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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2018, S. 2444
BGBl. 2018 I S. 2444 · 6.219 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
Textauszug (durchsuchbar)

Verordnung
zur Änderung der DPMA-Verordnung und
der Verordnung über den elektronischen Rechtsverkehr beim Deutschen Patent- und Markenamt*
Vom 10. Dezember 2018
Auf Grund
– des § 28 und des § 125a Absatz 3 Nummer 1 des
Patentgesetzes, die zuletzt durch Artikel 204 der Ver-
ordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) ge-
ändert worden sind,
– des § 21 Absatz 1 und des § 29 des Gebrauchsmus-
tergesetzes, von denen § 21 Absatz 1 zuletzt durch
Artikel 14 des Gesetzes vom 24. November 2011
(BGBl. I S. 2302) und § 29 zuletzt durch Artikel 205
der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I
S. 1474) geändert worden ist,
– des § 65 Absatz 1 Nummer 1 und des § 95a Absatz 3
Nummer 1 des Markengesetzes, die zuletzt durch
Artikel 206 Nummer 1 der Verordnung vom 31. Au-
gust 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden sind,
– des § 11 Absatz 2 des Halbleiterschutzgesetzes vom
22. Oktober 1987 (BGBl. I S. 2294),
– des § 25 Absatz 3 Nummer 1 und des § 26 Absatz 1
Nummer 1 des Designgesetzes, von denen § 25 Ab-
satz 3 Nummer 1 durch Artikel 1 Nummer 10 des
Gesetzes vom 4. April 2016 (BGBl. I S. 558) geändert
worden ist,
verordnet das Bundesministerium der Justiz und für
Verbraucherschutz:
Artikel 1
Änderung der DPMA-Verordnung
Die DPMA-Verordnung vom 1. April 2004 (BGBl. I
S. 514), die zuletzt durch Artikel 10 des Gesetzes vom
4. April 2016 (BGBl. I S. 558) geändert worden ist, wird
wie folgt geändert:
1. In § 10 Absatz 2 Satz 1 wird die Angabe „DIN A4“
durch die Angabe „21 x 29,7 Zentimeter (DIN A4)“
ersetzt.
* Notifiziert gemäß der Richtlinie (EU) 2015/1535 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 9. September 2015 über ein Informa-
tionsverfahren auf dem Gebiet der technischen Vorschriften und der
Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft (ABl. L 241
vom 17.9.2015, S. 1).
2. In § 12 Satz 1 werden die Wörter „vom 1. November
2013 (BGBl. I S. 3906) in ihrer jeweils geltenden Fas-
sung“ gestrichen.
3. § 16 wird wie folgt gefasst:
„§ 16
Kennnummern für Anmelder,
Vertreter und Angestelltenvollmachten
Zur Erleichterung der Bearbeitung von Anmeldun-
gen teilt das Deutsche Patent- und Markenamt den
Anmeldern, den Vertretern und den eingereichten
Angestelltenvollmachten Kennnummern zu. Die
Kennnummern sollen in den vom Deutschen Patent-
und Markenamt herausgegebenen Formularen an-
gegeben werden, sofern dies vorgesehen ist.“
4. § 28 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 2 Nummer 3 werden die Wörter „§ 3
Abs. 1 Nr. 5, Abs. 2, 5 Nr. 1 und 2 der Halbleiter-
schutzverordnung“ durch die Wörter „§ 3 Absatz 1
Nummer 5, Absatz 2, 6 Nummer 1 und 2 der
Halbleiterschutzverordnung“ ersetzt.
b) Absatz 4 wird wie folgt gefasst:
„(4) Für die in Absatz 3 genannten Anträge und
Erklärungen sollen die vom Deutschen Patent-
und Markenamt herausgegebenen Formulare ver-
wendet werden. Wird ein Antrag auf Eintragung
eines Rechtsübergangs allein von den Rechts-
nachfolgern gestellt und liegt dem Deutschen
Patent- und Markenamt keine Erklärung nach
Absatz 3 Nummer 2 Buchstabe a vor, so räumt
das Deutsche Patent- und Markenamt dem ein-
getragenen Inhaber vor der Eintragung des
Rechtsübergangs eine angemessene Frist zur
Stellungnahme ein.“
Artikel 2
Änderung der Verordnung
über den elektronischen Rechtsverkehr
beim Deutschen Patent- und Markenamt
Die §§ 1 und 2 der Verordnung über den elektro-
nischen Rechtsverkehr beim Deutschen Patent- und
Markenamt vom 1. November 2013 (BGBl. I S. 3906),

die zuletzt durch Artikel 11 Absatz 32 des Gesetzes
vom 18. Juli 2017 (BGBl. I S. 2745) geändert worden
ist, werden wie folgt gefasst:
„§ 1
Signaturgebundene
elektronische Kommunikation
(1) Beim Deutschen Patent- und Markenamt können
elektronische Dokumente in folgenden Verfahren signa-
turgebunden eingereicht werden:
1. in Verfahren nach dem Patentgesetz und dem Ge-
setz über internationale Patentübereinkommen,
2. in Verfahren nach dem Gebrauchsmustergesetz,
3. in Verfahren nach dem Markengesetz,
4. in Verfahren nach dem Designgesetz.
(2) Materiell-rechtliche Formerfordernisse bleiben
unberührt.
§2
Signaturfreie
elektronische Kommunikation
(1) In folgenden Verfahren können elektronische Do-
kumente beim Deutschen Patent- und Markenamt auch
signaturfrei eingereicht werden:
1. in Markenverfahren für
a) Anmeldungen,
b) Anträge auf internationale Registrierung nach Ar-
tikel 3 des Protokolls vom 27. Juni 1989 zum Ma-
drider Abkommen über die internationale Regis-
trierung von Marken (BGBl. 1995 II S. 1016,
1017), unbeschadet abweichender Bestimmun-
gen der Gemeinsamen Ausführungsordnung
zum Madrider Abkommen über die internationale
Registrierung von Marken und zum Protokoll zu
diesem Abkommen (BGBl. 2003 II S. 828),
2. in Designverfahren für
a) Anmeldungen,
b) Anträge auf Feststellung oder Erklärung der Nich-
tigkeit.
(2) Das Bundesministerium der Justiz und für Ver-
braucherschutz bestimmt entsprechend dem techni-
schen Fortschritt weitere Verfahrenshandlungen, bei
denen elektronische Dokumente signaturfrei einge-
reicht werden können. Das Deutsche Patent- und Mar-
kenamt gibt diese Verfahrenshandlungen über die Inter-
netseite www.dpma.de bekannt.
(3) § 1 Absatz 2 ist anzuwenden.“
Artikel 3
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. April 2019 in Kraft.
Berlin, den 10. Dezember 2018
Die Bundesministerin
der Justiz und für Verbraucherschutz
Katarina Barley
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2018 I S. 2444. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
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