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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2018, S. 225
BGBl. 2018 I S. 225 · 3.655 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Erste Verordnung
zur Änderung der VVG-Informationspflichtenverordnung
Vom 6. März
Auf Grund des § 7 Absatz 2 und 3 des Versiche-
rungsvertragsgesetzes, von denen Absatz 2 zuletzt
durch Artikel 3 Nummer 5 des Gesetzes vom 20. Juli
2017 (BGBl. I S. 2789) geändert worden ist, verordnet
das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucher-
schutz im Einvernehmen mit dem Bundesministerium
der Finanzen:
Artikel 1
Änderung der
VVG-Informationspflichtenverordnung
Die VVG-Informationspflichtenverordnung vom 18. De-
zember 2007 (BGBl. I S. 3004), die zuletzt durch Artikel 2
Absatz 50 des Gesetzes vom 1. April 2015 (BGBl. I
S. 434) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 4 wird wie folgt gefasst:
„§ 4
Produktinformationsblatt
(1) Ist der Versicherungsnehmer ein Verbraucher,
so hat der Versicherer ihm ein Produktinformations-
blatt zur Verfügung zu stellen.
(2) Das Produktinformationsblatt ist nach der
Durchführungsverordnung (EU) 2017/1469 der Kom-
mission vom 11. August 2017 zur Festlegung eines
Standardformats für das Informationsblatt zu Ver-
sicherungsprodukten (ABl. L 209 vom 12.8.2017,
S. 19) in ihrer jeweils geltenden Fassung zu erstellen;
unter den Überschriften, die nach Artikel 4 Absatz 1
in Verbindung mit dem Anhang oder nach Absatz 4
der Durchführungsverordnung zu verwenden sind,
sind die entsprechenden Informationen zu geben.
Zusätzlich sind bei Versicherungsprodukten, die
kein Versicherungsprodukt im Sinne des Anhangs I
der Richtlinie 2009/138/EG des Europäischen Parla-
ments und des Rates vom 25. November 2009 be-
Berlin, den 6. März 2018
2018
treffend die Aufnahme und Ausübung der Versiche-
rungs- und der Rückversicherungstätigkeit (Solva-
bilität II) (ABl. L 335 vom 17.12.2009, S. 1) sind, die
Prämie, die Abschluss- und Vertriebskosten und die
Verwaltungskosten (§ 2 Absatz 1 Nummer 1) sowie
die sonstigen Kosten (§ 2 Absatz 1 Nummer 2) je-
weils in Euro gesondert auszuweisen; die Informa-
tion ist unter der Überschrift „Prämie; Kosten“ als
letzte Information zu geben.
(3) Diese Regelung gilt nicht für Versicherungs-
anlageprodukte im Sinne der Verordnung (EU)
Nr. 1286/2014 des Europäischen Parlaments und
des Rates vom 26. November 2014 über Basisin-
formationsblätter für verpackte Anlageprodukte für
Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte
(PRIIP) (ABl. L 352 vom 9.12.2014, S. 1; L 358 vom
13.12.2014, S. 50), die durch die Verordnung (EU)
2016/2340 (ABl. L 354 vom 23.12.2016, S. 35) geän-
dert worden ist.“
2. § 7 wird wie folgt gefasst:
„§ 7
Übergangsvorschrift
Für Versicherungsprodukte, die weder Versiche-
rungsanlageprodukt im Sinne der Verordnung (EU)
Nr. 1286/2014 noch Versicherungsprodukt im Sinne
des Anhangs I der Richtlinie 2009/138/EG sind, kann
der Versicherer bis einschließlich 31. Dezember
2018 das Produktinformationsblatt nach § 4 in seiner
bis 13. März 2018 geltenden Fassung gestalten.“
Artikel 2
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung
in Kraft.
Der Bundesminister
der Justiz und für Verbraucherschutz
Heiko Maas
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2018 I S. 225. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
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