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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2020, S. 1168

BGBl. 2020 I S. 1168 · 6.012 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2020, Seite 1168 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1168
                                         Verordnung
       zur Änderung der Erhaltungsmischungsverordnung und der Anbaumaterialverordnung
                                                Vom 26. Mai 2020

   Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirt-
schaft verordnet auf Grund des § 3 Absatz 3 Satz 1
Nummer 1 Buchstabe b in Verbindung mit Satz 2 Num-
mer 1, 2 und 5, des § 14a Nummer 1 Buchstabe b und
Nummer 4 Buchstabe d, des § 22 Absatz 1 Nummer 1
und des § 22a Satz 1 in Verbindung mit Satz 2 Num-

mer 1 des Saatgutverkehrsgesetzes in der Fassung der

Bekanntmachung vom 16. Juli 2004 (BGBl. I S. 1673),

von denen § 3 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 Buchstabe b,
§ 14a Nummer 1 Buchstabe b und Nummer 4 Buch-
stabe d, § 22 Absatz 1 Nummer 1 und § 22a Satz 1
zuletzt durch Artikel 372 Nummer 1 der Verordnung
vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert wor-
den ist sowie § 3 Absatz 3 Satz 2 Nummer 1 und 2
durch Artikel 2 des Gesetzes vom 15. März 2012
(BGBl. I S. 481) und § 3 Absatz 3 Satz 2 Nummer 5
durch Artikel 3 Nummer 1 Buchstabe b des Gesetzes
vom 22. Mai 2013 (BGBl. I S. 1319) eingefügt worden
ist, sowie des § 7 Absatz 1 Satz 1 und Satz 2 Nummer 1
Buchstabe c und d sowie Nummer 2 Buchstabe d des
Pflanzenschutzgesetzes vom 6. Februar 2012 (BGBl. I
S. 148, 1281), von denen § 7 Absatz 1 Satz 1 durch
Artikel 375 Nummer 3 der Verordnung vom 31. August
2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist:

                       Artikel 1
  Die Erhaltungsmischungsverordnung vom 6. Dezem-
ber 2011 (BGBl. I S. 2641), die zuletzt durch Artikel 3
der Verordnung vom 9. Juni 2017 (BGBl. I S. 1614) ge-
ändert worden ist, wird wie folgt geändert:

01. In § 1 Satz 2 werden nach dem Wort „Mahdgut“

    die Wörter „, sowie daraus gewonnenes frisches
    Druschgut“ eingefügt.
1.   § 4 Absatz 2 wird wie folgt geändert:
     a) Die Angabe „2020“ wird durch die Angabe
        „2024“ ersetzt.

     b) Nach den Wörtern „Erhaltungsmischung an-
        grenzenden Ursprungsgebieten“ werden die
        Wörter „, vorzugsweise desselben Produktions-
        raumes,“ eingefügt.
     c) Folgender Satz wird angefügt:

       „Unberührt bleibt das Erfordernis einer durch die
       nach Landesrecht für Naturschutz und Land-
       schaftspflege zuständige Behörde erteilten Ge-
       nehmigung für das Ausbringen von Saatgut au-

       ßerhalb seines Vorkommensgebietes nach § 40
       Absatz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes.“

2.    § 8 wird wie folgt geändert:
      a) Absatz 1 wird wie folgt geändert:

         aa) Nummer 5 wird wie folgt gefasst:
              „5. die Ursprungsgebiete,“.

         bb) In Nummer 14 wird der Punkt am Ende

             durch ein Komma ersetzt und folgende

             Nummer 15 wird angefügt:

              „15. bei Erhaltungsmischungen nach § 4
                   Absatz 2 einen Hinweis darauf, dass
                   die betreffende Erhaltungsmischung
                   Zumischungen aus angrenzenden Ur-
                   sprungsgebieten enthält; hierbei sind
                   die zugemischten Arten für das jewei-
                   lige Ursprungsgebiet anzugeben.“
      b) Absatz 2 Satz 1 wird wie folgt gefasst:

         „Wird der Erhaltungsmischung beim Inverkehr-
         bringen ein Lieferschein beigefügt, der die voll-
         ständigen Angaben nach Absatz 1 Nummer 1
         bis 15 enthält, dann genügt es, auf dem Etikett
         nur die Angaben nach Absatz 1 Nummer 1 bis 5,
         8 bis 10 sowie 12 und 13 und im Fall der Num-
         mer 15 nur den nach dem ersten Halbsatz anzu-
         gebenden Hinweis aufzuführen.“

                               Artikel 2

                       Änderung der
                  Anbaumaterialverordnung*
  Die Anbaumaterialverordnung vom 21. November

2018 (BGBl. I S. 1964) wird wie folgt geändert:

1. § 14 wird wie folgt geändert:
     a) Absatz 1 wird wie folgt geändert:
       aa) In Satz 1 Nummer 12 wird das Wort „Ausstel-
           lungsdatum“ durch die Wörter „Jahr der Aus-
           stellung“ ersetzt.

       bb) In Satz 3 werden die Wörter „Bei Verwendung
           einer Kennfarbe zur“ durch das Wort „Zur“
           ersetzt.
* Artikel 2 dieser Verordnung dient der Umsetzung der Durchführungs-
  richtlinie (EU) 2019/1813 der Kommission vom 29. Oktober 2019 zur
  Änderung der Durchführungsrichtlinie 2014/96/EU in Bezug auf die
  Anforderungen an Etikettierung, Plombierung und Verpackung von
  Vermehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten zur Fruchterzeu-
  gung, die in den Geltungsbereich der Richtlinie 2008/90/EG fallen,
  hinsichtlich der Farbe des Etiketts für zertifizierte Kategorien von Ver-
  mehrungsmaterial und Pflanzen von Obstarten und des Inhalts des
  Versorgerdokuments (ABl. L 278 vom 30.10.2019, S. 7).
BGBl. 2020, Seite 1169 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1169
  b) Absatz 5 wird wie folgt geändert:
     aa) In Satz 3 werden die Wörter „und deutlich
         sichtbar angebracht“ gestrichen.
     bb) Folgender Satz wird angefügt:
         „Wird das Dokument als Etikett an Standard-
         material angebracht, muss es die Farbe gelb
         haben.“
2. § 22 Absatz 2 wird wie folgt gefasst:

    „(2) Bis zum 30. Juni 2021 darf Standardmaterial
  auch dann in Deutschland in Verkehr gebracht wer-
  den, wenn zur Kennzeichnung abweichend von § 14

   Absatz 5 Satz 4 kein gelbes Dokument als Etikett
   verwendet wird, sofern das Etikett
   1. schon vor dem 1. April 2020 in Gebrauch war und
   2. die Angabe enthält, dass es sich um Vermehrungs-
      material und Pflanzgut handelt, das gemäß Artikel 3
      der Durchführungsrichtlinie (EU) 2019/1813 der
      Kommission in Verkehr gebracht wird.“

                       Artikel 3

   Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung
in Kraft.
                                Der Bundesrat hat zugestimmt.

                                Bonn, den 26. Mai 2020
                                        Die Bundesministerin
                                  für Ernährung und Landwirtschaft
                                            Julia Klöckner

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2020 I S. 1168. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes 153181f58f8e4691….