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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2021, S. 2026

BGBl. 2021 I S. 2026 · 4.044 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2021, Seite 2026 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 2026
                                         Zweite Verordnung
                        zur Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung
                                               Vom 25. Juni 2021

   Auf Grund des § 88 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 des
Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetzes        vom
28. April 2020 (BGBl. I S. 960) sowie des § 5 Absatz 2
Satz 1 Nummer 4 Buchstabe f und Absatz 3 Satz 1
und 2 des Infektionsschutzgesetzes, dessen Absatz 2
Satz 1 Nummer 4 Buchstabe f durch Artikel 1 Num-
mer 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa Dreifach-
buchstabe bbb des Gesetzes vom 29. März 2021
(BGBl. I S. 370) und dessen Absatz 3 Satz 1 und 2
durch Artikel 1 Nummer 1 Buchstabe c Doppelbuch-
stabe aa des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I
S. 370) geändert worden ist, verordnet das Bundes-
ministerium für Gesundheit im Einvernehmen mit dem
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und
dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

                       Artikel 1

                  Änderung der
        Medizinprodukte-Abgabeverordnung

  Die Medizinprodukte-Abgabeverordnung vom 25. Juli
2014 (BGBl. I S. 1227), die zuletzt durch Artikel 8 der
Verordnung vom 21. April 2021 (BGBl. I S. 833) geän-

dert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 3 Absatz 4a wird wie folgt gefasst:
     „(4a) In-Vitro-Diagnostika, die für den direkten
  Erregernachweis des Severe-Acute-Respiratory-Syn-
  drome-Coronavirus-2 (Coronavirus SARS-CoV-2)
  bestimmt sind, dürfen abweichend von Absatz 4
  auch an folgende natürliche Personen, Einrichtun-
  gen und Unternehmen abgegeben werden:
  1. Einrichtungen und Unternehmen nach § 23 Ab-
     satz 3 Satz 1 Nummer 11 des Infektionsschutz-
     gesetzes,
  2. Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 des Infektions-
     schutzgesetzes sowie berufsbildende Schulen
     und Ausbildungseinrichtungen, Gemeinschafts-
     einrichtungen nach § 33 Nummer 2 des Infek-
     tionsschutzgesetzes und die in § 36 Absatz 1
     Nummer 7 zweiter Halbsatz des Infektions-

     schutzgesetzes genannten Angebote in Einrich-
     tungen zur Unterstützung im Alltag,
  3. ambulante Dienste der Eingliederungshilfe und

  4. Arbeitgeber im Sinne des § 2 Absatz 3 des Ar-
     beitsschutzgesetzes, sofern sie nicht bereits
     durch die Nummern 1 bis 3 erfasst sind.“
2. In Anlage 3 (zu § 3 Absatz 4) wird der zweite Spie-
   gelstrich wie folgt gefasst:
  „ – In-vitro-Diagnostika für die Eigenanwendung,
      die für den direkten Erregernachweis des Coro-
      navirus SARS-CoV-2 bestimmt sind“.

                      Artikel 2

           Inkrafttreten, Außerkrafttreten
   Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung
in Kraft. Gleichzeitig treten außer Kraft:

1. die Verordnung zur Änderung der Medizinprodukte-
   Abgabeverordnung im Rahmen der epidemischen
   Lage von nationaler Tragweite vom 2. Dezember
   2020 (BAnz AT 03.12.2020 V1), die zuletzt durch Ar-

   tikel 10 Absatz 9 des Gesetzes vom 29. März 2021
   (BGBl. I S. 370) geändert worden ist,
2. die Zweite Verordnung zur Änderung der Medizin-
   produkte-Abgabeverordnung im Rahmen der epi-
   demischen Lage von nationaler Tragweite vom
   15. Januar 2021 (BAnz AT 19.01.2021 V1), die zu-
   letzt durch Artikel 10 Absatz 10 des Gesetzes vom
   29. März 2021 (BGBl. I S. 370) geändert worden ist,
3. die Dritte Verordnung zur Änderung der Medizin-
   produkte-Abgabeverordnung im Rahmen der epi-
   demischen Lage von nationaler Tragweite vom
   1. Februar 2021 (BAnz AT 02.02.2021 V1), die zu-
   letzt durch Artikel 10 Absatz 11 des Gesetzes vom
   29. März 2021 (BGBl. I S. 370) geändert worden ist,
4. die Vierte Verordnung zur Änderung der Medizin-
   produkte-Abgabeverordnung im Rahmen der epi-
   demischen Lage von nationaler Tragweite vom
   12. März 2021 (BAnz AT 15.03.2021 V1).
                               Der Bundesrat hat zugestimmt.

                               Bonn, den 25. Juni 2021
                                   Der Bundesminister für Gesundheit
                                             Jens Spahn

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2021 I S. 2026. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes 2baf1e377a2ee472….