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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2024, Nr. 254
BGBl. 2024 I Nr. 254 · 7.162 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Teil I
2024 Ausgegeben zu Bonn am 2. August 2024 Nr. 254
Gesetz
zur Änderung des Finanzausgleichsgesetzes 2024 und zur Änderung
des Stabilisierungsfondsgesetzes
(FAG-Änderungsgesetz 2024)
Vom 30. Juli 2024
Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:
Artikel 1
Änderung des Finanzausgleichsgesetzes
Das Finanzausgleichsgesetz vom 20. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3955, 3956), das zuletzt durch Artikel 1 des
Gesetzes vom 13. November 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 310) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 1 Absatz 2 wird wie folgt gefasst:
„(2) Die im Folgenden genannten Beträge verändern die Anteile des Bundes, der Länder und Gemeinden
nach Absatz 1:
Kalenderjahr Bund Länder Gemeinden
2020 minus 20 533 717 472 Euro 15 858 934 915 Euro 4 674 782 557 Euro
2021 minus 17 142 407 683 Euro 12 988 407 683 Euro 4 154 000 000 Euro
2022 minus 15 008 682 590 Euro 12 608 682 590 Euro 2 400 000 000 Euro
2023 minus 13 792 407 683 Euro 11 392 407 683 Euro 2 400 000 000 Euro
2024 minus 12 480 407 683 Euro 10 080 407 683 Euro 2 400 000 000 Euro
2025 minus 11 305 407 683 Euro 8 905 407 683 Euro 2 400 000 000 Euro
2026 minus 11 305 407 683 Euro 8 905 407 683 Euro 2 400 000 000 Euro
2027 minus 11 117 407 683 Euro 8 717 407 683 Euro 2 400 000 000 Euro
2028 minus 11 117 407 683 Euro 8 717 407 683 Euro 2 400 000 000 Euro
2029 minus 11 017 407 683 Euro 8 617 407 683 Euro 2 400 000 000 Euro
ab 2030 minus 10 417 407 683 Euro 8 017 407 683 Euro 2 400 000 000 Euro.“
2. Dem § 14 Absatz 2 wird folgender Satz angefügt:
„Im Ausgleichsjahr 2024 gilt ein Betrag von 1 750 000 000 Euro aus der in den Monaten Januar bis Juni
überwiesenen Teilbetragssumme als Abschlagszahlung auf eine flüchtlingskostenbezogene Pro-Kopf-
Pauschale.“

3. § 7 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 wird wie folgt gefasst:
„1. aus seinem Anteil an der Einkommensteuer, der Körperschaftsteuer und der Mindeststeuer;“.
4. § 11 Absatz 4 Satz 1 wird wie folgt gefasst:
„(4) Wegen überdurchschnittlich hoher Kosten politischer Führung erhalten nachstehende Länder jährlich
folgende Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen, wenn sie im jeweiligen Ausgleichsjahr das Kriterium
der Leistungsschwäche gemäß Absatz 2 Satz 2 erfüllen:
Berlin 62 831 000 Euro,
Brandenburg 76 524 000 Euro,
Bremen 62 501 000 Euro,
Hamburg 78 699 000 Euro,
Mecklenburg-Vorpommern 77 987 000 Euro,
Rheinland-Pfalz 54 410 000 Euro,
Saarland 70 652 000 Euro,
Sachsen 54 510 000 Euro,
Sachsen-Anhalt 78 157 000 Euro,
Schleswig-Holstein 72 969 000 Euro,
Thüringen 78 404 000 Euro.“
Artikel 2
Änderung des Stabilisierungsfondsgesetzes
Das Stabilisierungsfondsgesetz vom 17. Oktober 2008 (BGBl. I S. 1982), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes
vom 22. Dezember 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 406) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 19 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 werden nach dem Wort „entsprechend“ ein Komma und die Wörter „wobei an die Stelle des
Bundes der Wirtschaftsstabilisierungsfonds tritt, mit der Maßgabe, dass Erstattungen von Kosten, die vom
Bund getragen wurden, an den Bund zu leisten sind“ eingefügt.
b) Absatz 2 wird wie folgt gefasst:
„(2) Für Auslagen des Bundesministeriums der Finanzen oder des Bundesministeriums für Wirtschaft und
Klimaschutz sowie der nach diesem Gesetz vorgesehenen Gremien für Stabilisierungsmaßnahmen nach den
§§ 21 und 22 können das Bundesministerium der Finanzen oder das Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz von den jeweiligen Adressaten eine Erstattung, auch in Form von Kostenpauschalen, nach
Maßgabe der nach Absatz 4 erlassenen Rechtsverordnung verlangen. Auslagen des Bundesministeriums
der Finanzen trägt der Wirtschaftsstabilisierungsfonds.“
2. § 25 Absatz 5 wird wie folgt gefasst:
„(5) Die §§ 10a und 11 gelten entsprechend. Die Kosten für die Verwaltung des Wirtschaftsstabilisierungs
fonds werden durch diesen getragen.“
Artikel 3
Änderung des Fünften Buches Sozialgesetzbuch
In § 20i Absatz 3 Satz 16 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1
des Gesetzes vom 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477, 2482), das zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom
30. Mai 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 173) geändert worden ist, wird die Angabe „2024“ durch die Angabe „2028“ ersetzt.

Artikel 4
Inkrafttreten
(1) Dieses Gesetz tritt vorbehaltlich des Absatzes 2 am Tag nach der Verkündung in Kraft.
(2) Artikel 1 Nummer 4 und Artikel 2 treten am 1. Januar 2025 in Kraft.
Das vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt. Es ist im Bundesgesetzblatt zu verkünden.
Berlin, den 30. Juli 2024
Für den Bundespräsidenten
Die Präsidentin des Bundesrates
Manuela Schwesig
Der Bundeskanzler
Olaf Scholz
Der Bundesminister der Finanzen
Christian Lindner
Herausgeber: Bundesministerium der Justiz
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2024 I Nr. 254. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
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