Gesetze / Gesetzblätter
Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2022, S. 428
BGBl. 2022 I S. 428 · 23.077 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Verordnung
zur Änderung marktordnungsrechtlicher Vorschriften
Vom 10. März 2022
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirt-
schaft verordnet auf Grund
– des § 6 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe b, d und t,
des § 6a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3, des § 7
Absatz 3 Satz 1, des § 8 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1,
des § 13 Absatz 1 Satz 1 und 2 in Verbindung mit § 6
Absatz 4 Satz 1, des § 15 in Verbindung mit § 6
Absatz 4 Satz 1 und mit § 16, des § 17 Absatz 5,
des § 21 Satz 1 Nummer 1 und 2 und Satz 2, je-
weils auch in Verbindung mit § 31 Absatz 2 Satz 1
Nummer 1, Nummer 2, Satz 2 und Satz 3 des Markt-
organisationsgesetzes in der Fassung der Bekannt-
machung vom 7. November 2017 (BGBl. I S. 3746),
jeweils auch in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des Zu-
ständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August
2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass
vom 8. Dezember 2021 (BGBl. I S. 5176), von denen
§ 21 Satz 1 Nummer 1 und § 31 Absatz 2 Satz 1
Nummer 1 des Marktorganisationsgesetzes durch
Artikel 1 Nummer 4 und 6 des Gesetzes vom 6. Mai
2019 (BGBl. I S. 642) geändert worden sind, im Ein-
vernehmen mit dem Bundesministerium der Finan-
zen und dem Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz und
– des § 7 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 und des § 38
Absatz 3 Satz 3 Nummer 2 des Marktorganisations-
gesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom
7. November 2017 (BGBl. I S. 3746) im Einverneh-
men mit dem Bundesministerium der Finanzen:
Artikel 1
Änderung der
EG-Lizenz-Verordnung
Die EG-Lizenz-Verordnung vom 26. Oktober 1987
(BGBl. I S. 2334), die zuletzt durch Artikel 1 der Ver-
ordnung vom 15. April 2004 (BGBl. I S. 588) geändert
worden ist, wird wie folgt geändert:
1. In der Überschrift wird die Kurzbezeichnung „(EG-
Lizenz-Verordnung)“ gestrichen.
2. § 1 wird wie folgt gefasst:
„§ 1
Anwendungsbereich
Die Vorschriften dieser Verordnung gelten für die
Durchführung der Rechtsakte der Europäischen Ge-
meinschaft und der Europäischen Union, die im
Rahmen der gemeinsamen Marktorganisationen
und der Handelsregelungen hinsichtlich der Lizen-
zen im Sinne des § 5 des Marktorganisationsgeset-
zes erlassen worden sind.“
3. § 4 wird wie folgt geändert:
a) Der Wortlaut wird Absatz 1.
b) In Satz 1 des neuen Absatzes 1 werden die Wör-
ter „zuständige Zollstelle“ durch das Wort „Bun-
desfinanzverwaltung“ ersetzt.
c) Satz 3 des neuen Absatzes 1 wird aufgehoben.
d) Folgender Absatz 2 wird angefügt:
„(2) Elektronisch erteilte Lizenzen werden
durch die Bundesfinanzverwaltung elektronisch
abgeschrieben und bestätigt. Die Marktord-
nungsstelle und die Bundesfinanzverwaltung
übermitteln sich dazu gegenseitig auf elektro-
nischem Weg, soweit erforderlich,
1. die in Abschnitt I Nummer 1, 4, 5 und 11 der
Anlage des Marktorganisationsgesetzes ge-
nannten allgemeinen Daten,
2. die in Abschnitt II Nummer 8, 11, 15 bis 20
und 22 der Anlage des Marktorganisationsge-
setzes genannten maßnahmenspezifischen
Angaben sowie
3. die in der referenzierten Zollanmeldung ent-
haltene Nummer der Rechnung.“
4. § 5 wird wie folgt gefasst:
„§ 5
Nachweise für den Handel
mit Drittländern oder für die Referenzmenge
(1) Soweit Rechtsakte der Europäischen Union
für die Erteilung einer Lizenz für ein Zollkontingent
einen Nachweis über den Handel mit Drittländern
(Handelsnachweis) vorsehen oder vom Nachweis
einer Referenzmenge (Referenzmengennachweis)
abhängig machen, muss im Nachweis der Antrag-
steller als zollrechtlicher Anmelder nach Artikel 5
Nummer 15 der Verordnung (EU) Nr. 952/2013 des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Ok-
tober 2013 zur Festlegung des Zollkodex der Union
(ABl. L 269 vom 10.10.2013, S. 1; L 287 vom
29.10.2013, S. 90; L 267 vom 30.9.2016, S. 2;
L 317 vom 1.10.2020, S. 39), die zuletzt durch die
Verordnung (EU) 2019/632 (ABl. L 111 vom
25.4.2019, S. 54) geändert worden ist, ausgewiesen
sein.
(2) Für die Zwecke des Referenzmengennach-
weises muss sich die in der Zollanmeldung anzuge-
bende Rechnungsnummer auf die Rechnung in der
Fassung beziehen, die in der Buchhaltung des An-
tragstellers oder Lizenzübernehmers verbucht und
von ihm beglichen wird. Die Marktordnungsstelle
ist berechtigt, Übersetzungen anzufordern, wenn
die vorgelegte Rechnung nicht in deutscher Spra-
che abgefasst ist.“

Artikel 2
Änderung der
EG-Sicherheiten-Verordnung
Die EG-Sicherheiten-Verordnung vom 24. Oktober
1988 (BGBl. I S. 2092), die zuletzt durch Artikel 2 der
Verordnung vom 7. Februar 2008 (BGBl. I S. 149) ge-
ändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. In der Überschrift wird die Kurzbezeichnung „(EG-
Sicherheiten-Verordnung)“ gestrichen.
2. In § 1 werden die Wörter „des Rates und der Kom-
mission der Europäischen Gemeinschaften“ durch
die Wörter „der Europäischen Gemeinschaft und
der Europäischen Union“ ersetzt.
3. § 2 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 1 Satz 2 wird wie folgt geändert:
aa) In Nummer 1 werden die Wörter „§ 3 Abs. 1
des Gesetzes zur Durchführung der Gemein-
samen Marktorganisationen und der Direkt-
zahlungen“ durch die Wörter „§ 3 des Markt-
organisationsgesetzes“ ersetzt.
bb) Nummer 2 wird aufgehoben.
cc) In Nummer 3 werden die Wörter „§ 31 Abs. 2
oder 3 des Gesetzes zur Durchführung der
Gemeinsamen Marktorganisationen und der
Direktzahlungen“ durch die Wörter „§ 31 Ab-
satz 2 oder 3 des Marktorganisationsgeset-
zes“ ersetzt.
b) In Absatz 2 werden die Wörter „vom 23. Juni
2003 (BGBl. I S. 951)“ durch die Wörter „vom
13. November 2020 (BGBl. I S. 2487)“ ersetzt.
4. In § 3 Absatz 2 werden die Wörter „im Sinne des Ar-
tikels 8 Abs. 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2220/85
der Kommission vom 22. Juli 1985 mit gemeinsa-
men Durchführungsbestimmungen zur Regelung
der Sicherheiten für landwirtschaftliche Erzeugnisse
(ABl. EG 1985 Nr. L 205 S. 5, ABl. EG 1986 Nr. L 14
S. 19)“ durch die Wörter „nach Artikel 51 Absatz 2
der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 908/2014
der Kommission vom 6. August 2014 mit Durch-
führungsbestimmungen zur Verordnung (EU)
Nr. 1306/2013 des Europäischen Parlaments und
des Rates hinsichtlich der Zahlstellen und anderen
Einrichtungen, der Mittelverwaltung, des Rech-
nungsabschlusses und der Bestimmungen für Kon-
trollen, Sicherheiten und Transparenz (ABl. L 255
vom 28.8.2014, S. 59; L 114 vom 5.5.2015, S. 25),
die zuletzt durch die Durchführungsverordnung (EU)
2019/936 (ABl. L 149 vom 7.6.2019, S. 58) geändert
worden ist,“ ersetzt.
5. § 4 wird wie folgt geändert:
a) In Satz 1 werden die Wörter „Artikel 5 Abs. 2 der
Verordnung (EWG) Nr. 2220/85“ durch die Wörter
„Artikel 18 Absatz 2 der Delegierten Verordnung
(EU) Nr. 907/2014 der Kommission vom 11. März
2014 zur Ergänzung der Verordnung (EU)
Nr. 1306/2013 des Europäischen Parlaments
und des Rates im Hinblick auf die Zahlstellen
und anderen Einrichtungen, die finanzielle Ver-
waltung, den Rechnungsabschluss, Sicherheiten
und die Verwendung des Euro (ABl. L 255 vom
28.8.2014, S. 18), die zuletzt durch die Delegierte
Verordnung (EU) 2018/967 (ABl. L 174 vom
10.7.2018, S. 2) geändert worden ist, in der je-
weils geltenden Fassung“ ersetzt.
b) In Satz 2 werden die Wörter „§ 1 der Verordnung
über Lizenzen für landwirtschaftliche Erzeugnisse
vom 26. Oktober 1987 (BGBl. I S. 2334)“ durch
die Wörter „§ 5 des Marktorganisationsgesetzes“
ersetzt.
6. § 6 wird wie folgt gefasst:
„§ 6
Verfall von Sicherheiten; Zinshöhe
(1) Die Sicherheiten verfallen zugunsten der Bun-
desrepublik Deutschland, soweit in den in § 1 ge-
nannten Rechtsakten nicht etwas anderes bestimmt
ist. Die zuständige Stelle erklärt den Verfall einer
Sicherheit durch Bescheid.
(2) Der nach Artikel 55 Absatz 2 der Durchfüh-
rungsverordnung (EU) Nr. 908/2014 zu erhebende
Zinssatz liegt fünf Prozentpunkte über dem jeweili-
gen Basiszinssatz nach § 247 des Bürgerlichen Ge-
setzbuchs.“
Artikel 3
Weitere Änderung der
Verordnung über Sicherheiten
für landwirtschaftliche Erzeugnisse
Die Verordnung über Sicherheiten für landwirtschaft-
liche Erzeugnisse, die zuletzt durch Artikel 2 dieser Ver-
ordnung geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. In § 3 Absatz 2 werden die Wörter „Artikel 51
Absatz 2 der Durchführungsverordnung (EU)
Nr. 908/2014 der Kommission vom 6. August 2014
mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung
(EU) Nr. 1306/2013 des Europäischen Parlaments
und des Rates hinsichtlich der Zahlstellen und ande-
ren Einrichtungen, der Mittelverwaltung, des Rech-
nungsabschlusses und der Bestimmungen für Kon-
trollen, Sicherheiten und Transparenz (ABl. L 255
vom 28.8.2014, S. 59; L 114 vom 5.5.2015, S. 25),
die zuletzt durch die Durchführungsverordnung (EU)
2019/936 (ABl. L 149 vom 7.6.2019, S. 58) geändert
worden ist,“ durch die Wörter „Artikel 52 Absatz 2 der
Durchführungsverordnung (EU) 2022/128 der Kom-
mission vom 21. Dezember 2021 mit Durch-
führungsbestimmungen zur Verordnung (EU)
2021/2116 des Europäischen Parlaments und des
Rates hinsichtlich der Zahlstellen und anderen Ein-
richtungen, der Finanzverwaltung, des Rechnungsab-
schlusses, der Kontrollen, der Sicherheiten und der
Transparenz (ABl. L 20 vom 31.1.2022, S. 131)“ er-
setzt.
2. In § 4 Satz 1 werden die Wörter „Artikel 18 Absatz 2
der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 907/2014 der
Kommission vom 11. März 2014 zur Ergänzung der
Verordnung (EU) Nr. 1306/2013 des Europäischen
Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Zahl-
stellen und anderen Einrichtungen, die finanzielle
Verwaltung, den Rechnungsabschluss, Sicherheiten
und die Verwendung des Euro (ABl. L 255 vom
28.8.2014, S. 18), die zuletzt durch die Delegierte
Verordnung (EU) 2018/967 (ABl. L 174 vom
10.7.2018, S. 2) geändert worden ist,“ durch die
Wörter „Artikel 19 Absatz 2 der Delegierten Verord-
nung (EU) 2022/127 der Kommission vom 7. Dezem-

ber 2021 zur Ergänzung der Verordnung
(EU) 2021/2116 des Europäischen Parlaments und
des Rates mit Vorschriften für die Zahlstellen und
anderen Einrichtungen, die Finanzverwaltung, den
Rechnungsabschluss, Sicherheiten und die Verwen-
dung des Euro (ABl. L 20 vom 31.1.2022, S. 95)“
ersetzt.
3. In § 6 Absatz 2 werden die Wörter „Artikel 55
Absatz 2 der Durchführungsverordnung (EU)
Nr. 908/2014“ durch die Wörter „Artikel 56 Absatz 2
der Durchführungsverordnung (EU) 2022/128“ er-
setzt.
Artikel 4
Änderung der
Rinderschlachtkörper-
Handelsklassenverordnung
Die Rinderschlachtkörper-Handelsklassenverordnung
vom 12. November 2008 (BGBl. I S. 2186, 2196), die
zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 4. Januar
2019 (BGBl. I S. 2) geändert worden ist, wird wie folgt
geändert:
1. In § 1 Absatz 1 Satz 1 wird die Angabe „(ABl. L 347
vom 20.12.2013, S. 671)“ durch die Wörter „(ABl.
L 347 vom 20.12.2013, S. 671; L 189 vom
27.6.2014, S. 261; L 130 vom 19.5.2016, S. 18;
L 34 vom 9.2.2017, S. 41; L 106 vom 6.4.2020,
S. 12), die zuletzt durch die Verordnung (EU)
2020/2220 (ABl. L 437 vom 28.12.2020, S. 1) geän-
dert worden ist,“ ersetzt.
2. Nach § 3 wird folgender § 3a eingefügt:
„§ 3a
Datenverarbeitung und Datenübermittlung
Zum Zweck der Durchführung von Kontrollen ver-
arbeitet und übermittelt die zuständige Behörde die
Daten nach Abschnitt III der Anlage des Marktorga-
nisationsgesetzes.“
Artikel 5
Änderung der
Schweineschlachtkörper-
Handelsklassenverordnung
Die Schweineschlachtkörper-Handelsklassenverord-
nung in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. Au-
gust 1990 (BGBl. I S. 1809), die zuletzt durch Artikel 2
der Verordnung vom 4. Januar 2019 (BGBl. I S. 2) geän-
dert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. In § 1 wird die Angabe „(ABl. L 347 vom 20.12.2013,
S. 671)“ durch die Wörter „(ABl. L 347 vom
20.12.2013, S. 671; L 189 vom 27.6.2014, S. 261;
L 130 vom 19.5.2016, S. 18; L 34 vom 9.2.2017,
S. 41; L 106 vom 6.4.2020, S. 12), die zuletzt durch
die Verordnung (EU) 2020/2220 (ABl. L 437 vom
28.12.2020, S. 1) geändert worden ist,“ ersetzt.
2. Nach § 4 wird folgender § 4a eingefügt:
„§ 4a
Datenverarbeitung und Datenübermittlung
Zum Zweck der Durchführung von Kontrollen ver-
arbeitet und übermittelt die zuständige Behörde die
Daten nach Abschnitt III der Anlage des Marktorga-
nisationsgesetzes.“
Artikel 6
Änderung der
Verordnung über gesetzliche
Handelsklassen für Schaffleisch
Die Verordnung über gesetzliche Handelsklassen für
Schaffleisch vom 21. Juni 1993 (BGBl. I S. 993), die
zuletzt durch Artikel 3 der Verordnung vom 4. Januar
2019 (BGBl. I S. 2) geändert worden ist, wird wie folgt
geändert:
1. § 1 Absatz 1 wird wie folgt geändert:
a) In Satz 1 Nummer 1 wird die Angabe „(ABl. L 347
vom 20.12.2013, S. 671)“ durch die Wörter „(ABl.
L 347 vom 20.12.2013, S. 671; L 189 vom
27.6.2014, S. 261; L 130 vom 19.5.2016, S. 18;
L 34 vom 9.2.2017, S. 41; L 106 vom 6.4.2020,
S. 12), die zuletzt durch die Verordnung (EU)
2020/2220 (ABl. L 437 vom 28.12.2020, S. 1) ge-
ändert worden ist,“ ersetzt.
b) In Satz 2 werden nach der Angabe „2017/1182“
die Wörter „baldmöglichst nach der Schlachtung,
spätestens 60 Minuten nach dem Stechen des
Tiers, durch die für die Tätigkeit vorgesehenen
Bediensteten des Schlachtbetriebs“ eingefügt.
2. Nach § 1 wird folgender § 1a eingefügt:
„§ 1a
Datenverarbeitung und Datenübermittlung
Zum Zweck der Durchführung von Kontrollen ver-
arbeitet und übermittelt die zuständige Behörde die
Daten nach Abschnitt III der Anlage des Marktorga-
nisationsgesetzes.“
3. § 2 wird wie folgt geändert:
a) In dem Satzteil vor Nummer 1 werden die Wörter
„§ 7 Abs. 1 Nr. 3 des Handelsklassengesetzes
handelt, wer“ durch die Wörter „§ 36 Absatz 3
Nummer 3 Buchstabe c des Marktorganisations-
gesetzes handelt, wer vorsätzlich oder leichtfer-
tig“ ersetzt.
b) In Nummer 2 werden die Wörter „Satz 3 eine an-
dere als in Satz 1 genannte“ durch die Wörter
„Satz 4 eine“ ersetzt.
Artikel 7
Änderung der
1. Fleischgesetz-Durchführungsverordnung
Die 1. Fleischgesetz-Durchführungsverordnung vom
12. November 2008 (BGBl. I S. 2186), die zuletzt durch
Artikel 1 der Verordnung vom 16. April 2021 (BGBl. I
S. 814) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. Nach § 3 wird folgender § 3a eingefügt:
„§ 3a
Datenverarbeitung und Datenübermittlung
Zum Zweck der Durchführung von Kontrollen ver-
arbeitet und übermittelt die zuständige Behörde die
Daten nach Abschnitt III der Anlage des Marktorga-
nisationsgesetzes.“
2. In § 4 Absatz 2 werden die Wörter „die zuletzt durch
die Verordnung (EU) Nr. 517/2013 des Rates vom
13. Mai 2013 (ABl. L 158 vom 10.6.2013, S. 1) ge-
ändert worden ist“ durch die Wörter „die zuletzt
durch die Delegierte Verordnung (EU) 2020/2192

(ABl. L 434 vom 23.12.2020, S. 10) geändert worden
ist“ ersetzt.
Artikel 8
Änderung der
Verordnung über Vermarktungs-
normen für Geflügelfleisch
Die Verordnung über Vermarktungsnormen für Ge-
flügelfleisch vom 22. März 2013 (BGBl. I S. 624), die
zuletzt durch Artikel 6 der Verordnung vom 4. Januar
2019 (BGBl. I S. 2) geändert worden ist, wird wie folgt
geändert:
1. In § 2 Absatz 1 wird die Angabe „(ABl. L 347 vom
20.12.2013, S. 671)“ durch die Wörter „(ABl. L 347
vom 20.12.2013, S. 671; L 189 vom 27.6.2014,
S. 261; L 130 vom 19.5.2016, S. 18; L 34 vom
9.2.2017, S. 41; L 106 vom 6.4.2020, S. 12), die zu-
letzt durch die Verordnung (EU) 2020/2220 (ABl.
L 437 vom 28.12.2020, S. 1) geändert worden ist,“
ersetzt.
2. § 3 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 Nummer 2 werden die Wörter „des
Europäischen Parlaments und des Rates vom
17. Dezember 2013 über eine gemeinsame
Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeug-
nisse und zur Aufhebung der Verordnungen
(EWG) Nr. 922/72, (EWG) Nr. 234/79, (EG)
Nr. 1037/2001 und (EG) Nr. 1234/2007 (ABl.
L 347 vom 20.12.2013, S. 671)“ gestrichen.
b) In Absatz 2 Nummer 1 wird nach der Angabe
„ABl. L 157 vom 17.6.2008, S. 46“ ein Semikolon
und die Angabe „L 8 vom 13.1.2009, S. 33“ ein-
gefügt und wird die Angabe „(EU) Nr. 576/2011
(ABl. L 159 vom 17.6.2011, S. 66)“ durch die An-
gabe „(EU) Nr. 519/2013 (ABl. L 158 vom
10.6.2013, S. 74)“ ersetzt.
3. Nach § 6 wird folgender § 6a eingefügt:
„§ 6a
Vorschriften für Geflügelerzeuger
(1) Geflügelerzeuger, die Geflügel unter Verwen-
dung der in Artikel 11 Absatz 1 Unterabsatz 1 Satz 1
der Verordnung (EG) Nr. 543/2008 festgelegten Be-
griffe vermarkten oder in Verkehr bringen, müssen
über eine behördliche Zulassung verfügen.
(2) Die Zulassung ist auf Antrag durch die nach
Landesrecht zuständige Behörde zu erteilen, wenn
im Rahmen einer Vor-Ort-Überprüfung festgestellt
wurde, dass der Geflügelerzeuger die in Anhang V
der Verordnung (EG) Nr. 543/2008 für die jeweilige
Haltungsform festgelegten Haltungsvoraussetzun-
gen erfüllt.“
4. Nach § 8a wird folgender § 8b eingefügt:
„§ 8b
Datenverarbeitung und Datenübermittlung
Zum Zweck der Durchführung von Kontrollen ver-
arbeitet und übermittelt die zuständige Behörde die
Daten nach Abschnitt III der Anlage des Marktorga-
nisationsgesetzes.“
5. § 9 Absatz 1 wird wie folgt geändert:
a) In Nummer 9 wird das Wort „oder“ am Ende
durch ein Komma ersetzt.
b) Nach Nummer 9 wird folgende Nummer 10 ein-
gefügt:
„10. ohne Zulassung nach § 6a Absatz 1 Geflü-
gel vermarktet oder in Verkehr bringt oder“.
c) Die bisherige Nummer 10 wird Nummer 11.
Artikel 9
Änderung der
Verordnung über
Vermarktungsnormen für Eier
Die Verordnung über Vermarktungsnormen für Eier
in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Januar
1995 (BGBl. I S. 46), die zuletzt durch Artikel 7 der Ver-
ordnung vom 4. Januar 2019 (BGBl. I S. 2) geändert
worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 1b Absatz 1 wird wie folgt geändert:
a) Im Satzteil vor Nummer 1 wird die Angabe „(ABl.
L 347 vom 20.12.2013, S. 671)“ durch die Wörter
„(ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 671; L 189 vom
27.6.2014, S. 261; L 130 vom 19.5.2016, S. 18;
L 34 vom 9.2.2017, S. 41; L 106 vom 6.4.2020,
S. 12), die zuletzt durch die Verordnung (EU)
2020/2220 (ABl. L 437 vom 28.12.2020, S. 1) ge-
ändert worden ist,“ ersetzt.
b) In Nummer 1 werden die Wörter „Verordnung
(EU) Nr. 519/2013 (ABl. L 158 vom 10.6.2013,
S. 74)“ durch die Wörter „Delegierte Verordnung
(EU) 2017/2168 (ABl. L 306 vom 22.11.2017,
S. 6)“ ersetzt.
2. § 2 wird wie folgt gefasst:
„§ 2
Rechnungen, Lieferscheine
und sonstige Transportbegleitpapiere
Wer Eier liefert, verkauft oder sonst in den Ver-
kehr bringt, die nach Güte- oder Gewichtsklassen
sortiert sind, hat auf jeder Stufe der Lieferkette mit
Ausnahme des Einzelhandels in Rechnungen, Lie-
ferscheinen und sonstigen Transportbegleitpapie-
ren die Güte- oder Gewichtsklassen anzugeben, un-
ter denen die Eier jeweils geliefert, verkauft oder
sonst in den Verkehr gebracht worden sind.“
3. In § 5 Absatz 1 Satz 1 werden die Wörter „der Kom-
mission vom 23. Juni 2008 mit Durchführungsbe-
stimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1234/2007
des Rates hinsichtlich der Vermarktungsnormen für
Eier (ABl. L 163 vom 24.6.2008, S. 6) in der jeweils
geltenden Fassung“ gestrichen.
Artikel 10
Änderung der
Bruteier-Kennzeichnungsverordnung
In § 1 Absatz 2 Nummer 1 der Bruteier-Kennzeich-
nungsverordnung vom 4. April 1973 (BGBl. I S. 273),
die zuletzt durch Artikel 8 der Verordnung vom 4. Ja-
nuar 2019 (BGBl. I S. 2) geändert worden ist, wird nach
den Wörtern „Bruteier und Küken von Hausgeflügel
(ABl. L 168 vom 28.6.2008, S. 5), die“ das Wort „zu-
letzt“ eingefügt und wird die Angabe „Nr. 557/2010
(ABl. L 159 vom 25.6.2010, S. 13)“ durch die Angabe
„Nr. 519/2013 (ABl. L 158 vom 10.6.2013, S. 74)“ er-
setzt.

Artikel 11
Inkrafttreten, Außerkrafttreten
(1) Diese Verordnung tritt vorbehaltlich des Satzes 2
am Tag nach der Verkündung in Kraft. Artikel 3 tritt am
1. Januar 2023 in Kraft.
(2) Zu dem in Absatz 1 Satz 1 genannten Zeitpunkt
treten außer Kraft:
1. die Getreide-Ausfuhr- und -Verarbeitungs-Überwa-
chungsverordnung in der Fassung der Bekanntma-
chung vom 5. Mai 1995 (BGBl. I S. 593), die zuletzt
durch Artikel 6 Absatz 10 des Gesetzes vom 21. Juli
2004 (BGBl. I S. 1763) geändert worden ist,
2. die Zucker-Denaturierungsprämienverordnung vom
14. August 1973 (BGBl. I S. 1197), die zuletzt durch
Artikel 4 der Verordnung vom 17. Dezember 2010
(BGBl. I S. 2295) geändert worden ist,
3. die Zucker-Produktionserstattungs-Verordnung in
der Fassung der Bekanntmachung vom 12. Oktober
1994 (BGBl. I S. 2967), die durch Artikel 3 der Ver-
ordnung vom 17. Dezember 2010 (BGBl. I S. 2295)
geändert worden ist, und
4. die Verordnung über die befristete Umstrukturie-
rungsregelung für die Zuckerindustrie vom 30. Juni
2006 (BAnz. S. 4778), die zuletzt durch Artikel 2 Ab-
satz 101 des Gesetzes vom 22. Dezember 2011
(BGBl. I S. 3044) geändert worden ist.
Der Bundesrat hat zugestimmt.
Bonn, den 10. März 2022
Der Bundesminister
für Ernährung und Landwirtschaft
Cem Özdemir
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2022 I S. 428. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
Prüfwert des Textes 653b7b051988b6f0….