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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2023, Nr. 53

BGBl. 2023 I Nr. 53 · 4.733 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2023, Seite 1 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1
                                                      Teil I

2023                         Ausgegeben zu Bonn am 1. März 2023                                            Nr. 53

                                       Dritte Verordnung
                             zur Änderung der BSI-Kritisverordnung

                                              Vom 23. Februar 2023


   Auf Grund des § 2 Absatz 10 Satz 2 und des § 10 Absatz 1 Satz 1 und 2 des BSI-Gesetzes vom 14. August 2009
(BGBl. I S. 2821), von denen § 2 Absatz 10 Satz 2 durch Artikel 1 Nummer 2 des Gesetzes vom 17. Juli 2015
(BGBl. I S. 1324) eingefügt worden ist, § 10 Absatz 1 Satz 1 zuletzt durch Artikel 73 Nummer 2 Buchstabe a der
Verordnung vom 19. Juni 2020 (BGBl. I S. 1328) und § 10 Absatz 1 Satz 2 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 8
Buchstabe a des Gesetzes vom 17. Juli 2015 (BGBl. I S. 1324) geändert worden sind, in Verbindung mit § 1
Absatz 2 des Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem
Organisationserlass vom 8. Dezember 2021 (BGBl. I S. 5176) verordnet das Bundesministerium des Innern und
für Heimat im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, dem Bundesministerium
der Justiz, dem Bundesministerium der Finanzen, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dem
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, dem Bundesministerium für Gesundheit, dem
Bundesministerium für Digitales und Verkehr, dem Bundesministerium der Verteidigung und dem
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz nach Anhörung der
beteiligten Kreise:


                                                     Artikel 1

                                  Änderung der BSI-Kritisverordnung
   Die BSI-Kritisverordnung vom 22. April 2016 (BGBl. I S. 958), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom
6. September 2021 (BGBl. I S. 4163) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. Anhang 1 wird wie folgt geändert:
  a) Teil 1 wird wie folgt geändert:
     aa) Nummer 2.13 wird wie folgt gefasst:
         „2.13 LNG-Anlage
                schwimmende oder landgebundene stationäre Anlagen oder Systeme zur Verflüssigung von Gas
                nach § 3 Nr. 19a EnWG oder zur Einfuhr, Entladung und Wiederverdampfung von verflüssigtem
                Gas, einschließlich der Anlagenteile für Hilfsdienste und für die vorübergehende Speicherung von
                verflüssigtem Erdgas, die für die Wiederverdampfung und die anschließende Einspeisung in das
                Fernleitungsnetz erforderlich sind.“
     bb) Die bisherigen Nummern 2.13 bis 2.22 werden die Nummern 2.14 bis 2.23.
     cc) Der Nummer 3 werden die folgenden Sätze angefügt:
         „Anlagen nach Teil 3 Nummer 2.2.4 gelten ab dem ersten Tag des dritten Kalendermonats, der auf den
         Kalendermonat folgt, in dem ihr Versorgungsgrad den in Teil 3 Spalte D genannten Schwellenwert erreicht
         oder überschreitet als Kritische Infrastruktur. Diese Anlagen gelten nicht mehr als Kritische Infrastruktur ab
         dem 1. April des Kalenderjahres, in dem ihr Versorgungsgrad den genannten Schwellenwert
         unterschreitet.“
BGBl. 2023, Seite 2 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 2


     dd) Der Nummer 4 wird folgender Satz angefügt:
         „Betreiber von Anlagen nach Teil 3 Nummer 2.2.4 haben den aktuellen Versorgungsgrad ihrer Anlage
         jeweils zur Inbetriebnahme und zum 31. März eines jeden Kalenderjahres zu ermitteln.“
  b) In Teil 3 in der Tabelle wird nach Zeile 2.2.3 folgende Zeile 2.2.4 eingefügt:
      „2.2.4    LNG-Anlage                   Technische Regasifizierungskapazität in GWh/Jahr    5 190“.

2. Anhang 4 wird wie folgt geändert:
  a) Teil 1 wird wie folgt geändert:
     aa) Nummer 2.3 wird wie folgt gefasst:
         „2.3   Seekabelanlandestation
                eine Anlandestation zur Anbindung primär der Sprach- und Datenübertragung dienender Seekabel
                an landgestützte Telekommunikationsnetze.“
     bb) Die bisherigen Nummern 2.3 bis 2.10 werden zu den Nummern 2.4 bis 2.11.
  b) In Teil 3 wird in der Tabelle nach Zeile 1.2.1 folgende Zeile 1.2.2 eingefügt:
      „1.2.2    Seekabelanlandestation       Anzahl der angebundenen Seekabel                      1“.


                                                      Artikel 2

                                                   Inkrafttreten
  Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.


  Berlin, den 23. Februar 2023

                                            Die Bundesministerin
                                          des Innern und für Heimat
                                                  Nancy Faeser




                                       Herausgeber: Bundesministerium der Justiz


Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2023 I Nr. 53. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

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