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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2022, S. 428

BGBl. 2022 I S. 428 · 23.077 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2022, Seite 428 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 428
                                             Verordnung
                          zur Änderung marktordnungsrechtlicher Vorschriften
                                              Vom 10. März 2022

  Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirt-
schaft verordnet auf Grund
– des § 6 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe b, d und t,
  des § 6a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3, des § 7
  Absatz 3 Satz 1, des § 8 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1,
  des § 13 Absatz 1 Satz 1 und 2 in Verbindung mit § 6
  Absatz 4 Satz 1, des § 15 in Verbindung mit § 6
  Absatz 4 Satz 1 und mit § 16, des § 17 Absatz 5,
  des § 21 Satz 1 Nummer 1 und 2 und Satz 2, je-
  weils auch in Verbindung mit § 31 Absatz 2 Satz 1
  Nummer 1, Nummer 2, Satz 2 und Satz 3 des Markt-
  organisationsgesetzes in der Fassung der Bekannt-
  machung vom 7. November 2017 (BGBl. I S. 3746),
  jeweils auch in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des Zu-
  ständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August
  2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass
  vom 8. Dezember 2021 (BGBl. I S. 5176), von denen
  § 21 Satz 1 Nummer 1 und § 31 Absatz 2 Satz 1

  Nummer 1 des Marktorganisationsgesetzes durch

  Artikel 1 Nummer 4 und 6 des Gesetzes vom 6. Mai

  2019 (BGBl. I S. 642) geändert worden sind, im Ein-

  vernehmen mit dem Bundesministerium der Finan-
  zen und dem Bundesministerium für Wirtschaft und
  Klimaschutz und

– des § 7 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 und des § 38
  Absatz 3 Satz 3 Nummer 2 des Marktorganisations-
  gesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom
  7. November 2017 (BGBl. I S. 3746) im Einverneh-
  men mit dem Bundesministerium der Finanzen:

                       Artikel 1

                   Änderung der

               EG-Lizenz-Verordnung

  Die EG-Lizenz-Verordnung vom 26. Oktober 1987
(BGBl. I S. 2334), die zuletzt durch Artikel 1 der Ver-
ordnung vom 15. April 2004 (BGBl. I S. 588) geändert
worden ist, wird wie folgt geändert:

1. In der Überschrift wird die Kurzbezeichnung „(EG-
   Lizenz-Verordnung)“ gestrichen.

2. § 1 wird wie folgt gefasst:

                           „§ 1
                   Anwendungsbereich

    Die Vorschriften dieser Verordnung gelten für die
  Durchführung der Rechtsakte der Europäischen Ge-
  meinschaft und der Europäischen Union, die im
  Rahmen der gemeinsamen Marktorganisationen
  und der Handelsregelungen hinsichtlich der Lizen-
  zen im Sinne des § 5 des Marktorganisationsgeset-
  zes erlassen worden sind.“

3. § 4 wird wie folgt geändert:
  a) Der Wortlaut wird Absatz 1.
  b) In Satz 1 des neuen Absatzes 1 werden die Wör-
     ter „zuständige Zollstelle“ durch das Wort „Bun-
     desfinanzverwaltung“ ersetzt.
  c) Satz 3 des neuen Absatzes 1 wird aufgehoben.

  d) Folgender Absatz 2 wird angefügt:
        „(2) Elektronisch erteilte Lizenzen werden
     durch die Bundesfinanzverwaltung elektronisch
     abgeschrieben und bestätigt. Die Marktord-
     nungsstelle und die Bundesfinanzverwaltung
     übermitteln sich dazu gegenseitig auf elektro-
     nischem Weg, soweit erforderlich,
     1. die in Abschnitt I Nummer 1, 4, 5 und 11 der
        Anlage des Marktorganisationsgesetzes ge-
        nannten allgemeinen Daten,

     2. die in Abschnitt II Nummer 8, 11, 15 bis 20

        und 22 der Anlage des Marktorganisationsge-

        setzes genannten maßnahmenspezifischen

        Angaben sowie

     3. die in der referenzierten Zollanmeldung ent-
        haltene Nummer der Rechnung.“
4. § 5 wird wie folgt gefasst:

                           „§ 5
                Nachweise für den Handel
      mit Drittländern oder für die Referenzmenge
     (1) Soweit Rechtsakte der Europäischen Union
  für die Erteilung einer Lizenz für ein Zollkontingent
  einen Nachweis über den Handel mit Drittländern
  (Handelsnachweis) vorsehen oder vom Nachweis

  einer Referenzmenge (Referenzmengennachweis)

  abhängig machen, muss im Nachweis der Antrag-
  steller als zollrechtlicher Anmelder nach Artikel 5
  Nummer 15 der Verordnung (EU) Nr. 952/2013 des
  Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Ok-
  tober 2013 zur Festlegung des Zollkodex der Union
  (ABl. L 269 vom 10.10.2013, S. 1; L 287 vom
  29.10.2013, S. 90; L 267 vom 30.9.2016, S. 2;
  L 317 vom 1.10.2020, S. 39), die zuletzt durch die
  Verordnung (EU) 2019/632 (ABl. L 111 vom

  25.4.2019, S. 54) geändert worden ist, ausgewiesen
  sein.
     (2) Für die Zwecke des Referenzmengennach-
  weises muss sich die in der Zollanmeldung anzuge-
  bende Rechnungsnummer auf die Rechnung in der
  Fassung beziehen, die in der Buchhaltung des An-
  tragstellers oder Lizenzübernehmers verbucht und
  von ihm beglichen wird. Die Marktordnungsstelle
  ist berechtigt, Übersetzungen anzufordern, wenn
  die vorgelegte Rechnung nicht in deutscher Spra-
  che abgefasst ist.“
BGBl. 2022, Seite 429 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 429
                       Artikel 2
                   Änderung der
            EG-Sicherheiten-Verordnung
  Die EG-Sicherheiten-Verordnung vom 24. Oktober
1988 (BGBl. I S. 2092), die zuletzt durch Artikel 2 der
Verordnung vom 7. Februar 2008 (BGBl. I S. 149) ge-
ändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. In der Überschrift wird die Kurzbezeichnung „(EG-
   Sicherheiten-Verordnung)“ gestrichen.
2. In § 1 werden die Wörter „des Rates und der Kom-
   mission der Europäischen Gemeinschaften“ durch
   die Wörter „der Europäischen Gemeinschaft und
   der Europäischen Union“ ersetzt.
3. § 2 wird wie folgt geändert:
  a) Absatz 1 Satz 2 wird wie folgt geändert:
     aa) In Nummer 1 werden die Wörter „§ 3 Abs. 1
         des Gesetzes zur Durchführung der Gemein-
         samen Marktorganisationen und der Direkt-
         zahlungen“ durch die Wörter „§ 3 des Markt-
         organisationsgesetzes“ ersetzt.
     bb) Nummer 2 wird aufgehoben.
     cc) In Nummer 3 werden die Wörter „§ 31 Abs. 2
         oder 3 des Gesetzes zur Durchführung der
         Gemeinsamen Marktorganisationen und der
         Direktzahlungen“ durch die Wörter „§ 31 Ab-
         satz 2 oder 3 des Marktorganisationsgeset-
         zes“ ersetzt.

  b) In Absatz 2 werden die Wörter „vom 23. Juni
     2003 (BGBl. I S. 951)“ durch die Wörter „vom
     13. November 2020 (BGBl. I S. 2487)“ ersetzt.

4. In § 3 Absatz 2 werden die Wörter „im Sinne des Ar-
   tikels 8 Abs. 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2220/85
   der Kommission vom 22. Juli 1985 mit gemeinsa-
   men Durchführungsbestimmungen zur Regelung
   der Sicherheiten für landwirtschaftliche Erzeugnisse
   (ABl. EG 1985 Nr. L 205 S. 5, ABl. EG 1986 Nr. L 14
   S. 19)“ durch die Wörter „nach Artikel 51 Absatz 2
   der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 908/2014
   der Kommission vom 6. August 2014 mit Durch-
   führungsbestimmungen zur Verordnung (EU)
   Nr. 1306/2013 des Europäischen Parlaments und
   des Rates hinsichtlich der Zahlstellen und anderen
   Einrichtungen, der Mittelverwaltung, des Rech-
   nungsabschlusses und der Bestimmungen für Kon-
   trollen, Sicherheiten und Transparenz (ABl. L 255
   vom 28.8.2014, S. 59; L 114 vom 5.5.2015, S. 25),
   die zuletzt durch die Durchführungsverordnung (EU)
   2019/936 (ABl. L 149 vom 7.6.2019, S. 58) geändert
   worden ist,“ ersetzt.
5. § 4 wird wie folgt geändert:
  a) In Satz 1 werden die Wörter „Artikel 5 Abs. 2 der
     Verordnung (EWG) Nr. 2220/85“ durch die Wörter
     „Artikel 18 Absatz 2 der Delegierten Verordnung
     (EU) Nr. 907/2014 der Kommission vom 11. März
     2014 zur Ergänzung der Verordnung (EU)
     Nr. 1306/2013 des Europäischen Parlaments
     und des Rates im Hinblick auf die Zahlstellen
     und anderen Einrichtungen, die finanzielle Ver-
     waltung, den Rechnungsabschluss, Sicherheiten
     und die Verwendung des Euro (ABl. L 255 vom
     28.8.2014, S. 18), die zuletzt durch die Delegierte
     Verordnung (EU) 2018/967 (ABl. L 174 vom

      10.7.2018, S. 2) geändert worden ist, in der je-
      weils geltenden Fassung“ ersetzt.
   b) In Satz 2 werden die Wörter „§ 1 der Verordnung
      über Lizenzen für landwirtschaftliche Erzeugnisse
      vom 26. Oktober 1987 (BGBl. I S. 2334)“ durch
      die Wörter „§ 5 des Marktorganisationsgesetzes“
      ersetzt.
6. § 6 wird wie folgt gefasst:
                            „§ 6
            Verfall von Sicherheiten; Zinshöhe
      (1) Die Sicherheiten verfallen zugunsten der Bun-
   desrepublik Deutschland, soweit in den in § 1 ge-
   nannten Rechtsakten nicht etwas anderes bestimmt
   ist. Die zuständige Stelle erklärt den Verfall einer
   Sicherheit durch Bescheid.
      (2) Der nach Artikel 55 Absatz 2 der Durchfüh-
   rungsverordnung (EU) Nr. 908/2014 zu erhebende
   Zinssatz liegt fünf Prozentpunkte über dem jeweili-
   gen Basiszinssatz nach § 247 des Bürgerlichen Ge-
   setzbuchs.“
                        Artikel 3
                Weitere Änderung der
            Verordnung über Sicherheiten
         für landwirtschaftliche Erzeugnisse

   Die Verordnung über Sicherheiten für landwirtschaft-
liche Erzeugnisse, die zuletzt durch Artikel 2 dieser Ver-
ordnung geändert worden ist, wird wie folgt geändert:

1. In § 3 Absatz 2 werden die Wörter „Artikel 51
   Absatz 2 der Durchführungsverordnung (EU)
   Nr. 908/2014 der Kommission vom 6. August 2014
   mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung
   (EU) Nr. 1306/2013 des Europäischen Parlaments
   und des Rates hinsichtlich der Zahlstellen und ande-
   ren Einrichtungen, der Mittelverwaltung, des Rech-
   nungsabschlusses und der Bestimmungen für Kon-
   trollen, Sicherheiten und Transparenz (ABl. L 255
   vom 28.8.2014, S. 59; L 114 vom 5.5.2015, S. 25),
   die zuletzt durch die Durchführungsverordnung (EU)
   2019/936 (ABl. L 149 vom 7.6.2019, S. 58) geändert
   worden ist,“ durch die Wörter „Artikel 52 Absatz 2 der
   Durchführungsverordnung (EU) 2022/128 der Kom-
   mission vom 21. Dezember 2021 mit Durch-
   führungsbestimmungen       zur    Verordnung      (EU)
   2021/2116 des Europäischen Parlaments und des
   Rates hinsichtlich der Zahlstellen und anderen Ein-
   richtungen, der Finanzverwaltung, des Rechnungsab-
   schlusses, der Kontrollen, der Sicherheiten und der
   Transparenz (ABl. L 20 vom 31.1.2022, S. 131)“ er-
   setzt.
2. In § 4 Satz 1 werden die Wörter „Artikel 18 Absatz 2
   der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 907/2014 der
   Kommission vom 11. März 2014 zur Ergänzung der
   Verordnung (EU) Nr. 1306/2013 des Europäischen
   Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Zahl-
   stellen und anderen Einrichtungen, die finanzielle
   Verwaltung, den Rechnungsabschluss, Sicherheiten
   und die Verwendung des Euro (ABl. L 255 vom
   28.8.2014, S. 18), die zuletzt durch die Delegierte
   Verordnung (EU) 2018/967 (ABl. L 174 vom
   10.7.2018, S. 2) geändert worden ist,“ durch die
   Wörter „Artikel 19 Absatz 2 der Delegierten Verord-
   nung (EU) 2022/127 der Kommission vom 7. Dezem-
BGBl. 2022, Seite 430 — Originalseite als Abbildung
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  ber 2021 zur Ergänzung der Verordnung
  (EU) 2021/2116 des Europäischen Parlaments und
  des Rates mit Vorschriften für die Zahlstellen und
  anderen Einrichtungen, die Finanzverwaltung, den
  Rechnungsabschluss, Sicherheiten und die Verwen-
  dung des Euro (ABl. L 20 vom 31.1.2022, S. 95)“
  ersetzt.

3. In § 6 Absatz 2 werden die Wörter „Artikel 55
   Absatz 2 der Durchführungsverordnung (EU)
   Nr. 908/2014“ durch die Wörter „Artikel 56 Absatz 2
   der Durchführungsverordnung (EU) 2022/128“ er-
   setzt.

                       Artikel 4

                   Änderung der

               Rinderschlachtkörper-

             Handelsklassenverordnung

   Die Rinderschlachtkörper-Handelsklassenverordnung
vom 12. November 2008 (BGBl. I S. 2186, 2196), die

zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 4. Januar

2019 (BGBl. I S. 2) geändert worden ist, wird wie folgt

geändert:

1. In § 1 Absatz 1 Satz 1 wird die Angabe „(ABl. L 347
   vom 20.12.2013, S. 671)“ durch die Wörter „(ABl.

   L 347 vom 20.12.2013, S. 671; L 189 vom
   27.6.2014, S. 261; L 130 vom 19.5.2016, S. 18;
   L 34 vom 9.2.2017, S. 41; L 106 vom 6.4.2020,
   S. 12), die zuletzt durch die Verordnung (EU)

   2020/2220 (ABl. L 437 vom 28.12.2020, S. 1) geän-

   dert worden ist,“ ersetzt.

2. Nach § 3 wird folgender § 3a eingefügt:
                          „§ 3a
       Datenverarbeitung und Datenübermittlung
     Zum Zweck der Durchführung von Kontrollen ver-
  arbeitet und übermittelt die zuständige Behörde die
  Daten nach Abschnitt III der Anlage des Marktorga-
  nisationsgesetzes.“

                       Artikel 5
                   Änderung der
              Schweineschlachtkörper-
             Handelsklassenverordnung

  Die Schweineschlachtkörper-Handelsklassenverord-
nung in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. Au-
gust 1990 (BGBl. I S. 1809), die zuletzt durch Artikel 2
der Verordnung vom 4. Januar 2019 (BGBl. I S. 2) geän-
dert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. In § 1 wird die Angabe „(ABl. L 347 vom 20.12.2013,
   S. 671)“ durch die Wörter „(ABl. L 347 vom
   20.12.2013, S. 671; L 189 vom 27.6.2014, S. 261;
   L 130 vom 19.5.2016, S. 18; L 34 vom 9.2.2017,
   S. 41; L 106 vom 6.4.2020, S. 12), die zuletzt durch
   die Verordnung (EU) 2020/2220 (ABl. L 437 vom
   28.12.2020, S. 1) geändert worden ist,“ ersetzt.
2. Nach § 4 wird folgender § 4a eingefügt:

                          „§ 4a
       Datenverarbeitung und Datenübermittlung
     Zum Zweck der Durchführung von Kontrollen ver-
  arbeitet und übermittelt die zuständige Behörde die
  Daten nach Abschnitt III der Anlage des Marktorga-
  nisationsgesetzes.“

                       Artikel 6
                  Änderung der
           Verordnung über gesetzliche
          Handelsklassen für Schaffleisch

   Die Verordnung über gesetzliche Handelsklassen für
Schaffleisch vom 21. Juni 1993 (BGBl. I S. 993), die
zuletzt durch Artikel 3 der Verordnung vom 4. Januar
2019 (BGBl. I S. 2) geändert worden ist, wird wie folgt
geändert:

1. § 1 Absatz 1 wird wie folgt geändert:
  a) In Satz 1 Nummer 1 wird die Angabe „(ABl. L 347
     vom 20.12.2013, S. 671)“ durch die Wörter „(ABl.
     L 347 vom 20.12.2013, S. 671; L 189 vom
     27.6.2014, S. 261; L 130 vom 19.5.2016, S. 18;

     L 34 vom 9.2.2017, S. 41; L 106 vom 6.4.2020,

     S. 12), die zuletzt durch die Verordnung (EU)

     2020/2220 (ABl. L 437 vom 28.12.2020, S. 1) ge-
     ändert worden ist,“ ersetzt.

  b) In Satz 2 werden nach der Angabe „2017/1182“

     die Wörter „baldmöglichst nach der Schlachtung,

     spätestens 60 Minuten nach dem Stechen des

     Tiers, durch die für die Tätigkeit vorgesehenen
     Bediensteten des Schlachtbetriebs“ eingefügt.

2. Nach § 1 wird folgender § 1a eingefügt:

                          „§ 1a
       Datenverarbeitung und Datenübermittlung

     Zum Zweck der Durchführung von Kontrollen ver-

  arbeitet und übermittelt die zuständige Behörde die

  Daten nach Abschnitt III der Anlage des Marktorga-
  nisationsgesetzes.“
3. § 2 wird wie folgt geändert:
  a) In dem Satzteil vor Nummer 1 werden die Wörter
     „§ 7 Abs. 1 Nr. 3 des Handelsklassengesetzes
     handelt, wer“ durch die Wörter „§ 36 Absatz 3
     Nummer 3 Buchstabe c des Marktorganisations-
     gesetzes handelt, wer vorsätzlich oder leichtfer-
     tig“ ersetzt.
  b) In Nummer 2 werden die Wörter „Satz 3 eine an-
     dere als in Satz 1 genannte“ durch die Wörter
     „Satz 4 eine“ ersetzt.

                       Artikel 7

                   Änderung der
    1. Fleischgesetz-Durchführungsverordnung
   Die 1. Fleischgesetz-Durchführungsverordnung vom
12. November 2008 (BGBl. I S. 2186), die zuletzt durch
Artikel 1 der Verordnung vom 16. April 2021 (BGBl. I
S. 814) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. Nach § 3 wird folgender § 3a eingefügt:
                          „§ 3a

       Datenverarbeitung und Datenübermittlung
     Zum Zweck der Durchführung von Kontrollen ver-
  arbeitet und übermittelt die zuständige Behörde die
  Daten nach Abschnitt III der Anlage des Marktorga-
  nisationsgesetzes.“
2. In § 4 Absatz 2 werden die Wörter „die zuletzt durch
   die Verordnung (EU) Nr. 517/2013 des Rates vom
   13. Mai 2013 (ABl. L 158 vom 10.6.2013, S. 1) ge-
   ändert worden ist“ durch die Wörter „die zuletzt
   durch die Delegierte Verordnung (EU) 2020/2192
BGBl. 2022, Seite 431 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 431
  (ABl. L 434 vom 23.12.2020, S. 10) geändert worden
  ist“ ersetzt.

                       Artikel 8
                  Änderung der

          Verordnung über Vermarktungs-
            normen für Geflügelfleisch

   Die Verordnung über Vermarktungsnormen für Ge-
flügelfleisch vom 22. März 2013 (BGBl. I S. 624), die

zuletzt durch Artikel 6 der Verordnung vom 4. Januar

2019 (BGBl. I S. 2) geändert worden ist, wird wie folgt
geändert:
1. In § 2 Absatz 1 wird die Angabe „(ABl. L 347 vom
   20.12.2013, S. 671)“ durch die Wörter „(ABl. L 347
   vom 20.12.2013, S. 671; L 189 vom 27.6.2014,
   S. 261; L 130 vom 19.5.2016, S. 18; L 34 vom
   9.2.2017, S. 41; L 106 vom 6.4.2020, S. 12), die zu-
   letzt durch die Verordnung (EU) 2020/2220 (ABl.
   L 437 vom 28.12.2020, S. 1) geändert worden ist,“
   ersetzt.
2. § 3 wird wie folgt geändert:
  a) In Absatz 1 Nummer 2 werden die Wörter „des
     Europäischen Parlaments und des Rates vom
     17. Dezember 2013 über eine gemeinsame
     Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeug-
     nisse und zur Aufhebung der Verordnungen
     (EWG) Nr. 922/72, (EWG) Nr. 234/79, (EG)
     Nr. 1037/2001 und (EG) Nr. 1234/2007 (ABl.
     L 347 vom 20.12.2013, S. 671)“ gestrichen.
  b) In Absatz 2 Nummer 1 wird nach der Angabe
     „ABl. L 157 vom 17.6.2008, S. 46“ ein Semikolon
     und die Angabe „L 8 vom 13.1.2009, S. 33“ ein-

     gefügt und wird die Angabe „(EU) Nr. 576/2011
     (ABl. L 159 vom 17.6.2011, S. 66)“ durch die An-
     gabe „(EU) Nr. 519/2013 (ABl. L 158 vom
     10.6.2013, S. 74)“ ersetzt.
3. Nach § 6 wird folgender § 6a eingefügt:
                          „§ 6a

            Vorschriften für Geflügelerzeuger
     (1) Geflügelerzeuger, die Geflügel unter Verwen-
  dung der in Artikel 11 Absatz 1 Unterabsatz 1 Satz 1
  der Verordnung (EG) Nr. 543/2008 festgelegten Be-
  griffe vermarkten oder in Verkehr bringen, müssen
  über eine behördliche Zulassung verfügen.
    (2) Die Zulassung ist auf Antrag durch die nach
  Landesrecht zuständige Behörde zu erteilen, wenn
  im Rahmen einer Vor-Ort-Überprüfung festgestellt
  wurde, dass der Geflügelerzeuger die in Anhang V
  der Verordnung (EG) Nr. 543/2008 für die jeweilige
  Haltungsform festgelegten Haltungsvoraussetzun-
  gen erfüllt.“

4. Nach § 8a wird folgender § 8b eingefügt:
                          „§ 8b
       Datenverarbeitung und Datenübermittlung
     Zum Zweck der Durchführung von Kontrollen ver-
  arbeitet und übermittelt die zuständige Behörde die
  Daten nach Abschnitt III der Anlage des Marktorga-
  nisationsgesetzes.“

5. § 9 Absatz 1 wird wie folgt geändert:
  a) In Nummer 9 wird das Wort „oder“ am Ende
     durch ein Komma ersetzt.

   b) Nach Nummer 9 wird folgende Nummer 10 ein-
      gefügt:
      „10. ohne Zulassung nach § 6a Absatz 1 Geflü-
           gel vermarktet oder in Verkehr bringt oder“.

   c) Die bisherige Nummer 10 wird Nummer 11.

                        Artikel 9

                   Änderung der
                 Verordnung über

            Vermarktungsnormen für Eier

   Die Verordnung über Vermarktungsnormen für Eier
in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Januar
1995 (BGBl. I S. 46), die zuletzt durch Artikel 7 der Ver-
ordnung vom 4. Januar 2019 (BGBl. I S. 2) geändert
worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 1b Absatz 1 wird wie folgt geändert:
   a) Im Satzteil vor Nummer 1 wird die Angabe „(ABl.
      L 347 vom 20.12.2013, S. 671)“ durch die Wörter
      „(ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 671; L 189 vom
      27.6.2014, S. 261; L 130 vom 19.5.2016, S. 18;
      L 34 vom 9.2.2017, S. 41; L 106 vom 6.4.2020,
      S. 12), die zuletzt durch die Verordnung (EU)
      2020/2220 (ABl. L 437 vom 28.12.2020, S. 1) ge-
      ändert worden ist,“ ersetzt.
   b) In Nummer 1 werden die Wörter „Verordnung
      (EU) Nr. 519/2013 (ABl. L 158 vom 10.6.2013,
      S. 74)“ durch die Wörter „Delegierte Verordnung
      (EU) 2017/2168 (ABl. L 306 vom 22.11.2017,
      S. 6)“ ersetzt.
2. § 2 wird wie folgt gefasst:

                            „§ 2

               Rechnungen, Lieferscheine
          und sonstige Transportbegleitpapiere
      Wer Eier liefert, verkauft oder sonst in den Ver-
   kehr bringt, die nach Güte- oder Gewichtsklassen
   sortiert sind, hat auf jeder Stufe der Lieferkette mit
   Ausnahme des Einzelhandels in Rechnungen, Lie-
   ferscheinen und sonstigen Transportbegleitpapie-
   ren die Güte- oder Gewichtsklassen anzugeben, un-
   ter denen die Eier jeweils geliefert, verkauft oder
   sonst in den Verkehr gebracht worden sind.“
3. In § 5 Absatz 1 Satz 1 werden die Wörter „der Kom-
   mission vom 23. Juni 2008 mit Durchführungsbe-
   stimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1234/2007
   des Rates hinsichtlich der Vermarktungsnormen für
   Eier (ABl. L 163 vom 24.6.2008, S. 6) in der jeweils
   geltenden Fassung“ gestrichen.

                       Artikel 10

                   Änderung der
        Bruteier-Kennzeichnungsverordnung
   In § 1 Absatz 2 Nummer 1 der Bruteier-Kennzeich-
nungsverordnung vom 4. April 1973 (BGBl. I S. 273),
die zuletzt durch Artikel 8 der Verordnung vom 4. Ja-
nuar 2019 (BGBl. I S. 2) geändert worden ist, wird nach
den Wörtern „Bruteier und Küken von Hausgeflügel
(ABl. L 168 vom 28.6.2008, S. 5), die“ das Wort „zu-
letzt“ eingefügt und wird die Angabe „Nr. 557/2010
(ABl. L 159 vom 25.6.2010, S. 13)“ durch die Angabe
„Nr. 519/2013 (ABl. L 158 vom 10.6.2013, S. 74)“ er-
setzt.
BGBl. 2022, Seite 432 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 432
                      Artikel 11

           Inkrafttreten, Außerkrafttreten
   (1) Diese Verordnung tritt vorbehaltlich des Satzes 2
am Tag nach der Verkündung in Kraft. Artikel 3 tritt am
1. Januar 2023 in Kraft.

   (2) Zu dem in Absatz 1 Satz 1 genannten Zeitpunkt
treten außer Kraft:
1. die Getreide-Ausfuhr- und -Verarbeitungs-Überwa-
   chungsverordnung in der Fassung der Bekanntma-
   chung vom 5. Mai 1995 (BGBl. I S. 593), die zuletzt
   durch Artikel 6 Absatz 10 des Gesetzes vom 21. Juli
   2004 (BGBl. I S. 1763) geändert worden ist,

2. die Zucker-Denaturierungsprämienverordnung vom
   14. August 1973 (BGBl. I S. 1197), die zuletzt durch
   Artikel 4 der Verordnung vom 17. Dezember 2010
   (BGBl. I S. 2295) geändert worden ist,
3. die Zucker-Produktionserstattungs-Verordnung in
   der Fassung der Bekanntmachung vom 12. Oktober
   1994 (BGBl. I S. 2967), die durch Artikel 3 der Ver-
   ordnung vom 17. Dezember 2010 (BGBl. I S. 2295)
   geändert worden ist, und
4. die Verordnung über die befristete Umstrukturie-
   rungsregelung für die Zuckerindustrie vom 30. Juni
   2006 (BAnz. S. 4778), die zuletzt durch Artikel 2 Ab-
   satz 101 des Gesetzes vom 22. Dezember 2011
   (BGBl. I S. 3044) geändert worden ist.
                                Der Bundesrat hat zugestimmt.

                                Bonn, den 10. März 2022
                                          Der Bundesminister
                                   für Ernährung und Landwirtschaft
                                             Cem Özdemir

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2022 I S. 428. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes 653b7b051988b6f0….