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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2020, S. 484

BGBl. 2020 I S. 484 · 3.636 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2020, Seite 484 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 484
       484             Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020 Teil I Nr.
11, ausgegeben zu Bonn am 12. März 2020
                                                   Zweite Verordnung
                                  zur Änderung der VVG-Informationspflichtenverordnung

                                                           Vom 5.

          Auf Grund des § 7 Absatz 2 des Versicherungsver-
       tragsgesetzes, der zuletzt durch Artikel 3 Nummer 5
       des Gesetzes vom 20. Juli 2017 (BGBl. I S. 2789) ge-
       ändert worden ist, verordnet das Bundesministerium
       der Justiz und für Verbraucherschutz im Einvernehmen
       mit dem Bundesministerium der Finanzen:

                                Artikel 1
                          Änderung der
                VVG-Informationspflichtenverordnung
         Dem § 2 der VVG-Informationspflichtenverordnung
       vom 18. Dezember 2007 (BGBl. I S. 3004), die zuletzt
       durch Artikel 1 der Verordnung vom 6. März 2018
       (BGBl. I S. 225) geändert worden ist, wird folgender
       Absatz 6 angefügt:
          „(6) Die Effektivkosten gemäß Absatz 1 Nummer 9
       werden berechnet wie der Gesamtkostenindikator nach
       Anhang VI der Delegierten Verordnung (EU) 2017/653
       der Kommission vom 8. März 2017 zur Ergänzung der
       Verordnung (EU) Nr. 1286/2014 des Europäischen Par-
       laments und des Rates über Basisinformationsblätter
       für verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Ver-
       sicherungsanlageprodukte (PRIIP) durch technische
       Regulierungsstandards in Bezug auf die Darstellung,
       den Inhalt, die Überprüfung und die Überarbeitung die-
       ser Basisinformationsblätter sowie die Bedingungen für
       die Erfüllung der Verpflichtung zu ihrer Bereitstellung
       (ABl. L 100 vom 12.4.2017, S. 1; L 120 vom 11.5.2017,

März 2020

     S. 31; L 186 vom 19.7.2017, S. 17; L 210 vom
     15.8.2017, S. 16), die durch die Delegierte Verordnung
     (EU) 2019/1866 (ABl. L 289 vom 8.11.2019, S. 4) ge-
     ändert worden ist. Dabei sind die Parameter des ange-
     botenen Vertrags einzusetzen; abweichend davon ist
     unabhängig von den Parametern des angebotenen
     Vertrags
     1. stets die jährliche Wertentwicklung vor Kosten zu-
        grunde zu legen, die bei der Berechnung des Ge-
        samtkostenindikators nach Anhang VI der Delegier-
        ten Verordnung (EU) 2017/653 verwendet würde, und
     2. die in diesem Gesamtkostenindikator enthaltene Kos-
        tenkomponente für das biometrische Risiko zu über-
        nehmen, wenn das zugrunde liegende Produkt eine
        zumindest 90-prozentige Beteiligung an Risikoüber-
        schüssen gewährleistet.
     Die jährliche Wertentwicklung vor Kosten kann durch
     einen angemessenen Schätzwert ersetzt werden, wenn
     der in Satz 2 genannte Gesamtkostenindikator nicht zu
     berechnen ist. Die Sätze 1 bis 3 sind nicht anzuwenden
     auf Altersvorsorgeverträge und Basisrentenverträge im
     Sinne der §§ 1 und 2 des Altersvorsorgeverträge-Zerti-
     fizierungsgesetzes.“

                              Artikel 2

                            Inkrafttreten
        Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2021 in Kraft.
                                          Berlin, den 5. März 2020
                                                  Die Bundesministerin
                                          der Justiz und für Verbraucherschutz
                                                  Christine Lambrecht

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Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2020 I S. 484. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

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