkunft (1971), dem Rom-Abkommen oder dem Vertrag über den Schutz des geistigen
Eigentums im Hinblick auf integrierte Schaltkreise vorgesehenen Ausnahmen. In bezug auf ausübende Künstler, Hersteller von
Tonträgern und Sendeunternehmen gilt diese Verpflichtung nur in bezug auf die durch dieses Übereinkommmen vorgesehenen Rechte.
Ein Mitglied, das von den in Artikel 6 der Berner Übereinkunft (1971) oder in Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe b des Rom-Abkommens
vorgesehenen Möglichkeiten Gebrauch macht, hat eine Notifikation gemäß den genannten Bestimmungen an den Rat für TRIPS
vorzunehmen.
  (2) Die Mitglieder dürfen in bezug auf Gerichts- und Verwaltungsverfahren, einschließlich der Bestimmung einer Anschrift für die
Zustellung oder der Ernennung eines Vertreters innerhalb des Hoheitsgebiets eines Mitglieds, von den in Absatz 1 vorgesehenen
Ausnahmen nur Gebrauch machen, wenn diese Ausnahmen notwendig sind, um die Einhaltung von Gesetzen und sonstigen
Vorschriften sicherzustellen, die mit den Bestimmungen dieses Übereinkommens nicht unvereinbar sind, und wenn diese Praktiken
nicht in einer Weise angewendet werden, die eine verschleierte Handelsbeschränkung bilden würde.


                                                                                   Artikel 4
                                                                           MelstbegQnstlgung
  In bezug auf den Schutz des geistigen Eigentums werden Vorteile, Vergünstigungen, Sonderrechte und Befreiungen, die von einem
Mitglied den Angehörigen eines anderen Landes gewährt werden, sofort und bedingungslos den Angehörigen aller anderen Mitglieder
gewährt. Von dieser Verpflichtung ausgenommen sind von einem Mitglied gewährte Vorteile, Vergünstigungen, Sonderrechte und
Befreiungen,
a) die sich aus internationalen Übereinkünften über Rechtshilfe oder Vollstreckung ableiten, die allgemeiner Art sind und sich nicht
   speziell auf den Schutz des geistigen Eigentums beschränken;
b) die gemäß den Bestimmungen der Berner Übereinkunft (1971) oder des Rom-Abkommens gewährt werden, in denen gestattet wird,
   daß die gewährte Behandlung nicht von der lnländerbehandlung, sondern von der in einem anderen Land gewährten Behandlung
   abhängig gemacht wird;
c) . die sich auf die in diesem Übereinkommen nicht geregelten Rechte von ausübenden Künstlern, Herstellern von Tonträgern und
     Sendeunternehmen beziehen;
d) die sich aus internationalen Übereinkünften betreffend den Schutz des geistigen Eigentums ableiten, die vor dem Inkrafttreten des
   WTO-Übereinkommens in Kraft getreten sind, vorausgesetzt, daß diese Übereinkünfte dem Rat für TRIPS notifiziert werden und
   keine willkürliche oder ungerechtfertigte Diskriminierung von Angehörigen anderer Mitglieder darstellen.

                                                                                   Artikel 5
                                                               Mehrseitige Übereinkünfte
                                                über den Erwerb oder die Aufrechterhaltung des Schutzes
   Die in den Artikeln 3 und 4 aufgeführten Verpflichtungen finden keine Anwendung auf Verfahren, die in im Rahmen der Weltorganisa-
tion für geistiges Eigentum geschlossenen mehrseitigen Übereinkünften betreffend den Erwerb oder die Aufrechterhaltung von Rechten
des geistigen Eigentums enthalten sind.

                                                                                   Artikel 6
                                                                                Erschöpfung
  Für die Zwecke der Streitbeilegung im Rahmen dieses Übereinkommens darf vorbehaltlich der Artikel 3 und 4 dieses Übereinkommen
nicht dazu verwendet werden, die Frage der Erschöpfung von Rechten des geistigen Eigentums zu behandeln.

                                                                                   Artikel 7
                                                                                      Ziele
  Der Schutz und die Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums sollen zur Förderung der technischen Innovation sowie zur
Weitergabe und Verbreitung von Technologie beitragen, dem beiderseitigen Vorteil der Erzeuger und Nutzer technischen Wissens
dienen, in einer dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wohl zuträglichen Weise erfolgen und einen Ausgleich zwischen Rechten
und Pflichten herstellen.


")   Im Sinne der Artikel 3 und 4 schließt .Schutz" Angelegenheiten ein, welche die Verfügbarkeit, den Erwerb, den Umfang, die Aufrechterhaltung und die Durchsetzung von Rechten
     des geistigen Eigentums betreffen, sowie diejenigen Angelegenheiten, welche die Ausübung von Rechten des geistigen Eigentums betreffen, die in diesem Übereinkommen
     ausdrücklich behandelt werden.

BGBl. 1994, Seite 1733 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1733

                                                              Artikel 8
                                                            Grundsätze
  (1) Die Mitglieder dürfen bei der Abfassung oder Änderung ihrer Gesetze und sonstigen Vorschriften die Maßnahmen ergreifen, die
zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und Ernährung sowie zur Förderung des öffentlichen Interesses in den für ihre sozio-ökonomi-
sche und technische Entwicklung lebenswichtigen Sektoren notwendig sind; jedoch müssen diese Maßnahmen mit diesem Überein-
kommen vereinbar sein.
  (2) Geeignete Maßnahmen, die jedoch mit diesem Übereinkommen vereinbar sein müssen, können erforderlich sein, um den
Mißbrauch von Rechten des geistigen Eigentums durch die Rechtsinhaber oder den Rückgriff auf Praktiken, die den Handel
unangemessen beschränken oder den internationalen Technologietransfer nachteilig beeinflussen, zu verhindern.


                                                               Teil II
 Normen betreffend die Verfügbarkeit, den Umfang und die Ausübung von Rechten des geistigen Eigentums

                                                            Abschnitt 1:
                                          Urheberrecht und verwandte Schutzrechte

                                                              Artikel 9
                                                Verhältnis zur Berner Übereinkunft
  (1) Die Mitglieder befolgen die Artikel 1 bis 21 der Berner Übereinkunft (1971) und den Anhang dazu. Die Mitglieder haben jedoch
aufgrund dieses Übereinkommens keine Rechte oder Pflichten in bezug auf die in Artikel 6bls der Übereinkunft gewährten oder die
daraus abgeleiteten Rechte.
  (2) Der urheberrechtliche Schutz erstreckt sich auf Ausdrucksformen und nicht auf Ideen, Verfahren, Arbeitsweisen oder mathemati-
sche Konzepte als solche.

                                                             Artikel 10
                                   Computerprogramme und Zusammenstellungen von Daten
   (1) Computerprogramme, gleichviel, ob sie in Quellcode oder in Maschinenprogrammcode ausgedrückt sind, werden als Werke der
Literatur nach der Berner Übereinkunft (1971) geschützt.
  (2) Zusammenstellungen von Daten oder sonstigem Material, gleichviel, ob in maschinenlesbarer oder anderer Form, die aufgrund
der Auswahl oder Anordnung ihres Inhalts geistige Schöpfungen bilden, werden als solche geschützt. Dieser Schutz, der sich nicht auf
die Daten oder das Material selbst erstreckt, gilt unbeschadet eines an den Daten oder dem Material selbst bestehenden Urheber-
rechts.

                                                             Artikel 11
                                                          Vermietrechte
   Zumindest in bezug auf Computerprogramme und Filmwerke gewähren die Mitglieder den Urhebern und ihren Rechtsnachfolgern das
Recht, die gewerbliche Vermietung von Originalen oder Vervielfältigungsstücken ihrer urheberrechtlich geschützten Werke an die
Öffentlichkeit zu gestatten oder zu verbieten. Ein Mitglied ist in bezug auf Filmwerke von dieser Pflicht befreit, es sei denn, diese
Vermietung hat zu weit verbreiteter Vervielfältigung dieser Werke geführt, die das den Urhebern und ihren Rechtsnachfolgern in diesem
Mitglied gewährte ausschließliche Vervielfältigungsrecht erheblich beeinträchtigt. In bezug auf Computerprogramme findet diese
Verpflichtung keine Anwendung auf Vermietungen, bei denen das Programm selbst nicht der wesentliche Gegenstand der Vermietung
ist.

                                                             Artikel 12
                                                           Schutzdauer
  Wird die Dauer des Schutzes eines Werkes, das kein photographisches Werk und kein Werk der angewandten Kunst ist, auf einer
anderen Grundlage als der Lebensdauer einer natürlichen Person berechnet, so darf die Schutzdauer nicht weniger als 50 Jahre ab dem
Ende des Kalenderjahrs der gestatteten Veröffentlichung und, wenn es innerhalb von 50 Jahren ab der Herstellung des Werkes zu
keiner gestatteten Veröffentlichung kommt, nicht weniger als 50 Jahre ab dem Ende des Kalenderjahrs der Herstellung betragen.

                                                             Artikel 13
                                                Beschränkungen und Ausnahmen
  Die Mitglieder begrenzen Beschränkungen und Ausnahmen von ausschließlichen Rechten auf bestimmte Sonderfälle, die weder die
normale Auswertung des Werkes beeinträchtigen noch die berechtigten Interessen des Rechtsinhabers unzumutbar verletzen.

                                                             Artikel 14
                                              Schutz von ausübenden Künstlern,
                             Herstellern von Tonträgern (Tonaufnahmen) und Sendeunternehmen
   (1) In bezug auf die Festlegung ihrer Darbietung auf einem Tonträger haben ausübende Künstler die Möglichkeit, folgende
Handlungen zu verhindern, wenn diese ohne ihre Erlaubnis vorgenommen werden: die Festlegung ihrer nicht festgelegten Darbietung
und die Vervielfältigung einer solchen Festlegung. Ausübende Künstler haben auch die Möglichkeit, folgende Handlungen zu verhin-
dern, wenn diese ohne ihre Erlaubnis vorgenommen werden: die Funksendung auf drahtlosem Weg und die öffentliche Wiedergabe
ihrer lebenden Darbietung.

BGBl. 1994, Seite 1734 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1734
1734                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  (2) Die Hersteller von Tonträgern haben das Recht, die unmittelbare oder mittelbare Vervielfältigung ihrer Tonträger zu gestatten oder
zu verbieten.
  (3) Sendeunternehmen haben das Recht, folgende Handlungen zu verbieten, wenn diese ohne ihre Erlaubnis vorgenommen werden:
die Festlegung, die Vervielfältigung von Festlegungen und die drahtlose Weitersendung von Funksendungen sowie die öffentliche
Wiedergabe von Fernsehsendungen solcher Funksendungen. Mitglieder, die den Sendeunternehmen solche Rechte nicht gewähren,
müssen den Inhabern des Urheberrechts an dem Gegenstand von Funksendungen die Möglichkeit gewähren, die genannten
Handlungen vorbehaltlich der Berner Übereinkunft (1971) zu verhindern.
   (4) Die Bestimmungen des Artikels 11 betreffend Computerprogramme gelten, wie im innerstaatlichen Recht des Mitglieds bestimmt,
sinngemäß auch für Hersteller von Tonträgern und sonstige Inhaber der Rechte an Tonträgern. Ist am 15. April 1994 in einem Mitglied
ein System der angemessenen Vergütung für die Inhaber von Rechten in bezug auf die Vermietung von Tonträgern in Kraft, so kann das
Mitglied dieses System beibehalten, sofern die gewerbliche Vermietung von Tonträgern die ausschließlichen Vervielfältigungsrechte der
Rechtsinhaber nicht erheblich beeinträchtigt.
  (5) Die nach diesem Übereinkommen ausübenden Künstlern und Herstellern von Tonträgern gewährte Schutzdauer läuft mindestens
bis zum Ende eines Zeitraums von 50 Jahren, gerechnet ab dem Ende des Kalenderjahrs, in dem die Festlegung vorgenommen wurde
oder die Darbietung stattgefunden hat. Die Dauer des nach Absatz 3 gewährten Schutzes beträgt mindestens 20 Jahre ab dem Ende
des Kalenderjahrs, in dem die Funksendung stattgefunden hat.
  (6) Die Mitglieder können in bezug auf die nach den Absätzen 1, 2 und 3 gewährten Rechte in dem durch das Rom-Abkommen
gestatteten Umfang Bedingungen, Beschränkungen, Ausnahmen und Vorbehalte vorsehen. Jedoch findet Artikel 18 der Berner
Übereinkunft (1971) sinngemäß auch auf die Rechte der ausübenden Künstler und der Hersteller von Tonträgern an Tonträgern
Anwendung.

                                                             Abschnitt 2:
                                                               Marken

                                                              Artikel 15
                                                     Gegenstand des Schutzes
  (1) Alle Zeichen und alle Zeichenkombinationen, die geeignet sind, die Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denen
anderer Unternehmen zu unterscheiden, können eine Marke darstellen. Solche Zeichen, insbesondere Wörter einschließlich Perso-
nennamen, Buchstaben, Zahlen, Abbildungen und Farbverbindungen, sowie alle Verbindungen solcher Zeichen sind als Marken
eintragungsfähig. Sind Zeichen nicht ihrer Natur nach geeignet, die betreffenden Waren oder Dienstleistungen zu unterscheiden, so
können die Mitglieder ihre Eintragungsfähigkeit von ihrer durch Benutzung erworbenen Unterscheidungskraft abhängig machen. Die
Mitglieder können die visuelle Wahmehmbarkeit von Zeichen als Eintragungsvoraussetzung festlegen.
  (2) Absatz 1 ist nicht so zu verstehen, daß er ein Mitglied daran hindert, die Eintragung einer Marke aus anderen Gründen zu
verweigern, wenn diese nicht im Widerspruch zu der Pariser Verbandsübereinkunft (1967) stehen.
  (3) Die Mitglieder können die Eintragungsfähigkeit von der Benutzung abhängig machen. Die tatsächliche Benutzung einer Marke darf
jedoch keine Voraussetzung für die Einreichung eines Antrags auf Eintragung sein. Ein Antrag darf nicht allein aus dem Grund
abgelehnt werden, daß die beabsichtigte Benutzung nicht vor Ablauf einer Frist von drei Jahren, gerechnet ab dem Tag der
Antragstellung, stattgefunden hat.
  (4) Die Art der Waren oder Dienstleistungen, für die eine Marke verwendet werden soll, darf keinesfalls ein Hindernis für die
Eintragung der Marke bilden.
  (5) Die Mitglieder veröffentlichen alle Marken entweder vor ihrer Eintragung oder sofort nach ihrer Eintragung und sehen eine
angemessene Gelegenheit für Anträge auf Löschung der Eintragung vor. Darüber hinaus können die Mitglieder die Gelegenheit
vorsehen, gegen die Eintragung einer Marke Widerspruch einzulegen.

                                                              Artikel 16
                                                        Rechte aus der Marke
  (1) Dem Inhaber einer eingetragenen Marke steht das ausschließliche Recht zu, Dritten zu verbieten, ohne seine Zustimmung im
geschäftlichen Verkehr identische oder ähnliche Zeichen für Waren oder Dienstleistungen, die identisch oder ähnlich denen sind, für
welche die Marke eingetragen ist, zu benutzen, wenn diese Benutzung die Gefahr von Verwechslungen nach sich ziehen würde. Bei der
Benutzung identischer Zeichen für identische Waren oder Dienstleistungen wird die Verwechslungsgefahr vermutet. Die vorstehend
beschriebenen Rechte beeinträchtigen bestehende ältere Rechte nicht; sie beeinträchtigen auch nicht die Möglichkeit, daß die
Mitglieder Rechte aufgrund von Benutzung vorsehen.
  (2) Artikel 6bos der Pariser Verbandsübereinkunft (1967) findet sinngemäß auf Dienstleistungen Anwendung. Bei der Bestimmung, ob
eine Marke notorisch bekannt ist, berücksichtigen die Mitglieder die Bekanntheit der Marke im maßgeblichen Teil der Öffentlichkeit,
einschließlich der Bekanntheit der Marke im betreffenden Mitglied, die aufgrund der Werbung für die Marke erreicht wurde.
  (3) Artikel 6bll der Pariser Verbandsübereinkunft (1967) findet sinngemäß auf Waren oder Dienstleistungen Anwendung, die denen
nicht ähnlich sind, für die eine Marke eingetragen ist, wenn die Benutzung der betreffenden Marke im Zusammenhang mit diesen Waren
oder Dienstleistungen auf eine Verbindung zwischen diesen Waren oder Dienstleistungen und dem Inhaber der eingetragenen Marke
hinweisen würde und wenn den Interessen des Inhabers der eingetragenen Marke durch eine solche Benutzung wahrscheinlich
Schaden zugefügt würde.
                                                               Artikel 17
                                                             Ausnahmen
  Die Mitglieder können begrenzte Ausnahmen von den Rechten aus einer Marke vorsehen, wie etwa eine lautere Benutzung
beschreibender Angaben, wenn diese Ausnahmen die berechtigten Interessen des Inhabers der Marke und Dritter berücksichtigen.

BGBl. 1994, Seite 1735 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1735

                                                                               Artikel 18
                                                                             Schutzdauer
  Die Laufzeit der ursprünglichen Eintragung und jeder Verlängerung der Eintragung einer Marke beträgt mindestens sieben Jahre. Die
Eintragung einer Marke kann unbegrenzt verlängert werden.

                                                                               Artikel 19
                                                                    Erfordernis der Benutzung
  (1) Wenn die Benutzung für die Aufrechterhaltung einer Eintragung vorausgesetzt wird, darf die Eintragung erst nach einem
ununterbrochenen Zeitraum der Nichtbenutzung von mindestens drei Jahren gelöscht werden, sofern der Inhaber der Marke nicht auf
das Vorhandensein von Hindernissen für eine solche Benutzung gestützte triftige Gründe nachweist. Umstände, die unabhängig vom
Willen des Inhabers der Marke eintreten und die ein Hindernis für die Benutzung der Marke bilden, wie zum Beispiel Einfuhrbeschrän-
kungen oder sonstige staatliche Auflagen für durch die Marke geschützte Waren oder Dienstleistungen, werden als triftige Gründe für
die Nichtbenutzung anerkannt.
  (2) Die Benutzung einer Marke durch einen Dritten wird als Benutzung der Marke zum Zweck der Erhaltung der Eintragung anerkannt,
wenn sie der Kontrolle durch ihren Inhaber unterliegt.

                                                                               Artikel 20
                                                                      Sonstige Erfordernisse
   Die Benutzung einer Marke im geschäftlichen Verkehr darf nicht ungerechtfertigt durch besondere Erfordernisse erschwert werden,
wie die Benutzung zusammen mit einer anderen Marke, die Benutzung in einer besonderen Form oder die Benutzung in einer Weise,
die ihre Fähigkeit beeinträchtigt, die Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denen anderer Unternehmen zu unter-
scheiden. Dies schließt die Verpflichtung nicht aus, die Marke, welche das die Waren oder Dienstleistungen herstellende Unternehmen
kennzeichnet, zusammen, aber ohne Verknüpfung, mit der Marke zu benutzen, welche die konkret betroffenen Waren oder Dienst-
leistungen dies~s Unternehmens unterscheidet.

                                                                               Artikel 21
                                                                  Lizenzen und Übertragungen
  Die Mitglieder können die Bedingungen für die Vergabe von Lizenzen und für die Übertragung von Marken festlegen, wobei davon
ausgegangen wird, daß die Zwangslizenzierung von Marken nicht zulässig ist und daß der Inhaber einer eingetragenen Marke
berechtigt ist, seine Marke mit oder ohne den Geschäftsbetrieb, zu dem die Marke gehört, zu übertragen.

                                                                             Abschnitt 3:
                                                                    Geographische Angaben

                                                                               Artikel 22
                                                               Schutz geographischer Angaben
  (1) Geographische Angaben im Sinne dieses Übereinkommens sind Angaben, die eine Ware als aus dem Hoheitsgebiet eines
Mitglieds oder aus einer Gegend oder aus einem Ort in diesem Gebiet stammend kennzeichnen, wenn eine bestimmte Qualität, der Ruf
oder eine sonstige Eigenschaft der Ware im wesentlichen auf ihrer geographischen Herkunft beruht.
     (2) In bezug auf geographische Angaben bieten die Mitglieder den beteiligten Parteien die rechtlichen Mittel für ein Verbot
a) der Benutzung irgendeines Mittels in der Bezeichnung oder Aufmachung einer Ware, das auf eine das Publikum hinsichtlich der
   geographischen Herkunft der Ware irreführende Weise angibt oder nahelegt, daß die fragliche Ware ihren Ursprung in einem
   anderen geographischen Gebiet als dem wahren Ursprungsort hat;
b) jeder Benutzung, die eine unlautere Wettbewerbshandlung im Sinne des Artikels 1Qbi• der Pariser Verbandsübereinkunft (1967)
   darstellt.
  (3) Die Mitglieder weisen von Amts wegen, sofern ihr Recht dies erlaubt, oder auf Antrag einer beteiligten Partei die Eintragung einer
Marke, die eine geographische Angabe enthält oder aus ihr besteht, für Waren, die ihren Ursprung nicht in dem angegebenen
Hoheitsgebiet haben, zurück oder erklären sie für ungültig, wenn die Benutzung der Angabe in der Marke für solche Waren in diesem
Mitglied derart ist, daß das Publikum hinsichtlich des wahren Ursprungsorts irregeführt wird.
   (4) Der Schutz nach den Absätzen 1, 2 und 3 ist auch gegen eine geographische Angabe anwendbar, die zwar in bezug auf das
Hoheitsgebiet, die Gegend oder den Ort, aus dem die Waren stammen, tatsächlich zutreffend ist, aber dem Publikum gegenüber
fälschlich die Herkunft der Waren aus einem anderen Hoheitsgebiet darstellt.

                                                                               Artikel 23
                                                                Zusätzlicher Schutz
                                                für geographische Angaben für Weine und Spirituosen
  (1) Die Mitglieder bieten beteiligten Parteien die rechtlichen Mittel für ein Verbot der Verwendung geographischer Angaben zur
Kennzeichnung von Weinen für Weine, die ihren Ursprung nicht an dem durch die fragliche geographische Angabe bezeichneten Ort
haben, oder zur Kennzeichnung von Spirituosen für Spirituosen, die ihren Ursprung nicht an dem durch die fragliche geographische
Angabe bezeichneten Ort haben, selbst wenn der wahre Ursprung der Waren angegeben oder die geographische Angabe in
Übersetzung oder zusammen mit Ausdrücken wie ,,Art", "Typ", "Stil", "Imitation" oder dergleichen benutzt wird. 4 )

•)   Ungeachtet des Artikels 42 Satz 1 sind die Mitglieder befugt, in bezug auf diese Verpflichtungen statt dessen die Durchsetzung durch Verwaltungsmaßnahmen vorzusehen.

BGBl. 1994, Seite 1736 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1736
1736                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  (2) Die Eintragung einer Marke, die eine geographische Angabe enthält oder aus ihr besteht, durch die Weine gekennzeichnet
werden, für Weine oder die Eintragung einer Marke, die eine geographische Angabe enthält oder aus ihr besteht, durch die Spirituosen
gekennzeichnet werden, für Spirituosen, wird in bezug auf solche Weine oder Spirituosen, die diesen Ursprung nicht haben, von Amts
wegen, wenn das Recht eines Mitglieds dies ertaubt, oder auf Antrag einer beteiligten Partei zurückgewiesen oder für ungültig
erklärt.
  (3) Im Fall homonymer geographischer Angaben für Weine wird vorbehaltlich des Artikels 22 Absatz 4 jeder Angabe Schutz gewährt.
Jedes Mitglied legt die praktischen Bedingungen fest, unter denen die fraglichen homonymen Angaben voneinander unterschieden
werden, wobei die Notwendigkeit berücksichtigt wird, sicherzustellen, daß die betroffenen Erzeuger angemessen behandelt und die
Verbraucher nicht irregeführt werden.
  (4) Um den Schutz geographischer Angaben für Weine zu erleichtern, werden im Rat für TRIPS Verhandlungen über die Errichtung
eines mehrseitigen Systems der Notifikation und Eintragung geographischer Angaben für Weine, die in den an dem System beteiligten
Mitgliedern schutzfähig sind, geführt.

                                                             Artikel 24
                                           Internationale Verhandlungen; Ausnahmen
  (1) Die Mitglieder vereinbaren, in Verhandlungen einzutreten, die darauf abzielen, den Schutz einzelner geographischer Angaben
nach Artikel 23 zu stärken. Die Absätze 4 bis 8 dürfen von einem Mitglied nicht dazu verwendet werden, die Führung von Verhandlungen
oder den Abschluß zweiseitiger oder mehrseitiger Übereinkünfte zu verweigern. Im Rahmen solcher Verhandlungen sind die Mitglieder
bereit, die weitere Anwendbarkeit dieser Bestimmungen auf einzelne geographische Angaben, deren Benutzung Gegenstand solcher
Verhandlungen war, in Betracht zu ziehen.
  (2) Der Rat für TRIPS überprüft laufend die Anwendung dieses Abschnitts; die erste Überprüfung findet innerhalb von zwei Jahren
nach Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens statt. Alle Angelegenheiten, welche die Erfüllung der sich aus diesen Bestimmungen
ergebenden Pflichten betreffen, können dem Rat zur Kenntnis gebracht werden, der sich auf. Ersuchen eines Mitglieds mit einem oder
mehreren Mitgliedern in bezug auf eine solche Angelegenheit berät, hinsichtlich deren es nicht möglich war, durch zweiseitige oder
mehrseitige Konsultationen zwischen den betroffenen Mitgliedern eine befriedigende Lösung zu finden. Der Rat ergreift die vereinbarten
Maßnahmen, um die Anwendung dieses Abschnitts zu erleichtern und seine Ziele zu fördern.
  (3) Bei der Umsetzung dieses Abschnitts vermindern die Mitglieder nicht den Schutz geographischer Angaben, der in dem jeweiligen
Mitglied unmittelbar vor dem Zeitpunkt des lnkrafttretens des WTO-Übereinkommens gegeben war.
  (4) Dieser Abschnitt verpflichtet die Mitglieder nicht, die fortgesetzte und gleichartige Benutzung einer bestimmten geographischen
Angabe eines anderen Mitglieds zu verbieten, durch die Weine oder Spirituosen im Zusammenhang mit Waren oder Dienstleistungen
durch seine Angehörigen oder Personen, die in dem Land ihren Wohnsitz haben, gekennzeichnet werden, wenn sie diese geographi-
sche Angabe laufend für dieselben oder verwandte Waren oder Dienstleistungen im Hoheitsgebiet dieses Mitglieds entweder a) min-
destens zehn Jahre lang vor dem 15. April 1994 oder b) gutgläubig vor diesem Tag benutzt haben.
  (5) Wenn entweder
a) vor dem Zeitpunkt der Anwendung dieser Bestimmungen in einem Mitglied gemäß Teil VI oder
b) bevor die geographische Angabe in ihrem Ursprungsland geschützt wird,
eine Marke gutgläubig angemeldet oder eingetragen wurde oder Rechte an einer Marke durch gutgläubige Benutzung erworben
wurden, beeinträchtigen zur Umsetzung dieses Abschnitts ergriffene Maßnahmen nicht die Eintragungsfähigkeit oder die Gültigkeit der
Eintragung einer Marke oder das Recht zur Benutzung einer Marke aufgrund der Tatsache, daß eine solche Marke mit einer
geographischen Angabe identisch oder ihr ähnlich ist.
   (6) Dieser Abschnitt verpflichtet die Mitglieder nicht, ihre Bestimmungen in bezug auf eine geographische Angabe eines anderen
Mitglieds in bezug auf Waren oder Dienstleistungen anzuwenden, für die diese Angabe identisch mit dem Begriff ist, der in der
allgemeinen Sprache der übliche Name solcher Waren oder Dienstleistungen im Hoheitsgebiet dieses Mitglieds ist. Dieser Abschnitt
verpflichtet die Mitglieder nicht, ihre Bestimmungen in bezug auf eine geographische Angabe eines anderen Mitglieds in bezug auf
Erzeugnisse des Weinbaus anzuwenden, für die diese Angabe identisch mit dem üblichen Namen einer Rebsorte ist, die im
Hoheitsgebiet dieses Mitglieds zum Zeitpunkt des lnkrafttretens des WTO-Übereinkommens vorhanden ist.
   (7) Jedes Mitglied kann vorsehen, daß ein nach diesem Abschnitt im Zusammenhang mit der Benutzung oder Eintragung einer Marke
gestellter Antrag innerhalb von fünf Jahren, nachdem die entgegenstehende Benutzung der geschützten Angabe in diesem Mitglied
allgemein bekannt geworden ist oder nach dem Tag der Eintragung der Marke in diesem Mitglied, sofern die Marke zu diesem Zeitpunkt
veröffentlicht ist, wenn dieser Zeitpunkt vor dem Tag liegt, an dem die entgegenstehende Benutzung in diesem Mitglied allgemein
bekannt geworden ist, eingereicht werden muß, sofern die geographische Angabe nicht bösgläubig benutzt oder eingetragen wird.
  (8) Dieser Abschnitt beeinträchtigt nicht das Recht einer Person, im geschäftlichen Verkehr ihren Namen oder den Namen ihres
Geschäftsvorgängers zu benutzen, sofern dieser Name nicht in einer das Publikum irreführenden Weise benutzt wird.
  (9) Dieses Übereinkommen begründet keine Verpflichtung, geographische Angaben zu schützen, die in ihrem Ursprungsland nicht
oder nicht mehr geschützt sind oder die in diesem Land außer Gebrauch gekommen sind.


                                                            Abschnitt 4:
                                                Gewerbliche Muster und Modelle

                                                             Artikel 25
                                                     Schutzvoraussetzungen
  (1) Die Mitglieder sehen den Schutz unabhängig geschaffener gewerblicher Muster und Modelle vor, die neu sind oder Eigenart
haben. Die Mitglieder können bestimmen, daß Muster oder Modelle nicht neu sind oder keine Eigenart haben, wenn sie sich von
bekannten Mustern oder Modellen oder Kombinationen bekannter Merkmale von Mustern oder Modellen nicht wesentlich unterschei-

BGBl. 1994, Seite 1737 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1737

den. Die Mitglieder können bestimmen, daß sich dieser Schutz nicht auf Muster oder Modelle erstreckt, die im wesentlichen aufgrund
technischer oder funktionaler Überlegungen vorgegeben sind.
  (2) Jedes Mitglied stellt sicher, daß die Voraussetzungen für die Gewährung des Schutzes von Textilmustern, insbesondere
hinsichtlich Kosten, Prüfung oder Bekanntmachung, die Möglichkeit, diesen Schutz zu begehren und zu erlangen, nicht unangemessen
beeinträchtigen. Es steht den Mitgliedern frei, dieser Verpflichtung durch musterrechtliche. oder urheberrechtliche Bestimmungen
nachzukommen.
                                                                                 Artikel 26
                                                                                   Schutz
  (1) Der Inhaber eines geschützten gewerblichen Musters oder Modells ist berechtigt, Dritten zu verbieten, ohne seine Zustimmung
Gegenstände herzustellen, zu verkaufen oder einzuführen, die ein Muster oder Modell tragen oder in die ein Muster oder Modell
aufgenommen wurde, das eine Nachahmung oder im wesentlichen eine Nachahmung des geschützten Musters oder Modells ist, wenn
diese Handlungen zu gewerblichen Zwecken vorgenommen werden.
  (2) Die Mitglieder können begrenzte Ausnahmen vom Schutz gewerblicher Muster und Modelle vorsehen, sofern solche Ausnahmen
nicht unangemessen im Widerspruch zur normalen Verwertung geschützter gewerblicher Muster oder Modelle stehen und die
berechtigten Interessen des Inhabers des geschützten Musters oder Modells nicht unangemessen beeinträchtigen, wobei auch die
berechtigten Interessen Dritter zu berücksichtigen sind.
     (3) Die erhältliche Schutzdauer beträgt mindestens zehn Jahre.

                                                                               Abschnitt 5:
                                                                                  Patente

                                                                                 Artikel 27
                                                                     Patentfähige Gegenstände
  (1) Vorbehaltlich der Absätze 2 und 3 ist vorzusehen, daß Patente für Erfindungen auf allen Gebieten der Technik erhältlich sind,
sowohl für Erzeugnisse als auch für Verfahren, vorausgesetzt, daß sie neu sind, auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhen und
gewerblich anwendbar sind. 5) Vorbehaltlich des Artikels 65 Absatz 4, des Artikels 70 Absatz 8 und des Absatzes 3 dieses Artikels sind
Patente erhältlich und können Patentrechte ausgeübt werden, ohne daß hinsichtlich des Ortes der Erfindung, des Gebiets der Technik
oder danach, ob die Erzeugnisse eingeführt oder im Land hergestellt werden, diskriminiert werden darf.
  (2) Die Mitglieder können Erfindungen von der Patentierbarkeit ausschließen, wenn die Verhinderung ihrer gewerblichen Verwertung
innerhalb ihres Hoheitsgebiets zum Schutz der öffentlichen Ordnung oder der guten Sitten einschließlich des Schutzes des Lebens oder
der Gesundheit von Menschen, Tieren oder Pflanzen oder zur Vermeidung einer ernsten Schädigung der Umwelt notwendig ist,
vorausgesetzt, daß ein solcher Ausschluß nicht nur deshalb vorgenommen wird, weil die Verwertung durch ihr Recht verboten ist.
     (3) Die Mitglieder können von der Patentierbarkeit auch ausschließen
a) diagnostische, therapeutische und chirurgische Verfahren für die Behandlung von Menschen oder Tieren;
b) Pflanzen und Tiere, mit Ausnahme von Mikroorganismen, und im wesentlichen biologische Verfahren für die Züchtung von Pflanzen
   oder Tieren mit Ausnahme von nicht-biologischen und mikrobiologischen Verfahren. Die Mitglieder sehen jedoch den Schutz von
   Pflanzensorten entweder durch Patente oder durch ein wirksames System sui generis oder durch eine Kombination beider vor. Die
   Bestimmungen dieses Buchstabens werden vier Jahre nach dem Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens überprüft.

                                                                                 Artikel 28
                                                                       Rechte aus dem Patent
     (1) Ein Patent gewährt seinem Inhaber die folgenden ausschließlichen Rechte:
a) wenn der Gegenstand des Patents ein Erzeugnis ist, es Dritten zu verbieten, ohne die Zustimmung des Inhabers folgende
   Handlungen vorzunehmen: Herstellung, Gebrauch, Anbieten zum Verkauf, Verkauf oder diesen Zwecken dienende Einfuhr 11) dieses
   Erzeugnisses;
b) wenn der Gegenstand des Patents ein Verfahren ist, es Dritten zu verbieten, ohne die Zustimmung des Inhabers das Verfahren
   anzuwenden und folgende Handlungen vorzunehmen: Gebrauch, Anbieten zum Verkauf, Verkauf oder Einfuhr zu diesen Zwecken
   zumindest in bezug auf das unmittelbar durch dieses Verfahren gewonnene Erzeugnis.
  (2) Der Patentinhaber hat auch das Recht, das Patent rechtsgeschäftlich oder im Weg der Rechtsnachfolge zu übertragen und
Lizenzverträge abzuschließen.

                                                                                 Artikel 29
                                                                Bedingungen für Patentanmelder
  (1) Die Mitglieder sehen vor, daß der Anmelder eines Patents die Erfindung so deutlich und vollständig zu offenbaren hat, daß ein
Fachmann sie ausführen kann, und können vom Anmelder verlangen, die dem Erfinder am Anmeldetag oder, wenn eine Priorität in
Anspruch genommen wird, am Prioritätstag bekannte beste Art der Ausführung der Erfindung anzugeben.
  (2) Die Mitglieder können vom Anmelder eines Patents verlangen, Angaben über seine entsprechenden ausländischen Anmeldungen
und Erteilungen vorzulegen.

')   Im Sinne dieses Artikels kann ein Mitglied die Begriffe .erfinderische Tätigkeir und .gewerblich anwendbar· als Synonyme der Begriffe .nicht naheliegend" beziehungsweise
     .nützlich" auffassen.
")   Dieses Recht unterliegt ebenso wie alle sonstigen nach diesem Übereinkommen gewährten Rechte in bezug auf Gebrauch, Verkauf, Einfuhr oder sonstigen Vertrieb von Waren
     Artikel 6.

BGBl. 1994, Seite 1738 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1738
1738                                                         Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                                                     Artikel 30
                                                           Ausnahmen von den Rechten aus dem Patent
  Die Mitglieder können begrenzte Ausnahmen von den ausschließlichen Rechten aus einem Patent vorsehen, sofern solche
Ausnahmen nicht unangemessen im Widerspruch zur normalen Verwertung des Patents stehen und die berechtigten Interessen des
Inhabers des Patents nicht unangemessen beeinträchtigen, wobei auch die berechtigten Interessen Dritter zu berücksichtigen sind.


                                                                                     Artikel 31
                                                  Sonstige Benutzung ohne Zustimmung des Rechtsinhabers
  Läßt das Recht eines Mitglieds die sonstige Benutzung 1 ) des Gegenstands eines Patents ohne die Zustimmung des Rechtsinhabers
zu, einschließlich der Benutzung durch die Regierung oder von der Regierung ermächtigte Dritte, so sind folgende Bestimmungen zu
beachten:
a) die Erlaubnis zu einer solchen Benutzung wird aufgrund der Umstände des Einzelfalls geprüft;
b) eine solche Benutzung darf nur gestattet werden, wenn vor der Benutzung derjenige, der die Benutzung plant, sich bemüht hat, die
   Zustimmung des Rechtsinhabers zu angemessenen geschäftsüblichen Bedingungen zu erhalten, und wenn diese Bemühungen
   innerhalb einer angemessenen Frist erfolglos geblieben sind. Auf dieses Erfordernis kann ein Mitglied verzichten, wenn ein
   nationaler Notstand oder sonstige Umstände von äußerster Dringlichkeit vorliegen oder wenn es sich um eine öffentliche, nicht
   gewerbliche Benutzung handelt. Bei Vorliegen eines nationalen Notstands oder sonstiger Umstände von äußerster Dringlichkeit ist
   der Rechtsinhaber gleichwohl so bald wie zumutbar und durchführbar zu verständigen. Wenn im Fall öffentlicher, nicht gewerblicher
   Benutzung die Regierung oder der Unternehmer, ohne eine Patentrecherche vorzunehmen, weiß oder nachweisbaren Grund hat zu
   wissen, daß ein gültiges Patent von der oder für die Regierung benutzt wird oder werden wird, ist der Rechtsinhaber umgehend zu
   unterrichten;
c) Umfang und Dauer einer solchen Benutzung sind auf den Zweck zu begrenzen, für den sie gestattet wurde, und im Fall der
   Halbleitertechnik kann sie nur für den öffentlichen, nicht gewerblichen Gebrauch oder zur Beseitigung einer in einem Gerichts- oder
   Verwaltungsverfahren festgestellten wettbewerbswidrigen Praktik vorgenommen werden;
d) eine solche Benutzung muß nicht ausschließlich sein;
e) eine solche Benutzung kann nur zusammen mit dem Teil des Unternehmens oder des Goodwill, dem diese Benutzung zusteht,
   übertragen werden;
f)        eine solche Benutzung ist vorwiegend für die Versorgung des Binnenmarkts des Mitglieds zu gestatten, das diese Benutzung
          gestattet;
g) die Gestattung einer solchen Benutzung ist vorbehaltlich eines angemessenen Schutzes der berechtigten Interessen der zu ihr
   ermächtigten Personen zu beenden, sofern und sobald die Umstände, die zu ihr geführt haben, nicht mehr vorliegen und
   wahrscheinlich nicht wieder eintreten werden. Die zuständige Stelle muß die Befugnis haben, auf begründeten Antrag hin die
   Fortdauer dieser Umstände zu überprüfen;
h) dem Rechtsinhaber ist eine nach den Umständen des Falles angemessene Vergütung zu leisten, wobei der wirtschaftliche Wert der
   Erlaubnis in Betracht zu ziehen ist;
i)        die Rechtsgültigkeit einer Entscheidung im Zusammenhang mit der Erlaubnis zu einer solchen Benutzung unterliegt der Nachprü-
          fung durch ein Gericht oder einer sonstigen unabhängigen Nachprüfung durch eine gesonderte übergeordnete Behörde in dem
          betreffenden Mitglied;
j)        jede Entscheidung betreffend die in bezug auf eine solche Benutzung vorgesehene Vergütung unterliegt der Nachprüfung durch ein
          Gericht oder einer sonstigen unabhängigen Nachprüfung durch eine gesonderte übergeordnete Behörde in dem betreffenden
          Mitglied;
k) die Mitglieder sind nicht verpflichtet, die unter den Buchstaben b und f festgelegten Bedingungen anzuwenden, wenn eine solche
   Benutzung gestattet ist, um eine in einem Gerichts- oder Verwaltungsverfahren festgestellte wettbewerbswidrige Praktik abzustel-
   len. Die Notwendigkeit, eine wettbewerbswidrige Praktik abzustellen, kann in solchen Fällen bei der Festsetzung des Betrags der
   Vergütung berücksichtigt werden. Die zuständigen Stellen sind befugt, eine Beendigung der Erlaubnis abzulehnen, sofern und
   sobald die Umstände, die zur Gewährung der Erlaubnis geführt haben, wahrscheinlich wieder eintreten werden;
1)        wenn eine solche Benutzung gestattet ist, um die Verwertung eines Patents (,,zweites Patenr) zu ermöglichen, das nicht verwertet
          werden kann, ohne ein anderes Patent ("erstes Patent") zu verletzen, kommen die folgenden zusätzlichen Bedingungen zur
          Anwendung:
          i)   die im zweiten Patent beanspruchte Erfindung muß gegenüber der im ersten Patent beanspruchten Erfindung einen wichtigen
               technischen Fortschritt von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung aufweisen;
          ii) der Inhaber des ersten Patents muß das Recht auf eine Gegenlizenz zu angemessenen Bedingungen für die Benutzung der im
              zweiten Patent beanspruchten Erfindung haben, und
          iii) die Benutzungserlaubnis in bezug auf das erste Patent kann nur zusammen mit dem zweiten Patent übertragen werden.


                                                                                      Artikel 32
                                                                                  WiderrufNerfall
  Es ist eine Möglichkeit zur gerichtlichen Überprüfung von Entscheidungen, mit denen Patente widerrufen oder für verfallen erklärt
werden, vorzusehen.



     ')   Mit .sonstiger Benutzung• ist eine andere als die nach Artikel 30 ertaubte Benutzung gemeint.

BGBl. 1994, Seite 1739 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1739

                                                                                    Artikel 33
                                                                                 Schutzdauer
        Die erhältliche Schutzdauer endet nicht vor dem Ablauf einer Frist von 20 Jahren, gerechnet ab dem Anmeldetag. 8 )

                                                                                    Artikel 34
                                                                     Verfahrenspatente: Beweislast
  (1) Ist Gegenstand des Patentes ein Verfahren zur Herstellung eines Erzeugnisses, so sind in zivilrechtlichen Verfahren wegen einer
Verletzung der in Artikel 28 Absatz 1 Buchstabe b genannten Rechte des Inhabers die Gerichte befugt, dem Beklagten den Nachweis
aufzuerlegen, daß sich das Verfahren zur Herstellung eines identischen Erzeugnisses von dem patentierten Verfahren unterscheidet.
Daher sehen die Mitglieder, wenn zumindest einer der nachstehend aufgeführten Umstände gegeben ist, vor, daß ein identisches
Erzeugnis, das ohne die Zustimmung des Patentinhabers hergestellt wurde, mangels Beweises des Gegenteils als nach dem
patentierten Verfahren hergestellt gilt,
a) wenn das nach dem patentierten Verfahren hergestellte Erzeugnis neu ist;
b) wenn mit erheblicher Wahrscheinlichkeit das identische Erzeugnis nach dem Verfahren hergestellt wurde und es dem Inhaber des
   Patents bei Aufwendung angemessener Bemühungen nicht gelungen ist, das tatsächlich angewendete Verfahren festzustellen.
  (2) Den Mitgliedern steht es frei, vorzusehen, daß die in Absatz 1 angegebene Beweislast dem angeblichen Verletzer auferlegt wird,
wenn nur die unter Buchstabe a genannte Bedingung oder wenn nur die unter Buchstabe b genannte Bedingung erfüllt ist.
 (3) Bei der Führung des Beweises des Gegenteils sind die be;echtigten Interessen des Beklagten am Schutz seiner Herstellungs- und
Geschäftsgeheimnisse zu berücksichtigen.


                                                                                  Abschnitt 6:
                                                 Layout-Designs (Topographien) integrierter Schaltkreise

                                                                                    Artikel 35
                                                                       Verhältnis zum IPIC-Vertrag
   Die Mitglieder vereinbaren, nach den Artikeln 2 bis 7 (mit Ausnahme des Artikels 6 Absatz 3), Artikel 12 und Artikel 16 Absatz 3 des
Vertrags über den Schutz des geistigen Eigentums im Hinblick auf integrierte Schaltkreise den Layout-Designs (Topographien)
integrierter Schaltkreise (in diesem Übereinkommen als „Layout-Designs" bezeichnet) Schutz zu gewähren und darüber hinaus die
nachstehenden Bestimmungen zu befolgen.

                                                                                   Artikel 36
                                                                                Schutzumfang
  Vorbehaltlich des Artikels 37 Absatz 1 erachten die Mitglieder folgende Handlungen, wenn sie ohne Erlaubnis des Rechtsinhabers 9)
vorgenommen werden, für rechtswidrig: Einfuhr, Verkauf oder sonstiger Vertrieb zu kommerziellen Zwecken in bezug auf ein
geschütztes Layout-Design oder einen integrierten Schaltkreis, in den ein geschütztes Layout-Design aufgenommen ist, oder einen
Gegenstand, in den ein derartiger integrierter Schaltkreis aufgenommen ist, nur insoweit, als er weiterhin ein rechtswidrig nachgebilde-
tes Layout-Design enthält.

                                                                                   Artikel 37
                                          Handlungen, die keiner Erlaubnis durch den Rechtsinhaber bedürfen
  (1) Ungeachtet des Artikels 36 betrachtet kein Mitglied die Vornahme einer der in jenem Artikel genannten Handlungen in bezug auf
einen integrierten Schaltkreis, in den ein rechtswidrig nachgebildetes Layout-Design aufgenommen ist, oder einen Gegenstand, in den
ein derartiger integrierter Schaltkreis aufgenommen ist, als rechtswidrig, wenn die Person, die diese Handlungen vorgenommen oder
veranlaßt hat, beim Erwerb des integrierten Schaltkreises oder des Gegenstands, in den ein derartiger integrierter Schaltkreis
aufgenommen ist, nicht wußte und keinen hinreichenden Grund zu der Annahme hatte, daß darin ein rechtswidrig nachgebildetes
Layout-Design aufgenommen war. Die Mitglieder sehen vor, daß diese Person nach dem Zeitpunkt, zu dem sie ausreichende Kenntnis
davon erlangt hat, daß das Layout-Design rechtswidrig nachgebildet wurde, zwar alle genannten Handlungen in bezug auf die
vorhandenen oder vor diesem Zeitpunkt bestellten Bestände vornehmen darf, aber an den Rechtsinhaber einen Betrag zu entrichten
hat, der einer angemessenen Lizenzgebühr, wie sie aufgrund eines frei ausgehandelten Lizenzvertrags über ein solches Layout-Design
zu zahlen wäre, entspricht.
  (2) Die in Artikel 31 Buchstaben a bis k aufgeführten Bedingungen sind auf Zwangslizenzen an einem Layout-Design oder seiner
Benutzung durch oder für die Regierung ohne Erlaubnis des Rechtsinhabers sinngemäß anzuwenden.

                                                                                   Artikel 38
                                                                                 Schutzdauer
  (1) In Mitgliedern, welche die Eintragung als Voraussetzung des Schutzes verlangen, endet die Schutzdauer für Layout-Designs nicht
vor Ablauf eines Zeitraums von zehn Jahren, gerechnet ab dem Anmeldetag oder ab der ersten geschäftlichen Verwertung, gleichviel,
an welchem Ort der Welt sie stattfindet.

1
    )   Es besteht Einigkeit darüber, daß Mitglieder, die kein System der eigenständigen Erteilung kennen, festlegen können, daß die Schutzdauer ab dem Anmeldetag im System der
        ursprünglichen Erteilung gerechnet wird.
0
    )   Der Begriff .Rechtsinhaber" ist als bedeutungsgleich mit dem im IPIC-Vertrag verwendeten Begriff .Inhaber des Rechts" zu verstehen.

BGBl. 1994, Seite 1740 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1740
1740                                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  (2) In Mitgliedern, welche die Eintragung als Voraussetzung des Schutzes nicht verlangen, werden Layout-Designs während eines
Zeitraums von nicht weniger als zehn Jahren geschützt, gerechnet ab dem Tag der ersten geschäftlichen Verwertung, gleichviel, an
welchem Ort der Welt sie stattfindet.
  (3) Ungeachtet der Absätze 1 und 2 können die Mitglieder vorsehen, daß der Schutz fünfzehn Jahre nach der Schaffung des
Layout-Designs erlischt.




                                                                               Abschnitt 7:
                                                            Schutz nicht offenbarter Informationen

                                                                                 Artikel 39
  (1) Bei der Sicherung eines wirksamen Schutzes gegen unlauteren Wettbewerb, wie er in Artikel 1Qbi• der Pariser Verbandsüberein-
kunft (1967) vorgesehen ist, schützen die Mitglieder nicht offenbarte Informationen nach Maßgabe des Absatzes 2 und Regierungen
oder Regierungsstellen vorgelegte Daten nach Maßgabe des Absatzes 3.
   (2) Natürliche und juristische Personen haben die Möglichkeit, zu verhindern, daß Informationen, die rechtmäßig unter ihrer Kontrolle
stehen, ohne ihre Zustimmung auf eine Weise, die den anständigen Gepflogenheiten in Gewerbe und Handel zuwiderläuft, 10) Dritten
offenbart, von diesen erworben oder benutzt werden, solange diese Informationen
a) in dem Sinne geheim sind, daß sie entweder in ihrer Gesamtheit oder in der genauen Anordnung und Zusammenstellung ihrer
   Bestandteile Personen in den Kreisen, die üblicherweise mit den fraglichen Informationen zu tun haben, nicht allgemein bekannt
   oder leicht zugänglich sind,
b) wirtschaftlichen Wert haben, weil sie geheim sind, und
c) Gegenstand von den Umständen nach angemessenen Geheimhaltungsmaßnahmen seitens der Person waren, unter deren
   Kontrolle sie rechtmäßig stehen.
   (3) Mitglieder, in denen die Vorlage nicht offenbarter Test- oder sonstiger Daten, deren Erstellung beträchtlichen Aufwand verursacht,
Voraussetzung für die Marktzulassung pharmazeutischer oder agrochemischer Erzeugnisse ist, in denen neue chemische Stoffe
verwendet werden, schützen diese Daten vor unlauterem gewerblichen Gebrauch. Darüber hinaus schützen die Mitglieder solche Daten
vor Offenbarung, es sei denn, daß diese zum Schutz der Öffentlichkeit notwendig ist oder daß Maßnahmen ergriffen werden, um
sicherzustellen, daß die Daten vor unlauterem gewerblichen Gebrauch geschützt werden.




                                                                              Abschnitt 8:
                                        Kontrolle wettbewerbswidriger Praktiken in vertraglichen Lizenzen

                                                                                Artikel 40
  (1) Die Mitglieder sind sich darin einig, daß gewisse Praktiken oder Bestimmungen bei der Vergabe von Lizenzen an Rechten des
geistigen Eigentums, die den Wettbewerb beschränken, nachteilige Auswirkungen auf den Handel haben können und die Weitergabe
und Verbreitung von Technologie behindern können.
  (2) Dieses Übereinkommen hindert die Mitglieder nicht daran, in ihren Rechtsvorschriften Lizenzierungspraktiken und Lizenzbedin-
gungen aufzuführen, die in bestimmten Fällen einen Mißbrauch von Rechten des geistigen Eigentums mit nachteiligen Auswirkungen
auf den Wettbewerb auf dem entsprechenden Markt bilden können. Wie vorstehend vorgesehen, kann ein Mitglied im Einklang mit den
sonstigen Bestimmungen dieses Übereinkommens geeignete Maßnahmen ergreifen, um solche Praktiken, zu denen zum Beispiel
Bestimmungen über exklusive Rücklizenzen, über die Verhinderung von Angriffen auf die Gültigkeit sowie erzwungene Paketlizenzen
gehören können, unter Berücksichtigung seiner einschlägigen Gesetze und sonstigen Vorschriften zu verhindern oder zu kontrollie-
ren.
  (3) Auf Ersuchen tritt ein Mitglied mit einem anderen Mitglied, das Grund zur Annahme hat, daß der Inhaber eines Rechts des
geistigen Eigentums, der Angehöriger des Mitglieds ist, an welches das Ersuchen um Konsultationen gerichtet wurde, oder der dort
seinen Wohnsitz hat, Praktiken betreibt, mit denen die den Gegenstand dieses Abschnitts betreffenden Gesetze und sonstigen
Vorschriften des ersuchenden Mitglieds verletzt werden, und das die Einhaltung dieser Rechtsvorschriften wünscht, in Konsultationen
ein unbeschadet jeder Maßnahme nach dem Recht des jeweiligen Mitglieds und der völligen Freiheit einer abschließenden Entschei-
dung des jeweiligen Mitglieds. Das Mitglied, an welches das Ersuchen gerichtet wurde, prüft die Frage von Konsultationen mit dem
ersuchenden Mitglied umfassend und wohlwollend, bietet angemessene Gelegenheit für solche Konsultationen und wirkt dadurch mit,
daß es öffentlich verfügbare nicht vertrauliche Informationen, die für die fragliche Angelegenheit von Bedeutung sind, sowie andere ihm
zugängliche Informationen zur Verfügung stellt, vorbehaltlich innerstaatlicher Rechtsvorschriften und des Abschlusses beide Seiten
zufriedenstellender Vereinbarungen über die Wahrung ihrer Vertraulichkeit durch das ersuchende Mitglied.
   (4) Einern Mitglied, dessen Angehörige oder Gebietsansässige in Verfahren in einem anderen Mitglied wegen einer angeblichen
Verletzung der Gesetze und sonstigen Vorschriften dieses anderen Mitglieds in bezug auf den Gegenstand dieses Abschnitts verwickelt
sind, ist auf Ersuchen durch das andere Mitglied Gelegenheit zu Konsultationen unter den in Absatz 3 aufgeführten Bedingungen zu
geben.



 0
' )   Im Sinne dieser Bestimmung bedeutet .eine Weise, die den anständigen Gepflogenheiten in Gewerbe und Handel zuwiderläuft" zumindest Handlungen wie Vertragsbruch,
      Vertrauensbruch und Verleitung dazu und schließt den Erwerb nicht offenbarter Informationen durch Dritte ein, die wußten oder grob fahrlässig nicht wußten, daß solche
      Handlungen beim Erwerb eine Rolle spielten.

BGBl. 1994, Seite 1741 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1741

                                                                                Tell III
                                              Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums

                                                                             Abschnitt 1:
                                                                      Allgemeine Pflichten

                                                                               Artikel 41
  (1) Die Mitglieder stellen sicher, daß die in diesem Teil aufgeführten Durchsetzungsverfahren in ihrem Recht vorgesehen werden, um
ein wirksames Vorgehen gegen jede Verletzung von unter dieses übereinkommen fallenden Rechten des geistigen Eigentums
einschließlich Eilverfahren zur Verhinderung von Verletzungshandlungen und Rechtsbehelfe zur Abschreckung von weiteren Verlet-
zungshandlungen zu ermöglichen. Diese Verfahren sind so anzuwenden, daß die Errichtung von Schranken für den rechtmäßigen
Handel vermieden wird und die Gewähr gegen ihren Mißbrauch gegeben ist.
  (2) Die Verfahren zur Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums müssen fair und gerecht sein. Sie dürfen nicht unnötig
kompliziert oder kostspielig sein und keine unangemessenen Fristen oder ungerechtfertigten Verzögerungen mit sich bringen.
   (3) Sachentscheidungen sind vorzugsweise schriftlich abzufassen und mit Gründen zu versehen. Sie müssen zumindest den
Verfahrensparteien ohne ungebührliche Verzögerung zur Verfügung gestellt werden. Sachentscheidungen dürfen sich nur auf Beweise
stützen, zu denen die Parteien Gelegenheit zur Stellungnahme hatten.
  (4) Die Parteien eines Verfahrens erhalten Gelegenheit zur Nachprüfung von Endentscheidungen der Verwaltungsbehörden durch ein
Gericht und, vorbehaltlich der Bestimmungen über die gerichtliche Zuständigkeit im innerstaatlichen Recht des Mitglieds in bezug auf
die Bedeutung einer Rechtssache, zumindest auch der Rechtsfragen erstinstanzlicher Sachentscheidungen der Gerichte. Es besteht
jedoch keine Verpflichtung, eine Gelegenheit zur Nachprüfung von Freisprüchen in Strafverfahren vorzusehen.
  (5) Es besteht Einvernehmen darüber, daß dieser Teil weder eine Verpflichtung begründet, ein gerichtliches System für die
Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums getrennt von dem für die Durchsetzung des Rechts im allgemeinen zu errichten,
noch die Fähigkeit der Mitglieder berührt, ihr Recht allgemein durchzusetzen. Dieser Teil schafft keine Verpflichtung hinsichtlich der
Aufteilung von Mitteln für Zwecke der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums und für Zwecke der Durchsetzung des
Rechts im allgemeinen.

                                                                             Abschnitt 2:
                                                Zivil- und Verwaltungsverfahren und Rechtsbehelfe

                                                                               Artikel 42
                                                                 Faire und gerechte Verfahren
   Die Mitglieder stellen den Rechtsinhabern 11 ) zivilprozessuale Verfahren für die Durchsetzung aller unter dieses Übereinkommen
fallenden Rechte des geistigen Eigentums zur Verfügung. Die beklagte Partei hat Anspruch auf rechtzeitige schriftliche Benachrichti-
gung, die genügend Einzelheiten einschließlich der Grundlage für den Anspruch enthält. Den Parteien ist zu gestatten, sich durch einen
unabhängigen Rechtsanwalt vertreten zu lassen, und im Verfahren dürfen keine übermäßig erschwerten Anforderungen hinsichtlich der
Notwendigkeit des persönlichen Erscheinens gestellt werden. Alle Parteien solcher Verfahren sind berechtigt, ihre Ansprüche zu
begründen und alle sachdienlichen Beweismittel vorzulegen. Das Verfahren muß Möglichkeiten vorsehen, vertrauliche Informationen
festzustellen und zu schützen, sofern dies nicht bestehenden verfassungsrechtlichen Erfordernissen zuwiderlaufen würde.

                                                                              Artikel 43
                                                                               Beweise
   (1) Hat eine Partei alle vernünftigerweise verfügbaren Beweismittel zur hinreichenden Begründung ihrer Ansprüche vorgelegt und
rechtserhebliche Beweismittel zur Begründung ihrer Ansprüche, die sich in der Verfügungsgewalt der gegnerischen Partei befinden,
bezeichnet, so sind die Gerichte befugt anzuordnen, daß diese Beweismittel von der gegnerischen Partei vorgelegt werden, gegebenen-
falls unter Bedingungen, die den Schutz vertraulicher Informationen gewährleisten.
  (2) In Fällen, in denen eine Prozeßpartei aus eigenem Willen und ohne stichhaltigen Grund den Zugang zu notwendigen Informatio-
nen verweigert oder diese nicht innerhalb einer angemessenen Frist vorlegt oder ein Verfahren zur Durchsetzung eines Rechts
wesentlich behindert, kann ein Mitglied die Gerichte ermächtigen, auf der Grundlage der ihnen vorgelegten Informationen, einschließlich
der Klageschrift oder des Vorbringens der durch die Verweigerung des Zugangs zu den Informationen beschwerten Partei, bestätigende
oder abweisende Entscheidungen vorläufiger und endgültiger Art zu treffen, sofern die Parteien die Gelegenheit hatten, zu dem
Vorbringen und den Beweisen Stellung zu nehmen.

                                                                              Artikel 44
                                                                  Unterlassungsanordnungen
(1) Die Gerichte sind befugt, gegenüber einer Partei anzuordnen, daß eine Rechtsverletzung zu unterlassen ist, unter anderem um zu
verhindern, daß eingeführte Waren, die eine Verletzung eines Rechts des geistigen Eigentums mit sich bringen, unmittelbar nach der
Zollfreigabe in die in ihrem Zuständigkeitsbereich liegenden Vertriebswege gelangen. Die Mitglieder sind nicht verpflichtet, diese
Befugnisse auch in bezug auf einen geschützten Gegenstand zu gewähren, der von einer Person erworben oder bestellt wurde, bevor
sie wußte oder vernünftigerweise hätte wissen müssen, daß der Handel mit diesem Gegenstand die Verletzung eines Rechts des
geistigen Eigentums nach sich ziehen würde.


") Im Sinne dieses Teils schließt der Begriff .Rechtsinhaber" auch Verbände und Vereinigungen ein, die gesetzlich zur Geltendmachung solcher Rechte befugt sind.

BGBl. 1994, Seite 1742 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1742
1742                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

   (2) Ungeachtet der anderen Bestimmungen dieses Teils und unter der Voraussetzung, daß die Bestimmungen des Teils II, in denen
es speziell um die Benutzung durch Regierungen oder durch von einer Regierung ermächtigte Dritte ohne Zustimmung des Rechtsinha-
bers geht, eingehalten werden, können die Mitglieder die gegen eine solche Benutzung zur Verfügung stehenden Ansprüche auf die
Zahlung einer Vergütung nach Artikel 31 Buchstabe h beschränken. In anderen Fällen finden die in diesem Teil festgelegten
Rechtsbehelfe Anwendung oder sind, wenn diese Rechtsbehelfe nicht im Einklang mit dem Recht eines Mitglieds stehen, Feststellungs-
urteile und angemessene Entschädigung vorzusehen.

                                                             Artikel 45
                                                          Schadensersatz
  (1) Die Gerichte sind befugt anzuordnen, daß der Verletzer dem Rechtsinhaber zum Ausgleich des von diesem wegen einer
Verletzung seines Rechts des geistigen Eigentums durch einen Verletzer, der wußte oder vernünftigerweise hätte wissen müssen, daß
er eine Verletzungshandlung vornahm, erlittenen Schadens angemessenen Schadensersatz zu leisten hat.
  (2) Die Gerichte sind ferner befugt anzuordnen, daß der Verletzer dem Rechtsinhaber die Kosten zu erstatten hat, zu denen auch
angemessene Anwaltshonorare gehören können. In geeigneten Fällen können die Mitglieder die Gerichte ermächtigen, die Herausgabe
der Gewinne und/oder die Zahlung eines festgelegten Schadensersatzbetrags selbst dann anzuordnen, wenn der Verletzer nicht wußte
oder nicht vernünftigerweise hätte wissen müssen, daß er eine Verletzungshandlung vornahm.

                                                             Artikel 46
                                                      Sonstige Rechtsbehelfe
  Um wirksam von Verletzungen abzuschrecken, sind die Gerichte befugt anzuordnen, daß über Waren, die nach ihren Feststellungen
ein Recht verletzen, ohne Entschädigung irgendwelcher Art außerhalb der Vertriebswege so verfügt wird, daß dem Rechtsinhaber kein
Schaden entstehen kann, oder daß sie vernichtet werden, sofern dies nicht bestehenden verfassungsrechtlichen Erfordernissen
zuwiderlaufen würde. Die Gerichte sind ferner befugt anzuordnen, daß über Material und Werkzeuge, die vorwiegend zur Herstellung
der rechtsverletzenden Waren verwendet wurden, ohne Entschädigung irgendwelcher Art außerhalb der Vertriebswege so verfügt wird,
daß die Gefahr weiterer Rechtsverletzungen möglichst gering gehalten wird. Bei der Prüfung derartiger Anträge sind die Notwendigkeit
eines angemessenen Verhältnisses zwischen der Schwere der Rechtsverletzung und den angeordneten Maßnahmen sowie die
Interessen Dritter zu berücksichtigen. Bei nachgeahmten Markenwaren reicht das einfache Entfernen der rechtswidrig angebrachten
Marke außer in Ausnahmefällen nicht aus, um eine Freigabe der Waren in die Vertriebswege zu gestatten.

                                                             Artikel 47
                                                        Recht auf Auskunft
   Die Mitglieder können vorsehen, daß die Gerichte befugt sind anzuordnen, daß der Verletzer dem Rechtsinhaber Auskunft über die
Identität Dritter, die an der Herstellung und am Vertrieb der rechtsverletzenden Waren oder Dienstleistungen beteiligt waren, und über
ihre Vertriebswege erteilen muß, sofern dies nicht außer Verhältnis zur Schwere der Verletzung steht.

                                                             Artikel 48
                                                  Entschädigung des Beklagten
  (1) Die Gerichte sind befugt anzuordnen, daß eine Partei, auf deren Antrag hin Maßnahmen ergriffen wurden und die Durchsetzungs-
verfahren mißbräuchlich benutzt hat, einer zu Unrecht mit einem Verbot oder einer Beschränkung belegten Partei angemessene
Entschädigung für den durch einen solchen Mißbrauch erlittenen Schaden zu leisten hat. Die Gerichte sind ferner befugt anzuordnen,
daß der Antragsteller dem Antragsgegner die Kosten zu erstatten hat, zu denen auch angemessene Anwaltshonorare _gehören
können.
   (2) In bezug auf die Anwendung von Rechtsvorschriften über den Schutz oder die Durchsetzung von Rechten des geistigen
Eigentums dürfen die Mitglieder sowohl Behörden als auch Beamte von der Haftung auf angemessene Wiedergutmachung nur
freistellen, wenn ihre Handlungen in gutem Glauben bei der Anwendung dieser Rechtsvorschriften vorgenommen oder unternommen
werden.

                                                             Artikel 49
                                                      .Verwaltungsverfahren
  Soweit zivilrechtliche Ansprüche als Ergebnis von Sachentscheidungen im Verwaltungsverfahren zuerkannt werden können, müssen
diese Verfahren Grundsätzen entsprechen, die im wesentlichen den in diesem Abschnitt dargelegten gleichwertig sind.

                                                            Abschnitt 3:
                                                    Einstweilige Maßnahmen

                                                             Artikel 50
  (1) Die Gerichte sind befugt, schnelle und wirksame einstweilige Maßnahmen anzuordnen,
a) um die Verletzung eines Rechts des geistigen Eigentums zu verhindern, und insbesondere, um zu verhindern, daß Waren,
   einschließlich eingeführter Waren unmittelbar nach der Zollfreigabe, in die innerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs liegenden
   Vertriebswege gelangen;
b) um einschlägige Beweise hinsichtlich der behaupteten Rechtsverletzung zu sichern.
  (2) Die Gerichte sind befugt, gegebenenfalls einstweilige Maßnahmen ohne Anhörung der anderen Partei zu treffen, insbesondere
dann, wenn durch eine Verzögerung dem Rechtsinhaber wahrscheinlich ein nicht wiedergutzumachender Schaden entstünde oder
wenn nachweislich die Gefahr besteht, daß Beweise vernichtet werden.

BGBl. 1994, Seite 1743 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1743

  (3) Die Gerichte sind befugt, dem Antragsteller aufzuerlegen, alle vernünftigeiweise verfügbaren Beweise vorzulegen, um sich mit
ausreichender Sicherheit davon überzeugen zu können, daß der Antragsteller der Rechtsinhaber ist und daß das Recht des
Antragstellers verletzt wird oder daß eine solche Verletzung droht, und anzuordnen, daß der Antragsteller eine Kaution zu stellen oder
eine entsprechende Sicherheit zu leisten hat, die ausreicht, um den Antragsgegner zu schützen und einem Mißbrauch vorzubeugen.
  (4) Wenn einstweilige Maßnahmen ohne Anhörung der anderen Partei getroffen wurden, sind die betroffenen Parteien spätestens
unverzüglich nach der Vollziehung der Maßnahmen davon in Kenntnis zu setzen. Auf Antrag des Antragsgegners findet eine Prüfung,
die das Recht zur Stellungnahme einschließt, mit dem Ziel statt, innerhalb einer angemessenen Frist nach der Mitteilung der
Maßnahmen zu entscheiden, ob diese abgeändert, aufgehoben oder bestätigt werden sollen.
  (5) Der Antragsteller kann aufgefordert werden, weitere Informationen vorzulegen, die für die Identifizierung der betreffenden Waren
durch die Behörde, welche die einstweiligen Maßnahmen vollzieht, notwendig sind.
  (6) Unbeschadet des Absatzes 4 werden aufgrund der Absätze 1 und 2 ergriffene einstweilige Maßnahmen auf Antrag des
Antragsgegners aufgehoben oder auf andere Weise außer Kraft gesetzt, wenn das Verfahren, das zu einer Sachentscheidung führt,
nicht innerhalb einer angemessenen Frist eingeleitet wird, die entweder von dem die Maßnahmen anordnenden Gericht festgelegt wird,
sofern dies nach dem Recht des Mitglieds zulässig ist, oder, wenn es nicht zu einer solchen Festlegung kommt, 20 Arbeitstage oder 31
Kalendertage, wobei der längere der beiden Zeiträume gilt, nicht überschreitet.
  (7) Werden einstweilige Maßnahmen aufgehoben oder werden sie aufgrund einer Handlung oder Unterlassung des Antragstellers
hinfällig oder wird in der Folge festgestellt, daß keine Verletzung oder drohende Verletzung eines Rechts des geistigen Eigentums
vorlag, so sind die Gerichte befugt, auf Antrag des Antragsgegners anzuordnen, daß der Antragsteller dem Antragsgegner angemesse-
nen Ersatz für durch diese Maßnahmen entstandenen Schaden zu leisten hat.
  (8) Soweit einstweilige Maßnahmen aufgrund von Veiwaltungsverfahren angeordnet werden können, müssen diese Verfahren
Grundsätzen entsprechen, die im wesentlichen den in diesem Abschnitt dargelegten gleichwertig sind.

                                                                               Abschnitt 4:
                                                   Besondere Erfordernisse bei Grenzmaßnahmen 12 )

                                                                                 Artikel 51
                                                     Aussetzung der Freigabe durch die Zollbehörden
  Die Mitglieder sehen gemäß den nachstehenden Bestimmungen Verfahren 13) vor, die es dem Rechtsinhaber, der den begründeten
Verdacht hat, daß es zur Einfuhr von nachgeahmten Markenwaren oder unerlaubt hergestellten urheberrechtlich geschützten Waren 14)
kommen kann, ermöglichen, bei den zuständigen Gerichten oder Veiwaltungsbehörden schriftlich zu beantragen, daß die Zollbehörden
die Freigabe dieser Waren in den freien Verkehr aussetzen. Die Mitglieder können vorsehen, daß ein solcher Antrag auch in bezug auf
Waren gestellt werden kann, bei denen es um andere Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums geht, sofern die Erfordernisse
dieses Abschnitts beachtet werden. Die Mitglieder können ferner entsprechende Verfahren betreffend die Aussetzung der Freigabe
rechtsverletzender Waren, die für die Ausfuhr aus ihren Hoheitsgebieten bestimmt sind, vorsehen.

                                                                                 Artikel 52
                                                                                   Antrag
   Ein Rechtsinhaber, der die in Artikel 51 aufgeführten Verfahren in Gang bringt, muß ausreichende Beweise vorlegen, um die
zuständigen Behörden davon zu überzeugen, daß nach Maßgabe des Rechts des Einfuhrlands prima facie eine Verletzung des Rechts
des geistigen Eigentums des Rechtsinhabers vorliegt, sowie eine hinreichend genaue Beschreibung der Waren, um sie für die
Zollbehörden leicht erkennbar zu machen. Die zuständigen Stellen setzen innerhalb einer angemessenen Frist den Antragsteller davon
in Kenntnis, ob sie den Antrag angenommen haben, und davon, innerhalb welchen Zeitraums die Zollbehörden Maßnahmen ergreifen
werden, sofern ein solcher von den zuständigen Stellen festgelegt worden ist.

                                                                                 Artikel 53
                                                       Kaution oder gleichwertige Sicherheitsleistung
  (1) Die zuständigen Stellen sind befugt, vom Antragsteller eine Kaution oder eine gleichwertige Sicherheitsleistung zu verlangen, die
ausreicht, um den Antragsgegner und die zuständigen Stellen zu schützen und einem Mißbrauch vorzubeugen. Eine solche Kaution
oder gleichwertige Sicherheitsleistung darf nicht unangemessen von der Inanspruchnahme dieser Verfahren abschrecken.,
  (2) Wenn aufgrund eines Antrags nach diesem Abschnitt von den Zollbehörden auf der Grundlage einer nicht von einem Gericht oder
einer sonstigen unabhängigen Stelle getroffenen Entscheidung die Freigabe von Waren, welche die Rechte an gewerblichen Mustern
und Modellen, Patenten, Layout-Designs oder nicht offenbarten Informationen betreffen, in den freien Verkehr ausgesetzt wurde und
wenn die in Artikel 55 festgelegte Frist verstrichen ist, ohne daß die hierzu befugte Stelle eine einstweilige Maßnahme getroffen hat, und
sofern alle anderen Einfuhrvoraussetzungen erfüllt sind, hat der Eigentümer, der Einführer oder der Empfänger solcher Waren das
Recht auf deren Freigabe nach Leistung einer Sicherheit in Höhe eines Betrags, der zum Schutz des Rechtsinhabers vor einer

") Hat ein Mitglied im wesentlichen alle Kontrollen über den Verkehr von Waren über seine Grenze mit einem anderen Mitglied, mit dem es Teil einer Zollunion bildet, abgebaut, so
   braucht es die Bestimmungen dieses Abschnitts an der betreffenden Grenze nicht anzuwenden.
•~) Es besteht Einvernehmen, daß keine Verpflichtung besteht, solche Verfahren auf die Einfuhr von Waren, die in einem anderen Land vom Rechtsinhaber oder mit seiner
    Zustimmung in den Verkehr gebracht wurden, oder auf Waren im Transit anzuwenden.
") Im Sinne dieses Übereinkommens sind
   a) .nachgeahmte Markenwaren" Waren einschließlich Verpackungen, auf denen unbefugt eine Marke angebracht ist, die mit einer rechtsgültig für solche Waren eingetragenen
      Marke identisch ist oder die sich in ihren wesentlichen Merkmalen nicht von einer solchen Marke unterscheiden läßt und die dadurch nach Maßgabe des Rechts des
      Einfuhrlands die Rechte des Inhabers der betreffenden Marke verletzt;
   b) .unerlaubt hergestellte urheberrechtlich geschützte Waren" Waren, die ohne Zustimmung des Rechtsinhabers oder der vom Rechtsinhaber im Land der Herstellung
      ordnungsgemäß ermächtigten Person hergestellte Vervielfältigungsstücke sind und die unmittelbar oder mittelbar von einem Gegenstand gemacht wurden, dessen
      Vervielfältigung die Verletzung eines Urheberrechts oder eines verwandten Schutzrechts nach Maßgabe des Rechts des Einfuhrlands dargestellt hätte.

BGBl. 1994, Seite 1744 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1744
1744                                        Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Verletzung ausreicht. Die Leistung einer solchen Sicherheit darf nicht den Rückgriff des Rechtsinhabers auf andere Rechtsbehelfe
beeinträchtigen, wobei davon ausgegangen wird, daß die Sicherheit freigegeben wird, wenn. der Rechtsinhaber nicht innerhalb einer
angemessenen Frist seinen Anspruch geltend macht.


                                                               Artikel 54
                                                     Mitteilung der Aussetzung
  Der Einführer und der Antragsteller werden umgehend von der Aussetzung der Freigabe von Waren nach Artikel 51 in Kenntnis
gesetzt.


                                                               Artikel 55
                                                        Dauer der Aussetzung
  Sind die Zollbehörden nicht innerhalb einer Frist von zehn Arbeitstagen nach der Mitteilung der Aussetzung an den Antragsteller
davon in Kenntnis gesetzt worden, daß ein zu einer Sachentscheidung führendes Verfahren von einer anderen Partei als dem
Antragsgegner in Gang gesetzt worden ist oder daß die hierzu befugte Stelle einstweilige Maßnahmen getroffen hat, um die Aussetzung
der Freigabe der Waren zu verlängern, so sind die Waren freizugeben, sofern alle anderen Voraussetzungen für die Einfuhr oder
Ausfuhr erfüllt sind; in geeigneten Fällen kann diese Frist um weitere zehn Arbeitstage verlängert werden. Ist ein zu einer Sachentschei-
dung führendes Verfahren eingeleitet worden, so findet auf Antrag des Antragsgegners eine Prüfung, die das Recht zur Stellungnahme
einschließt, mit dem Ziel statt, innerhalb einer angemessenen Frist zu entscheiden, ob diese Maßnahmen abgeändert, aufgehoben oder
bestltlgt werden sollen. Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen findet Artikel 50 Absatz 6 Anwendung, wenn die Aussetzung der
Freigabe von Waren nach Maßgabe einer einstweiligen gerichtlichen Maßnahme durchgeführt oder fortgeführt wird.


                                                               Artikel 56
                                 Entschädigung des Einführers und des Eigentümers der Waren
  Die zuständigen Stellen sind befugt anzuordnen, daß der Antragsteller dem Einführer, dem Empfänger und dem Eigentümer der
Waren angemessenen Ersatz für alle Schäden zu leisten hat, die sie aufgrund der unrechtmäßigen Zurückhaltung von Waren oder
aufgrund der Zurückhaltung von nach Artikel 55 freigegebenen Waren erlitten haben.


                                                               Artikel 57
                                               Recht auf Untersuchung und Auskunft
  Unbeschadet des Schutzes vertraulicher Informationen ermächtigen die Mitglieder die zuständigen Stellen, dem Rechtsinhaber
ausreichend Gelegenheit zu geben, die von den Zollbehörden zurückgehaltenen Waren untersuchen zu lassen, um seine Ansprüche
begründen zu können. Die zuständigen Stellen haben ferner die Befugnis, dem Einführer eine gleichwertige Gelegenheit zu bieten,
solche Waren untersuchen zu lassen. Ist eine Sachentscheidung zugunsten des Rechtsinhabers ergangen, so können die Mitglieder die
zuständigen Stellen ermächtigen, dem Rechtsinhaber die Namen und Anschriften des Absenders, des Einführers und des Empfängers
und die Menge der fraglichen Waren mitzuteilen.


                                                              Artikel 58
                                                     vorgehen von Amts wegen
  Sofern Mitglieder verlangen, daß die zuständigen Stellen von sich aus tätig werden und die Freigabe der Waren aussetzen,
hinsichtlich deren ihnen ein Prima-facie-Beweis für eine Verletzung eines Rechts des geistigen Eigentums vorliegt,
a) können die zuständigen Stellen jederzeit vom Rechtsinhaber Auskünfte einholen, die ihnen bei der Ausübung dieser Befugnisse
   helfen können,
b) werden Einführer und Rechtsinhaber umgehend von der Aussetzung in Kenntnis gesetzt. Hat der Einführer bei den zuständigen
   Stellen ein Rechtsmittel gegen die Aussetzung eingelegt, so unterliegt die Aussetzung sinngemäß den in Artikel 55 festgelegten
   Bedingungen,
c) stellen die Mitglieder sowohl Behörden als auch Beamte von der Haftung auf angemessene Wiedergutmachung nur frei, wenn
   Handlungen in gutem Glauben vorgenommen oder unternommen werden.


                                                               Artikel 59
                                                            Rechtsbehelfe
  Unbeschadet anderer Rechte des Rechtsinhabers und vorbehaltlich des Rechts des Antragsgegners, die Überprüfung durch ein
Gericht zu beantragen, sind die zuständigen Stellen befugt, die Vernichtung oder Beseitigung der rechtsvertetzenden Waren im
Einklang mit den in Artikel 46 aufgeführten Grundsätzen anzuordnen. In bezug auf nachgeahmte Markenwaren gestatten die
zuständigen Stellen nur ausnahmsweise die Wiederausfuhr der rechtsverletzenden Waren in unverändertem Zustand und unterwerfen
sie nur in Ausnahmefällen einem anderen Zollverfahren.


                                                               Artikel 60
                                                     Einfuhren in Kleinstmengen
   Die Mitglieder können kleine Mengen von Waren ohne gewerblichen Charakter, die sich im persönlichen Gepäck von Reisenden oder
in kleinen Sendungen befinden, von der Anwendung der vorstehenden Bestimmungen ausnehmen.                                   ·

BGBl. 1994, Seite 1745 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1745

                                                             Abschnitt 5:
                                                            Strafverfahren

                                                               Artikel 61
  Die Mitglieder sehen Strafverfahren und Strafen vor, die zumindest bei vorsätzlicher Nachahmung von Markenwaren oder vorsätzli-
cher unerlaubter Herstellung urheberrechtlich geschützter Waren in gewerbsmäßigem Umfang Anwendung finden. Die vorgesehenen
Sanktionen umfassen zur Abschreckung ausreichende Haft- und/oder Geldstrafen entsprechend dem Strafmaß, das auf entsprechend
schwere Straftaten anwendbar ist. In geeigneten Fällen umfassen die vorzusehenden Sanktionen auch die Beschlagnahme, die
Einziehung und die Vernichtung der rechtsverletzenden Waren und allen Materials und aller Werkzeuge, die überwiegend dazu
verwendet wurden, die Straftat zu begehen. Die Mitglieder können Strafverfahren und Strafen für andere Fälle der Verletzung von
Rechten des geistigen Eigentums vorsehen, insbesondere wenn die Handlungen vorsätzlich und in gewerbsmäßigem Umfang
begangen werden.


                                                                Teil IV
                         Erwerb und Aufrechterhaltung von Rechten des geistigen Eigentums
                            und damit Im Zusammenhang stehende lnter-partes-Verfahren

                                                               Artikel 62
  (1) Die Mitglieder sind befugt, als Voraussetzung für den Erwerb oder die Aufrechterhaltung der in den Abschnitten 2 bis 6 des Teils II
vorgesehenen Rechte des geistigen Eigentums die Beachtung angemessener Verfahren und Förmlichkeiten vorzuschreiben. Solche
Verfahren und Förmlichkeiten müssen mit den Bestimmungen dieses Übereinkommens im Einklang stehen.
   (2) Wenn der Erwerb eines Rechts des geistigen Eigentums die Erteilung oder Eintragung des Rechts voraussetzt, stellen die
Mitglieder sicher, daß die Verfahren für die Erteilung oder Eintragung, vorbehaltlich der Erfüllung der materiellrechtlichen Bedingungen
für den Erwerb des Rechts, die Erteilung oder Eintragung innerhalb einer angemessenen Frist möglich machen, um eine ungerechtfer-
tigte Verkürzung der Schutzdauer zu vermeiden.
  (3) Artikel 4 der Pariser Verbandsübereinkunft (1967) findet sinngemäß auf Dienstleistungsmarken Anwendung.
  (4) Die Verfahren betreffend den Erwerb oder die Aufrechterhaltung von Rechten des geistigen Eigentums und, sofern das Recht
eines Mitglieds solche Verfahren vorsieht, der Widerruf im Verwaltungsweg und lnter-partes-Verfahren wie zum Beispiel Einspruch,
Widerruf und Löschung, unterliegen den in Artikel 41 Absätze 2 und 3 dargelegten allgemeinen Grundsätzen.
  (5) Verwaltungsrechtliche Endentscheidungen in einem der in Absatz 4 genannten Verfahren unterliegen der Nachprüfung durch ein
Gericht oder eine gerichtsähnliche Einrichtung. Es besteht jedoch keine Verpflichtung, die Gelegenheit zu einer solchen Überprüfung
von Entscheidungen in Fällen eines erfolglosen Einspruchs oder Widerrufs im Verwaltungsweg vorzusehen, sofern die Gründe für
solche Verfahren Gegenstand von Nichtigkeitsverfahren sein können.



                                                                Teil V
                                                Streitvermeidung und -bellegung

                                                               Artikel 63
                                                             Transparenz
   (1) Gesetze und sonstige Vorschriften sowie allgemein anwendbare rechtskräftige gerichtliche Entscheidungen und Verwaltungsver-
fügungen in bezug auf den Gegenstand dieses Übereinkommens (die Verfügbarkeit, den Umfang, den Erwerb und die Durchsetzung
von Rechten des geistigen Eigentums sowie die Verhütung ihres Mißbrauchs), die in einem Mitglied rechtswirksam geworden sind, sind
in einer Amtssprache zu veröffentlichen oder, wenn eine solche Veröffentlichung nicht durchführbar ist, in einer Weise öffentlich
zugänglich zu machen, die es Regierungen und Rechtsinhabern ermöglicht, sich damit vertraut zu machen. Zwischen der Regierung
oder einer Regierungsbehörde eines Mitglieds und der Regierung oder einer Regierungsbehörde eines anderen Mitglieds in Kraft
befindliche Übereinkünfte über den Gegenstand dieses Übereinkommens sind gleichfalls zu veröffentlichen.
  (2) Die Mitglieder notifizieren dem Rat für TRIPS die in Absatz 1 genannten Gesetze und sonstigen Vorschriften, um den Rat bei der
Überprüfung der Wirkungsweise dieses Übereinkommens zu unterstützen. Der Rat versucht, die im Zusammenhang mit der Erfüllung
dieser Pflicht entstehende Belastung der Mitglieder möglichst gering zu halten, und kann beschließen, auf die Pflicht zur Notifikation
dieser Gesetze und sonstigen Vorschriften unmittelbar an den Rat zu verzichten, wenn Konsultationen mit der WIPO über die
Einrichtung eines gemeinsamen Registers dieser Gesetze. und sonstigen Vorschriften erfolgreich sind. In diesem Zusammenhang
berücksichtigt der Rat auch die im Hinblick auf die Notifikation erforderlichen Maßnahmen, die sich in Erfüllung der aus diesem
Übereinkommen erwachsenden Verpflichtungen aus Artikel 6'., der Pariser Verbandsübereinkunft (1967) ergeben.
  (3) Die Mitglieder sind bereit, in Beantwortung eines schriftlichen Ersuchens eines anderen Mitglieds Informationen der in Absatz 1
angeführten Art zur Verfügung zu stellen. Ein Mitglied, das Grund zu der Annahme hat, daß eine bestimmte gerichtliche Entscheidung
oder Verwaltungsverfügung oder zweiseitige Übereinkunft auf dem Gebiet der Rechte des geistigen Eigentums seine Rechte nach
diesem Übereinkommen berührt, kann auch schriftlich darum ersuchen, Zugang zu solchen bestimmten Entscheidungen oder
Verwaltungsverfügungen oder zweiseitigen Übereinkünften zu erhalten oder davon ausreichend genau in Kenntnis gesetzt zu wer-
den.
   (4) Die Absätze 1, 2 und 3 verpflichten die Mitglieder nicht, vertrauliche Informationen zu offenbaren, wenn dies die Durchsetzung der
Gesetze behindern oder sonst dem öffentlichen Interesse zuwiderlaufen oder den berechtigten kommerziellen Interessen bestimmter
öffentlicher oder privater Unternehmen schaden würde.

BGBl. 1994, Seite 1746 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1746
1746                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                             Artikel 64
                                                          Streltbellegung
  (1) Die Artikel XXII und XXIII des GATT 1994, wie sie durch die Vereinbarung über Streitbeilegung im einzelnen ausgeführt und
angewendet werden, finden auf Konsultationen und die Streitbeilegung nach diesem Übereinkommen Anwendung, sofern hierin nicht
ausdrücklich etwas anderes vorgesehen ist.
  (2) Artikel XXIII Absatz 1 Buchstaben b und c des GATT 1994 findet während eines Zeitraums von fünf Jahren, gerechnet ab dem
Zeitpunkt des lnkrafttretens des WTO-Übereinkommens, keine Anwendung auf die Streitbeilegung im Rahmen dieses Übereinkom-
mens.
  (3) Während des in Absatz 2 genannten Zeitraums untersucht der Rat für TRIPS den Anwendungsbereich und die Modalitäten für
Beschwerden der in Artikel XXIII! Absatz 1 Buchstabenbund c des GATT 1994 vorgesehenen Art, die nach diesem übereinkommen
erhoben werden, und legt seine Empfehlungen der Ministerkonferenz zur Billigung vor. Entscheidungen der Ministerkonferenz, diese
Empfehlungen zu billigen oder den in Absatz 2 genannten Zeitraum zu verlängern, können nur durch Konsens getroffen werden, und die
gebilligten Empfehlungen werden für alle Mitglieder ohne einen weiteren förmlichen Annahmevorgang rechtswirksam.




                                                              Tell VI
                                                    Übergangsregelungen

                                                             Artikel 65
                                                       Übergangsregelungen
  (1) Vorbehaltlich der Absätze 2, 3 und 4 ist kein Mitglied verpflichtet, dieses Übereinkommen vor Ablauf einer allgemeinen Frist von
einem Jahr nach dem Zeitpunkt des lnkrafttretens des WTO-Übereinkommens anzuwenden.
  (2) Ein Entwicklungsland, das Mitglied ist, ist berechtigt, den in Absatz 1 festgelegten Zeitpunkt der Anwendung der Bestimmungen
dieses Übereinkommens mit Ausnahme der Artikel 3, 4 und 5 um eine weitere Frist von vier Jahren zu verschieben.
  (3) Andere Mitglieder, die sich im Prozeß des Übergangs von der Planwirtschaft zur freien Marktwirtschaft befinden und die eine
Strukturreform ihres Systems des geistigen Eigentums unternehmen und bei der Erarbeitung und Umsetzung von Gesetzen und
sonstigen Vorschriften über das geistige Eigentum auf besondere Probleme stoßen, können ebenfalls die in Absatz 2 vorgesehene
Aufschubfrist in Anspruch nehmen.
  (4) Soweit ein Entwicklungsland, das Mitglied ist, durch dieses Übereinkommen verpflichtet wird, den Schutz von Stoffpatenten auf
Gebiete der Technik auszudehnen, die in seinem Hoheitsgebiet zum Zeitpunkt der allgemeinen Anwendung dieses Übereinkommens
auf dieses Mitglied nach Absatz 2 nicht schutzfähig waren, kann es die Anwendung der Bestimmungen über Stoffpatente im Teil II
Abschnitt 5 auf solche Gebiete der Technik um eine weitere Frist von fünf Jahren verschieben.
  (5) Ein Mitglied, das eine Übergangsfrist nach Absatz 1, 2, 3 oder 4 in Anspruch nimmt, stellt sicher, daß während dieser Frist
vorgenommene Änderungen seiner Gesetze, seiner sonstigen Vorschriften und seiner Praxis nicht zu einem geringeren Grad der
Vereinbarkeit mit diesem Übereinkommen führen.



                                                             Artikel 66
                                      Am wenigsten entwickelte Linder, die Mitglieder sind
  (1) In Anbetracht der besonderen Bedürfnisse und Erfordernisse der am wenigsten entwickelten Länder, die Mitglieder sind, ihrer
wirtschaftlichen, finanziellen und administrativen Engpässe und ihres Bedarfs an Flexibilität bei der Schaffung einer tragfähigen
technologischen Grundlage sind solche Mitglieder während einer Frist von zehn Jahren ab dem Zeitpunkt der Anwendung nach
Artikel 65 Absatz 1 nicht verpflichtet, die Bestimmungen dieses Übereinkommens mit Ausnahme der Artikel 3, 4 und 5 anzuwenden. Der
Rat für TRIPS gewährt auf ordnungsgemäß begründeten Antrag eines der am wenigsten entwickelten Länder, das Mitglied ist,
Verlängerungen dieser Frist.
  (2) Entwickelte Länder, die Mitglieder sind, sehen für Unternehmen und Institutionen in ihrem Hoheitsgebiet Anreize vor, um den
Technologietransfer in die am wenigsten entwickelten Länder, die Mitglieder sind, zu fördern und zu unterstützen, damit diese in die
Lage versetzt werden, eine gesunde und tragfähige technologische Grundlage zu schaffen.



                                                              Artikel 67
                                                   Technische Zusammenarbeit
   Um die Umsetzung dieses Übereinkommens zu erleichtern, sehen die entwickelten Länder, die Mitglieder sind, auf Antrag und zu
gegenseitig vereinbarten Bedingungen technische und finanzielle Zusammenarbeit zugunsten der Entwicklungsländer und der am
wenigsten entwickelten Länder vor, die Mitglieder sind. Diese Zusammenarbeit schließt die Unterstützung bei der Erarbeitung von
Gesetzen und sonstigen Vorschriften zum Schutz und zur Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums sowie zur Verhütung
ihres Mißbrauchs ein und umfaßt auch die Unterstützung bei der Errichtung und Stärkung der für diese Angelegenheiten zuständigen
nationalen Ämter und Dienststellen, einschließlich der Ausbildung der Mitarbeiter.

BGBl. 1994, Seite 1747 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1747

                                                                Tell VII
                                      Institutionelle Regelungen; Schlußbemerkungen

                                                               Artikel 68
                                                 Rat für handelsbezogene Aspekte
                                                der Rechte des geistigen Eigentums
  Der Rat für TRIPS überwacht die Wirkungsweise dieses Übereinkommens und insbesondere die Erfüllung der hieraus erwachsenden
Verpflichtungen durch die Mitglieder und bietet den Mitgliedern Gelegenheit zu Konsultationen über Angelegenheiten im Zusammen-
hang mit den handelsbezogenen Aspekten der Rechte des geistigen Eigentums. Er nimmt die sonstigen Obliegenheiten wahr, die ihm
von den Mitgliedern übertragen werden, und bietet insbesondere jede von ihnen angeforderte Unterstützung im Rahmen der
Streitbeilegung. Der Rat für TRIPS ist befugt, bei der Ausübung seiner Aufgaben jede Stelle, die er für geeignet hält, zu konsultieren und
von dort Informationen einzuholen. In Konsultationen mit der WIPO ist der Rat bestrebt, innerhalb eines Jahres nach seinem ersten
zusammentreten geeignete Vereinbarungen für eine Zusammenarbeit mit Gremien der genannten Organisation zu treffen.

                                                               Artikel 69
                                                   Internationale Zusammenarbeit
  Die Mitglieder sind sich darin einig, mit dem Ziel zusammenzuarbeiten, den internationalen Handel mit Waren, die Rechte des
geistigen Eigentums verletzen, zu beseitigen. Zu diesem Zweck errichten sie Kontaktstellen in ihren Verwaltungen, die sie einander
notifizieren, und sind zum Austausch von Informationen über den Handel mit rechtsverletzenden Waren bereit. Insbesondere fördern sie
den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den Zollbehörden in bezug auf den Handel mit nachgeahmten
Markenwaren und unerlaubt hergestellten urheberrechtlich geschützten Waren.


                                                               Artikel 70
                                          Schutz bestehender Gegenstände des Schutzes
  (1) Aus diesem Übereinkommen ergeben sich keine Verpflichtungen in bezug auf Handlungen, die vor dem Zeitpunkt der Anwendung
dieses Übereinkommens auf das betreffende Mitglied stattfanden.
  (2) Sofern in diesem Übereinkommen nichts anderes vorgesehen ist, ergeben sich daraus Verpflichtungen in bezug auf sämtliche
Gegenstände des Schutzes, die zum Zeitpunkt der Anwendung dieses Übereinkommens auf das betreffende Mitglied vorhanden und zu
diesem Zeitpunkt in diesem Mitglied geschützt sind oder die Schutzvoraussetzungen nach Maßgabe dieses Übereinkommens erfüllen
oder in der Folge erfüllen werden. Hinsichtlich dieses Absatzes und der Absätze 3 und 4 bestimmen sich urheberrechtliche Verpflichtun-
gen in bezug auf vorhandene Werke ausschließlich nach Artikel 18 der Berner Übereinkunft (1971) und Verpflichtungen in bezug auf die
Rechte der Hersteller von Tonträgern und der ausübenden Künstler an vorhandenen Tonträgern ausschließlich nach Artikel 18 der
Berner Übereinkunft (1971), wie er durch Artikel 14 Absatz 6 dieses Übereinkommens für anwendbar erklärt wurde.
  (3) Es besteht keine Verpflichtung, den Schutz eines Gegenstands wiederherzustellen, der zum Zeitpunkt der Anwendung dieses
Übereinkommens auf das betreffende Mitglied Gemeingut geworden ist.
  (4) In bezug auf Handlungen betreffend bestimmte, einen geschützten Gegenstand enthaltende Gegenstände, die nach Maßgabe der
diesem Übereinkommen entsprechenden Rechtsvorschriften rechtsverletzend werden und die vor dem Zeitpunkt der Annahme des
WTO-Übereinkommens durch dieses Mitglied begonnen waren oder in bezug auf die eine bedeutende Investition vorgenommen worden
war, kann jedes Mitglied eine Begrenzung der dem Rechtsinhaber zustehenden Rechtsbehelfe hinsichtlich der weiteren Vornahme
solcher Handlungen nach dem Zeitpunkt der Anwendung dieses Übereinkommens auf das betreffende Mitglied vorsehen. In solchen
Fällen sehen die Mitglieder jedoch zumindest die Zahlung einer angemessenen Vergütung vor.
  (5) Ein Mitglied ist nicht verpflichtet, Artikel 11 und Artikel 14 Absatz 4 in bezug auf Originale oder Kopien anzuwenden, die vor dem
Zeitpunkt der Anwendung dieses Übereinkommens auf das betreffende Mitglied gekauft wurden.
  (6) Die Mitglieder sind nicht verpflichtet, Artikel 31 oder das Erfordernis in Artikel 27 Absatz 1, wonach Patentrechte ohne
Diskriminierung aufgrund des Gebiets der Technik ausgeübt werden können, auf eine Benutzung ohne die Zustimmung des Rechtsinha-
bers anzuwenden, wenn die Ermächtigung zu einer solchen Benutzung von der Regierung vor dem Zeitpunkt, zu dem dieses
Übereinkommen bekannt wurde, erteilt wurde.
  (7) Bei Rechten des geistigen Eigentums, deren Schutz von der Eintragung abhängig ist, dürfen Anträge auf Schutz, die zum
Zeitpunkt der Anwendung dieses Übereinkommens auf das betreffende Mitglied anhängig sind, so geändert werden, daß ein nach
Maßgabe dieses Übereinkommens vorgesehener erweiterter Schutz beansprucht wird. Solche Änderungen dürfen keine neuen
Gegenstände einschließen.
  (8) Sieht ein Mitglied zum Zeitpunkt des lnkrafttretens des WTO-Übereinkommens keinen seinen Verpflichtungen nach Artikel 27
entsprechenden Patentschutz für pharmazeutische und agrochemische Erzeugnisse vor, so muß dieses Mitglied
a) ungeachtet des Teils VI ab dem Zeitpunkt des lnkrafttretens des WTO-Übereinkommens eine Möglichkeit für das Einreichen von
   Anmeldungen von Patenten für solche Erfindungen vorsehen,
b) auf diese Anmeldungen vom Zeitpunkt der Anwendung dieses Übereinkommens an die in diesem festgelegten Voraussetzungen für
   die Patentfähigkeit so anwenden, als würden sie am Tag der Anmeldung in diesem Mitglied oder, sofern Priorität zur Verfügung steht
   und in Anspruch genommen wird, am Prioritätstag der Anmeldung angewendet, und
c) Patentschutz nach Maßgabe dieses Übereinkommens ab der Erteilung des Patents und für die verbleibende Schutzdauer des
   Patents, gerechnet ab dem Anmeldetag im Sinne des Artikels 33, für diejenigen Anmeldungen vorsehen, die den unter Buchstabe b
   genannten Schutzvoraussetzungen entsprechen.
  (9) Ist ein Erzeugnis Gegenstand einer Patentanmeldung in einem Mitglied nach Absatz 8 Buchstabe a, so werden ungeachtet des
Teils VI ausschließliche Vermarktungsrechte für eine Frist von fünf Jahren nach der Erlangung der Marktzulassung in diesem Mitglied
oder bis zur Erteilung oder Zurückweisung eines Stoffpatents in diesem Mitglied gewährt, wobei die jeweils kürzere Frist gilt,

BGBl. 1994, Seite 1748 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1748
1748                                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

vorausgesetzt, daß nach dem Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens in einem anderen Mitglied für das betreffende Erzeugnis eine
Patentanmeldung eingereicht und ein Patent erteilt und die Marktzulassung in diesem anderen Mitglied erlangt wurde.

                                                             Artikel 71
                                                   Überprüfung und Änderung
  (1) Der Rat für TRIPS überprüft die Umsetzung dieses Übereinkommens nach Ablauf der in Artikel 65 Absatz 2 genannten
Übergangsfrist. Der Rat überprüft es unter Berücksichtigung der bei seiner Umsetzung gesammelten Erfahrungen zwei Jahre nach
diesem Zeitpunkt und danach in gleichen zeitlichen Abständen. Der Rat kann Überprüfungen auch in Anbetracht einschlägiger neuer
Entwicklungen vornehmen, die eine Ergänzung oder Änderung dieses Übereinkommens rechtfertigen könnten.
  (2) Änderungen, die lediglich einer Anpassung an ein höheres Niveau des Schutzes von Rechten des geistigen Eigentums dienen,
das in anderen mehrseitigen Übereinkünften erreicht wurde und in Kraft ist und das nach Maßgabe jener Übereinkünfte von allen
Mitgliedern der WTO angenommen wurde, können auf der Grundlage eines im Weg des Konsenses vom Rat für TRIPS vorgelegten
Vorschlags an die Ministerkonferenz für ein Tätigwerden nach Artikel X Absatz 6 des WTO-Übereinkommens überwiesen werden.

                                                             Artikel 72
                                                            Vorbehalte
  Vorbehalte zu irgendeiner Bestimmung dieses Übereinkommens können nicht ohne die Zustimmung der anderen Mitglieder
angebracht werden.

                                                             Artikel 73
                                            Ausnahmen zur Wahrung der Sicherheit
  Dieses Übereinkommen ist nicht dahingehend auszulegen,
a) daß ein Mitglied Informationen zur Verfügung stellen muß, deren Offenbarung nach seiner Auffassung seinen wesentlichen
   Sicherheitsinteressen zuwiderläuft, oder
b) daß ein Mitglied daran gehindert wird, Maßnahmen zu treffen, die es zum Schutz seiner wesentlichen Sicherheitsinteressen für
   notwendig hält
   i)   in bezug auf spaltbares Material oder das Material, aus dem dieses gewonnen wird,
   ii) in bezug auf den Handel mit Waffen, Munition und Kriegsgerät und auf den Handel mit anderen Waren oder anderem Material,
       der unmittelbar oder mittelbar der Versorgung einer militärischen Einrichtung dient,
   iii) in Kriegszeiten oder bei sonstigen Krisen in internationalen Beziehungen,
   oder
c) daß ein Mitglied daran gehindert wird, Maßnahmen in Erfüllung seiner Pflichten im Rahmen der Charta der Vereinten Nationen zur
   Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit zu treffen.

BGBl. 1994, Seite 1749 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1749




                       Vereinbarung über Regeln und Verfahren zur Beilegung von Streitigkeiten

     Die Mitglieder kommen wie folgt überein:

                                                                                   Artikel 1
                                                                 Geltungsbereich und Anwendung
  (1) Die Regeln und Verfahren dieser Vereinbarung gelten für Streitigkeiten, die aufgrund der Bestimmungen über Konsultationen und
Streitbeilegung der in Anhang 1 dieser Vereinbarung genannten Übereinkommen (im folgenden als "unter die Vereinbarung fallende
Übereinkommen" bezeichnet) vorgebracht werden. Die Regeln und Verfahren dieser Vereinbarung gelten auch für Konsultationen und
die Beilegung von Streitigkeiten zwischen Mitgliedern hinsichtlich ihrer Rechte und Pflichten nach den Bestimmungen des Übereinkom-
mens zur Errichtung der Welthandelsorganisation (im folgenden als „WTO-Übereinkommen" bezeichnet) und der vorliegenden
Vereinbarung entweder allein oder in Verbindung mit einem anderen unter die Vereinbarung fallenden übereinkommen.
  (2) Die Regeln und Verfahren dieser Vereinbarung gelten vorbehaltlich besonderer oder zusätzlicher Regeln und Verfahren über
Streitbeilegung, die in den unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen laut Anhang 2 dieser Vereinbarung enthalten sind. Soweit
ein Unterschied zwischen den Regeln und Verfahren dieser Vereinbarung und den besonderen oder zusätzlichen der in Anhang 2
dargelegten Regeln und Verfahren besteht, sind die besonderen oder zusätzlichen Regeln und Verfahren in Anhang 2 maßgebend. Bei
Streitigkeiten, die Regeln und Verfahren aus mehr als einem unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen betreffen, wenn ein
Konflikt zwischen besonderen und zusätzlichen Regeln und Verfahren der Überprüfung unterliegenden Übereinkommen besteht und
wenn die Streitparteien sich nicht innerhalb von zwanzig Tagen nach Einsetzung des Panels auf Regeln und Verfahren einigen können,
legt der Vorsitzende des in Artikel 2 Absatz 1 vorgesehenen Streitbeilegungsgremiums (im folgenden in dieser Vereinbarung als „DSB"
bezeichnet) nach Rücksprache mit den Streitparteien die zu beachtenden Regeln und Verfahren innerhalb von zehn Tagen nach Antrag
durch ein Mitglied fest. Der Vorsitzende des DSB läßt sich von dem Grundsatz leiten, daß nach Möglichkeit die besonderen und
zusätzlichen Regeln und Verfahren angewendet werden sollen und daß die in dieser Vereinbarung enthaltenen Regeln und Verfahren
nur angewendet werden sollen, soweit dies zur Vermeidung von Konflikten notwendig ist.

                                                                                   Artikel 2
                                                                                Verwaltung
   (1) Das DSB wird hiermit gebildet, um diese Regeln und Verfahren und, soweit in einem unter die Vereinbarung fallenden
Überkommen nichts anderes vereinbart ist, die Bestimmungen über Konsultationen und Streitbeilegung der unter die Vereinbarung
fallenden Übereinkommen anzuwenden. Demgemäß hat das DSB die Befugnis, Panels einzusetzen, Berichte der Panels und des
Berufungsgremiums anzunehmen, die Überwachung der Umsetzung von Entscheidungen und Empfehlungen durchzuführen und die
Aussetzung von Zugeständnissen oder sonstigen Verpflichtungen aus den unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen zu
genehmigen. Hinsichtlich der Streitigkeiten, die aufgrund eines unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommens entstehen, das ein
plurilaterales Handelsübereinkommen ist, bezeichnet der dort verwendete Begriff "Mitglied" nur solche Mitglieder, die Vertragsparteien
des betreffenden Plurilateralen Handelsübereinkommens sind. Wendet das DSB die Streitbeilegungsbestimmungen eines Plurilateralen
Handelsübereinkommens an, so dürfen sich nur solche Mitglieder an den vom DSB hinsichtlich dieser Streitigkeit getroffenen
Entscheidungen oder ergriffenen Maßnahmen beteiligen, die Vertragsparteien des betreffenden Übereinkommens sind.
  (2) Das DSB unterrichtet die entsprechenden WTO-Räte und -Ausschüsse über alle Entwicklungen bei Streitigkeiten, die mit
Bestimmungen der entsprechenden unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen zusammenhängen.
   (3) Das DSB tritt so oft wie nötig zusammen, um seine Aufgaben innerhalb der in dieser Vereinbarung festgelegten Zeiträume zu
erfüllen.
  (4) Sofern die Regeln und Verfahren dieser Vereinbarung vorsehen, daß das DSB eine Entscheidung zu treffen hat, erfolgt diese
durch Konsens. 1)
                                                                                   Artikel 3
                                                                     Allgemeine Bestimmungen
  (1) Die Mitglieder bekräftigen die Einhaltung der Grundsätze über die Streitbeilegung, die bisher aufgrund der Artikel XXII und XXIII
des GATT 1947 angewendet und hierin weiterentwickelt und abgeändert wurden.
  (2) Das Streitbeilegungssystem der WTO ist ein zentrales Element zur Schaffung von Sicherheit und Vorhersehbarkeit im multilatera-
len Handelssystem. Die Mitglieder erkennen an, daß es dazu dient, die Rechte und Pflichten der Mitglieder aus den unter die
Vereinbarung fallenden Übereinkommen zu bewahren und die geltenden Bestimmungen dieser Übereinkommen im Einklang mit den
herkömmlichen Regeln der Auslegung des Völkerrechts zu klären. Die Empfehlungen und Entscheidungen des DSB können die in den
unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen enthaltenen Rechte und Pflichten weder ergänzen noch einschränken.
  (3) Die sofortige Klärung von Situationen, in denen ein Mitglied der Auffassung ist, daß Vorteile, die sich für das Mitglied mittelbar oder
unmittelbar aufgrund der unter die Vereinbarung fallenden übereinkommen ergeben, durch Maßnahmen eines anderen Mitglieds
geschmälert werden, trägt wesentlich zum wirksamen Funktionieren der WTO und zur Erhaltung eines ausgewogenen Verhältnisses
zwischen den Rechten und Pflichten der Mitglieder bei.
  (4) Die Empfehlungen oder Entscheidungen des DSB haben zum Ziel, eine zufriedenstellende Regelung der Angelegenheit in
Übereinstimmung mit den Rechten und Pflichten aus dieser Vereinbarung und den unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen zu
erreichen.

')   Eine Entscheidung des DSB über eine ihm zur Prüfung unterbreitete Angelegenheit gilt als durch Konsens gefaßt, wenn kein Mitglied, das bei der Sitzung des DSB, auf der die
     Entscheidung getroffen wird, anwesend ist, gegen die vorgeschlagene Entscheidung förmlich Einspruch erhebt.

BGBl. 1994, Seite 1750 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1750
1750                                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  (5) Alle Lösungen von Angelegenheiten, die aufgrund der Bestimmungen über Konsultationen und Streitbeilegung der unter die
Vereinbarung fallenden Übereinkommen förmlich vorgebracht werden, einschließlich Schiedssprüche, müssen mit diesen übereinkom-
men vereinbar sein und dürfen Vorteile, die sich für ein Mitglied aus diesen Übereinkommen ergeben, weder zunichte machen oder
schmälern noch die Erreichung eines der Ziele dieser übereinkommen behindern.
  (6) Gemeinsam vereinbarte Lösungen von Angelegenheiten, die aufgrund der Bestimmungen über Konsultationen und Streitbei-
legung der unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen förmlich vorgebracht werden, werden dem DSB und den entsprechenden
Räten und Ausschüssen mitgeteilt, in denen jedes Mitglied jeden damit im Zusammenhang stehenden Punkt zur Sprache bringen
kann.
  (7) Bevor ein Mitglied einen Fall vorbringt, soll es prüfen, ob Maßnahmen nach diesen Verfahren erfolgreich wären. Das Ziel des
Streitbeilegungsmechanismus ist die positive Lösung einer Streitigkeit. Eine für die Streitparteien beiderseits akzeptable und mit den
unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen übereinstimmende Lösung ist eindeutig vorzuziehen. Kommt eine einvernehmlich
vereinbarte Lösung nicht zustande, so besteht das erste Ziel des Streitbeilegungsmechanismus gewöhnlich in der Rücknahme der
betreffenden Maßnahmen, wenn diese als mit den Bestimmungen eines der unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen
unvereinbar befunden werden. Auf Schadenersatzleistungen soll nur dann zurückgegriffen werden, wenn die sofortige Rücknahme der
Maßnahme praktisch nicht möglich ist, und als vorübergehende Maßnahme bis zur Rücknahme der Maßnahme, die mit einem unter die
Vereinbarung fallenden Übereinkommen unvereinbar ist. Das letzte Mittel, das dem Mitglied, welches die Streitbeilegungsverfahren in
Anspruch nimmt, aufgrund dieser Vereinbarung zur Verfügung steht, ist die Möglichkeit, die Anwendung von Zugeständnissen oder
sonstigen Verpflichtungen aus den unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen zum Nachteil des anderen Mitglieds auszusetzen,
wobei solche Maßnahmen der Genehmigung durch den DSB bedürfen.
  (8) In Fällen, in denen Pflichten aus einem unter die Vereinbarung fallenden übereinkommen verletzt werden, wird die Maßnahme
prima facie als Fall der Zunichtemachung oder Schmälerung von Vorteilen betrachtet. Das heißt, es wird gewöhnlich angenommen, daß
ein Verstoß gegen die Regeln eine nachteilige Auswirkung auf andere Mitglieder hat, die Vertragsparteien des betreffenden unter die
Vereinbarung fallenden Übereinkommens sind, und daß es in solchen Fällen dem Mitglied, gegen das die Beschwerde vorgebracht
wird, obliegt, die Anschuldigung zu widerlegen.
  (9) Diese Vereinbarung läßt die Rechte der Mitglieder unberührt, eine verbindliche Auslegung von Bestimmungen eines unter die
Vereinbarung fallenden Übereinkommens durch Beschlußfassung im Rahmen des WTO-Übereinkommens oder eines unter die
Vereinbarung fallenden Plurilateralen Handelsübereinkommens zu erwirken.
   (10) Es wird davon ausgegangen, daß Anträge auf einen Ver9leich und die Inanspruchnahme der Streitbeilegungsverfahren nicht als
streitige Handlungen beabsichtigt oder zu betrachten sind und daß sich beim Entstehen einer Streitigkeit alle Mitglieder nach Treu und
Glauben an diesen Verfahren beteiligen in dem Bemühen, die Streitigkeit beizulegen. Es wird außerdem davon ausgegangen, daß
Beschwerden und Gegenbeschwerden in bezug auf unterschiedliche Angelegenheiten nicht miteinander verknüpft werden sollen.
  (11) Diese Vereinbarung wird nur auf neue Anträge auf Konsultationen aufgrund der Konsultationsbestimmungen der unter die
Vereinbarung fallenden Übereinkommen angewendet, die an oder nach dem Tag des lnkrafttretens des WTO-Übereinkommens gestellt
werden. Auf Streitigkeiten, für die der Antrag auf Konsultationen nach dem GATT 1947 oder nach einer anderen Vorläuferübereinkunft
der unter die Vereinbarung fallenden übereinkommen vor dem Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens gestellt wurde, finden weiterhin
die einschlägigen Streitbeilegungsregeln und -verfahren Anwendung, die unmittelbar vor Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens
wirksam waren. 2 )
  (12) Ungeachtet des Absatzes 11 hat die beschwerdeführende Partei, wenn eine Beschwerde auf der Grundlage eines unter die
Vereinbarung fallenden Übereinkommens von einem Mitglied, das Entwicklungsstaat ist, gegen ein Mitglied, das Industriestaat ist,
vorgebracht wird, das Recht, sich alternativ zu den Bestimmungen der Artikel 4, 5, 6 und 12 dieser Vereinbarung auf die entsprechenden
Bestimmungen der Entscheidung vom 5. April 1966 (BISD 148/18) zu berufen; ist das Panel jedoch der Auffassung, daß der in Absatz 7
jener Entscheidung vorgesehene Zeitrahmen für die Vortage seines Berichts nicht ausreicht, so kann mit Einverständnis der beschwer-
deführenden Partei dieser Zeitrahmen verlängert werden. Soweit Unterschiede zwischen den Regeln und Verfahren der Artikel 4, 5, 6
und 12 und den entsprechenden Regeln und Verfahren der Entscheidung vorhanden sind, sind letztere maßgebend.

                                                                                     Artikel 4
                                                                                Konsultationen
  (1) Die Mitglieder bekräftigen ihre Entschlossenheit, die Wirksamkeit der von den Mitgliedern angewendeten Konsultationsverfahren
zu stärken und zu verbessern.
  (2) Jedes Mitglied verpflichtet sich, die Vorstellungen eines anderen Mitglieds in bezug auf Maßnahmen wohlwollend zu prüfen, die im
Hoheitsgebiet des erstgenannten Mitglieds getroffen worden sind und die Wirksamkeit eines der unter die Vereinbarung fallenden
Übereinkommens beeinflussen, und es räumt ausreichend Gelegenheit zu Konsultationen 3) ein.
  (3) Wird ein Antrag auf Konsultationen nach einem unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen gestellt, so nimmt das Mitglied,
an das der Antrag gerichtet ist, soweit nichts anderes einvernehmlich vereinbart wird, zu dem Antrag innerhalb von zehn Tagen nach
dessen Eingang Stellung und eröffnet nach Treu und Glauben die Konsultationen innerhalb einer Frist von nicht mehr als dreißig Tagen
nach Eingang des Antrags mit dem Ziel, eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung herbeizuführen. Nimmt das Mitglied nicht
innerhalb von zehn Tagen nach Eingang des Antrags Stellung oder eröffnet es die Konsultationen nicht innerhalb von nicht mehr als
dreißig Tagen oder einer anderen einvernehmlich vereinbarten Frist nach Eingang des Antrags, so kann das Mitglied, das die
Konsultationen beantragt hat, unmittelbar die Einsetzung eines Panels beantragen.
  (4) Alle derartigen Anträge auf Konsultationen werden dem DSB und den entsprechenden Räten und Ausschüssen von dem Mitglied,
das die Konsultationen beantragt, angezeigt. Jeder Antrag auf Konsultationen wird schriftlich gestellt mit einer Begründung des Antrags
einschließlich Angaben über die strittigen Maßnahmen und eines Hinweises auf die Rechtsgrundlage der Beschwerde.


2
    )   Dieser Absatz gilt auch für Streitigkeiten, für die Berichte des Panels nicht angenommen oder vollständig umgesetzt worden sind.
") Wenn die Bestimmungen eines anderen unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommens betreffend Maßnahmen, die voo regionalen oder kommunalen Verwaltungen oder
   Behörden iMerhalb des Hoheitsgebiets eines Mitglieds getroffen werden, von den Bestimmungen dieses Absatzes abweichen, sind die Bestimmungen des anderen unter die
   Vereinbarung fallenden Übereinkommens maßgebend.

BGBl. 1994, Seite 1751 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1751

   (5) Im Verlauf von Konsultationen aufgrund der Bestimmungen eines unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommens und vor
 Inanspruchnahme weiterer Maßnahmen aufgrund dieser Vereinbarung sollen Mitglieder versuchen, einen zufriedenstellenden Aus-
 gleich in der Angelegenheit zu finden.
     (6) Die Konsultationen sind vertraulich und lassen die Rechte jedes Mitglieds in weiteren Verfahren unberührt.
   (7) Kann eine Streitigkeit durch die Konsultationen nicht innerhalb von sechzig Tagen nach Eingang des Antrags auf Konsultationen
 beigelegt werden, so kann die beschwerdeführende Partei die Einsetzung eines Panels beantragen. Die beschwerdeführende Partei
 kann die Einsetzung eines Panels innerhalb der Frist von sechzig Tagen beantragen, wenn die in Konsultationen stehenden Parteien
 gemeinsam der Auffassung sind, daß es in den Konsultationen nicht gelungen ist, die Streitigkeit beizulegen.
   (8) In dringenden Fällen, darunter solche, die verderbliche Güter betreffen, nehmen die Mitglieder die Konsultationen innerhalb von
 nicht mehr als zehn Tagen nach Eingang des Antrags auf. Gelingt es in den Konsultationen nicht, die Streitigkeit innerhalb von zwanzig
 Tagen nach Eingang des Antrags beizulegen, so kann die beschwerdeführende Partei die Einsetzung eines Panels beantragen.
   (9) In dringenden Fällen, darunter solche, die verderbliche Güter betreffen, bemühen sich die Streitparteien, die Panels und das
 Berufungsgremium nach besten Kräften, das Verfahren soweit wie möglich zu beschleunigen.
   (10) Während der Konsultationen sollen die Mitglieder den speziellen Problemen und Interessen der Mitglieder, die Entwicklungsstaa-
 ten sind, besonders Rechnung tragen.
   (11) Sobald ein Mitglied, das nicht zu den in Konsultationen stehenden Mitgliedern gehört, der Auffassung ist, daß es ein wesentliches
Handelsinteresse an den Konsultationen hat, die nach Artikel XXII Absatz 1 des GATT 1994 und Artikel XXII Absatz 1 des GATS oder
nach den entsprechenden Bestimmungen anderer unter die Vereinbarung fallender Übereinkommen 4 ) gehalten werden, so kann dieses
Mitglied innerhalb von zehn Tagen, nachdem der Antrag auf Konsultationen entsprechend den oben genannten Artikeln in Umlauf
gebracht wurde, den in Konsultationen stehenden Mitgliedern und dem DSB seinen Wunsch mitteilen, an den Konsultationen
teilzunehmen. Dieses Mitglied nimmt an den Konsultationen teil, sofern das Mitglied, an das der Antrag auf Konsultationen gerichtet war,
zustimmt, daß die Behauptung eines wesentlichen Interesses begründet ist. In diesem Fall unterrichten sie den DSB davon. Wird der
Antrag auf Teilnahme an den Konsultationen abgelehnt, so steht es dem antragstellenden Mitglied frei, Konsultationen nach Artikel XXII
Absatz 1 oder Artikel XXIII Absatz 1 des GATT 1994, nach Artikel XXII Absatz 1 oder Artikel XXIII Absatz 1 des GATS oder nach den
entsprechenden Bestimmungen in anderen unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen zu beantragen.

                                                                                  Artikel 5
                                                            Gute Dienste, Vergleich und Vermittlung
  (1) Gute Dienste, Vergleich und Vermittlung sind Verfahren, die freiwillig angewendet werden, wenn die Streitparteien sich darauf
einigen.
  (2) Verfahren, in denen gute Dienste, Vergleich und Vermittlung zum Tragen kommen, und insbesondere Standpunkte, die von den
Streitparteien während dieser Verfahren eingenommen werden, sind vertraulich und lassen die Rechte jeder Partei in allen weiteren
Verhandlungen im Rahmen dieser Verfahren unberührt.
  (3) Gute Dienste, Vergleich oder Vermittlung können von jeder Streitpartei jederzeit beantragt werden. Sie können jederzeit beginnen
und jederzeit beendet werden. Sobald die Verfahren der guten Dienste, des Vergleichs oder der Vermittlung beendet sind, kann die
beschwerdeführende Partei die Einsetzung eines Panels beantragen.
  (4) Werden die guten Dienste, der Vergleich oder die Vermittlung innerhalb von sechzig Tagen nach Eingang eines Antrags auf
Konsultationen aufgenommen, so muß die beschwerdeführende Partei eine Frist von sechzig Tagen nach Eingang des Konsultations-
antrags verstreichen lassen, bevor sie die Einsetzung eines Panels beantragt. Die beschwerdeführende Partei kann während der Frist
der sechzig Tage die Einsetzung eines Panels beantragen, wenn die Streitparteien gemeinsam der Auffassung sind, daß durch die
guten Dienste, den Vergleich oder die Vermittlung die Streitigkeit nicht beilegt werden konnte.
 (5) Falls die Streitparteien Einvernehmen erzielen, können die Verfahren der guten Dienste, des Vergleichs oder der Vermittlung
während des Panelverfahrens fortgeführt werden.
  (6) Der Generaldirektor kann kraft seines Amtes gute Dienste, Vergleich oder Vermittlung in der Absicht anbieten, Mitglieder bei der
Streitbeilegung zu unterstützen.

                                                                                  Artikel 6
                                                                        Einsetzung der Panels
  (1) Falls die beschwerdeführende Partei dies beantragt, wird ein Panel spätestens auf der nächsten DSB-Sitzung nach derjenigen
eingesetzt, auf der der Antrag zum ersten Mal als DSB-Tagesordnungspunkt erscheint, sofern das DSB auf dieser Sitzung nicht durch
Konsens beschließt, kein Panel einzusetzen. 5)
  (2) Der Antrag auf Einsetzung eines Panels muß schriftlich erfolgen. Er muß Angaben enthalten, ob Konsultationen stattgefunden
haben, die einzelnen strittigen Maßnahmen nennen und eine kurze Zusammenfassung der Rechtsgrundlage der Beschwerde geben,
die zur Verdeutlichung des Problems ausreicht. Beantragt der Antragsteller die Einsetzung eines Panels, das nicht das übliche Mandat
hat, so muß der schriftliche Antrag den vorgeschlagenen Wortlaut des besonderen Mandats enthalten.



')   Die entsprechenden Bestimmungen über Konsultationen in den unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen sind nachfolgend aufgeführt: Artikel 19 des Übereinkommens
     über Landwirtschaft; Artikel 11 Absatz 1 des Übereinkommens über die Anwendung von Gesundheits- und Pflanzengesundheitsmaßnahmen; Artikel 8 Absatz 4 des
     Übereinkommens über Textilien und Bekleidung; Artikel 14 Absatz 1 des Übereinkommens über technische Handelshemmnisse; Artikel 8 des Übereinkommens über
     handelsbezogene Investitionsmaßnahmen; Artikel 17 Absatz 2 des Übereinkommens zur Durchführung des Artikels VI des GATT 1994; Artikel 19 Absatz 2 des Übereinkommens
     zur Durchführung des Artikels VII des GATT 1994; Artikel 7 des Übereinkommens über Kontrolle vor dem Versand; Artikel 7 des Übereinkommens über Ursprungsregeln; Artikel 6
     des Übereinkommens über Einfuhrlizenzverfahren; Artikel 30 des Übereinkommens über Subventionoo und Ausgleichsmaßnahmen; Artikel 14 des Übereinkommens über
     Schutzmaßnahmen; Artikel 64 Absatz 1 des Übereinkommens über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums sowie entsprechende Konsultationsbestim•
     mungen in Plurilateralen Handelsübereinkommen, wie von den zuständigen Gremien jedes einzelnen Übereinkommens bestimmt und dem DSB angezeigt.
•)   Falls die beschwerdeführoode Partei darum ersucht, wird eine Sitzung des DSB zu diesem Zweck innerhalb von fünfzehn Tagen nach der Antragstellung einberufen; jedoch muß
     mindestens zehn Tage vor der Sitzung eine Vorankündigung erfolgen.

BGBl. 1994, Seite 1752 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1752
1752                                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                                               Artikel 7
                                                                        Mandat des Panels
  (1) Die Panels haben folgendes Mandat, sofern die Streitparteien nicht innerhalb von zwanzig Tagen nach Einsetzung eines Panels
etwas anderes vereinbaren:
"Sie prüfen im Licht der einschlägigen Bestimmungen in (Bezeichnung/ des/der unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen/s, auf
das/die sich die Streitparteien beziehen) die von (Name der Partei) in Dokument ... dem DSB unterbreitete Angelegenheit und treffen
Feststellungen, die den DSB bei seinen in diesem/diesen Übereinkommen vorgesehenen Empfehlungen oder Entscheidungen
unterstützen."
  (2) Die Panels stützen sich auf die einschlägigen Bestimmungen aller unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen, auf die sich
die Streitparteien beziehen.
   (3) Bei der Einsetzung eines Panels kann das DSB seinen Vorsitzenden ermächtigen, das Mandat des Panels nach Konsultation mit
den Streitparteien vorbehaltlich des Absatzes 1 festzulegen. Das so festgelegte Mandat wird an alle Mitglieder verteilt. Wird ein anderes
als das übliche Mandat vereinbart, so kann jedes Mitglied jeden damit zusammenhängenden Punkt im DSB zur Debatte stellen.


                                                                               Artikel 8
                                                                Zusammensetzung der Panels
   (1) Die Panels bestehen aus hochqualifizierten Einzelpersonen, die dem öffentlichen Dienst angehören können, aber nicht müssen,
darunter Personen, die in einem Panel tätig waren oder einem Panel einen Fall unterbreitet haben, als Vertreter eines Mitglieds oder
einer Vertragspartei des GATT 1947 oder als Vertreter in einem Rat oder Ausschuß eines unter die Vereinbarung fallenden
Übereinkommens oder eines Vorläuferübereinkommens beziehungsweise im Sekretariat tätig waren und die auf dem Gebiet des
internationalen Handelsrechts oder der internationalen Handelspolitik gelehrt oder veröffentlicht haben oder als hochrangige Bedienste-
te eines Mitglieds im Bereich der Handelspolitik tätig waren.
  (2) Bei der Auswahl der Mitglieder des Panels sollen die Unabhängigkeit der Mitglieder, ein ausreichend weitgefächerter Hintergrund
und ein breites Spektrum an Erfahrungen gewährleistet sein.
   (3) Staatsangehörige von Mitgliedern, deren Regierungen 8 ) Streitparteien oder Dritte im Sinne des Artikels 10 Absatz 2 sind, dürfen
nicht in einem mit dieser Angelegenheit befaßten Panel tätig sein, sofern die Streitparteien nichts anderes vereinbaren.
  (4) Zur Erleichterung der Auswahl der Mitglieder des Panels führt das Sekretariat eine Liste von Einzelpersonen, die dem öffentlichen
Dienst angehören können, aber nicht müssen, und die über die in Absatz 1 genannten Qualifikationen verfügen, aus der gegebenenfalls
die Panel-Mitglieder ausgewählt werden können. Diese Liste umfaßt das am 30. November 1984 (BISD 31 S/9) erstellte Verzeichnis der
nicht dem öffentlichen Dienst angehörenden Panel-Mitglieder, sowie andere aufgrund eines unter die Vereinbarung fallenden Überein-
kommens erstellten Verzeichnisse und Listen; sie übernimmt die Namen der Einzelpersonen, die bei Inkrafttreten des WTO-Überein-
kommens in diesen Verzeichnissen und Listen aufgeführt sind. Die Mitglieder können in regelmäßigen Abständen Namen von
Einzelpersonen, die dem öffentlichen Dienst angehören können, aber nicht müssen, zur Aufnahme in die Liste vorschlagen, wobei sie
einschlägige Informationen über deren Sachkenntnisse auf dem Gebiet des internationalen Handels und der Sektoren oder Fachgebiete
der unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen angeben; diese Namen werden nach Genehmigung durch den DSB in die Liste
aufgenommen. Die Liste enthält für jede Einzelperson Angaben über besondere Erfahrungs- und Sachkenntnisgebiete in den Sektoren
oder Fachbereichen der unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen.
  (5) Panels bestehen aus drei Panel-Mitgliedern, sofern die Streitparteien sich nicht innerhalb von zehn Tagen nach Einsetzung des
Panels auf ein fünfköpfiges Panel einigen. Die Mitglieder werden umgehend über die Zusammensetzung des Panels in Kenntnis
gesetzt.
  (6) Das Sekretariat schlägt den Streitparteien Nominierungen für das Panel vor. Die Streitparteien dürfen Nominierungen nur aus
zwingenden Gründen ablehnen.
   (7) Wird innerhalb von zwanzig Tagen nach Einsetzung eines Panels keine Einigung über die Panel-Mitglieder erzielt, so bestimmt der
Generaldirektor auf Ersuchen einer Partei nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden des DSB und dem Vorsitzenden des entsprechen-
den Ausschusses oder Rates die Zusammensetzung des Panels, indem er die Panel-Mitglieder ernennt, die er in Übereinstimmung mit
den einschlägigen besonderen oder zusätzlichen Regeln oder Verfahren der unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen, die
streitig sind, als am geeignetsten erachtet, nachdem er sich mit den Streitparteien beraten hat. Der Vorsitzende des DSB unterrichtet die
Mitglieder über die Zusammensetzung des auf diese Weise gebildeten Panels spätestens zehn Tage, nachdem er einen entsprechen-
den Antrag erhalten hat.
     (8) Die Mitglieder verpflichten sich, ihren Bediensteten in der Regel die Tätigkeit als Panel-Mitglieder zu gestatten.
  (9) Die Panel-Mitglieder gehören dem Panel in persönlicher Eigenschaft und nicht als Vertreter einer Regierung oder einer
Organisation an. Die Mitglieder dürfen ihnen daher keine Weisungen erteilen oder versuchen, sie als Einzelpersonen hinsichtlich der
Angelegenheiten vor einem Panel zu beeinflussen.
  (10) Liegt eine Streitigkeit zwischen einem Mitglied, das Entwicklungsstaat ist, und einem Mitglied, das Industriestaat ist, vor, so wird
auf Ersuchen des Mitglieds, das Entwicklungsstaat ist, mindestens ein Panel-Mitglied aus einem Mitglied, das Entwicklungsstaat ist,
gewählt.
  (11) Die Kosten für die Panel-Mitglieder, einschließlich Reisekosten und Tagegelder, werden aus dem WTO-Haushalt entsprechend
den Kriterien getragen, die der Allgemeine Rat, gestützt auf Empfehlungen des Ausschusses für Haushalt, Finanzen und Verwaltung,
verabschiedet.




")   Sind Zollunionen oder gemeinsame Märkte Streitparteien, so gilt diese Bestimmung für die Staatsangehörigen aller Mitgliedläncler der Zollunionen oder der gemeinsamen
     Märkte.

BGBl. 1994, Seite 1753 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1753

                                                                Artikel 9
                                              Verfahren für mehrere Beschwerdeführer
  (1) Wenn mehr als ein Mitglied die Einsetzung eines Panels wegen derselben Angelegenheit beantragt, kann ein einziges Panel zur
Prüfung dieser Beschwerden eingesetzt werden, wobei die Rechte aller betroffenen Mitglieder berücksichtigt werden. Nach Möglichkeit
soll immer ein einziges Panel zur Prüfung solcher Beschwerden eingesetzt werden.
  (2) Das einzige Panel führt seine Prüfung so durch und unterbreitet seine Ergebnisse dem DSB derart, daß die Rechte, welche die
Streitparteien gehabt hätten, wenn mehrere Panels die Beschwerden geprüft hätten, nicht beeinträchtigt werden. Auf Antrag einer
Streitpartei legt das Panel getrennte Berichte über die betreffende Streitigkeit vor. Die schriftlichen Vorlagen jedes einzelnen Beschwer-
deführers werden den anderen Beschwerdeführern zur Verfügung gestellt, und jeder Beschwerdeführer hat das Recht, anwesend zu
sein, wenn einer der anderen Beschwerdeführer vor dem Panel seine Stellungnahme abgibt.
  (3) Wird mehr als ein Panel zur Prüfung der Beschwerden über dieselbe Angelegenheit eingesetzt, so sind soweit möglich dieselben
Einzelpersonen in den getrennten Panels tätig, und der Zeitplan für das Panelverfahren über diese Streitigkeiten wird abgestimmt.


                                                               Artikel 10
                                                                 Dritte
   (1) Während des Panelverfahrens wird den Interessen der Streitparteien und denen anderer Mitglieder eines unter die Vereinbarung
fallenden Übereinkommens, das in der Streitigkeit zur Entscheidung steht, voll Rechnung getragen.
   (2) Jedes Mitglied, das ein wesentliches Interesse an einer Angelegenheit hat, mit der ein Panel befaßt ist, und das dem DSB sein
Interesse angezeigt hat (im folgenden als „Dritter" bezeichnet), hat die Möglichkeit, vom Panel gehört zu werden und dem Panel
schriftliche Vorlagen zu unterbreiten. Diese Vorlagen werden auch an die Streitparteien verteilt und finden Eingang in den Panel-
bericht.
  (3) Dritte erhalten die Vorlagen der Streitparteien für die erste Sitzung des Panels.
  (4) Ist ein Dritter der Auffassung, daß eine Maßnahme, die bereits Gegenstand eines Panelverfahrens ist, Vorteile zunichte macht
oder schmälert, die sich für ihn aus einem unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen ergeben, so kann dieses Mitglied die
aufgrund dieser Vereinbarung üblichen Streitbeilegungsverfahren in Anspruch nehmen. Eine derartige Streitigkeit wird nach Möglichkeit
an das ursprüngliche Panel verwiesen.

                                                               Artikel 11
                                                          Aufgabe der Panels
   Die Aufgabe der Panels besteht darin, das DSB bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben aufgrund dieser Vereinbarung und der unter
die Vereinbarung fallenden Übereinkommen zu unterstützen. Demgemäß nimmt das Panel eine objektive Beurteilung der vor ihm
liegenden Angelegenheit vor, einschließlich einer objektiven Beurteilung des Sachverhalts und der Anwendbarkeit sowie der Vereinbar-
keit mit den einschlägigen unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen, und trifft andere Feststellungen, die dem DSB helfen, die
in den unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen vorgesehenen Empfehlungen abzugeben oder Entscheidungen zu treffen. Die
Panels sollen sich regelmäßig mit den Streitparteien beraten und ihnen ausreichend Gelegenheit geben, eine für alle Seiten
zufriedenstellende Lösung zu finden.

                                                               Artikel 12
                                                            Panelverfahren
  (1) Die Panels sollen die Arbeitsverfahren in Anhang 3 befolgen, sofern das Panel nicht nach Rücksprache mit den Streitparteien
etwas anderes beschließt.
  (2) Die Panelverfahren sollen ausreichend flexibel sein, damit hochwertige Panelberichte sichergestellt sind, ohne die Panelverhand-
lung ungebührlich zu verzögern.
  (3) Nach Rücksprache mit den Streitparteien legen die Panel-Mitglieder sobald wie möglich und nach Möglichkeit innerhalb einer
Woche, nachdem die Zusammensetzung und das Mandat des Panels vereinbart wurden, den Zeitplan für die Panelverhandlung fest,
wobei gegebenenfalls Artikel 4 Absatz 9 Berücksichtigung findet.
  (4) Bei der Festlegung des Zeitplans für die Panelverhandlung räumt das Panel den Streitparteien genügend Zeit ein, damit sie ihre
Vorlagen vorbereiten können.
  (5) Die Panels sollen für die schriftlichen Vorlagen der Parteien genaue Stichtage festlegen, und die Parteien sollen diese Stichtage
einhalten.
  (6) Jede Streitpartei hinterlegt ihre schriftlichen Vorlagen beim Sekretariat zur sofortigen Übermittlung an das Panel und die andere
Streitpartei oder die anderen Streitparteien. Die beschwerdeführende Partei unterbreitet ihre erste Vorlage vor der ersten Vorlage der
erwidernden Partei, sofern das Panel nicht bei der Festlegung des in Absatz 3 bezeichneten Zeitplans und nach Rücksprache mit den
Streitparteien entscheidet, daß die Parteien ihre ersten Vorlagen gleichzeitig unterbreiten. Wird für die Hinterlegung der ersten Vorlagen
eine zeitliche Abfolge entschieden, so legt das Panel einen festen Zeitplan für den Eingang der Vorlage der erwidernden Partei fest. Alle
weiteren schriftlichen Vorlagen werden gleichzeitig unterbreitet.
  (7) Gelingt es den Streitparteien nicht, eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung zu finden, so legt das Panel dem OSB seine
Feststellungen in Form eines schriftlichen Berichts vor. In solchen Fällen legt das Panel die Sachverhaltsfeststellungen, die Anwendbar-
keit der einschlägigen Bestimmungen und die wesentliche Begründung ihrer Feststellungen und Empfehlungen dar. Konnte die
zwischen den Parteien streitige Angelegenheit bereinigt werden, so beschränkt sich der Bericht des Panels auf eine kurze Beschreibung
des Falles und auf die Feststellung, daß eine Lösung gefunden wurde.
  (8) Um die Wirksamkeit des Verfahrens zu erhöhen, darf der Zeitraum, in dem das Panel seine Prüfung durchführt, von dem Zeitpunkt
an, zu dem die Zusammensetzung und das Mandat des Panels vereinbart wurden, bis zu dem Zeitpunkt, zu dem den Streitparteien der

BGBl. 1994, Seite 1754 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1754
1754                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

Schlußbericht zugestellt wird, in der Regel sechs Monate nicht überschreiten. In dringenden Fällen, darunter solche, die verderbliche
Güter betreffen, setzt das Panel sich das Ziel, seinen Bericht den Streitparteien innerhalb von drei Monaten zuzustellen.
  (9) Ist das Panel der Auffassung, daß es seinen Bericht nicht innerhalb von sechs Monaten oder in dringenden Fällen nicht innerhalb
von drei Monaten zustellen kann, so teilt es dem DSB schriftlich die Gründe für die Verzögerung und den Zeitraum mit, innerhalb dessen
es seinen Bericht voraussichtlich zustellen wird. Der Zeitraum zwischen der Einsetzung des Panels und der Verteilung des Berichts an
die Mitglieder soll neun Monate keinesfalls überschreiten.
  (10) Im Zusammenhang mit Konsultationen über eine Maßnahme, die von einem Mitglied, das Entwicklungsstaat ist, ergriffen wurde,
können die Parteien eine Verlängerung der in Artikel 4 Absätze 7 und 8 festgelegten Zeiträume vereinbaren. Können sich die
Streitparteien nach Ablauf des festgelegten Zeitraums nicht darauf einigen, daß die Konsultationen abgeschlossen sind, so entscheidet
der Vorsitzende des DSB nach Rücksprache mit den Parteien, ob der festgelegte Zeitraum verlängert wird und gegebenenfalls wie
lange. Darüber hinaus räumt das Panel bei Prüfung der Beschwerde gegen ein Mitglied, das Entwicklungsstaat ist, diesem Mitglied
genügend Zeit für die Vorbereitung und Darlegung seiner Beweisführung ein. Artikel 20 Absatz 1 und Artikel 21 Absatz 4 bleiben von
Maßnahmen aufgrund des vorliegenden Absatzes unberührt.
  (11) Sofern eine oder mehrere Parteien Mitglieder sind, die Entwicklungsstaaten sind, gibt der Panelbericht ausdrücklich an, in
welcher Form den einschlägigen Bestimmungen der unter die Vereinbarung fallenden übereinkommen über unterschiedliche Behand-
lung und Meistbegünstigung von Mitgliedern, die Entwicklungsstaaten sind, Rechnung getragen wurde, welche im laufe des Streitbei-
legungsverfahrens von dem Mitglied, das Entwicklungsstaat ist, geltend gemacht worden sind.
  (12) Das Panel kann seine Arbeit jederzeit auf Antrag der beschwerdeführenden Partei für einen Zeitraum von höchstens zwölf
Monaten aussetzen. Im Fall einer solchen Aussetzung werden die in den Absätzen 8 und 9 dieses Artikels, in Artikel 20 Absatz 1 und in
Artikel 21 Absatz 4 festgelegten Fristen um den Zeitraum verlängert, für den die Arbeit ausgesetzt wurde. Wird die Arbeit des Panels für
mehr als zwölf Monate ausgesetzt, so erlischt die Genehmigung für die Einsetzung des Panels.


                                                              Artikel 13
                                                        Recht auf Information
  (1) Jedes Panel hat das Recht, von jeder Einzelperson oder jedem Gremium, die es für geeignet hält, Informationen oder fachlichen
Rat einzuholen. Bevor ein Panel jedoch Informationen oder fachlichen Rat von einer Einzelperson oder einem Gremium unter der
Hoheitsgewalt eines Mitglieds einholt, unterrichtet es die Behörden des betreffenden Mitglieds. Ein Mitglied soll umgehend und
umfassend auf einen Antrag eines Panels auf Erteilung von Informationen reagieren, die das Panel für notwendig und angebracht hält.
Vertrauliche Informationen, die erteilt werden, dürfen nicht ohne die förmliche Genehmigung durch die Einzelperson, das Gremium oder
die Behörden des Mitglieds offengelegt werden, welche die Informationen erteilen.
  (2) Die Panels können von jeder einschlägigen Stelle Informationen erbitten und Sachverständige befragen, um deren Gutachten zu
bestimmten Aspekten der Angelegenheit einzuholen. Bei einer von einer Streitpartei aufgeworfenen Sachfrage, die eine wissenschaftli-
che oder technische Angelegenheit betrifft, kann ein Panel einen schriftlichen Gutachterbericht von einer Sachverständigengutachter-
gruppe einholen. Die Regeln über die Einsetzung einer solchen Gruppe und deren Verfahrensordnung sind in Anhang 4 dargelegt.


                                                              Artikel 14
                                                            Vertraulichkeit
  (1) Die Beratungen des Panels sind vertraulich.
  (2) Die Berichte der Panels werden in Abwesenheit der Streitparteien unter Berücksichtigung der unterbreiteten Informationen und der
abgegebenen Stellungnahmen erstellt.
  (3) Die von einzelnen Panel-Mitgliedern im Panelbericht geäußerten Auffassungen sind anonym.


                                                              Artikel 15
                                                          Zwischenprüfung
  ( 1) Nach Erörterung der unterbreiteten Erwiderungen und mündlichen Ausführungen legt das Panel den Streitparteien die beschrei-
benden Teile (Sachlage und Beweisführung) seines Berichtsentwurfs vor. Innerhalb einer vom Panel festgelegten Frist legen die
Parteien schriftlich ihre Stellungnahmen vor.
   (2) Nach Ablauf der Frist für den Eingang der Stellungnahmen der Streitparteien händigt das Panel den Parteien einen Zwischenbe-
richt aus, der sowohl die beschreibenden Teile als auch die Feststellungen und Schlußfolgerungen des Panels enthält. Innerhalb eines
vom Panel festgesetzten Zeitraums kann eine Partei schriftlich beantragen, daß das Panel bestimmte Aspekte des Zwischenberichts vor
der Verteilung des Abschlußberichts an die Mitglieder überprüft. Auf Antrag einer Partei beraumt das Panel eine weitere Sitzung mit den
Parteien über die in der schriftlichen Stellungnahme genannten Punkte an. Erhält das Panel von keiner Partei eine Stellungnahme
innerhalb des dafür vorgesehenen Zeitraums, so wird der Zwischenbericht als der Abschlußbericht des Panels betrachtet und
umgehend an die Mit~lieder verteilt.
  (3) Die Feststellungen in dem Abschlußbericht enthalten eine Erörterung der in der Zwischenprüfung vorgelegten Beweisführung. Die
Zwischenprüfung erfolgt innerhalb des in Artikel 12 Absatz 8 festgelegten Zeitraums.


                                                              Artikel 16
                                                    Annahme der Panelberlchte
  (1) Um den Mitgliedern ausreichend Zeit für die Prüfung der Panelberichte zu geben, werden die Berichte nicht vor Ablauf von
20 Tagen nach ihrer Verteilung an die Mitglieder zur Annahme durch den DSB vorgesehen.
  (2) Mitglieder, die Einwände gegen einen Panelbericht haben, reichen eine schriftliche Begründung für ihre Einwände so rechtzeitig
ein, daß sie mindestens 10 Tage vor der Sitzung des DSB, auf welcher der Panelbericht erörtert wird, verteilt werden kann.

BGBl. 1994, Seite 1755 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1755

  (3) Die Streitparteien haben das Recht, an der Erörterung des Panelberichts durch den DSB voll teilzunehmen, und ihre Ansichten
werden vollständig zu Protokoll genommen.
  (4) Innerhalb von 60 Tagen nach der Verteilung eines Panelberichts an die Mitglieder wird der Bericht auf einer DSB-Sitzung 7)
angenommen, es sei denn, daß eine Streitpartei dem DSB förmlich ihre Entscheidung anzeigt, Rechtsmittel einzulegen, oder das DSB
durch Konsens entscheidet, den Bericht nicht anzunehmen. Zeigt eine Partei ihre Entscheidung an, Rechtsmittel einzulegen, so wird die
Annahme des Panelberichts durch den DSB nicht erörtert, bevor das Rechtsmittelverfahren abgeschlossen ist. Dieses Annahmeverfah-
ren läßt das Recht der Mitglieder auf Äußerung ihrer Auffassungen über einen Panelbericht unberührt.

                                                                                    Artikel 17
                                                                          Rechtsmittelprüfung
                                                                      Ständiges Berufungsgremium
  (1) Das DSB setzt ein Ständiges Berufungsgremium ein. Das Berufungsgremium befaßt sich mit Berufungen von Panelentscheidun-
gen. Es setzt sich aus sieben Personen zusammen, von denen drei sich IT)it jeweils einem Fall befassen. Dem Berufungsgremium
angehörende Personen wechseln turnusmäßig. Dieser Wechsel wird in den Arbeitsverfahren des Berufungsgremiums festgelegt.
  (2) Das DSB ernennt Personen, die im Berufungsgremium tätig sind, für eine Amtszeit von vier Jahren: jede Person kann einmal
wiederernannt werden. Die Amtszeit von drei der sieben Personen, die unmittelbar nach Inkrafttreten des WTO-Übereinkommens
ernannt werden, endet jedoch nach Ablauf von zwei Jahren, wobei das Los entscheidet. Frei werdende Sitze werden wieder besetzt,
sobald sie frei werden. Eine Person, die ernannt wird, um eine Person zu ersetzen, deren Amtszeit noch nicht abgelaufen ist, nimmt die
Aufgabe für den Rest der Amtszeit des Vorgängers wahr.
  (3) Das Berufungsgremium umfaßt anerkannte und angesehene Fachleute mit ausgewiesenen Sachkenntnissen auf den Gebieten
Recht, internationaler Handel und allgemein den Gegenständen der unter die Vereinbarung fallenden übereinkommen. Diese müssen
von einer Regierung unabhängig sein. Die Mitgliedschaft im Berufungsgremium soll weitgehend die Mitgliedschaft in der WTO
widerspiegeln. Alle im Berufungsgremium tätigen Personen müssen jederzeit und kurzfristig verfügbar und in bezug auf Tätigkeiten im
Bereich der Streitbeilegung und andere entsprechende Tätigkeiten der WTO auf dem laufenden sein. Sie dürfen sich nicht an der
Erörterung von Streitigkeiten beteiligen, die zu einem mittelbaren oder unmittelbaren Interessenkonflikt führen würden.
  (4) Nur Streitparteien, keine Dritten, dürfen gegen eine Panelentscheidung Rechtsmittel einlegen. Dritte, die dem DSB nach Artikel 10
Absatz 2 ein wesentliches Interesse an der Angelegenheit angezeigt haben, können dem Berufungsgremium schriftliche Vorlagen
unterbreiten und erhalten die Gelegenheit, vor dem Berufungsgremium gehört zu werden.
  (5) In der Regel sollen die Verfahren von dem Zeitpunkt an, zu dem eine Streitpartei förmlich ihre Entscheidung anzeigt, Rechtsmittel
einzulegen, bis zu dem Zeitpunkt, zu dem das Berufungsgremium seinen Bericht verteilt, 60 Tage nicht überschreiten. Bei der
Festlegung seines Zeitplans soll das Berufungsgremium gegebenenfalls dem Artikel 4 Absatz 9 Rechnung tragen. Ist das Berufungsgre-
mium der Auffassung, daß es seinen Bericht nicht innerhalb von 60 Tagen vorlegen kann, so teilt es dem DSB schriftlich die Gründe für
die Verzögerung und den Zeitraum mit, innerhalb dessen es seinen Bericht voraussichtlich unterbreiten wird. Das Verfahren darf
keinesfalls länger dauern als 90 Tage.
  (6) Ein Rechtsmittel beschränkt sich auf die in dem Panelbericht behandelten Rechtsfragen und auf die Rechtsauslegung durch das
Panel.
     (7) Das Berufungsgremium erhält entsprechend seinen Anforderungen Unterstützung in Verwaltungs- und Rechtsfragen.
  (8) Die Kosten für die im Berufungsgremium tätigen Personen, einschließlich Reisekosten und Tagegelder, werden aus dem
WTO-Haushalt entsprechend den Kriterien getragen, die der Allgemeine Rat, gestützt auf Empfehlungen des Ausschusses für Haushalt,
Finanzen und Verwaltung, verabschiedet.
Verfahren für die Rechtsmittelprüfung
  (9) Die Arbeitsverfahren werden vom Berufungsgremium nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden des DSB und dem Generaldirektor
festgelegt und den Mitgliedern zur Kenntnisnahme übermittelt.
  (1 O) Die Verfahren vor dem Berufungsgremium sind vertraulich. Die Berichte des Berufungsgremiums werden in Abwesenheit der
Streitparteien unter Berücksichtigung der unterbreiteten Informationen und der abgegebenen Stellungnahmen erstellt.
  (11) Die von einzelnen im Berufungsgremium tätigen Personen im Bericht des Berufungsgremiums geäußerten Auffassungen sind
anonym.
     (12) Das Berufungsgremium befaßt sich mit jeder nach Absatz 6 während des Berufungsverfahrens aufgeworfenen Frage.
  (13) Das Berufungsgremium kann die rechtlichen Feststellungen und die Schlußfolgerungen des Panels bestätigen, abändern oder
aufheben.
Annahme von Berichten des Berufungsgremiums
  ( 14) Ein Bericht des Berufungsgremiums wird vom DSB angenommen und von den Streitparteien bedingungslos übernommen, sofern
das DSB nicht innerhalb von dreißig Tagen nach Verteilung des Berichts an die Mitglieder 8 ) durch Konsens beschließt, den Bericht des
Berufungsgremiums nicht anzunehmen. Dieses Annahmeverfahren läßt das Recht der Mitglieder auf Äußerung ihrer Auffassungen über
einen Bericht des Berufungsgremiums unberührt.

                                                                                    Artikel 18
                                                   Mitteilungen an das Panel oder das Berufungsgremium
  (1) Es darf keine einseitigen Mitteilungen an das Panel oder das Berufungsgremium über Angelegenheiten geben, die dem Panel oder
Berufungsgremium vorliegen.


')   Findet keine planmäßige Sitzung des DSB innerhalb dieser Frist zu einem Zeitpunkt statt, der es ermöglicht, die Vorschriften des Artikels 16 Absätze 1 und 4 einzuhalten. so wird
     eine Sitzung des DSB zu diesem Zweck anberaumt.
")   Findet keine planmäßige Sitzung des DSB innerhalb dieses Zeitraums statt, so wird eine Sitzung zu diesem Zweck anberaumt.

BGBl. 1994, Seite 1756 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1756
1756                                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

  (2) Schriftliche Vortagen an das Panel oder das Berufungsgremium werden vertraulich behandelt; sie werden den Streitparteien
jedoch zugänglich gemacht. Diese Vereinbarung hindert eine Streitpartei nicht daran, Stellungnahmen zu ihrer eigenen Position der
Öffentlichkeit bekanntzugeben. Die Mitglieder behandeln Informationen vertraulich, die ein anderes Mitglied, das diese als vertraulich
bezeichnet, dem Panel oder dem Berufungsgremium vorgelegt hat. Eine Streitpartei stellt auch auf Antrag eines Mitglieds eine
nichtvertrauliche Zusammenfassung der in seinen Vortagen enthaltenen Informationen zur Verfügung, die der Öffentlichkeit bekanntge-
geben werden könnte.

                                                                                   Artikel 19
                                                  Empfehlungen des Panels und des Berufungsgremiums
   (1) Kommt ein Panel oder das Berufungsgremium zu dem Schluß, daß eine Maßnahme mit einem unter die Vereinbarung fallenden
Übereinkommen unvereinbar ist, so empfiehlt es, daß das betreffende Mitglied 9 ) die Maßnahme mit dem Übereinkommen in Einklang
bringt. 10). Zusätzlich zu seinen Empfehlungen kann das Panel oder das Berufungsgremium Möglichkeiten vorschlagen, wie das
betreffende Mitglied die Empfehlungen umsetzen könnte.
  (2) Nach Artikel 3 Absatz 2 können das Panel und das Berufungsgremium mit ihren Feststellungen und Empfehlungen die in den unter
die Vereinbarung fallenden Übereinkommen enthaltenen Rechte und Pflichten weder ergänzen noch schmälern.


                                                                                   Artikel 20
                                                             Zeitrahmen für Entscheidungen des DSB
  Sofern die Streitparteien nichts anderes vereinbart haben, darf der Zeitraum von der Einsetzung des Panels durch (Jas DSB bis zu
dem Zeitpunkt, zu dem das DSB den Bericht des Panels oder des Berufungsgremiums zur Annahme prüft, in der Regel neun Monate
nicht übersteigen, wenn gegen den Bericht keine Berufung, oder zwölf Monate, wenn gegen den Bericht Berufung eingelegt wurde. Hat
entweder das Panel oder das Berufungsgremium Maßnahmen nach Artikel 12 Absatz 9 oder Artikel 17 Absatz 5 ergriffen, um den
Zeitraum bis zur Vorlage seines Berichts zu verlängern, so werden den oben genannten Zeiträumen die zusätzlich benötigten Zeiten
hinzugefügt.

                                                                                    Artikel 21
                                        Überwachung der Umsetzung der Empfehlungen und Entscheidungen
 (1) Die umgehende Beachtung der Empfehlungen und Entscheidungen des DSB ist für die wirksame Beilegung von Streitigkeiten zum
Wohl aller Mitglieder wesentlich.
   (2) Besondere Aufmerksamkeit ist den Angelegenheiten zu widmen, welche die Interessen von Mitgliedern, die Entwicklungsstaaten
sind, berühren und sich auf Maßnahmen beziehen, die Gegenstand der Streitbeilegung gewesen sind.
  (3) Auf einer Sitzung des DSB, die innerhalb von 30 Tagen 11 ) nach der Annahme des Berichts des Panels oder des Berufungsgre-
miums abgehalten wird, unterrichtet das betreffende Mitglied das DSB über seine Absichten hinsichtlich der Umsetzung der Empfehlun-
gen und Entscheidungen des DSB. Ist es unmöglich, die Empfehlungen und Entscheidungen sofort umzusetzen, so wird dem
betreffenden Mitglied ein angemessener Zeitraum dafür eingeräumt. Als angemessener Zeitraum gilt folgendes:
a) Der von dem betreffenden Mitglied vorgeschlagene Zeitraum, sofern das DSB diesem zugestimmt hat; oder, falls diese Zustimmung
   fehlt,
b) ein von den Streitparteien innerhalb von 45 Tagen nach Annahme der Empfehlungen und Entscheidungen gemeinsam vereinbarter
   Zeitraum; oder, falls diese Vereinbarung fehlt,
c) ein durch bindendes Schiedsverfahren innerhalb von 90 Tagen nach Annahme der Empfehlungen und Entscheidungen festgelegter
   Zeitraum. 12) In einem solchen Schiedsverfahren sollte Richtschnur für einen Schiedsrichter") sein, daß der angemessene Zeitraum
   zur Umsetzung von Empfehlungen des Panels oder des Berufungsgremiums 15 Monate ab Annahme des Berichts des Panels oder
   des Berufungsgremiums nicht überschreiten sollte. Jedoch kann dieser Zeitraum je nach den besonderen Umständen kürzer oder
   länger sein.
  (4) Außer wenn das Panel oder das Berufungsgremium den Zeitraum für die Vortage seines Berichts nach Artikel 12 Absatz 9 oder
Artikel 17 Absatz 5 vertängert hat, darf der Zeitraum zwischen der Einsetzung des Panels durch das DSB und der Entscheidung über
den angemessenen Zeitraum 15 Monate nicht überschreiten, sofern die Streitparteien nicht etwas anderes vereinbaren. Hat entweder
das Panel oder das Berufungsgremium den Zeitraum bis zur Vorlage seines Berichts verlängert, so wird die zusätzlich erforderliche Zeit
dem Zeitraum vom 15 Monaten hinzugefügt; der Gesamtzeitraum darf jedoch 18 Monate nicht überschreiten, es sei denn, die
Streitparteien kommen überein, daß außergewöhnliche Umstände vorliegen.
   (5) Bei einer Meinungsverschiedenheit über die Frage, ob Maßnahmen zur Umsetzung der Empfehlungen und Entscheidungen
ergriffen wurden oder ob sie mit den unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen vereinbar sind, wird eine solche Streitigkeit unter
Inanspruchnahme dieser Streitbeilegungsverfahren entschieden, wobei nach Möglichkeit auch auf das ursprüngliche Panel zurückge-
griffen wird. Das Panel verteilt seinen Bericht innerhalb von 90 Tagen, nachdem die Angelegenheit an es verwiesen wurde. Ist das Panel
der Auffassung, daß es seinen Bericht nicht innerhalb dieses Zeitrahmens vorlegen kann, so teilt es dem DSB schriftlich die Gründe für
die Verzögerung und den Zeitraum mit, innerhalb dessen es voraussichtlich seinen Bericht vorlegen wird.



 -) Das ,.betreffende Mitglied" ist die Streitpartei, an die sich die Empfehlungen des Panels oder Berufungsgremiums richten.
'") In bezug auf Empfehlungen in Fällen, die keinen Verstoß gegen das GATT 1994 oder ein anderes unter die Vereinbarung fallendes Übereinkommen betreffen, vergl.
      Artikel 26.
") Findet innerhalb dieses Zeitraums keine planmäßige Sitzung des DSB statt, so wird eine Sitzung zu diesem Zweck anberaumt.
11
  )   Können sich die Parteien innerhalb von 10 Tagen, nachdem sie die Angelegenheit einem Schiedsverfahren unterbreitet haben, nicht auf einen Schiedsrichter einigen, so wird der
      Schiedsrichter vom Generaldirektor nach Rücksprache mit den Parteien innerhalb von zehn Tagen ernannt.
") Unter dem Begriff .Schiedsrichter" kann eine Einzelperson oder eine Gruppe verstanden werden.

BGBl. 1994, Seite 1757 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1757

  (6) Das DSB überwacht die Umsetzung der angenommenen Empfehlungen oder Entscheidungen. Die Frage der Umsetzung der
Empfehlungen oder Entscheidungen kann im DSB von jedem Mitglied jederzeit nach deren Annahme aufgeworfen werden. Sofern das
DSB nichts anderes beschließt, wird die Frage der Umsetzung der Empfehlungen oder Entscheidungen auf die Tagesordnung der
Sitzung des DSB sechs Monate nach der Entscheidung über den angemessenen Zeitraum gemäß Absatz 3 gesetzt und so lange auf
der Tagesordnung des DSB bleiben, bis die Frage geklärt ist. Spätestens 10 Tage vor jeder derartigen Sitzung des DSB legt das
betreffende Mitglied dem DSB einen schriftlichen Sachstandsbericht über seine Fortschritte hinsichtlich der Umsetzung der Empfehlun-
gen oder Entscheidungen vor.
  (7) Handelt es sich um eine Angelegenheit, die von einem Mitglied, das Entwicklungsstaat ist, unterbreitet wurde, so prüft das DSB,
welche weiteren Maßnahmen es ergreifen könnte, die unter den gegebenen Umständen angebracht wären.
   (8) Handelt es sich um einen von einem Mitglied, das Entwicklungsstaat ist, vorgebrachten Fall, so berücksichtigt das DSB bei der
Erörterung möglicher angemessener Maßnahmen nicht nur das Handelsvolumen, das von den beanstandeten Maßnahmen betroffen
ist, sondem auch deren Folgen für die Volkswirtschaft der betreffenden Mitglieder, die Entwicklungsstaaten sind.


                                                                   Artlkel 22
                                              Entschädigung und Ausaetzung von Zugeständnissen
  (1) Eine Entschädigung und die Aussetzung von Zugeständnissen oder sonstigen Pflichten sind vorübergehende Maßnahmen, die
zur Verfügung stehen, wenn die Empfehlungen und Entscheidungen nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums umgesetzt
werden. Jedoch erhält weder eine Entschädigung noch die Aussetzung von Zugeständnissen oder sonstigen Pflichten Vorrang vor der
vollen Umsetzung einer Empfehlung, eine Maßnahme mit den unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen in Einklang zu bringen.
Eine Entschädigung erfolgt freiwillig und muß, falls sie gewährt wird, mit den unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen
vereinbar sein.
  (2) Gelingt es dem betreffenden Mitglied nicht, eine mit den unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen als unvereinbar
erachtete Maßnahme mit der Vereinbarung in Einklang zu bringen oder sonst die Empfehlungen und Entscheidungen innerhalb des
nach Artikel 21 Absatz 3 festgelegten angemessenen Zeitraums zu beachten, so nimmt dieses Mitglied, falls es darum ersucht wird, vor
Ablauf dieses Zeitraums Verhandlungen mit jeder Partei auf, die das Streitbeilegungsverfahren angestrengt hat, mit dem Ziel,
einvernehmlich eine Entschädigung festzulegen. Wird innerhalb von 20 Tagen nach Ablauf des angemessenen Zeitraums eine
zufriedenstellende Einigung hinsichtlich der Entschädigung nicht erzielt, so kann jede Partei, die das Streitbeilegungsverfahren
angestrengt hat, das DSB um die Genehmigung bitten, die Anwendung von Zugeständnissen oder sonstigen Pflichten aus den unter die
Vereinbarung fallenden Übereinkommen gegenüber dem betreffenden Mitglied auszusetzen.
   (3) In ihren Erwägungen, welche Zugeständnisse oder sonstigen Pflichten auszusetzen sind, wendet die beschwerdeführende Partei
folgende Grundsätze und Verfahren an:
a) Der allgemeine Grundsatz lautet, daß die beschwerdeführende Partei zunächst versuchen soll, Zugeständnisse oder sonstige
   Pflichten hinsichtlich desselben Sektors/derselben Sektoren wie des-/derjenigen auszusetzen, in dem/denen das Panel oder das
   Berufungsgremium einen Verstoß oder eine sonstige Zunichtemachung oder Schmälerung festgestellt hat;
b) ist diese Partei der Auffassung, daß es nicht möglich oder wirksam ist, Zugeständnisse oder sonstige Pflichten hinsichtlich
   desselben Sektors/derselben Sektoren auszusetzen, so kann sie versuchen, Zugeständnisse oder sonstige Pflichten in anderen
   Sektoren unter demselben Übereinkommen auszusetzen;
c) ist diese Partei der Auffassung, daß es nicht möglich oder wirksam ist, Zugeständnisse oder sonstige Pflichten in bezug auf andere
   Sektoren unter demselben Übereinkommen auszusetzen, und daß die Umstände ernst genug sind, so kann sie versuchen,
   Zugeständnisse oder sonstige Pflichten aus einem anderen unter die Vereinbarung fallenden übereinkommen auszusetzen;
d) bei der Anwendung der oben genannten Grundsätze berücksichtigt diese Partei
     i)   den Handel in dem Sektor oder aufgrund des Übereinkommens, zu dem das Panel oder das Berufungsgremium einen Verstoß
          oder eine Zunichtemachung oder Schmälerung festgestellt hat, sowie die Bedeutung dieses Handels für die betreffende
          Partei;
     ii) die weitergehenden wirtschaftlichen Aspekte, die mit der Zunichtemachung oder der Schmälerung zusammenhängen, sowie die
         weiteren wirtschaftlichen Folgen der Aussetzung von Zugeständnissen oder sonstigen Pflichten;
e) beschließt die betreffende Partei, eine Genehmigung zur Aussetzung von Zugeständnissen oder sonstigen Pflichten nach Buch-
   stabe b oder c zu beantragen, so gibt sie in ihrem Antrag die Gründe dafür an. Der Antrag an das DSB wird gleichzeitig auch den
   entsprechenden Riten und im Fall eines Antrags nach Buchstabe b auch den entsprechenden Gremien zugeleitet, die für die
   betreffenden Sektoren zuständig sind;
f)   für die Zwecke dieses Absatzes hat der Begriff „Sektor" folgende Bedeutung:
     i)   in bezug auf Waren alle Waren;
     ii) in bezug auf OienstJeistungen einen Hauptsektor der gültigen „Liste zur Klassifizierung der Dienstleistungssektoren", die diese
         Hauptsektoren ausweist 14);
     iii) in bezug auf handelsbezogene Rechte des geistigen Eigentums alle Kategorien von Rechten des geistigen Eigentums, die unter
          Teil II Abschnitte 1 bis 7 fallen, oder die Pflichten aus Teil III oder Teil IV des TRIPS-Übereinkommens;
g) für die Zwecke dieses Absatzes hat der Begriff "übereinkommen• folgende Bedeutung:
     i)   in bezug auf Waren die in Anlage 1A des WTO-Übereinkommens genannten Übereinkommen in ihrer Gesamtheit sowie die
          Plurilateralen Handelsübereinkommen, soweit die betreffenden Streitparteien Vertragsparteien dieser übereinkommen sind;
     ii) in bezug auf Dienstleistungen das GATS;
     iii) in bezug auf die Rechte des geistigen Eigentums das TRIPS-übereinkommen.


,.) Die Liste in Dokument MTN.GNS/W/120 nennt elf Hauptsektoren.

11

BGBl. 1994, Seite 1758 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1758
1758                                                     Bundesgesetzblatt Jahrgang 1994, Teil II

  (4) Der von dem DSB genehmigte Umfang einer Aussetzung von Zugeständnissen oder sonstigen Pflichten muß dem Umfang der
zunichte gemachten oder geschmälerten Vorteile entsprechen.
   (5) Das DSB darf die Aussetzung von Zugeständnissen oder sonstigen Pflichten nicht genehmigen, wenn ein unter die Vereinbarung
fallendes Übereinkommen eine solche Aussetzung verbietet.
   (6) Tritt die in Absatz 2 beschriebene Situation ein, so erteilt das DSB auf Antrag innerhalb von 30 Tagen nach Ablauf des
angemessenen Zeitraums die Genehmigung, Zugeständnisse oder sonstige Pflichten auszusetzen, sofern es nicht durch Konsens
beschließt, den Antrag abzulehnen. Erhebt das betreffende Mitglied jedoch Einspruch gegen die Aussetzung in dem vorgeschlagenen
Umfang oder behauptet es, daß die in Absatz 3 festgelegten Grundsätze und Verfahren nicht beachtet wurden, als eine beschwerdefüh-
rende Partei die Genehmigung beantragte, Zugeständnisse oder sonstige Pfllichten nach Absatz 3 Buchstabe b oder c auszusetzen, so
wird die Angelegenheit einem Schiedsverfahren unterbreitet. Dieses Schiedsverfahren wird vom ursprünglichen Panel durchgeführt,
falls Mitglieder zur Verfügung stehen, oder von einem vom Generaldirektor ernannten Schiedsrichter 15); es muß innerhalb von 60 Tagen
nach Ablauf des angemessenen Zeitraums abgeschlossen sein. Während des Schiedsverfahrens werden Zugeständnisse oder
sonstige Pflichten nicht ausgesetzt.
  (7) Der nach Absatz 6 tätige Schiedsrichter 16) prüft nicht die Art der auszusetzenden Zugeständnisse oder sonstigen Pflichten,
sondern stellt fest, ob der Umfang einer solchen Aussetzung dem Umfang der zunichte gemachten oder geschmälerten Vorteile
entspricht. Der Schiedsrichter kann auch feststellen, ob die vorgeschlagene Aussetzung von Zugeständnissen oder sonstigen Pflichten
nach dem unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen gestattet ist. Enthält die einem Schiedsgerichtsverfahren unterbreitete
Angelegenheit jedoch die Behauptung, daß die in Absatz 3 festgelegten Grundsätze und Verfahren nicht beachtet wurden, so prüft der
Schiedsrichter diese Behauptung. Stellt der Schiedsrichter fest, daß diese Grundsätze und Verfahren nicht beachtet wurden, so wendet
die beschwerdeführende Partei diese in Übereinstimmung mit Absatz 3 an. Die Parteien nehmen die Entscheidung des Schiedsrichters
als endgültig an, und die betreffenden Parteien dürfen kein zweites Schiedsverfahren anstrengen. Das DSB wird umgehend von der
Entscheidung des Schiedsrichters in Kenntnis gesetzt; es erteilt auf Antrag die Genehmigung für die Aussetzung von Zugeständnissen
oder sonstigen Pflichten, wenn der Antrag mit der Entscheidung des Schiedsrichters vereinbar ist, sofern das DSB nicht durch Konsens
beschließt, den Antrag abzulehnen.
  (8) Die Aussetzung von Zugeständnissen oder sonstigen Pflichten ist vorübergehend und wird nur so lange angewendet, bis die
Maßnahme, die mit dem unter die Vereinbarung fallenden übereinkommen als unvereinbar betrachtet wird, eingestellt worden ist oder
bis das Mitglied, das Empfehlungen oder Entscheidungen umsetzen muß, eine Lösung für die Zunichtemachung oder Schmälerung der
Vorteile vorlegt, oder bis eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden wird. Nach Artikel 21 Absatz 6 überwacht das DSB
weiterhin die Umsetzung der angenommenen Empfehlungen oder Entscheidungen, einschließlich der Fälle, in denen eine Entschädi-
gung geleistet oder andere Zugeständnisse oder sonstige Pflichten ausgesetzt wurden, die Empfehlungen, eine Maßnahme mit den
unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen in Einklang zu bringen, jedoch nicht umgesetzt wurden.
   (9) Eine Berufung auf die Streitbeilegungsbestimmungen der unter die Vereinbarung fallenden übereinkommen ist hinsichtlich der
Maßnahmen möglich, die deren Einhaltung betreffen und die von regionalen oder kommunalen Verwaltungen oder Behörden innerhalb
des Hoheitsgebiets eines Mitglieds ergriffen werden. Hat das DSB entschieden, daß eine Bestimmung eines unter die Vereinbarung
fallenden Übereinkommens nicht beachtet wurde, so ergreift das veranwortliche Mitglied die ihm zur Verfügung stehenden angemesse-
nen Maßnahmen, um deren Einhaltung sicherzustellen. Die Bestimmungen der unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen und
der vorliegenden Vereinbarung, die sich auf Entschädigung und die Aussetzung von Zugeständnissen und sonstigen Pflichten
beziehen, finden auf die Fälle Anwendung, in denen es nicht möglich war, diese Einhaltung zu gewährleisten. 17)



                                                                                 Artikel 23
                                                             Stärkung des multilateralen Systems
  (1) Bemühen sich Mitglieder um die Beseitigung einer Verletzung von Pflichten oder einer sonstigen Zunichtemachung oder
Schmälerung von Vorteilen aus den unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen oder einer Behinderung bei der Erreichung eines
der Ziele der unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen, so halten sie sich an die Regeln und Verfahren dieser Vereinbarung
und befolgen sie.
  (2) In solchen Fällen werden die Mitglieder
a) nicht die Feststellung treffen, daß eine Ver1etzung vorliegt, daß Vorteile zunichte gemacht oder geschmäJert wurden oder daß die
   Erreichung eines der Ziele der unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen behindert wurde, es sei denn durch Inanspruch-
   nahme der Streitbeilegung in Übereinstimmung mit den Regeln und Verfahren der vorftegenden Vereinbarung; sie werden jede
   derartige Feststellung mit dem vom OSB angenommenen Bericht des Panels oder des Berufungsgremiums oder einem aufgrund
   dieser Vereinbarung gefaßten Schiedsspruch in Einklang bringen;
b) die in Artikel 21 festgelegten Verfahren zur Festsetzung des angemessenen Zeitraums, in dem das betreffende Mitglied Empfehlun-
   gen und Entscheidungen umzusetzen hat, befolgen und
c) die in Artikel 22 festgelegten Verfahren zur Festsetzung des Umfangs, in dem Zugeständnisse oder sonstige Pflichten ausgesetzt
   werden dürfen, befolgen und die Genehmigung des OSB in Übereinstimmung mit diesem Verfahren einholen, bevor sie Zugeständ-
   nisse oder sonstige Pflichten nach den unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen als Reaktion auf die Unterlassung des
   betreffenden Mitglieds aussetzen, die Empfehlungen und Entscheidungen innerhalb dieses angemessenen Zeitraums umzuset-
   zen.




'') Unter dem Begriff ,.$chledsrichtef" kann eine Einzelperson oder eine Gruppe verstanden werden.
") Unter dem Begriff .Schiedsrichter' können eine Einzelperson oder eine Gruppe oder die Mitglieder des ursprünglichen Panels, wenn sie in der Eigenschaft eines Schiedsrichters
   tltlg sind, verstanden werden.
") Wenn die Bestimmungen eines unter die Vereinb8rung fallenden Übereinkommens Ober die von regionalen oder kommunalen Verwaltungen oder BehOrden innemalb des
   Hoheltagebiela eines Mitglieds ergriffenen Maßnahmen Bestimmungen enthalten, die von denen in diesem Absatz abweichen, sind die Bestimmungen des unter die
   Vereinbarung fallenden Übereinkommens maßgebend.

BGBl. 1994, Seite 1759 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1759

                                                               Artikel 24
                                     Besondere Verfahren Im Zusammenhang mit Mitgliedern,
                                           die am wenigsten entwickelte Staaten sind
  (1} In allen Phasen der Ermittlung der Gründe für eine Streitigkeit und ein Streitbeilegungsverfahren, an denen ein Mitglied, das ein am
wenigsten entwickelter Staat ist, beteiligt ist, wird der speziellen Lage der Mitglieder, die am wenigsten entwickelte Staaten sind,
besonders Rechnung getragen. In diesem Zusammenhang halten sich die Mitglieder gebührend davor zurück, im Rahmen dieser
Verfahren Angelegenheiten aufzuwerfen, an denen ein Mitglied, das ein am wenigsten entwickelter Staat ist, beteiligt ist. Wird
festgestellt, daß ein Zunichtemachen oder eine Schmälerung auf eine Maßnahme zurückgeht, die von einem Mitglied, das ein am
wenigsten entwickelter Staat ist, ergriffen wurde, so halten sich die beschwerdeführenden Parteien bei einem Antrag auf Entschädigung
oder auf Genehmigung der Aussetzung von Zugeständnissen oder anderen Pflichten aufgrund dieser Verfahren gebührend zurück.
   (2) In Fällen der Streitbeilegung, an denen ein Mitglied, das ein am wenigsten entwickelter Staat ist, beteiligt ist und in denen eine
zufriedenstellende Lösung im Verlauf der Konsultationen nicht gefunden wird, bietet der Generaldirektor oder der Vorsitzende des DSB
auf Antrag des Mitglieds, das ein am wenigsten entwickelter Staat ist, seine guten Dienste, einen Vergleich und seine Vermittlung an mit
dem Ziel, den Parteien bei der Beilegung der Streitigkeit zu helfen, bevor die Einsetzung eines Panels beantragt wird. Der Generaldirek-
tor oder der Vorsitzende des DSB kann sich im Rahmen der oben genannten Hilfe jedes Rates bedienen, den er für zweckdienlich
hält.

                                                               Artikel 25
                                                           Schiedsverfahren
  (1) Ein beschleunigtes Schiedsverfahren innerhalb der WTO als alternatives Mittel der Streitbeilegung kann die Lösung bestimmter
Streitigkeiten erleichtern, die von beiden Parteien klar definierte Streitfragen betreffen.
  (2) Sofern in dieser Vereinbarung nichts anderes vorgesehen ist, bedarf ein Schiedsverfahren der einvernehmlichen Zustimmung der
Parteien, die sich auf die zu befolgenden Verfahren einigen müssen. Das Einvernehmen über die Inanspruchnahme eines Schiedsver-
fahrens wird allen Mitgliedern rechtzeitig vor dem eigentlichen Beginn der Schiedsgerichtsverhandlung angezeigt.
  (3) Andere Mitglieder können nur mit Zustimmung der Parteien, die sich auf die Inanspruchnahme eines Schiedsverfahrens geeinigt
haben, Parteien in einem Schiedsverfahren werden. Die an dem Verfahren beteiligten Parteien stimmen zu, den Schiedsspruch zu
befolgen. Die Schiedssprüche werden dem DSB und dem Rat oder dem Ausschuß jedes betroffenen Übereinkommens angezeigt, in
dem jedes Mitglied jede damit zusammenhängende Frage aufwerfen kann.
  (4) Die Artikel 21 und 22 dieser Vereinbarung gelten sinngemäß für Schiedssprüche.


                                                               Artikel 26
  (1) Nichtverletzungsbeschwerden der in Artikel XXIII Absatz 1 Buchstabe b des GATT 1994 beschriebenen Art
Soweit Artikel XXIII Absatz 1 Buchstabe b des GATT 1994 auf ein unter die Vereinbarung fallendes Übereinkommen Anwendung findet,
kann ein Panel oder das Berufungsgremium nur dann Entscheidungen fällen oder Empfehlungen aussprechen, wenn eine Streitpartei
der Auffassung ist, daß Vorteile, die sich unmittelbar oder mittelbar aufgrund des entsprechenden unter die Vereinbarung fallenden
Übereinkommens für sie ergeben, durch Maßnahmen eines Mitglieds zunichte gemacht oder geschmälert werden, oder daß die
Erreichung eines der Ziele jenes Übereinkommens behindert wird, gleichviel ob diese Maßnahme zu den Bestimmungen jenes
Übereinkommens in Widerspruch steht. Sofern und soweit die betreffende Partei der Auffassung ist und ein Panel oder ein Berufungs-
gremium feststellt, daß ein Fall eine Maßnahme betrifft, die nicht zu den Bestimmungen eines unter die Vereinbarung fallenden
Übereinkommens im Widerspruch steht, auf das Artikel XXIII Absatz 1 Buchstabe b des GATT 1994 anzuwenden sind, finden die
Verfahren in dieser Vereinbarung Anwendung mit folgender Maßgabe:
a} Die beschwerdeführende Partei legt eine ausführliche Begründung für ihre Beschwerde vor, die eine Maßnahme betrifft, welche
   nicht zu dem entsprechenden unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen im Widerspruch steht;
b} wird festgestellt, daß eine Maßnahme Vorteile aus dem entsprechenden unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen zunichte
   macht oder schmälert oder die Erreichung von Zielen eines solchen Übereinkommens behindert, ohne dieses zu verletzen, besteht
   keine Verpflichtung zur Einstellung der Maßnahme. In solchen Fällen empfiehlt das Panel oder das Berufungsgremium jedoch dem
   betreffenden Mitglied, einen für alle Seiten zufriedenstellenden Ausgleich herbeizuführen;
c} ungeachtet des Artikels 21 kann das in Artikel 21 Absatz 3 vorgesehene Schiedsverfahren auf Antrag einer der Parteien eine
   Entscheidung über den Umfang der zunichte gemachten oder geschmälerten Vorteile umfassen und Wege und Mittel zur Erzielung
   eines für alle Seiten zufriedenstellenden Ausgleichs vorschlagen; diese Vorschläge sind für die Streitparteien nicht bindend;
d) ungeachtet des Artikels 22 Absatz 1 kann eine Entschädigung Teil eines für alle Seiten zufriedenstellenden Ausgleichs als
   endgültige Streitbeilegung sein.
  (2) Beschwerden der in Artikel XXIII Absatz 1 Buchstabe c des GATT 1994 beschriebenen Art
Sofern Artikel XXIII Absatz 1 Buchstabe c des GATT 1994 auf ein unter die Vereinbarung fallendes Übereinkommen Anwendung findet,
kann ein Panel oder ein Berufungsgremium nur dann Entscheidungen fällen oder Empfehlungen aussprechen, wenn eine Streitpartei
der Auffassung ist, daß Vorteile, die sich unmittelbar oder mittelbar aus dem unter die Vereinbarung fallenden übereinkommen für sie
ergeben, zunichte gemacht oder geschmälert werden oder daß die Erreichung eines der Ziele jenes Übereinkommens aufgrund einer
Situation behindert wird, die sich von den Situationen unterscheidet, auf die Artikel XXIII Absatz 1 Buchstabe a und b des GATT 1994
Anwendung findet. Sofern und soweit diese Partei der Auffassung ist und ein Panel oder ein Berufungsgremium feststellt, daß die
Angelegenheit unter diesen Absatz fällt, werden die Verfahren dieser Vereinbarung nur bis zu dem Zeitpunkt angewendet, zu dem der
Panelbericht an die Mitglieder verteilt worden ist. Die Streitbeilegungsregeln und -verfahren des Beschlusses vom 12. April 1989 (BISD
36S/61-67) gelten für die Prüfung der Annahme und für die Überwachung und Umsetzung der Empfehlungen und Entscheidungen.
Außerdem gilt folgendes:
a) Die beschwerdeführende Partei bringt eine ausführliche Begründung aller Argumente bei, die hinsichtlich der unter diesen Absatz
   fallenden Streitfragen vorgebracht werden;

BGBl. 1994, Seite 1760 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1760
1760                                        Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

b) stellt ein Panel in Fällen, die unter diesen Absatz fallende Angelegenheiten betreffen, fest, daß Fälle auch Angelegenheiten der
   Streitbeilegung betreffen, die nicht unter diesen Absatz fallen, so übermittelt das Panel einen Bericht an das DSB, in dem solche
   Angelegenheiten angesprochen werden, und einen gesonderten Bericht über Angelegenheiten, die unter diesen Absatz fallen.

                                                              Artikel 27
                                               Verantwortllchkelten des Sekretariats
  (1) Das Sekretariat ist dafür verantwortlich, die Panels zu unterstützen, insbesondere in bezug auf die rechtlichen Hintergründe, die
Vorgeschichte und Verfahrensfragen der behandelten Angelegenheiten; es leistet Sekretariatsarbeit und technische Unterstützung.
  (2) Das Sekretariat hilft zwar den Mitgliedern auf deren Antrag bei einer Streitbeilegung, doch kann außerdem die Notwendigkeit
bestehen, Mitgliedern, die Entwicklungsstaaten sind, bei einer Streitbeilegung zusätzlich juristischen Rat und rechtliche Hilfe zukommen
zu lassen. Zu diesem Zweck stellt das Sekretariat jedem Mitglied, das Entwicklungsstaat ist und das einen entsprechenden Antrag stellt,
einen befähigten Rechtsgelehrten der WTO-Dienste für technische Zusammenarbeit zur Verfügung. Dieser Fachmann hilft dem
Mitglied, das Entwicklungsstaat ist, in einer Weise, welche die Unparteilichkeit des Sekretariats weiterhin gewährleistet.
  (3) Das Sekretariat führt für interessierte Mitglieder spezielle Fortbildungskurse über diese Streitbeilegungsverfahren und -praktiken
durch, damit die Fachleute der Mitglieder in dieser Hinsicht besser informiert sind.

BGBl. 1994, Seite 1761 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1761




                                                          Anhang 1
                                     Unter die Vereinbarung fallende Übereinkommen

A) Übereinkommen zur Errichtung der Welthandelsorganisation
B) Multilaterale Handelsübereinkommen
   Anlage 1A:    Multilaterale Übereinkommen über den Handel mit Waren
   Anlage 1B:    Allgemeines Übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen
   Anlage 1C:    übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rec~te des geistigen Eigentums
   Anlage 2:     Vereinbarung über Regeln und Verfahren zur Beilegung von Streitigkeiten
C) Plurilaterale Handelsübereinkommen
   Anlage 4:     übereinkommen über den Handel mit Zivilluftfahrzeugen
                 Übereinkommen über öffentliches Beschaffungswesen
                 Internationales Übereinkommen über Milcherzeugnisse
                 Internationales Übereinkommen über Rindfleisch
Die Anwendbarkeit dieser Vereinbarung auf Plurilaterale Handelsübereinkommen bedarf der Annahme einer Entscheidung der
Vertragsparteien des einzelnen Übereinkommens, in der die Bedingungen für die Anwendbarkeit der Vereinbarung auf das jeweilige
Übereinkommen dargelegt werden, einschließlich besonderer oder zusätzlicher Regeln oder Verfahren, die in den Anhang 2 einbezo-
gen werden sollen und dem DSB angezeigt werden.

BGBl. 1994, Seite 1762 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1762
1762                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II

                                                           Anhang
                                       Besondere oder zusätzliche

2
Regeln und Verfahren
                                   in den unter die Vereinbarung fallenden Übereinkommen

übereinkommen
Übereinkommen über die Anwendung von Gesundheits-
und Pflanzengesundheitsmaßnahmen
Übereinkommen über Textilien und Bekleidung
Übereinkommen über technische Handelshemmnisse
Übereinkommen zur Durchführung des Artikels VI des GATT 1994
Übereinkommen zur Durchführung des Artikels VII des GATT 1994
Übereinkommen über Subventionen und Ausgleichsmaßnahmen

Allgemeines Übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen
Anlage zu Finanzdienstleistungen
Anlage zu Luftverkehrsdienstleistungen
Beschluß über bestimmte Streitbeilegungsverfahren für das GATS

Regeln und Verfahren
11.2

2.14, 2.21, 4.4, 5.2, 5.4, 5.6, 6.9, 6.10, 6.11, 8.1 bis 8.12
14.2 bis 14.4, Anlage 2
17.4 bis 17.7
19.3 bis 19.5, Anlage ll.2(f), 3, 9, 21
4.2 bis 4.12, 6.6, 7.2 bis 7.10, 8,5
Fußnote 35, 24.4, 27.7,
Anlage V
XXll:3, XXlll:3
4
4
1 bis 5
Die Liste der Regeln und Verfahren in diesem Anhang enthält Bestimmungen, von denen nur ein Teil in diesem Zusammenhang von
Bedeutung sein kann.
Alle besonderen oder zusätzlichen Regeln oder Verfahren in Plurilateralen Handelsübereinkommen, wie sie von den für das jeweilige
Übereinkommen zuständigen Gremien beschlossen und dem DSB angezeigt sind.
BGBl. 1994, Seite 1763 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1763
                                                                Anhang 3
                                                           Arbeitsverfahren
(1) In seinen Verfahren beachtet das Panel die einschlägigen Bestimmungen dieser Vereinbarung. Darüber hinaus finden folgende
Arbeitsverfahren Anwendung.
(2) Die Panelsitzungen sind nicht öffentlich. Die Streitparteien und andere interessierte Parteien
nur teil, wenn sie vom Panel dazu aufgefordert werden.

nehmen an den Sitzungen des Panels
(3) Die Beratungen des Panels und die ihm vorgelegten Unterlagen werden vertraulich behandelt. Diese Vereinbarung hindert eine
Streitpartei nicht daran, Erklärungen über ihren eigenen Standpunkt in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Von einem anderen
Mitglied dem Panel zugeleitete und von diesem Mitglied als vertraulich gekennzeichnete Informationen werden von den Mitgliedern
vertraulich behandelt. Legt eine Streitpartei dem Panel eine vertrauliche Fassung ihrer schriftlichen Vorlagen vor, so stellt sie auch auf
Antrag eines Mitglieds eine nichtvertrauliche Kurzfassung der in ihren Unterlagen enthaltenen Informationen zur Verfügung, die der
Öffentlichkeit bekanntgegeben werden könnte.
(4) Vor der ersten Sitzung des Panels mit den Parteien in der Sache leiten die Streitparteien dem Panel schriftliche Vorlagen zu, in
denen sie den Sachverhalt und ihre Argumente darlegen.
(5) In der ersten Sitzung in der Sache mit den Parteien fordert das Panel die beschwerdeführende Partei auf, ihren Fall darzulegen.
Anschließend und noch während derselben Sitzung wird die beklagte Partei aufgefordert, ihren Standpunkt darzulegen.
(6) Alle Dritten, die dem DSB ihr Interesse an der Streitigkeit angezeigt haben, werden schriftlich gebeten, ihre Auffassungen auf einer
hierzu bestimmten Sitzung während der ersten Sitzung des Panels in der Sache darzulegen. Diese Dritten dürfen während dieser
gesamten Sitzung anwesend sein.
(7) Förmliche Darstellungen werden in einer zweiten Sitzung in der Sache vorgebracht. Die beklagte

Partei hat zuerst das Recht, gehört
zu werden; ihr folgt die beschwerdeführende Partei. Vor der Sitzung legen die Parteien dem Panel schriftliche Darstellungen vor.
(8) Das Panel kann jederzeit entweder im Verlauf einer Sitzung oder schriftlich Fragen an die Parteien richten und sie um Erklärungen
bitten.
(9) Die Streitparteien und Dritte, die nach Artikel 1O aufgefordert wurden, ihre Auffassungen darzulegen, stellen dem Panel eine
schriftliche Fassung ihrer mündlichen Erklärungen zur Verfügung.
(10) Im Interesse einer vollständigen Transparenz erfolgen die in den Absätzen 5 bis 9 bezeichneten Darlegungen, Darstellungen und
Erklärungen in Anwesenheit der Parteien. Darüber hinaus werden die schriftlichen Vortagen jeder Partei einschließlich etwaiger
Bemerkungen zu dem beschreibenden Teil des Berichts sowie Antworten auf Fragen des Panels der anderen Partei oder den anderen
Parteien zur Verfügung gestellt.
(11) Zusätzliche panelspezifische Verfahren.
(12) Für die Arbeit des Panels wird folgender Zeitplan vorgeschlagen:
a) Eingang der ersten schriftlichen Vorlagen der Parteien:
     1. beschwerdeführende Partei:
     2. beklagte Partei:
b) Datum, Uhrzeit und Ort der ersten Sitzung in der Sache mit den Parteien; Sitzung mit Dritten:
c) Eingang der schriftlichen Darlegungen der Parteien:
d) Datum, Uhrzeit und Ort der zweiten Sitzung in der Sache mit den Parteien:
e) Übermitt1ung des beschreibenden Teils des Berichts an die Parteien:
f)   Eingang der Bemerkungen der Parteien zu dem beschreibenden Teil des Berichts:
g) Übermittlung des Zwischenberichts einschließlich der Sachverhaltsfeststellungen
   und Schlußfolgerungen an die Parteien:
h) Frist für Anträge einer Partei, einen Teil/Teile des Berichts zu überprüfen:
i)   Zeitraum für die Überprüfung durch das Panel, gegebenenfalls einschließlich einer
     zusätzlichen Sitzung mit den Parteien:
i)   Übermittlung des Abschlußberichts an die Streitparteien:
k) Verteilung des Abschlußberichts an die Mitglieder:

3-6 Wochen
2-3 Wochen
1-2 Wochen
2-3 Wochen
1-2 Wochen
2-4 Wochen
2 Wochen
2-4 Wochen

1 Woche
2 Wochen

2 Wochen
3 Wochen
Der angegebene Zeitplan kann wegen unvorhergesehener Entwicklungen geändert werden. Falls erforderlich, werden zusätzliche
Sitzungen mit den Parteien einberufen.
BGBl. 1994, Seite 1764 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1764
1764                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II




                                                              Anhang 4
                                                Sachverständigengutachtergruppen

Die folgenden Regeln und Verfahren finden auf Sachverständigengutachtergruppen Anwendung, die nach Artikel 13 Absatz 2
eingesetzt werden.
(1) Sachverständigengutachtergruppen unterstehen dem Panel. Ihr Mandat und die Einzelheiten ihrer Arbeitsverfahren werden vom
Panel bestimmt; sie erstatten dem Panel Bericht.
(2) Die Teilnahme an den Sachverständigengutachtergruppen ist auf Personen mit beruflichem Ansehen und Erfahrung auf dem                    -~
betreffenden Gebiet beschränkt.
(3) Staatsangehörige der Streitparteien dürfen nur mit dem gemeinsamen Einverständnis der Streitparteien in einer Sachverständigen-
gutachtergruppe tätig sein, es sei denn, es liegen außergewöhnliche Umstände vor, unter denen das Panel der Auffassung ist, daß das
erforderliche spezielle wissenschaftliche Fachwissen sonst nicht zur Verfügung steht. Angehörige des öffentlichen Dienstes der
Streitparteien dürfen nicht in einer Sachverständigengutachtergruppe tätig sein. Die Mitglieder der Sachverständigengutachtergruppen
sind in ihrer persönlichen Eigenschaft und nicht als Vertreter einer Regierung oder einer Organisation tätig. Die Regierungen oder
Organisationen dürfen ihnen deshalb keine Weisungen zu Fragen erteilen, mit denen eine Sachverständigengutachtergruppe befaßt
ist.
(4) Die Sachverständigengutachtergruppen dürfen von jeder Stelle, die sie für geeignet halten, Informationen und fachlichen Rat
einholen. Bevor eine Sachverständigengutachtergruppe jedoch Informationen oder fachlichen Rat von einer Stelle unter der Hoheitsge-
walt eines Mitglieds einholt, unterrichtet sie die Regierung des betreffenden Mitglieds. Jedes Mitglied reagiert umgehend und vollständig
auf jedes Ersuchen einer Sachverständigengutachtergruppe um Informationen, welche die Gruppe für notwendig und geeignet hält.
(5) Die Streitparteien haben Zugang zu allen einer Sachverständigengutachtergruppe zur Verfügung gestellten sachdienlichen Informa-
tionen, sofem sie nicht vertraulich sind. Der Sachverständigengutachtergruppe zur Verfügung gestellte vertrauliche Informationen
dürfen nicht ohne förmliche Genehmigung der Regierung, der Organisation oder der Person, welche die Informationen zur Verfügung
gestellt hat, freigegeben werden. Wird die Sachverständigengutachtergruppe um solche Informationen gebeten, wird die Freigabe der
Informationen d~rch die Sachverständigengutachtergruppe jedoch nicht genehmigt, so wird von der Regierung, der Organisation oder
der Person, welche die Informationen zur Verfügung gestellt hat, eine nicht vertrauliche Zusammenfassung der Informationen
beigebracht.
(6) Die Sachverständigengutachtergruppe legt den Streitparteien den Entwurf eines Berichts mit der Bitte um Stellungnahme vor, um
deren Stellungnahme zu erwirken und diese gegebenenfalls im Abschlußbericht zu berücksichtigen, der auch den Streitparteien
übermittelt wird, wenn er dem Panel unterbreitet wird. Der Schlußbericht der Sachverständigengutachtergruppe dient nur der Bera-
tung.

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 1994 II S. 1438. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes b1435f62d371c1f6….